Im Rahmen der Veranstaltung wurden verschiedene Märchen vorgetragen, darunter Das Mädchen mit den Schwefelhölzeln. Es fand ein Austausch mit der Gemeinschaft statt. Dabei wurden persönliche Grüße und gute Wünsche ausgetauscht. Eine enge Verbindung zwischen der Erzählerin und dem Publikum wurde hergestellt.
Willkommen und das Märchen vom tapferen Schneiderlein
00:03:3500:03:35 Jetzt. Willkommen auf der Märcheninsel bei eurer Marmeladenoma, Enkel Janik und Wallenkel Fabian. Der Fabian macht bitte die Kerze an, wird unglücklich in dieser Erde und wir denken an sie.
00:04:06 Und das erste Märchen ist das tapfere Schneidelein. Hier kamen noch ein paar süße Früchtchen rein. Chris isst 48 Monate ein süßes Früchtchen, sendet ein Herz. Ein ganz treuer Verhältnis, gell? Wir danken dir.
00:04:23 Und Angesasser isst 15 Monate ein süßes Früchtchen. Vielen Dank und euch beiden einen schönen Abend. Und dann kam von Alfani noch ein Wassermarsch natürlich rein. Meine Mundchen gehen, ich danke dir. Soll ich anfangen? Das erste Märchen ist das tapfere Schneiderlein.
00:04:52 An einem Sommermorgen saß ein Schneidelein auf seinem Tisch am Fenster, war guter Dinge und nähte aus Leibeskräften. Da kam eine Bauersfrau die Straße herab und rief, »Guten Moosweil, guten Moosweil!« Das klang dem Schneidelein lieblich in die Ohren. Er steckte sein zartes Haupt zum Fenster hinaus und rief, »Hier herauf, liebe Frau, hier wird sie ihre Ware los.«
00:05:20 Die Frau stieg die drei Treppen mit ihrem schweren Korb zum Schneider hinauf und musste die Töpfe sämtlich vor ihm auspacken. Er besaß sie alle, hob sie in die Höhe, hielt die Nase dran und sagte endlich, »Das Moos scheint mir gut. Wieg's mir doch vier Lot ab, liebe Frau. Wenn's auch ein Viertelpund ist, kommt es mir nicht darauf an.«
00:05:47 Die Frau, welche gehofft hatte, einen guten Absatz zu finden, gab ihm, was er verlangte, ging aber ganz ärgerlich und brummig fort. »Nun, das Mus soll mir Gott segnen«, rief der Schneiderlein, »und soll mir Kraft und Stärke geben.« Holte das Brot aus dem Schrank, schnitt sich ein Stück über den ganzen Leib ab.
00:06:07 und strich das Moos darüber. »Das wird nicht bitter schmecken«, sprach es, »aber erst will ich das Wams fertig machen, ehe ich anbeiße.« Er legte das Brot neben sich, nähte und machte vor Freude immer größere Stüche.
00:06:25 Indes stieg der Geruch vor dem süßen Moos hinauf an die Wand, wo die Fliegen in großer Menge saßen, für das sie herangeloggt wurden und sich farenweise darauf niederließen. »Ei, wer hat euch eingeladen?« sprach das Schneidelein und jagte die ungebetenen Gäste wieder fort. Die Fliegen aber, die kein Deutsch verstanden, ließen sich nicht abweisen, sondern kamen ihr immer größerer Gesellschaft wieder.
00:06:54 Da lief dem Schneiderlein endlich, wie man sagt, die Laust über die Leber, es langte aus seiner Höhle nach einem Tuchlappen und warf, ich will es euch geben, schlug es unbarmherzig drauf los. Als es abzog und zählte, da lag nicht weniger als sieben vor ihm, tot und streckten die Beine. Bis so ein Kerl sprach es und musste selbst seine Tapferkeit bewundern.
00:07:21 Das soll die ganze Stadt erfahren. Und in der Hast schnitt sich das Schneidelein einen Gürtel, nähte ihn und stickte mit großen Buchstaben darauf. Siebene auf einen Streich.
00:07:35 stadt sprach es weiter die ganze welt sollt er fahren sein herz wackelte ihm vor freude wie ein lämmerschwänzchen der schneider band sich den gürtel um den leib und wollte in die welt hinaus weil er meinte die werkstätte sei zu klein für seine tatbarkeit ehe er abzog suchte er im haus herum ob nichts da wäre was er mitnehmen könnte er fand auch nichts aus einem alten käse
00:08:04 Den stiegte er ein. Vor dem Tore bemerkte er einen Vogel, der sich im Gesträuch gefangen hatte. Der musste zu dem Käse in die Tasche. Nun nahm er den Weg tapfer zwischen die Beine. Und weil er leicht und behennt war, fühlte er keine Müdigkeit. Der Weg führte ihn auf einen Berg, und als er den höchsten Gipfel erreicht hatte, saß er ein gewaltiger Riese und schaute sich ganz gemächlich um.
00:08:33 Der Schneidelein ging berzt auf ihn zu, redete ihn an und sprach, »Guten Tag, Kamerad. Geld, du sitzt da und du siehst die weitläufige Welt. Ich bin eben auf dem Wege dahin und will mich versuchen. Hast du Lust, mitzugehen?« Der Riese sah den Schneider verächtlich an und sprach, »Du Lump, du miserabler Kerl.« »Das wäre,« sagte der Schneidelein, »ich war es nicht.«
00:09:01 knüpft sie den Rock auf und zeigte ihm den Dresen den Grill. »Für kannst du lesen, was ich für ein Mann bin?«
00:09:09 Der Riese las, ebene auf einen Streich, meinte, das wären Menschen gewesen, die der Schneider erschlagen hätte, und kriegte ein wenig Respekt vor dem kleinen Kerl, erholte ihn erst prüfen, nahm einen Stein in die Hand und drückte ihn zusammen, dass das Wasser heraustropfte. »Das mach mir nach«, sprach der Riese, »wenn du Stärke hast.«
00:09:35 ist weiter nichts sagte der schneidelein das ist bei uns ein spielwerk griff in die tasche rudelte den weichen käse und drückte ihn daß der saft herauslief geld sprach es das war ein wenig besser
00:09:50 Der Riese wüsste nicht, was er sagen sollte und konnte es von dem Männlein nicht glauben. Da hob der Riese einen Stein auf und warf ihn so hoch, dass man ihn mit den Augen kaum noch sehen konnte. »Nun, du Erbmännchen, das tu mir nach!«
00:10:08 »Gut geworfen«, sagte der Schneider, »aber der Stein hat doch wieder zur Erde herabfallen müssen. Ich will dir einen werfen, der soll gar nicht wiederkommen.« Er griff in die Tasche, nahm den Vogel und warf ihn in die Luft. Der Vogel, froh über seine Freiheit, stieg auf, flog fort und kam nicht wieder.
00:10:30 »Wie gefällt dir das Stückchen, Kamerad?« fragte der Schneider. »Werfen kannst du wohl«, sagte Riese, »aber nun wollen wir sehen, ob du imstande bist, etwas Ordentliches zu tragen.« Er führte das Schneider zu einem mächtigen Eichbaum, der der Gefällt auf dem Boden lag, und sagte, »Wenn du stark genug bist, so hilf mir, den Baum aus dem Walde herauszutragen.«
00:10:56 »Gerne«, sagt der kleine Mann, »nimm dir nur den Stamm auf deine Schulter. Ich will die Äste mit dem Bezweig aufheben und tragen. Das ist doch das Schwerste.« Der Riese nahm den Stamm auf die Schulter, der Schneider aber setzte sich auf einen Ast, und der Riese, der sich nicht umsehen konnte, musste den ganzen Baum und das Schneiderlein noch obendrein forttragen. »Es war dahinten ganz lustig und gute Dinge«, pfiff das Liedchen.
00:11:26 Es ritten drei Schneider zum Tore hinaus, als wäre das Baumtragen ein Kinderspiel. Der Riese, nachdem er ein Stückwegs die schwere Last fortgeschleppt hatte, konnte nicht weiter und rief, »Hör, ich muss den Baum fallen lassen!« Der Schneider sprang behändiglich herab, fasste mit beiden Armen, als wenn er ihn getragen hätte, und sprach zum Riesen.
00:11:50 Du bist so ein großer Kerl und kannst den Baum nicht einmal tragen?« Sie ging zusammen weiter, und als sie an einem Kirschbaum vorbeikamen, fasste Riese die Kronen des Baumes, wo die zeitigsten Früchte hingen, brug sie herab, gab sie dem Schneider in die Hand und hieß ihm essen.
00:12:10 Der Schneidelein aber war viel zu schwach, um den Baum zu halten, und als der Riese losließ, fuhr der Baum in die Höhe, und der Schneider ward mit in die Luft geschnellt. Als er wieder ohne Schaden herabgefallen war, sprach der Riese, »Was ist das? Hast du nicht Kraft genug, um die schwache Gärte zu halten?« »Under Kraft will es nicht«, sagte der Schneidelein.
00:12:34 »Meinst du, das wäre etwas für einen, das Sieben mit einem Streich getroffen hat? Ich bin über den Baum gesprungen, weil die Jäger dort unten in das Gebüsch schießen. Spring nach, wenn du so magst.« Der Riese machte den Versuch, konnte aber nicht über den Baum kommen, sondern blieb in den Ästen hängen, also dass das Schneidelein auch hier die Oberhand behielt. Der Riese sprach, »Wenn du so ein tapferer Gal bist,
00:13:04 »So komm in unsere Höhle und übernachte bei uns.« Das Schneiderlein war bereit und folgte ihm. Als sie in der Höhle anlangten, saßen doch da noch andere Riesen beim Feuer. Jeda hatte ein gebratenes Schaf in der Hand und aß davon.
00:13:22 Das Schneidelein sah sich um und dachte, es ist doch hier viel weitläufiger als in meiner Werkstatt. Der Riese ließ ihm ein Bett an und sagte, es sollte sich hineinlegen und ausschlafen. Dem Schneidelein war das Bett zu groß. Es legte sich nicht hinein, sondern kroch in eine Ecke. Als es Mitternacht war und der Riese meinte, der Schneidelein lege in tiefem Schlafe, stand er auf,
00:13:49 nahm eine große Eisenstange und schlug das Bett mit einem Schlag durch und meinte, er hätte dem Grashüpfer den Graus gemacht.
00:13:58 mit dem frühsten morgen gingen die riesen in den wald und hatten das schneidelein ganz vergessen da kam er auf einmal ganz lustig und verwegen dahergeschritten die riesen erschraken fürchteten das schneidelein schlüg sie alle tot und liefen in eine hast fort das schneidelein zog weiter immer seiner spitzen nase nach nachdem es lange gewandert war kam es in den hof eines königlichen palastes
00:14:27 oder es Müdigkeit empfand, so legte es ins Gras und schlief ein. Während Ister lag,
00:14:36 kamen die Leute, betrachten es von allen Zeigen und lasen auf dem Gürtel siebene auf einen Streich. »Ach«, sprachen sie, »was will der große Kriegselt hier mitten im Frieden! Das muss ein mächtiger Herr sein!« Sie gingen und melden es dem König und meinten, wenn Krieg ausbrechen sollte, wäre das ein wichtiger und nützlicher Mann, den man um keinen Preis fortlassen dürfe.
00:15:04 Dem König gefiel der Rat, und er schickte einen von seinen Hofleuten an der Schneidelein ab, der solle ihm, wenn ich aufwachte, Kriegsdienste einbieten. Der Abgesandte blieb beim Schläfer stehen, wartete, bis er seine Glieder streckte und die Augen aufschlug, und brachte dann seinen Antrag vor. »Eben deshalb bin ich hierher gekommen,« sagte der Schneidelein. »Ich bin bereit, in das Königsdienste zu treten.«
00:15:33 Also war der Ehren vor dem Pfangen und ihm eine besondere Wohnung zugewiesen.
00:15:38 Die Kriegsleute aber waren im Schneidelein aufgesessen und wünschten, er wäre tausend Meilen weit weg. »Was soll da aus werden?« sprachen sie untereinander. »Wenn wir zank mit dem Kriegen, und er haut zu, so fallen auf einen Streich siebene. Da kann unser einer nicht bestehen.« Also fassen sie einen Entschluß, begaben sich allesamt zum König und baten um ihren Abschied.
00:16:06 wir sind nicht gemacht sprachen sie neben einem mann auszuhalten der siebene auf einen streich schlägt der könig war traurig dass er um des einen willen alle seine treuen diener verlieren sollte wünschte daß seine augen ihn nie gesehen hätten und wäre ihn gerne wieder losgeworden aber er getraute sich nicht ihm den abschied zu geben weil er fürchtete er möchte ihn samt seinem folge totschlagen
00:16:34 und sich auf dem königlichen Thron setzen. Es war lange hin und her, endlich fand er einen Rat. Er schickte zu dem Schneidelein und ließ ihm sagen, weil es so ein großer Kriegsheld wäre, so wollte er ihm ein Anbieten machen. In seinem Walde hausten zwei Riesen, die mit Rauben, Morden, Sängen und Brennen großen Schaden stifteten. Niemand dürfe sich ihnen nähern.
00:17:02 und sich in Lebensgefahr begeben. Wenn er diese beiden Riesen entwende und tötete, soll er ihm seine einzige Tochter zur Gemahlin geben und das halbe Königreich zur Brautgabe. Hundert Reiter sollten mitziehen und ihm Beistand leisten.
00:17:21 »Das wäre es etwas für einen Mann wie du bist«, dachte der Schneidelein. »Eine schöne Königstochter und ein halbes Königreich werden einem nicht alle Tage angeboten.« »Oh ja«, gab es zur Antwort, »die Riesen will ich schon bändigen. Ich habe die hundert Reiter dabei nicht nötig. Wer sie, wenn er auf einen Streich trifft, der braucht sich vor Zweien nicht zu fürchten.«
00:17:47 Der Schneiderlein zog aus, und die hundert Reiter folgten ihm. Als es zu dem Rand des Waldes kam, sprach es zu seinen Begleitern, »Bleibt hier nur halten. Ich will schon allein wie ein Riesen fertig werden.« Dann sprang in den Wald hinein und schaute sich rechts und links um. Über ein Weilchen erblickte es beide Riesen. Sie lagen unter einem Baum und schliefen und schnarchten dabei, dass sich die Äste auf- und niederbogen.
00:18:18 Der Schneiderlein, nicht faul, las beide Taschen voll Steine und schick damit auf den Baum. Als es in der Mitte war, rutschte es auf einen Ast, bis es gerade über den Schläfern zu sitzen kam, und ließ dem einen Riesen einen Stein nach dem anderen auf die Brust fallen. Der Riese spürte lange nichts, doch endlich wachte er auf, stieß seinen Gesellen an und sprach, »Wass schlägst du mich?«
00:18:45 »Du träumst«, sagte der andere, »ich schlage dich nicht.« Wir legten sich wieder zum Schlaf, da raff der Schneider auf den zweiten einen Stein herab.
00:18:57 »Was soll das?« rief der andere. »Warum wehrst du mich?« »Ich werfe dich nicht«, sagte der Erste und brummte. Sie zanken sich eine Weile herum, doch weil sie müde waren, ließen sie es gut sein, und die Augen fielen ihnen wieder zu. Der Schneidelein fing sein Spiel von Neumann, suchte den dicksten Stein und warf ihn dem ersten Riesen mit aller Gewalt auf die Brust.
00:19:24 »Das ist zu arg«, schrie der, sprang auf wie ein Unsinniger und schießt seinen Gesellen wieder den Baum, dass dieser zitterte. Der andere zahlte mit gleicher Münze, und sie kriegen solche Wut, dass sie die Bäume ausrissen, aufeinander losschlugen, so lange, bis sie endlich beide zugleich tot auf die Erde fielen. Nun sprang der Schneidelein herab.
00:19:50 Ein Glück nur, sprach es, dass sie den Baum, auf dem ich saß, nicht ausgerissen haben. Sonst hätte ich wie ein Eischhörnchen auf einen anderen springen müssen. Der Unser einer ist flüchtig. Er zog sein Schwert und versetzte jedem ein paar tüchtige Hebe in die Brust. Dann ging es hinaus zu den Reitern und sprach. Die Arbeit ist getan. Ich habe beiden den Garaus gemacht. Aber hart ist es zugegangen. Sie haben in ihrer Not...
00:20:18 Bäume ausgerissen und sich gewehrt. Doch das hilft alles nicht, wenn einer kommt wie ich, der Siebene auf einen Streich schlägt. Seid ihr denn nicht verwundet? fragt der Reiter. Das hat gute Wege, sagt der Schneider. Kein Haar haben sie mehr gekriegt. Die Reiter wollten ihm keinen Glauben beimissen und treten in den Wald hinein.
00:20:43 Da fanden sie die riesen Erschlagenen und ringsum lagen die ausgerissenen Bäume.
00:20:49 Das Schneiderlein verlangte von dem König die versprochene Belohnung, die ihn aber reute sein Versprechen, und er sah aufs Neue, wie er sich den Helden vom Halse schaffen könnte. »Ehe du meine Tochter und das halbe Königreich erhältst,« sprach er zu ihm, »must du noch eine Heldentat vollbringen. In dem Wald läuft ein Einhorn, das großen Schaden anrichtet, das musst du erst einfangen.«
00:21:15 Vor einem Einhorn fürchte ich mich noch weniger als vor zwei Riesen. Sieben auf einen Streich, das ist meine Sache. Er nahm sich einen Strick und eine Axt mit, ging hinaus in den Wald und ließ abermals die, welche ihm zugeordnet waren, draußen warten.
00:21:34 Es brauchte nicht lange zu suchen. Das Einhorn kam bald daher und sprang geradezu auf den Schneider los, als wollte es ihn ohne Umstände abspiesen.
00:21:47 »Sachte, sachte«, sprach der, »so geschwind geht das nicht«, blieb stehen und wartete, bis das Tier ganz nahe war. Dann sprang er bei Hände hinter einen Baum, das Einhorn rannte mit aller Kraft gegen den Baum und spiechte sein Horn so fest in den Stamm, dass es nicht Kraft genug hatte, es wieder herauszusehen. Und so war es gefangen. »Jetzt habe ich das Vögelein«, sprach der Schneider, kam hinter den Baum hervor, legte,
00:22:18 Erst dem Einhorn den Strick um den Hals, dann hebe er mit der Axt das Horn aus dem Baum, und als alles in Ordnung war, führte er das Tier ab und brachte es dem König. Der König wollte ihm den verheißenen Lohn noch immer nicht gewähren und machte eine dritte Forderung. Der Schneider sollte ihm vor der Hochzeit erst ein Wildschwein fangen, das in dem Walde großen Schaden tat. Die Jäger sollten ihm Beistand leisten.
00:22:47 »Gernisch«, sprach der Schneider, »das ist ein Kinderspiel.« Die Jäger nahmen nicht mit in den Wald, und sie waren erst wohl zufrieden, denn das Wildschwein hatte sie schon mehrmals so empfangen, dass sie keine Lust hatten, ihm nachzustellen. Als das Schwein den Schneider erblickte, lief es mit schäumendem Maul und wetzenden Zähnen auf ihn zu und wollte ihn zur Erde werfen.
00:23:14 Der Flüchtige Held aber sprang in eine Kapelle, die in der Nähe war, und gleich oben zum Fenster, in einem Satze wieder heraus. Das Schwein war hinter ihm hergelaufen, er aber hüfte außen herum und schlug die Türe hinter ihm zu. Da war das wütende Tier gefangen, das viel zu schwer und ungehilflich war, um zu dem Fenster hinaus zu springen. Der Schneiderlein riefen die Jäger herbei.
00:23:41 die mussten das gefangene schwein mit ihren eigenen augen sehen der held aber begab sich zum könig der nun er mochte wollen oder nicht sein versprechen halten musste und ihm seine tochter und das halbe königreich übergab hätte er gewusst dass kein kriegsheld sondern ein schneidelein vor ihm stand es wäre ihm noch mehr zu herzen gegangen
00:24:07 Die Hochzeit war also mit großer Pracht und kleiner Freude gehalten und aus einem Schneider ein König gemacht. Nach einiger Zeit hörte die junge Königin in der Nacht
00:24:27 wie ihr Gemahl im Traum sprach. Junge, mach mir das Samst und blick mir die Hosen, oder ich will dir die Elle über die Ohren schlagen. Da merkte sie, in welcher Klasse der junge Herr geboren war, klagte am anderen Morgen ihrem Vater das Leid und bat, er möchte ihr von dem Mann helfen, der nichts anderes als ein Schneider wäre.
00:24:52 Der König sprach ihr Trost zu und sagte, lassen Sie nächste Nacht seine Schlafkammer offen, meine Diener sollen außen stehen und wenn er eingeschlafen ist, hineingehen, ihn binden und auf ein Schiff tragen, das ihn in die weite Welt führt. Die Frau war damit zufrieden, des Königs Waffenträger aber, der alles mit angehört hatte, war dem jungen Herrn gewogen und hinterbrachte ihm einen ganzen Anschlag.
00:25:22 Dem Ding will ich einen Riegel vorschieben, sagte der Schneidelein. Abends legte er sich zur gewöhnlichen Zeit mit seiner Frau zu Bett.
00:25:32 Als sie glaubte, er sei eingeschlafen, stand sie auf, öffnete die Türe und legte sich wieder nieder. Das Schneidelein, der sich nur stellte, als wenn ich schliefe, fing an mit Herstimme zu rufen, Junge, mach mir das Wams und flieg mir die Hosen, oder ich will dir die L über die Ohren schlagen. Ich habe sieben nur mit einem Streich getroffen, zwei Riesen getötet, ein Einhorn fortgeführt und ein Wildschwein gefangen.
00:26:00 und sollte mich vor denen fürchten, die draußen vor der Kammer stehen. Als diese den Schneider also sprechen hörten, bekamen sie eine große Furcht. Sie liefen, als wenn das wilde Heer hinter ihnen hier wäre, und keiner bullet sich mehr an ihn wagen. Also war und blieb der Schneiderlein sein Leben lang ein König. So, das war das erste Mädchen.
Die Bremer Stadtmusikanten vertreiben Räuber
00:26:3000:26:30 Und das zweite Märchen ist die Palmar Stadtmusikalien. Nicht das sein Buch? Ja, auch in dem gleichen. Im gleichen? Ja. Es kamen noch zwei Spenden rein. Gunnar hat einmal drei Euro gespenden, schreibt gemütlich mal wieder mit euch. Was will ich sehen? Gemütlich mal wieder mit euch. Schön. Ich wünsche einen schönen Abend.
00:26:54 Ein Hornet hat jetzt auch drei Euro gespendet. Vielen Dank. Wir freuen uns. Herr Drüber kommt in die Ausgabenkasse. Und dann kamen noch zwei Wassermarsch, einmal von A nach B und dann von Anfani auch noch. Ich danke euch. Einen schönen Abend. Und der Chris hat einen Märchenwunsch, und zwar der gestiefelte Kater.
00:27:25 Kommt ihr nicht heute? Ich weiß nicht, dass wir uns gut haben.
00:27:44 Ja, und jetzt kommt das zweite Märchen, gell? Ja. Bist du fertig? Noch nicht ganz, sie kam noch eine Spende rein. Ja. Angelika hat 5 Euro gespendet und schreibt, ganz lieben Dank für den schönen Samstagabend wieder mit eurer Märcheninsel. Schön, dass es dir gefällt und wir danken dir für deine Spende. Kommt in die Aufgabenkasse. Und einen schönen Abend für dich.
00:28:12 Und jetzt zweite Märchen, Jörnik? Ja. Die Präne statt der Kanten. Ist das? Auch da drin, Fabian? Naja, da hat man es schon.
00:28:35 Die Bremer Stadtmusikanten hatte einen Mann, einen Esel, der schon lange Jahre die Säcke unverdrossen zur Mühle getragen hatte, dessen Kräfte aber nun zu Ende ging, sodass er zur Arbeit immer untauglicher wurde. Da dachte der Herr daran, ihn aus dem Futter zu schaffen, aber der Esel merkte, dass kein guter Wind wehte, lief fort und machte sich auf den Weg nach Bremen. Dort meinte er, könnte er Stadtmusikant werden.
00:29:05 Als sie ein Weilchen fortgegangen war, fand er einen Jagdhund am Wege liegen, der jagte wie einer, der sich müde gelaufen hat. »Nun, was jabst du so?«, fragt der Esel. »Ach«, sagt der Hund, »weil ich alt bin und jeden Tag schwächer werde. Auch ob er Jagd nicht mehr fort kann, hat mich mein Herr vollem Tod schlagen. Da habe ich Reis ausgenommen. Aber womit soll ich nun mein Brot verdienen?« »Weißt du was?«, sprach der Esel.
00:29:34 Ich gehe nach Bremen und werde dort Stadtmusikant. Geh mit und lass dich auch bei der Musik einnehmen. Ich spiele die Laute und du schlägst die Pauken. Der Hund war zufrieden und sie gingen weiter. Es dauerte nicht lange, so saß da eine Katze am Wege und machte ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter.
00:29:58 nun was ist dir in die quere gekommen alter bartputzer sprach der esel ja kann da lustig sein wenn's einem an den kragen geht sagte die katze weil ich nun zu jahren komme meine zähne stumpf werden und ich lieber hinter dem ofen sitze und spinne als nach mäusen herumzujagen hat mich meine frau ersäufen wollen ich habe mich zwar noch fortgemacht aber nun ist uhrrad teuer
00:30:26 »Wo soll ich hin?« »Geh mit uns nach Bremen. Du verstehst dich doch auf die Nachtmusik. Da kannst du ein Stadtmusikant werden.« Die Katze hielt das für gut und ging mit. Darauf kamen die drei Landesflüchtigen an einem Hof vorbei. Da saß auf dem Tor der Haushahn und schrie aus Leibeskräften. »Du schreist einem durch Mag und Bein«, sprach der Esel. »Was hast du vor?«
00:30:55 »Da habe ich gute Wetter prophezeit«, sprach der Hahn, »weil unser lieben Frauentag ist, wo sie im Christkindlein die Hemdchen gewaschen hat und sie trocknen will. Aber wenn morgen zum Sonntag Gäste kommen, so hat die Hausrauch doch kein Erbarmen. Und hat der Köchin gesagt, sie wollte mich morgen in der Suppe essen. Und da soll ich mir heute Abend den Kopf abschneiden lassen.«
00:31:21 Nun schreie ich aus vollem Halse, solange ich noch kann. »Ei was, der Rotkopf«, sagte der Esel, »sieh aber mit uns fort. Wir gehen nach Bremen. Etwas Besseres als den Tod findest du überall. Du hast eine gute Stimme, und wenn wir zusammen musizieren, so muss es eine Art haben.« Der Hahn ließ sich den Vorschlag gefallen, und sie gingen alle Viere zusammen fort.
00:31:48 Sie konnten aber die Stadt Bremen in einem Tag nicht erreichen und kamen abends in einen Wald, wo sie übernachten wollten. Der Esel und der Hund legten sich unter einen großen Baum, die Katze und der Hahn machten sich in die Äste. Der Hahn aber flog bis an die Spitze, wo es am sichersten für ihn war. Ehe er einschlief, sah er sie noch einmal, allen vier Winden um. Da deuchte ihn, er sähe in der Ferne, ein Fünkchen brennen.
00:32:17 und er rief seinen gesellen zu es müsse nicht geweiht ein haus sein denn es scheinen ein licht sprach der esel so müssen wir uns aufmachen und noch hingehen denn hier ist die herberge schlecht der hund meinte ein paar knochen und etwas fleisch daran täten ihm auch gut also machten sie sich auf den weg nach der gegend wo das licht war und sahen es bald heller und schimmern und es war immer größer
00:32:46 bis sie vor ein helles, erleuchtetes Räuberhaus kamen. Der Esel als der Größte näherte sich dem Fenster und schaute hinein. »Was siehst du, Grauschimmel?« fragte der Hahn. »Was ich sehe,« sagte der Esel, »einen gedickten Tisch mit schönem Essen und Trinken, und Räuber sitzen daran und lassen sich's wohl sein.« »Das wäre was für uns,« sprach der Hahn. »Ja, ja, ach, wären wir da.«
00:33:16 sagte der Esel. Darab schlachten die Tiere, wie sie es anfangen müssten, um die Räuber hinaus zu jagen, und sie fanden endlich ein Mittel. Der Esel musste sich mit den Füßen auf das Fenster stellen, der Hund auf das Eselrücken springen, die Katze auf den Hund glittern, und endlich flog der Hahn hinauf und setzte sich der Katze auf den Kopf. Wie das geschehen war, fingen sie auf ein Zeichen insgesamt an, ihre Musik zu machen.
00:33:45 Der Esel schrie, der Hund bellte, die Katze miaute und der Hahn krähte. Dann stürzten sie durch das offene Fenster in die Stube hinein, daß die Scheiben glatten. Die Räuber fuhren bei dem entsetzlichen Geschrei in die Höhe, meinten nicht anders, als ein Gespenst käme herein und flohen in größter Furcht in den Wald hinaus. Nun setzten sich die vier Gesellen an den Tisch, nahmen mit dem vorlieb,
00:34:13 was öpig geblieben war und aßen, als wenn sie vier Wochen hungern sollten. Wie die vier Spielleute fertig waren, löschen sie das Licht aus und suchten sie eine Schlafstelle. Jeder nach seiner Natur und Bequemlichkeit.
00:34:30 Der Esel legte sich auf den Mist, der Hund hinter die Tür, die Katze auf den Herd, in die warme Asche, und der Hahn setzte sie auf den Hahnbalken, und weil sie müde waren von ihrem langen Weg, fliefen sie auch bald ein.
00:34:45 Als Mitternacht vorbei war und die Räuber von weitem sahen, dass kein Licht mehr im Hause brannte, auch alles ruhig schien, sprach der Hauptmann, wir hätten uns doch nicht sollen ins Boxhorn jagen. Lassen und ließ einen hingehen und das Haus untersuchen. Der Abgestickte fand alles still, ging in die Küche, ein Licht anzuzünden.
00:35:09 Und weil er die glühenden, feurigen Augen der Katze für lebendige Kohlen ansah, hielt er ein Schwefelhölzchen dran, der sich das Feuer fangen sollte. Aber die Katze verstand keinen Spaß, sprang ihm ins Gesicht, spieh und kratzte. Da schrag er gewaltig und wollte zur Hintertür hinaus. Aber der Hund, der da lag, sprang auf und biss ihn ins Bein. Und als er über den Hof an dem Mister vorbeikam,
00:35:37 gab ihm der Esel noch einen tüchtigen Schlag mit dem Hinterfuß. Der Hahn aber, der vom Lärm aus dem Schlaf geheckt und munter geworden war, wird vom Balken herab. Da lief der Räuber, was er konnte, zu seinem Hauptmann zurück und sprach. Ach, dem Hause sitzt eine gräulige Hexe, die hat mich angehaucht.
00:36:01 und mit ihren langen Fingern mir das Gesicht zerkratzt. Und vor der Tür steht ein Mann mit einem Messer, der hat mich ins Bein gestochen. Und auf dem Hofe liegt ein schwarzes Ungetüm, das hat mit einer Holzkeule auf mich losgeschlagen. Und oben auf dem Dach, da sitzt der Richter, der rief, bringt mir den Schellen her. Da machte ich, dass ich fortkam. Von nun an getrauten sich die Räuber nicht weiter in das Haus.
00:36:29 Den vier Bremer Musikanten gefiel es aber so wohl darin, dass sie nicht wieder heraus wollten. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann musizieren sie noch heute. So, das war das zweite Märchen. Jetzt kommt die erste Fragerunde.
Interaktion mit der Community und gesundheitliche Grüße
00:37:1000:37:10 Regina Schlumpf Hallo liebe Marmeladenoma und Chad Ich liege wieder im Krankenhaus mit meiner COPD Jetzt bekomme ich aber wieder Luft und ich werde es heute genießen dir zuzuhören Liebe Grüße an alle von mir, Regina und drei lila Herzen und ich zeige sie euch wie sie da liegt
00:37:39 die arme und ich mache die natürlich eine kerze an und denke an dich schreibt wie süß kann man sein das ist so niedlich und sehr
00:38:06 Hier kamen noch zwei Spenden rein. Dem Chucks der Mama spendet 5 Euro, schreibt lieben Dank für einen wunderschönen Abend mit euch. Alles Gute und ganz liebe Grüße. Vielen, vielen Dank und wir wünschen dir einen schönen Abend. Dann kamen noch 100 Bits rein von Meister Uwo. Danke, danke. Einen schönen Abend hätte ich. Und zwei neue süße Früchten, einmal Horscht und Trading2Easy.
00:38:33 Wie viel habe ich gehört? Da bin ich wahrscheinlich ehrlich. Einmal ist der Horst und Trading Too Easy ein neues süßes Früchtchen geworden. Willkommen und wenn es euch bei uns gefällt, bleibt bei uns. Maddox schreibt noch, guten Abend, junge Dame. Guten Abend, guten Abend, junger Herr. Und, bist du fertig? Ja, das war's heute.
00:39:02 Hede Rackede. Schön, dass ihr da seid, Hede Rackede. Liebe Regina Schlumpf, ich wünsche dir schnelle Besserung. Ein Fliegentilz, ein rotes Herz, ein lachender Smiley. Und schicke dir ganz liebe Grüße ins Krankenhaus, Hede. Mit einer kleinen Rackede. Wird sich freuen, liebe Hede Rackede, und wir danken dir.
00:39:31 Quizblock, Regina Schlumpf, gute Besserung dir. Ein Smiley und ein lila Herz. Regina Schlumpf sagt Dankeschön und ein lila Herz. Leo schreibt, wie süß ist ihre Stimme. Freut uns sehr, freut uns sehr. Da kommt der erste, den ich nicht vorlese.
00:40:01 Ja, wir werden das machen, solange wir können. Das macht uns ja auch viel Freude, gell, Jungs? Ja. Hati Wolf schreibt, schöne Grüße aus Österreich.
00:40:30 Viele Grüße zurück und einen schönen Abend. Melle schreibt, eine schnelle Besserung wünsche ich dir. Sehr lieb von dir, wird sich freuen, gell? Und Alex im AK sagt auch eine schnelle, gute Besserung. Sogar Omi, liebe Marmeladen-Oma, liebe Marmeladenfamilie, liebe Märcheninsel, den Kranken heute natürlich besonders.
00:40:57 Regina Stumpf, gute Besserung und uns allen einen geruhsamen Abend. Heute habe ich ausnahmsweise auch mal ein Pferd der Woche, das ich euch nicht vorenthalten wollte. Habe es von meinem Mann bekommen und finde es sehr lustig. Ist das dein Pferd? Seht ihr dein Pferd?
00:41:28 Ja? Ja, ein bisschen. Wir danken dir. Ach ja, den Kopf sieht man ja. Vielen Dank. Niki schreibt, bin so froh, dass ich dich hier auf TikTok gefunden habe. Das freut uns. Wir wünschen dir einen schönen Abend.
00:41:49 Und Fani schreibt noch, das Pferd der Woche verbreitet sich. Ja, ja, ist sehr schön. Ist ein schöner Beitrag, den sie uns da gibt. Dem Chaksai Mama ist jetzt 18 Monate ein süßes Früchtchen. Vielen, vielen Dank und einen schönen Abend für dich.
00:42:11 Sogar Omi, liebe Marmeladenoma, liebe Marmeladenfamilie, liebe Märcheninsel, den Kranken heute natürlich besonders. Von ihr Grüße. Regina Schlumpf, gute Besserung und uns allen einen geruchsamen Abend. Heute habe ich ausmaßweise auch mal ein Pferd der Woche, das ich euch nicht vorhalten wollte. Aber das habe ich schon, das kam schon.
00:42:39 Adrian schreibt, bin ein großer Fan. Freut uns sehr und wünschen dir einen schönen Abend. Alex, Emma K., liebe Mama Leiden, Oma, Janik, Fabian und Chad. Ich wünsche allen einen schönen Abend und ein lieber Herz. Das wünschen wir dir auch in ganzem Herzen.
00:43:08 Universa Pferd der Woche. Heute stelle ich euch die Isländer Studie Skarifaxa und der Studfohlen Glitter vor. Beide sind Originalmodelle von Bulliland aus den frühen Zeithausendern. Sehr, sehr schön. Vielen, vielen Dank.
00:43:42 Fett schreibt, es macht dir sehr Spaß zuzuhören. Euden sehr.
00:43:48 Grüß Gott, hallo liebe Marmeladenoma, Janik und Chad. Ich bin seit heute Nachmittag erkältet, ärgert mich sehr. Seit Jahren war ich nicht krank. Ich hoffe, es geht still vorüber. Mein Smiley bzw. wird nicht ganz so schwer. Alle mit mir gemeinsam kranken, wünsche ich gute Besauern. Sehe nämlich nach einer warmen Jahreszeit. Das folgende Foto stammt vom letzten Spätsommer. Liebe Grüße, ein lila Herz.
00:44:20 Na schön. Und wir werden dir eine Kerze einmachen. Eine Stunde danach kommt Christoph. Christoph schreibt, bin neu hier, freue mich.
00:44:50 Schön, dass das dir's gefällt und einen schönen Abend für dich. An Fanny hat er die Liebherz... Liebherzlichste von Schnee gehüllte Märcheninsel, auf die ich...
00:45:09 Auf die, die liebreitendste Marmeladens. Anfahne, Marmeladigste Oma, ihr Haupt wohnt. Mitsamt der gesamten Marmeladenfamilie im Fliptau. Drei lila Herzen. Wie geht es euch? Bei uns hat es letzte Woche Montag sehr heftig geschneit. Von der Nacht von Sonntag auf Montag, sodass am Montagmorgen alles komplett zugeschneit war. Hier.
00:45:36 Busse mussten spontan alle ausfallen und generell kamen die Leute sehr schlecht zur Arbeit und mussten ausfallen. Die ganze Stadt war ein Aufruhr und die Schneeschieber kamen nicht mehr hinterher. Und auch die Tage, die darauf war, ist sehr voll mit Schnee. Hin und wieder hat es dann kurz geregnet und jetzt sind wieder einige sonnige Tage vor der Tür. Ein wildes Wetter, das kann man laut sagen, ein Fanny. Und drei Gliederherzen.
00:46:05 Einmal sende ich die süßen Katerchen wieder, noch ein lila Herz, die treuen Bewohner und Fellnasen der Märcheninsel. Auf dem ersten Foto sieht man den süßen Kater Smokey, den ich letzte Nacht zufällig beim Gähnen fotografiert habe. Liegend tut er Süße in meinem Kleiderschrank in der Box, die komplett nur gefüllt ist mit Socken. Es saß da so niedlich drin wie ein kleines Tuxi-Brot in einer Schachtel.
00:46:34 Auf dem zweiten Foto könnt ihr die beiden zusammen sehen, liegen die untereinander auf dem Bett. Ich fand das süß und auch irgendwie lustig, wie sie da so liegen. Sie gehören einfach mir dazu, oder nicht? Und zwei lila Herzen. Ja, du hast recht. Ich wünsche allen Bewohnern der Märcheninsel einen schönen Abend, einen entspannten Sonntag und einen tollen Stream. Und drei lila Herzen. Wir danken dir. Jetzt kommen noch die schönen Bilder.
00:47:04 Bild 1 und Bild 2. Vielen Dank. Jeremy hat noch gefragt, aus was besteht deine Kette? Bitte? Aus was besteht deine Kette? Diese Kette sind grüne Steine.
00:47:34 Also es fällt mir das Wort jetzt nicht ein. Es sind echte Perlen. Aber es fällt mir jetzt wirklich gerade nicht ein. Manchmal fehlt mir ein Wort, es ärgert mich sehr. Aber es ist eine Alterserscheinung.
00:47:46 Hier kam noch ein süßes Früchtchen rein. Lecky02 ist sechs Monate ein süßes Früchtchen. Schreibt guten Abend alle zusammen. Guten Abend und vielen Dank und einen schönen Abend für dich. Und dann kam von Cere noch fünf Euro. Viel wichtiger als die fünf Kröten ist Gesundheit, die ich dir vom Herzen wünsche, weiter so. Vielen, vielen Dank für deine Gabe und für deine guten Wünsche. Und einen schönen Abend für dich.
00:48:15 Anfani schreibt noch, Oma könnte sich in einem Dschungel tarnen mit dem Outfit. Was könnte ich? Dich in einem Dschungel tarnen. In einem Dschungel? Ja. Ich war noch nie in einem Dschungel. Aber mein zweiter Sohn, die gehen oft nach, jedes Jahr nach Brasilien, in den Dschungel. Die sind ganz verrückt auf den Dschungel.
00:48:45 Bist du fertig? Vivi schreibt noch, bin gerade auf diesen Livestream gestoßen und es erwärmt gerade richtig mein Herz. Wundervoll. Freude und sehr und einen schönen Abend für dich.
00:49:01 Muckenpatscher, hallo liebe Marmeladenoma und lieber Janik. Es ist immer wieder schön, dich zu sehen. Du strahlst so ein schönes und wohliges Gefühl aus. Du hast auch so eine unfassbar warme und beruhigende Stimme. Nun habe ich eine Bitte an dich. Ich schreibe am Dienstag um 11.30 Uhr eine Rechnungswesen-Klausur in mein BBL-Studium. Ich glaube, die wird sehr schwer.
00:49:28 Ich würde mich riesig freuen, wenn du für die Klausur eine Kerze anzünden könntest. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir sowas immer Kraft gibt. Ich danke dir schon bei dem Vorhinein. Mit freundlichen Grüßen, Philipp Köpke. Das mache ich doch von Herzen gern. Dienstag, 11.30 Uhr.
00:50:05 Wird gemacht und ich denke ganz ähnlich an dich.
00:50:31 Herr Nickel, liebe Oma und alle, hoffe, euch geht es gut. Einen Kranken hier im Chat, gute, gute Besorung. Bild aus dem Internet. Ich habe es sehr, sehr lieb, dass du an alle denkst. Und dir, das finde ich auch sehr, sehr schön. Wir danken dir und einen schönen Abend für dich.
Der Kriecher der Woche: die Mysteriöse Schneckenschnecke
00:50:5900:50:59 hallo an alle und auch an die marmeladenoma auch heute ist es wieder an der zeit euch zu präsentieren den kriecher der woche zwei kleine schnecken aha und der schnecken chrisster ist auch da
00:51:16 Auch diese Woche gibt es wieder ein interessantes Exemplar. Die mysteriöse Schnecke, sie heißt tatsächlich auch im Englischen so Mystery Snail. Dieser süße Kriecher ist eine Süßwasserschnecke, ausgestattet mit Kiemen und einem interessanten Häuschen, das sich so windet, dass es wie eine interessante Nudelsorte aussieht, auch verziert mit interessanten Streifchen und eine kleine Schnecke.
00:51:47 Heimisch ist dieser Kriecher in Bolivien, Brasilien, Paraguay und Peru. Diese süßen Kriecherchen haben interessante und sehr komplex gebaute Augen, die sie in der Lage sind, komplett zu regenerieren, falls eine von ihnen amputiert werden sollte. Faszinierend, oder? Oh Gott! Die Schnecken haben auch so eine Art kleines Röhrchen, mit dem sie in der Lage sind, Luft einzuatmen.
00:52:16 Sie gehen auch regelmäßig wieder an Land, um atmen zu können. Was also bedeutet, dass diese Kriecher unter Wasser und an Land atmen kann. Gefunden kann dieser Kriecher in tropischen Gebieten und allen möglichen Süßwassergewässern, wobei verschiedene Seen bevorzugt werden für sie. Wie findet Fabi diesen Kriecher denn?
00:52:40 Der Schneckenflüsterer muss bekennen, ob er diesen Griecher, den auch Asyl gewähren würde, wenn dieser bei ihm angespielt kommen würde. Und zwar gar nicht Schneechen. Also. Schneckenflüsterer, gibst du einen Gott? Also ich war schon in all den Ländern, aber den habe ich noch nicht gesehen. Aber es sieht interessant aus. Aber es gibt noch zwei andere, warte mal.
00:53:11 Noch eine, schau. Dann gibt es noch eine dritte. Sehr interessant, gell? Die ist ja schön. Die ist schön, ja. Ja, schau mal. Die darf einziehen. Wir danken dir. Malanda schreibt, hier gehe ich nicht mehr weg. Das ist aber schön. Und darf Ente isst zwei Monate ein süßes Früchtchen.
00:53:39 Schön, dass du da bist und euch beiden einen schönen Abend. Und ein Wassermarsch kam auch noch rein von mein Sea Girl. Ich danke dir.
00:54:10 Peter Tiger schickt einen schönen Baum und Schnee. Wir danken dir. Muss ich nochmal zurück, ob ich da eins vergessen habe? Nein, die Schneechen waren es nicht. Ja, ja. Max Krö ist ein neues süßes Früchtchen.
00:54:37 Willkommen und ein neues. Und wenn dir das gefällt, bye bye uns. Cleopatra schreibt noch im Chat, meine Oma ist vor fünf Jahren gestorben und es ist so, als ob ich meiner zuhören würde. Das freut uns sehr. Jetzt hast du eine Samstagsoma. Schönen Abend für dich.
00:55:00 Juna Vera Sarp, guten Abend liebe Marmeladenoma und Märcheninselbewohner. Ihr Lilla Herzen. Ich habe gestern angefangen in Sims 4 ein Katzencafé zu bauen, welches gerade eben fertig geworden ist. Nur das Grundstück muss ich noch ein kleines bisschen ausgestalten. Hier sind die Bilder.
00:55:43 Und Bildteil. Wir danken dir.
Spielebau und Glückwünsche der Community
00:56:1100:56:11 Euki ist 18 Monate ein süßes Früchtchen. Willkommen, einen schönen Abend für dich. Und Mia fragt, kannst du bitte Sterntaler lesen? Sterntaler. Ich schreibe es mal auf. Vielleicht wenn es den Reiters kommt, kann man das auch vorlesen, gell? Unglaublich beliebt.
00:56:41 Juna Vera Saab, guten Abend liebe Marmeladenoma und Märcheninselbewohner, ihr Lila Herzen. Ich habe gestern angefangen in Sims hier, eine Katze, ein Katzencafé zu bauen, ja das habe ich schon gezeigt, gell? Ja. Ja, warte mal.
00:57:08 Regina Schlumpf, Melli, gute Besserung. Hallo, ich bin Marmladenoma und Märcheninsel. Ich finde es immer schön, den Märchen zuzuhören. Das weckt immer Kindheitserinnerungen auf. Drei Liederherzen, machen sie das Bild meines Katers Simba. Ja, das wird wirklich ein schönes Tier. Wir danken dir.
00:57:45 ich wünsche dir alles gute mein mann hatte auch co p d das ist nicht leicht ich wünsche dir ganz viel kraft und kopf hoch und nach vorne schauen ein kleeblatt
00:57:59 Und ein Smiley und ein lachender Smiley. Heute habe ich was Interessantes für euch. Meine Enkeltochter hat Stabheuschrecken bekommen. Sie hat eine Tierhaarallergie und wollte so gerne ein eigenes Haustier haben. Die Familie hat auch noch Schildkröten, aber die halten jetzt Winterschlaf. Und zwei Smilies.
00:58:28 Stabheuschrecken. Das ist das schöne Mädchen erst einmal. Und dann vielleicht noch was anderes. Ja, das ist so eine Stabheuschrecke. Hatte ich auch noch nie als Hausjahr gehört. Wir danken dir.
00:58:59 Holkenhuhn hat 10 Euro gespendet, schreibt liebe Grüße an alle. Vielen, vielen Dank, Holkenhuhn. Wir freuen uns sehr darüber. Kommt in die Ausgabenklasse. Auch schön, dass du da bist.
00:59:16 Guten Abend, liebe Marmeladenoma und Enkel Janik. Ich war schon lange nicht mehr im Stream dabei und es tut mir leid, heute Abend auch wieder nicht dabei sein zu können. Ich habe seit einer Weile immer samstags eine regelmäßig stattfindende Pen & Paper Tischrollenspielrunde mit Freunden zu leiten. Ich bin die Spielleiterin und darf deswegen nicht wählen. Ohne mich geht da gar nichts.
00:59:44 Ich gucke mir manchmal die Stream-Aufzeichnungen im Nachhinein an und ärgere mich, nicht live dabei gewesen zu sein. Ich wünsche euch allen alles Gute und einen schönen Stream, auch ohne mich. Nun, wenn du dann doch abends sowas anschauen kannst, ist ja auch was wert, gell? Und eine andere Aufgabe ist ja wichtig, gell?
01:00:10 Ria Drieser, hallo liebe Marmeladen-Uma, ich hatte mal wieder Zeit, ich hatte mal wieder Zeit, eines meiner Hobbys fortzuführen. Nach das Mai, Lesezeichen basteln. Oh ja, das war auch ein schönes Hobby. Sehr, sehr schön. Vielen Dank.
01:00:48 Wenn du möchtest, können wir auch mit dem... Muss ich das vorlesen? Hede Rakete unter Baluga 92 Art Zeit Hipping. Ne, ne. Wenn du möchtest, können wir mit dem dritten Märchen weitermachen. Mit dem dritten Märchen? Ja. Das Mädchen, die in Schwefelhölz. Du meinst, ich soll die erste Fragerunde beenden? Genau.
01:01:16 Ratzfatz oder was? Wir können gerne noch jeweils drei machen. Ja, wir können auch ratzfatz. Dann haben wir mehr Zeit für die anderen Sachen, gell? Ja. Sehr gut, dann beendern wir die erste Rage-Runde und lesen das Märchen, das dritte Märchen vor. Ein Märchen-Runde kam ja noch rein.
01:01:42 Ja. Blau gewünscht sich Frau Holle. Ach Gott, die Frau Holle. Ist auch so ein Dauerbrenner. Und Alex McTurtle wünscht sich Hans im Glück. Hans im Glück. So.
01:02:19 Was kommt jetzt? Das Mädchen mit dem Schwefelhölz an, gell? Fabian, wo ist das? Das ist in einem anderen Buch. Kann ich das zurückgeben? Ja. Danke dir.
01:02:46 Das möchte ich nur noch finden. Im anderen Buch. Im anderen Buch.
Das Märchen vom Mädchen mit den Schwefelhölzern
01:03:0501:03:05 das mädchen mit den schwefelhölzern an diesem silvesterabend am letzten tag des jahres war es kalt und dunkel in den straßen der kleinen stadt die menschen blieben in ihren warmen stuben durch die fenster sah man die lichter an den weihnachtsbäumen glänzen der duft von brutzelnden gänzen drang hinaus auf die straße schnee wirbelte er ab nur ein kleines mädchen huschte durch die leeren gassen
01:03:34 Die Nähflocken lagen auf ihren blonden Locken, die nackten Füße waren blau und rot verkälte. Als sie von zu Hause fortging, hatte sie Pantoffeln getragen, aber als sie einem schnell vorüberwahrenden Wagen ausweichen musste, hatte sie die Schuhe verloren. Sie waren ihr viel zu groß gewesen, den einen Pantoffel konnte sie nicht mehr finden.
01:04:03 den anderen hat ein junge erwischt und war damit fortgelaufen in der hand trug sie ein bunt schwefelhölzchen in ihrer schützentasche lagen noch mehr aber niemand hat ihr den ganzen langen tag etwas abgekauft niemand hat ihr einen pfennig geschenkt nun wagte sie nicht nach hause zu gehen sie hatte ja keine schwefelhölzchen verkauft und brachte keinen pfennig geld mit von ihrem vater würde sie gewiss schläge bekommen
01:04:33 Und zu Hause war es auch kalt, durch die Spallen im Dach pfiff der Wind. In einem Winkel zwischen zwei Häusern, von denen das eine etwas mehr vorsprang als das andere, setzte sich das Mädchen hin und kauderte sich zusammen. Die Füße hatte sie an sich gezogen, es fror sie sehr, und ihre kleinen Hände waren beinahe verkehlt erstarrt.
01:04:58 Ach, dachte sie, ein Schwefelhölzchen, ein einziges Licht an der Wand anzünden und mich an der Flamme wärmen, wenigstens die Hände wärmen. Sie zog eines der Hölzchen aus dem Bund, ritt wie das Sprüde, wie das Brande. Es war eine warme, helle Flamme, wie ein wunderbares Lichtchen. Sie hielt ihre Hand darüber.
01:05:23 Da schien es dem Mädchen wirklich, als sie sie vor einem großen, eisernen Ofen mit einem dampfenden Kessel aus Messing obendrauf. Wie knisterte das Feuer darin.
01:05:35 wie wohltuend wärmte es das mädchen streckte auch die füße aus um sie zu wärmen doch da erloschte das flämmchen der ofen verschwand er hatte nur die überreste des abgebraten schwefbehölschens in der hand ach wo ist das schöne feuer geblieben dachte das mädchen ich will noch ein hölzchen anstreichen und meine füße wärmen ritsch hieß leuchtete
01:06:02 Dort, wo der Lichtschein auf die Mauer fiel, wurde diese durchsichtig wie ein Schleier. Das Mädchen konnte in das Zimmer hineinsehen. Auf dem Tisch war ein weißes Tischtuch ausgebreitet, glänzendes Geschirr stand darauf. Herrlich dampfte und duftete die Quare Gans, die mit Äpfeln und getrockneten Pflaumen gefüllt war. Oh sieh, jetzt hüpfte die Gans von der Platte herunter und kam auf dem Fußboden Messer und Gabel in der Brust.
01:06:31 bis zu dem armen Mädchen hingewackelt. Da erlosch das Schwefelhölzchen und sie sah wieder nur die dicke, feuchtkalte Mauer. Sie zündete noch ein Hölzchen an. Da saß sie...
01:06:49 Ja, doch. Da saß sie nun unter dem herrlichen Christbaum. Er war noch größer und noch reicher geschmückt als der, den sie durch die Glastüre beim reichen Kaufmann gesehen hatte. Draußen, die von Lichtern brannten auf den größten Zweigen. Die Kleine streckte ihre Hände nach aus. Da erlos das Schwefelhölzchen. Die Weihnachtslichter stiegen höher und höher. Jetzt sah das Mädchen sie als Sterne am Himmel.
01:07:19 Einer davon fiel herunter und bildete einen langen Feuerstreifen.
01:07:25 »Jetzt stirbt jemand«, dachte das kleine Mädchen. Das hatte ihre Großmutter, die vor kurzem gestorben war, ihr erzählt. »Großmutter, die einzige, die sie liebte«, hatte ihr gesagt, »in ein Stern vom Himmel fällt, steigt eine Seele zu Gott empor.« Das Mädchen strich wieder ein Hölzchen an der Mauer an. Wurde hell unter dem Gang, stand die alte Großmutter, klar und schimmernd, mild und liebevoll.
01:07:53 ach großmutter nimm mich mit rief das mädchen ich weiß wenn das hölzchen erlischt gehst du fort verschwindest wieder warme ofen wieder herrliche gänsebraten und wieder prächtige weihnachtsfrauen laß mich nicht alleine sie zündet schnell das ganze buntschwefelhölzchen an
01:08:17 Wenn sie wollte, die Großmutter bei sich behalten. Und die Schwefelhölzchen leuchteten so stark, dass es heller wurde als mitten am Tag. Die Großmutter war früher nie so groß, so schön gewesen. Kleine streckte ihre Hände aus. Sie fühlte sich so sonderbar leid.
Erzählung vom kleinen Mädchen und den Schwefelhölzchen
01:08:3701:08:37 Die Großmutter nahm sie auf die Arme und stiegen mit ihr hinauf weit, weit über die Erde. Da oben war weder Kälte noch Hunger. Höher stiegen sie, höher hinauf zu Licht und Wärme. Sie waren bei Gott. Am anderen Morgen fanden die Leute in dem Winkel zwischen den Häusern den kleinen, leblosen Körper mit den roten Backen und einem lächelnden Mund.
01:09:05 Die starre Hand hielt die Schwefelhölzchen, von denen ein Bund abgebrennt war. Sie hat sich wärmen wollen, sagte jemand, und ist dabei erfroren. Niemand ahnte, was sie Schönes gesehen hatte, in welchem Glanz sie mit der Großmutter in ein neues Jahr gegangen war.
01:09:33 Sehr, sehr, sehr schönes Märchen, gell? Traurig, aber trotzdem schön, gell? So, jetzt kommt das Mädchen mit dem Schwebelhülchen. Hölkratz mit dem Schwebelhülchen. Dann kommt die zweite Fragerunde. Also, das kommt noch ein viertes Männchen. Ja? Wo hab ich das?
01:10:02 Habe ich das vergessen abzuschreiben? Ja, habe ich vergessen abzuschreiben. Was mache ich jetzt?
01:10:12 Es gab ja auch schon Märchenwünsche, dann liest du mir einen Märchenwunsch vor. Ich lese allzeits beliebte Sternthaler vor, oder? Oder Frau Holle. Nein, du lese ich Sternthaler vor. Okay, weil Sternthaler... Da mache ich ganz viel Freude, gell? Oder? Ja. Habe ich das auch, Fabian? Ja, das ist in dem anderen Buch wieder. In dem grünen Buch? Ja. Bitte? Ja.
01:10:42 Da ist auch ein Lesezeichen drin. Ja, gut. Ne, dich in dem, in dem anderen. Wenn ich dich nicht hätte. Hier kamen noch einige süße Früchtchen rein. Und zwar Johanna ist ein neues süßes Früchtchen. Schön, dass du da bist und wünschst dir einen schönen Abend. Der Chansi auch. Der Chansi.
01:11:12 Auch ein neues süßes Früchtchen? Wenn es dir gefällt, bleib bei uns. Mamo auch. Und wenn dir das gefällt, bleib auch bei uns. Citralas auch. Auch? Ja. Auch du, bleib da und einen schönen Abend. Katziffer ist auch ein neues süßes Früchtchen. Willkommen, wenn dir das gefällt, bleib bei uns. Citralas hat fünf süße Früchtchen verschenkt. Wir werden sich für alle freuen und wir danken dir.
01:11:40 Und eine Spende kam auch noch ein von Blauauge und zwar 10 Euro. Danke für die schönen Märchen. Vielen, vielen Dank. Einen schönen Abend für dich und das kommt wie üblich auch in die Ausgabenkasse. Bist du fertig? Ja. Dann lese ich jetzt Stammtaler vor. Werden sehr viele sich freuen.
Das Märchen vom kleinen Mädchen und den Sternthalern
01:12:0201:12:02 Es war einmal ein kleines Mädchen, dem waren Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr, darin zu schlafen. Und endlich gar nichts mehr, als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und fromm.
01:12:25 Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Zelt. Dabei begegnete ihm ein armer Mann. Er sprach, ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungrig. Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte, Gott segne dir es und ging weiter.
01:12:50 Da kam ein Kind, das jammerte und sprach, es fröhnt mich an meinem Kopf, schenkt mir etwas, womit ich ihn bedecken kann. Da tat ich seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und vor. Da gab es ihm seins und weiter, da bat er ihm so mein Röcklein, das gab es auch noch von sich hin.
01:13:17 Endlich gelang dies in einen Wald und es war dunkel geworden. Da kam noch eins und bat um ein Händlein. Und das junge Mädchen dachte, es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand. Du kannst dein Hemd weggeben. Und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin.
01:13:35 Und wie ich so stand und gar nichts mehr hatte, fielen die Sterne vom Himmel und waren lauter harte, blanke Thaler. Und um es gleich sein Hemdlein wegegeben, sah dies ein neues an, und das war vom allerfeinsten Linen. Da sammle ich die Thaler hinein und war reich für sein Lebtag. So, da hat sich bestimmt ganz viele gefreut.
01:14:07 Kann ich die Sternenthaler streichen? Und... Was ist die zweite Fragerunde? Wartet Sie jetzt, gell? Das vierte Märchen. Das vierte Märchen. Und die zweite Fragerunde kommt jetzt? Ja. Ich hab da ein bisschen durcheinander, hab's zu eng aufeinander geschrieben. Also gut, die zweite Fragerunde.
Erzählung über eine Kindheit auf dem Land
01:14:3601:14:36 Ja? Dann reicht mir mein iPad. Wir können auch noch aus dem Buch was vorlesen, wenn du möchtest. Es kommt die Fragerunde, Janik. Wie du möchtest. Wir können auch erst die Fragerunde machen. Was wäre dir lieber? Ach, das ist egal.
01:14:55 So entscheide du, du bist der Dirigent. Ich glaube, wir können das Buch als nächstes machen, oder? Bitte? Das Buch als nächstes. Also gut. Machst du es im iPad? Ja. Ich danke dir, Fabian. Ab dem gelben und wie ein Buch. Ab dem? So, gell? Ja. In einem großen Wirtshaus mit Bauernhof sollte ich gegen Kost und Oji arbeiten.
01:15:24 Oh, na? Miebub.
01:15:32 Ich wurde sehr liebevoll aufgenommen, konnte mich satt essen, bekam ein schönes Zimmer, schlief bis tief zum nächsten Morgen. Nach dem traumhaften Frühstück zeigte mir die junge Wirtin den großen Garten, den ich versorgen sollte. Wir wussten beide, dass ich das allein nicht würde schaffen können. Ich war noch ein Kind, abgemagert, ohne gärtnerische Kenntnisse. Schweren Herzens.
01:15:57 sehr mitleidig besorgte sie mir eine neue stelle bei einem alten ehepaar auf einem kleinen bauernhof und mein weg führte mich abermals weiter weg von der heimat die alten leute hatten schon ein neunjähriges waisenkind aufgenommen die kinder mussten schwer arbeiten das essen war einfach und gut aber die hygiäne entsetzlich mann und frau beide weit über die siebzig
01:16:24 Wir hatten zusammen eine winzige Waschschüssel, ein Handtuch, einen Waschlappen, eine Zahnbürste. Gegessen wurde aus einer einzigen Schüssel, die im Tisch eingelassen war und in die die Speisen, meist Kartoffeln, eingefüllt wurden. Jeder von uns bekam einen Löffel und ich sah zu, dass ich mit meinem Löffel nicht das Essen oder den Löffel der anderen berührte. Als Stadtkind war dieses Leben für mich ein Kulturschock.
01:16:53 fühlte mich geradezu wie aus der zeit gefallen als hätte ich eine zeitreise in ein anderes jahrhundert vollzogen dem so manches märchen gespielt haben mochte diese wunschne karrigkeit jedoch war mir zu viel bei romantik mich schauderte
Die Freundschaft mit Maria und Hans
01:17:1201:17:12 Der Bauer war sehr grob mit Maria, dem weißen Mädchen. Oft trommelte ich auf seinen Rücken und schrie ihn an, ist das deine nächste Liebe? Ich hatte keine Angst vor ihm. Maria und ich schliefen in der zugigen Dachkammer, wo viele geräuscherte Speckstücke von der Decke hingen. Schlafenland, so nah und doch so fern. Obwohl wir oft Hunger hatten, trauten wir uns nicht, die Speckschwaden auch nur anzurühren.
01:17:40 In der Kammer standen zwei große Betten mit dicken Federkissen. Meist aber schlüpfte Maria in mein Bett, wo ich sie mitleidig in die Arme nahm und tröstete. Manchmal gelang es mir, Marias Kummer zu lindern, indem wir mit meiner Puppe spielten, oder ich ihr ein Märchen vorlas, dem das Gute siegte. Maria mochte am liebsten Hänsel und Krehl, und oft schlief sie entspannt in meinen Armen ein. Und das...
01:18:08 beglückte auch mich. Eines Tages, Maria und ich gingen spazieren, eine freie Zeit, die ich vom Bauern erzogen hatte, kamen wir auf eine Weide. Eine Kuhhirte graste friedlich, ein Junge lag in einer Kohle, es war der Hirte. Ich erfuhr, dass auch er in einem Kinderlager gewesen war, auch er war bei groben Leuten untergekommen und er plante seine Flucht. Er hieß Hans.
01:18:35 Und du bist wohl die Gredl, sagte er frei heraus. Der Junge war mir sogleich sympathisch, kannte er sie doch mit Märchen aus. Hänsel und Gredl verirrten sich im Wald, sagte ich. Und ich heiße Helga, und ein Lebkuchenhaus gibt es hier auch nicht. Aber es stimmte schon irgendwie, wie Hänsel und Gredl waren wir beide fern der Heimat. Eine böse Hexe gab es zwar nicht, aber grobe Bauersleute, die uns Kindern einiges abverlangten.
01:19:05 Nun, da ich Hans gefunden hatte, trafen wir uns öfter heimlich und eine liebevolle Freundschaft entstand. Wir schmiedeten Pläne für eine gemeinsame Zukunft in einer heilen und hellen Welt. Sobald die Zeit dafür reif wäre, wollten wir gemeinsam fliehen. Hans begann sogar schon Vorräte anzulegen. Soll ich da aufhören, weil der Gelb ist, Fabian? Ja. Gut, dann gebe ich das. Schade.
01:19:34 Soll ja spannend bleiben. Ja, eben. Gut. Also, das war jetzt... Das Buch. Das war jetzt das Buch, ja. Und was kommt jetzt? Jetzt kommt ja die Frage runter. Die zweite Frage runter, gell? Ja. Und? Hier kommt sie angeflogen. Ich danke dir.
Interaktion mit dem Chat und Märchenwünsche
01:20:0201:20:02 Das End hat noch einen Märchenwunsch. Ja. Und zwar die sieben Raben. Die sieben Raben.
01:20:25 Ah, das hab ich glaub schon vorgelesen, gell? Ja, wenn es verrutscht, dann muss man mal weiter runter. Bitte? Dann muss man mal runter, weiter runter. Hoch? Ja.
01:20:55 Riot Riesa. Hallo liebe Marmeladenoma. Das habe ich auch schon vorgelesen. Dann noch eins. Hederakete. Schön, dass du da bist, Hederakete. Am letzten Samstag waren wir in Freiburg. Hier zwei Fotos aus dem indischen Restaurant. War eine wunderschöne Zeit in der schönen Stadt Freiburg. Euch allen einen entspannten Märchenabend. Hederakete und von A nach B.
01:21:24 Und da lacht sie. Und da lacht sie. Bild 1 und Bild 2. Sehr, sehr schön. Ja, war wirklich eine schöne Stadt. Wir danken euch. Medusa Fox fragt noch, kannst du bitte den Froschkönig lesen? Den Froschkönig.
01:22:00 Nächsten Samstag dann, gell? Aufgeschrieben.
01:22:17 Und wenn es weh tut, ist sie friedlich eingeschlafen und hat nun keine Schmerzen mehr. Und ihre schwere Demenz ist auch vorbei und sie ist trotzdem bei mir immer. Noch ein Foto von meinen zwei Katzen. Sehr, sehr schön.
01:22:47 Moment, und ich werde natürlich eine Kerze für dich anmachen, gell?
01:23:32 Ich nehme deine Kerze für dich an und denke ganz intensiv an dich. Hier kam noch ein Märchenwunsch rein. Und zwar Alex Mac the King wünscht sich Rumpelstilzchen.
01:24:02 Ich habe es aufgeschrieben. Niklas schreibt guten Abend, Grüße aus Kopenhagen. Vielen Dank, viele Grüße auch so weit her und einen schönen Abend für dich. Auf Ende ein Bild aus unserem Islandurlaub vor drei Jahren für dich. Sehr, sehr schön. Moment mal, ich muss das hinlegen.
01:24:33 Sehr schön, Herr. Vielen Dank. Meine Z-Girl, ich habe für meine Kinder, bin Erzieherin, im Kindergarten Faschingsdeko gebastelt. Schönen Beruf hast du da. Und schön gebastelt habt ihr.
01:25:04 Wir danken dir.
01:25:17 Frau Sien, hallo liebe Märchenmenschen, ich bin gerade am Waffensbacken für die Nichte meines Freundes. Sie wird drei Jahre. Die Zeit rast, ich versuche jeden Moment zu genesen, auch wenn es Tage gibt, die alles andere als leicht sind. Ich wünsche euch einen schönen Abend. Dank. Ich weiß zwar nicht, was los ist mit dir, aber anscheinend tut dir eine Kerze auch gut.
01:25:54 So, drauf gestiegen.
01:26:21 Alex McTurtle, liebe Marmelanoma, nachdem es schon eine Reihe von Katzenbildern gab, hier gibt es ein Vogelbild und ein nachhender Smiley. Heute war genau, heute vor genau einem Jahr, ist meine liebe, gute Mutti gestorben. Ich würde mich sehr freuen, wenn du für mich eine Erinnerungskerze anzünden könntest. Lieben Dank und viele liebe Grüße an alle auf der Märcheninsel und ein lila Herz.
01:26:58 Natürlich mache ich die eigenen Herzellen.
01:27:34 Ich losse deine Kerze und ich denke ganz intensiv an dich.
01:27:40 Und Mamo kam 3 Euro. Liebe Oma und Yannick, ich verfolge euch seit Kongs Hosting immer wieder und es ist jedes Mal ein Segen. Yannick, der steht nochmal zu sagen und ein bisschen langsamer. Ja, Mamo schreibt, liebe Oma und Yannick, ich verfolge euch seit Kongs Hosting immer wieder und es ist jedes Mal ein Segen. Das freut uns sehr. Einen schönen Abend für euch und Fabian ist auch hier.
01:28:16 Dorf, Ente, ich höre, dass du einen leichten Dialekt hast. Das erinnert mich an ein Erlebnis, was ich im Zug mit meiner Schwester hatte. Unsere Oma ist 2007 gestorben. Sie kam aus dem Egerland und war Sudetendeutsche. Sie hatte immer einen ganz besonderen Sing-Sang in ihren Worten. Im Zug hörten wir dann jemanden mit dem gleichen Dialekt sprechen. Meine Schwester und ich waren so glücklich und gerührt,
01:28:45 das wieder zu hören, dass wir uns beide bei der Elterndame bedankt haben, nachdem wir sie deswegen angesprochen hatten. Ja, ich habe einen anderen leichten Dialekt. Schön, dass du da bist. Einen schönen Abend für dich. Ich habe nichts und...
01:29:14 Wenn du noch weitermachen willst. Ja. Ich habe echt nichts. Ja. Was mummelst du da? Paulina fragt, kannst du auch sauer werden? Ob ich sauer werden kann? Ja. Ach, ich bemühe mich nicht, sauer zu werden. Ich kann mich ärgern über...
01:29:44 Über Politik? Ja, doch, ja. Bei Politik werde ich oft sauer. Weil es ist manchmal total unmöglich, was da läuft. Und wenn jemand einem anderen Unrecht tut, sauer werden kann, kann man gar nicht sagen, ich stille dann zur Rede. Ist ja ähnlich wie sauer.
01:30:20 ob ich aktuell ein Lieblingslied habe. Ja, habe ich eigentlich. Und zwar höre ich wahnsinnig gern Silent Night von, wie heißt die Sängerin, Kinder? Hilft mir. Für mein Wort. Mahelia Jackson. Der Silent Night von Mahelia Jackson, das höre ich sehr, sehr gerne an Weihnachten.
01:30:55 Bei mir geht nichts, Janik. Lara möchte wissen, wann liest du wieder ein Buch? Wenn die Fragerunde rum ist. Wir lesen immer zwei Märchen, eine Fragerunde, zwei Märchen, eine Fragerunde und wenn Reiters kommen, kommt dann noch ein extra Märchen.
01:31:18 Und hier kam auch noch eine Spende rein. Niklas spendet 3 Euro, schreibt, ich wollte kurz Grüße ausrichten. Toll, dass ihr den Kanal über all die Jahre so toll macht. Freut uns sehr. Wir bedanken uns für die Spende. Kommt in die Ausgabenkasse und schön, dass es dir bei uns gefällt. Einen schönen Abend weiterhin. Vielen, vielen Dank. Und ein Märchenwunsch kam ja noch rein, und zwar Carly Storch.
01:31:56 Ich habe es aufgeschrieben. Blauauge, das sind die Meerschweinchen von meinem Neffen. Ja, sind die süß. Vielen, vielen Dank. Meerschweinchen sind ja süße Tiere, gell. Hatten meine Kinder auch immer.
01:32:31 Monwirt, liebe Grüße von meinem Kader. Fuzi, schreibt mir das so. Ein hübsches, hübsches Tier. Vielen Dank. Pierre schreibt, tolle Frau und tolle Ausstrahlung.
01:32:52 Vielen, vielen Dank, aber wir sind zu dritt, gell, und Janik hat eigentlich die Sendung erfunden, als er 15 war. Sag ich immer wieder, ohne ihn, und da gibt es die Sendung gar nicht, und der Fabian kommt so oft, er kann, steht uns bei, gell, Fabi? Ja.
01:33:15 So war, hallo herzalliebste Marmeladenoma, ein lilaherz. Ich hoffe es geht euch allen gut und heute habe ich nur ein kleines Winterbild für dich. Aber fällt dir in dem Schnee etwas auf? Eine Minikatze und noch ein lilaherz? Ja, in dem Schnee fallen mir Spuren auf.
01:33:43 Vielen, vielen Dank. Spuren fallen hier auf, ja.
01:33:58 Juni, wir rass ab, liebe Marmeladenoma. Ich bin jedes Mal aufs Neue erstaunt, wie tröstlich es ist, wenn du aus deinem Leben erzählst. Deine warme Oma-Stimme und deine schlichten, liebevollen Worte berühren mein Innerstes so tief, dass mir oft die Tränen kommen. Es tut mir so gut, mich für die Dauer deines Streams wieder wie ein Kind fühlen zu dürfen, dem all die Sorgen des Erwachsenseins fremd sind.
01:34:25 Kaum zu glauben, dass ich in sechs Wochen schon 40 werde. Ich fühle mich wie eine Hochstaublerin, was das Erwachsensein betrifft. Und dennoch werde ich von Freunden oft um Rat gefragt. Das alles ist irgendwie total surreal. Schön, dass es dir so gut gefällt bei uns und dass du da bist. Einen schönen Abend weiterhin.
01:34:54 Und Jojo Taub kommt 3 Euro rein und er schreibt, schön, dass es dich noch gibt. Wer ist das, Janik? Jojo Taub. Jojo Taub. Schön, dass es mich noch gibt. Ja, ich finde dich auch schön. Ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich so alt werden darf und ich lebe jeden Tag intensiv. Und dann kommt auch noch ein Wassermarsch rein von dem Chuck Seymama. Vielen, vielen Dank.
01:35:26 Aber nichts, Herr Link. Sophia schreibt, mir geht jedes Mal das Herz auf, wenn ich deine Streams sehe. Das freut uns sehr. Und einen schönen Abend weiterhin.
01:35:49 Und Sophia schreibt auch noch, bitte bring ein Einschlafhörbuch raus, deine Stimme ist so beruhigend. Freude, freut mich sehr, freut mich sehr. Ich muss immer mal wieder für Neue erzählen, dass meine Brüder, ja ein verrücktes Kind, ich habe mir immer ein langes Nachthemd meiner Schwester über den Kopf gestülpt und habe mir vorgestellt, das sind meine langen Haare.
01:36:15 Und dann bin ich ins Haus gewandelt und habe Gedichte aufgesagt und Lieder gesungen. Und da sagten meine Brüder immer, Helge, hör auf zu singen, da hast du einen Zehner. Hat mich sehr geärgert, aber ich habe ihn genommen und habe mir was Süßes gekauft. Und heute sagt ihr, ich in die tolle Stimme. Direkt ein Wunder, gell. Ich erzähle es immer ab und zu mal wieder.
01:36:45 ich habe nichts
01:36:59 Jackie schreibt, liebe Grüße von Mexiko. Mexiko? Schrei Wahnsinn, gell Kinder? Und es geht, sowas geht, ja? Natürlich. Ja, geht, geht, geht. Danke dir, danke dir. Freut uns sehr, sehr.
01:37:29 Jenny schreibt, es erinnert mich an die Abende, als mir meine Uroma vorgelesen hat. Das ist schön, Kinder brauchen Märchen. Märchen sind unglaublich wichtig. Das ist wissenschaftlich erwiesen.
01:37:54 Ich weiß nicht, was mir gar nichts mehr kommt, gell? Hier kam dann noch ein Raid rein. Ein was? Ein Raid. Anni, die Eule hat uns mit fünf Zuschauern geradet. Vielen, vielen Dank und das gibt noch ein weiteres Märchen, gell? Okay.
01:38:14 Darf Ende, wenn du jetzt eine Reise machen könntest, wohin würdest du reisen? Ich würde wahnsinnig gern nochmal nach Schottland reisen. Hat mir unglaublich gut gefallen. Die Landschaft, die Menschen und die Gastfreundschaft der Schotten. Aber das ist natürlich alles vorbei. Aber ich habe es gehabt. Ich muss zufrieden sein. Ich war in Schottland.
Vorwahl des Märchens 'Der standhafte Zinnsoldat'
01:38:4101:38:41 Juni wäre es ab, deine Brüder waren halt Flegel ohne Geschmack. Nein, Flegel waren sie nicht. Sie waren eigentlich liebevolle Brüder, gell. Ich habe fünf Brüder gehabt.
01:38:54 wie es sich für Brüder gehört. Nö, nee, aber deine Stimme ist gereift wie guter Wein. Ich danke dir. Aber meine Brüder waren keine Fägel. Die waren sehr liebevoll zu mir. Aber sie hatten halt das Gefühl, ich hätte die hässliche Stimme. Und sie sind ja alle, alle, alle, alle, habe ich sie ja verloren im Krieg. Aber das könnt ihr alles.
01:39:21 Wir werden so ein Buch lesen. Ein ganzes Schicksal. Joke for Smile ist zehn Monate ein süßes Früchtchen. Vielen Dank und einen schönen Abend für dich. Und ein Wassermarsch von Anfarnikam nach Wein. Meine Mundschinke, vielen Dank.
01:39:52 Esperanto, welche Jugendwörter kennst du? Und ein lachendes Miley. Oh, ich glaube, fast keine. Fast keine Jugendwörter. Fällt mir jetzt im Moment auch gar nichts ein.
01:40:15 Wenn du was hast, Jani. Wenn du möchtest, können wir auch noch das Zusatzmärchen vorlesen. Ja, soll ich jetzt aufhören, ja? Dann beende ich die zweite Fragerunde, ja? Ja. Gut. Fabian, nimmst du mir das ab? Ja. Dann kommt jetzt ein Zusatzmärchen. Das habe ich, das Märchen in meiner Runde.
01:40:44 Soll ich den dicken fetten Pfannkuchen vorlesen? Oder der Standtafizitsoldat. Ihr könnt wählen. Oder die Frau Holle wurde sich vorhin gewünscht. Oder auch die Frau Holle, ja. Kann ja auch vorlesen.
01:41:04 Oder Hans im Glück. Ihr könnt wählen. Was soll ich zur Auswahl stellen? Also entweder Frau Holle oder Hans im Glück oder der standhafte Zinssoldat. Eine Sekunde, eine Sekunde. Ich muss es erst aufschreiben. Also Frau Holle, der Zinssoldat. Oder Hans im Glück.
01:41:33 Oder der Frischkönig. Viel Auswahl. Ja? Ja. Abstimmung läuft. Und hier kommt noch ein neues süßes Früchtchen rein. Capo TV ist ein neues süßes Früchtchen. Willkommen und wenn dir das gefällt, bleib bei uns.
01:42:00 Und die meisten haben bis jetzt für den Zinssoldaten gewählt. Bitte? Die meisten haben bisher für den Zinssoldaten gewählt. Da wird sich von A nach B freuen, der heute auch zuhört.
01:42:29 Wenn Sie die meisten gewählt haben, nehmen wir doch das. Ja, noch ein paar Sekunden geht die Abstimmung.
01:42:41 Wir haben ja noch Zeit. 49% haben für den Zinssoldaten gestimmt und das hat gewonnen. War so gut und da wird sich von A nach B freuen, der zuhört. Fabian, wer kriege ich denn von dir? Ja, dann brauche ich aber einmal das grüne Buch. Ach nee, das andere Buch. Das grüne? Das untere. Das blaue? Ja. Danke. Danke dir.
01:43:11 Habe ich eigentlich vom Buch schon was vorgegeben? Ja. Ja, hab ich. Mensch, will ich dich nicht hätte, Fabian. Danke, danke.
Abenteuer des Zinnsoldaten und sein tragisches Ende
01:43:3201:43:32 Also der standhafte Zinnsoldat. Es waren einmal 25 Zinnsoldaten, alle Brüder, denn sie stammten von einem alten, zehnernen Löffel. Sie hielten das Gewehr im Arm und das Gesicht geradeaus. Rot und blau war ihre Uniform. Und es war einmal ein kleiner Junge, der hatte sie zum Geschenk bekommen, denn es war sein Geburtstag. Er nahm den Deckel von der Schachtel und als er die Soldaten erblickte,
01:44:01 klatschte er in die Hände und rief, »Sinn, Soldaten!« Das war das erste Wort, das sie in dieser Welt hörten. Noch einmal rief der Knabe, »Sinn, Soldaten!« Dann hob er sie aus der Schachtel und stellte sie auf dem Tisch auf. Der eine Soldat glich dem anderen aufs Haar. Nur ein einziger war zuletzt gekoßen worden, da hatte das Zinn nicht ausgereicht.
01:44:26 und er hatte nur ein bein aber er stand ebenso fest und sicher auf seinem einen bein wie die andern auf ihren zweien und gerade dieser soldat war es der seltsames erleben sollte auf dem tisch auf welchem sie aufgestellt wurden stand viel anderes spielzeug aber das was am meisten in die augen fiel war ein niedliches schloß von papier kunstvoll war es ausgeschnitten worden
01:44:54 Auf dem Dach wehlen die Fahnen und durch die kleinen Fenster konnte man in die Stube hineinziehen. Vor dem Schloss standen kleine zierliche Bäumchen aufgereiht und dazwischen lag ein kleiner Spiegel, der wie ein klarer See aussah. Schwäne von Wachs schwammen auf dem See und spiegelt sich darin. Das alles war niedlich anzusehen.
01:45:21 Aber das Schönste war doch eine kleine Tänzerin, die mitten in der offenen Schlosstüre stand. Es war, als ob sie aus dem Schloss gesprungen kam. Auch sie war aus Papier geschnitten, aber sie trug ein Röcklein aus klarem Linnen und ein kleines, schmales Band wieder über ihren Schultern, ähnlich einem Gewande. Und mitten darauf trug sie eine glänzende Rose, so groß wie ihr ganzes Gesicht.
01:45:50 Das kleine Mädchen streckte ihre Arme aus, denn sie war eine gute Tänzerin, und dann hob sie das andere Bein so hoch empor, dass es von dem Röcklein umschlossen wurde. Der Zinssoldat konnte es durchaus nicht finden und glaubte nichts anderes, als dass auch sie nur ein Bein habe wie er. Das wäre eine Frau für mich, dachte er. Sie ist aber sehr vornehmen. Sie wohnt in einem Schloss,
01:46:18 Und ich habe nur eine Schachtel, und da sind wir 25 drin. Das ist doch keine Behausung für Sie. Doch ich würde gerne Bekanntschaften mit ihr machen. Auf dem Tisch stand auch eine Schnupftabakdose. Die schien ihm ein gutes Versteck zu sein. Er stellte sich, solange er war, hinter die Schnupftabakdose, und von dort aus konnte er die kleine, feine Tänzerin so recht betrachten.
01:46:44 Sie stand immer noch auf einem Bein und fuhr damit fort, ohne aus dem Gleichgewicht zu geraten. Als es Abend wurde, der kleine Junge und alle Leute im Haus ins Bett gingen, wurden auch all die anderen Zinssoldaten in ihre Schachtel gelegt. Aber um Mitternach fing das Spielzeug an.
01:47:11 miteinander zu spielen. Wir spielten Einladung ins Schloss oder Krieg führen oder Ball werfen. Die Zinssoltaten rasselten in ihrer Schachtel, denn sie wollten gerne dabei sein und mitspielen, aber sie konnten den Deckel nicht abheben. Der Nussknacker schlug Purzelbäume, der Greffel malte lustige Figuren auf die Stieferntafeln. Kurz, es war ein Lärm, dass die Kanarienvögel erwachten.
01:47:38 Der Kanarenvogel erwachte und anfing mitzusprechen. Er sprach sehr schön und in Versen, mitunter sang er auch. Die beiden einzigen, die sich nicht unter Stelle bewegten, waren der Zinssoldat und die Tänzerin. Sie stand kerzengerade auf einer Zehenspitze und hatte beide Arme ausgestreckt. Er war ebenso standhaft auf seinem einen Bein. Seine Augen wandte keinen Augenblick von ihr ab.
01:48:06 Jetzt schlug die Uhr zwölf und platsch, da sprang der Deckel von der Schnupftabakdose auf. Es war nämlich gar kein Schnupftabak darin, sondern das war ein Kunststück von einem Spielzeug. Und aus der Dose sprang ein Kobold.
01:48:22 »Zinnsoldat«, sagte der Kobold und wackelte munter auf seinem Spiraldraht. »Zinnsoldat, sieh doch nicht nach dem, was sich nichts angeht.« Aber der Zinnsoldat tat, als ob er nichts hörte. »Na, dann warte nur bis morgen«, sagte der Kobold, ehe er wieder in seine Dose hineinschlüpfte.
01:48:44 Als es Morgen wurde und die Kinder aufstanden, nahmen sie den Zinssoldaten und stellten ihn ins Fenster. Auf einmal war es nun der Kobold oder war es der Zugwind. Auf einmal flog das Fenster auf und der Soldat fiel Hals über Kopf aus dem dritten Stockwerk hinunter auf die Straße. Das war ein weiterer und schrecklicher Sturz.
01:49:09 Aber der taubere Soldat streckte sein Bein gerade in die Höhe und dann blieb er kopfüber mit dem Bayonett zwischen den Pflastersteinen stecken. Der kleine Junge und das Dienstmädchen gingen zugleich hinunter, ihn zu suchen. Sie kamen ganz nahe an den Hahn, hätten schier ihren Fuß auf ihn gesetzt, aber sie sahen ihn nicht und kehrten unverrichteter Dinge ins Haus zurück. Nicht wahr?
01:49:35 Der Zinssoldat hätte rufen sollen. Hier bin ich, hätte er rufen sollen. Dann hätten sie ihn wohl gefunden.
01:49:44 Allein er fand es nicht passend, laut zu schreien, weil er in Uniform war. Und so blieb er liegen. Nun fing es an zu regnen. Bald fielen die Tropfen dichter und endlich wurde es ein Plattregen. Das Wasser strömte über die Pflastersteine und sammelte sich in der Rinne. Als es vorüber war, kamen zwei Straßenbuben. »Oh, sieh einmal«, riefen sie, »da liegt ein Zimpfel da. Das ist ein schönes Spielzeug.«
01:50:13 Der muss in einem Schiff fahren und weit hinaus ins Leben. Sie falteten aus einer Zeitung einen Kahn, setzten den Zinnsoldaten hinein und schoben das Schiffchen ins Wasser. Da fuhr der Zinnsoldat in seinem stolzen Schiff den Rindstein hinunter. Die Kinder liefen nebenher, klatschten in die Hände und freuten sich. Der Regen aber hatte das Wasser im Rindstein zu einem reißenden Strom anwachsen lassen.
01:50:40 Die Wellen gingen hoch, das Papierboot schaukelte auf und nieder und manchmal drehte es sich so geschwind, dass der Zinnsoldat biebte. Aber er blieb standhaft, verzog keine Miene, sah geradeaus und hielt das Gewehr im Arm. Plötzlich rief der Kahn unter eine lange Rindsteinbrücke. Da wurde es so dunkel, als wäre er wieder in der Schachtel. »Wohin mag ich nun kommen?« dachte er.
01:51:10 An allem ist der Kobold schuld. Ach, säße doch die kleine Tänzerin hier mit im Kahn. Dann möchte es meinetwegen noch einmal so dunkel sein. Da kam eine große Wasserratte, gekrochen, die wohnt unter der Strutscheinbrücke.
01:51:29 »Ja, da«, rief die Ratte, »Hast du einen Pass?« »Seig mir deinen Pass!« Aber der Zinserlatsch wieg und hielt das Gewehr noch fester. Das Schiffchen fuhr unaufhaltsam weiter und die Ratte huschte hinterher. Sie fauchte, fletschte die Zähne und rief den der umtreibenden Holzspänen und Strohhalm zu. »Haltet ihn! Haltet ihn! Er hat seinen Pass nicht gezeigt!«
01:51:56 Er hat keinen Zoll gezahlt, er darf nicht weiterfahren. Aber die Strömung wurde stärker und immer stärker, und der Zinnsoldat konnte schon, da wo die Brücke aufhörte, den hellen Tag erblicken. Doch zugleich hörte sein Ohr einen furchterregenden Klang, ein Sausen und Brausen, das einen tapferen Mann wohl in Angst und Schrecken versetzen konnte.
01:52:22 denn die Gosse mündete da, wo die Brücke endete, in einen großen Kanal. Das Wasser stürzte in den breiten Strom hinab und das war für den Zinssoldaten ebenso gefährlich, wie es für uns eins wäre, einen Wasserfall hinunterzufahren. Nun war er schon so nahe daran, dass er nicht mehr anhalten konnte. Das Papierbote fuhr hinaus,
01:52:48 Der arme Zinssoldat hielt sich so steif, wie er nur konnte. Niemand sollte ihm nachsagen, der es in den Augen geblinzelt hätte. Das Schiffchen wirbelte in dem Stohl um und um und war bis zum Rand mit Wasser gefüllt. Es fing an zu sinken. Der Zinssoldat stand bis zum Hals im Wasser und tiefer und tiefer sang der Kahn. Mehr und mehr löste das Wasser sich auf. Nun stieg das Wasser über den Soldatenkopf.
01:53:17 Da dachte er an die kleine, niedliche Tänzerin, die er nie mehr zu Gesicht bekommen sollte, und in seinen Ohren schlang ein trauriges, altes Soldatenlied. »Fahre hin, o Kriegesmann, den Tod musst du erleiden.«
01:53:34 Nun zerriss das aufgeweichte Papier, und der Zinssoldat stürzte in die Tiefe, doch im Augenblick wurde er von einem großen Fisch verschlungen. Ach, wie dunkel war es im Fischleim! War es noch viel finsterer als in der Rindsteinbrücke, und dann war es da sehr eng. Aber der Zinssoldat blick standhaft und lag lang ausgestreckt im Fischmagen, das Gewehr im Arm.
01:54:01 Der Fisch schaum hin und her und hin und her, machte schreckliche Bewegung und wurde endlich ganz still. Plötzlich öffnete sich ein Spalt.
01:54:15 Das Licht schien klar herein und eine Stimme rief ganz laut. Der Zinn, Soldat! Der Fisch war gefangen, auf den Markt gebracht, verkauft und in die Küche hinaufgetragen worden, wo die Küchen ihn mit einem großen Messer aufschnitt. Sie stutzte, fasste den Soldaten mit spitzen Fingern mitten um den Leib und trug ihn in die Stube. Alle sollten den merkwürdigen Mann sehen, der im Magen eines Fisches herumgereißt war.
01:54:44 aber der zinnsoldat war nicht stolz sie stellten ihn auf den tisch und da besonderbar kann es so sein auf der welt da war der zinnsoldat in derselben stube in der er früher gewesen war er sah dieselben kinder und dasselbe spielzeug dasselbe herrliche schloss stand auf dem tisch und vor dem schlöss tor stand die niedliche kleine tänzerein sie hielt sich immer noch auf dem einen bein
01:55:13 und streckte das andere hoch in die Luft. Sie war auch standhaft. Das röte den Soldaten. Er war nah daran, innen zu weinen. Es schickte sich nicht. Es sah sie an, es sagte nichts. Dann nahm einer der kleinen Knaben, ohne ein Wort zu sagen, den Zimtssoldaten und warf ihn in das Kaminfeuer.
01:55:37 Es war sicher der Kobold in der Schnupferbackdose, der schuld daran war. Der Zinsalat stand grell beleuchtet da und fühlte eine Hitze, die schrecklich war. Er wusste aber nicht, ob sie von dem wirklichen Feuer oder von der Liebe her rührte. Die Farben waren vor ihm abgegangen. Hatte er sie auf der Reise verloren oder war der Kummer daran schuld? Er sah das papierende Mädchen an.
01:56:04 Sie sah ihn an und er fühlte, dass er schmolz. Aber noch stand er standhaft mit dem Gewehr im Arm. Da ging die Tür auf, der Wind erkriff die Tänzerin und sie flog wie ein Schmetterlein in den Ofen zum Zinssoldaten, losete in den Flammen auf und fort war sie. Da schmolz der Zinssoldat zu einem Klumpel.
01:56:30 Als das Mädchen am anderen Tag Asche ausräumte, fand sie ihn als ein kleines Herz. Von der Tänzerin war nur eine Blitterrose geblieben, die kohlschwarz gebrannt war. Das war ein schönes Märchen, gell? Ja. Und was kommt jetzt? Was kommt jetzt?
01:57:00 Voranachb schreibt noch, vielen Dank für den Zinssoldat. Habe ich mir gedacht, dass dich freut. Was kommt mir jetzt, Kinder? Ein Gedicht noch. Genau. Ein Gedicht kommt noch. Oh ja, jetzt kommt noch ein Gedicht.
Gedichtvortrag und Stream-Abschluss
01:57:2601:57:26 Aus der blauen Einsamkeit der Wälder Tönt verspätet eines Vogels leht. Heimlich flüstert noch das Schilf im Rät, Und der Wind geht grüßend durch die Felder. Duftend blüht der Thymian an den Wegen, Rosen hangen purpurrot am Don. Heimlich zirpen und das goldene Korn Neigt die Ehren schwer vom Erntesegen.
01:57:54 Die Wälder sind so tief und schwarz und schön. Ich aber muss zu meinem Worte stehen und muss noch Meilen, ehe ich schlafe, gehen. So, das war jetzt das Gedicht. Dann bleibt uns nur noch übrig, Gute Nacht zu sagen. Das werden wir schnell mal vorlesen, gell? Gute Nacht zu sagen. Bleibt euch treu.
01:58:25 Hilft denen, die ärmer sind als ihr. Ade, eure Momenadenoma, Enkel Janik und Walenkel Fabian. Und der Fabian macht bitte die Kerze aus. Ich danke dir.