Es wurde ein umfassender Einblick in das Auswahlverfahren der Polizei Niedersachsen gegeben. Dabei wurde der computergestützte Test als zentraler Bestandteil hervorgehoben, der kognitive Fähigkeiten wie Wahrnehmung und Logik prüft. Der Prozess wurde als fair und transparent dargestellt, wobei die Bewerber mit einem speziellen Trainingsprogramm auf die Anforderungen vorbereitet werden.
Begrüßung und Vorstellung des Auswahlverfahrens
00:13:58Der Stream startet mit der Begrüßung der Zuschauer und der Vorstellung des Themas: das Auswahlverfahren der Polizei Niedersachsen. Einige Teilnehmer des Auswahlverfahrens werden vorgestellt, die auf den Start warten. Der Streamer erwähnt, dass der Computertest in einem speziellen Raum stattfinden wird, und begleitet die Teilnehmer dorthin. Die Atmosphäre ist aufgeregt, was durch ein Pulsmessen bei einem der Teilnehmer untermauert wird. Das Ganze wird als interaktiver und informativer Prozess präsentiert, bei dem die Zuschauer direkt mitgenommen werden.
Beginn des Computertests und Vorstellung des Ablaufs
00:15:01Vor Ort in der Polizeiakademie beginnt der originale Auswahlverfahren-Test. Die Teilnehmer befinden sich im Computerraum, der als einhunderterprozentig original beschrieben wird. Eine Beamte der Polizeiakademie erklärt kurz die anstehende Aufgabe, einen computergestützten Eignungstest. Dieser Test in drei Teile gegliedert und dauert für den ersten Teil etwa eine Stunde. Die Teilnehmer müssen sich mit Denkaufgaben beschäftigen. Der Inhalt der Aufgaben darf nicht gezeigt werden, um zukünftigen Bewerbern keinen Vorteil zu verschaffen. Der Streamer verspricht alternative Programme wie eine Begehung des Geländes und einen Blick in die VR-Räumlichkeiten.
Fokus auf den Sporttest und Vorstellung der Polizeiakademie
00:19:03Während die Teilnehmer den ersten Teil des Computertests absolvieren, widmet sich der Streamer dem Sporttest, der von den Teilnehmern als größte Herausforderung gesehen wird. Er erwähnt, dass nur noch 3.000 Meter gelaufen werden müssen, was im Vergleich zu früheren 5.000 Meter eine Erleichterung ist. Anschließend wird das große Gelände der Polizeiakademie vorgestellt, das auf einer ehemaligen amerikanischen Kaserne basiert. Ein langjähriger Polizeibeamte erzählt von den Abläufen im Auswahlverfahren, dem Studium und dem hochstrukturierten Interview, das in Zusammenarbeit mit dem DLR entwickelt wurde. Die Bewerbung erfolgt über die Homepage polizei-studium.de.
Vorstellung des VR-Trainingsraums und des Equipments
00:26:16Der Stream führt die Zuschauer in einen provisorischen VR-Raum, der für das Training mit VR-Brillen und Trackern am ganzen Körper genutzt wird. Dieses System dient der Taktikschulung und kann risikoreiche Einsatzszenarien wie Schusswaffengebrauch oder bewegte Ziele gefahrlos simulieren. Die Streamer ziehen sich zur Demonstration die spezialisierte Ausrüstung an, darunter eine Weste mit Subwoofern und Sensoren an den Handgelenken und Knöcheln. Sie erhalten auch eine virtuelle Dienstwaffe und eine digitale Koppel mit verschiedenen Einsatzmitteln, die sie erstmals anlegen und bedienen müssen, um das System kennenzulernen.
Demonstration der VR-Simulation und ihrer Funktionen
00:38:14Ein Dozent leitet die Teilnehmer durch eine erste, einfache Simulation in einem virtuellen Haus. Die Zuschauer können via Stream den gesamten Ablauf mitverfolgen. Die Demonstration zeigt die hohe Realitätsnähe: Türen können interaktiv geöffnet und geschlossen werden, und die Weste vibriert bei Kollisionen mit virtuellen Wänden. Die Teilnehmer bewegen sich frei durch die virtuellen Räume, interagieren mit Objekten und testen die Waffensimulation. Dozenten können als NPC agieren, um Szenarien zu steuern, und das System wird als einzigartiges Werkzeug zur Ergänzung des realen Einsatztrainings hervorgehoben.
Rückkehr zum Computertest und Beobachtung der Teilnehmer
00:54:51Nach der VR-Demonstration kehrt der Stream zurück zum Computertest, um die Teilnehmer nach deren Abschluss zu befragen. Die Stimmung ist gemischt, mit Anspannung und Erleichterung. Eine Teilnehmerin beschreibt den Test als fordernd, besonders im Hinblick auf die Konzentration. Es wird die enorme psychologische Hürde betont, die vom Sofa aus oft unterschätzt wird. Der Streamer erklärt den Ablauf weiter, betont, dass alle Teile des Auswahlverfahrens – Sport-, Computer- und Präsentationstest – als gleich wichtige Ausschlusskriterien zu verstehen sind, die nicht gegenseitig kompensiert werden können.
Bedeutung des Sporttests und Hilfestellungen zur Vorbereitung
00:57:04Der Fokus liegt erneut auf dem Sporttest, der von vielen als größte Angstbarriere wahrgenommen wird. Die Beamten entkräften dies, indem sie betonen, dass die Anforderungen trainierbar und kein Hexenwerk sind. Es wird klargestellt, dass es keine Mindestgrößen mehr gibt. Die Polizei bietet Videos mit Trainingsplänen auf ihrer Homepage an, um Bewerber gezielt auf die 3.000 Meter und den Hindernisparcours vorzubereiten. Die Schulung der physischen Leistungsfähigkeit (UKL) wird als notwendige Grundlage für den Dienst und für die Sicherheit des Streifenpartners im Einsatz unterstrichen.
Zusammenfassung des ersten Computertest-Teils
00:58:43Die Beobachtung der Teilnehmer nach Abschluss des ersten computergestützten Testteils zeigt eine durchwachsene Reaktion. Eine Teilnehmerin beschreibt die Zahlen- und Figurenaufgaben als anspruchsvoll, während eine andere sie als spaßig empfindet. Ein Teilnehmer hat offenbar Schwierigkeiten gehabt und ist sogar kurzzeitig aus dem Raum gegangen. Die genauen Ergebnisse werden natürlich erst später ausgewertet. Es wird betont, dass der Bestand dieses Teils eine zwingende Voraussetzung für die weitere Teilnahme am Verfahren ist und dass man den Test nicht durch Leistungen in anderen Disziplinen ausgleichen kann.
Vorstellung des Auswahlverfahrens
01:03:21Die teilnehmenden Polizisten stellen sich vor und klären, dass es sich um echte Beamte der Landespolizei Niedersachsen handelt. Das Ziel des Streams ist, einen Einblick in die Behörde zu geben und das Auswahlverfahren transparent zu machen. Dabei wird auf die digitale Präsenz der Polizei eingegangen, um Nachfragen zu beantworten und Anlaufstellen zu vermitteln.
Ablauf des Computertests
01:04:55Die Teilnehmer starten mit dem ersten Teil des Auswahlverfahrens, einem computergestützten kognitiven Test. Dabei müssen sie sich konzentrieren und schnell Entscheidungen treffen, basierend auf visuellen Reizen und Regeln wie 'Orientierung' und 'Punktzahl'. Die Streamer äußern ihre Verwirrung und Überforderung über die komplexen Aufgaben und den hohen Zeitdruck.
Eignungskriterien und Medizinische Untersuchung
01:11:43Während des Tests werden medizinische Eignungskriterien thematisiert, insbesondere die Augenundheit. Eine Rot-Grün-Schwäche kann zum Ausschluss aus dem Auswahlverfahren führen. Für die heutige Ausnahme wird jedoch keine vollständige Untersuchung durchgeführt, sodass alle Teilnehmer weitermachen dürfen.
Übergang zum Sporttest
01:13:13Nachdem der Computertest abgeschlossen ist, erfolgt der Übergang zum nächsten Testabschnitt, dem sportlichen Teil. Die Teilnehmer werden instruiert, sich umzuziehen und zur Laufstrecke zu begeben. Die Polizei erklärt die strengen Bedingungen, die während des Tests herrschen, wie das Verbot von Hilfsmitteln und der Kommunikation.
Ablauf und Durchführung des Lauftests
01:31:09Die Teilnehmer beginnen den 3000-Meter-Lauf unter der Aufsicht der Polizei. Die Männer haben eine Zielzeit von 17 Minuten, die Frauen von 20 Minuten. Ein Teilnehmer, Ronny, läuft in auffälligen Cowboy-Stiefeln, was zu humorvollen Kommentaren führt. Die Polizei gibt Einblicke in die sportlichen Anforderungen und die Taktik bei der Verfolgung von Verdächtigen.
Bewerbungsprozess und Karrierewege
01:40:09Nach dem Lauftest wird der Bewerbungsprozess bei der Polizei Niedersachsen detailliert erklärt. Es gibt nur noch den gehobenen und höheren Dienst, die ein abgeschlossenes Studium voraussetzen. Informationen dazu finden sich auf der Website polizei-studium.de. Die Beamten klären auch auf, dass es keine Mindestkörpergröße mehr gibt und dass Sportleistungen jährlich wiederholt werden müssen.
Nachbereitung und abschließende Fragen
01:52:52Der Stream endet mit der Nachbereitung des Lauftests. Ein Teilnehmer, der verletzt ist, wird durch den Kameramann ersetzt. Die Polizei beantwortet letzte Fragen aus dem Chat, darunter den Link zur Bewerbungswebsite und die sportlichen Maßstäbe für Spezialeinheiten wie das SEK. Der Fokus liegt darauf, einen realistischen Einblick in den Beruf zu geben und die Hürden des Auswahlverfahrens zu verdeutlichen.
Umgang mit Hass und Voreingenommenheit im Polizeidienst
02:01:09Ein zentrales Thema war der Umgang mit Hass und Voreingenommenheit innerhalb und außerhalb der Polizei. Es wurde betont, dass Feindlichkeit jeglicher Art keinen Platz hat und aktiv bekämpft werden muss. Polizisten sollen bei Wahrnehmungen von Hass nicht wegschauen, sondern zunächst das Gespräch mit dem betroffenen Kollegen suchen und gegebenenfalls Vorgesetzte einbeziehen, um die Kommunikation zu fördern und ein negatives Bild der gesamten Polizei zu verhindern. Die Distanzierung von solchen Haltungen wird als essenziell angesehen.
Struktur und Häufigkeit der Eignungstests
02:02:32Der Ablauf und die Organisation der Eignungstests wurden detailliert erläutert. Die Tests finden täglich statt, mit vier Prüfgruppen pro Woche, da pro Tag ein Doppeltest durchgeführt wird. Das gesamte Verfahren erstreckt sich über etwa zehn Monate im Jahr. Jede Prüfgruppe besteht aus etwa 25 bis 30 Personen. Dies zeigt die systematische und häufige Durchführung der Tests, um eine kontinuierliche Bewerberauswahl zu gewährleisten.
Ablauf und Ergebnisse des Sporttests
02:03:53Der Stream zeigte den praktischen Ablauf eines körperlichen Leistungstests. Teilnehmer mussten eine bestimmte Strecke in vorgegebener Zeit rennen, wobei die Zeiten und der Aufwand im Fokus standen. Die Ergebnisse wurden anschließend besprochen, mit Zeiten von etwa 15 Minuten bis über 20 Minuten. Ein Teilnehmer wurde dabei ertappt, als er eine Runde abkürzte. Die Coaches betonten den Teamgeist und den Durchhaltevermögen der Teilnehmer, unabhängig von der individuellen Zeit.
Bedeutung und Konsequenzen des jährlichen Sporttests
02:08:18Die Wichtigkeit des jährlichen Sporttests für bereits aktive Polizisten wurde erklärt. Beamte haben die Pflicht, körperlich fit zu bleiben und den Test zu bestehen. Bestehen sie nicht, erhalten sie die Chance zur Wiederholung und werden für die Vorbereitung bezahlte Freizeitstunden gewährt. Die Nichtbestehung, insbesondere bei noch nicht auf Lebenszeit verbeamteten Beamten, kann zur Entfernung aus dem Dienst führen, was die hohe Priorität unterstreicht, die der körperliche Zustand hat.
Psychische Gesundheit und psychologische Unterstützung
02:22:03Ein weiterer wichtiger Punkt war die psychische Gesundheit der Polizisten. Es wurde das Konzept der Intervision und Nachbereitung belastender Einsätze erläutert. Kollegen sitzen zusammen, um Vorfälle zu reflektieren und verschiedene Blickwinkel zu betrachten. Zudem gibt es die Polizeiseelsorge und den Regionalmedizinischen Dienst (RBS) als offizielle Anlaufstellen. Der Appell an die Zuschauer ging dahin, auch im eigenen Leben über belastende Ereignisse zu sprechen und sich Hilfe zu holen, was nicht als Schwäche, sondern als Stärke gilt.
Bewerberzahlen und Einstellungskriterien
02:25:40Die Sprecher gaben Einblicke in die hohen Bewerberzahlen und den selektiven Einstellungsprozess. Im letzten Jahr gab etwa 3000 direkte Bewerber für das Studium und weitere 900 für eine vorangegangene Qualifikation. Von diesen wurden 590 Personen eingestellt, da die Anzahl der Plätze vom Innenministerium vorgegeben wird. Die Auswahl erfolgt nach dem Prinzip, die 590 Besten aus dem Pool der Bewerber auszuwählen. Dies verdeutlicht den hohen Wettbewerb bei der Bewerbung.
Ablauf des Auswahlverfahrens und Beamtenstatus
02:28:49Es wurden Details zum Gesamtprozess des Auswahlverfahrens erläutert. Bei einer Ablehnung besteht die Möglichkeit, sich erneut zu bewerben, man muss das gesamte Verfahren jedoch erneut durchlaufen. Die Dauer vom Gespräch bis zur medizinischen Untersuchung variiert je nach Standort und kann einige Wochen dauern. Zudem wurde klargestellt, dass es keinen besonderen Straftatbestand der 'Beamtenbeleidigung' gibt; Beamte können wie jeder andere beleidigt werden und können im Rahmen ihres Ermessens Strafantrag stellen.
Computertest und kognitive Fähigkeiten
02:37:46Die zweite Hälfte des Streams konzentrierte sich auf den Computertest, der verschiedene kognitive Fähigkeiten prüft. Dazu gehören Aufgaben zur Wahrnehmung, Schlussfolgerndes Denken und Arbeitsgedächtnis unter Zeitdruck. Es wurde erklärt, dass der gesamte Test etwa drei Stunden dauert und in Blöcken mit kurzen Pausen unterteilt ist. Die Aufgabe besteht darin, Muster zu erkennen, logische Schlüsse zu ziehen und sich unter Stress zu konzentrieren, um die Eignung für den komplexen Polizeidienst zu testen.
Analyse von kognitiven Testaufgaben
02:56:36Zu Beginn des Streamsegments werden verschiedene Mustererkennungs- und Logikaufgaben bearbeitet. Ein Teilnehmer namens Paco erklärt, dass er versucht, eine logische Folge von Elementen zu erkennen, um ein fehlendes Teil in eine Matrix einzufügen. Die Community im Chat wird aktiv in die Lösungsfindung miteinbezogen, indem nach Meinungen gefragt wird. Jasmin äußert anschließend Unsicherheit bei einer anderen Aufgabe, da die zugrundeliegenden Regeln nicht eindeutig sind. Sie beschreibt, dass sie unsicher ist, ob sich Muster in einer Reihe wiederholen oder ob ein einzelnes Element, das aus der Reihe tanzt, als Sonderfall betrachtet werden soll, was den Lösungsprozess erschwert.
Trainingsmöglichkeiten und Ablauf des Auswahlverfahrens
02:58:37Der Streamer erklärt, dass die im Stream gezeigten Aufgabentypen sehr ähnlich zu denen im tatsächlichen Auswahlverfahren sind und die Teilnehmer sich über einen speziellen Trainingslink gezielt darauf vorbereiten können. Es wird erläutert, dass das Auswahlverfahren aus zwei Sporttests, einem schriftlichen Computertest und abschließend Präsentationsgesprächen besteht. Der ungewöhnliche Ablauf, bei dem der Sporttest vor und nach dem Computertest absolviert wird, hat administrative Gründe, da die körperliche Überprüfung für alle Bewerber gleich gestaltet werden muss, um die Planbarkeit für die Akademie zu gewährleisten.
Altersgrenzen, Beamtenstatus und Gehalt im Studium
03:01:07Es werden wichtige Rahmenbedingungen für die Bewerbung besprochen. Die Altersgrenze liegt für die meisten Bewerber bei 32 bis 35 Jahren, mit einer Ausnahme für Bundeswehrangehörige, die über den Berufsförderungsdienst älter werden können. Der Beamtenstatus wird ab dem ersten Tag des Studiums erlangt, zunächst als Beamter auf Widerruf, nach Abschluss als Beamter auf Probe und nach einer Probezeit von zwei bis zweieinhalb Jahren als Beamter auf Lebenszeit. Während des dualen Studiums wird bereits ein Gehalt bezahlt, im zweiten Jahr netto circa 1.500 Euro, und es gibt keinen numerus clausus. Eine Fachhochschulreife ist die zentrale Zugangsvoraussetzung.
Fremdsprachenkenntnisse und Cannabis-Konsum
03:07:40Bezüglich der Sprachanforderungen wird betont, dass grundlegende Englischkenntnisse für die Bewerbung und den Dienst wichtig sind, da man auf der Straße mit internationalen Personen zu tun hat. Die Amtssprache ist jedoch Deutsch, und zusätzliche Sprachen sind ein Vorteil. Zum umstrittenen Thema Cannabis-Konsum wird eine klare Haltung eingenommen: Obwohl der Konsum legal ist, wird er aus den Werten der Polizei und aus praktischen Gründen, wie der Waffentragung, abgelehnt. Es wird darauf hingewiesen, dass unter Einfluss von Substanzen weder Auto gefahren noch Dienst ausgeübt werden darf.
Vorstellung des Studienalltags und der Inhalte
03:10:45Ein Dozent simuliert einen typischen Unterrichtstag an der Polizeiakademie. Er fragt die Studierenden nach der Definition des strafrechtlichen Diebstahls und erläutert, dass solche präzisen Definitionen ein zentraler Bestandteil des Studiums sind. Ziel ist es, künftige Polizisten in die Lage zu versetzen, Delikte wie Diebstahl, Raub oder räuberischen Diebstahl korrekt abzugrenzen und entsprechende Anzeigen zu erstatten. Dies erfordert ein exaktes Wissen, das sich die Studierenden im Laufe der drei Jahre aneignen müssen.
Sicherheitsüberprüfungen und Regelungen zu Tätowierungen
03:29:13Es wird deutlich gemacht, dass bei der Bewerbung eine beamtenrechtliche Vorprüfung durchgeführt wird, die eine Sicherheitsüberprüfung des Bewerbers einschließt. Dies ist notwendig, da Polizisten als Träger von Waffen eine besondere Verantwortung für den Staat tragen. Auch das Thema Tätowierungen wird angesprochen: Offen getragene Tätowierungen sind grundsätzlich kein Problem, sofern sie keine verfassungsfeindlichen Symbole oder Werte darstellen. Tätowierungen im Gesicht oder am Hals müssen im Einzelfall jedoch genehmigt werden. Ein neu erlassener Erlass soll die Regeln künftig klarer definieren.
Sportliche Anforderungen im Dienst
03:36:11Nachdem die sportliche Überprüfung absolviert wurde, werden die jährlichen sportlichen Anforderungen im Polizeidienst erläutert. Jeder Polizist muss einmal pro Jahr einen Leistungsnachweis erbringen, entweder durch 48 Stunden Dienstsport oder durch den Bestehen eines Lauftests in freier Zeit. Dies ist Teil der gesetzlich verankerten Pflicht zur Gesunderhaltung. Auch die Fähigkeit, Menschen im Wasser zu retten, ist ein fester Bestandteil der Ausbildung im Studium, da Polizisten oftmals die Ersthelfer in Einsatzlagen sind.
Bewerbung mit Vorerkrankungen und der Parcours
03:43:17Es wird erläutert, dass auch bei Vorliegen von Erkrankungen eine Einstellung möglich ist, sofern diese Lebenszeitverbeamtung erlauben. Die körperlichen Anforderungen werden konkretisiert: Männer müssen Kettlebells mit je 24 Kilogramm bewegen, Frauen mit 16 Kilogramm. Bei der Personenrettung ist ein Dummy mit einem Gewicht von 70 Kilogramm zu heben und zu tragen. Eine klare Zeitvorgabe für den Lauftest existiert nicht, aber die Zeit ist Teil des Ranking-Systems.
Ablauf des sportlichen Auswahlparcours
03:44:46Der sportliche Parcours besteht aus vier Stationen, an denen jeweils einstellige Zahlen von Hütchen zu erheben sind. Die Zahlen ergeben einen vierstelligen Code, der sich der Bewerber merken muss. Die erste Station erfordert das Heben von Hütchen, eine Rolle und das Überwinden eines Hindernisses. Die zweite Station ist der Farmerswalk mit schweren Kettlebells, die durchgängig getragen werden müssen, ohne den Boden zu berühren. Die dritte Station ist das Balancieren auf einer Bank ohne Absetzen der Füße. Die vierte und schwierigste Station ist die Personenrettung, bei der ein Rettungsgriff mit Daumen vorne zu demonstrieren ist.
Technik der Personenrettung und Teameinsatz
03:54:29Für die Personenrettung wird eine spezifische Grifftechnik vorgeschrieben: der Daumen muss nach vorne zeigen, um Verletzungen der geretteten Person und des Beamten zu vermeiden. Nach dem Anheben des Dummies muss dieser sicher wieder abgelegt werden. Der Parcours wird nicht einzeln, sondern zu zweit absolviert. Dabei übernimmt ein Teammitglied die Übung, während das andere die Übung vorbereitet und den Parcours beobachtet. Die Durchführung erfolgt im Team, die Waffenhandhabung kann parallel erfolgen.
Waffenhandhabung und Ablauf des Auswahlverfahrens
03:57:07Bei der Waffenhandhabung handelt es sich um eine Rotwaffe, die baugleich zur echten Dienstwaffe SFP-9 ist. Der Finger bleibt zunächst vom Abzug entfernt, bis das Ziel anvisiert ist. Erst dann darf der Finger auf den Abzug gelegt und die Wafe abgeschossen werden. Auswahlverfahren beginnt mit der körperlichen Überprüfung, gefolgt vom Computertest am selben Nachmittag und dem Präsentationsgespräch am Folgetag. Bewerber müssen sich auf drei Blöcke im Computertest vorbereiten, die logisches Schlussfolgern, Wahrnehmung und Gedächtnis prüfen.
Uniform, Voraussetzungen und Verletzungsfall
04:12:33Die Uniform wird im Studium bezogen und jährlich Geld für den Kauf neuer Teile auf ein LZN-Konto überwiesen. Die Polizei Niedersachsen verlangt keine deutsche Staatsbürgerschaft für die Bewerbung, das Mindestalter ist 18, das Höchstalter grundsätzlich 32, mit Ausnahmen bis 35. Ein Bewerberinnen erleidet einen Schulterauskugelung während des Parcours, was live kommentiert und die Nachsorge organisiert wird. Die Person wird in die frische Luft begleitet und versorgt.
Bedeutung des Ranking-Systems
04:24:37Ein neues Ranking-System stellt sicher, dass die leistungsstärksten Bewerber bevorzugt eingestellt werden. Die Platzierung hängt von der Gesamtleistung im Auswahlverfahren ab. Wer den Sporttest besteht, kommt zum Computertest. Wer den Computertest besteht, wird zum Präsentationsgespräch eingeladen. Die Einladung zum Gespräch erfolgt unabhängig von der vorläufigen Rangplatzierung und nach einer kurzen Prüfung.
FAQ zum Auswahlverfahren und zur Uniform
04:29:03Häufig gestellte Fragen werden beantwortet: Vorstrafen werden geprüft, Jugendkriminalität ist kein Ausschlusskriterium, wenn eine positive Entwicklung nachgewiesen ist. Die Uniform muss selbst gewaschen werden, die Kosten können in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Es gibt keine Mindestgröße mehr. Die medizinische Untersuchung findet an einem separaten Tag statt und ist Teil des Verfahrens. Vorerkrankungen können vorab mit der Polizei besprochen werden.
Vorbereitungstipps und Karriereaussichten
04:39:42Die beste Vorbereitung für den Computertest ist die Nutzung der offiziellen Trainingsmaterialien der Polizei Niedersachsen. Für das Studium ist ein aktiver Zuhören und Mitschreiben wichtig. Innerhalb der Polizei erfolgt die Beförderung alle drei Jahre basierend auf Beurteilungen und einem Ranking innerhalb der Vergleichsgruppe. Wer einen höher dotierten Posten übernimmt, wird nach entsprechender Dienstzeit automatisch befördert. Angestellte durchlaufen ein anderes, vereinfachtes Auswahlverfahren.
Medizinische Voraussetzungen und Computertestauswertung
04:44:48Ein wichtiger Hinweis ist die Prüfung der medizinischen Voraussetzungen durch den medizinischen Dienst in Göttingen, die vor dem Verfahren geklärt werden sollten, um spätere Enttäuschungen zu vermeiden. Für den Computertest gilt, dass man in allen Bereichen eine gewisse Leistung erbringen muss, da einzelne Testabschnitte nicht kompensiert werden können. Die Auswertung erfolgt über ein spezielles Tool, das sowohl Computertestergebnisse als auch die Leistung des Präsentationsgesprächs am Folgetag zusammenführt, was zum Ausschluss führen kann, wenn in einem Bereich Schwächen bestehen.
Schulnoten und Sprachfertigkeiten im Auswahlverfahren
04:46:20Obwohl früher der Fokus auf Schulnoten in Fächern wie Deutsch und Mathe lag, spielt heute die Eignungsdiagnostik eine größere Rolle. Ein guter Notenschnitt kann zwar auf kognitive Fähigkeiten hindeuten, ist aber nicht das alleinige Kriterium. Für den Testbereich Sprache wird empfohlen, viel zu lesen und die Rechtschreibung zu trainieren, da gezielte Vorbereitungsmöglichkeiten hier kaum existieren. Auch die Fähigkeit, sich präsentativ auszudrücken, ist bei persönlichen Gesprächen wichtig.
Einblick in Probetests und Ablauf des computergestützten Trainings
04:47:48Um den Bewerbern einen Eindruck zu vermitteln, wird ein Probetest des computergestützten Trainings gezeigt, das im eigentlichen Verfahren nach der erfolgreichen Bewerbung sechs lang zur Verfügung steht. Das Training ist gamifiziert und in verschiedene Basismodule wie Arbeitsgedächtnis, Schlussfolgerndes Denken, Sprachkorrektheit, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Gedächtnis trainiert. Ein Ziel ist es, allen Bewerbern die gleiche, kostenlose Vorbereitungschance zu geben, unabhängig vom finanziellen Hintergrund.
Zusammenarbeit mit dem DLR und Nutzen des Trainingstools
05:07:08Der computerbasierte Test in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entstanden aus dem Wunsch, eine faire und zugängliche Vorbereitungsmethode zu etablieren, die niemanden aufgrund seiner finanziellen Situation ausschließt. Bewerber erhalten nach erfolgreicher Bewerbung und Einladung zum Verfahren einen Link zum kostenlosen Trainingstool, in dem sie sechs Zeit haben, sich durch die Module zu arbeiten und ihre Leistung zu verbessern.
Analyse der Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitstests
05:10:33Ein konkreter Beispieltest aus dem Training ist die Wahrnehmungsprüfung, bei der Kandidaten innerhalb kurzer Zeit die Werte von Instrumenten mit bestimmten Merkmalen (z.B. eckige Form) ablesen müssen. Die Geschwindigkeit und Genauigkeit sind hier entscheidend. Beim Aufmerksamkeitstest müssen Kandidaten komplexe Muster aus Dreiecken mit Form, Farbe und Punktzahl vergleichen und nach zwei Bearbeitungsregeln die richtige Schaltfläche auswählen, was hohe Konzentration erfordert.
Der Persönlichkeitstest im Auswahlverfahren
05:19:45Nach den kognitiven Tests folgt ein Persönlichkeitstest mit bis zu 125 Fragen, der sich nicht als klassischer Test darstellt. Die Fragen sind so konzipiert, dass Kandidaten sich selbst reflektieren und ihre Eignung für den Polizeidienst bewerten sollen. Die Ehrlichkeit bei den Antworten ist wichtig, da die Antworten im späteren persönlichen Gespräch mit den Bewerbern auf Widersprüche geprüft und vom Gesamteindruck der Person in der Befragung abgeglichen werden.
Grundlagen des Präsentationsgesprächs
05:26:30Das Präsentationsgespräch ist ein entscheidender Bestandteil des Verfahrens, bei dem Kandidaten ihre Eignung und Motivation unter Beweis stellen müssen. Nach einer kurzen Vorbereitungszeit präsentieren sie einen Sachverhalt und beantworten anschließend Fragen. Die Anzahl der Interviewpartner beträgt drei bis fünf Personen, darunter ein Leiter, ein weiterer Bewerber und bei Bedarf Vertreter des Personalrats oder der Gleichstellungsbeauftragten.
Gesamtdauer und Fazit des Auswahlverfahrens
05:27:07Das gesamte computergestützte Auswahlverfahren dauert etwa drei Stunden und gliedert sich in mehrere Blöcke, einschließlich körperlicher Tests, des computergestützten Tests und des persönlichen Gesprächs. Ein wichtiger Aspekt ist, dass Kandidaten durch das computergestützte Training die Möglichkeit haben, sich optimal auf die spezifischen Anforderungen vorzubereiten. Letztlich wird ein umfassendes Bild der Kandidaten gezeichnet, das ihre kognitiven Fähigkeiten, Persönlichkeit und Eignung für den Polizeidienst bewertet.
Erinnerungs- und Logiktest im Auswahlverfahren
05:34:07Bei einem Merktest mussten sich die Teilnehmer zehn Begriffe durch eine kreative Geschichte einprägen. Eine Methode, die besonders viel Merkfähigkeit erfordert. Im Gegensatz dazu schnitt der Teilnehmer bei zeitlich begrenzten Aufgaben schlecht ab, da er nur die Hälfte der Fragen beantworten konnte. Bei einem Logiktest, der trotz Informatik-Hintergrund als schwierig empfunden wurde, wurde durch das schnelle Arbeiten eines anderen Teilnehmers erheblicher Druck erzeugt, was die Performance zusätzlich beeinträchtigte.
Interviewphase und die Popcorn-Maschine der Polizei
05:35:33Nach den Tests betonte der Streamer, dass die Aufgaben mit gezielter Vorbereitung gut machbar sind. Für das eigentliche Gespräch, das sofort nach den Tests stattfindet, ist nun volle Konzentration erforderlich. Der Ablauf wird dabei durch das Erscheinen einer echten Polizeibeamtin, Sabrina, begleitet. Bei einem ungewöhnlichen Detail, einer Popcornmaschine, die die Polizeiakademie besitzt, wurde erklärt, dass diese für Veranstaltungen oder Weihnachtsfeiern ausgeliehen werden kann. Dies sorgte für leichte Verwirrung und Humor im Chat.
Teamauswahl und Beginn der Vorstellungsgespräche
05:38:16Nachdem die Teilnehmer eine Alltagsituation präsentieren mussten, wurde das Ergebnis verkündet. Vier Kandidaten hatten bestanden und durften jeweils einen Mitschüler für das finale Interview mit in den Raum nehmen. Die so gebildeten Teams, bestehend aus Paco, Julian, Annika und Sabrina, wurden nun als offizielle Bewerber vorgestellt. Anschließend begann die eigentliche Interviewphase, in der die Bewerber sich vorstellen, ihre Motivation für den Polizeiberuf darlegen und konkrete Tätigkeiten im Polizeialltag beschreiben mussten.
Situationelles Interview und Bewertung der Kandidaten
06:13:46Die Bewerber wurden mit komplexen Situationen konfrontiert, um ihr Verhalten als Polizist zu testen. Bei einem fiktiven Einsatz im Park mit einem konfliktreichen Obdachlosen mussten sie schrittweise erklären, wie sie die Situation entschärfen würden. Dabei wurde auf Deeskalation, Neutralität und das Einholen von Informationen Wert gelegt. Die Kandidaten selbst bewerteten anschließend ihre eigene Belastbarkeit und nutzten persönliche Strategien wie künstlerisches Ausleben oder Radfahren, um mit Stress umzugehen. Die eigentliche Bewertung erfolgte durch die Prüfenden anhand eines standardisierten Bewertungsbogens.
Endergebnis der Prüfungen und offizielle Verkündung
06:34:08Die Prüfenden bewerteten die Kandidaten in verschiedenen Kategorien wie Sprachausdruck, Stressresistenz und Reflexionsfähigkeit. Die Bewertungen variierten dabei je nach Fachgebiet des Prüfers. Nach der finalen Zusammenführung der Ergebnisse wurde das offizielle Endergebnis verkündet. Alle vier Teilnehmer, inklusive ihrer gewählten Teammitglieder, haben das Auswahlverfahren bestanden. Als Belohnung erhielten sie eine silberne Erinnerungsflasche mit einem QR-Code, der auf die nächsten Schritte im Bewerbungsprozess verweist. Der Stream endete mit positiven Worten und dem Dank an alle Teilnehmer und das Chat-Publikum.