Im Rahmen des Abends wurden bekannte Märchen vorgetragen. Dazu zählte die Geschichte von König Drosselbart und dem Goldenen Vogel. Der Fokus lag auf der traditionellen Erzählkunst und dem Austausch mit der Community, der persönliche Einblicke ermöglichte.

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Märchenstunde mit König Drosselbart

00:02:58

00:02:58 Willkommen auf der Märcheninsel bei eurer Marmeladenoma Enkel Janik und Fallenkel Fabian und er macht auch gleich eine Kerze an für alle die Kranken und Unglücklichen. So, Fabian entzündet die Kerze für alle Kranken und Traurigen und Unglücklichen zum

00:03:30 Wir denken an euch alle. Und dann fangen wir an mit der Märchenstunde. Danke dir, Fabian. So, ist es da wieder hin, Janik. Schau. Ich geh ein bisschen weiter vorne, ruhig. Zu dir. Ich mach das gleich. Mach's bitte. Rekulier du das, bitte. Gut. Ach so. Gut.

00:03:55 Das sind alles wieder gewünschte Märchen von euch und das erste Märchen ist der König Drosselbart. Da kommt dauernd dran.

00:04:08 Ein König hatte eine Tochter, die war über allemaßen schön, aber dabei so stolz und übermütig, dass ihr kein Freier gut genug war. Sie wies einen nach dem anderen ab und trieb noch dazu Spott mit ihnen. Einmal ließ der König ein großes Fest anstellen und lud dazu aus der Nähe und Ferne die heiratslustigen Männer ein. Sie wurden alle in eine Reihe nach Rang und Stand geordnet. Erst kamen die Könige,

00:04:37 dann die Herzöge, die Fürsten, Grafen und Freiern, zuletzt die Edelleute. Nun war die Königstochter durch die Reihen geführt, aber an jedem hatte sie etwas auszusetzen. Der eine war ihr zu dick, das Weinfass sprach sie, der andere zu lang, lang und schwank hat keinen Gang, der dritte zu kurz, kurz und dick hat kein Geschick, der vierte zu blass, der bleiche tot, der fünfte zu rot.

00:05:06 Der Zinshahn. Der sechste war nicht gerade genug. Grünes Holz hinterm Ofen getrocknet. Und so hatte sie an einem jeden etwas auszusetzen.

00:05:17 Besonders aber machte sie sich für einen guten König lustig, der ganz oben stand und dem das Kinn ein wenig krumm gewachsen war. »Ei«, rief sie und lachte, »der hat ein Kinn wie die Drossel einen Schnabel« und seit der Zeit bekam er den Namen Drosselbart. Der alte König aber, als er sah, dass seine Tochter nichts tat, als über die Leute zu spotten und alle Freier, die versammelt waren, verschmähte,

00:05:45 wurde zornig und schwur sie sollte den ersten besten bettler zum manne nehmen der vor seine türe kam ein paar tage später hub ein spielmann an unter dem fenster zu singen und damit ein geringes almosen zu verdienen

00:06:02 als es der könig hörte sprach er laßt ihn heraufkommen dadurch fiel man ein seinen schmutzigen verlumpten kleidern sang vor dem könig und seiner tochter und bat als er fertig war um eine milde gabel der könig sprach dein gesang hat mir so wohl gefallen daß ich dir meine tochter da zur frau geben will

00:06:25 Die Königstochter erschrak, aber der König sagte, ich habe den Eid getan, dich dem ersten besten Bettelmann zu geben, den will ich auch halten. Es half keine Einrede, der Pfarrer wurde geholt und die Königstochter musste sich gleich mit dem Spielmann trauen lassen. Als das geschehen war, sprach der König, nun schickt es sich nicht, dass du als ein Bettelweib noch länger in meinem Schloss bleibst, du kannst nur mit deinem Manne fortziehen.

00:06:55 Der Bettelmann führte sie an der Hand hinaus und sie musste mit ihm zu Fuß fortgehen. Als sie an einen großen Wald kamen, da fragte sie, ach, wem gehört der schöne Wald? Der gehört dem König Drosselbart. Hättest du ihn genommen, so wär er dein. Ich arme Jungverzahrt, ach, hätt ich genommen den König Drosselbart.

00:07:20 Darauf kam sie über eine Wiese. Da fragte sie wieder. Wem gehört die schöne grüne Wiese? Die gehört dem König Drosselbart. Hättest du ihn genommen, so wär sie dein. Ich arme Jung verzart, ach, hätt ich genommen den König Drosselbart.

00:07:39 Dann kamen sie durch eine große Stadt. Da fragte sie wieder, wem gehört diese schöne große Stadt? Sie gehört dem König Drosselbart. Hättest du ihn genommen, so wär sie dein. Ich arme Jungferzat, ach, hätt ich genommen den König Drosselbart.

00:07:59 Es gefällt mir gar nicht, sprach der Spielmann, dass du dir immer einen anderen zum Manne wünschst. Bin ich dir nicht gut genug? Endlich kam sie an ein ganz kleines Häuschen, da sprach sie. Ach Gott, was ist das Haus so klein? Wem mag das elende, winzige Häuschen sein? Der Spielmann antwortete, das ist mein und dein Haus, wo wir zusammen wohnen.

00:08:28 Sie musste sich bücken, damit sie zu der niedrigen Tür hineinkam. Wo sind die Diener? sprach die Königstochter. Was, Diener? sagte der Bettelmann. Du musst selber tun, was du willst getan haben. Mach nur gleich Feuer an und stell Wasser auf, dass du mir mein Essen kochst. Ich bin ganz müde.

00:08:49 Die Königstochter verstand aber nichts vom Feuereinmachen und Kochen. Und der Bettelmann musste selber mit Hand anlegen, dass es noch so leidlich ging. Als sie die schmale Kost verzehrt hatten, legten sie sich zu Bett, aber morgen trieben sie schon ganz früh heraus, weil sie das Haus besorgen sollte.

00:09:10 Ein paar Tage lebten sie auf diese Art schlecht und recht und zehrten ihren Vorrat auf. Da sprach der Mann, Frau, so geht's nicht lange, dass wir hier zehren und nichts verdienen. Du sollst Körbe flechten. Er ging aus, schnitt Weiden und brachte sie heim. Da fing sie an zu flechten, aber die harten Weiden strachen ihr die zarten Hände wund.

00:09:36 Ich sehe, das geht nicht, sprach der Mann. Spinnlieber, vielleicht kannst du das besser. Sie setzte sich hin und versuchte zu spinnen. Aber der harte Faden schmied ihr bald in die weichen Finger, dass das Blutzahn herunterlief.

00:09:52 Siehst du, sprach der Mann, du taugst keine Arbeit, mit dir bin ich schlimm angekommen. Nun will ich es versuchen und einen Handel mit Töpfen und irrendem Geschirr anfangen. Du sollst dich auf den Markt setzen und die Ware feil halten. Ach, dachte sie, wenn auf den Markt Leute aus meines Vaters Reich kommen und sehen mich da sitzen und feil halten, wie werden sie mich verspotten.

00:10:18 Aber es half nichts. Sie musste sich fügen, wenn sie nicht hungers sterben sollten.

00:10:24 Das erste Mal ging es gut, denn die Leute kauften der Frau, weil sie so schön war, gern ihre Ware ab und bezahlten, was sie forderte. Ja, viele gaben ihr das Geld und ließen ihr die Töpfe noch dazu. Nun lebten sie von dem Erworbenen, solange es dauerte. Da handelte der Mann wieder eine Menge Neues Gescheh ein. Sie setzte sich damit an eine Ecke des Marktes und stellte es um sich her und hielt feil.

00:10:51 Da kam plötzlich ein trunkener Hosea dahergejagt und tritt geradezu in die Töpfe hinein, das alles in tausend Scherben zersprang. Sie fing an zu weinen und wusste vor Angst nicht, was sie anfangen sollte. Ach, wie wird mir's ergehen, rief sie, was wird mein Mann dazu sagen. Sie lief heim und erzählte ihm das Unglück.

00:11:19 Wer setzt sich auch an die Ecke des Marktes mit irrendem Geschirr, sprach der Mann. Lass nur das Weinen. Ich sehe wohl, du bist zu keiner ordentlichen Arbeit zu gebrauchen. Da bin ich zu unseres Königs Schloss gewesen und habe gefragt, ob sie nicht eine Küchenmarkt brauchen könnten. Und sie haben mir versprochen, sie wollten dich dazu nehmen. Dafür bekommst du freies Essen.

00:11:43 Nun war die Königstochter eine Küchenmacht, musste dem Koch zur Hand gehen und die sauerste Arbeit tun. Sie machte sich in beiden Taschen ein Töpfchen fest, darin brachte sie nach Hause, was ihr von dem übrig gebliebenen zuteil wurde und davon ernährten sie sich. Es trug sich zu, dass die Hochzeit des ältesten Königssohnes gefeiert werden sollte. Da ging die arme Frau hinauf, stellte sich vor die Saaltüre und wollte zusehen.

00:12:12 Als die Lichter angezündet waren und immer einer schöner als der andere hereintrat und alles voll Pracht und Herrlichkeit war, da dachte sie mit bedrödem Herzen an ihr Schicksal und verwünschte ihren Stolz und Übermut, der sie erniedrigt und in so große Armut gestürzt hatte.

00:12:31 Von den köstlichen Speisen, die da ein- und ausgetragen wurden und von denen der Geruch zu ihr aufstieg, warfen ihr die Diener manchmal ein Verbrocken zu. Die tat sie in ihr Töpfchen und wollte es heimtragen.

00:12:44 Auf einmal trat der Königssohn herein, war in Samt und Seil die gegleitet und hatte goldene Ketten um den Hals. Und als er die schöne Frau in der Tür stehen sah, ergriff sie bei der Hand und wollte mit ihr tanzen. Aber sie weigerte sich und erschrak, denn sie sah, dass es der König Drosselbart war, der um sie gefreit und den sie mit Spott abgewiesen hatte.

00:13:09 Aber ihr Streufen half ihr nichts. Er zog sie den Saal, dazu riss das Band, an dem die Taschen hingen und die Töpfe fielen heraus, dass die Suppe floss und die Brocken umhersprangen. Und wie das die Leute sahen, entstand ein allgemeines Gelächter und Spotten und sie war so beschämt, dass sie sich lieber tausend Klafter unter die Erde gewünscht hätte.

00:13:32 Sie sprang zur Tür hinaus und wollte ihn fliehen. Aber auf der Treppe holte sie einen Mann ein und brachte sie zurück. Und wie sie ihn ansah, war es wieder der König Drosselbart.

00:13:44 Er sprach ihr freundlich zu. Fürchte dich nicht, ich und der Spielmann, der mit dir in dem edelnden Häuschen gewohnt hat, sind eins. Dir zuliebe habe ich mich so verstellt und der Hussar, der dir die Töpfe in zwei geritten hat, bin ich auch gewesen. Das alles ist geschehen, um deinen stolzen Sinn zu beugen und dich für deinen Hochmut zu strafen, womit du mich verspottet hast.

00:14:10 Da weinte sie bitterlich und sagte, ich habe großes Unrecht gehabt und bin nicht wert, deine Frau zu sein. Er aber sprach, tröste dich, die bösen Tage sind vorüber, jetzt wollen wir unsere Hochzeit feiern. Da kamen die Kammerfrauen und tat mir die prächtigsten Kleider an und ihr Vater kam und der ganze Hof und wünschten ihr Glück zu ihrer Vermählung mit dem König Drosselbart. Und die rechte Freude

Das Märchen vom Goldenen Vogel

00:14:38

00:14:38 Fing jetzt erst an. Ich wollte, du und ich, wir wären dabei gewesen. So, das war das erste Märchen. Das zweite gewünschte Märchen ist der goldene Vogel. Der goldene Vogel.

00:15:21 Es war vor Zeiten ein König, der hatte einen schönen Lustgarten hinter seinem Schloss. Darin stand ein Baum, der goldene Äpfel trug. Als die Äpfel reiften, wurden sie gezählt, aber gleich den nächsten Morgen fehlte einer. Das war dem König gemeldet und er befahl, dass alle Nächte unter dem Baume Wache sollte gehalten werden. Der König hatte drei Söhne. Davon schickte er den Ältesten bei anbrechender Nacht in den Garten.

00:15:49 Wie es aber Mitternacht war, konnte er sich den Schlag nicht mehr wehren und am nächsten Morgen fehlte wieder ein Apfel. In der folgenden Nacht musste der zweite Sohn wachen, aber dem erging es nicht besser. Als es zwölf Uhr geschlagen hatte, schlief er ein und morgens fehlte ein Apfel. Jetzt kam die Reihe zu wachen an den dritten Sohn. Der war auch bereit, aber der König traute ihm nicht viel zu und meinte, er würde noch weniger ausrichten als seine Brüder.

00:16:19 Endlich aber gestattete er es doch. Der Jüngling legte sich also unter den Baum, wachte und ließ den Schlaf nicht Herr über sich werden. Als es zwölf schlug, so rauschte etwas durch die Luft und er sah im Mondschein einen Vogel daherfliegen, dessen Gefieder ganz von Gold glänzte. Der Vogel ließ sich auf den Baume nieder und hatte eben einen Apfel abgepickt. Als er Jüngling einen Pfeil auf und schoss, der Vogel entfloh

00:16:48 Aber der Pfeil hatte sein Gefieder getroffen und eine seiner goldenen Federn fiel herab. Der Jüngling hob sie auf, brachte sie am anderen Morgen zum König und er erzählte ihm alles. Der König versammelte seinen Rat und jedermann erklärte, eine Feder wie diese sei nicht wert als das gesamte Königreich.

00:17:10 ist die feder so kostbar erklärte der könig so hilft mir auch die eine nichts sondern ich will und muß den ganzen vogel haben der älteste sohn machte sich auf den weg verließe sich auf seine klugheit und meinte den goldenen vogel schon zu finden

00:17:28 Wie er eine Strecke gegangen war, sah er an dem Rande eines Waldes einen Fuchs sitzen, legte seine Flinte an und zielte auf ihn. Der Fuchs rief, schieß mich nicht, ich will dir dafür einen guten Rat geben. Du bist auf dem Weg nach dem Goldenen Vogel und wirst heute Abend in ein Dorf kommen, wo zwei Wirtshäuser einander gegenüberstehen. Eins ist hell erleuchtet und es geht er nicht lustig so, das andere aber nicht.

00:17:57 Da kehr nicht ein, sondern geh jedes andere, wenn es auch schlecht aussieht.

00:18:06 Wie kann mir wohl so ein albernes Tier einen vernünftigen Rat geben, dachte der Königssohn und drückte los. Aber er fehlte den Fuchs, der den Schwanz streckte und schnell in den Wald lief. Darauf setzte er seinen Weg fort und kam abends in das Dorf, wo die beiden Wirtshäuser standen. In dem einen ward gesungen und gesprungen, das andere hatte ein armseliges, betrübtes Aussehen.

00:18:31 Ich wäre wohl ein Nacht, dachte er, wenn ich in das lumpe Gewürzhaus ginge und das schöne liegen ließ. Also ging er in das lustige Gewürzhaus, lebte da in Saus und Braus und vergaß den Vogel, den Vater und alle guten Lehren. Als der älteste Sohn nicht nach Hause zurückkam, so machte sich der zweite auf den Weg und wollte den goldenen Vogel suchen.

00:18:55 Wie dem Ältesten begegnete ihm der Fuchs und gab ihm einen guten Rat, den er nicht achtete. Er kam zu den beiden Wirtshäusern, wo sein Bruder am Fenster des einen stand, aus dem Juhl erschallte und ihn anrief. Er konnte nicht widerstehen, ging hinein und lebte nur seinen Lüsten.

00:19:16 Wiederum verstrich eine Zeit, da wollte der jüngste Königssohn ausziehen und sein Lied, sein Heil versuchen. Der Vater aber wollte es nicht zulassen. Es ist vergeblich, sprach er, der wird den goldenen Vogel noch weniger finden als seine Brüder. Und wenn ihm ein Unglück geschieht, so weiß er sich nicht zu helfen, es fehlt ihm am besten. Doch endlich, wie keine Ruhe mehr da war, ließ er ihn sehen.

00:19:45 Vor dem Wald saß wieder der Fuchs, bat um sein Leben und erteile ihm guten Rat. Der Jüngling war gutmütig und sagte, sei ruhig Fuchslein, ich tue dir nichts zuleide. Es sollte dich nicht geräuen, sagte der Fuchs, und damit du schneller fortkommst, versteig hinten auf meinen Schwanz und kaum hatte er sich hingesetzt, so fing der Fuchs an zu laufen und zu laufen und da ging es über Stock und Stein, dass die Haare im Winde pfeffen.

00:20:14 Als sie zu dem Dorf kam, schickte der Jüngling ab, befolgte den guten Rat und kehrte, ohne sich umzusehen, in das geringe Wirtshaus ein, wo er ruhig übernachtete.

00:20:26 Am anderen Morgen, wie er auf das Feld kam, saß da schon der Fuchs und sagte, ich will dir weiter sagen, was du zu tun hast. Geh du immer geradeaus, geradeaus, endlich wirst du an ein Schloss kommen, vor dem eine ganze Schar Soldaten liegt. Aber kümmere dich nicht darum, denn sie werden alle schlafen und schnarchen. Geh mittendurch und geradewegs in das Schloss hinein und geh durch alle Stuben.

00:20:54 Zuletzt wirst du in eine Kammer kommen, wo ein goldener Vogel in einem hölzernen Käfig hängt. Nebenan steht ein leerer Goldkäfig zum Prunk. Aber hüte dich, dass du den Vogel aus seinem schlechten Käfig herausnimmst und ihn prächtigen tust, sonst möchte es dir schlimm ergehen. Nach diesen Worten streckt der Fuchs...

00:21:26 wieder seinen schwanz aus der königssohn satz auf und dann ging es wieder über stock und stein daß die haare im winde pfeffen als er bei dem schloß angelangt war fand er alles so wie der fuchs gesagt hatte der königssohn kam in die kammer wo der goldene vogel in einem hölzernen käfig saß und ein goldener stand daneben die drei goldenen äpfel aber lagen in der stube umher

00:21:49 Da dachte er, es wäre lächerlich, wenn er den schönen Vogel in den schlechten Käfig ließe. Er öffnete die Tür, packte ihn und setzte ihn in den goldenen. In dem Augenblick aber tat der Vogel einen durchdringenden Schrei. Die Soldaten erwachten, stürzten herein und führten ihn ins Gefängnis.

00:22:11 Denn an den Morgen wurde er vor Gericht gestellt und er alles Bekannte zum Tode verurteilt. Doch sagte der König, er wollte ihm unter einer Bedingung das Leben schenken, wenn er ihm nämlich das goldene Pferd brächte, welches noch schneller liefe als der Wind, und dann sollte er obendrein zur Belohnung den goldenen Vogel erhalten.

00:22:33 Der Königssohn machte sich auf den Weg, seufzte aber und war traurig. Denn wo sollte er das goldene Pferd finden? Da sah er auf einmal seinen alten Freund, den Fuchs, an dem Wege sitzen. Siehst du, sprach der Fuchs, so ist es gekommen, weil du mir nicht gehört hast. Doch sei guten Mutes, ich will dir sagen, wie du zu dem goldenen Pferd gelangst. Du musst geradewegs fortgehen.

00:22:58 so wirst du zu einem schloß kommen wo das pferd im stall steht vor dem stall werden die stallknächte liegen aber sie werden schlafen und schnarchen und du kannst geruhigt das goldene pferd herausführen

00:23:12 Aber eines musst du in Acht nehmen. Leg ihm den schlechten Sattel von Holz und Leder auf und ja, nicht den goldenen, der dabei hängt, sonst wird es dir schlimm vergehen. Dann stricke der Fuchs seinen Schwanz aus, der Königsson setzt sich auf und es ging fort über Stock und Stein. Alles traf so ein, wie der Fuchs gesagt hatte. Er kam in den Stall, wo das goldene Pferd stand. Als er ihm aber den schlechten Sattel auflegen wollte, so dachte er.

00:23:41 Ein so schönes Tier wird verschändet, wie ich ihm nicht den guten Sattel auflege, der ihm gebührt. Kaum aber berührte der goldene Sattel das Pferd, so fing es an, laut zu wichern. Die Steignächte erwachten, ergriffen den Jüngling und warfen ihn ins Gefängnis.

00:23:59 Am anderen Morgen wurde er vom Gericht zum Tode verurteilt, doch versprach ihm der König, ihm das Leben zu schenken und dazu das goldene Pferd, wenn er die schöne Königstochter vom goldenen Schlosse herbeischaffen könnte. Mit schwerem Herzen machte sich der Jüngling auf den Weg, doch zu seinem Glück fand er bald den treuen Fuchs.

00:24:20 Ich solle dich nur deinem Onkel überlassen, sagt der Fuchs, aber ich habe Mitleid mit dir und will dir noch einmal aus deiner Not helfen. Dein Weg führt dich gerade zu dem goldenen Schloss. Abends wirst du anlangen und nachts, wenn alles still ist, dann geht die schöne Königstochter ins Badehaus, um da zu baden.

00:24:40 Und wenn sie hineingeht, so springe auf sie zu und gebe einen Kuss. Dann folgt sie dir. Und du kannst sie fortführen. Nur dulde nicht, dass sie vorher von ihren Eltern Abschied nimmt. Sonst kann ich dir schlimm ergehen. Dann strecke der Fuchs seinen Schwanz, der Königin setze sie darauf und so ging es wieder über Stock und Stein.

00:25:02 Als er beim goldenen Schloss ankam, wartete er bis Mitternacht. Als alles im tiefen Schlafe lag und die schöne Jungfrau ins Badehaus ging, sprang er hervor und gab er einen Kuss. Sie sagte, sie wollte gerne mit ihm gehen. Bad ihn aber flehentlich und mit Tränen. Er möchte ihr erlauben, vorher von den Eltern Abschied zu nehmen.

00:25:24 Er widerstand anfänglich ihren Bitten. Als er aber immer mehr weinte und ihm zu Fuß fiel, so gab er endlich nach. Kaum aber war die Jungfrau zu den Betten ihres Vaters getreten, so wachte er und alle anderen, die im Schloss waren, auf und der Jüngling wurde festgehalten und ins Gefängnis gesetzt.

00:25:45 Am anderen Morgen sprach der König zu ihm, dein Leben ist verwirrt und du kannst bloß Gnade finden, wenn du den Berg abträgst, der vor meinem Fenster liegt, über welchen ich nicht hinaussehen kann. Und das musst du binnen acht Tagen zustande bringen. Gelingt dir das, so sollst du meine Tochter zur Belohnung haben. Der Königssohn fing an, grob und grob und schaufelte und schaufelte, ohne abzulassen.

00:26:13 Als er aber nach sieben Tagen sah, wie wenig er angerichtet hatte und all seine Arbeit so gut wie nichts war, so fiel er in große Traurigkeit und gab alle Hoffnung auf. Am Abend des siebenen Tages aber erschien der Fuchs und sagte, du verdienst nicht, dass ich dir noch einmal helfe.

00:26:51 Aber geh nur hin und lege dich schlafen. Ich will die Arbeit für dich tun. Am anderen Morgen, als er erwachte und zum Fenster hinaussah, so war der Berg verschwunden. Der Jüngling eilte voller Freude zum König und meldete ihm, dass die Bedingung erfüllt wäre und der König musste wollen oder nicht, er musste wort halten und ihm seine Tochter geben. Nun zogen die beiden zusammen fort. Und es werde nicht lange, so kam der treue Fuchs zu ihnen.

00:27:19 Das beste hast du zwar, sagte er, aber zu der Jungfrau aus dem goldenen Schloss gehört auch das goldene Pferd. Wie soll ich das bekommen, fragte der Jüngling. Das will ich dir sagen, sagte der Fuchs. Zuerst bringt den König, der dich nach dem goldenen Schloss geschickt hat, die schöne Jungfrau. Da wird unerhörte Freude sein. Sie werden dir das goldene Pferd gerne geben und werden dir es vorführen. Setz dich alsbald auf und reiche allen zum Abschied die Hand.

00:27:48 zur letzten schönen Jungfrau. Und wenn du sie gefasst hast, so zieh sie mit einem Schwung hinauf und jage davon und niemand ist imstande, dich einzuholen.

00:27:59 Alles wurde glücklich vollbracht und der Königssohn führte die schöne Jungfrau auf dem goldenen Pferde fort. Der Fuchs blieb nicht zurück und sprach zu dem Jüngling, jetzt will ich dir auch zu dem goldenen Vogel verhelfen, wenn du nah bei dem Schloss bist, wo sich der Vogel befindet, so dass die Jungfrau absitzen und ich will sie in meine Opfer nehmen.

00:28:20 dann reite mit dem goldenen pferde in den schloßhof bei dem antlitt wird große freude sein und sie werden dir den goldenen vogel herausbringen wie du den küfig in der hand hast sie soll jage zurück und hole dir die jungfrau wieder ab

00:28:35 Als der Anschlag geklückt war und der Königssohn mit seinen Schätzen heimreiten wollte, so sagte der Fuchs, nun sollst du auch für meinen Beistand belohnen, mich. Was verlangst du dafür, sagte der Jüngling, wenn wir in den Wald kommen, so schieß mich tot und hau mir Kopf und Pfoten ab. Das wäre eine schöne Dankbarkeit, sagte der Königssohn, das kann ich unmöglich tun, sprach der Fuchs, wenn du es nicht tun willst, so muss ich dich verlassen.

00:29:05 Ehe ich aber fortgehe, will ich dir einen guten Rat geben. Vor zwei Stunden hüte dich, kauf kein galgen Fleisch und setze dich an keinen Rollenrand. Damit lief er in den Wald.

00:29:18 Der Jüngling dachte, das ist ein wunderliches Tier, das seltsame Grillen hat. Er rittelte der schönen Jungfrau davon und sein Weg führte ihn wieder durch das Dorf, in welchem seine beiden Brüder geblieben waren. Da war großer Auflauf und Lärmen und als er fragte, was da wäre, hieß es, es sollten zwei Leute aufgehängt werden.

00:29:40 Als er näher hinzu kam, sah er, dass es seine Brüder waren, die allerhand schlimme Streiche verübt und alle gut vertan hatten. Er fragte, ob sie nicht könnten freigemacht werden. Wenn ihr für sie bezahlen wollt, sagten die Leute, aber was wollt ihr an diesen schlechten Menschen haben? Und was wollt ihr, euer Geld an sie hängen und sie loskaufen?

00:30:05 Er besann sich aber nicht, zahlte für sie, und als sie freigegeben waren, so setzten sie die Reise gemeinschaftlich fort. Sie kamen in den Wald, wo ihnen der Fuchs zuerst begegnet war, und da es darin kühl und lieblich war und die Sonne heiß brannte, so sagten die beiden Brüder, lasst uns hier an dem Brunnen ein wenig ausruhen, essen und trinken. Er blickte ein, und während des Gesprächs vergaß er sich, setzte sich an den Brunnenhand und dachte an nichts Arges.

00:30:35 Aber die beiden Brüder warfen ihn rückwärts in den Brunnen hinein, nahmen die Jungfrau das Pferd und den Vogel und zogen heim zu ihrem Vater. Da bringen wir nicht bloß den Goldenen Vogel, sagten sie. Wir haben doch das Goldene Pferd und die Jungfrau von dem Goldenen Schloss. Da war große Freude. Aber das Pferd fraß nicht, der Vogel pfiff nicht und die Jungfrau saß und weinte und weinte.

00:31:02 Der jüngste Bruder war aber nicht umgekommen. Der Brunnen war zum Glück trocken und er fiel auf weiches Moos, ohne Schaden zu nehmen. Konnte aber nicht wieder heraus. Auch in dieser Not verließ ihn der treue Fuchs nicht, kam zu ihm herabgesprungen und schallte ihn, dass er seinen Rat vergessen hätte.

00:31:23 Ich kann es aber doch nicht lassen, sagte der Fuchs. Ich will dir wieder an das Tageslicht helfen. Er sagte ihm, er solle seinen Schwanz anpacken und sich festhalten und zog ihn damit in die Höhe. Noch bist du nicht aus aller Gefahr, sagte der Fuchs. Deine Brüder waren deines Todes nicht gewiss und haben den Wald mit Wächtern umstellt. Die sollen dich töten, wenn du dich sehen lässt. Da saß ein armer Mann am Wege.

00:31:53 Mit dem vertauschte der Jüngling die Kleider und gelangte auf diese Weise an das Königshof. Niemand erkannte ihn, aber der Vogel fing an zu singen, das Pferd fing an zu fressen und die schöne Jungfrau hörte mit dem Weinen auf. Der König fragte verwundet, was hat das zu bedeuten? Da sprach die Jungfrau, ich weiß es nicht, aber ich war so traurig.

00:32:19 Und nun bin ich so fröhlich. Es ist mir, als wäre mein rechter Bräutigam gekommen. Sie erzählte dem König alles, was geschehen war, und gleich die anderen Brüder.

00:32:31 die den Tod angedroht hatten, wen sie etwas verraten sollte. Der König ließ alle Leute vor sich bringen, die in seinem Schlosse waren. Da kam auch der Jüngling, als ein armer Mann, in seinen Lumpenkleidern an. Aber die Jungfrau erkannte ihn und fiel ihm um den Hals. Die gottlosen Brüder wurden ergriffen und hingerichtet. Er aber war mit der schönsten Jungfrau vermittelt und zum Erben des Königs bestimmt.

00:32:59 Aber wie ist es dem armen Fuchs ergangen? Lange danach ging der Königsson einmal wieder in den Wald, da begegnete ihm der Fuchs und sagte, du hast nun alles, was du dir gewünscht hast, aber mit meinem Unglück will es kein Ende nehmen und es steht doch in deiner Macht, mich zu erlösen. Und abermals bat er flehentlich, er möchte ihn totschießen und ihm Kopf und Foden abhauen.

00:33:24 Also tat er es doch schweren Herzens, und kaum war das geschehen, so verwandelte sich der Fuchs in einen Menschen und ward niemand anders als der Bruder der schönen Königstochter, der endlich für den Zauber, der auf ihm lag, erlöst war. Und nun fände nichts mehr zu ihrem Glück, solange sie lebten. So, das war das zweite Märchen. Und jetzt kommt wohl eine Fahrrunde.

Interaktion mit der Community und persönliche Einblicke

00:34:00

00:34:00 Ich danke dir, Fabian. Da ist sie. Ja, gut. Vielen Dank. Ja, liebe Nina, deine schöne Überraschung ist angekommen, aber ich hatte noch keine Zeit. Aber Montag bekommst du deine Antwort. Wir haben deine so gelacht und ich habe mich sehr, sehr gefreut. Ich danke dir jetzt schon. Na, geh ab jetzt schnell.

00:34:42 Aju, hallo liebe Oma, wir haben heute mal wieder meine Großeltern besucht. Mit Abstand natürlich war es sehr schön und ein Herz. Wie geht es euch und wie war eure Woche? Nun ja, lieber Aju, es ist halt ein bisschen bedrückend, wenn man nicht raus darf und nicht seine Freunde kommen dürfen, aber es ist eben so weit gelockert, dass der liebe Fabian wieder da ist und da sind wir schon mal froh. Ich lese noch die ganzen süßen Früchte und Spenden vor.

00:35:16 Bio Marmelade ist zwei Monate ein süßes Früchtchen. Vielen Dank. Inori LP ist fünf Monate ein süßes Früchtchen. Danke, danke. Brian Lucas ist sechs Monate ein süßes Früchtchen und schreibt guten Abend zusammen. Euch allen einen tollen Stream. Ich hoffe, es geht ihr, liebe Marmelade-Nummer, und allen anderen gut. Vielen, vielen Dank für deine guten Wünsche und deine süßen Früchtchen. Janik und ich werden dir danken.

00:35:43 Es geht uns gut soweit, ja Janik? Bis auf das Eingesperrtsein von mir. Planlos ist drei Monate ein süßes Früchtchen. Danke. InoriLP schenkt einmal Mondscheinsurfer. Lina, Lisa, Hender und Friendly David ein süßes Früchtchen. Also fünf Stück insgesamt. Die werden sich freuen.

00:36:07 Fnord007 spendet dir 5 Euro und schreibt Dankeschön. Vielen, vielen Dank. Loppy schenkt dir 20 Bits und schreibt Danke für deine Märchen. Ich bedanke mich auch bei dir und es freut mich, dass es dir gefällt. Und hier kam noch eine großzügige Spende rein. Trüffelchen spendet 20 Euro. Vielen, vielen Dank, Trüffelchen. Vielen Dank. Bist du fertig, Keri? Dann mache ich weiter mit...

00:36:35 Mit Fabian Schmidt-Fich. Guten Abend liebe Oma, geht es euch gut? Und fünf sonnengelbe Herzen. Und ich glaube, ich habe dir geschrieben. Ich habe ja Berge von Postkinder. Aber schöne Post, bin sehr glücklich über die Briefe.

00:36:55 Nochmal, Sascha Frings. Hallo Oma, hast du auch solche Probleme mit DPD? Was ist das, Janik? Das ist ein Paketdienst. Die Post. Ich erwarte ein Paket von einem Amazon Marketplace-Händler. Beim ersten Versandversuch gab der Zuteller einfach ein, ich hätte die Einnahme verweigert und machte Feierabend. Beim zweiten Versuch, gestern, das Gleiche. Ja, ich habe manchmal auch Pech mit Paketen vor allen Dingen.

00:37:24 Es wurde auch mal wieder eins zurückgeschickt, aber es ist wieder zurückgekommen zu mir. Und manchmal fällt auch mal ein Brief oder so, aber ich glaube, die sind alle sehr übergelastet. Aber natürlich darf das nicht sein. Tut mir leid für dich, Sascha. Es ist Tüffelchen, nicht Trüffelchen, da habe ich mich verlesen. Ah, Tüffelchen? Tüffelchen? Was ist ein Tüffelchen? Ich weiß es nicht. Aber Trüffelchen, ja, hübsch geht es. Was Feines. Nun.

00:37:54 Sascha, übrigens jetzt wird das Paket per DHL versandt. Vielleicht ein bisschen besser, Janik, oder Fabian, wie ist der das? Ich weiß es nicht, das ist die Post. DHL ist die Post. Das andere ist der deutsche Paket. Superzombiegirl schreibt, na ihr Lieben, heute hat Alice bei einer Kindheitspersönlichkeit mit dem Fanbrief und dem Bild von damals wieder ein bisschen geschaut.

00:38:27 Sie ist fast direkt eingeschlafen, aber es ist wirklich schön für Sie gewesen. Tausend Dank, dass Sie uns immer wieder Hoffnung gibt. Das freut uns sehr. Ich sage, das ist Niklas. Wie geht es dir und Janik und wie findest du die frühen Maßnahmen der Bundesregierung? Liebe Grüße, Niklas. Ja, ich fand die gut. Ich fand die gut und ich finde, dass jetzt zu schnell gehandelt wird. Ich hoffe, es geht nicht wieder schief.

00:39:00 Logikius, hallo meine liebe, liebe Marmeladenoma, fünf lila Herzen, ich wünsche dir und allen anderen einen wunderbaren Sonnabend und ein lachender Smiley. Habt ihr das gehört, ihr zwei? Ja. Wir wünschen dir auch einen schönen Abend und danke, Logikius. Checkliste, wahrscheinlich wieder Werbung, ja, oder? Kann sein, ja. Ja, ich sogar in Englisch. Bio Club Stuhl schreibt, also Hermes ist ja der Meinung, dass meine Adresse nicht existiert.

00:39:32 Wieso das? Was meint er? Dass sie nicht existiert angeblich, laut Hermes. Ach so. Tja, so was habe ich auch mal gehört. Wir waren alle enttäuscht, der Empfänger und auch ich. Und umgekehrt. Der hat einfach zurückgeschickt. So was kommt dauernd wieder vor. Theresa, guten Abend, ihr Lieben. Wie geht es euch? Und ein Smiley.

00:39:59 Vielen, vielen Dank. Uns geht es gut, Theresa. Ich bin ganz im Klaren, wem ich jetzt schon geschrieben habe. Aber ihr bekommt alle Antworten. Es geht jetzt halt ein bisschen länger, weil es sehr viel Post ist im Moment, die mich aber sehr freut. Dann ist es wirklich Werbung-Check-Improvenz. Ich weiß es nicht, ich sehe es ja nicht. Wenn da Promotion unten steht, dann ja. Was steht dort? Promotion. Steht nicht, ja.

00:40:29 von Tobel, easy to use in state of complex theory. Ja, da ist es wahrscheinlich so. Das ist Werbung, gell? Ja. Sascha Frings, DPD und DHL gehören beide zur Deutschen Post. Ja, ist das so? Echt? Okay. Wüsste ich auch nicht.

00:40:49 Es ist wahrscheinlich... Was sagst du, Fabi? DPD ist französisch. DPD ist französisch, sagt der Fabian. Ich glaube, dass die total überlastet sind, weil ja viele Menschen jetzt alles, was sie brauchen, eben bestellen. Tüffelchen schreibt, Tüffel ist ein Dussel oder auch Tollpatsch. Also heißt es doch Trüffelchen, gell? Ein Tüffelchen. Ach so, und du nennst dich selber Tüffelchen. Sag lieber Trüffelchen, das ist was Feines.

00:41:29 Ja, ich denke, das sagt nur immer was bei mir. Läuft ja gar nichts im Moment. Also nicht viel. Toll, die fragt, kannst du mir ein Gute-Nacht-Buch vorlesen? Ein Gute-Nacht-Buch? Also eine Geschichte. Ein ganzes Buch kann ich nicht vorlesen. Gute-Nacht-Geschichten, das haben wir eigentlich auch irgendwo. Ich schreibe es mal auf. Gute-Nacht. Gibt es natürlich. Ich muss bloß nachschauen, ob ich es lesen darf. Aber ich weiß, dass ich irgendwo etwas habe. Mir geht doch nichts, ja nicht.

00:42:12 Auch immer.

00:42:15 Soja Can schreibt DPD gehört nicht zur deutschen Post. Fabian, hast du einen Fehler gemacht? Nein. Du hast es ja gesagt, du hast es richtig gesagt. Nun ja, gut, jetzt wissen wir es. Entschuldige Fabian, gell? Hey, entschuldige, gell? Ja. Und Tüffelchen schreibt, ich bin nicht so der Edelpilz-Fan. Der Edelpilz-Fan. Was immer du auch damit meinst. Sei nicht zu bescheiden.

00:42:46 ATG Garden schreibt Trüffel lecker Trüffel lecker, ja. Ist schon ein besonderer Geschmack, gell. Janik, du bist ja ganz verrückt drauf, auf Trüffel, ja? Fabian, du auch? Finde ich gut, ja. Janik, bei mir läuft das nicht mehr. Dann schauen wir, ob da links oben ein Zurückpfeil ist in blauem. Es ist ganz durcheinander. Oh liebe Erde, Fabian Hilfe!

00:43:23 Ich danke dir. Und Tolgi fragt, wie alt sind Sie, gute Dame? Gute Dame? Die gute Dame wird dieses Jahr im September 89.

00:43:39 Jetzt kommt die Theresa. Ich hatte bis jetzt noch keine Antwort von dir auf meinen letzten Brief bekommen. Aber das ist gar kein Problem. Lass dir Zeit. Ich bin doch genauso wie du geduldig. Ein Smiley und ein Liederherz. Hier mal wieder ein aktuelles Bild von unserem Balkon. Ja, Theresa, ich habe wirklich einen ganzen Bergpust inzwischen. Obwohl ich jeden Tag schreibe, aber...

00:44:03 Es sind ja auch Briefe dabei, die mehrere Seiten haben und die beantworte ich natürlich auch. Ihr bekommt Post. Jeder. Aber es dauert jetzt halt ein bisschen länger. Jetzt kommt das schöne Bild von ihrem schönen Balkon mit dem Stiefmütterchen. Ach, das ist ja wunderbar. Vielen, vielen Dank. Ein bisschen Drehen irgendwann. So, ja? Vielen Dank, Theresa. Du bekommst deine Antwort ganz bestimmt.

00:44:39 Melonesien, auch von meiner Seite wieder einen wunderbaren Abend und fünf lila Herzen und ein Bild. Schauen wir mal, was es bedeutet. Zimmerecke hinter Gittern. Schauen wir mal, Juni. Ein interessantes Bild. Ich weiß aber nicht, ist das ein verlassener Ort oder was? Sieht fest so aus.

00:45:14 Alika, Alice, liebe Alika, guten Abend. Sag ich dir auch und du sagst uns auch guten Abend, ihr Lieben. Schön, dass du dabei bist. Mr. Monoprauer schreibt, danke für die vielen tollen Streams. Ich freue mich immer wieder, dir zuzuhören und auch danke für die Kraft, die du mir immer damit wiedergibst. Freut mich und uns ganz, ganz arg, dass es so gut für dich ist, dass es dir gut gefällt. Wir machen das sehr gerne.

00:45:48 Sascha Frings, bei uns sind ganz viele Dohlen. Aber ich glaube, die wird man nicht sehen können. Die sind so winzig. Kann man die sehen? Ganz leicht kann man die sehen. Ja, ja. Dohlen und Raben gibt es sehr viele hier bei uns.

00:46:07 Fabian Schmid-Fich, bei uns in der Region ist es kein Tüffel, sondern ein Toffel. Wahnsinn, Wahnsinn. Nun ja, ich glaube für dich ist ein Brief unterwegs. Ich weiß es nicht. Wie gesagt, ich weiß es nicht. Aber alles was ich dann schreibe, bringt mir immer das Glibbe von A nach B schnell fort.

00:46:30 Nedonesien, es ist ein verlassenes Fabrikgebäude im Herzen von Leipzig. Habe ich doch gedacht. Ein verlassener Ort. Ich liebe das ja, diese verlassenen Orte. Und das vergitterte Fenster dazu ist ein ganz tolles Bild. Vielen Dank, Nedonesien. Sprech dich aus, Janik. Heute kommt gar nichts raus. Trustee fragt, wo wohnen Sie oben? Wir wohnen in Ettlingen. Das ist eine Kleinstadt bei Karlsruhe in Baden.

00:47:22 So, hübsches Städtchen. Ich weiß nicht, da läuft gar nichts, Janik, bei mir. Dann musst du einfach jetzt so zack, zack was bringen. Ja? Läuft gar nichts, gar nichts, gar nichts.

00:48:00 Superzombie Girl schreibt an Jannik und Fabian, ich finde es übrigens ganz toll, wie ihr für eure Oma da seid. Ihr helft und gemeinsam zu ihr steht. Ich finde diesen Zusammenhalt unter euch wirklich wunderschön. Müsst ihr Antwort geben, ihr zwei. Fabi. Das war doch eine Entfrage. Nein, nein. Ein Lob von euch. Danke schön. Und ich bin auch glücklich, dass ich die zwei da.

00:48:27 bei mir habe. Schon eine Seltenheit, wirklich. Ist mir bewusst. Schoko Hasi schreibt guten Abend zusammen. Hoffe euch geht es allen gut. Guten Abend Schoko Hasi. Uns geht es soweit gut. Die Corona-Geschichte ist schon sehr anstrengend. Aber es gibt Menschen, die sind schlimmer dran als wir.

00:48:53 Logikius, mein kleiner Grähenfreund, hat heute wieder einen Leckerbissen bekommen. Ein lager Smiley und ein lila Herz. Ach, Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn. Ist ein kleiner Leckerbissen. Das ist toll. Muss ich euch teilhaben lassen. Ganz, ganz toll. Der war direkt handzahm. Seht man ihn ja nicht. Du musst noch mal abspielen. Noch mal abspielen. Seht man jetzt?

00:49:30 Ja. Hast du es erwischt? Hat er es erwischt, Janik? Mhm. Gut. Ganz toll. Ganz, ganz. Das hat mir auch gefallen. Schön, schön. Schön logisches. Frau Gönnmülle-Fisch, interessierst du dich für Ahnenforschung? Nun ja, schon in etwa, aber ich habe fast keine Unterlagen.

Literarische Vorlieben und Märchenwünsche

00:50:04

00:50:04 Einerseits ist eines im Krieg kaputt gegangen und andererseits hatte ich Brüder, die das hatten. Aber ich habe noch einen Cousin, der hat eine ganz tolle Anforschung gemacht und mit ihm treffe ich mich demnächst. Schon sehr interessant. ATG Garden fragt, welche Bücher liest du außer Märchen eigentlich noch? Liebezeit. Welche Bücher lese ich? Irgendwo habe ich da eine ganze Masse aufgeschrieben.

00:50:38 Da kann ich euch mal ein paar vorlesen. Ich lese gern Gronin, Mason, John Garthworthy, Charles Dickens, Fontane, Stevenson, Edgar Allan Poe, Werfel, Ken Follett, Peter Bam, Baudelaire, Anja de Sey, Bachmann, Gwen Bristow,

00:51:08 Hemingway, ich kann ja in Englisch lesen sogar, Alexander Dumas, Gottfried Keller, Albert Tifter, Victor Hugo, Somerset Morten, Jane Austen, Luise Erdrich lese ich sehr gern, William Golding auch sehr gern, Margaret Atwood auch sehr gern.

00:51:35 Rasti will als Spracher gilt. Gandhi lese ich sehr gern. Doris Lessing, Ernst Trittmatter, Peter, Hakenjoes.

00:51:45 Horst Bosetzky, Elio, Isabel Allende, ganz all gern, Rilke ganz all gern, wie man weiß, Tottenwalder, Astrid Lindgren, Hugo von Hofmannsthal und Aaron Gandhi. Nur ein kleiner Teil, ich habe wahnsinnig viele Bücher, wahnsinnig viele. Ich bekomme auch immer mal wieder welche. Ich verschenke auch immer mal wieder welche.

00:52:14 Ich kann es seit dem fünften Lebensjahr gar nicht lesen. Das ist meine Lieblingsbeschäftigung mein Leben lang gewesen. Kaffeesatz schreibt, ich bin heute zum ersten Mal hier. Und vorher kannte ich immer nur die brutalen Märchen, die ich immer als Kind gehört habe. Brutale Märchen? Kannst du uns sagen, was für brutale Märchen das sind? Würde mich schon interessieren. Schön, dass du da bist. Willkommen auf der Märcheninsel. Wäre schön, wenn du bei uns bleiben würdest.

00:52:47 15 Leonie 07 Hier ein kleines Bild von meinem Hobby schon seit meinem ersten Lebensmonat. So am ersten Lebensmonat? Wie das? Was ist das für ein Hobby? Könnt ihr das verstehen Janik? Janik? Ist ein Traktor. Aha. Und das seit dem ersten Lebensmonat? Na ja, mit allerhand. Was ist da jetzt wieder passiert? Ja schon, Hanoumack? Ja, das ist sehr erstaunlich für eine Frage.

00:53:31 Danke für die Bilder. Alika Elis, ich habe heute Rückenschmerzen durch innerliche Unruhe, aber jetzt bei euch geht es mir gerade etwas besser. Ach, wir wünschen dir eine gute, gute Besserung, Alika. Von A nach B fragt, welche Musik hörst du zurzeit? Ich? Was höre ich zurzeit? Sehr viele Kate Stevens und... Ach gut, ich kann nicht alles aufzählen. Habe ich doch nicht auch noch einen Zettel.

00:54:04 Welche Musik? Beethoven immer, immer. Wagner auch. Die Beatles höre ich mir an. Elvis Presley, Granberry, O liebe Erde, Zara Leander habe ich auch was. Kelly Family. Oh, das kann ich gerade alle vorlesen, Kinder. Wahnsinnig viel. Aber haben wir da nicht vor, mal was zu machen, Janik? Dann machen wir mal ein Video drüber.

00:54:36 Es ist wahnsinnig viel Musik, die ich mir anhöre. Ich häkle dann dabei. Beautiful Dream schreibt, der Strubelpeter ist auch krass. Was ist der Strubelpeter krass? Ja, das lese ich niemals vor. Habe ich auch meinen Kindern und Kindeskindern nicht vorgelesen. Das ist schwarze Pädagogik. Habe ich nie vorgelesen, werde ich auch nie vorlesen. Wird zwar oft gewünscht, aber ich lese es nicht vor.

00:55:07 Wenn du auch Edgar Allan Poe liest, da fällt mir spontan das Gedicht der Rabe unter anderem in den Sinn. Auch wenn es kein Märchen ist, wäre es doch mal ein schöner Vortrag. Und drei Liederherzen. Janik, kannst du das suchen? Der Rabe von Edgar Allan Poe? Kann ich machen, ja. Wenn es aber grausig ist, schlägt es nicht vor. Das ist ein grauslicher Dichter. Der Rabe.

00:55:36 Kann ich nicht jedem zumuten. Einhorn39 schreibt, guten Abend. Guten Abend. Du schaust nach, Janik. Und vielen Dank, dein Leschen, für die Lila Herzen. Freut mich wie immer sehr. Bringt dich ein, Janik. ATG Garn schreibt, von Edgar Allen Poe mag ich der Untergang des Hauses. Ja, also ich meine, ich lese nicht viel Edgar Allen Poe, aber schon grandios.

00:56:17 Ich habe auch nicht viel von ihm. Und ich weiß nicht, ob es vorlesbar ist. Ich muss mir das erst anschauen mit dem Argen.

00:56:25 Ich will euch ja nicht zum Grausen bringen. Logikius, ich habe gestern bewiesen bekommen, wie schlau mein kleiner Freund ist. Ein Smiley, unsere Krähe hat es geschafft, eine Dose Katzenfutter vom Nachbarn eigenständig zu öffnen. Nee, ein Smiley, er sieht es aber mit Humor. Noch ein Smiley, nicht über die Qualität des Videos wundern, ich musste ranzoomen. Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn. Da schleppt der die Dose ab.

00:57:00 Ich hoffe, man kann es sehen, Janik, her. Kann man es sehen? Ja, man sieht es.

00:57:07 Der reine Wahnsinn. In meiner Kindheit hatten wir auch im Hühnerhof einen zahmen Raben. Den fanden wir beim Spaziergang mit gebrochenem Flügel. Er wurde zwar behandelt, konnte auch nie wieder fliegen. Das war auch sein Teufelskerl. Da war der Herrscher im Hühnerhof. Habe ich euch bestimmt schon erzählt. Und das Mädchen konnte er nicht leiden. Gar nicht.

00:57:33 Wenn wir dann in den Höhnerhof kamen, hat uns immer in die Waden gehackt. Ich hatte furchtbar Angst vor ihm. Das war auch so ein schlauer Kerl. Schön, dass es den Haschlo ging. Ganz, ganz toll, wenn einem Tier vertraut wird. Kleine Fee Yves schreibt, ich fand den Strobelpeter damals als Kind gar nicht so schlimm. Wahrscheinlich aber auch nur, weil ich selber nie was davon gemacht habe. Ja, nee, Strobelpeter ist ganz, ganz schlimm. Ganz, ganz schlimm.

00:58:04 Aber schön, dass es nicht geschadet hat. 5. Leonid 07. Ja, ich wurde einfach von meinem Opa auf den Trecker gesetzt. Und seitdem besteht die Liebe. Und ein lachender und ein wehender Smiley. Na ja, warum nicht? Schön. Für dich schön, wenn es dir gefällt. Die Opas.

00:58:28 Sascha Frings, bald öffnen die Kinos wieder, dann kann ich im Juli endlich Mulan sehen. Was immer das ist, Sascha. Ja, das fehlt dir natürlich, der Kinogänger.

00:58:41 Zah zu 80 schreibt, guten Abend zusammen, habe heute noch eine Antwort erhalten auf einen älteren Brief von mir. Dachte, er wäre verloren gegangen und habe mich umso mehr gefreut, noch eine Antwort zu bekommen. Schreibe auch bald zurück. Liebe Grüße an alle. Ja, das kommt vor, dass ich auch einen Brief bekomme, die ganz lang, was weiß ich, wo die rumgewandert sind. So was kommt auch vor bei der Post. Schön, dass er dich erreicht hat. Bin gespannt darauf.

00:59:10 Auf deinen Brief.

00:59:39 Bestimmt sehr spannend, Sascha. Und noch mal der Sascha, da ergibt sich eine Chance, aus ihrem Heimatdorf zu fliehen und Abenteuer in der Fremde zu erleben. Bestimmt sehr interessant.

00:59:55 Von A nach B schreibt Edgar Allen Poe wäre mal was für Halloween, oder? Oh ja, da hast du recht, da hast recht, ja. Das wäre wirklich was. Aber wie gesagt, ich habe ganz wenig von ihm. Ich müsste mal in die Buchhandlungen schauen. Ich kann dir auch was ausdrucken. Alter, es geht. Natürlich. Ja dann, dann brauche ich nichts kaufen. Warte mal, ich schreibe es auf. Was meinst du für Halloween, ja?

01:00:24 Ist noch lange hin, aber ist gut. Ich danke dir von A nach B. Ich hoffe, es geht dir besser. Macht mir sehr Sorgen. Und ihr könnt noch ein süßes Früchtchen reiten. Kida Kiba ist jetzt ein süßes Früchtchen. Vielen, vielen Dank. Und kleine Fee Y fragt, liest du auch Terry Bradshed? Kenne ich nicht.

01:00:54 Kannst du vielleicht nicht erklären, was er schreibt? Die kenne ich überhaupt nicht.

01:01:01 Alika Ellis, was ich dir schon immer mal erzählen wollte, wir haben seit über einem Jahr einen Grünspecht ganz nahe beim Haus und weil er immer wieder kommt, heißt er nun Hiyau. Das ist indonesisch und heißt grün und ich habe seinen Gesang auch schon aufgenommen. Ach wunderbar, Alika. Ist ja schön. Ich muss irgendwie mal schauen, dass ich was indonesisches finde. Ich glaube, ich habe dir da noch nie Freude machen können. Indonesisch.

01:01:31 Kannst du einmal nachschauen, Janik, gell? Wir versuchen es, einige mal was von Indonesien zu bringen. Logikius, jetzt, wo ich wieder zur Schule muss, kann ich wenigstens wieder schöne Bilder meines Nachhausewegs machen und ein Smiley. Oh ja, das ist sehr schön wieder, Logikius. Sehr, sehr schön. Ist das sehbar, Janik, was so dunkel ist? Ja, man sieht's. Gut, vielen, vielen Dank.

01:02:01 In Ardonis fragt, gibt es ein Land, das du gerne noch besuchen würdest? Ja, ich würde gerne noch mal nach Schottland gehen, aber das ist leider unmöglich geworden. Ich bin sehr, sehr gehbehindert. Aber ich war dort und ich kann mich daran erinnern und habe auch schöne Fotos. Ich habe es gehabt. Fabian Schmidt-Ficht, gute Besserung von A nach B. Ja, der hat sich überlüpft, wenn man das nennt, im Badisch. Hat zu schwer getragen.

01:02:35 Tut mir sehr leid für ihn, Janik, du? Du kennst dein Amt, gell? Wir können so langsam, wenn du möchtest, auch mit dem Tierchen weitermachen. Also ich möchte drei noch von dir haben.

01:03:00 Von A nach B schreibt, ja, meine Kreuzenschmerzen sind deutlich besser. Vielleicht sollte ich in Zukunft meine keine Kühlschränke durch die Briechen schlüpfen. Nein, du bist ja kein Pagger, sondern ganz was anderes. Man muss sich schon in Acht nehmen und überlegen, kann ich das oder kann ich es nicht. Aber ich bin froh, dass dir besser geht. Sehr, sehr froh. Da fliegt eine Fliege um mich rum. Was will die wohl? Ein Gesüßes hier.

01:03:33 Arju, ich würde mir gern das Märchen vom alten Großvater und dem Enkel hören. Ja, das ist ein sehr, sehr lehrreiches Märchen, habe ich natürlich. Wird vorgelesen. Der alte Großvater. Ja, sehr lehrreich. Enkel.

01:04:00 Wenn du es nicht hast, kann ich es dir beim nächsten Brief beilegen. Nein, also musst du nicht. Ich habe so viele, viele Märchenbücher. Und das natürlich ist auch ein sehr bekanntes Wirt vorgelesen.

01:04:13 Ich kann nämlich noch zwei liefern. Kaffeesatz schreibt, meine Oma beschwert sich immer über die Eltern, die die anderen Vögel vertreiben. Naja, das ist halt ihre Natur. Das ist ihre Natur. Es sind schon die, wie sie, ich glaube, sie räumen auch die Nässe aus. Ich mag sie auch nicht so gern, die Eltern. Ich mag sie eigentlich nicht. Aber es ist die Natur. Einer frisst den anderen.

01:04:45 Und Nanti fragt, liebe Marmladenoma, hast du ein Lieblingsessen? Etwas, das du einfach immer gerne isst? Ach, ich bin eigentlich kein großer Esser mehr. Ich habe wirklich...

01:04:59 sehr wenig Hunger. Ich esse Tomaten jeden Tag, das schmeckt mir noch sehr und dann habe ich auf dem Balkon ein Hochbeet mit viel Kräutern. Da pflücke ich mir immer mal eine Hand voll, wenn ich draußen bin. Und Brot brauche ich immer. Das ist noch ein Kriegstrauma. Wenn ich kein Brot im Haus habe, bin ich unglücklich. Butterbrot esse ich jeden Tag. Aber so großartige Gerichte brauche ich nicht mehr. Brauche ich nicht mehr.

01:05:31 So, dann wollen wir aufhören oder willst du noch sagen? Eines kann ich noch vorlesen. Tüffelchen fragt, verträgt die Marmelade-Oma auch Modeschmuck? Ja, ich trage auch Modeschmuck. Und zwar habe ich selber ganz lange Modeketten gemacht. Aber da höre ich jetzt auf, weil meine Hände auch nicht mehr so geschickt sind durch die Arthrose. Aber das trage ich auch natürlich, so lange Ketten und sowas.

01:06:02 Ja, kommt schon vor. So, ich soll aufhören, hast du gesagt, gell? Der Ingo noch. No Frees oder sonstiges. Ich schaue wie jeden Samstag Marmeladen um. Twitch, bester Kanal forever. Ach Gott, Ingo, vielen, vielen Dank. Und ein Bild von mir. Freut mich sehr. Richtig, Janik? Vielen, vielen Dank.

01:06:34 Das, was da steht, muss sie noch sagen, oder? Sascha Frings, ich habe die Zeichentrickversion von Mulan gesehen. Sie will eigentlich nur in die Armee und muss sich dazu als Mann verkleiden. Wie schaurig. Weil Frauen nicht in die Armee dürfen. Sie will aber nicht, dass ihr Vater in den Krieg zieht, denn dieser ist alt und gebrechlich. Sehr interessant wieder, Sascha. Also ich wollte nie in den Krieg. Nie.

01:07:04 Die Alika, weißt du was Grünspechte fressen? Was könnten wir hier auch Gutes tun, damit er noch mehr schöne Pfeiflieder für uns singt? Grünspechte. Es gibt ja so tolles Vogelfutter in den Läden. Das fressen die halt, also die Maisendnödel und so was fressen sie glaube ich auch gern.

01:07:30 Ich sehe noch einen Wunsch und zwar Suya Chan wünscht sich das Federchen vom hellen Falken Finist. Das kenne ich überhaupt nicht. Weißt du zufällig wer das geschrieben hat? Ich kann kurz schauen. Schau mal, das Federchen. Das Federchen vom, wie noch? Das Federchen vom hellen Falken Finist. Vom hellen Falken. Und das andere Wort noch?

01:08:03 Finist mit F. Filist. Finist. Finist. Finist mit N. Finist, aha. Ach, der hat es geschrieben, der Finist, ja? Ja, das weiß ich nicht. Kannst du schauen? Ja. Ich sehe es aber nicht direkt. Vielleicht kannst du uns mehr sagen, denn ich habe es bestimmt nicht. Fabian, soll ich das geben? Ein russisches Märchen kann das sein? Ich schreibe es mal dazu. Russisches Märchen.

01:08:34 Russisches Volksmärchen, ja. Gut, ich habe ein russisches Märchenbuch. Vielleicht finde ich es. Wenn ich es finde, wird es vorgelesen. Gut, und jetzt kommt wieder ein neues. Und was kommt? Die Frage, Herr Reinhard, der auszog, das fürchten zu lernen. Also wie gesagt, das sind alles von euch gewünschte Märchen. Das ist ein schönes Märchenbuch, das mir der Buchtrache mal geschenkt hat.

01:09:27 Als Spende für den Stream, für die Marmeladenoma von deinem Buchtrafen. Der hat sich sehr lieb von dir gelesen. Es sind wahnsinnig viele Märchen, die mir jetzt habe ich zugeklappt. Weißt du was, Thomas? Fabian, könntest du das noch mal schnell suchen? Ah ne, vielleicht ist es da.

01:09:51 Ja, ich hab's wieder. Der Marvin hat mich gar nicht gewöhnt. Doch. Und bevor du loslegst, Lion Sion raidet dich mit neuen Zuschauern. Vielen, vielen Dank, das ist sehr, sehr lieb.

Beginn des dritten Märchens

01:10:08

01:10:08 Doch was, oder soll ich anfangen? Du kannst anfangen, ja.

01:10:32 Wenn, wenn etwas zu tun war, so musste es der Älteste allzeit ausrichten. Hießen aber der Vater noch gar spät oder gar in der Nacht etwas holen, und der Weg ging dabei über den Kirchhoch oder sonst einen schaurigen Ort, so antwortete er wohl, ach nein, Vater, ich gehe nicht dahin, es gruselt mehr, denn er fürchtete sich.

01:10:53 Oder wenn abends beim Feuer Geschichten erzählt wurden, wobei einem die Haut schauderte, versprachen die Zuhörer manchmal auch, es gruselt mir.

Die Unart des Jüngsten und der Küster

01:11:04

01:11:04 Der Jüngste saß in einer Ecke und hörte das mit an und konnte nicht begreifen, was es heißen sollte. Immer sagen sie, es gruselt mir, es gruselt mir. Mir gruselt es nicht? Das wird wohl eine Kunst sein, von der ich auch nichts verstehe. Nun geschah es, dass der Vater einmal zu ihm sprach, hör du in der Ecke, du wirst groß und stark, du musst auch etwas lernen, womit du dein Brot verdienst. Sieh zu.

01:11:32 wie dein Bruder sich Mühe gibt, aber an dir ist Hopfen und Malz verloren. Ei, Vater, sagt er, ich will gern was lernen. Ja, wenn ich's anginge, so möchte ich lernen, dass es mir gruselt. Davon verstehe ich noch gar nichts. Der Älteste lachte und lachte, als er das hörte und dachte bei sich, du lieber Gott, was ist mein Bruder ein Dummbart. Aus dem wird sein Lebtag nichts. Was ein Häkchen werden will, muss ich bei Zeiten krümmen.

01:12:01 Der Vater seufzte und antwortete ihm, das Gruseln, das sollst du schon lernen, aber dein Brot wirst du damit nicht verdienen. Bald danach kam der Küster zum Besuch ins Haus, da klagte ihm der Vater seine Not und erzählte, wie sein Jüngster in allen Dingen so schlecht beschlagen wäre. Er wüsste nichts und lernte nichts. Denkt euch, als ich ihn fragte, womit er sein Brot verdienen wollte, hat er gar verlangt, das Gruseln zu lernen.

01:12:31 Wenn es weiter nichts ist, sagte der Küster, das kann er bei mir lernen. Tut ihn nur zu mir, ich werde ihn schon abhobeln. Der Vater war zufrieden, weil er dachte, der Junge wird doch ein wenig zugestutzt. Der Küster nahm ihn in sein Haus und er musste die Glocke läuten. Nach ein paar Tagen wägte er ihn um Mitternacht und hieß ihn aufstehen, in den Kirchtdürm steigen und läuten.

Der gescheiterte Versuch zu gruseln

01:12:58

01:12:58 Du sollst schon lernen, was gruseln ist, dachte er, ging heimlich voraus und als der Junge oben war und sich umdrehte und das Glockenseil fassen wollte, so sah er auf der Treppe dem Schaloch gegenüber eine weiße Gestalt stehen. Wer da, rief er, aber die Gestalt gab keine Antwort. Regte und bewegte sich nicht. Gib Antwort, rief der Junge, oder mach, dass du fortkommst. Du hast hier danach nichts zu schaffen.

01:13:25 Der Küster aber blieb unbeweglich stehen, damit der Junge glauben sollte, er wäre ein Gespenst. Der Junge rief zum zweiten Mal, was willst du hier, sprich, wenn du ein ehrlicher Kerl bist, oder ich werfe dich die Treppe hinunter. Der Küster dachte, das wird so schlimm nicht gemeint sein, gab keinen Laut vor unsich und stand, als wenn er aus Stein wäre.

01:13:49 Da rief der Junge zum dritten Mal an. Und als auch das vergeblich war, nahm einen Anlauf und stieß das gespenste Treppe hinab, dass es zehn Stufen hinabfiel und in einer Ecke liegen blieb. Darauf läutete die Glocke, ging heim, legte sich ohne ein Wort zu sagen ins Bett und schlief sofort ein.

01:14:09 Die Küstersfrau wartet lange Zeit auf ihren Mann, aber wollte nicht wiederkommen. Da war endlich Angst. Sie weckte den Jungen und fragte, weißt du nicht, wo mein Mann geblieben ist? Er ist vor dir auf den Turm gestiegen. Nein, zeigte der Junge, aber da hat einer am Schalloch gestanden, auf der Treppe, und weil er keine Antwort gegeben und auch nicht weggehen wollte, so habe ich ihn für einen Spitzbuben gehalten und ihn hinuntergestoßen. Geht nur hin, so werdet ihr sehen.

01:14:38 Es sollte mir leid tun. Die Frau sprang fort und fand ihren Mann, der in der Ecke lag, jammerte und ein Bein gebrochen hatte.

01:14:49 Sie trugen herab und eilten dann mit lautem Geschrei zu dem Vater des Jungen. »Euer Junge«, rief sie, »hat ein großes Umblick angerichtet. Meinen Mann hatte die Treppe hinabgeworfen, dass er ein Bein gebrochen hat. Schafft den Taugenichts aus meinem Haus!« Der Vater erschrak, kam herbeigelaufen und schallte den Jungen aus. »Was sind das für gottlose Streiche? Die musste der Böse eingegeben haben.«

01:15:13 Vater, sagt er, hört nur an, ich bin ganz unschuldig. Er stand da in der Nacht wie einer, der Böses im Sinne hat. Ich wusste nicht, wer es war und habe ihn dreimal ermahnt zu reden oder wegzugehen. Ach, sprach der Vater, mit dir erlebe ich nur Unglück. Geh mir aus den Augen, ich will dich nicht mehr ansehen. Ja, Vater, recht gerne, wartet nur, bis der Tag ist. Da will ich ausgehen und das Großen lernen. So versteht doch eine Kunst, die mich ernähren kann.

01:15:42 Lerne, was du willst, sprach der Vater. Du bist alles einerlei. Da hast du 50 Thaler. Damit geh in die weite Welt und sage keinem Menschen, wo du her bist und wer dein Vater ist. Denn ich muss mich deiner schämen. Ja, Vater, wie ihr es haben wollt. Wenn ihr nicht mehr verlangt, das kann ich leicht in Acht behalten.

Die Flucht in die weite Welt

01:16:02

01:16:02 Als der Tag ankam, steckte der Junge seine 50 Taler in die Tasche, ging hinaus auf die große Landstraße und sprach immer vor sich hin, wenn mir's nur gruselte, wenn mir's nur gruselte. Da kam ein Mann heran, der hörte das Gespräch, das der Junge mit sich selber führte und als sie ein Stück gegangen waren, dass man den Galgen sehen konnte, sagte der Mann zu ihm, siehst du, dort ist der Baum, wo sieben

01:16:30 mit des Seilers Tochter Hochzeit halten. Und jetzt das Fliegen lernen. Setz dich da runter und warte bis Nacht wird. So wirst du schon das Gruseln lernen. Wird's weiter nichts ist, sagte der Junge, das ist leicht getan. Lern dich aber so geschwind das Gruseln, so sollst du meine 5. Tade haben. Komm doch morgen früh wieder zu mir.

01:16:52 Dann ging der Junge zu dem Galgen, setzte sich da runter und wartete, bis der Abend kam. Und weil ihn fror, machte er sich ein Feuer. Aber um Mitternacht ging der Wind so kalt, dass er trotz des Feuers nicht warm werden sollte. Und als der Wind die Gefängten gegeneinander stieß, dass sie hin und her baumelten, so dachte er, du frührst unten beim Feuer, was mögen die da oben erst frieren und zappeln. Und weil er mitleidig war,

01:17:20 legte die Leiter an, stieg hinauf, knüpfte eine nach dem anderen los und holte sie alle sieben herab. Darauf schürte er das Feuer, blies es an und setzte sie ringsumher, dass sie sich wärmen sollten.

01:17:34 Aber sie saßen da und regten sich nicht und das Feuer ergriff ihre Kleider. Da sprach er, nehmt euch in Acht, sonst hänge ich euch wieder hinauf. Die Toten abhörten nicht, schwiegen und ließen ihre Lumpen fortbrennen. Da war der Bös und sprach, wenn ihr nicht Acht geben wollt, so kann ich euch nicht helfen. Ich will nicht mit euch verbrennen. Und häng sie nach der Reihe wieder hinauf.

01:17:59 Nun ziesse er sich an sein Feuer und schlief ein. Und am anderen Morgen, da kam der Mann zu ihm, wollte die 50 Taler haben und sprach, »Nun, weißt du nun, was Gruseln ist?« »Nein«, sagte er, »woher soll ich das wissen? Die da drüben haben das Maul nicht aufgetan und waren so dumm, dass sie die paar alten Lappen, die sie am Leibe haben, brennen ließen.« Da sah der Mann, dass er die 50 Taler heute nicht davontragen würde, ging fort und sprach,

01:18:28 So einer ist mir noch nie vorgekommen. Der Junge ging auch seines Weges und fing wieder an, vor sich hin zu reden. Ach, wenn mir's nur gruselte, ach, wenn mir's nur gruselte. Das hörte ein Fuhrmann, der hinter ihm herschritt und fragte, Wer bist du? Ich weiß nicht, sagte der Junge. Der Fuhrmann fragte, Wo bist du her? Ich weiß nicht. Wer ist dein Vater?

01:18:55 Das darf ich nicht sagen. Was brummst du ständig in dein Bad hinein? Ach, sagte der Junge, ich wollte, dass mir gruselte.

01:19:05 Aber niemand kann mich's lehren. Lass dein dummes Geschwätz, sprach der Fuhrmann, komm, geh mit mir, ich will sehen, dass ich dich unterbringe. Der Junge ging mit dem Fuhrmann und abends gelangten sie zu einem Wirtshaus, wo sie übernachten wollten. Da sprach er beim Eintritt in die Stube, wieder ganz laut, wenn mir's nur gruselte, wenn mir's nur gruselte. Der Wirt, der das hörte,

01:19:30 lachte und sprach, wenn dich danach lüstet, dazu sollst du wohl Gelegenheit haben. Ach, schweiz still, sprach du jetzt raus, wo man, so mancher Vorwitzige, hat schon sein Leben eingebüßt. Ich muss gerade einen Schluck drängen gehen. Es wäre ein Jammer und schade um die schönen Augen des Jungen. Der Junge aber sagte, wenn es noch so schwer wäre, ich will es einmal lernen. Deshalb bin ich ja hergezogen.

Die Herausforderung im verwünschten Schloss

01:20:08

01:20:08 verließ dem Wort, wird keine Ruhe, bis dieser erzählte, nicht weit davon stehende ein verwünschtes Schloss, wo einer wohl lernen könnte, was Gruseln ist, wenn er nur drei Nächte darin wachen wollte. Der König hätte dem, der es wagen sollte, seine Tochter zur Frau versprochen. Und die wäre die schönste Jungfrau, wenn ich die Sonne gesehen habe. In dem Schloss städten auch große Schätze, von bösen Geistern bewacht.

01:20:39 die würden dann frei und könnten einen armen reich genug machen schon viele wären da hinein aber noch keiner wieder herausgekommen da ging der junge am nächsten morgen vor den könig und sprach wenn's erlaubt wäre so wollte ich wohl drei nächte in dem verwünschten schlosse wachen könig sah ihn an und werde ihm gefiel sprach er

01:21:04 Du darfst dir noch dreierer wünschen, was du mitnehmen willst. Aber es müssen löblose Dinge sein und du darfst die du mit ins Schloss nehmen darfst. Da antwortete der Junge, so biete ich um ein Feuer, eine Drehbank und einen Schraubstock mit dem Messer und eine Schnitzbank. Der König ließ nun alle drei Tage, lust ihm alles.

01:21:34 Der König ließ ihm das alles bei Tage in das Schloss tragen. Als es Nacht werden wollte, in der Junge hinauf, machte sich in einer Kammer ein helles Feuer an, stellte die Schnitzbank mit dem Messer daneben und setzte sich auf die Drehbank. Ach, wenn Messner gruselte, sagte er wieder, aber hier würde ich es auch nicht lernen. Dicke Mitternacht wollte er sich sein Feuer einmal aufschüren und wie er so hineinblies, da schrie plötzlich aus einer Ecke.

Der Kampf mit den Spukgestalten

01:22:05

01:22:05 Au, was friert uns? Ihr Narren rief er, was schreit ihr? Wenn euch friert, kommt, setzt euch ans Feuer und wärmt euch.

01:22:15 Und wie er das gesagt hatte, kamen zwei große schwarze Katzen in einem gewaltigen Sprung herbei, setzten sich ihm zu beiden Seiten und sahen ihn mit ihren feurigen Augen ganz wild an. Über einen Weilchen, als sie sich gewärmt hatten, sprachen sie, Kamerad, wollen wir eins wieder Karte spielen?

01:22:38 Warum nicht, sagte er, aber zeigt einmal eure Pfoten her. Da strecken sie die Krallen aus. Ei, sagte er, was habt ihr lange Nägel? Wartet, die muss ich euch erst abschneiden. Damit packte er die riesigen Katzen beim Kragen, hob sie auf die Schnitzbank und schraubte ihnen die Pfoten fest.

01:22:58 Euch habe ich auf die Finger gesehen, sagte er. Da vergeht mir die Lust zum Kartenspiel. Schlug sie tot und warf sie hinaus ins Wasser. Als er aber die zwei zur Ruhe gebracht hatte und sich wieder zu seinem Feuer setzen wollte, da kamen aus allen Ecken und Enden schwarze Katzen und schwarze Hunde an glühenden Ketten immer mehr und mehr, dass er sich nicht mehr bewegen konnte. Die schrien gräulich, trat ihm auf sein Feuer.

01:23:28 zerrten es auseinander und wollten es ausmachen. Ein Weilchen sah er ruhig zu. Als es ihm aber zu bunt wurde, fasste er sein Schlitzmesser und rief, fort mit dir, du Gesindel, und haute auf sie los. Ein Teil sprang weg, der andere schlug er tot und warf sie hinaus in den Teich. Als er wiedergekommen war, blies er aus den Funken des Herrn Feuer wieder frisch an und wärmte sich.

01:23:55 Und als er so saß, wollten ihm die Augen nicht länger offen bleiben und er bekam Lust zu schlafen. Da blickte er um sich und sah in der Ecke ein großes Bett, das, das ist mir eben recht, sprach er, und legte sich hinein. Als er mir die Augen zutun wollte, so fing das Bett an, von selbst zu fahren und fuhr im ganzen Schloss herum. Recht so, sprach er, nur besser zu.

01:24:22 Da rollte das Bett fort, als wären es sechs Pferde vorgespannt. Über die Schwellen, Treppen, auf und ab. Und auf einmal, hopp, hopp, warf es um, das Untersitz zuoberst, dass es wie ein Berg auf ihm lag. Aber er schleute die Decken und Kissen in die Höhe, stieg er raus und sagte, nun mag fahren, wer Lust hat, legte sich an das Feuer und schlief, bis es Tag war.

01:24:47 Am Morgen kam der König und als er ihn da auf der Erde liegen sah, meinte er, die Gespenster hätten ihn umgebracht und er wäre tot. Da sprach er, es ist doch schade um den schönen Menschen. Das hörte der Junge, rief sich auf und sprach, so weit ist noch nicht. Da verwunderte sich der König, freute sich aber doch.

01:25:12 und fragte, wie es ihm ergangen wäre. Recht gut, sagte er, eine Nacht wäre herum, die zwei anderen werden auch herumgehen. Als er zum Wirt kam, er machte dir große Augen. Ich dachte nicht, dass ich dich wieder lebendig sehen würde. Hast du nun gelernt, was Gruseln ist? Nein, sagte er, es ist alles vergeblich, wenn mir es nur einer sagen könnte.

01:25:41 Die zweite Nacht ging er abermals hinauf ins alte Schloss, setzte sich zum Feuer und fing an, sein altes Lied wieder zu singen. Wenn es nur gruselte, wenn es nur gruselte. Wie Mitternacht herankam, ließ sich ein Lärm und Gepolder hören. Erst sachte, dann immer stärker, dann war es ein bisschen still. Endlich kam mit lautem Beschrei ein halber Mensch den Schornstein herab und fiel vor ihn hin.

01:26:09 »He da«, rief er, »noch eine Halber gehört dazu, das ist zu wenig.« Da ging der Lärm von Frischem an, es tobte und heulte und fiel die andere Hälfte auch noch herab. »Wart«, sprach er, »ich will dir erst das Feuer ein wenig anblasen.« Wie er das getan hatte und sich wieder hinsetzte, da waren die beiden Stücke zusammengefahren und saß da ein gräulicher Mann auf seinem Platze.

01:26:36 So haben wir nicht gewidmet, sprach der Junge. Die Bank ist mein. Der Mann wollte ihn wegdrängen, aber der Junge ließ sich nicht gefallen, schob ihn mit Gewalt weg und setzte sich wieder auf seinen Platz. Ich will noch mehr Männer haben, einer nach dem anderen. Die holten neun toten Beine und zwei Totenköpfe, setzten auf und spielten Kegel. Der Junge bekam auch Lust und fragte, hört ihr, kann ich mitmachen? Ja, wenn du Geld hast.

01:27:09 Geld genug, sagte er, aber eure Kugeln sind nicht recht rund. Er nahm die Tonköpfe, setzte sie in die Drehbank und drehte sie rund. So, jetzt werden sie besser schnippeln, sagte er. Heila, nun geht's lustig los. Er spielte mit und verlor etwas von seinem Geld. Als es aber zwölf flog, war alles vor seinen Augen verschwunden. Er legte sie nieder und schlief ruhig. Am anderen Morgen kam der König und wollte sie erkundigen.

01:27:40 wie ist es denn diesmal ergangen fragte er ich habe gekekelt sagte er und ein paar heller verloren hat er denn nicht gegruselt bei was sprach er lustig habe ich mir gemacht wenn ich nur wüsste was geruseln wäre

01:27:57 Der dritte Nacht setzte er sich wieder auf seine Bank und sprach ganz verdrießlich, wenn es mir nur gruselte. Als es spät war, kamen sechs große Männer und brachten eine Totenlade hereingetragen. Da sprach er, haha, das ist gewiss mein Väterchen, das erst vor ein paar Tagen gestorben ist, winkte mit dem Finger und rief, komm Väterchen, komm.

01:28:22 auf die erde er aber ging hin und nahm den deckel ab da lag ein toter mann drin er fühlte ihm ans gesicht aber es war kalt wie eis warte sprach er ich will dich ein bißchen wärmen ging ans feuer

01:28:39 wärmte seine Hand und legte sie ihm aufs Gesicht. Aber der Tode blieb kalt. Nun nahm er ihn heraus, setzte sich ans Feuer und legte ihn auf seinen Schoß und rief ihm die Arme, damit das Blut wieder in Bewegung kommen sollte. Als auch das nicht helfen wollte, fiel ihm ein wenig ein, wenn zwei zusammen im Bett liegen, so wärmte er sich gegenseitig, brachte ihn ins Bett, legte ihn zu und legte sich neben ihn.

01:29:10 Über ein Weilchen war auch der Tote warm und fing an zu reden. Da sprach der Junge, siehst du, Väterchen, hätte ich dich nicht gewärmt. Der Tote aber hob an und rief, jetzt will ich dich erwürgen. Was, sagt er, ist das mein Dank, gleich stütze ich wieder in deinen Sarg. Hub ihn auf, warf ihn hinein und macht den Deckel wieder zu. Da kamen die sechs Männer und trugen ihn wieder fort.

Die Konfrontation mit dem Geist

01:29:39

01:29:39 Es will mir nicht gruseln, sagte er, hier dann nichts, mein Leben nicht. Da trat ein Mann herein, der war größer als alle anderen und sah fürchterlich aus. Er war aber alt und hatte einen langen weißen Bart. Oh du wicht, rief er, du sollst überlernen, was gruselnd ist, denn du sollst sterben. Nicht so schnell, sagte der Junge, soll ich sterben? So muss ich auch dabei sein. Dich will ich schon noch packen.

01:30:12 Sachte, sachte, mach dich nicht so breit. So stark wie du bin ich auch und wohl noch stärker. Das wollen wir sehen, sprach der Alte. Bist du stärker als ich, so will ich dich gehen lassen. Komm, wir wollen es versuchen. Da führte er ihn durch dunkle Gänge zu einem Schmiedefeuer, nahm eine Axt und schluckte einen Ambos mit einem Schlag in die Erde.

01:30:37 Das kann ich noch besser, brach der Junge und ging zu dem anderen Ambos. Der Alte stellte sich neben ihn und wollte zusehen. Und sein weißer Bart hing herab. Da fasste der Junge die Axt, speilte den Ambos auf einen Hieb und klemmte den Bart des Alten hinein. Nun habe ich dich, brach der Junge. Jetzt ist das Sterben an dir.

01:31:00 Dann fasste er eine Eisenstange und flog auf den Alten los, bis er wimmerte und bat, er möchte aufhören. Er wollte ihm große Reichtümer geben. Der Junge zog die Axt raus und ließ ihn los. Der Alte führte ihn wieder ins Schloss zurück und zeigte ihm in einem Keller drei Kasten voll Gold.

01:31:33 Davon sprach er, ist ein Teil den Armen, der andere dem König, der dritte dein. Dem schlug es zwölf und der Geist verschwand. Also, dass der Junge im Finstern stand. Ich werde mir doch heraushelfen können, sprach er, tappte herum, fand den Weg in die Kammer und schlief dort bei seinem Feuer wieder ein.

01:31:55 Um an dem Morgen kam der König und sagte, nun wirst du es gelernt haben, was gruseln ist. Nein, sagte er, was ist es nur? Mein toter Vetter war da und ein bärtiger Mann ist gekommen, der hat mir da unten viel Geld gezeigt und Gold, aber was gruseln ist, hatte keiner gesagt. Da sprach der König, du hast das Schloss erlöst und sollst meine Tochter heiraten.

01:32:21 Das ist gut, sagte er, aber ich weiß noch immer nicht, was großem ist. Da war das Gold heraufgebracht und die Hochzeit gefeiert. Aber der jüngere König, so lieb er seine Gemahlin hatte und so vergnügt er auch war, sagte doch immer, immer wieder, wenn mir nur gruselte. Wenn mir nur gruselte.

Das Lernen des Gruselns

01:32:43

01:32:43 das vertroß sie endlich der kammermädchen sprach ich will hilfe schaffen das gruseln sollte er schon lernen sie ging hinaus zum bach der durch den garten floß und ließ sich einen ganzen eimer voll gründlinge holen

01:32:58 Das sind so kleine Fische. Nachts, als der junge Jüngling schlief, man musste seine Gemahlin in die Decke wegziehen und in einem Eimer von kaltem Wasser mit den Gründlingen über ihnen hinausschüllen, sodass die kleinen Fische um ihn herumzappelten. Da wachte er auf und rief, ach, was gruselt mir, was gruselt mir, liebe Frau. Ja, nun weiß ich, was weiß die dritte Märchen. Das vierte Märchen ist die Sexte.

01:33:49 Wenn es der Fabian nicht richtig ist, immer sehr schwierig. Aber ich habe es gefunden. Vor Zeiten lebte eine alte Königin, die war eine Zauberin. Und ihre Tochter war das schönste Mädchen unter der Sonne.

01:34:13 Die Anke dachte aber nichts, als wie sie die Menschen ins Verderben locken könnte. Und wenn ein Freier kam, so sprach sie, wer ihre Tochter haben wollte, müsste zuvor einen Bund, eine Aufgabe lösen, oder er müsste sterben. Viele waren von der Schönheit der Jungfrau so verblendet und wagen es wohl, aber sie konnte es nicht vollbringen. Und dann war keine Gnade, sie musste niedergehen und das Haupt war ihnen abgeschlagen.

01:34:42 Ein Königssohn hatte auch von der großen Schönheit der Jungfrau gehört und sprach zu seinem Vater, lasst mich hingehen, ich will um sie werben. Nimmermehr, sagte der König, gehst du fort, so ist das dein Tod. Da legte der Sohn sich nieder und war sterbenskrank und lag sieben Jahre lang und kein Arzt konnte ihm helfen.

01:35:06 Als der Vater sah, dass keine Hoffnung mehr war, sprach er voll Herzeleid zu ihm, zieh hin und versuche dein Glück. Der Sohn, das hörte, stand er von seinem Lager auf, fortgesucht und machte sich vorgebot auf den Weg. Es trug sich zu, als er über eine Heide zu reiten kam, dass von weitem auf der Erde etwas lag.

01:35:30 und wie ein großer Heuhaufen. Und wie er sich näherte, konnte er unterscheiden, dass es der Bauch eines Menschen war, das sich dahingestreckt hatte. Der Bauch aber sah aus wie ein kleiner Berg. Der Dicke, wie er den Reisenden erblickte, richtete sich in die Höhe und sprach.

01:35:51 Wenn ihr jemanden braucht, so nehmt mich in eure Diensten. Der Königssohn antwortete, was soll ich mit so einem ungefügen Mann anfangen? Oh, sprach der Dicke, das will nicht sagen, wenn ich mich recht auseinander tue, bin ich noch 3000 Mal zu tun. Wenn das so ist, sagte der Königssohn, so kann ich dich brauchen, komm mit mir.

01:36:14 Da ging der Digge hinter dem Königssohn her und über eine Weile fanden sie einen anderen, der lag da auf der Erde und hatte das Ohr auf den Rasen gelegt. Fragte der Königssohn, was machst du da? Ich horche, sagte der Mann. Wonach horchst du so aufmerksam? Ich horche nach dem, was eben in die Welt sich zurückgetragen hat. Denn meine Ohren entgeht nichts, das Gras sogar höre ich wachsen.

01:36:45 fragte der Königssohn. Sage mir, was hörst du am Hof der alten Königin, welche die schöne Tochter hat? Da antwortete dieser, ich höre das Schwärzsausen, das einem Freier den Kopf abschlägt. Der Königssohn sprach, ich kann dich brauchen, komm mit mir. Sie sahen einmal ein paar Füße da liegen und auch etwas von den Beinen, aber das Ende konnten sie nicht sehen.

01:37:15 Als eine gute Strecke fortgegangen waren, kamen sie zu dem Leib und endlich auch zu dem Kopf. »Ei«, sprach der Königssohn, »was bist du für ein langes Stück!« »Oh«, sagte der Lange, »das ist noch gar nichts. Wenn ich meine Gliedmaßen erst recht ausstrecke, bin ich noch dreitausendmal so lang und bin größer als der höchste Berg auf Erden. Ich will euch gerne dienen.«

01:37:41 Komm mit, sprach der Königssohn, ich kann dich gebrauchen. Sie zog weiter und fanden einen am Weg sitzen, der hatte die Augen zugebunden. Sprach der Königssohn zu ihm, hast du blöde Augen, dass du nicht ins Licht sehen kannst? Nein, sagte der Mann, ich darf die Binde nicht abnehmen, denn was ich mit meinen Augen ansehe, das springt auseinander, so gewaltig ist mein Blick.

01:38:06 kann euch das nützen so will ich euch gerne dienen komm mit sagte der königssohn ich kann dich gebrauchen sie zogen weiter und weiter und fanden einen mann der lag mitten im heißen sonnenschein und zitterte und froh am ganzen leibe so daß ihm kein glied stillstand

01:38:26 Wie kannst du frieren, sprach der Königssohn, und die Sonne scheint so warm. Ach, sagte der Mann, meine Natur ist ganz anderer Art. Je heißer es ist, desto mehr friere ich. Und der Frost dringt mir durch alle Knochen, und je kälter es ist, desto heißer wird mir. Mitten im Eis kann ich vor Hitze und mitten im Feuer verkältet es nicht aushalten.

01:38:53 Du bist ein wunderlicher Kerl, sprach der Königssohn. Aber wenn du mit ihnen willst, so komm mit. Nun zogen sie weiter und sahen einen Mann stehen, der machte einen langen Hals. Schaute sich um und schaute über alle Berge hinaus, sprach der Königssohn. Wonach siehst du so eifrig? Der Mann antwortete, ich habe so helle Augen, dass ich über alle Wälder und Felder und Täler und Berge hinaus und durch die ganze Welt sehen kann.

01:39:22 Der Königssohn sprach, willst du, so komm mit mir. So einer fehlte mir noch. Nun zog der Königssohn mit seinen Sextenern in die Stadt ein, wo die alte Königin lebte.

01:39:36 Er sagte nicht, wer er wäre, aber er sprach, wollt ihr mir eure schöne Tochter geben, so will ich vollbringen, was ihr mir auferlegt. Die Zauberin freute sich, dass noch ein so schöner Jüngling wieder in ihren Litz gegangen war und sprach, dreimal will ich dir einen Bund aufgeben. Lösest du ihn jedes Mal, so sollst du der Herr und Gemahl meiner Tochter werden.

01:40:02 Was soll das sein? sprach er. Dass du mir meinen Ring herbeibringst, den ich ins Rote Meer habe fallen lassen. Er ging der König so hin, zu seinen Dienern und sprach. Der erste Bund ist nicht leicht. Ein Ring soll aus dem Roten Meer geholt werden. Nun schafft Rat. Da sprach er mit den hellen Augen. Ich will sehen, wo er liegt. Schaut in das Meer hinein und sagte, dort hängt er an einem Spitzenstein.

01:40:32 der lange trug sie hin und sprach ich wollte ihn wohl herausholen wenn ich ihn nur sehen könnte mit zweit und nichts ist rief der dicke legte sich nieder und hielt seinen mund ans wasser da fielen die wellen hinein wie in einen abgrund und ertrank und rang das ganze meer aus

01:40:53 dass es trocken war wie eine Wiese. Der Lange bückte sich ein wenig und holte den Ring mit der Hand heraus. Da war der Königssohn froh, als er den Ring hatte und brachte ihn der alten Hexe. Sie erstaunte und sprach, ja, es ist der rechte Ring, den ersten Bund hast du glücklich gelöst, aber nun kommt der zweite. Siehst du dort auf der Wiese, vor meinem Schloss?

01:41:21 Da weiden 300 fette Ochsen. Die musste mit Haut und Haar Knochen und Hörnern verzehren. Und unten im Keller liegen 300 Fässer Wein. Die musste dazu austrinken. Und bleibt von den Ochsen ein Haar und dem Wein ein Tröpflein übrig. So ist es mit deinem Leben vorbei, Königssohn. Darf ich mir keine Giste dazu laden?

01:41:50 Ohne Gesellschaft schmeckt keine Mahlzeit. Die Alte lachte und antwortete, einen darfst du dir dazu laden, damit du Gesellschaft hast. Aber...

01:42:05 Er ging eine Konjunktion zu seinen Dienern und sprach zu dem Dicken, du sollst heute mein Gast sein und dich einmal satt essen. Da tat sich der Dicke voneinander und aß die 300 Ochsen, dass kein Haar übrig blieb und fragte, um weiter nichts als das Frühstück da wäre. Den Wein trang er auch gleich dazu und ohne dass ein Glas nötig hätte und trage den letzten Tropfen vom Nagel herunter. Als die Mahlzeit zu Ende war,

01:42:34 In der Königssohn zeralten und sagte ihr, der zweite Bund wäre gelöst. Sie verwunderte sich und sprach, so weit hat es noch keiner gebracht, aber es ist noch ein Bund übrig. Und sie dachte, du sollst mir nicht entgehen und wirst deinen Kopf nicht oben behalten. Heute Abend, sprach sie, bringe ich meine Tochter zu dir in deine Kammer und du sollst sie mit deinen Armen schlingen.

01:43:02 Und wenn ihr da beisammensitzt, so hüte dich, dass du nicht einschläfst. Ich komme Schlag zwölf und sitze dann nicht mehr in deinen Armen. So hast du verloren. Der Königssohn dachte, der Bund ist leicht. Ich will wohl meine Augen offen behalten. Da rief er seine Diener, erzählte ihnen, was die Alte gesagt hatte und sprach. Wer weiß, was für eine Liste dahinter steckt. Vorsicht ist gut, haltet Wache.

01:43:33 Als die Nacht hereinbrach, kam die Alte mit ihrer Tochter und führte sie in die Arme des Königssohns. Dann schlang sich der Lange um sie beide in einen Kreis und der Dicke stellte sich vor die Tür, dass also keine lebende Seele herein konnte. Da saßen die beiden und die Jungfrau sprach kein Wort, aber der Mond schlug durchs Fenster auf ihr Angesicht, dass sie ihre wunderbare Schönheit sehen konnte.

01:44:00 Er tat nichts als sie anschauen, war voll Freude und Liebe, und es kam keine Müdigkeit in seine Augen. Das dauerte bis 11 Uhr.

01:44:16 Da warf die Alte einen Zauber über alle, dass sie einschliefen und in dem Augenblick war auch die Jungfrau entrückt. Nun schliefen sie, hart bis ein Viertel vor zwölf, da war der Zauber kraftlos und sie erwachten und waren alle wieder wach. »O Jammer und Unglück«, rief der Königssohn, »nun bin ich verloren!« Die treuen Diener fielen auch an zu klagen, aber der Horcher sprach, »Seid still, ich will horchen!«

01:44:44 Da horchte er einen Augenblick und dann sprach er, sie sitzen in einem Felsen 300 Stunden von hier und bejammert ihr Schicksal.

01:44:53 Du allein kannst helfen, Lange, wenn du dich aufrichtest, so gießt du mit ein paar Schritten dort. Ja, sagte der Lange, aber der mit den scharfen Augen muss mitgehen, damit wir den Felsen wegschaffen. Dann huckte der Lange den mit verbundenen Augen auf und im Augenblick waren sie von dem verwünschten Felsen angekommen. Alsbald nahm der Lange dem anderen die Binde von den Augen. Wenn er sich nur umschaute, so zersprang der Felsen in tausend Stücke.

01:45:22 Dann nahm der Lange die Jungfrau auf den Arm, trug sie in einem Nu zurück, holte noch seinen Kameraden und er ist zwölf verschlug, saßen sie alle wieder wie vorher und waren munter und guter Dinge. Als es zwölf verschlug, kam die alte Zauberin herbeigeschlichen und machte ein höhnisches Gesicht, als wollte sie sagen, nun ist er mein, und glaubte ihre Tochter, sei sie 300 Stunden weit im Felsen.

01:45:49 Als sie aber ihre Tochter in den Armen des Königs uns erblickte, erschrak sie und sprach, da ist einer, da kann mehr als ich. Aber sie durfte nichts einwenden und musste ihm die Jungfrau zusagen. Da sprach sie ihr ins Ohr, Schande für dich, dass du in meinem Volk gehorchen sollst und dir einen Gemahl nicht nach deinem Gefallen wählen darfst.

01:46:18 da war das stolze herz der jungfrau bezorun erfüllt und sann auf rache sie ließ am morgen dreihundertmal der holz zusammentragen und sprach zu dem jüngling ehe ich deine gemahlin werde

01:46:37 Die drei Bünde wären gelöst, die würde aber nicht erdane Gemahlin werden, bis einer bereit wäre, sich mitten in das Holz zu setzen und das Feuer auszuhalten. Sie dachte, keiner seiner Diene würde sich für ihn verbrennen lassen und aus Liebes ihr würde er selber sich hineinsetzen und dann wäre sie frei. Die Diener aber sprachen, wir haben alle etwas getan, nur der Frostige noch nicht, der muss auch daran setzen.

01:47:08 Und sie setzten ihn mitten auf den Holzstoß und steckten ihn an. Da begann das Feuer zu brennen und brannte drei Tage, bis alles Holz verzehrt war. Und als die Flammen sich legten, stand der Frostige mitten in der Asche, zitterte wie ein Essendarm und sprach, einen solchen Frost habe ich meinen Lebtag noch nicht ausgehalten. Und wenn er länger gedauert hätte, so wäre ich erst hart.

01:47:38 Nun war keine Ausrede mehr zu finden, die schöne Jungfrau musste den unbekannten Jüngling zum Gemahl nehmen. Als sie aber nach der Kirche fahren mussten, sprach die Alte, ich kann die Schande nicht ertragen, und schickte ihr Kriegsvolk nach. Das sollte alles niedermachen, was ihm vorkäme, und die die Tochter zurückbringen.

01:48:00 Der Horcher aber hatte die Ohren gespitzt und die heimlichen Reden der Alten vernommen. Was fangen wir an? sprachen sie dem Dicken. Aber der wusste Rat. Spiel einmal oder zweimal hinter dem Wagen einen Teil von dem Meer Wasser aus, das er getrunken hatte. Da entstand ein riesengroßer See, worin die Kriegsvölker stecken blieben und ertranken.

01:48:24 Als die Zauberin das vernahm, schickte sie ihre geharnischten Reiter. Aber der Horcher hörte das Rasseln ihrer Rüstung und band dem einen die Augen auf. Er guckte die Feinde ein bisschen an, da sprang sie auseinander wie Glas. Nun fuhren sie ungestört weiter. Als die beiden in der Kirche eingesegnet waren, nahmen die sechs Diener ihren Abschied und sprachen, eure Wünsche sind erfüllt, wir wollen weiterziehen und unser Glück versuchen.

01:48:54 Eine halbe Stunde vor dem Schloss war ein Dorf, vor dem hütete ein Schweineherd seine Herde. Bis sie dahin kam und sprach er zu seiner Frau, weißt du auch recht, wer ich bin? Ich bin kein Königssohn, sondern ein Schweineherd. Der mit der Herde dort, das ist mein Vater. Wir zwei müssen auch daran und ihm helfen hüten. Dann stieg er mit ihr in dem Fürtshaus ab und sagte heimlich zu den Wirtsleuten, danach sollten sie ihr die königlichen Kleider wegnehmen.

01:49:23 Wie sie nun am Morgen aufwachte, hat sie nichts anzutun und die Wirtin gab ihr einen alten Rock, ein paar alte, wolle Strümpfe. Dabei tat sie noch, als wäre es ein großes Geschenk und sprach, wenn ich euer Mann wäre, hätte ich es euch gar nicht gegeben. Da glaubte sie, er wäre wirklich ein Schweinherd und hütete mit ihm die Herde und dachte, ich habe es verdient mit meinem Übermut und Stolz. Das dauerte acht Tage. Da konnte sie es nicht mehr aushalten.

01:49:55 da kamen ein paar leute und fragten ob sie wüssten wer mein wäre ja sagten sie er ist ein schweinherd und ist eben ausgegangen mit bändern und schnüren einen kleinen handel zu treiben sie sprachen aber kommt einmal mit wir wollen euch zu ihm hinführen und brachten sie ins schloß hinein

01:50:15 Und wie es in den Saal kam, stand euer Mann in königlichen Kleidern. Sie erkannte ihn aber nicht, bis er ihr um den Hals fiel. Sie küsste und sprach, ich habe so viel für dich gelitten, da hast du auch für mich leiden sollen. Nun war erst die Hochzeit gefeiert und der es erzählt hat, wollte er wäre auch da. So, das war jetzt das bewirte Märchen. Jetzt die Fragerunde.

Interaktion mit der Community und Gedichtvorlesung

01:50:50

01:50:50 Und ihr könnt euch dann auch noch Märchen wünschen. Danke dir, Fabian. Es ist kalt. Ich läse alle süßen Früchtchen vor. Das Seil ist jetzt ein süßes Früchtchen.

01:51:12 Vielen Dank. Maximal Benedikt auch. Danke. Jenschestes ist zwei Monate ein süßes Früchtchen und schreibt vielen Dank für deine tollen Streams und dein Herz. Vielen, vielen Dank für deine schönen Geschenke. Und Beautiful Dreams ist zwei Monate ein süßes Früchtchen. Vielen Dank, vielen Dank. Und dann geht es hier weiter. Beim Ingo. Beim Ingo.

01:51:42 Ich habe keinen Ingo. Und Kaffeesatz fragt, hat er gerade sehr viele Menschen umgebracht, nur damit er seine Frau mitnehmen könnte? Entschuldige mal. Was meint Fabian, was meint Janik? Kaffeesatz hat geschrieben, hat er gerade sehr viele Menschen umgebracht, nur damit er seine Frau mitnehmen konnte. Der Königssohn? Oder wer? Was meinst du denn damit? Verstehst du das? Verstehst du es, Janik?

01:52:13 Wir haben es nicht verstanden. Und ich finde keinen Ingo, Fabian. Nee, der Stefan oder was das war, glaube ich. Der Fabian Schmidt-Ficht? Fabian, ja. Was ist dein Lieblingstheaterstück? Oh, liebe Erde. Lieber Fabian, ich war schon ewig nicht mehr im Theater. Kann ich das eigentlich nicht sagen. Ich war auch nicht sehr oft im Theater. Es war Krieg. Also da hätte ich hin können.

01:52:43 Kann ja ich nicht sagen, Fabian. Und wie kann Alice O'Cool, die Oma liest, auch etwas Gruseliges vor. Super. Von einem der auch so das Fähigkeiten. Gefällt mir sehr gut. Ach Annika, du verwunderst mich immer wieder mehr. Du liebst gruselige Dinge. Da muss ich mir für das nächste Mal noch was ausdenken.

01:53:11 Der Jan, wovor gruselst du dir? Also mir. Wovor gruselst du mir? Vor vielem. Vom Krieg. Von den Menschen, die nicht vernünftig werden. Da gruselst du mir am meisten. Sonst habe ich eigentlich keine Angst. So vor. Ich hatte einen melisser Hund, der war sehr krank am Ende. Und den musste ich oft nachts raus. Da bin ich...

01:53:39 Lang und lang mit ihm herumgewandert in der tiefen Nacht. Das macht mir alles nichts aus. Da habe ich keine Angst. Aber dem anderen, was ich gesagt habe, schon. Cafesatz fragt, was hältst du von Videospielen? Videospielen, das kann ich nicht so gut. Geh, Janik? Janik? Ja. Kann ich nicht so gut. Und ehrlich gesagt, ich habe auch gar keine Zeit dafür. Ich bin gerade froh, dass ich so herumkomme mit meiner Arbeit.

01:54:17 Ich hab's mal versucht, Janik. Bitte Bauernhof. Macht mir eigentlich nicht so Freude. Janik, mach mal du weiter. Oh, doch, da kommt das. Der Ingo. Liebe Oma, du hast aber einige Tweets ausgelassen. Ehrlich? Janik, hast du Tweets ausgelassen? Anscheinend, ich weiß es nicht. Ich hab's nicht mehr versucht. Ich hab den Sascha ausgelassen, ja. Mit seinem Lied wieder.

01:54:51 Sascha, manche Sachen, die lasse ich schon aus, weil sie sautraurig sind. CD Gnom fragt echter Oscar. Really? Echter Oscar? Nein, aber ein sehr liebevoller Oscar. Ehrenpreis für Marmeladenoma als Dank für alles von Fabian Schmidt-Fig. War so eine liebe Idee. Für mich ein ganz toller Oscar.

01:55:28 Ihr habt überhaupt tolle Einfälle, was ihr alles bastelt und macht euch für mich und schreibt. Ich habe ein unglaublich reiches Leben durch meine Fans, wirklich unglaublich. Suja Can schreibt, das Bauernhofspiel, was die Oma gespielt hat, Stadio Valley spiele ich gerade. Ja, das hat mir schon ein bisschen Spaß gemacht, aber es war so anstrengend für mich. Ich bin Technik total unbegabt. Technisch bin ich unbegabt.

01:56:05 Ich wollte ja von Anfang an Märchen vorlesen. Johnson Hilley schreibt einen viel besserer Preis als der echte Oscar und ein Herz. Ja, es ist wirklich unglaublich. Es war eine Riesenfreude. Und wer kommt, bewundert das. Ingo hat, liebe Oma, eine Tüte ausgeladen. Ich habe das nicht gefunden, Ingo. Nur das eine Gedicht von Sascha.

01:56:35 Harroglays, meine Hunde und ich haben gestern eine Multifruchtmarmelade gemacht, sehr lecker. Ja selber Marmelade machen ist gut. Habe ich früher ganz ganz viel gemacht für die Kinder.

01:56:52 Alika Ellis spielt jemand von euch auch Quizduell. Ich würde gerne mal gegen euch antreten. Spielt es jemand von euch? Ich auch. Und? Willst du antreten gegen die Alika? Lieber nicht. Bitte? Lieber nicht. Darauf verliere ich. Der Fabian kann eh es, wir beiden anderen nicht, aber er hat Angst zu verlieren. Nein. Du hast es gesagt eben. Eben sagte er es. Denk drüber nach, Fabian, ja?

01:57:21 Er denkt drüber nach, Alika. Merlidol schreibt er, es tut sehr gut, deine Streams zu schauen. Es ist schon ein richtiges Ritual geworden. Vielen Dank dafür. Freut uns ganz, ganz arg. Freut uns ganz arg. Das war die Idee von Janik. Vor wie vielen Jahren? Drei fast schon, Alika. Ja, ja.

01:57:41 Dero, schau mal ein Wald-Mai-Käfer. Ein Smiley, leider ist das Bild nicht so gut geworden. Liebe Grüße, ein Lila Herz. Ist euch das Bild nicht gut? Seht doch prima. Ich habe schon ewig keinen Maikäfer mehr gesehen. Ich habe schon ewig, ewig keinen Maikäfer mehr gesehen. Von A nach B fragt, welches Computerspiel gefällt Fabian am besten? Fabian antworte.

01:58:13 Ich weiß schon mal, welches dem von A nach B am meisten gefällt. Brawl Stars. Ihr sprecht mit fremden Zungen für mich. So, fertig. Habt ihr geantwortet? Gut. Ingo, du bist ja heute wieder richtig schick. Freut mich sehr, Ingo. Das sind ganz, ganz alte Kleidungsstücke. Uralt. Für euch muss ich mich doch ordentlich anziehen.

01:58:51 Da geht jetzt eben vor dem Stream bei euch mal wieder an der Ostsee spazieren. Ein Lahn-Smiley ist echt immer wieder wunderbar und ein Leder Herzjahr. Das Meer ist einfach herrlich. Die Ostsee kenne ich nicht, aber die Nordsee und die Adria. Du hast Twitter geschlossen. Was habe ich? Gehört! Seht ihr mal, wie blöd ich in der Technik bin. Wie komme ich da wieder hin? Auf den Vogel.

01:59:19 Auf den Vogel. Entschuldigt. Da lachen die zwei Jungs, wenn ich so Fehler mache. Immer mehr drehen, Oma. Noch mehr. Noch mehr. So ist gut, ja. Ja, wunderbar. Das Meer ist einmalig. Nordsee waren wir oft. Ja, der Drehtur schreibt, vor circa zehn Jahren habe ich das Angeln abgebrochen, weil da so viele Maikäfer waren, dass man dort nicht sitzen konnte. Ach was.

01:59:52 Na ja, als Kinder haben wir die immer gesammelt, die Maikäfer. Wir haben Freude an den Maikäfern gehabt. Ein bisschen Schachteln gekannt mit Futter und so. Ich mag gerade einfallen. Jetzt kommt der Sascha wieder. Ich wünsche mir, dass er wieder etwas Gewüstes bringt. Sascha Sascha.

02:00:14 Nee, er füllt auf. Ich war schon öfters im Theater. Hänsel und Grede, Kinderoper, Entführung aus dem Sarai, Operette, Tagebuch der Anne Frank, Theaterstück in der Schulaula, Rocky das Musical in Hamburg, Office und Euridike, Oper von Glück im Theaterart. Wahnsinn, Sascha. Bist du so gebildet?

02:00:38 Dann bringt man ja mal so schaurige Sachen. Aber das freut mich jetzt ganz arg, dass du das alles schon gesehen hast. Ich habe davon eigentlich noch gar nichts gesehen. Ach ja, was hatten wir denn schon in der Jugend? Alika Ellis. Bei Quiz2L bin ich Fali Alika. So gut bin ich nun auch wieder nicht, dass man Angst haben muss zu verlieren. Die lacht ja auch wie so eine Hexe, die Alika.

02:01:11 Wie überlegst du, Fabi? Bioglapstuhl, heilige Oma, ich hoffe, es geht euch allen gut. Wie seid ihr eigentlich auf den Kanalnamen Marmeladenoma gekommen? Und ein lachender Smiley. Das ist Janiks Idee gewesen. Sag du es, Janik. Ich habe heute überlegt, was passt zur Oma und dann Marmelade. Weil ich immer viel Marmelade gekocht habe. Das war der Grund, oder? Ich glaube schon, ja.

02:01:43 Ich hätte mich nie Marmeladen-Ober genannt.

02:01:50 Kera Wey schreibt, wenn meine Mutter früher Marmelade gekocht hat, dann habe ich immer gerne den Schaum genascht, der beim Kochen entsteht. Wie war das denn bei Ihnen? Genau, genau auch. Hatte ich vergessen, aber wie du es jetzt sagst, das war bei uns genauso. Oft haben wir dann noch ein Stück Brot dazu gekriegt und ja, das war Genuss, das war Süßigkeit eben. Aber hatten wir wenig.

02:02:16 Rakanidima fragt Oma, von wem habt ihr den Oscar? Ich habe es gerade eben erzählt. Das war die tolle Idee von Fabian Schmidt-Fich. Er hat geschrieben, Ehrenpreis für Marmeladenoma als Dank für alles von Fabian Schmidt-Fich. Das ist eine tolle Idee. Jeder, der kommt, freut sich dran.

02:02:49 Der Fabian Schmidtwig wünsche das Märchen der treue Johannes von Grimm. Der treue Johannes von Grimm? Gibt's das? Ist dir das Bube? Ich schau kurz. Ist das nicht der Froschkönig? Ich glaube nicht, dass es der Froschkönig ist. Nein. Also ich kenn's nicht. Fabian, wenn ich's finde, lese ich's vor, gell? Ich hab's noch nie gehört. Ich weiß nur, dass beim Froschkönig der treue Diener immer sagt...

02:03:32 Ach, der König sei... Sag dann Johannes? Wie sagt denn der? Das ist der Heinrich gewesen. Heinrich. Fabian, ich versuche es zu finden. Und Marmeladenmagie ist 25 Monate ein süßes Früchtchen. Vielen, vielen Dank.

02:03:55 Also habe ich gedacht, dass die Frage kommt, Bioklappstuhl, wie hättest du dich denn statt Marmeladenoma genannt? Wahrscheinlich hätte ich mich, ihr werdet lachen, Josefa hätte ich mich genannt. Ich heiße nämlich auch noch Josefa mit dem zweiten Namen. Und mein Großvater, den ich sehr liebte, der hieß Josef. Und Josefa fand ich immer so klangvoll. Aber ich glaube, der hat er nicht mitgemacht, der hat er nicht mitgemacht.

02:04:25 Josefa hätte nicht voller als... Nein, die Janik hätte etwas anderes gefunden. Oder von A nach B hätte uns beraten. Aber ehe ich mich umsah, war ich die Marmeladenoma. Und es kommt eigentlich auch gut an. Ingo war gerade von Fabian die Re...

02:04:54 Hat er sich verdruckt. Wo gerade von Fabian die Rede ist, wann liest denn der Fabian Grins? Fabian, wann liest du denn? Wieder ohne Mundschutz. Ja, wenn er wieder ohne Mundschutz da sein darf und keinen Abstand haben muss.

02:05:13 Die Memotives kann man ja schlecht lesen. Habe ich mich gut rausgeredet. Aber das geht vorbei. Du wirst noch drankommen. Die vergessen das nicht, die Fans, Fabian.

02:05:27 Dabei hat er so eine schöne Stimme, der Fabian. Kaffeesatz fragt, in welcher Energieform ist die Energie in einer Batterie gespeichert? Ich soll das wissen. Warum weißt du das? Nein, im Leben. Willst du mich ärgern? Wißt du es? In chemische Energie. Die wird dann in elektrische umgewandelt. So was weiß ich nicht, Kinder. So was weiß ich nicht.

02:05:58 Kinder, Kindeskinder sind viel klüger, weil die ja auch mehr Schule und Bildung hatten als ich. Das hat mir der Krieg alles verwehrt. Und von A nach B fragt, wollte Fabian nicht Bohemian Rhapsody singen? Aber wir fragen jetzt mal von A nach B. Der hat nämlich eine wunderbare Stimme. Der könnte auch mal was vorsingen. Wäre doch nicht schlecht.

02:06:32 Sascha Frings, ich kam durch die Schule in so viele Stücke. Hänsel und Gregel sowie Entführung aus dem Zerrei war mit der Grundschule bei den Monschau Classics. Bei Anne Frank kam das Theater in die Schule und Rocky haben wir bei der Abschlussfahrt gesehen. Ja, siehst du, ihr habt halt viele, viele Möglichkeiten, die hatte mein Jahrgang eben nicht, Sascha. Aber ich bin ganz glücklich, dass du dir das alles so anschaust.

02:07:02 Nochmal das, Sascha. Und bei Orpheus und Eurydike waren wir Premieren-Klasse. Wir dürfen zu den Proben und zur Premiere. Toll. Jesse Kafka schreibt, meine Uroma hat als Zweitnamen Ottilie gehabt.

02:07:22 Ottilie. Ottilie. Ist doch schön, Ottilie. Ottilie. Man muss es nicht richtig klangvoll aussprechen. Nicht so wie ich. Den Namen hast du bestimmt noch nie gehört, gell? Nee, noch nicht. Ja, ja, ist ein Name, den die Junge noch nie gehört haben. Also die heutigen Namen, die so beliebt sind, Anna und solche Namen, oder Emma, die waren bei uns gar nicht beliebt früher. Das ist einfach immer eine Sache der Mode.

02:07:56 Der Dero schreibt, ich liebe den Mai. Viele Geburtstage in der Familie und Feiertage, so wie meiner. Das Wetter ist so, wie ich es liebe. Sonnig, aber nicht zu warm. Deswegen hat auch der Maikäfer besondere Bedeutung für mich. Gefreut hat mich, dass der Maikäfer noch im Walde lebt. Ja, mich auch. Diese ganze Giftspritzerei da, das ist ein Kapitel für sich.

02:08:22 Bio-Klappstuhl schreibt, ich gehe mich jetzt zu meiner Mutter aufs Sofa setzen. Viel Spaß noch und gute Nacht an alle. Und vielen Dank für den Stream, liebe Marmeladenoma und ein lieder Herz. Ach, vielen, vielen Dank für all deine guten Dinge, die du uns daher schickst. Und schlaf gut heute Nacht und bleib gesund. Und liebe Grüße an deine Mutter. Und ich glaube, wir sollten auch so langsam... Meinst du? ...wenn wir schon 22.07 Uhr. Das ist so schnell vergangen, gell?

02:08:50 Die Alika sagt, oh ja, gute Idee, Oma, von A nach B soll singen. Die Alika. Also der Janik sagt, ich soll aufhören. Ich würde gerne noch weiter mit euch reden. Ich habe sie herausgefordert. Ja, ja, wahrscheinlich. Nein, zum Spiel. Aber im Ernst? Das finde ich aber klasse, Fabian.

02:09:15 Das hat die Alika verdient. Ein toller Mensch. Wir gucken, wer gewinnt. Du kannst eigentlich auch mal so ein Quizspiel machen, oder? Wäre das auch für dich, oder? Das kann ich doch nicht. Der Fabian kann das gucken. Das ist wie wir, wer wird Millionär?

02:09:29 Das kriegt's auch. Das kriegst du nicht. Mach du das doch. Wenn's geht, wenn man wieder mehr Leute hier haben kann, dann machen wir ja sowieso mal wieder einen Spieleabend. Aber im Moment ist halt schwierig. Mit Mundschutz und Abstand.

02:09:49 Ingo, ihr könnt euch ja mal mit der ganzen Familie bei Asmule anmelden und dort Karaoke singen. Das wäre bestimmt lustig. Ingo, du tötest mich. Niemals, niemals. Ich bin doch eine Märchentante von Flix nochmal.

02:10:16 Ja, der Drehtour schreibt, sollte ich das Glück haben, mal Vater zu werden, möchte ich meine Tochter Marianne nennen, nach meiner Oma. Ja, das ist auch ein schöner Name, Marianne. Ich hatte auch eine Schwester, die hieß Marianne Theresa. Und wie wurde sie gerufen? Rösle. Eine Schwester Rösle, ja.

02:10:39 Theresie schreibt Hallo, wie geht es euch? Mir geht es leider nicht so gut. Oh, wir wünschen dir alles, alles Gute, alle drei, gell, Kinder? Ja. Und gute, gute Besserung. Und die Kerze bringt ja für euch alle, gell? Wenn du mir schreiben willst, schreibe ich dir gerne zurück.

02:11:07 So, ich glaube, ich soll aufhören, hat Janik gesagt, ja? Also sonst ist die Fragerunde für heute beendet. Der liebe Fabian holt es aus dem Hintergrund ab, weil er ja Abstand halten muss. So, und dann, was kommt da noch lang? Ach, da kommt ja noch eine Geschichte, gell? So, so. Ja, ich würde am liebsten stundenlang eine Fragerunde machen. Dabei habe ich so richtig schönen Kontakt mit euch, das quält mir.

02:11:42 Geschichte aus der Kindheit. Ach ja, von der Schulzeit war das, wie ich da in der ersten Klasse war. Das erste Schuljahr ging so dahin. Ich ging zwar sehr gerne zur Schule, aber ich fürchtete mich auch vor der Bosheit einiger Mitschüler.

02:12:05 Ein blondes, blauäugiges, hübsches Mädchen quälte mich besonders arg. Unser Schulweg führte entlang einer Autostraße. Der Weg war etwas erhöht und grasbewachsen. Ich versuchte zwar etwas zurückzubleiben, aber sie stand dort immer unerbittlich, wartete auf mich. Dann schubste sie mich immer wieder und immer wieder auf die Fahrbahn.

02:12:35 unter heimischen Regen. Mit dieser Stimme sagte ich immer wieder Traudl, hör doch auf, ich mach dir doch nichts, warum lass du mich nicht in Ruhe?

02:12:54 ich hab dir doch nichts gemacht sie lachte nur höhnisch und trieb ihr spielchen bis wir in meinem wohnviertel ankamen dort gab sie mir noch einen heftigen stoß bis morgen dann ging sie brav neben mir her

02:13:11 Es könnte sie eine Nachbarin sehen. Plötzlich stieg wie eine Flamme eine große Wut in mir hoch. Ich packte sie am Schulranzen, zog sie zum Boden, setzte mich auf sie und hämmerte mit meinen Fäusten auf sie ein. Jetzt ist genug, brüllte ich. Sie schrie entsetzt um Hilfe, Haustüren gingen auf, Frauen rannten herbei, fassungslos zogen mich die Nachbarinnen hoch, sie kannten mich.

02:13:40 Nur als ganz sanftes, kinderliebes Nachbarskind, das für sie einkaufte, Kinder hütete und so weiter.

02:13:51 Sie konnten nicht verstehen, warum ich mich in dieses Ungeheuer verwandelt hatte. Ich nahm meinen Schulranzen, wortlos, weinend, machte ich mich fort. Nur heim, heim zum Vater, war mein einziger Gedanke. Plötzlich bremste ein Fahrrad hinter mir, blickte mich um. Ein großer Junge stieg ab, schrie mich an. Was hast du mit meiner Schwester gemacht? Ich hob meine Fäuste vor sein Gesicht und sagte,

02:14:19 Willst du auch noch was? Ich war völlig außer mir. Er sah mich verdutzt an, stieg wortlos auf sein Fahrrad und fuhr davon. Ich kam daheim an, laut schluchzend klingelte ich an der Haustür. Mein lieber Vater öffnete, nahm mich in die Arme. Helgele, wer hat dir was gemacht? Dann wischte er mir mit seinem großen Taschenduch die Tränen ab.

02:14:47 Ich setzte mich auf seinen Schoß, legte meinen Kopf an seine Vaterbrust und stoppend kam mein Bericht. Ich glaube, ich war über mich selbst entsetzt. Er strich mir die Haare aus dem Gesicht, streichelte mich, sagte, das war dein Recht. Am nächsten Schultag und von nun an ließ mich die Waltraut in Ruhe. Ich konnte in Frieden in die Schule gehen und lernen. Aber dann kam der Krieg.

02:15:19 So, jetzt lese ich euch noch ein Gedicht vor.

02:15:24 Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben. Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben. Ich wünsche dir Zeit, dich zu freuen und zu lachen. Und wenn du sie nutzt, kannst du etwas daraus machen. Ich wünsche dir Zeit, nicht nur so zum Vertreiben. Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben. Als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertrauen. Anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schauen.

02:15:52 Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken, nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken. Ich wünsche dir Zeit nicht zum Hasten und Rennen, sondern die Zeit zum Zufrieden sein können. Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.

02:16:14 Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben. Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben. Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden. Jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden. Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben. Ich wünsche dir Zeit, um zu leben. Das hat eine Ellie Michler geschrieben. Finde ich sehr, sehr schön.

02:16:44 Und das war jetzt eigentlich alles, oder Janik? Habe ich noch was vergessen? Das war alles, ja. Das war alles. Nun, dann sagen wir euch, gute Nacht, passt auf euch auf und hoffentlich auf Wiedersehen am nächsten Samstag auf der Märcheninsel. Ade, eure Marmeladenoma, Enkel Janik und Walenkel Fabian.