Es wurde eine Kerze für Glückliche und Unglückliche entzündet. Post und Glückwünsche wurden bedankt, aus München wurde gewunken und Gummi-Schnecken wurden probiert. Berichtet wurde von Wiedereingliederung, Eishockey und einer Indienreise. Drei Märchen wurden gelesen, dazu ein Kapitel aus dem Leben der Marmeladenoma.
Begrüßung auf der Märcheninsel
00:03:0200:03:02 Willkommen auf der Märcheninsel bei Enkel Janik, Walenkel Fabian, Hede-Rakete von A nach B und im Geiste mit dabei unsere liebe Marmeladenoma. Und Walenkel Fabian macht die Kerze an für die Unglücklichen dieser Welt und für die Glücklichen. Und es hat sofort geklappt.
Dank für Post und Glückwünsche
00:03:3100:03:31 Ja, also zunächst mal ganz, ganz lieben Dank für eure tolle Post, die wir wieder bekommen haben. Die vielen Glückwünsche auch an die HEDERAK-HETE. Vielen Dank für die lieben Glückwünsche über Discord, über Instagram und natürlich für die Geburtstagspost. Ich habe mich riesig gefreut und natürlich antworte ich auch immer drauf.
00:03:55 Ja, es sind auch viele Päckchen angekommen für die Riederakete. Und die Jungs, die durften sich auch was aussuchen. Ja, und Prostfach war ich auch heute wieder. Und Angelika, vielen Dank für deine Dankeskarte. Schön, dass wir dir eine kleine Freude machen konnten. Nach Eisenach, schöne Stadt übrigens, waren wir auch schon. Wir haben auch die Wartburg angeguckt. Da gibt es auch sehr, sehr schöne Häuser in der Innenstadt in Eisenach.
Post aus München und Winkaktion
00:04:2200:04:22 Ja, und wir haben auch liebe Post bekommen aus München. Und zwar, das hier ist der englische Garten. Und die Karte, die darf ich vorlesen, denn auf dem Brief stand drauf, darf vorgelesen werden. Und das mache ich jetzt. Liebe Hede-Rakete, A nach B, Janik und Fabian. Ganz liebe Grüße aus München zu euch von Leopold und Oma Evi.
00:04:47 Wir freuen uns jede Woche am Samstag auf eurem Stream und wünschen vor allem jede Rakete alles Gute für die Augen. Bleibt gesund, wir denken an euch. Ja, die Oma Evi und der Leopold, die schauen sich ja jeden Stream an. Und die Oma Evi hat uns auch eine sehr, sehr schöne Karte gemacht. Haben uns sehr, sehr gefreut. Und ja, Mensch, das ist wirklich toll, was die Oma Evi so drauf hat. Ich kann sowas nicht. Kannst du das?
00:05:15 Ich auch nicht, aber ich finde auch toll, dass die Oma Evi mit dem Leopold immer zuschaut und dass sie sich die Zeit für ihren Enkel nimmt. Ist ähnlich wie beim Janik und der Marmeladenoma, haben wir festgestellt. Ja, stimmt.
00:05:27 Super, macht weiter so. Wir freuen uns sehr, dass ihr zuschaut. Und ich schicke auch ganz liebe Grüße an den Leopold und an die liebe Oma Evi. Vielen Dank für eure Post und die guten Wünsche für meine Augen. Und wir winken in die Kamera. Das habt ihr euch gewünscht. Wir winken nach München. Leopold, Oma Evi. Janik, komm mal rüber. Komm mal rüber, wir winken alle mal rein. Wir müssen euch winken. Wir winken. Liebe Grüße.
Gummischnecken als Kuriosität
00:05:5500:05:55 Hi, hi. Super, Mensch. Vielen Dank. So, jetzt beginnt schon die erste Fragerunde. Nein, ich habe noch was. Der Fabian hat was Kurioses mitgebracht heute. Und zwar findest Cherry Slacks, also Gummischnecken von Harry Potter. Fabian, kannst du was dazu berichten? Kannst du mal aufmachen? Mach mal auf, wir probieren mal so die Schnecken. Unser Schneckenklüsterer.
00:06:24 Ob sie auch schmeckt werden wir dann sehen. Wahrscheinlich ist sie aus Schneckenschleim gemacht und schmeckt auch danach. Das schmeckt danach. Ein kleiner Schneck für die Wiesel. Willst du eine rote Schneck? Ich nehme Orangene Schneck.
00:06:40 ich liebe himbeermarmelade sehr schön mehr aber später das kann ja nichts vorlesen also aber werbung ohne bezahlung also das ist wir kriegen da nichts dafür
00:07:09 um das mal klarzustellen schmeckt gut ja und jetzt kommt gleich erst mal die fragerunde oder janik hat vielleicht diese früchte ja ja das erst mal von anfang in wasser marsch und marmeladen obergläser das war übrigens die schnecke der woche aber wir haben jetzt auch gegessen die schnecke der woche
Resubs und Märchenwünsche
00:07:3700:07:37 Bitterlemming isst 39 Monate ein süßes Früchtchen, schreibt guten Abend, liebe Märchen. Bitterlemming 39 Mal. Super, klasse. Mrs. Devil Diva isst 90 Monate ein süßes Früchtchen. Wow, schon 90 Monate. 90 Monate. Mrs. Devil Diva. So, was schenkt ein süßes Früchtchen? Oh, das ist schön. An wen denn? An die Zuschauer.
00:08:02 Miss Mangobat isst 34 Monate ein süßes Früchten, schreibt einen schönen und entspannten Abend an alle. Vielen Dank, super. Schönen Abend. Rieselchen isst jetzt 95 Monate. 95, Rieselchen. Liebe Grüße nach Leipzig. Allen einen schönen Abend, schreibt sie. Schönen Abend. Dir auch. Anja isst 11 Monate ein süßes Früchtchen.
00:08:27 Und der Chris hat noch einen Märchenwunsch, eine sehr gute Wahl und zwar wünscht er sich Schneewittchen. Schneewittchen, das ist das Lieblingsmärchen von Yannick. Das hatten wir schon ewig nicht mehr. Stimmt, ja, Chris Block. Liebe Grüße nach Stuttgart.
Wiedereingliederung und Augenbesserung
00:08:4300:08:43 Ich musste meine Brille abziehen. Ich habe meine Lesebrille bei der Arbeit, weil ich ja jetzt wieder arbeite. Die Rakete arbeitet wieder. Sie ist in der Wiedereingliederung. Natürlich noch keine 8 Stunden am Tag. Es wird so ganz peu à peu wieder besser. Und die Augen oder das Auge ist auch schon besser geworden. Genau, man darf halt keine 8 Stunden am PC arbeiten mit dem Auge. Also keine Augenklappe mehr. Die erste Woche ist geschafft. Kein Piratenhut mehr. Kein Piratenhut mehr. Aber wenn ihr möchtet, dass ich den Piratenhut mal wieder aufsetze.
00:09:13 Sag gerne Bescheid, dann setze ich ihn auch gerne wieder auf. Wir hätten auch noch einen Wikingerhut zur Auswahl oder einen Wikingerhelm. Was haben wir noch? Einen Römerhelm hätten wir noch. Den nehme ich aber nicht, der ist zu schwer. Wir haben sogar ein Kettenhemd. Ein Kettenhemd, genau. Aber das Kettenhemd ist zu schwer. Das geht auch ziemlich schlecht mit dem Mikro, ehrlich zu sein. Von A nach B hat man das Kettenhemd angezogen und kam dann nicht mehr aus dem Kettenhemd, weil es zu schwer war.
00:09:38 Janik, gibt es noch was zu berichten? Ja, Wolkenfuchs hat noch einen Märchenwunsch. Wolkenfuchs, Frau Holle. Frau Holle, das hat sich ja auch das letzte Mal schon Blauauge gewünscht. Also das machen wir auf jeden Fall dann das nächste Mal. Also Frau Holle und Wolkenfuchs. Und Wolkenfuchs, von dir habe ich gestern einen Brief bekommen, habe ich gestern aus dem Postfach geholt.
Beruflicher Marathon und Schokoladenfabrik
00:10:0500:10:05 Wird auf jeden Fall beantwortet. Ich war die ganze Woche nämlich unterwegs, beruflich. Bei uns ist ja ein Marathon nach dem anderen. Ich kann es nur mantra-mäßig wiederholen. Wir hatten nur einen freien Tag in diesem Jahr. Das war Hederakites Geburtstag. So ist es bei uns halt immer. Da waren wir in der Schokoladenfabrik. Genau, bei Rittersport. Also oben keine Werbung gemacht. Keine Werbung, keine Werbung. Haben dort faire Schokolade gekitzt.
00:10:33 Und hier kam noch ein Märchenwunsch rein. Noch ein Märchenwunsch, ja. Mrs. Devil Diva wünscht sich das Mädchen mit den Schwefelhölzern. Oh, das ist schön. Das ist das Lieblingsmärchen von der Marmeladenoma. Und tatsächlich auch mein Lieblingsmärchen, das Mädchen mit den Schwefelhölzern von Andersen.
00:10:55 Und dann kam noch von Ali von Enten ein süßes Früchtchen. Okay. 52 Monate und schreibt Hallo und guten Abend an alle. Super, guten Abend. Alles Liebe für dich.
Erste Fragerunde und Zuschauerpost
00:11:0900:11:09 Und das war es soweit. Und das war es. Okay, jetzt kommt eine Fragerunde. Wer hat eine Frage? Oder will was posten? Oder was auch immer. Also ich kann hier mal gleich was einwerfen. Auf YouTube schreibt der Vincent Schmidt 299. Hallo zusammen. Hallo Vincent, schön, dass du wieder dabei bist. Und noch ein Märchenwunsch kam rein. Okay. Cardogan wünscht sich allerlei Raum. Cardogan.
00:11:38 allerlei von den Brüdern Krim. War mir auch schon länger nicht mehr vorgelesen. Ach, der Fabian gibt mir das iPad. Ich habe gedacht, irgendwas fehlt mir doch. Genau, das iPad. Regina Schlumpf. Hallo, liebe Marmeladenoma-Familie. Mein neuer Teebecher ist eingezogen. Mir gefällt er sehr gut. Ich wünsche allen einen angenehmen Abend. Ach, ein Teebecher ist das. Ich dachte, das sieht aus.
00:12:06 wie ein Stück von einem roten Brezelchen mit einem Frosch dran, aber ich werde eines Besseren belehrt. Das ist ein Teebecher. Was für eine Brezelchen? Das ist Brezel und das ist ein fantasievoller Becher. Aber ich glaube, das ist eine Weihnachtsmütze. Kann das sein?
00:12:27 Hede Rackettisch schaut irritiert. Das ist doch eindeutig ein grüner Affe mit Weihnachtsmütze. Ist das ein Affe? Melli schreibt, das ist der Cringe. Ich wusste, dass ich den irgendwo habe. Ja, das ist eine Bildungslücke. Ich kenne den Cringe leider nicht. Ich habe das schon mal gesehen. Ist das ein Film? Ich glaube schon, ein Film. Okay. Ich habe ihn nicht gesehen. Janik, du?
00:12:55 Ich habe ihn nicht gesehen, aber ich kenne den Cringe. Du kennst den Cringe natürlich, klar. Herr Nickel, hallo liebe Marmeladenfamilie. Von A nach B, Hede Rakete, Janik und Fabian. Es ist Herbst geworden. Das stimmt auffallend. Sehr kalt draußen. Und schon ziemlich kalt. Da ist es. Hier nochmal drei Bilder aus dem Garten meiner Mutter mit einem intensiven Rot darin. Wetter war teilweise sonnig, aber nachts dann bis zum Gefrierpunkt. Echt, so kalt ist es bei euch.
00:13:24 Also bei uns ist noch kein Gefrierpunkt, glücklicherweise. Sehr schöne Bilder übrigens. Das Rote sieht super aus. Fantastisch. Und wir müssen dann, oh ja, das sieht ja toll. Guckt euch das hier mal an. Wahnsinn. Du musst mal deine Mutter zu mir zum Garten einladen. Ja, zum Gestalten. Wir werden den nächstes Jahr wieder richtig anlegen. Schanigel, sehr, sehr schön. Sieht super aus.
00:13:53 Also unsere Zitrusfrüchte, die stehen noch draußen. Wir müssen die wahrscheinlich dann dieser Tage mal in die Garage reintun. Unser Gummibaum in XXL auch. Ja, und die Orange. Und dann haben wir noch eine andere Pflanze. Wie heißt die? Wissen wir nicht. Janik, gibst du was Neues? Ja, noch ein Märchenmuschkammer. Noch ein Märchenmusch. Und Tito schreibt, ich wünsche mir nachträglich für Ederakete zum Geburtstag das Märchenstern-Tag. Danke, Tito. Mein Lieblingsmärchen.
00:14:22 Ich weiß nicht, ob ihr es gesehen habt auf Discord. Ich habe auch ein kleines Sternenthaler Kissen geschenkt bekommen, was ganz süß ist. Ich kann es nächstes Mal zeigen. Das habe ich gar nicht daran gedacht, weil irgendwie so viel wieder los war. Aber ich zeige es euch auf jeden Fall nächstes Mal. Also es ist direkt in der Sichtachse von unserem Bett unterm Dach.
Sterntaler-Kissen und Häkeltuch
00:14:4500:14:45 Dieses Kissen und da ist der Sterntaler. Fiel mir gerade eben nochmal auf. Wirklich ein sehr, sehr schönes Kissen. Ja, sehr, sehr schön. Die Great Pumpkin. Liebe Marmeladenfamilie, liebe Bewohner der Märcheninsel. Nach einem ereignisreichen Tag und leckerem Essen, vietnamesisch, oh lecker, freue ich mich auf einen kuscheligen Märchenabend in gemütlicher Runde. Heiliger Herzen.
00:15:11 Der T steht bereit, die Kerzen sind angezündet und natürlich ist auch wieder ein neues Häkeltuch mit dabei. Es hat noch keinen Namen. Vielleicht fällt euch ja ein passender ein. Ich hoffe, Reheteraketes Auge geht es mittlerweile besser. Es fühlt sich besser an. Ich habe erst am Montag den Kontrolltermin. Bin schon sehr aufgeregt und gespannt. Ja, stimmt. Und sie hat einen wundervollen Geburtstag.
00:15:36 Ja, das hatte ich tatsächlich. Und auch eure Glückwünsche, eure Päckchen, so lieb. Also ich war ganz gerührt von so viel Liebe umgeben. Ja, Wahnsinn. Ich bin euch sehr dankbar. Ihr seid einfach immer alle so goldig und lieb. Vielen Dank. Die Märcheninsel ist einfach ein toller Ort mit einer tollen Community. Es macht uns wirklich richtig, richtig Spaß und große Freude.
00:15:57 Euch und uns allen wünsche ich einen flauschigen Abend und ein schönes Herbstwochenende. Sieht es nach grün aus? Nein, das ist grau. Oh, so gut sind die Augen noch nicht da. Gut, die Farben müssten wir eigentlich erkennen können.
00:16:15 Schön. Und morgen sind wir zu einem Geburtstag eingeladen. Beim Thailänder. Ja. Janik, gibt es noch was? Karl Dugan hat noch geschrieben, ich hätte auch gerne einen Garten, aber die Warteliste bei uns für einen Schrebergarten beträgt 8 plus Jahre und 20.000 Euro Ablöse. 20.000? 20.000 für einen Schrebergarten. Wo wohnst du denn, Karl Dugan? Das ist so teuer. Wahnsinn. Krass.
00:16:43 Bei uns? Können schon sonst gar Arbeit machen. Wahrscheinlich wohnt sie woanders, weit weg. Bei 20.000 Euro, das gibt es bei uns tatsächlich nicht. Es gibt massenhafte Schrebergärten hier, aber 20.000 Euro Ablöse habe ich noch nie gehört. Vielleicht wohnt sie in München oder Hamburg oder so. Elina Bayer-König 3233. Alles Gute nachträglich zum Geburtstag.
Eishockey-Begeisterung und Pflanzenbestimmung
00:17:1100:17:11 Vielen Dank, liebe Elina. Und Caro gerne auch fünf süße Früchten verschenkt. Wahnsinn, vielen Dank.
00:17:23 Wieder Tiger. Ich habe tatsächlich eine Sportart gefunden, für die ich mich begeistern kann. Mein Freund wollte mich für Fußball begeistern und nahm mich dann spontan mit zum Eishockey, zu den neu gegründeten Mannschaften der Schalker Haie. Tja, jetzt bin ich Fan. Schalke, ja, aber nicht, wie er wollte, Fußball. Wieder Tiger.
00:17:47 Spielst du auch Eishockey? Das wäre natürlich cool. Ich habe gedacht, wir würden jetzt da mitspielen. Ich habe gedacht, wir würden den Verein werben lassen. Ich schreibe mal ein paar Fotos. Aber Eishockey finde ich auch cool. Fußball ist nicht so meins. Also Eishockey, ich stelle mir jetzt die Hedera-Kete vor, Eishockey spielend. Ich kann Schlittschuh laufen. Ich kann Schlittschuh laufen, tatsächlich.
00:18:08 Aber der Yannick, der ist ja genauso begnadet wie ich, was Schlipschuhlochen anbelangt. Wir hängen immer nur in diesem Eispinguin rum und das war es dann. Zur großen Belustigung der Umstehenden oder Umfahrenden. Und da ist die Mannschaft von Schalke, also Gelsenkirchen, wer Schalke nicht kennt. Aber eigentlich kennt man ja Schalke. Und da oben, das sind keine Eishockey-Bilder, sondern das sind...
00:18:36 Erbsliche Beeren. Ja, aber jetzt wollten wir von A nach B wissen, welche Beeren? Das könnten rote Beeren sein, einer unbekannten Art. Aber Federtiger kann uns das gleich sagen. Ach, guck mal, das kenne ich doch. Das sind doch die, die es immer an Weihnachten gibt, mit den Stacheln.
00:18:55 Wie die heißen, weiß ich aber noch nicht. Distel. Ja, Fabian. Guck mal an. Ein Experte. Botaniker unter uns. Das ist unglaublich. Er macht Federtiger hier Konkurrenz. Fabian. Nicht nur ein Schneckenkenner, sondern auch ein Distelkenner. Der Fabian. Gibt es noch was Neues, Janik? Das ist auch mal hier schon.
00:19:20 Das ist super, das freut mich. So was gibt's. Haben wir alle vielleicht schon erlebt.
00:19:34 Es ist keine schöne Zeit. Also es war doch keine Titzel, ich habe es vertragen, es ist eine Stechpalme. Siehste, ich habe mir das nämlich gedacht. Ich wollte aus Höfigkeit das nicht sagen. Ich wollte auch nichts sagen. Aber Fabian hat es probiert, ja. Allein der Mut zählt. Aber eine Titzel ist auch stachelig. Ja, stimmt, auffallt. Aber umso besser, dass die zwei Freundinnen wieder zusammengekommen sind. Das finde ich echt toll. Manchmal muss einer den ersten Schritt machen und nachgeben.
00:20:03 Es ist, nachgeben muss man da nicht einen Konsens finden. Auf einen zugeben. Genau, auf einen zugeben, ganz genau. Und es ist auch tatsächlich so, manche Freunde und Freundinnen, die begleiten nicht dein Leben lang und andere sind eben nur temporär da, dann ist das einfach so, hat alles seinen Sinn, glaube ich. Aber es ist sehr, sehr schön, wenn ihr wieder zueinander gefunden habt. Finde ich wirklich toll, ganz toll.
00:20:27 Anja hat einen Märchenwunsch. Märchenwunsch. Ja, heute wird viel gewünscht. Wer war das? Anja? Genau, ja. Anja? Der fliegende Koffer von Andersen. Ein schönes Märchen.
00:20:41 Ich mag ja die anderen Märchen besonders. Warum? Ja, manchmal so etwas Trauriges, etwas Melancholisches und doch Hoffnungsvolles. Und das gefällt mir. Bei mir schreibt Shivas Blume. Hallo zusammen. Hallo Shivas Blume. Schön, dass du dabei bist. Shiva, ein indischer Gott.
Indienreise und Vertretung im Stream
00:21:0400:21:04 Der Gott der Zerstörung, des Neubeginns. Von A nach B liegt Indien, muss man dazu sagen. Ja, ich werde ja... Wie oft warst du schon in Indien? Ich war schon zehnmal in Indien. Und die elfte Reise naht. Ich werde nächstes Jahr wieder nach Indien gehen. Mit einem sehr guten Freund. Hedi-Rakete, Enkel Janik und Walenkel Fabian bleiben hier.
00:21:29 Was machen wir dann mit dem Stream? Wir machen den Stream weiter. Wir machen weiter. Ohne von A nach B. Zweimal bin ich da nicht dabei. Aber wir haben vor, ich hoffe es klappt, dass ich zugeschaltet werde aus irgendeiner indischen Stadt. Vielleicht aus Kalkutta oder aus Mumbai oder aus Rishikesh. Und ich werde ein Märchen vorlesen. Und wenn es nicht klappt, dann werde ich eins aufzeichnen in Indien. Und es wird dann vom Janik hochgeladen. Mit indischer Kulisse.
00:21:58 Mit indischer Kulisse. Und eine gute Freundin von der Hedirakete wird mich in dieser Zeit vertreten. Also an diesem Platz wird dann die liebe Uli sitzen. Genau, die Uli hat schon mal einen Stream mit dem Janik gemacht. Da war die Oma in Reha und ich hatte eine Qualifikation, eine Weiterqualifikation und konnte den Stream nicht machen.
00:22:21 Und die Uli, die ist total goldig und lustig und sympathisch. Die hat es dann spontan übernommen. Und Janik hat sie diverse Sachen machen lassen. Und die liest auch wunderbar vor, die Uli. Das wird schon schön werden sehen. Die Märcheninsel ist ja groß. Es gibt immer noch so ein paar Leute im Hintergrund, die immer mal wieder mitmachen und so. Wir sind ja einige Leute hier auf der Märcheninsel. Hinter der Kamera und vor der Kamera. Zocker Umi, liebe Marmeladenfamilie, liebe Märcheninsel. Ich wünsche uns allen einen entspannten Abend.
00:22:50 Ich habe derzeit eine echte Pech-Serie. Die Krönung war heute ein Vogel, der vor die Autoscheibe geflogen ist. Der arme Vogel hatte keine Chance, die Scheibe ist auch nicht mehr zu retten.
Wiederentdecktes Lieblingsbuch
00:23:0500:23:05 Aber ich habe auch eine schöne Begebenheit zu erzählen. Als Kind hatte ich ein Lieblingsbuch, Drachenland. Leider hat einer meiner Hunde es damals völlig zerrissen. Ich war so traurig. Es war Verlagsvergriffen und später gab es eine Neuauflage, leider ohne die wunderschönen Illustrationen, die ursprünglich enthalten waren. Und nun ratet, was ich hier zufällig im örtlichen Bücherschrank entdeckt habe.
00:23:32 Das ist ja der Hammer. Auch noch im Bücherschrank. Guck mal an hier. Byron Price heißt der Autor und Michael Reeves Drachenland. Das ist erstmal der Buchrücken. Ein wunderschönes Blau, wie ich finde. Also ich glaube ja immer, dass es keinen Zufall gibt, dass man dann wieder das Buch irgendwie auf eine gewisse Art und Weise bekommt. Guck mal an, und das sind die interessanten Zeichnungen. Das sieht sehr schön aus. Das sind Federzeichnungen, wie mir scheint. Sieht sehr schön aus.
00:24:01 Ich habe den Titel tatsächlich noch nicht gekannt. Drachenland. Und da ist er einer dieser Drachen. Ja, kann ich tatsächlich nicht. Muss ich mal gucken. Das ist im Verlag Marion von Schröder erschienen. Übersetzt. Und die Illustration hat Josef Zucker gemacht. Guck mal an. Schön. Sehr schön. Das ist natürlich ein richtiger Schatz, wenn man sowas wiederfindet.
00:24:31 Ich war heute auch im Bücherschrank und es geht ja in absehbarer Zeit nach Indien. Was habe ich gefunden? Einen wunderschönen Bildband über Indien. Zufall, Schicksal, Karma, wir wissen es nicht. Ich finde aber die Bücherschränke an sich toll. Ja, das ist eine tolle Einrichtung. Janik, gibt es noch was zu besprechen? Hier, ein Wassermarsch von Chris Kamal. Okay.
00:24:56 das sind noch viele viele informationen die werde ich nachher noch vorlesen nach dem wasser marschen werde ich aber das erste märchen vorlesen wenn das noch kulturtipp der woche mal wieder kulturtipp der woche das ist eine sehr gute idee ja ich notiere mir das mal lieber anfang ich habe ja so viel
00:25:19 Um die Ohren zurzeit. Es ist wirklich sehr Wahnsinn. Also so ein Jahr hatten wir eigentlich selten mal. Ja, anstrengend. Also es ist wirklich ein einziger Marathon. Und zum Glück ist das hier keine Arbeit für uns, die Märcheninsel. Das ist für uns Entspannung pur. Uns macht das allen super viel Spaß. Auch wenn man das eine oder andere dafür vorbereiten muss. Gar keine Frage. Aber jetzt lese ich Märchen Nummer 1 vor. Es gab Wünsche das letzte Mal. Chris Block, dein Wunsch, der wird erfüllt.
Erstes Märchen: Die Blumen der kleinen Ida
00:25:4800:25:48 Es gibt ein Märchen von Hans Christian Andersen. Gewünscht hat sich der liebe Chris Block. Die Blumen der kleinen Ida. Und ich glaube, dieses Märchen, das kenne ich noch gar nicht. Ich bin mal gespannt, obwohl mir Andersen ja so gut gefällt. Walenkel Fabian holt gerade das Buch.
00:26:07 Und dann werde ich daraus vorlesen. Das ist übrigens das Buch Andersen Märchen. Also wunderschöne Titel sind da drin. Und das Verrückte ist, da hinten ist ein Inhaltsverzeichnis. Das sind einige Märchen auch, die ich schon vorgelesen habe, angekreuzt. Und zwar habe ich das dem Janik als kleines Kind vorgelesen.
00:26:31 Das sind verschiedene Märchen. Hinten dran steht noch Janik, vorgelesen am 14.01.2007 von seinem Papa. Das finde ich ja lustig, das habe ich vorhin entdeckt. So, jetzt geht's los. Die Blumen der kleinen Ida.
00:26:49 »Meine armen Blumen sind ganz verwelkt«, sagte die kleine Ida. »Sie waren so schön gestern Abend, und nun hängen alle Blätter vertrocknet da.« »Warum?« fragte sie den Studenten, der im Sofa saß, denn sie mochte ihn sehr gerne leiden. Er wusste die allerschönsten Geschichten und schnitt belustigende Bilder aus, Herzen mit kleinen Damen darin, die fröhlich tanzten.
00:27:18 Blumen und große Schlösser, woran man Türen öffnen konnte. Es war ein munterer Student. »Warum sehen die Blumen so jämmerlich aus?« fragte sie wieder und zeigte ihm einen Strauß, der ganz vertrocknet war. »Ja, weißt du, was ihnen fehlt?« sagte der Student. »Die Blumen sind diese Nacht auf dem Ball gewesen. Deshalb lassen sie heute die Köpfe hängen.«
00:27:47 aber die blumen können ja nicht tanzen sagte die kleine ida jawohl sagte der student wenn es dunkel wird und wir anderen schlafen dann springen sie lustig umher fast jede nacht halten sie ball
00:28:05 Können keine Kinder mit auf diesen Ball kommen? Oh ja, sagte der Student, ganz kleine Gänseblümchen und Maiblümchen. Wo tanzen die schönen Blumen? fragte die kleine Ida.
00:28:20 Bist du nicht oft vor dem Tore bei dem großen Schlosse gewesen, wo der König im Sommer wohnt und der herrliche Garten mit den vielen Blumen ist? Du hast ja die Schwene gesehen, die zu dir hinschwimmen, wenn du ihnen Brotkrumen geben willst. Glaube mir, da draußen ist ein großer Ball.
00:28:42 ich war gestern mit meiner mutter draußen im garten sagte jeder aber alle blätter waren von den bäumen und da war keine blume mehr wo sind sie im sommer da sah ich viele
00:28:58 nun sie sind drinnen im schloß sagte der student wisse sobald der könig und alle hofleute zur stadt ziehen dann laufen die blumen gleich aus dem garten in das schloß und sind lustig das solltest du mal sehen
00:29:15 die beiden allerschönsten rosen setzen sich auf den thron und dann sind sie könig und königin alle die roten hanenkämme stellen sich zu beiden seiten auf und stehen und verbeugen sich das sind die kammerjunker
00:29:32 Dann kommen die niedlichsten Blumen, und dann ist ein großer Ball. Die blauen Feicheln stellen kleine Seekadetten vor. Sie tanzen mit Hyazinthen und Grokus, die sie Fräulein nennen. Die Tulpen und die großen Feuerlilien sind alte Damen, die sorgen dafür, dass hübsch getanzt wird und dass es ordentlich zugeht.
00:29:56 aber fragte die kleine ida ist da niemand der den blumen etwas zuleide tut weil sie in des königs schlosse tanzen
00:30:06 »Nun, es weiß eigentlich niemand davon«, sagte der Student. »Zuweilen kommt freilich in der Nacht der alte Schlossverwalter, der dort draußen aufpassen soll, mit seinem großen Bundschlüssel. Aber sobald die Blumen die Schlüssel rasseln hören, sind sie ganz still, verstecken sich hinter den langen Vorhängen und stecken den Kopf hervor.«
00:30:31 es riecht hier nach blumen sagte der alte schloßverwalter aber sehen kann ich sie nicht das ist lustig sagte die kleine ida und klatschte in die hände
00:30:44 Aber würde ich die Blumen auch nicht sehen können? Ja, sagte der Student, denke nur daran, wenn du wieder hinauskommst, dass du durch das Fenster siehst. So wirst du sie schon gewahr werden. Das tat ich heute. Da lag eine lange gelbe Lilie im Sofa und streckte sich. Das war eine Hofdame.
00:31:09 »Können auch die Blumen aus den anderen Gärten da hinauskommen? Können sie den weiten Weg machen?« »Ja, gewiß«, sagte der Student, »denn wenn sie wollen, so können sie fliegen. Du hast die schönen Schmetterlinge gesehen, die roten, gelben und weißen. Die sehen fast aus wie Blumen. Das sind sie auch gewesen.«
00:31:33 Sie sind vom Stängel ab hoch in die Luft geflogen und haben da mit den Blättern geschlagen, als wenn es kleine Flügel wären. Und da flogen sie, und da sie sich gut aufführten, bekamen sie die Erlaubnis, auch bei Tage herumzufliegen. Sie brauchten nicht zu Hause still, auf dem Stiel sitzen. Und da wurden die Blätter am Ende zu wirklichen Flügeln. Das hast du ja selbst gesehen.
00:32:01 es kann übrigens sein daß die blumen eines gartens noch nie im schlosse des königs gewesen sind oder nicht wissen daß es dort nachts so munter hergeht deshalb will ich dir etwas sagen
00:32:14 Du kennst ja wohl den Lehrer, der hier nebenan wohnt. Wenn du in seinen Garten kommst, musst du einer der Blumen erzählen, dass draußen auf dem Schlosse großer Ball ist. Dann sagt diese Is allen anderen, und sie fliegen fort. Kommt dann der Lehrer in den Garten hinaus, so ist nicht eine einzige Blume da, und er kann gar nicht begreifen, wo sie abgeblieben sind.
00:32:43 »Wie kann es die Blume den anderen erzählen? Die Blumen können ja gar nicht sprechen.« »Nein, das können sie freilich nicht,« sagte der Student. »Aber sie geben sich Zeichen. Hast du nicht oft gesehen, dass, wenn es ein wenig weht, die Blumen sich beugen und alle die grünen Blätter bewegen? Das ist ebenso deutlich, als ob sie sprechen.«
00:33:10 »Kann denn der Lehrer diese Zeichen verstehen?« fragte Ida. »Ja, sicherlich. Er kam eines Morgens in seinen Garten und sah eine große Brenessel stehen und mit ihren Blättern einer schönen roten Nelke Zeichen geben.« »Du bist niedlich, und ich bin dir gut«, sagte sie, »aber dergleichen kann der Lehrer nicht leihen.« »Und schlug sogleich der Brenessel auf die Blätter.«
00:33:39 denn das sind ihre finger aber da brannte es sich und seit dieser zeit wagte es nicht eine brenessel anzurühren das ist lustig sagte die kleine ida und sie lachte
00:33:55 »Wie kann man einem Kindes so was erzählen?« sagte der alte Herr, der zu Besuch gekommen war und im Sofa saß. Er konnte den Studenten gar nicht leiden und brummte immer, wenn er ihnen die possierlichen, munteren Bilder ausschneiden sah. Bald war es ein Mann, der an einem Galgen hing und ein Herz in der Hand hielt.
00:34:18 denn er war ein herzenstieb bald eine alte hexe die auf einem wesen ritt und ihren mann auf der nase hatte das konnte der alte herr nicht leiden und dann sagte er gerade wie jetzt wie kann man einem kinde so etwas erzählen das sind dumme luftschlösser aber der kleinen ida schien es doch recht trollig zu sein was der student von ihren blumen erzählte und sie dachte viel daran
00:34:48 Die Blumen ließen die Köpfe hängen, denn sie waren müde, da sie die ganze Nacht getanzt hatten. Da ging sie mit ihnen zu ihren anderen Spielsachen auf einem niedlichen kleinen Tische. Und das ganze Schubfach war voll schöner Sachen. Im Puppenbett lag ihre Puppe Sophie. Und Sophie schlief. Aber die kleine Ida sagte zu ihr,
00:35:13 du mußt aufstehen sophie und dich damit begnügen diese nacht im schubkasten zu liegen die armen blumen sind krank und dann müssen sie in deinem bette liegen vielleicht wird sie dann wieder munter da nahm sie die puppe heraus die sehr verdrießlich aussah und nicht ein einziges wort sagte denn sie war ärgerlich weil's ihr bett nicht behalten konnte
00:35:40 Dann legte Ida die Blumen in das Puppenbett, zog die kleine Decke ganz über sie herauf und sagte, nun sollten sie hübsch still liegen. So wollte sie ihnen Tee kochen, damit sie wieder munter werden und morgens aufstehen könnten. Und sie zog die Vorhänge dicht um das kleine Bett, damit die Sonne ihnen nicht in die Augen schien.
00:36:03 Den ganzen Abend konnte sie nicht unterlassen, an das zu denken, was ihr der Student erzählt hatte. Und als sie nun selbst zu Bette gehen sollte, mußte sie erst hinter die Vorhänge schauen, die vor den Fenstern herabhingen, wo ihre Mutter herrliche Blumen standen, sowohl Hyazinthen wie Tulpen, und sie flüsterte leise, »Ich weiß wohl, ihr wollt diese Nacht tanzen.«
00:36:30 Die Blumen taten, als ob sie nichts verständen und rührten kein Blatt. Allein die kleine Ida wußte doch, was sie wußte. Als sie zu Bett gegangen war, dachte sie lange daran, wie hübsch es sein müsse, die schönen Blumen draußen im Schlosse des Königs tanzen zu sehen. Ob meine Blumen wirklich mit dabei gewesen sein mögen? Aber dann schlief sie ein.
00:37:00 In der Nacht erwachte sie wieder. Sie hatte von den Blumen und dem Studenten geträumt, die in der Alte Herr gescholten, um die mir gesagt hatte, er wolle ihr etwas einbilden. Es war ganz stille in der Schlafstube, wo Ida lag, die Nachtlampe brannte auf dem Tisch, und Vater und Mutter schliefen. »Ob meine Blumen wohl in Sophiens Bett liegen?« sagte sie bei sich. »Gerne möchte ich es wissen.«
00:37:31 Sie erhob sich ein wenig und blickte nach der Tür, die angelehnt stand. Drinnen lagen ihre Blumen und all ihr Spielzeug. Sie horchte, und da kam es ihr vor, als höre sie, dass drinnen in der Stube auf dem Klavier gespielt werde, ganz leise und so hübsch, wie sie es noch nie in ihrem Leben gehört hatte.
00:37:55 nun tanzen sicherlich alle blumen darin sagte sie o wie gerne möchte ich es sehen aber sie wagte nicht aufzustehen denn sonst weckte sie ihren vater und ihre mutter
00:38:09 »Wenn Sie doch nur hereinkommen möchten«, sagte sie. Aber die Blumen kamen nicht, und die Musik fuhr fort, hübsch zu spielen. Da konnte sie es nicht mehr aushalten, denn es war allzu schön. Sie kroch aus dem kleinen Bett heraus, ging ganz leise nach der Tür und sah in die Stube hinein. »Wie herrlich war das, was sie zu sehen bekam!«
00:38:35 es war gar keine nachtlampe drinnen aber doch ganz hell der mond schien durch das fenster mitten auf den fußboden es war fast als ob es tag wäre
00:38:47 Alle Hürzinten und Tulpen standen in zwei langen Reihen im Zimmer. Es waren keine mehr am Fenster. Dort standen die leeren Töpfe. Auf dem Fußboden tanzten alle Blumen niedliche rings umeinander herum, machten ordentlich Kette und hielten einander bei den langen grünen Blättern, wenn sie sich herumschwenkten.
00:39:10 Am Klavier da saß eine große gelbe Lilie. Die hatte Ida bestimmt im Sommer gesehen, denn sie erinnerte sich deutlich, dass der Student sagte, »Wie gleicht sie dem Fräulein Liene?« Aber da wurde er von allen ausgelacht.
00:39:29 Nun erschien es der kleinen Ida wirklich auch, als ob die lange gelbe Blume dem Fräulein gleiche, und sie hatte auch dasselbe Wesen beim Spielen. Bald neigte sie ihr länglich gelbes Antlitz nach der einen Seite, bald nach der anderen und nickte den Takt zur herrlichen Musik. Niemand bemerkte die kleine Ida.
00:39:52 Nun sah sie einen großen blauen Krokus mitten auf dem Tisch hüpfen, wo das Spielzeug stand. Gerade auf das Puppenbett zugehen und die Vorhänge zur Seite ziehen. Da lagen die kranken Blumen, aber sie erhoben sich sogleich und nickten anderen zu, da sie auch mittanzen wollten.
00:40:16 das alte räuchermännchen dem die unterlippe abgebrochen war stand auf und verneigte sich vor den hübschen blumen die sahen durchaus nicht krank aus sie sprangen hinunter zu den anderen und waren recht vergnügt
00:40:31 Es war gerade, als ob etwas vom Tische herunterfiele. Ida sah dorthin, es war die Fassnachtsrute, die heruntersprang. Es schien auch, als ob sie mit zu den Blumen gehörte. Sie war auch sehr niedlich und eine kleine Wachspuppe, die auch einen solchen breiten Hut auf dem Kopf hatte, wie ihn der alte Herr trug, saß obendrauf.
00:40:58 Die Fasnachtsrute hüpfte auf ihren drei roten Stelzfüßen mitten unter die Blumen und trampelte ganz laut, denn sie tanzte Mazzurka und den Tanz kannten die anderen Blumen nicht, weil sie so leicht waren und nicht stampfen konnten.
00:41:16 Die Wachspuppe auf der Faßnachtsroute wurde auf einmal groß und lang, drehte sich über den Papierblumen herum und rief ganz laut, »Wie kann man einem Kindes so etwas erzählen? Das sind dumme Luftschlösser!« Und erglich die Wachspuppe dem alten Herren mit dem breiten Hut ganz genau. Sie sah ebenso gelb und verdrieslich aus.
00:41:45 aber die papierblumen schlugen ihn an die dünnen beine und da schrumpfte er wieder zusammen und wurde eine ganz kleine wachspuppe das war recht hübsch anzusehen
00:41:58 Die kleine Ida konnte das Lachen nicht unterdrücken. Die Fastnachtsrute fuhr fort zu tanzen, und der alte Herr mußte mittanzen, es half ihm nichts. Er mochte sich nun groß und lang machen oder die kleine gelbe Wachspuppe mit dem großen Schwarznot bleiben. Da legten die anderen Blumen ein gutes Wort für ihn ein, besonders die aus dem Puppenbett, und dann ließ die Fastnachtsrute es gut sein.
00:42:26 Im gleichen Augenblick klopfte es ganz laut drinnen im Schubkasten, wo Idas Puppe Sophie bei viel anderem Spielzeug lag. Das Räuchermännchen lief bis an die Kante des Tisches, legte sich lang auf seinen Bauch und begann, den Schubkasten ein wenig herauszuziehen. Da erhob sich Sophie und sah ganz erstaunt ringsum her.
00:42:52 »Hier ist wohl Ball«, sagte sie. »Warum hat mir das niemand gesagt?« »Willst du mit mir tanzen?« fragte das Räuchermännchen. »Ja, du bist mit der Rechte zum Tanzen«, sagte sie und kehrte ihm den Rücken zu. Dann setzte sie sich auf den Schubkasten und dachte, dass wohl eine der Blumen sie zum Tanzen auffordern werde, aber es kam keine. Dann hustete sie.
00:43:22 aber dennoch kam keine das räuchermännchen tanzte ganz alleine und gar nicht schlecht da nun keine der blumen sophien zu erblicken schien ließ es sich vom schubkasten gerade auf den boden herunterfallen so daß es einen großen lärm gab
00:43:40 Alle Blumen kamen herbeigelaufen und fragten, ob sie sich verletzt habe, und sie waren alle sehr freundlich gegen sie, besonders die Blumen, die in ihrem Bette gelegen hatten. Aber sie war ganz munter, und Idas Blumen bedankten sich alle für das schöne Bett und nahmen sie mitten in die Stube, wo der Mond schien, tanzten mit ihr, und alle anderen Blumen bildeten einen großen Kreis.
00:44:09 Nun war Sophie froh und sagte, sie könnten gerne ihr Bett behalten. Sie mache sich nichts daraus, im Schubkasten zu liegen.
00:44:20 Aber die Blumen sagten, wir danken dir herzlich, doch wir können nicht lange leben. Morgen sind wir tot, sagte der kleine Ida. Sie solle uns draußen im Garten, wo der Kanarienvogel liegt, begraben. Dann wachsen wir zum Sommer wieder und werden weitaus schöner.
00:44:43 Nein, ihr sollt nicht sterben, sagte Sophie. Und dann küßte sie die Blumen, da ging die Saaltür auf, und eine Menge herrlicher Blumen kam tanzend herein. Ida konnte nicht begreifen, woher sie gekommen waren. Das waren sicher alle Blumen draußen vom Schlosse des Königs. Ganz vorn gingen zwei prächtige Rosen, die hatten kleine Goldkronen auf. Das waren ein König und eine Königin.
00:45:11 Dann kamen die niedlichsten Lifkohien und Nelken, und sie grüßten nach allen Seiten. Sie hatten Musik mit sich, große Mohnblumen bliesen, auf Erbsenschoten, so daß sie ganz rot im Gesicht waren. Die blauen Traubenhürzinten, und die kleinen weißen Schneeklöckchen klingelten gerade, als ob sie Schellen hätten. Das war eine merkwürdige Musik.
00:45:38 Dann kamen noch viele andere Blumen, und die tanzten allesamt die blauen Pfeilchen und die roten Tausenschönen, die Gänseblumen und die Maiblumen, und alle Blumen küßten einander. Das war allerliebst anzusehen. Zuletzt sagten die Blumen einander Gute Nacht. Dann schlich sich auch die kleine Ida in ihr Bett, wo sie von allem träumte, was sie gesehen hatte.
00:46:05 Als sie am nächsten Morgen aufstand, ging sie geschwind zum Tische hin, um zu sehen, ob die Blumen noch da seien. Sie zog die Vorhänge von dem kleinen Bett zur Seite. Ja, da lagen sie alle, aber sie waren ganz vertrocknet, weitaus mehr als gestern. Sophie lag im Schubkasten, wohin Ida sie gelegt hatte. Sie sah sehr schläfrig aus.
00:46:33 entsinnst du dich was du mir sagen solltest sagte die kleine ida aber sophie sah ganz dumm aus und sagte nicht ein einziges wort du bist gar nicht gut sagte ida und sie tanzten doch allesamt mit dir
00:46:52 Dann nahm sie eine kleine Papierschachtel, worauf schöne Vögel abgebildet waren, die machte sie auf und legte die toten Blumen hinein. »Das soll euer Sarg sein«, sagte sie. »Wenn später die Verwandten kommen, so sollen sie mir helfen, euch draußen im Garten zu begraben, damit ihr im Sommer wieder wachsen und weit schöner werden könnt.«
00:47:16 Die Verwandten, das waren zwei muntere Knaben, sie hießen Jonas und Adolf. Ihr Vater hatte ihnen zwei neue Gewehre geschenkt, die sie mitgebracht hatten, um sie Ida zu zeigen. Sie erzählte ihnen von den armen Blumen, die gestorben waren, und da begruben sie alle. Beide Knaben gingen mit dem Gewehr auf der Schulter voraus, und die kleine Ida folgte mit den toten Blumen in der niedlichen Schachtel.
00:47:44 Draußen im Garten wurde ein kleines Grab gegraben. Ida küßte erst die Blumen, setzte sie mit der Schachtel in die Erde und Adolf und Jonas schossen mit den Gewehren über das Grab, denn sie hatten ja keine Kanonen.
Reaktion auf das lange Märchen
00:48:0200:48:02 Ja, das war jetzt ein Märchen von Hans Christian Andersen, das ich noch nicht gekannt habe. Ich habe es noch nie vorgelesen, noch nie selber gelesen. Hast du es gekannt, Rede Rakete? Ich fand es auch ein bisschen lang. Es war ziemlich lang, ja. Gerissblock, das war eine never ending story, aber ich hoffe, dir hat es gefallen. Aber ich habe es nicht gekannt. Habt ihr es gekannt? Nein. Nicht? Nein. Jetzt kommt eine neue Fragerunde. Wer...
00:48:29 Will was sagen, was schreiben, was posten. Ich habe hier Michael Vogel, 5349. Schönen guten Abend wünsche ich euch allen. Das wünschen wir auch. Michael Vogel. Elina Bayer-König schreibt, also 3233. Hallo zusammen. Hi. Luis2389 schreibt auch. Hallo, guten Abend.
Worte der Zuschauer und Adventskalender
00:48:5400:48:54 Anfani, wundersame Novembernachten, die die Marmeladenfamilie mit nebliger Freude auch heute wieder der Märcheninsel inne wohnen lässt. Das sind lyrische Worte. Erstmal alles Gute nachträglich an die liebe Edema Tiete. Dankeschön, sehr lieb. Hoffentlich hat es sie sich an ihrem Geburtstag sehr gut gehen lassen und wurde auch reichlich beschenkt. Ich wurde reichlich geschenkt von allen und habe es mir gut gehen lassen.
00:49:19 Wie geht es euch allen? Enkel Janik, wie geht es dir? Super soweit. Soweit? Ja. Mir auch. Das sind sehr präzise Worte. Auf den Punkt gebracht. Es könnte etwas wärmer sein, aber es ist gut. Nicht hier, aber draußen. Er sitzt ja im T-Shirt hier. Ja, deswegen habe ich jetzt gefragt. Ederakete, wie geht es dir? Mir geht es auch gut.
00:49:44 Ich habe meine erste Arbeitswoche geschafft, bin ganz glücklich und Auge wird besser. Ja, das ist sehr schön. Mir geht es auch gut. Ich bin zwar ein bisschen erschöpft mittlerweile von der vielen, vielen Arbeit, aber Weihnachten naht und die nächsten Streams, da freue ich mich auch drauf. Jetzt sind schon bald weihnachtlich. Nikolaus kommt auch noch und dann lese man vielleicht auch Weihnachtsmärchen vor.
00:50:07 Vielleicht auch von Hans Christian Andersen. Ich weiß es nicht, bin aber noch nicht fertig. Hede Rakete darf gleich wieder etwas sagen. Alles gut, ich wollte es schon mal nichts sagen. Ich hoffe, ihr habt alle Halloween gut überstanden. Letzten Samstag hat Hede da zufällig auch besonders viel Schokolade genascht gehabt. Das hat sie. Ich habe am Vortag Schokolade genascht und ich habe am Samstag Schokolade genascht. Und die Uli war zu besuchen, eine Freundin von mir, und das hat sie mitgebracht.
00:50:34 Ganz viel Schokolade für die Kinder, wenn die klingeln. Aber es hat sich keiner getraut, bei uns zu klingeln. Warum eigentlich? Unser Haus ist ein bisschen versteckt, muss man natürlich sagen. Wahrscheinlich deshalb. Und sehr grün. Und ja, dann haben wir die Schokolade noch übrig. Und Janik hat ein bisschen von der Schokolade genascht. Und ich auch.
00:50:58 Mir geht es nach wie vor leider nicht so besonders gut, das ist sehr schade. Gerade ist eine etwas schwierige Phase, wo alles noch ein bisschen dunkel mir erscheint. Aber hoffentlich ist es dann innerhalb von November besser, sodass ich im Dezember und damit auch eine meiner liebsten Zeiten im ganzen Jahr, da ich Weihnachten so sehr liebe, dann auch wieder mehr genießen kann. Das würde mich sehr freuen.
00:51:25 Aber da fällt mir total spontan eine Frage ein. Habt ihr eigentlich auch Adventskalender jedes Jahr?
00:51:33 Das haben wir. Also ich habe schon einen ganz schönen Adventskalender geschenkt bekommen, ein Päckchen, ein Paket. Und ich habe mich riesig gefreut, weil ich Adventskalender sehr, sehr liebe. Also ich finde, das gehört einfach zu Weihnachten, dass man jeden Tag ein Türchen aufmacht. Janik, hast du einen Adventskalender? Ja, vor wenigen Stunden habe ich einen bekommen von der Hedra-Kete. Und einen Puka-Tee-Kalender. Genau, und Fabian, hast du auch einen Adventskalender? Ja, das ist ein Haribo.
00:52:02 Achso, ich dachte, ein Schneckenkalender vielleicht. Ja, Schnecken. Wieder jedem Türchen eine Schnecke. Ich habe auch von der Hede-Rakete einen Adventskalender bekommen. Ich liebe ja Marzipan. Und die Marmeladenoma, die hat mir auch immer als Kind einen Adventskalender gegeben. Früher war die viel, viel einfacher. Das war so ein rechteckiger Kalender, einen schönen Weihnachtsmotiv drauf, zum Beispiel eine weihnachtliche Stadt.
00:52:30 Und hinter jedem Türchen war ein kleines Täfelchen Schokolade, so groß. Und der Liebe von A nach B konnte es manchmal nicht erwarten und hat dann so ganz heimlich nachts, wenn alle schliefen, wie er dachte, ein Türchen aufgemacht. Oh, da war Schokolade drin, die hat besonders nachts so gut geschmeckt. Und wenn dann die Marmeladenoma am nächsten Tag das Türchen geöffnet hat, da war dann keine Schokolade mehr drin.
00:52:59 da war guter rat teuer aber ich war ja schon immer sehr findungsreich und es gab dann überlegungen wie das zustande gekommen sein hätte können das werde ich dezidiert in der weihnachtszeit dann hier zum beispiel muss ja sagen ich habe ja ein bruder der schon ein bisschen älter als ich und der hackney also so heißt das ein spitzname
00:53:25 Der hat auch mal den ganzen Adventskalender vorher aufgemacht und dann wollte er die Türchen immer mit U-Boot zu kleben, weil die immer aufging, damit es meine Mutter nicht merkt, aber leider hat sie doch auch immer gemerkt.
Katzenfotos und Bücherschrankfunde
00:53:3700:53:37 Dieses Mal schicke ich eine andere Fellnase als erstes vorne heran. Das Katerchen Kimba. Er lag vor zwei Tagen so entspannt und glücklich auf meinem Schreibtisch, während die Sonne perfekt reingeschienen hat. Aber danach folgte natürlich der Stammgast der Märcheninsel Katerchen Smoky.
00:53:57 Ich weiß nicht wieso, aber immer wenn er abends hier noch sitzt, direkt vor meinem Bildschirm, da schaut er so süß mit Kulleraugen nach oben, als würde da eine Motte oder sowas an der Decke beobachten. Da muss ich euch einfach direkt wieder die Fotos der süßen Fellnase zeigen. Ich wünsche euch noch einen wundervollen schönen Abend und einen lieblichen Stream. Vielen Dank, wir wünschen dir auch ein bisschen. Da ist er, guck mal hier. Da liegt er tiefenentspannt.
00:54:27 Der ist guldig. Und da guckt er mit den coole Augen der andere. Hi. Als ich eben hier den Stream vorbereitet habe, bevor der Fabian kam, hat auch Nachbars Katze hier wieder miaut und kam dann hier rein, hat sich streicheln lassen, hat sich ein bisschen aufgewärmt und ist dann wieder miaunt gegangen. Schöne Katzen hast du. Sehr schön.
00:54:55 Enkel Janik. Ja, Minamir schreibt Advenskalender, sind so toll. Ich bastel immer einen für unseren Sohn und meinen Mann. Ich bekomme auch einen. Das ist toll. Selber basteln ist auch sehr, sehr schön. Ja, finde ich auch. Das hat tatsächlich auch die Marmeladenoma später dann gemacht. Sie hat dann, als ich älter war, so Streichholzschachteln genommen und hat die dann schön beklebt. Und in jeder Streichholzschachtel war eine kleine Überraschung. Nicht immer was Süßes, auch manchmal eine kleine Figur oder eine kleine Geschichte.
00:55:23 Und das fand ich immer ganz, ganz besonders schön. Denn das waren dann richtige Überraschungen. Man wusste nicht, was kommt denn da als nächstes? Und später war ich dann doch ein bisschen disziplinierter und habe dann diese Kalender nicht vorzeitig aufgemacht. Also diese Phase der großen Neugierde, das war, als ich noch nicht in der Grundschule war.
00:55:45 So, so. Süße Früchte kam auch noch rein. Nexotill ist 73 Monate einsatzweise. Schreibt einen wunderschönen guten Abend, liebe Märcheninsel. Schöne Grüße nach Braunschweig. Dann kamen 10 Euro von dem Chuck sei Mama rein. Dankeschön. Kleiner Beitrag von mir. Lieben Dank für die wunderschöne Zeit mit euch. Vielen, vielen Dank. Das ist schön, dass dir so gut gefällt.
00:56:10 mercenary of white ist ein neues früchtern mercenary of white interessant toller name freut uns und zwei wasser marschgemeinde von anja und von chris jede rakete trinkt ja tee was für ein tee ist es dann
00:56:37 Räubusch, Sahne, Karamell. Ich habe ja wie immer mein Zitronenwasser. Der Michael Vogel 5349 sagt, die Schokoladenfabrik ist auch ein guter Film. So viel zum Thema Schokolade. Ich habe ihn tatsächlich noch nicht gesehen. Ich habe ihn schon gesehen. Ich gucke nicht so viel Film. Ich gucke nicht so viel Film.
00:57:04 Nedonesien, alles Gute zur Besserung für jede Rakete. Mal schauen, wie es wird. Man wird ein Auge darauf werfen, wie sich das entwickelt. Ein Auge darauf werfen, genau. Ich werfe auch jeden Tag ein Auge darauf. Aber es hat sich sehr gut entwickelt. Und jetzt hoffe ich, dass am Montag dann der Arzt sagt, dass das Loch kleiner, noch kleiner geworden ist. Also es ist schon mal augenscheinlich besser. Ja, wir arbeiten dran. Wir haben es im Blick.
00:57:33 Gibt es was Neues von euch? Janik, Fabian? Die Great Pumpkin schreibt, ich habe auch früher für meinen Mann viele Adventskalender gebastelt, aber er möchte keinen mehr. Okay. Malik Eisenreich2406 ist ein neues süßes Früchtchen auf Twitch. Das freut uns. Sehr schön.
00:57:59 Wolkenpux 12. Rowan und Bella beschäftigen sich. Guck mal an hier. Unterm Eierkarton scheint es Leckeres zu geben. Das ist ja ein ganz schönes Lüser. Die sind ja auch immer süß, die man ja weiß. Guck mal, sagt, die knabbern hier am Eierkarton. Dürfen sie am Eierkarton knabbern? Ja, das ist ja sehr ballaststoffreich.
00:58:27 Ja, komisch. Sehr nahhaft. Kurz überlegen. So, ja, ich war heute mit meinem Mann auf dem Martini-Markt in Ravensburg. Ravensburg, eine wunderschöne Stadt. Das ist auch so eine Weihnachtsstadt, finde ich. In einem Geschäft habe ich außerdem etwas entdeckt, was mich an jede Rakete erinnert hat. Das ist Woodstock von den Peanuts.
00:58:55 Ich mag den Woodstock am liebsten von den Peanuts, weil der so goldig aussieht. Und weil mein kleiner Vogel ist. Und sie hat auch ein schönes Büchlein von Woodstock. Und da sie noch mehr Peanuts sind. Ach, die sogar als Weihnachtskugel für den Baumfarben. Und du hast ein Häuschen drauf hier. Ja, ich habe auch ein Häuschen. Das steht bei mir bei meiner anderen Skulptursammlung, sagt Rüppler. Bei der orangenen Lampe, wo die Schnecke auch ist.
00:59:24 Ich habe nämlich von Fabian auch ein Snoopy-Häuse mit Woodstock bekommen. Ganz voll, ganz süß, ganz gullig. Wir haben nämlich eine Spielerunde gemacht. Da war der Enkel Fabian natürlich auch dabei, klar.
00:59:37 Skyberg sagt, es ist schön, dass es deinem Auge besser geht. Freut mich sehr und alles Gute für die Insel. Vielen Dank, liebe Skyberg. Danke schön. Hier zeigt meine Mutter ein schräges Fenster, wo über Nacht etwas Wasser schon ein wenig angefroren ist. Nein, wo wohnt ihr denn? Das ist ja Wahnsinn. Bei Berlin. In Berlin.
01:00:04 Da frieren doch keine Fenster ein. Nein, die Scharnickel wohnt in Berlin. Die Mutter wohnt woanders. Die wohnt woanders. Das ist... Sieht frisch aus.
Filmtipp, Indien und Kerala
01:00:1601:00:16 federtiger die pflanze auf dem bild ist eine stechpalme gattung eleks sehr wahrscheinlich die europäische stechpalme eleks agnifolium habe ich es nicht gewusst ja total sascha 92 ich war wieder im kino im 130 31 minuten stop motion film wildwood das ist der längste und teuerste stop motion film der je produziert wurde
01:00:42 Brue begibt sich in einen verbotenen Wald. Oh, das ist eine längere Ausführung. Ob ich das jetzt anschauen würde, da geht es um Manipulation und es gibt einen feigen Kojoten namens Dimitri und Rebellen gibt es auch noch so ein bisschen lange zu... Spannend hört sich an. Würdet ihr das schauen? Oder ist das zu grausig? Wenn ich nicht allein hingehen würde, würde ich es schauen. Der Film ist ab zwölf Jahren freigegeben. Dann nix für die Hederakete.
01:01:11 Ist dann doch etwas zu sensibel für uns. Aber ich finde es total schön, Sascha, dass du uns wieder an deinen Firmen teilhaben lässt. Weil ich finde, du machst immer so tolle Sachen. Also wirklich, der Sascha macht immer super Sachen. Und er nimmt immer so viel, oder? Finde ich gut. Juk, nehmt euch mal ein Beispiel. Ja. Nicht immer nur Reels gucken. Genau. Indien ist sicher schön. Ein Kollege von mir kommt aus Indien, aus dem Südwesten.
01:01:39 Wahrscheinlich Kerala, könnte ich mir vorstellen. Der spricht auch nicht Hindi, sondern Malalayam. Das ist mit Einzelbuchstaben, die alle irgendwie rund aussehen und nicht so einen Strich mit Haken drunter. Ich war da schon, liebe Scharnickel. Das ist eine sehr, sehr schöne, geschwungene Schrift. Und in Kerala, da gibt es sehr, sehr viele Christen. Und die christlichen Kirchen sind da mega bunt aus. Das sind Kunstwerke wie aus einem Pop-Art-Film. Echt überhaupt? Ja.
01:02:07 Und ja, also die Leute sind auch sehr, sehr freundlich, sehr sympathisch. Kerala, da kann man die Backwaters zum Beispiel anschauen. Eine wunderschöne Region, kann mit einem Schiff reinfahren, sieht aus wie ein Dschungel. Es gibt das Peria Wildschutzgebiet, da war ich schon unterwegs, habe wilde Elefanten gesehen und waren mit einem Guide unterwegs. Der hatte ein Gewehr dabei.
01:02:30 Das hat mich am Anfang etwas irritiert. Wofür das Gewehr? Ja, hat er gesagt, hier ist immerhin der Dschungel. Da müssen wir aufpassen. Also nicht so, dass er jetzt auf Tiger schießt oder so. Darf er nicht stehen unter Naturschutz. Aber es ist natürlich so, wenn ein Bär zum Beispiel zu nah kommt, dann können die sich hier mit einem Schuss in die Luft wehren und dann hauen die Bären ab. Denn Balus gibt es da auch ziemlich viel in Kerala. Und wer mal nach Indien reisen will,
01:02:58 Das ist ein wunderbarer Einstieg, Indien kennenzulernen, Kerala, auf Deutsch, das Land der Kokosnüsse. Und jetzt lese ich wieder was vor. Ich habe noch hier auch was. Also BG Under the Willow Tree schreibt guten Abend oder schönen Abend. Und Skybell 2501 ist seit 13 Monaten ein süßes Lötchen. Das ist gut.
01:03:27 Ja Mensch, wir haben ja jetzt schon unglaubliche 21 Uhr. Das Märchen von Chris Block, dieser Wunsch, das war ja mega lang. Aber jetzt kommt gleich noch ein neuer Wunsch von Hans Christian Andersen. Federtiger hat sich nicht mehr das gewünscht das letzte Mal. Die glückliche Familie, Hans Christian Andersen. Das ist im gleichen Buch, wie es der Zufall will. Auch dieses Märchen, Federtiger, kenne ich tatsächlich noch nicht.
Zweites Märchen: Die glückliche Familie
01:03:5401:03:54 Ich besitze dieses Buch schon so, so lange. Aber ich hatte genau dasselbe Buch. Oder wir hatten das zu Hause auch. Ja. Und das lese ich jetzt vor. Ach, guck mal, da ist noch ein Zettel von der Marmeladenoma drin. Da hat sie was aufgeschrieben. Das ist so ein kleiner Gruß von der Oma. Gedicht, die Stufen von Hermann Hesse und der Rattenfänger von Hameln. Schneeweiß und Rosenrot hat sie draufgeschrieben. Liebe Marmeladenoma, ein kleiner Gruß von dir. Das freut mich sehr.
01:04:23 Jetzt kommt die glückliche Familie. Das größte grüne Blatt hierzulande ist sicherlich das Klettenblatt. Hält man es für einen kleinen Leib, so ist es gerade wie eine ganze Schürze, und legt man es auf seinen Kopf, dann ist es im Regenwetter fast ebenso gut wie ein Regenschirm, denn es ist ungeheuer groß.
01:04:48 Nie wächst eine Glätte allein, nein. Wo eine wächst, da wachsen auch mehrere. Es ist eine große Herrlichkeit und all diese Herrlichkeit ist Schneckenspeise. Die großen weißen Schnecken, woraus vornehme Leute in früheren Zeiten lecker Bissen bereiten ließen, speisten und sagten, hmm, schmeckt das prächtig. Denn sie glaubten nun einmal, dass es...
01:05:16 Denn sie glaubt nun einmal, dass so etwas gut schmecke. Diese Schnecken lebten von Klettenblättern und deswegen wurden die Kletten gesät.
01:05:28 Nun gab es da ein altes Rittergut, wo man keine Schnecken mehr speiste. Diese waren beinahe ganz ausgestorben. Aber die Kletten waren nicht ausgestorben. Sie wuchsen über alle Gänge und Beete, man konnte ihre nicht mehr Meister werden. Es war ein förmlicher Klettenwald. Hin und wieder standen ein Apfel und ein Pflaumenbaum. Sonst hätte man gar nicht vermuten können, dass dies ein Garten gewesen sei.
01:05:58 Alles war glätte, und drinnen wohnten die beiden letzten steinalten Schnecken. Sie wussten selbst nicht, wie alt sie waren, aber sie konnten sich sehr wohl erinnern, dass ihrer weit mehr gewesen, dass sie von einer Familie aus fremden Ländern abstammten und dass sie für sie und die Irgen der ganze Wald gepflanzt worden war.
01:06:23 Sie waren nie aus ihm herausgekommen, aber sie wussten doch, dass es außerdem noch etwas in der Welt gab, was der Herrenhof hieß. Und da oben wurde man gekocht, und dann wurde man schwarz, und dann wurde man auf eine silberne Schüssel gelegt. Was aber dann weiter geschah, das wussten sie nicht.
01:06:46 Wie das übrigens war, gekocht zu werden und auf einer silbernen Schüssel zu liegen, das konnten sie sich nicht denken. Aber schön sollte es sein und außerordentlich vornehmen. Weder die Maikäfer noch die Kröten oder die Regenwürmer, die sie darum befragten, konnten ihnen Bescheid darüber geben.
01:07:10 Keiner von ihnen war gekocht worden oder hatte auf einer silbernen Schüssel gelegen. Die alten weißen Schnecken waren die vornehmsten in der Welt, das wußten sie. Der Amwald, er war ihrethalbender, und der Herrenhof war da, damit sie gekocht und auf eine silberne Schüssel gelegt werden konnten.
01:07:32 Sie lebten nun sehr einsam und glücklich. Und da sie selbst keine Kinder hatten, so hatten sie eine kleine gewöhnliche Schnecke angenommen, die sie wie ihr eigenes Kind erzogen. Aber die Kleine wollte nicht wachsen. Denn es war nur eine gewöhnliche Schnecke.
01:07:51 die alten besonders die mutter die schneckenmutter glaubten doch zu bemerken daß sie zunahm und sie bat den vater wenn er das nicht sehen könnte so möge er doch nur das kleine schneckenhaus anfühlen und dann fühlte er und fand daß die mutter recht habe eines tages regnete es stark
01:08:17 »Höre, wie es auf den Kletten trommelt, rommel, rommelt«, sagte der Schneckenvater. »Da kommen auch Tropfen«, sagte die Schneckenmutter. »Es läuft ja gerade am Stängel herab. Du wirst sehen, dass es hier nass werden wird. Ich bin froh, dass wir unsere guten Häuser haben und dass der Kleine auch eines hat. Für uns ist freilich mehr getan als für alle anderen Geschöpfe.«
01:08:43 Man kann also sehen, dass wir die Herren der Welt sind. Wir haben ein Haus von Geburt und der Kleppenwald ist unserwegen gesät. Ich möchte wohl wissen, wie weit er sich erstreckt und was außerhalb von ihm ist. Da ist nichts außerhalb, sagte der Schneckenvater. Besser als bei uns kann es nirgends sein und ich habe nichts zu wünschen.
01:09:11 »Ja«, sagte die Schneckmutter, »ich möchte wohl zum Herrenhof kommen, gekocht und auf eine silberne Schüssel gelegt werden. Das ist allen unseren Vorfahren widerfahren und glaube mir, es ist etwas ganz Besonderes dabei.«
01:09:29 Der Herrenhof ist vielleicht zusammengestürzt, sagte der Schneckenvater, oder der Klettenwald ist darüber hinweggewachsen, sodass die Menschen nicht herauskommen können. Übrigens hat das keine Eile. Du eilst immer gewaltig, und der Kleine fängt auch schon damit an. Er ist nun in drei Tagen an dem Stiel hinaufgekrochen. Mir wird schwindelig, wenn ich zu ihm hinaufsehe.
01:09:56 du mußt nicht schelten sagte die schneckenmutter er kriecht so bis sonnen wir werden noch freude an ihm erleben und wir alten haben ja nichts anderes wofür wir leben können hast du aber wohl daran gedacht wo wir eine frau für ihn hernehmen glaubst du nicht daß da weit hinein in dem glättenwald noch jemand von unserer art sein möchte
01:10:22 schwarze schnecken glaube ich werden wohl da sein sagte der alte schwarze schnecken ohne haus aber das ist gemein und doch sind sie stolz aber wir könnten die ameisen damit beauftragen die laufen hin und her als ob sie etwas zu tun hätten sie wissen sicher eine frau für unseren kleinen
01:10:43 »Ich weiß freilich die Allerschönste«, sagte eine der Ameisen. »Aber ich fürchte, es geht nicht, denn sie ist eine Königin.« »Das schadet nichts«, sagten die Alten. »Hat sie denn ein Haus?« »Ha! Sie hat ein Schloss«, sagte die Ameise. »Das schönste Ameisenschloss mit siebenhundert Gängen.«
01:11:07 »Schönen Dank«, sagte die Schneckenmutter, »unser Sohn soll nicht in einen Ameisenhaufen.« »Wisst du nichts Besseres?« »So geben wir den Auftrag den weißen Mücken, die fliegen bei Regen und Sonnenschein weit umher und kennen den Glättenwald von innen und von außen.«
01:11:26 »Wir haben eine Frau für ihn«, sagten die Mücken. »Hundert Menschenschritte von hier sitzt auf einem Stachelbeerstrauch eine kleine Schnecke mit einem Haus. Sie ist ganz allein und alt genug, sich zu verheiraten. Es sind nur hundert Menschenschritte.« »Ja, laßt sie zu ihm kommen«, sagten die Alten. »Er hat einen Klettenwald. Sie hat nur einen Strauch.«
01:11:54 Sie holten das kleine Schneckenfräulein, es wehrte acht Tage, ehe sie eintraf. Aber, das war gerade das Vornehme dabei, daran konnte man sehen, dass sie von der rechten Art war.
01:12:07 Dann hielten sie Hochzeit. Sechs Johanniswürmer leuchteten so gut sie konnten. Übrigens ging es im Ganzen still zu, denn die alten Schnecken konnten Schwärmen und Lustbarkeiten nicht ertragen. Aber eine schöne Rede wurde von der Schneckenmunter auf jeden Fall gehalten. Der Vater konnte nicht reden, er war zu bewegt. Und dann gaben sie ihnen den ganzen Klettenwald zur Erbschaft und sagten,
01:12:37 Was sie immer gesagt hatten, das ist das Beste in der Welt sei, und wenn sie redlich und ordentlich lebten und sich vermehrten, dann würden sie und ihre Kinder einst zum Herrenhofe kommen, schwarz gekocht und auf eine silberne Schüssel gelegt werden. Nachdem die Rede gehalten war, krochen die Alten in ihre Häuser und kamen nie wieder heraus, sie schliefen.
01:13:03 Das junge Schneckenpaar regierte im Walde und erhielt eine große Nachkommenschaft, aber sie wurden nie gekocht, und sie kamen nie auf eine silberne Schüssel, woraus sie den Schluss zogen, daß der Herrenhof zusammengestürzt sei, und daß alle Menschen der Welt ausgestorben seien, und da ihnen niemanden widersprach, so mußte es ja schließlich wahr sein.
01:13:30 Der Regen schlug auf die Glättenblätter, um sie für eine Trommelmusik zu veranstalten, und die Sonne, sie schien, um den Glättenwald für sie zu beleuchten, und sie waren sehr glücklich, und die ganze Familie war glücklich.
01:13:48 ein schneckenmärchen ein schneckenmärchen das ist bestimmt von federtiger für den lieben wallenkel fabian ausgesucht worden ich habe es auch nicht gekannt federtiger aber interessantes welchen ungewöhnlich schön also hans christian anders nicht noch mehr geschrieben außer den ganz ganz bekannten die runde ja da ist es jede rakete
01:14:21 Wie direkt geht das? Also, BG an The Willow Tree schreibt, wir haben das gleiche Andersen-Märchenbuch. Meine Mutter hat mir mal aus ihm vorgelesen. Erst vor ein paar Tagen habe ich es mir zum Lesen herausgeholt. Das ist schön, ja. Ich glaube, jeder hatte dieses Andersen-Märchenbuch. Oder, Fabian, du auch? Ich hatte ein anderes. Fabian, lieber. Ich hatte auch das, ja. Das ist ganz bekannt, ja.
01:14:50 Jonas, hast du noch so gelesen? Was gab es noch so als Bücher bei dir zu Hause? Kinderbücher? Es gab noch ein Krimsmärchenbuch. Krimsmärchenbuch? Gab es auch Janoschbücher? Ja, Janosch, ja. Ja, Janosch gab es auch. Ja, sehr schön. Echt? Ja. Hanninanni? Nee, das nicht. Janik, was waren deine Lieblingsbücher? Meine Lieblingsbücher? Gibt es eine besondere Figur? Der Duden.
01:15:17 Der Du. Der Du, ganz genau, ja. Ich fand das auch immer schon, als sie immer mir Märchen vorgelesen hat. Da gab es ja welche in der Familie, die Marmelade-Oma. Und Janik mochte gern Sam's, das Sam's. Paul Ma. Er hat sogar ein paar original signierte Bücher von Paul Ma. Denn wir waren da mal bei einer Lesung und hat ihm dann so ein Sam's noch reingezeichnet.
01:15:42 Der Paul Marder hat ja bald auch ein Museum in seiner Geburtsstadt. Ja, das habe ich auch gelesen. Distelblümchen, hallo, herzlichst du in Marmeladenfamilie. Langsam reingeschneckt kommt die Schnecke der Woche. Das Prachtexemplar. Das Prachtexemplar dieser Woche ist die rötliche Dothbardie.
Schnecke der Woche
01:16:0901:16:09 Eine räuberische Schneckenart aus der Familie der Dodbardien aus der Unterordnung der Stylomata fora. Besonders auffällig bei diesem kleinen Kriecher ist das Gehäuse. Denn als Jungtier kann sich das Schneckchen noch in das Gehäuse zurückziehen. Aber im Verlauf des weiteren Wachstums bleibt das Gehäuse in seiner Entwicklung zurück und das Tierchen wird zur Halbnacktschnecke. Und das Gehäuse sitzt als kleine Kappe auf dem hinteren Teil des Mantels.
01:16:39 So kann das Schneckchen zwar bis zu 2 cm lang werden, das Gehäuse aber bleibt nur wenige Millimeter groß, 2 cm, also so, wodurch das charakteristische Aussehen von der rötlichen Dothbardie entsteht. Vorkommend tut dieser mehr oder weniger freundliche Geselle in feuchten Wäldern der Mittelgebirge, wo er sich räuberisch von Regenwürmern, Insekten und deren Larven und anderen Schnecken ernährt.
01:17:09 Verschnecken tut er sich gerne im Laub und unter Steinen, wo er auf seine nächste Mahlzeit lauert. Dann stürzte er sich auf die anderen Tiefe. Würde Fabian trotzdem vorbeischnecken lassen? Eventuell in einem abgesicherten Bereich, damit sie in anderen Schneckchen nicht bedroht werden?
01:17:27 Das sind die Fotos. Ein hinterhältiges Tier. Fabian, ich bin so ein hinterhältiges Tier. Aber nur in den Hochsicherheitsbereich. Schau dich mal an hier. Wirklich winzig hier, das Schneckenhaus da hinten. Ungewöhnlich. Sieht aus wie ein Pickel. Und das ist die... Guck das mal an hier.
01:17:53 Das ist eigentlich eher ein Witz, dieses Schneckenhäuschen. Das ist nur so ein ganz kleines Käppchen. Ein Hütchen. Risslarven. Lecker. Sehr schön.
01:18:09 Siehst du Blümchen? Hier kam noch 100 Bits rein. Dankeschön. Bester Dummschwarzer. Dankeschön. Und schreibt auch, oho, was ist denn da los? Heute ohne Augenbinder. Es scheint dir besser zu gehen. Es geht bergauf. Und ich habe jetzt kein Gas mehr im Auge. Das heißt, ich kann damit schon schauen und ich darf wieder Autofahren. Sehr schön. Ich bin nicht mehr abhängig, irgendjemanden zu fragen.
01:18:35 Sascha, ist der Film zu grausig oder geht das? Der ist schon heftig. Quasi eine Mischung aus Narnia und Herr der Ringe. Warum ist das jetzt so klein? Auf einmal das Foto hier. Ich muss es so reinhalten. Kann die leider nicht vergrößern, die Bilder. Narnia. Kennt ihr Narnia? Ja, da kommt auch jetzt ein neuer Film. Und ist er grausig oder nicht, Fabi? Nö.
01:19:04 Fantasy. Das ist das. It's our return to fantasy.
01:19:10 den habe ich auch mal gesehen so schon lange gibt es verschiedene verfilmungen steige 2501 schreibt wo man's buch habe ich meine nachbarin geschenkt letztes weihnachten jetzt weihnachten ja marmeladen oma's lebensgeschichte jetzt später noch was daraus vorlesen ich war ja heute noch in der wohnung von der marmeladen oma und habe da noch eine kiste gefunden da sind tatsächlich noch viele
01:19:39 viele Erinnerungen von der Oma drin. Ich muss sie irgendwann mal abtippen und dann kann ich sie hier auch vorlesen. Weil es sind viele Sachen nicht veröffentlicht worden von der Marmeladenoma. Und hier sind ja die ganz bekannten Sachen drin, die ich aber noch nicht alle vorgelesen habe. Ach, ihr habt noch nicht alle vorgelesen? Nein, werde ich auch nie alle vorlesen. Sonst bleibt es ja keine Überraschung mehr.
01:20:06 Euer Roxy schreibt Hallo und einen wunderschönen, gemütlichen, guten Abend. Grüße. Das wünschen wir auch. Wir wünschen dir auch einen schönen Abend. Hoffentlich hast du es gemütlich. Ja. Trinkst du auch eine Tasse Tee, so geh wir. Fabian, hast du schon mehr? Ja, ich kann nochmal nachfüllen. Ich habe noch... Fabian trinkt heute nur Tee. Ja, ich habe ihn angestiftet. Abwechslung mal nichts Albonisches. Und Janik, sonst bringst du nichts.
01:20:33 Ja, sonst hat er immer so eine Budel Wodka dabei. Natürlich nicht der Fall, wenn du trinkst so gut wie gar kein Alkohol. Janik, magst du Alkohol? Muss nicht sein. Nee, Janik trinkt überhaupt kein Alkohol.
01:20:46 Rauchen tut keiner von uns. Nee. Diese Laster haben wir zum Glück nicht. Scharnickel, auch in Berlin war es teilweise sonnig und kalt, aber nicht ganz so. Bis ein Grad ging es runter. Ich habe mal nach der Arbeit von Kreuzberg aus den Fernsehturm aufgenommen. Du arbeitest in Kreuzberg, da waren wir auch schon. Hier ist er, der Fernsehturm. Da waren wir auch schon. Aber nicht oben. Ich war mit Martina schon oben.
01:21:15 So, so. Ach was. Ja, mit dem Vorstück nochmal da hochfahren und da gibt es einen Kaffee. Kann man auch laufen? Ich glaube nicht, nee. Okay. Kann man nicht. Chris Block, hallo zusammen. Schön, dass ihr wieder online seid und eure Zeit mit uns teilt. Das machen wir sehr gerne, Chris Block. Da es vorhin um eine Stechpalme ging, habe ich mal unsere herausgesucht. Du hast auch eine Stechpalme. Wo ist die? Mama Größe. Ich glaube in der Mitte.
01:21:47 Ja, in der Mitte kriegst du das Lavendel, das ist die Stechpalme, nee, die ist außen, das ist Schnittlauch. Schnittlauch, das ist Bambus. Und das ist die Stechpalme. Genau, das sieht ja schön aus, mit einem Blick hinaus auf Stuttgart.
01:22:10 Gras. Bambusgras. Also eigentlich ging es um die Stechpalme. Sieht aber schön aus. Ja, sieht schön aus. Sehr, sehr schön. Ich sehe schon, wir sind alles botanisch. Ja, total. Wir sind alle botanisch. Wir sagen am besten gar nichts mehr. Wir machen uns ja nur ein lächerliches. Ich finde es immer schlimmer. Die Rackete. Darfst du es vorlesen?
Gedanken an die Marmeladenoma
01:22:3701:22:37 Eu Roxy schreibt, Gedanken an die tolle Marmeladenoma. Tut mir immer sehr leid und sie fehlt. Ja, wem sagst du das? Ich war auch sehr traurig heute, als ich in der Wohnung war von der Marmeladenoma. Da steht auch noch der Stuhl, auf dem sie immer gesessen ist, die Marmeladenoma.
01:22:59 Ja, aber sie ist unter uns auf ihre Art und Weise. Und immer wenn ich in der Wohnung bin, dann spreche ich auch mit ihr. Manchmal spreche ich auch hier mit der Marmeladenoma. Die Hederakete sagt ja, die Marmeladenoma, die wohnt da gar nicht mehr. Die wohnt jetzt hier in der neuen Märcheninsel. Und ich denke, auf ihre Art und Weise ist dann immer dabei, unsere liebe Marmeladenoma. Ja, auf jeden Fall. Und er schreibt noch weiter. Applaus.
01:23:28 War toll, was ich mitbekommen habe. Also die Marmeladenoma. Ja, toll, was das alles auf die Beine gestellt hat. Denkt bitte daran, also wir alle, trinken bei so viel Sprechen und Lesen. Von A nach B vor allem. Der liest und spricht und macht und tut. Aber er hat ja sein schönes Marmeladenomaglas. Und jetzt dürft ihr ein Märchen aussuchen.
01:23:51 Ich habe wieder vier Stück zur Auswahl. Habe ich vorhin hier in meinem Kopf überlegt, was könnte man denn machen. Und zwar, das eine ist ein Klassiker von den Brüdern Grimm, Dornröschen. Das andere Märchen ist ein unbekannteres von den Brüdern Grimm, Doktor Allwissend. Dann kommt noch ein Märchen der Brüder Grimm, Die sieben Schwaben.
01:24:18 Und dann habe ich noch ein schwedisches Märchen vom kleinen Knös. Man muss ja dazu sagen, bei YouTube geht es leider nicht, gell? Die können nicht mit abstimmen. Von was für einem Ding? Vom kleinen Knös. K-N-Ö-S.
01:24:35 Vom kleinen Knös. Aber vielleicht können wir es so machen, alle, die bei YouTube sind, ihr könnt ja euren Märchenwunsch hier mal in den Chat reinschreiben. Nee, das geht nicht. Wir müssen so abstimmen. So muss er ja nicht hier zusammenzählen. Ja, sonst müsste ich das zusammenzählen. Nein, nein, nein. Wir machen das so. Ihr wünscht euch ein Geiste. Ganz genau. Affimiert einfach. Schauen wir, was da da rauskommt. Ich bin mal gespannt. Also vier Stück habt ihr zur Auswahl. Läuft es denn schon, die Abstimmung? Die Abstimmung läuft, ja. Okay, bin ich mal gespannt, dass dabei rauskommt.
01:25:04 Von Anna B hat noch gesagt, als ich diesen Rollkragenpullover angezogen habe, war im Stream, weil ich wollte es mal irgendwie kuschelig machen, ich würde sehr streng aussehen. Ich hoffe, dass ich nicht streng aussehe mit diesem Rollkragenpullover. Ihr könnt ja alle mal im Stream schreiben. Aber ich finde einfach Rollkragenpullis oder Pullover immer sehr gemütlich und schön. Als Kind hatte ich auch immer Rollkragenpullover, das war damals nämlich Mode. Echt? Ja, ich auch. Ja, Hederatil ist ja jünger als ich, was man natürlich auch deutlich sieht.
01:25:32 Also bei mir in der Kindheit, da gab es immer Rollkragenpullover, auch für die Jungs. Wir hatten immer Korthosen. Hatten wir auch. Und jetzt bin ich mal gespannt, wer hat? Ich hatte immer Latzhosen. Latzhosen. Ja, echt? Ja, das gab es auch mal eine Zeit lang. Aus Korth.
01:25:51 Chris Broch schreibt, nein, jede Rakete sieht nicht streng aus, nur eingekuschelt. Der ist genauso am Hals, ganz kuschelig und warm, wie so eine Wolldecke, finde ich. So, so. Ich liebe Rollkragenpullover. Jeder hat eine Wolldecke um den Hals.
01:26:06 Ich glaube, ich weiß, wer gewonnen hat. Ich kann nicht noch schnell was einsetzen oder... Mir. Ich wirf ein. Euroxy schreibt, ich trinke ein Chai-Late, liege gemütlich auf der Couch und Alkohol trinke ich auch keinen mehr seit fünf Jahren, aber rauchen tue ich leider. Bin ich stolz drauf? Nicht der Rede wert. Ja, so hat jeder seinen Laster. Ja. Ich darf...
01:26:35 ich glaube ich weiß wer gewonnen hat janik wert gewonnen vom kleinen kluss hat gewonnen vom kleinen klick ja ja also immer wieder fällt mir auf dass die ganze unbekannten märchen doch am häufigsten gewünscht werden dornrösen hat am wenigsten bekommen jetzt kommt der kleine knus ist ein schwedisches ja weil hier schreibt nämlich hier
Drittes Märchen: Vom kleinen Knös
01:27:0201:27:02 Euroxy, schwedische Märchen sind immer toll, klingt gut. Er freut sich. Also gut abgestimmt. Das ist gut. Bin ich mal gespannt. Ich kenne es noch nicht. Also heute lese ich nur Märchen, die ich noch nicht kenne. Und jetzt geht es nach Schweden. Ich liebe Schweden. Vom kleinen Knös. Ein Bauer war einmal im Wald und wollte Feuerholz schlagen. Aber als er so umherlief und nach einem geeigneten Baum suchte,
01:27:30 beirrte er sich und fand den Heimweg nicht mehr. Er wanderte immer weiter, bis er eine wunderschöne Frau traf, die ihm verheißungsvolle Blicke zuwarf. Er lächelte ebenso freundlich zurück, und dann wurden sie von der Macht der Liebe überwältigt. Einige Jahre später kam eines Tages ein kleiner Junge zu dem Bauern und begrüßte ihn mit den Worten, Guten Tag, mein Vater.
01:27:59 Der Mann sah den Kleinen an und sagte, »Dein Vater? Ich bin nicht dein Vater.«
01:28:09 Doch, das seid ihr. Erinnert ihr euch nicht an das hübsche Frauenzimmer, das ihr vor sieben Jahren beim Holzschlagen im Walde traft? Das ist meine Mutter. Also seid ihr mein Vater. Die ersten Lebensjahre habe ich bei ihr verbracht. Nun seid ihr an der Reihe.
01:28:31 »Na ja, meinetwegen«, sagte der Bauer, »aber du musst dir dein Brot verdienen.« »Oh ja, mein Vater wird keine Knechte mehr brauchen, aber ich will gut zu essen haben.«
01:28:47 Zu Mittag wurde ein großer Topf mit Erbsensuppe aufgesetzt, ganz für ihn allein. Aber er aß nicht nur diesen Leer, er verschlang einfach alles, was er in Essbarem im Hause fand, ohne jedoch satt zu werden. Schließlich erschlug er sogar eine Kuh und verspeiste sie mit Haut und Haaren. Ein ungewöhnliches Kind.
01:29:12 Der Bauer und seine Frau bekamen es mit der Angst zu tun und beklagten sich bitter über diesen unnatürlichen Appetit. Sie fürchteten, er könne beim nächsten Mal alle übrigen Haustiere verschlingen. Ihre Sorgen rührten den kleinen Knös, denn das war sein Name. Er beschloss, weiterzuziehen.
01:29:34 Lieber Vater, seid nicht betrübt wegen der Kuh. Ich werde sie bezahlen, wenn ich zu Geld gekommen bin. Könnt ihr mir verzeihen? Ich will euch auch nicht mehr zur Last fallen. Und wie willst du mir den Verlust ersetzen, wollte der Vater wissen.
01:29:53 »Oh, ich werde an den Hof des Königs gehen und dort irgendwie mein Glück machen, denn seid ihr als Christenmensch mein Vater, habe ich die Macht, mich sichtbar zu machen und mit den Menschen umzugehen.« Also begab sich der kleine Knös an den Königshof und bat, mit dem König sprechen zu dürfen.
01:30:17 »Na, was willst du, mein Junge?« fragte der König und betrachtete verwundert den seltsamen Kleinen. »Ich? Ich will mich bei eurer Majestät verdingen,« sagte Knüs. »Ha, du willst mir dienen. Wie kannst du Knirps denn was ausrichten?« »Na, das werden eure Majestät schon sehen,« sagte Knüs.
01:30:42 »Nun gut«, meinte der König, »welchen Dienst willst du denn übernehmen?« »Das ist mir ganz egal. Am liebsten verrichte ich schwere Arbeiten, wie die anderen Knechte auch. Ich möchte aber vorab erwähnen, dass ich so viel esse wie fünfzig Mann. Dafür leiste ich auch so viel.« Der König staunte.
01:31:08 Du kannst so viel essen und so viel arbeiten wie 50 Mann. Wie ist das möglich? Nun gut, ich habe Lust, dich für ein Jahr in den Dienst zu nehmen. Zu welchen Bedingungen willst du dich verdingen? Ich will mich nicht für eine bestimmte Zeit verpflichten, sondern für eine bestimmte Gelegenheit.
01:31:31 Wenn Eure Majestät mir etwas übertragen, was niemand sonst erledigen kann, dann stehe ich sofort zur Verfügung. Was den Lohn betrifft, werden wir uns schon einigen, wenn ich meinen Dienst quittiere. Der König war mit diesen Bedingungen einverstanden. Von nun an mussten große Mengen an Nahrungsmitteln herangeschafft werden, denn der neue Knecht hat einen fast unstillbaren Hunger.
01:32:01 Dafür arbeitete er nicht, sondern spazierte tagelang nur umher und rauchte seine Pfeife. Keiner traute sich, ihn anzusprechen, denn man fürchtete seinen Jehzorn. Endlich wagte es der König, ihn darauf hinzuweisen, dass er von ihm eine Arbeitsleistung erwarte. »Meine Zeit ist noch nicht gekommen,« sagte Knös. Der König schwieg und entfernte sich.
01:32:32 er bereute es bereits einen solchen knecht eingestellt zu haben der sich nichts befehlen ließ nicht einmal vom könig selbst an einem schönen wintertag sollten alle knechte in den wald fahren um holz zu holen heute habe ich keine lust mitzukommen sagte knöß er befahl man möge ihm einen der größten wagen sowie fünfzig paar ochsen zur verfügung stellen
01:32:58 Als der Wagen heranrollte, höhnte Knös, »Bin ich ein Kind? Habe ich um ein Spielzeug gebeten? Schafft mir einen richtigen Wagen her?« Als man ihm erklärte, dies sei der größte Wagen im ganzen Reich, sagte er, »Nein, er genügt mir nicht.«
01:33:20 Der kleine Knös holte sich Werkzeug und fing an, einen Wagen nach seinen Vorstellungen zu bauen. Die Räder waren so groß wie Mühlräder. Für die Achsen verwendete er gerade gewachsene Stämme und für den Aufbau zersägte und verarbeitete er die dicksten Bäume zu Brettern. Knös bekam fünfzig Ochsenpaare und spannte sie vor seinen Wagen. An der Spitze des Zuges der Gespanne fuhr er in den Wald.
01:33:50 Dort lief er den ganzen Tag auf und ab, ohne sich im Mindesten um die Arbeit zu kümmern. Er rauchte seine Pfeife, und die anderen Knechte, sie schlugen Holz. Sie waren neidisch, weil sie so schuften mußten, während der kleine Knüs nur herumspazierte. Doch niemand wagte ihn, zur Arbeit zu ermahnen. Endlich hielt es einer der Knechte nicht mehr aus, und er sagte,
01:34:19 Lieber Knüs, warum arbeitest du nicht wie wir, sondern gehst den ganzen Tag müßig auf und ab? Wir, wir haben fast alles erledigt und werden bald nach Hause fahren. Wie willst du deinen Anteil noch schaffen? Kümmere dich nicht um mich. Meine Zeit ist noch nicht gekommen, sagte der kleine Knüs.
01:34:46 Kurz darauf, als alle schon abfahrbereit warteten, begann Knös mit der Arbeit. Er packte einen Baum nach dem anderen, brach sie über der Wurzel ab, als wären es Kohlstrünke, und hat in zehn Minuten den ganzen großen Wagen vollgeladen. Seine Kameraden staunten über seine ungewöhnliche Kraft und bekamen es zugleich mit der Angst zu tun.
01:35:13 Schon mehrere Jahre hatten Wölfe unter den Haustieren des Ortes gewütet und vor allem das Vieh des Königs gerissen. Jedes Jahr fielen ihnen 20 bis 30 Kühe und Schafe zum Opfer, aber damit nicht genug. Die ungemütlichen Waldbewohner hatten sich derart vermehrt, dass man Rudel von 40 bis 50 Wölfen ziehen konnte.
01:35:40 Der König versuchte seit langem in der Plage Herr zu werden, doch je mehr man sie verfolgte, um so schneller erhöhte sich der Bestand. Sie wurden so dreist, dass sie sich sogar an die starken Ochsen der Knechte wagten. Es störte sie kaum, dass Menschen in der Nähe waren. Doch dann machten sie einen Fehler. Sie näherten sich den Zugtieren, die Knös gehörten.
01:36:08 »Kommt nur her, wenn ihr euch traut«, rief der kleine Knüs, »ihr werdet euer blaues Wunder erleben.« Schließlich gelang es einem Wolf, sich in die Brust von einem der Ochsen zu verbeißen. Jetzt wurde Knüs wütend und befahl den Raubtieren, sich um ihn zu versammeln. Und die Wölfe kamen, als wären sie ihm hörig, als verfügte er über Zauberkräfte.
01:36:36 über zweihundert dieser bestien scharrten sich um ihn knöß spannte den verletzten ochsen aus und schirrte den wolf mit dem blutigen maul dafür an dann drehte er allen anderen wölfen den hals um und warf sie in den wagen als er nach hause kam erschraken alle über seine fuhre doch sie freuten sich auch daß die gefahr vorüber war
01:37:05 Wieder schlenderte Knös tagelang umher, ohne einen Finger zu rühren. Es war am Ende der Erntezeit, alles Getreide war eingefahren. Da meldete sich Knös eines Morgens beim König und erinnerte ihn an ihre Abmachung. So kam es, dass die anderen armen Knechte auf der Tenne schufteten, während Knös bloß spazieren ging und seine Pfeife rauchte.
01:37:32 Der König war höchst unzufrieden mit diesem Knecht und wollte ihn loswerden. Doch Knös erfüllte seinen Teil der Übereinkunft, indem er alles tat, was der König befahl. Bis zum Frühjahr bummelte er herum, ohne zu arbeiten, aß aber trotzdem täglich für fünfzig Mann.
01:37:53 Eines Tages stand Knös früher als gewöhnlich auf, erklärte nun, er wolle seinen Teil des Getreides dreschen und bat um einen Fliegel. Man zeigte ihm mehrere, aber er lachte nur. Dann nahm er einen Balken und ein starkes Brett und baute sich einen riesigen Träschfliegel.
01:38:14 Er warf das gesamte Getreide auf einmal auf den Boden und bearbeitete es so geschickt und kraftvoll, dass die Halme nur so durch die Luft flogen. In wenigen Minuten war die ganze Arbeit erledigt. Nun musste das Getreide noch geschieden werden. Dazu kletterte der kleine Knös aufs Dach und nieste so kräftig, dass sich Halme, Spreu und Körner wie von selbst trennten.
01:38:45 In wenigen Augenblicken war er fertig und die Zuschauer kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wieder übte sich Knös lange Zeit im Müßiggang. Der König versuchte alles Mögliche, ihn loszuwerden. Er ließ eine Tonne Salz ins Meer werfen und befahl Knös, sie wieder herauszuholen, was diese auch schaffte. Einmal schüttete der König ein Fass Weizen in einen tiefen Brunnen.
01:39:14 Aber auch hier brachte Knös jedes Korn wieder ins Tageslicht. Der König war geradezu erschrocken über diesen Diener. Eines Tages kam die Nachricht, der Nachbar habe dem König den Krieg erklärt und wolle sich das ganze Land einverleiben. Jetzt war der König froh, seinen Knös zu haben, diesen braven Untertanen. Er fragte ihn, ob er ihn in dieser wichtigen Sache unterstützen wolle.
01:39:43 Knüs versprach es, und bald setzte sich ein ansehnliches Heer in Bewegung, angeführt vom König und dem tapferen Knüs. Natürlich benötigte man viele Transportwagen allein für Knüs Verpflegung. Als die Kriegsheere versammelt waren, wurden sie schnell in Schlachtordnung aufgestellt. Doch Knüs hatte Hunger und wollte sich von einem großen Gemetzel erst einmal satt essen.
01:40:13 Er setzte sich vor ein großes Butterfass und begann zu speisen. Der Feind wurde schnell ungeduldig und begann, mit vereinzelten Schüssen zu provozieren. Als die Kugeln knößt um die Ohren flogen, knurrte er wütend. »Das kann ich gar nicht leiden, mich mit blauen Bohnen beim Essen zu stören.«
01:40:37 Als er sich gerade eine große Scheibe Brot geschmiert hatte und mit Appetit hineinbiß, sauste eine Kanonenkugel heran und zerstörte das Butterfass. Jetzt wurde Knüs richtig zornig. Er sprang auf und schrie, »Das werdet ihr bereuen, dass ihr mich nicht satt essen lasst!«
01:41:03 Er packte einen großen Baum, der zufällig in seiner Nähe lag, und man kann sich vorstellen, was er den Reihen des Feindes anrichtete. Bald hatte der unüberwindliche und tapfere Goliath das ganze gegnerische Heer niedergestreckt, und es kam zum Friedensschluss zwischen den beiden Königen.
01:41:24 Knös Herr kehrte mit seiner Armee froh in die Hauptstadt zurück, und alles war wieder fröhlich und ruhig und friedlich. Mehrmals versuchte der König nun, seinen berühmten Knecht loszuwerden, doch vergebens, denn der kleine Knös erfüllte alle Aufgaben, die ihm gestellt wurden. Einmal spazierte der König durch seinen Garten, und Knös durfte ihn begleiten.
01:41:54 Während sie so gingen, ließ der König einen Furz wachen. Im selben Moment befahl er, fang ihn ein. Wie ein Blitz sauste Knüs davon und kehrte mit einem Eichenzweig zurück.
01:42:11 Ich bedauere, eure Majestät, sagt ihr, die eine Hälfte habe ich erwischt. Sie ist hier auf diesem Blatt hängen geblieben. Die andere aber ist mir entwischt. Deshalb muss ich euch jetzt verlassen. Der König, glücklich, ihn auf diese Art loswerden zu können, sagte, was willst du zum Lohn für deine Dienste? Ich? Ich verlange einen Scheffel Geld.
01:42:41 »Den sollst du haben, mein Junge«, sagte der König. Als der kleine Knüs das Geld erhalten hatte, begab er sich zu seinem Vater. Beim Eintreten in die Stube sagte er, »Schaut her, mein lieber Vater, jetzt will ich die Kuh bezahlen, die ich aufaß, als ich zu euch kam.« Froh nahm der Bauer den Geldsack entgegen, der ihn zu einem reichen Mann imachte.
01:43:09 Was danach aus dem kleinen Knös wurde, darüber schweigt die Geschichte. Das war die Geschichte vom kleinen Knös. Irgendwie interessant. Ganz schön schneigt der Junge. So ein männlicher Pipi Langstrumpf. Das war ein schwedisches Märchen. Das war der kleine Knös aus dem Buch Schwedische Märchen. Lieber, jetzt geht es weiter mit einer Fragerunde.
01:43:42 Eine Spende kam noch rein. Gunnar hat 3 Euro gespendet, schreibt schöner Abend mit euch. Dankeschön, das freut uns. Super. Und ein Wassermarsch von Regina Stumpf. Regina, cheers. Anfani fragt noch, was war die Moral der Geschichte?
Diskussion über die Moral der Geschichte
01:44:0201:44:02 Tja, schreib es mal in die Kommentare. Was war die Moral dieser Geschichte? Also ich denke, hat eigentlich gar keine Moral. Es war einfach so eine Unterhaltungsgeschichte, würde ich mal persönlich behaupten. Also man sieht, es ist kein krimisches Märchen, es ist ein schwedisches Märchen. Ich finde, es passt schon irgendwie zu Schweden. Findest du? Mit diesem Staat? Nee.
01:44:30 Extrem. Der Name ist auch ungewöhnlich. Würde man gerne Knös heißen. Nicht wirklich. Na mein Knöselchen. Da bin ich nicht so stark und esse nicht für 50 Leute. Schokolade schon. Euer Roxy schreibt, ich liebe Schweden, habe mir sogar zwei Strick-Weihnachtspolore personalisieren lassen. Von Pippi Landstrumpf und Michel aus Lönneberger. Lasse ich mir sogar ein...
01:44:59 Lass ich mir sogar ein tätowieren. Ich habe mich verrutscht.
01:45:07 Genau. Ich bin verwutscht. Soka Umi, Nachtrag zum Auto des Buches Drachenland. Es gab noch ein weiteres Buch, auch sehr schön bebildet. Diese Bilder und dazu passende Reime enthalten Rätsel, die zu zwölf versteckten Schätzen, Juwelenwert von damals 1982, 10.000 Dollar in der realen Welt führten. Na sowas? Bis heute wurden nur drei von zwölf Hinweisen enträtselt.
Rätselbuch und Ausblick auf Aachen
01:45:3401:45:34 Der Autor selbst kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Och, du Lüber. Eine wahre Geschichte für die Märcheninsel, das wäre ein Fall für die drei Fragezeichen. Tja, der Schatz ist noch nicht gehoben. Tragisch, dass der bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Ja.
01:45:56 Die Europi ist übrigens, das konnte ich jetzt nicht erwähnen, weil du gleich schon gestartet bist, ist übrigens eine Dame, also eine Frau. Schreibt sie noch. Sofa, einen schönen Abend an die herzallerliebste, wohltuende Marmeladenfamilie und Marmeladenoma im Geist. Alles Gute nachträglich an die Hede Pakete und ich wünsche ihr für das kommende Lebensjahr, dass kein einziger Tag ohne Schokolade sein darf.
01:46:24 Auch heute schicke ich wieder Bilder von einem Katzenrodel Baloo, Spinat und Cleo, die langsam immer größer werden und einfach weiterhin glücklich sind. Das sind sie. Ein Kratzbaum und Turnbaum. Und es geht weiter. Es gibt ja auch so allerlei tolle Katzenhängematten und da gibt es ja richtig tolle Sachen auch für die Katzen. Was macht sie denn da? Lässt sich ins Fingerchen beißen.
01:46:58 Ja, schön. Hedera Goethe. HansSolo3590 schreibt Hallo liebe Leute. Hallo, guten Abend. Star Wars.
01:47:13 Ich habe mir den ersten Film angeguckt, als der rauskam. Da seht ihr mal, wie alt ich bin. Ich habe den damals im Kino gesehen, Star Wars, den allerersten Teil. Da waren wir alle sehr begeistert. Ich war damals so 14 oder so. Wann kam der raus? Dann musste er so Mitte der 70er, 76 oder so gewesen sein. Also 1976 war ich 14.
01:47:38 Aber es gibt bestimmt Leute, die das genaue Datum jetzt sagen können oder auch wissen. Zocker Omi, weil ich im Chat gefragt wurde, hier unser Adventskalender. Da ist es dann, können wir dann gucken. Schwarzwald Radio und sowas. Scharnickel, aus welcher Stadt in Indien mein Kollege kommt, weiß ich nicht. Schön, was du da schon gesehen hast. Ja, er ist auch immer freundlich und lieb. Übrigens, meine Mutter wohnt in Rheinland-Pfalz zwischen Bad Ems und Limburg. Limburg, da war ich auch schon.
01:48:08 Da gibt es eine sehr schöne, ein sehr schönes Kirchlein, in Anführungszeichen. Teppert von Elst kommt daher. Da kommt er her. Stimmt, der ist ja so modern umbauen lassen. Sieht sehr, sehr schön aus, aber man möchte davon sprechen, dass es vielleicht doch ein bisschen zu teuer geworden ist. Wir haben das ja alle mitbekommen. Links und rechts von ihrem Grundstück sind kleinere Berge bzw. Anhöhen mit viel Wald.
01:48:34 Hier ist die schöne Herbstwerbung davon, hat sie neulich auch aufgenommen. Also da sieht es tatsächlich schon ein bisschen frischer aus als bei uns. Ihr wohnt ja hier am Rande des nördlichen Schwarzwaldes. Unser Dorf gehört sogar schon zum nördlichen Schwarzwald, aber liegt nicht so hoch. Also wirklich so die ersten Ausläufer sind das hier. Sascha schreibt gerade. Sascha sagt, Tepperts van Elst, der Bling-Bling-Bischof. Ungewöhnlicher Mensch.
01:49:06 Ich möchte das jetzt nicht weiter ausführen. Wie die Rakete? Der Limburger Doof. Ja, doof. Der Limburger Dom natürlich. Das war jetzt ein sehr schönes Gebäude übrigens. Also Devil Angel Moni schreibt, naja.
01:49:31 Gewissermaßen hat er seinen Job immer dann erfüllt, wann er musste. Er war deutlich schneller und stärker und brauchte nicht so lange. Vielleicht kann man das als Moral sehen. Seine Stärken zu kennen und sich nicht unter Wert zu verkaufen. Ja, das stimmt schon. Meine Zeit kommt noch. Man sollte sich auch nicht unter Wert verkaufen. Das stimmt schon.
01:49:58 Es ist also schon eine gewisse Moral. Ja, vielleicht auch nicht immer unter Druck setzen lassen. Ganz genau. Von irgendeinem da hergelaufenen König. Wo sind wir denn hier? Von irgendeinem der hergelaufenen Chef. Genau. Heute nicht, vielleicht morgen.
01:50:15 Dann war, Chris Block hat gleich recherchiert, Erscheinungsdatum in Amerika, USA, war Star Wars am 25. Mai 1977, deutscher Kinostart am 12. Februar 1978. Da war ich dann tatsächlich schon 15 Jahre alt. Also ungefähr hat es gestimmt.
01:50:35 der limburger dom lenni 4195 sagt schreibt guten abend guten abend lenni guten abend einen wasser marsch von schweizer bb vielen dank gsi gsi gsi gsi gsi habt ihr auch noch was zum essen und trinken hier ja
01:51:04 Gut, soll man noch was vorlesen oder schon wieder ein Märchen? Es kommt nämlich jetzt noch.
01:51:11 Jetzt kommt die Marmeladenoma, die ist nämlich noch ein Märchen vor. Hier habe ich noch was von Hans Solo, 3, 5, 9, 0. Tatsächlich bin ich kein Star Wars Fan. Und nennst dich trotzdem Hans Solo. Kenne aber die alten Filme. Ich finde den Namen einfach gut. Ich finde übrigens, dass du eine schöne Vorlesestimme hast. Oh, danke schön.
01:51:35 Dankeschön. Hat er wirklich toll. Wenn er es Han Solo sagt sogar, Star Wars, das freut mich sehr. Ja, aber jetzt kommt eine andere Vorlesestimme. Jetzt kommt nämlich die liebe Marmeladenoma zu euch. Die wird ein Märchen vorlesen und zwar Die letzte Perle.
01:51:55 Willkommen auf der Märcheninsel bei eurer Marmeladenoma und Enkel Janik. Ich habe ein wunderschönes altes Märchenbuch geschenkt bekommen und da lese ich euch jetzt eine Geschichte vor, die kenne ich selbst noch nicht. Es ist von Andersen ein altes Buch.
01:52:15 Die letzte Perle. Wir befinden uns in einem reichen, einem glücklichen Hause. Alles, die Herrschaft, das Gesinde und auch die Freunde des Hauses, fühlen sich beglückt und von Freude erfüllt. Denn an diesen Tagen war ein Erbe, ein Sohn geboren. Und Mutter und Kind erfreuten sich des besten Wohlbefindens.
01:52:36 Die flammende Lampe in dem Schlafzimmer hatte man zur Hälfte verdeckt und die Fenster waren mit schweren Zeiten und Vorhängen von teuren Stoffen dicht verhüllt. Der Fußteppich war dicht und weich wie eine Moosdecke. Alles lud zum Schlummer ein. Bereits zum Ausruhen und das empfand dann auch die Wärterin. Sie schlief und konnte schlafen, denn hier war alles gut und gesegnet.
01:53:02 Der Schutzgeist des Hauses lehnte an dem Kopfende des Lagers über das Kind an der Mutter Brust bereitete sich gleichsam ein Netz von blühenden Sternen in unendlicher Fülle aus. Jeder Stern war eine Perle des Glücks. Alle guten Sterne des Lebens hatten dem Neugeborenen ihre Gaben dargebracht. Hier funkelten Gesundheit, Reichtum, Glück und Liebe. Kurz alles, was sich ein Mensch auf Erden wünschte.
01:53:32 Alles ist dir dargebracht, sprach der Schutzgeist. Nein, alles nicht ertönte eine Stimme in seiner Nähe, die Stimme des guten Engels des Kindes. Eine Fee hat noch nicht ihre Gabe gespendet. Allein sie wird es tun, einst. Und wenn auch Jahre darüber verstreichen, wird sie diese darbringen. Die letzte Perle fehlt noch.
01:53:55 fehlt noch? Hier darf nichts fehlen. Wenn es doch der Fall wäre, dann lasst uns aufsprechen, die mächtige Fee zu suchen. Begeben wir uns zu ihr. Sie kommt, sie kommt einst bestimmt, ungesucht. Ihre Perle darf nicht fehlen. Sie muss da sein, wenn der fertige Kranz gewohnt werde. Wo ist sie zu finden? Wo weilt sie? sagte es mir. Ich will die Perle herbeischaffen.
01:54:29 Das ist ein bisschen schwierig in den alten Büchern. Da seht ihr die. Kann man das sehen, die Feen, Janik? Schau mal. Schönes altes Bild. Man sieht sie.
01:54:45 Du willst es, sprach der gute Engel des Kindes, ich führe dich gleich zu ihr, wo sie auch zu finden sein mag. Sie hat keine bleibende Stelle. Bald waltet sie in das Kaiserschloss, bald triffst du sie in der ärmigsten Hütte des Bauern. An keinen Menschen geht sie spurlos rüber. Allen bringt sie ihre Gabe dar, sei dies eine Welt oder eine Spielerei. Auch zu diesem Kind muss sie kommen. Du meinst, die Zeit sei gleich lang, aber nicht gleich nützlich.
01:55:14 Wollan, wer wird die Perle holen. Die letzte Perle in diesem Reichtum. Hand in Hand schwebten sie dem Ort dazu, an welchem die Fee jetzt verweilte. Es war ein großes Haus mit finsterem Korridor, leeren Zimmern und eine eigentümliche Stille herrschte darin. Eine ganze Reihe Fenster war geöffnet, dass die raue Luft so recht nach Herzenslust hineindringen konnte. Die langen weißen herabhängenden Vorhänge bewegten sich
01:55:42 in dem Luftzuge. Inmitten der Stube stand ein offener Sarg und in diesem lag die Leiche eines Weibes noch in blühendem Alter und schön. Frische Rosen bereiten sich über sie aus, sodass nur die gefalteten, feinen Hände und das im Tode verklärte, edle Antlitz mit dem hohen Ernst der Weihe und des Eingangs zu Gott sichtbar waren.
01:56:07 Um den Sarg standen der Mann und die Kinder. Eine ganze Schar. Das jüngste Kind ruhte auf dem Arm des Vaters und alle brachten der Mutter das letzte Lebewohl. Der Mann küsste ihr die Hand, die, weil jetzt wie dürres Laub war, bis vor kurzem aber in tätiger Liebe für sie alle geschaltet und gewaltet hatte. Tränen des Kummers rollten über ihre Wangen und fielen in schweren Tropfen auf den Fußboden nieder.
01:56:35 aber kein Wort fortgesprochen. Das Schweigen, wie es hier waldete, schloss eine Welt voll Schmerz ein. Leisend schrittes, schluchzend, verließen sie das Zimmer.
01:56:47 Ein brennendes Licht stand im Zimmer. Es trieb den langen roten Docht weit über die Flamme hinaus, die im Zugwinde flatterte. Fremde Leute traten ein, sie legten den Deckel auf den Sarg über die Tote. Sie trieben die Nägel fest hinein und die Schläge des Hammers hallten dumpf durch das ganze Haus. Hallten wieder in den Herzen, die da bluteten.
01:57:11 Wohin führst du mich? fragt der Schutzgeist. Hier weilt keine Fee, deren Perle den besten Gaben für das Leben zugezählt werden könnte.
01:57:23 Hier weilt sie, hier in dieser geweihten Stunde, sprach der Engel und deutete auf einen Winkel des Zimmers. Dort, wo bei Lebzeiten die Mutter zwischen Blumen und Bildern ihren Zitz gehabt hatte, dort, von wo sie als segnete Fee des Hauses den Mann, die Kinder, die Freunde liebevoll gegrüßt hatte, von wo aus sie in den Sonnenstrahl gleich Freude und Frohsinn verbreitet und Kern und Herz des Ganzen gewesen war. Dort saß ein fremdes Weib.
01:57:52 angetan mit langen Gewändern. Es war das Herzeleid. Hier die Herrin, Mutter jetzt an der Totenstelle. Eine heiße Träne rollte in ihren Schoße ab und gestaltete sich in eine Perle. Diese blitzte in allen Farben des Regenbogens und der Engel ergriff sie und die Perle leuchtete gleich einem Sterne von siebenfarbigem Glanze. Die Perle heißt Herzeleid, die letzte, die nicht fehlen darf.
01:58:22 Sie erhöht den Glanz und die Bedeutung der anderen Perlen. Siehst du den Schimmer des Regenbogens, dessen, welcher die Erde mit dem Himmel verbindet? Wohl ist eine Brücke geschlagen, von hier nach dem Jenseits.
01:58:38 Durch die Nacht der Erde schauen wir hinauf in die Sterne. Schauen wir nach der Vollendung aus. Blicke sie an, die Perle des Herzeleits. In sich verbirgt sie die Flügel der Psyche, die uns von dannen trägt. So, habt noch nie gehört, dieses Märchen. Und ich dachte, doch, ich kenne viel von Andersem. Aber das ist ein ganz, ganz altes Märchenbuch.
01:59:05 Nochmals vielen Dank dem edlen Spender. Ich lehne es mal dahin, dann könnt ihr es heute Abend noch sehen. So, das war unser Märchen. Wir sagen euch Ade, eure Marmeladenoma und Enkel Janik. Ja, ihr Lieben, das war sie, unsere Marmeladenoma mit dem Märchen Die letzte Perle.
01:59:32 Ja, wie die Rakete? Was machen wir jetzt? Ich habe gesehen, es waren Riders on the Storm. Was bedeutet das? Und was noch? Wird noch ein kleines Märchen vorgelesen. Genau. Aber jetzt kommt erst mal noch eine Fragerunde. Sascha will wissen, wollt ihr mal nach Aachen? Wart ihr mal in Aachen? Ich war schon in Aachen. Ich war auch schon in Aachen, mehrfach. Und ich habe mir die schöne Stadt angeguckt.
02:00:02 Sehr schöne Stadt Aachen. Und ich bin dann sogar rübergefahren nach Maastricht. Auch eine schöne Stadt. Und ich meine Eschweiler. Das war uns der Patchouli geradet mit neun Zuschauern. Patchouli, das freut uns. Super, hallo Patchouli. Bleibt gerne bei uns. Das freut uns sehr. Und von Final Fantasy Girl kamen 100 Bits rein. Dankeschön, das freut uns. Vielen lieben Dank.
02:00:30 Der Pachuli schreibt noch, in Aachen wohnt doch Rezo. Echt? Der Rezo wohnt in Aachen. Das wusste ich gar nicht. Mit dem habe ich mich auch schon unterhalten. Da haben wir sogar ein Foto gemacht. Ja, stimmt. Der Rezo. Anfani wünscht sich Sterntaler. Sterntaler. Ich meine, der Wunsch kam heute schon mal. Ja, das schreib mal gleich dazu. Mutito hat sich das ausgemacht. Mutito hat sich auch Sterntaler gewünscht. Dann machen wir das als Zusatzmärchen heute.
02:00:57 Und irgendjemand hat gesagt, dass die Tasse von der Marmeladenoma so schön ist. Und ich habe mir tatsächlich auch diese Tasse bestellt, aber nicht aus Porzellan, sondern aus Ermeil. Einfach, weil ich die so schön fand. Die gibt es auch in Porzellan? Die gibt es als Porzellan. Die Oma hat die im Büchern als Porzellantasse gehabt und die gibt es aus Ermeil. Ja, schön. Der Märchendeis. Ja, Märchendeis. Ganz genau.
02:01:25 Da gibt es alles Mögliche. Wir wollten noch mal so ein T-Shirt kaufen. Ja, ich war zu faul zum Messen. Zu faul zum Messen. Ich habe nicht nur Tassen gestellt, aber kein T-Shirt. Okay, machen wir noch. Richtung Weihnachten. Dann kann man das nicht anziehen, fand ich dann ganz cool. Es gibt auch so einen Tonbeutel, also gibt alles Mögliche. Aber der Fabian, der hat so ein T-Shirt, das weiß ich. Fabian? Der hat ein T-Shirt. Ich muss mal anziehen. Oder Janik doch auch, oder? Ich passt mir nicht mehr. Wir können es versteigern, verschenken.
02:01:55 Genau. Ja, Mensch. In Eschweiler wohnt der Sascha, schreibt er. Ja, das weiß ich, Sascha. Und daraus wird Tee getrunken am Fahnen. Ich schreibe, ob daraus Tee getrunken wird. Auf jeden Fall. Ja. Janik, gibt es was zum Berichten?
02:02:16 dieses der will die überschreibt die tasse habe ich auch hast du auch schon die so wirklich gut die gefällt mir auch gut möchte auch für eine tasse vielleicht von a nach b eine zu weinen oder zum nikolaus oder kriegt so ein t-shirt das wäre auch was für meine reisen wenn ich unterwegs bin ich weiß nicht muss immer aus der flasche trinken unterwegs das wäre vielleicht was könnte ich dann so im auto applizieren sondern der mittelkonsole
02:02:46 mal gucken ob er es kriegt also diesen auf jeden fall da wenn sie runter fällt passiert nichts man darf die nicht in die spülmaschine machen und man sollte nicht anschlagen weil das amal kann dann kaputt gehen aber sie kann nicht zerbrechen
02:03:07 Ja schön. Und ich glaube, die Porzellantasse sollte man auch nicht in die Spülmaschine machen, gell, Janik? Ich weiß es nicht. Dann wird die irgendwie heller. Zumindest bei der anderen Tasse war es so. Gut, nach einigen Reinigung geht es ab, so ein bisschen. Aber da muss man schon jahrelang die Luft. Ja, jede Rakete. Ich gucke mal, was hier im Chat noch geschrieben worden ist. Auf Twitch.
02:03:33 Ich muss hier erst einmal ein tausendherzchen, weil das Marmeladenoma-Video kam. Wir könnten auch mal was hochladen hier, vielleicht beim nächsten Mal, wie es hier aussieht in der Märcheninsel. Ist ja, ihr seht doch nicht so einen kleinen Ausschnitt. Wir können mal ein paar Fotos vielleicht auch posten, das nächste Mal würde euch das interessieren. Wir können auch mal ein kleines Video machen. Ich glaube ein Video wäre schön, oder? Ja, weil es ist schon ein schöner Raum hier geworden. Wir müssen noch ein bisschen umbauen, wenn wir viel von der...
Roomtour und Fortführung der Märcheninsel
02:03:5502:04:02 Marmeladenoma, Märcheninsel hier nach oben mitgebracht. Aber nicht alles, weil es einfach viel war. Die Tischdecke, die Lampe und die ganzen Bilder. Und es kommen immer noch neue Sachen dazu. Die Märcheninsel, die wird ja weitergeführt und wächst und gedeiht. Man muss aber sagen, dass manche Leute jetzt Sachen suchen. Wir konnten nicht alles mit hochnehmen, weil wir haben ja natürlich auch nur bestimmte Kapazitäten. Und manche Sachen hatte die Marmeladenoma auch dann.
02:04:29 wie soll man sagen, schon an die Leute verteilt, wo sie gemeint hat, die passen, die Sachen passen zu den Personen. Eine Roomtour, Regina Schlumpf, das ist eine gute Idee. Ja, das können wir machen. Ja, das können wir machen, eine Roomtour. Und zwar im Dezember habe ich ja wieder viel, viel mehr Zeit. Momentan bin ich ja beruflich wahnsinnig eingespannt. Im Dezember wird es dann ruhiger. Da können wir dann vielleicht mal eine Roomtour machen. Ja, ich glaube, das wird bestimmt alle interessieren. Glaube ich auch, ja.
02:04:58 kleine Rumtour. Mausbär schreibt, das war schön, die Marmeladenoma wieder zu sehen. Ja, die kommt auch jedes Mal. Wir werden immer ein Märchen von der Marmeladenoma einblenden. Es gibt ja unglaublich viele von ihr. Und wir werden auch aus ihrem Buch heute wieder was vorlesen. Sollen wir das gleich machen? Ja, könnt ihr gleich machen. Gut, dann werde ich wieder eine Geschichte vorlesen aus Marmeladenomas Lebensgeschichte. Wer es noch nicht kennt,
02:05:26 Die Marmeladenoma und ich haben es zusammengeschrieben. Mein Leben ist kein Märchen. Und die Marmeladenoma hat ja unglaublich viel erlebt in ihren 94 Jahren, die sie hier mit uns verbracht hat. Ich kenne die jetzt auch schon sehr, sehr lange, die Marmeladenoma. Ich glaube, hier im Raum bin ich natürlich der Älteste. Auf jeden Fall. Ich bin jetzt schon 64 Jahre alt, also in 30 Jahren bin ich auch 94. Das geht zack, zack, schneller als man denkt.
02:05:55 Ja, jetzt lese ich was vor. Oder hat der Janik noch was? Nein? Mal Enkel Fabian? Nein? Gut, dann schaue ich mal, was wollte ich eigentlich vorlesen aus dem Buch. Schöne heile Welt. Das war nämlich das am Anfang, was die Marmeladenoma erlebt hat. Später war es gar nicht mehr so schön. Es war mehr abenteuerlich und manchmal sehr grenzwertig. Aber die Marmeladenoma hat immer die Kurve bekommen in ihrem Leben. Egal, was passiert ist.
02:06:25 So, eine Geschichte von ihrem Vater. Und ihr sind ja von Herzen geliebt, ihren Vater. Er war Kunstmaler.
Lesung aus der Lebensgeschichte der Marmeladenoma
02:06:3702:06:37 Mein Vater ein bestelltes Gemälde fertig hatte, packte er es sorgfältig in Packpapier, holte sein altes, großes Fahrrad aus dem Keller unseres kleinen Reihenhauses, um zu den Auftraggebern zu fahren. Oft durfte ich ihn begleiten, und so setzte ich mich auch dieses Mal wieder auf den Gepäckträger, spreizte meine Beine weg vom Rad, damit sie nicht in die Speichen gerieten.
02:07:02 Vater stellte das Bild, das recht groß war, vertrauensvoll vor mich auf meine Schenkel, und ich umklammerte es mit beiden Händen, dann fuhren wir los. Unterwegs hielt mir ein Auen des Flusses der Alb. Vater nahm mir das Bild ab, stellte es sacht auf den Boden und erklärte mir, wie so oft, wenn wir gemeinsam auf Reisen waren, die Welt.
02:07:30 Er lehrte mich die Namen der Blumen, die auf der Wiese wuchsen, und der Bäume, die den Fluss säumten, und er nahm mich oft mit auf eine Märchenreise. Das Ufer des kleinen Flusses, der gemächlich in Richtung Rhein floss, war gesäumt von mächtigen Weiden, durch deren Blattwerk der Wind wehte.
02:07:51 Allein die schwingenden Bewegungen der Äste machten bereits einen nachhaltigen Eindruck auf mich und eröffneten meiner Fantasie neue Räume. Doch die Natur, die uns umgab, hatte noch märchenhaftere Elemente zu bieten, als sie es jemals erahnt hätte. Watter legte seinen Arm auf meine Schulter und er machte mich auf die langen Wasserpflanzen aufmerksam, die sich sanft in der Strömung wiegten.
02:08:20 Diese grünen Strähnen, sagte er, seien in Wirklichkeit die langen Haare von Wassernixen, die sich einen Spaß daraus machten, ihr Antlitz vor den Menschen zu verbergen. Sobald wir unsere Fahrt fortgesetzt hatten, würden sich die Nixen wieder aus ihrem Versteck herausbegeben, um durch den Fluss zu gleiten, neuen Abenteuern entgegen.
02:08:44 Wie ist das Leben doch so wunderbar eingerichtet, dachte ich, und die weitere Fahrt zu Vaters Kunden träumte ich vor mich hin. Am Ziel angekommen, nahm er mir das Gemälde wieder ab. Wir gingen zur Haustür einer schönen Villa, läutete, eine elegante Dame öffnete, begrüßte uns mit einem angedeuteten Kopfnicken, und wir traten in das Foyer, das sehr groß und gediegen eingerichtet war.
02:09:13 Die Dame nahm Vater das Bild ab und verschwand damit im Salon. Sie hatte uns keinen Stuhl angeboten und uns einfach wie Dienstboten im Vorraum stehen lassen. Ihr Verhalten verstörte mich. Ich empfand es als unangemessen und unhöflich. Bei uns zu Hause benah man sich anders. Unseren Besuchern wurde mit aufrichtiger Freundlichkeit begegnet.
02:09:40 Schließlich kam die Dame des Hauses zurück, gab meinem Vater die Schnur und das Packpapier, das er sorgfältig zusammenlegte, zurück. Dann endlich sagte sie mit süßlicher Stimme, »Wie immer sehr schön« und erreichte ihm seinen Arbeitslohn.
02:10:00 Ich habe da übrigens noch einen angeschnittenen Kuchen, bei dem ich wohl ein nicht ganz einwandfreies Ei verwendet habe, sagte sie. Aber Ihre vielen Kinder werden ihn wohl trotzdem aufessen.
02:10:15 Meine Empörung wuchs. Wie sprach diese eingebildete Person mit meinem lieben Vater, der mit Herzblut ein Bild gemalt hatte und den sie mit ihrer aus meiner Sicht vergifteten Spende als Hungerleider und Bittsteller dastehen ließ? Mein Mitgefühl mit meinem Vater ließ mich meine Schüchternheit anderen Erwachsenen gegenüber überwinden.
02:10:40 wir brauchen ihren kuchen nicht brach er aus mir heraus unsere mutter unsere mutter backt wunderbaren kuchen dann stürzte ich schluchzend aus der villa ich hörte noch wie sich vater bei seiner kundin entschuldigte dann rollte er mir in den händen sein packpapier und dem kuchen wortlos bestieg mir das rad und wir fuhren nach hause
02:11:09 Den Kuchen war verschweigend den Hühnern vor. Den Rest des Tages verbrachten wir in getrennten Räumen. Jeder blieb für sich in seiner Welt. Wir dachten über das Erlebte nach, und wir fühlten uns in das Befinden des anderen ein. Ich bin mir sicher, dass mein Vater überlegte, warum ich so verletzt reagiert hatte. Ich dachte darüber nach, warum mein Vater sich nicht so empört hatte wie ich.
02:11:38 War es Höflichkeit? Oder hoffte er auf eine weitere Auftragslage, weil er das Geld für seine große Familie benötigte und er wollte keine Mistimmung aufkommen lassen? Vielleicht war es auch eine Mischung aus beidem. Diese Gedanken hatten etwas Versöhnendes und ich merkte, wie sich meine emotionale Woge glättete. Am Abend saß Vater wie immer an meinem Bett.
02:12:09 Er erzählte mir heute kein Märchen, sondern er kam auf den Besuch in der Villa zu sprechen. Er erklärte mir, dass die Dame das Angebot, den leicht verdorbenen Kuchen mitzunehmen, nicht böse gemeint hätte. Ich entgegnete, dass ich die Frau eingebildet und unhöflich fände. Vater nickte und sagte, ja, das könne man so sehen. Wir waren uns auf jeden Fall einig, dass man niemals herablassend sein sollte.
02:12:40 Alle Menschen haben das Recht, gleich gut behandelt zu werden, sagte mein Vater. Egal, welchen Beruf sie ausüben, welche Kleidung sie tragen, ob sie dick, dünn, schön oder hässlich sind, ob sie alt oder jung sind, allen Menschen sollten wir mit Liebe und mit Respekt begegnen. Nun erzählte mir Vater doch noch ein Märchen. Ein Märchen der Brüder Grimm, das ich noch nicht kannte, König Drosselbart.
02:13:11 In diesem Märchen ging es um einen König, der eine wunderschöne Tochter hatte. Doch sie hatte einen Makel. Sie war unnäsig. Der gute König wollte sie verheiraten, doch keiner der Freier war ihr gut genug, besonders einer. König Drosselbart zog ihren Spott auf sich, weil ihr sein Äußeres missfiel.
02:13:35 Nachdem die Prinzessin alle Bewerber abgelehnt hatte, wurde sie ihrem Vater zu Bund und er vermehlte sie kurzerhand mit einem Spielmann, der zufällig das Schloss besuchte. Dieser führte sie zu einem einfachen Heim, vorbei an Fluren, Wäldern und einer prächtigen Stadt. Nach Aussage des Spielmanns gehörten diese Besitztümer alle König Drosselbart. Da bereute die Prinzessin, dass sie Drosselbart verhöhnt hatte.
02:14:06 Zu ihrem Unglück verließ sie auch noch der Spielmann, und so mußte sie schließlich alleine in der armseligen Hütte leben. Eines Tages jedoch wurde sie in ein königliches Schloss zu einem Fest geladen. Und nun waren es die Gäste des Königs, die sich über ihre Armut lustig machten. Schließlich gab sich einer der Gäste, der sich bislang zurückgehalten hatte, als König Drosselbad zu erkennen.
02:14:35 Er offenbarte ihr, wer er war, und dass er sich als Spielmann verkleidet hatte. Da kannte die Prinzessin, dass sie in ihrer Eitelkeit falsch gehandelt hatte. Am liebsten wäre sie vor Scham im Boden versunken. So mag es wohl vielen jenen, die ihr Leben in Hochmut verbringen und meinen, sich über andere erheben zu können, sagte mein Vater. Dann nahm er mich in Gedanken zurück zu dem beglückenden Erlebnis am Fluss.
02:15:07 Er kam auf die Weiden zu sprechen, deren langen Äste bis ins Wasser ragten und auf die grünen Haare der Wassernixen. Diese kleine Erinnerungsreise versöhnte mich mit dem heutigen Tag, der eigentlich viel Schönes für mich bereitgehalten hatte. Bevor mir Vater den üblichen Gute-Nacht-Kuss gab, hatte er auf dem Weg in meine Träume noch eine kleine Aufgabe für mich. Was meinst du?
02:15:34 was meinst du haben die nixen erlebt nachdem wir mit unserem rad davongefahren waren was für eine märchenhafte aufgabe hatte mir mein vater aufgetragen ich nahm sie mit in meinen schlaf
02:15:49 Das liebevolle Verhältnis meinem Vater, sein Verständnis für meine Nöte, seine fantasievolle Betrachtung der Natur und seine unendliche Geduld haben meiner kindlichen Seele stets gut getan. Ich fühlte mich immer liebevoll angenommen, und dadurch wurde ich zu der Person, die ich bin.
02:16:13 Das war ein Kapitel aus der Lebensgeschichte der Marmeladenoma. Mein Leben ist ein Märchen. Jetzt zeige ich euch noch Fotos drin. Das hier, das war ihr Papa. Da war er noch ganz, ganz jung. Ein schönes Foto von meinem Großvater. Und daneben dran, das ist seine Frau, die leider sehr, sehr früh verstorben ist. Und da unten seht ihr zwei Bilder, die er gemalt hat. Er war ja Landschaftsmaler und hat auch...
Fotos des Vaters und Erziehungsgrundsätze
02:16:3202:16:41 Tierbilder gemalt. Er konnte seine Familie mehr schlecht als recht damit versorgen. Es war ja nicht gut bezahlt. Deswegen war er auch später noch technischer Zeichner. Ja, ihren Vater hat sie sehr geliebt. Sie wurde deutlich älter als er. Ja, jetzt kommt noch eine Fragerunde. Wenn ihr wollt. Es ist schon relativ spät, muss ich sagen. Weil die Märchen waren ja ganz schön lange heute. Und...
02:17:16 Und wer hat denn da noch eine Frage? Oder will noch was sagen? Ähm, ja. Also Chris Bloch hat ein Wasser Marsch ausgelöst. Okay. Ich muss jetzt erstmal wieder hochscrollen. Cheers. Ihr habt es genau gesehen. Cheers. Ohne mich hier angefangen. Am Schnickel schreibt, Oma hatte schon immer das Herz am rechten Fleck. Ja, das stimmt.
02:18:07 Und Christoph schreibt, ja, aber auch ihr Vater. Das wollte ich auch gerade vorlesen. Aber ich glaube schon, dass die Eltern Vorbild sind. Dass man von den Eltern auch lernt. Und Anfali sagt, und es lebt weiter in A nach B und Janik. Das stimmt, auf jeden Fall. Das zieht sich wie die Märchen, wie ein roter Faden durch unser Leben. Und zwar haben wir dann weitergemacht.
02:18:39 Und dann schreibt Chris Block an Fani so wahr und sie geben es an Hede, Rakete und Fabian weiter. Dankeschön über Chris Block. Ja, das stimmt. Man lernt auch voneinander immer recht viel, finde ich. Und hier auf der Märcheninsel finde ich an sich, dass man von den anderen an profitieren kann und dass man sich gut austauschen kann. Federtiger schreibt, der Spielmann verlässt sie nicht. Es gibt wahrscheinlich unterschiedliche Versionen von diesen Märchen. Federtiger. Ja.
02:19:08 Also der Spielmann hat sie in dem Märchen, das ich gelesen habe, verlassen. Hat er aber nicht. Ist auch gekürzt natürlich, wie der Tiger. So sieht's aus. So, habt ihr noch Fragen? Mal kurz hier wechseln.
02:19:41 Ja, ich habe hier noch ein paar Nachrichten auf YouTube, die hatte ich jetzt nicht gelesen. Oh, jetzt bin ich rausgeflogen. Franzolo3590 schreibt, muss leider gehen, wünsche euch noch einen schönen Abend. Wir wünschen dir eine gute Nacht. Schlaf schon. Das wünsche ich auch, Franzolo.
02:20:01 An Fanny fragt noch, wollt ihr dieses Jahr auch so einen schönen Weihnachtsbaum auf den Tisch stellen, zum Sprechen, wie die Omi immer hatte? Wir müssen mal gucken, wo wir noch Platz haben. Also, den Weihnachtsbaum von der Marmeladenoma, den haben wir der Kami geschenkt. Also den können wir hier nicht hinstellen natürlich. Vielleicht einen kleineren. Vielleicht holen wir einen anderen Weihnachtsbaum. Wir schauen mal.
02:20:24 Den von der Kami können wir nicht hinstellen, weil der ist nämlich mittlerweile eingepflanzt in Ihrem Karten. Ja, und der wäre auch zu groß. Wir schauen mal, irgendwas Schönes finden wir bestimmt. Irgendeine Weihnachtliche. Wir räumen dann hier ein bisschen um. Ganz genau. Auf jeden Fall.
02:20:38 Katis9166 schreibt, danke, dass ihr das weiterhört. Das machen wir sehr, sehr gerne. Wir haben es auch der Marmeladenoma versprochen. Wir machen die Märcheninsel weiter. Am Anfang haben wir uns ein bisschen überlegt, sollen wir das überhaupt machen? Wollt ihr das überhaupt? Denn wir können ja die Marmeladenoma nicht ersetzen. Geht ja nicht. Wir sind ja ganz andere Personen. Aber wir machen das eben jetzt auf unsere Art und Weise weiter.
02:21:07 die Märcheninsel. Und ihr seht ja, die Marmeladenoma ist immer dabei, hier auf der Märcheninsel. Ja, ich hätte auch nie gedacht, dass wir das dann mal weiterführen. Nee, hätte ich nicht gedacht. Wir machen es gern und ihr seid alle so lieb. Und ja, es macht einfach Spaß. Mensch, jetzt ist es schon ganz schön. Ich habe aber noch hier Künstlermime 4, 5, 6, 4. Die Marmeladenoma hatte wirklich einen tollen und lieben Vater. Ja, danke.
02:21:36 Ich habe ihn leider nicht mehr kennengelernt, aber sie hat nur Gutes über ihn gesprochen. Und er war auch, wenn man bedenkt, was für Zeiten das waren, ein sehr fortschrittlich denkender Mensch. Es gab auch keine autoritäre Erziehung bei ihm. Es gab kein Kind, das geschlagen oder aggressiv gemaßregelt wurde. Es wurde alles immer besprochen, erklärt. Und es war eine demokratische Erziehung, wenn man so will. Und das war für diese Zeit ausgesprochen ungewöhnlich.
02:22:05 Und er hat auch den Lehrerinnen und Lehrern verboten, dass jemals ein Kind geschlagen wird. Das war nicht erlaubt. Und so war es eigentlich auch bei uns. In meiner Kindheit gab es auch noch Prügelstrafe in der Schule. Und ungerechtfertigterweise habe ich tatsächlich mal eine Ohrfeige bekommen von einem Lehrer, der mich verwechselt hat mit einem anderen Schüler. Und da war was los. Da hat dann die Marmeladenoma ihren schwarzen Hut aufgezogen.
02:22:32 Zack, zack, ging es dann in die Schule. Und ich kann euch sagen, das hat der nie wieder gemacht. Und der hat sich bei mir entschuldigt. Echt? Natürlich. Es war ja ungerecht. A, schlägt man keine Kinder. Ja, finde ich auch. Und B, war ich der Falsche. Er hat mich verwechselt. Ja, ist ja auch arg. Unglaublich. Und ich war, du weißt Gott, kein wildes Kind oder so.
02:22:54 Eigentlich war ich ganz nett. Euer Roxy schreibt, vielen lieben Dank euch fürs Weitermachen zu Ehren der Marmeladen. Ja, und für uns alle einfach. Das ist mal hier so ein Entspannten.
02:23:10 rückzugsort auch haben und entspannen und viele schauen sich auch den stream später nochmal an auf youtube wir sind überrascht tausende von leuten schauen sich das dann tatsächlich an das ist was man echt total überraschend und freuen uns sehr sehr
02:23:32 Also manche Namen sind sehr schwierig vorzulesen. D3RF31NSCM3CK3R Ich finde es schön, dass ihr den Kanal weiterführt. Ja, wir auch. Wir sind auch noch froh, jeden Samstag hier bei euch zusammen.
Zusatzmärchen: Sterntaler
02:23:5302:23:53 Ja, jetzt würde ich sagen, kommt noch ein kleines Zusatzmärchen für die Riders. Und zwar haben sich ja Mutito und Anfani das Märchen gewünscht. Sterntal. Das werde ich jetzt für die Hiderakete vorlesen und für die Rider natürlich. Und der Wahlenkel Fabian.
02:24:12 Sucht mir das Märchen mal raus. Ich habe es natürlich nicht auf dem Schirm gehabt. Schade, dass das Kissen jetzt nicht da ist. Wenn ich das holen muss, dauert es zu lange. Das dauert zu lange. Außer magst du ja zuhören, das ist bei den Märchen. Ich zeige es euch beim nächsten Mal. Kannst du heute ein anderes Kissen zeigen, was du noch hast? Aber das ist ja kein Sternteil. Ja.
02:24:37 Da ist aber kein Sterntaler drauf. Das lenkt nur ab, Fabi. Das muss schon in sich stimmig sein. Wir haben noch zwei Wochen warten, das KISS. Ganz genau. Ja, das stimmt. So, jetzt kommt Sterntaler. Für HEDERAKETE und natürlich für euch. Und für die anderen, die alle Sterntaler lieben. Wie der KISS-Blog auch.
02:24:55 Ich habe mal vor kurzem übrigens gelesen, die Brüder Grimm, die haben das aus dem Kopf heraus nacherzählt, sie haben es nicht aufgeschrieben. Und einer der Brüder Grimm hat gemeint, er kann sich dunkel daran erinnern, dass das Märchen so ungefähr erzählt wurde. Also es ist nicht so ganz eins zu eins wie viele andere Märchen von den Brüdern Grimm.
02:25:21 Aber es ist trotzdem ein sehr, sehr schönes Märchen. Vielleicht auch gerade deswegen. Die Sterntaler.
02:25:28 Es war einmal ein kleines Mädchen, dem waren Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen und kein Bettchen mehr, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und es war fromm.
02:25:53 Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld. Da begegnet ihm ein armer Mann, der sprach, Ach, gib mir was zu essen, ich bin so hungrig. Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte, Gott segne dir's und ging weiter.
02:26:18 Da kam ein Kind, das jammerte und sprach, es friert mich so an meinem Kopfe, schenk mir was, womit ich ihn bedecken kann. Da tat er seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und froh, da gab es ihm seins. Und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin.
02:26:50 Endlich gelangte es in einen Wald und es war dunkel geworden. Da kam noch eins und bat um ein Hemdlein und das fromme Mädchen dachte, es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand. Du kannst dein Hemd weggeben und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin.
02:27:11 und wie es so stand und gar nichts mehr hatte fielen die sterne vom himmel und waren lauter harte blanke taler und ob es gleich sein hemdlein weggegeben so hatte es ein neues an und das war vom allerfeinsten linnen da sammelte es sich die taler hinein und war reich für sein liebtag
02:27:37 Das ist einfach schön. Vielen Dank für das schöne Märchen. Das ist einfach immer toll. Und die Hederakete hat ja auch von einem ganz, ganz lieben Menschen einen goldenen Sterntaler vor kurzem zum Geburtstag geschenkt bekommen. Sehr, sehr schön. Reich beschenkt, die Hederakete. Ja, das stimmt. Alles so lieb. Ich habe mich sehr, sehr gefreut. Das hat mich echt sehr gerührt. So viel Liebe, so viele schöne Kommentare. Das ist einfach immer lieb. Ja, das ist einfach toll.
Verabschiedung und nächste Termine
02:28:0902:28:09 Ja, ihr Lieben, geht die Märchenstunde für heute zu Ende. Ich habe natürlich wie immer einen Spruch. Und wann sehen wir uns wieder live? Nächsten Samstag, da gibt es eine Wiederholung von einem Stream unserer lieben Marmeladenoma. Und in zwei Wochen, da sind wir wieder live.
02:28:30 Das ist, glaube ich, der 21. November. Da ist die Marmeladenoma-Familie wieder live auf YouTube und Twitch, wie immer, ab 20 Uhr. Und wir freuen uns, wenn ihr wieder dabei seid. Und jetzt kommt noch ein Spruch zum Ende der Lesung. Und zwar von Rumi. Du bist kein Tropfen im Ozean. Du bist ein gesamter Ozean in einem Tropfen.
02:29:00 Ja. Von A nach B liebt Rumi. Und die Marmeladenoma auch. BG Under the Willow Tree schreibt noch, einen schönen Abend euch noch, schlaft gut. Das wünschen wir dir auch und auch allen anderen natürlich. Wir wünschen euch einen schönen Abend, eine gute Nacht, schlaft gut und träumt was Schönes. Und dann sehen wir uns in zwei Wochen. Genau. Und ja, bleibt euch treu.
02:29:30 Hilft denen, die weniger haben als ihr. Und seid einfach gut zueinander. Das ist das Allerbeste, was wir alle tun können, gut zueinander zu sein. Schön, dass ihr alle dabei wart. Es freut uns immer sehr. Und sagt gerne weiter, ladet noch andere Leute ein. Vielleicht können wir dann als gutes Beispiel vorangehen und die Welt ein bisschen besser machen. Ja, ist einfach so ein Cozy.
02:29:58 Platz hier, die Märchen. Das ist ein entspannter Rückzugsort für uns alle. Ja, und der Walenkel Fabian, der kann jetzt gleich die Kerze ausmachen. Ah, aber zunächst wollen wir noch reinwinken in die Kamera. Enkel Janik, Walenkel Fabian, Hede Rakete von A nach B und im Geiste der Marmeladenoma. Wir sehen uns wieder in zwei Wochen. Macht's gut. Ciao, ciao. Bis bald. Tschüss.