Irgendwas mit Harnröhre //
Medienkritik und absurde Selbstreflexionen im chaotischen [game] Just Chatting
Von Autismus-Diagnose-Speculationen über gesundheitliche Leiden bis zu gesellschaftskritischen Ausflügen: Asches Stream mixt politische Analysen mit groteskem Humor. Der Fokus liegt auf persönlicher Wahrnehmungswelt und medialer Überforderung, garniert mit absurden Körper-Klischees und KI-Diskursen. Ein chaotisches Kaleidoskop der Selbstentlarvung.
YouTube-Stream-Vorbereitung und Helge Schneider-Diskussion
00:03:00Zu Beginn des Streams thematisiert Asche die technische Vorbereitung des YouTube-Streams, wobei sie kurz auf YouTube wartet und dabei die Atmosphäre mit humorvollen Kommentaren wie 'Bänga!' auflockert. Anschließend widmet sie sich dem Musiker Helge Schneider, dessen aktuelle Existenz sie zunächst unsicher prüft, wobei sie dabei humorvolle bis absurde Assoziationen zieht – von der Frage, ob er noch lebt, bis hin zu der Idee, ihn solange mit Anfragen zu belästigen, bis er einen eigenen Song für sie schreibt. Dabei werden mehrfach Wortspiele mit 'Harnröhre' und 'Loch' eingebaut, die den absurden Humor unterstreichen.
ARD-Mix-Talk zu Neurodivergenz und persönliche Outfits
00:06:30Asche erwähnt einen ARD-Talk über Neurodivergenz (z.B. ADHS, Autismus), den sie eher gemacht hätte als ein VTuber-Thema, und zeigt dabei ihre Skepsis gegenüber VTuber-Content. Anschließend kommt sie auf ihre Outfits zu sprechen, wobei sie das weiße T-Shirt als neues 'sauberes' Modell vorstellt und ihre anderen Outfits (Waschbär- und Standard-Trash-Asche-Outfit) beschreibt, die durchweg einen grünstichigen Schimmelfarbton angenommen hätten. Thematisch springt sie zwischen persönlichen Anekdoten und der Diskussion über gesellschaftliche Repräsentation hin und her.
Politische Anspielungen und VTuber-Drama
00:09:31Nach ironischen Kommentaren wie 'Willkommen im Stream, oder? Wunderschön!' leitet Asche über zu politischen Themen und erwähnt beiläufig ein mögliches VTuber-Drama, das sie als Anspielung auf 'Deme' deutet. Sie warnt vor vorschnellen Urteilen in Clip-Kulturen, insbesondere im Kontext von Geschlechtsvorwürfen, und betont, dass Vorverurteilungen ohne Beweise unfair wären. Dieser Abschnitt zeigt Asches kritische Haltung gegenüber Internet-Dramen und ihrer oft unkonventionellen Herangehensweise an kontroverse Themen.
Socken-Kenner-Witze und absurde Körperhumor
00:15:49In einem absurden und ausufernden Abschnitt widmet sich Asche dem Thema Socken – von falsch herumgetragenen bis hin zu löchrigen Modellen. Sie behauptet scherzhaft, ihre 'Love Language' sei die Bestätigung durch andere ('dass ihr mich nicht hasst') und beschreibt ihre Füße als abstoßend ('wie von einem Auto überfahren'). Dabei werden regelmäßig groteske Bilder wie 'Frittenfett im Haar' oder 'Kackeball' mit Geschichten' bemüht, was ihren typischen, schocken Stil unterstreicht. Der humorvolle Exkurs gipfelt in einer falschen Identifikation mit der Synchronsprecherin von Angela Anaconda, die sie übertrieben nachahmt.
DM-Drama und Beziehungsdynamiken
00:26:58Asche thematisiert ihre unglücklichen Erfahrungen mit direkt an sie gerichteten Nachrichten in den DMs, die sie als 'eineinseitige Beziehungen' oder 'Villain-Arcs' bezeichnet. Sie beschreibt, wie Nutzer mit falschen Hoffnungen Nachrichten schreiben, die sie ignoriert, und vergleicht dies mit frustrierenden Dating-Erfahrungen. Dabei spielt sie sarkastisch mit dem Konzept der 'Love Languages' und behauptet, ihre eigene sei z.B. die Bestätigung durch Drittpersonen ('drei Mal am Tag gesagt bekommen zu müssen, dass ihr mich nicht hasst'). Der Abschnitt endet mit einer absurden Überleitung zu Synchronsprechern und Toff aus Avatar.
Angela Anaconda, Toff und absurde Synchronsprecher-Parodie
00:37:58In einer chaotischen Mischung aus Selbstreflexion und popkulturellen Vergleichen identifiziert sich Asche mit Charakteren wie der Synchronsprecherin von Angela Anaconda oder Toff aus Avatar. Sie legt dabei verschiedene Stimmen unterschiedlichster Charaktere nach und diskutiert leidenschaftlich über die Ähnlichkeit ihrer Stimme mit diesen, obwohl sie zugibt, die Serie nie wirklich gesehen zu haben. Der humorvolle Exkurs artet in eine absurde Darstellung von Angela Anacondas Charakterzügen aus, die sie als mörderisch beschreibt ('tötet ihn mit dem Stein'), was zu einer surrealen Interpretation der Serie führt.
Alf, Johannes und Meta-Humor
00:46:10Asche erwähnt Alb und seine deutsche Synchronisation als 'Johannes', wobei sie auf absurde sexualisierte Witze wie 'Ich habe Sex mit Alf' zurückgreift, um den Humor zu unterstreichen. Sie spielt dabei mit der Diskrepanz zwischen realem Humor und der Erwartungshaltung ('Weil ich mag Alf sehr'), während sie gleichzeitig Meta-Kommentare über ihre eigenen Humor-Praktiken einstreut. Der Abschnitt zeigt ihre Tendenz, popkulturelle Referenzen (wie Alf) in den Stream zu integrieren, um den absurden Tonfall zu bedienen.
Absurdes Fazit mit physischen Limitationen und Nachbarschaftsdrama
00:51:03Der Stream endet mit einer Reihe absurder Meta-Kommentare über die physischen Limitations des Streamens (z.B. 'Meine Oma ist die Treppe hochgefallen und hat sich dreimal den Oberschenkel gebrochen') und imaginären Szenarien wie einem Balkon-Sturz bei Zuhörern des Streams, die sie als 'Peinlichkeit für die ganze Nachbarschaft' bezeichnet. Asche kommentiert dabei ihre eigene Performance kritisch ('Ich habe keinen Humor, den habe ich verkauft') und verweist erneut auf ihre Oma als Running Gag, was ihre typische Mischung aus Selbstironie und absurdem Humor abrundet.
Omas Gesundheit und beeindruckende Lebensgeschichte
00:54:35Der Stream beginnt mit einer Anekdote über Asches Oma, die trotz ihres hohen Alters von rund 80 Jahren außergewöhnlich robust und gesund ist. Trotz eines schweren Bruchs, der sie aktuell an den Rollstuhl fesselt, bewältigt sie täglich den steilen Aufstieg zum Friedhof, wo ihr verstorbener Ehemann begraben liegt. Asche betont, wie beeindruckend fit seine Oma ist, obwohl sie nun aufgrund des Bruchs vorübergehend auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Er würdigt ihren Lebensstil, der unter anderem durch regelmäßigen Konsum von Tee ohne jemals einen Kater erlitten zu haben, geprägt ist. Ihre gesundheitlichen Probleme beschränken sich auf diesen einen Bruch und ein kurioses Detail: Sie hat sich Eyeliner auf die Augenlider tätowieren lassen, um sich das tägliche Schminken zu ersparen.
Schmerzlinderung und private Gesundheitsprobleme
00:59:09Asche spricht über seine eigenen chronischen Schmerzprobleme, darunter extreme Spannungskopfschmerzen seit der Jugend, die ihn zeitweise regelrecht ans Bett gefesselt haben. Diese führten sogar zu Untersuchungen auf mögliche Tumore oder andere ernsthafte Erkrankungen. Trotz der vielen Schmerzen bewertet er sich selbst als relativ schmerztolerant – ein Umstand, den er auf seine Oma zurückführt, die nie unter Kopfschmerzen litt. Zusätzliche gesundheitliche Herausforderungen wie starke Periodenschmerzen und Eierstockzysten, die sogar OP-Besuche erforderten, runden seine Leidensgeschichte ab. Er zeigt sich erleichtert über die medikamentöse Behandlung, die zumindest die hormonellen Probleme mit seinen Eierstöcken in den Griff bekommen hat, describes er detailliert seine Probleme mit der Hormonproduktion.
Privatleben, Familienbeziehungen und Selbstreflexion
01:11:52Im weiteren Verlauf des Streams thematisiert Asche zwischenmenschliche Beziehungen und sich selbst betreffende Verhaltensweisen. Er reflektiert seine Schwierigkeiten mit sozialen Interaktionen, insbesondere seine Tendenz, fälschlicherweise anzunehmen, dass andere Menschen verärgert auf ihn reagieren. Diese Paranoia entsteht aus seiner Empathie heraus – er projiziert häufig eigene Emotionen auf andere Personen. Gleichzeitig betont er seine liebevolle und fürsorgliche Einstellung gegenüber Familie, wie der Sorge um seine aktuell verletzte Oma. Seine Selbstwahrnehmung als 'unbeholfen' im Umgang mit emotional schwierigen Situationen wird thematisiert, etwa wenn Freunde Trost oder Unterstützung bräuchten. Er erwähnt die Entfremdung von Freunden, da er oft lange Zeit unbedacht keinen Kontakt hält, obwohl er die Familie wirklich vermisst.
Autismus-Reflexionen und persönliche Eigenheiten
01:17:18Ein zentrales Thema des Streams sind Asches Überlegungen über mögliche autistische Tendenzen in seinem Verhalten. Er berichtet über verschiedene Online-Autismus-Tests, die er aus Neugier durchgeführt hat, und diskutiert offen über seine Selbstzweifel, ob er den Schweregrad einer Diagnose erfüllen würde. Interessanterweise erkennt er an, dass andere Menschen in seinem Umfeld ihn auf das Autismus-Spektrum einstufen, obwohl er sich selbst nicht selbst diagnostizieren möchte. Sein Verhalten in sozialen Situationen – etwa das Bedürfnis nach klarem, direktem Feedback, die Schwierigkeit, soziale Signale zu deuten und die Tendenz, Themen intensiv zu vertiefen – werden von ihm selbstkritisch und ehrlich analysiert. Asche betont, dass seine Intensität in Gesprächen häufig kein gezieltes Interesse, sondern ein Nebenprodukt seiner Neurodivergenz ist.
Freizeitaktivitäten und Alltagsfrustrationen
01:28:50Trotz der intensiven Auseinandersetzung mit ernsten Themen berichtet Asche zwischendurch von eher leichteren Vorlieben und Abneigungen. Er spricht über seine Abneigung gegen das Tragen von Haaren, die bei Berührung seine Reizüberflutung triggert, und seine Probleme mit bestimmten Textilien wie Fleece oder Vlies, deren Berührung ihm Übelkeit bereitet. Zudem beschreibt er seine Herausforderungen im Alltag, etwa das Kochen und Essen, wo er Texturen stärker wahrnimmt als Geschmack und daher bestimmte Lebensmittel ausspucken muss. Sein Friseurbesuch seit 2016 illustriert seine praktischen Lösungen für Alltagsprobleme, etwa das eigenständige Kürzen der Haare, wobei sein Schnitt selbst nach eigenen Aussagen oft holprig wirkt.
Nachahmung von Gesprächsverhalten und soziale Anpassung
01:43:41Die Streamerin beschreibt, wie sie häufig unbewusst das Verhalten oder die Sprechweise anderer Menschen nachahmt, um normal zu wirken und bei ihnen anzukommen. Dies fällt ihr insbesondere bei längeren Interaktionen auf, etwa wenn sie vermehrt typische Redewendungen wie 'checkst du' oder ähnliche Floskeln übernimmt. Dieser Mechanismus dient ihr zur sozialen Anpassung, kann aber auch einschränkend wirken, besonders in Gruppen oder wenn sie unterbrochen wird. Sie reflektiert, dass sie dabei oft das Gefühl hat, eine 'Maske' aufzuweisen, um Gefallen zu finden – eine Strategie, von der sie sich zunehmend emanzipiert.
Überforderung durch Unterbrechungen und wahrnehmungsbedingte Herausforderungen
01:46:19Asche thematisiert ihre Schwierigkeiten, Gespräche zu steuern, insbesondere wenn sie unterbrochen wird. Ein unvollendeter Satz oder Gedanke stellt für sie einen massiven mentalen Bruch dar, der sie vollständig aus dem Konzept bringen kann. Zusätzlich beschreibt sie, wie sie soziale Signale wie Verlegenheit oder Eifersucht nur schwer einordnen kann und bei kleinsten Veränderungen im vertrauten Umfeld – etwa leerer Zahnpastatube oder geänderter Routine – übermäßig gestresst reagiert. Ihre Sinneswahrnehmungen sind zudem stark variabel: Töne oder Texturen können sich plötzlich von angenehm zu schmerzhaft verändern, was ihre Stressreaktionen zusätzlich verstärkt.
Asexuelle Orientierung und Beziehungen ohne Sex
01:48:50Die Streamerin erklärt, dass sie nie ein Bedürfnis nach romantischen oder sexuellen Beziehungen hatte, obwohl sie Neugierde kennt. Sie distanziert sich bewusst von der Bezeichnung 'asexuell', sieht aber Beziehungen auch ohne körperliche Intimität als vollständig lebbar an. Interessanterweise gibt sie an, dass soziale Interaktionen – etwa Smalltalk – für sie einer Übung gleichkommen und sie das Gefühl hat, diese Rolle stets 'falsch' zu spielen. Zudem beschreibt sie, wie ihr die nonverbale Kommunikation wie Mimik oder Körpersprache große Mühe bereitet, was ihre zwischenmenschlichen Interaktionen zusätzlich belastet.
Autismus-Selbstdiagnose und ihre psychologischen und systemischen Implikationen
01:51:45Asche führt einen Online-Autismus-Test durch (Score: 191/240) und diskutiert das Ergebnis – es deutet auf ausgeprägte autistische Merkmale hin, ohne dass eine formelle Diagnose angestrebt wird. Sie kritisiert das Gesundheitssystem, das Diagnosen wie ADHS oder Autismus im Erwachsenenalter nicht finanziell fördert, und damit verbundene bürokratische Hürden wie den Schwerbehindertenausweis. Als Hauptvorteil einer möglichen Diagnose nennt sie die vereinfachte Erklärung eigener Verhaltensweisen, etwa das 'Masken-Tragen' im sozialen Kontext. Gleichzeitig betont sie, dass die Diagnose selbst keine therapeutische Lösung darstellt, sondern Werkzeuge nur individuell erlernt werden müssen.
Körperwahrnehmung, Ekelschwellen und gesellschaftliche Normen
01:58:00Vor dem Hintergrund persönlicher Aversionen wie dem Geruch von Menstruationsblut oder der Berührung bestimmter Texturen (etwa beim Essen) hinterfragt Asche gesellschaftliche Tabus und Doppelmoral. Sie kontrastiert ihre abweichende Wahrnehmung mit vermeintlich 'normalen' Abneigungen (beispielsweise Rasierhaare im Badewasser) und stellt sie infrage: Warum gelte das Eine als 'eklig', während anderes – etwa Zungenküsse nach Getränkekonsum – akzeptiert werde? Die Frustration über diesen Widerspruch prägt auch ihre Diskussion über Genitalgesundheit und Körperhygiene, bei der sie detaillierte Beobachtungen teilt, die oft als 'zu privat' missverstanden werden.
Kritik am Gesundheitssystem und Erfahrungen mit Krankenkassen
02:06:32Als selbstbetroffene Person mit diversen Diagnosen (u.a. Depressionen, Panikstörung) berichtet die Streamerin von absurden Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem: Die Kostenübernahme für essenzielle Medikamente für Zysten-Prävention wurde verweigert – obwohl dieselben Präparate ohne Problem verordbar wären, wenn keine Verhütungswirkung nötig sei. Sie konstatiert eine generelle Ignoranz gegenüber Frauenproblemen ('Alles mit Frauenproblemen ist eh Luxus') und verweist auf inkonsistente Praxis bei Diagnosekostenübernahme (Wartezeiten, Partialübernahmen). Ihr Fazit: Das System sei undurchlässig und diskriminierend.
Viraler Clip zu Schamhaarrasur: Gesellschaftliche Reaktionen und Meta-Diskussion
02:10:24Ein viraler Stream-Ausschnitt, in dem Asche über das Rasieren ihrer Schamhaare in der Badewanne spricht, wird zum Anlass für eine Meta-Diskussion: Warum gelte diese Episode als 'Gunabait' (Horny-Baiting), obwohl sie nur eine alltägliche Handlung erwähnt? Sie hinterfragt, ob genuine Körperthemen automatisch als sexuell konnotiert gelten – etwa das bloße Nennen von Schamhaaren – und analysiert, wie Kommentare яе entwederEkelschwellen oder falsche Zuschreibungen offenbaren. Der Clip, der im Kern eine humorvolle Anekdote sein sollte, wird so zum Vehikel für Medienkritik.
Tierkommunikation: Katzen, Sprachevolution und menschliche Fehlinterpretationen
02:21:10Nach einer Interaktion auf Twitter zu Katzengeräuschen entwickelt Asche eine humorvolle Theorie über die Kommunikation von Katzen: Sie fragt sich, ob ihre Katzen sie achten oder gar bemitleiden, etwa beim Toilettengang ('Keine Streu, nur flüssige Scheiße'), oder ob diese den Menschen für ihren zweibeinigen Katzen-Körper halten. Sie referenziert wissenschaftliche Theorien zur Evolution des Miauens (etwa als angeborener Instinkt) und scherzt über die menschliche Projektion, Katzen würden wie Babys weinen. Der Abschnitt mündet in sarkastischen Vergleichen zwischen Tierverhalten und menschlichen Eigenheiten, etwa wenn ihr Hund sich wie ein Mensch auf der Couch verhält.
Kritik an KI-generierter Musik und Kunst
02:37:12Der Streamer thematisiert die wachsende Präsenz von KI-generierter Musik und Kunst und äußert starke Vorbehalte dagegen. Besonders kritisch wird das Untermauern von Künstlerstimmen durch KI hervorgehoben, etwa am Beispiel des neuen Songs von Ado, der vor Veröffentlichung als KI-Produkt auffiel. Er betont, dass menschliche Kunst trotz möglicher Ungereimtheiten aufgrund der persönlichen Note und des Schaffungsprozesses vorzuziehen sei. Die Diskussion mündet in eine grundsätzliche Ablehnung des Einsatzes von KI im kreativen Bereich, insbesondere wenn dies zu Lasten menschlicher Künstler geht.
Reflexionen über Werbepartnerschaften und Kapitalismuskritik
02:47:38Der Streamer reflektiert seine ambivalente Haltung zu Werbepartnerschaften und den Zwängen des Kapitalismus. Aufgrund der algorithmischen und wirtschaftlichen Strukturen von Twitch fühlt er sich gezwungen, Werbung anzunehmen – ein Schritt, den er moralisch hinterfragt, da er sich wie ein ‚Scheinheiliger‘ fühlt. Gleichzeitig erkennt er die praktischen Vorteile fester monatlicher Einnahmen durch Werbeverträge an, betont jedoch die Notwendigkeit, nur Produkte zu bewerben, die er wirklich schätzt oder für seine Community relevant hält. Selbstkritisch stellt er fest, dass seine bisherige Selektion dazu geführt hat, dass er noch keine Partner erhalten habe, und dass dies vielleicht seine eigene Schuld sei.
Diskussion über KI und ihre gesellschaftlichen Folgen
02:54:12Die Debatte über KI setzt sich mit den gesellschaftlichen, ethischen und praktisch-technischen Problemen auseinander. Der Streamer argumentiert, dass KI zwar in bestimmten Bereichen – wie etwa komplexen Berechnungen oder medizinischen Diagnostiken – nützlich sein könne, jedoch im kreativen Sektor trotz technischer Perfektion die ‚Menschlichkeit‘ der Kunst verloren gehe. Er fordert eine Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte als ersten wichtigen Schritt – besonders bei Videos, die kaum noch von echten Aufnahmen zu unterscheiden sind. Ohne Regulierung bestehe die Gefahr, dass unbeabsichtigte Fake-Videos in legalen Kontexten verwendet werden, was das Rechtssystem überfordern würde.
Bilanz des Streams und Pläne für die Zukunft
03:33:15Im Abschlusssegment des Streams zieht der Streamer eine Bilanz der interaktiven Session mit der Community, darunter ein Autismus-Test-Diagnosestreifen, der laut eigenen Angaben tatsächlich teilweise zutraf. Er kündigt an, dass bald ein wichtiges Werbegespräch anstehe und für diese Gelegenheit seine Stimme schonen möchte. Des Weiteren werden zukünftige Stream-Termine im Ansatz genannt: Ein Stream am folgenden Wochenende (Sonntag) sei sicher, hinzu könnte ein eventueller Freitagstermin kommen. Gegen Ende des Streams wird ein gemeinsamer ‚Raid‘ zur ARD organisiert, um auf deren Twitch-Präsenz hinzuweisen – mit der Bitte, sich im Chat respektvoll und nett zu verhalten.
Projektabschluss und persönliche Anekdoten
02:43:42Gegen Ende des Streams berichtet der Streamer von einem kürzlich veröffentlichten Fan-Projekt, an dem unter anderem Yuki mitgewirkt hat und das ihm ein Gefühl der Wertschätzung gibt. Doch direkte Freude herrscht nicht vor – stattdessen dominieren Kniejucken und die Erinnerung an körperliche Reaktionen während früherer Streams die Stimmung. Die Pausenankündigung mit der Bitte um schnelle Rückkehr wird mit der Notwendigkeit erklärt, Toilette und Trinken kombiniert aushelfen zu müssen, unbekümmert werden sich einschleichende Hautprobleme und eine potenzielle altersbedingte ‚Betriebsstörung‘ als Zwischenfälle erwähnt. Die Community wird aufgefordert, das gerade gezeigte Video noch einmal anzusehen und auf Kommentare, Likes oder Abos zu reagieren, um den Algorithmus zu unterstützen.
Abgrenzung zwischen menschlicher und maschineller Kunst
02:58:01Der Streamer führt einen deutlichen, emotionalen Trennstrich zwischen menschlicher und KI-generierter Kunst aus. Obwohl er zugesteht, dass bestimmte KI-Resultate ‚toll‘ aussehen können, bevorzugt er bewusst Strichmännchen, die von Menschen erstellt wurden, weil sie Authentizität und Lebendigkeit ausstrahlen. Er veranschaulicht dies an Beispielen wie händisch gemalten Fan-Art-Projekten oder Anime-Bildern, die trotz formaler Qualität durch KI an Strahlkraft verlieren. Selbst wenn die äußere Form täuschend echt wirkt, fehle der ‚menschliche Seele‘ der kreative Ansatz – ein Faktor, der für ihn unersetzbar sei und durch keine technologische Effizienz aufgewogen werden kann.
Kritik an KI-Kunst aus kreativer Perspektive
03:06:10Die Haltung zur KI-Kunst wird weiter konkretisiert: Für viele sei die KI vor allem aus Mangel an eigenen künstlerischen Fähigkeiten attraktiv, dennoch spiele technologische Bequemlichkeit eine zentrale Rolle. Der Streamer warnt vor der Illusion, dass KI nicht nur als Werkzeug behandelt werden darf, sondern als Ersatz für menschliche Kreativität. Er vergleicht dies mit der Metapher eines Piloten, der nicht fliegen lernen möchte, sondern ebenfalls die Illusion, ein Flugzeug zu steuern, nutzt – auf Kosten echter Berufskollegen. Der Einsatz von KI im Kunstsektor wird als strukturelles Problem beschrieben, das langfristig kreative Berufe entwerten und den ‚echten‘ Markt untergraben könnte.
Faszination für ältere Horrorfilme und Nostalgie
03:27:40Der Streamer schwelgt in persönlichen Filmempfehlungen und Nostalgie und thematisiert ausgiebig seine Liebe zu klassischem, teils düsteren Horror- und Fantasy Cinema wie ‚The Thing‘, ‚Hellraiser‘ oder ‚Cube‘. Er betont, dass moderne Produktionen zwar technisch weiterentwickelt seien, doch ältere Filme eine Einzigartigkeit durch ihre handwerkliche Imperfektion, Puppen-Effekte oder narrative Direktheit behielten, die heute verloren gehe. Auch wenn der Markt überreizt und viele ‚billige‘ Produktionen entstanden seien, schätzt er gerade diese ‚alten Schinken‘ – sie stehen für ihn im Kontrast zur oberflächlichen Konsumkultur moderner Streaming-Dienste und Content-produzierender Plattformen.