Die absurde Selenskyj-Trump-Pressekonferenz + AfD darf wieder zur Münchner Sicherheitskonferenz + Russische Industrie bricht zusammen

Pressekonferenz Selenskyj-Trump chaotisch, AfD bei Sicherheitskonferenz, russischer Industriezusammenbruch

Die absurde Selenskyj-Trump-Pressekon...
Dracon
- - 04:56:58 - 31.442 - Just Chatting

Die Pressekonferenz der ukrainischen und US-Präsidenten verlief unkoordiniert und sorgte für diplomatische Irritationen. Die Entscheidung zur Zulassung der AfD zur Münchner Sicherheitskonferenz löst politische Kontroversen aus. Parallel dazu bricht die russische Industrie aufgrund von Sanktionen und strukturellen Problemen dramatisch zusammen.

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Stream-Einleitung und Themenvorstellung

00:18:50

Der Stream beginnt im 8. Stockwerk mit persönlichen Bemerkungen und technischen Anpassungen. Es wird ein Überblick über die heutigen Themen gegeben, darunter Fieberträume und aktuelle YouTube-Videos. Besprochen werden ein Jahresrückblick des Chaos Computer Clubs, das Video 'Ist Deutschland am Ende?' und ein Alicia-Joe-Video mit Clickbait-Titel. Der Streamer betont, dass heute keine längere Streamdauer geplant ist, aufgrund organisatorischer Verpflichtungen.

Russische Industrie: Massive Einbrüche laut Rostat

00:22:44

Basierend auf offiziellen russischen Statistiken (Rostat) werden dramatische Produktionsrückgänge analysiert. Kategorien verzeichnen Jahresvergleiche von -37,3% bis -61,6%. Diese Zahlen belegen die Wirksamkeit der Sanktionen und Wirtschaftssanktionen, da Russland seine Stabilisierungsmaßnahmen nicht mehr aufrechterhalten kann. Die Daten widerlegen Behauptungen, dass westliche Hilfe nutzlos sei, und zeigen den realen Schaden für die russische Industrie.

Silvester-Chaos: Böller-Kauf und nächtliche Vorfälle

00:26:32

In Thüringen kam es zu Polizeieinsätzen auf Supermarktparkplätzen, da Männer übernachteten, um als Erste Silvesterfeuerwerk (Klasse F2) zu kaufen. Der Streamer kritisiert das Böllerverhalten als absurd und nicht nachvollziehbar, besonders im Vergleich zu kontrollierten Feuerwerken in anderen Ländern. Er erwähnt nächtliches Rumgeballer in seiner Umgebung und stellt die Sinnfrage solcher Traditionen.

Russische Armee: Pferdeinsatz an der Front

00:29:34

Immer wieder tauchen Videos auf, die russische Soldaten mit Pferden an der Front zeigen, besonders im Donbass. Begründungen wie Minenvermeidung oder Stealth-Effekte werden als unplausibel eingestuft, da Drohnen Pferde leichter erfassen als Fahrzeuge. Die Pferde zeigen Fluchtverhalten bei Drohnenangriffen, was die Situation zusätzlich absurde macht. Der Einsatz wird als Zeichen logistischer Probleme gewertet.

Gesundheitsreform: Kontaktgebühr und Ärzte-Lotse

00:33:51

Kassenärzte-Chef Gaston schlägt eine Kontaktgebühr von 3-4 Euro pro Arztbesuch vor, um Kassen zu entlasten. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft fordert eine Verdopplung der Krankenhaus-Tagesgebühr auf 20 Euro. Geplant ist zudem ein digitaler Ärzte-Lotse zur Koordination von Terminen und Vermeidung unnötiger Besuche. Kritisiert wird der Verwaltungsaufwand und die soziale Belastung für Patienten.

Münchner Sicherheitskonferenz: AfD wieder zugelassen

00:38:43

Nach zweijährigem Ausschluss darf die AfD wieder an der Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen. Einladungen wurden an alle Bundestagsparteien versandt, Fraktionschefin Alice Weidel hat jedoch noch keine erhalten. Die Entscheidung folgt einem Kurswechsel nach dem Führungswechsel der Konferenz. Kritisiert wird die Einladung von AfD-Politikern trotz deren Rolle bei ukrainischen Reden und möglicher Landesverrat-Gefahren.

Diplomatie mit Russland und Trumps Absurditäten

00:42:10

Die These 'Nie diplomatisch mit Russland geredet' wird als Lüge entlarvt, da Dutzende Verhandlungsrunden stattfanden. Trumps Aussage über eine mögliche 1800%-Redaktion von Russland wird als mathematischer Unsinn kritisiert. Putin wird als alleiniger Aggressor bezeichnet, der den Krieg weiterführt. Die Idee, AfD könnte bei der Sicherheitskonferenz Attentate planen, wird als unrealistisch eingestuft, da Security-Maßnahmen extrem hoch sind.

Russische Kriegsfinanzierung: Massives Gelddrucken

00:54:09

Russland finanziert den Krieg durch extremes Gelddrucken, da Ölpreise sinken und Einnahmen einbrechen. Die Geldmenge steigt exponentiell, während Reserven und Zugang zu Finanzmärkten begrenzt sind. Provinzen kürzen Boni, und die Schuldenquote von 30% ist irrelevant, da Russland kaum Kredite aufnehmen kann. Dies führt zu Inflationsrisiken und zeigt die prekäre Lage der russischen Wirtschaft trotz propagierter Stabilität.

Wirtschaftliche Krise in Russland

00:58:33

Russlands Wirtschaft zeigt alarmierende Signale mit Produktionsrückgängen von bis zu 48,2%. Experten bezweifeln eine baldige Besserung und verweisen auf mögliche Kapazitätsreduzierungen in der Kriegsproduktion. Ein Staatsbankrott wird als unrealistisch eingeschätzt, da zusätzliche Faktoren wie massiver Geldabfluss aus Banken fehlen. Dennoch bleibt das Risiko eines Systemkollapses bestehen, besonders wenn die Ukraine gezielt Infrastruktur wie Umspannwerke angreift, um die russische Industrie weiter zu schwächen.

Militärische Lage und Drohneneinsatz

01:00:16

Die Ukraine optimiert ihren Drohneneinsatz massiv mit einer Produktion von 6 Millionen Drohnen jährlich. Diese Technologie kompensiert Personal- und Fahrzeugmangel an der Front und verursacht hohe russische Verluste. Russland reagiert mit Kleingruppentaktiken, um Verluste zu minimieren. Dennoch bleibt die Versorgung mit Flugabwehrsystemen kritisch, wie am Beispiel Wuleda zeigt: Trotz erfolgreicher Verteidigung musste der Ort aufgegeben werden, weil keine Gebäude mehr standen.

Chaotische Trump-Selenskyj-Pressekonferenz

01:11:57

Die Pressekonferenz in Florida wird als inhaltlos und repetitiv beschrieben. Trump und Selenskyj wiederholten Floskeln über 'große Fortschritte', ohne konkrete Ergebnisse zu nennen. Bemerkenswert war Selenskyj's übertriebenes Dankesagung an US-Politiker, möglicherweise um Unterstützung zu sichern. Kritik entstand an Trumps Behauptung, Russland habe 2016 nicht in US-Wahlen interferiert – entgegen gesicherter Erkenntnisse. Die Anwesenheit von Jared Kushner und anderen Beratern wurde als problematisch eingestuft.

Sicherheitsgarantien und Verhandlungsblockaden

01:20:18

Russland blockiert effektiv alle Sicherheitsgarantien für die Ukraine durch sein Veto im UN-Sicherheitsrat. Selbst im Istanbul-Abkommen von 2022 war eingebaut, dass Russland als Angreifer die Hilfe blockieren könnte. US-Republikaner werden für ihre Untätigkeit kritisiert, obwohl sie rhetorisch starke Unterstützung signalisieren. Verhandlungen sind derzeit aussichtslos, da Putin keine Kompromisse eingeht und die Ukraine auf NATO-Beitritt verzichten müsste.

Wahlen in der Ukraine und Bevölkerungsumfragen

01:28:15

Wahlen in der Ukraine unter Kriegsbedingungen sind umstritten. Umfragen zeigen, dass Selenskyj trotz Popularitätsverlusten Chancen hätte, aber auch Generäle wie Saluschny oder Budanov populär sind. Die Mehrheit der Ukrainer bevorzugt Verhandlungslösungen, lehnt aber russische Forderungen ab. Besonders im Osten, wo bombardiert wird, ist die Ablehnung Putins hoher als 76%. Die Diskussion zeigt, dass Aufrüstung wichtiger ist als Wahlen, um die Verteidigungsfähigkeit zu erhalten.

Trump's widersprüchliche Kriegsrhetorik

01:31:57

Trump behauptet fälschlich, Kriege wie in Korea oder Rwanda beendet zu haben – teilweise Konflikte, die nie existierten oder早已endet sind. Seine 24-Stunden-Friedens-Versprechen werden als unwirklich entlarvt. Parallelen zu früheren Aussagen über 'fertige Deals' zeigen Muster unrealistischer Ankündigungen. Gleichzeitig instrumentalisiert er die Ukraine-Krise für innenpolitische Kämpfe, was konstruktive Lösungen verhindert.

Technische Pannen und Abschluss

01:41:18

Der Stream erleidet mehrfache technische Ausfälle durch Bluetooth-Treiberprobleme, die den Ton stören. Nach Reparaturversuchen wird die Pressekonferenz weiter analysiert. Kritik entsteht an Trumps wiederholten Falschaussagen über Russlands Wahl-Interferenz 2016 trotz juristisch belegter Beweise. Der Streamer resigniert angesichts der zirkulären Polit-Rhetorik, betont aber den Wert seiner Quellensammlung für Zuschauer.

Analyse der Trump-Selenskyj-Pressekonferenz

01:56:13

In der Diskussion um die Pressekonferenz zwischen Trump und Selenskyj wird die Absurdität der Aussagen kritisiert. Insbesondere Trumps Behauptung, Russland wünsche der Ukraine Erfolg, wird als widersprüchlich bewertet, da gleichzeitig Waffenlieferungen verzögert wurden. Auch die finanziellen Aspekte werden thematisiert: Die realen Ukraine-Hilfen seien weit unter den oft genannten 350 Milliarden Dollar, sondern nur etwa 100 Milliarden gewesen, wobei es sich größtenteils um alte Waren handelte. Zusätzlich wird die Aussage von Trump über Seltene Erden in der Ukraine als unbegründet entlarvt.

Ressourcenverteilung in der Ukraine

01:57:33

Die Diskussion über Lithiumvorkommen in der Ukraine zeigt, dass die tatsächlichen Mengen überschätzt werden. Zwar gibt es Vorkommen, diese sind jedoch weder riesig noch leicht abbaubar. Interessanterweise sind die Lithiumvorkommen in Deutschland sogar besser erreichbar als in der Ukraine. Dies unterstreicht, dass geopolitische Annahmen oft auf falschen Informationen basieren, und es wird kritisiert, dass Trump erneut von falschen Informationen geleitet wurde.

Wechsel zu Rabot und Videoabstimmung

02:08:35

Es folgt eine Diskussion über den Wechsel des Stromanbieters zu Rabot. Ein Wechsel kostet angeblich nichts, da der neue Anbieter die formalen Schritte übernimmt. Die Kosten sind abhängig von der Postleitzahl. Anschließend wird über zukünftige Videoinhalte abgestimmt: Vorgeschlagen werden ein CCC-Jahresrückblick, ein Video über Jugend und Ältere, ein Video über ein gefährliches Kind, ein Moldau-Thema und ein Saschka-Video. Der Chat entscheidet sich für den CCC-Jahresrückblick, obwohl Saschka mehr einzelne Stimmen hatte, aber weniger abstimmbereite Nutzer.

Chaos Computer Club: Repressionen und Bankprobleme

02:18:57

Der Chaos Computer Club (CCC) berichtet von politischen Repressionen. Organisationen wie die Rote Hilfe und die DKP verlieren durch Bankkündigungen (GLS Bank, Sparkasse Göttingen) ihre Handlungsfähigkeit. Dies zeigt die Abhängigkeit von globalen Bankensystemen und SWIFT. Der CCC kritisiert, dass solche Maßnahmen gezielt gegen linke Gruppen eingesetzt werden, und fordert Solidarität. Es wird betont, dass Europa dringend eigene Finanzinfrastrukturen braucht, um von US-amerikanischen Sanktionsmechanismen unabhängig zu werden.

Digitale Souveränität und Open-Source-Forderungen

02:30:09

Die digitale Souveränität wird als dringendes Thema diskutiert. Kritisiert wird die Abhängigkeit von US-Konzernen wie Microsoft und Palantir. Positiv hervorgehoben wird die Open-Source-Initiative OpenDesk als Alternative zu Microsoft Office. Es wird angeregt, schrittweise auf Open-Source-Lösungen zu setzen, um US-Einfluss zu reduzieren. Als Beispiel wird der Internationalen Strafgerichtshof genannt, der nach US-Sanktionen gegen seinen Chefankläger Karim Khan auf Open-Source-Tools umgestiegen ist.

Aufruf zum Wechsel von Big-Tech-Plattformen

02:37:26

Der CCC ruft zum Wechsel von kommerziellen Plattformen zu dezentralen Alternativen auf. Konkret wird empfohlen, am ersten Sonntag im Monat eine Big-Tech-Plattform zu verlassen – etwa von Spotify zu RSS-Playern oder von Instagram zum Fediverse. Es wird betont, dass durch die Mitnutzung alternativer Plattformen der Netzwerkeffekt genutzt werden kann, um mehr Nutzer dorthin zu ziehen. Auch die Finanzierung von umstrittenen Unternehmen wie Spotify oder ICE wird kritisiert. Der Wechsel soll schrittweise erfolgen, um Funktionalität nicht zu verlieren.

Kritik an Chatkontrolle und Vorratsdatenspeicherung

02:42:47

Der Streamer äußert sich äußerst kritisch zu den aktuellen Plänen der EU zur Chatkontrolle und Vorratsdatenspeicherung. Er bezeichnet diese Maßnahmen als sinnlosen Schwachsinn, der keine nachweisbare Verbesserung der Sicherheit bringe, während gleichzeitig bestehende Werkzeuge der Polizei unzureichend ausgebaut werden. Besonders wütend wird er über die wiederkehrende Debatte um Klarnamenspflicht, die er als ebenfalls nutzlos einstuft. Die aktuelle Einigung im Rat sieht ein freiwilliges Scannen von Kommunikation auf Kindesmissbrauchsmaterial vor, was jedoch laut dem Streamer eine Hintertür für weitergehende Überwachung darstellt. Er fordert stattdessen bessere Ressourcen für die Polizei und eine Verbesserung des Datenaustauschs zwischen den Behörden, um Tragödien wie bei Amokläufen zu vermeiden.

Transparenz und Kampf gegen die Chatkontrolle

02:47:59

Die Verhandlungen zur Chatkontrolle (Trilog) finden hinter verschlossenen Türen statt, weshalb der Streamer zu noch mehr kritischer Wachsamkeit und öffentlichem Druck aufruft. Er berichtet von einem erfolgreichen Bürgerprotest mit über 321.900 Unterschriften gegen die Chatkontrolle, der mediale Beachtung fand. Ein zentrales Anliegen ist der Schutz der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vor Hintertüren. Er warnt davor, dass das scheinbar freiwillige Scannen durch eine intransparente Risikokategorisierung zur Pflicht werden könnte. Zudem kritisiert er, dass die EU trotz ablehnender Urteile des EuGH immer wieder versucht, solche Überwachungsgesetze durchzusetzen, da politische Konsequenzen aus solchen Versuchen bislang ausbleiben.

Gefahren der Altersverifikation und Risiken für Open Source

02:54:39

Altersverifikationssysteme werden als großer Datensammler und Sicherheitsrisiko kritisiert. Der Streamer verweist auf Dienste wie 'KWS', die sensible Daten wie Ausweiskopien oder Kreditkarteninformationen sammeln und weiterleiten. Solche Systeme seien anfällig für Identitätsdiebstahl und Tracking, wie bereits in mehreren Sicherheitsvorfällen nachgewiesen wurde. Besonders besorgniserregend ist die Auswirkung auf Open-Source-Software, da die Anforderung an zentrale Verifizierungsmechanismen mit der dezentralen Natur von Open Source kollidiert. Er betont, dass Open-Source-Projekte nicht per se unsicherer seien und ihre Transparenz sogar Vorteile bei der Sicherheit bieten kann.

Neue Überwachungspläne und Polizeigesetze

03:03:26

Die EU-Kommission plant laut dem Streamer einen neuen 'Überwachungsfahrplan', der die Vorratsdatenspeicherung wiederbelebt und neue Abhörschnittstellen schaffen soll. Auch in Deutschland wird die Vorratsdatenspeicherung aktuell wieder diskutiert und ein Gesetzentwurf fordert eine dreimonatige Speicherung von IP-Adressen und Portnummern. Der Streamer kritisiert die falsche Interpretation eines EuGH-Urteils, das die Speicherung nur unter strengen Auflagen und nicht pauschal erlaubt. Parallel dazu werden in mehreren Bundesländern, angeführt von Berlin, neue Polizeigesetze mit massiven Erweiterungen der Überwachungsbefugnisse (biometrische Abgleiche, KI-Überwachung, Funkzellenauswertung) vorangetrieben.

Kritik an Politikern und der GdP

03:14:16

Der Streamer übt scharfe Kritik an Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und dessen Plänen für automatisierte Datenanalyse, wobei die Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Palantir befürchtet wird. Auch Cem Özdemir (Grüne) wird für seine Forderung nach mehr KI-Überwachung im öffentlichen Raum kritisiert. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) wird als ständige Befürworterin von Grundrechtseingriffen dargestellt, die nach jedem Vorfall neue Überwachungsmaßnahmen fordert. Als absurdes Beispiel wird ein neues Berliner Sicherheitsgesetz (ASOG) angeführt, das biometrische Überwachung und KI-Einsatz vorsieht, während die technische Umsetzbarkeit fragwürdig bleibt.

Scheitern der KI-Überwachung in Hamburg

03:26:59

Ein von der Polizei Hamburg getestetes KI-Modell zur Überwachung am Hansaplatz wurde grandios evaluiert. Es fehlten klare Definitionen von strafbarem Verhalten, wie etwa die Unterscheidung zwischen Schlägereien und Umarmungen. Die Dokumentation der Testergebnisse war unvollständig, Falsch-Positiv- und Falsch-Negativ-Raten wurden nicht erfasst. Trotz fehlgender Daten behauptete die Polizei, 15.000 Straftaten verhindert zu haben, doch die Transparenz blieb aus – selbst der Datenschutzbeauftragte wurde nicht frühzeitig informiert. Dies verdeutlicht ein grundsätzliches Problem: Überwachungstechnologien werden ohne öffentliche Kontrolle und Evaluation eingesetzt, was die Bürgerrechte gefährdet.

CCC-Stellungnahme zu Staatstrojanern und Cloud-Services

03:34:20

Der Chaos Computer Club (CCC) erstellte eine technische Stellungnahme für das Bundesverfassungsgericht zum Staatstrojaner-Einsatz und Cloud-Services. Der Fokus lag auf der Praxis, wie Cloud-Dienste technisch umgesetzt sind und welche Risiken durch US-dominierte Anbieter entstehen. Kritisch wurde angemerkt, dass Transportverschlüsselung oft nicht ausreicht und Ermittler leichter auf Daten zugreifen können. Der CCC betonte die Abhängigkeit von ausländischen Konzernen und fordert europäische Alternativen. Trotz früherer Warnungen zum Hacken von Systemen bleibt die rechtliche Lage unklar, sodass verdeckte Installation von Staatstrojanern in einigen Bundesländern legal ist.

Kritik am EU-Omnibus-Gesetz

03:41:40

Das EU-Omnibus-Gesetz verschiebt den AI Act und schwächt digitale Grundrechte unter dem Deckmantel von 'Innovation' und Bürokratieabbau. Es droht eine Deregulierung, die Tech-Konzernen mehr Macht über Nutzerdaten einräumt. Dieser Rüstungswettlauf um weniger Regeln gefährdet den Schutz der Privatsphäre und fördert US-Technologien statt europäischer Lösungen. Die Diskussion wird von Medien kaum vertieft, obwohl sie fundamentale Auswirkungen auf Datenschutz und digitale Souveränität hat. Die EU-Kommission fördert mit unkritischer PR unrealistische KI-Ziele, während Ressourcenverbrauch und Umweltauswirkungen ignoriert werden.

Palantir-Debatte und Datenhoheit

03:46:50

Palantir steht im Fokus der Sicherheitsdebatte, da der US-Konzern von der Trump-Regierung zu Kooperationsänderungen gezwungen werden könnte – ein Risiko für deutsche Polizeibehörden, die die Software nutzen. Der CCC kritisiert die intransparente PR und die Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter, der trotz hoher Kosten technisch nur 'veraltete' Datenanalyse bietet. Zentral ist die Frage der Datenhoheit: Die Automatisierung von Rasterfahndungen durch Palantir durchleuchtet Millionen Unbeteiligter. Die Lösung liegt nicht in US-Software, sondern in verbesserten behördeninternen Netzwerken und europäischen Alternativen.

EU-KI-Rhetorik vs. Realität

03:54:17

Politiker wie Ursula von der Leyen fördern mit unrealistischen Versprechen eine 'KI-Nation', doch die Realität holt nicht. Von der Leyens Behauptung, 2026 entstehe eine AGI, die menschlicher Intelligenz nahekomme, wurde von 72 Wissenschaftlern als PR-Bluff entlarvt. Gleichzeitig ignoriert die EU den enormen Ressourcenverbrauch von Rechenzentren und den Widerspruch zwischen massivem KI-Ausbau und gebremstem Netzausbau. Statt sinnvolle Spezialanwendungen zu fördern, verfolgt Europa unrealistische Ziele, während Daten und Kompetenzen an US-Konzerne verloren gehen.

Elektronische Patientenakte: Sicherheitslücken und intransparente Prüfung

04:07:29

Ein Gutachten des Fraunhofer SIT zur elektronischen Patientenakte (EPA) wurde als 'sicher' bezeichnet, doch die Prüfungsmethode war fragwürdig: Statt manuell 92 Seiten Dokumentation zu lesen, trainierte das Team ein KI-Modell namens 'Gematik-GPT', um Anforderungen zu analysieren. Dies wirft Fragen zur Gründlichkeit der Sicherheitsprüfung auf. Der Chaos Computer Club kritisierte die Intransparenz – eine IFG-Anfrage auf Zugang zum KI-Modell wurde abgelehnt. Die EPA bleibt problematisch: Bundesrepublik und Gematik haben unklare Kontrollstrukturen, und kritische Stimmen werden nicht gehört.

Kritik an der elektronischen Patientenakte (EPA)

04:10:02

Der Chaos Computer Club kritisiert die Umsetzung der EPA durch die Gematik. Trotz existierender Technik wie Smartcards und Zwei-Faktor-Authentifizierung setzt die Gematik auf ein unsicheres System, das persönliche Daten wie Versicherungsnummern und Adressen kombiniert. Als 'Fix' wurde ein Hash-Wert aus Versicherungsbeginn und Wohnadresse eingeführt, was aus Sicherheitssicht fragwürdig ist. Die Entscheidung, auf etablierte Sicherheitsstandards zu verzichten, wird als grob fahrlässig bewertet.

CCC-Statistiken und Mitgliederentwicklung

04:24:07

Der CCC präsentiert interne Daten: Mit rund 8.600 Mitgliedern werden jährlich über 36.000 E-Mails verschickt (durchschnittlich 4,3 pro Mitglied). Auffällig sind häufige Probleme mit fehlerhaften Verwendungszwecken bei Überweisungen und technischen PGP-Schlüsseln. Trotz hoher Neumitgliederzahlen gibt es auch Austritte, wobei die Mitgliederkurve nach COVID-19 noch nicht das Vor-Pandemie-Niveau erreicht hat.

Verzögerungen bei der Datenschleuder und Projekten

04:30:11

Die Ausgabe der Datenschleuder verzögert sich aufgrund technischer Umstellungen und der Veröffentlichung der 'Hackbibel'. Diese als Magazin konzipierte Publikation vermittelt Grundwissen über IT-Sicherheitsthemen. Ein Vereinstisch im C3 NAV bietet alte Datenschleuder-Exemplare und die Hackbibel gegen Spende an. Für 2025 ist eine neue Datenschleuder-Ausgabe geplant.

Unterstützung für Epicenter Works und rechtliche Aktivitäten

04:32:30

Der CCC spendet 15.000 Euro an den österreichischen Verein Epicenter Works für dessen EU-weite Arbeit an IT-Sicherheit und Datenschutz. Zu den juristischen Aktivitäten gehören die Meldung einer SQL-Injection-Lücke im Juris-System des Bundesgerichtshofs und die Unterstützung von Hackern im NEWAG-Fall (Zugmanipulation). Für Letztere wurden durch Spenden 31.000 Euro Prozesskostenhilfe gesammelt.

Klagen gegen Behörden und Datenschutzverletzungen

04:44:50

Der CCC verklagt das BKA, weil es Millionen Gesichtsbilder an Fraunhofer zur Testung von Gesichtserkennung weitergab – darunter auch von Unschuldigen. Zudem wurde die Nutzung der Gesichtserkennungssoftware PimEyes durch das hessische LKA ohne Aufsicht des Datenschutzbeauftragten aufgedeckt. Kritik wird am mangelnden Monitoring durch Datenschutzbehörden geübt, da solche Tools über Jahre ohne Kontrolle eingesetzt werden können.

Unvereinbarkeitserklärung gegen Rechtsextremismus

04:49:37

Der CCC hat seine Unvereinbarkeitserklärung aktualisiert und klar gegen rechte Ideologien positioniert. Die Satzung verbietet nun implizit Mitgliedschaften in Parteien, die auf Chauvinismus oder Nationalismus basieren – ein deutliches Signal gegen die AfD. Die Satzungsänderung wurde einstimmig auf der Mitgliederversammlung beschlossen und ersetzt eine veraltete Fassung von vor 20 Jahren.

Ausblick und Verabschiedung

04:53:46

Der Stream endet mit einem Rückblick auf das Jahr und einem Ausblick auf anstehende Vorträge, darunter ein EPA-Themenbeitrag und 'Security Nightmares'. Es wird humorvoll auf die Community eingegangen und auf ein separates YouTube-Video verwiesen. Der Streamer verabschiedet sich mit Hinweisen auf weitere Events und betont die Bedeutung von Kritikfähigkeit und demokratischen Werten.