Ulrich Siegner und Oliver Kirchner kritisierten die Altparteien scharf und versprachen eine radikale Wende in der Politik. Thomas Corell thematisierte den Transgender-Sport. Die AfD betonte ihre Vision für ein souveränes Deutschland und rief zu gesellschaftlichem Engagement auf.

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Begrüßung und Einführung in den Bürgerdialog

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Der Stream beginnt um 18:00 Uhr im Rahmen eines Bürgerdialogs der AfD in Stendal. Der Moderator begrüßt die Teilnehmer und erwähnt die versammelten Gegner, darunter die Schülergewerkschaft, die vor 1933 warnt. Er stellt die anwesenden Protagonisten vor, darunter Martin Reichert, Oliver Kirchner und Thomas Corell, und betont, dass die Veranstaltung vom Landesverband als Wahlkampfabend organisiert wurde. Der Saal ist mit über 200 Teilnehmern voll und die Stimmung wird als positiv beschrieben.

Einführung der Redner und politische Grundsatzpositionen

00:01:07

Ulrich Siegner, Fraktionsvorsitzender in Sachsen-Anhalt, eröffnet die Veranstaltung. Er kritisiert scharf die Altparteien, insbesondere die CDU, die er als Lügner und Verräter der deutschen Interessen bezeichnet. Siegner betont, die Zukunft Deutschlands liege bei der AfD und nicht bei den etablierten Politikern. Er ruft dazu auf, den Mut zur Wahrheit zu haben, um das Land vor dem Abgrund zu retten, und verspricht, dass die AfD das Land wieder vom Kopf auf die Füße stellen werde.

Statements von Kandidaten zu aktuellen Themen

00:22:01

Thomas Corell, Kandidat im Wahlkreis Stendal, betont, dass die AfD sich durch den Praxissinn ihrer Mitglieder von anderen Parteien abhebt. Als sportpolitischer Sprecher thematisiert er die Problematik des Transgender-Sports und fordert den Schutz der biologischen Frau. Oliver Kirchner, weiterer Fraktionsvorsitzender, beklagt die katastrophale Sicherheitslage im Land, die durch Masseneinwanderung verursacht sei. Er spricht von 36.000 Messerangriffen in drei Jahren und fordert eine radikale Wende in der Politik, um die innere Sicherheit wiederherzustellen.

Kritik an der CDU und Vision für AfD-regierte Regierung

00:28:52

Oliver Kirchner stellt die CDU als Hauptverantwortliche für die Probleme des Landes dar, von der Energie- bis zur Migrationspolitik. Er weist deren Kurswechsel als reinen Wahlkampftrick zurück. Kirchner bekräftigt, die AfD wolle nicht mit den Altparteien koalieren, sondern strebe alleine die Regierung an, sobald die Wahlresultate dies ermöglicht. Die 10-Punkte-Programm der AfD für den Bund wird als Leitbild für eine erneuerte, souveräne Deutschlandpolitik vorgestellt.

Analyse der aktuellen politischen Lage und Bundestag

00:43:11

Martin Reichert, Landesvorsitzender der AfD Sachsen-Anhalt, analysiert die jüngsten Ereignisse im Bundestag. Er bezeichnet Friedrich Merz als charakterlosen Politiker, der mit seinem Scheitern beim Zustrombegrenzungsgesetz die Unfähigkeit der Altparteien demonstriert. Reichert wirft den Grünen und Rot-Grün vor, die Probleme in der Gesellschaft, insbesondere bei Frauen und Senioren, zu ignorieren und durch ideologische Sprachpolitik die Wirklichkeit zu verzerren.

Positive Botschaft und Aufruf zum gesellschaftlichen Engagement

00:53:22

Reichert ruht von der negativen Stimmung der Altparteien ab und betont die Notwendigkeit, eine positive und hoffnungsvolle Botschaft zu verbreiten. Ständige Angstverbreitung, sei es durch Klimakatastrophenphoprien oder Linke, sei fehlgeleitet. Stattdessen solle die AfD stolz auf die deutsche Kultur und Leistungsfähigkeit machen. Der Moderator appelliert an die Anwesenden, mutig für die AfD einzustehen und sich aktiv in der Partei zu engagieren, um eine Bewegung von unten zu schaffen.

Fragerunde und interaktiver Teil mit den Bürgern

00:59:38

Nach den Statements der Redner eröffnet der Moderator die Fragerunde und fordert die Anwesenden auf, Fragen, Anregungen oder Kritik zu äußern. Er betont die Wichtigkeit des direkten Dialogs mit den Bürgern und ruft die Menschen dazu auf, sich aktiv in die lokale Arbeit des Kreisverbandes einzubringen. Der Höhepunkt der Interaktion ist die direkte Beantwortung von Anliegen durch die anwesenden Politiker, darunter auch Frank Vizurek und Matthias Müller.

Selbstbestimmungsgesetz und Geschlechterdebatte

01:01:16

Es wurde eine aktuelle Sorge über das Selbstbestimmungsgesetz geäußert. Ein Teilnehmer äußerte seine Befürchtung, wie er seiner Tochter gegenüber, wenn sie eines Tages transgeschlechtliche Menschen im Schwimmbad sieht, damit umgehen solle. Die AfD betonte hier ihre klare Position und bezeichnete sich als Partei der biologischen Wahrheit. Es wurde festgestellt, dass es nur zwei biologische Geschlechter gebe und dass Personen, die sich einem anderen Geschlecht zuordnen, nicht in Frauenumkleide- oder Sportbereichen gehören sollten. Es wurde zudem der abfällige Vergleich gezogen, dass es für solche Fälle nur Psychiater gäbe und nicht Fachärzte.

Wahlfälschungsvorwürfe und Wahlbeobachtung

01:05:02

Ein zentrales Thema waren die Vorwürfe bezüglich der Wahlfälschung bei vergangenen Wahlen. Die AfD führte einen großen Briefwahlskandal im Landkreis Stendal an, der auf die CDU zurückgeführt wird. Als Beweis für die Notwendigkeit der Kontrolle wurde ein Fall genannt, bei dem ein Wahlbeobachter versuchte, Stimmen zu zählen und dabei 12 AfD-Stimmen auf den Undefiniter-Stapel verschoben sah. Empfohlen wurde den Bürgern, sich an der Wahlauszählung zu beteiligen, um einen transparenten Prozess sicherzustellen und eventuellen Manipulationen entgegenzuwirken.

Position zum Ukraine-Konflikt

01:09:03

Die Ukraine-Krise wurde ausführlich besprochen. Die AfD betonte, es sei nicht der Krieg Deutschlands und sie wolle keine Waffenlieferungen. Man sieht die Ursachen des Konflikts auch im geopolitischen Interesse von Mächten wie BlackRock, das angeblich große Ackerflächen in der Ukraine besitzt, und der westlichen Blockade eines Friedensvertrags im April 2022. Die Partei fordert ein starkes, selbstbewusstes Deutschland, das sich aus außenpolitischen Abenteuern heraushält, einen diplomatischen Lösungsweg sucht und die Sprengung von Nord Stream 2 vollständig aufgeklärt haben möchte.

Finanzpolitik und Haushaltskritik

01:14:31

Ein Teilnehmer fragte nach der Finanzierbarkeit von Wahlversprechen, insbesondere im Kontext der hohen Energiekosten. Die Antwort der AfD war klar: Deutschland habe kein Einnahme-, sondern ein massives Ausgabenproblem. Es wurden mehrere Beispiele genannt, wo Geld verschwendet werde: über 30 Milliarden Euro Entwicklungshilfe jährlich, hohe Kosten für Asylbewerber und Bürgergeld, bei dem ein großer Teil nicht-deutsche Staatsbürger sei. Man versicherte, dass durch das Stoppen dieser Ausgaben und Priorisierung eigener Projekte genug Geld für wichtige Vorhaben vorhanden sei.

Energiepolitik und Kritik an Grünen Plänen

01:27:20

Die Energiepolitik, speziell die Förderung von Windrädern und Wasserstoff, wurde kritisiert. Die AfD bezeichnete die aktuelle Politik als Klientelpolitik, die ausschließlich großen Konzernen wie BlackRock diene. Es wurde bemängelt, dass jedes Windrad mit Millionen Euro subventioniert werde und die Wasserstoffproduktion in Deutschland die teuerste der Welt sei. Diese Politik führe nur zu noch höheren Energiepreisen und Belastungen für die Bevölkerung. Man nannte diese Politiker entweder "zu blöd" oder "Verräter" und kündigte an, bei Wahlerfolgen Untersuchungsausschüsse einzurichten.

Migrationspolitik und Grenzsicherung

01:33:45

Fragen zur Migration wurden gestellt, konkret zum Grenzschutz und zur Abschiebung. Die AfD forderte die Sicherung der Grenzen, anstatt die gesamte Grenze zu kontrollieren, und versprich sich davon eine Reduzierung der illegalen Einwanderung. Bei Abschiebungen an nordafrikanische Länder solle Entwicklungshilfe als Druckmittel eingesetzt werden: Geldzahlungen würden nur bei kooperativer Rücknahme der eigenen Staatsbürger fortgesetzt. Als positives Beispiel wurde die Politik Dänemarks genannt, die zu einer freiwilligen Abreise von 95% der Asylbewerber nach drei Monaten führte.

Unterstützung für Alleinerziehende

01:38:22

Eine alleinerziehende Mutter bat um Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und Arbeit. Sie berichtete von Ablehnungen bei Bewerbungen, weil sie eine Frau sei oder alleinerziehend. Die AfD betonte, dass Familien, auch Alleinerziehende, die Zukunft seien. Man wolle die Familienförderung stärken, zum Beispiel durch kostenlose Kitas und Schulverpflegung. Es müsse ein gesellschaftliches Umdenken geben, das Familie als etwas Wünschenswertes betrachtet. Juristische Hürden bei Diskriminierung sollten, sofern möglich, rechtlich bekämpft werden.

Wahlaufruf und Verabschiedung

01:45:04

Die Veranstaltung endete mit einem deutlichen Wahlaufruf. Alle Anwesenden und Zuschauer wurden aufgefordert, am 23. Februar zu wählen und jeden Bekannten zu motivieren, ebenfalls zur Wahl zu gehen. Jede Stimme solle zählen, da eine starke Parlamentsfraktion der AfD die Möglichkeit biete, Untersuchungsausschüsse einzurichten und die Regierung kontrollieren zu können. Es wurden persönliche Abschiedswünsche an die Kandidaten ausgesprochen und ein Dank an die Zuschauer für die Unterstützung geäußert. Der Stream endete mit der Ankündigung für den Folgetag.