Live aus Verschwörhaus ULM - Digi Talk: Johanna Pirker liest "The Game is on: Wie Gaming unsere Welt revolutioniert"
Streamstart und Vorstellung
00:00:0000:01:26 Ich glaube, ich glaube, man hört mich jetzt, oder? Ich kann gar nicht schief gehen. Test, Test. Ich frage kurz, hört sie mich? Das ist schon wieder so, hey, eine Minute bevor habe ich die Idee, wie es streamen ist. Ja, super. Schauen wir mal, ob es funktioniert. Also wir sind da im Verschwörhaus in Ulm. Wir fangen gleich mit der Lesung an. Also die Lesung ist ein Vortrag, ihr kennt den Vortrag. Aber wir probieren es. Es schauen, es ist alles ganz komisch, weil ich da allein mit meinem Computer rede. Aber Idee ist, wollte es.
00:03:06 Kann man noch mal bessere Musik vom Start haben?
Einführung in das Thema Gaming und Bildung
00:04:0000:04:00 So, wie das immer so sein muss, wenn man so ein Bildschirm hinter sich hat, der muss einfach zu den Teilveranstaltungen, aber er wurde gebändigt. Ja, schönen guten Abend miteinander. Ich begrüße euch ganz herzlich zu einer neuen Ausgabe unseres Formats DigiFork. Heute haben wir hier Johanna Pirka, angereist aus Graz. Alles gut mittlerweile? Ja, super. Streamen wir?
00:04:30 Ja, darf ich sonst auch mitmachen? Nicht schrecken, wir sind auch live auf Twitch gerade. Also schauen noch ein paar Leute auf Twitch zu. Ihr könnt auch Fragen stellen auf Twitch, wenn ihr sonst so schüchtern seid. Aber das war jetzt ein bisschen ein lustiges Setup. Schauen wir mal. Ja, also wir hoffen, es läuft alles, sonst bleiben wir live. Genau. Johanna, du bist Informatikerin natürlich.
00:04:57 Und du hast natürlich lauter spannende Schwerpunkte von Gaming, selbstverständlich, deswegen sind wir heute hier. Aber auch das Thema VR und KI begleitet dich. Du hast studiert in Graz und am MIT, was ich wirklich wahnsinnig beeindruckend finde. Und du bist im Moment als Professorin in Graz und in München.
00:05:24 Und dann hast du mir ja noch was ganz Spannendes vorhin erzählt. Du wurdest jetzt auch von der UNO berufen zum Thema KI. Also wir haben wirklich heute eine ganz hochkarätige Gästin, was mich wahnsinnig freut. Und ja, wir müssen uns ja heute leider, ich glaube wir können dich noch ein zweites Mal einladen, aber wir müssen uns so ein bisschen auf das Thema Gaming forcieren. Aber ich glaube man kann nicht ansonsten hinterher auch zu allem anderen, was den Stecker hat, fragen. Alles was...
00:05:53 Alles was eher Software ist. Ich bin überhaupt nicht mit Hardware, da war voll schwer, aber alles digitale, softwaremäßige, da bin ich daheim.
00:06:00 Ja wunderbar. Wir machen das heute ein bisschen anders als sonst. In der Regel haben wir hier ja schlicht und ergreifend eine Lesung mit Gespräch. Heute, du hast mir so schön geschrieben, willst du so richtig Professorin-like mit einem Vortrag starten? Da bin ich schon sehr gespannt. Das heißt, wir dürfen dir jetzt erstmal so etwa 50 Minuten lauschen und danach treffen wir uns hier wieder zu einem kleinen Gespräch. Ich freue mich. Vielen Dank, Johanna Fricker, dass du heute da bist. Dankeschön.
00:06:29 Ich schau jetzt nur, kann ich sonst was nehmen? Ich habe ja gesagt, hardware ja blöd. Also alles mit Software ist super. Ja, vielen Dank. Ich werde manchmal ganz kurz auch ganz doof aufs Telefon schauen, ob man mich da auch online hört. Aber ich glaube, das sieht ganz gut aus. Ich freue mich voll, dass da Menschen sind, die sich für das Thema interessieren. Das ist echt für mich immer ganz besonders, wenn...
00:07:00 Wenn man was tut, dann kriegt man Aufmerksamkeit. Das Thema, was ich mitgebracht habe, ist etwas, was mir ganz extrem am Herzen liegt. Und zwar, das sind eigentlich das große Thema, was ich immer versuche zu vermitteln, ist, wie man gegen Vorurteile, glaube ich, ein bisschen ankämpft. Und auch die Welt, in der ich bin, ist halt mit Vorurteilen extrem geprägt. Eigentlich jede Welt, in der ich bin, ist voll mit Vorurteilen.
00:07:25 Ich fange gleich an damit, damit ich klassisch in einer Vorlesung euch ein bisschen kennenlernen. Wird es mich interessieren, wer kennt denn diese Logos? Logo links oben, wer kennt das? Wer verwendet das ab und zu? Rechts oben, wer kennt das? Wer verwendet das ab und zu?
00:07:46 Logo ganz unten, wer kennt das? Wer verwendet das ab und so? Okay, jetzt müssen die im Chat mitschreiben. Was sind denn die ersten Stichworte, die einem einfallen, wenn man die Logos sieht? Das ist ja voll so, ich müsste jetzt mitarbeiten, bitte. Was sind denn so typische Einstichworte, wenn man die Logos sieht? Brainwad. Brainwad. Social. Gaming, man kommt zusammen. Content.
Vorurteile gegenüber Gamern abbauen
00:08:1700:08:19 Noch was? Also für die, die es benutzt haben, lustigerweise, haben wir gesehen, sehr viel Positives auch, soziales Zusammenkommen. Aber dann gibt es aber auch oft Vorteile. Bei anderen Vorträgen höre ich auch oft Zeitverschwendung, an was viele denken. Brainrot, glaube ich, fasst das auch sehr schön zusammen. Und natürlich, diese Plattformen sind sehr stark belegt mit dieser Idee von Entertainment. Das heißt, dass sie fokussiert sind auf...
00:08:49 vielleicht unsere Zeit zu verschwenden oder uns zu entertainen. Das heißt, das ist mein TikTok-Account mit meiner Katze.
00:09:09 Das heißt, wir haben auf der einen Seite dieser klassischen Entertainment, das heißt die Katzenvideos auf TikTok, rechts oben Fortnite, das ist eine Plattform, wo man gemeinsam mit anderen Videospielen spielt, also deswegen auch dieses Social, das ist, glaube ich, ein gesamtes Stichwort, und rechts unten ist Twitch, das ist eine Plattform, wo man traditionell anderen beim Videospielen zuschaut, so wie es ursprünglich designt ist. Twitch ist eine Plattform, die kennen, glaube ich, nicht alle immer.
00:09:37 Das heißt, es ist wirklich so das Sein, dass ich eine Person habe, die streamt. Wenn man jetzt auf twitch.tv slash joeyprink geht, würde man das jetzt live so sehen, wie ich den Vortrag gerade gebe. Und wo ich nochmal alles andere über Videospielen tusche und auf der rechten Seite bei meinem Chat, wo man dann halt auch darüber redet, was da passiert.
00:09:57 Was aber ganz wichtig ist bei diesen Plattformen, sind halt wirklich sehr viele soziale Interaktionen. Also auch gerade bei Twitch, das sind oft Communities, die sich dann um ein Thema finden, die sich um ein Spiel oder eine streamende Person finden. Und was halt all diese Plattformen auch gemeinsam haben, man kann sie auch für etwas ganz anderes verwenden.
00:10:17 Unter anderem CERN oder in Österreich werden auch die Nachrichten teilweise auf TikTok getanzt, aber ganz viel Educational Content ist auch auf TikTok zu finden. Fortnite hat einen eigenen Modus für Lehrende, wie ich damit unterrichten kann. Und Twitch ist eine Plattform, die liegt mir sehr am Herzen. Die habe ich während Covid verwendet, um meine Vorlesungen der Welt zu streamen.
00:10:44 Also da habe ich dann angefangen, wir haben auch vorher kurz geredet, also Entwickler, Entwicklerinnen einzuladen, zum Beispiel in meine Informatikvorlesung an der Theo Graz damals, die sonst vielleicht in den USA sitzen oder ganz weit weg und dass meine Studierenden in Graz aber trotzdem irgendwie einen Vorteil haben, wenn wir schon alle irgendwie von daheim aus lernen müssen, dass man dann trotzdem irgendwie sieht, wow, da gibt es doch Vorteile und ich kann anders lernen.
00:11:10 Ich habe dann alle meine Vorlesungen auf Twitch gemacht, weil Twitch tatsächlich wesentlich sozialer ist als eine Plattform wie Zoom. Twitch ist von dieser Art und Weise, wie man auch miteinander agiert, wie man chattet und Co. was extrem Soziales. Und das ist super spannend, wir haben auch schon Studien dazu geführt. Ich habe statt 100 Studierenden plötzlich 500 Studierende gehabt.
00:11:33 Ich habe manche Videos auf Twitch, die über 100.000 Aufrufe haben, wo plötzlich Leute voll gerne Grafentheorie lernen wollen. Nein, nein, wirklich. Und das ist einfach total schön, dass...
00:11:49 Absurd ist dann das coolste für mich als Lehrender, ich unterricht voll gern, mir macht das voll Spaß, aber mir macht es halt voll Spaß mit Menschen währenddessen zu reden, mit motivierten Studierenden einfach über die Sachen diskutieren und das ist bei Zoom, war das halt weg. Und bei Twitch war es das Gegenteil. Eine Vorlesung, wo es sonst 45 Minuten dauert hat, braucht hätte in einem normalen Vorlesungsraum, auch schon mit ein paar Diskussionen, hat plötzlich eineinhalb Stunden dauert.
00:12:17 Weil es so viele Diskussionen waren. Die Menschen trauen sich da viel mehr, über die Themen zu diskutieren und zu plaudern. Und das ist etwas, was ich total schön finde. Deswegen viele von diesen Plattformen, wo wir oft Vorurteile haben oder die wir in eine gewisse Kategorie stecken, sind viel bunter als wir glauben. Und das ist so meine Grundmotivation, die ich für heute mitgebracht habe. Ich würde gerne ein paar Sachen vorstellen, die man vielleicht...
00:12:44 Viele Sachen kennt ihr wahrscheinlich schon. Wer spielt denn regelmäßig Videospiele?
Persönlicher Hintergrund und Motivation
00:12:4900:12:51 Das wäre mal vielleicht auf 100% heute hoffentlich Challenge accepted. Also das ist so meine Challenge immer, dass ich vielleicht ein, zwei Spiele finde, die dann doch für alle irgendwie da sind. Weil auch die Welt der Videospiele hat so viele schöne Facetten und das möchte ich euch ein bisschen vorstellen. Bevor ich in den Vortrag reinspringe, möchte ich mich noch ein bisschen vorstellen, dass wir erstens vielen Dank für die anderen.
00:13:20 Vielen Dank für die Organisation und ich möchte mich aber auch immer selbst vorstellen, damit ihr auch wisst, wo ich herkomme und was mich eigentlich motiviert, damit man dann auch ein bisschen besser versteht, warum ich die Sachen sage, die ich sage. Also ich habe eine akademische Laufbahn in der Informatik.
00:13:41 Ich habe dann für den Master ein Zeit lang an das MIT gemacht. Da habe ich dann angefangen, Physik-Simulationen zu bauen. Und die ganzen Physik-Simulationen, die man da sieht, sind gebaut in Game-Engines. Das sind die gleichen Tools, die man verwendet, um Spiele zu entwickeln. Die habe ich dann schon früh verwendet, um auch Lehrsoftware zu bilden, die sonst viel zu teuer wäre. Das Labor, was man da oben sieht,
00:14:10 Das basiert auf einem Labor, was ich am MIT so gesehen habe. Und eigentlich, und da sieht man eigentlich schon, wie sehr ich gescheitert bin in meiner Urabsicht, weil als kleines Mädchen wollte ich so gern Physikerin werden. Und wie man sieht, ist das nicht so gut gelungen. Aber dann, wo ich am MIT war, habe ich dann am Physikinstitut lernen dürfen.
00:14:33 Und die Person, die ich dort kennengelernt habe, war ein ganz bekannter Physiker. Das war unter anderem ein PI von der Voyager Mission. Er war damals bereits kurz vor mir meritiert worden, das heißt pensioniert worden im akademischen Leben. Und ich habe mir dann vorgestellt, das allererste Mal, wo ich 2011 bin, in die MSMIT gegangen, dass ich in den USA war. Ich habe meine Diplomarbeit dort geschrieben. Ich war super nervös.
00:15:00 lerne ich ihn halt kennen. Das MIT ist halt diese Elite-Universität. Er ist halt einer der bekanntesten Professoren dort in dem Bereich. Und ich war so nervös. Und dann habe ich mich halt vorgestellt, so, hallo, ich bin Johanna, ich bin Spieleentwicklerin. Und er hat gleich gesagt, ich hasse Videospiele. Er war so um die 65 damals. Ich hasse Videospiele wie Super Mario, weil die Physik ist so falsch. Ich spiele aber so gern Skyrim.
00:15:29 Skyrim ist die Physik so toll umgesetzt. Ich muss das erklären. Skyrim ist ein Spiel, 60 Stunden, 80 Stunden durch die große Welt reiten und Drachen bekämpfen. Auf einem Pferd und Drachen, die physikalisch richtig toll umgesetzt sind. Und das ist das, was mich so motiviert hat. Und zusammen haben wir dann halt angefangen, so spielerische Elemente zu verwenden, um dann eben auch Physik schöner zu gestalten. Und da ist dann unter anderem genau diese Welt entstanden.
00:15:57 Also damals so eine Art virtuelle Welt, wo wir angefangen haben. Die Idee war so World of Warcraft, aber für Physik. Das war so die Grundidee. Das heißt, dass man gemeinsam lernen kann, aber dass alles sehr spielerisch ist, aber dass man vor allem auch reale Physik-Experimente und Simulationen, was damals gar nicht so leicht war zum Umsetzen, aber für mich eine schöne Challenge für mein Diplomarbeit, das wir zusammen gemacht haben.
00:16:21 Dann war ich eine Zeit lang Gastprofessorin auf der ETH, auf der LMU. Ich bin inzwischen, das sind glaube ich alte Slides, wenn ich schaue. Ich glaube, ich habe euch das alte Slides mitgebracht. Ihr müsst ganz kurz wegschauen, alle zusammen, auch online. Wir müssen kurz einen dezenten Wechsel machen. Bitte unterhalten euch da, weil großartig.
00:16:46 Jetzt bin ich Professorin auf der TUM. Jetzt bin ich seit einem Jahr im Lehrstuhl auf der TUM München. Der heißt End-Demental User Experiences. Wir arbeiten noch immer alle daran herauszufinden, was das genau heißt. Aber das ist ein Themenfeld, wo wir einfach versuchen, Spiele Virtuality, Augmented Reality in Verbindung mit KI-Systemen, mit Lernsystemen, mit medizinischen Anwendungen daraus Sinn zu machen.
00:17:15 etwas Gutes für die Weltsche zu machen. Das ist die Grundidee. Genau, da ist ein Logo aber auf meiner Historie, auf meinem Weg, was halt nicht auf das akademische, typische passen wird. Erkennt das jemand? EA, genau. Das Logo da.
00:17:35 Das ist Electronic Arts, das ist eine Spielefirma. Das heißt tatsächlich habe ich auch eine Zeit lang in der Spieleindustrie gearbeitet. Das war damals FIFA vor Blutboxen. FIFA 2010 stehe ich zum Beispiel in den Credits. Das zeigt ein bisschen, dass ich dann doch schon ein bisschen älter bin. Aber Command & Conquer Red Alert 3 habe ich zum Beispiel mitgearbeitet. Das sind alles Spiele oder ein ganz wichtiger Weg, der mich...
00:18:01 extrem geprägt hat. Und für mich war dann einfach diese Faszination auf der einen Seite die Welt der Spiele, aber auch die Welt der Spieleentwicklung und dann auf der anderen Seite die Wissenschaft und die Forschung. Und das ist so toll zu vereinen, weil da so tolles Potential in beide Richtungen ist. Und ein Weg ist es auch neu und ich sage das nur dazu, das heißt
00:18:25 Falls da auch Fragen sind in die Richtung, seit März bin ich bei der UNO. Es gibt, ähnlich wie das Klimapandel, gibt es seit Anfang dieses Jahres, haben sie ein Pendel zum Thema KI etabliert. Und das wollen sie halt auch.
Beruflicher Werdegang und UNO-Beteiligung
00:18:3800:18:39 Da haben sie 40 Expertinnen aus der ganzen Welt zusammengesammelt. Unter anderem Maria Ressa, der Friedensnobelpreisträgerin, Joshua Bencher, der meistert die Informatiker und Turing Award winner. Turing Award ist quasi unser Nobelpreis in der Informatik. Ich bin das kleinste Müsstchen dort. Aber ist nicht wichtig, was wir tun, weil wir versuchen wirklich diese Chancen und Risiken von KI auf wissenschaftlicher
00:19:07 Evidenz zu erklären. Das heißt, dass Entscheidungsträger, Entscheidungsträgerinnen, PolitikerInnen basierend auf unseren Analysen hoffentlich gute Regulierungen oder Entscheidungen treffen können unter dem Thema. Also da gerne auch Fragen stellen, falls es auch Fragen sind.
00:19:27 Genau, und das ist jetzt quasi so mein wissenschaftlicher Hut und dann liebe ich halt einfach diese Welt der Videospieler. Ich bin selbst Gamerin, ich liebe die Welt der Videospieler. Ich bin ab aufgewachsen, ab... Ah ja, jetzt kann ich nachher erzählen, was mein erstes Videospiel war. Das war nicht das, was wir vorher gespielt haben, sondern jetzt danach kommen.
00:19:48 Das sind ein paar von den Titeln, wo ich zum Beispiel schon mitgearbeitet habe. Aber ich liebe auch diese Welt des Streamers, die Gaming-Community. Das heißt, das sind für mich Communities, die einfach auch sehr viel Positives tragen. Nicht alle, das ist aber ein anderes Forschungsfeld. Aber grundsätzlich sind es so viele tolle Communities, die man in den verschiedensten Spielen oder Umspielen trifft. Und auf der anderen Seite liebe ich auch, selbst Spiele zu entwickeln. Also das ist das Spiel, an dem ich jetzt gerade arbeite.
00:20:17 das heißt Tales of Dimas, entwickeln wir Game Engine, wer kennt die? Game Engine? Ja, was ist das? Unity, genau. Das ist immer so ein bisschen testen, wenn man so die Leute kennenlernt. Aber das war so meine Grundmotivation, warum ich dieses Buch geschrieben habe. Und ich schreibe, ich erzähle das jetzt dank einer Person, die ganz hinten sitzt, dass ich ein Buch geschrieben habe, weil ich habe tatsächlich diesen Vortrag in ähnlicher Art und Weise für circa ein Jahr auf der Frankfurter Buchmesse gegeben.
00:20:48 und habe dann quasi mein Buch vorgestellt. Ich bin eine Professorin, ich kann voll gut Vorträge geben, aber ich kann voll schlecht aus einem Buch lesen. Das ist, glaube ich, nicht so meine Welt. Und dann habe ich aber vergessen zu erzählen, auf der Frankfurter Buchmesse, dass ich ein Buch geschrieben habe. Deswegen gehst du gleich, ich habe ein Buch geschrieben.
00:21:08 Was eigentlich auch diesen Vortrag ein bisschen zusammenfasst. Also tatsächlich hat es den Vortrag vorher gegeben, den ich in den modulischen Varianten in der Vergangenheit gegeben habe. Und basierend auf dem ist dann eigentlich dieses Interesse an dem Buch dazu entstanden. Und ich sage es auch gleich dazu, wie romantisch stellt man sich das vor, ein Buch zu schreiben.
00:21:30 Das ist links oben, sieht man Gott sei Dank nicht so gut, sieht man wie ich in einem Zelt beim Wacken letztes Jahr das Buch schreibe, die Deadline so nahe war. Das heißt es gibt schon nicht bessere Leute, die auch Buch schreiben. Ich habe mich voll bemüht, das ist glaube ich total nett geworden. Es wird keinen Literaturpreis gewinnen, aber es fasst glaube ich ganz viele Gedanken zusammen, die glaube ich in die Richtung gehen, warum Spiele doch...
00:21:56 eine gute Chance verdient haben, auch bei denen, die vielleicht Spiele sonst nicht spielen. Und für die, die schon Spiele spielen, gibt es einfach 100 andere Spiele, die man auch spielen kann und wissenschaftliche Fakten, wie der Evidenz basiert, was Spiele eigentlich Gutes mit uns tun können. Aber natürlich auch Risiken, aber dazu gibt es eh ganz viele polarisierende Medien, die das für uns aufarbeiten. Damit möchte ich
Gaming als kulturelle und gesellschaftliche Kraft
00:22:2100:22:21 auch kurz ein bisschen meine Geschichte erzählen. Wie bin ich eigentlich zu diesem Thema gekommen? Für mich sind die Welt, die Spieler eigentlich der Grund, warum ich erst dastehe. Warum ich in Professoren geworden bin, warum ich in der Wissenschaft bin, warum ich Informatik studiert habe. Das ist alles wegen Videospielen.
00:22:43 Eine meiner allerersten Erinnerungen, da war noch ein kleines Mädchen. Meine erste Erinnerung an die Welt der Spiele oder die Welt der Computer, da war ich ca. zwei oder drei Jahre alt und war das. Ja, ich habe schon gehört, Prinz of Persia, genau. Wer hat das auch gespielt?
00:23:06 Das sind schon einige. Also das war für mich, wie gesagt, ich bin dabei ein ganz noch kleineres Mädchen als jetzt und bin an der DOS-Maschine von meinem Vater gesessen und ich habe noch nicht gewusst, wie ich schreiben kann oder wie ich lesen kann, aber ich habe gewusst an der DOS-Maschine, was ich eintippen muss, damit dieses Videospiel spartet. Und das war für mich einfach dann so eine schöne bunte Welt. Man muss sich das vorstellen, sonst...
00:23:34 Das sind diese Maschinen, diese großen, grauen, klobigen, furchteinflößenden Maschinen. Und für mich war das aber eigentlich der Einstieg in diese buntesten Welten. Das heißt, alles, was da drinnen ist, ist für mich mit unendlich großen Welten verbunden.
00:23:53 Und damit würde ich jetzt gerne einfach anfangen, ein paar von den Klischees von Videospielen ein bisschen aufzuarbeiten. Und zwar, warum es auch meine Forschung so bewegt. Weil es einfach, es bewegt sowieso so viele von uns. Also wir haben es auch erst gesehen, noch sind nicht alle in diesem Raum Gamer. Wir bewegen uns dahin. Aber im Grunde, die Welt der Videospiele ist einfach riesig. Also das ist ein Stadion gefüllt mit Leuten, die anderen beim Videospielen zuschauen.
00:24:22 Auch, wie gesagt, bei Twitch-Streams, sonst irgendwas erreicht man teilweise viel größere Zuseherzahlen als beim klassischen linearen Fernsehen inzwischen. Große Matches haben teilweise mehr Zusehende als der Superball. Das sind riesige Zahlen. Die Videospielindustrie macht mehr Umsatz als die Buchindustrie, Musikindustrie, Filmindustrie zusammen.
00:24:50 Das sind irrsinnige Zahlen. GTA 6, kennt das wer? Das ist ein Videospiel, das erst zehn Jahre oder so in Entwicklung war. Kann man sich vorstellen, hat jemand eine Ahnung, eine Idee, wie viel die Entwicklung von diesem Videospiel kostet? GTA 6 wird im November spielen. Ich habe leider keine Zeit, Zelda remastered, kommt ja auch raus gleichzeitig. Aber was könnte denn so eine Produktion von einem Videospiel kosten?
00:25:21 Eine Milliarde, machen wir ein bisschen mehr. Zwei Milliarden sind die aktuellen Schätzungen. Zwei Milliarden für die Entwicklung von einem Video. Das heißt, das zeigt uns nur ansatzweise, was sie erwarten, dass das Wasser wieder zurückkommt. GTA übrigens, auch hier, ist total spannend, weil es gibt eine komplette Parallelwelt in GTA, die in GTA nicht klassisch spielt, sondern Roleplaying macht.
00:25:47 Das ist für mich, ich sag's wie gesagt, für mich ist es auch ein massives Phänomen, aber ich habe eine Schauspielerin, die ich richtig toll finde, das ist die Felicia Day. Das ist, ich glaube, bei Buffy hat sie mitgespielt und dann hat sie ganz viele Nerdsachen gemacht und der Guild, ganz, ganz, ganz, ganz tolle Webserie gemacht. Und die hat dann auch während Covid...
00:26:10 Schauspieler, Schauspielerinnen haben ja auch keinen Ort gehabt, wo sie da irgendwie performen können. Dann haben sie auch auf GTA angefangen quasi ihre Schauspieler durchzuführen und war richtig richtig spannend, wie man dann immer gesehen hat, wie diese Welten ein bisschen zweckentfremdet werden. So wie ich Twitch quasi jetzt hijack für einen anderen Tag und machen nachher noch eine heimliche Führung da durch den Ort, wo ich gerade bin.
00:26:35 oder für Vorlesungen, wie Fortnite verwendet werden kann für educational Content, kann an GTA auch verwendet werden, um Roleplaying, Schauspiel zu machen.
00:26:47 Eine ganz spannende Welt. Also für mich war damals, deswegen habe ich diese Slides, kann ich mich nämlich noch erinnern, dass GTA 5 einfach eins dieser ersten Medien war, die so viel mehr Umsatz gemacht haben, zum allerersten Mal als ein Hollywood-Blockbuster. Und das war damals Avatar oder Harry Potter. Und das sind einfach Zahlen, die glaube ich ganz viele gar nicht am Radar haben, was für ein immenser Wirtschaftszweig das eigentlich auch ist.
00:27:12 Dann als nächstes, also mein Liebling, wie schaut denn ein GEMA aus? Jetzt alle kurz so im inneren Auge den Average GEMA manifestieren. Wie schaut denn der GEMA aus? Wer stellt sich sowas vor?
00:27:36 Viele denken instant an einen jungen Buben, der zum Beispiel im Keller sitzt, Pizza und Chips isst und WOW oder was weiß ich was zockt. Das war übrigens ich, wie ich Mid Journey gefragt habe. Mid Journey ist ein KI-Bitgenerierungstool. Wie schaut ein typischer Gamer aus? Übrigens ein Problem von KI, dieser Bias, wir reden gleich darüber.
00:28:02 Ich habe das gleich ganz am Anfang mal gefragt, da waren auch drei junge Buben und ein Ork. Also viele denken halt instant an dieser...
00:28:17 Das ist von South America, von der TV-Show, falls ihr es kennt, so ein Screenshot. South America heißt es inzwischen. Sie haben sich umgenannt auch von South Park zu South America. Side note. Aber statistisch gesehen bin genau ich eine typische Gamer. Altersmäßig ziemlich genau und fast die Hälfte der Gamer identifizieren sich als weiblich und das durchschnittliche Alter ist ca. meins.
00:28:47 Das heißt, wir sind so bei 37, 38. Also 37, ich bin 38, das ist blöd, sonst funktioniert es nicht mehr so gut. Ah, 36. Genau. 24er Zahlen, sorry. Das nächste ist, ich frage es nochmal, kurz Hände hoch, wer spielt regelmäßig Videospiele? Hände oben halten und jetzt Hände oben halten für alle, die regelmäßig gemeinsam mit anderen spielen.
00:29:17 Das sind sehr viele. Sind das circa 78 Prozent, oder? Das heißt, circa 78 Prozent der Videospieler, Spielerinnen, spielen auch regelmäßig gemeinsam mit anderen. Das heißt, diese Idee, Videospieler sind junge Burschen, die also zu allein im Keller spielen, all das stimmt einfach nicht.
00:29:40 Wie gesagt, gesellschaftlich gesehen fast alle von uns spielen schon Videospiele. Es gibt auch speziell für ältere Menschen schon eigene Studie, speziell für ältere Menschen auch Videospiele spielen. Das hat auch einen Seiteneffekt. Es gibt nämlich richtig tolle Studien, die darauf hinweisen, dass es gut sein könnte gegen Alzheimer oder Demenz. Das heißt, da gibt es auch wirklich schöne Studien.
00:30:04 dass es da sehr, sehr positiv sein kann. Und hier habe ich auch eine kleine Oxford-Studie mitgebracht, die zeigt, dass viele Videospiele auch sehr gut für unsere mentale Gesundheit sind. Das heißt, Spiele wie Animal Crossing, muss man da sehen. Wer hat da Sachen so gespielt? Genau, ich habe das auch bei Covid angefangen. Ich wohne immer in einem Zelt, muss man sagen. Ich bin nicht so gut im Bauen.
00:30:31 Da sieht man einfach, dass auch während Covid hat sich sehr viel in diese virtuellen Welten verlagert. Weil das Schöne an einem Videospiel, dass die Technologie sehr gut funktioniert. Also ein Zoom-Call startet doch jeder immer noch mit. Hallo siehst du mich, hörst du mich? Twitch-Stream funktioniert, ich muss wieder mal kurz kurz schauen. Aber es schaut auch, glaube ich, ganz gut aus. Aber World of Warcraft funktioniert seit fast 20 Jahren.
00:30:58 Und ich kann mit hunderten anderen Menschen in 3D virtuelle Drachen besiegen und herumlaufen und die Technologie funktioniert wirklich gut. Und deswegen auch während Covid hat man gesehen, dass mehr und mehr Aktivitäten dann auch in Videospielen waren, auch wenn es nicht klassisches Entertainment war. Akademische Konferenzen waren in Minecraft, Hochzeiten war in Animal Crossing und ich habe auch ganz viel gesehen Trauerfeiern, das sieht man da links unten.
00:31:27 Das ist eine Trauerfeier, dass ein sehr bekannter World of Warcraft Spieler während Covid verstorben. Und das war die Trauerfeier in World of Warcraft zu Gunsten von diesem Spieler. Und da möchte ich auch eine kleine Side-Note machen, also dieses Soziale. Es gibt so eine Netflix-Show, die heißt E-Berlin, ein Dokumentarfilm, einen kleinen. Ich weiß nicht, ob den jemand zuvor gesehen hat, aber ein bisschen nicken sehe ich da.
00:31:55 Das war so eins von diesen Hausübungssachen. Das war eine total schöne Dokushow auf Netflix. Iberlin war ein junger Mann aus Norwegen, Mats, der an einer degenerativen Muskelerkrankung erkrankte. Er war immer im Rollstuhl, hat sich kaum bewegen können und die einzigen Interaktionen hat er halt quasi wie er bezig gehabt. Er ist dann sehr jung verstorben und die ganze Familie...
00:32:24 natürlich irrsinnig traurig, aber hat sie gedacht, er hat kein Leben gehabt und keine Freunde und war eigentlich nur den ganzen Tag am Computer. Und plötzlich kommen ganz viele Trauerschreiben.
00:32:38 Und so haben sie dann festgestellt, dass er in World of Warcraft einfach dieses total schöne Parallelleben gehabt hat mit Freunden, Freundinnen, Liebschaften, hat ganz vielen Menschen auch im realen Leben sogar so geholfen.
00:32:57 total schöne Tipps geben, Ideen geben und war für so viele Menschen wichtig. Also man darf auch nicht vergessen, dass Welten wie diese, beispielsweise für Menschen mit Behinderungen, irrsinnig wichtig sind. Das ist auch ein Teil, den wir zum Beispiel erforschen, dass wir sehen, dass Spiele und auch Communities mit Twitch
00:33:16 mit Menschen, die sonst vielleicht nicht in einen Raum wie diesen, wie heute, einfach spazieren können, auf unserer normalen, und Anführungszeichen, was auch immer normal sein soll, Gesellschaft einfach ausgeschlossen werden, absichtlich oder unabsichtlich, in digitalen Welten oft einen richtig schönen Platz finden, wo sie dann Freunde treffen können, sich eingeschlossen fühlen. Auch teilweise gibt es Szenarien,
00:33:43 wo sie kleine Jobs haben. Und das ist ganz wichtig, dass wir Welten gestalten, sowohl reale als auch digitale Welten, die einfach für alles sind. Und das ist für mich einfach immer in World of Warcraft ein richtig schönes Beispiel, weil es da so viele Entwickler und Entwicklerinnen gibt, die es erforschen und entwickeln, dass es für uns alle ist.
00:34:03 Ein paar weitere, ein bisschen ältere Statistiken, aber vielleicht auch spannend. Also sehr viele von den Spielen spielen gemeinsam, eben auch mit Familie, haben neue Freunde kennengelernt. Auch diese typischen Vorteile gegen Gamer. Mehr Gamer zum Hinweis, ältere Statistiken von der Entertainment Software Association.
00:34:29 auf Average Americans, wo man dann sieht, dass Gamer eher vegetarisch leben oder Sport machen oder ein Instrument spielen oder kreative Hobbys haben als Nicht-Gamer. Auch super interessant und gegen all diese Vorurteile. Aber da gibt es dann eben eine andere Welt, die mir extrem wichtig ist. Also ich habe schon vorher erwähnt, also für mich ist dieser klobe, graue PC
00:34:56 ist für mich von Anfang an das bunteste und schönste gewesen, was ich mir vorstellen kann. Viele fragen mich, warum ich in die Informatik gegangen bin, also gerade als Frau in der Informatik, weil wir sind leider immer noch nicht so viele, war auch die Frage, wie ich in diesen Bereich gekommen bin. Und ich kann nur sagen, es war dieser frühe Zugang. Für mich war das Anschauen von diesem Gerät einfach, die Erfüllung von allem, was in meinem Kopf ist, kann ich dadurch umsetzen. Und das ist diese...
00:35:25 Weil ich es lieb zu programmieren. Ich lieb Sachen zu entwickeln. Und ich glaube, ich bin ein kreativer Mensch. Ich habe aber nie herausgefunden, was meine Kreativität ist. Ich hätte voll gut zeichnen können, das ist nicht so gut. Musizieren ist okay.
00:35:43 Schreiben geht auch, aber es ist halt alles nicht meine super Skill. Aber ich hätte gerne voll gute Stories erzählen können oder voll die schönen Kompositionen. Aber dann bin ich drauf gekommen, dass ich durch das Coding, durch das Programmieren alles, was man im Kopf ist, nicht anderen erzählen oder vorspielen kann, sondern ich baue diese Welten und kann euch in meine Welt dann einladen durch ein paar Codezeilen.
00:36:11 Und die Code-Zeilen sind dann das, was für mich so bunt sind. Entschuldigung, das ist der Informatiker-Joke, der war super nischig, weiß ich, also für die drei, die lacht dann, danke. Aber hinter den Code-Zeilen ist dann halt schon kein Videospiel.
00:36:29 Das ist in dem Spiel das typische Katze muss Rauchen oder Herrchen in der Früh aufwecken. Das basiert auf der Idee von Equal machines, was so ein Physik-Game aus meiner Jugend, was ich geliebt habe, wo man so ganze Maschinen gebaut hat und das haben wir dann quasi für Katzen nachgebaut. Mit den Backraten haben wir kurz Zeit und das ist halt das was ich so schön, wie gesagt alles was in meinem Kopf ist.
00:36:57 kann ich euch als Welt bauen und ihr könnt es dann dort machen, was ihr wollt. Ihr könnt Chaos machen, ihr könnt irgendwie damit umgehen. Das finde ich eigentlich für mich das Schönste und meine Art von Kreativität. Und Spiele an sich sind sowieso was, was irrsinnig, irrsinnig divers ist und irrsinnig kreativ. Wenn man sich ein Videospiel anschaut, wer kennt das?
00:37:22 Assassin's Creed Teile sind bekannt dafür, dass sie jetzt zum Beispiel auch historische Elemente involvieren. Wenn wir uns ein Videospiel vorstellen, da sind ja tausende Menschen involviert in die Produktion von so einem Titel. Und das Schöne daran, da sind so viele unterschiedliche Menschen. Menschen aus der Programmierung wie ich, die das machen, dass es irgendwie bewegt. Aber im Hintergrund läuft Musik.
00:37:50 Diese Musik hat übrigens letztes Jahr, nicht die, aber von Assassin's Creed, die Komponistin vom letzten Assassin's Creed hat letztes Jahr einen Grammy gewonnen. Inzwischen gibt es einen eigenen Grammy für Filmmusik, weil es ist natürlich genauso Kunst wie die Kunst von, wie die Musik von Filmen. Das wird genauso komponiert, ist sogar eine Spur komplizierter. Warum? Wenn man sich ja so die Musik im Hintergrund von einem Bosskampf vorstellt.
00:38:18 Für manche dauert dieser Bosskampf eine Minute und die Musik muss total episch sein. Für mich dauert es vielleicht zehn Minuten oder noch einmal. Es muss aber trotzdem episch klingen und sich an mich anpassen. Das ist ein bisschen eine andere Herausforderung, sogar ein technischer Schmankerl dabei. Das ist super spannend. Es gibt inzwischen ein Grammy, Peabody.
00:38:41 Das sind diese auch journalistische und Auszeichnungen gibt es inzwischen auch für Spiele, weil die Welt im Videospiel einfach so unendlich bunt ist. Na gut, aber da hat man jetzt die Musik im Hintergrund. Das was wir da sehen, ist natürlich auch designt worden, gezeichnet worden, modelliert worden. Spannend war auch, wo Notre Dame damals teilweise abgebrannt ist. Da hat es dann die großen News gegeben, dass die
00:39:11 3D-Modelle von Assassin's Creed, was einen Teil gibt, der auch in Paris gespielt hat, so realistisch stand, dass sie sich anschauen, ob sie das basierend auf dem rekonstruieren wollen. Das war natürlich auch Blödsinn, haben sie es nicht gemacht, aber es war trotzdem eine nette Idee quasi, einfach diese Aufmerksamkeit, wow, da ist so viel Detailliertheitsgrad in den 3D-Modellen von diesen Spielen. Und wenn man sich das überlegt, jemand hat die Geschichte erzählt.
00:39:38 Das sind Schreiber, Schreiberinnen, Storyteller im Hintergrund. Jemand hat das interaktiv gemacht, Leute wie ich. Andere haben die Businessmodelle designt. Vielleicht haben die Blutboxen designt. Das kommt aus der Psychologie. Architektur, Brainstorming, Creative Writing, Musik, Technologie. Das sind so viele Faktoren, die da einfach zusammenkommen, um so ein Spiel zu entwickeln. Und das ist total schön und total komplex.
00:40:07 Also für mich ist jedes Spiel, was das Tageslicht sieht, ein Wundermerk. Wenn man sich vorstellt, ein Spiel wie GTA, was jetzt über Jahrzehnte entwickelt worden ist. Tausende Menschen haben an einer...
00:40:22 Vision gearbeitet. Man kann sich das vorstellen, wenn man selbst in kleinen Gruppen in einem Fünferteam arbeitet, wie oft man schon aneinander vorbeiredet. Jetzt muss man sich das vorstellen auf so einen langen Zeitraum, wie viele Technologien da inzwischen eigentlich waren, wie viele neue Konsolen und keine Ahnung was. Plötzlich kommt KI auch noch dazu. Und da war das so, dass dann einfach ein Erlebnis bietet, wo ich 80 Stunden Content habe, absolut fehlerfrei natürlich. Das ist jedes Mal ein Wunder.
00:40:50 Es wäre ein bisschen herunter, wenn es das genauso gäbe. Und das, was ich total schön finde, wir haben jetzt über diese großen Spiele geredet, aber jede einzelne Person, jede einzelne Person hier kann, das wäre Hausaufgabe Nummer zwei, selbst Spiele entwickeln. Das ist so zugänglich inzwischen. Also da sind wir noch weg von den KI-Welten, die lassen ich diesmal aus. Aber im Grunde ist die Welt von...
00:41:19 Videospielen extrem zugänglich. Viele bekannte Werke, das sind sogenannte Indie-Spiele, independent, kennen wir vom Film, kennen wir von der Musik. Das heißt, unabhängig von diesen riesengroßen Publishern können inzwischen auch mit Game Engines und Co. sehr gut selbst entwickelt werden. Viele davon sind so zugänglich, dass man keine Programmierkenntnisse braucht. Da sieht man zum Beispiel Scratch.
Zugänglichkeit und kreative Freiheit in der Spielentwicklung
00:41:2000:41:46 auf der rechten, also falls jemand Kinder hat, bitte, das wäre Hausaufgabe für die Kinder, das ist total toll. Damit können sie programmierend lernen und können kleine Spiele oder alles Mögliche programmieren. Und das ist Twine. Twine ist eine Plattform, wo man zum Beispiel wie früher diese Adventure, Text-Adventures programmieren könnte. Das heißt, wenn du in einem Wald stehst und links ist eine dunkle Lichtung, äh dunkle, äh dunkle.
00:42:13 dunkler Pfad und vor dir ist ein noch dunklerer Pfad und rechts ist ein ganz dunkler Pfad, wohin möchtest du gehen? Und das kann man ohne irgendwelche Programmierkenntnisse im Browser mit der Backlicks selbst umsetzen. Das heißt, das kann ich echt empfehlen, so als Spaß, irgendwo daheim mal ausprobieren. Twine, Twinery heißt das. Und das Schöne ist, dadurch, dass es alles so zugänglich ist, können halt sehr viele Menschen Spiele entwickeln. Es gibt auch viele Spiele, die dann von
00:42:40 Philosophen, Historikerinnen, Menschen aus ganz anderen Disziplinen entwickelt werden können, die dann diese Szene, diese Welt noch bunter machen und ganz andere Geschichten erzählen. Ein Spiel, was ich dir immer ganz gerne vorstelle, was ich heute visuell nicht mitbrachte, ist zum Beispiel Pathout. Pathout ist von einem kleinen Team in Österreich entwickelt und erzählt die Geschichte von einem syrischen Flüchtling.
00:43:07 Und das ist total entzückend designt, das heißt alles schaut ein bisschen Pokémon-esk aus. Aber jedes Mal, wenn ich eine Entscheidung treffe, und das sind halt gerade syrische Flüchtlinge oft sehr schwierige Entscheidungen, die ich treffen muss, kommt ein Realsvideo von Abdullah Karam, der Game Designer war, mitdesignt hat bei diesem Spiel und eben 2019 von Syrien nach Österreich geflüchtet ist.
00:43:35 wo er erzählt, wie es ihm währenddessen gegangen ist. Das ist kein Spiel, was...
00:43:41 traditionell Spaß macht, sondern was uns was ganz anderes lernen kann und zwar andere Perspektiven. Das ist halt einer von diesen Superpower von Spielen, dass ich Welten von anderen kennenlernen, Sichtweisen von anderen. Und das finde ich total mächtig. Wie gesagt, Spiele müssen nicht immer Spaß machen, sie können genauso wie ein gutes Buch uns einfach in eine andere Geschichte einmal mitnehmen. Das Spiel dauert
00:44:07 Ich glaube eine Stunde circa, ist frei verfügbar auf Steam, das wäre Hausabendung Nummer 3. Aber ist eine Erfahrung, die glaube ich sehr viele nicht in der Welt als Spiel erfahren würden. Es gibt ein Indie-Game, was glaube ich fast alle in dem Raum kennen. Was entwickelt ist von circa einer Person. Undertale kennen sehr viele und nicht fast alle. Minecraft. Minecraft.
00:44:35 Minecraft. Das bekannteste Indie-Game wahrscheinlich. Minecraft kennen glaube ich fast alle, vor allem fast alle Eltern. Und das Spannende daran, das hat angefangen wirklich von einer Person entwickelt und ist damals von 1,9 Milliarden von Microsoft gekauft worden. Weiß auch jemand, wer das entwickelt hat? Notch.
00:45:01 ein schwedischer Entwickler und er wollte dann Trivia nach Hollywood Hills ziehen. Aber Beyonce und ihr Partner... Jessie. Jessie? Ich habe immer Kenny West gesagt bei den Vorträgen. Ich weiß nicht, was im Buch steht. Okay. Beyonce und ihr Partner wollten das gleiche Haus kaufen wie er.
00:45:35 Rat jetzt mal, wer es gekriegt hat, wer es KD West hat. Tatsächlich hat es ein Spielentwickler dann gekriegt, dass man es sich auch vorstellen kann, also von diesen Dimensionen, wer wen dann überboten hat, da gibt es ein bisschen Trivia dazu, aber ja, wer es wohnt eher in dem Haus, als wenn ich Beyoncé kaufen wollte.
00:45:57 Es gibt noch ein anderes Spiel, normalerweise habe ich Braid auch immer, aber das ist eines von den Beispielen, die ich total motivierend finde, weil das gilt auch als eines der ersten Videospiele, damals von Jonathan Blow entwickelt, auch hauptsächlich von einer Person, wo man schon sehr früh gesehen hat, dass Spieler auch ein bisschen einen anderen Twist haben können. Früher war es sehr stark auf Entertainment und auf klassische Muster.
00:46:24 Mehr und mehr Spieler haben sich überlegt, eigentlich möchten sie andere Geschichten erzählen, vielleicht persönlichere Geschichten, vielleicht kulturelle Ereignisse. Und jetzt haben wir so einen Twist, wo wir sehen, dass Indie-Spiele mit Fokus auf Cozy, das heißt irgendwie so eine gemütliche, schöne...
00:46:42 spannende Erfahrungen total schön sind. Cozy Games, also wir haben über Tiny Bookstore vorhin geredet, das ist ein Spiel, wo ich einen kleinen Bookstore, einen kleinen Buchladen habe, ist zum Beispiel eines von den Spielen, wo ich einfach eine richtig schöne Zeit haben kann. Und auch da gibt es einfach Studien, die dann zeigen, dass das irrsinnig schön ist und gut ist für die mentale Gesundheit. Shooter auf der anderen Seite.
00:47:06 Es gibt Studien, die uns zeigen, dass wir dadurch bessere Chirurgen und Chirurginnen werden. Also als Shooter haben zum Beispiel auch die Eigenschaft, dass ich dadurch Hand-Augen-Koordination, die das nicht gut trainieren kann. Die werden auch tatsächlich für Trainingsszenarien oft eingesetzt. Also kurze Gegentrainieren. Ich hätte jetzt noch glaube ich circa fünf bis zehn Minuten Zeit für meinen Vortrag.
00:47:32 Zehn Minuten, sehr gut. Das heißt, ich mache jetzt eine Abstimmung. Wir haben jetzt drei Teile von diesem Vortrag, es geht sich aber nur eine aus. Entweder wir lernen das über Metal und Musik. Total spannend. Da schauen wir uns ein bisschen an, was hat Musik. Also gerade Metal-Musik, sehr nischiges Thema. Habe ich leider bis jetzt nie beim Vortrag erwähnen können. Irgendwie war das Interesse für das. Aber super Thema.
00:48:00 Also das wäre Variante A. Variante wäre B. Was hat Game Technology mit Wissenschaft zu tun? Das ist auch super spannend. Das ist quasi meine Wissenschaft und wir würden uns die UNO-Goals anschauen. Aber es ist halt nicht Metal und Games. Das wäre Variante B.
00:48:20 Und dann haben wir Variante 10, das sind so ein paar Science Facts zu spielen, zum Beispiel Zelda oder Pokémon. Das ist 10. Also machen wir ganz kurz A, Metal und Games. Ja genau, ja, ja, ja, ja. Also für alle, ich muss kurz in Twitch-Chat auch schauen.
00:48:43 Jetzt muss ich kurz im Twitch-Chat aufschauen, ob da jetzt alle gleichzeitig A geschrieben haben. Nein, wir sind aus dem Science-Ding, da wollen wir nicht hinweg von Pokémon. Da haben dann sicher alle Lacken geschrieben und so, jo. Okay, ich muss gegen, also Wissenschaftlerin, wer ist das B? Wer ist das C?
00:49:05 Ok, B und C sind online, also gibt es auf dem YouTube-Kanal. Ok, ich freue mich voll, dass ich zum ersten Mal Games & Music, Games & Metal präsentieren kann. Das war überhaupt nicht eine voll faire Umfrage, habe ich es gerade gemacht. Aber das, was ich zeigen möchte, also wie gesagt, es hätte D auch noch gegeben, dass wir Geschichte und uns...
00:49:30 Geschichte und Gegens gewesen. Also ich habe für viele von den ersten Kapiteln dieses Buchs, also all diese Chapter gibt es tatsächlich im Buch auch. Schau, jetzt lerne ich mein Buch zu promoten, das ist noch nie passiert. Aber es gibt tatsächlich auch kleine Videos auf YouTube zu den Themen, falls es euch genau interessiert, auf dem YouTube-Kanal. Aber ich bin total fasziniert eigentlich eben von dieser Welt, dieser Überschneidung zwischen Musik
00:49:57 Und jetzt in meinem Fall, ich komme ein bisschen aus der Metal-Szene, was sich in dem Bereich nämlich tut. Musik trifft Spiele. Und mir ist eigentlich sehr früh einfach aufgefallen, wie gesagt, ich werde speziell über Metal reden, aber dass die Überschneidungen einfach zwischen diesen kreativen Künsten extrem groß ist. Also wie gesagt, Grammy-Gewinner sind hinter, sind bei vielen beteiligt. Ganz viele aus dem...
00:50:26 Mein Buch ist so aufteilt, dass ich auch zehn Interviews in dem Buch habe, von verschiedenen SpieleentwicklerInnen, von StreamerInnen und unter anderem einer Opernsängerin. Und diese Opernsängerin, die Clio, ganz ganz ganz tolle Frau, kommt eben eigentlich ursprünglich aus dem Operbereich und erzählt dann aber eigentlich auch, wie ähnlich eine Produktion von einer Opernaufführung ist, von einer Produktion von einem Spiel.
00:50:54 Und dass sie diese Skills so gut nutzen hat können, wo sie dann selbst für ein österreichisches Spiel die Production gemacht hat. Und das ist einfach total spannend zu sehen, wie diese Welten eigentlich zusammenpassen. Und jetzt gerade im Bereich Metal ist es halt für mich total schön zu sehen, wie auch diese zwei Welten eigentlich einfach ständig miteinander verschmolzen sind. Ich weiß nicht, ob Nine Inch Nails...
00:51:20 Das ist eine Industrielle Band, also Industrial Metal ist schwierig, aber eine Industrielle Band glaube ich. Und eines der allerersten Spiele, die im First-Person-Shooter-Bereich waren. Das waren Romero und Carmack damals, das waren IT-Studio, waren Quake und...
00:51:47 Wolfenstein und du. Bei Quake hat dann auch so viele Fans auch innerhalb von Nine Inch Nails gehen, die gesagt haben, wow wir möchten da irgendwo dabei sein und umgekehrt Fans innerhalb von der Game Development Szene, also auch Romero ist großer Metal Fan, einer von den Entwicklern von diesen ersten First Person Shootern, dass die von Anfang an zusammen gearbeitet haben.
00:52:14 Das heißt, voll viele von den Soundeffekten sind damals schon von Nine Inch Nails, Trent Reznor gemacht worden. Und man findet, also nicht nur das Soundtrack, sondern auch diese Soundeffekte, man findet dann auch das Nine Inch Nails Logo, diese Lootboxen heimlich als Easter Eggs verteilt. Also erstens, dass Musiker, Musikerinnen Sound oder Musik für Videospiele machen.
00:52:38 Das ist mal Punkt Nummer eins. Was ich total toll gefunden habe, ist, dass diese Welt beflügelt. Wir haben ein bisschen diskutiert, warum das so sein kann. Also, wer hört zufälligerweise Metal? Ich weiß es ja in Spanisch. Aber ja, das ist ja überraschend schön. Die Welt vom Metal.
00:52:59 Wenn man sich die Texte anschaut, das sind oft auch ganze Welten, ähnlich wie ich es vorher erzählt habe. Ich liebe an Videospielen, dass ich Welten bauen kann, wenn ich als Entwicklerin, oder Welten von anderen besuchen kann. Ich finde das so cool. Und das ist aber eigentlich was man im Metal auch ganz oft sieht. Man beobachtet, wenn man eine Band hat, so ein gewisses Thema, wie da einfach wirklich so in den Texten, in dieser Fantasy einfach so auch kleine Welten entstehen.
00:53:27 Und eins von meinen Lieblingsbeispielen ist tatsächlich auch Brutal Actions. Das ist entwickelt worden vom Entwickler vom besten Spiel der Welt, Day of the Tentacle. Tim Schäfer, der diese Point-and-Click-Adventures früher gemacht hat. Also früher so eine Reihe von Point-and-Click-Adventures gegeben. Das sind eigentlich recht simple Spiele, wo man verschiedene Objekte miteinander verbindet. Man muss kleine Rätsel lösen.
00:53:57 Day of the Tentacle und dann gab es noch Monkey Island und Co. von LucasArts damals. Das waren für mich welche der ersten total wichtigen Spiele. Also das waren für mich kleine Rätsel lösen und viel darüber nachdenken, was da passiert, viel experimentieren. Und Tim Schäfer steht hinter Day of the Tentacle und auch ganz großer Metal-Fan. Der hat dann Brutal Legends gemacht.
00:54:19 wo unter anderem Gastauftritte sind in dieser Comicwelt von Lemmy Kilmister, von Rob Helford, von Judas Priest, Ozzy Osbourne, Dieter Ford und so weiter, wo sie dann halt versucht haben, so eine komplette Metal-Fantasy-Meets-Games in einem Spiel zu vereinen. Das heißt, da ist schon einen Schritt weiter gegangen. Das heißt, da war die Musik schon visuell einfach total sichtbar.
Spiele als Bildungs- und Lerninstrument
00:54:4700:54:47 Einen Schritt weiter ist er noch vor drei Jahren in Metal Helsing gegangen. Das war ein total schönes Kooperationsprojekt von einem Spieleentwickler, der bekannt worden ist durch die... ich glaube Battle...
00:55:05 Oh je, ich trau es mir nicht sagen, das verwechsel ich sicher. Aber ganz bekannter Spieleentwickler von anderen Triple Eight Titles und auch selbst großer Metal Fan. Und er hat dann mit ganz vielen ganz bekannten Musikern und Musikerinnen kooperiert, die dann speziell für dieses Videospiel auch eigentlich ein klassischer Shooter waren mit einem Twist. Und zwar, dass ich im Rhythmus der Musik...
00:55:34 Das heißt, ich kann nur, ich muss schießen und meine Waffe verwenden im Rhythmus der Musik. Und die Songs dazu sind von all diesen Musikerinnen und Musiker, zum Beispiel von Dark Trick und Tranquility oder System of a Down oder Arch Enemy, selbst eingespielt worden.
00:55:54 richtig schöne Kooperationsprojekt wieder, was einfach zeigt, was passiert, wenn Musik noch einen Schritt weiter geht und zwar Teil vom Game Design, von der Game Mechanics.
00:56:05 Dann gab es einige Titel, wo es so kleine Schmankerl gegeben hat. Die Schmankerl wie zum Beispiel das Blind Guardian, ich glaube in Deutschland kennt man Blind Guardian wahrscheinlich noch ganz gut, eine deutsche Power Metal SK Band, auch Teil, eine kleine Performance kriegt hat in Sacred 2. Und man sieht da, wie sie quasi mit Motion Capture eine ganze Performance, ein ganzes Konzert.
00:56:33 aufgenommen haben. Da gibt es ein paar Spiele, wo es dann so als Easter Eggs ein Konzert in einer Bar gibt, zum Beispiel von einer echten Band. Unter einem anderen ein modernerer Titel, Cyberpunk. Also die Band, die hinter Cyberpunk steht, ist eigentlich refused. Also eine reale Band hat dann eine fiktive Band namens Samurai in Cyberpunk gespielt.
00:56:58 Und das bringt mich jetzt zu einem meiner Lieblingsbeispiele, weil das ist jetzt eines der neuesten Beispiele. Und zwar, wir haben gestartet mit 9 Channels und hören mit 9 Channels auch auf. Also wir sehen ein bisschen, wie Musik und die Spieleentwicklung einfach immer zusammengehört haben auf unterschiedlichste Art und Weise. Teil von der Game-Mechanik.
00:57:25 natürlich die Hintergrundmusik bespielt, aber das ist eines der schönsten Projekte, weil sich ein Game Designer, und zwar Corey Davis, der ganz bekannt war, zum Beispiel von Spec Ops The Line hat er designt, ein sehr schönes Spiel, auch wieder mit einem sehr tragischen Twist, kein traditionelles Kriegsspiel würde ich sagen, sondern wirklich mit einem sehr emotionalen Twist und Robin Fink.
00:57:53 Robin Fink, auch Teil von der Hall of Fame, Gitarrist von Nine Inch Nails, hat unter anderem auch bei ganzen Roses Gitarre gespielt und auch total fasziniert von der Welt von den Spielen. Und die zwei haben dann zusammen ein Projekt, haben ein Spielstudio gegründet und ein Projekt namens Sleep Awake ins Leben gerufen. Sleep Awake ist...
00:58:19 sicher kein traditionelles Spiel. Es ist ein sehr künstlerisches mit Fokus auf atmosphärische Musik im Hintergrund, mit ein bisschen anderen Erfahrungen, die man macht während des Spiels. Und für mich ist es einfach so schön zu sehen, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit das Genre wieder pusht und ganz neue Erfahrungen entstehen können.
00:58:41 Und das finde ich so schön, dass Videospielen und diese Zugänglichkeit zur Videospielentwicklung uns einfach ständig ein bisschen rausholen aus dem, was möglich ist und uns immer neue Erfahrungen holen. Ja, mit dem, also wie gesagt, die anderen Talks, da hat es jetzt leider die Nobelpreisträger-Diskussion verpasst oder die United Nation Goals, über die hätten wir geplaudert, aber die findet ihr alle online.
00:59:08 oder ganz spannend Grafen Theorie, von der habe ich euch auch lange besprochen, aber die findet ihr gerne online. Also vielen, vielen Dank für das Interesse, für das Thema und für das zahlreiche Kommen und ich glaube, jetzt gehen wir ein bisschen in die Diskussion noch.
00:59:36 Ja, liebe Johanna, vielen lieben Dank für den tollen Vortrag. Ja, ich sehe mich leider schon spielen. Wobei ich habe vorhin zu Johanna gesagt, also wenn ich quasi vorbereitet bin in der Moderation, dann habe ich natürlich so einen Schuljärzler nebenher und schreibe dann so ein paar spezielle Themen auf und so. Und, äh, hi! Und dieses Mal ging es mir so, dass ich hier auch noch eine Liste habe mit lauter Gangs.
01:00:05 mal anspielen will und sie muss mich aber nachher aus einem Spiel, da musste mich aus einem Level rausspielen. Ich schaff's nicht, ich drehe durch.
01:00:15 Genau, ansonsten, ihr könnt euch beim Thema Games, so wie ich das jetzt beobachtet habe, teilweise wahrscheinlich deutlich besser aus als ich. Ich spiele, glaube ich, seit, kann das seit 25 Jahren Sims 2, immer wieder mal, und habe mich ansonsten kürzlich im Tiny Bookshop verloren, den ich hiermit sehr empfehlen möchte. Aber wenn ihr da irgendwelche gaming-spezifischen Fragen habt, dann erwartet nicht, dass die jetzt von mir.
01:00:45 Aber ich habe noch ein paar andere schöne Themen, die ich mit dir sprechen würde. Und zwar habe ich schon von dir gelernt, man darf oder sollte den Begriff Gamification gar nicht mehr so benutzen, der sei so negativ behaftet mittlerweile. Und ich dachte eigentlich, ja schön, einfach so schwierige Themen spielbar machen. Was ist denn da passiert?
01:01:10 Gamification ist ziemlich ein Hype-Begriff von One, der halt eher aus dem Gaming-Bereich rausgenommen worden ist und dann beispielsweise stark im Marketing und Co. verwendet hat. Wer verwendet Gamified Apps? Was fällt denn euch da ein? Die Namen von den Apps beispielsweise? Duolingo. Duolingo. Was noch? Dann frage ich anders. Wer verwendet LinkedIn?
01:01:43 LinkedIn. LinkedIn ist gamified. LinkedIn ist eine Plattform, wo ich eigentlich so Business-Informationen über mich preisgebe. Und die haben das Problem gehabt, dass sie zu wenig User gehabt haben, die wirklich alles von sich preisgeben möchten. Die nicht, welche Skills man hat. Also LinkedIn erzähle ich halt quasi meine Bio.
01:02:08 Wo habe ich studiert, wo arbeite ich gerade, was sind meine Skills, das ist eigentlich so ein Arbeitsnetwork, wo auch viele zum Recruiten hingehen. Und die haben massive Probleme gehabt.
01:02:19 glaube Microsoft steht dahinter, dass zu wenig Leute ihre Daten da eintragen haben. Und dann haben sie halt angefangen, diese Gamification Elemente zu geben. Gamification heißt immer, dass ich Elemente aus der Welt der Spiele nehme, aber meistens ist es sehr vereinfacht worden. Das ist eben das, was schade ist. Das sind Punkte, Leaderboards und Badges, auf das ist es reduziert worden.
01:02:43 Und wenn ich dann ein paar Punkte vergebe oder Leaderboards, dann werden die Leute so viel Spaß haben, als würden Zelda spielen. Und das ist halt leider sehr, sehr vereinfacht worden. Und LinkedIn, ich meine es funktioniert, ja. Also LinkedIn hat es dann beispielsweise benutzt, dass sie gesagt haben,
01:03:02 Ja, wow, Johanna, du hast schon 30% von deinem Profil voll. Wenn du jetzt noch erwähnen würdest, an welchem Projekt du gerade arbeitest, dann wärst du bei 45%. 100% ist das All-Star-Profile. Übrigens, Johanna, auf der Tier München bist aktuell nur Platz 312 von dem Profil. Also wenn du jetzt vielleicht noch ein paar Skills eintragen würdest und mehr Leute dich empfehlen, ich glaube, dann würdest du es vielleicht in die Top 100 schaffen. Und das ist da die kleinen Sachen.
01:03:31 die sie umgesetzt haben. Das funktioniert für voll viele Plattformen voll gut und wenn es richtig macht wird, ist es richtig toll. Also wir machen das auch voll gern im Education-Bereich. Wir haben auch damit viele Studien gemacht. Also wir haben dann zum Beispiel auch mit unseren Studierenden gearbeitet.
01:03:48 Und diese Leaderboard zum Beispiel, wow, du bist jetzt Platz 17 oder irgendwas, und jetzt bist du Platz 3 und bald bist du Platz 1, super. Das ist voll motivierend für manche. Aber alle von uns sind unterschiedlich. Also wir wissen auch, im Game Design gibt es Menschen, die ganz unterschiedlich spielen.
01:04:05 Oh Gott, das ist die Antwort, ich würde schon freuen. Man kann sich das so vorstellen, man stellt sich ein Spiel wie World of Warcraft vor. Ich spiele jetzt mit ganz vielen anderen gemeinsam in einer großen offenen Welt. Manche von uns spielen Folgen mit anderen. Das sind die sogenannten Socializer, sagen wir aus dieser Game Design Psychologie. Das heißt, die Socializer, die Folgen gemeinsam mit anderen spielen, voll viel Spaß haben, Quests gemeinsam zu lösen. Dann gibt es die, die Competitive spielen.
01:04:33 die einfach voll gerne in den Rankings besser sind, die vielleicht schon mit anderen spielen, aber vielleicht schon gerne herzeigen, dass ihr Schwert doch größer ist als das von anderen und dass sie vielleicht ein bisschen bessere Rüstung haben. Level 80, dann mit der 60er Gruppe spielen, aber dass es halt ein bisschen ein kompetitiveres Spiel ist. In dieser Theorie würden sie Killer heißen, also...
01:04:58 sozial, aber kompetitiv spielen. Und dann gibt es die, die gerne mit der Welt interagieren. Das heißt nicht so sehr mit anderen Spielern, sondern gerne mit der Welt. Also zum Beispiel die, die voll gern alles finden, alles überall 100% haben, alle Monster Stunts in GTA, immer die 100%, alle Schwammelsorten, Schwammel gibt es in Österreich. Ich weiß nicht, was Österreichisch ist und was es in Deutsch-Deutsch auch gibt.
01:05:27 Also, dass ich alle Schwammer in Skyrim finde und diese 100 Prozent. Das sind die Achiever. Also, die freuen sich dann über Batches und Co. Und da gibt es aber auch die Explorer, die sich einfach darauf freuen, wenn man einfach eine große Welt hat und die entdecken kann. Wenn ich da jetzt mal so eine Runde frage, wer wird sich selbst als Socializer sehen?
Gamification und Lernmotivation
01:05:4301:05:50 Danke an die eine Person. Ich schau kurz im Chat auch mit, vielleicht gibt es da mehr, da können wir verbinden. Killer, das heißt, wer spielt gern Competitive? Zwei, drei, ja. Dann haben wir Achiever, das ist jetzt ab vier zu circa. Und dann haben wir Explorer.
01:06:18 Ah ja, das ist ein größerer Teil. Sehr schön. Was wir entdeckt haben, war vor allem auch total spannend, dass manche, zum Beispiel die total motiviert sind durch diese Rankings, also vielleicht dieses kompetitive Fallen, die werden besser auch im Kurs, auch im Lernen. Aber gleichzeitig, wenn ich diese Rankings einführe, demotiviert das andere.
01:06:46 Das heißt, Leute, die das überhaupt nicht mögen und gerade im Lernkontext ist das so wichtig, dass wir natürlich alle abholen wollen, ist das demotivierend. Das müssen wir halt auch über bedenken. Ich kann mich an die Urfrage nicht mehr erinnern, aber ich glaube, die war irgendwo anders.
01:07:04 Aber das macht gar nichts. Wir können da jetzt vielleicht sogar ein bisschen abbiegen in ein ganz aktuelles Thema. Und zwar, wir waren beim Thema Gamification und darf man diesen Begriff noch nutzen und wofür wird der mittlerweile Missbrauch? Und wir können ja aber so ein bisschen drüber nachdenken. Also eigentlich ist ja schon so die Idee, jetzt im Edebo...
01:07:29 und vor allem auch bei den Kindern, kann man denen spielerisch auch schwierigere Themen nahe bringen. Und da ist ja die Frage, darf dann eben Lernen auch Spaß machen oder muss es eben schwierig sein? Kann es beides sein, Spaß machen und eine Herausforderung? Und was machen da die Videospiele?
01:07:51 Also da habe ich ein paar verschiedene Antworten dafür. Also erstens, ich bin nicht Team, wir müssen alles spielerisch machen, es muss nicht alles lustig sein, sondern es muss Leute dazu ausbilden, dass sie die Skills lernen, die sie für die unterschiedlichen Fächer beispielsweise brauchen, fürs Leben brauchen. Ich möchte ein paar Beispiele nennen.
01:08:13 Spiele sind irrsinnig gut, zum Beispiel das Experimentieren, das Zusammenbauen lernen. Man stellt sich vor, Deutschland und Österreich sind eh die Länder von Simulation Games. Wir lieben unterschiedlichste Sachen, Zusammenbauen, Strategiespiele, Simulationsspiele. Das sind Spiele, die uns irrsinnig fördern und fördern. Das heißt, da lerne ich total coole...
01:08:34 Ich selbst habe zum Beispiel eben diese Physikspiele gelernt, wo ich komplexe Maschinen zusammenbaue. Und dieses ständige Experimentieren, das ist genau das, was ich auch als Professorin in der Technik meinen Studierenden vermitteln möchte. Dieses Experimentieren, dieses Scheitern und dann was anderes ausprobieren, Scheitern und was Neues ausprobieren. Das machen Spiele irrsinnig gut. Das nächste, was ich total toll finde, wenn wir über Education reden, ich habe es vorher schon angesprochen.
01:09:02 Ich kann auch Sachen lernen, die mir vielleicht andere Medien gar nicht so gut lehren können. Stichwort Empathie. Stichwort in andere Fußstapfen treten. Stichwort die Welt aus anderen Augen sehen. Ich habe vorher schon das Spiel Perthard erwähnt. Ich möchte noch ein anderes erzählen. Das ist This War of Mine. Das könnten vielleicht manche kennen. Das ist von einem polnischen Studio Eleven Bits entwickelt.
01:09:26 Das ist ein Kriegsspiel, war kommerziell super erfolgreich, aber es ist nicht dieses klassische Kriegsspiel, was man sich vorstellt im Kopf, dass ich wieder ein amerikanischer Kriegsheld bin, der die Welt vor allen Terroristen befreit.
01:09:41 Sondern es erzählt genau eine andere Geschichte vom Krieg. Und zwar bin ich ein Zivilist oder eine Zivilistin und bin in einem Bunker und möchte einfach überleben. Das ist ein Szenario, was gerade sehr, sehr viele Menschen betrifft. Und das ist aber natürlich ein Szenario, was sich sehr viele nicht vorstellen können.
01:10:00 glücklicherweise, aber manchmal hilft es einfach auch schwierige Situationen zu verstehen und vielleicht auch das Gesamtbild unserer Menschheit ein bisschen besser einzuschätzen. Und das holt den Spieler, die Spielerin in den Krieg von Sarajevo. Und als ich das Spiel gespielt habe, es schaut ein bisschen aus wie Sims, also im Grunde bin ich in dem Bunker und ich muss eigentlich nur genug zum Essen haben und zum Trinken haben.
01:10:29 einfach diese lebensnotwendigen Sachen. Aber wie gesagt, im Krieg ist das halt nicht leicht. Ich habe das Spiel gespielt, war ein männlicher Charakter und war in diesem Bunker mit meiner Frau. Und war gut, also wir haben genug zum Essen gehabt, wir haben genug zum Trinken gehabt, aber plötzlich ist meine Frau krank. Und ich habe gewusst, ich muss jetzt aus dem Bunker raus, weil meine Frau braucht ganz spezielle Medizin, damit sie das überlebt. Und dann bin ich...
01:10:58 Und halt raus aus dem Bunker und habe versucht, irgendwie in einem Haus Häuser nebenan zu plündern und habe nichts gefunden und ich war dann schon ganz verzweifelt und dachte, wo finde ich diese Medikamente. Und im dritten Haus ist das ältere Eheba, die diese Medikamente gehabt haben, aber sie selbst gebraucht haben zum Überleben.
01:11:17 Im Spiel muss ich jetzt eine Entscheidung treffen. Im Spiel muss ich eine Entscheidung treffen. Nehme ich ihnen die Tabletten weg und rette das Leben meiner Frau oder drehe ich mich um und gehe zurück in den Bunker und schaue dann meiner Frau beim Sterben zu.
01:11:33 Können Sie das alle für sich selbst kurz überlegen, was man tun muss? Würde ich einen Film anschauen, würde ich mit Popcorn auf der Couch sitzen und denken, puah, das ist eine schwierige Entscheidung und dann warten, was passiert. Und das ist eine super Power von Videospielen, dass ich in dem Fall selbst eine Entscheidung treffen muss. Und das bringt uns halt extrem zum Denken. Und da gibt es sehr viele Spiele.
01:11:56 sowohl Diswarfline, aber auch Pathout, die gemeinsam natürlich mit Begleitmaterial dann teilweise auch in Schulen verwendet werden, um solche Szenarien dann gemeinsam mit Lehrpersonal zu besprechen. Weil wie gesagt, es sind nicht immer alle Entscheidungen leicht. Das gleiche zum Thema Politik. Da gibt es auch ganz viele Entscheidungen, ganz viele Spiele.
01:12:21 die helfen zu verstehen, wie komplex dieses System eigentlich ist und dass oft einfache populistische Lösungen doch nicht so leicht umzusetzen sind, wie es manchmal versprochen wird und dass dieses System ein bisschen komplexer ist und was uns dann auch quasi auch Politik ein bisschen anders erklärt. Also da gibt es einfach, das sind unterschiedliche Superkräfte von Spielen.
01:12:44 die traditionelle Medien vielleicht gar nicht haben, diese anderen Perspektiven einzunehmen, die Spielenden dazu zu zwingen, denken zu müssen, weil wir einfach Entscheidungen treffen müssen. Noch dazu, ich finde es halt so cool, also das, was wir entwickelt haben, wodurch ich dann halt ein bisschen bekannter geworden bin, war eben auch dieses Physiklabor, wo wir dann auch die Möglichkeit haben, diese Technologie zu nutzen, dass man mit Virtuality dann wirklich...
01:13:12 reinsteigen kann in diese Experimente und Sachen machen kann, die sonst unmöglich sind, zu teuer und aus welchen Gründen nicht möglich. Ob ich jetzt quasi die finanziellen Ressourcen nicht habe oder in manchen Hospizen gibt es dann auch die Möglichkeit, dass ich dann nochmal Orte bereisen kann und dann Geschichten erleben kann, aber wirklich Teil davon sein kann und wie gesagt auch Menschen mit Behinderung inkludieren.
Technologie und Inklusion in der Gaming-Welt
01:13:4001:13:40 Zurück, ich habe die Frage jetzt mal nicht vergessen, zurück auch noch mal zum Lehrbereich. Also ich werde dann oft gefragt von Eltern, was ist denn das beste educational Game, was ist denn das beste, ich sage ungern serious game, für mich ist das irgendwie so ein bisschen kontrovers, wenn ich sage, okay, serious game, serious game kommt aus ganz starken Militärbereich. Ich sage games with impact oder Impact Games, Spiele, die mir
01:14:08 wirklich einen Einfluss auf mich haben, mir irgendwas noch mitgeben außer klassischem Entertainment. Und ich sage, wenn ich gefragt werde, was ist mein Lieblings-Educational-Game inzwischen, halb ernst, halb eigentlich sehr real, Spiele wie Elton Ring oder Dark Souls. Wer bekennt denn das? Wie kann man denn das in einem Satz beschreiben?
01:14:35 Die Spiele belohnen diejenigen, die billig sind, Rückschläge in Kauf zu nehmen und dran zu bleiben. Das ist sehr schön, ja. Also es ist ja irrsinnig schwierig. Das sind so schwierige Spiele. Aber genau das ist das, was das Schöne daran ist. Ich lerne dadurch, wenn ich dran bleibe, wenn ich diese Rückschläge in Kauf nehme, wenn ich an mir arbeite und besser wäre, kann ich es schaffen.
01:15:05 auch wenn es 100 Versuche sind, beim hunderten Mal klappt es. Und diese Möglichkeit, dass ich so lerne, mich so verbessere, diese Skills erarbeit, auch nach 99 Rückschlägen, die ist in mir. Und diese Art von Resilienz finde ich ist so wichtig, unserer aktuellen Generation auch beizubringen. Wir haben vorhin über die PISA-Studie geredet.
01:15:31 Ich weiß nicht, ob das jemand schon mitbekommen hat, wenn ich das schon vorweg greifen darf. Die PISA-Studie hat ja diesmal ganz, ganz schreckliche Ergebnisse. Man sieht da, dass die EOS-Nink-Drop weltweit ist von den Ergebnissen von der PISA-Studie. Das ist diese Studie mit ähnlichen Fragen. Sehr gute Fragen, sehr gut ausgearbeitete Fragen, die uns einfach ein bisschen challengen, ob wir die Inhalte wirklich auch
01:16:00 verstehen, die wir da lesen, die da stehen, ob wir Studien interpretieren können, ob wir sinngemäß lesen können. Es ist jetzt nicht Rocket Science Fragen, aber es sind schon Fragen, wo man denkt, wenn jemand die Zeitung liest, dann müsste man diese Skills haben, um Studien dazu zu verstehen. Und diese Ergebnisse sind irrsinnig abgerutscht in den letzten zwei bis drei Jahren. Man hat am Anfang noch...
01:16:25 dass es durch Covid war, aber wir sind ja schon weiter weg und es ist jetzt nochmal gesunken. Also wir müssen uns auf jeden Fall überlegen, was wir da tun. Was ich auch noch dazu sage, nur weil ich finde Videospieler ein irrsinnig wichtiges, tolles Medium.
01:16:44 um solche Ziele zu erreichen, weil es uns eben unterschiedlich challenged. Also auch andere Skills, auch dass wir an Sachen wieder dranbleiben. Ich bin aber selbst zum Beispiel bei den sozialen Medien irrsinnig kritisch gegenüber. Also nur weil ich Informatikerin bin, heißt das nicht, dass ich alles liebe, was digital ist. Ich erforsche es irrsinnig gerne, wir machen auch ganz viel Forschung mit Social Video. Aber ich bin den Medien selbst auch sehr kritisch. Und auch bei den sozialen Medien bin ich sehr kritisch gegenüber.
01:17:10 nicht der Technologie, sondern den Algorithmen, wie sie umgesetzt worden sind. Also so wie TikTok und Instagram und Co gerade funktioniert, also ich weiß nicht, ob das jemand viel verwendet, aber das hat gerade diesen Algorithmus, dass man plötzlich drei Stunden Videos angeschaut hat und die Zeit vergeht einfach so schnell und das ist ein ähnlicher Mechanismus einfach so wie beim Gambling. Und Gambling zum Beispiel ist für mich ganz was anderes als Gaming.
01:17:35 Das sind für mich so unterschiedliche Welten und ich würde nie für Gaveling stehen, sondern was mich fasziniert sind diese bunten Welten, von denen ich vorher erzählt habe. Und wie gesagt, Social Media im Grunde ist so das Sein, dass es uns halt auch maximal lang in diesem System haltet und nicht uns, ja, das ist jetzt quasi eine Pandora-Box, die wir gerade aufgemacht haben und die KI-Systeme natürlich ähnlich.
01:18:02 Also wenn ich das noch erwähnen darf, was haben wir, ChatGPT zum Beispiel auf und so verwendet? Auf und so. Also man erkennt das ja dann. Oh wow, das war so eine tolle Frage. Ich bin ja so froh, dass du diese Frage gestellt hast. Ich kann dir eine Antwort geben, die nur maximal deinem Intellektor...
01:18:22 entspricht, aber ich finde das so toll, wie du sie formuliert hast. Diese Systeme schmeicheln uns massiv. Die sind auch so designt, dass wir möglichst viel mit interagieren. Also diese, vergisst nicht, die Systeme sind alle so designt, haben halt das Ziel, dass wir uns maximal lang in diesem System halten. Es gibt auch Videospiele, die genauso designt sind, aber für die würde ich auch nicht so positiv meine Entlanze brechen.
01:18:51 Also Educational Games war die Frage. Ja, hier machst du immer große Räume auch. Aber ich werde auch wahnsinnig gerne hinzunehmen, muss ich sagen. Also ich finde es total spannend, so einen Einblick mal in diese Welt zu kriegen. Und was ja...
01:19:08 Es gibt ja schon so ein bisschen Vorurteile, beziehungsweise ich sag's anders, es sieht irgendwie besser aus, ich bin jetzt Buchhändlerin, okay, das gibt vor, ich lese sehr viel und irgendwie sieht es ja besser aus, ich sitze im Zug und lese mein Buch, wie wenn ich da am Spielen bin.
01:19:24 Warum wird das so unterschiedlich gewertet? Also ich sage jetzt mal, wir sind so gleich alt, wir sind ja eigentlich damit aufgewachsen und kennen es doch von uns selber. Warum liegt da immer noch so diese Wertung drauf? Wir haben auf der einen Seite das Gaming, ach das ist nur so fortale Zeit oder wie oder was. Und auf der anderen Seite gibt es so diese Hochkultur. Also ich habe jetzt schon im Vortrag gehört, da tut sich jetzt so einiges. Aber in meiner Wahrnehmung gibt es da immer noch eine wahnsinnig große Diskrepanz.
01:19:52 Ich glaube, das kommt immer darauf an, mit wem man redet und wo man das beredet.
01:19:59 Mir kommt vorher, dass es in Deutschland und Österreich noch ein bisschen traditioneller gesehen wird. Wie gesagt, in anderen Ländern wird schon Peabody vergeben an sehr journalistisch hochwertige oder erzählerisch hochwertige Spiele. Also das finde ich halt so schade. Das ist halt auch einer der Gründe, warum ich das Buch geschrieben habe. Ich hätte es ja als Spiel programmiert, aber das hätte dann die Zielgruppe nicht gespielt. Nein, aber deswegen ist es mir halt so wichtig, dass man über dieses Thema redet.
01:20:28 Die Welt der Spiele ist genauso wie die Welt der Filme, genauso wie die Welt der Bücher. Es gibt ja nicht nur Dokumentarfilme, es gibt nicht nur Science-Bücher, es gibt ja genauso, es gibt ganz viele Pornos, die junge Menschen süchtig machen, es gibt genauso viel Trash auch in der Welt vom Buch und umgekehrt natürlich auch in der Welt der Spiele. Es gibt Spiele, die total...
01:20:55 toll sind, die neue Erfahrungen machen. Und dann gibt es auch Spiele, die so Design sind, die sie süchtig machen. Was ich nur schade finde, dass wir, wie du gesagt hast, also gerade bei uns und gerade in den Medien, also in Zeitungen und Co. halt sehr viel von diesen negativen Sachen hören, wobei der
01:21:14 ganz ein großer Teil bei diesen schönen Erfahrungen liegt. Wobei da sehe ich auch, dass sich da einiges ändert. Ich habe gesehen, gerade im Spiel wird auch sehr viel über die positiven Sachen geredet. Da habe ich einen Beitrag schreiben dürfen. Aber da sieht man schon einen Wandel, einen Kulturenwandel.
KI: Chancen und Risiken
01:21:3701:21:37 Ich würde mir halt wünschen, dass das Spiel genauso wie das Buch oder die Oper oder irgendwas im Kulturteil von den klassischen Medien auch besprochen wird, so wie es es verdient hat, weil es einfach ein Zusammenwerk von all den Hochkünsten eigentlich ist, vom Storytelling, von der Musik. Aber wie gesagt, man muss differenzieren. Die Welt des Spiels ist genauso vielfältig und komplex wie die Welt vom Buch beispielsweise.
01:22:04 Was meine Wahrnehmung ist, was das Ganze auch noch mal etwas schwieriger zugänglich macht für Menschen, die da jetzt nicht völlig drin sind. Ich habe eben diese verschiedene Hardware, die ich nutzen kann. Also habe ich jetzt irgendwelche Konsolen. In unserer Jugend war es ja total das Ding. Jeder Haushalt, also was weiß ich, die in der Nachbarschaft, die hatten Nintendo, wir hatten dafür die Playstation und dann hat man sich so ausgetauscht.
01:22:28 Und das macht es ja schon nochmal schwieriger. Brauche ich jetzt ein Steam Deck und überholt sich diese Technik wieder? Und wie halte ich meinen Gaming PC am Laufen, dass der allem gewachsen bleibt? Gleichzeitig kann ich dann die alten Sachen nicht mehr spielen. Also ich habe schon auch spielende Menschen bei mir im Haushalt. Und ich finde, das ist schon nochmal so ein Punkt, eine Schwierigkeit, die Gaming mit sich bringt, die ich jetzt bei Büchern und Filmen nicht so habe.
01:22:56 Wie siehst du das? Bin ich da jetzt irgendwie gedanklich blockiert oder ist das ein Ding? Da hat sie total verdammt durch Smartphone und Tablets.
01:23:05 Also da merkt man, so wie ich vorher erzählt habe, ich finde es total schön, dass erst für die unterschiedlichsten Zielgruppen auch dediziert Spiele entwickelt werden. Ja, natürlich alle von uns spielen unterschiedliche Sachen unterschiedlich gern. Und wenn ich jetzt zum Beispiel denke, früher, das ist ja irre, also wenn ich als Informatiker zurückdenke, also die Interfaces, die wir jetzt im Computer gehabt haben, also Maus und Keyboard gibt es einfach schon so lange und da gab es ganz lange überhaupt keine Revolution. Und eigentlich ist das noch immer das.
01:23:35 das Hauptding, was wir verwenden. Das war eigentlich das erste Ding, was da entwickelt worden ist. Und da gab es seitdem trotzdem nicht wirklich viel Neues. Aber gerade das mit Tablet, mit Touch-Input hat sich extrem verändert. Also da hat man gemerkt, dass es so etwas, was super intuitiv ist, was man jungen Menschen gibt. Die können sofort damit interagieren, obwohl sie es nie gelernt haben, aber umgekehrt auch ältere Menschen. Und da gibt es natürlich auch ganz viele Spiele.
01:24:01 Point and Click Adventures sind zum Beispiel auch wieder zurück, die genau das auch mitnehmen und aufgreifen und das sind Wege, die halt irrsinnig zugänglich sind. Da möchte ich aber auch einen kleinen negativen Teil davon bringen, was wir auch immer sehen, weil jetzt viele junge Menschen gerade mit den Systemen aufwachsen, die halt so zugänglich sind, dass manchmal
01:24:26 dann die Technologie und wie es funktioniert im Hintergrund schon komplett verborgen ist. Und das ist halt was, was mir ein bisschen weh tut als Informatikerin. Man glaubt immer, dass junge Menschen total tech-affin sind, aber sie sind halt aufgewachsen mit einer Welt vom Smartphone und wissen beispielsweise nicht einmal, wie so eine Ordnerstruktur auf einem Computer funktioniert, weil das halt schon so viel der Layer drunter ist. Sie sind sehr, sehr gute Anwender, aber leider fehlen so die Grundlagen.
01:24:55 setze ich mich immer sehr stark dafür ein, dass wir nicht nur digitale Grundkompetenzen, sondern auch wirklich Informatik eigentlich so früh wie möglich in Schulen oder Kindergärten als Fach bräuchten oder Fiddle Fiddle Education. Und das ist auch ein Hinblick auf alles, was wir sehen. Das wird auch bei den PISA-Studien, dass man einfach auch potenzielle Risiken und Co erkennt. Das wird mit KI natürlich jetzt noch einmal stärker.
01:25:26 Ja, also ich glaube, es sind so einige in unserem Alter hier und wir haben, glaube ich...
01:25:33 viel in unserer Jugend zu hören gekriegt, diese Ballerspiele, vor allem so in diesem Kontext mit diesen Schularmondleuten, da hieß es immer, die haben alle Ballerspiele gespielt und bla bla bla. Ich muss sagen, ich wäre ja mittlerweile sehr froh drum, wenn ich jetzt wüsste, der Chirurg, der mich operiert, der spielt keinen Shooter, weil es ja einfach, du hast es vorhin im Vortrag auch erwähnt, die Präzision schult, haben wir dieses blöde Klischee jetzt endlich hinter uns lassen können.
01:26:02 oder werdet ihr da quasi immer noch damit konfrontiert? Ich glaube, wir haben uns zum Großteil mit uns. Also ich merke schon, wir haben leider in Graz auch so einen Fall gehabt und da bin ich auch direkt interviewt worden. Ich bin Informatikerin, ich bin keine Psychologin. Es sind auch immer Fragen, gerade zu den Themen, die vielen Sorgen bereiten. Und wie gesagt auch...
01:26:25 Auch gerade das Thema Sucht, das sind sehr, sehr ernste Themen. Aber ich habe gemeinsam mit einem Psychologen, einem Psychologie-Professor, haben wir gemeinsam bei Podcast-Formaten erarbeitet, wo wir versuchen, verschiedene von diesen Klischees aufzuarbeiten, damit wissenschaftlichen Studien einfach zu besprechen. Und da ist mir halt immer ganz wichtig, ich möchte nicht...
01:26:45 diesen Hut tragen, dass ich jetzt nur weil Wissenschaftlerin bin, alles weiß, sondern ich habe meine Expertise in dieser einen Richtung und habe dann gemeinsam mit dem Psychologen eben versucht, so ein paar von diesen Klischees, natürlich Gewalt, Sucht und machen Spiele dumm und Co. in so einer kleinen YouTube-Serie aufzuarbeiten. Da dauert jedes Video, glaube ich, so ein halbes Stunde Gespräch für alle, die es interessiert, damit
01:27:14 Also falls da spezifische Fragen sind. Aber da gibt es so viele Studien, die das einfach zeigen, dass da keine Korrelation ist. Und genau, deswegen, ich sehe auch mehr und weniger und weniger, dass das Medien das aufgreifen. Also das ist glücklicherweise schon eins von diesen Vorteilen, die inzwischen weggefedert sind.
01:27:45 Was du auch in deinem Buch schön herausgearbeitet hast und vorhin erwähnt hast, ist das Thema Empathie durch das immersive Erlebnis im Spiel. Einfach, dass man so richtig in eine andere Person eintaucht und dort die Erfahrung macht. Das finde ich einen total schönen Gedanken und ich habe auch auf meinem Zettel ein paar Spiele notiert, die du erwähnt hast, weil ich das einfach interessant finde. Gleichzeitig ist es natürlich auch so, dass in Spielen auch oft...
01:28:13 wie in anderen Bereichen, wie in Filmen, in Büchern auch, irgendwelche Stereotype natürlich wahnsinnig verstärkt werden. Wie geht ihr da miteinander oder wie geht ihr damit um? Wie seht ihr das? Sagt ihr, okay, es gibt halt diese schwarzen Schafe, aber grundsätzlich gibt es einen Wandel oder wie ist da aktuell der Stand? Also wir machen auch...
01:28:34 viel Forschung zu dem Thema. Also natürlich, ich glaube, was man so auch gerade ansprichst, ist auch dieses Thema Frauen in diesen Welten. Es ist auch noch immer bedenklich, zum Beispiel, wenn jetzt ein Artikel über mich erscheint, wie viele darunter posten und da steht irgendwas mit Informatikerin oder geschweige eine Gamerin, wie viele Posten darunter sind, die sagen, ja, wow, was tut die da, warum ist die nicht in der Küche?
01:29:03 Und diese typische, was man eigentlich vor 10 oder 20 Jahren erwartet hätte, aber es hört einfach nicht auf. Also ich glaube, gesellschaftlich sagen wir...
01:29:13 immer noch ganz weit hinten und gehen noch teilweise sehr viele Rückschritte aktuell wieder zurück. Also ich fühle mich gerade in einer Zeitmaschine in die falsche Richtung. Und da ist es so wichtig, dass man viel Augenmerk und viel Aufmerksamkeit auf die Medien, die das gut machen, die das Positive setzen. Und auch viele Firmen, wo zum Beispiel das Thema Toxicity, das heißt, dass wir
01:29:43 Wir haben auch in Spielen, so wie in anderen Medien, das sind soziale Räume, wo sich Menschen anonym empfinden, gibt es sehr viele von diesem Ism. Rassismus, Sexismus, Stabilismus. Und wenn ihr zum Beispiel in einem Video spielt, also das war ein Beispiel von Instagram, von einem Spielartikel für meine Arbeit, aber wenn ihr es auch in einem Video spielt und man hört eine weibliche Stimme, gibt es sehr schnell sehr viele negative Kommentare.
01:30:11 Und da muss ich aber sagen, das setzt unter anderem unsere Forschung an, gibt es einfach wirklich sehr, sehr viele Spieleentwickler, die sich ganz stark dagegen wehren und Systeme entwickeln und erforschen, die...
01:30:29 die das verhindern und die Menschen auch ein bisschen aus dieser Anonymität nehmen, durch Meldesysteme und Co. Was halt ein bisschen schade ist, was wir zum Beispiel in unserer Forschung gesehen haben, dass für voll viele beispielsweise in Videospielen, die eben bekannterweise ein bisschen toxisch sind, dass die Leute eh damit rechnen, dass sie es gar nicht mehr melden. Und was wir zum Beispiel in der Forschung tun, also wie gesagt, ich kann für manche Sachen nur sehr persönlich reden, aber
01:30:56 Zum Beispiel alle Sachen, die mir persönlich irgendwie negativ passieren oder die mich stören, versuche ich nicht cremend zu nehmen. Auf cremend gibt es in Deutschland? Nein? Geht so? Doch, okay. Also negativ zu nehmen und traurig zu sein, sondern irgendwas Positives zu machen. Das heißt, wenn man sagt, gut, wir sind halt die Sachen passiert.
01:31:21 werden wir in der Forschung halt schauen, wie es anderen Menschen nicht passiert. Also wir entwickeln zum Beispiel Systeme oder Forschungssysteme, die versucht, dieses toxische Verhalten in Online-Medien, wie gesagt, das ist nicht nur Spiele, das ist einfach das gesamte Internet, das ist einfach unsere gesamte Gesellschaft gerade, muss man ehrlich sagen, und dieses toxische Verhalten zu erkennen, bevor es entsteht.
01:31:45 Das heißt, zu erkennen, wer könnte potenziell toxisch werden, ohne dass die Person schon toxisch ist. Weil was wir herausgefunden haben, das sind auch oft Trigger, die diese Personen dazu führen. In einem Videospiel kann man das nachverfolgen. Da kann man sehen, wow, die Person ist zum Beispiel in das neue Spiel gekommen, hat dann keinen guten Anschluss gehabt, hat dann selbst negative Spielerfahrungen gemacht. Und das hat diese Person dann an anderen ausgelassen.
01:32:12 Wie können und das kann man dann beispielsweise, das ist schon wieder beim KI-Thema, aber das ist beispielsweise wie wir KI verwenden, Machine Learning, um Muster zu erkennen, die Personen sind in der Vergangenheit toxisch worden, jetzt kann ich erkennen, die Person könnte toxisch werden, wenn sie jetzt in diese Gruppe kommt, wie wäre es, wenn wir sie in eine andere Gruppe involvieren, dass die Person im Spiel bleiben kann und nie toxisch wird. Das ist der Ansatz von unserer Forschung.
01:32:40 Das sind halt so kleine Ideen, wie man versucht, das hoffentlich ein bisschen besser zu machen, ohne Menschen auszugrenzen. Weil wenn diese Menschen dann einfach rausgebannt werden, dann gehen sie halt ins nächste Medium, ist dann dort toxisch.
01:32:57 Mit einem Klick auf die Uhr würde ich dir jetzt noch eine Frage stellen wollen und dann überlasse ich euch das Feld, um Fragen zu stellen. Du hast ja selber gesagt, du warst ein bisschen allein auf weiter Flur während deines Studiums und dir wurde ja auch gesagt, Informatik ist wirklich was und so. Wir haben gehört, also fast die Hälfte der Gamer sind weiblich gelesen, fühlen sich weiblich.
01:33:26 Warum gibt es dann noch diese große Diskrepanz? Wie könnte sich das etwas besser ausgleichen?
01:33:36 Ich glaube, da tut sich einfach ganz viel. Also was ich auch sehe, auch diverse Teams helfen da auf jeden Fall. Ich bin ein ganz großer Freund, wissen wir auf der Forschung, interdisziplinäre Teams, diverse Teams sind für unterschiedliche Projekte irrsinnig gut. In der Forschung beispielsweise hat es lange...
01:34:00 diskriminierende Algorithmen beispielsweise geben. Ich habe euch auch ganz am Anfang gezeigt, das Bild, wo wir die ganzen Orks sehen, das passiert auch durch die Datensätze, die wir verwenden. Sicherheitsgurte, ich weiß, ich hole immer irgendwo aus, das ist halt the nature.
01:34:19 Die Sicherheitsgurte beispielsweise in normalen Autos. Frauen haben tendenziell viel stärkere Verletzungen als Männer, weil die meisten Crash, der Damm ist aus der Vergangenheit, einen Normkörper eher von einem Mann haben als von einer Frau. Eine Frau ist tendenziell kleiner, hat einen anderen Körperbau. Deswegen haben Frauen tendenziell beim Unfall
01:34:41 viel schwerere Verletzungen. Das gleiche bei den Algorithmen. Algorithmen sind teilweise sehr sexistisch oder rassistisch. Eine Bekannte von mir am MIT hat in der Bildverarbeitung gearbeitet. Wir erkennen Muster in Bildern und man stellt sich vor, selbst fahrende Autos und viele von diesen Mustererkennungen in Bildern sind
01:35:09 Trainingsdaten basiert, die hauptsächlich weiße Menschen beinhaltet haben. Das heißt, weiße Menschen werden irrsinnig toll erkannt, weil mit den Algorithmen, die entwickelt worden sind, und schwarze Menschen werden tendenziell leicht übersehen, einfach wegen dem Trainingssatz, der verwendet worden ist. Was heißt das? Ein Auto überfordert tendenziell den weißen Menschen vielleicht weniger leicht wie den schwarzen. Ist der Algorithmus, der ist rassistisch?
01:35:36 das Auto? Aber das ist halt dieses System. Ja, auch Algorithmen können im Grunde diskriminierend sein. Das trifft es im KI-Bereich ganz extrem stark zu. Ich glaube, da müssen wir uns immer bewusst sein, sobald wir, das kann es am unterschiedlichsten, das kann innerhalb diverse Teams sein, das kann aber auch einfach Guidelines befolgen. Also zum Beispiel,
01:36:03 Mir ist es immer ganz wichtig, dass wir zum Beispiel Spiele oder Software-Designer, die zugänglich sind. Das heißt für Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen. Behinderung, das kann alles Mögliche sein. Wir haben ja diese fünf verschiedenen Gruppen, mir kann ein Finger fehlen, ich kann farbenblind sein. Ich glaube, fast zehn Prozent von allen Männern sind farbenblind. Das ist wirklich eine sehr große Gruppe, die das betrifft. Und nur wenn ich das weiß...
01:36:28 dann kann ich einfach auf diese eine Farbe verzichten oder kann ein kleines Setting machen, dass ich die Farbe ändern kann, aber oft weiß ich davon einfach nicht. Und wenn man solche Guidelines, sei es zum Thema Behinderung, sei es zum Thema einfach gutes inklusives Design, diverses Design, das gleiche natürlich auch mit Diskriminierenden, also zum Beispiel Spieler von früher, wo dann auch
01:36:55 sehr homogene Teams waren und dann ist vielleicht etwas lustig, was dann für eine Person, die nicht in dieser Gruppe ist, vielleicht nichts lustiges wäre, hätte diese Gruppe zum Beispiel alleine in der QA an dem Spiel mitarbeiten können und Feedback geben können, wäre dieses Fauxpas vielleicht von Anfang an nicht passiert. Deswegen man kann
01:37:15 Da tut sich gerade sehr viel. Die großen Firmen haben schon eigene Teams für diese unterschiedlichen Themenbereiche. Für Indie-Spieler gibt es inzwischen ganz viele Guidelines, Hilfen, Stützungen, Consulting-Gruppen und so weiter. Aber da habe ich das Gefühl, da tut sich einfach ganz, ganz viel. Gibt es eurerseits noch Fragen?
Diskussion über Diversität und Repräsentation
01:37:3701:37:39 Die Johanna wird bestimmt auch noch ein bisschen da sein. Ja? Also erstmal vielen Dank für eine tolle Sache, wirklich toll Vortrag, tolle Beiträge. Vielen Dank. Mich würde ein bisschen das Thema KI interessieren, wie du das siehst, so als Fachfrau da zu haben, so eine Fachperson ist ja schon der Wahnsinn.
01:38:02 Wir kennen es ja nur so ein bisschen von den Medien und so weiter und von manchen, die da so reden, die da jetzt auch, gestern, vorgestern, wenn da noch ein Artikel gekommen ist, wo einer aussteigt, wo er sagt, er hat Angst, wirklich Angst, dass die Menschen nicht erst in zehn Jahren, sondern sogar schon Ende dieses Jahrzehnts die Geschichten so weit entwickelt sind, dass es ungesteuert vorangeht. Das wäre also ja auch so ein bisschen nicht nur aufs Gaming, sondern allgemein bezogen, aber wahrscheinlich auch ein Thema von Gaming. Ist okay.
01:38:34 Also zum Thema KI, ich wiederhole kurz die Frage vom Chat, also war die Frage, wie wird KI uns bald alle töten? Also ich hole gerade, wenn ich darf, kurz ein bisschen, ich weiß, es liegt nicht in meiner Natur, ich würde es ein bisschen aushochen. Aber wir haben jetzt in diesem Report, in diesem Panel von der UNO, haben wir versucht, ganz neutral basierend auf diesen wissenschaftlichen...
01:39:01 Fakten, die es inzwischen gibt, einfach Chancen und Risiken sehr neutral zu beschreiben. Das heißt einfach, was gibt es aktuell für Studien. Das, was wir vor allem unterstrichen haben im Report, ist öffentlich zugänglich, ist sehr zugänglich auch geschrieben. Ihr könnt ja auch gerne einen Link teilen. Das wollen wir uns, glaube ich, auch alle. Ihr seid nicht einig, sondern dass die Sachen sehr, sehr schnell gerade passieren.
01:39:28 Das heißt, alles was mir passiert im Bereich KI, wenn ich das ganz kurz erzählen darf, das heißt, was bei uns sichtbar ist, Chat, Chibidi und Co., das ist quasi die Welt von KI und das sind die Large Language Models. Das ist ein ganz kleiner Teil, die können per se nicht die Welt.
01:39:44 beherrschen. Das was sie können in Verbindung mit diesen KI-Agenten, das heißt das sind kleine Systeme, die dann auch selbstständig kleine Aufgaben erfüllen. Da passiert gerade sehr sehr viel Entwicklung und die arbeiten sehr autonom und man hat das schon beobachtet, dass viele von diesen
01:40:07 Aktivitäten, die sie ausführen, nicht ganz dem entsprechen, was die, also in dem Fall zum Beispiel ich, die den Auftrag gegeben hat, eigentlich vorgehabt hätte. Das heißt, die missinterpretieren das, dann fangen sie an, manchmal auch Sachen ein bisschen zuckerschleiern und dann gehen ein bisschen einen anderen Weg. Das ist sehr spannend, was da auch passiert ist vor, ich glaube, es ist gut einem Monat. Da hat ja...
01:40:31 Von einem großen Modell haben verschiedene KI-Agenten ein anderes Modell angegriffen und gehackt.
01:40:38 Das war ein ganz großer Fall. Die haben dann auch angefangen, sich selbst untereinander, das waren glaube ich schon tausend Agenten oder so, die dann angefangen haben, untereinander zu reden, haben dann ein eigenes Messageboard, wo sie die Informationen austauscht haben. Also super spannend, was da passiert ist. Und das sind auch Sachen, die die Wissenschaft einfach zeigt. Das sind noch Sachen, die wir selbst nicht ganz genau verstehen, wie das funktioniert, beziehungsweise es passiert alles so schnell.
01:41:06 Wenn ich das jetzt zusammenfassen darf, das nennen wir das Evidenzdilemma. Das heißt, aktuell werden Sachen durch dieses Rennen, das kann ich auch kurz erklären, so schnell entwickelt, dass die Wissenschaft gar nicht schnell genug erforschen kann, ob es da Sicherheitsrisiken gibt, was das eigentlich mit uns Menschen macht, wenn wir mit diesen KI-Systemen reden. Da gibt es zum Beispiel auch sehr viele Fälle, das ist das, was...
01:41:34 wo ich mich auch sehr stark damit beschäftige, von Fällen von KI-Systemen, wo junge Menschen gar nicht so richtig verstanden haben, dass das jetzt ein KI-System ist und kein realer Freund. Und da gab es dann auch Suizidfälle, also da bleiben Fälle bis zu Suizid hin. Das heißt, wir stehen vor ganz vielen Herausforderungen und das alles in einer ganz großen Geschwindigkeit, weil die Systeme verbessern sich halt auch stetig selbst.
01:42:03 Das was man da auch beachten sollte, wir haben da zwei Stränge, das heißt, was passiert mit den KI-Agenten, die ein bisschen außerhalb von unserem eigentlichen Auftrag agieren, haben uns selbstständiger zum agieren anfangen und dann auf der anderen Seite sind diese Werkzeuge, also ich benutze bewusst das Wording Werkzeug, die sind so mächtig.
01:42:32 Inzwischen kann ich danach auch kurz erzählen, was da gerade in der Mathematik passiert ist. Die sind so mächtig, dass sie auch Menschen mit bösen Absichten, halt bösenig, schnell helfen können, gefährliche Waffen, gefährliche, also gefährliche Forschung zu betreiben und so weiter und so fort. Das heißt, wir haben da jetzt zwei
01:42:53 Schwierigkeiten. Und ich glaube, wo wir uns jetzt alle einfach einig sind, dass halt sehr viel sehr schnell passiert. Und da wünschen wir uns halt einfach ein bisschen mehr Zeit, dass wir als Wissenschaftlerinnen das Ganze besser verstehen können, weil KI hat ja auch so viele tolle Sachen. Also wir können, die Forschung wird so beschleunigt dadurch. Das heißt, auch meine Forschung wird dadurch viel schneller. Und wenn ich also noch in die Zukunft denke, was das
Zukunft von KI und mathematische Durchbrüche
01:43:2001:43:20 bereits das bedeutet, vor zwei Jahren, das sind jetzt die Slides, die ich euch nicht gezeigt habe, die wolltet ihr nicht sehen, ihr wolltet jetzt ja Metal sehen, aber vor zwei Jahren hat ein ehemaliger Spieleentwickler, Demisa Sabis, den Nobelpreis für Chemie bekommen, weil die Spieleentwicklung und die KI-Modelle, die gehören sehr eng an manchen Stellen zusammen. Demisa Sabis hat früher bei
01:43:49 bei Black and White mitgearbeitet, bei Black and White das KI-System und er hat dann eine Firma gegründet namens DeepMind. Und DeepMind hat vor zwei, drei Jahren ein ganz großes medizinisches Problem gelöst und zwar die Proteinfaltung. Das ist ganz wichtig, damit kann ich unterschiedlichste Medikamente, im medizinischen Bereich ganz, ganz, ganz groß und wichtig, absolut verdienter.
01:44:17 Nobelpreis. Gut, also wir haben ein total tolles Potenzial, dass wir alle personalisierte Medizin bekommen, personalisierte Lernumgebungen, Klimaforschung schneller. Aber wie gesagt, aber auf der anderen Seite sehr viele Fragestellungen, also zum Beispiel Cybersecurity, also diese Hackerangriffe. Menschen mit böser Absicht können das dann natürlich auch verwenden, um schnell in andere Systeme einzudringen.
01:44:44 Das heißt, was wir uns wünschen in der Wissenschaft, wäre zumindest diese Zeit, dass wir wissenschaftlich alles besser verstehen, was da passiert. Das sind unterschiedliche Sachen, eben von den Technologien im Hintergrund natürlich, auf der anderen Seite aber auch natürlich diese Mensch-Maschinen-Interaktion. Das heißt, wir haben ja auch gesehen bei Social Media, da ist entwickelt worden, entwickelt worden, dann kommt man irgendwann drauf, vielleicht ist das für Menschen oder für Kinder gar nicht so toll.
01:45:11 Aber es wäre schön vorher zu wissen, was das eben Gutes oder auch Schlechtes für uns tun kann. Ja, und das was man jetzt halt gesehen hat, es kommen halt jetzt jeden Tag sehr viele Nachrichten. Wie gesagt, wir müssen da auch immer ein bisschen differenzieren zwischen sehr viel Hype und sehr viel Angst. Also in beide Richtungen gibt es einfach Extreme.
01:45:39 Manche Sachen sind auch sehr starkes Marketing, aber da sehen wir halt auch, dass es halt aktuell die großen Modelle halt in der Hand von wenigen großen Firmen liegen. Und das ist natürlich auch was, was man natürlich kritisch betrachten kann. Und wir sind in Europa, sind wir recht weit hinten, also optimistisch gesagt, sind wir recht weit hinten. Und wir haben wirklich Amerika auf der einen Seite sehr, sehr, sehr stark, sondern China.
01:46:08 Und das ist auch die Frage, was wir in Europa da eigentlich auch beitragen können und wie wir da auch diese digitale Souveränität nicht verlieren. Das heißt, wenn wir es zum Beispiel verwenden regelmäßig für unsere Prozesse und dann Trump beispielsweise wieder tweetet, nein, jetzt dürfen sie nur amerikanische Staatsbürger verwenden, das ist natürlich gefährlich. Das, was in der Mathematik jetzt passiert ist, wer das schon mitkriegt?
01:46:37 Das ist super spannend. Also wie gesagt, ich bin ja Informatikerin, aber wir sind der Mathematik sehr nahe. Und das ist, ja, das ist die junge Studentin, habe ich schon irrsinnig früh erklärt gekriegt, die sieben Millennium-Probleme. Also wenn ihr die löst, dann werdet ihr reich. Damals war noch eine Million voll viel Geld und nicht dreimal tanken gehen. Aber das waren halt so unlösbare Probleme, wo man irgendwie so hat,
Abschluss und Ausblick auf zukünftige Events
01:46:4001:47:03 alle in der Mathe dick darauf hingeschaut haben und gedacht haben, wow. Und eines davon ist Navier Stokes Problem, das sind diese Wellengleichungen, das hat wie Strömungen funktionieren, kann ich so darstellen, aber da gibt es immer so eine offene Frage gegeben, die dann eine zu einer Singularität führen würde, aber das hat man bis jetzt nicht beweisen und nicht zeigen können. Und vor drei Tagen hat OpenAI einfach getweetet, hallo, das ist die Lösung, viel Spaß.
01:47:32 Das kommt aber mit einem Rattenschwanz von Diskussionen. Und zwar, das war natürlich für die ganze Mathematikforschung, also ist es natürlich irrsinnig spannend, man fragt sich ständig, also ist Mathematikforschung noch notwendig? Ja, ist sie. Das ist aber, glaube ich, eine andere Pandora-Box, ich habe eh schon 20 geöffnet und da rumliegen. Aber das, was ganz spannend ist, ist,
01:48:00 Der Disput aktuell, dass zwei Mathematikforschende, einer davon von einer Gegenfirma kommen, von Antropic, haben jetzt im letzten ganzen Jahr an diesem Problem gearbeitet, genau an diesem einen Problem. Und unter anderem haben sie ein Modell von OpenAI verwendet.
01:48:22 um quasi ein paar von den Hypothesen zu testen und ein bisschen weiterzuentwickeln. Was sehr toll ist, wie gesagt, für die Forschung ist es so ein cooles Werkzeug, dass ich meine Forschung schneller, effizienter betreiben kann. Aber jetzt ist halt die Frage, OpenAI hat dann die... Hat das verwendet? Das wissen wir ja nicht, aber die OpenAI hat dann halt gemerkt, dass die zwei an dem forschen und hat halt...
01:48:49 einen Haufen von Agenten in 88 Stunden auf dieses Problem losgelassen und in 88 Stunden und über 10 Millionen hat es kostet, also das ist eine Million, seit da nichts mehr, über 10 Millionen hat es gekostet, dass sie das Problem dann lösen. Und das ist halt die Frage. Und das ist wie gesagt auch aus Forschersicht total spannend, weil
01:49:14 Ist das die Lösung in diesem Modell gewesen? Haben sie gewusst, dass sie in diese Richtung geforscht haben? Selbst haben sie auch gesagt, es kann schon sein, dass das Modell da weiter trainiert worden ist. Also für alle, die mit Chachipedi und Co. arbeiten, nicht vergessen. Also alles, was ihr tut mit diesem Modell, ist Teil von diesem Modell. Das kann man nicht wie Suchmaschine löschen.
01:49:40 ist und bleibt Teil von diesem Modell. Jede Interaktion, jedes Gedicht für die Oma im Kafka-esken Stil ist Teil von diesem Modell geworden. Da ist es eben die Frage, ja, zwei Fragen natürlich, wem gehört das jetzt? Gab es da sogar eine Art von Betrug? Das ist der große Krimi. Für mich ist es aber auch sehr spannend zu sehen.
01:50:08 hätten die Agenten das auch ohne diesen human input, diesen menschlichen input überhaupt lösen können. Das finde ich wieder total spannend. Also das heißt, die Menschen haben ja damit gearbeitet, schon Ideen mitgegeben, hätte die Maschine das ja schon alleine auch geschafft oder war dann das auch quasi das, was hingegangen ist. Aber wie gesagt, wir sind ja gerade ganz am Anfang, aber ganz große Frage stellen wir leben in sehr interessanten Zeiten.
01:50:39 Blick auf die Uhr und einen sehr interessanten...
01:50:45 Jetzt doch ein bisschen lang in Antworten. Ich sage jetzt einfach mal, du bist noch ein bisschen da. Ja, dir kann man noch Fragen stellen. Aber ich würde jetzt zunächst mich ganz herzlich bei dir bedanken. Es war ein total spannender Abend und wir haben jetzt alle das Rennenende vor uns. Und wir könnten jetzt noch testen, gibt es jetzt echt noch jemanden, der jetzt zukünftig nichts spielen will die nächsten Tage?
01:51:12 Also Johanna, du kannst hier noch gleich nacharbeiten. Ansonsten noch kurz Hausmeistern hier. Zum einen sind die Labs heute noch offen. Da könnt ihr gerne noch eine Runde drehen, euch auch was zu trinken holen. Da gibt es Kühlschränke gegen Spätenbasis. Ihr könnt natürlich auch noch spielen. Ich weiß nicht, ob man dich da vielleicht nachher auch noch antrifft.
01:51:36 kann passieren. Und ansonsten haben wir noch zwei DigiTalks dieses Jahr und zwar zum einen am Freitag, den 25.09. Also in zwei Wochen ist die Veronika Kracher da. Das ist der Ersatztermin, sie war im Sommer leider erkrankt. Sie kommt mit ihrem Buch Bitch Hunt, da geht es um Misogynie im Internet. Also ganz anderes Thema, aber auch sehr groß und wichtig.
01:52:00 Und am 23. Oktober, da schließt es dann wieder ein bisschen zu dir an, kommt die Simone Goldschmied-Lechner zu uns mit dem schönen Buch Nerd Girl Magic. Und zwar geht es also um diese ganze Nerd- und Geekkultur, aber eben mal so aus weiblicher Perspektive erzählt. Da freue ich mich auch sehr drauf. Also vielen lieben Dank auch Ihnen fürs Kommen und spielen Sie dann schön über das Wochenende. Dankeschön.
01:52:29 Applaus
01:52:41 Jetzt passt es mir als Buchhändlerin schon. Es steckt an. Natürlich haben wir auch diverse Exemplare des Buches hier und ihr könnt euch gerne eins kaufen und euch noch belesen und wirklich unfassbar viele Spieltipps holen. Da hinten hat es auch noch ein ganz tolles Verzeichnis drin. Genau, das wollte ich noch gesagt haben. Dankeschön.
01:53:17 Ich finde es wirklich toll und ich muss daran denken, früher, ich glaube das ist auch schon so 15 Jahre her, da gab es noch diese Gaming-Sendung, Game One von MTV. Ja, jetzt gibt's Game Two. Ach, gibt's das? Ach, wie cool. Das fand ich immer mega und dann war ich echt auch immer so auf Stand und das ein oder andere hat auch so. Das war alles so toll gemacht. Jetzt gibt's Game Two, genau. Das machen andere, oder? Ja, ich weiß. Ich fand die Hand so lässig. Das ist mal schauen.
01:53:46 Habt ihr gut verstanden auch da. Hallo.
01:54:10 Ich habe gerade studiert und bin in der Exil Design und habe viel über Naturalty und deswegen bin ich ganz oft über dich stolper. Ich bin jetzt in der ULM und habe gezeigt, dass ich die letzten mal vorbeifahren habe.
01:54:38 Dein Unterhalt.
01:54:53 Vielen Dank.
01:55:22 Vielen Dank.
01:55:27 Ja, Hamburg, bei der Exigetik-Festinale, ist es ja ein bisschen zugegangen. Ja, Hamburg, der war auch eben. Aber ja, hier ist es für...
01:55:54 Ich sag nur da.
02:03:32 So, okay, wir gehen jetzt ganz kurz noch das Lab anschauen. Ich nehme euch da noch ganz kurz mit. Hört ihr mich? Seht ihr mich? So. Da ist er gestanden. Aber es ist voll cool. Achtung, wir gehen gerade mit dem Twitch Chat, gehen wir das Lab noch schön anschauen. Eine kurze Tour. So, da geht es runter. Ich hoffe, das Internet haltet es aus.
02:03:59 Der wurde jetzt nicht zurückgelassen. Es gab noch eine Signierstunde und Ingmar war so klug und hat es erwähnt, dass es Bücher gibt. Da gibt es so eine kleine Café-Küche.
02:04:10 Da gibt es so kleine Labore. Und jetzt, wir versuchen alle möglichst anonym zu halten. Wir sind gerade live noch. Ich kann aber nachher voll gern plaudern. Ich bin in drei Minuten draus. Wir gehen nur gerade mit dem Chat nach einer Runde spazieren. Passt. So. Jetzt schauen wir da rein. Da müssen wir keine Gesichter mitnehmen. Da gibt es was zum Basteln. Oh je, da.
02:04:34 Wir sind gerade live mit dem Twitch-Chat da. Würdest du dich trauen, zu erzählen, was ihr da tut? Nein? Aber darf ich dann so ganz kurz reinschauen? Ja, ich kann reinschauen. Dann schauen wir kurz da rein.
02:04:50 Da wird ein Bastel, das ist nicht cool. Keine Angst, du bist nicht auf Kamera. Da wird gerade gedruckt, wie wahnsinnig. Was drückt ihr denn da? Ich weiß gar nicht, was wir da drücken. Niemand weiß es, aber es ist cool. Wir drücken jetzt noch ein Gehäuse für ein kleines Platinchen, für eine Lägezelle und was auch immer.
02:05:18 Okay, dann schauen wir noch in den anderen Raum ganz kurz. Was ist das denn für mich? Joypring, da sind wir gerade live. Schauen wir mal. Schauen wir mal, ob wir wieder live sind. Und das wäre, da schauen wir ganz kurz rein, da ist die Gaming-Ecke. Mit Virtual Reality und Retro.
02:05:44 Aber ich glaube wir haben das Internet nicht überlebt. So, schauen wir, sind wir wieder live? Hört sie mich wieder? Sehen wir wieder? Ich glaube das Internet. Ich glaube das Internet.
02:06:33 Ich glaube, jetzt seht ihr mich wieder kurz. Ich glaube, es hat nicht wirklich funktioniert. Ein bisschen noch mal gesehen. Aber ich wünsche euch einen schönen Abend und würde mich jetzt ausschacken. Papa! Papa!
02:07:00 Ich schicke euch noch zu Maurice.