Es wurde ein stimmungsvoller Abend abgehalten, der der Erinnerung an eine besondere Person gewidmet war. Im Mittelpunkt stand die Lesung von Märchen, die als roter Faden durch die Trauerfeier dienten. Zudem wurde die enge Verbundenheit innerhalb der Gemeinschaft und der bleibende Einfluss, den die Verstorbenen hinterlassen hat, thematisiert. Der Fokus lag auf dem gemeinsamen Gedenken und der geteilten Trauer.
Einleitung und Ankündigung
00:03:0500:03:05 Willkommen auf der Märcheninsel bei Enkel Janik, Wahl Enkel Fabian, Hederakete und von A nach B. Und Geister dabei. Die Marmeladenoma. So, unsere liebe Marmeladenoma. Entschuldigung. Ihr wisst, die meisten von euch wissen, am Mittwoch ist Marmeladenoma.
00:03:33 in Karlsruhe verstorben. Es war sehr überraschend. Und natürlich ist die Trauer groß. Und heute macht der Fabian die Kerze für die Marmeladenoma. Wir gedenken Marmeladenoma.
00:04:01 Ja, wir sind überwältigt von der Resonanz. In Windeseile waren die Zeitungen voll von Nachrufen für die Marmeladenoma. Im Netz waren unglaublich viele Posts und Videofilme. Freunde haben kondoliert Bekannte. Es kam Mails, Anrufe und auch viele Karten. Also die Liebe, die die Marmeladenoma gegeben hat, die kommt auf vielfältige Weise.
00:04:29 durch euch wieder zurück. Blumen hat sie bekommen, die Marmeladen. Oma Fabian kam heute auch mit einem schönen Blumenstrauß. Ich wollte heute auf dem Markt Blumen kaufen, aber ich habe die Tür geöffnet und da lag schon ein Blumenstrauß von der lieben Uli und dem lieben Yves. Lieblingsblumen von der Oma die Rosen und Lilleine Blüten.
00:04:54 Ja, Karten haben auch viele bekommen und stellvertretend für die Karten will ich eine vorlesen und zwar von Penny Lane, 67. Ihr kennt ihn vielleicht von YouTube-Filmen. Marmeladenoma und Erwann ja ein super Team, hat einen Weihnachtsmann gespielt, bei Halloween hat er da mitgemacht, ein großartiger Schauspieler. Und seine Karte will ich jetzt vorlesen. Nun ist sie nicht mehr da.
00:05:24 Von heute auf morgen ist sie gegangen. Leb wohl. Liebe Marmeladober, du wirst anderswo in einem anderen Leben Teeabende, Muckabende, Geburtstagsfeiern organisieren und dazu einladen.
00:05:50 Du wirst anderswo deiner Sammelleidenschaft aller möglichen Objekte frönen. Du wirst anderswo auf dem Boden sitzend lieber Bücher lesen, als den Wischmopp zu spinnen.
00:06:04 Du wirst anderswo viele mit einem Lachen, das ja immer noch genau im Ohrhaben erfreuen. Du wirst anderswo viele Menschen in ihrem Leben begleiten und ihnen eine wertvolle Stütze sein. Du wirst anderswo an Samstagen mit einer beliebten Märcheninsel Jung und Alt erfreuen. Du wirst anderswo in lustigen Videos vor Halloween mitspielen und eine krechzende Hexenstimme erheben.
00:06:29 Du wirst anderswo deine ausgeprägte Lust zu leben, ausleben. Du wirst anderswo Harald, deinen Mann, wieder begegnen und ihn erneut lieben. Und du wirst anderswo ein neues Buch mit neuen Inhalten schreiben. Genauso empathisch, leidenschaftlich und authentisch, wie du immer gewesen bist. Und wie wir dich immer in liebevoller Erinnerung behalten werden. Seid umarmt. Ja.
Märchen "Schneewittchen"
00:07:0000:07:00 Und ich will das erste Märchen vorlesen. Ne Wittchen. Für Enkel Janik ist es sein Lieblingsmärchen. Der Fabian hat sie vorhin rausgesucht, die Märchen. Und jede Rakete reicht mir das falsche Buch wie ich sehe. Es ist ein anderes Buch, nämlich das hier ganz genau. Und jetzt kommt für den Janik Ne Wittchen.
00:07:28 Es war einmal mitten im Winter, und die Schneeflocken fielen wie Federn vom Himmel herab. Da saß eine Königin an einem Fenster, das einen Rahmen von schwarzem Ebenholz hatte und nähte. Und wie sie so nähte und nach dem Schnee aufblickte, sprach sie sich mit der Nadel in den Finger, und es fielen drei Tropfen Blut in den Schnee.
00:07:50 Und weil das Rote im weißen Schnee so schön aussah, dachte sie bei sich, hätte ich ein Kind, so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie das Holz an dem Rahmen. Bald darauf bekam sie ein Töchterlein. Das war so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarzhaarig wie Ebenholz und ward darum das Schneewittchen genannt. Und wie das Kind geboren war, da starb die Königin.
00:08:19 Über ein Jahr nahm sich der König eine andere Gemahlin. Es war eine schöne Frau, aber sie war stolz und übermütig und konnte nicht leiden, dass ihren Schönheit von jemand sollte übertroffen werden. Sie hörte einen wunderbaren Spiegel, wenn sie vor dem trat und sich darin beschauten sprach, »Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im Land?«
00:08:46 So antwortete der Spiegel, Frau Königin, ihr seid die Schönste im Land. Da war sie zufrieden, denn sie wusste, dass der Spiegel die Wahrheit sagte.
00:08:57 Schneewittchen aber wuchs heran und sie wurde immer schöner. Und als es sieben Jahre alt war, war es so schön wie der klare Tag und schöner als die Königin selbst. Als diese einmal ihren Spiegel fragte, »Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?« So antwortete er, »Frau Königin, ihr seid die Schönste hier, aber Schneewittchen ist tausendmal schöner als sie.«
00:09:28 Da erschrak die Königin und ward gelb und grün vor Neid. Von Stund an, wenn sie Schneewittchen erblickte, kehrte sich ihr das Herz im Leibe herum, so hasste sie das Mädchen. Und der Neid und Hochmut wuchsen wie ein Unkraut in ihrem Herzen, immer höher, da sie Tag und Nacht keine Ruhe mehr hatte.
00:09:52 da rief sie einen jäger und sprach bring das kind hinaus in den wald ich will's nicht mehr vor meinen augen sehen du sollst es töten und mir lunge und leber zum wahrzeichen mitbringen
00:10:06 Der Jäger gehorchte und führte es hinaus, und als er den Hirschfänger gezogen hatte und Schneewittchens unschuldiges Herz durchbohren wollte, fing es an zu weinen und sprach, »Ach, lieber Jäger, lass mir mein Leben. Ich will in den wilden Wald laufen und nimmermehr wieder heimkommen.« Und weil es so schön war, hatte der Jäger Mitleid und sprach, »So lauf hin, du Hermeskind.«
00:10:35 Die wilden Tiere werden dich bald gefressen haben, dachte er, und doch war es ihm, als wäre ein Stein von seinem Herzen gewälzt, weil es nicht zu töten brauchte. Und als gerade ein junger Frischling dahergesprungen kam, sprach er ihn ab, nahm Lungen und Leber heraus und brachte sie als Wahrzeichen der Königin mit.
00:10:56 Der Koch musste es in Salz kochen, und das boshafte Weib aß sie auf und meinte, sie hätte Schneewittchens Lunge und Leber gegessen. Nun war das arme Kind in dem großen Wald Mutterseelen allein, und es war dem so Angst, dass es alle Blätter an den Bäumen ansah und nicht wusste, wie es sich helfen sollte.
00:11:19 Da fing es an zu laufen und lief über die spitzen Steine und durch die Dornen und die wilden Tiere sprangen an ihm vorbei, aber sie taten ihm nichts. Es lief, solange nur die Füße noch fort konnten, bis es bald Abend werden sollte. Da sah es ein kleines Häuschen und ging hinein, um sich auszuruhen.
00:11:43 In dem Häuschen war alles klein, aber so zierlich und reinlich, dass es nicht zu sagen ist. Da stand ein weißgedecktes Tischlein mit sieben kleinen Tellern. Jedes Tellerlein mit seinem Löffelchen, Werner sieben Messerlein und Gebelein und sieben Becherlein. An der Wand waren sieben Bettlein nebeneinander aufgestellt und schneeweiße Laken darüber gedeckt.
00:12:11 Schneewittchen, weil es hungrig und durstig war, aß von jedem Tellerlein ein wenig Gemüse und Brot und trank aus jedem Becherlein einen Tropfen Wein. Denn es wollte nicht einem allein alles wegnehmen. Hernach, weil es so müde war, legte es sich in ein Pättchen, aber keines passte. Das eine war zu lang, das andere zu kurz, bis endlich das siebente Recht war. Und darin blieb es liegen.
00:12:41 Befahl sich Gott und schlief ein. Als es ganz dunkel geworden war, kamen die Herren von dem Häuslein. Das waren die sieben Zwerge, die in den Bergen nach Erz hackten und gruben. Sie zündeten ihre sieben Lichtlein an, und wie es nun hell im Häuslein ward, sahen sie, dass jemand darin gewesen war, denn es stand nicht alles so in Ordnung, wie sie es verlassen hatten.
00:13:09 Der erste sprach, wer hat auf meinem Stühlchen gesessen? Der zweite, wer hat von meinem Tellerchen gegessen? Der dritte, wer hat von meinem Brötchen genommen? Der vierte, wer hat von meinem Gemüschen gegessen? Der fünfte, wer hat mit meinem Gebelchen gestochen? Der sechste, wer hat aus meinem Becherlein getrunken? Da saß ich der erste um und sah,
00:13:37 daß auf seinem Bett eine kleine Delle war. Da sprach er, wer hat in meinem Bettchen gelegen? Die anderen kamen gelaufen und riefen, in meinem hat auch jemand gelegen. Der Siebente aber, als er in sein Bett sah, erblickte Schneewittchen. Das lag darin und es schlief.
00:14:00 Nun rief er die anderen, die kamen herbeigelaufen und schrien vor Verwunderung, holten ihre sieben Lichtlein und beleuchteten Schneewittchen. »Ei, du mein Gott, ei, du mein Gott«, riefen sie, »was ist das Kind so schön« und hatten so große Freude, dass sie es nicht aufweckten. Der siebente Zwerg aber schlief bei seinen Gesellen, bei jedem eine Stunde, da war die Nacht vorbei.
00:14:30 Als es Morgen war, erwachte Schneewittchen und wie es die sieben Zwerge sah, erschrak es. Sie waren aber freundlich und fragten, »Wie heißt du?« »Ich?« »Ich heiße Schneewittchen«, sagte sie. »Wie bist du in unser Haus gekommen?« sprachen weiter die Zwerge.
00:14:50 Erzählt es ihnen, dass seine Stiefmutter es hätte wollen umbringen lassen, der Jäger hätte ihm aber das Leben geschenkt. Und da wäre es gelaufen, den ganzen Tag, bis es endlich ihr Häuslein gefunden hatte.
00:15:05 Die Zwerge sprachen, willst du unseren Haushalt versehen, kochen, betten, waschen, nähen und stricken, und willst du alles ordentlich und reinlich halten, so kannst du bei uns bleiben, und es soll dir an nichts fehlen. Ja, sagte Schneewittchen, von Herzen gern, und Schneewittchen blieb bei den Zwergen.
00:15:29 Es hielt ihnen das Haus in Ordnung, morgens gingen sie in die Berge und suchten Erz und Gold, abends kamen sie wieder und da musste ihr Essen bereit sein. Den Tag über war das Mädchen allein, da warten es die guten Zwerglein und sprachen, hüte dich vor deiner Stiefmutter, die wird bald wissen, dass du hier bist, lass niemanden herein.
00:15:57 Die Königin aber, nachdem sie Schneewittchens Lungen und Leber glaubte, gegessen zu haben, dachte nicht anders, als dass sie wieder die erste und allerschönste wäre. Sie trat vor den Spiegel und sprach, »Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?«
00:16:17 Da antwortete der Spiegel, »Frau Königin, ihr seid die Schönste hier, aber Schneewittchen über den Bergen bei den sieben Zwergen ist noch tausendmal schöner als ihr.« Da erschrak sie, denn sie wusste, dass der Spiegel keine Unwahrheit sprach und merkte, dass der Jäger sie betrogen hatte und Schneewittchen noch am Leben war.
00:16:43 Und da sann und sann sie aufs Neue, wie sie es umbringen wollte. Denn solange sie nicht die Schönste war im ganzen Land, ließ ihr der Neid keine Ruhe. Und als sie sich endlich etwas ausgedacht hatte, werbte sie sich das Gesicht und kleidete sich wie eine alte Krimerin und war ganz unkenntlich.
00:17:08 In dieser Gestalt ging es über die sieben Berge zu den sieben Zwergen, klopfte an die Tür und rief, »Schöne wahre Pfeil, schöne wahre Pfeil«.
00:17:20 Schneewittchen guckte zum Fenster hinaus und rief, »Guten Tag, liebe Frau, was habt ihr zu verkaufen?« »Gute Ware, schöne Ware«, sagte sie, »Schnürriemen von allen schönen Farben« und holte einen hervor, der aus bunter Seide geflochten war. »Die ehrliche Frau kann ich hereinlassen«, dachte Schneewittchen, riegelte die Tür auf und kaufte sich den hübschen Schnürriemen.
00:17:49 »Kind«, sprach die Alte, »wie du aussiehst, komm, ich will dich mal ordentlich schnüren.« Schneewittchen hatte keine Arg, stellte sich vor sie und ließ sich mit dem neuen Schnürrimmen schnüren. Aber die Alte schnürte geschwind und schnürte so fest, dass dem Schneewittchen der Atem verging und es für tot hinfiel.
00:18:14 Nun bist du die Schönste gewesen, sprach sie und eilte hinaus. Nicht lange darauf zur Abendszeit kamen die sieben Zwerge nach Haus, aber wie erschraken sie, als ihr liebes Schneewittchen auf der Erde lag. Es regte sich nicht, als wäre es tot.
00:18:35 Sie hoben es in die Höhe, und weil sie sahen, dass es zu fest geschnürt war, schnitten sie den Schnürriemel entzwei. Da fing es an, ein wenig zu atmen, und ward nach und nach wieder lebendig. Als die Zwerge hörten, was geschehen war, sprachen sie, »Die alte Krämerfrau war niemand anderes als die gottlose Königin. Hüte dich und lass keinen Menschen herein.«
00:19:04 Das böse Weib aber, als es nach Haus gekommen war, ging vor den Spiegel und fragte, »Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?« Da antwortete er wie sonst, »Frau Königin, ihr seid die Schönste hier, aber Schneewittchen über den Bergen, bei den sieben Zwergen, ist noch tausendmal schöner als ihr.«
00:19:32 Als sie das hörte, lief er alles Blut zum Herzen. So erschrak sie, denn sie sah wohl, dass Schneewittchen wieder lebendig geworden war. Nun aber, sprach sie, will ich etwas aussinnen, das dich zugrunde richten soll. Und mit Hexenkünsten, die sie verstand, machte sie einen giftigen Kamm. Dann verkleidete sie sich und nahm die Gestalt eines anderen alten Weibes an.
00:20:00 So ging sie hin über die sieben Berge, zu den sieben Zwergen, klopfte an die Tür und rief, »Gute, wahre Pfeil!« Schneewittchen schaute raus und sprach, »Geht nur weiter, ich darf niemanden hereinlassen.« »Das Ansehen würde doch erlaubt sein,« sprach die Alte, zog den giftigen Kamm heraus und hielt ihn in die Höhe.
00:20:26 Da gefiel er dem Kind so gut, dass sie sich betören ließ und die Türe öffnete. Als sie des Kaufs einig waren, sprach der Alte, »Nun will ich dich mal ordentlich kämmen.« Das arme Schneewittchen dachte nichts, und sie ließ der Alte gewähren. Aber kaum hatte sie den Kamm in die Haare gesteckt, als das Gift darin wirkte und das Mädchen ohne Besinnung niederfiel.
00:20:54 Du Ausbund von Schönheit, sprach das boshafte Weib, jetzt ist um dich geschehen und ging fort. Zum Glück aber war es bald Abend, wo die Siebenzwerglein nach Hause kamen. Als sie Schneewittchen wie tot auf der Erde liegen sahen, hatten sie gleich die Stiefmutter in Verdacht, suchten nach und fanden einen giftigen Kamm.
00:21:20 Und kaum hatten sie ihn herausgezogen, so kam Schneewittchen wieder zu sich und erzählte, was geschehen war. Da warnten sie es noch einmal, auf der Hut zu sein und niemanden die Türe zu öffnen. Die Königin stellt sich daheim vor den Spiegel und sie sprach. Spieglein, Spieglein an der Wand, mir ist die schönste im ganzen Land. Da antwortete er wie vorher.
00:21:49 »Frau Königin, ihr seid die Schönste hier, aber Schneewittchen über den Bergen bei den Siebenzwergen ist noch tausendmal schöner als ihr.« Als sie den Spiegel so reden hörte, zitterte und bebt sie vor Zorn. »Schneewittchen soll sterben«, sagte sie, »und wenn es mein eigenes Leben kostet.«
00:22:13 Darauf ging sie in eine ganz verborgene Kammer, wo niemand hinkam, und machte da einen giftigen Apfel. Häuserlich sah er schön aus, weiß mit roten Backen, dass jeder, der in erblickte, Lust danach bekam. Aber wer ein Stückchen davon aß, der musste sterben.
00:22:34 Als der Apfel fertig war, werbte sie sich das Gesicht und verkleidete sich in eine Bauersfrau. Und so ging sie über die sieben Berge zu den sieben Zwergen. Sie klopfte an. Schneewittchen streckte den Kopf zum Fenster heraus und sprach, »Ich darf keinen Menschen einlassen. Die sieben Zwerge haben es verboten.«
00:22:57 »Mir auch recht«, sagte die Bäuerin, »meine Äpfel will ich schon loswerden, und da diesen einen, den will ich dir schenken.« »Nein«, sagte Schneewittchen, »ich darf nichts annehmen.« »Fürchtest du dich vor Gift«, sprach die Alte, »siehst du, da schneide ich den Apfel in zwei Teile. Den roten Backen isst du, den weißen, den will ich essen.«
00:23:27 Der Apfel war so künstlich gemacht, dass der rote Backen allein vergiftet war. Schneewittchen lostotterte den schönen Apfel an, und als es sah, dass die Bäuerin davon aß, so konnte es nicht länger widerstehen, streckte die Hand hinaus und nahm die giftige Hälfte. Kaum aber hatte seinen Bissen davon im Mund, so fiel es tot zur Erde nieder.
00:23:54 Da betrachtet es die Königin mit grausigen Blicken und lachte überlaut und sprach, »Weiß wie Schnee, rot wie Blut, schwarz wie Ebenholz, diesmal könnte ich die Zwerge nicht wieder erwecken.«
00:24:12 Und als sie daheim den Spiegel befragte, Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im Land? So antwortete er endlich, Frau Königin, ihr seid die Schönste im Land. Da hat ihr neidisches Herz Ruhe, so gut ein neidisches Herz Ruhe haben kann.
00:24:34 Die Zwerglein, wie sie abends nach Haus kamen, fanden Schneewittchen auf der Erde liegen, und es ging kein Atem mehr. Und es war tot. Sie hoben es auf, suchten, ob sie was Giftiges fänden, schnürten es auf, kämmten ihm die Haare, wuschen es mit Wasser und Wein, aber es half nichts. Das liebe Kind, es war tot.
00:24:56 Sie legten es auf eine Bahre und setzten sich alle siebene daran und beweinten es und weinten drei Tage lang. Da wollten sie es begraben, aber es sah noch so frisch aus wie ein liebender Mensch und hatte noch seine schönen roten Backen. Sie sprachen.
00:25:16 Das können wir nicht in die Erde versenken und ließen einen durchsichtigen Sarg von Glas machen, dass man es von allen Seiten sehen konnte, legten es hinein und schrieben mit goldenen Buchstaben seinen Namen darauf und dass es eine Königstochter wäre.
00:25:34 Dann setzten sie den Zerg hinaus auf den Berg, und einer von ihnen blieb immer dabei und bewachte ihn. Und die Tiere kamen auch, sie beweinten Schneewittchen, erst eine Eule, dann ein Rabe, zuletzt ein Täubchen.
00:25:50 Nun lag Schneewittchen lange, lange Zeit in dem Sarg und verwies den Nicht, sondern sah aus, als wenn es schliefe, denn es war noch so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und das Haar so schwarz wie Ebenholz. Es geschah aber, dass ein Königssohn in den Wald geriet und zu dem Zwergenhaus kam, um da zu übernachten.
00:26:16 Er sah auf dem Berg den Sarg und das schöne Schneewittchen darin und las, was mit goldenen Buchstaben drauf geschrieben war. Da sprach er zu den Zwergen, »Lasst mir den Sarg. Ich will euch geben, was ihr dafür haben wollt.« Aber die Zwerge sagten, »Wir geben ihnen nicht um alles Gold in der Welt.«
00:26:39 Da sprach er, so schenk mir ihn, denn ich kann nicht leben, ohne Schneewittchen zu sehen. Ich will es ehren und hoch achten, wie mein Liebstes. Wie er so sprach, empfanden die guten Zwerglein Mitleid mit ihm und gaben ihm den Sarg.
00:26:57 Der Königssohn ließ ihn nun von seinen Dienern auf den Schultern forttragen. Da geschah es, dass sie über einen Strauch stolperten und von dem Schütteln fuhr der giftige Apfelgrütz, die ein Schneewittchen abgebissen hatte, aus dem Hals. Und nicht lange, so öffnete es die Augen, hob den Deckel vom Sarg in die Höhe und richtete sich auf und ward wieder lebendig.
00:27:22 Gott, wo bin ich? sagte es. Der Königssohn sagte voller Freude, du bist bei mir. Und erzählte, was ich zugetragen hatte und sprach, ich habe dich lieber als alles auf der Welt. Komm mit mir in meines Vaters Schloss, du sollst meine Gemahlin werden. Da war im Schneewittchen gut und ging mit ihm und ihre Hochzeit war mit großer Pracht und Herrlichkeit angeordnet.
00:27:53 Zu dem Feste wurde aber auch Schneewittchens gottlose Stiefmutter eingeladen. Wie sie sich nun mit schönen Kleidern angetan hatte, trat sie vor den Spiegel und sprach. Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Da sagte der Spiegel. Frau Königin, ihr seid die Schönste hier. Aber die junge Königin ist noch tausendmal schöner als ihr.
00:28:24 Da stieß das böse Weib einen Fluch aus, und es ward ihr so Angst, dass sie sich nicht zu lassen wusste. Sie wollte zuerst gar nicht auf die Hochzeit kommen, doch ließ es ihr keine Ruhe. Sie musste fort und die junge Königin sehen. Und, wie sie hineintrat, erkannte sie Schneewittchen. Und vor Angst und Schrecken stand sie da und konnte sich nicht regen.
00:28:51 Aber es waren schon eiserne Pantoffeln über Kohlenfeuer gestellt, die wurden mit Zangen hereingetragen und vor sich hingestellt. Da musste sie in die rotglühenden Schuhe treten und so lange tanzen, bis sie tot zur Erde fiel. Das war das Märchen Schneewittchen. Marmeladenoma hätte gesagt,
00:29:18 Ein bisschen grausam das Ende. Man hätte ihr vielleicht eine Bewährungsstrafe geben können, aber es ist tatsächlich ein grausames Ende für die böse Königin. Janiks Lieblingsmärchen. Vielen Dank, dass du es vorgediesen hast. Gerne. Im Chat sind ganz viele Herzen und liebe Nachrichten über die Zeit noch gekommen.
00:29:42 und viele schreiben auch mein herzliches beileid zum beispiel hat das ratten queen hier im chat geschrieben genau ja also ihr habt jetzt die möglichkeit fragen zu stellen wünsche zu äußern schickt uns fotos da freuen wir uns darüber auf die scott oder
00:30:06 Andere Möglichkeiten gibt es ja auch. Der Fabian, gib mir schon mal das Tablet. Und ich habe auch auf Discord gesehen, dass einige für die Oma auch extra noch eine Kerze angezündet haben. Das war ja ihr Liebesritual immer. Und es wurde jetzt übernommen von den Fans. Das ist immer wunderbar. Man muss ja auch sagen, es wurden sehr viele Kerzen angezündet. Wir haben viele Fotos gesehen auf Discord in der Fragerunde. Und da wollten wir uns bedanken, weil das einfach...
Community-Rituale und Abschied
00:30:3300:30:33 so wichtig ist für die Oma, diese Kerzen anzuzünden und jetzt mit sie da zu sein. Und ich bin mir sicher, dass sie das merkt. Ihr wisst ja, die Marmeladen-Oma glaubt nicht an den Tod. Wir werden weiterleben. Das war ihre Ansicht, übrigens auch meine, die Seele, sie wird weiterleben.
00:30:53 Und vielleicht ist es jetzt hier, hier in diesem Raum bei euch, in der Community, ist sie bei euch, bei uns allen. Ich habe extra eine lila Kerze gekauft heute noch für sie. Und ich habe das Gefühl, die Marmeladenoma ist heute bei uns.
00:31:11 Man muss ja auch sagen, dass sie sich ausdrücklich gewünscht hat, dass wir den Stream heute machen. Und natürlich konnten wir den Wunsch nicht abschlagen. Und deswegen sind wir heute hier und freuen uns, dass ihr alle da seid und dass wir alle zusammen an sie denken und dass wir den Stream heute zusammen machen. Wir haben sie begleitet, ich habe es schon erzählt, und haben ihr versprochen, dass wir heute diesen Stream machen.
00:31:40 Sie konnte dann zwar zuletzt nicht mehr sprechen, aber sie hat mit dem Kopf genickt. Es wird lange dauern, bis wir das alles verarbeitet haben. Wir müssen trauern. Wie auch die Marmeladenoma gesagt hat, was können wir machen? Weinen, weinen, weinen. Und Marmeladenoma ist ohnehin unsterblich.
00:32:04 Ich lese was vor von Discord, von Mel Hell. Sonst war es immer dieses warme, wohlige Gefühl, am Samstagabend den Stream einzuschalten und den Märchen zu lauschen. Heute Abend habe ich einen großen Gloss im Hals. Ich habe die Samstagsoma nicht persönlich gekannt, aber sie ist mir in all den Jahren sehr ins Herz gewachsen und ihre Stimme hat mich schon durch so manche schwere Zeit getragen.
Lesung und private Erinnerungen
00:32:3200:32:32 Ich habe eine Kerze für dich angezündet, liebe Samstagsoma. Vielen Dank für all die schönen Stunden und vielen Dank, dass du bis zum Schluss die Märcheninsel aufrechterhalten hast. Vielen lieben Dank an euch, heute diesen Stream zu machen. Es ist die Gelegenheit, auch Abschied zu nehmen. Vielen Dank für alles an euch. Viel Kraft. Ihr seid einen wundervollen Menschen.
00:33:02 In eurem Bett. Sie ist noch in unserer Bett. Nordi Mäure hat noch geschrieben, Freund und ich haben heute lila Kerzen selber gegossen. Das ist aber toll. Fabian hat ja nicht wissen, dass die Marmeladenoma heute nicht da sein wird. Ihr Zuhause eine Kerze gemacht, hier steht sie.
00:33:29 Er hat das selber gestaltet. Mit roten Rosen, Marmeladenomas Lieblingsblumen. Am letzten Samstag war es ja noch live. Vielleicht hat es der eine oder die andere gemerkt, die Marmeladenoma war schon etwas schwächer. Denn sie war schon vergangene Woche im Krankenhaus, hatte Probleme. Und wurde aber nach einer Untersuchung wieder nach Hause geschickt. Die Magenschmerzen wurden nicht besser.
00:33:58 Und mit Schmerzen, aber mit Begeisterung hat sie den Stream am Samstag gemacht. Und am Dienstag ging es ihr so schlecht, dass sie nach Karlsruhe eingeliefert wurde ins städtische Klinikum und da gab es eine Notoperation. Aber sie ist ohne Schmerzen.
00:34:21 in die Parallelwelt hinübergegangen. Man muss auch sagen, wir waren die ganze Zeit bei ihr, haben ihre Hand gehalten, haben sie gestreichelt, haben mit ihr gesprochen und haben ihr gesagt, dass sie gehen darf, wenn sie jetzt gehen möchte. Und es war eigentlich sehr friedlich. Für sie war es gut, dass sie gestorben ist. Ja, es wäre anschließend...
00:34:50 sehr, sehr schlecht um sie gestanden. Und wir wollten das alles vermeiden, haben es schon vorher auch besprochen mit ihr. Und es war tatsächlich ein friedvoller Abschied.
00:35:03 Ja, Friedertiger muss an die ganzen Traurigen denken, die mit Oma Brieffreundschaft hatten und an alle für die Märcheninsel ein Lichtblick der Woche war. Ja, also drüben, der Tisch ist noch voll mit Briefen. Es hat sogar noch ein paar mir in die Hand gegeben. Ich habe sie abgeschickt, die dürften mittlerweile da sein. Es liegen auch noch einige Briefe da. Und wir haben alles so liegen gelassen.
00:35:32 Als wäre sie gerade kurz mal weggegangen. So einer Freundin oder so. Da liegt auch noch der aufgeschlagene Kalender, was sie alles vorhatte an diesem Tag. Wir lassen das jetzt erst mal so liegen. Ja. Rebecca. Ich habe es irgendwie auch noch nicht fertiggebracht, ihre Briefe noch mal zu lesen, obwohl ich das die ganze Zeit vorhabe. Allein beim Gedanken kann ich wieder weinen.
00:36:04 Janik, magst du auch was vorlesen? Ja, also, Naughty Meurer hat noch geschrieben, es ist so ein Frieden, dass ihr zusammen sein konntet in den letzten Momenten. Ja, es war ein großes Geschenk. Es war ein sehr großes Geschenk.
00:36:24 Wolkenhund sagt, danke, ich habe jetzt schon die zweite Packung angefangen. Ja, Wolkenhund, ich nehme an, keine Packung Zigaretten hoffentlich, sondern die zweite Packung, Papiertaschentücher. Jede Rakete hat schon vorgesorgt. Wir wussten, es wird möglicherweise ein tränenreicher Stream. Ich hoffe, wir können das alles zusammen gut durchstehen.
00:36:51 Soja-Chan, ich bin auch schon in Tränen aufgelöst. Als von A nach B weinte, da konnte ich auch nicht mehr.
00:36:59 Ich finde, wir können alle weinen. Es ist in Ordnung, wenn wir heute weinen. Natürlich, natürlich. Wie es auch die Oma gesagt hat, weinen, weinen, weinen. Und die Trauer, die kann bewältigt werden. In meiner Generation war es ja so, da durften Jungs nicht weinen. Völlig verrückt, ne? Jungen dürfen nicht weinen. Die Marmeladenoma war schon damals anders. Sie hat gesagt, mein Sohn, wenn du weinen musst, meinen willst, dann mach das, das befreit dich.
00:37:28 Natürlich dürfen Jungs weinen und auch harte Kerle dürfen weinen. Ich bin zwar kein harter Kerl, aber ich bin ein emanzipierter Mann und ich weine auch. Und es wird mir dadurch bessern. Hadoumon, ich bin auch schon bei, auf dass wir die Trauer bald besiegen und die Oma in den besten Erinnerungen halten. So bleibt sie in unserem Herzen immer.
00:37:58 Ja, der Kronk hat ja auch die Marmeladenoma erwähnt. Das hat jetzt auch gerade Li Mai. Janik hat es sogar live gesehen. Genau, ich habe gestern mal durch Twitch durchgeschaut und habe auch im Kronk reingeschaut und dann habe ich gesehen, dass er auch liebe Worte gesagt hat über die Oma und das hat mich auch sehr erfreut.
00:38:22 Und er hat ja heimlich alles gespickelt, oder Janik? Weiß ich nicht. Er hat ja gemeint, dass er mal auf den Zweitbildschirm immer mal geguckt hat nach der Marmeladen-Oma. Ja.
00:38:36 Wolkenhuhn, ja, die Erinnerungen werden unsere Herzen wieder zum Lächeln bringen. Es ist nur gerade so sehr schwer. Ja, es ist tatsächlich sehr schwer. Bei uns wechselt das immer wieder. Manchmal mal ganz entspannte Zeiten. Wir lachen auch manchmal, denken an lustige Situationen zurück, wie der Marmeladenoma über ihre Reisen, unsere Reisen haben wir gesprochen.
00:39:04 Vor ein paar Tagen noch hat die Marmeladenoma mir einen Umschlag mit Geldscheinen gegeben und gesagt, weißt du was, mein Sohn, ihr werdet demnächst zusammen essen gehen. Enkel Janik, Walenkel Fabian, jede Rakete und du. Ich habe mich gefreut, dachte, ja, aber sie hat sich nicht mit einberechnet. Als hätte sie was geahnt.
00:39:31 Ja, wir werden zusammen essen gehen und ein Glas Rotwein auf die Marmeladenoma geben, zumindest ich. Ich trinke ja auch gerne Rotwein, genau wie die Marmeladenoma. Janik und Fabian sind ja antialkoholisch. Die Rakete muss Auto fahren.
00:39:52 Ja. Es ist immer so, der von A nach B fährt hin und ich fahre dann zurück. Ja, es ist unterschiedlich natürlich. Aber tatsächlich haben meine Augen etwas nachgelassen. Und abends sehe ich tatsächlich sehr, sehr schlecht mittlerweile. Da ist es mir lieber, die HEDE-Rakete fährt. Dann kommen wir auch heil zu Hause an.
00:40:14 Das ist eine sehr, sehr gute Idee.
00:40:37 Ich habe auch anschließend gesagt, hey, die Rakete, ich hätte viel öfter zur Oma gehen sollen und mit ihr Halma spielen. Sie hätte ja unglaublich gern Halma gespielt. Und sie hat mich oft besiegt, die Marmeladenoma. Sie war mit ihren 94 Jahren noch absolut mental fit. Gut, ich war recht oft bei der Marmeladenoma.
00:40:57 Von A nach B war er eigentlich fast jeden Tag bei der Marmeladenoma. Er hat alles für sie gemacht. Ich habe ihm gesagt, er hat alles gemacht. Er war immer da, hat alles eingekauft, hat alles besorgt, hat sie zu Ärzten begleitet, hat die Streams übernommen. Eigentlich hat er alles gemacht. Und ich glaube, man muss sich keinen Vorwurf machen. Man macht das, was man kann. Ja, man fragt sich das und im Anschluss dann manchmal, hätte ich dies, hätte ich das.
00:41:24 Ich denke, das Wichtigste im Leben ist, dass man alles mit Liebe macht und dass man mehr in der Liebe lebt und nicht ständig irgendwelche Dinge abhakt und das muss ich noch machen und ständig irgendwelche Arbeiten verrichten sinnloser Natur. Wir müssen eben jetzt leben und das jetzt genießen. Auch diesen Stream genieße ich auf meine Art und Weise, weil ich weiß, dass meine Mutter, die Marmeladenoma,
00:41:49 das gerne so gesehen hätte und wie gesagt vielleicht sogar jetzt mitbekommt auf ihre Art und Weise.
00:41:56 Traubi, sagt, ich bin bei einem lachenden und traurigen Auge hier, muss immer wieder weinen, kann es kaum glauben. Ich wünsche euch viel Kraft und danke, dass ihr da seid. Mein trauriges Auge vermisst Marmeladenoma und das Lachende freut sich über alles, was ich erfahren erleben durfte und dass ihr jetzt noch mal hier seid und zusammen mit uns Abschied nehmt. Vielleicht könnt ihr Frau Holle lesen.
00:42:26 Weder Tiger. Ich hätte mir Briefmarken gekauft und wollte ihr am Wochenende schreiben. Es ist so unwirklich. Für uns auch. Das sind immer ein Wechselbad der Gefühle. Dann geht es einem ein bisschen besser und dann weint man wieder. Und ich muss sagen, nach dem Tag im Krankenhaus, als sie verstorben ist, wir waren einfach so bunt. Man hat eigentlich nur geweint. Ja.
00:42:53 Ja, man macht auch nachts auf natürlich und dann fällt einem das wieder ein. Manchmal muss ich dann auch ganz einfach meiner Arbeit nachgehen, am Computer sitzen, Mails beantworten. Ist auch richtig so natürlich. Man darf jetzt nicht in Agonie verfallen, das macht keinen Sinn.
00:43:14 Harte, A nach B macht das heute wieder richtig toll. Dankeschön. Und die liebe Kami Feueropal ist auch hier im Chat, hat auch was geschrieben. Hallo ihr Lieben, schön, dass ihr den Stream macht in Gedenken an unsere Marmeladenoma. Ich sitze hier in Gedanken an sie mit Kerze, einer roten Rose und einem Gläschen Rotwein in Erinnerungen an sie zwischen Weinen und Lachen. Ich werde sie sehr, sehr vermissen, auch die Gespräche mit ihr und unsere gemeinsamen Stunden. Ich bin sehr traurig.
00:43:45 Ja, liebe Kami, du hast ja auch zuletzt gesehen. Es war sehr schön, dass du da warst. Und ich werde mit dir Halma spielen und dich besiegen. Umarmung, Kami. Umarmung. Du warst auch immer für die Marmeladen-Oma da. Du warst...
00:44:12 Ein wunderbarer Mensch für sie. Sie hat immer wieder von ihr gesprochen. Ja, das ist praktisch ein Teil der Familie, Kami. Und ihre beste Freundin. Ja.
00:44:27 Ja, Federtiger schreibt, dass er die Kraft dafür hat, wirklich stark von ihm. Ja, ich habe noch heute Mittag gesagt, ich bin mal gespannt, ob ich es durchhalte. Ganz am Anfang dachte ich, ach du lieber Himmel, ich kann jetzt nicht hier sitzen die ganze Zeit weinen. Aber meine Oma würde es verstehen. Hier waren auch heute ganz kurz die Fotos, dann haben sie vergrößert, um die hier aufzustellen.
00:44:54 Jetzt sitze ich hier am Platz von der Marmeladenoma. Das ist unglaublich. Li Mai schreibt, ich konnte bei der Märcheninsel immer meine Sorgen loswerden. Das wird fehlen. Janik, hast du noch was zum Vorlesen? Adi schreibt, mein herzliches Beileid an die Familie. Wir werden die liebe Marmeladenoma sehr vermissen.
00:45:23 Ja, danke schön. Fabi schreibt, auch wenn ich nicht mehr regelmäßig Gast im Stream war, hat mir noch oft Kontakt per Brief. Die Nachricht traf mich wie ein Schlag. Viele Tränen habe ich vergossen. Gestern ist der letzte Brief angekommen. Ja, habe ich noch eingeworfen.
00:45:44 Danke, Marmeladenoma, dass du an mich geglaubt hast, für alle deine lieben Worte und alles, was du mir gegeben hast. Ich vermisse sie. Neun Jahre voller wunderschönen Momente, nicht nur mit ihr, sondern auch mit der Community. Viel Kraft allen Trauernden, besonders ihren Kindern, Schwiegerkindern, Enkeln und Urenkeln. Fabian Schmidt-Rich
00:46:08 Ja, Fabian, sie hat auch viel von dir gesprochen. Sehr liebevoll. Wenn ich manchmal die Briefe geholt habe vom Postfach, hat sie gesagt, ach, mein lieber Fabian Schmidt-Fich hat mir wieder geschrieben. Das war ja sehr wertvoll und sehr wichtig. Dir alles Gute, Fabian.
00:46:32 Blauauge, wir werden unsere geliebte Marmeladenoma niemals vergessen. Sie wohnt für immer in unseren Herzen. Der Schmerz ist so groß. Wir zünden eine Kerze für sie an und sind in Gedanken bei ihr. Danke, Blauauge. An Fanny schreibt, er versucht so stark zu sein, obwohl er so traurig ist. Ja, geht beides.
00:47:03 Ja, Hadamon, das stimmt, ich hätte echt nicht den Kopf dafür, ich bin ihm so dankbar. Ich bin euch dankbar, liebe Community, dass ihr so treu immer bei der Märcheninsel wart, bei der Marmeladenoma. Man muss ja auch sagen, dass der Stream sie am Leben erhalten hat, dass es ihr Lebenselixier war und dass sie ihn sehr geliebt hat.
00:47:26 Sie hat es immer wieder gesagt und sie hat sich immer wieder darauf gefreut und sie hat besonders die Fragerunde geliebt. Das muss man wirklich sagen. Da wollte sie ja niemals aufhören. Ich wollte immer länger machen und ich glaube, Janik war schon nicht so recht. Doch, natürlich. Noch drei du und drei ich. Genau. Und Janik hat ja, wie die Oma immer gesagt hat, den Märchenstream erfunden, als er damals 15 war.
00:47:53 Sie wäre wahrscheinlich keine 94 Jahre alt geworden, hätte der Janik nicht dieses tolle Märcheninselprojekt erfunden. Also ich muss auch immer wieder sagen, Hut ab, Frau Janik. Ihr habt das so toll gemacht. Ihr wart das Dreamteam. Fabian war auch oft meistens dabei. Und wenn Not am Mann, Not an der Frau war, jede Rakete und ich und alle haben es immer sehr, sehr gerne gemacht.
Würdigung des Lebenswerks
00:48:2000:48:20 Ich kann mich noch erinnern, als Janik dann kam, da war er bei der Oma, der war immer sehr gern bei der Oma und dann hat er gesagt, weißt du Mama, ich streame jetzt mit der Oma. Da habe ich nur gedacht, oje. Wir hätten nicht gedacht, dass es dann so lang läuft und so bekannt wird und dass es so geliebt wird und das macht uns glücklich und ich werde den Moment nicht vergessen, als Janik kam.
00:48:49 Ja, also wirklich, die Resonanz ist unglaublich. Ich hätte nicht damit gerechnet, tatsächlich. Und es sind ja Millionen, die das jetzt alles aufgerufen haben. Und so viele persönliche Gespräche habe ich auch heute geführt, als ich durch die Stadt gegangen bin. Denn der eine oder andere in Ettlingen kennt ja die Marmeladenoma. Er hat sie auch sehr geliebt.
00:49:17 Ja, auch die Resonanz war so liebevoll von euch. Wenn man dann auf Discord liest oder auf YouTube oder auf Instagram. Ich glaube, das trägt uns schon alle, die ganze Familie. Und ich muss auch jetzt noch liebe Grüße an beide Brüder von A nach B ausrichten oder sagen. Lieber Michael, ich wünsche dir viel Kraft, wenn du uns zuguckst. Wir schicken dir alle ganz viele Herzen.
00:49:46 Lieber Thomas und Rolf, auch wir denken an euch beide. Und wir schicken euch alle ganz viel Kraft und viele Herzen. Und auch all den Enkelkindern von ihren Urenkeln. Wir schaffen das alle zusammen. Wir schaffen das. Das wollte ich jetzt noch sagen. Schernickel wollte Oma auch was schicken. Spätestens wenn ich wieder zu Hause gewesen wäre.
00:50:10 Ja, schick der Marmeladenoma einfach gute Wünsche, schick ihr Liebe. Ich bin mir sicher, es kommt an. Die Schwingungen kommen an. Denn wie gesagt, die Marmeladenoma glaubt daran, weiß, dass die Seele weiterlebt. Pseudo Afer schreibt, es war immer schön, dass die Marmeladenoma für uns da war. Eine Konstante, auf die ich mich immer gefreut hatte, wenn sie im Stream da war. Nur das Beste an jeden.
00:50:40 Juno Heeler sagt, möge Marmeladenoma in Frieden ruhen. Jeder vermisst sie und ich glaube, jeder wird sie auf seine eigene Art und Weise in Erinnerung behalten. Mein kleiner Sohn hatte gerne mal noch abends gelauscht, wenn sie Märchen vorgelesen hatte. Und ich selber sitze jetzt hier mit einem gemischten Gefühl von Trauer, aber auch Freude, dass man so schön an sie gedenkt.
00:51:04 Ja, ob die Marmeladenoma ruht, das wage ich zu bezweifeln. Sie hat wahrscheinlich irgendwo auf einer anderen Ebene schöne Dinge erleben, Märchen vielleicht vorlesen oder Feste feiern. So war es ja immer, die Marmeladenoma. Ja. Sie war einfach außergewöhnlich, gell? Mhm. Sie hat immer verrückte Sachen auch gemacht mit ihren Enkeln.
00:51:31 Das kann man schon so sagen. Ja, sie war ungewöhnlich, die war schon in meiner Kindheit ungewöhnlich. Und deswegen wurden wir auch alle etwas freier in dem, was wir tun. Ja, und der Janik hatte auch eine schöne Kindheit, nicht nur bei seinen lieben Eltern, auch bei der Oma und ganz am Anfang auch beim Opa.
00:51:57 Scharnickel von A nach B macht das sehr gut. Finde ich auch. Ich habe auch ganz vergessen, die Wassermarsch vorzulesen. Wassermarsch. Da kam von Chris eins rein und von MeinSeagirl. Das ist eine sehr gute Idee. Ich habe hier eine Flasche, wenn du möchtest. Ich bin schon versorgt. Danke, lieber Janik. Ich habe hier das Marmeladenoma-Glas. Das hat mir die Hiderakete vorher noch hingestellt. Ich habe jetzt keine Kunkwatz wie die Marmeladenoma, keine Himbeeren.
00:52:26 Ganz normales Mineralwasser. Herr Bustragon hat im Chat noch geschrieben, habe auch eine Kerze angezündet. Sehr lieb, vielen Dank. Ich würde gerne später weiterlesen, die Fragen und Kommentare. Aber jetzt kommt ja das zweite Märchen.
00:52:48 Und das hat der Janik vorbereitet. Genau, da haben wir eine alte Aufzeichnung vorne um und die würden wir jetzt einspielen. Genau. Und so lange sind wir erstmal...
00:53:01 Liebe Hedera Kete, ich wünsche dir zu deinem 50. Geburtstag alles erdenklich Gute, ein erfülltes neues Lebensjahr, Gesundheit und jetzt lese ich dir dein Lieblingsmärchen vor.
Märchen "Sterntaler"
00:53:2100:53:21 Sterntaler. Es war einmal ein kleines Mädchen, dem waren Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr, darin zu schlafen. Und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und fromm.
00:53:50 Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es in Vertrauen auf den lebend Gott hinaus ins Feld. Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach, Ach, gib mir was zu essen, ich bin so hungrig. Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte, Gott segne dir's und ging weiter.
00:54:17 Da kam ein Kind, das jammerte und sprach, es friert mich so an meinem Kopf, schenk mir etwas, damit ich ihn bedecken kann. Da tat es seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror. Da gab es ihm seins und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch noch von sich hin.
00:54:46 Endlich gelangt diesen Ellenwald. Da war es dunkel geworden.
00:54:51 Da kam noch eins und bat um ein Hemdlein. Und das fromme Mädchen dachte, es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst dein Hemd weggeben. Und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin. Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen die Sterne vom Himmel und waren lauter, harte, blanke Taler. Und ob es gleich sein Hemdlein weggegeben, sah es ein neues an.
00:55:21 Und das vom allerfeinsten Lingen. Er sammelt es sich die Tage hinein und war reich für seinen Lebtag. Ja, Sterntaler für die jede Rakete.
00:55:41 Wir haben ja heute Mittag den Stream vorbereitet, der Janik und ich. Und jede saß da und es war so nicht ganz recht, weil es sollte eine Überraschung auch sein, dass die Marmeladenoma... Und dann hat sie irgendwann sich ganz beleidigt abgewendet, als wir gesagt haben, wir wollen jetzt das mal gemeinsam machen und haben sie dann später reingerufen wieder.
00:56:02 war etwas irritiert, jetzt weißt du, jede Rakete, warum wir das für dich vorbereitet. Ja, das ist total. Es hat mich jetzt echt berührt. Ihr habt es jetzt nicht gesehen in der Pause, weil die Marmeladenoma, unsere liebe Marmeladenoma gelesen hat. Ja.
00:56:22 Das war das zweite Märchen. Halli von Enten schreibt, Tida, Kiete, fühl dich gedrückt. Ich drücke euch alle zurück, es ist halt alles so lieb und ich kann es gar nicht ausdrücken. Und auch bei diesem Mitschnitt von Konrad, den ich auf meinem Instagram-Account gepostet habe, kam auch Sterntaler. Das hat mich dann auch sehr berührt. Das wird mich immer verbinden. Und ich muss auch sagen, Tinos Bruder, der Thomas, der hat ja diese Töpferfiguren gemacht. Man sieht jetzt hier, glaube ich, keine.
00:56:50 Und er hat mir dann die Sterntaler-Märchenfigur getöpfert. Ich kann mir nachher eine Hohlnung zeigen. Die Oma hat immer sehr geliebt. Hier sind auch irgendwo noch welche, glaube ich. Ich kann mal eine Hohlung geben. Hier habe ich... Ah, nee, das fällt alles zusammen. Bei der Oma ist ja immer alles etwas sehr fragil und interessant zusammengebaut. Sie war immer sehr kreativ, die Marmeladen-Oma. Und deswegen haben wir auch eine kreative Familie.
00:57:18 die marmeladen die jede rakete oder das scheint mir
00:57:32 Zwergnase zu sein. Ich glaube auch. Zwergnase, ja. Also das hat mein Bruder Thomas gemacht. Der ist auch sehr talentiert. Er kann wunderbar modellieren. Eigentlich ist er Heilpraktiker von Beruf. Und vielleicht auch ein Grund, dass die Marmeladenoma so alt wurde, 94. Denn die Marmeladenoma hat tatsächlich immer nur homöopathische Mittel benutzt. Das ist keine allgemeine Empfehlung. Das ist einfach die Tatsache, dass es der Marmeladenoma sehr gut getan hat.
00:58:02 Ja, wir machen nochmal wieder eine kleine Fragerunde oder ihr dürft auch gerne kommentieren oder andere Dinge machen. Bilder posten, da kommt schon gerade was. Zum Beispiel, Je Mima. Ich habe es heute Morgen erfahren, dass die Marmeladenoma nicht mehr da ist. Die Nachricht hat mich so aus den Socken gehauen. Ich habe so losgeweint. Ich habe es geliebt, jeden Samstag den tollen Märchen zu lauschen. Wir werden sie vermissen. Und da ist noch ein Foto.
00:58:33 Vielen Dank. Eine Kerze für die Marmeladenoma.
00:58:41 Wie komme ich da jetzt wieder zurück? Genau wie die Marmeladen. Ich gehe nach unten. Nach unten, so. Beim Bild nach unten. Beim Bild nach unten, super. Also ich bin genauso technisch affin wie die Marmeladenoma, wie man sieht. Und Egon Hinterwäldler, ich finde es schön, dass ihr euch heute die Zeit nehmt, mit uns darüber zu sprechen. Wir können gemeinsam Abschied nehmen und ich hoffe, dass es euch und allen hier so gut tut.
00:59:10 wie mir gerade. Das freut mich. Genau deswegen machen wir es auch. Die Marmeladenoma war immer ein Vorbild für mich, mit ihrem offenen Herz für alles und jeden auf Erden. Sie war eine bewundernswerte Frau, die uns allen geholfen hat und jetzt hoffentlich voller Stolz auf ihr Werk hinabblicken kann.
00:59:34 Liedermacher schreibt noch im Chat, es muss eine Figur in der Miniaturwelt in Hamburg geben. Das ist eine gute Idee. Sollte man vielleicht mal anregen, eine Miniaturfigur von der Marmeladenoma. Ja, das wäre auch eine Idee.
00:59:53 Mein herzliches Beileid, Mr. White, meine Oma ist im Dezember gestorben, drei Tage vor Weihnachten. Der Schmerz sitzt tief, es ist wichtig weiterzumachen und an das Schöne zu denken, was uns die Marmeladenoma gegeben hat. Ja, sie hat uns unglaublich viel gegeben, die Marmeladenoma. Und wie gesagt, wir sind überwältigt über die Rückmeldung. Es ist unglaublich.
Abschiedsgrüße und zukünftige Pläne
01:00:1901:00:19 Lucy, guten Abend, ihr Lieben. Ich wünsche euch ganz viel Kraft in dieser schweren Zeit. Leider war ich erst einige Monate mit dabei, aber habe jeden einzelnen Samstag genossen und die Streams waren immer ein Safe Space für mich. Noch nie habe ich so um jemanden getrauert, den ich nicht mal persönlich kenne. Sie hat wirklich die Herzen der Menschen berührt. Es ist schwer, mit irgendwem darüber zu sprechen,
01:00:46 Weil Leute, die sie nie gesehen hatten, es nicht nachvollziehen können. Deswegen bin ich auch froh, diese Runde angebracht trauern zu dürfen. Danke, dass ihr euch heute aufgerafft habt, diesen Stream zu machen. Auch hier eine Kerze mit einem fantasievollen Teddybären. Danke schön dafür.
01:01:10 Alina Saures schreibt, danke für alles, liebe Marmeladenoma, was mir im letzten Jahr durch die Trauer meiner Uroma geholfen. Sie hat mich sehr an sie erinnert, beide sehr herzliche Menschen. Danke und ein Herz. Ja, die Hadamund schreibt zum Mr. Wade, mein größtes Beileid, nimm dir die Zeit beim Heilen und lass dir die Freude an den kleinen Dingen nicht nehmen.
01:01:35 Pablo, vor nicht mal so langer Zeit hatte die liebe Oma mir noch aufmunterne und liebe Worte mitgegeben, nach einer schweren Trennung und somit mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Daher will ich jetzt diese aufmunternden und lieben Worte an euch richten, die ganze Familie und Angehörigen. Ich schicke euch allen ganz viel Liebe und ganz viel Kraft. Wir Christen sagen immer, wir sterben nicht, wir gehen nach Hause.
01:02:03 Übrigens hat das auch Gandhi gesagt, obwohl der Hindu ist. Es ist überraschend, wie sich Religionen teilweise doch in bestimmten Dingen ählen. Ich habe bereits einem Abend, als es bekannt wurde, dass sie, die liebe Oma von uns ging, für euch alle und für die liebe Marmeladenoma gebetet. Denkt daran, dass sie gerade auf euch hinabblickt und voller Freude lächelt. Gott segne euch und viel Liebe und Kraft an euch alle. Ich bete für euch.
01:02:32 Ja, jeder auf seine Weise. Ich persönlich bin ja jetzt nicht christlich orientiert, aber ich habe dann tatsächlich auch plötzlich gemerkt, dass ich gebetet habe. Es kommt an, ob Christ oder nicht. Die Liebe, die kommt an.
01:02:52 Vogelmama Antje, mein Beileid an die Familie. Sie war wie meine Oma und ich vermisse die Marmeladenoma jetzt. Wie geht es auf dem Kanal in Twitch weiter? Nun, heute machen wir den Gedenkstream für die Marmeladenoma. Die Marmeladenoma ist nicht zu ersetzen, es gibt nur eine Marmeladenoma.
01:03:18 Wie es weitergeht, das wissen wir noch nicht. Auf jeden Fall wird der Janik noch einen Rückblick machen. Das wird natürlich dauern, denn fast zehn Jahre haben die beiden ja gestreamt und da gibt es ja unglaublich viele Dinge, die passiert sind. Und wie es mit der Märcheninsel weitergeht, das wollen wir dann sehen. Wir hören in uns rein und wir schauen dann.
Zukunft des Kanals und der Erinnerungen
01:03:4401:03:44 Ja. Wir sind einfach noch nicht so weit, es zu entscheiden. Ja, wir leben einfach momentan im Jetzt und müssen das alles erstmal verarbeiten, natürlich in uns reinhören.
01:03:56 Und dann sehen wir weiter. Auf jeden Fall bleiben alle Videos von der Marmeladen online. Denn es kam schon die Befürchtung auf, hat mir jemand geschrieben, ihr werdet doch bitte nicht die ganzen Videos offline stellen. Nein, auf keinen Fall. Es wird alles erhalten bleiben. Man kann alles jederzeit wieder anschauen bei YouTube. Und es kommt...
01:04:23 noch ein bisschen mehr. Es gibt noch auch Dinge, die wir nicht veröffentlicht haben von der Marmeladenoma. Ich habe auf dem Computer so manches gefunden. Auch Dinge, die sie dann vorliest, Sagen und Geschichten. Ja, kann man auch mal. Es ist noch alles offen. Ja, es ist noch alles offen.
01:04:40 Wir müssen uns erst mal sortieren und dann werden wir uns zusammensetzen und uns darüber Gedanken haben. Wie gesagt, schickt der Marmeladenoma gute Wünsche. Wer will, bietet für sie, macht Kerzen an, denkt an sie. Und das kommt an.
01:05:04 Das ist sehr, sehr schön. Ja, danke. Das ist schön. Das ist ein ganz toller, das wollte ich gerade sagen, Gedenkgottesdienst. Ein Stream zum Gedenken an die Marmeladenoma. Svart Trost schreibt, mein herzliches Beileid an die Familie und vielen lieben Dank für alles, liebe Marmeladenoma. Schick dir noch ein Foto.
01:05:33 Bildschirmfoto, das sehen wir uns auch mal hier. Und von A nach B. Er gewickt uns doch sehr. Ich sehe, wir haben ein bisschen Augen. Wir sehen nicht so gut aus. Das sieht nicht ganz so frisch aus momentan, aber verständlich natürlich. Wir wissen nicht, wie es mit dem Filter funktioniert. Hier kam auch noch ein Wassermarsch rein von Piccoloop. Das ist lieb von dir. Danke schön.
Tribut und Resonanz der Community
01:05:5901:05:59 Apple Park schreibt, ich habe nicht nur eine Kerze angemacht, ich habe ein Lagerfeuer angemacht. Oh, ein Lagerfeuer. Das finde ich ausgesprochen cool. Solange nichts abbrennt. Weder Tiger. Sie war für uns da, die Marmeladenoma. Und heute sind wir für euch da, zünden Kerzen an und denken an euch und an sie.
01:06:26 Bluescape schreibt, sogar die FAZ hat über die Marmeladenoma geschrieben. Ja, also nicht nur die FAZ, auch in der Tagesschau war die Marmeladenoma bei Focus und RTL. Überall. Ja, verrückt. Wir sind wirklich, Janik hätten wir damit gerechnet. Auf keinen Fall. Wir sind wirklich. Great Pumpkin 70. Tod ist überhaupt nichts.
01:06:53 Ich glitt lediglich über in den nächsten Raum. Ich bin ich und ihr seid ihr. Warum sollt ihr aus dem Sinn sein, nur weil ich aus dem Blick bin?
01:07:04 Was auch immer wir füreinander waren, sind wir auch jetzt noch. Spielt, lächelt, denkt an mich. Leben bedeutet auch jetzt all das, was es auch sonst bedeutet hat. Es hat sich nichts verändert. Ich warte auf euch, irgendwo sehr nah bei euch. Alles ist gut. Und das hat geschrieben Annette von Droste-Hülsoff.
01:07:31 Das ist ein wunderbares Gedicht von der Vanette von Droste Hülshoff. Am Boden, sie hatte übrigens zuletzt gelebt. Und Marmeladenoma war auch ein Fan von ihrer Lyrik. Und so empfinde ich es auch. Am Sterbebett habe ich dann auch zu meiner Mutter gesagt, wir werden uns wiedersehen. Es wird noch eine Weile dauern, aber unsere Seelen werden uns wiedersehen.
01:08:00 Maus wird noch geschrieben, ihr braucht keinen Filter, ihr seid natürlich und so wie ihr seid. Super. Dankeschön. Das verrückt uns aber, Mausbär. Wir fühlen uns nicht so. Ja, das war auch immer, glaube ich, so der Inhalt von der Märcheninsel von der Marmeladenoma. Wir waren immer so, wie wir sind. Wir machen hier keine Show, wir machen keine Lichteffekte, wir müssen kein Breakdance machen oder irgendwas, sondern wir sind einfach so, wie wir sind.
01:08:30 Mein Breakdance hat mich schon interessiert. Jetzt verrate ich euch mal was. Als ich ein Kind war, da wollte dir Marmeladen, Oma, dass ich zum Ballett gehe. Nein, habe ich gesagt, ich gehe nicht zum Ballett. Okay, war in Ordnung für sie. Am nächsten Tag willst du es nicht mal probieren, zum Ballett zu gehen. Nein, ich will nicht zum Ballett.
01:08:55 Das hat sie immer wieder und immer wieder dann gemacht. Sie konnte hartnäckig sein und sie ist stur gewesen, die Marmeladenoma. Aber ich bin nicht zum Ballett gegangen, denn auch ich kann stur sein. Nina möchte noch wissen, ist er Pfarrer? Er liest so schön vor. Nein, ich bin kein Pfarrer.
01:09:20 Ich bin Schriftsteller. Ich habe auch mit der Marmeladenoma ihre Lebensgeschichte geschrieben. Mein Leben ist kein Märchen.
Das Buch 'Mein Leben ist kein Märchen'
01:09:2901:09:29 Marmeladenoma hat ihre ganzen Geschichten schon erzählt, hier die Kindheitsgeschichten. Wir haben dann später mal alles sortiert zusammen und haben das eine oder andere dann komprimiert und auch noch ein bisschen zusammen verbessert und zu einem Buch zusammengefügt. Der Janik hat dann die Bilder dazu noch gemacht und nachkoloriert zum Beispiel. Sie hat ja viele Fotos aus ihrer Kindheit. Glücklicherweise sind die über den
01:09:57 Krieg erhalten geblieben. Das ist ein Wunder. Wobei ihr Haus damals auch getroffen wurde, aber die Bilder sind alle gerettet, wie auch ihr erstes Märchenbuch. Ich werde später noch aus der Lebensgeschichte von der Marmeladenoma vorlesen. Ich finde halt auch, dass es eine tolle Erinnerung ist, wenn man jetzt dann Abschied genommen hat und man kann in das Buch reinschauen, nochmal ihre Geschichten lesen, ihre Bilder angucken.
01:10:24 Ich glaube, das ist auch für uns als Familie wichtig und schön, dieses Buch zu haben. Leider hat von A nach B kein signiertes Buch. Nein, ich bin der Einzige, der kein signiertes Buch von der Marmeladenoma hat. Ich hatte eines, habe das aber versehentlich an jemanden verschenkt. Ich weiß es nur nicht an wen. Ich habe jetzt zwar ein Marmeladenoma-Buch, aber das ist das von der Marmeladenoma. Gut, ich könnte noch welche nachbestellen natürlich, aber das von der Marmeladenoma ist mir auch sehr, sehr wertvoll.
01:10:53 Drüben im Wohnzimmer liege ja noch von ihr signierte Autogrammkarten. Da werde ich eine Autogrammkarte nehmen. Enkel Janik hat übrigens auch unterschrieben. Danke, Janik. Danke, so. Tobi schreibt, mein Vater verstarb, als ich 15 Jahre alt war, 2017. Das ist schlimm.
01:11:17 Jesus ist mittlerweile fast zehn Jahre her. Ich vermisse ihn jeden Tag. Ich weiß, wie ihr euch jetzt fühlt. Ich wünsche euch viel Kraft. Marmeladenoma wird immer bei uns bleiben. Ja, Tobi, ich wünsche dir auch viel, viel Kraft. Es ist schlimme, man als Jugendlicher einen geliebten Menschen verliert, einen Vater. Das fehlt. Ich kann das gut nachvollziehen.
01:11:48 Till schreibt noch, sie hat mich immer Till Regenbogen genannt. Das nicht mehr hören zu dürfen, macht mich traurig. Ja.
01:11:58 Maddie Louis, liebe Märcheninsel, die Nachricht traf mich sehr. Gestern Abend saß ich und hab noch allemal ihre Briefe gelesen. Viele Tränen hab ich verkossen. Sie war für mich da, als es mir schlecht ging und machte vielen Menschen Hoffnung. Sie wird mir sehr fehlen. Gebildes Tier vor mir und ich zünde eine Kerze für sie an. Ich hoffe, wir sehen uns wieder, liebe Oma im Märchenparadies.
01:12:28 Ruhe in Frieden. Danke für die wundervollen Abende hier auf der Märcheninsel. Ja, ich denke, dass man alle Menschen wiedersehen wird, denen man nahe stand. Das können auch Leute sein, die man nicht persönlich gekannt hat, wenn einfach das Resonanzfeld, die Schwingungen die gleichen sind. Und auch hier noch ein Foto von der Marmeladenoma.
01:12:55 Daran kann ich mich noch gut erinnern, als ich dieses Foto gemacht habe. Das ist auch eine ihrer Autogrammkarten. Wir haben ja unglaublich viele Fotos gemacht und auch Videoaufnahmen. Wie gesagt, es ist noch nicht alles veröffentlicht.
01:13:11 Schwarzwald Elf hat noch was geschrieben. Wenn du es haben möchtest, zend ich es dir zu von A nach B. Ach, das ist so ganz, ganz lieb. Ihr könnt ja dann, aber dann hat er ja kein Zeug. Nein, nein, er halte das. Es ist dir gegönnt ein sehr wertvoller Schatz. Ich habe ja noch so viele handgeschriebene Briefe von der Marmeladenoma.
01:13:30 Ich war ja mal als Kind für sechs Wochen in einem Kinderheim. Nicht, weil mich die Marmeladenoma verstoßen hätte. Nein, ich war damals zu dünn. Das Problem habe ich nicht mehr. Und in diesen sechs Wochen hat sie mir jeden Tag einen Brief geschrieben. Es gab ja noch keine Handys damals oder sowas. Und die Briefe habe ich alle noch. Ich hatte sogar schon die Idee, mal diese Briefe von der Marmeladenoma so wechselseitig vorlesen zu lassen.
01:13:59 Denn die Briefe, die ich der Marmeladenoma meiner Mutter damals geschrieben habe, die hat sie auch noch. Ich habe sie jetzt oben zu Hause. Wollen wir noch ein Märchen lesen? Können wir gerne machen, ja. Oder nein, ich lese jetzt mal was aus dem Buch vor. Werden Sie schon davon? Aus dem Buch Mein Leben ist ein Märchen von der Marmeladenoma.
Vorlesung aus dem Buch und Kindheitserinnerungen
01:14:2401:14:24 und es ist ein sehr bewegtes leben ich fange an mit einer kindheitsgeschichte es geht ja bis hinein in die gegenwart mich persönlich haben ja ihre erlebnisse damals in der kinderland verschickung besonders beeindruckt sie war ja zweiten weltkrieg evakuiert damit sie die bombennächte in karlsburg nicht erleben muss und musste dann sich alleine durchschlagen nachdem
01:14:54 Der Krieg zu Ende war. Sie kam nicht mehr nach Hause allein als Kind. Sie war 13. Und ihre große Schwester hat sie dann abgeholt. Das ist eine wahnsinnige Geschichte, was sie da erlebt hat als Kind. Aber ich lese jetzt was anderes vor. Und zwar eine Kindheitsgeschichte, als sie noch ganz klein war. Die Überschrift Liebe, Vertrauen und Märchen. Die wichtigsten Begleiter meiner Kindheit.
01:15:21 märchen durchziehen mein leben wie ein roter faden die liebe zu ihnen hat mein vater in mir geweckt an samstagabenden nach einer arbeitsreichen woche saßen wir vater mutter und wir acht geschwister in der wohnküche am großen tisch
01:15:38 Vater spielt oft auf seiner Geige, wir sangen gemeinsam Lieder oder es wurde gebastelt und erzählt. Oft lasens Vater auch aus Büchern vor, Geschichten, Gedichte oder, was mir am liebsten war, meine geliebten Märchen. Diese längst vergangene Welt ist nur scheinbar verschwunden. Ich kann sie immer wieder vor meinem geistigen Auge erscheinen lassen, denn auch das Vergangene ist Teil der Wirklichkeit.
01:16:07 Einer Wirklichkeit, die ich anhand dieser Geschichte aus meiner Kindheit mit euch teilen will. Wenn wir zwei Kleinsten, mein jüngerer Bruder, das Herr Männle und ich, abends im Bett lagen, erzählte uns Vater zum Abschluss des Tages stets ein versöhnliches, sanftes Märchen. Er beantwortete geduldig und voller Liebe unsere Kinderfragen. Dann gab er uns einen Kuss und deckte uns sorgsam zu.
01:16:36 Meine Erinnerung an diese Tage ist erfüllt von dem Gefühl der Geborgenheit und die grenzenlose Liebe, die mir geschenkt wurde. Sie gab mir den Freiraum, mich sorglos nach meinen Neigungen und Interessen zu entwickeln.
01:16:49 Ich war ein Kind, das ich gerne in fantasievollen Gedankenspielen verlor. Wenn ich nahe unserem Haus auf der großen Wiese lag und von mich hin Tag träumte, bekam die vorüberziehenden Wolken Gestalten. Mein Schutzengel schwebte hoch oben und wachte über mich. Eine gute Fee lächelte mir zu. Schneewittchen, Aschenputtel, Brüderchen und Schwesterchen gaben sich einstellig ein.
01:17:16 Mit jeder Wolke, die vorüber schwebte, kam ein anderer Gast. Auch die böse Stiefmutter, ein gefährlicher Trache oder finstere Riesen tauchten auf und zogen schließlich weiter. So verbrachte ich oft ganze Sommernachmittage, lebte in meinem märchenhaften Kosmos und war der Wirklichkeit entrückt. Manchmal entdeckten mich jüngere Nachbarskinder, umringten mich und bettelten. Ich sollte ihnen ein Märchen erzählen.
01:17:46 Dann ließ ich sie an meiner Welt teilhaben und erzählte den atemlos lauschenden meine Lieblingsmärchen. Ich führte die Kinder in verwunschener Wälder und ferne, zeitlose Länder, wie sie teilhaben an den Abenteuern der märchenhaften Heldinnen und Helden, und gemeinsam erlebten wir immer wieder den unvermeidlichen Sieg des Guten über das Böse. Verzauberte Sommerstunden
01:18:12 Christian Morgenstern hat als Erwachsener einmal gesagt, dass er immer noch im und vom Sonnenschein seiner Kindheit lebe. Dasselbe gilt auch für mich heute noch. Manchmal hüte dich die kleinen Kinder der Nachbarn zu Hause oder auf den Müttern beim Einkaufen oder anderen Dingen des täglichen Lebens.
01:18:35 Damals war ich, was man heute nicht mehr vermuten würde, ein schüchternes Kind und sprach mit Erwachsenen nicht mehr als nötig. Die Ausnahme war mein lieber Vater, dem ich grenzenlos vertrauen konnte. Doch Vater arbeitete tagsüber als technischer Zeichner in einem Karlsruher Büro. Abends und am Wochenende malt er zu Hause Landschafts- und Blumenbilder, wie er es einst bei seinem Meister gelernt hatte.
01:19:04 Es waren meist Auftragsarbeiten von reichen Karlsruher Bürgern und oft durfte ich bei ihm seiner künstlerischen Arbeit über die Schulter schauen.
01:19:14 Auch diese Zeiten des Glücks, die sich zu den zahlreichen anderen glücklichen Momenten addierten, die ich mit meinen Geschwistern erlebte. Ja, es war tatsächlich eine heile Welt, die ich als Kind erleben durfte. Eine nahezu unbeschwerte Kindheit im Kreise einer lebendigen und kreativen Familie. Im Rückblick betrachtet lebte ich in einem märchenhaften, beinahe verwunschenen Paradies am Rande einer großen Stadt.
01:19:44 Im Unterdorf an einer Straßenkreuzung stand oft ein fahrbarer Süßwarenstand. Aus dem Fenster blickte eine alte Frau. Ich allein wusste, dass sie in Wirklichkeit eine Fee war. Wenn ich eine Zehnpfennigmünze besaß, ging ich zu ihr und überlegte lange, ob ich mir Lakritz oder eine Wundertüte kaufen sollte.
01:20:09 Eine solche Tüte enthielt zerbrochene Kekse, Schokoladenstücke, Bonbons. Manchmal, was ein seltenes Glück war, fand sich darin sogar ein besonderer Schatz, ein kleiner Fingerring aus Blech mit einem Stein aus Glas.
01:20:25 Die gute Fee wartete stets geduldig, bis ich meine Entscheidung getroffen hatte. Dann schob sie meine Errungenschaft über den Tresen und legte noch ein Extra dazu. Eine Feengabe, wie ich wusste. Ja, das war eine kleine Geschichte aus Marmeladenomas Buch. Mein Leben ist kein Märchen.
01:20:50 Es ist ein großer Schatz, dass es dieses Buch gibt. Nicht nur für mich, auch für Ender Janik und viele, viele andere. Ja, wollt ihr noch was fragen? Wollt ihr mir Fotos schicken? Wollen wir noch...
01:21:12 die eine oder andere Kerze gemeinsam entzünden. Es kommen ja noch zwei Märchen. Aber jetzt erst mal nochmal eine Fragerunde. Oder Kommentarrunde. Genau, von Anfani kam ein Wassermarsch rein. Dankeschön. Ich habe nichts mehr zum Trinken. Anfani hat ja immer Wassermarsch. Ach ja, Anfani, das ist gut. Dankeschön. Jede Rakete.
01:21:43 Und Maus wird noch geschrieben. Wunderschön. Dankeschön. Danke an die Marmeladen-Oma. Ali von Enten schreibt noch, als du Halma erwähnt hast, musste ich an den Silvesters-Stream mit Fabi denken, wo die beiden Halma gespielt haben. Das war so schön. Ja, der Fabian hat auch gerne Halma gespielt mit der Marmeladen-Oma. Da unten steht das rosa Halma.
01:22:10 Fabi holt es gerade sogar. Das ist schon ganz abgewetzt. Also viele, viele Spieler hat sie gemacht. Auch mit der Ute, eine ganz, ganz liebe Freundin von der Marmeladenoma. Auch eine beste Freundin, die Ute. Vielleicht schaut sie gerade zu.
01:22:28 Und wen sie erwischen konnte, musste Halma spielen mit ihr. Und ich habe es auch immer sehr gerne gemacht und der Fabian auch. Der nie gewonnen hat. Also die Marmeladen-Oma, die hatte da schon was drauf, weil Halma spielt. Die hat auch sehr oft geübt. Ja. Eine Zeit lang hat sie dann gegen mich ein paar Mal hintereinander verloren.
01:22:52 Und dann plötzlich hat sie eine neue Taktik entwickelt und dann habe ich gleich zweimal hintereinander verloren. Da war ich überrascht, noch gar nicht so lange her. Michi Timarini, liebe Marmeladenoma, ich kann mich erinnern, als ich dich fragte, was kann bei mir Panikangst tun? Jetzt setze ich das um und ich liebe ohne Angst jeden Tag. Danke für alles.
01:23:18 Jetzt liege ich hier und weine schmerzhaft wie ein Schlosshund. Ja, das können wir alles sehr, sehr nachvollziehen. Aber ganz toll, ganz toll, dass dir die Marmeladenoma helfen konnte. Danke für deine Streams und Tipps. In Liebe Michi aus Österreich. Ruhe in Frieden, liebe Oma.
01:23:42 Anik, magst du noch was? Ja. Ein Märchenwunsch kam hier rein, tatsächlich. Zu gedenken an die Oma wünsche ich mir das Gedicht von Rippek von Rippek auf Rippek in Haveland. Gut. Ich lasse nur auf. Der Rippek. Habe ich schon mal gehört. Und Queen Rose möchte noch wissen, welche sind denn eure Lieblingserinnerungen von der Marmelade?
01:24:13 Da gibt es unglaublich viel. Was fällt denn dir gerade ein? Also, wir können diese berückte Geschichte ein, die sie mit Janek gemacht hat, die ich nicht erzählen darf. Was? Okay.
01:24:26 Ich erzähle sie trotzdem. Nein. Wenn es der Janik nicht will, dann... Nee, wurscht, sagt man, darfst du nicht. Aber... Jetzt kann sie nachher sprechen. Ich kann es ja vielleicht mal aufschreiben und eine Geschichte draus machen. Nix, was der Janik jetzt nicht will. Der Janik weiß, was ich meine. Der Janik hat ja nichts dagegen. Er guckt sehr irritiert, er lasst das jetzt mal.
01:24:48 Also wir dürfen auch zwischendurch lachen. Die Marmeladenoma freut sich darüber, wenn wir etwas fröhlicher sind. Also ich persönlich fand ja ganz besonders witzig. Da waren wir, glaube ich, zu dritt unterwegs, Janik. Da waren wir eingeladen zum Event vom Nachfeier Webvideopreis. Die Marmeladenoma und Janik haben ja damals den Webvideopreis gewonnen. Und dann gab es mal eine Nachfeier und die Marmeladenoma hat im Restaurant
Lustige und bewegendste Erinnerungen
01:25:1701:25:17 immer wieder Wein ein Geschenk bekommen. Sie wurde fröhlicher und fröhlicher. Und irgendwann musste man dann doch gehen. Und die Marmelade hat gesprochen, geredet mit jedem. Es war ein Wasserfall. Ihr könnt es euch ja vorstellen. Und dann ist er mit dem Rollator rausgegangen. Links und rechts waren mehrere Gasballons. Und war sehr witzig. Dann sind wir dann mit dem Taxi zum Hotel gefahren. Sie war sehr angeheitert. Und haben sie dann auch ins Hotelzimmer gebracht.
01:25:46 Und da saßen Janik und ich dann auf dem Bett, haben gewartet, bis sie sich umgezogen hat im Bad. Und irgendwann, wenn man dann die Worte Strumpfhose, du bist umzingelt. Das war dann beide unglaublich witzig. Also die Marmeladenoma hatte die Gabe, alles lebendig zu verwandeln. Auch die Strumpfhose hat plötzlich gelebt.
01:26:12 Das fand ich persönlich sehr witzig. Ja, aber es gibt auch tausend andere Dinge, die wir gemeinsam erlebt haben. In meiner Kindheit unglaublich viele schöne Szenen. Sie hat mir als Kind immer auch Märchen vorgelesen. Damals hätte ich nicht gedacht, dass sie mal die Marmeladenoma wird. Und ich habe auch noch ein Märchenbuch zu Hause, das sind die gelesenen Geschichten immer angekreuzt. Sie hatte ja...
01:26:39 in der Dachkammer damals ihre Märcheninsel, die Marmeladenoma. Da lag sie dann immer in der Kiste mit den Näheresten ihrer verstorbenen Mutter und hat da gelesen. Später ist es leider weggebombt worden, dieses schöne Refugium. Aber sie hat mir dann später auch so eine Märcheninsel gemacht. Wir hatten zwar kein Haus,
01:27:05 wie damals die Marmeladenoma in der Gartenstadt. Es war eine Etagenwohnung, nicht viel Platz. Und auf dem Schrank, auf meinem Kleiderschrank, hat sie mir dann meine Märcheninsel gebaut.
01:27:17 Ich hatte dann so eine kleine Leiter, da bin ich als Kind dann hochgeklettert, die habe ich heute noch. Da oben waren dann Kissen und eine Dose, da waren immer Süßigkeiten drin und viele Bücher. Da oben habe ich dann Jim Knopf gelesen, Pipi Langstrumpf, Fokulade gegessen und war der Welt entrückt auf meiner Märcheninsel hoch über der Welt.
01:27:40 Ich muss ja sagen, als Tino mir die Geschichte mit seiner Schleckdose, so hieß diese besagte Dose mit Schokolade und Süßigkeiten, erzählt hat, war ich richtig neidisch, weil ich als Kind durfte immer nur zwei Bonbons essen oder ein Stück Schokolade und immer wieder habe ich versucht, bei meiner Mutter doch was zu ergattern, aber ich hatte keinen Erfolg.
01:28:00 Und als Tino erzählt hat, dass er immer eine ganze Schleckdose hatte, die er auf einmal aufessen konnte, habe ich gedacht, oh, wow. Das war nicht beeindruckend. So war das, ja. Heute ist andersrum. Heute habe ich die Schleckdose und von A nach B isst nichts. Die Marmeladenoma hat auch jedes Mal, wenn ich dann bei ihr war, jede Rakete eine Tafel Schokolade mitgegeben. Die halten aber nicht lange. Ich habe aber gesehen, im Kühlschrank sind noch mindestens zehn Tafeln Schokolade.
01:28:29 Ich glaube, die sind für die jede Rakete. Aber nicht auf einmal essen. Ich glaube, dass wenn man dann als Kind vielleicht nicht so viel essen darf, dass man dann später das immer essen mag. Weil von A nach B isst du überhaupt keine Süßigkeiten. Und ich esse dafür umso mehr. Ja, das stimmt. Und du bist dünner als ich. Das stimmt auch. Die Dobby schreibt, und meine Seele spannte weit ihre Flügel auf.
01:28:57 flog durch die stillen Lande, als flüge sie nach Haus. Die Marmeladen-Oma ist auch nach Hause geflogen. Es gibt auch ein schönes Gedicht von ihrem Idol.
Gedichte und die Reise der Seele
01:29:1501:29:15 Wer ist Edun? Jetzt fehlt mir gerade der Name. Nein, das ist der Dichter. Nein, Gandhi. Gandhi ist ja großes Idol und da gibt es auch von ihm so ein schönes Gedicht. Jetzt ist mir der Name Gandhi entfallen. Man merkt, auch ich werde ein bisschen älter. Netzumix schreibt Schokolade, das sollte man trocken lagern. Aber nicht im Kühlschrank.
01:29:40 okay das war ein fehler wir haben noch meine alte alte dose zu hause die können wir vielleicht mit der schokolade okay ja ich schenke dir meine
01:30:00 Aber die Dobby schreibt noch weiter, mein herzliches Beileid. Ich habe die Streams der Marmeladen-Oma so oft ich konnte, wenigstens gehört. Sie hat mir nach dem Tod meiner Oma Inge, die mir als Kind immer vorgelesen hat, ein Stück Kindheit zurückgegeben. Ich bin unendlich dankbar, diese Erfahrung gemacht zu haben und werde ihren Brief in Ehren halten. Ich möchte außerdem einfach glauben, dass sie ihre Kerze geholfen hat.
01:30:26 meinem geliebten Pferd im Sommer 2025 das Leben zu retten. Deshalb zünde ich heute auch eine Kerze an, in Gedenken an diese liebevolle Geste. Euch wünsche ich viel Kraft in dieser schweren Zeit. Die Marmeladenoma war einfach ein ganz besonderer Mensch. Marmeladenoma, hier ist eine weitere sehr schöne Kerze für dich.
01:30:52 Katinka schreibt noch, Rest in Peace an eine meiner liebsten Klientinnen. Danke für jedes liebe Wort und diese Herzlichkeit. Ja, Dankeschön.
01:31:06 User 2828282 Ich habe vorgestern gegen 20 Uhr auf TikTok gesehen, dass Marmeladenoma gestorben ist. Ich konnte es zuerst gar nicht in Worte fassen. Ich werde sie sehr vermissen. Ihre Märchenstreams und die Fragerunden danach waren immer richtig schön und gemütlich. Ich hoffe wirklich, dass der Kanal nicht deaktiviert wird, damit Ihre Videos und Erinnerungen bleiben.
01:31:34 Nein, da seid ihr ganz sicher. Das wird überhaupt nicht deaktiviert. Geht nicht offline. Die Videos von der Marmeladenoma bleiben alle erhalten. Und haben wir auch noch mal zur Sicherheit archiviert. Ja, Janik hat es archiviert zur Sicherheit. Ja, Riederakete, magst du mal was vorlesen? Ich muss meine Brille absetzen. Ich habe leider noch keine Lesebrille.
Zukunftspläne für den Kanal
01:32:0201:32:02 Ich muss erstmal gucken. Es kamen ja auch schon einige Raids rein über den Stream hinweg. Zum Beispiel von Tiara jetzt vor zwei Minuten. Schön.
01:32:13 Scharnickel, Riders on the Storm. Riders on the Storm. Das haben wir immer gesungen, wenn Raid reinkam. Wenn ich Lied von Andoors, aber wir haben dann Riders on the Storm draus gemacht. Also viele schreiben, dass es schön zu hören ist, dass der Kanal bleibt. Wir werden erstmal alles so lassen, wie es ist. Wir werden nichts löschen, wir werden alles behalten. Und wir werden überlegen, wie es mit dem Live-Channel auf...
01:32:37 Twitch und TikTok und YouTube weitergeht. Also der Janik wollte sich das jetzt noch offen halten und von A nach B einfach erstmal jetzt die ganze Trauersache Schritt um Schritt machen. Es ist eben auch so, dass die Marmeladenoma ist einfach die Marmeladenoma. Und sie kann nicht ersetzt werden. Es geht nicht. Aber wie gesagt, wir überlegen uns das.
01:33:06 Jetzt haben wir diesen Stream hier zum Gedenken an Marmeladenoma. Valeria schreibt, ich hoffe, dass ich mal so eine coole Oma werde. Ja.
01:33:20 Ich mach das. Mr. Blast. Ich habe selber auch leider keine Großeltern mehr und habe gerne der Oma zugeschaut, auch wenn ich wenig geschrieben habe. Sie hat auch für mich Kerzen angezündet, das letzte Mal, als mein geliebter Hund vor einem Jahr gestorben ist. In diesem Sinne habe ich auch eine Kerze für sie jetzt entzündet. Ich war sehr traurig, als ich die Woche gelesen habe, dass sie gestorben ist.
01:33:46 Aber hoffe, dass jetzt auch meinen Großeltern ihre Märchen erzählen kann. Dazu noch eine weitere Kerze für die Marmeladen. In Chat wurde auch noch angeregt, dass Candle in the Wind von Elton John auch ein tolles Lied für die Marmeladenoma wäre. Aber Marmeladenoma hat die Lieder schon ausgesucht, selbst für ihre Beerdigung. Also sie hat die ganze Beerdigung eigentlich für sich schon geplant. Ja.
01:34:17 Ja, drei Lieder haben wir jetzt. Und die werden wir ihr dann auch bei der Trauerfeier vorspielen. Chris Tomala, hi, mein Beileid für die Familie und Kraft und Segen. Liebe Grüße, Chris.
01:34:39 Chris97 schreibt, ich glaube ganz stark daran, dass die Marmeladoma von uns oben mit einem Lächeln beobachtet und über uns wacht und dass sie weiß, dass wir sie nie vergessen werden. Ja, auf ihre Art und Weise wird sie es mitbekommen. Das kommt bei ihr an.
01:35:00 Soja-Chan, ich hatte geplant, der Marmeladenoma dieses Bild zu zeigen. Bestimmt hätte sie gesagt, sieht aus wie meine erste Katze, das Schnubberle. Dazu die lila Blumen, das hätte ihr bestimmt gefallen. Ja, Soja-Chan, das könnte das Schnubberle sein. Und das sind auch ihre Lieblingsblumen.
01:35:27 Ihre Lieblingsfarbe. Die Farbe Lila ist einfach ihre Lieblingsfarbe.
01:35:43 Womi Womi schreibt, ich habe eine Frage, Marmeladenoma. Wie fändet ihr es als Familie, wenn die Marmeladenoma mit uns allen in Gedanken auf Weltreise geht? Es wäre doch eine schöne Geste, wenn die Community ein Foto von ihr an schönen Orten mitnimmt und dann davon ein Foto teilt. Das ist eine sehr schöne Idee. Zum Beispiel ein Foto der Marmeladenoma auf dem Gipfel eines Berges oder sonstigen wunderschönen Orten. Das ist eine sehr schöne Idee.
01:36:11 Die Marmeladenoma-Reihe, auch immer sehr, sehr gerne auf Reisen. Und die eine oder andere Reise habe ich auch mitgemacht. Marmeladenoma fand besonders Schottland sehr schön, aber sie war auch in vielen, vielen anderen Ländern. In Europa.
01:36:30 Ja, das sind wahre Worte. Wir vergeuden manchmal unser Leben so in alltäglichen Dingen.
01:36:58 Und das Wichtigste ist wirklich, dass man die Liebe verspürt mit Angehörigen, Freundinnen, Freunden. Und dass man gut zueinander ist. Man kann auch die Zeit nicht nachholen dann. Ich habe auch gelesen, dass wenn man viel Zeit mit seinen Eltern oder mit seiner Mutter verbringt, dass die Personen dann auch viel länger leben. Also nehmt euch Zeit für eure Eltern.
01:37:20 Also eure Lieben trinkt Kaffee, legt das Handy zur Seite, geht spazieren. Ich finde, wir verlieren so viel Zeit am Handy. Ja. Sneax 15, also mit 19 den Vater zu verlieren, das stelle ich mir auch sehr, sehr schrecklich vor. 52 ist überhaupt keine Alter. Ich wünsche dir alles, alles Liebe.
01:37:48 Mr. Zwergi, oder MX Zwergi. Liebe Grüße auch von mir und mein herzliches Beileid. Ich war jetzt leider über ein Jahr nicht mehr dabei bei den Streams und es erfüllt mich auch ein bisschen mit Reue, dass ich das letzte Jahr den Streams mit der Marmeladenoma verpasst habe. Ich habe in der Zeit das Hobby der Spielleitung in Pen- und Paper-Rollenspiel entdeckt. Das ist das, kennt ihr das?
01:38:14 Ist das ein Brettspiel? Nein, Pen & Paper Rollenspiel. Nein. Ich glaube, das ist so ein... Ich weiß es nicht konkret. Janik ahnt etwas, kannst aber jetzt nicht artikulieren.
01:38:27 Das hat leider meine Samstage eingenommen. Ich habe die Marmeladen-Nummer vor ganzen fünf Jahren durch Zufall entdeckt, bei der Suche nach neuen Kanälen zum Anschauen. Es hat mir immer viel bedeutet, ihren Märchen zu lauschen und mit ihr in den Fragerunden in den Austausch zu treten. Zwei Briefe und ein paar Postkarten aus dem Urlaub habe ich ihr gesendet und mich riesig über die Antworten gefreut. Auch in diesem Chat habe ich mich oft mit ihr ausgetauscht.
01:38:54 Ich werde gute Erinnerungen an die Marmeladenoma behalten. Möge sie in Frieden ruhen und all die Seelen, die ihr verwandt oder bekannt waren, und nun um sie trauern, bald Ruhe. Man muss ja auch sagen, sie hat immer die Fanpost sehr geliebt. Sie war immer gespannt, weil von A nach B am Postfach war und das geholt hat. Das hat sie immer beglückt. Und sie hat mir immer die Briefmarken ausgeschnitten.
01:39:21 Nicht, weil ich Briefmarkensammler bin, aber die habe ich dann immer am Ende vom Jahr großes Paket an die Kinderhilfsorganisation Terre des Sommes geschickt. Die sammeln die Briefmarken, verkaufen die und dann werden Kinder in prekären Verhältnissen damit unterstützt, Hilfe zur Selbsthilfe. Ja, die Marmeladenoma war ja immer ein sehr sozialer Mensch. Sie war auch...
01:39:48 lange Zeit als ehrenamtliche Sozialarbeiterin tätig in meiner Kindheit. Man muss sagen, wir sammeln immer noch die Briefmarken. Ja, wir sammeln immer noch die Briefmarken. Also wer Briefmarken hat, gerne abschneiden, ans Postfach von der Marmeladenoma schicken. Wir freuen uns und leiten die weiter an die Kinderhilfsorganisation Terdesum.
01:40:13 Diabolor beschreibt, Pen & Paper spielt dann mit Papier, Stift und viel Fantasie. Ah ja. Das hört sich gut an. Hört sich super an. Das hört sich gut an. Blue, Matthäus 5,4. Selig sind die Trauernden, denn sie werden getröstet werden.
01:40:33 Ja, das stimmt. Absolut, ja. Und ich merke auch, dass dieser Stream zu Ehren der Marmeladenoma mich jetzt auch tröstet. Ihr seid alle dabei, die liebevolle Community der Märcheninsel. Am Anfang war ich ja den Tränen so nahe, dass ich gedacht habe, ich stehe das nicht durch. Aber jetzt eure vielen Nachrichten und so liebevolle Posts.
01:40:59 Das tröstet uns alle. Und wir trösten vielleicht auch euch ein wenig. Blue schreibt weiter, meine Mutter ist verstorben, als ich 17 war. Das war 2001. Vor drei Jahren ist meine Oma im Alter von 96 Jahren verstorben. Ich fühle mit euch und wünsche euch ganz viel Kraft, diese schwere Zeit zu überstehen.
01:41:24 Sie wird niemals vergessen werden. Herzliches Beileid an die ganze Familie. Danke schön. Und hier kommen gerade ganz viele Kerzen rein von den Zuschauern. Ganz viele Herzen rein von den Zuschauern. Marmeladeoma. Lila Herzen. Ja, viele lila Herzen. Lieblingsfarbe von der Marmeladenoma.
01:41:50 Funky, meine Oma ist leider im Januar 2025, als er vor über einem Jahr auch sehr überraschend nachts verstorben. Ich hatte leider außer auf der Beerdigung keine Möglichkeit, mich zu verabschieden. Ich war am Tag, als ich es erfahren habe, extrem schockiert. So schockiert, dass ich es nicht realisieren konnte.
01:42:13 Wir können es auch noch nicht realisieren, glaube ich. Es ist immer so ein Wechselbad. Dann weiß man es, dann weiß man es wieder nicht. Das ist ganz schwierig. Aber es ist tatsächlich so, wenn man jemand ganz plötzlich verliert, dann hat man auch keine Möglichkeit, sich zu verabschieden. Ich weiß es, mein Vater ist an einem Herzinfarkt gestorben. Das hat mich erreicht, als ich gerade unterwegs war. Durch einen Telefonanruf, da dachte ich mir, zieht es den Boden unter den Füßen weg. Ich hatte keine...
01:42:41 Möglichkeit, mich zu verabschieden, so wie bei dir. Und deswegen kann ich das sehr gut nachvollziehen, wie es dir da ging. Bei der Marmeladenoma war es anders. Ich habe ihre Hand gehalten. Jede Rakete hat sie gestreichelt. Wir haben mit ihr gesprochen. Es war so ein Einvernehmen da. Und es war auch friedvoll. Dafür bin ich dankbar.
01:43:14 wolkmund schreibt man hat noch mal hätte sich sehr gefreut über dieses wunderbare frühlingsbild also ich nehme an schnubberle und kokus da bin ich mir sehr sicher war mir laden oma konnte immer so unglaublich freuen als wenn sie ein foto angeguckt hat oder eine schöne botschaft bekommen hat sie jetzt so gerne geliebt die marmeladen oma
01:43:37 Auch wenn es ihr gesundheitlich nicht mehr so gut ging seit der Gürtelrose, aber auch die hat sie überstanden. Es ist fast zwei Jahre her und alle haben sich gewundert, dass sie diese schwerwiegende Erkrankung überstanden hat. Leon möchte noch wissen, darf ich ein Gedenkvideo machen? Ich darf es alles machen.
01:43:59 Also wer Gedenkvideos macht, darf das gerne machen. Kannst du uns auch schicken, dann können wir es vielleicht auch irgendwie speichern auf der Seite. Wir werden es auch sehen natürlich dann auf YouTube oder wo auch immer. Ich finde es immer so schön, wenn ich dann die Videos sehe oder die Beiträge. Da muss man dann manchmal auch schmunzeln, wenn man das später sieht. Wir haben ja den großen Vorteil, dass wir so viele Videoaufnahmen, Fotos von der Marmeladenoma haben.
01:44:28 Ich habe mir auch ein paar Sachen gestern angeschaut. Da kommen Schmerzen hoch. Aber man muss auch manchmal lachen und sich mit ihr freuen. Sie wird einfach weiterleben. Nicht nur in den Videos. Sie wird überhaupt weiterleben. Und alles Positive, was sie herausgegeben hat, das bleibt auch in der Welt. So wie bei jedem Menschen. Alles Positive, was wir herausgeben in dieser Welt, das kommt zu uns zurück.
01:44:57 Ich kann mich erinnern, da waren wir bei der goldenen Erbse. Und ich kann mich erinnern, dass wir dann im Nachgang zu dieser Feier waren wir in der Botschaft.
01:45:09 Und wir mussten immer Fabians Jacke tragen. Da waren 50 Akkus drin. Die haben ungefähr 300 Kilo gewogen. Weil er so eine Kamera dabei hatte. Und diese Jacke, die war tonnenschwer. Fabian war irgendwo, hat sich bestens unterhalten. Ich habe über diese Jacke rumgeschleift von einer Couch zu anderen. Hätte der Fabian vielleicht eine Schubkarre mitgebracht, wäre es besser gewesen. Das war wirklich echt arg. Das war übrigens auch eine ganz tolle Sache, die Verleihung der goldenen Erbse.
01:45:39 vom Märchenland in Berlin. Da waren wir am Abgeordnetenhaus eingeladen. Da haben Marmeladenoma und Enkel Janik ja die goldene Erbse vom Märchenland bekommen. Das war auch eine ganz, ganz tolle Sache. Wir haben damals im Hotel übernachtet. Da waren überall Märchenzitate an der Wand. Und das war genau das richtige Hotel für uns damals. Werde ich auch nie vergessen. Das war eine sehr, sehr schöne Sache. Ich glaube, ihr seid vorgefahren.
01:46:07 Weil ich hatte eine Lesung für Erwachsene am Bodensee. Ja, stimmt. Aus einem meiner Werke. Und ihr seid losgefahren. Und ich kam dann später noch hinterher. Hat aber alles geklappt. Mal kurz vom Bodensee nach Berlin. Und die Oma, die war hell begeistert. Sie ist ja sehr kontaktreudig.
01:46:33 mittlerweile bzw. sie hat es dann überwunden als Kind, diese Schüchternheit. MS Mainbird, vielen Dank für alles. Meine Oma ist auch mittlerweile 90 und pflegebedürftig. Leider wohne ich nicht in ihrer Nähe und kann sie nur ein paar Mal im Jahr besuchen. Mir graut ist vor dem Tag, wenn ich sie nicht mehr wiedersehen kann.
01:47:00 Die Marmeladenoma hat mich immer sehr an meine eigene Oma erinnert. Ein herzliches Beileid. Vielen Dank für diesen Gedenkstream. Und auch hier wieder ein Foto mit einer schönen Kerze. Die Jede-Rakete. Und von A nach B im Hintergrund.
01:47:23 Dumbledore schreibt, ich bin damals durch Gronkh auf sie aufmerksam geworden und habe sie seitdem verfolgt. Leider nur sehr selten, was mir eigentlich mehr gewünscht hätte und die Nachricht vorgestern hat mich dann doch sehr schlimm getroffen. Ich wünsche ihr da oben einen guten Weg und euch viel Erfolg in weiterem Leben. Vielen Dank.
01:47:48 Silvana 89, für unsere Marmeladenoma, du hast Geschichten voller Wärme gelesen und mit Marmelade Liebe ins Herz gegeben. Deine Stimme klingt Erinnerungen weiter, für immer bleibst du bei uns, liebe Oma. Ja, davon bin ich überzeugt, die Oma bleibt bei uns. Sie ist nicht mehr in persona da, aber ihre Seele ist da.
01:48:20 Grinsekarze. Ein herzliches Beileid. Meine Tochter zweieinhalb Jahre wird mit allen Streams und ihr weiter aufwachsen und sie liebte ihre Streams. Jeden Abend zeigte ich sie auf dem TV und sagte,
01:48:35 Und fragte, Oma? Und war enttäuscht, sagte, nee, heute leider nicht. Während andere Kinder Paw Patrol oder Paper Woods hören wollen, mussten wir ihr ein bis zwei Märchen aus den Streams aufnehmen und auf ihren Toni spielen lassen, sodass sie damit einschlafen kann. Sie wird unvergessen bleiben. Das ist ja auch toll, wie Oma auf den Toni. Das ist eine tolle Idee.
01:49:02 Es müsste auch noch so eine Toni-Figur von der Marmeladenoma geben. Das wäre auch eine tolle Sache. Man muss ja sagen, ich habe auch so eine Toni-Box. Ja, habe ich dir die Hede-Rakete mal geschenkt. Aber es sind keine Märchen von der Marmeladenoma drauf. Das sollten wir vielleicht mal noch nachholen. Vielleicht gibt es sogar mal eine Figur von der Marmeladenoma mit ihrem lila Anzug und der... Und Sterntan. Sterntan, ganz klar.
01:49:31 Apple Park hat noch geschrieben, ich habe Marmelan nur das erste Mal gesehen bei The Joe Craft. Beim Kino, seitdem bin ich live dabei und die Zeit im Moment ist ganz schlimm. Ja. Da haben wir ja auch liebe Worte noch bekommen vom Janus und The Joe Craft in den Kommentaren. Ja, das stimmt. Das habe ich auch gelesen. Ich glaube, viele YouTuber haben dann sich noch geäußert, gell, Janik? Haben einige was kommentiert. Ja. Sacha Sacha. Und auch...
01:49:59 Privat was geschickt. Toni hat zum Beispiel eine Sprachnachricht in uns geschickt. Genau. Ja, ganz viele. User. Ich habe vorgestern gegen 20. Nein, das habe ich schon genießt.
01:50:17 Christen Thomalla, eine Stimme, die uns vertraut war, schweigt. Ein Mensch, der immer für uns da war, ist nicht mehr. Er fehlt uns. Was bleibt, sind dankbare Erinnerungen, die uns niemand nehmen kann. Viel Kraft euch.
01:50:34 Fiedertiger, nehmt euch die Zeit, die ihr braucht. Wir auf der Märcheninsel werden auf eure Entscheidungen warten. Wie auch immer sie ausfallen wird. Wenn ihr streamt, wird eure Fiedertiger als Mod zur Seite stehen. Vielen Dank.
01:50:53 Der Chris-Block ist auch dabei, oder? Der Chris ist auf jeden Fall auch dabei. Ich begrüße dich, Chris. Ich meine, der Schneckenflüsterer wartet noch auf die Schnecke. Zeig mal deine Schnecken. Ja, das machen wir jetzt auch. Marmeladen-Oma würde sich freuen. Der Schneckenflüsterer hat heute seine eigene Schnecke der Woche mitgebracht. Wie wir ihn aus London mitgebracht haben. Ja, Fabi. Vor ungefähr einem Jahr.
01:51:19 Das sind zwar nicht zwei Schnecken, doch das ist auch ganz glitschig. Wir haben einen London für Fabi gekauft. Eine grüne Schnecke. Bitte schön.
01:51:35 Und eine schwarze Schnecke. Die sind auch so glitschig, so klebrig. Also auch hier in diesem Gedenkstream. Die kann man auch gleich nicht sehen. In diesem Gedenkstream zwei Schnecken der Woche. Es soll auch fröhlich zugehen. Wir wollen ja nicht nur weinen und heulen, sondern auch lustige Sachen.
01:51:58 Schneckflüsterer. Wir wissen aber nicht, was für eine Schnecke das ist. Eine Nacktschnecke. Ja. Oder? Ziemlich. Ziemlich nackt. Und Flamera kam noch in Wassermarsch rein. Ja. Dankeschön.
01:52:22 Und im Chat auf TikTok kommen auch ganz viele Nachrichten mit meinen Beideit rein und Herzen. Vielen Dank, Marmeladenoma. Ja, es kommt mir manchmal wirklich so vor, als wäre sie jetzt drüber im Wohnzimmer oder anderswo. Jetzt im Moment kann ich mir nicht vorstellen, dass die Marmeladenoma nicht mehr lebt.
01:52:52 Das ist ganz eigenartig. Es wechselt immer wieder. Dann ist man kurz fröhlich und dann überfällt einem wieder die Traurigkeit. Also manchmal so ein wechselbarer Gefühl. Puh, Meribi, Erzniks 15. Das kann ich gut nachvollziehen. Mein Vater ist gestorben, als ich 10 war. Und leider durfte ich mich damals nicht verabschieden.
01:53:22 Meine Mutter hat mittlerweile Demenz und ich merke immer mehr, dass man jeden Tag genießen sollte. Also mit zehn Jahren den Vater zu verlieren, das ist das Grauen. Das war für mich immer das Schlimmste, dass meinen Eltern was zustößt. Als Kind hatte ich davor große Angst, deswegen mein großes Mitgefühl. Ich kann das wahnsinnig gut nachvollziehen.
01:53:49 Und es ist richtig so, man sollte jeden Tag genießen. Wir vergessen es immer wieder, wir lassen uns vom Alltag über rollen. Aber es muss nicht sein, das muss man immer wieder vor Augen führen, dass es nicht sein muss. Wir müssen gar nichts. Wir müssen einfach schön leben.
01:54:10 Sofa. Nun muss wohl vorerst eines der Geschwisterchen von Marmeladenoma die Aufgabe von Anfani als Mundschenkin übernehmen. Und ich wollte noch nachfragen, ob auch alle Streams von allen neun Jahren noch zur Verfügung stehen.
01:54:28 Jetzt ist das gerade hier verrutscht. Aber ich kann dazu sagen, ja, die sind alle noch da. Stimmt's, Janik? Alle da, ja. Vom ersten bis zum heutigen Stream sind alle da. Doppelt, dreifach abgesichert. Ja, kann nichts passieren. Wavi Lobo hat noch einen Märchenwunsch. Moment mal da, schreibt er noch das so weit. Denn auf YouTube sind leider nur die letzten zwei Jahre an Streams verfügbar.
01:54:58 Die anderen haben wir auf einem Server abgespeichert. Kann man die wieder hochladen?
01:55:05 Muss man schauen, ja, das sind schon sehr viele. Ja, also wie das am besten mit YouTube geht. Vielleicht nicht alle auf einmal, aber die Videos sind auf jeden Fall alle da. Und die Shorts. Ist ja für uns ein Schatz. Also man könnte dann daheim eigentlich jedes Video einfach anschauen. Sascha92 schreibt, wenn man Abschied nimmt, geht nach unbestimmt, wie dem Wind, wie Blätter wehen.
01:55:33 Singt man ein Abschiedslied, das sich um Fernweh dreht, um Horizont, Salz und Tier. Wer seinen Rucksack schnürt, sucht, wo er hingehört. Wie ein Zug fuhr, nicht nur ein Zuhause. Man lässt vieles hier. Freund, ich danke dir. Für den Kuss, den letzten Gruß. Ich will weitergehen, keine Tränen sehen. So ein Abschied ist lang noch kein Tod. Niemals geht man so ganz.
01:56:00 irgendwas von mir bleibt hier es hat seinen platz immer bei dir wenn es auch noch so sticht stutzt die flügel nicht denn wer in der kälte keine zukunft sieht mach ein vagabund doch das herz nicht wund flieg ein stück mit auf seinen
01:56:20 Kann ich nie lesen. Doch dann lass mich los. Sieh, die Welt ist groß. Ohne Freiheit bin ich schon fast wie tot. Niemals geht man so ganz. Irgendwas von mir bleibt hier. Es hat seinen Platz immer bei dir. Niemals geht man so ganz. Es geht noch weiter. Wir werden Marmeladen, Oma, nie vergessen.
01:56:45 Janik, hast du noch was? Genau, den Märchenwunsch von Wabilobo, und zwar Dornröschen. Dornröschen. Diesen Wunsch kann ich dir erfüllen. Das steht nämlich hier in meinem Büchlein. Ich habe nämlich den Fabian, den Walenkel Fabian, befragt, was er denn für ein Wunschmärchen hat.
Märchenvorlesung als Abschluss
01:57:0501:57:07 Das vom Enkel Janik haben wir schon. Schnitzen. Gederapete. Jetzt kommt das Dornröschen. Dein Wunsch wird also erfüllt für den Fabian. Und für die Marmeladenoma gibt es dann auch noch ein Märchen. Dornröschen. Da ist das Buch.
01:57:35 Vor Zeiten waren ein König und eine Königin, die sprachen jeden Tag, ach, wenn wir doch ein Kind hätten, und kriegten immer keins. Da trug es sich zu, als die Königin einmal im Bade saß, dass ein Frosch aus dem Wasserland kroch und zu ihr sprach, dein Wunsch wird erfüllt werden, ehe ein Jahr vergeht, wirst du eine Tochter zur Welt bringen.
01:57:59 was der frosch gesagt hatte das geschah und die königin gebar ein mädchen das war so schön daß der könig vor freude sich nicht zu fassen wußte und ein großes fest anstellte
01:58:12 Er lud nicht bloß seine Verwandten, Freunde und Bekannten, sondern auch die weißen Frauen dazu ein, damit sie dem Kind hold und gewogen wären. Es waren ihrer dreizehn in seinem Reiche, weil er aber nur zwölf goldene Teller hatte, von denen sie essen sollten, so musste eine von ihnen daheim bleiben.
01:58:33 Das Fest war mit aller Pracht gefeiert, und als es zu Ende war, beschenkten die weißen Frauen das Kind mit ihren Wundergaben. Die eine mit Tugend, die andere mit Schönheit, die dritte mit Reichtum und so mit allem, was auf der Welt zu wünschen ist. Als Elfe ihre Sprüche eben getan hatten, trat plötzlich die 13. herein. Sie wollte sich dafür rächen, dass sie nicht eingeladen war.
01:59:02 Und ohne jemanden zu grüßen oder nur anzusehen, rief sie mit lauter Stimme, »Die Königstochter soll sich in ihrem fünfzehnten Jahr an einer Spindel stechen und tot hinfallen.« Und ohne ein Wort weiterzusprechen, kehrte sie sich um und verließ den Saal.
01:59:22 Alle waren erschrocken, da trat die Zwölfte hervor, die ihren Wunsch noch übrig hatte, und weil sie den bösen Spruch nicht aufheben, sondern ihn nur mildern konnte, so sagte sie, es soll aber kein Tod sein, sondern ein hundertjähriger tiefer Schlaf, in den die Königstochter fällt.
01:59:45 Der König, der sein Liebeskind vor dem Unglück gern bewahren wollte, ließ den Befehl ausgehen, dass alle Spindeln im ganzen Königreiche verbrannt werden sollten. Bei den Mädchen aber wurden die Gaben der weißen Frauen sämtlich erfüllt, denn es war so schön, sittsam, freundlich und verständlich, dass es jeder Mann, der es ansah, lieb haben musste.
02:00:10 Es geschah, dass an dem Tage, wo es gerade 15 Jahre alt war, der König und die Königin nicht zu Hause waren und das Mädchen ganz allein im Schloss zurückblieb. Da ging es aller Orten herum, es erstoben und kam man, wie es Lust hatte, und kam endlich auch an einen alten Turm. Es stieb die enge Wendeltreppe hinauf und gelangte zu einer kleinen Tür.
02:00:37 In dem Schloss steckte ein verrosteter Schlüssel, und als es ihn umdrehte, sprang die Türe auf, und da saß in einem kleinen Stübchen eine alte Frau mit einer Spindel und spann emsig ihren Flachs. »Guten Tag, du altes Mütterchen«, sprach die Königstochter, »was machst du da?« »Ich spinne«, sagte der Alte und nickte mit dem Kopf.
02:01:03 »Was ist das für ein Ding, das so lustig herumspringt?« sprach das Mädchen, nahm die Spindel und wollte auch spinnen. Kaum aber hatte sie die Spindel angerührt, so ging der Zauberspruch in Erfüllung und sie stach sich mit ihr in den Finger. In dem Augenblick aber, als sie den Stich empfand, fiel sie auf das Bett nieder, das da stand, und lag in einem tiefen Schlaf.
02:01:32 Und dieser Schlaf verbreitet sich über das ganze Schloss. Der König und die Königin, die eben heimgekommen und in den großen Saal getreten waren, fingen an einzuschlafen, in der ganze Hofstadt mit ihnen. Da schliefen auch die Pferde im Stall, die Hunde im Hof, die Tauben auf dem Dache, die Fliegen an der Wand. Ja, das Feuer, das auf dem Herde flackerte, ward still und schlief ein, und der Braten hörte auf zu brutzeln.
02:02:00 und er kochte den küchenjungen weil etwas versehen hatte an den haaren ziehen wollte ließ ihn los und schlie und der wind legte sich und auf den bäumen vor dem schloss regte sich kein plättchen mehr rings um das schloss aber begann eine dornenhexe zu wachsen
02:02:20 Dornenhecke zu wachsen, die jedes Jahr höher ward und endlich das ganze Schloss umzog und darüber hinaus wuchs, dass gar nichts mehr davon zu sehen war, selbst nicht die Fahne auf dem Dach. Es ging aber die Sage in dem Land von dem schönen schlafenden Dornröschen, den so ward die Königstochter genannt, also, dass von Zeit zu Zeit Königssohne kam und durch die Hecke in das Schloss dringen wollten.
02:02:49 es war ihnen aber nicht möglich denn die dornen hielten fest zusammen als hätten sie hände und die jünglinge blieben darin hängen konnten sich nicht wieder los machen und starben eines jämmerlichen todes
Vorlesung des Märchens 'Dornröschen'
02:03:0502:03:05 Nach langen, langen Jahren kam wieder einmal ein Königssohn in das Land und hörte, wie ein alter Mann von der Dornenhecke erzählte. Es soll ein Schloss dahinter stehen, in dem eine wunderschöne Königstochter, Dornröschen genannt, schon seit hundert Jahren schlafe, und mit ihr schlafe der König und die Königin und der ganze Hofstaat.
02:03:27 Er wusste auch von seinem Großvater, dass schon viele Königssöhne gekommen wären und versucht hätten, durch die Dornenhecke zu dringen. Aber sie waren alle drin hängen geblieben und eines traurigen Todes gestorben. Da sprach der Jüngling, »Ich fürchte mich nicht. Ich will hinaus und das schöne Dornröschen sehen.« Der gute Alte mochte ihm abraten, wie er wollte. Er hörte nicht auf seine Worte.
02:03:57 Nun waren aber gerade die hundert Jahre verflossen, und der Tag war gekommen, wo Dornröschen wieder erwachen sollte. Als der Königssohn sich der Dornenhecke näherte, waren es lauter große, schöne Blumen, die taten sich von selbst auseinander und ließen ihn unbeschädigt hindurch, und hinter ihm taten sie sich wieder als eine Hecke zusammen.
02:04:22 Im Schlosshof sahen die Pferde und Jagdhunde. Da lagen sie schliefen. Auf dem Dache saßen die Tauben und hatten das Köpfchen unter den Flügel gesteckt. Und als in das Haus kam, schliefen die Fliegen an der Wand. Der Koch in der Küche hielt noch die Hand, als wolle er dem Jungen anpacken. Und die Magd, sie saß vor dem schwarzen Huhn, das sollte gerupft werden.
02:04:49 Da ging er weiter und sah im Saade den ganzen Hofstaat liegen und schlafen, und oben bei dem Throne lagen der König und die Königin. Da ging er noch weiter, und alles war so still, dass er seinen Atem hören konnte. Und endlich kam er zu dem Turme und öffnete die Türe zu der kleinen Stube, in der Dornröschen schliefen.
Erwachen von Dornröschen und Hochzeitsfest
02:05:1202:05:12 Da lag es und war so schön, dass er die Augen nicht abwenden konnte. Und er bückte sich und gab ihm einen Kuss. Wie er es mit dem Kuss berührt hatte, schlug Dornröschen die Augen auf, erwachte und blickte ihn freundlich an.
02:05:29 da gingen sie zusammen hinab und der könig erwachte und die königin und der ganze hofstaat sahen einander mit großen augen an und die pferde im hof standen auf und rüttelten sich die jagdhunde sprangen und wedelten die tauben auf dem dach erzogen die köpfchen unter den flügeln hervor sahen umher und flogen ins feld die fliegen an den wänden krochen weiter das feuer in der küche erhob sich flackerte und kochte das essen
02:05:57 Der Braten fing wieder an zu brutzeln, und der Koch gab dem Jungen eine Ohrfeige, daß er schrie, und die Magd rupfte das Huhn fertig. Und da wurde die Hochzeit des Königssohns mit dem Dornröschen in aller Pracht gefeiert, und sie lebten vergnügt bis an ihr Ende. Das war das Märchen Dornröschen.
02:06:26 Und wenn ihr wollt, könnt ihr gerne noch mal Fragen stellen oder Bilder schicken oder kommentieren. Also manchmal, ich kann nicht alles vorlesen, manchmal versetzt sich das auch. Bitte entschuldigt, also ich...
02:06:45 Ich habe nicht immer die Möglichkeit, alles vorzunehmen, was da kommt. Und plötzlich ist das dann wieder weg. Aber ich fange jetzt gleich mal an. Stefan, Marmeladenoma war schon etwas Besonderes. Ich habe bisher noch nie in dieser Fragerunde mitgemacht. Aber einige Worte muss ich nun dennoch schreiben.
Persönliche Erinnerungen und Worte der Community
02:07:0302:07:03 Wenn ich irgendwie konnte, habe ich stets versucht, den Stream anzuschauen. Es wird mir schwer fallen, wenn samstags die Uhr auf 20 Uhr springt und keine Marmeladenoma mehr da ist. Ich wünsche euch viel Kraft und alles erdenklich Gute für die Zukunft. Vielen Dank, dass ihr den Gedenkstream macht. Mein herzliches Beileid. Der Till hat noch was geschrieben.
02:07:32 Als ich es erfahren habe, war ich auch erst mal so in einer kleinen Starre und erst als ich im Bett lag, habe ich es so richtig realisiert. Die Tränen konnte ich auch nicht mehr zurückhalten, das war ein sehr harter Moment. Aber sie wird immer in meinem Herzen einen festen Platz behalten, denn es waren die unzähligen Samstagabende, die mir manchmal wieder die Lust und Kraft gegeben haben, am nächsten Tag weiterzumachen. Und irgendwo bin ich froh.
02:07:59 wie so viele von uns, einen ganz kleinen Beitrag zu ihrem schönen Lebensabend geleistet zu haben. Nicht zu vergessen, dieser eine für mich ganz besondere Abend, welchen ich bei ihr im Stream vor Ort verbringen durfte. Und ja, sie war auch im Privaten genauso, wie sie gegenüber allen anderen war gastfreundlich.
02:08:21 Ich bin auf ewig dankbar. Sie war etwas sehr Besonderes. Möge sie weiterleben auf unserer Märcheninsel, irgendwo bei uns allen. Und euch, liebe von A nach B, liebe Hedra-Kete, Janik und auch Fabian, ich wünsche euch ganz viel Kraft. Vielen Dank. Vielen Dank, lieber Till. Dankeschön. Ja, die Marmelade, Oma. Auch immer, natürlich.
02:08:49 Und immer sehr gastfreundlich.
02:08:54 Ich meine, sie hat es auch sehr gemocht, wenn sie Besuch hatte, man sich unterhalten konnte, man was zusammen getrunken hat. Das mochte sie immer sehr gerne. Sie hat auch in ihrem hohen Alter immer viel Besuch gehabt. Ja, absolut. Sie hat ja jetzt keine gleichaltrigen Freundinnen mehr gehabt oder Freunde. Die waren jetzt dann alle viel, viel jünger. Aber es war immer irgendwas los bei der Marmeladenoma. Also so richtig einsam war sie nicht. Man muss auch den Hermann erwähnen.
02:09:23 Der Hermann, ein ganz, ganz lieber Nachbar. Der Hermann hat sich so viel unterstützt und die hatten so viele schöne gemeinsame Stunden auch im Wohnzimmer. Und der Hermann ist auch einer der ganz, ganz großen Freunde der Marmeladenoma gewesen. Also Hermann, wenn du jetzt zuschaust, ganz, ganz vielen lieben und herzlichen Dank. Du bist ein guter, guter Mensch.
02:09:47 Vielen Dank, Hermann. Du hast so viel für die Oma gemacht. Du hast so viel geholfen. Du warst so viel für sie da, wenn wir nicht da sein konnten. Wir danken dir von ganzem Herzen. Und du weißt ja, alles, was man gibt, kommt zu einem Zehnfach zurück. Wir schicken dir ganz viel Liebe und sagen Dankeschön. Dankeschön. Chris hat noch geschrieben, Oma bekam immer Kleidung von ihm. Ja, stimmt. Stimmt von seiner Schwester.
Besondere Verbindungen und das 'Pferd der Woche'
02:10:1502:10:16 Albert Wesker, danke, dass ich ein kleiner Teil dieser Community sein durfte und ich werde auch weiterhin hier bleiben, solange es diesen Ort gibt. Ruhe und Frieden, liebe Marmeladenoma. Da hat er noch was gestaltet. Oh, da ist eine Märcheninsel im Hintergrund zu sehen.
02:10:35 Wird sehr schön auch, sehr romantisch. Die Marmeladenoma hätte auch am liebsten in so einem Häuschen gelebt, das man im Hintergrund sieht. Sie war ja, weiß Gott, kein Stadtmensch, die Marmeladenoma. Am liebsten hätte sie in Schottland in einem Cottage gelebt, mit Gänsen und vielen Tieren. Sie hat es lieber so natürlich eigentlich gemocht. Gut, Ettling ist es nicht die Weltstadt, aber es ist doch was anderes als ein Cottage in den Highlands.
02:11:08 Hast du noch was, Janik? Also ich habe auch noch unglaublich viel hier. Ich kann wahrscheinlich nicht alles vorlesen. Fraps möchte wissen, hat die Marmelade um ein Lieblingsmärchen gehabt? Ja, und das Lieblingsmärchen werde ich später noch vorlesen. Ich habe heute für den Janik, für den Fabian, für die Hede-Rakete das vorgelesen. Und dann kommt jetzt noch das viertes Märchen anschließend.
02:11:34 Das Lieblingsmärchen von der Marmeladenoma. Fiedertiger schreibt, es gab ein Pferd der Woche. Oh, wow. Das können wir gerne einblenden. Hat sich Marmeladenoma auch immer so geliebt, das Pferd der Woche. Aber ich mag das Pferd der Woche auch total. Das sind so Rituale, die einfach dazugehören. Oder die Schnecke, ne? Fabian, Schneckenflüsterer. Der kriegt schon hier Speis auf der Stirn, vor lauter Angst, dass eine Schnecke kommt.
02:12:04 Kommt gleich das Pferd der Woche? Das muss irgendwo da unten sein. Da muss ich mal gucken, das sind so viele Sachen hier. Meine Güte, ich kann nicht alles vorlesen. Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn. Pferd der Woche, ich hab's. Mein letztes Pferd der Woche. Heute stelle ich euch die Trakena-Stute Boronia vor. Es ist ein Sondermodell von Schleich aus dem Jahr 2013 und wurde nach dem Totengott aus meiner liebsten Rollenspiegelwelt benannt.
02:12:34 Möge sie unsere liebe Marmeladenoma sicher ins Jenseits geleiten. Das Pferd der Woche. Vielen Dank. Ich liebe das wirklich sehr. Wie viele Pferde hat sie denn? Ich weiß es nicht. Viele, glaube ich.
02:12:57 Sam Highfly fragt, hat von A nach B auch ein Lieblingsmärchen? Ja, ich habe sogar mehrere Lieblingsmärchen. Also zum einen ist es der standhafte Zinnsoldat, das hat mir auch die Marmeladenoma immer wieder vorgelesen hier im Stream. Als Kind waren es die sieben jungen Geißlein, also der Wolf und die sieben jungen Geißlein. Und mein allerliebstes Märchen ist genau das allerliebste Märchen von der Marmeladenoma.
02:13:25 Und das werde ich später noch vorlesen. Wir haben da den gleichen Geschmack offensichtlich. Vielleicht wäre es ja auch ein schönes Zusatzmärchen noch, oder? Ja. Mal sehen. Jetzt machen wir dann erstmal das Lieblingsmärchen. Ich bin dann, hätte von A nach B auch sein Märchen. Ja, wir schauen. Merebi, ich kann mich gerne an einer Toni-Figur von der Marmeladenoma aus Ton versuchen. Das wäre nicht schlecht. Da haben wir schon mal eine Tonfigur.
02:13:55 Super. Wahnsinn. Ja, also es gibt viele Talente.
Würdigung von Marmeladenomas Charakter und Wirkung
02:14:0302:14:03 Jona, liebe Familie, liebe Freunde und alle, die Marmeladenoma kannten, auch wenn ich die Marmeladenoma nur online kennenlernen durfte, habe ich sie als einen ganz besonderen Menschen erlebt. Ihre Geschichten, ihre Wärme und die Art, wie sie mit anderen gesprochen hat, haben viele von uns erreicht und auch über einen Bildschirm hinweg. Es ist etwas Besonderes, wenn ein Mensch es schafft, mit Worten so viel Nähe zu schaffen.
02:14:31 Ich verbinde mit ihr viele schöne und warme Erinnerungen. Ihre Geschichten konnten einen zum Lächeln bringen, manchmal zum Nachdenken und oft einfach den Moment ein bisschen heller machen.
02:14:44 Auch wenn wir uns nie im echten Leben begegnet sind, hatte man doch das Gefühl, sie ein Stück weit zu kennen. Heute denken wir an sie nicht nur mit Trauer, sondern auch mit Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass ihre Zeit, ihre Gedanken und ihre Geschichten mit uns geteilt hat. Menschen wie sie hinterlassen Spuren in Erinnerungen, in kleinen Momenten und in den Herzen der Menschen, die ihnen zugehört haben.
02:15:12 Ich wünsche Ihrer Familie und allen, die ihr nahestanden, viel Kraft. Und gleichzeitig hoffe ich, dass die vielen schönen Erinnerungen an Sie weiterhin ein Lächeln bringen, so wie sie es selbst so oft geschafft hat. Danke, Marmeladenoma, für die Geschichten, für die Wärme und für die Momente, die du mit uns geteilt hast. Du wirst in unseren Erinnerungen weiterleben. Ja, das sind sehr schöne Worte. Vielen Dank.
02:15:46 Es kam ein Wassermarsch rein. Ja, danke schön. Von Snow Vandalous. Meine Stimme wird auch etwas rauer. Riders habe ich gelesen. Genau, es kamen hier noch einige Raids rein. Also CvGhostLE hat zum Beispiel uns noch mit elf Zuschauern geradet.
02:16:04 Also gibt es ein Zusatzmärchen später. Auf jeden Fall, ja. Gut. Und es wurde auch noch im Chat gefragt, ist der Mann da Ihr Sohn? Welcher Mann? Du bist der Mann. Ja, ja, ich bin der Sohn der Marmeladenoma, der jüngste Sohn. Wir sind ja drei Brüder und ich bin tatsächlich der Jüngste, aber ich bin auch schon älter. Und das ist meine Frau, die Hiderakete.
02:16:32 Und der Janik ist unser Sohn und der Enkel der Marmeladenoma. Und der Fabian ist der Walenkel der Marmeladenoma. Mit H.
02:16:48 Manus Sykes, ich wünsche euch mein aller tiefstes herzlichstes Beileid. Tragt sie immer ganz nah an euch. Ich weiß, dass sie immer auf euch aufpassen wird und der treueste Schutzengel sein wird. Ich fühle das gerade so sehr mit, weil ich 2021 an meinem 19. Geburtstag, das ist tragisch, meine Mama verloren habe. Das fühle ich dir nicht.
02:17:15 An ihre Beerdigung gab es Sonnenblumen, weil es ihre Lieblingsblumen waren. Bei jeder Sonnenblume, die ich sehe, egal ob digital oder in echt, muss ich lächeln. An manchen Tagen aber auch weinen, da ich es bis heute noch nicht ganz realisiert habe, dass meine Mama nicht mehr da ist. Das geht mir jetzt auch sehr nah.
02:17:42 Ich wünsche euch ganz viel Kraft und Liebe und haltet an all die Erinnerungen, die ihr mit ihr geteilt habt, fest. Die werden immer in eurem Herzen sein. Ich werde sie gemeinsam am Samstag so sehr vermissen. Es war immer eine tolle Zeit und ich habe so viel dazugelernt, dank der Mammeladenoma. Herzliche liebe Grüße, Manu Sykes und deine Gedenkkerze.
Vorlesung des Lieblingsmärchens 'Das Mädchen mit den Schwefelhölzern'
02:18:1502:18:15 Ja, ich will jetzt noch das Lieblingsmärchen von der Marmeladenoma vorlesen. Ich hoffe, die Hidere Käthe holt schon die Taschentücher. Trauriges Märchen, das Lieblingsmärchen von der Marmeladenoma. Es heißt Das Mädchen mit dem Schwefelhölzer.
02:18:50 An diesem Silvesterabend, am letzten Tag des Jahres, war es kalt und dunkel in den Straßen der kleinen Stadt. Die Menschen blieben in ihren warmen Stuben, durch die Fenster sah man die Lichter an den Weihnachtsbäumen glänzen. Der Duft von brutzeln Gänsen drang hinaus auf die Straße, Schnee wirbelte herab.
02:19:12 Nur ein kleines Mädchen huschte durch die leeren Gassen. Schneeflocken lagen auf ihren blonden Locken, die nackten Füße waren blau und rot vor Kälte. Als sie von zu Hause fortging, hatte sie Pantoffeln getragen. Aber als sie einem schnell vorübergefahrenden Wagen ausweichen musste, hatte sie die Schuhe verloren.
02:19:36 sie waren ja viel zu groß gewesen den einen pantoffel konnte sie nicht mehr finden den anderen hat ein junge erwischt und war damit fortgelaufen
02:19:47 In der Hand trug sie ein Bund Schwefelhölzchen. In ihrer Schürzentasche lagen noch mehr. Aber niemand hat ihr den ganzen langen Tag etwas abgekauft. Niemand hat ihr einen Pfennig geschenkt. Nun wagte sie nicht, nach Hause zu gehen. Sie hatte ja keine Schwefelhölzchen verkauft und brachte keinen Pfennig Geld mit.
02:20:10 Von ihrem Vater würde sie gewiss Schläge bekommen. Und zu Hause war es auch kalt. Durch die Spalten im Dach pfiff der Wind. In einem Winkel zwischen zwei Häusern, von denen das eine etwas mehr vorsprang als das andere, setzte sich das Mädchen hin und kauerte sich zusammen. Die Füße hatte sie an sich gezogen. Es froh sie sehr, und ihre kleinen Hände waren beinahe verkehlt her statt.
02:20:39 Ach, dachte sie, ein Schwefelhölzchen, ein einziges will ich an der Wand anzünden und mich an der Flamme wärmen, wenigstens die Hände wärmen. Sie zog eines der Hölzchen aus dem Bund. Wie das sprühte, wie das brannte, es war eine warme, helle Flamme, wie ein wunderbares Lichtchen. Sie hielt ihre Hand darüber.
02:21:05 Da schien es dem Mädchen wirklich, als säße sie vor einem großen, eisernen Ofen mit einem dampfenden Kessel aus Messing obendrauf. Wie knisterte das Feuer darin, wie wohltuend wärmte es. Das Mädchen streckte auch die Füße aus, um sie zu wärmen. Doch da losch das Flämmchen, der Ofen verschwand. Sie hatte nur die Überreste des abgebrannten Schwefelhölzchens in der Hand.
02:21:33 »Ach, wo ist das schöne Feuer geblieben?« dachte das Mädchen. »Ich will noch ein Hölzchen anstreichen und meine Füße wärmen.« Wie es leuchtete, dort, wo der Lichtschein auf die Mauer fiel, wurde diese durchsichtig wie ein Schleier.
02:21:52 Das Mädchen konnte in das Zimmer hineinziehen. Auf dem Tisch war ein weißes Tischtuch ausgebreitet. Glänzendes Geschirr stand darauf. Herrlich dampfte und duftete die gebratete Gans, die mit Äpfeln und getrockneten Pflaumen gefüllt war. Oh sie! Jetzt hüpfte die Gans von der Platte herunter und kam auf dem Fußboden Messer und Gabel in der Brust bis zu dem armen Mädchen hingewackelt.
02:22:20 Da erlosch das Schwefelhölzchen und sie sah wieder nur die dicke, feuchtkalte Mauer.
02:22:29 Sie zündete noch ein Hölzchen an. Da saß sie nun unter dem herrlichen Christbaum. Der war noch größer und noch reicher geschmückt als der, den sie durch die Glastüre beim reichen Kaufmann gesehen hatte. Tausende von Lichtern brannten auf den grünen Zweigen. Die Kleine streckte ihre Hände danach aus. Da losch das Schwefelhölzchen.
02:22:53 Die Weihnachtslichter stiegen höher und höher. Jetzt sah das Mädchen sie als Sterne am Himmel. Einer davon fiel herunter und bildete einen langen Feuer. Jetzt stirbt jemand, dachte das Mädchen. Das hat ihre Großmutter, die vor kurzem gestorben war, ihr erzählt.
02:23:15 Großmutter, die einzige, die sie liebte, hat ihr gesagt, wenn ein Stern vom Himmel fällt, steigt eine Seele zu Gott empor. Das Mädchen strich wieder ein Hölzchen an der Mauer an, es wurde hell in dem Gang. Da stand die alte Großmutter, klar und schimmernd, mild und liebevoll. Großmutter, nimm mich mit!
02:23:56 Rief das Mädchen? Ich weiß, wenn das Hölzchen erlischt, gehst du fort. Verschwindest wie der warme Ofen, wie der herrliche Gänsebraten und wie der prächtige Weihnachtsbaum. Lass mich nicht alleine. Sie zündete schnell das ganze Bund.
02:24:20 Denn sie wollte die Großmutter bei sich behalten. Und die Schwefelhölzchen leuchteten so stark, dass es heller wurde als mitten am Tag. Die Großmutter war früher nie so groß, so schön gewesen. Die Kleine streckte die Hände aus. Sie fühlte sich so sonderbar leicht.
02:24:41 Die Großmutter nahm sie auf die Arme und stieg mit ihr hinauf weit über die Erde. Dort oben war weder Kälte noch Hunger. Höher stiegen sie, höher hinauf zu Licht und Wärme. Sie waren bei Gott. Das habe ich der Marmeladenoma gewidmet, ihr Lieblingsmärchen.
02:25:17 Da will ich euch jetzt noch einen Spruch vorlesen. Es kommt aber noch ein Zusatzmärchen, das wirklich gut dazu jetzt passt. Es ist ein Spruch von Rumi, das war ein persischer Dichter im Mittelalter. Unglaublich weiser Mann. Jenseits von richtig und falsch, da gibt es einen Ort. Dort werden wir uns treffen.
02:25:47 Wenn ihr wollt gerne noch Kommentare, Fragerunden, Bilder. Vielleicht war es die Oma.
02:26:07 Check. Ich verfolge die Marmeladenoma noch nicht besonders lange, aber doch habe ich ein starkes Stechen in meiner Brust gespürt, als ich es erfahren habe, mein herzliches Beileid. Ich verlor meine Oma vor sechs Jahren. Kann jemand jemand auf TikTok sperren?
02:26:37 Ja, aber da ist der Chat relativ schnell. Also das sieht man nicht jede Nachricht. Okay. Und zwar einen Fabian. Nicht der Wahlenkel Fabian, das ist ein anderer Fabian. Ich glaube, die Nachricht ist schon durchgelaufen. Es gibt manchmal eigenartige Gestalten auf dieser Welt. Wie in den Märchen.
02:27:02 Aber man muss sagen, es sind sehr, sehr, sehr viele positive. Ja, natürlich. Wie kann man nicht mal eine Hand abzählen, die negativen Kommentare heute. Ja, es ist natürlich auch so, diese Negativität, die hat natürlich auch nichts mit uns zu tun. Das ist die Negativität, die in diesen Menschen steckt. Die sind einfach frustriert mit sich selbst. Sowieso. Schade. Kann man ändern.
02:27:26 Ingo, trotz aller Trauer finde ich es so schön, wie ehrenvoll ihr mit diesem Stream der Marmeladenoma gedankt. Danke, Ingo. Kann ich noch was vorlesen? Ich habe unglaublich viele Sachen. An Undercar schreibt, die Liebe bleibt immer stärker und ihr seid nicht alleine. Ja, ihr seid nicht alleine, ihr seid auch nicht alleine.
02:27:55 Einfach reden, Ed Marmeladenoma. Was für ein spannendes und erfülltes, aber auch forderndes Leben liegt hinter der Marmeladenoma. Ich habe besonders gerne die Erzählung aus ihrer Kindheit gehört und habe auch immer mal wieder Fragen dazu gestellt. Sie war ein so zugewandter, gutmütiger und auch weiser Mensch. Euch allen mein herzliches Beinheit. Dankeschön. Ich fand die Kindheitsgeschichten auch immer hochinteressant. Die Marmeladenoma hat ja...
02:28:24 mehr Kindheitsgeschichten als hier in ihrem Buch steht. Ich habe noch kistenweise Geschichten zu Hause von der Marmeladenoma, die ich noch entziffern muss, denn sie hat ja alles handschriftlich gemacht. Auch da war sie sehr kreativ, was das Schriftbild anbelangt. Lucy Maike schreibt noch, danke, dass dieser Stream zustande kam und trotz eurer Trauer ihr die Community geheilt habt. Vielen Dank. Also es ist
02:28:54 Nicht leicht, heute zu streamen natürlich. Ich habe auch schon eine Hederakete, Janik und Fabian gesagt, ich bin froh, wenn ich das alles hier durchstehe, ohne ständig zu weinen. Manchmal kommt das natürlich doch. Und gerade bei den Märchen von der Marmeladenoma war es jetzt auch wirklich. Aber ich habe es geschafft und da freue ich mich, dass ich das der Marmeladenoma vorlesen durfte.
02:29:20 Konrad. Marmeladenoma darf nicht vergessen werden. Sie braucht was, wo die Leute sie immer wieder an sie erinnern. Ich wünsche euch ganz viel Kraft. Ich bin auch immer zutiefst geschockt. Marmeladenoma bleibt besonders die Überlebensmeisterin. Sie wäre ja schon fast dreimal gestorben. Ja, das ist tatsächlich so. Die Marmeladenoma ist zum Tod mehrfach unter Schippe gesprungen.
02:29:48 Einmal ist sie als Kind ja beinahe ertrunken und sie hat dann erlebt, es steht auch in dem Buch drin, wie ihr Lebensfilm vorher abgelaufen ist. Und dann wurde sie zum Glück noch rausgezogen aus dem Wasser und gerettet von der Schwimmlehrerin.
02:30:08 Nanti, von A nach B hat eine wirklich wunderschöne Erzählstimme. Das liegt wohl in den Genen. Ja, wahrscheinlich. Das habe ich wohl von der Marmeladenoma geerbt.
02:30:22 Heute ist die Stimme ein bisschen rau, hat Gründe. Und der Janik hat ja auch eine sehr, sehr schöne Stimme. Eine ähnliche Stimme, tatsächlich wie ich. Natürlich ein bisschen jünger, klar, bisschen deutlich jünger. Aber wenn jemand anruft bei uns zu Hause zum Beispiel, noch lebt ja der Janik bei uns, weil er in Karlsruhe studiert. Wenn jemand anruft, dann wird er oft verwechselt. Dann denken die, da bin ich dran oder umgekehrt.
02:30:51 Dir Bolo geschreibt, lieber Paul, bei all der Trauer und all dem Schmerz, den ich hier mit euch teile, möchte ich dir unbedingt sagen, dass du eine fantastische Märchenerzählerstimme hast. Deine Mutter wäre so stolz auf dich, wie du heute Abend ihren Job machst. Hat sie sich auch so gewünscht, dass sie von A nach B heute den Spiegel machen.
02:31:16 Chris Block schreibt, von A nach B ist ein Synchronsprecher verloren gegangen. Und Till schreibt, aber wirklich. Ja, vielleicht mache ich das ja mal. Wer weiß. Würde mir Spaß machen. Bin für vieles bereit. Rebecca, es wäre doch perfekt, wenn er Marmeladenomas Buch als Hörbuch einlesen würde.
02:31:43 Ja, ist eine gute Idee. Am schönsten wäre es natürlich von der Marmeladenoma gewesen. Aber sie hat euch ja schon ganz, ganz viele kleine Geschichten aus ihrem Buch oder Auszüge davon vorgelesen. Das könnte man vielleicht auch irgendwie zusammenfügen, wäre ja auch eine schöne Sache. Engelchen, ihr seid so eine starke Familie. Danke, eine starke Familie, die Marmeladenoma-Familie.
02:32:13 einfach reden. Er könnte wirklich jede Doku gut mit seiner Stimme als Erzähler unterlegen. Das hätte die Marmeladenoma auch gekonnt. Die wäre auch eine tolle Synchronsprecherin gewesen. Ich habe ja darauf gewartet, dass sich irgendjemand mal meldet, Marmeladenoma, wir hätten dich gerne als Synchronsstimme. Das wäre auch eine tolle Sache geworden.
02:32:39 Justin schreibt noch im Chat, nur durch Kronk kenne ich die wundervolle Marmeladenoma, ich werde sie niemals vergessen. Ja.
02:32:50 Chaos Keks schreibt, besteht die Möglichkeit, sich an den Kosten der Beerdigung zu beteiligen? Also wir haben ja heute extra auch das Sparschwein nicht. Genau, extra ausgeschaltet. Das ist ja ein Gedenkstream. Und es werden ja auch heute keine süßen Früchtchen eingeblendet. Ja, aber danke, vielen Dank für das liebe Angebot.
02:33:18 anja das hätte die marmeladen um als sehr gefreut diese bilder entstanden an meinem geburtstag 1,3 im zoo in münchen wollte ich zeigen und traue mit euch und das zeigen wir jetzt auch bild nummer eins das ist ein
02:33:38 Ein asmanischer Teufel kann das sein, ein tasmanischer Teufel. Das Farbende-Tier-Experte bringt sich vor. Keine Schnecke, Fabian, eindeutig. Ich glaube, ein tasmanischer Teufel. Wer kann das sagen? Du als Biologin, Botanikerin. Total. Wie kriegst du das zurück? Runter? Und da haben wir noch ein anderes Tier. Das sieht doch mal aus wie ein Affe oder sowas. Ja.
02:34:08 Ein tasmanischer Affenteufel. Also ich bin jetzt auch nicht so der Botaniker. Ein Lemur oder sowas. Ein Lemur. Das kennst du, aber... Das ist ein... Was könnte das sein? Fabian. Eine Maus. Passt richtig. Ein Krokodil, Fabian.
02:34:35 Jetzt haben wir hier noch ein anderes Tier. Das ist ein Rochen, wie ich meine. Gefährliche Tiere. Habe ich live noch nicht gesehen. Das sind turnende Affen. Affen habe ich auch schon viele gesehen in Indien. Aber mehr Languren.
02:34:58 Ein Wolf mit rötlichem Fell, das gibt's. Wo sind die im Geißlein? Die hat der Magen drin. Da kommt jetzt noch ein anderes Tier. Ein fauchendes. Jetzt haben wir es. Und ein Pinguin.
02:35:29 zuletzt wo die sind auch goldig und wieder verrutscht ein murmeltier oder mehrere murmeltiere erdmännchen erdmännchen sorry ja ja
02:35:57 Manchmal sind das so Zwischennachrichten. Das hört so ein bisschen. Also ich lese nicht immer alles vor, weil manche ist auch kryptisch.
02:36:06 Da, also Martin B., mein Beileid an alle Andgehörigen und Nahestehenden, für mich hat Marmeladenoma einen Platz im Herzen gehabt, weil ich selbst leider keine Großeltern mehr habe. Es hat mir ein Stück Geborgenheit gegeben, wenn Marmeladenoma Märchen vorgelesen hat. Die Streams waren immer eine schöne Abwechslung für den teils stressigen Alltag. Ich wünsche euch viel Kraft und Energie bei der Verarbeitung der Trauer.
02:36:37 Dieses Gefühl, wenn die Zeit stillsteht, während sich alles um einen herum weiter dreht. Ja, wir müssen nicht immer stark sein. Wir dürfen uns so viel Zeit nehmen, wie wir brauchen. Wie lange das ist, das spielt überhaupt keine Rolle. Es darf uns sogar über Jahre gut gehen und dann wieder nicht. Trauer und Schmerz gehören ebenso zum Leben wie Freude und Sonnenschein.
02:37:02 Ich weiß, irgendwann werde ich weitermachen. Ich weiß, irgendwann werde ich wieder lachen. Doch noch bin ich dafür nicht bereit. Und ich weiß, ich habe dafür Zeit. Und wenn es so weit ist, dass ich den nächsten Schritt wage, denk nicht, dass ich dich vergessen habe.
02:37:19 Doch im Moment ist es okay, wenn ich nicht gut funktioniere. Ja, diese Zeit nehme ich mir. Ja, ich lasse dich zu, ich bin für dich da, lieber Schmerz. Ich schaue, was ich brauche und höre auf mein Herz. Danke, lieber Schmerz, du bist mein Begleiter. Bleibst, solange ich dich brauche und dann siehst du weiter. Das ist von Darlene Waschert. Ja, das sind wahre Worte. Ja, sehr, sehr schön.
02:37:53 Von Kyrdan kam auch noch ein Raid rein. Reiter, sonderstorisch. Und eine große Herzenskette ist gerade hier im Chat. Ach, schön. Man sieht hier dauernd die ganzen Herzen wirklich sehr, sehr viele. Das ist echt schön. Das Buch von Oma ist ausverkauft. Nein, nein, das Buch von Oma ist nicht ausverkauft. Ich habe tatsächlich heute nachgeschaut. Bei Thalia ist es in zwei Wochen wieder lieferbar.
02:38:22 Bei anderen Versandtentern, ich will jetzt keine Namen sagen, da ist das Buch erhältlich und zwar momentan ziemlich weit oben. Bevor es wirklich ganz ausverkauft ist, das Buch von der Marmelade, ich empfehle euch, bestellt es rechtzeitig, weil ich glaube nicht, dass es eine zweite Auflage gibt. Das ist momentan eher unwahrscheinlich. Also von dem, was ich hier gelesen habe, ist es tatsächlich bei beiden nicht lieferbar mehr.
02:38:54 Hat der Christ mir auch geschrieben. Also es scheint wirklich komplett aus der Kraft zu sein. Ich kann mir das aber nicht vorstellen. Aber online wird es zumindest so angezeigt. Ich habe auch nochmal nachgeguckt. Vielleicht bei Gräfin Unser Verlag. Zeig nochmal das Buch rein. Also ich habe gelesen in zwei Wochen. Soll es wieder lieferbar sein. Bei Thalia.
02:39:19 Okay, Fabian sagt es gerade, bei Thalia ist es anscheinend noch. Okay. Okay, und bei dem anderen großen Versandhändler? Da wurde es nicht mehr als die Leverbahn gezeigt. Das ist ja eigenartig. Ja, das war bei Alltagsgeschichten auf Platz Nummer 2, was ich heute geguckt habe. Das ist ja...
02:39:42 Ein sehr wertvolles Buch. Man kann daran nicht viel verdienen, das will ich dazu sagen, aber es war uns eine Herzensangelegenheit, diese wunderbare Lebensgeschichte von der Marmeladenoma zu veröffentlichen.
02:39:58 Also ich habe jetzt hier noch von dem Ramon einen Wunsch. Er möchte, dass ich, er hat mir das geschickt über Instagram, dass ich das zeige. Sein Zimmer, was er für die Marmeladenoma gerichtet hat, so ein kleiner Altar. Also ich hoffe, man kann es dann gut sehen. Sekunde. Kann man das gut sehen?
02:40:25 Warte, ich kann es nochmal scharf stellen. Warte, ich mache mal das Bild nochmal, das sieht man eigentlich besser. Sieht das? Ja, das sieht man. Ja, da gibt es noch ein zweites Bild. Der Ramon hat sich das sehr gewünscht. Ramon, ich zeige das, ich hoffe man kann es gut sehen. Er hat es ganz liebevoll für die Marmeladenoma gerichtet, so kleinen Gedenkbilderrahmen.
02:40:54 Ich hoffe, er konnte es gut sehen. Vielen Dank, Ramon. Ja, das ist wirklich sehr selten. Also, das hat mich heute Mittag schon beeindruckt, als er es mir geschickt hat. Und ich kann euch allen nur sagen, das tröstet uns immer so sehr, wenn ihr Kerzen postet, Bilder postet, all die lieben Kommentare. Das trägt uns schon in der Trauer. Wenn man das dann so liest und wenn man dann wieder geweint hat und man liest es, dann ist das so ein Trost. Man kann
02:41:22 Man kann gar nicht auffallen zu weinen. Das ist immer so ein Auf und Ab. Also ich habe mir vorgenommen, am Mittwoch wieder zur Arbeit zu gehen. Ich hoffe, dass ich dann einigermaßen normal aussehe und auch den Tag gut schaffe. Also das habe ich mir fest vorgenommen, damit man einfach wieder in den Fluss der Normalität kommt. Die letzte Woche hatte ich zum Glück Urlaub. Das war echt ein Himmelsgeschenk.
02:41:47 schaakun schreibt ich habe heute für sie im kölner dom eine kerze für sie angemacht mache es gut marmeladen um und danke für all die schönen stunden wir vermisst dich jetzt schon so
02:42:12 Jetzt vielleicht noch eine Nachricht. Jetzt auch schon doch Viertel vor elf. Man merkt gar nicht, wie es halt da verrinnt. Martin schreibt, ich wünsche euch allen ganz viel Kraft in dieser schwierigen Zeit. Ich selbst hatte mit der Marmeladenoma anfangs sehr viel Briefkontakt. Es waren wirklich schöne Briefe, die mir sehr geholfen hatten, zu mir zu finden. Bei ihr konnte ich mich das erste Mal öffnen und ich habe mich verstanden gefühlt.
02:42:40 Sie hat mich manchmal sogar ihren Seelenverwandten genannt, weil wir viele gemeinsame Interessen und Denkweisen hatten. So auch über das Leben nach dem Tod. Sie war fest Überzeugung, es geht weiter. Und so denke auch ich, dass sie euch nun von da oben beschützen wird. Ich werde es in wunderbarer Erinnerung gehalten, zum Glück auch durch die vielen Briefe, die ich gut aufbewahren werde. Leider ist der Briefkontakt dann zu Ende gegangen, was ich sehr bereue.
02:43:10 Ich wurde erwachsen, die Zeit wurde knapper. Aber ich habe immer daran gedacht, ihr mal wieder zu schreiben, ob sie sich noch an mich, meinen Opa oder an meinen Kater Simba erinnert, welcher auch an ihrer Wand hing. Ich bin zu spät. Aber ich bin dankbar für diese Zeit und für Sie. Ruhe und Frieden, liebe Marmeladenoma, dein Martin.
02:43:37 Ja, das ist wunderbar, dass sie dir helfen konnte, Martin, und mach dir kein schlechtes Gewissen. Du hattest dann einfach einen anderen Lebensabschnitt, andere Dinge zu erleben. Und die Marmeladenoma war für dich da und sie wird auch für dich in Erinnerung bleiben. Und es freut mich total, dass sie dir geholfen hat. Ja, an dieser Stelle würde ich sagen,
02:44:07 Wir müssen noch das Wunschmärchen nehmen. Ach ja, wir haben noch ein weiteres. Ich würde vorschlagen, Janik, was machen wir für ein weiteres Märchen? Das Zusatzmärchen? Die Märchen, die heute reinkamen, können wir zur Auswahl stellen. Ja, das ist eine gute Idee.
02:44:25 Und vielleicht auch den Zinssoldat mit aufnehmen? Müsst ihr nicht. Nein, nein, muss nicht sein. Es ist ja schon ein Lieblingsmärchen von mir gelesen worden von A nach B. Also vielleicht was anderes. Könnt ihr gerne machen. Wenn die Abstimmung läuft, hier kam noch die Schnecke der Woche. Die Schnecke der Woche. Bistelblümchen. Guck mal. Die darf nicht vermisst werden, die Schnecke der Woche. Darf die zu dir ziehen, Fabian?
02:44:54 Ja, die ist glaube ich sogar eine Weinbergschnecke, die ist schon fast eingezogen. Okay, gut. Ich habe nichts rausgehört. Du machst nochmal Grüße. Fabian freut sich. Also da ist im Chat ganz viele schreiben, werde ich den Zinssolder doch noch aufnehmen, die Abstimmung. Gut, also die drei Märchen zur Auswahl sind Aschenputte, Frau Holle und Zinssolder.
02:45:25 Was denn? Vorlesen, was bei der Schnecke stand oder nicht.
02:45:33 Steht ja immer noch was Interessantes dabei. Also auch dazu zu sagen, ich konnte jetzt wirklich nicht alles vorlesen, weil es waren unglaublich viele Nachrichten heute. Aber das von Distelblümchen jetzt noch die Schnecke der Woche, die Weinbergschnecke, wie der Schneckenflüsterer gleich erkannt hat. Denn ich erinnere mich daran, dass Marmeladenoma irgendwann mal erwähnt hatte, dass sie die sehr schick findet und nur Nacktschnecken nicht so anselig findet.
02:45:59 Ja, das stimmt. Und Weinbergschnecken habe ich auch schon viele bei uns im Garten gehabt. Und mal eine Blindschleiche. Und fast täglich kommt Nachbarskatze, sitzt dann miauend vor der kleinen Terrassentür und im Winter hat sich oft bei uns aufgewärmt.
02:46:21 Muss ich auch in den Ohren kraulen lassen. Eigentlich unsere Freizeitkatze. Freizeitkatze, ganz genau. Haupau. Also der Zinssoldat hat mit 72 Prozent gewonnen. Nein. Okay. Gut, dann lese ich jetzt noch den Zinssoldaten, Herr Fabian.
02:46:42 weist auf das buch ich weiß nein nein doch möglicherweise in dem jahr jetzt schon mal im inhaltsverzeichnis oder fabian sucht mir bitte mal kurz mal walte deines armbes oder märchenblätterer maxi schreibt ich habe das märchen zinssoldat noch nie gehört was dann wird es jetzt zeit
Vorlesung des Märchens 'Der standhafte Zinnsoldat'
02:47:1402:47:14 Der standhafte Zinssoldat von Andersen.
02:47:20 Es waren einmal 25 Zinnsoldaten, alle Brüder, denn sie stammten von einem alten, zinnernen Löffel. Sie hielten das Gewehr im Arm und das Gesicht geradeaus, rot und blau, war ihre Uniform. Und es war einmal ein kleiner Junge, der hatte sie zum Geschenk bekommen, denn es war sein Geburtstag. Er nahm den Deckel von der Schachtel und als er die Soldaten erblickte, klatschte er in die Hände und rief,
02:47:49 »Zinn, Soldaten!« Das war das erste Wort, das sie in dieser Welt hörten. »Noch einmal«, rief der Knabe, »Zinn, Soldaten!« Dann hob er sie aus der Schachtel und stellte sie auf dem Tisch auf. Der eine Soldat glich dem anderen aufs Haar. Nur ein einziger war zuletzt gegossen worden, da hatte das Zinn nicht ausgereicht, und er hatte nur ein Bein.
02:48:16 Aber er stand ebenso fest und sicher auf seinem einen Bein wie der anderen auf ihren Zwein. Und gerade dieser Soldat war es, der Seltsames erleben sollte.
02:48:27 Auf dem Tisch, auf welchem sie aufgestellt wurden, stand viel anderes Spielzeug, aber das, was am meisten in die Augen fiel, war ein niedliches Schloss von Papier. Kunstvoll war es ausgeschnitten worden. Auf dem Dach wehten die Fahnen und durch die kleinen Fenster konnte man in die Seele hineinsehen. Vor dem Schloss standen kleine, zierliche Bäumchen aufgereiht und dazwischen lag ein kleiner Spiegel, der wie ein klarer See aussah.
02:48:57 Schwäne von Wachs schwammen auf dem See und spiegeln sich darin. Das alles war niedlich anzusehen, aber das Schönste war doch eine kleine Tänzerin, die mitten in der offenen Schlosstüre stand. Es war, als ob sie aus dem Schloss gesprungen kam. Auch sie war aus Papier geschnitten, aber sie trug ein Röcklein aus klarem Linnen und ein kleines schmales Band wiehte über ihren Schultern.
02:49:26 und mitten darauf trug sie eine glänzende Rose, so groß wie ihr ganzes Gesicht. Das kleine Mädchen streckte ihre Arme aus, denn sie war eine gute Tänzerin, und dann hob sie das andere Bein so hoch empor, dass es von dem Röcklein umschlossen wurde. Der Zinnsoldat konnte es durchaus nicht finden und glaubte nichts anderes, als dass auch sie nur ein Bein habe wie er.
02:49:54 »Das wäre eine Frau für mich,« dachte er. »Sie ist aber sehr vornehmen. Sie wohnt in einem Schloss, und ich habe nur eine Schachtel, und da sind wir fünfundzwanzig. Das ist doch keine Behausung für Sie. Doch ich würde gerne Bekanntschaft mit ihr machen.«
02:50:14 Auf dem Tisch stand auch eine Schnupftabakdose, die schien ihm ein gutes Versteck zu sein. Er stellte sich, solange er war, hinter die Schnupftabakdose, und von dort aus konnte er die kleine, feine Tänzerin so recht betrachten.
02:50:29 Sie stand immer noch auf einem Bein und fuhr damit fort, ohne aus dem Gleichgewicht zu geatmen. Als es Abend wurde und der kleine Junge und alle Leute im Haus zu Bett gingen, wurden auch all die anderen Sinnsoldaten in ihre Schachteln gelegt. Aber um Mitternacht fing das Spielzeug an, sich zu bewegen und miteinander zu spielen. Sie spielten Einladung ins Schloss oder Krieg führen oder Ball werfen.
02:50:58 Die Zinnsoldaten rasselten ihre Schachtel, denn sie wollten gerne dabei sein und mitspielen, aber sie konnten den Deckel nicht abheben. Der Lustknöcker schlug Purzelbäume, der Griffel malte lustige Figuren auf die Schiefertafel. Kurz, es war ein Lärm, daß der Kanarienvogel erwachte und anfing mitzusprechen.
02:51:21 Er sprach sehr schön in Versen. Mitunter sang er auch. Die beiden einzigen, die sich nicht von der Stelle bewegten, waren der Zinnsoldat und die Tänzerin. Sie stand kerzengerade auf einer Ziehenspitze und hatte beide Arme ausgestreckt. Er war ebenso standhaft auf seinem einen Bein. Seine Augen wandte er keinen Augenblick ohne ab.
02:51:45 Jetzt schlug die Uhr zwölf. Klatsch! Da sprang der Deckel von der Schnupftabakdose. Es war nämlich gar keine Schnupftabakdose, sondern darin war ein Kunststück von einem Spielzeug und aus der Dose sprang ein Kobold.
02:52:03 »Zinnsoldat«, sagte der kleine Kobold und wackelte munter auf seinem Spiraltrat. »Zinnsoldat, sieh doch nicht nach dem, was dich nichts angeht.« Aber der Zinnsoldat tat, als ob er nichts hörte. »Na, dann warte nur bis morgen«, sagte der Kobold, er wieder in seine Dose hineinschiebt.
02:52:29 Als es Morgen wurde und die Kinder aufstanden, nahmen sie den Zinssoldaten und stellten ihn ins Fenster. Auf einmal, war es nur der Kobold oder war es der Zugwind, auf einmal flog das Fenster auf und der Soldat fiel Hals über Kopf aus dem dritten Stockwerk hinunter auf die Straße. Das war ein weiterer und schrecklicher Sturz.
02:52:53 Aber der tapfere Soldat steigte sein Bein gerade in die Höhe und dann blieb er kopfüber mit dem Bajonett zwischen den Pflastersteinen stecken. Der kleine Junge und das Dienstmädchen gingen sogleich hinunter, ihn zu suchen. Sie kamen ganz nahe an ihn heran, hätten schier ihren Fuß auf ihn gesetzt, aber sie sahen ihn nicht und kehrten unverrichteter Dinge ins Haus zurück.
02:53:19 Nicht wahr? Der Zinssoltat hätte rufen sollen. Hier bin ich, hätte er rufen sollen. Dann hätten sie ihn wohl gefunden. Alleine er fand es nicht passend, laut zu schreien, weil er in Uniform war. Und so blieb er liegen.
02:53:37 Nun fing es an zu regnen. Bald fielen die Tropfen dichter und endlich wurde es ein Platzregen. Das Wasser strömte über die Pflastersteine und sammelte sich in der Rinne. Als es vorüber war, kamen zwei Straßenbogen. »Oh, sieh einmal«, riefen sie, »da liegt ein Zinnsoldat. Das ist ein schönes Spielzeug. Der muss in einem Schiff fahren und weit hinaus ins Leben.«
02:54:03 Und sie falteten aus einer Zeitung einen Kahn, setzten den Soldaten hinein und schoben das Schiffchen ins Wasser. Da fuhr der Zinnsoldat in seinem stolzen Schiff den Rindstein hinunter. Die Kinder liefen nebenher, klatschten in die Hände und sie freuten sich.
02:54:21 Der Regen aber hatte das Wasser im Rindstein seinen großen, reißenden Strom anwachsen lassen. Die Wellen gingen hoch, das Papierboot schaukelte auf und nieder, und manchmal drehte sich so geschwind, dass der Zinnsoldat bebte. Er blieb standhaft, verzog keine Miene, sah geradeaus und hielt das Gewehr im Arm.
02:54:47 Plötzlich trieb der Kahn unter eine lange Rinnsteinbrücke. Da wurde es so dunkel, als wäre er wieder in der Schachtel. »Wen mag ich nun kommen?« dachte er. »An allem ist der Kobold schuld.« »Ach, siehste doch die kleine Tänzerin hier mit im Kahn. Dann möchte es meinetwegen noch einmal so dunkel sein.« Da kam eine große Wasserratte gekrochen, die wohnte unter der Rinnsteinbrücke.
02:55:16 »Wer da?« rief die Ratte. »Hast du einen Pass? Zeig mir deinen Pass!« Aber der Zinssoldat schwieg und hielt das Gewehr noch bis dahin.
02:55:27 Das Schiffchen fuhr unaufhaltsam weiter und die Ratte huschte hinterher. Sie fauchte, fletschte die Zähne und rief den herumtreibenden Holzspänen und Strohhalmen zu. »Haltet ihn! Haltet ihn! Er hat seinen Pass nicht gezeigt! Er hat keinen Zoll gezahlt! Er darf nicht weiterfahren!« Aber die Strömung wurde stärker und immer stärker und der Zinnsoldat konnte schon da, wo die Brücke aufhörte, den hellen Tag erblicken.
02:55:58 Doch zugleich hörte sein Ohr einen furchterregenden Klang, ein Sausen und Brausen, so dass ein tapferen Mann wohl in Angst und in Schrecken versetzen konnte. Denn die Gosse mündete da, wo die Brücke endete, in einem großen Kanal.
02:56:17 Das Wasser stürzte in den breiten Strom hinab, und das war für den Zinnsoldaten ebenso gefährlich, wie es für unsereins wäre, einen Wasserfall hinunterzufahren. Nun war er schon so nahe dran, dass er nicht mehr anhalten konnte. Das Papierboot fuhr hinaus. Der arme Zinnsoldat hielt sich so steif, wie er nur konnte. Niemand sollte ihm nachsagen, dass er mit den Augen geblinzelt hätte.
02:56:44 Das Schiffchen wirbelte in dem Strudel um und um und war bis zum Rand mit Wasser gefüllt. Es fing an zu sinken. Der Zinnsoldat stand bis zum Hals im Wasser. Und tiefer und tiefer sank der Kahn. Mehr und mehr löst das Papier sich auf. Nun stieg das Wasser über den Soldatenkopf.
02:57:08 Da dachte er an die kleine, niedliche Tänzerin, die er nie mehr zu Gesicht bekommen sollte, und in seinen Ohren klang ein trauriges, altes Soldatenlied. »Wahre hin, o Kriegesmann, den Tod musst du erleiden.« Nun zerriss das aufgeweichte Papier, und der Zinnsoldat stürzte in die Tiefe, doch im Augenblick wurde er von einem großen Fisch verschlungen.
02:57:35 Wie dunkel war es im Fischleib. Da war es noch viel finsterer als unter der Rinnsteinbrücke. Und dann war es da sehr eng. Aber der Zinnsoldat blieb standhaft und lag lang ausgestreckt im Fischmagen, das Gewehr im Arm. Der Fisch schwamm hin und her, machte schreckliche Bewegungen und wurde endlich ganz still.
02:58:00 Plötzlich öffnete sich ein Spalt, das Licht schien klar herein und eine Stimme rief laut, »Der Zinnsoldat!« Der Fisch war gefangen, auf den Markt gebracht, verkauft und in die Küche hinaufgetragen worden, wo die Köchin ihn mit einem großen Messer aufschnitt. Sie stutzte, fasste den Soldat mit spitzen Fingern mitten um den Leib und trug ihn in die Stube.
02:58:29 Alle sollten einen merkwürdigen Mann sehen, der im Magen eines Fisches herumgereist war.
02:58:36 Aber der Zinnsoldat war nicht stolz. Sie stellten ihn auf den Tisch. Und da, wie sonderbar kann es doch auf der Welt zugehen, da war der Zinnsoldat in derselben Stube, in der er früher gewesen war. Er sah dieselben Kinder und dasselbe Spielzeug, dasselbe herrliche Schloss stand auf dem Tisch. Und vor dem Schlosstor stand die niedliche kleine Tänzerin.
02:59:03 Sie hielt sich immer noch auf dem einen Bein und streckte das andere hoch in die Luft. Sie war auch standhaft. Das rührte den Soldaten. Er war nahe daran, Zinn zu weinen, aber es schickte sich nicht. Es sah sie an, sie sagte nichts. Dann nahm einer der kleinen Knaben, ohne ein Wort zu sagen, den Zinnsoldaten und warf ihn in das Kamin voll.
02:59:31 Es war sicher der Kobold in der Schnupftabakdose, der Schuld daran hatte. Der Zinnsoldat stand grell beleuchtet da und fühlte eine Hitze, die schrecklich war. Er wusste aber nicht, ob sie von einem wirklichen Feuer oder von der Liebe her rührte. Die Farben waren von ihm abgegangen. Hatte er sie auf der Reise verloren oder war der Kummer daran schuld?
02:59:58 Er sah das Papier an dem Mädchen an, sie sah ihn an und er fühlte, dass er schmalz. Aber noch stand er standhaft mit dem Gewehr im Arm. Da ging die Tür auf, der Wind ergriff die Tänzerin und sie flog wie ein Schmetterling in den Ofen zum Zinnsoldaten, loderte in den Flammen auf und fort, war sie. Da schmolz der Zinnsoldat zu einem Klumpen.
03:00:26 Als das Mädchen am anderen Tag die Asche ausräumte, fand sie ihn als ein kleines Herz. Von der Tänzerin war nur eine Flitterhose geblieben, die kohlschwarz gebrannt war. Das war das Märchen der standhafte Zinsortat von Anlösen. Er hat immer ein bisschen tragisch umflorte Märchen geschrieben. Ich mag seine Märchen sehr.
03:00:57 Ich habe mal was Besonderes hier vom Jonathan Stern. Der liebe Jonathan hat ja die Geige von deiner Mutter ihrem Papa bekommen. Und der Jonathan Stern ist ausgebildeter Musiker. Ich hoffe, ich sage jetzt nichts Falsches, Jonathan. Und der hat dann auch diese Geige repariert.
Musikalische Hommage und Verabschiedung
03:01:1903:01:19 Und der Jonathan hat heute, ich hoffe, das ist in Ordnung, Jonathan, wenn ich das jetzt dir zeige, hat auf dieser Geige ein Lied gespielt. Das hat er mir geschickt. Sleep Derry Sleep. Ein schottisches Lied. Das finde ich ja schön. Deswegen sage es jetzt, Jonathan, du weißt jetzt nicht, dass wir das jetzt hier live im Stream vorspielen, aber ich denke, das ist in Ordnung. Er schreibt noch, ich sollte dazu sagen, ich spiele Cello, nicht Geige.
03:01:48 Eigentlich spielt er Cello, nicht Geige. Besonderes hier. Aber er hat die Geige von dem Papa meiner Mutter, der Marmeladenoma, bekommen und hat sie restaurieren lassen. Der Jonathan ist ein ganz, ganz lieber Mensch, der uns auch freundet, der uns auch schon besucht hat zu Hause. Der Jonathan. Würde das jetzt dann vorspielen? Kann man das darüber vorspielen oder kann das der Janik irgendwie etwas... Ich kann jetzt schicken.
03:02:16 Die Schnelle geht es nicht. Kann man das eben geben? Ich hoffe, das funktioniert, Jonathan. Das musst du dann so abspielen. Das hört man gut, wenn du abspielst. Ich möchte noch kurz erwähnen, dass die liebe Sintika uns während dem Märchen geradet hat mit 900 Zuschauern. Wahnsinn, das ist fantastisch. Vielen Dank für dein Rate.
03:02:42 Super. Reiders on the Storm. Reiders on the Storm. Dann spiele ich das jetzt mal an. Ich hoffe, man hört es gut. Ich halte es mal zu dir. Ich würde es nicht zu nah dran halten. Ganz normal.
03:04:05 Sehr schön, sehr schön. Jonathan, das hätte die Marmeladen immer unheimlich gefreut. Sie war ja so ein Schottland-Fan und hat auch immer so melancholische Lieder sehr, sehr geliebt. Und weil es die Geige von deinem Opa ist. Fantastisch, ja. Also in dir, bei dir ist die Geige in besten Händen. Von uns kann niemand Geige spielen. Leider. Nein.
03:04:35 Ja, ihr Lieben, was wollen wir machen? Sollen wir anmählich zum Ende kommen? Zum Stream für die Marmeladenoma? Ja, es ist schon 11 Uhr durch.
03:05:01 Habe ich den einen Spruch von Rumi schon vorgelesen? Einen, Herr Spruch? Dann lese ich jetzt zum Schluss noch einen weiteren Spruch von Rumi vor, diesem persischen Dichter. Wenn alles um dich herum dunkel erscheint, schau nochmal hin. Vielleicht bist du das Licht. Ja, jetzt kommen wir zum Ende des Gedenkstreams.
03:05:30 für die Marmeladenoma Ich hoffe es hat euch gefallen Wir wünschen der Marmeladenoma dass es sehr sehr sehr gut geht Ich gehe davon aus
03:06:03 Und zum Abschluss des Gedenkstrebens, der Marmeladenoma, sage ich euch Ade. Euer von A nach B, Enkel Janik, Walenkel Fabian und jede Rakete. Was hat die Marmeladenoma immer gesagt zum Schluss? Helf denen, die ärmer sind als ihr. Ja, helft denen, die ärmer sind als ihr.
03:06:32 Was so sinngemäß? Ich kann es nicht mehr so auswählen. Ich bin es gerade ein bisschen angerührt. Normalerweise löscht ja der Fabian die Kerze. Wir lassen sie brennen für die Marmeladen, Oma. Und alles Liebe und Gute für euch.