Es wurden bekannte Märchen wie "Der kleine Hebelmann" und "Die Nachtigall" präsentiert. Zudem wurde eine exotische Stiefelirwin-Baumschnecke vorgestellt und die persönliche Sorge von Oma Dino mitgeteilt. Für die Gemeinschaft wurden auch Kerzen angezündet.

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Begrüßung und Das erste Märchen: Der kleine Hebelmann

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00:02:57 Willkommen auf der Märcheninsel bei eurer Marmeladenoma Enkel Janik und Walenkel Fabian. Märchenstunde. Und Fabian zündet bitte die Kerze an für die Unglücklichen dieser Erde. Und wir denken an sie. Danke dir Fabian.

00:03:23 Das erste Märchen ist der kleine Hebelmann. Chris schreibt, schöner Pullover. Second Hand von meinem lieben Nachbarn, Herr Mann. Ja, da bin ich sehr, sehr froh drum.

00:03:41 Spare Geld und Umwelt. Hier kamen noch süße Früchtchen rein. Dem Chaksai Mama ist 18 Monate ein süßes Früchtchen. Willkommen und einen schönen Abend für dich. Odas Welt ist 42 Monate ein süßes Früchtchen. Schreibt guten Abend. Guten Abend und einen schönen Abend für dich. Und Soja Can ist 77 Monate ein süßes Früchtchen. Schreibt einen schönen Abend an. Wahnsinn, Wahnsinn. Und für dich auch.

00:04:09 Und das Wassermarsch der Woche kam wieder rein von Anfani. Danke dir. Alex MacTurtle isst jetzt auch 21 Monate ein süßes Früchten. Willkommen und einen schönen Abend für dich. Und das war es soweit, ja.

00:04:30 also dann fange ich an mit dem kleinen hebelmann es war einmal ein kleiner junge der hieß hebelmann des nachts schlief er in einem rollerbett und auch des nachmittags wenn er müde war wenn er aber nicht müde war so musste seine mutter ihn dann in der stube umherfahren und davon konnte er nie genug bekommen nun lag der kleine hebelmann eines nachts in seinem rollenbett und konnte nicht einschlafen

00:04:58 Die Mutter aber schlief schon lange neben ihm in ihrem großen Himmelbett. »Mutter«, rief der kleine Hebelmann, »ich will fahren.«

00:05:15 Und die Mutter lang den Arm aus dem Bett und rollte die kleine Bettstille hin und her und hin und her. Und wenn ihr der Arm müde werden wollte, so rief der kleine Hebelmann, mehr, mehr, und dann ging das Rollen wieder von vorne los. Endlich aber schlief sie gänzlich ein, und so viel Hebelmann auch schreien mochte, so hört es nicht, es war rein vorbei.

00:05:40 Da dauerte es nicht lange, so sah der Mond in die Fensterscheiben, der gute, alte Mond. Und was er da sah, war so posierlich, dass er sich erst mit seinem Pilzärmel über das Gesicht fuhr, um sich die Augen auszuwischen. So etwas hatte der alte Mond all seinen Lebtag nicht gesehen.

00:06:02 Da lag der kleine Hebelmann mit offenen Augen in seinem Rollenbett und hielt das eine Beinchen wie einen Mastbaum in die Höhe. Sein kleines Hemd hatte er ausgezogen und hing es wie ein Zegel an seinen kleinen Zähnen auf. Dann nahm er ein Hemdsipfelchen in jeder Hand und fing mit beiden Backen an zu blasen. Und allmählich, leise, leise fing es an zu rollen.

00:06:28 Über den Fußboden, dann die Wand hinauf, dann Kopf über die Decke entlang und dann die andere Wand wieder hinunter. Mehr, mehr, schrie Hebelmann, als er wieder auf dem Boden war und dann blieb er wieder in seine Backen und dann ging es wieder Kopf über und Kopf unter. Es war gewiss ein großes Glück für den kleinen Hebelmann, dass es gerade Nacht war.

00:06:52 und die Erde auf dem Kopf stand, sonst hätte es jedoch gar so leicht den Hals brechen können.

00:06:59 Als er dreimal die Reise gemacht hatte, guckte der Mond ihm plötzlich ins Gesicht. »Junge«, sagte er, »hast du noch nicht genug.« »Nein«, schrieb Hebelmann, »mehr, mehr, mach mir die Tür auf. Ich will durch die Stadt fahren. Alle Menschen sollen mich fahren sehen.« »Das kann ich nicht«, sagte der gute Mond, aber er ließ einen langen Strahl durch das Schlüsselloch wallen und darauf fuhr der kleine Hebelmann zum Haus hinaus.

00:07:28 auf der straße war es ganz still und einsam die hohen häuser standen im hellen mondschein und glotzten mit ihren schwarzen fenstern recht dumm in die stadt hinaus aber die menschen waren jenes zu sehen es rasselte recht als der kleine hebelmann in seinem rollenbett über die straßenpflaster fuhr und der gute mond ging immer neben ihm und leuchtete

00:07:54 so fuhren sie straßen aus straßen ein aber die menschen waren nirgends zu sehen als sie bei der kirche vorbeikamen da krähte auf einmal der große goldene hand auf dem glockenturm sie hielten still was machst du da rief der kleine hebelmann hinauf

00:08:13 ich grähe zum ersten mal rief der goldene hahn herunter wo sind denn die menschen rief der kleine hebelmann hinauf die schlafen rief der goldene hahn hinunter wenn ich zum dritten mal grähe dann wacht der erste mensch auf das dauerte mir zu lange sagte hebelmann ich will in den wald fahren die tiere sollen mich fahren sehen junge sagt der gute alte mond hast du noch nicht genug

00:08:41 »Nein«, schrie Hebelmann, »mehr, mehr, leuchte, alter Mond, leuchte!« Und damit blüßen die Backen auf und der gute alte Mond leuchtete und so fuhren sie zum Stadttor hinaus und übers Feld und in den Denklandwald hinein. Der gute Mond hatte große Mühe zwischen den Gefielen.

00:09:04 bäumen hindurch zu kommen mitunter war ein ganzes stück zurück aber er holte den kleinen hirnmann doch immer wieder ein in walde war es still und einsam die tiere waren nicht zu sehen weder die hirsche noch die hasen auch nicht die kleinen mäuse so fuhren sie immer weiter durch tannen und buchenwälder bergauf und bergab der gute mond ging nebenher und leuchtete in alle büsche

00:09:32 Aber die Tiere waren nicht zu sehen. Nur eine kleine Katze saß oben in einem Eichbaum und funkelte mit den Augen. Da hielten sie still. »Das ist der kleine Hinse«, sagte Hebelmann. »Ich kenne ihn wohl. Er will die Stirn danach machen.«

00:09:52 Und als sie weiter fuhren, sprang die kleine Katze mit vom Baum zu Baum. »Was machst du da?« rief der kleine Hebelmann hinauf. »Ich jeminiere«, rief die kleine Katze herunter. »Wo sind denn die anderen Tiere?« rief der kleine Hebelmann hinauf. »Die schlafen«, rief die kleine Katze herunter und sprang wieder einen Baum weiter. »Horst nur, wie sie schnarchen!«

00:10:18 »Junge«, sagt der gute alte Mond, »hast du noch nicht genug?« »Nein«, schreit Hüppelmann, »mehr, mehr! Leuchte, alter Mond, leuchte!« Und dann blies er die Backen wieder auf und der gute alte Mond leuchtete. Und so fuhren sie zum Walde hinaus, dann über die Heide bis ans Ende der Welt. Und dann gerade in den Himmel hinein.

00:10:43 ihr war es lustig alle sterne waren wach und hatten die augen auf und funkelten daß der ganze himmel blitzte platz da schrie hebelmann und fuhr in den hellen haufen hinein daß die sterne links und rechts vor angst vom himmel fielen

00:11:00 »Junge«, sagt der gute alte Mond, »hast du noch nicht genug?« »Nein«, schritt der kleine Hüffelmann, »mehr, mehr!« Und »hast du mich gesehen«, fuhr dem alten, guten Mond quer über die Nase, dass er ganz dunkelbraun im Gesicht wurde. »Pui«, sagt der Mond, »und nächste dreimal. Alles mit Maßen.« Und damit puste er seine Laterne aus, und alle Sterne machten die Augen zu.

00:11:28 wurde es im ganzen himmel auf einmal so dunkel daß man es ordentlich mit händen greifen konnte leuchte alter mond leuchte schrie hebemann aber der mond war nirgends zu sehen und auch die sterne nicht sie waren schon alle zu bett gegangen

00:11:45 Da fürchtete der kleine Hebelmann sich sehr, weil er so allein im Himmel war. Er nahm seine Hemmzipfelchen in die Hände und biss die Backen auf. Aber er wusste weder aus noch ein. Er fuhr kreuz und quer, hin und her, und niemand sah ihn fahren, weder die Menschen noch die Tiere, noch auch die lieben Sterne.

00:12:08 Da guckte endlich unten, ganz unten am Himmelsrande, ein rotes, rundes Gesicht zu ihm herauf. Und der kleine Himmelmann meinte, der Mond sei wieder aufgegangen. Leuchte, alter Mond, leuchte, rief er. Und dann blies er wieder die Backen auf und vorquerte den ganzen Himmel und gerade drauf los.

00:12:30 es war aber die sonne die gerade aus dem meere heraufkam junge rief sie und sah mit ihren glühenden augen ins gesicht was machst du hier in meinem himmel und eins zwei drei nahm sie den kleinen hellmann und warf ihn mitten in das große wasser da konnte er schwimmen lernen und dann

00:12:52 Ja, und dann? Weißt du nicht mehr, wenn ich und du nicht gekommen wären und den kleinen Hebelmann in unser Boot genommen hätten, so hätte er doch leicht ertrinken können. So, das war das erste Märchen. Und das zweite ist die Nachtigall. Hab ich die oder du? Die ist auf dem iPad.

00:13:20 Wir haben noch süße Früchtchen. Kevin Triller ist ein neues süßes Früchtchen. Willkommen und wenn es gefällt, bleibt bei uns. Von Jeans kommen 100 Bits. Vielen, vielen Dank und einen schönen Abend.

00:13:37 Von Mephistokles kommen auch 100 Pits. Danke dir, einen schönen Abend. Angelika spendet 5 Euro, schreibt ganz lieben Dank für den schönen Samstagabend wieder mit eurer Märcheninsel. Wir danken dir sehr, kommt alles in die Ausgabenkasse. Und einen schönen Abend für dich. Und ein Wassermarsch von Chris kam auch noch. Ich danke dir.

00:14:11 Ihr Rolli isst 26 Monate ein süßes Früchten, schreibt Danke dir, Oma, für 26 Monate wunderschöne Märchen. Und wir danken dir, schön, dass du da bist. Und Louis Wilbert isst jetzt 61 Monate ein süßes Früchtchen. Vielen Dank und einen schönen Abend für dich.

00:14:35 Und das war's soweit. Das war's. Dann lese ich das erste Märchen vor. Das zweite, die Nachtigall.

Das zweite Märchen: Die Nachtigall und der Kaiser

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00:14:51 Hans Christian Andersen, Sämtliche Märchen, 1862 In China, weißt du wohl, ist der Kaiser ein Chinese. Und alle, die er um sich hat, sind auch Chinesen. Es ist nun viele Jahre her, aber gerade deshalb ist es wert, die Geschichte zu hören, ehe sie vergessen wird. Das Kaiserschloss war das prächtigste der Welt, ganz und gar von feinem Porzellan, so kostbar,

00:15:18 aber so spröde, so misslich, daran zu rühren, dass man sich ordentlich in Acht nehmen musste. Im Garten sah man die wunderlichsten Blumen und an die allerprächtigsten waren Silberglöckchen gebunden, welche erklangen, damit man nicht vorbeigehen möchte. Und die Blumen zu bemerken, ja, alles, was in des Kaisersgartens so ausspekuliert. Und er erstreckte sich so weit, dass der Gärtner selbst das Ende

00:15:46 desselben nicht sehen konnte. Ging man immer weiter, so kann man in den herrlichsten Wald mit hohen Bäumen und tiefen Seen. Der Wald ging gerade hinunter bis zum Meer, welches blau und tief war. Große Schiffe konnten bis unter die Zweige hin segeln, und in diesen wohnte eine Nachtigall, die so herrlich sang, dass selbst der arme Fischer, der so viel anderes zu tun hatte, still hielt und horchte.

00:16:14 wenn er des Nachts ausgefahren war und das Fischnetz aufzuziehen und dann die Nachtigall hörte. »Ach Gott, wie ist das schön«, sagte er. Aber dann musste er auf seine Sachen Acht geben und vergaß den Vogel. Doch wenn dieser in der nächsten Nacht wieder sang und der Fischer dorthin kam, sagte er dasselbe. »Ach Gott, wie ist das doch schön!«

00:16:39 aus allen ländern der welt kamen reisende nach der stadt des kaisers und bewunderten dieselbe das schloß und den garten doch wenn sie die nachtigall zu hören bekamen sagten sie alle das ist doch das beste

00:16:54 die reisenden erzählten davon wenn sie nach hause kamen und die gelehrten schrieben viele bücher über die stadt das schloß und den garten aber auch die nachtigall vergasen sie nicht die wurde am höchsten gestellt und die welche dichten konnten schrieben die herrlichsten gedichte über die nachtigall im walde bei dem tiefen see

00:17:17 Die Bücher durchliegen die Welt, und einige kamen dann auch einmal zum Kaiser. Er saß in seinem goldenen Stuhle, und Glas und Glas. Jeden Augenblick nickte er mit dem Kopfe, denn es freute ihn, die prächtigen Beschreibungen der Stadt, des Schlosses und des Gartens zu vernehmen. Aber die Nachtigall ist doch das Allerbeste, stand da geschrieben. Was ist das, sagte der Kaiser, die Nachtigall kenne ich ja gar nicht.

00:17:45 Ist ein solcher Vogel hier in meinem Kaiserreiche und sogar in meinem Garten? Das habe ich nie gehört. So etwas soll man erst als Bücher erfahren. Dann rief er seinen Kavalier, der war so vornehm, dass für jemand, der geringer als er war, mit ihm zu sprechen oder ihn um das zu fragen wagte, er war dann nichts erwiderte als P. Und das hat nichts zu bedeuten.

00:18:12 hier soll ja ein höchst merkwürdiger vogel sein welcher nachtigell genannt wird sagte der kaiser man sagt dies sei das allerbeste in meinem großen reiche weshalb hat man mir nie etwas davon gesagt

00:18:27 »Ich habe ihn früher nie nennen hören«, sagt der Kavalier. »Er ist nie bei Hoven vorgestellt worden.« »Ich will, dass er heute Abend herkommt und vor mir singen soll«, sagt der Kaiser. »Die ganze Welt weiß, was ich habe, und ich weiß es nicht.« »Ich habe ihn früher nie nennen hören«, sagt der Kavalier. »Ich werde ihn suchen. Ich werde ihn finden.« Aber wo war der zu finden?

00:18:54 Der Kavalier lief alle Treppen auf und nieder durch Seele und Gänge, aber keiner von allen denen, auf die er trat, hatte von der Nacht egal sprechen hören. Der Kavalier lief wieder zum Kaiser und sagte, dass es sicher eine Fabel von denen sein müsste, die da Bücher schrieben. Die ihre Kaiserliche Majestät können gar nicht glauben, was alles geschrieben wird. Das sind Erdichtungen und etwas, was man die schwarze Kunst nennt.

00:19:24 Aber das Buch, in dem ich dieses gelesen habe, sagt der Kaiser, ist mir für den großmächtigen Kaiser von Japan gesandt. Und es kann also keine Unwahrheit sein. Ich will die Nachtigall hören. Sie muss heute Abend hier sein. Sie hat meine höchste Gnade. Und kommt sie nicht, so soll der ganze Hof auf dem Leib getrampelt werden, wenn er Abendbrot gegessen hat. Na sowas. Zing Pei, sagt der Kavalier, und lief wieder alle.

00:19:53 Treppen auf und nieder, durch alle Säle und Gänge, und der halbe Hof lief mit, denen sollten nicht gern auf den Leib getrampelt werden. Da gab es ein Fragen nach der merkwürdigen Nachtigall, welche die ganze Welt kannte, nur niemand bei Hofe. Endlich trafen sie ein kleines, armes Mädchen in der Küche, die sagte, »O Gott, die Nachtigall, die kenne ich gut. Ja, bis.«

00:20:19 Wie kann die singen? Jeden Abend habe ich Erlaubnis, meine armen kranken Mutter über Bleibsel vom Tisch mit nach Hause zu bringen. Sie wohnt unten am Strande und wenn ich zurückgehe, müde bin und im Walde ausruhe, dann höre ich die Nachtigall singen.

00:20:37 Es kommt mir dabei das Wasser in die Augen, und es ist gerade, als ob meine Mutter mich küsste. Kleine Köchin, sagt der Kavalier, ich werde dir eine feste Einstellung in der Küche und die Erlaubnis, den Kaiserspeisen zu sehen, verschaffen, wenn du uns zur Nachtigall führen kannst, denn sie ist heute Abend angesagt. Und so zogen sie alle hinaus in den Wald, wo die Nachtigall zu sehen prägte. Der halbe Hof war mit.

00:21:06 Als sie im besten Zuge waren, fing eine Kuh zu brüllen an. »Oh«, sagten die Hofjunker, »nun haben wir sie. Das ist doch eine merkwürdige Kraft in einem so kleinen Tier. Die habe ich sicher schon früher gehört.« »Nein, das sind Kühe, welche brüllen«, sagte die kleine Küche ihm. »Wir sind noch weit von dem Orte entfernt.«

00:21:28 Nun quakten die Frösche im Sumpfe. Herrlich, sagte der chinesische Hofprediger, nun höre ich sie, es klingt gerade wie kleine Kirchenglocken. Nein, das sind Frösche, sagte die kleine Kirchin, aber nun denke ich, werden wir sie bald hören. Und da begann die Nachtigall zu singen. Das ist sie, sagte das kleine Mädchen, hört, hört, und da sitzt sie.

00:21:55 Sie zeigte nach einem kleinen grauen Vogel oben in den Zweigen. Ist es möglich, sagte der Kavalier, so hätte ich sie mir nimmer gedacht, wie simpel sie aussieht. Sie hat sicher ihre Farbe darüber verloren, dass sie so viele freundliche Menschen um sich erblickt. Kleine Nachtigall, rief die kleine Köchin ganz laut, unser gnädiger Kaiser wünscht, dass sie vor ihm singen möchten.

00:22:21 »Mit dem größten Vergnügen«, sagte Nachtigall und sang dann, dass es eine Lust war. »Es klingt gerade wie Glasklocken«, sagte der Kavalier, »und seht die kleine Kehle, wie sie arbeitet. Es ist merkwürdig, dass Sie sie früher nie gehört haben. Sie wird große Freude bei Hofe machen.« »Soll ich noch einmal vor dem Kaiser singen?«, fragte Nachtigall, weil sie glaubte, der Kaiser sei auch da.

00:22:50 »Meine vortreffliche, kleine Nachtigall«, sagt der Kavalier, »ich habe die große Freude, sie zu einem Hoffeste heute Abend einzuladen, wo sie ihre hohe kaiserliche Gnaden mit ihrem charmanten Gesang bezaubern werden.« »Der nimmt sich am besten im Grünen aus«, sagt die Nachtigall, »aber sie kam doch gerne mit, als sie hörte, dass es der Kaiser wünschte.«

00:23:16 Auf dem Schloss war ordentlich aufgeputzt. Die Wände und der Fußboden, welche von Porzellan glänzten, glänzten im Strahle viele tausend Goldlampen. Die prächtigsten Blumen, welche recht klingeln konnten, waren in den Gängen aufgestellt. Das war ein Laufen und ein Zugwind, und alle Glocken klingelten so, dass man sein eigenes Wort nicht hören konnte.

00:23:42 mitten in dem großen saal wo der kaiser saß war ein goldner stecken hingestellt und auf dem soll die nachtigall sitzen

00:23:52 Der ganze Hof war da, und die kleine Küchin hatte die Erlaubnis erhalten, hinter der Tür zu stehen, da sie nun den Titel einer wirklichen Hofküchin bekommen hatte. Alle waren in ihrem größten Putz, und alle sahen nach dem kleinen grauen Vogel, dem der Kaiser zunickte. Und die Nachtigall sang so herrlich, dass dem Kaiser die Tränen in die Augen traten. Die Tränen liefen über die Wangen hernieder, und das sang die Nachtigall noch schöner.

00:24:21 Das ging recht zu Herzen. Der Kaiser war so froh, und er sagte, dass die Nachtigall seinen goldenen Pantoffel und den Hals zu tragen haben sollte, aber die Nachtigall dankte. Sie habe schon Belohnung genug erhalten. Ich habe Tränen in des Kaisers Augen gesehen. Das ist mir der reichste Schatz. Meines Kaisers Tränen haben eine besondere Kraft. Gott weiß es, ich bin genug belohnt.

00:24:49 Und darauf sang sie wieder mit ihrer süßen, herrlichen Stimme.

00:24:54 »Das ist die liebenswürdigste Kroketerie, die ich kenne,« sagten die Damen ringsherum, und dann nahmen sie was in den Mund, um zu klucken, wenn jemand mit ihnen spreche. Sie glaubten dann auch, Nachtigallen zu sein. Ja, die Lakaien und Kammermädchen wissen melden, dass auch sie zufrieden seien, und das will viel sagen, denn die sind am schwersten zu befriedigen. Kurz, die Nachtigall machte wahrlich Glück.

00:25:22 Sie sollten nun bei Hofe bleiben, ihren eigenen Bauer samt der Freiheit haben, zweimal des Tages und einmal des Nachts heraus zu spazieren. Sie bekamen dann zwölf Diener mit, welche ihr alle ein Seitenband um das Bein geschlungen hatten, an dem sie recht fest hielten. Es war durchaus kein Vergnügen bei einem solchen Ausflug. Die ganze Stadt sprach von dem merkwürdigen Vogel und begegnete sich.

00:25:49 Begegneten sich zwei, sagte der eine nichts anderes als Nacht und der andere sagte Gall. Und dann seufzen sie und verstanden einander. Ja, elf Höckerkinder wurden nach ihr benannt, aber nicht eins von ihnen hatte einen Ton in der Kehle.

00:26:10 Eines Tages hielt der Kaiser ein großes Paket, auf wie geschrieben stand, die Nachtigall. Da haben wir nun ein neues Buch über unseren berühmten Vogel, sagte der Kaiser. Aber es war kein Buch, sondern ein kleines Kunstwerk, welches in einer Schachtel lag, eine künstliche Nachtigall, die ihr Leben den gleichen sollte, allein überall mit Diamanten, Rubinen und Saphiren besetzt war.

00:26:37 Sobald man den Kunstvogel aufzog, konnte er eins der Stücke, die der wirkliche Sang singen, und dann bewegte sich der Schweif auf und nieder und glänzte von Silber und Gold. Um den Hals hing ein kleines Band, und darauf stand geschrieben, des Kaisers von Japan Nachtigall ist arm gegen die des Kaisers von China.

00:27:00 Das ist herrlich, sagten sie alle, und der, welcher den künstlichen Vogel gebracht hatte, erhielt sie gleich den Titel Kaiserlicher Obernachtigallbringer.

00:27:11 Nun müssen sie zusammen singen, dass wir das verintuiert werden. Und so mussten sie zusammen singen, aber es wollte nicht recht gehen, denn die wirkliche Nachtigall sang auf ihre Weise und der Kunstvogel ging auf Walzen. Der hat keine Schuld, sagte der Spielmeister, der ist besonders taktfest und ganz nach meiner Schule. Nun solle der Kunstvogel allein singen. Er machte eben so viel Glück, als der wirkliche.

00:27:38 Und dann war er so viel niedlicher anzusehen, er glänzte wie Armbänder und Busennadeln. Dreiunddreißigmal sang er ein und dasselbe Stück. Er war doch nicht müde. Die Leute hätten ihn gern wieder von vorne gehört. Aber der Kaiser meinte, dass ihm auch die lebendige Nachtigall etwas singen sollte. Aber wo war sie? Niemand hatte bemerkt, dass er aus dem offenen Fenster zu ihren grünen Wäldern fortgeflogen war.

00:28:07 Aber was ist denn das, sagt der Kaiser, und alle Hofleute schallten und meinten, dass die Nachtigell ein höchst undankbares Tier sei. Den besten Vogel haben wir doch, sagten sie, und so musste denn der Kunstvogel wieder singen, und das war das 34. Mal, dass sie dasselbe Stück zu hören bekamen, aber sie konnten es noch nicht ganz auswendig, denn es war schwer, und der Spielmeister lobte den Vogel so außerordentlich, ja, er versicherte,

00:28:36 dass er besser ist, als eine wirkliche Nachtigall sei. Nicht nur, was die Kleider und die vielen herrlichen Diamanten betreffe, sondern auch innerlich. Denn sehen Sie, meine Herrschaften, der Kaiser, vor allem, bei der wirklichen Nachtigall kann man nie berechnen, was da kommen wird. Aber bei dem Kunstvogel ist alles bestimmt.

00:28:58 Man kann es erklären, man kann ihn aufmachen und das menschliche Denken zeigen, wie die Walzen liegen, wie sie gehen und wie das eine aus dem anderen folgt.

00:29:09 das sind ganz meine gedanken sagten sie alle und der spielmeister erhielt die erlaubnis am nächsten sonntag den vogel dem folge vorzuzeigen er sollte ihn auch singen hören befeil der kaiser und das hörte ihn und es wurde so vergnügt als ob ich sich im tee berauscht hätte denn das ist ganz chinesisch und das sagten alle oh und hielten den zeigefinger in die höhe und nickten dazu aber die armen fischer

00:29:38 welche die wirklich Nachtigall gehört hatten, sagten. Es klingt hübsch genug, die Melodien gleichen sich auch, aber es fehlt etwas, ich weiß nicht was.

00:29:48 Die wirkliche Nachtigall war aus dem Lande und Reiche verwiesen. Der Kunstvogel hatte seinen Platz auf einem Seitenkissen dicht bei des Kaisers Bett. Alle die Geschenke, welche er erhalten, Gold und Edelsteine, lagen rings um ihn her, und im Till war er zu einem hochkaiserlichen Nachttischsänger gestiegen, im Range bis Nummer 1 zur linken Seite. Denn der Kaiser rechnete die Seite,

00:30:17 für die vornehmste, auf der das Herz saß. Und das Herz sitzt auch bei einem Kaiser links. Und der Spielmeister schrieb ein Werk von 25 Bänden über den Kunstvogel. Das war so gelehrt und so lang, voll von den allerschwertsten chinesischen Wörtern, dass alle Leute sagten, sie hätten es gelesen und verstanden, denn sonst wären sie ja dumm gewesen und wären auf den Leib getrampelt worden. So ging es ein ganzes Jahr.

00:30:46 der kaiser der hof und alle anderen chinesen konnten jeden kleinen kluck und das kunstlose gesang auswendig aber gerade deshalb gefiel er ihnen jetzt am allerbesten sie konnten selbst mitsingen und das taten sie die straßenbuben sangen zi zi zi kluck kluck kluck und der kaiser sang es ebenfalls

Der künstliche Vogel und der Tod am Kaiserbett

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00:31:09 Ja, das war gewiss prächtig. Aber eines Abends, als der Kunstvogel am besten sang und der Kaiser im Bett lag und darauf hörte, sagte es inwendig dem Vogel, schwupp, da sprang etwas, schnurr, alle Räder liefen herum und dann stand die Musik still.

00:31:28 Der Kaiser sprang gleich aus dem Bette und ließ seinen Leibarzt rufen. Aber was konnte der helfen? Dann ließen sie den Uhrmacher holen, und nach vielem Sprechen und Nachsehen bekam er den Vogel etwas in Ordnung. Aber er sagte, dass er sehr geschont werden müsse, denn die Zapfen seien abgenutzt, und es wäre unmöglich, neue so einzusetzen, dass die Musik sicher ginge. Das war nun eine große Trauer.

00:31:55 Nur einmal des Jahres durfte man den Kunsthof singen lassen, und das war fast schon zu viel. Aber dann hielt der Spielmeister eine kleine Rede mit den schweren Worten und sagte, dass es ebenso gut sei wie früher. Und dann war es ebenso gut wie früher. Nun waren fünf Jahre vergangen, und das ganze Land bekam eine wirklich große Trauer. Die Chinesen hielten im Grunde alle auf ihren Kaiser, und jetzt war er krank.

00:32:22 »Man konnte nicht mehr leben«, sagte man. Schon war ein neuer Kaiser gewählt, und das Volk stand draußen auf der Straße und fragte den Kavalier, wie es ihrem alten Kaiser ginge. »Puh«, sagte der, und schüttelte mit dem Kopf. Kalt und bleich lag der Kaiser in seinem großen, prächtigen Bettel. Der ganze Hof glaubte ihn tot, und jeder von ihnen lief hin, den neuen Kaiser zu begrüßen.

00:32:50 Der Kammerdiener, die Kammerdiener liefen hinaus, um darüber zu schwatzen, und die Kammermädchen hatten große Kaffee-Gesellschaft. Ringsumher in allen Seelen und Gängen war Tuch gelegt, damit man niemand gehen hören könnte, und deshalb war es so still, so still. Aber der Kaiser war noch nicht tot. Steif und bleich lag er in dem prächtigen Bett mit den langen Summetgardinen und den schweren Goldquasten.

00:33:18 hoch oben stand ein fenster auf und der mond schien herein auf den kaiser und den kunstvogel der arme kaiser konnte kaum atmen es war gerade als ob etwas auf seiner brust säße er schlug die augen auf und da sah er dass es der tod war der auf seiner brust saß und sich seine goldene krone aufgesetzt hatte und in der einen hand des kaisers goldenen säbel in der anderen

00:33:46 seine prächtige fahne hielt und ringsumher aus dem fallen der großen samten bedgardinen sahen wunderliche köpfe hervor einige ganz hässlich andere so lieblich und mild das waren alle des kaisers böse und gute taten welche ihn anblickten jetzt da der tod ihm auf dem herzen saß

00:34:07 du dich dieses wüsste einer nach dem andern erinnerst du dich daran und dann erzählten sie ihm so viel daß ihm der schweiß von der stirne ran

00:34:19 das habe ich nie gewusst sagte der kaiser musik musik die große chinesische trommel rief er damit ich nicht alles zu hören brauche was sie sagen und sie fuhren fort und der tod nickte wie ein chinesisch allem was gesagt wurde musik musik schrie der kaiser du kleiner herrlicher goldvogel singe doch singe ich habe dir gold und kostbarkeiten gegeben

00:34:45 Ich habe dir selbst meinen goldenen Pantoffeln um den Hals gehängt. Singe, singe. Aber der Vogel stand still. Es war niemand da, ihn aufzuziehen. Und sonst sang er nicht. Aber der Tod fuhr fort, dem Kaiser mit seinen großen, leeren Augenhöhlen anzustarren. Und es war so stille, so erschrecklich stille.

00:35:07 da klang auf einmal vom fenster her der herrlichste gesang es war die kleine lebendige nachtigall welche auf einem zweig draußen saß sie hatte von der not ihres kaisers gehört und war deshalb gekommen im trost und hoffnungssingen und wie sie sangen wurden die gespenster immer bleicher und bleicher das blut kamen rascher und rascher in des kaisers schwachen gliedern in bewegung und selbst der tod horchte und sagte

00:35:37 »Fahre fort, kleine Nachtigall, fahre fort!« »Tja, willst du mir den prächtigen Golden Zäbel geben? Willst du mir die reiche Fahne geben? Willst du mir des Kaisers Krone geben?« Und der Tod gab jedes Kleinod für einen Gesang, und die Nachtigall fuhr noch fort zu singen, und sie sang für den stillen Gottesacker, wo die weißen Rosen wachsen, wo der Flieder duftet, und wo das frische Gras von den Tränen der Überlebenden befeuchtet wird.

00:36:06 Da bekam der Tod Sehnsucht nach seinem Garten und schwebte über ein kalter, weißer Nebel aus dem Fenster. »Dank, Dank«, sagte der Kaiser, »du himmlischer kleiner Vogel, ich kenne dich wohl, dich habe ich aus meinem Lande und reichiger jagt, und doch hast du die bösen Gesichter von meinem Bett weggesungen, den Tod von meinem Herzen.« »Wegeschaft, wie kann ich dir lohnen?«

00:36:34 du hast mich belohnt sagt die nachtigall ich habe deinen augentränen entlockt als ich das erste mal sang das vergesse ich nie das sind die wielen die ein singenherz erfreuen aber schlafe nun und werde frisch und stark ich werde dir vorsingen und sie sangen und der kaiser fiel in einen süßen schlummer ach so mild und wohltont war der schlaf

00:37:01 Die Sonne schien durch das Fenster zu ihm herein, als er gestärkt und gesund erwachte. Keiner von seinen Dienern war noch zurückgekehrt, denn sie glauben, er sei tot, aber die Nachtigall saß noch und sang. Immer musst du bei mir bleiben, sagte der Kaiser, du sollst nur singen, wenn du selbst willst, und den Kunstvogel schlage ich in tausend Stücke. Tu das nicht, sagte die Nachtigall, der hat dir das Gute getan, solange er konnte.

00:37:29 behalte ihn wie bisher ich kann im schloss nicht mein nest bauen und wohnen aber lass mich kommen wenn ich selbst lust habe darf ich es abends auf dem zweige dort am fenster sitzen und dir vorsingen damit du froh werden kannst und gedanken voll zugleich ich werde von den glücklichen singen und von denen die da leiden ich werde vom bösen und vom guten singen was rings um dich her dir verborgen bleibt

00:37:57 Der kleine Singvogel fliegt weit herum zu den armen Fischer, zu des Landmannsdach, zu jedem, wer weit von dir und deinem Hofe entfernt ist. Ich liebe dein Herz mehr als deine Krone, und doch hat die Krone einen Duft von etwas Heiligem um sich. Ich komme, ich singe dir vor, aber eins muss ich mir versprechen. Alles, sagte der Kaiser und stand da in seiner kaiserlichen Tracht, die er selbst angelegt hatte.

00:38:25 und trügte den Säbel, welcher schwer von Gold war, in sein Herz.

00:38:29 Um eins bitte ich dich, erzähle niemand, dass du einen kleinen Vogel hast, der dir alles sagt. Dann wird es noch besser gehen. Und so flog die Nachtigall fort. Dina kamen herein, um nach ihrem toten Kaiser zu sehen. Ja, da standen sie. Und der Kaiser sagte, Guten Morgen. Ist von Hans Christian Andersen, gelebt 1805 bis 1875.

Interaktion mit der Community und Tierdarstellungen

00:38:59

00:38:59 So, das war jetzt das zweite Männchen. Das zweite Männchen jetzt kommt. Die Fragrunde. Die erste Folge Hündiger. Ja.

00:39:24 Hier kann man eine Spende rein, dem Chuck, seine Mama hat 5 Euro gespendet, schreibt, ganz lieben Dank für den schönen Sonntagabend. Samstagabend wieder mit eurer Märcheninsel. Vielen, vielen Dank. Kommt in meine Ausgabgasse. Ich danke dir.

00:39:46 Universa Sapp, Pferd der Woche. Heute stelle ich euch den Tinkerhengst Tristan vor. Er ist ein Sondermodell von Schleich aus dem Jahre 2007 und erst heute bei mir eingezogen. Sehr interessant. Wir danken dir.

00:40:12 Angel Sasser isst 16 Monate ein süßes Früchtchen. Willkommen und einen schönen Abend für dich und danke. Und ein Wassermarsch kam auch noch ein von Regina Schlumpf. Ich danke dir. Levin schreibt, ich liebe deine Märchen. Das freut uns sehr, aber erfunden hat es Janik, als er 15 Jahre alt war, diese Sendung. Und Fabian kommt so oft er kann, gell Fabi? Ja.

00:40:46 Regina Schlumpf Hallo liebe Mama und Heim und Oma, Janik, Fabi und Chad. Nun bin ich schon die dritte Woche im Krankenhaus und es macht gar keinen Spaß mehr. Am Donnerstag darf ich dann endlich nach Hause. Und drei wiederherzen. Ich freue mich sehr. Liebe Grüße, Regina. Und ich mache dir eine Kerze an, Regina.

00:41:21 Lucy isst fünf Monate ein süßes Früchtchen. Vielen, vielen Dank und schön, dass du da bist.

00:41:35 Pingurian, Hattel, die Marmeladenoma und alle anderen. Heute kam, obwohl es erst Montag offiziell erscheint, das neue Buch Steingladiole von einer meiner Lieblingsautorinnen an. Da war die Post schneller als gedacht. Nach deinem Stream werde ich also wohl noch einige Zeit mit dem Lesen verbringen. Schön, dass du da bist.

00:42:02 Eine Frage habe ich nicht, aber viele gute Wünsche und Herzenswärme an dich und uns alle hier. Und ein Bild von ihm. Vielen, vielen Dank.

00:42:25 Laura schreibt, ich freue mich immer die ganze Woche schon auf den Samstag und auf die Marmeladen-Oma. Das ist schön. Und einen schönen Abend für dich. Von Anfani kann man auch noch ein Wassermarsch rein. Danke dir.

00:42:46 Ander Iones schreibt, hier findet meine Seele das Licht, was ich brauche. Das wärmt mein Herz sehr. Nein, ich habe es nicht verstanden. Hier findet meine Seele das Licht, das, was ich brauche. Das wärmt mein Herz sehr. Und ich will kurz das Pflegepersonal, das Liebevolle in Langsteinbach grüßen.

00:43:13 Vielleicht sind sie da und hören zu. Great Pumpkin hat ein Märchenwunsch. Und zwar die sechs wilden Schwäne. Die? Die sechs wilden Schwäne. Gibt es auch sechs wilde? Anscheinend. Ja, ich habe sie auch beschrieben.

00:43:52 Liebe Marmeladenoma, Marmeladenfamilie und liebe Märcheninsel, ich wünsche uns allen einen geruchsamen Abend, besonders zu lieben Regina Schlumpf und herzen Gute Besorung. Ich bin auch sehr lieb von dir und wir danken dir.

00:44:09 Und es kommt noch mehr. Mir geht es endlich auch erheblich besser und ich darf nächste Woche wieder arbeiten. Ich mache mir mal ganz lieben Dank für die Kerzen. Da ich die letzten Wochen so richtig Pech hatte und ich keine neuen Kleeblätter suchen konnte, war ich auf der Suche nach Ersatzflücksbringern. In China war in der vorletzten Woche Neujahrsfeier und dafür wurden passend zum Jahr des Pferdes kleine Blüschpferde.

00:44:37 verkauft. In der Fabrik hat jemand jedoch aus Versehen den Mund falsch herum angenäht. Nun sah das Pferdchen so aus, als sei es traurig. Viele Chinesen fanden das toll, dass sie sehr viel arbeiten und dass ihre Stimmung ausdrückte. Das fand ich so witzig und gleich sympathisch, dass ich mir auch eins gekauft habe. Also ich sagen, es scheint tatsächlich Glück zu bringen. Und bei einem Smiley-Dreh.

00:45:06 dieser Herzen an bei ein Foto. Tatsächlich. Wir danken dir.

00:45:27 Sakaomi, liebe Marmeladenoma, Marmeladenfamilie und liebe Märcheninsel. Ich wünsche allen einen großen Abend, besonders liebe Regina Schlummo von Herzen gute Besserung. Das habe ich auch schon vorgelesen, gell? Ja, ja, habe ich schon, entschuldigt. Lissi schreibt, hey, kannst du mir einen Gefallen tun? Kannst du eine Kerze anmachen? Montag hat mein Neffe eine OP. Wer ist das denn?

00:45:57 Lissi. Wie? Lissi. Lissi. Wird gemacht und wir schenken ganz ähnlich an ihn. Peter Tiger schickt wieder sehr schöne Blumen.

00:46:34 Und Bild 2. Wir danken dir. Lucy, guten Abend, liebe Bewohner der Märcheninsel, liebe Oma und liebe Enke. Es ist schön, die Woche wieder mit euch ausgelingen lassen zu können.

00:46:59 Die letzten Tage waren nicht so toll, ich habe lange an einer wirklich ekelchen Mikräne gelitten und als sie weg war, hatte ich noch zwei Tage lang Nachwehen. Jetzt ist zum Glück wieder alles okay, also habe ich noch etwas Zeit und Energie zum Häkeln gefunden. Dieses Mal wurde es ein kleiner Hund, den ein Arbeitskollege bekommt. Schön, dass du da bist und schön, dass es dir endlich besser geht, Lucy.

00:47:30 Ich wünsche allen noch einen schönen Abend. Und da ist der Gehegelde. Schön machte das immer, der kleine Gehegelde Hund. Vielen Dank. Anfarni fragt, Oma schreibt noch in Schreibschrift, kann das sein? Ja, ich schreibe in Schreibschrift. Die Briefe, meine Briefe, gell? Aber ihr müsst nicht in Schreibschrift antworten.

00:48:00 Wie nennt man das andere, Janik? Mit... Rockbuchstaben. Mit Rockbuchstaben könnt ihr auch schreiben, gell? Ist sogar besser für meine Augen. An Fanny Rain, eine die allervorsüglichste lebenswerteste Omi, die nebenbei auch noch Marmelade liebt.

00:48:23 äh, liebe eigentlich nicht. Ich bin gar nicht süß. Gemeinsam mit der wundervollen Familie, der maladeigen Abstammung und dem Hof der Märchen. Zwei lila Herzen, wie geht es euch? Auch die Woche war wieder nicht so ganz einfach für mich. Allerdings ist es jedoch schon so, dass ich es schön finde, dass die Tage wieder länger und wärmer werden. Hier war es die ganze Woche über mindestens 10 Grad.

00:48:52 Tagsüber, manchmal sogar bis hoch auf 15 oder 16 Grad. Gemeinsam mit aktiver Sonne. Das hat mir ganz gut getan und lässt mich glücklich fühlen. Ist das Wetter denn bei euch auch gerade so? Ich gebe mein Bestes, wenn es um meine Psyche geht, auch wenn ich da trotzdem immer noch sehr hartere und manchmal keine guten Tage habe. Wie ist Wetter bei uns genauso, oder, Kinder?

00:49:21 Ja. Ja, ja. Aber natürlich, wie soll es anders sein? Ein bekanntes Tuxi-farbenes Gesicht. Ein Lederherz. Der süße Orier. Kader ist nur okay. Auf dem ersten Foto habe ich ihn erwischt, wie er zwischen Nähutensilien, die sich auf der Couch bequem gemacht hat, und er dann so süß in die Kamera geguckt hat. Auf dem zweiten Foto präsentiert sich der wundersame Kader auf einem Thron.

00:49:50 Passend für den Süßen. Hoffentlich gefallen euch die Fotos mal wieder, denn ich sende sie euch jede Woche mit Freuden und zwei Lila Herzen. An alle Unglücklichen, alles Gute, eine angenehme kommende Woche mit einem angenehmen Stream und Abend und noch drei Lila Herzen. Und dann kommen wieder die süßen Tiere. Bild 1.

00:50:24 Vielen, vielen Dank.

00:50:51 Smiley Vampire ist ein neues süßes Früchtchen. Willkommen und wenn dir das gefällt, bleib bei uns. Und Corona Stern hat 10 Euro gespendet, schreibt, liebe Marmelanoma, vielen Dank für die schönen Stunden mit dir. Bleib gesund. Vielen, vielen Dank. Wir freuen uns sehr darüber. Kommt in die Ausgabenkasse. Deinen schönen Abend für dich.

00:51:16 Fertig? Diana schreibt noch so toll hier. Das freut uns, dass dir es gefällt. Wie fertig jetzt? Ja. Wieder Tiger. Was schickt die für den Lärmend hier?

00:51:39 Kennt ihr das Tier? Ja. Sag. Das ist doch ein Murmeltier. Äh, nicht ein Murmeltier. Du bist ein... Ein Erdmännchen. Du bist ein Murmeltier. Danke dir. Ein Erdmännchen. Ja, die sind da gullig. Glück zwei.

00:52:16 Ich habe schon fast gedacht, das ist eine Schnecke. Vielen, vielen Dank.

00:52:30 guten abend liebe marmeladenoma und alle auf der märcheninsel ich hoffe es geht euch allen gut heute war ich das erste mal in meinem garten spazieren die schneeglöckchen läuten schon wunder und die anderen pflanzen zu wecken die ersten schauen schon vorsichtig aus dem boden ein lachendes smiley heute schaffe ich beim zuhören auch endlich mein puzzel viel fehlt nicht mehr

00:52:56 Für dir und deinem ganzen Team herzlich und grüne Größe und drei grüne Herzen. Bild 1. Bild 2.

00:53:25 Habe ich auch noch nie gesehen. Ein grünes Brüssel. Wir danken dir. WG schreibt Hallöchen Oma. Hallo, einen schönen Abend für dich.

00:53:53 Alex McTördle, liebe Marmeladenoma, ich habe im letzten Monat zwei gute Bekannte an den Krebs verloren. Jetzt hat auch ein Familienmitglied diese Diagnose bekommen und wir hoffen und bangen sehr mit ihm. Ich würde mich sehr freuen, wenn du für uns und ihn eine Kerze ansinnen könntest. Vielen lieben Dank. Das machen wir natürlich, Alex. Zwei Kerzen für euch.

00:55:26 Aufgeschrieben wird gemacht, wird den Lied ganz in die Gehirn reich.

00:55:31 Melli schreibt, hier sind die Osterglocken schon raus und ein paar andere Blumen. Die Prokosse sind schon fast verblüht und die ersten Hummeln habe ich heute gesehen. Die Nuss wird grün, der Frühling kommt jetzt schnell und mit Kraft. Der kommt bestimmt, ja. Ich habe noch etwas vergessen, Herr Alex. Anwalt noch ein Foto des kleinen Gastes, der mich heute besucht hat. Und ein lachender Smiley.

00:56:00 Sehr, sehr schön. Wir danken dir. Anna Lioness schreibt, diese Stunden sind für mich sehr wichtig, ans Herz gewachsen. Bin immer dabei. Das ist sehr, sehr schön. Freut uns sehr. War auch die Absicht für Janik damals. Ist ihm gelungen.

00:56:30 Federtiger. Kann ich gar nicht so richtig erkennen, was ich da... Ach ja doch, ich outiere. Bild 1. Bild 2.

00:57:05 Und Bild 3. Vielen Dank. Hallo liebe Märchengemeinde, ich bin mal zum Glück nicht krank, aber habe sehr viel Stress gerade im Alltag. Zum einen ist gerade eine sehr heikle Situation auf der Arbeit, ich könnte gegebenenfalls meinen Job verlieren.

00:57:33 Ist zu viel? Wäre zu viel, um es hier zu schreiben. Des Weiteren ist eines meiner Meerschweinchen krank und frisst nicht mehr. Ich muss jetzt alle zwei Stunden füttern. Ich hoffe, es stirbt nicht. Mir sind letztes Jahr schon zwei verstorben. Angela Sassana machen dir natürlich eine Kerze an. Für so viel Elend.

00:58:13 Und wir denken an dich. Peter Tiger schickt uns Raubtiere. Wahnsinn. Ganz was anderes, gell, Peter Tiger? Bild 1. Bild 2.

00:58:46 Und Bild 3. Sehr schönes Tier, vielen Dank.

Tierisches Highlight: Die seltene Stiefel Irwin Baumschnecke

00:58:59

00:58:59 Düsselblümchen, guten Abend an die liebe Marmeladenoma. Es ist nun wieder so weit. Wer geht nun wieder an den Start? Natürlich die Schnecke der Woche. Hoffentlich mit Freuden von Fabi, dem Schneckenflüsterer empfangen. Heute mal etwas Besonderes und etwas, was kaum jemand kennt.

00:59:20 Die Stiefe Irwin Baumschnecke. Ja, sie ist bekannt, benannt nach der gleichnamenden Person, die nun leider schon länger verstorben ist. Genauso wie ihr Namensvetter ist diese Schnecke, der sonderbar und zudem auch noch sehr selten. Sie ist sehr klein, mit nur 15 Millimetern, die sie erreicht, also leicht zu übersehen, wie das männliche Auge. Ihr Häuschen ist ein wahrer Hingucker. Sie ist bisher nur gefunden worden,

00:59:49 in ein paar wenigen regionen innerhalb der zentralen tropen von queensland ansonsten blieb sie nirgendwosens auf der welt sie ist sogar so selten dass sie nur in drei orten gefunden wurde und alle auf den spitzen von hohen bergen im norden von queensland in höhen von teilweise bis zu tausend metern wahnsinn wo sich so die kleinen süßen kriecher alles wohl fühlen oder

01:00:18 Was sagte Schneckenflüsterer zu diesem sehr seltenen Prachtexemplar? Ist er auch der Meinung, dass solche süßen Kriecher beschützt werden sollten? Wie er so eine denn in seinem Schneckenasyl aufziehen und ihnen dort ein gutes Leben ermöglichen? Schneckenflüsterer.

01:00:39 Ja, die darf einsehen. Die darf einsehen. Habt ihr gehört? Peter Tiger, heute schickt es uns lauter Tiere. Wie toll. Aber ich weiß echt nicht, was das für ein Sie spricht. Ist ihr es wieder? Bild 1? Ist ihr es?

01:01:14 Bild 2. Und Bild 3. Vielen Dank. Hier kam ein Rate rein. Und zwar hat der Typ ist anders uns mit 400 Zuschauern geradet. Willkommen, herzlich willkommen, vielen Dank. Wird ein weiteres Märchen geben, gell? Ja.

01:01:44 Janik, bring dich nur ein, gell? Ja. Mystical Moon fragt, was macht ihr gerade? Was wir machen? Ja, wir machen gerade eine Fragerunde, das heißt, wir können der Oma Fragen stellen. Achso. Gut. Wer, Tiger, da sind rote Panda, die er gebracht hat. Aha. Siehst du?

01:02:10 Kenn ich gar nicht die Tiere. Ihr, schaut mal. Ja, sind süß. Ja, ja. Ich bringe dich nur ein, sonst babbel ich wieder alles allein. Ja, Little Moonbird hat einen Märchenwunsch. Kannst du vielleicht wieder mal das Gedicht von Herrn Ribbeck vorlesen? Ja, kann ich machen. Ist auch sehr beliebt. Schönen Abend.

01:02:40 Der Typ ist anders, schreibt, die ist ja süß. Wie ich süß? Ich weiß es nicht, du oder das Tier? Das Team ist süß. Vielen, vielen Dank und einen schönen Abend für dich.

01:02:58 Opa Dino, das Erdbeerbiest, liebe Marmelandoma. Seit Oktober letzten Jahres habe ich Probleme mit meiner Schulter. Die Knochen zettelten, das Gelenk sind in Ordnung, aber es ist immer noch eine ziemlich dicke Entzündung drin. Derzeit ist es mir nicht mal möglich, auf der Seite zu schlagen. Es geht nur die Rückenlage. Ich möchte dich bitten, eine Kerze anzuzünden. Mache ich natürlich. Opa Dino.

Gesundheitliche Sorgen und persönliche Einblicke

01:03:41

01:03:41 sehr, sehr gerne für dich und denke ganz intensiv an dich. Der Typ ist anders, schreibt, finde so etwas mega, endlich mal vernünftige Streams. Ja, wir sind sehr beliebt und sind als sozialer Stream anerkannt. Und sogar die UNO hat mit uns ein Video gemacht.

01:04:17 das geht wieder die geschichte wunderschöne blumen vielen dank

01:04:36 Gret Pumpkin, 70, liebe Marmeladenoma, liebe Enkel und liebe Märcheninsel, endlich schaffe ich es auch mal wieder, live zuzuhören und freue mich sehr darüber. Ich hoffe, ich kann bald wieder regelmäßig dabei sein. Natürlich ist auch wieder ein Dreieckstuch in Arbeit, ein lachendes Meili. Euch und uns allen wünsche ich einen schönen Märchenabend und zwei, drei Liederherzen.

01:05:06 Sehr sehr schön. Wir danken dir. Jeder gibt einen Märchenwunsch und zwar Sterntaler wünscht sie sich. Was wünscht sie? Sterntaler. Ich glaube, kommt bis heute nicht nach, oder? Ja, vermutlich.

Persönliche Geschichten und Märchenwünsche

01:05:35

01:05:35 Moment. Ja, Sternteiler kommt halt sowieso noch. Sein Wunsch schnell erfüllt.

01:05:45 Jessie hat geschrieben, lese ich richtig 94 Jahre. Niemals, oder? Ja, ich bin 94. Ich wundere mich selber drüber. Zumal ich aus einer Familie stamme, die kein langes Leben hat an sich. Und bei meiner Geburt sage ich, ich werde nicht überleben. Aber denen habe ich es gezeigt. Ich bin immer noch da.

01:06:12 Und ich freue mich über jeden Tag, den ich leben darf. Chia möchte wissen, was ist Ihre Lieblingsblume? Die Rose, die Rose. Ihr dürft mich duzen, gell? Ich duze euch auch. Kannst ruhig weitermachen, bei mir kommt nämlich jetzt gerade nichts. Kunigunde schreibt, ich hätte sie viel jünger geschätzt.

01:06:39 Ein bisschen eitel ist man doch noch, ich danke dir. Na ja. Das sind halt meine Gene, die man hat. Die habe ich nicht von meinen Eltern, sondern von meiner Großmutter. Von der habe ich diese Gene. Auch ein sehr starkes Immunsystem und einen starken Lebenswillen. So.

01:07:11 Wenn du möchtest, können wir auch mit dem dritten Märchen anfangen. Ja, das will ich da ratz-ratz erwähnen. Wir können gerne auch jeweils drei vorlesen, wenn du möchtest. Ja, dann mach du, das will ich ja nämlich nichts. Lest du drei und dann beendet mal, ja? Mhm.

01:07:31 Esther Nadiva möchte wissen, hat die Omi so eine typische Omi-Kitte eigentlich an mit Taschen an den Seiten? Was habe ich an? Ob du einen typischen Omi-Kittel an hast mit Taschen an den Seiten? Nein, das ist eine Bluse von meinem lieben Nachbarn Hermann, Secondhand. Und das ist dann noch eine Überjacke.

01:08:00 damit das Mikrofon angefestigt werden kann. Also dann gehen wir... oder will ich noch was sagen? Wir können gerne mit dem dritten weitermachen, ja. Mit was? Mit dem dritten Märchen.

Beginn des dritten Märchens: Der gestiefelte Kater

01:08:22

01:08:22 dritte Märchen ist der gestiefelte Kader. Hab ich den im Buch oder im Handy? Der ist im Buch. Der ist im Buch, ja siehst du. In welchem? In dem unteren, ja in dem. In dem? Ja.

01:08:53 Was soll ich denn sagen? Der gestippte Karte. Der gestippte Karte.

01:09:00 »Ich stelle ich nicht hätte«, steckte Stiefel der Kater. Ein Müller hatte drei Söhne, seine Mühle, einen Esel und einen Kater. Die Söhne mussten mahlen, der Esel Getreide holen und Mehl forttragen und die Katze die Mäuse wegfangen. Als der Müller starb, teilen sich die drei Söhne in die Erbschaft. Der Älteste bekam die Mühle, der Zweite den Esel, der Dritte den Kater. Weiter blieb nichts für ihn übrig.

01:09:29 Da war er traurig und sprach zu sich selbst. Ich habe es doch am aller schlimmsten gekriegt. Mein Elisabeth kann malen, mein Zweiter kann auf seinem Esel reiten. Was kann ich mit dem Ikade anfangen? Lass ich mir ein paar Pelzhandschuhe aus seinem Fell machen, so ist es vorbei. Das war auch schlecht geteilt.

Die List des Müllersohnes

01:09:51

01:09:51 Höher fing der Kater an, der alles verstanden hatte, was er gesagt hat. Du brauchst mich nicht zu töten, um ein paar schlechte Handschuhe aus meinem Fels zu kriegen. Lass mir nur ein paar Stiefel machen, dass ich ausgehen kann und mich unter den Leuten sehen lassen. Dann soll dir bald geholfen sein. Der Müllerson verwunderte sich, dass der Kater so sprach, weil aber eben der Schuster vorbeiging, rief ihn herein und ließ ihm ein paar Stiefel anmessen.

01:10:20 Als er fertig war, zog sich der Garte an, nahm einen Sack, machte seinen Boden voll Korn, oben aber eine Schnur zum Zuziehen nahen, dann warf er ihn über den Rücken und ging auf zwei Beinen wie ein Mensch zur Tür hinaus.

01:10:35 Dazu mal regierte ein König in dem Land, der aß Rebhühner so gern. Es war aber eine Not, dass keine zu kriegen waren. Der ganze Wald war voll, aber sie waren so scheu, dass kein Jäger sie erreichen konnte. Das wusste der Kader und gedachte, seine Sache besser zu machen. Als er in den Wald kam,

01:10:59 Tate den Sack auf, breite das Korn auseinander, die Schnur aber legte ins Gras und leidete sie hinter den Hegel.

01:11:19 Die Rebhühner kamen bald gelaufen, fanden das Korn und eins nach dem anderen hüpfte in den Sack hinein. Als eine gute Anzahl drin war, zog der Kader den Strick zu, lief er zu und drehte den Rebhühnern den Hals um. Dann warf er den Sack auf den Rücken und ging geradewegs nach des Königsschloss. Die Wache rief, Halt, wohin? Zum König, sagte der Kader kurzweg. Bist du toll, ein Kader zum König.

01:11:46 Lass ihn nur gehen, sagt der andere. Der König hat auch oft Langeweile. Vielleicht macht ihm der Kader mit seinem Brummen und Spinnen Vergnügen.

01:11:56 Als der Kader vor den König kam, machte er eine Revolenz und sagte, mein Herr Graf, dabei nannte er einen langen und vornehmen Namen, lässt sich dem Herrn König empfehlen und schickt ihm hier Rebhühner, die er eben in Schlingen gefangen hat. Der König erstaunte ja die schönen, fetten Rebhühner, wusste sich Freude nicht zu lassen und befahl dem Kader so viel Gold aus der Schatzkammer in den Sack zu tun,

01:12:22 was er tragen könne. Das bringt deinem Herrn und danke ihm noch einmal für sein Geschenk. Der arme Müllersohn aber saß zu Hause am Fenster, stützte den Kopf auf die Hand und dachte, dass er nun sein letztes für die Stiefel des Kaders weggegeben und was wird ihm der Großes dafür bringen können. Da trat der Kader ein, warf den Zack vom Rücken, schnürte ihn auf und schüttelte das Gold vor dem Müller hin. Da hast du etwas für die Stiefel.

01:12:50 der könig lässt sich auch grüßen und ihr viel dank sagen der müller war froh über den reichtum ohne dass er noch recht begreifen konnte wie es zugegangen war der kater aber während er seine stiefel auszog erzählte ihm alles dann sagte er du hast zwar jetzt geld genug aber dabei soll es nicht bleiben morgen ziehe ich mir die stiefel wieder an du sollst noch reicher werden dem könig habe ich auch gesagt dass du ein graf bist

01:13:18 Am anderen Tag ging der Kader wohlgestiefelt wieder auf die Jagd und brachte dem König einen reichen Fang. So ging es alle Tage und der Kader brachte die Tage, alle Tage Gold heim und war so beliebt wie einer bei dem König, dass er aus- und eingehen durfte und im Schloss herumstreichen, wo er wollte.

01:13:39 Einmal stand der Kader in der Küche des Königs beim Herd und wärmte sich. Da kam der Kutscher und fluchte. Ich wünschte, der König mit der Prinzessin wäre beim Henker. Ich wollte ins Wirtshaus gehen und einmal trinken und Karten spielen. Da soll ich sich spazieren fahren an den See.

Die Verwandlung zum Grafen

01:13:59

01:13:59 Der Kater das hörte, schrie er nach Haus und sagte zu seinem Herrn, »Wenn du willst ein Graf und reich werden, so komm mit mir hinaus an den See und bat dich darin.« Der Mühler wusste nicht, was er davon sagen halten sollte, doch fuhrte er dem Kater, ging mit ihm, zog sich aus und sprang ins Wasser. Der Kater aber nahm seine Kleider, trug sie fort und versteckte sie.

01:14:22 Kaum war damit fertig, da kam der König dahergefahren. Der Kater fing zugleich an erbärmlich zu lamentieren. Ach, all gnädiger König, mein Herr, der hat sich hier am See gebadet, da ist ein Dieb gekommen und hat ihm die Kleider gestohlen, die am Ufer lagen. Nun ist der Herr Graf im Wasser und kann nicht heraus, und wenn er länger drin bleibt, wird er sich erkälten und sterben. Wie der König das hörte,

01:14:49 ließ er halt machen und einer von seinen Leuten musste zurückjagen und von des Königs Kleidern holen. Der Herr Graf zog die prächtigen Kleider an und weil ihm ohnehin der König wegen der Rebhühner, die er meinte von ihm empfangen zu haben, gewogen war, so musste er sich zu ihm die Kutsche setzen. Die Prinzessin war auch nicht böse darüber, denn der Graf war jung und schön und er gefiel ihr recht gut. Der Kader aber war vorausgegangen.

Der Triumph über den Zauberer

01:15:18

01:15:18 und zu einer großen Wiese gekommen, wo über hundert Leute waren und Heu machten. »Wem ist die Wiese, Herr Leute?« fragte der Kater. »Dem großen Zauberer.« »Hört, jetzt wird der König bald vorbeifahren, wenn er fragt, wem die Wiese gehört,« so antwortet dem Grafen. »Und wenn er das nicht tut, so werden alle totgeschlagen.« Da riefen der Kater weiter und kam an ein Kornfeld, so groß, dass es niemand übersehen konnte.

01:15:48 Da standen mehr als zweihundert Leute und schnitten das Korn. Wem ist das Korn, ihr Leute? Dem Zauberer. Hört, jetzt sieht der König vorbeifahren. Wenn er fragt, wem das Korn gehört, so antwortet dem Grafen. Wie er das nicht tut, so wird er alle totgeschlagen. Endlich kam der Kater an einen prächtigen Wald. Da standen mehr als dreihundert Leute, fällten die großen Eichen und machten Holz. Wem ist der Wald, ihr Leute? Dem Zauberer.

01:16:17 Hört, jetzt soll der König vorbeifahren, wenn er fragt, wem der Wald gehört, so antwortet dem Grafen, und wenn er das nicht tut, so wird er alle umgebracht. Der Kader ging noch weiter, die Leute sahen ihm nach, und weil er so wunderlich aussah, und wie ein Mensch in Stiefeln daherging, fürchteten sie sich vor ihm. Er kam bald ein sauberes Schloss an, trat kecklich ein und vor ihn hin.

01:16:44 Der Zauber sah ihn verächtlich an und fragte ihn, was er wolle. Der Kader machte eine Referenz und sagte, ich habe gehört, dass du dich nach deinem Gefallen in jedes Tier verwandeln lässt. Was einen Hund, Fuchs oder auch Wolf betrifft, das will ich wohl glauben. Aber in einen Elefanten, das scheint mir ganz unmöglich. Und deshalb bin ich gekommen, um mich selbst zur Überzeugung.

01:17:09 Der Zauberer sagte stolz, das ist meine Gleichkeit und war in dem Augenblick in einen Elefanten verwandelt. Das ist viel, aber auch in einen Löwen? Das ist auch nichts, sagte der Zauberer und stand als ein Löwe vor ihm. Der Kader stellte sich erschrocken und rief, das ist unglaublich und unerhört, dergleichen hätte ich mir nicht im Traume in die Gedanken kommen lassen.

01:17:35 aber noch mehr als alles andere wäre es, wenn du dich auch in ein so kleines Tier wie eine Maus verwandeln könntest. Du kannst gewiss mehr als irgendein Zauberer auf der Welt, aber das wird dir doch nicht gelingen. Der Zauberer war ganz freundlich von den süßen Worten und sagte, oh ja, liebes Kätzchen, das kann ich auch, und sprang als eine Maus im Zimmer herum. Der Kader war hinter ihm her, fing die Maus mit einem Sprung und fraß sie auf.

01:18:05 der könig aber war mit dem grafen und der prinzessin weiter spazieren gefahren und kam zu der großen wiese wem gehörte das heu fragte der könig dem herrn grafen riefen alle wie der kater ihnen befohlen hatte ihr habt ein schönes stück land herr graf sagte er danach kamen sie an das große kornfeld wem gehörte das korn ihr leute dem herrn grafen ei ei herr graf große schöne ländereien

01:18:34 Darauf zu dem Wald. Wem gehört das Holz, ihr Leute? Dem Herrn Grafen. Der König verwunderte sich noch mehr und sagte, ihr müsst ein reicher Mann sein, Herr Graf. Ich glaube nicht, dass ich einen so prächtigen Wald habe. Endlich kamen sie an das Schloss des Zauberers. Der Kader stand oben an der Treppe und als der Wagen unten hielt, sprang er herab, machte die Tür auf und sagte, Herr König, ihr gelangt hier in den...

Der gestiefelte Kater als König

01:19:01

01:19:01 in das Schloss meines Herrn des Grafen, den diese Ehre für sein Leben glücklich machen wird. Der König stieg aus und wunderte sich über das prächtige Gebäude, das das größer und schöner war als sein Schloss. Der Graf aber führte die Prinzessin die Treppe hinauf in den Saal, der ganz von Gold und Edelsteinen flimmerte. Da war die Prinzessin mit dem Grafen versprochen, und als der König starb, war er König, der gestiefelte Kader,

01:19:29 Aber erster Minister. So. Und jetzt? Was kommt jetzt? Das vierte Märchen. Das vierte Märchen. Hier kam ein Märchenwunsch noch rein. Blauauke wünscht sich das Märchen vom Haar und dem Igel. Der Hase.

01:20:00 Und der Igel. Ich hab's aufgeschrieben. Und von Flamera kam noch ein Wassermarschlein. Ich danke dir. Das war die erste Frage, ob wir die Hammer jetzt schon und was kommt jetzt? Das vierte Märchen.

01:20:32 Stimmt, Alter. Wo habe ich das? In dem Buch? Ja, in dem gleichen Buch. Stimmt. Da schauen wir doch. Ah, da ist es schon.

Das Märchen vom frommen Mädchen

01:20:52

01:20:52 es war einmal ein kleines mädchen dem waren vater und mutter gestorben und es war so arm daß es kein kämmerchen mehr hatte darin zu wohnen und kein bittchen mehr darin zu schlafen und endlich gar nichts mehr als die kleider auf dem leib und ein stückchen brot in der hand das ihm ein mitleidiges herz geschenkt hatte es war aber gut und fromm

01:21:17 und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld. Da begegnete ihm ein armer Mann und sprach, »Ach, gib mir was zu essen, ich bin so hungrig.« Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte, »Gott segne dir's und geht weiter.«

01:21:38 Da kam ein Kind, das jammerte und sprach, es friert mich so in meinem Kopf, schenkt mir etwas, womit ich ihn bedicken kann. Da tat es seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror. Da gab es ihm seins. Und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein. Da gab es auch noch von sich hin.

01:22:05 Endlich gelangt es in einen Wald, und es war so dunkel geworden. Da kam noch eins und bat um ein Hemdlein. Und das frau-me Mädchen dachte, es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand. Du kannst dein Hemd vergeben. Und sockte das Hemd ab und gab es auch noch hin. Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen die Sterne vom Himmel und waren lauter, harte, blanke Taler.

01:22:30 Und um es gleich sein Hemdlein wegegeben, sah er sein neues an. Und das war vom allerfeinsten Linden. Da sammelte er sich die Tage hinein und war reich für seinen Lebtag. So, das war das. Und jetzt kommt die zweite Frage runter, gell? Ja.

01:22:57 Von A nach B hat er noch einen Märchenwunsch? Ja. Der Bauer und der Teufel. Wie der? Der Bauer und der Teufel. Hat sie aufgeschrieben. Danke dir.

01:23:26 Wie der Tiger schickt uns einen Löwen. Bild 1. Das ist ein prächtiges Tier. Und Bild 2. Wir danken dir.

01:23:52 Frau Geetius, bei uns hat der Frühling begonnen und eine Blume. Schön. Bild 1. Bild 2.

01:24:21 Und Bildtei. Wir danken dir. Blau-Oge.

01:24:41 Regina Schlumpf, Daumen hoch, ein rotes Herz. Ich wünsche dir von ganzem Herzen alles Gute und dass alles besser und stabil wird. Und noch ein rotes Herz. Es war an Regina Schlumpf gedacht, gell? Die Klin schreibt, gute Nacht, ihr Lieben. Gute Nacht und schlaf gut und schön, dass du da warst.

01:25:06 Und Edel Muenbüttel hat auch noch einen Gedichtswunsch. Herr Ribbeck, aber das haben wir, glaube ich, schon aufgeschrieben. Ja, das haben wir schon gewünscht. Und Viertiger schickt wieder sehr, sehr schöne Blumen. Bild 1. Und Bild 2. Vielen Dank.

01:25:35 Anna Lioness schreibt, der einzige Zufluchtsort finde ich hier bei euch. Der einzige was? Zufluchtsort. Das ist aber echt schön. Das war ja auch so gedacht von Janik. Schönen Abend für dich. Blau Auge, das sind die Katzen meines Sohnes. Sie sind so niedlich und so lieb. Und zwei lachende Smileys.

01:26:06 Also, dass ich Erstellung habe, die Katzen, das ist unwahrscheinlich, gell? Bild 1. Wahnsinn. Bild 2.

01:26:35 Und Bild 3. Drei Bilder zeigen wir immer. Vielen, vielen Dank. Dann wie ist ein neues süßes Früchtchen? Willkommen und wenn dir es gefällt, bleib bei uns. Und Usanita schreibt liebe Grüße aus Linz. Liebe Grüße zurück und einen schönen Abend für dich.

01:27:10 Und von Cedar, Chihita.

01:27:31 Schoms schreibt, hätte eine Frage, macht die Oma das gerne? Ja, macht es sehr, sehr gerne. Ich glaube nicht, dass ich in diesem Zustand wäre, gesundheitlich und geistig und körperlich, wenn ich das nicht hätte. Und ich sage immer, die Fans sind mein Jungbronneln. Ja, Janik? Ich bin sehr, sehr froh, dass Janik das gemacht hat.

01:27:58 Ich schreibe auch ganz, ganz viele Briefe an die Fans. Sascha, hallo Oma, ich habe heute Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker, Musiker

01:28:25 Viele Tiger waren im Zoo in Köln. Unser Diplomen. Bild 2.

01:29:01 Und Bild 3. Es gab ihm so eine große Schnecke. Schneckenflüster. Für dich. Die ist riesig. Vielen, vielen Dank.

01:29:18 Schattenzieher schreibt Kennethy schon, seitdem ich ein kleiner Junge bin, bin froh, Sie mal wieder zu sehen. Das freut mich aber, ganz arg. Und auch du darfst mir zusagen, ich bin die Samstagsoma. Schön, schön, dass du so lange bei uns bist. Freut uns sehr. Logikius, ein paar Bilder aus der spätwinterlichen Landschaft.

01:29:56 Wir sind alle auf einmal. Sehr, sehr schön. Wir danken dir. First Science Thunder ist zwei Monate ein süßes Früchtchen. Wir danken dir und freuen uns, dass du da bist. Einen schönen Abend.

01:30:20 Und Mr. Tom Love schreibt einen wunderschönen guten Abend allen. Bei mir blühen schon die ersten Krokus-Tulpenblättchen. Schön, schön. Ja, der Fröhling kommt jetzt. Dann kommt noch ein süßes Früchtchen rein. Straight Edge ist ein neues süßes Früchtchen. Süßes Früchtchen. Ich danke dir.

01:30:50 Und ein Wassermarsch von Mausbeer kam auch noch ein. Vielen Dank. Lucy, ich liebe Steve Irwin und seine Familie. Er war echt ein toller Mensch. Kenne ich jetzt mal nicht. Schön, dass du da bist.

01:31:20 Binge... Interessant. Vielen Dank.

01:31:40 Blauauge, meine neue Tischdeko. Das munter mich auf, wenn ich traurig bin. Am Mittwoch muss ich zum Schilddrüsenarzt. Sie haben beim MRT große Veränderungen der Schilddrüse entdeckt. Bitte kannst du für mich eine Kerze anzünden. Ich würde mich sehr freuen. Es hat immer geholfen, wenn du eine Kerze angezündet hast. Blauauge, natürlich.

01:32:06 Zünde ich für dich eine Kerze an und ich bin dann ganz, ganz, ganz in ganz innigen Gedanken bei dir. Kerze am Mittwoch.

01:32:34 Werde ich tun, Blauauge. Ich schick noch ein Bild. Wir danken dir und hoffen innig, dass es gut wird. Storycat hat fünf Euro gespendet, schreibt, ich wünsche dir alles Gute. Vielen Dank für die schöne Zeit, die du uns schenkst.

01:33:04 Schön, dass ihr da bist und vielen, vielen Dank kommt in die Ausgabenkasse. Federtiger. Sehr schön, vielen Dank.

01:33:32 Blaue O. Was für eine schöne Stabheuschrecke. Daumen hoch und ein lautes Herz. Ja, ja, das habe ich vorher gezeigt. Vielleicht kann ich es nochmal zeigen. Ich habe nämlich nichts dazu gesagt. Na? Da ist sie nochmal. Wir danken dir.

01:34:07 Ich werde dir eine Kerze natürlich anzünden, Luzi.

Persönliche Erinnerungen und Lebensweisheiten

01:35:16

01:35:16 Deshalb möchte ich noch den Text des Liedes Abend wird es wieder hier aufschreiben. Abend wird es wieder über Wald und Welt. Es häuselt Frieden nieder und es ruht die Welt. Nur der Bach ergießt sich am Pelsen dort und er rauscht und fließt immer, immer fort. Und kein Abend bringt Frieden ihm und Ruh. Keine Glocke klingt ihm ein Rastlied zu.

01:35:43 Von deinem Streben bist mein Herz auch du. Gott nur kann dir geben, wahre Abendruh. Und ein rotes Herz wird danken dir. Lauauge hat 10 Euro gespendet, schreibt, danke, dass du so vielen Menschen Freude schenkst. Hatte die Idee, hatte Janik gesagt. Und Fabian kommt so oft er kann.

01:36:11 Schön, dass es dir gefällt. Oder, fertig, und lache das mal eh. Liebe Oma, was war früher deine liebste Beschäftigung? Alles ist das, passlich fertig. Lesen, lesen, lesen. Keine unendliche Leserade und Stubenhockerin.

01:36:41 Wir danken dir. Christlok sagt zu Oda, schön, dass du das hinbekommen hast. Ich wäre verzweifelt. Respekt. Er meint das Puzzle da, das Grüne. Frau Can, bei dem Wetter ist es viel angenehmer, draußen zu arbeiten.

01:37:14 Ja, sehr, sehr schön. Vielen Dank. Kato genießt die Sonne ebenfalls. Schöne Kötze. Vielen, vielen Dank.

01:37:46 Juni Versa, Paolo Liebe, Marmeladenoma und Märcheninselbewohner, vier lieder Herzen, ich hoffe, mein Tristan hat als vierte Woche Gefallen bei euch gefunden. Sehr. Leider habe ich den ersten Teil des Streams verpasst, da mein lieber Nachbar mit mir zu Abendessen wollte. Es gab mal wieder unsere geliebten T-Köfte-Wapp-Raps von Kompagne, die wir bestellt hatten. In der letzten Woche ist viel passiert.

01:38:15 Am Samstag war ich in einem super tollen Musical, Judith und das Wunder der Schöpfung. Es hat viele aktuelle Themen angesprochen und die Musik war echt super. Allein schon der Chor mit seinen 3000 Stimmen war echt beeindruckend. Die Musik war mitreißend und die Texte zum Heulen schön. Die Karten habe ich über die Reha-Einrichtung bekommen. In der Arbeitstherapie habe ich dann unter der Woche an meinem wunderschönen

01:38:43 Klemmbrett gearbeitet, welches nun fast fertig ist. Ich musste nur noch zwei Löcher bohren und die Klemme befestigen. Nächste Woche kommen dann die Bilder. Aber leider war ich in dieser Woche nicht alles schön. Ich hatte eine üble Nadelbildentzündung, die am Mittwoch unter örtlicher Betäubung operiert werden musste. Ich war aber wahnsinnig tapfer und habe das durchgezogen.

01:39:09 Kaiser wird bitte in die Kerze anzünden, um die Heilung zu unterstützen. Mache ich selbstverständlich.

01:39:52 angewacht und ich denke ganz innig an dich, ja? Caroline, mein zwölf Monate alter Sohn lernt gerade laufen, aber im Moment ist er ziemlich doll erkältet mit Fieber. Ein trauriger Smiley. Ach gut, Elef.

01:40:22 Ah, ist nicht süß. Ganz, ganz süß. Vielen, vielen Dank. Dem mache ich natürlich eine Kerze an, Kaoline, gell? Und wenn du draufklickst, ziehst du auch das Video. Bitte? Wenn du draufklickst, ziehst du auch das Video. Das Video? Mhm.

01:40:51 Ah, Jürger läuft, gell? Hab ich ja gezeigt. Habt ihr es gesehen? Nur kurz. Kein und ganz goldig, Karoline. Ganz süßes Kind, Herr Jutta.

01:41:33 Wird gemacht und wir gehen ganz, ganz intensiv an euch. Blauauge schreibt, ja, es wird langsam Zeit, dass es Frühling wird. Alle Menschen, Tiere und die ganze Natur brauchen die Sonne. Wird kommen. Er kommt immer. Sascha, bei uns fliegen schon viele sehr, sehr dicke Hummeln.

01:42:13 Das gleiche nochmal. Vielen Dank. Benji Dark schreibt, hallo zusammen. Guten Abend, junge Dame. Wer sagt es? Der Benji. Alles klar. Guten Abend und einen schönen Abend für dich.

01:42:40 Luzzi, ich mag auch das Stendhaler Märchen. Als Kind hatten meine Paten davon ein kleines blaues Buch in Wolkenform in der Schublade liegen. Ich habe es bei jedem Besuch angeschaut. Leider hat es mir mein Patenonkel nicht oft vorgelesen. Dabei hatte ich mich dann immer so wohlgefühlt. Ich habe mal gehört, dass Kinder so oft dieselbe Geschichte oder Märchen hören wollen, weil es sie beruhigt und Sicherheit gibt.

01:43:07 wenn sie schon wissen, was passiert und wie es ausgeht. Ja, es ist wissenschaftlicher Wesen, dass Märchen für Kinder wichtig sind. Schönen Abend für dich. Von Bitterlemming kann man was am Marsch rein. Ich danke dir.

01:43:36 LLS Astro schreibt, finde deine Shirtfarbe voll schön. Bitte? Finde deine Shirtfarbe voll schön. Mein Kragen. Meinst du meine Bluse? Ja. Ja, die ist von meinem lieben Nachbarn Hermann, Secondhand. Bin ich sehr froh darüber. Wenn ihr zuhört, liebe Grüße an Hermann.

01:44:08 Bring ich ruhig ein, Jani. Im Chat wird geschrieben, Hallo und Grüße aus dem Raum Heidelberg. Viele Grüße zurück. Amina Kreati, Oma, hast du früher als junge Frau gearbeitet?

01:44:27 Das war sehr, sehr schwierig. Am Kriegsende gab es keine Arbeit, keine Lehrstellen. Die höhere Schule musste ich verlassen, weil die damals eingerichtet war und auch dann geschlossen wurde. Ich habe alles gemacht, was ich noch kriegen konnte. Kinder geültet, Hunde ausgeführt.

01:44:56 Ich habe beim Bauern gearbeitet, alles, alles, was ich noch finden konnte. Also Geld habe ich immer verdient. Das war auch sehr wichtig, weil es gebraucht wurde. Denn die Männer hatten auch ein ganzes Jahr lang keine Arbeit nach dem Krieg. MfL Darkness fragt, könnte ich bitte ein Autogramm haben?

01:45:26 Ein Autogramm? Ja, dann musst du mir eben deine Anschrift schicken und eine Bilde-Rückporteur, eine Preismarke. Kuvert brauchst du nicht schicken.

01:45:42 Klöbeler, die gleiche Geschichte immer wieder zu hören, hilft auch bei der inneren Einschätzung, wie man sich weiterentwickelt. Zum Beispiel interpretiert man Geschichten anders oder versteht vielleicht mehr von der Handlung oder wie die Figuren sich verhalten. Vielleicht ist es auch deswegen toll für Kinder, das Gleiche immer wieder zu hören. Ja, wie gesagt, Klöbeler, es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder Märchen brauchen.

01:46:12 War mit ein Grund, warum Janik diese Sendung erfunden hat. Amina, Greaty, danke Oma. Ich habe nichts, Janik. Soll ich jetzt noch das eine Märchen vorlesen? Für die Reiters oder was? Äh, ja.

01:46:41 Oder soll sich noch weiter machen mit der Vorgerunde? Wir können auch, wenn du möchtest, aus dem Buch noch was vorlesen. Bitte? Wir können, wenn du möchtest, auch aus dem Buch noch was vorlesen. Ja, möchte ich auch noch, ja. Also, dann beenden wir die Vorgerunde. Mhm, ja. Also, die Vorgerunde beendet, Fabian. Ja. Danke dir. Und...

01:47:06 Ist das auch im iPad, Janik? Das haben wir auch im iPad, ja. Danke dir. Briecht das so, Frau Wickel? Ja.

01:47:26 Das ist jetzt ein Abschnitt aus unserem Buch. Der Glaube an sich selbst kann Berge versetzen. Einmal saßen meine Stiefmutter, meine Schwester Friedl, mein kleiner Bruder Hermann und ich in der Wohnküche am großen Tisch. Meine Stiefmutter löste Kreuzworträtsel, Friedl strickte, Hermannle, der sehr talentiert war, malte.

01:47:53 malte und ich las wie so oft in meinem unerschöpflichen Märchenbuch. Das Idyll wurde durch das Aufheulen der Sirenen gestört. Voll Alarm. Wieder einmal. Herr Männle, der seit Kriegsbeginn immer in Angst lebte, rannte zum Kellereingang, wo unsere Notbeutel und unsere Gasmasken hielten. Er packte seinen Beutel, die Gasmaske,

01:48:21 und raste zur Tür hinaus, um im Bunker Schutz von feindlichen Bombern zu suchen. Die Stiefmutter, Friegel und ich folgten ihm mit einigen Schritten. Friegel trug außer dem Beutel und der Gasmaske einen schweren Koffer mit verschiedenen Wertsachen und anderen wichtigen Utensilien. Doch ehe wir uns versahen, begann das Inferno. Friegel, die gerade das Haus verlassen hatte,

01:48:48 ist im Koffer auf den Stufen stehen und rannte mit unserer Stiefmutter Hals über Kopf davon. Ich nahm den Griff des Koffers, um ihn zum Bunker zu tragen. Die Bomben verursachten, wenn sie zu Boden fielen, um ihr vernichtendes Werk zu vollbringen, ein grauenhaftes Geräusch. Ein bedrohliches Pfeifen, das immer durchdringender wurde, je näher es kam.

01:49:12 Angst, namenlose Angst erfüllte mich plötzlich von einer Sekunde auf die andere.

01:49:19 Den Griff des Koffers in der Hand stand ich da und war wie versteinert, gelähmt, wie das Kaninchen vor der Schlange. Ich war wie in einer Art Trance, unfähig, mich zu bewegen, und ich war nicht imstande, einen klaren Gedanken zu fassen, war in einem zeitlosen Raum eingeschlossen. Dumpf nahm ich wahr, wie nicht weit von mir ein Sprengkörper explodierte. Ich bin mein Gefühl, dachte ich.

01:49:46 Ich bin mein Verstand, ich bin die Angst, ich bin der Mut. Entscheide dich jetzt, bevor es zu spät ist, sagte eine innere Stimme zu mir. Das, was du denkst, bestimmt dein Leben in diesem Augenblick. Entscheide dich jetzt oder lass zu, dass andere über dein Schicksal bestimmen. Diese Aussagen dachte ich natürlich nicht wortwörtlich. Sie flogen mir in Form einer Art Eingebung zu.

01:50:13 die ich nur schwerlich in Worte fassen kann. Es war eine Art Bildersturm, der auf mich einwirkte. Schlagartig wurde mir klar, dass ich nur noch wenige Momente zu leben hätte, würde ich nicht handeln. Ihr bekommt mich nicht. Hatte ich das gerufen? Hatte ich das gedacht? Ein Ruck ging durch meinen Körper. Es war wie ein Befreiungsschlag. Ich war zurück im Leben. Ich fasste den Griff des Koffers.

01:50:42 Doch wester, dann rannte ich los, meine Rettung.

01:50:49 Ein Leben frei von Angst, nun, das gibt es wohl nur im Märchen. So zum Beispiel in dem Märchen von einem, der auszog, das fürchten zu lernen. Der Held dieser Geschichte bedauert, dass er nicht weiß, wie sich Angst anfühlt. Um dies zu erfahren, zieht er in die Welt. Später im Leben ist ihm eine Aussage des Filmemachers Ingmar Bergmann untergekommen.

01:51:14 Er meinte, dass nur die Angst uns Menschen Grenzen setzt. Ein Gedanke, den ich gut nachvollziehen kann. Denn bis zum heuligen Tag habe ich keine Angst vor dem Tod mehr. Ich glaube daran, dass mein Lebensende vorbestimmt ist. Ich war einige Male in meinem langen Leben dem Tod sehr nahe. Doch ich hatte tatsächlich zu keinem Zeitpunkt Angst.

01:51:38 sondern betrachtete die Umstände, die auf das Ende meines irdischen Daseins hindeuteten, stets mit ruhiger Gelassenheit. Wir haben alle einen großen Lebenswillen in uns. Rufen wir uns diese Kraft ins Bewusstsein, und wir können Berge versetzen. Es ist diese Kraft, die mich immer wieder nähert, und diese Kraft kann uns allen zur Verfügung stehen.

01:52:06 Und jetzt? Was war das jetzt? Das war jetzt die zweite Frage.

01:52:26 Jetzt kommt noch das Märchen für die Reiter, Der Bauer und der Teufel. Kannst du dir das beibringen? Also es gibt ein Märchen, gell?

01:52:51 Danke dir. Der Bauer und der Teufel, dass ich das Mädchen jetzt für die Reiters.

Der kluge Bauer und der Teufel

01:52:58

01:52:58 Ein Märchen der Brüder Grimm. Es war einmal ein kluges und verschmitztes Bäuerlein, und es in Streichen viel zu erzählen wäre. Die schönste Geschichte ist aber doch, wie er den Teufel einmal drangekriegt und zum Narren gehalten hat. Das Bäuerlein hatte eines Tages seinen Acker bestellt und rief sich zur Heimfahrt, als die Dämmerung schon eingetreten war. Da erblickte er bieten auf seinem Acker einen Haufen feuriger Kohlen.

01:53:26 Und als er vor Verwunderung hinzuging, so saß oben auf der Glut ein kleiner schwarzer Teufel. »Du sitzt wohl auf einem Schatz?« sprach das Bäuerlein. »Jawohl«, sagte der Teufel, »auf einem Schatz, der mir Gold und Silber enthält, als du deinen Lebtag gesehen hast.« »Der Schatz liegt auf meinem Feld und gehört mir«, sprach das Bäuerlein.

01:53:49 Wer ist dein, sagte der Teufel, wenn du mir zwei Jahre lang die Hälfte von dem gibst, was dein Acker hervorbringt? Geld habe ich genug, aber ich trage Verlangen nach den Früchten der Erde. Das Bäugelein ging auf den Handel ein. Damit aber kein Streit über der Teilung entsteht, sprach es, so soll dir gehören, was über der Erde ist, und mir, was unter der Erde ist. Dem Teufel gefiel das Wohl.

01:54:17 Aber das lustige Bäulein hat er rüben gesät. Als in die Zeit der Ernte kam, so erschien der Teufel und wollte seine Frucht holen. Er fand aber nichts als die gelben, welken Blätter. Das Bäulein, ganz vergnügt, hob seine Rüben aus. Einmal hast du den Vorteil gehabt, sprach der Teufel, aber für das nächste Mal soll das nicht gelten. Dein ist, was über der Erde wächst, und mein, was darunter ist.

01:54:46 »Mir auch recht«, sagte das Bäuerlein. Als auch die Zeit zur Aussaat kam, säte das Bäuerlein nicht wieder Rüben, sondern Weizen. Die Frucht war reif, das Bäuerlein ging auf den Acker und schnitt die vollen Halme bis zur Erde ab. Als der Teufel kam, fand er nichts als die Stoppeln und fuhr wütend in eine fälschende Schlucht hinab. »So muss man die Füchse prellen«, sprach das Bäuerlein, ging hin und holte sich den Schatz.

01:55:15 Sehr interessant, gell? So, das war jetzt das für die Reides. Dann kommt noch ein Gedicht, glaube ich. Vom KISS kam noch ein Wassermarsch rein. Ich danke dir.

01:55:51 Hast du das Gedicht auch im... Der Sänger schlug? Ja. Ja. Das ist aber ein langes Gedicht, ne? Und ja, das ist auch, ich kann es noch einmal sehen.

Das Lied der Sänger und der rachsüchtige König

01:56:12

01:56:12 des sängers flog es stand in alten zeiten ein schloss so hoch und her weit glänzte es über die lande bis an das blaue meer und rings von duftigen gärten ein blütenreicher stranz drin sprangen frische brunnen im regenbogenglanz dort saß ein stolzer könig ein land und ziegenreich er saß auf seinem throne so finster und so bleich

01:56:40 Denn was er sinnt, ist Schrecken, und was er blickt, ist Wut, und was er spricht, ist Geisel, und was er schreibt, ist Blut.

01:56:49 einst zog nach diesem schlosse ein edles sängerpaar der ein in goldne locken der andere grau von haar der alte mit der harfe der saß auf schmuckem roß es schritt frisch zur seite der blühende genoss der alte sprach zum lohn nun sei bereit mein sohn denk unserer tiefsten lieder schien an den vollsten ton nimm alle kraft zusammen die lust und auch den schmerz

01:57:16 Es gilt uns heute zu rühren des Königs steinern Herz.

01:57:22 Schon stehen die beiden Sänger im hohen Zäulenzahl, und auf dem Throne sitzen der König und sein Gemahl. Der König, furchtbar prächtig, wie blutger Nottlichtschein, die Königin süß und mild, als blickte Vollmond drein. Da schlug der Kreis die Seiten, er schlug sie wundervoll, das reicher, immer reicher, der Klang zum Ohre schwoll. Dann strömte himmlisch Helle des Jünglings Stimme vor.

01:57:50 des alten Zang dazwischen wie dumpfer Geisterchor. Sie singen von Lenz und Liebe, von selger, goldener Zeit, von Freiheit, Männerwürde, von Treu und Heiligkeit. Sie singen von allem Süßen, was Menschenbrust durchbebt, sie singen von allem Hohn, was Menschenherz erhebt. Die Königsscheimkreise verlernet jeden Spott, des Königs Trotzgerkrieger, sie beugen sich vor Gott.

01:58:19 Die Königin, zerflossen in Wehmut und in Lust, sie wirft dem Sänger nieder die Rose von ihrer Brust. Ihr habt mein Volk verwirrt, verlockt ihr denn mein Weib? Der König schreit es wütend, er biebt am ganzen Leib. Er wirft sein Schwert, das blitzend des Jünglings Brust durchdringt. Draustritt statt der goldenen Lieder ein Blutstrahl hoch aufbringt.

01:58:49 und wie vom sturm zerstoben ist alter hörer schwarm der jüngling hat verröchelt in seines meisters arm der schlägt um ihn den mantel und setzt ihn auf das roß er bindet ihn aufrecht fester verlässt mit ihm das schloß wo vor dem hohen tore der held der sängergeiß da faßt er seine harfe sie aller harfen preis an einer marmorsäule da hat er sie zerschellt

01:59:18 Dann ruft er, dass es schaurig der Schloss und Gärtengeld. Wie euch, ihr stolzen Hallen, nie Töne süßer Klang durch eure Räume wieder, nie Seite noch Gesang, nein, seufzer nur und stönen und scheuer Sklaven schritt, bis euch zu Schutt und Mode der Rachegeist zertritt. Wie euch, ihr duftigen Gärten im holten Meilenlicht,

01:59:46 Euch zeige ich dieses toten Entstelltes Angesicht, das ihr der Opfer dort, das jeder Quell versiegt, das ihr in künftigen Tagen versteint, verödet liegt. Weh dir, verruchter Mörder, du Fluch des Sängertums, umsonst sei all dein Ringen nach Grenzen blutgen Ruhms. Dein Name sei vergessen, in ewige Nacht getaucht, sei wie ein letztes Röcheln in leere Luft.

02:00:15 verraucht.

02:00:17 Der Alte hat's gerufen, der Himmel hat's gehört, die Mauern liegen nieder, die Hallen sind zerstört. Noch eine hohe Säule zeugt von verschwundener Pracht, auch diese, schon geborsten, kann stürzen über Nacht. Und rings hat duftiger Gärten ein ödes Heideland, kein Baum verstreut Schatten, kein Quell durchdringt den Sand.

02:00:45 Das Königsnamen meldet kein Lied, kein Heldenbuch. Versunken und vergessen, das ist des Sängers Bluch. So, meine Lieben, das war's jetzt, gell? Oder? Haben wir alles? Ja. Dann gebe ich dir das iPad zurück und...

02:01:12 Dann bleibt es noch üblich, euch Gute Nacht zu sagen. Bleibt euch treu. Hilft denen, die ärmer sind als ihr. Die Marmeladenoma, Enkel Janik, bei Enkel Fabian und löscht die Kerze aus, sagen wir dir.