Forschungsschiff abholen mit Greenpeace in Norway !arctic

Greenpeace dokumentiert Artenvielfalt in Tiefsee

Eine Greenpeace-Expedition in das Banana Hole zwischen Norwegen und Grönland hat faszinierende Entdeckungen gebracht. Wissenschaftler nutzten den Tiefsee-Roboter Holly, der bis zu 3.000 Meter tief tauchen kann, um Proben zu sammeln. Dabei wurden sowohl bekannte als auch wahrscheinlich neue Arten dokumentiert. Die Ergebnisse sollen politische Entscheidungen zum Schutz der Tiefsee beeinflussen, wo Norwegen Bergbaupläne verfolgt.

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Start des Livestreams

00:00:02

Der Stream wird mit technischen Vorbereitungen und Begrüßungen der Zuschauer gestartet. Streamer freiraumreh richtet sich gerade ein und begrüßt das Publikum, erwähnt die Kuro und dass sie das 'beste Team' sei. Sie erwähnt, dass sie noch etwas Zeit hat, um sich einzurichten, und dass der Wetterbericht Regen ankündigt, der Beginn der Tour aber um 11 Uhr geplant ist. Bevor es mit der Tour losgeht, gibt es erste Blicke auf das Schiff und die Umgebung.

Vorstellung des Tiefseeroboters Holly

00:02:19

Ein Highlight der Tour ist der Roboter Holly, der an einer Kabeltrommel hängt und 3000 Meter tief tauchen kann. Die Streamerin zeigt begeistert die Technik und erklärt, dass Holly bis in diese extreme Tiefe Proben sammeln kann. Sie zeigt die Probenbehälter, die zum Sammeln der Proben dienen, und betont die immense Größenordnung des Robots. Holly ist Teil einer wissenschaftlichen Forschungsmission von Greenpeace und ermöglicht die Entnahme von Proben aus Tiefen, die für Menschen unerreichbar sind.

Experteninterview mit Meeresbiologin Sandra

00:10:48

Die leitende Wissenschaftlerin Sandra stellt sich vor und arbeitet für Greenpeace Deutschland sowie an globalen wissenschaftlichen Fragestellungen. Sie ist Tiefsee-Biologin und erzählt von ihrer Arbeit an Bord des Schiffes. Sandra betont die Wichtigkeit der Wissenschaft, aus ihrem Elfenbeinturm herauszutreten und die Öffentlichkeit an den Erkenntnissen teilhaben zu lassen. Die Verbindung zwischen Forschung und Gesellschaft sei entscheidend, um die Meeresumwelt schützen zu können. Sie erklärt, dass die Forschungsreise wertvolle Proben und Erkenntnisse aus der Tiefsee gebracht hat.

Vorbereitung auf die Schiffstour

00:29:16

Nun beginnt die eigentliche Tour durch das Forschungsschiff. Die Streamerin informiert die Zuschauer über den Ablauf: Zuerst wird die Brücke besichtigt, danach verschiedene Labore, und es gibt Interviews mit Meeresbiologinnen. Sie ermutigt die Zuschauer, Fragen für die Experten zu stellen, insbesondere zum Roboter Holly und zu den Forschungsmethoden. Die Streamerin zeigt Begeisterung für das Thema und hebt hervor, dass das Schiff riesig ist und die Tour vier Stationen umfassen wird. Auch die Sondersituation wird erwähnt: Nach nur 24 Stunden an Land stehen die Wissenschaftler bereits für Interviews bereit.

Zweites Interview mit Meeresbiologin Franzi

00:37:53

Die zweite Meeresbiologin Franzi wird vorgestellt, die ebenfalls an der Expedition teilgenommen hat. Sie ist Meeresbiologin und bei Greenpeace für Kampagnenentwicklung und Pressearbeit zuständig. Franzi erzählt von ihrer intensiven vierwöchigen Reise, in der rund um die Uhr in 12-Stunden-Schichten gearbeitet wurde. Sie betont, wie schnell die Zeit vergangen ist und wie wertvoll die gesammelten Proben für die Forschung sind. Die Streamerin betont den beeindruckenden Einsatz der Wissenschaftler, die direkt nach der Expedition bereit sind, ihre Arbeit der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Tour durch die Brücke des Schiffes

00:39:45

Die Gruppe beginnt ihre Tour auf der Brücke, die als Kommandozentrale des Schiffes dient. Franzi erklärt die komplexe Steuerung des Schiffes mit verschiedenen Propellern und dynamischer Positionierung. Besonders beeindruckend ist die 360-Grad-Drehfähigkeit der Bugstrahler, die es ermöglicht, das Schiff präzise zu positionieren, ohne die Richtung ändern zu müssen. Der Kapitän und die Offiziere arbeiten im 8-Stunden-Schichtbetrieb, um das Schiff rund um die Uhr zu steuern. Die Brücke bietet eine beeindruckende Aussicht und dient als zentraler Steuerungsort für die gesamte Forschungsmission.

Technische Details zur Schiffssteuerung

00:43:31

Die Vorführung der Brücke zeigt detailliert die technische Ausstattung des Schiffes. Es gibt sternförmige und strahlentriebwerk-artige Antriebe, die eine genaue Steuerung ermöglichen. Der Kapitän mit 60-70 Jahren Erfahrung überwacht alle Vorgänge, während die Offiziere im Schichtbetrieb arbeiten. Die Dynamische Positionierung ist ein entscheidendes Merkmal, das das Schiff präzise an Position hält, ohne Anker werfen zu müssen. Diese Technik ist für die wissenschaftliche Arbeit besonders wichtig, da sie eine stabile Plattform für den Roboter Holly bereitstellt. Die technische Ausstattung ermöglicht Forschung in extrem anspruchsvollen Meeresumgebungen.

Abschluss der Schiffstour

00:49:12

Die Schiffstur endet mit einem abschließenden Rundgang durch die wichtigsten Bereiche des Schiffes. Die Streamerin zeigt noch einmal die beeindruckende Größe der Anlage und erklärt, wie die sammelten Daten und Proben dokumentiert werden. Die Gruppe erhält Einblicke in die Arbeitsbereiche der Crew, die während der Expedition in Schichten gearbeitet haben. Streamer freiraumreh betont einmal mehr die einzigartige Gelegenheit, Einblicke in die Arbeit von Greenpeace zu bekommen, und dankt den Wissenschaftlern für ihre Zeit und die Bereitschaft, ihre Arbeit zu erklären. Der Stream kündigt weitere Inhalte an, darunter Interviews und mögliche weitere Touren.

Internationale Gewässer und norwegischer Meeresbodenanspruch

00:52:02

Der Stream beginnt mit einer Erklärung über das Banana Hole, ein Gebiet in internationalen Gewässern, während Norwegen aufgrund seines erweiterten Festlandsockels Anspruch auf den Meeresboden unter diesen Gewässern erhebt. Dieser Anspruch basiert auf dem internationalen Seerecht, der Ländern die Möglichkeit gibt, den Festlandsockel über die 200-Seemeilen-Zone hinaus zu beanspruchen, wenn nachgewiesen werden kann, dass er weiterreicht. Das schafft eine rechtliche Grauzone, da Nor zwar den Meeresboden beansprucht, darüberliegende internationale Gewässer jedoch nicht kontrollieren kann. Diese komplexe rechtliche Situation ist der Grund für internationale Auseinandersetzungen und Forschung in der Region.

Genehmigungen und technische Vorbereitungen der Expedition

00:56:17

Greenpeace hat für ihre Expedition im Banana Hole und angrenzenden norwegischen Gewässern umfangreiche Genehmigungen von verschiedenen norwegischen Behörden eingeholt. Nach detaillierten Antragsverfahren wurde ihnen die Erlaubnis erteilt, wissenschaftliche Arbeiten durchzuführen. Das Forschungsschiff ist mit fortschrittlicher Technik ausgestattet, darunter der Tauchroboter Holly, der bis zu 3000 Meter tief tauchen kann, und Unterwasserdrohnen. Die Kameraübertragung erfolgt in Echtzeit mit minimaler Verzögerung von nur ein bis zwei Sekunden. Die gesamte technische Infrastruktur wurde sorgfältig vorbereitet, um die wissenschaftlichen Ziele der Expedition zu unterstützen und qualitativ hochwertige Aufnahmen der Tiefsee zu ermöglichen.

Arbeitsalltag und wissenschaftliche Entdeckungen an Bord

00:58:03

Der Bordalltag der Wissenschaftler ist straff organisiert, mit Schichten von typischerweise zwei Stunden Dauer. Die Forscher arbeiten rund um die Uhr, wobei viele nachts versuchen, in ihren engen Kammern Schlaf zu finden, trotz schwieriger Bedingungen. Während der Expedition wurde eine faszinierende Vielfalt an Tiefseelebewesen entdeckt und dokumentiert, darunter der seltene Dumbo-Oktopus, verschiedene Schwammarten und Seesterne. Besonders beeindruckend war die Erkenntnis, dass viele Tiefseeorganismen nach dem Auftauchen ihr Aussehen verändern, da sie den Drucksprung nicht überleben. Diese Beobachtungen lieferten wertvolle Daten für die marine Biologie und verdeutlichten die besondere Empfindlichkeit dieser Ökosysteme.

Verarbeitung von Proben im Nasslabor

01:16:30

Nach dem Bergen durch Roboter Holly werden alle Proben im Nasslabor des Schiffes verarbeitet. Hier werden die Lebewesen analysiert, fotografiert und für weitere Untersuchungen vorbereitet. Viele Tiere müssen in Alkohol konserviert werden, um spätere DNA-Analysen zu ermöglichen, was jedoch oft zu einem Verlust ihrer natürlichen Farben führt. Besonders interessant sind die spezialisierten Methoden, um fragile Tiere wie Schwämme und Anemonen zu untersuchen, ohne sie zu beschädigen. Die Wissenschaftler identifizieren sowohl bekannte als auch potenziell neue Arten. Die Proben werden später an verschiedene Forschungseinrichtungen weitergegeben, um das Wissen über Tiefseeökosysteme zu erweitern und für den Artenschutz zu nutzen.

Die Technik von Holly und Steuerungssystem

01:32:38

Der Tauchroboter Holly, benannt nach einer internen Abstimmung, ist seit 25 Jahren im Einsatz und in dieser Zeit über tausend Mal in Tiefsee gestartet. Sein Betrieb kostet mehrere Millionen Euro und wird ausschließlich durch Spenden ermöglicht. Das Steuerungssystem umfasst einen Container mit über 15 Bildschirmen, wo ein Team aus zwei Wissenschaftlern und drei Piloten Holly bedient. Der Roboter ist mit einer High-Definition-Kamera, Greifarmen und einer Saugvorrichtung ausgestattet. Die Präzision, mit der Piloten Holly steuern und Proben entnehmen, wurde von Wissenschaftlern als beeindruckend beschrieben. Die Steuerung erfolgt über Joysticks und präzise Mechanismen, die selbst kleine Proben ohne Schaden bergen können.

Kosten und Finanzierung der Tiefsee-Expedition

01:37:17

Die vierwöchige Expedition mit Forschungsschiff, Roboter Holly und kompletter Besatzung kostete über eine Million Euro. Diese enormen Kosten werden ausschließlich durch Spenden von Greenpeace unterstützt, da staatliche Förderung für solche NGO-basierten Forschungsmissionen nicht verfügbar ist. Die Finanzierung stellt eine zentrale Herausforderung für den Tiefsee- und Artenschutz dar. Trotz der hohen Kosten zeigen die wissenschaftlichen Erkenntnisse immensen Wert: Es wurden neue Arten entdeckt, einzigartige Lebensgemeinschaften dokumentiert und Daten gesammelt, die helfen sollen, diese脆弱な Ökosysteme vor Ressourcengewinnung und Zerstörung zu schützen. Die Ergebnisse dieser Expedition werden genutzt, um politische Entscheidungen für den Schutz der internationalen Gewässer und Tiefsee zu beeinflussen.

Vorstellung und Expedition

01:44:41

Franzi stellt sich als Meeresbiologin bei Greenpeace vor, die seit fast vier Jahren in der Organisation arbeitet. Sie berichtet von ihrer doppelt, dreifach-Rolle während der Expedition - nicht nur als Wissenschaftlerin, sondern auch in logistischen Aufgaben wie der Umwelt-DNA-Analyse. Die Expedition fand zwischen dem 8. Mai und 3. Juni statt und führte in den Bereich zwischen Norwegen und Grönland, wo Norwegen mit Tiefseebergbau beginnen möchte. Greenpeace kämpft gegen diese Pläne, da die Tiefsee noch kaum erforscht ist und eine enorme Artenvielfalt birgt, die durch industrielle Ausbeutung zerstört werden könnte.

Tiefsee-Bergbau und Schutzmaßnahmen

01:47:13

Das Hauptziel der Expedition war die Dokumentation und Erforschung der Meeresböden zwischen Norwegen und Grönland, wo Norwegen mit Tiefseebergbau beginnen möchte. Greenpeace setzt sich aktiv gegen diese Pläne ein und konnte bereits einen Erfolg erzielen: Der Tiefseebergbau wurde für zunächst ein Jahr und später bis 2029 gestoppt. Die Forschung soll helfen, diese Gebiete als geschützte Gebiete auszuweisen. Die Tiefsee ist jedoch noch extrem wenig erforscht - nur 0,001 Prozent des Tiefseebodens wurde bisher von Menschen gesehen. Durch die Expedition hoffen die Forscher, mehr über die empfindlichen Ökosysteme und die Vernetzung der Lebensräume zu erfahren, um sie wirksamer schützen zu können.

Arbeitsalltag auf dem Schiff

01:51:57

Während der vierwöchigen Expedition arbeitete das Team im 12-Stunden-Schichtbetrieb, um 24/7 im Einsatz sein und kontinuierliche Tauchgänge durchführen zu können. Franzi arbeitete in Team von vier Personen zusammen, wobei zwei im zentralen Steuercontainer arbeiteten und die anderen Proben im Labor verarbeiteten oder Pause machten. Der Arbeitsalltag war anstrengend, aber auch die Verpflegung und der Zusammenhalt an Bord wurden hervorgehoben. Besonders beeindruckend war für Franzi die Tatsache, dass sie zu den ersten Menschen gehörte, die diese Bereiche der Tiefsee mit eigenen Augen sahen und die dortigen Lebensformen beobachteten.

Holly - der Tiefsee-Roboter

01:54:19

Das zentrale Werkzeug der Expedition war der Tiefsee-Roboter 'Holly', der bis zu 3.000 Meter tief tauchen kann. Der Roboter ist 3 Meter lang, knapp 2 Meter hoch und wiegt mehrere Tonnen. Er ist mit Scheinwerfern, zwei Armen zum Probennehmen und Propellern ausgestattet, um sich im Wasser zu bewegen und zu manövrieren. Anstatt über den Meeresboden zu fahren, 'fliegt' Holly über den Grund. War die Rekordzeit im Einsatz betrug 16 bis 18 Stunden am Stück. Die Rückholung der Proben gestaltete sich teilweise schwierig, da winzige Organismen oft schwer zu finden waren, unter Sediment vergraben oder nur schwierig zu greifen waren.

Entdeckungen und Artenvielfalt

01:57:57

Die Expedition brachte eine erstaunliche Vielfalt an Lebewesen zu Tage - von winzigen Krebstieren und Würmern über größere Fische und Rochen bis zu Oktopoden. Besonders beeindruckend war der Anblick verschiedener Korallen, Schwämme, Anemonen, Seesterne, Haarstern und Seefedern. Ein besonderes Highlight war der Besuch der hydrothermalen Quellen (schwarze Raucher), wo der Dumbo-Oktopus vorbeischwamm. Auch ein Bambus-Korallengarten wurde erkundet, der als mögliche 'Kinderstube' für Rochen diente. Dabei wurden sowohl bereits bekannte als auch wahrscheinlich völlig neue Arten entdeckt, von Schwämmen als auch von Flohkrebsen, was für den Schutz dieser Gebiete entscheidend sein kann.

Bedenken bei der Forschung

01:59:11

Greenpeace ist sich bewusst, dass auch ihre Forschung eine gewisse Störung der empfindlichen Tiefseeumwelt bedeutet. Sie bemühen sich jedoch, punktuell und sorgfältig wie möglich zu samplen. Bei Schwämmen zum Beispiel kann ein entfernter Teil nachwachsen. Die Sedimentaufwirbelung durch den Roboter bleibt zwar kurzfristig ein Störfaktor, ist im Vergleich zu den Plänen der Industrie, ganze Gebiete großflächig abzufräsen, jedoch gering. Die Forschung dient letztlich dem Zweck, mehr über die Ökosysteme zu erfahren und sie vor der industriellen Ausbeutung zu schützen.

Ziele und rechtliche Rahmenbedingungen

02:01:25

Die Forschungsergebnisse sollen in politische Schutzmaßnahmen einfließen. Norwegen hat 2024 ein Gebiet von der Größe Italien für Tiefseebergbau geöffnet, was jedoch durch Proteste und Lobbyarbeit von Greenpeace und anderen NGOs vorerst bis 2029 gestoppt werden konnte. rechtlich ist die Lage komplex: Norwegen beansprucht Teile des Meeresbodens, die unter internationalen Gewässern liegen (Bananenhool). Neben nationalen gibt es auch internationale Ansatzpunkte wie das neu in Kraft getretene UN-Hochseeschutzabkommen, das bessere Schutzgebiete ermöglicht, und regionale Abkommen für den Nordatlantik. Das langfristige Ziel ist, 30 Prozent der Meeresfläche weltweit bis 2030 zu schützen, aktuell sind es nur etwa 1 Prozent auf der Hohen See.

Highlights und Ausblick

02:08:36

Für Franzi waren besonders die Beobachtungen der Tiefsee-Schwämme und der Seespinnen, bei denen die Männchen die Jungtiere tragen, beeindruckend. Ein absolutes Highlight war der Besuch der hydrothermalen Quellen und der Beobachtung des Dumbo-Oktopus. Nach der Reise steht umfangreiche Nachbearbeitung an - Videomaterial muss ausgewertet und wissenschaftliche Paper erstellt werden. Gleichzeitig wird die Petition zum Schutz der Tiefsee weiter vorangetrieben. Franzi sieht ihre Arbeit als spannende Mischung aus Feldforschung und politischer Lobbyarbeit, die ihr viel Energie gibt, weil sie bei der Erhaltung empfindlicher Ökosysteme hilft, die noch vor massiven Eingriffen geschützt werden können.

Sonnenstrahl und entspannte Atmosphäre

02:32:19

Sone Leute, jedes Sonnenlicht ausnutzen. Man kann hier zum ersten Mal einen Schattenwurf in Norwegen sehen, was für viele Streamerinnen und Streamer ein besonderes Erlebnis ist. Der Streamer berichtet von einem persönlichen Gefühl, dass immer mehr Stress zu einem Gefühl der Dummheit führt, obwohl es hier eigentlich nicht wirklich stressig ist. Die Umständlichkeit wird als chillig empfunden, weil die Streamerin umsorgt ist, jedoch gibt es Stress, wenn sie nicht zu Hause ist.

Urlaubspläne und organisatorische Hinweise

02:32:50

Die Streamerin hat für die nächsten drei Wochen Urlaub geplant und überlegt, die Zuschauerinnen und Zuschauer mit nach Sizilien zu nehmen. Organisatorisch kündigt sie ein Interview an und möchte den Zuschauern die Koje sowie die Wirtin zeigen, nachdem sie vorher technische Probleme hatte. Sie erwähnt auch eine blutige Verletzung an der Hand und betont, dass ihre raue Arbeiterhände sie davor bewahrt haben, dass die Wunde direkt aufgerissen ist.

Technische Schwierigkeiten und Unterhaltung

02:35:24

Nachdem sie ein Kabel entfernt hat, bezeichnet sich der Streamer als technisch routiniert. Sie unterhält sich über das Singen von drei Mal Happy Birthday während der Corona-Pandemie und fragt in den Chat, ob sich alle geimpft haben. Sie erwähnt ihre Hobbyfotografin Anne, die ständig Fotos macht und den krassesten Job von allen hat, weil sie überall sein muss. Für 42 Spenden kündigt sie an, die Zahl zu kaputt machen.

Zurück zum Startpunkt mit Aussicht

02:37:15

Der Streamer beginnt sich zurückzuwurschteln und findet nach einigen Schwierigkeiten die Treppe wieder. Sie zeigt den Zuschauern die Aussicht auf Bergen und erwähnt, dass ihre Bilder gestern von Brüggen aus entstanden sind. Anschließend begibt sie sich zum zweiten Interview, wobei sie noch niemanden im Raum vorfindet und sich provokant hinsetzt, auf Frau Dr. Jenny Neuhaus wartend.

Zweites Interview mit Dr. Jenny Neuhaus

02:38:52

Nachdem Dr. Jenny Neuhaus eintrifft, beginnt das Interview. Sie stellt sich als Meeresbiologin mit Fokus auf Tiefsee-Lebewesen vor und arbeitet bei der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung. Die Streamerin fragt nach den Forschungszielen und Neuhaus erklärt, dass sie die Vielfalt der Arten erforschen, Artengemeinschaften untersuchen und nach neuen unbeschriebenen Arten suchen. Ein weiteres Ziel ist die Vernetzung von Habitaten entlang eines arktischen Rückens.

Eindrücke von der Expedition und Arbeitsalltag

02:54:18

Dr. Neuhaus beschreibt die Expedition als atemberaubend und intensiv. Sie arbeitete in 12-Stunden-Schichten in einem kleinen Team und betont, dass die Zusammenarbeit gut funktionierte. Der Höhepunkt war der Einsatz des Tiefsee-Roboters (ROV), bei dem sie das Ruder in der Hand hielten und in mehreren tausend Metern Tiefe flogen. Sie erklären, dass sie über 1000 Kleinstorganismen aus Sedimentproben sortierten, was mehrere Stunden dauerte.

Forschungserkenntnisse und Tiefsee-Biologie

03:03:17

Dr. Neuhaus betont die enorme Artenvielfalt in der Tiefsee, die oft unterschätzt wird. Sie erklären, dass sie neue Arten gefunden haben, die sie beschreiben werden. Besonders erwähnen sie die hydrothermalen Quellen, die mit 320 Grad heißem Wasser Mineralien aus dem Erdinneren ans Tages befördern und besondere Lebensgemeinschaften beherbergen. Ein weiteres Forschungsfeld sind Schwämme, die viel Wasser filtern und als Substrat für andere Tiere dienen.

Nachbereitung der Expedition und Zukunftsaussichten

03:15:33

Nach der Expedition müssen die Videomaterialien analysiert werden, wobei Annotation-Programme eingesetzt werden, um Arten zu identifizieren. Gefundene neue Arten werden beschrieben, wobei morphologische Zeichnungen und genetische Analysen durchgeführt werden. Dr. Neuhaus hofft, dass die veröffentlichten Bilder und Videos zeigen, wie vielfältig das Leben in der Tiefsee ist. Das Team will insbesondere Umwelt-DNA-Proben aus Schwammproben nutzen, um Organismen zu tracken. Die Streamerin verabschiedet sich emotional vom Forschungsschiff und kündigt ein Recap an.