Hinter verschlossenen Türen des Bundesjustizministeriums zeigte sich ein anderes Bild behördlicher Routine: Glaswände machten Abläufe transparent, während ein engagiertes Social-Media-Team über Öffentlichkeitsarbeit diskutierte. Ein kurzer Technikhaken zu Beginn bot später den Rahmen für tiefgründige Gespräche zur Demokratiebildung. Mitlandsmitglieder der Crew, darunter junge Journalist:innen, gestalteten gemeinsam den Tag mit Schüler:innen, deren Fragen von der Ministerin überraschend offen beantwortet wurden. Zwischen Ra­di­en­tags und juristischen Vor­auf­ber­eitun­gen entstand so ein Blick auf Behörden, der Klischees widerlegte.

IRL
00:00:00

IRL

Start im Bundesjustizministerium mit technischen Problemen

00:00:00

Der Stream beginnt mit einer kurzen technischen Störung: Herr Reff erwähnt zunächst ein helles Bild und vermeintliche Stromsparmodus-Einstellungen, die zuvor zu Sichtbarkeitsproblemen geführt hätten. Nach dem Deaktivieren dieser Einstellungen funktioniert die Kamera offenbar besser. Er betont, dass er trotz der Probleme nun ordnungsgemäß im Bundesjustizministerium angekommen sei und sogar ein Poster erhalten habe. Der Streamer wirkt erleichtert, dass die Verbindung stabiler sei und die anfänglichen Schwierigkeiten überwunden worden sind.

Begegnung mit dem Team und erste Eindrücke

00:00:52

Herr Reff beschreibt die Mitarbeiter:innen des Bundesjustizministeriums als besonders freundlich, locker und humorvoll – ein deutlicher Kontrast zu den Klischees über behördliche Arbeitswelten. Er betont, dass die Atmosphäre im Ministerium nicht spießig, sondern entspannt und hochintellektuell sei. Zudem erwähnt er, dass er bereits ein Treffen mit der Bundesministerin hatte, was offenbar ein prägender Moment war. Die Location wird sogleich näher gezeigt: ein Büro mit Glaswänden und hellen, transparenten Räumlichkeiten, die Einblick in Arbeitsprozesse gewähren. Die Architektur gefalle ihm sehr.

Vorstellung des Arbeitsbereichs und Social-Media-Teams

00:02:52

Der Streamer führt die Zuschauer durch die hellen, mit Glas und Brücken verbundenen Räume des Bundesjustizministeriums und erklärt die Bedeutung der Architektur für Transparenz: Die Glaswände sollen Einblicke in die Arbeitsweise des Ministeriums bieten. Im Kommunikationsbereich sitzt das Social-Media-Team, dessen Hauptaufgabe die Öffentlichkeitsarbeit und die mediale Darstellung des Ministeriums ist. Herr Reff zeigt sein eigenes Büro und enthüllt ein Plakat der Justitia mit der möglichen Verteilung an die Zuschauer. Zudem wird das Team vorgestellt – darunter Grafikdesigner:innen und Jurist:innen – sowie die Abläufe bei der Inhaltserstellung, die oft juristische Vorprüfungen erfordern. Besonders hervorgehoben wird die hohe Frauenquote in Führungspositionen.

Besuch im Bundespresseamt und Vorbereitung für den Talk

00:05:03

Herr Reff und die Crew wechseln ins Bundespresseamt, das als „Schwesterbehörde“ zum Bundeskanzleramt bezeichnet wird und zuständig für die Kommunikation der Bundesregierung ist. Er erwähnt, dass er selbst früher dort gearbeitet hat und sich auf ein Wiedersehen mit alten Kolleg:innen freut. Im Fokus steht ein bevorstehender Talk der Justizministerin Stefanie Hubig und Familienministerin Prien, bei dem es um Altersbeschränkungen in sozialen Medien, Betrugsschutz im digitalen Raum und Medienkompetenz gehen wird – ein zentrales Anliegen des Tages. Der Streamer betont, dass hier auch über die psychischen Auswirkungen von Social Media auf Jugendliche gesprochen wird. Für den Talk ist eine Akkreditierung erforderlich.

Roundtable und Gespräche über Demokratiebildung

00:13:38

Im Rahmen des Tages der offenen Tür findet ein Roundtable statt, an dem auch Herr Reff teilnimmt. Er beschreibt, wie er am Vortag bereits mit Schüler:innen gearbeitet habe: Diese hätten Fragen an die Ministerin gesammelt, die er dann stellvertretend stellte. Er berichtet von einer überraschenden Offenheit bei der Ministerin – etwa dem Wunsch nach Parität in Führungspositionen (50:50-Genderverteilung) aufgrund besserer Teamleistung. Die Ministerin habe zudem eine Frage zu sexueller Selbstbestimmung und dem „Yes means Yes“-Prinzip besonders hervorgehoben, was bei Jugendlichen auf Resonanz gestoßen sei. Herr Reff äußert sich positiv über die wertschätzende Atmosphäre im Team und kritisiert Mythen über „Propaganda“ in behördlicher Öffentlichkeitsarbeit.

Rückblick auf den Dreh mit Schüler:innen und Ziele der Aufklärung

00:25:18

Herr Reff erklärt detailliert, wie der Dreh mit Schüler:innen ablief: Die Jugendlichen hätten besonders persönliche und kreative Fragen gestellt, etwa zur Gerechtigkeit, die die Ministerin überraschend offen beantwortet habe. Er betont, dass solche Aufklärungsarbeit wichtig sei, um Vorurteile gegenüber Behörden abzubauen und junge Menschen an politische Bildung heranzuführen. Der Streamer erwähnt negative Reaktionen auf seine Teilnahme – manche hätten es als „PR“ oder „Propaganda“ abgetan – und widerlegt diese Kritik. Er zeigt sich überzeugt, dass die Arbeit des Teams wertvoll für die Demokratieentwicklung sei.

Alltagsleben in Behörden: Herausforderungen und Vorurteile

00:41:11

Nach einer Pause in der Kantine reflektiert Herr Reff über die täglich Arbeit im Ministerium. Er hebt hervor, dass Justiz nicht etwa männlich dominiert sei – im Ministerium herrsche eine ausgeglichene Geschlechterverteilung, selbst in Führungspositionen. Dennoch sei dies in der Gesamtpolitik selten der Fall. Er spricht sich für den öffentlichen Dienst als attraktive Karriereoption aus, insbesondere für Frauen. Zudem erläutert er die internen Abläufe des Social-Media-Teams: Ein Mix aus Jurist:innen, Grafikdesigner:innen und Redakteur:innen arbeite Hand in Hand, um Inhalte verständlich und juristisch einwandfrei zu gestalten. Das Team werde zwar oft mit Hasskommentaren konfrontiert, habe aber eine sehr supportive Community aufgebaut, die sich gegenseitig korrigiert.

Abschluss: Rückfahrt, Fazit und Ausblick

00:51:38

Der Stream nähert sich allmählich seinem Ende. Herr Reff packt seine Sachen zusammen, erwähnt jedoch noch einmal die Bedeutung des Tages der offenen Tür, bei dem Ministerien den Bürger:innen Einblicke in ihre Arbeit geben. Er betont, dass die heutigen Gespräche und die mediale Präsenz dazu dienten, Brücken zwischen Politik und Jugend zu bauen. Sein Fazit: Die Arbeit in den Behörden sei oft undankbar, aber essenziell für eine funktionierende Demokratie – und überraschend menschlich. Der Stream könne auf Instagram nachverfolgt werden, falls er später noch einmal live geht. Zum Abschluss bedankt er sich bei den Zuschauer:innen fürs Mitmachen.