Heute Kunst und Plausch mit @volane !kofi

Kreativer Austausch und tiefgründige Gespräche

Transkription

Es wurde ein umfassender Dialog aufgezeichnet, der sich von kreativen Themen bis zu tiefgründigen gesellschaftlichen Fragen erstreckte. Der Fokus lag auf einem gemeinsamen kreativen Austausch. Dabei wurde im Rahmen eines Gesprächs ein Porträt gezeichnet. Ebenfalls wurde über die Verantwortung in der Öffentlichkeit und die Kritik an gesellschaftlichen Normen diskutiert.

Just Chatting
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Just Chatting

Begrüßung und Einführung in den Morgen-Stream

00:04:21

Der Stream beginnt mit einer persönlichen Begrüßung des Publikums und einer überaus positiven Stimmung. Die Streamerin teilt ihre Freude über den geplanten Co-Stream mit @volane mit, der im Rahmen des Formats "Kunst und Plausch" stattfinden wird. Es wird thematisiert, dass es ein spontaner, entspannter Tag im Homeoffice ist und der Fokus auf einem kreativen Austausch und gemütlichem Plauschen liegen soll. Dabei wird erwähnt, dass @volane feministische Inhalte schaffen wird und während des Streams zeichnen wird, während sie sich über Gott und die Welt unterhalten.

Winterfrust und Sehnsucht nach Frühling

00:07:25

Ein zentrales Thema ist die allgemeine Müdigkeit und das fast endgültige Abschreiben des Winters, was sich in persönlichen Erlebnissen wie der Winterdepression der Streamerin und der Unzufriedenheit mit den extrem kalten Temperaturen widerspiegelt. Sie drückt ihre Sehnsucht nach wärmerem Wetter und mehr ausgiebigen Sonnenstrahlen aus, da sie sich für die letzten Kältetage kaum mehr motivieren kann. Dieser Abschnitt schwingt eine generelle Stimmung der Erleichterung mit, da der Winter nun vorbei zu sein scheint und die Vorfreude auf den Frühling und das damit verbundene Lebensgefühl stark ist.

Technische Vorbereitung des Co-Streams

00:17:44

Der Fokus verschiebt sich auf die technischen Aspekte der bevorstehenden Zusammenarbeit mit @volane. Nach anfänglicher Missverständlichkeit, ob der Stream physisch gemeinsam im selben Raum stattfinden würde, klärt sich, dass es sich um einen remote Co-Stream über die Twitch-Funktion 'Stream Together' handelt. Die Streamerin berichtet von den Herausforderungen, wie zum Beispiel das korrekte Einstellen der Mikrofone, um eine gute Tonqualität zu gewährleisten, und den Bemühungen, die Szene so zu gestalten, dass beide gut sichtbar und präsent sind.

Portrait und Arbeitsweise von @volane

00:32:09

Nachdem @volane im Stream begrüßt wurde, beginnt ein intensiver Austausch über ihre Kunst, ihren Content und ihre persönliche Arbeitsweise. Es wird hervorgehoben, dass ihre Kunst einen feministischen und politischen Fokus hat, der immer mit Einordnungen und Kommentaren kombiniert wird. Zudem wird ihre Fähigkeit, in Interviews und Gesprächen wohlwollend und neutral mit Menschen verschiedener Meinungen umzugehen, gelobt. Die Streamerin schätzt ihren professionellen und doch zugänglichen Stil, der eine Macht- und Respektvolle Kommunikation im Fokus hat.

Reflexion über die Macht und Wirkung von Streamern

00:41:21

Ein tiefgründiger und persönlicher Teil des Gesprächs widmet sich der Verantwortung, die als Streamer mit der eigenen Reichweite und dem Einfluss auf das Publikum verbunden ist. Die Streamerin reflektiert über Veränderungen in ihrem eigenen Verhalten über die Jahre hinweg, da sie erkannt hat, dass unbedachte Worte oder Kommentare im Stream negative Auswirkungen auf Zuschauer haben können. Sie betont die Machtposition, die sie als Streamerin gegenüber Chat-Nachrichten innehat, und beschreibt, warum sie heute sehr viel bewusster und respektvoller kommuniziert.

Gemeinsamer kreativer Prozess: Live-Malaktion

00:43:22

Der Kern des Streams ist ein interaktives und kreatives Element, bei dem die Streamerin für @volane live ein Bild malt. @volane teilt daraufhin eine persönliche Anekdote, die als Inspiration dient: eine Freundschaft, die auf einem Missverständnis über deren Tätigkeit in der Seenotrettung beruhte. Dies führt zu einem humorvollen Joke in der Community rund um "Seerobbenrettung". Der Prozess selbst wird als besondere Form der verbalen und kreativen Begleitung eines Gesprächs beschrieben, bei der die Streamerin während des Redens skizziert und die Wünsche des Gegenübers in ein Kunstwerk umsetzt.

Seerobben-Projekt und Ethik der Spendenakquise

00:50:26

Die Community entwickelte spontan eine starke Verbindung zu einem Seerobben-Motiv, das als Symbol für die Seenotrettung dient. Die Streamerin betonte, dass sie erst eine Absprache mit der NGO sucht, um mögliche Missverständnisse bei Spendern zu vermeiden, die fälschlicherweise von einer Spendenaktion für Robben statt für Menschen ausgehen könnten. Dennoch wurde das Motiv als süßes Maskottchen akzeptiert, und es wurde sogar überlegt, es in Projektpapierboote zu integrieren.

Selbstverständnis zwischen Aktivismus und Journalismus

00:52:12

Auf die Frage, ob sie sich als Aktivistin bezeichne, lehnte sie das ab. Sie merkte an, dass ihr Umfeld in Berlin sehr politisch sei und sie oft an Demos teilnehme, was sie aber als „aktivistisch tätig“ umschreibe, da sie den Begriff „Aktivistin“ für sich selbst als zu mächtig und anspruchsvoll empfinde. Der Begriff sei ihr zu groß und sie würde es als unangemessen ansehen, sich selbst zu labeln, da dies die tatsächliche, eher journalistische und bewusstseinsschaffende Arbeit nicht treffend widerspiegelt.

Kritik an Etikettierung und Rollenklischees

00:53:40

Sie sprach sich vehement gegen das Einordnen in Schubladen aus und erzählte, dass sie oft als „Hardcore-Feministin“ bezeichnet werde, was sie als problematisch ansieht. Sie kritisierte, dass Begriffe wie „radikaler Feminismus“ missbraucht werden, um feministische Positionen abzuwerten, und dass solche Labels der Komplexität der Themen nicht gerecht werden und statt einer rationalen Diskussion zu einer Radikalisierung führen können. Sie betonte, dass sie Feminismus praktiziere, aber nicht jede Bewegung mittragen wolle.

Reflexion über Elternschaft und gesellschaftliche Normen

00:59:48

Die Streamerin beschrieb Elternschaft als die größte Verantwortung und das „krasseste, was es gibt“, was sie sich selbst aber nie zutrauen würde. Sie kritisierte, dass in unserer Gesellschaft die Geburt und Elternschaft oft als etwas Normales und Selbstverständliches abgetan werden, während die damit verbundenen physischen und psychischen Belastungen der Frauen unter den patriarchalen Strukturen systematisch ausgeblendet und abgewertet werden. Sie vertrat die Ansicht, dass dies aus falschem Stolz resultiert und bedauert, dass das Muttersein weniger gefeiert wird als das Vatersein.

Medienkompetenz und offener Umgang mit Social Media

01:07:25

Sie plädiert für einen offenen und leitenden Umgang ihrer Kinder mit Medien. Sie gibt ihnen Handys, verbietet ihnen aber den Zugriff auf Social Media, da sie die Gefahren und den Reifegrad der Kinder besser einschätzen können. Ihr Ansatz ist es, Medienkompetenz frühzeitig zu vermitteln und sie in einem kontrollierten Raum mit den Inhalten vertraut zu machen, anstatt sie mit einem Verbot zu konfrontieren, das ihrer Meinung nach neue, unkontrollierbare Problembereiche schaffen würde.

Wert von Selbstbestimmung und Bauchgefühl

01:18:41

Ein zentrales Anliegen ist ihr die Erziehung zu einem starken Selbstwertgefühl bei ihren Kindern. Sie erzählte, wie sie es ablehnt, sie in Situationen zu zwingen, in denen sie sich nicht wohlfühlen, wie zum Beispiel bei Schulaufführungen. Dies entspringt ihrem eigenen Erfahrungshintergrund, in dem sie lernte, ihr Bauchgefühl zu ignorieren. Sie ist überzeugt, dass Kinder nur lernen können, Grenzen zu setzen, wenn sie dabei unterstützt werden und ihre Gefühle ernst genommen werden.

Kritik an Social-Media-Verboten als Symbolpolitik

01:29:01

Sie kritisierte die Pläne für ein allgemeines Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige scharf. Ihrer Ansicht nach ist eine solche Maßnahme unverhältnismäßig, da sie eine Klarnamenpflicht mit sich ziehen würde und für viele marginalisierte Gruppen und Whistleblower eine enorme Gefahr darstellt. Sie sieht darin eine bequeme Symbolpolitik, die es der Regierung ermöglicht, sich der eigentlichen Aufgabe zu entziehen: die Bildungssysteme zu reformieren und den Plattformen mehr Verantwortung aufzuerlegen.

Kritik an KI und Plattformkontrolle

01:34:02

Es werden Kritikpunkte an KI-Anwendungen, speziell von Elon Musk, und die Verantwortung von Plattformen im Kontext von Kinderschutz angesprochen. Der Streamer äußert, dass es absurd sei, dass man darüber diskutieren müsse, ob es in Ordnung sei, Kinder mittels KI auf Plattformen zu präsentieren. Musk werde dafür kritisiert, Kinder mit seinem Werkzeug auszunutzen, was er selbst als cool empfinde. Die Kontrolle solle primär durch die EU-Kommission erfolgen, nicht durch die Eltern allein.

Kindgerechte Social-Media-Alternativen

01:34:24

Es wird eine positive Lösung für den kindgerechten Umgang mit sozialen Medien vorgestellt. Die Freundin des Streamers nutzt ein kinderspezifisches Instagram-Profil für ihr zwölfjähriges Kind. Diese Plattform erlaubt das Hochladen nur von selbst gemalten Avataren und bietet keine Kommentarfunktion oder private Nachrichten. Die Interaktion ist auf positives Liken beschränkt, wodurch negativer Druck vermieden wird. Die Möglichkeit, Umgang mit Social Media beizubringen, ohne direkt die Plattform zu nutzen, wird als positiv bewertet.

Einfluss von TikTok und YouTube

01:35:32

Der Streamer teilt seine Erfahrungen mit verschiedenen Social-Media-Plattformen. Er empfindet TikTok als botverseucht und beängstigend, besonders in Hinblick auf mögliche Beeinflussungen von Wahlen. Das Scrolling fühlt sich dumm machend an und führt dazu, dass er sich regelmäßig von der Plattform abwendet. YouTube hingegen nutzt er primär für Kunstinhalte, was ihm als Arbeitsurlaub dient, da die Kommentare als weniger schlimm empfunden werden und die Reichweite geringer ist.

KI-Erkennung und die Entlarvung von Fakes

01:39:49

Die Fähigkeit, KI-generierte Inhalte zu erkennen, wird als zunehmend schwierig beschrieben. Der Streamer gibt an, früher durch KI-typische Merkmale wie eine perlmuttartige Haut Fakes erkannt zu haben, scheitert jedoch an Beispielen wie KI-generierten Tierrettungsvideos. Dadurch fühlt er sich verunsichert und gibt an, sich nun gezielt von KI-Aufklärungskanälen fortzubilden. Die Verbreitung von Fakes, besonders im politischen Kontext, wird als riesiges und beängstigendes Thema für die Zukunft identifiziert.

Parasoziale Beziehungen und ihre Risiken

01:51:18

Es werden die Mechanismen von parasozialen Beziehungen analysiert. Der Streamer beschreibt, wie Streamer und Zuschauer eine Art Freundschaft inszenieren, obwohl keine persönliche Ebene besteht. Dies führt dazu, dass Zuschäumer sich berechtigt fühlen, dem Streamer ihr Leben anzuvertrauen oder auf ihn Druck auszuüben. Extremfälle sind Anrufe auf der Geschäftsnummer mit persönlichen Krisen oder sogar Andeutungen von Suizid, was er konsequent ablehnt und auf professionelle Hilfsangebote verweist.

Grenzen des Publikums-Feedbacks

01:57:50

Es werden die Grenzen zwischen Zuschauerfeedback und unangebrachter Einmischung thematisiert. Der Streamer berichtet von Zuschauern, die die Überzeugung haben, Einfluss auf seinen Content nehmen zu dürfen. Sie fordern Themenwechsel oder kritisieren den Stil. Dieses Verhalten interpretiert er als Machtmissbrauch durch die Zuschauer und betont, dass er als Künstler frei entscheiden müsse, was er tut und wie er es darstellt. Er lehnt es ab, sich von der Erwartungshaltung der Community leiten zu lassen.

Zufriedenheit mit dem Berufsweg

02:05:17

Der Streamer äußert seine große Zufriedenheit mit seinem aktuellen Berufsweg und seiner beruflichen Identität. Nach gescheiterten Versuchen als Schulsekretärin und Illustrator für Kinderbücher hat er einen Weg gefunden, der ihm künstlerische Freiheit gibt. Er empfindet es als Privileg, sich täglich vier bis fünf Stunden mit seinen Themen beschäftigen zu können. Seine Arbeit erfüllt ihn, und er fühlt sich glücklich und in seiner Arbeit verankert.

Kunststudium und der eigene Weg

02:10:46

Es wird der unkonventionelle Weg zur Kunst ohne formelles Studium beschrieben. Der Streamer brach ein Grafikdesign-Studium an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach nach nur sechs Wochen wieder ab, da die Arbeitsaufträge und die Atmosphäre nicht zu seiner kreativen Vorstellung passten. Er lehnte es ab, die Kunst anderer zu kopieren. Stattdessen nutzte er die Zeit, um sich eigenständig weiterzubilden und entwickelte seinen eigenen, sehr persönlichen Stil.

Kritik am Kunststudium und persönliche Erfahrungen

02:16:10

Die Anfänge des Streams konzentrieren sich auf eine kritische Betrachtung des traditionellen Kunststudiums. Die Kritik zielt darauf ab, dass künstlerische Identität durch Lehrer, die ihren eigenen Stil als Standard vorgeben, untergraben wird. Viele Lehrer könnten nur nach ihrem eigenen Gusto beurteilen, was dazu führe, dass Schüler Kopien statt Eigenkreativität produzierten. Die persönliche Erfahrung mit einem Marketingstudium an der Fresenius-Hochschule wird als Beispiel angeführt, wo das Verlangen nach spezifischem Wissen ohne formellen Abschluss auf institutionelle Unflexibilität stieß.

Schulzeit und Umgang mit Mobbing

02:19:44

Das Thema wechselt zur persönlichen Schulzeit, die als nicht prägend und eher existierend beschrieben wird. Es gibt keine positiven Erinnerungen und eine geringe Identifikation mit dieser Zeit. Berichte über Mobbing-Erfahrungen werden geschildert, wobei die Erkenntung und das Verständnis für Mobbing erst im Nachhinein erfolgte. Einprägsame Momente wie anzügliche Kommentare über die eigene Person werden erwähnt, sowie die passive Rolle bei der Mobbing einer Mitschülerin, was im Nachhinein bereut wird.

Elternschaft und Umgang mit Konflikten in der Schule

02:24:24

Der Fokus liegt auf der aktuellen Rolle als Mutter und der Haltung gegenüber Konflikten in der Schulzeit der eigenen Kinder. Wichtig ist die Erziehung von Selbstliebe und Mut, um für sich und andere einzustehen. Die Strategie besteht darin, als Partner und nicht als Konfliktverhinderer aufzutreten, um den Kindern Sicherheit zu geben. Die Betonung liegt auf einer offenen Kommunikation und der Unterstützung der Kinder, sodass sie sich trauen, Bedenken zu äußern und sich nicht allein gelassen fühlen.

Routinen und das Leben auf dem Land

02:32:04

Der Streamer spricht über persönliche Routinen, insbesondere die Morgenroutine mit den Hunden, die als sehr bedeutend beschrieben wird. Diese Routine, das Gassi-Gehen in der frühen Stunde, wird als notwendiger Ausgleich und Quelle von Freude und Frieden dargestellt. Das Leben auf dem Land bietet dabei besondere Erlebnisse, wie Begegnungen mit Rehen und anderen Gassi-Gehern, und schafft eine vertraute und friedliche Atmosphäre, die im Alltag sehr geschätzt wird.

Die Adoption von Tierschutzhunden

02:39:43

Ein zentraler Punkt ist die tiefgreifende Freude und Verantwortung, die aus der Adoption von Tierschutzhunden entspringt. Die Geschichte der Hunde Gisela und Mathilda wird als Beispiel für die besondere Verbindung und Dankbarkeit solcher Tiere erzählt. Die damit verbundenen Herausforderungen, wie die Überwindung von Ängsten und die notwendige Geduld bei der Eingewöhnung, werden ehrlich beschrieben und zeigen den enormen Aufwand, aber auch die enorme Belohnung.

Kunstwerke, Preise und Einrichtungsideen

02:46:56

Die Streamer gibt Einblicke in ihre eigenen Kunstwerke und deren Platzierung im Studio. Die Kosten für Originalkunstwerke beginnen bei 1.500 Euro und richten sich nach der Größe. Um die Kunst für mehr Menschen zugänglich zu machen, werden auch Abzüge für 99 Euro angeboten. Die Begeisterung für bestimmte Kunststile, wie Wimmelbilder, wird geteilt und die Freude an der Einrichtung von Räumen mit persönlich ausgewählten Stücken hervorgehoben.

Persönliche Vorlieben und Abneigungen im Alltag

02:50:44

Auf persönliche Vorlieben und Abneigungen wird eingegangen, was die Beziehung zur Community vertiefen soll. So wird eine tiefe Abneigung gegen Kekse und Plätzchen geäußert, während eine Vorliebe für trockenes Brot als Snack besteht. Diese persönlichen Details schaffen eine vertrauliche Atmosphäre und zeigen, dass trotz Unterschieden eine gemeinsame Basis für Austausch besteht.

Kunst als Lebensinhalt und finanzielle Prioritäten

02:57:10

Die Streamer reflektiert über den Stellenwert von Kunst in ihrem Leben und stellt diesem das traditionelle Streben nach Eigentum wie einem Haus gegenüber. Die Kunst wird als primäre Möglichkeit, überschüssiges Geld sinnvoll einzusetzen, angesehen. Sie betont die Wertschätzung für andere Künstler und die Unterstützung der Community, was zeigt, dass Kunst für sie mehr als nur ein kommerzielles Produkt, sondern ein Ausdruck von Lebenshaltung ist.

Berliner Lebensgefühl versus Ländlicher Ruhe

02:59:23

Das Gespräch dreht sich um die Unterschiede zwischen dem städtischen Leben in Berlin und der ländlichen Ruhe in Brandenburg. Der Streamer beschreibt seine Lebensrealität mit einem Studio in Berlin und einem Zuhause auf dem Land. Er lebt drei Tage pro Woche in der Stadt und den Rest in Brandenburg. Dabei betont er seine Vorliebe für das Dorfleben, auch wenn die politische Ansicht der Nachbarschaft mit etwa 40 Prozent AfD-Wählerschaft für ihn eine interessante und manchmal anstrengende Herausforderung darstellt. Sein Aufenthalt in Berlin wird als geprägt von den linken Öko-Vierteln beschrieben, in denen er sich wohlfühlt.

Erfahrungen mit Berlin und persönliche Erlebnisse

03:00:56

Eine persönliche Anekdote aus einem Berliner Hotel gegenüber dem Zoopalast wird geteilt. Der Streamer schildert die Anspannung durch die laute und helle Umgebung, die ihn zur Flucht bewegte. Trotz des Stressfaktors Events liebt er Momente, in denen er im Zentrum des Geschehens steht, wie während eines Aufenthalts auf dem roten Teppich bei einer Filmpremiere, die für Sony stattfand. Der Streamer beschreibt seine Abneigung gegen gesellschaftliche Veranstaltungen am Abend und zieht es vor, sich in einem Hotelzimmer zurückzuziehen, um Kraft zu tanken und sich selbst den nötigen Atemraum zu verschaffen.

Unerwarteter Raid und Systemkritik

03:03:35

Ein unerwarteter Raid vom offiziellen Twitch-Account der Polizei Hannover wird im Stream erwähnt. Dies führt zu einer Diskussion über die Rolle der Polizei und die Unterscheidung zwischen Systemkritik und Kritik an einzelnen Polizistinnen und Polizisten. Der Streamer betont, dass die Polizei für ihre Kritiker da sein sollte, und thematisiert dabei auch schwere historische Vorfälle wie den Tod von Uri Jelloh und das Attentat von Hanau, zu dem der Streamer aufgrund seiner eigenen Kindheit und sportlichen Vergangenheit eine persönliche Verbindung hat. Er erzählt von Erinnerungen an die Stadt und hebt das Ziel hervor, neben den schreckigen Ereignissen auch die schönen Seiten einer Stadt zu zeigen.

Beruflicher Werdegang und Arbeitsalltag

03:10:51

Der berufliche Werdegang des Streamers wird beleuchtet. Er berichtet, dass er ursprünglich Physiotherapeut war und später im Marketing für Amazon arbeitete. Diese Erfahrungen, insbesondere im Bereich Storytelling, haben seine heutige Arbeit als Influencerin geprägt. Sein heutiger Alltag als selbstständige Künstlerin ist stark an die Termine seiner Kinder gebunden. Er arbeitet je nach Bedarf und versucht, einen strukturierten Tagesablauf mit festen Arbeitszeiten zu haben, um sich abends bewusst eine Auszeit auf der Couch zu gönnen. Dies unterstreicht seinen Anspruch, eine klare Trennung zwischen Arbeit und Privatem zu wahren.

Kritik an Influencer-Marketing und Sponsoring

03:12:33

Das Gespräch thematisiert die Zukunft des Influencer-Marketings. Der Streamer äußert die Hoffnung, dass die aktuelle Form, die durch eine große Menge an Werbeplatzierungen gekennzeichnet ist, sich in den nächsten fünf bis zehn Jahren fundamental verändern wird. Er plädiert für eine Rückkehr zu authentischeren Formen wie klassischen Markenbotschaftern. Sich selbst sieht er dabei bewusst nicht von Sponsoren abhängig, um seine Unabhängigkeit und die Echtheit seiner Meinung zu wahren. Er erzählt von einer Ausnahme bei einer Kooperation mit einer Buchhaltungssoftware, bei der er nur auf Nachfrage seine Erfahrungen teilt, und erwähnt politische Sponsoring-Projekte wie mit Ben & Jerry's für die Seenotrettung, die er als gelungene Form der Zusammenarbeit empfindet.

Zusammenarbeit und Live-Auftritte

03:28:10

Eine bevorstehende Kooperation wird angekündigt. Gemeinsam mit Sebastian23 plant der Streamer Live-Auftritte auf Bühnen in Frankfurt und Bochum. Dort werden sie Gespräche führen, die auf eine Wand projiziert werden, und ein YouTube-Video präsentieren, bei dem Sebastian einen Text schreibt und der Streamer ein Bild dazu malt. Der Streamer drückt seine große Vorfreude aus, wieder auf einer Bühne zu stehen, da er es als spannende Möglichkeit sieht, direkt mit dem Publikum zu interagieren. Er betont, dass diese Auftritte Pilotprojekte sind, die hoffentlich zu weiteren führen und ihm die Möglichkeit geben, seine kreative und activistische Arbeit einem breiteren Publikum zu präsentieren.

Abschied und Vorfreude auf zukünftige Streams

03:33:52

Der Stream endet mit einer persönlichen Note. Der Streamer bedankt sich für das wundervolle Gespräch und die gemeinsame Zeit. Er signalisiert, dass die Kooperation jederzeit wiederholt werden kann und plant, eine Sammlung der entstandenen Bilder für eine spätere Auktion für einen guten Zweck aufzubewahren. Beide sind sich einig, dass es ein schönes Treffen war. Vor dem endgültigen Abschied wird noch der Hund namens Gabi erwähnt, der den Stream begleitete. Der Streamer schließt mit einem freundlichen Gruß an den Chat und überbrüchte persönliche Grüße an weitere im Stream genannte Personen wie Knirps, der sich auf Mallorca befindet.

Vorschau auf den Special-Stream und Stream-Ende

03:43:47

Bevor der Stream offiziell beendet wird, gibt es einen Ausblick auf den nächsten Termin am Montag. Ein Special-Stream ist anberaumt, der sich mit dem Thema Trans-Elternschaft befassen wird. Ein zwölfjähriger Junge namens Lennox wird um 15 Uhr seinen eigenen Fall präsentieren, da er Deutschland wegen mangelnder Anerkennung seiner geschlechtlichen Identität verklagt hat. Der Streamer bittet das Publikum, die Ankündigung auf Instagram zu liken und zu hypen, um die politische Botschaft zu unterstützen. Mit der Ankündigung dieses wichtigen Themas endet der Stream, gefolgt vom Abschiedsgruß des Streamers.