Ukraine blamiert Russland (mit dem "Tod" eines Milizenführers) + CSU will Rückkehr zur Atomkraft + Bilanz zu Parlamentsparteien
Ukraine: Milizenführer tot - Russland blamiert. CSU für Atomkraft-Rückkehr
CSU plant Atomkraft-Rückkehr
00:22:34In einer Klausurtagung plant die CSU eine Rückkehr zur Atomkraft, argumentiert mit neuer Kreislaufwirtschaft und angeblich radioaktiver Abfallreduktion. Der Streamer kritisiert dies als realitätsfern und wirtschaftlich unsinnig, da Deutschland bereits 2023 aus der Kernenergie ausgestiegen ist. Er verweist auf gescheiterte Versuche in Frankreich und die hohen Kosten kleiner Reaktormodelle (SMR), die sich teilweise verfünffacht haben. Fusionstechnologie wird als Zukunftsoption genannt, aber als Jahrzehnte entfernt bewertet.
Energiebilanz 2025: Solar dominiert
00:29:29Trotz schwächerem Wind und Wasserkraft 2025 zeigt die Energiebilanz einen positiven Trend: Solarerzeugung legte stark zu und übertraf Braunkohle und Steinkohle. Der solare Eigenverbrauch steigt signifikant, wird aber in öffentlichen Statistiken oft ignoriert, da er nicht ins Netz eingespeist wird. Importe sinken stetig und sollen 2026 auf ca. 14-15 Terawattstunden fallen. Netzausbau ist jedoch kritisch – vor allem in Sachsen und Saarland verzögert der Umstieg von Kohle auf Gas/Erneuerbare.
Ukraine-Krieg: Propaganda-Fails
00:41:13Die Meldung über den Tod des ukrainischen Milizenführers Kapustin (Neonazi) erwies sich als Falschmeldung; er tauchte später mit Geheimdienstchef Budanov wieder auf. Russland behauptete einen Drohnenangriff auf Putins Residenz, präsentierte aber als Beweis eine unbeschädigte Drohne mit RT-Logo – laut Streamer eindeutig ein Produkt von Alibaba für 70$. Die Ukraine weist die Vorwürfe zurück und betont, dass legitime militärische Ziele angegriffen werden. Die Aktion dient als Vorwand, um Friedensverhandlungen zu torpedieren.
USA: Trumps Zoll-Politik scheitert
00:38:36Die USA plante 92% Zölle auf italienische Nudeln, ruderte aber aufgrund von Kritik an steigenden Lebenshaltungskosten zurück. Der Streamer sieht dies als typisches 'Zurückrudern' von Trump, dessen Zollpolitik den Markt destabilisiert. Der Vergleich mit zurückgenommenen Zöllen bei Möbeln zeigt, dass wirtschaftlicher Druck die Regierung zum Einlenken zwingt – obwohl Warnungen vor solchen Effekten ignoriert wurden.
Parteispenden: Union dominiert
00:56:55Die CDU/CSU erhielt 2025 mit 7,9 Mio. Euro am meisten Großspenden (über 35.000€), gefolgt von AfD (5,1 Mio., aber mit umstrittener 2,35-Mio.-Spende) und SPD (2,3 Mio.). Die FDP bekam 3,2 Mio., scheiterte aber mit 4,3% an der 5%-Hürde. Der SSW (dänische Minderheit) finanziert sich mit über 0,5 Mio. Euro staatlich dänischen Förderungen – als einzige Ausnahme erlaubt. Kritik am Spendeneinfluss und an AfD/BSW.
FDP und SSW im Fokus
00:59:31Die FDP wird als historisch gescheitert dargestellt – mit Verweis auf Merkels Zitat 'Gott schuf die FDP, um uns zu prüfen'. Ihre Regierungsbeteiligung wird als Katastrophe bewertet. Der SSW wird als legitime Minderheitenpartei verteidigt, die dänische Förderungen erhält. Der Streamer befürwortet ein AfD-Verbot und sieht die FDP als irrelevant an. Zukünftige Pläne der FDP für 2026 werden skeptisch kommentiert.
Aktuelle politische Stimmung und persönliche Reflexion
01:04:46Nachdem die Gelben Barbaren (FDP) verloren haben, wird bedauert, dass nun andere Parteien mehr Stimmen erhalten. Der Streamer äußert Unzufriedenheit darüber, dass die AfD nicht aus dem Bundestag verschwunden ist, während die FDP abgestützt wurde. Es folgt ein persönlicher Schnupfenkommentar und der Überleitung zu einem Thema über Barbaren in Civilization-Spielen, wo strategische Fehler in vergangenen Turnieren analysiert werden. Dabei wird die Wiederkehr von Barbaren thematisiert und Winter wird trotz persönlicher Vorliebe für diese Jahreszeit kritisiert.
Sponsoring-Hinweise und technische Erklärungen zu Zahlungen
01:07:13Es werden langjährige Subscriber wie Ella (103 Monate) und Maze (38 Monate) bedankt. Anschließend wird auf ein Problem bei Geldüberweisungen an Murat eingegangen: Die EU-Regelung 'Verification of Pay' prüft seit Oktober 2023 die Übereinstimmung von IBAN und Namen, um Betrug zu verhindern. Dies führt zu Warnmeldungen bei Abweichungen, ermöglicht aber trotzdem die Überweisung. Ein Nutzer berichtet von einer ähnlichen Erfahrung mit korrekter IBAN, aber falscher Schreibweise des Namens.
Analyse des Videos 'Wer versteht noch Rechtsextreme?'
01:09:51Der Streamer schaut Vincent's Video über rechtsextreme Ideologien und kommentiert dessen Stil als 'rechtspopulistisch'. Er kritisiert die Pauschalisierung, dass mittlerweile viele alltägliche Handlungen (wie Autofahren oder Schokoladessen) als 'rechts' bezeichnet werden. Das Video wird als 'Prüfungsrelevant' bezeichnet und analysiert rechte Spektren: Von bürgerlich-konservativ (CDU/CSU) über rechtspopulistisch (AfD) bis hin zu verschwörungsideologischen Gruppen und Rechtsextremen, die antidemokratisch sind. Besonders hervor wird die Hufeisentheorie bei Themen wie Ukraine-Russland diskutiert.
Kritik an konservativen Werten und Leitkulturdebatten
01:22:19Traditionelle Werte werden thematisiert, insbesondere Sprachregelungen (z.B. 'Schokoladen-Milchschaum' statt 'Schokolade') und Weihnachtsmärkte versus Wintermärkte. Es wird argumentiert, dass konservative Positionen oft auf Autorität und Strafbedürfnis basieren, wie Forderungen nach Abschiebungen bei geringsten Vergehen. Parallelen zwischen bürgerlich-konservativen und rechtspopulistischen Positionen werden gezogen, wobei letztere offener Hetze verbreiten. Holy Eistee wird als Sponsoring-Beispiel genannt, bevor die Analyse fortgesetzt wird.
Rechtspopulismus und AfD-Ideologie
01:26:58Rechtspopulisten werden als 'Systemkritiker' beschrieben, die eine Angstpolitik betreiben und komplexe Probleme vereinfachen. Die AfD-Forderungen (sofortige Migrationswende, Abschiebung von 300.000 Ausreisepflichtigen) werden als unrealistisch und schädlich kritisiert. Es wird auf interne Widersprüche hingewiesen (z.B. 'Schrödinger-Ausländer', der gleichzeitig Sozialleistungen stiehlt und Arbeitsplätze wegnimmt). Die Wählerschaft der AfD wird als emotionalisiert und von Panik getrieben beschrieben, während die Partei selbst von Wohlhabenden profitiert.
Verschwörungsideologien und Rechtsidentitäre
01:32:16Schwurbler und 'völkisch-natürliche' Nazis werden als Gruppen beschrieben, die Pandemie-Lügen und Impf-Chip-Verschwörungen verbreiten. Trotz widerlegter Prophezeiungen (z.B. Massenaussterben) halten sie an ihrem Weltbild fest. Rechtsidentitäre (wie Kubitschek, Sellner) werden als 'schlaue Rechte' charakterisiert, die versuchen, altrechte Inhalte in bürgerlicher Verpackung zu präsentieren. Ihr Auftreten als Intellektuelle wird als widersprüchlich und vulgär kritisiert. Antidemokratische Rechtsextreme schließlich fordern ein Führersystem und basieren auf rassistischen Ideologien.
Vergleich von CDU/CSU und AfD
01:38:35Es wird argumentiert, dass CDU/CSU trotz ähnlicher Positionen in Migrationsfragen nicht mit der AfD gleichzusetzen sind, da letztere explizit antidemokratisch agiert. Kritik wird an Merz und Dobrindt geübt, die Teile des AfD-Programms übernehmen. Zudem wird interne Zerrissenheit rechter Gruppen (z.B. in den USA zwischen Fuentes, Owens, Jones) als positiv bewertet, da sie Schwächen verursacht. Aktuelle CDU-Positionen (2025) werden historisch eingeordnet – sie seien nicht radikaler als ihr eigenes Programm von 2017.
Zukünftige Video-Pläne und Community-Interaction
01:44:14Für zukünftige Videos werden Vorschläge gesammelt: 1) Christlicher Influencer-Satire ('Christok Eisberg'), 2) Palantir-Dokumentation (Chaos Computer Club), 3) Ukraine-Analyse (neuer Vorschlag gegen russisches Veto), 4) Rechtsextremismus-Folge. Diskutiert wird zudem die CSU-Politik (Rückkehr zur Atomkraft, Bayer-Ausschluss-Forderungen). Streamer-Reaktionen auf Kritiker (z.B. Jimgao) werden als unterhaltsam beschrieben, wobei dessen Fehlargumente aufgezeigt werden. Abonnenten-Ziele (10.000 bis Ende 2026) werden als realistisch eingeschätzt.
CDU/CSU-Atomkraftpläne im Fokus
01:50:26In der Diskussion werden die Atomkraftpläne der CDU und CSU thematisiert, insbesondere im Kontext der jüngsten CSU-Klausurtagung. Es wird auf die historische Entwicklung eingegangen: Während die Union früher drei AKW abschaltete, plant die aktuelle Ampelkoalition den Weiterbetrieb von drei Kraftwerken. Kritisch wird hinterfragt, wie konsistente Energiekonzepte der letzten 20 Jahre bewertet werden können, wenn einerseits die Energiewende vorangetrieben wird, andererseits nun eine Rückkehr zur Atomkraft diskutiert wird. Die Szene zeigt die Ambivalenz in der deutschen Energiepolitik auf und regt zur kritischen Reflexion über langfristige Planungsfehler an.
Einführung in Palantir und Datenanalyse
01:52:06Der Streamer stellt Palantir als umstrittenes Softwareunternehmen vor, das automatisierte Datenanalysen für Sicherheitsbehörden anbietet. Obwohl Palantir sich als hochmoderne Lösung präsentiert, wird klargestellt, dass die zugrundeliegende Technologie nicht neu ist – bereits früher wurde in anderen Branchen mit ähnlichen Konzepten gearbeitet. Besonders kritisch wird der Einsatz in Deutschland diskutiert, da die Software Verbindungen zwischen riesigen Datenmengen herstellt und potenziell Grundrechte verletzen kann. Die Marketingstrategie des Unternehmens wird als widersprüchlich und teils irreführend beschrieben, da gleichzeitig Komplexität und Einfachheit beworben werden.
Konkrete Gefahren durch Datenmissbrauch
01:55:33Ausführlich werden Risiken für unbeteiligte Bürger beschrieben. Personen ohne jeden Anlass – wie Unfallbeteiligte, Zeugen oder Vermisste – landen in polizeilichen Datenbanken und werden so zu potenziellen Zielen automatisierter Analysen. Das Beispiel von Sozialarbeitern oder Fußball-Fans zeigt, wie Ehrenamtliche durch Kontakte zu riskanten Gruppen selbst ins Visier geraten. Kritisch wird angemerkt, dass KI-basierte Tools wie Palantir fehleranfällig sind und diskriminierende Schlüsse ziehen können. Besonders problematisch: Daten aus Massenabfragen (z.B. Funkzellen) fließen ein, obwohl sie Unbetroffene erfassen, und könnten zu falschen Gefährdungsprognosen führen.
Entwicklung in Bundesländern und Kritik
02:19:27Es wird die historische Entwicklung seit 2017/2018 rekonstruiert, als Hessen und Hamburg erste Gesetzesgrundlagen für automatisierte Datenanalysen schufen. Hessen implementierte Palantir-Gotham („Hessendata“), während Hamburg zwar Gesetze erließ, aber nicht aktiv einsetzte. Kritisiert wird die unkritische Übernahme von Palantir-Marketing durch Politiker, die den Software-Konzern als Marktführer darstellen, obwohl es europäische Alternativen gibt. Die Szene brandmarkt die Inkompetenz der Entscheider: Polizeibehörden gaben an, abhängig von Palantir zu sein, und nannten die Softwareprüfung einen „Vertrauensbeweis“ – obwohl der Prüfbericht selbst Abgeordneten vorenthalten wurde.
Bundesverfassungsgericht: Strike 2023
02:22:14Das Bundesverfassungsgerichtsurteil vom 16. Februar 2023 wird als „harter Tobak“ beschrieben. Es legt strenge Standards fest: Je umfangreicher und sensibler die Datenanalyse, desto strengere rechtliche Rahmenbedingungen müssen gelten. Kritisiert werden die bisherigen hessischen und hamburgischen Gesetze, die zu wenig Einschränkungen vorsahen (kein Wesentlichkeitsvorbehalt). Das Gericht stuft die Analyse als schweren Grundrechtseingriff ein und fordert klare Zweckbindungen, Transparenz und Diskriminierungsschutz. Herausgestellt wird, dass selbst Daten auf deutschen Servern Risiken bergen, da der Quellcode nicht einsehbar ist und möglicherweise dennoch Daten in die USA fließen könnten.
Intransparenz und politische Verantwortung
02:26:47Massive Kritik entlädt sich an der mangelnden Transparenz: Prüfberichte über Palantir-Software sind nicht öffentlich, selbst Abgeordnete haben keinen Zugang. Dies wird als „riesiger Skandal“ bezeichnet, der eine ordnungsgemäße Kontrolle unmöglich macht. Zudem wird die Gefahr der Abhängigkeit von einem privaten US-Konzern thematisiert: Sollte Palantir die Zusammenarbeit verweigern, könnten Ermittlungsakten der letzten Jahre unzugänglich werden. Die Kritik gipfelt in der Forderung, alle zustimmenden Politiker abzuwählen, da sie durch die Genehmigung intransparenter Systeme ihre Aufsichtspflicht verletzen. Abschließend wird die Absurdität betont, dass Palantir-Software trotz fehlender Open-Source-Transparenz und umstrittener Geschäftspraktiken in deutschen Behörden eingesetzt wird.
Einführung der Palantir-Debatte und juristische Bedenken
02:31:07Im Stream wird die aktuelle Situation um die Nutzung der Software Palantir durch deutsche Polizeibehörden diskutiert. Kritisch wird angemerkt, dass nach Gerichtsurteilen die Praxis der Datenanalyse nicht mehr ohne Weiteres umsetzbar erscheint. Besonders hervorgehoben wird das Datenmodul von Palantir, das im deutschsprachigen Raum zwar offiziell nicht genutzt wird, aber in den USA zur Informationssammlung dient. Experten aus der Schweiz haben aufgrund von Unklarheiten bereits Bedenken geäußert. Aktuell nutzen NRW, Hessen und Bayern Palantir, während Baden-Württemberg unter Grüner Regierung einen Vertrag ohne ausreichende Rechtsgrundlage unterzeichnet hat, was massive Kritik aus der Bevölkerung und Politik auslöst.
Bayerns problematische Umsetzung und Rahmenvertrag
02:34:14Bayern wird als Vorreiter kritisiert, da es einen Rahmenvertrag schloss, der anderen Bundesländern den Einstieg ohne europaweite Ausschreibung ermöglicht. Dieser Vertrag erlaubt es, auf Technologie und Expertise anderer Länder wie Hessen zuzugreifen, was als effizient, aber rechtlich fragwürdig bewertet wird. Bayern testete Palantir monatelang mit echten Daten ohne Rechtsgrundlage, ohne den Landesdatenschutzbeauftragten zu informieren. Erst nach Intervention wurde die Rechtsgrundlage nachgeholt. Zudem gibt es in Bayern zwei Datenschutzbeauftragte, was als ineffizient und bizarr angesehen wird. Der Vertrag dient als Türöffner für andere Länder, löste aber in der Vorgängerregierung heftige Streitereien aus.
Politische Widersprüche in Baden-Württemberg und Kritik an den Grünen
02:38:01Baden-Württemberg steht im Fokus, da die grüne Landesregierung einen Vertrag mit Palantir abschloss, bevor eine Rechtsgrundlage existierte – entgegen der bundesweiten Grünen-Position gegen solche Technologien. Dieser Widerspruch wird als fahrlässig und politisch dumm kritisiert, da hohe Risiken bestehen, dass Gerichtsurteile die Nutzungen später für ungültig erklären und Straftäter freigelassen werden müssten. Der Kompromiss, der mit dem Ausbau des Nationalparks Schwarzwald erkauft wurde, wird als unverantwortlich bezeichnet. Experten warnen, dass die als Übergangslösung deklarierte Nutzung kaum Anreize für eine eigene Entwicklung schafft und die Abhängigkeit von US-Unternehmen vertieft.
Fehlende Transparenz, Alternativen und Risiken der Automatisierung
02:45:40Es fehlen belastbare Daten zum Erfolg von Palantir, und Bundesländer nennen keine Konkurrenzprodukte, obwohl europäische Alternativen existieren. Die Formulierung 'technologieoffen' wird als irreführend und inkompetent abgelehnt, da sie keine konkreten Sicherheitsvorgaben liefert. Das Bundesverfassungsgericht hat erhöhte Risiken bei privaten Anbietern benannt, doch derzeit gibt es keine klaren Vorgaben für Anforderungen an Software oder Anbieter. Geplant ist eine Novellierung der Polizeigesetze, die auch Trainings mit echten Daten erlauben soll – was als zusätzlicher Grundrechtseingriff kritisiert wird. Bundesseitig plant Alexander Dobrindt im Sicherheitspaket die automatisierte Datenanalyse, ohne bisher zu verraten, ob er auf Palantir setzt. KI-Systeme werden als besonders invasiv eingestuft, mit hohem Missbrauchsrisiko für Erpressung oder Willkür. Ein Schweizer Bericht rät dringend von Palantir ab und warnt vor den kombinierten technologischen, geopolitischen und ethischen Gefahren.
Kritik an Palantir und Datenschutzbedenken
03:13:28Im Stream wird die problematische Nutzung von Palantir-Software durch Behörden kritisiert. Es wird argumentiert, dass die angebliche Alternativlosigkeit dieser Technologie unbegründet sei, da es europäische Alternativen und grundrechtsschonende Ansätze gäbe. Die Diskussion zeigt auf, wie wenig transparent die Datenverarbeitung bei Behörden abläuft und dass oft keine belastbaren Zahlen zur Wirksamkeit vorgelegt werden. Besonders kritisch wird gesehen, dass durch solche Systeme Grundrechte gefährdet werden und Predictive Policing oder Profiling ermöglicht werden könnten.
Transparenzmangel bei Behördensoftware
03:28:07Es wird deutlich, dass Behörden bei der Beschaffung von Software wie Palantir kaum auf Datenschutz achten und keine transparenten Evaluationsdaten vorlegen. Trotz richterlicher Urteile und Kritik von Bürgerrechtsorganisationen werden Rechtsgrundlagen geschaffen, die weitreichende Datenanalyse erlauben, ohne ausreichende Kontrollmechanismen. Experten bemängeln, dass Alternativen bewusst ignoriert werden und die angebliche Effizienzsteigerung durch solche Systeme nicht belegt ist. Die Debatte offenbart eine gefährliche Normalisierung von Überwachungstechnologien.
Rechtsextreme Dating-Plattform 'White Date'
03:42:17Die investigationsjournalistische Recherche stellt die Plattform 'White Date' vor, die gezielt rechtsextreme Netzwerke fördert. Nutzerprofile offenbaren klar rassistische, antisemitische und völkische Weltanschauungen, teilweise mit direkter Bezügen zu gewaltbereiten Neonazi-Gruppen wie 'Active Clubs'. Die Betreiberin nutzt Tarnidentitäten, während die Plattform als Mittel zur 'weißen Reproduktion' beworben wird. Dies zeigt die moderne Vernetzung internationaler Rechtsextremer, die über Rassismus und Diskriminierung neue Gemeinschaften schaffen.
Internationale rechtsextreme Netzwerke
03:49:21Die Recherche dokumentiert grenzüberschreitende Verbindungen rechtsextremer Gruppen. Deutsche Neonazis reisten vor 2014 in die Ukraine für paramilitärisches Training, später kämpften sie auf ukrainischer Seite gegen Russland – teilweise gegen andere deutsche Rechtsextreme auf russischer Seite. Parallelen zeigen sich bei AfD-Politikern wie Markus Frohmeier, der Kontakte zu russischen Regierungsvertretern und US-Republikanern pflegt. Diese Netzwerke tauschen Strategien gegen Demokratie und NGOs aus und nutzen das Narrativ des 'weißen Genozids' zur internationalen Solidarität.
AfD und transatlantische Verbindungen
03:54:32AfD-Abgeordnete wie Frohmeier nutzen Reisen in die USA, um Kontakte zu republikanischen Hardlinern zu knüpfen. Dokumente belegen, dass das Ziel der Reise darin bestand, Strategien gegen NGOs und demokratische Institutionen auszutauschen. Frohmeier wird als 'Asset' Russlands beschrieben, mit engen Bindungen zu Moskau und Beteiligung an Spionageaffären. Diese Vernetzung zeigt, wie rechtsextreme Parlamentarier internationale Allianzen gegen liberale Demokratien aufbauen.
Digitale Gegenstrategien gegen Rechtsextremismus
03:57:38Es wird eine technische Intervention gegen 'White Date' vorgestellt: Ein Bot erzeugte automatisierte Profile mit LLM-generierten Bewerbungstexten, um Ressourcen der Plattform zu binden und deren Nutzerbasis zu demotivieren. Dieser sogenannte 'JavaScript zur Demütigung der Herrenrasse' nutzt KI-generierte Inhalte, um gezielt rechtsextreme Netzwerke zu stören. Die Methodik zeigt, wie digitale Aktivismusformen gegen Online-Radikalisierung eingesetzt werden können.
Identifizierung der WhiteDate-Betreiberin
03:58:53Durch Recherchen und Hackerangriffe wurde die Betreiberin der rechtsextremen Datingplattform WhiteDate identifiziert. Es handelt sich um Christiane Hauskiel (Alias Liv Heide), eine 57-jährige ehemalige Pianistin aus Norddeutschland. Sie nutzte falsche Identitäten und Firmenstrukturen im Ausland, um ihre Aktivitäten zu verschleiern. Ein entscheidender Hinweis war die angemeldete Wortmarke 'White Deal' auf die Firma Horn & Partners.
Enthüllung massiver Sicherheitslücken
04:01:46Die WhiteDate-Website enthielt eine gravierende Sicherheitslücke: Ein ungesicherter Download-Button erlaubte den Zugriff auf alle Nutzerdaten ohne Authentifizierung. Dieser Funktionsfehler wurde durch eine veraltete WordPress-Installation ermöglicht und ermöglichte es Journalisten, komplette Nutzerprofile inklusive persönlicher Daten und Nachrichten abzurufen. Die Betreiberin räumte später ein, dass ein externer IT-Dienstleister das Plugin installiert hatte.
Hintergründe und Radikalisierung der Betreiberin
04:08:17Christiane Hauskiel wuchs auf einem norddeutschen Bauernhof auf, studierte Klavier in Paris und heiratete einen jüdischen Banker. Nach eigenen Angaben radikalisierte sie sich Ende 2016 durch Verschwörungstheorien zum 'weißen Völkermord'. Nach der Scheidung 2017 gründete sie WhiteDate. Sie ist mit der rechtsextremen Ludendorff-Bewegung verbunden und veröffentlichte antisemitische und rassistische Inhalte, obwohl ihr Ex-Mann die Shoah überlebt hatte.
Vernetzung rechtsextremer Strukturen
04:11:33WhiteDate dient als Plattform für Rechtsextreme weltweit, mit über 3.600 Nutzern aus den USA, 600 aus Deutschland und weiteren aus Frankreich, Kanada und Großbritannien. Die Plattform nutzt Codewörter wie 'Red Pill' und 'Ethnie' statt 'Rasse'. Aufgedeckt wurden Verbindungen zu AfD-Landtagsabgeordneten, BSW-Mitgliedern, Identitären und Anhängern der Anastasia-Bewegung. Gruppen wie 'Weiße Gemeinschaften' fördern das Siedlungsprojekt für 'weiße Herrenmenschen'.
Medienwirksamkeit und juristische Konsequenzen
04:19:50Nach Veröffentlichung der Recherche berichteten Stern TV und andere Medien über WhiteDate. Die Betreiberin reagierte mit juristischen Drohungen und faxte monatliche Forderungen nach 2000 Goldunzen. Behörden ermittelten, verwechselten aber eine Unschuldige mit Liv Heide, was zu deren Kündigung führte. Die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein prüft wegen fehlenden Impressums. Die Website wurde nach den Enthüllungen offline genommen.
Finale Enthüllungen und technische Demonstration
04:40:45Am Ende des Streams wurde eine Live-Demo gezeigt, wie Plattformen wie WhiteDate theoretisch gelöscht werden können. Es folgten Enthüllungen über die internationale IT-Firma und Buchhaltung in Madagaskar, die mit der Plattform verbunden sind. Die Daten von WhiteDate, WhiteDeal und WhiteChild werden Journalisten zur Verfügung gestellt. Der Stream endete mit technischen Problemen bei der Präsentation und der Ankündigung weiterer Recherchen zu NATO-Osterweiterung und anderen Themen.