DAS SCHLIMMSTE KURZGESAGT VIDEOneu
Politische Influencer entlarven: Monetarisierte Meinungen aufgedeckt
Die Pause des Kanals wegen extremer Temperaturen wird genutzt, um ein neues Format zu entwickeln. Dabei wird massive Kritik an der politischen Ausrichtung geübt, die zu geringer Reichweite führe. Enthüllungen über bezahlte Wahlwerbung durch die PDL und die Enttäuschung über 'Anarcho-Influencer', die für politische Inhalte Geld annähmen, prägen die Analyse. Die Monetarisierung politischer Überzeugungen wird als widerwärtig entlarvt.
Einführung und thematischer Rahmen zu Beginn
00:20:33Der Stream beginnt mit einer satirisch überzeichneten Einführung, die eine vermeintliche sozialistische Propaganda mit Anleihen an autoritäre und propagandistische Rhetorik präsentiert. Die beschriebenen Elemente wie faschistische Abgründe, Mercedes-Limousinen und Konterrevolutionäre werden ironisch übertrieben dargestellt, um auf die aktuelle politische Diskurslandschaft anzuspielen. Die übertriebene Inszenierung dient als provokanter Einstieg in das Thema der politischen Einflussnahme und der Monetarisierung von politischen Überzeugungen in sozialen Medien.
Ankündigung neuer Formate und Pause
00:29:13Der Streamer kündigt an, dass es aufgrund extremer Temperaturen am Wochenende und der damit verbundenen Unmöglichkeit, ein neues Video zu produzieren, zu einer Pause von zwei Wochen kommt. Diese Pause soll genutzt werden, um das Format umzustrukturieren und neue Herangehensweisen zu entwickeln. Es handelt sich dabei um eine notwendige wirtschaftliche Sommerpause, da Monatsverluste in vierstelliger Höhe nicht tragbar seien. Ziel ist es, den Kanal neu auszurichten und eine tragfähige Strategie für zukünftige Inhalte zu entwickeln.
Kritik an politischer Ausrichtung und fehlender Monetarisierung
00:30:45Der Streamer äußert massive Kritik an der politischen Ausrichtung des Kanals, der als 'politisch links außen' eingestuft sei, was seiner Meinung nach eine geringe Reichweite zur Folge hat. Er hinterfragt, warum nur wenig neue Zuschauer gewonnen würden, und verweist auf die strukturellen Probleme, die sich durch die politische Positionierung ergeben. Ein zentraler Punkt seiner Kritik ist die fehlende Monetarisierung politischer Inhalte: Durch die politische Ausrichtung sei es unmöglich, hinreichende Einnahmen zu generieren, und finanziär tragbare Formate zu schaffen.
Aufdeckung und Vorwürfe bezahlter Wahlwerbung durch die PDL
00:32:44Der Streamer macht öffentlich Transparenzberichte der PDL zu Landtagswahlausgaben in Rheinland-Pfalz aufmerksam, aus denen hervorgeht, dass mehrere Influencer für Wahlwerbung bezahlt wurden. Der Vorwurf ist, dass diese Personen sich als politische Aktivisten oder sogar Anarchisten inszenieren, jedoch für ihre Werbeaktivitäten für die PDL bezahlt wurden. Dies führt zu einer massiven Enttäuschung und Empörung, da der Streamer selbst jahrelang unbezahlt politische Werbung für die PDL machte, ohne dafür entlohnt zu werden. Die Monopolisierung politischer Überzeugen durch Bezahlung wird als widerwärtig und verlogen dargestellt.
Vorschlag und Satire: Bezahlte politische Einflussnahme als Geschäftsmodell
00:34:02In satirischer Überhöhung schlägt der Streamer vor, für politische Werbung von den unterschiedlichsten Parteien bezahlt zu werden. Die Beispiele reichen von klassischen Volksparteien wie CDU und SPD bis hin zu kleineren Formaten wie Volt oder sogar der AfD. Er kommentiert diesen Ansatz mit zynischen Vermerken wie 'Für 3000 Euro lackiere ich mir auch die Fingernägel' und entlarvt damit die Absurdität, mit der politische Überzeugungen heute monetarisiert werden. Die Kritik richtet sich insbesondere an linke Influencer, die sich als 'echte Anarchisten' präsentieren, aber für ihre Dienste von der PDL bezahlt werden.
Infragestellen der Integrität politischer Influencer
00:41:34Der Streamer analysiert, warum gerade er als politischer Influencer nicht von der PDL bezahlt werde und vermutet, diese Hintergrundproblematik könnte mit seiner mangelnden 'Queerness' oder schlicht seines Alters zusammenhängen. Er verwirft den Gedanken, sich als integer darzustellen und trotzdem Bezahlung für politische Werbung anzunehmen. Die Kritik an 'Anarcho-Influencern', die sich als autonome politische Subjekte inszenieren, aber gegen Bezahlung plakatieren, wird zur Kernthese des Streams: Politische Überzeugung scheint für viele nur noch solange zu gelten, wie sie bezahlt wird.
Aufdeckung bezahlter Demo-Teilnahme für die PDL
00:57:42Der Streamer berichtet aus eigener Erfahrung, dass er auf einer pro-palästinensischen Demo in Berlin miterlebte, wie eine Gruppe von Influencern, die für die PDL Werbung betreiben sollten, in einem Luxushotel untergebracht war und dafür entlohnt wurde. Diese Praktik wird als 'geisteskrank' und republikweit einzigartig dargestellt. Der Streamer, selbst Überzeugungstäter für linke Politik, ist enttäuscht, dass viele seiner 'Genossen' die politische Überzeugung nur noch als Fassade aufrechterhalten, um ihren persönlichen Vorteil zu optimieren. Die PDL nutze diese Mechanismen zur gezielten Einflussnahme in sozialen Medien.
Schlussfolgerung: Linke Politik als leere Inszenierung
01:14:01Der Stream endet mit einer scharfen Abrechnung mit der aktuellen linken politischen Szene in Deutschland. Er konstatiert, dass politische Überzeugung heute oft nur noch als 'Larping' in sozialen Medien stattfinde und die wahren linken Werte längst durch leere Inszenierungen ersetzt worden seien. Die Kritik gipfelt in der Forderung nach Transparenz: Jeder politische Influencer sollte offenlegen, ob politische Aussagen aus Überzeugung oder gegen Bezahlung geäußert werden. Die eigentliche politische Arbeit im Sinne linker Ideale sei dabei längst auf der Strecke geblieben.
Kritik und persönliche Reflexion nach öffentlicher Kontroverse
01:26:31Der Streamer thematisiert eine vorangegangene öffentliche Kontroverse, bei der er für seine Äußerungen stark kritisiert wurde. Er betont, Verständnis dafür zu haben, wenn andere ihn ablehnen oder den Stream verlassen. Besonders problematisch für ihn war die plötzliche Erkenntnis, dass sein bisheriger politischer Kompass – darunter der Glaube an progressive Linien oder die Demokratie – durch reale Ereignisse wie den beginnenden Genozid in Palästina ins Wanken geraten ist. Dies führte zu einer tiefgreifenden persönlichen Krise, die ihn zum Umdenken und intensiveren Studium theoretischer Texte zwang.
Plädoyer für theoretische Lektüre und Lesen als emanzipatorische Praxis
01:28:32Der Streamer führt aus, wie er sich durch das Studium theoretischer Texte, insbesondere von Marx‘ *Lohnpreis und Profit* und *Kapital*, von der Notwendigkeit überzeugt hat, komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge durch Literatur zu begreifen. Er argumentiert, dass Lesen eine grundlegende Fähigkeit aller Menschen darstellt, unabhängig von formaler Bildung, und betont dessen emanzipatorisches Potenzial. Kritik übt er am Verlust des Leseverständnisses in der digitalen Popkultur und der Schulbürokratie, die Lesen oft mit Last statt mit Bereicherung verbindet. Anfangs sei Lektüre zwar Disziplin erforderlich, doch mit der Zeit entwickle sich ein intrinsisches Interesse, das »richtige Bücherfieber« auslöst. Lesen wird so zur »Waffe« gegen Unterdrückungssysteme, da Theorien wie die der *Grundrisse* für alle zugänglich seien – selbst wenn Staaten dies lange unterschätzten.
Analyse des Asmongold-Videos zur Israel-Palästina-Debatte
01:38:10Im Zentrum steht die kritische Auseinandersetzung mit dem YouTuber Asmongold, dessen Video über »Terrorpropaganda« viral ging. Der Streamer bezeichnet Asmongold als mächtigsten politischen Kommentator weltweit mit Millionen täglichen Viewern und betont, dieser vermittle inhaltlich hochrelevante politische Positionen – etwa die unkritische Unterstützung israelischer Kriegsverbrechen oder die Dämonisierung des Irans. Asmongolds These, Militäroptionen gegen »Terroristen« seien legitim, wird als zynische Staatsräson der USA entlarvt, die Gewalt gegen Zivilisten durch Doppelstandards rechtfertigt. Beispielhaft genannt werden israelische Bombenangriffe auf den Libanon 2024 oder US-Attacken auf iranische Schulen während des Ukraine-Kriegs.
Historische Kontextualisierung von Widerstand gegen Besatzung und Rassismus
02:01:37Als Reaktion auf Asmongolds pro-israelische Position führt der Streamer historische Fakten an, um die Legitimität bewaffneten Widerstands gegen Besatzung zu untermauern. Er verweist auf die ethnische Säuberung Palästinas (Nakba 1947–49) und israelische Massaker wie in Sabra und Shatila (1982), die Hezbollah erst hervorriefen. Der Zionismus werde dabei oft fälschlich mit dem Judentum gleichgesetzt, doch auch Juden seien Opfer der Vertreibungen gewesen – ein Argument, das durch Ilan Pappés *Ethnic Cleansing of Palestine* gestützt werde. Unter internationalem Recht (z. B. Art. 51 UN-Charta) sei Widerstand gegen Genozid wie durch Hamas nachvollziehbar. Zudem scharf kritisiert wird die rassistische Gleichsetzung von Nationalismus und Moral, bei der staatliche Interessen Vorrang vor konsistenten Ideologien hätten: Asmongold sei primär Nationalist, nicht zwangsläufig konsequenter Rassist.
Militärische Abhängigkeit Europas von den USA und europäische Aufrüstung
02:32:35Der Streamer analysiert die geopolitische Situation, insbesondere die Rolle der USA und Europas bei der Durchsetzung wirtschaftlicher und politischer Interessen. Dabei wird betont, dass der militärische Einfluss der USA eine zentrale Voraussetzung für die Wirksamkeit von Sanktionen und Handelsverträgen ist. Europäische Nationalstaaten rüsten derzeit auf, um ihre eigenen Interessen auch ohne US-Unterstützung militärisch durchsetzen zu können. Ziel dieser Aufrüstung ist es, die Position Europas im Freihandel zu stärken und gleichzeitig die Notwendigkeit einer Bündnisbeziehung mit den USA zu unterstreichen. Diese Strategie dient nicht der Abkehr von der NATO oder der Ablehnung US-amerikanischer Hegemonie, sondern soll vielmehr eine stärkere Verhandlungsposition innerhalb des Bündnisses schaffen.
Die Rettung der Linken durch radikale Rhetorik im Jahr 2025 – Mythos und Realität
02:36:49Im Jahr 2025 hielt Heidi Reichinier eine Rede, die trotz überschaubaren Erfolgs die Partei DIE LINKEE kurz vor dem politischen Absturz rettete. Durch den radikalen Aufruf zum Widerstand gegen den Faschismus gelang es, 8,8 % der Stimmen bei der Bundestagswahl zu erzielen, insbesondere durch den Zustrom junger Mitglieder, die sich eine echte Oppositionspartei gegen das Establishment erhofften. Die Motivation dieser Mitglieder lag darin, dass die Linke als einzige Partei bereit schien, sich klar gegen die etablierten Kräfte zu positionieren. Allerdings bleibt fraglich, inwiefern die Parteispitze jemals ernsthaft bereit war, diesen radikalen Ansatz konsequent umzusetzen. Die Realität zeigt, dass die Linke weiterhin Teil des etablierten Parteiensystems bleibt und keine grundlegende Opposition darstellt.
Verleumdungskampagne gegen die Linke: Antonismusvorwurf als gezielte Desinformationsstrategie
02:40:53Vor dem Parteitag der Linken im Juni 2025 veröffentlichte der Bayerische Rundfunk (BR24) zwei Artikel, die gezielt Antisemitismus- und Stalinverherrlichungvorwürfe gegen die Linksjugend Solid erhoben. Besonders absurd erscheint, dass eine privat verschickte Chat-Nachricht mit dem Inhalt 'Lang lebe Stalin' als Beweis für eine systematische Diktaturverherrlichung innerhalb der Linksjugend instrumentalisiert wurde. Derartige Meldungen sind jedoch nicht zufällig, sondern Teil einer gezielten Kampagne, um Rufmord an der gesamten antiimperialistischen Linken zu betreiben. Ziel ist es, eine pro-palästinensische und damit automatisch antiimperialistische Bewegung innerhalb der Linkspartei zu diskreditieren. Der BR-Autor Lars Rensmann, selbst aus dem antideutschen Lager stammend, wird als 'Experte' präsentiert, obwohl seine Expertise fragwürdig ist. Die Hetze gipfelt darin, dass selbst ernsthafte politische Kritik an Israel pauschal als antisemitisch diffamiert wird.
Kritik an Stalin und die Widersprüche des real existierenden Sozialismus
02:43:22Im Stream wird eine differenzierte Auseinandersetzung mit Stalin und der Sowjetunion geführt. Während viele Kritiker Stalin pauschal als 'böse' bezeichnen, wird stattdessen analysiert, welche strukturellen Widersprüche innerhalb der sowjetischen Gesellschaft existierten. So habe die Sowjetunion zwar den Kapitalismus in der Produktion abgeschafft, aber gleichzeitig den Kapitalzwang in Form von Lohnarbeit und betriebswirtschaftlichen Produktionskriterien aufrechterhalten. Die Produktion diente nicht der Bedürfnisbefriedigung der Bevölkerung, sondern dem Staatsaufbau und der Industrialisierung. Obwohl die Sowjetunion als Gesellschaft ohne Kapitalisten galt, wurde weiterhin nach kapitalistischen Kriterien produziert – ein Widerspruch, der den real existierenden Sozialismus als 'Staatskapitalismus' entlarvt. Die Idee, eine Gesellschaft ohne Bedürfnisbefriedigung mit klassisch kapitalistischen Methoden zu organisieren, führte letztendlich zum ökonomischen und politischen Kollaps der UdSSR.
Die Linkspartei zwischen Antifaschismus und oportunistischer Regierungsbeteiligung
02:51:04Ein zentrales Thema des Streams ist die strategische Ausrichtung der Linkspartei, insbesondere das Verhältnis zu Faschismus und Regierungsverantwortung. Luigi Pantisano, damaliger Parteivorsitzender, äußerte sich in einem Interview, dass es keinen Unterschied zwischen CDU und AfD gebe, sofern beide faschistische Politik betreiben. Dies wurde von der Parteispitze als Affront aufgefasst und führte zu seinem Rücktritt. Die Linke stellt sich damit offen als koalitionswillige Partei dar, die selbst es als legitim erachtet, mit der CDU zu regieren, um die AfD zu verhindern. Diese Strategie wird als 'kapitalistische Einheitsfront' kritisiert, da sie die Prinzipien einer linken Opposition zum Zweck der Machterhaltung aufgibt. Die Partei zeigt damit, dass sie nicht gewillt ist, eine echte Alternative zum establishmentistischen Status quo zu bieten.
Die Dilemma der Linken: Antifaschismus als Deckmantel für bürgerliche Politik
03:05:26Die Linke wird nicht allein wegen ihrer programmatischen Inhalte gewählt, sondern weil sie sich als Antifaschistin inszeniert. Doch dieser Antifaschismus hat zwei Gesichter: Einerseits eine klare Distanzierung von der AfD, andererseits eine unkritische Haltung gegenüber der CDU, deren Politik inhaltlich oft kaum von der AfD zu unterscheiden ist. Die Linke reduziert politischen Widerstand auf bloße Wahlkampfstrategien, um im Parlament Fuß zu fassen, während sie gleichzeitig ihre eigenen ideologischen Grundsätze verrät. Die Doppelmoral kommt besonders in der Aussage zum Ausdruck, dass selbst 'faschistische Politik' in Kauf genommen wird, solange es die AfD verhindert. Damit verliert die Linke jede moralische und inhaltliche Legitimität als Oppositionspartei.
Reformismus als Sackgasse: Warum die Linke keine Alternative sein kann
03:16:48Die Linke agiert innerhalb des parlamentarmes Systems als bloße Verwalterin der Klassengesellschaft und nicht als Transformationskraft für eine sozialistische Gesellschaft. Ihre Forderungen zielen nicht auf die Abschaffung des Kapitalismus, sondern auf dessen 'soziale Verwaltung'. Dies zeigt sich in der Befürwortung von Mindestlohnerhöhungen oder Steuerreformen, die zwar marginale Verbesserungen bringen, aber keine strukturellen Veränderungen herbeiführen. Die Strategie der Linkspartei besteht darin, durch Regierungsbeteiligung die eigene Macht zu sichern, statt eine radikale Opposition gegen das System zu führen. Dies entspricht der klassischen reformistischen Doktrin und führt dazu, dass die Linke zu einem weiteren Instrument der bürgerlichen Herrschaft wird, anstatt eine echte revolutionäre Alternative darzustellen.
Gregor Gysis Warnung: Reformistische Parteien verlieren notwendigerweise ihre Opposition
03:24:18Gregor Gysi, selbst ehemaliger Linken Politiker, warnte einst davor, dass eine reformistische Partei wie DIE LINKE ihre Existenzberechtigung verliert, sobald sie 'staatstragend' wird. Dieser Prozess ist nicht zufällig, sondern systemisch bedingt: Je größer der Erfolg einer reformistischen Partei wird, desto stärker wird sie in die Institutionen integriert und verliert ihre oposiciónnellen Charakteristika. Dies wird besonders in Thüringen deutlich, wo die Linke unter Regierungsverantwortung eine Politik betreibt, die sich kaum von bürgerlichen Parteien unterscheidet. Die Schlussfolgerung ist klar: Sofern die Linke ihre Ziele auf legalistischem Weg erreichen will, muss sie zwangsläufig ihre Radikalität opfern. Eine echte Linke müsste stattdessen eine außerparlamentarische Opposition betreiben und den gesamten Staatsapparat als solchen ablehnen.
Stalinismus in linken Bewegungen: Kritik an Radikalisierungstendenzen
03:28:29Der Streamer thematisiert das Vorhandensein von Stalinisten oder Personen, die Stalinismus lediglich cosplayen, insbesondere in linken Bewegungen wie der Linksjugend. Zwar sei es nicht grundsätzlich verkehrt, sich mit stalinistischen Ideen auseinanderzusetzen, doch die Realität zeige, dass viele Kommunisten stattdessen andere in ihrer Radikalisierung durch Lesen fördern, ohne selbst die Texte zu studieren. Dies führe oft zu einer oberflächlichen Übernahme stalinistischer Narrative unter dem Deckmantel der ideologischen Reflexion.
Stalinismus als Medienphänomen und die eigentlichen politischen Herausforderungen
03:29:44Der Streamer stellt die rhetorische Überhöhung der Stalinismus-Debatte in Frage, die seitens der Leitmedien oft als vermeintliche Bedrohung dargestellt wird. Seiner Einschätzung nach sei die eigentliche Gefahr für linke Bewegungen nicht die marginale Minderheit der Stalinisten, sondern die politische Zahnlosigkeit und Anpassung etablierter Parteien wie der PDL. Diese verharmlosen zentrale Themen wie Genozid-Debatten durch taktische Beschwichtigungspolitik, was langfristig die Glaubwürdigkeit linker Politik untergrabe.
Reformistische Parteien und ihr strukturelles Scheitern
03:31:28Anknüpfend an die anfängliche Diskussion über die PDL führt der Streamer aus, dass reformistische Parteien wie die Grünen oder SPD durch systemische Integration zwangsläufig ihre radikalen Ursprünge verlieren. Dies gelte auch für die PDL, die sich als reformistische Kraft durch institutionalisierte Kompromisse selbst entmündige. Gefordert sei stattdessen eine linke Partei, die sich bewusst gegen Systemintegrierung stellt und eine klare, provokative Rhetorik entwickelt. Beispiele wie 'Fick die EU' oder 'Fick den bürgerlichen Parlamentarismus' illustrieren diesen Ansatz.
Radikale Gesellschaftsveränderung statt Reformen
03:33:40Der Streamer betont, dass gesellschaftlicher Wandel keine Reformen innerhalb des bestehenden Systems erfordere, sondern einen fundamentalen Bruch mit kapitalistischen und staatlichen Strukturen. Dies werde deutlich in der Ablehnung von Parteien wie der AfD oder der PDL, die beide keinen radikalen Kurswechsel repräsentierten. Vielmehr sei die Aufforderung, politische Theorien tatsächlich zu lesen und zu verstehen, um Alternativen zum Status quo zu entwickeln. Die Fokussierung auf scheinbare Avantgarde-Parteien führe lediglich zu politischer Sterilität.
Sprachpolitik und theoretische Grundlagen in linken Debatten
03:36:15Der Streamer diskutiert die Rolle von Sprache und theoretischer Arbeit in linken und antifaschistischen Kreisen. Er kritisiert die oft oberflächliche Beschäftigung mit Theorie, die sich in der bloßen Nennung von Begriffen wie 'Neukommunismus' oder 'stalinistisch' erschöpfe. Zudem geht er auf sprachliche Feinheiten ein, etwa die irreführende Aussprache des Begriffs 'Neukommunismus' durch deutsche Theoretiker, die Oxford-Englisch-Standards imitieren wollen. Gleichzeitig verweist er auf englischsprachige Ressourcen wie 'Neukom' als relevante theoretische Plattform.
Ukraine-Krieg und ukrainische Veteranen: Kritik an ideologischer Polarisierung
03:39:38In einer Auseinandersetzung mit der ukrainischen Kriegsrealität und der Rolle ukrainischer Veteranenverbände analysiert der Streamer die Instrumentalisierung von Kriegserfahrungen durch rechte und linke Kräfte. Er zitiert ein Interview mit einem Freiwilligen der Asow-Einheit, der die Motivation der Kämpfer mit rassistischer Ideologie begründet. Zudem thematisiert er die politische Rhetorik deutscher Parteien, die sich auf 'Resilienz' berufen, während同時に ein Krieg in der Ukraine tobt. Die Kritik gilt der selektiven Empörung, bei der ukrainische Veteranen als Symbol für antirussische 'Freiheit' stilisiert werden.
Moderne Kriegsrealität und die Entmenschlichung von Soldaten
03:46:51Der Streamer thematisiert die inhumanen Bedingungen des modernen Krieges, speziell die Verwundetenrettung durch Drohnen oder Fahrzeuge, die nur langsam operieren und Verwundete potenziell zur Zielscheibe machen. Ironisch stellt er die Frage, ob der Einsatz von Pervitin (Amphetaminen) für Soldaten sinnvoll sei, um die langsame Rettung zu überstehen. Er verweist auf sein eigenes Anti-Drohnen-Training und die absurde 'Etikette' des Krieges, die Regelkonformität innerhalb der eigenen Brutalität erfordere. Abschließend kommt die Frage auf, ob deutsche Unternehmen wie Bayer durch die Lieferung von weißem Phosphor an Israel indirekt an Kriegsverbrechen beteiligt seien.
Symbolpolitik und politische Heuchelei
03:47:27Der Streamer kommentiert absurd wirkende politische Aussagen und symbolische Kämpfe. So kritisiert er die Vorliebe deutscher Politiker für 'Resilienz'-Debatten, während gleichzeitig CDU-Trikots mit dem Bayer-Logo beworben werden – einem Unternehmen, das Chemiewaffen für den Krieg exportiert. Die ironische Empfehlung, sich ein Trikot von Bayer Leverkusen zu kaufen, unterstreicht die Verzerrung zwischen politischer Rhetorik und wirtschaftlicher Realität. Kürzere Abschweifungen in den Diskurs prägen here den insgesamt eskalierenden, aber auch selbstironischen Ton.
AfD und CDU: Die Illusion einer AfD-CDU-Koalition in 2029
03:49:34Der Streamer entwirft ein spekulatives Szenario, in dem die AfD 2029 stärkste Partei wird und eine Regierung mit CDU/CSU bildet. Er konstatiert, dass eine solche Koalition trotz aller Widerstände in der CDU koalitionsfähig wäre, da die Brandmauer sukzessive von beiden Seiten bereits eingerissen werde. Kernpunkte der Verhandlungen wären das Innenministerium (Asylpolitik) und das Finanzministerium für die CDU, während die AfD die 'Rückführungsoffensive' und NATO-Positionen durchsetzen könnte. Dies verhehle jedoch keineswegs die Gefahren einer solchen Regierungskoalition.