Es wurde über die laufenden Ermittlungen gegen Wirtschaftsminister Mandelson gesprochen. Der Fokus lag zudem auf innovativen afrikanischen Lösungen, wie einer KI-gestützten Radiologie in Ghana und E-Mobilität in Uganda. Des Weiteren wurde der koloniale Hintergrund und die aktuelle Wahrnehmung Afrikas thematisiert.
Persönliche Ankündigungen und Reisepläne
00:00:00Der Streamer beginnt den Morgen mit einem zweiten Kaffee und berichtet von einem erfolgreichen Vormittag. Da an den nächsten beiden Tagen viel Arbeit auf dem Programm steht, darunter eine lange Zugfahrt, freut er sich auf das kommende Wochenende. Geplant sind ein Besuch einer Dragshow in Berlin und ein Abendessen mit einem Medienhaus. Die anstehenden Wochen beschreibt er als sehr anstrengend, aber notwendig, um gegebene Möglichkeiten zu nutzen.
Aktuelle Meldung: Ermittlungen gegen Wirtschaftsminister Mandelson
00:08:44Ein wichtiges Thema ist die laufende Ermittlung gegen den Wirtschaftsminister Mandelson. Ihm wird vorgeworfen, vertrauliche Regierungsinformationen an den Sexualstraftäter Epstein weitergegeben zu haben. Der Streamer äußert sich dazu zwiegespalten: Einerseits empört ihn der Vorgang, andererseits vermutet er, dass die Regierung den Vorfall als Ablenkung nutzen könnte. Die sogenannten 'Epstein-Files' werden als weiteres wichtiges Thema erwähnt, das mehr Aufmerksamkeit verdient.
Fokus auf Seenotrettung im Mittelmeer
00:19:41Nach einem kurzen Exkurs zu persönlichen Themen, wie dem Kauf einer Decke für das Pferd und neuen Kunstwerken für den Hintergrund, wendet sich der Streamer dem Thema Seenotrettung zu. Er kritisiert die griechische Küstenwache, die nach Darstellung Flüchtlingsboote rammt und Menschen ertrinken lässt. Immer wieder werden auch Leichen in den Unwettern der letzten Wochen gefunden. Die Streamer empfiehlt Organisationen wie SOS Humanity und nennt eine mögliche Zusammenarbeit mit einem Experten namens Till.
Dokumentationsthema: Der digitale Kolonialismus in Afrika
00:30:59Nachdem der Streamer den Programm für heute ankündigt, beginnt die ausführliche Betrachtung einer Doku über Afrika. Er betont, wie sehr der europäische Reichtum auf der Ausbeutung und Kolonialisierung des Kontinents beruht. Afrika wird nicht in seiner Vielfalt wahrgenommen, sondern oft als homogenes, unterentwickeltes Gebilde dargestellt. Die Dokumentation behandelt die aufkommende, selbstbewusste Haltung afrikanischer Länder, die Rohstoffrechte für sich einfordern, und die daraus resultierenden globalen Veränderungen.
Innovationen in Kenia: Von der Wasserhyazinthe zum Tierfutter
00:37:28Die Doku stellt das Beispiel von Jack O'Yugi aus Kenia vor. Als Biotechnologie-Student hat er ein Verfahren entwickelt, um die invasive Pflanze Wasserhyazinthe, die das Ökosystem bedroht, in proteinreiches Tierfutter umzuwandeln. Seine Fabrik schafft Arbeitsplätze und ist so erfolgreich, dass sie bereits Exporte nach Thailand plant. Dies ist ein Beispiel für eine afrikanische Innovation, die Probleme vor Ort löst und global konkurrenzfähig ist.
Digitalisierung der Landwirtschaft mit der DigiCow-App
00:44:52Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung der Landwirtschaft. Das Startup DigiCow hat eine Handy-App entwickelt, die afrikanischen Milchbauern hilft, ihre Kühe besser zu managen. Sie erhalten Informationen zur Tierpflege, Zugang zu tiermedizinischer Versorgung und können Entscheidungen datengestützt treffen. Die App, die bereits 230.000 Nutzer hat, nutzt Werbung, um soziale Wirkung zu erzielen und möchte noch weiter wachsen. Dies zeigt, wie Technologie eine treibende Kraft gegen Arbeitslosigkeit und Armut sein kann.
Medizintechnik in Ghana: Künstliche Intelligenz in der Radiologie
00:49:20Letztendlich wird ein weiteres innovatives Projekt aus Ghana vorgestellt: die KI-Firma von Programmierer Darlington Akugu. Sein System zur Analyse von Röntgenaufnahmen, das erste von einer Gesundheitsbehörde in Ghana zugelassene KI-System, kann Krankheiten wie Brustkrebs erkennen. Besonders wertvoll ist die Nutzung von Daten aus verschiedenen Kontinenten und Ethnien, um die Defizite der westlichen Medizin, die stark auf dem 'weißen Zisman' basiert, auszugleichen und diskriminierungsfreie Diagnostik zu ermöglichen.
Medizinische Innovation in Ghana
00:52:55In Ghana wird eine KI-gestützte Radiologie-Technik eingeführt, die mit hoher Treffsicherheit Krankheiten wie Tumore oder Lungenentzündungen anhand von Röntgenaufnahmen diagnostiziert. Da es nur rund 120 Radiologen für 36 Millionen Menschen gibt, übernimmt die KI die Routineaufgaben und beschleunigt die medizinische Versorgung erheblich. Die Rechenleistung liegt in der Cloud, sodass das System mit jedem internetfähigen Gerät verbunden werden kann. Mino Health, das Unternehmen dahinter, ist jedoch auf ausländische Investitionen angewiesen, da es keine staatliche Förderung für Start-ups gibt.
Neue Wahrnehmung Afrikas
00:55:27Im Stream wird die verbreitete Fehlwahrnehmung von Afrika als rückständigem Kontinent thematisiert und auf die beeindruckenden technologischen und medizinischen Innovationen hingewiesen. Eine Verzerrung der Wirklichkeit wird auch auf Karten durch die Mercator-Projektion festgestellt, die Afrika unnatürlich klein darstellt. In Wirklichkeit ist Afrika größer als USA, China, Indien, Japan und Europa zusammen. Kontinent wird als vielfältig mit 54 Ländern und 1,4 Milliarden Menschen beschrieben.
Lagos und der Kampf gegen den Klimawandel
00:58:28Die Mega-City Lagos in Nigeria mit über 20 Millionen Einwohnern steht vor existenziellen Herausforderungen durch den steigenden Meeresspiegel. Besonders betroffen ist der Slum Makoko, eine Pfahlbausiedlung in der Lagune. Trotz extremer Armut zeigt die Bevölkerung eine beeindruckende Resilienz und Einfallsreichtum. Architekt Kunle Adeyemi baute hier bereits 2013 eine schwimmende Schule als Prototyp, der zeigte, wie sich an den steigenden Wasserspiegel anpassen lässt.
Digitale Dienstleistungen und Callcenter
01:05:46Unter dem Namen Susu bietet ein ghanaisches Unternehmen cloudbasierte IT-Dienstleistungen wie Kundenbetreuung und Personalbuchhaltung für Unternehmen weltweit an. Dank der sehr geringen Lohnkosten in Ghana von im Durchschnitt 195 Euro pro Monat und der qualifizierten, jungen Belegschaft kann Susu mit der indischen Konkurrenz mithalten und diese sogar überflügeln. Dieses Phänomen zeigt das enorme Potenzial Afrikas im Bereich der digitalen Dienstleistungen.
Koloniale Erbschaft und Gegenwart
01:08:56Die europäische Kolonialgeschichte hat Afrika nachhaltig geprägt und zu gravierenden Problemen wie künstlich gezogenen Grenzen und dem Sklavenhandel geführt. Die Berliner Afrika-Konferenz von 1884 symbolisiert die willkürliche Aufteilung des Kontinents durch die Kolonialmächte. Auch die heutigen Konflikte und Sprachverteilung in Afrika sind eine direkte Folge dieser Kolonialzeit. Die Auswanderung gut ausgebildeter Fachkräfte aus Afrika, der sogenannte Braindrain, wird als Verlust für den Kontinent gesehen.
Forschung und Bevölkerungsentwicklung
01:20:10Professorin Cynthia Dankwa erforscht an der Universität von Oxford in Kooperation mit dem ghanaischen Pharmaziestudierenden neue Antibiotika. Dabei konzentriert sie sich auf die pflanzlichen Ressourcen Ghanas, da die Resistenzen weltweit zunehmen. Gleichzeitig wird die demografische Entwicklung Afrikas analysiert. Während der Kontinent extrem jung ist und die Bevölkerung bis 2050 auf 2,5 Milliarden anwachsen wird, steht Europa vor einer Überalterung. Die Schlüsselfrage ist, ob Afrika seine demografische Dividende nutzen kann.
Elektrifizierung und E-Mobilität in Uganda
01:34:50Uganda nutzt sein enormes Potenzial an erneuerbaren Energien, um die Elektrifizierung voranzutreiben. Über 90 Prozent der Energie stammen aus Wasserkraft, was zu extrem niedrigen Strompreisen führt. Dies ermöglicht den Aufbau einer E-Mobilitätsinfrastruktur für die omnipräsenten Boda-Boda-Motorräder. Das Unternehmen Bodawerk produziert Elektroroller und baut ein Netz von Ladestationen auf. Fahrer können über Mikrokredite umsteigen und sparen durch den Betrieb deutlich Kosten im Vergleich zum Benziner.
Zusammenfassung: Afrikas Zukunft
01:43:08Afrika steht trotz seiner schwierigen kolonialen Erbschaft an einem Wendepunkt. Junge Bevölkerung, technologische Innovation und wirtschaftliches Wachstum bieten große Chancen. Der Einfallsreichtum bei der Lösung von Problemen, wie in der Medizin oder der E-Mobilität, ist beeindruckend. Die Zukunft des Kontinents hängt davon ab, ob es gelingt, diese Potenziale durch gezielte Investitionen und die Bekämpfung des Braindrains zu nutzen und einen geregten, vorteilhaften Migrationsfluss statt einer erzwungenen Abwanderung zu gestalten.
Dokumentationsempfehlungen und persönlicher Rückblick
01:45:56Der Streamer fasst seine Eindrücke von einer Doku auf dem 3SAT-Kanal Nano positiv zusammen und empfiehlt den Zuschauern insbesondere den Talk 'Digitaler Kolonialismus' als außergewöhnlich wertvoll. Er erwähnt zudem eine eigene Verspätung bei den Einkäufen und teilt persönliche Anekdoten über spontane Dates im Alltag, wie ein Beispiel mit einem joggenden Mann, was seine generelle Haltung zum angesprochen werden in der Öffentlichkeit beleuchtet.
Themenwechsel zur Dating-Krise und Greenpeace-Termin
01:47:52Nachdem technische und Support-Themen ausgeblendet wurden, kündigt der Streamer eine thematische Änderung an. Da er am nächsten Tag einen Termin bei Greenpeace hat, wird der Stream als Entspannungsthema für die Community zum Dating gewechselt. Er fragt die Zuschauer nach ihrem Dating-Leben und stellt eine Grundsatzfrage, was Dating für sie bedeutet, und betont die Unterschiedlichkeit der Bedürfnisse.
Vor- und Nachteile von Dating-Apps und Persönliche Präferenzen
01:48:39Der Streamer erläutert seine Vorliebe für Dating-Apps, da er dort gezielt nach Dates suchen kann und unerwünschte Annäherungen in Clubs oder auf der Straße ablehnt. Er sieht in Apps ein großartiges Tool, kritisiert aber gleichzeitig, dass diese für Menschen, die langfristige Partner suchen, nervig sein können. Er betont zudem seine persönlichen Hürden und misst einem ausgefüllten Profil mehr Bedeutung bei als dem reinen Aussehen.
Diskussion über Oberflächlichkeit in Dating-Apps vs. Real Life
01:54:13Die Debatte dreht sich um die Frage, ob Online-Dating durch Reduzierung auf ein Profilbild und Texte oberflächlicher ist als das Kennenlernen im echten Leben. Der Streamer argumentiert, dass ein erstes Treffen im echten Leben ebenfalls oft auf dem ersten visuellen Eindruck basiert und die Vor-Informationen in Apps ein entscheidender Vorteil sein können, um wichtige Lebensumstände wie den Kinderwusch früh zu klären.
Teilnehmerperspektiven und Erfahrungsaustausch
01:55:34Es folgen die Einspielungen von Live-Teilnehmern, die ihre Erfahrungen und Perspektiven teilen. Eine alleinerziehende Mutter erklärt, warum Dating-Apps für ihre Lebenssituation eine praktische Notwendigkeit sind. Ein anderer Teilnehmer äußert seine Angst vor Zeitverschwendung bei Dates und der Meinung, dass eine Beziehung das Leben komplizierter machen kann. Ein weiterer gibt Einblicke in seinen intensiven Umgang mit Dating-Apps.
Gesellschaftliche Normen und Erwartungen im Dating
02:15:05Die Moderation zitiert eine Studie, die den gesundheitlichen Vorteil von Partnerschaften für Männer im Vergleich zu Frauen aufzeigt, was zu einer intensiven Diskussion über die Motivation von Männern für Beziehungen führt. Es wird debattiert, ob Männer primär aus Vereinfachung des Lebens eine Partnerschaft suchen oder aus echter emotionaler Verbindung. Die teilnehmenden Männer und Frauen teilen hierzu sehr gegensätzliche Ansichten.
Kommunikation von Grenzen und Einwilligung
02:22:12Ein zentrales Thema wird die Kommunikation von Konsens und Grenzen, besonders in Clubs. Der Streamer preist die Praxis der Gruppe, klar nach Einwilligung für Berührungen zu fragen, und kritisiert Situationen, in denen Frauen durch nonverbale Signale Interesse vortäuschen, aber keine klare Kommunikation zulassen. Dies führt zu einer Diskussion über die Verantwortung beider Geschlechter für klare Kommunikation und das Verständnis von 'Nein'.
Zusammenfassung und Resümee der Dating-Diskussion
02:30:04Die Runde fasst die Kernpunkte der Debatte zusammen. Der Streamer betont, dass Dating-Apps von der Qualität der Profile und der ehrlichen Darstellung der eigenen Person abhängen. Er kritisiert die Vorstellung, dass Frauen 'erobert' werden müssen, und plädiert für eine Kultur der direkten und respektvollen Kommunikation. Die Diskussion endet mit der Erkenntnis, dass Dating ein komplexes Thema ist, das von individuellen Bedürfnissen und Lebensumständen geprägt ist, und es gilt, auf die Signale des Gegenübers zu achten.
Diskussion um Dating-Standards und Körpergröße
02:31:13Im Stream wird intensiv über Dating-Präferenzen gesprochen, insbesondere die Körpergröße. Eine Teilnehmerin erzählt, dass sie im Online-Dating Männer unter 1,85 Metern aussortiert, während sie im echten Leben bereits einen kleinere Mann datet hat. Die Diskussion beleuchtet, dass Standards im Online-Dating oft höher sind als im realen Leben, wo zwischenmenschliche Chemie eine größere Rolle spielt. Die Sprecherin betont, dass eigene Präferenzen respektiert werden sollten, kritisiert jedoch gleichzeitig, dass Dating-Apps diese Präferenzen verzerren und zu einer oberflächlicheren Betrachtung führen.
Ausstrahlung als entscheidendes Kriterium
02:32:39Die Sprecherin stellt heraus, dass für sie die Ausstrahlung und der Vibe einer Person der wichtigste Faktor sind, nicht die Körpergröße. Sie reduziere Menschen auf deren Aura, was subjektiv und sehr individuell sei. Sie schildert ihre Erfahrung mit ihrem kleinen Ex-Freund, der genauso groß wie sie war, und erklärt, dass die Energie zwischen zwei Menschen im echten Leben viel wichtiger sei als rein äußerliche Kriterien, die man auf Dating-Apps anwendet. Dies steht im Kontrast zu ihrem eigenen Online-Verhalten, was die Diskreanz verdeutlicht.
Kritik an toxischer Männlichkeit und gesellschaftlichen Normen
02:47:11Eine tiefgehende Analyse der Größenpräferenzen im Dating zeigt, dass diese nicht als persönliche Entscheidung, sondern als gesellschaftlich geprägte Norm zu sehen sind. Die Kritik richtet sich gegen toxische Männlichkeit, die Männern aufzwingt, groß und stark zu sein. Die Sprecherin argumentiert, dass gesellschaftlicher Druck zu Depressionen, Gewalt und einer höheren Suizidrate bei Männern führt. Die Vorstellung, dass Frauen nur Männer über 1,80 Metern wollen, wird als internalisiertes Schönheitsideal aus Film und Fernsehen entlarvt, welches Systemprobleme widerspiegelt, nicht nur individuelle Dating-Entscheidungen.
Qualitäten über oberflächlichen Kriterien hinaus
02:56:59Nach der intensiven Diskussion zu Oberflächlichkeit wird der Fokus auf wichtige Charaktereigenschaften in einer Partnerschaft verlagert. Für eine Teilnehmerin sind Verantwortung, Verbindlichkeit und Pünktlichkeit entscheidend, besonders als alleinerziehende Mutter. Ein anderer Teilnehmer betont, dass Commitment und Respekt gegenüber dem Gegenüber zentral sind. Kritik wird an der heutigen Kultur des spontanen Absetzens von Dates und des Ghostings geübt, die als Ergebnis einer verkürzten Aufmerksamkeitsspanne und Konfliktvermeidung in der digitalen Ära gesehen wird.
Online-Dating als Dopamin-Kick und soziale Hürden
03:03:12Die Funktionsweise von Dating-Apps wird als problematisch analysiert. Sie werden nicht nur als Werkzeug zur Partnersuche, sondern auch als Dopaminquelle genutzt, die der Instant Gratification von Social Media gleicht. Teilnehmer schildern die Paradoxie, dass sie zwar aktiv nach einer Beziehung suchen, aber mit der App oft nur kurzweilige Interaktionen pflegen. Die Hürde, im echten Leben anzusprechen, wird als ein Grund für die Abhängigkeit von Online-Dating genannt, da es als weniger aufdringlich und sicherer empfunden wird, als Unbekannte direkt anzusprechen.
Kompromisse zur Verbesserung des Online-Dating-Erlebnisses
03:07:04Um den negativen Aspekten von Dating-Apps zu begegnen, werden Lösungsansätze diskutiert. Ein Vorschlag ist, achtsamer mit der App umzugehen und weniger oberflächlich zu sein, anstatt nur Bilder zu swipen. Ein alternativer und konkreterer Vorschlag ist die Etablierung von Offline-Events oder -Räumen, die auf Dating spezialisiert sind. Solche Räume, wie sie früher in Klubs existierten, würden es ermöglichen, sich in einem definierten Umfeld kennenzulernen, ohne dass normale soziale Räume als potenzielle Orte für Annäherungen missbraucht werden müssen.
Abschluss und Ausblick: Weg von Dating in normalen Räumen
03:14:21Der Stream endet mit der zusammenfassenden Feststellung, dass ein klar definierter Raum für Dating nötig ist, um Frauen vor unangemessenen Annäherungen in alltäglichen sozialen Umgebungen zu schützen. Diese sogenannten Dating-Räume, sei es online organisiert oder offline als Event, könnten eine Lösung sein. Der abschließende Gedanke ist, den Fokus wieder auf persönliche Begegnungen zu legen, anstatt sich in der Unendlichkeit des Online-Datings zu verlieren und dabei die eigene Oberflächlichkeit zu fördern.
Themawechsel und Diskussion über Persönlichkeitstests
03:17:41Der Stream beginnt mit einer persönlichen Note, bei der der Streamer sein Desinteresse an Enneagramm-Tests äußert und dies mit Anime-Fandom in Verbindung bringt. Anschließend wird abrupt ein Themenschwenk vollzogen, weg von Persönlichkeitstests hin zu einem aktuellen, brisanten Thema. Der Streamer stellt die provokante Frage, ob die Zuschauer bereit für eine Diskussion über OnlyFans für 13-Jährige sind, und verweist auf ein aktuelles Video von Klängern zu diesem kontroversen Thema.
Einführung in das Thema OnlyFans für Kinder
03:18:58Nach einem Hardcut, da das Thema als unangemessen empfunden wird, wird der Fokus auf einen spezifischen Aspekt des Themas gelenkt: Das Vermarktungssystem von minderjährigen Influencern. Der Streamer erwähnt vorhergehende Diskussionen über frisch 18-jährige Influencerinnen, die mit OnlyFans enorme Summen verdienen, und stellt fest, dass das Konzept von OnlyFans für 13-Jährige eine neue, besonders alarmierende Entwicklung darstellt, die neugierig macht und zugleich Sorgen bereitet.
Fall Piper Rockelle und die Plattform Brandarmy
03:19:47Der Streamer führt den Fall von Piper Rockelle als zentrales Beispiel an und berichtet von einer Netflix-Dokumentation mit dem Titel "Bad Influence", die Ausbeutung und Sexualisierung von Kindern in der Influencer-Szene beleuchtet. Es wird enthüllt, dass Piper, schon als Kind, exklusiven Content auf der Plattform Brandarmy verkaufte, einer Firma, die sich als "safe-for-work"-Alternative zu Onlyfans ausgibt. Brandarmy erlaubte das Anbieten von Inhalten ab 13 Jahren und den Kauf durch Erwachsene ab 18, was den Kern des Problems darstellt.
Funktionsweise und Problematik von Brandarmy
03:22:25Es wird detailliert beschrieben, wie Brandarmy technisch und rechtlich dubios aufgebaut ist. Der Firmengründer Ramon Mendes ist schwer recherchierbar, die Firma hat kein Impressum und der Zugang zu den Nutzungsbedingungen ist technisch blockiert. Die Plattform bietet einen "Junior Channel", der explizit von Eltern für ihre unter 18-jährigen Kinder betrieben wird. Dies ermöglicht es Eltern, das Bild- und Videoangebot ihrer Kinder zu monetarisieren, während Plattformen wie Brandarmy prozentual an den Einnahmen partizipieren und die Verantwortung vollständig auf die Eltern abschieben.
Monetarisierung und Zielgruppen des Child-Content
03:26:54Der Streamer beleuchtet die erschreckende kommerzielle Seite des Systems. Inhalte werden über Abonnement-Modelle (25 bis 250 Dollar pro Monat) und per Kauf angeboten. Es werden konkrete Beispiele für die Art von Content genannt, die auf diesen Profilen beworben wird, wie "Bikini-Weeks" oder der Verweis auf "spicier" Bilder, was auf eine klar definierte, pädophile Zielgruppe hindeutet. Es wird auch die Praxis erwähnt, dass Käufer über die Amazon-Wishlist der Kinder Kleidung bestellen und diese dann für Fotos anprobieren lassen, was ein persönlicher und potenziell gefährlicher Kontakt ermöglicht.
Folgen und rechtliche Grauzonen
03:33:15Die Konsequenzen dieses Systems werden als katastrophal beschrieben. Bilder und Videos von Kindern werden in pädophilen Netzwerken getauscht und weiterverbreitet. Die Eltern wären für diese Ausbeutung rechtlich verantwortlich, werden aber oft nicht belangt. Die Plattformen wie Brandarmy nutzen rechtliche Grauzonen und übergeben die Verantwortung an die Eltern. Die New York Times berichtet über Fälle, bei denen ein einzelnes Bild von einem minderjährigen Modell über 14.000 Dollar generierte, was die massive Zahlzahlbereitschaft der Zielgruppe unterstreicht.
Reaktion auf Kritik und Lösungsversuche
03:42:07Aufgrund des enormen öffentlichen Drucks gab Brandarmy im Dezember 2025 ein offizielles Update, das die Löschung aller "Junior Channels" und Konten von Minderjährigen vorschreibt. Der Streamer deutet jedoch an, dass dieser Schritt möglicherweise primär aus eigener Gefahr für das Unternehmen erfolgte. Er kritisiert, dass bereits entstandener Schaden – die Verbreitung des Bildmaterials – nicht rückgängig gemacht werden kann. Darüber hinaus weist er darauf hin, dass immer neue Plattformen wie Passes.com entstehen, um den freigewordenen Markt zu besetzen und das Problem somit strukturell nicht gelöst ist.
Appell und Lösungsansätze
03:49:33Der Streamer schließt mit einem eindringlichen Appell an Eltern, ihre Kinder aus dem Internet zu nehmen, da selbst scheinbar harmlose Bilder missbraucht werden können. Er kritisiert, dass bestehende Plattformen wie Instagram und TikTok sowie Eltern rechtlich und moralisch versagen. Als konkrete Lösung wird die Notwendigkeit einer gesetzlichen Änderung gefordert, die Eltern daran hindert, ihre Kinder auf diese Weise zu vermarkten. Darüber hinaus wird auf die Seite "Kein Täter werden" verwiesen, die Betroffenen mit pädophilen Neigungen therapeutische Hilfe anbietet, um präventiv gegen Kindesmissbrauch vorzugehen.