19 Uhr: !newcomer / !neuerkanal
Sechs Musikstücke wurden analysiert, ein Lied für das Video ausgewählt
In einer Just-Chatting-Sitzung wurden die eingereichten Musikstücke besprochen. Es wurde erklärt, dass Songs jederzeit eingereicht werden können, und dass dienstags und sonntags um 19 Uhr die Werke vorgespielt werden. Es wurden sechs Künstler betrachtet: Supra, Steady, Linda, JinTora, Tonic und Pepe. Für jedes Stück gab es detaillierte Kommentare zu Produktion, Stimme und Stil. Am Ende wurde Supra für die Video-Umsetzung ausgewählt. Die nächste Sitzung wird am Sonntag um 19 Uhr abgehalten.
Stream-Start und Song-Einsendedienst
00:00:00Der Stream startete mit einer allgemeinen Begrüßung und einer Erklärung der neuen Song-Einsende-Runde. Der Moderator erklärte, dass ab sofort Songs jederzeit eingereicht werden können, wobei Dienstags und Sonntags jeweils um 19 Uhr die eingereichten Tracks live angespielt und kommentiert würden. Die Rapshows seien aktuell pausiert, was mehr Zeit für diese Format-Phase lasse. Insgesamt wurden 15 Einsendungen in der Vorwoche verarbeitet, was als „verrückt“ beschrieben wurde. Zudem wurde angekündigt, dass Supra als erster Künstler der neuen Runde dabei ist.
Musikalische Reflexion und Selbstständigkeit
00:00:54Der Moderator ging auf persönliche Themen ein, darunter seine aktuelle Abneigung gegenüber Musik, die er nicht mehr privat genießen könne, da er an zwei großen Projekten arbeite. Er erwähnte, an seinem ersten Plugin für Producer zu arbeiten und betonte, dass er aktuell keine Musik produziere. Weiterhin sprach er über die Herausforderungen der Selbstständigkeit, insbesondere steuerliche Probleme und die finanzielle Unsicherheit, die viele Künstler und Unternehmer in Deutschland bewältigen müssten. Er betonte, dass oft erst nach mehreren Jahren etwas finanziell läuft.
Supra: Künstlerische Tiefe und Reimschlacht
00:03:20Mit dem ersten Künstler der neuen Runde, Supra, begann die Song-Analyse. Supra wurde als künstlerisch vielseitig beschrieben, der sowohl experimentell als auch tiefgründig rappt. Der Moderator hob besonders die Reimstruktur und den roten Faden des Songs „2016“ hervor, der von Laupi produziert wurde. Er betonte, dass Supra trotz komplexer Reimschemata einen inhaltlichen Faden behielt, was selten sei. Der Song wurde als emotional und nostalgisch empfunden, wobei der Moderator seine Verbundenheit zu dieser Epoche betonte.
Steady: Mischform aus Rap und Gesang
00:09:00Der zweite Künstler, Steady, wurde vorgestellt, dessen Song von NMD produziert wurde. Der Moderator lobte die Stimme und die Produktion, bemängelte jedoch die Geschwindigkeit des Beats als etwas langsam für Steadys Stimmlage. In der Hook wurde Kritik an der ästhetischen Gestaltung des Titels geäußert, da das „Y“ im Namen nicht optimal klinge. Trotzdem wurde anerkannt, dass Steady ein starker Songwriter sei, der in Zukunft noch wachsen könne.
Linda: Frauenstimmen im Hip-Hop
00:13:00Linda, eine der wenigen weiblichen Künstlerinnen in der Runde, wurde vorgestellt. Ihr Song, produziert von Matthew May, erinnere an 2000er-Style-Shows, mit einem Beat, der als „episch“ beschrieben wurde. Der Moderator lobte Linda für ihre Stimme, bemängelte jedoch die trockene Tonbearbeitung und das fehlende emotionale Timing. Er äußerte Bedenken, dass weibliche Künstler oft in Love-Songs gepresst würden und nicht ernst genommen würden. Dennoch wurde betont, dass Linda eine coole Stimme habe und sich in Zukrichten wie Balladen oder Show-Musik bewegen könne.
JinTora: Authentizität und Stimmenvariation
00:19:00JinTora, ein Künstler, der Authentizität und Lebensgefühl in seiner Musik unterbringe, wurde als nächstes betrachtet. Sein Song „Madame“ wurde als sehr unterhaltsam und emotional beschrieben, mit einer Stimme, die im Pre-Hook und der Hook besonders überzeugend sei. Der Moderator bemerkte, dass JinTora in den Parts noch nach einer klaren Richtung suchte, aber in den Hooks eine starke, harmonische Stimme zeigte. Er empfahl, mehr Harmonien und Dubletten einzubauen, um die Emotionen zu verstärken.
Tonic: Vielfalt und kreative Mischung
00:24:40Tonic, dessen Song „Live Fast“ produziert und inszeniert wurde, wurde als Beispiel für kreative Vielfalt dargestellt. Der Moderator hob das Video mit Geigen, Regentropfen und synchronisierten Effekten hervor und lobte die Mischung aus Rap, Gesang und kratziger Stimme. Kritik gab es an der Überladung durch verschiedene Stimmen und Arrangements, die den Hörer manchmal überforderten. Dennoch wurde Tonic als talentiert und vielseitig beschrieben, der in Zukunft noch stärker werden könne, wenn er sich auf ein klares künstlerisches Ziel fokussiere.
Pepe: Sommervibes und Übersättigung
00:30:20Pepe, der letzte Künstler der Runde, wurde mit seinem Song „Heute Nacht“ in einer französisch-afrikanischen Sprache und einem Afro-Trap-Beat präsentiert. Der Moderator bemerkte, dass dieser Sound in den letzten Jahren stark übersättigt sei und viele ähnliche Songs in Rap-Shows zu hören seien. Die Pre-Hook- und Hook-Melodien wurden positiv bewertet, doch die Parts wirken nicht spannend genug. Der Moderator drückte Bedauern aus, nicht mehr viel beizusteuern, betonte aber, dass Pepe eine starke Hooks und eine coole Produktion habe.
Ausblick und Fazit
00:34:00Zum Abschluss des Streams wurde Supra als Künstler bestätigt, dessen Song ins Video aufgenommen wird. Der Moderator dankte allen Beteiligten und gab einen Ausblick auf die nächsten Streams: Sonntags um 19 Uhr und Dienstags um 19 Uhr würden weitere Einsendungen angespielt. Er betonte, dass das Format weiterhin wichtig sei, um neue Talente zu fördern und die Leidenschaft für Musik zu teilen. Der Stream endete mit einer emotionalen Danksagung an die Community und eine Einladung, weiterhin Songs einzusenden.