Es wurde das Märchen 'Der alte Sultan' von den Brüdern Grimm sowie 'Schneeflöckchen' aus Russland vorgetragen. Die Vorleserin, die im März verstorben war, wurde durch die Erinnerung an ihre Lebensgeschichte geehrt. Ihr 95. Geburtstag im September wird in einer besonderen Feier gewürdigt. Zudem wurden Märchenwünsche aufgegriffen und eine Abstimmung über das nächste Märchen durchgeführt.

Just Chatting
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Just Chatting

Stream-Start und Begrüßung

00:02:56

00:02:56 Willkommen auf der Märcheninsel bei Enkel Janik, Wal-Enkel Fabian, Piratin E der Rakete von A nach B und im Geiste mit dabei ist unsere liebe Marmeladenoma.

00:03:11 Der Janik ist heute zurückgekommen aus Berlin. Es hat gerade noch so geklappt. Der Zug hatte eine Stunde Verspätung. Ich habe ihn noch vom Bahnhof abgeholt. Und der Fabian macht jetzt mal für uns alle die Kerze an. Für die Unglücklichen dieser Welt und auch für die Glücklichen natürlich. Und uns wünsche ich einen ganz, ganz schönen, entspannten Märchenabend. Wir hatten ja einen Riesenpensum die ganze Woche. Wir sind eigentlich...

00:03:38 die ganze Zeit unterwegs. Ach, der Fabian, der kämpft, wie der mit den Streichhölzern. Ich sehe die alten Streichhölzer drauf. Aber er schafft es doch. Jetzt wird die Kerze entfacht. Sehr schön. Ja, und jetzt geht es gleich los mit dem ersten Märchen.

Märchenwünsche und Chat-Interaktion

00:04:04

00:04:04 Mensch, was haben wir denn da? Der Chris Block ist heute nicht da, hat sich was gewünscht, und zwar ein Piratenmärchen. Ich habe keines gefunden. Wenn ihr zufälligerweise ein Piratenmärchen kennt, schiebt es mir in den Chat, dann können wir es raussuchen für das nächste Mal. Wie gesagt, Chris Block ist im Urlaub. Aber Federtiger ist auch nicht da. Aber Federtiger ist auch nicht da. Federtiger ist auf einem Festival. Stimmt, hat sie erzählt, ganz genau. Und?

00:04:31 Die Hede-Rakete macht heute den Chat bei YouTube? Ich wechsle zwischen zwei Chats, zwischen YouTube und Twitch. Und Janik und Fabian können ja auch moderieren. Wie zum Beispiel die süßen Früchtchen, die reichstaben. Ach, die süßen Früchtchen, super. Und zwar ist Angelsasa 16 Monate ein süßes Früchtchen. Angelsasa, wunderbar.

00:04:54 Tüffeltierchen ist 52 Monate ein goldenes süßes Früchte. Golden Wahnsinn. Super Tüffeltierchen. Freut uns sehr. Rieselchen ist 94 Monate ein süßes Früchte. 94. Hallo liebes Rieselchen. Schön, dass du da dabei bist. Ich hatte immer darauf hingefiebert, wenn ich euch so viele Monate abonniert habe, wie die liebe Marmeladenoma Jahre alt ist. Nun wäre der Moment gekommen. 94 Monate. 94, ja. Sie hätte sich bestimmt darüber amüsiert und gefreut.

00:05:22 Allen einen schönen Abend. Ja, super cool. Ja, jetzt wird sehr bald 95, die Marmeladenoma im September. Am 23. steht noch bei mir im Kalender. Ja, und wir werden es natürlich trotzdem auf unsere Art und Weise feiern. Die Marmeladenoma ist einfach immer noch bei uns alle da.

Technische und persönliche Hintergründe

00:05:42

00:05:42 Schleifenfee ist 89 Monate ein süßes Früchtchen, schreibt, guten Abend, ihr Lieben. Guten Abend, liebe Schleifenfee. Freue mich, dass ihr da seid. Wünsche allen einen schönen Abend. Apropos, Schleifenfee hat ein Päckchen geschickt. Und das kam zurück, kann das sein? Ja, genau. Und der Enkel Janek, der will sich mal drum kümmern. Er war jetzt die ganze Zeit in Berlin, ging nicht. Also die Post hat einen Fehler gemacht. Es lag nicht an uns. Die Post in Ettlingen hat wohl einen Fehler gemacht, jetzt falsch angeliefert.

00:06:12 Wirklich bedauerlich. Aber wir kümmern uns drum, liebe Schleifenfee. Und bei der Gelegenheit sind einige Briefe gekommen. Ich habe sie noch nicht alle beantworten können. Bei uns ist es zur Zeit wirklich Land unter. Wir haben unglaublich viel um die Ohren. Aber es wird alles, alles beantwortet. Verspreche ich euch. Von Roby schreibt auf YouTube, guten Abend aus Wien. Guten Abend nach Österreich, Wien.

00:06:39 Sehr schöne Stadt, waren wir auch schon.

00:06:43 Suja-Chan isst 83 Monate ein süßes Früchtchen, schreibt Hallo ihr Lieben, ich bin gerade rechtzeitig heimgekommen. Das ist toll. Ich war noch beim Lohnsteuerservice. Lohnsteuerservice, das klingt so spannend. Es ist immer Lohnsteuerversicherung und so Sachen, finde ich immer ganz schrecklich. Ja. Mag ich überhaupt gar nicht. Von A nach B auch nicht. Aber es hat geklappt. Ist ja da. Final Fantasy Girl isst 4 Monate ein süßes Früchtchen, schreibt

00:07:12 Bin eigentlich schon ein paar Jahre dabei.

00:07:15 Und dann kam ein Wassermarsch von Maus. Das ist sehr gut. Wassermarsch heute in einem anderen Glas. Ich habe es zeitlich nicht mehr geschafft, das andere Glas zu reinigen, deswegen zu spülen. Danke, liebe Hilbert, bitte. Ja, die Assistentin, da kann ich auch mit Wörtern aushelfen.

Erstes Märchen: Der alte Sultan

00:07:45

00:07:45 Und, gibt es noch was zu sagen? Nichts. Ich kann in meinen Chat reinschauen. Ja, und wie gesagt, schickt mir gerne ein Piratenmärchen. Das würde mich sehr freuen, wenn ihr da was kennt. Und ich werde jetzt das erste Märchen vorlesen. Und zwar gab es ja viele Wünsche. Und die Anja hat sich ein Märchen gewünscht. Und zwar, das erste Märchen heißt heute Der alte Sultan. Ein Märchen der Brüder Grimm.

00:08:14 Und der Walenkel Fabian sucht das Buch aus. Da kommt wieder dieser Handschmeichler. Aber so klein geschrieben. Ja, so klein geschrieben. Aber meine Augen sind verhältnismäßig gut. Der alte Sultan.

00:08:34 Es hatte ein Bauer einen treuen Hund, der Sultan hieß. Der war alt geworden und hatte alle Zähne verloren, sodass er nichts mehr festpacken konnte. Zu einer Zeit stand der Bauer mit seiner Frau vor der Haustüre und sprach, »Den alten Sultan, den schieße ich morgen tot, der ist so nichts mehr Nütze.«

00:08:59 die frau die mitleid mit dem treuen tiere hatte sagte da er uns so lange ja gedient hat und ehrlich bei uns gehalten so könnten wir ihm wohl das gnadenbrot geben

00:09:12 »Ei, was«, sagte der Mann, »du bist nicht recht gescheit. Er hat keinen Zahn mehr im Mund, und kein Dieb fürchtet sich vor ihm. Er kann jetzt abgehen. Hat er uns gedient, so hat er sein gutes Fressen dafür bekommen.« Der arme Hund, der nicht weit davon in der Sonne ausgestreckt lag, hatte alles mit angehört und war traurig, daß morgen sein letzter Tag sein sollte.

00:09:42 Aber er hatte einen guten Freund, das war der Wolf. Zudem schlich er abends hinaus in den Wald und klagte über das Schicksal, das ihm bevorstände.

00:09:53 Höre, Gevatter, sagte der Wolf, sei guten Mutes, ich will dir aus deiner Not helfen. Ich habe etwas ausgedacht. Morgen in aller Frühe geht ein Herr mit seiner Frau ins Heu und sie nimmt ihr kleines Kind mit, weil niemand im Hause zurückbleibt.

00:10:15 Sie pflegen das Kind, während der Arbeit hinter der Hecke in den Schatten zu legen. Lege dich daneben, gleich als wolltest du es bewachen. Ich will dann aus dem Walde herauskommen und das Kind rauben. Du musst mir eifrig nachsprengen, als wolltest du mir es wieder abjagen. Ich, ich lass es fallen. Und du, du bringst es den Eltern wieder zurück.

00:10:43 Die glauben dann, du hättest es gerettet und sind dir sehr, sehr dankbar, so dankbar, als dass sie dir ein Leid antun sollten. Im Gegenteil, du kommst in völliger Gnade und sie werden es dir an nichts mehr fehlen lassen. Der Vorschlag gefiel dem Hund und wie er ausgedacht war, so ward er auch ausgeführt.

00:11:10 Der Vater schrie, als er den Wolf mit seinem Kinde durch das Feld laufen sah. Als es aber der alte Sultan zurückbrachte, da war er froh, streichelte ihn und sagte, dir soll kein Herrchen gekrümmt werden, du sollst das Gnadenbrot essen, solange du lebst.

00:11:33 Zu seiner Frau aber sprach er, geh gleich heim und koche dem alten Sultan einen Wegbrei, den brauchte nicht zu beißen, und bring das Kopfkissen aus meinem Bette, das schenke ich ihm zu seinem Lager. Von nun an hatte es der alte Sultan so gut, als er sich's nur wünschen konnte. Bald hernach besucht ihn der Wolf und freute sich, dass alles so wohl gelungen war.

Erinnerungen an Marmeladenoma

00:12:01

00:12:01 Aber, Gefatter, sagte er, du wirst doch ein Auge zudrücken, wenn ich bei Gelegenheit deinem Herren ein fettes Schaf weghole. Es wird einem heutzutage schwer, sich durchzuschlagen. Darauf rechne nicht, sagte der Hund. Meinem Herrn, dann bleibe ich treu. Das darf ich nicht zugeben.

00:12:25 Der Wolf meinte, das wäre nicht im Ernste gesprochen, kam in der Nacht herangeschlichen und wollte sich das Schaf holen. Aber der Bauer, dem der treue Sultan das Vorhaben des Wolfes verraten hatte, passte ihm auf und kämmte ihm mit dem Dreschwegel garstig die Haare.

00:12:47 Der Wolf musste ausreisen, schrie aber dem Hund zu, »Wart, du schlechter Geselle, dafür sollst du besen!« Am anderen Morgen schickte der Wolf das Schwein und ließ den Hund hinaus in den Wald fordern. Da wollten sie ihre Sache ausmachen. Der alte Sultan konnte keinen Beistand finden als eine Katze, die nur drei Beine hatte.

00:13:17 Und als sie zusammen hinausgingen, humpelte die arme Katze daher und streckte zugleich vor Schmerz den Schwanz in die Höhe. Der Wolf und sein Beistand waren schon an Ort und Stelle. Als sie aber ihren Gegner daherkommen sahen, meinten sie, er führe einen Säbel mit sich, weil sie den aufgerichteten Schwanz der Katze dafür ansahen.

00:13:43 Und wenn das arme Tier so auf drei Beinen hüpfte, dachten sie nicht anders, als Höbe jedes Mal einen Stein auf, wollte damit auf sie werfen. Da ward ihnen beiden Angst, das wilde Schwein verkroch sich ins Laub und der Wolf sprang auf einen Baum. Der Hund und die Katze, als sie herankamen, wunderten sich, dass sich niemand sehen ließ.

00:14:10 Das wilde Schwein aber hatte sich im Laub nicht ganz verstecken können, sondern die Ohren ragten noch heraus. Während die Katze sich bedächtig umschaute, zwinste das Schwein mit den Ohren. Die Katze, welche meinte es, regte sich da einem Maus, sprang darauf zu und biss herzhaft hinein.

00:14:32 Da hob sich das Schwein mit großem Geschrei, lieb fort und rief, »Dort auf dem Baum, da sitzt der Schuldige!« Der Hund und die Katze schauten hinauf und erblickten den Wolf. Der schämte sich, dass er sich so furchtsam gezeigt hatte, und nahm von dem Hund den Frieden an.

00:14:59 Ja, das war das Märchen Der alte Sultan von den Brüdern Krim. Habt ihr es schon gekannt? Ich nicht. Ich habe es auch nicht gekannt. Auch nicht gekannt. Ja, das war Märchen Nummer eins. Und jetzt kommt schon die erste Frage. Ja, wollte ich gerade sagen. Ne, da hat jemand gefragt, wo die Oma denn sei.

Persönliche Geschichten und Gesundheit

00:15:25

00:15:25 Ja, wo ist die Oma? Ja, also die Marmeladenoma, meine liebe Mutter, die ist verstorben im März. Ganz überraschend. Sie war zwar schon 94 Jahre alt, aber kein Mensch hätte gedacht, dass die Marmeladenoma doch so früh von uns geht. Wir haben sogar schon an den 95. Geburtstag gedacht. Steht auch mal im Kalender drin. Und wir haben ihr am Sterbebett versprochen.

00:15:54 dass wir, die Marmeladenoma-Familie, diese Sendung weiterführen. Alle zwei Wochen sind wir live und alle zwei Wochen kommt eine Wiederholung der Streams von Marmeladenoma.

00:16:07 Vielleicht kannst du noch kurz erklären, warum ich eine Augenklappe und ein Piraten-Piraten-Piraten habe. Ja, für diejenigen, die nicht wissen, warum sitzt denn die Hederakete so da mit Dreispitz und Augenklappe. Die Hederakete hatte eine Augen-OP und muss jetzt erst mal ihr Auge schonen. Sie wird alsbald nochmals operiert, die zweite Operation. Das ist also keine einfache Geschichte. Und um das Auge zu schonen, hat sie jetzt erst mal...

00:16:33 diese Augenklappe. Genau, weil es immer wieder Probleme gab in der Zwischenzeit und deswegen muss man ein bisschen langsam machen. Dann gucke ich nur mit dem anderen Auge. Und deswegen sind wir auch ein bisschen geredert und haben noch neben der Arbeit dann diese Sache und dann haben wir noch Handwerker im Haus und ich kann das ja gar nicht alles aufzählen, aber das Leben macht uns trotzdem Spaß, oder? Wir schlagen uns die. Und wir freuen uns immer auf die Samstage, wo wir euch...

00:16:59 Märchen vorlesen können. Genau, ich habe dir den Chat hier hingelegt. Vielleicht kannst du dann aus dem Discord-Chat lesen. Ja, okay, super. Fragerunde. Ihr dürft fragen, ja. Ich gucke bei YouTube und bei Twitch. Einfach reden ist 20 Monate ein süßes Früch. Hey, super, das freut uns. Und hat noch eine Frage. Wie viele Liter passen in deine kleine Tasse, Hederakete? Oh.

Musikgespräche und Kultur

00:17:25

00:17:25 Also die Tasse habe ich von zwei Mitarbeiterinnen geschenkt bekommen, von der Melanie und von der Friederike. Ich weiß nicht, wenn die zuschauen, vielen Dank für die Tasse. Ich denke, da passt ein halber Liter rein. Ich liebe diese Tasse, weil so viel Tee reinpasst. Und ich glaube, das ist eine Frida-Carlo-Töfe. Achso, man sieht es gar nicht, worum gehört sie? Genau, die ist einfach toll. Ich mag die total. Zeig mal von unten die Tasse. Aufgezeichnet ist es super.

00:17:54 Genau. Wolkenhuhn schreibt, ist es so schön, dass ihr alle heute Abend hier seid. Ja, schön, dass du bist, da ist Wolkenhuhn. Ich finde das immer ganz, ganz toll. Ihr Lieben seid alle da.

00:18:10 10 Euro kam noch ein von dem Chaksa immer mal. Lieben Dank. Das ist ein wunderschöner Abend mit euch. Alles Gute und ganz viel Glück. Vielen, vielen Dank. Wir können das sehr, sehr gut gebrauchen. Denn wir haben ja doch einige Kosten hier zu begleichen, was den Channel anbelangt. Anne Sasser schreibt, mach's mir erst einmal ein leckeres Essen.

00:18:31 Und entspanne mit dem Stream. Sehr gute Idee, Angelsasar. Was gibt es denn zu essen, Angelsasar? Dann kriegen wir auch alle Appetit. Wobei wir schon gegessen haben, ja, Fabi. Ja. Wir haben schon zusammen gegessen. Wir essen immer vor dem Stream. Ich war wieder in der Stadt und habe für die Jungs eingekauft und für jede Rakete und mich natürlich auch. Swamp Mate 3. Gestern Abend ging auf einmal einiges ab in der Innenstadt. Spider-Man ist wieder unterwegs.

00:18:59 den gab es ja schon in meiner Kindheit in Spider-Man. Allerdings nur als Comic und nicht als Film scheint ja ein sehr erfolgreicher Film zu sein zur Zeit. Auf YouTube schreibt Phil anders vor. Ich wünsche euch allen alles Gute für die schwere Zeit. Vielen Dank. Dankeschön. Sehr lieb. Ja. And Bani, guten Abend in die liebe, wärmende Runde der Märcheninsel Zwei Lila Herzen.

00:19:26 Heute leider aber bin ich nicht anwesend live, um dann diese wärmende Runde zu genießen, denn wie es aussieht, hat es nun doch geklappt, dass ich beim Klassentreffen meiner Realschuldgasse dabei sein kann ab 17 Uhr.

00:19:40 An Fani vorab. Natürlich kann man das später wieder anschauen. Bei YouTube wird es wieder hochgeladen. Und ich glaube, der letzte Stream, der wurde ein paar tausend Mal auch schon angeguckt. Das freut uns natürlich. Und es geht noch weiter. Demnach bin ich beim Livestream nicht dabei. Höchstens vielleicht am Ende, je nachdem, wie lange der Spaß dem geht.

00:20:03 Stand jetzt bin ich da sehr nervös, da ich die Leute zuletzt 2019 bei einem Klassentreffen gesehen hatte. Ich mache mir Gedanken, dass ich mich vielleicht potenziell schlecht fühlen könnte, wenn ich sehe, höre, was die anderen Leute alles schon erreicht haben, während ich meiner Meinung nach nicht sehr viel erreicht habe in der Zeit. Oft fühle ich mich noch so, als wäre ich irgendwie stecken geblieben, zeitlich, und ich wäre immer noch 18 oder 19. Das glaube ich auch immer noch, dass ich 18 oder 19 bin.

00:20:32 Oder sowas, während andere sich sehr viel verändert haben in der Zeit. Anbei sende ich jedoch zwei süße Fotos, die euch trotzdem hoffentlich aufheitern werden. Zwei wundersüße Katerchen, die es sich auf meinem Bettchen bequem gemacht hatten. Immer noch zu oft schüchtern, um es offen zu zeigen, wie die beiden öfters miteinander kuscheln, aber ein Anblick, der einen trotzdem erfreuen sollte.

Tiergeschichten und Haustiere

00:20:55

00:20:55 Euch noch einen schönen Abend und bitte wünscht mir etwas Glück, das dann heute gut zu überstehen. Nervös bin ich allemal. Das sind sie, die süßen Kätzchen. Sehr schön. Und da war noch eins.

00:21:12 Ja, das mit dem Klassentreffen, das ist so eine Sache. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel, viel Glück und nehme das alles nicht zu ernst. Die leben auch nur ihr Leben und jeder hat immer ein Ach in jeder Familie, in jeder Person steckt immer auch ein Ach, aber auch viele positive Dinge. Und wir glauben zu sagen, wir konzentrieren uns auf die positiven Sachen. Vor allem finde ich, jeder hat sein Tempo und jeder erreicht das, was für ihn wichtig ist. Also da gibt es kein richtig oder falsch oder...

00:21:42 unbedingt viel Geld haben oder höher weiter. Ich finde wichtig, dass man gute Freunde hat, dass man sich gut versteht, dass man die Sachen, die man macht, mit Liebe macht. Ich habe jetzt gerade hier, das möchte ich jetzt kurz erwähnen, eine Negativnachricht gelesen. Die möchte ich erwähnen, obwohl wir das eigentlich nicht machen. Da wird nochmal erwähnt, ich sage jetzt den Namen nicht, die Person weiß dann selber, dass wir den Chat nur weitermachen, um Geld zu machen. Blödsinn. Lass mal den Bullshit. Und wenn es dir nicht passt, dann zisch einfach ab.

00:22:10 Also Geld machen wir hier mit Sicherheit nicht. Eher teilweise sogar miese. Und wir machen das aus Freude und aus Überzeugung. Und wer sowas postet, der hat eigentlich ein Problem mit sich selbst. Das sind Projektionen. Mach was aus deinem Leben, da musst du so einen Käse nicht schreiben. Und nicht andere angreifen. Ja, das ist Blödsinn. Aber jetzt wieder zurück zur Märchenwunsch. Genau, ich habe hier nämlich einen Märchenwunsch von...

00:22:36 Burgunder tree willow, äh, Burgunder, ich muss immer ein bisschen gucken mit meinem Auge, Burgunder, the willow tree wünscht sich die Gänsemarkt. Das wäre ganz toll. Haben wir vor kurzem zwar mal vorgelesen, aber das können wir gerne wieder machen. So ein schönes Märchen, eins der Lieblingsmärchen der Marmeladenoma. Und wer hat sich das gewünscht? Das ist ein sehr komplizierter Name. Burgunder, the willow tree.

00:23:07 Ganz abschreiben. So lange lese ich mal vor. Der Diabologe schreibt, gute Besserung für dein Auge, liebe Rede. Wirst du da häufiger in der Öffentlichkeit darauf angesprochen? Also wenn ich unterwegs bin, habe ich selten den Piratenhut auf. Ich kann eigentlich das Haus schwer verlassen, weil ich sehe nur auf dem Auge, auf dem rechten Auge sehe ich gar nichts.

00:23:35 Da habe ich Öl drin, damit das Operierte anwächst. Das heißt, wenn wir aus dem Haus gehen zum Augenarzt oder ins Krankenhaus, dann kann ich nicht alleine laufen. Dann muss von A nach B meinen Arm nehmen, weil einfach die Hälfte dann fehlt. Man darf auch kein Auto fahren während der Zeit. Ich kann mich eigentlich nur zu Hause sicher bewegen. Da habe ich dann auch die Brille auf und das Auge zu.

00:24:01 Wenn wir unterwegs sind, dann setze ich auch die Brille auf. Dann geht aber die Augenklappe nicht. Man muss immer ein bisschen wechseln. Dann muss ich das Auge zumachen. Aber die Leute sehen natürlich nicht, dass man eine Behinderung hat. Und von A nach B zieht mich dann so durch die Gegend. Ich ziehe sie durch die Gegend. Ich umarme dich liebevoll, führe dich von A nach B. Aber der Kreislauf macht es nicht so gern. Ich gehe eigentlich nicht aus dem Haus. Aber es wird. Und wir sind in besten Händen.

00:24:28 Jeder hat einen ganz, ganz tollen Professor, der das operiert hat. Und wir sind sehr zuversichtlich, planen sogar für nächstes Jahr einen kleinen Urlaub in einem schönen Land, wo ein Mann gelebt hat, der heißt Hans Christian Andersen. Jetzt dürft ihr mal raten, wie dieses Land heißt. Ich bin gespannt. Ich muss auch sagen, dass der Oberarzt sehr nett war. Also wir sind alle sehr nett dort in der Klinik, muss man wirklich sagen.

00:24:54 Schornickel, hallo liebe Marmeladenfamilie, hallo liebe Märcheninselbewohner. Gerade eben bin ich auf Usedom angekommen.

00:25:02 Jetzt heißt es auspacken und Abendessen im Restaurant. Vielleicht schaue ich später noch mal rein, wenn ich Zeit habe, mal sehen. Hoffe, der Heterakete geht es weiter besser. Gute Besserung an Sie. Dankeschön. Anbei wieder schöne Blüten aus dem Garten meiner Mutter. Einen schönen Märchenabend allen. Liebe Grüße von der Ostsee. Ja, liebe Scharnickel, ich hoffe, du schaust heute zu. Denn heute gibt es nämlich ein schönes Märchen für dich, liebe Scharnickel.

00:25:31 Wenn nicht...

00:25:33 Kann man es ja bei YouTube später anschauen. Aber komm erst mal gut an auf Osedom, die tolle Ostseeinsel, die dir so gut gefällt. Ich war noch nicht dort. Ich war auch noch nie auf Rügen, weil das ist hier vom Raum Karlsruhe eine enorm weite Strecke. Wobei der Janik, der jetzt gerade aus Berlin zurückkommt, ist schon noch eine Strecke von Berlin nach Rügen. Und er hat auch ganz, ganz...

00:26:02 Tolle Reiseerfahrung gemacht, Janik. Wie war es in Berlin? Erzähl mal ein bisschen, Janik. Ja, phänomenal. Und erschöpfen zugleich. Also wir hatten ein volles Programm, meistens immer von 7.20 Uhr bis 21 Uhr am Tag. An einem Tag hatten wir...

00:26:18 Früher frei, also 18 Uhr wurde es dann quasi. Und da haben wir alles mögliche erlebt. Wir waren beim Reichstag zum Beispiel dort in den Sitzungen, haben dort zugeschaut. Wir waren auch beim Kanzleramt oder auch in einem Atomschutzbunker unter anderem. Ihr wart ja sogar im Kanzleramt, oder? Im Kanzleramt waren wir ja. Im Kanzleramt. Und zwar auf der gleichen Ebene, wo unser derzeitiger Bundeskanzler...

00:26:44 Residiert habt ihr den gesehen? Auf der obersten Ebene waren wir, haben wir nicht gesehen. Wen habt ihr denn gesehen in Berlin? Einige. Also wir waren auch noch beim Bundesverteidigungsministerium, haben dort eine wichtige Rolle, einen wichtigen...

00:27:00 Ja, ich kann schon gar nicht überreden. Er hatte ja nichts, fertig wie ein Schnitzel und hat auch nichts gegessen die ganze Zeit. Also kam dann nach Hause, hat dann erst mal sich ein bisschen vollgestopft, hat doch kurz geduscht und jetzt sitzt er da. Also er hat tolle Sachen erlebt, er hat mir noch einiges erzählt. Und wie es der Zufall will, haben sie sogar den Kretschmann getroffen, der ehemalige Ministerpräsident von Warten-Württemberg, haben sogar zusammen ein Foto gemacht. Er war ja mit seiner Hochschulgruppe da. So eine Art Abschlussreise, kann man sagen.

00:27:28 Abschlussweise, ja. Und es gab auch Currywurst. Und andere schöne Dinge. Und in einem Atombunker, da waren wir sogar mal zu dritt. Erinnerst du dich, jede Rakete? Ja, ganz gruselig. Ich habe gesagt, wenn man Atombunker muss, dann möchte ich vorher sterben. Also da wollte ich mich verweilen. Wir haben ja sogar einen Atombunker in Ettlingen. Das wissen viele gar nicht.

00:27:55 Da können wir gegebenenfalls dann hingehen, aber wir werden keinen brauchen, das affirmieren wir mal. So weit wird es nicht kommen. Aber der Janik war damals noch ganz, ganz klein. Der war dann noch an der Grundschule, glaube ich. Und anschließend sind wir ins Kino gegangen, direkt um die Ecke. Da lief der kleine Nick. Ein sehr, sehr schöner Film. Wer es noch nicht gesehen hat, so ein Kinderfilm, war das wirklich witzig. Ja, total. Wir haben gelacht. Wir haben gelacht. War super witzig. Wir hatten Bauchschmerzen, war lachen, weil es echt so lustig war. War echt klasse.

Herbststimmung und Kinoabende

00:28:23

00:28:23 Die Great Pumpkin, liebe Marmeladenfamilie, liebe Bewohner der Märcheninsel. Ich freue mich auf einen weiteren heimeligen Abend in kuscheliger Runde. Endlich ist es Herbst. Ich habe die Kerzen angezündet und einen Tee gekocht, damit es noch kuscheliger wird. Hammer, ihr habt schon Herbst. Bei uns hat es 27 Grad heute gegeben. Also ich lieb wieder ein T-Shirt rum. Du wohnst dann...

00:28:48 anscheinend ein bisschen weiter weg, Great Pumpkin. Aber vielleicht, weil es auch so schnell dunkel wird wieder. Und ich finde auch, das hat was Kuscheliges, man braucht einen Tee, man braucht eine Wolldecke und was Leckeres zu essen. Aber ich friere auch immer, muss ich ja wirklich sagen. Wenn die anderen schwitzen, dann friere ich schon und brauche dann eine Wolldecke. Dabei ist natürlich auch wieder ein neues Häkeltuch, ich nenne es Rainbow.

00:29:08 Ich wünsche euch und uns allen einen tollen Abend und ein schönes Wochenende. Das gefällt mir super gut. Ja, das ist sehr schön. Ein Regenbogen-Häkeltuch. Sieht sehr, sehr schön aus. Sehr schöne Farben. Gefällt mir ausgezeichnet. Und wenn wir aus dem Fenster schauen, das ist auch ganz schön. Wir schauen dann so ein bisschen über die...

00:29:34 über den Wald und hinter dem Wald ist ganz, ganz oft ein richtig großer Regenbogen. Also da haben wir super Glück. Ja, ich denke, ich habe da mal ein Foto auch gemacht beim Wandern. Mal spazieren gewesen hier in der Region und der begleitet uns.

00:29:50 Schon geraume Zeit. CQ78 schreibt hübscher Hut. Ich muss ja sagen, dieser Dreispitz, der gehört von A nach B und ich durfte ihn mir ausleihen, damit es nicht so gruselig aussieht, nur mit Augenklappe. Weil ich glaube, das kann schon die Leute auch ein bisschen abschrecken, wenn man dann nur mit Augenklappe da sitzt. Und mit dem Dreispitz oder mit dem Piratenhut hat es dann eher was Amüsanteres, würde ich sagen, oder? Von A nach B? Ja.

00:30:19 Er ist auch tatsächlich etwas, also schon sehr schwer. Letzten Live-Spiel hatte ich danach den Ohrenschmerzen, weil der so auf die Ohren drückt. Also das ist ein echter Hut und der wiegt ein bisschen. Der war sackteuer tatsächlich. Von einer Hutmacherei. Und ich hätte noch andere Dinge zum Aufziehen, aber das wäre noch schwerer. Ich habe noch einen Römerhelm. Könnte man vielleicht auch mal machen. Ja, und er hat ein Kettenhemd. Ein Kettenhemd habe ich auch. Kannst du auch mal anziehen, die Rakete? Nee.

00:30:47 Er hat einmal das Kettenhemd angezogen von A nach B und kam dann nicht mehr raus, weil dieses Kettenhemd extrem schwer ist. Also da brauchen wir dann schon zwei Leute, um das wieder auszuziehen. Und damals hat dann die Hedera-Kete zu Hause geklingelt und ich habe ihm Kettenhemd aufgemacht, da war es etwas irritiert. Fiedertiger kann heute nicht dabei sein. Ich bin auf dem Folkfield. Ich wünsche euch allen einen märchenhaften Abend. Vielen Dank.

00:31:15 liebe Federtiger, ich zeige mal noch ein Foto. Du kannst ja vielleicht, wenn du willst, den Stream dann nachschauen. Das sieht nach einer super Lightshow aus.

00:31:26 Cool. Ich würde auch gerne mal wieder auf ein Konzert gehen. Ja, ich auch. Das machen wir mal wieder. Sebastian König 6227 schreibt, gute Besserung. Vielen Dank, Sebastian. Einfach reden, dann noch was geschrieben. Einmal von A nach B mit Römerhelms sehen. Bitte, bitte. Ja, das wird schwer wegen der Brille, aber da muss die Brille abziehen. Können wir mal machen. Wir machen mal ein Römermärchen.

00:31:53 Also ihr müsst natürlich wissen, wir haben so etliches an Verkleidungsmaterial hier. Uns macht das Spaß. Wo ist der Römerhelm im Keller? Der Römerhelm ist tatsächlich momentan eingeölt im Keller. Okay, man muss den immer einölen, damit er nicht rostet. Beim Kettenhemd ist das natürlich anders. Ich glaube, das Kettenhemd ist in einer Ikea-Tasche, gell? Ja, und ich habe sogar noch einen Wikinger-Held im Ölbad. Jeder hat Öl im Auge. Ah, ja, stimmt.

00:32:21 Das passt. Und vorhin haben wir noch Olivenöl zu uns genommen. Regina Schlumpf wünscht Federtiger viel Spaß. Soja Can, hallo ihr Lieben. Ich habe die Steuererklärung so lange vor mir hergeschoben. Es war jetzt echt dringend. Das passt nicht auf die Märcheninsel, eine Steuererklärung, Soja Can. Aber es ist ja märchenhaft, dass du das Ganze jetzt hinter dir hörst. Allerdings hätte ich den Termin heute fast vergessen. Ich bin etwas zu spät gekommen.

00:32:51 Vielleicht auch für andere interessant, wenn man bei Verdi Mitglied ist, kann man dort den kostenlosen Steuerservice nutzen. Das wusste ich aber auch. Nein, ich alleine würde das gar nicht hinbekommen. Ja, das ist natürlich eine tolle Sache. Also in der Gewerkschaft zu sein, das hat durchaus Vorteile. Für uns alle. Ein Wassermarsch von Regina Stumpf kam. Das ist erfreulich. Tschüss.

00:33:18 Allee von Enten schreibt im mittelalterlichen Folterkeller. Folterkeller haben wir keinen. Nein, wir haben hier nur eine Märcheninsel. Wir haben auch einen Keller, aber der ist so klein, man könnte da drin nicht foltern. Das steht auch nicht zur Überlegung. Außerdem steht da die Wärmepumpe. Da ist kein Platz zum Foltern. Nee, aber ein Weinregal haben wir.

Gesundheitliche Herausforderungen

00:33:42

00:33:42 Und das ist auch natürlich eine sehr schöne Sache. Es ist aber leider leer momentan. Es ist auch nicht so groß, nicht, dass wir denken, wir hätten da einen Riech. Wir haben einen Weinkeller. Da passen tausend Flaschen. Nee, nee, ganz, ganz klein. Sie schmalen sich da mit Folterkeller, Weinkeller. Was nicht alles aus, stimmt alles nicht. Wir haben einen ganz normalen Keller. Nee, normal ist er nicht. Da ist eine Wärmepumpe drin. Und das ist in so einem alten Haus eher selten. Ja, das stimmt.

00:34:11 Melli72, hallo ihr Lieben. Diese Woche war von Himmel hoch jauchzend bis zu Tode betrübt. Ich hatte mich endlich entschlossen, einen Urlaub zu buchen. Nach Zigmalklinik rein und Klinik raus soll es nächstes Jahr auf die Malediven gehen. Das hört sich ja toll an. Und habe gebucht. Kurz danach in der Nacht vom 9.9. ist der Vater meiner besten Freundin an einer Lungenembolie verstorben. Er hatte zwei schwere Operationen in der...

00:34:40 Bauchspeicheldrüse gut überstanden und dann das. Zudem ist meine Freundin auf einem Kreuzfahrtschiff. Ihre erste Kreuzfahrt. Und man kann nicht helfen. Und am Donnerstag muss ich wieder stationär in eine Klinik. Das vierte Mal dieses Jahr. Habe eine seltene Erkrankung. Nennt sich Takayasu und betrifft die Aorta. Also eine Herzerkrankung. Sie ist ein Stück eingerissen.

00:35:08 Kann aber nicht operiert werden, da Takayasu Entzündungen macht. Die Klinik ist meine letzte Möglichkeit, also Daumen drücken. Ich weiß, alles wird wieder gut, aber alles etwas viel im Moment. Ich habe mein Urlaub als Ziel vor den Augen noch acht Monate. Melli, wir drücken dir ganz, ganz fest die Daumen. Die Kerze brennt auch für dich, ja. Erreicht dich, ja.

00:35:32 alle die ganzen Märcheninseln, drück dir die Daumen, drück alle bitte die Daumen, zündet eine Kerze an und dass du dann auch in acht Monaten in Urlaub gehen kannst und uns schöne Fotos schickst. Ja, wie man sieht, so viele Menschen haben irgendwo irgendwas. Ich denke, jeder hat was. Nichts denke ich, dass man zusammenhält, dass man...

00:35:53 liebevoll miteinander ist und dass man nicht bösartig ist, sondern dass man miteinander den Weg geht, dann schaffen wir es ja alle aus der Welt einfach besser. Genau. Wie gesagt, seid gut zueinander. Das ist das A und O. Das sagt von A nach B. Ja, und die Klinik würde dir bestimmt helfen können.

00:36:13 Üney, Jenny. Erstmal vielen Dank für den Brief, Jenny. Ich konnte noch nicht antworten. Wir gehen mittlerweile wirklich fast am Stock, weil wir so mega viel um die Ohren haben. Aber der Brief liegt auf meinem Schreibtisch, ganz oben. Wird in Kürze beantwortet. Und Üney sagt, guten Abend, ihr Lieben. Schön, wieder dabei zu sein. Frage an euch, was hört ihr für Musik? Habt ihr Lieblingskünstler, die immer gehen?

Musik und Kulturgespräche

00:36:42

00:36:42 Erstmal diese Frage beantworten. Lieblingskünstler, jede Rakete. Also ich mag Journey sehr gern. Ich mag eigentlich alles. Ich mag Lady Gaga, also die ruhigeren Sachen. Ich mag...

00:36:56 Wie heißt das? Wenn man gefragt wird, dann plötzlich ist das hier leer. Da fällt einem der Name nicht ein. Also ich mag Dancing Roses, ich mag Nirvana, ich mag... Manic Street Bridges. Manic Street Bridges. Ich mag eigentlich alles an Musik bis auf Techno. Das ist schon nicht so meins, ist mir zu stressig. Da werde ich dann so nervös. Ich bin eh so ein schneller Glück.

00:37:20 Aber sonst höre ich eigentlich alles und ich muss euch sagen... Und kein Rap. Ja, von A nach B und ich, wir hören eigentlich abends immer Musik, wir schauen keinen Fern, wir haben dann unsere Playlist oder wir hören mal neue Sachen. Wir machen immer so einen Musikabend mit Tee, mit Wein. Und zum Glück haben wir fast den gleichen Musikgeschmack. Also da gibt es eigentlich nichts, was wir komplett beim anderen ablehnen. Manche Sachen denkt man, ja, kann man hören.

00:37:48 Und andere Sachen finden wir beide toll. Also Journey zum Beispiel, die finde ich auch ganz, ganz klasse. Der Mann hat zwar eine super Stimme. Ist natürlich eine Band aus den 80ern. 70er, 80er, genau. Aber die Lieder sind einfach gut. Ja, ist zeitlos. Fabian, was ist denn deine Lieblingsmusik? Er lacht.

00:38:08 Ich habe keine spezielle Lieblingsmusik. Aber welche Stilrichtung? Stilrichtung? Egerländer? Klassik. Muss man hier mit Mut richten, nebenher? Eher Pop. Ja, Pop mag ich schon. Okay. Yannick, was ist deine Lieblingsmusik? Ja, auch elektronische Musik und Pop, so in der Richtung. Okay. Gut, also das ist ja allgemein gehalten. Ja. Auch Yannick hat eine Playlist und...

00:38:35 Der eine oder die andere weiß vielleicht, dass ich ein großer Beatles-Fan bin. Das ist zwar nicht meine Generation, aber ich mag die Musik einfach. Meine Brüder sind ja deutlich älter als ich und die haben das immer gehört. Und mit den Beatles, mit der Musik bin ich aufgewachsen. Ich mag viele Sachen aus den 60ern. Dann mag ich auch die Zombies. Das ist auch eine Band aus den 60ern. Die sind bei uns nicht so bekannt, aber die gibt es tatsächlich noch. Die sind alle schon über 80 und sind immer noch live unterwegs.

00:39:03 Die haben auch einen Riesenhit gehabt, She's Not There. Und ich habe die zweimal live gesehen. Einmal in Stuttgart und einmal in Liverpool. Man muss ja auch dazu sagen, dass von A nach B, ich glaube, mit die größte Beatles-Sammlung hat. Ja, ich sammle alles. Er sammelt alles von den Beatles. Und auch Socken oder Figürchen und alles Mögliche. Flaschenöffner. Flaschenöffner. Teller. Ich wünsche immer, dass wir zum Geburtstag...

00:39:31 immer was Schönes von A nach B finden. Von den Beatles. Er hat ja bald Geburtstag, nächste Woche Freitag, aber dieses Jahr gibt es nichts von den Beatles. 64 werde ich, das ist unglaublich. 64. Und ich höre natürlich auch andere Musik, nicht nur 60er Jahre. Manchmal, wenn ich sehr, sehr viel gearbeitet habe, kann es durchaus sein, dass ich sehr, sehr laute Musik höre. Da ist dann Dajanik etwas verstört, dann höre ich auch mal Metal.

00:39:59 Aber das kommt eher selten vor. Aber klassische Musik höre ich auch gerne. Die Marmeladenoma, die hat ja Beethoven sehr, sehr geliebt. Und ich mag zum Beispiel auch Vivaldi oder ich mag auch Henry Purcell. Also meine Bandbreite ist ziemlich groß, was Musik anbelangt. Ich mag nur auch kein Rap. Das stresst mich. Und ich mag auch kein Ultra-Techno. Das ist mir dann auch zu nervig.

Operationen und Gesundheit

00:40:27

00:40:27 Genau, ich gucke mal hier, Allee von Enten hat geschrieben. Ihn noch nicht fertig, Ünej hat noch geschrieben. Bitte drückt mir für den 2. Oktober die Daumen, ich muss leider nochmal operiert werden. Mein Partner begleitet mich zum Glück, er ist in dem Krankenhaus, Anästhesiepfleger und steht auf der anderen Seite. Das finde ich ja toll. Ünej, also bis zum 2.10. habe ich dir auf jeden Fall geschrieben, das ist gar keine Frage.

00:40:55 Und wir drücken 2. Oktober. Wir drücken jetzt schon mal die Daumen. Ein bisschen hin bis da. Ich trage mir das mal in den Kalender ein. 2.10. Und dann zünden wir eine Kerze für dich an. Okay, ich trage mir das jetzt mal kurz hier nebenher in den Kalender ein. Und ich kann natürlich nachempfinden, die Aufregung und alles. Ach, du Arme.

00:41:19 Man schafft es immer und danach denkt man, oh mein Gott, ich habe es wieder geschafft und du wirst es schaffen und es wird gut werden. 2. Oktober, dauert kurz drei Stunden. Ich lese schon mal Soja-Chan vor. Liebe Hede-Rakete, ich hatte als ganz kleines Kind auch eine Augen-OP, an die ich mich allerdings nicht erinnere. Aber mir muss dann auch immer wieder ein Auge zugeklebt werden und ich erinnere mich dunkel, dass ich das sehr uncool fand.

00:41:46 Ja, das kann man mir vorstellen. Als Kind ist das natürlich auch blöd. Du, Liebe. Soja-Chan.

00:41:57 So, ich habe es eingetragen. Ja, es ist immer blöd an den Augen, finde ich. Also ich muss ehrlich sagen, diese Einschnittstelle hier an der einen Seite macht mir sehr große Probleme. Also mir tut das Auge permanent weh. Also ich hoffe, dass es jetzt dann abhält. Aber dann wird ja nochmal hier reingestochen, es sind drei Löcher. Es ist einfach unangenehm. Aber ich bin stolz, dass ich es immer wieder schaffe, so wie die anderen auch. Und da muss man einfach sagen, man macht es für sich. Also ich muss mir jetzt auch nochmal...

00:42:25 alle Kraft zusammen nehmen für die zweite. Können wir das schaffen? Wir schaffen das. Ja, wir schaffen das. Wolkenfuchs12, meine Meerschweinchen Bella und Rowan. Da sind sie unter dem Heizkörper. Unter dem Heizkörper? Ja. Und Meerschweinchen finde ich auch super goldig. Guck mal, hier.

00:42:49 Sehr, sehr goldig. Oh, ich liebe Meerschwein. Die sind echt noch süß. Die sind so goldig. Und sie schreibt noch gute Besserungen, alle denen es schlecht oder gerade nicht gut geht. Wolkenhund schreibt auch ganz viel Kraft für alle, die es brauchen. Danke, Wolkenhund. Hünay sagt, Beatles sind super. Mein Lieblingssong ist Yesterday.

00:43:13 Ja, weißt du, der hat damals Pormekartney geschrieben und dem Pormekartney ist dieser Song im Schlaf eingefallen. Er ist dann morgens aufgestanden und hat das alles aufgeschrieben. Mir geht das manchmal auch so, dass mir die tollsten Sachen im Schlaf einfallen. Deswegen ist es immer gut, man hat was zum Schreiben neben dem Bett liegen.

00:43:35 Minamea 1 schreibt, mein Sohn ist heute 25 geworden. Hey, Minamea, alles Gute. Ich hoffe, ihr habt schön gefeiert und habt ihn verwöhnt und reich geschenkt. Die Great Pumpkin schreibt noch, Metall und Klassik ähneln sich sowieso. Absolut. Die eine Band, wo auch Klassikelemente drin hat, die heißt die nochmal? Ja, da gibt es viele. Aber die...

00:44:02 Ja, Greta Van Vliet. Die haben auch Klassikelemente. Ja, das stimmt. Aber das ist kein Metal, das ist eher so Rockmusik. Greta Van Vliet, eine aktuelle Band. Die Mitglieder dieser Band könnten ja meine Söhne sein vom Alter. Das ist verrückt. Soja Chan schreibt, oh, Henry Purcell, Trumpet, Tune mag ich. Ja, das ist ganz toll. Das ist gar nicht so bekannt eigentlich bei vielen in Deutschland.

00:44:29 Aber der Henry Purcell, das ist ganz, ganz toll. Den finde ich ganz toll. Die Great Pumpkin mag auch sehr gern Klassik. Einfach reden. Hallo, liebe Bewohnerinnen und Bewohner der Märcheninsel. Das auf den Bildern war unser Kater Mr. Hinky, den wir auch liebevoll Fetty genannt haben.

00:44:52 Entschuldigung. Leider mussten wir ihn am 14. August gehen lassen. Entschuldigung, ich habe jetzt nur wegen dem Namen gelacht. Er ist wundervolle 21 Jahre alt geworden. Das ist biblisch. Schreibt ja auch ein wirklich biblisches Alter für einen Kater. Das erste Bild zeigt ihn in seinen besten Jahren und das zweite Bild an seinem letzten Tag. Nach einem entfüllten Leben war er leider in den letzten Jahren blind und von Arthrose geplagt.

Erinnerung an verstorbenen Kater

00:45:19

00:45:19 Wir sind traurig, aber freuen uns auch ungemein, dass ein so langes Leben haben durfte. Danke für eure Zeit an den Samstagabenden und dieses virtuelle Lagerfeuer, an dem wir uns alle versammeln dürfen. Einfach reden, ja, das hört mir jetzt richtig, dass dir das so gut hier gefällt. Und wir machen das so super gerne. Jetzt zeige ich mal noch deinen Hinky. Da ist er, der Hinky. Guck mal. Ach, er war ein Hübscher. Ja, das sieht toll aus.

00:45:47 Aber 21, wie alt wird die Traktor an? Ja, Maximum 21, 22. Da ist der Hinky als alter Kater. Der ist vielleicht schon reinkarniert. Ihr habt ihn gut besorgt, dass er so alt geworden ist. Ja. Aber ein sehr hübscher gewesen, wirklich. Jetzt lese ich wieder was vor. Später wird weiter getalkt und gechattet. Wir haben hier nämlich...

00:46:17 Ein Märchen. Ich hoffe, Schranickel schaut jetzt zu. Nein, da haben wir erst was anderes. Das zweite Märchen, Schneeflöckchen. Das ist das russische Märchen. Das hat sich mir gewünscht. Das war Ünay. Schneeflöckchen. Ich habe rausgesucht. Beziehungsweise der Fabian hat es rausgesucht. Ich habe gesagt, bitte, ich habe das nicht schriftlich. Und er hat es gefunden. Ein russisches Märchen, Schneeflöckchen.

Zweites Märchen: Schneeflöckchen

00:46:47

00:46:47 Es waren einmal ein alter Mann und seine Frau, die keine Kinder hatten. Eines Tages im Winter sagte die Frau, geh in den Garten und bring Schnee herein. So ging der Mann hinaus, sammelte den Schnee in einem großen Topf und brachte diesen herein. Die Frau formte daraus einen großen Schneeball und schob ihn in den Ofen.

00:47:13 Darauf legten sich die beiden alten Leute ins Bett, und als sie am nächsten Morgen aufstanden, hörten sie eine Stimme aus dem Ofen, die rief, »Oma, Oma, mach mir Pfannkuchen!« Die Frau lief zum Ofen, öffnete ihn, und herauskam ein kleines, schönes Mädchen.

00:47:35 Die Frau machte für das Mädchen einen Pfannkuchen und gab ihn der Kleinen zu essen, die daran große Freude hatte. Das Mädchen blieb schließlich bei den alten Leuten und bekam von ihnen den Namen Schneeflöckchen. Es wurde Frühling, es wurde Sommer und Mädchen kamen zum Haus, die Beeren im Wald sammeln wollten. Schneeflöckchen gingen mit ihnen, doch sie verliefen sich im Wald.

00:48:05 Sie liefen und liefen, bis sie an eine kleine Hütte kam, die auf zwei Hühnerbeinen stand und sich auf ihnen drehte. Schneeflöckchen sprach. Hütchen, Hütchen, stehe still, wie ich jetzt das gerne will. Dreh den Rücken zu dem Wald und die Türe zu mir bald.

00:48:28 Das Hütchen blieb stehen, als es mit dem Eingang zu den Mädchen zeigte, und sie gingen hinein. Dort jedoch saß die alte Hexe Baba Yaga, ihre Knorrenbeine zur Decke gestreckt hatte, und sagte, »Ich habe einen Geist gespürt. Jetzt ist er da.« Die Kinder sprachen, »Großmütterchen, gib uns was zu essen.«

00:48:55 Baba Yaga kratzte von ihren Armen Weizenkleie ab, gab sie in einen Topf, um den Kindern zu essen. Die Mädchen aßen, nahmen immer einen Löffel in den Mund und gaben einen in ihren Ärmel, nahmen den Nächsten in den Mund und den Übernächsten wieder in ihren Ärmel. Nur Schneeflöttchen aß die ganze Kleie.

00:49:21 Nach dem Essen kam Baba Yaga wieder zu ihnen und sprach, »Ihr habt noch Brei? Gebt ihn mir zurück!« Da schüttelten die Mädchen die Kleie aus ihren Ärmeln. Schneeflöckchen aber konnte ihr nichts geben. Baba Yaga ließ daraufhin die Mädchen frei. Schneeflöckchen jedoch zwang sie, bei sich zu bleiben.

00:49:46 Sie musste Baba Jagas Sohn hüten, während diese im Wald in der Nähe Beeren sammelte. Schneeflöckchen schaukelte den kleinen Jungen in der Wiege und sang, »Schlafe, schlaf ein, mein kleines Kindlein.« Die Hexe hörte den Gesang, lief zur Hütte und sprach, »Du sollst das nicht so singen.« »Sing, schlafe, schlaf ein, mein Grafen Söhnlein, das kannst du singen.«

00:50:15 Dann ging sie wieder und sammelte weiter Beeren. Schneeflöckchen aber war sehr traurig und weinte vor der Tür der Hütte. Ein Hahn kam vorbei und fragte sie, »Was weinst du so, du schönes Mädchen?« »Was soll ich nicht weinen? Baba Yaga will mich nicht nach Hause lassen.« Der Hahn sprach, »Steig auf mich hinauf und ich werde dich nach Hause bringen.«

00:50:43 Schneeflöckchen setzte sich auf den Hahn und gemeinsam flogen sie davon. Doch Baba Yaga merkte es sofort, stieg in ihren fliegenden Bottich und flog ihnen nach. Mit ihrem Besen jedoch verwischte sie ihre Spuren. Sie holte Schneeflöckchen ein und holte es wieder zu sich zurück.

00:51:07 Darauf ging sie wieder neben der Hütte zum Bärenpflücken, während Schneeflöckchen weiter ihren Sohn hüten musste. Sie schaukelte ihn in seiner Wiege und sang, »Schlafe, schlaf ein, mein Kleinkindlein.« Die Hexe hörte wieder den Gesang, lief zur Hütte und sprach, »Du sollst das nicht so singen.« »Sing, schlafe, schlaf ein, mein Grafen Söhnlein, das kannst du singen.«

00:51:36 Dann ging sie wieder und sammelte weiter Beeren. Tottraurig ging Schneeflöckchen wieder vor die Tür der Hütte und fing wieder an zu weinen. Ein Ochse kam vorbei und fragte, »Was weinst du so, du schönes Mädchen?« »Was soll ich nicht weinen? Baba Yaga will mich nicht nach Hause lassen.« Der Ochse sprach, »Steig auf mich hinauf und ich werde dich nach Hause bringen.«

00:52:06 der ochse lief so schnell er konnte in den wald hinein doch baba jaga bemerkte wieder ihre flucht und flog den beiden hinterher wieder holte sie sie mit ihren schnellen zauberottig ein und versuchte schneeflöckchen vom rücken des ochsen zu ziehen

00:52:25 Doch da wechselte der Ochse die Richtung, sodass er ihr sein Hinterteil zuwandte und bedeckte sie mit seinem Kot, sodass sie so sehr stank, dass sie sofort zum Fluss musste, um sich wieder zu waschen. Der Ochse aber lief weiter, bis er beim Haus von Schneeflöckchens Großvater und Großmutter angekommen war. Die Großeltern schlossen sie die Arme und weinten vor Freude, da sie sich um sie bereits große Sorgen gemacht hatten.

00:52:54 Schneeflöckchen aber wollte gleich einen Pfannkuchen essen und der brave Ochse bekam so viel Heu, wie er nur fressen konnte, bevor er zu seiner Herde zurückkehrte. Schneeflöckchen und seine Großeltern jedoch lebten ab dieser Zeit glücklich und zufrieden in Wohlstand. Und das war ein Wintermärchen von dem Dichter Barabla.

Märchenauswahl und Wähler

00:53:22

00:53:22 Wahl Enkel Fabian, ich habe eine kleine Mission für dich. Hier ist Stromsparmodus aufgeleuchtet. Das geht gar nicht. Jetzt habe ich schon Angst gehabt, ich kann das Märchen nicht zu Ende lesen, aber so schnell geht dann der Akku doch nicht zur Neige. Ein Wassermarsch von Regina Stumpf kam noch rein. Das ist eine gute Idee. Cheers.

00:53:48 Und jetzt kommt wieder eine Fragerunde, das mache ich aber kein Tablet vollerweise, aber die Rakete kann mal vielleicht was... Vielleicht kann ich den schicken und ich gucke mal bei YouTube, während du den anschauen. Soja-Chan sagt lecker, Armkleie. Habe ich auch gedacht, Soja-Chan beim Vorlesen. Das muss ja ein ganz besonderer Genuss sein. Armkleie.

00:54:14 Und was haben wir denn da noch? Minamea, auch dir alles Gute, Blauauge. Jetzt muss ich ein bisschen weiter zurückgehen, ich weiß nämlich gar nicht, weil ich habe normalerweise nicht die Ach, jede Rakete, sagt Minamea, das tut mir sehr leid, wegen deinem Auge. Und Soja-Chan sagt auch, ich konnte noch nie dreidimensional sehen, weil ich auch schiele. Dreidimensional ist auch immer dann sogar schwierig, wenn man eine Brille auf der Nase hat.

00:54:42 Ich kenne das noch vom Volleyballspiel. Wenn ich in der Mitte stand, dann ging nichts mehr weiter. Das war grau und hohl. Also Volleyball, damit kann man mich jagen.

00:54:52 Und Mina mehr. Ja, man kann mit abgeklebtem Auge ja auch nicht dreidimensional sehen. Das stimmt. Ja, also ich kann auch nicht dreidimensional mit ohne abgeklebten Auge sehen. Blauauge. Guten Abend. Ich freue mich wieder dabei zu sein. Ich bin immer noch nicht fit. Ich lege mich auch gleich wieder hin und höre euch zu. Wichtig ist mir nur, dass ich überhaupt dabei sein kann. Also euch allen einen wunderschönen Abend.

00:55:18 Wünschen wir dir auch Blauarge. Laut Herr Sandberg sagt, hübscher Hut. Köln von A nach B. CQ78 schreibt, Beatles kann man immer hören. Ja.

00:55:33 Kann man immer hören. Aber ich lese jetzt auch mal den anderen Chat wieder. Wahlenkel Fabian, vielleicht können wir das Tablet hier. Krei 850 Schrank. Hallihallo, ich habe jetzt schon länger nicht mehr reingeschaut. Heute streamen ohne Oma. Ja, auch dir die Information, die Marmeladenoma weilt nicht mehr hier auf der Erde. Sie ist in anderen Räumen am März.

00:56:02 Im März ist sie verstorben, unsere liebe Marmeladenoma. Und da wir immer mal wieder dabei waren bei den Streams und die Marmeladenoma sich das gewünscht hat, machen wir die Märcheninsel weiter. Zu viert. Wir waren zwar immer schon dabei, aber meistens hinter den Kulissen. Und ab und zu haben wir dann auch mal was vorgelesen. Oder ein Video. Videos, ganz, ganz viele. Ünay, ich habe einen breit gefächerten Musikgeschmack. 80er, 90er.

00:56:31 Manchmal darf es auch Metal sein. Nightwish, falls die Band jemand kennt. Natürlich kenne ich Nightwish. Die erste Sängerin, die bis 2005 dabei war, hat eine klassische Opergesangsausbildung. Das ist dann absolut beeindruckend. Gemischt mit den Melodik-Metal-Glängen. Die Songs erzählen alle eine Geschichte und das gefällt mir.

00:56:52 Ja, Neutrisch ist bekannt. Ich habe ja als Schüler und als Student immer Schallplatten auf dem Flohmarkt verkauft. Ich habe die immer eingekauft, diese Schallplatten, und dann zu einem erhöhten Preis natürlich weiterverkauft. Und ich habe ganze Sammlungen damals eingekauft und bin von A nach B gefahren und war auf vielen Flohmärkten in Karlsruhe, in Darmstadt, Baden-Baden und so weiter und habe mir das Geld zusammengespart, um dann später...

00:57:21 Ein Abbruchhaus zu kaufen. Da wohnen wir jetzt in diesem Abbruchhaus. Aber das ist mittlerweile top saniert.

00:57:50 große Angst davor. Kann ich schon verstehen. Das kann ich verstehen. Aber auf der anderen Seite, wenn sie den Kontakt zu dir will, dann sind immer schon mal positive Gefühle da. Positive Vibes, sie will sich also mit dir treffen und die Mama kennenlernen. Das ist doch eine tolle Sache. Ganz spannend. Ich finde das toll. Wir denken an dich und wir schicken dir dann ganz viel positive Energie.

00:58:15 Und ich kann gut verstehen, dass man aufgeregt ist. Hab den Mut und freu dich, Mensch, auf dein Kind. Das ist doch so schön. Wir sind gespannt. Wir drücken die Daumen. Soja-Chan, Nachbarkater Felix, ich finde dein Gesichtsausdruck großartig.

00:58:34 Ja, man weiß manchmal nicht, was geht in diesen geheimnisvollen Tieren vor. Wir haben ja auch immer mal wieder eine Katze hier, eigentlich jeden Tag, die Nachbarskatze von irgendwo hier in diesem Stadtteil von Ettlingen. Und die legt sich manchmal zu uns hin und lässt sich streicheln, bekommt auch mal was zu futtern und wälzt sich im Garten oder im Wohnzimmer. Und das ist...

00:59:01 Eine schöne Sache. Unsere Adoptivkatze sozusagen. Janik, was ist denn dein Lieblingstier? Mein Lieblingstier würde ich auch sagen, die Katze. Fabi? Die Schnecke. Die Schnecke der Woche war übrigens heute noch nicht da. Ja, die Schnecke der Woche und das Pferd der Woche fehlt auch irgendwie. Hederakete, was ist denn dein Lieblingstier? Also ich hätte gerne einen Hund und wenn ich mir einen aussuchen könnte, hätte ich gerne einen Mops.

00:59:31 Ja, das ist schön. Ich hätte ja gerne, wenn es ginge, einen Elefanten. Aber das ist schwierig. Also hier in Ettlingen mit dem Elefanten Gassi zu gehen, das würde nicht unbedingt auf Gegenliebe stoßen, zumal uns das Gelände dazu fehlt. Er passt auch nicht in den Keller. Nein, aber wir haben einen schönen Wald, aber da ist im Winter wahrscheinlich zu kalt.

00:59:57 Deswegen kein Elefant, nicht in diesem Leben. Ihr könnt ja mal eure Lieblingstiere in den Chat schreiben. Da können wir mal gucken, wer welches Tier hat. Ja, ich glaube, da kommen ganz, ganz viele Katzen. Great Pumpkin schreibt, ich mag alle Tiere, aber ich liebe Ratten, Hunde und Katzen am meisten. Okay.

01:00:17 Also alle Tiere mag ich nicht. Ich hatte mal Amöbenruhe und das ist ein Tierchen, die Amöbe, die ich nicht so fossierlich finde. Habe ich mir in Indien eingefangen damals. Mina mehr einschreibt, wir haben drei liebe Karte.

01:00:37 Ah, das war für den Mann. Das ist schön. Ja, ja, ja. Ah, das habe ich gerne in den Kopf. Ich habe Schneeflöckchen übrigens schon gekannt. Ich habe nur den Titel vergessen. Ein schönes Märchen, finde ich. Schneeflöckchen.

01:00:59 Ja, und die Hidra-Käte können vielleicht noch was vor. Ali von Enten. Ali von Enten, das ist der neue Name. Ali von Enten, wegen Erdmännchen. Ali von Enten mag Erdmännchen und Kappabaras. Kappabaras. Kappibaras. Kennt ihr das? Was? Das sind diese kleinen, oder klein sind die nicht, diese...

01:01:29 Wasserschweine. Wasserschwein. Wir kennen jemanden, der hat ein Hausschwein. Das stimmt wirklich. Der hat ein Hausschwein zu Hause. Aber es sieht etwas süßer aus. Zeig mal ein Foto, dann können wir es gleich reinheben. Reinheben, das ist der Dialekt. Reinhalten heißt das. Es gucken hier auch Nord- und Ostdeutsche zu. Österreicher, Schweizer. So sieht es aus. Die sind gold. Die sehen ja...

01:01:58 Und Anna B. Halte es mal bitte in die Kamera. Da kann man das sehen. Die sehen wirklich gut aus. Die sehen aus wie Riesenmeerschweinchen, finde ich. Die finde ich ja wirklich goldig. Ja, die sind echt süß. Ich habe nur den Namen nicht gekannt. Ich zeige es nochmal. So sieht es aus. Guckt nochmal hier.

01:02:22 Wie gibt es auch hier mit dem Affen oben drauf? Mit dem Affen oben drauf? Das ist sehr gemütlich. Das ist doch was für uns. Ein Wassermarsch von Fantasy Girl. Das mache ich gerne, Fantasy Girl.

01:02:38 Ich sehe es nicht, wenn du den Ellenbogen hier rüber streckst. Mina Mehr schreibt, das mit den Amöben klingt gar nicht gut. Das stimmt auffallend. Wir haben uns das damals eingefangen in Indien. Wir waren zu dritt.

01:02:55 Da haben wir Zuckerrohrsaft getrunken von einem Straßenstand und das hatte einen durchschlagenden Erfolg. Und ich habe damals tatsächlich knapp zehn Kilo abgenommen auf der Reise. Wir waren dann noch bei einem Arzt in Indien, der hat das dann diagnostiziert und hat uns dann auch gute Medizin verschrieben.

01:03:15 Ja, so mit der Hygiene haben es viele Inder leider nicht. Das ist eine Bildungssache. Das wird in der Schule leider nicht vermittelt. EVE-Nutell-Paradox mag Hühner. Wolkenhuhn mag alles mit Schnabel. Deswegen auch der Hund zu Hause. Regina Schlumpf findet Queer ganz toll. Das mit Amymro haben wir schon.

01:03:43 Also Hunde mag ich auch zum Beispiel. Die Great Pumpkin mag Wasserschweine. Das sind beliebte Tiere, wie mir scheint.

01:03:53 Der Janik, der hängt in den Zeilen. Er hängt nur noch so im Kopf. Er ist total fertig von seiner Berlin-Reise. Wie lang wart ihr jeden Tag unterwegs? Ich habe es vorhin schon gesagt, glaube ich, von 27 bis 21 oder so was. Okay, und dann ging es noch zurück in die Unterkunft, die da war. Der Landesvertretung von Baden-Württemberg in Berlin.

01:04:18 Und die Matratze war zu hart, habe ich mir sagen lassen. Echt? Okay. War es aber insgesamt gut? Es war super insgesamt, aber ich bin einfach erschöpft. Er kann ja morgen ausschließen. Ja, dann machen wir mal weiter hier. Einfachreden fragt, könnt ihr für die Weihnachtszeit eventuell mal das Gedicht von der Weihnachtsmaus von James Criss

01:04:46 Vormerken, das wäre ganz... Weihnachtsmaus. Allee von Enten, Märchschweinchen finde ich auch süß. Gut, habe ich notiert, ein paar Reden. Ich könnte die stundenlang beobachten. Ja. So, jetzt machen wir mal eine...

01:05:07 Keine Fragerunde, sondern es kommt das nächste Märchen. Und ich hoffe, Scharnickel ist wieder da vom Restaurant. Es kommt nämlich ein Märchen für dich. Und zwar der Fischer und seine Frug, gelesen von der lieben Marmeladenoma. Wäre super, Scharnickel, wenn du jetzt dabei wirst. Und der Fabian startet das eine oder andere. Nein, das macht der Janik. Fabian steckt das Alltag ein und Janik startet das Märchen. Jetzt kommt die Marmeladenoma.

01:05:37 Willkommen auf der Märcheninsel bei eurer Marmeladenoma und Enkel Janik. Ich lese euch ein Märchen vor.

Drittes Märchen: Der Fischer und seine Frau

01:05:45

01:05:45 Vom Fischer und seiner Frau.

01:06:14 Der Butt sagte zu ihm, ich bitte dich, lass mich leben, ich bin kein richtiger Butt, ich bin ein verzauberter Prinz, setz mich wieder in das Wasser und lass mich schwimmen. Da erwiderte der Mann, du brauchst nicht so viele Worte zu machen, einen Butt, der sprechen kann, werde ich doch wohl schwimmen lassen. Und er setzte ihn wieder in das klare Wasser. Da schoss der Butt auf den Grund und ließ einen langen Streifen Blut hinter sich. Nun stand der Butt.

01:06:43 Fischer auf und ging zu seiner Frau in die kleine Hütte. Mann, sagte die Frau, hast du heute nichts gefangen? Nein, sagte der Mann, ich fing nur einen Butt, der sagte, er sei ein verzauberter Prinz und da habe ich ihn wieder schwimmen lassen. Hast du dir denn nichts gewünscht? fragte die Frau. Nein, was soll ich mir denn wünschen? Ach, das ist doch zu schrecklich, stöhnte die Frau.

01:07:07 immer hier in dem Hütchen zu wohnen, wo es stinkt und so ewig ist. Du hättest uns doch ein kleines Häuschen wünschen können. Geh noch einmal ans Ufer und ruf den Butt. Sag ihm, wir wollten ein kleines Häuschen haben. Der Mann war das nicht recht. Doch er ging noch einmal an die See. Als er dort ankam, war die See ganz grün und gelb und gar nicht mehr so klar. Der Filler trat dicht an das Wasser und sagte,

01:07:33 Da kam der Butt angeschwommen und sagte, na, was will sie denn? Ach, sagte der Mann, ich hatte dich doch gefangen. Nun sagt meine Frau, ich hätte mir doch etwas wünschen sollen. Sie mag nicht mehr in der Fischerhütte wohnen, sie will ein kleines Häuschen haben. Geh nacheim, sagte der Butt, sie sitzt schon drinnen.

01:08:02 Da ging der Mann hin, aber seine Frau war nicht mehr in der Hütte. An der gleichen Stelle stand jetzt ein kleines Häuschen und die Fischersfrau saß vor der Tür auf einer Bank.

01:08:12 Sie nahm ihren Mann bei der Hand und sagte zu ihm, komm nur herein, sieh, das ist doch viel besser. Sie gingen hinein, in dem Häuschen waren ein kleiner Vorplatz und eine kleine Stube und eine Kammer, in der die Betten standen und eine Küche mit einer Speisekammer. Alles war aufs Beste mit Hausrat versehen und aufs Schönste eingerichtet. Zinnzeug und Messing und was eben alles dazu gehört. Dahinter waren ein kleiner Hof mit Hühnern.

01:08:39 und Enten und ein kleiner Garten mit Obst und Gemüse. Ach, sagte der Mann, hier wollen wir vergnügt leben. Das wollen wir uns bedenken, sagte die Frau. So ging es nun acht oder vierzehn Tage, da sagte die Frau, Mann, das Häuschen wird mir zu eng, der Hof und der Garten sind zu klein, ich will in einem großen steinernen Schloss wohnen. Geh hin zum Budd, er soll uns einem Schloss verhelfen.

01:09:07 Ach Frau, sagte der Fischer, der Butt hat uns erst als Häuschen geschenkt. Ich mag nun nicht schon wieder kommen. Es könnte den Butt verdrießen. Der Butt kann das recht gut, sagte die Frau und tut es auch. Geh du nur hin.

01:09:24 Der Mann ging hin, obwohl ihm sein Herz sehr schwer war. Als er aber an die See kam, war das Wasser ganz violett und dunkelblau und grau, doch es war noch still. Da stellte er sich hin und sagte,

01:09:49 Ach, meine Frau will in einem steinernen Schloss wohnen, sagte der Mann ganz betrügt. Geh nur hin, sie steht vor der Tür, sagte der Butt. Da ging der Mann hin und seine Frau stand vor einem großen Palast. Sieh, mein Riesli, ist das nicht schön? Dann gingen sie zusammen hinein. Da waren viele Diener, die Wände waren mit blanken Marmorthafeln belegt und in den Zimmern standen goldene Stühle und Gatter. Drinnen waren Hirsche.

01:10:16 Rehe und Hasen und auf dem Hof waren Kuh- und Pferdeställe.

01:10:21 Ach, sagte der Mann, nun wollen wir in einem schönen Schloss bleiben und zufrieden sein. Das wollen wir uns bedenken und beschlafen, sagte die Frau. Damit gingen sie zu Bett. Am anderen Morgen, als die Frau aufwachte, war es bereits heller Tag. Sie stieß ihren Mann mit dem Ellenbogen in die Seite und sagte, Mann, steh auf, wir wollen König und Königin werden und über das ganze Land regieren. Ach, Frau, sagte der Mann, wozu soll ich König werden?

01:10:50 Ich mag nicht König sein. Na dann, will ich König sein, sagte die Frau. Aber nein, Frau, wie kannst du denn König sein wollen, sagte der Mann. Der Butt wird das nicht tun. Mann, sagte die Frau, geh straks zum Butt, ich muss König sein. Da ging der Mann und war ganz betrübt, dass seine Frau König werden wollte.

01:11:14 Und als er an die See kam, war sie ganz schwarz-grau und das Wasser gewoll von unten herauf und stank ganz faul. Da stellte er sich hin und sagte, Manche, manche, Timpe, Tee, Butje, Butje, in die See, meine Frode, Ilsebill, will nicht so, als ich wohl will. Na, was will sie denn? fragte der Butt. Ach, sagte der Mann, meine Frau will König werden. Geh nur hin, sie ist es schon, sagte der Butt.

01:11:42 Da ging der Mann zurück und als er in den Palast kam, sah er dort so viele Soldaten mit Pauken und Trompeten und seine Frau saß auf einem hohen Thron von Gold und Diamanten und hatte eine goldene Krone auf dem Kopf. Zu ihren beiden Seiten standen sechs Jungfern, eine immer einen Kopf kleiner als die andere. Ach, sagte der Mann, bist du nun König? Ja, sagte sie, ich bin nun König.

01:12:09 Wie der Fischer seine Frau eine Weile angesehen hatte, meinte er, ach Frau, wie ist das schön, dass du nun König bist. Nun wollen wir uns auch nichts mehr wünschen. Nein, Mann, sagte sie, mir wird die Zeit jetzt schon zu lang. Ich kann das nicht mehr aushalten. König bin ich. Nun möchte ich auch noch Kaiser werden. Ach Frau, sagte der Mann, wozu willst du Kaiser werden? Mann, sagte sie, geht zum Boot.

01:12:38 Ich will Kaiser sein. Ach Frau, einen Kaiser kann er nicht machen. Ich mag dem Butt das nicht sagen. Und er versuchte, seine Frau von ihren Wünschen abzubringen. Doch die Frau befahl ihm, ich bin der König und du bist mein Mann. Geh gleich hin zum Butt. Da ging der Mann weg und als er unterwegs war, dachte er, das geht gewiss nicht gut. Kaiser werden sie wollen, ist zu unverschämt. Der Butt wird am Ende zornig sein.

01:13:08 und mich nicht mal anhören. So gelangte er an die See. Das Wasser war ganz schwarz und dick und begann von unten heraus zu schäumen und ein Wirbelwind strich über die ganze See. Da stellte sich der Fischer an das Wasser und sagte, Manche, manche, Timbe, Tee, Butje, Butje in die See, meine Frude, Ilse will, will nicht so, als ich wohl will. Na, was will sie denn? fragte der Butt. Ach, sagte der Mann.

01:13:36 Meine Frau will Kaiser werden. Geh nur hin, sagte der Butt. Sie ist es schon. Da ging der Mann hin und als er ankam, saß seine Frau auf einem noch höheren Thron, der aus einem einzigen Stück Gold war und hatte eine noch größere Krone auf dem Kopf. Die war wohl zwei Ellen hoch. Zu ihren Füßen standen die Trabanten, einer immer kleiner als der andere.

01:14:01 Von den allergrößten Riesen bis zu dem kleinsten Zwerg, der war gerade so groß wie mein kleiner Finger. Davor standen viele Fürsten und Grafen. Da ging der Mann hin, stellte sich zwischen sie und sagte zu seiner Frau, bist du nun Kaiser? Ja, sagte sie, ich bin jetzt Kaiser. Ach, sagte der Mann, wie ist das schön, dass du jetzt Kaiser bist. Mann, rief sie ihm zu, was stehst du so da?

01:14:29 Ich bin zwar Kaiser, nun will ich aber Papst werden. Aber Frau, wieder der Mann, wie kannst du Papst werden wollen? Einen Papst gibt es doch in der Christenheit nur einmal. Ich muss aber noch heute Papst werden. Nein Frau, zum Papst kann dich der Butt nicht machen. Das geht nicht gut, gab er zur Antwort. Doch die Frau ließ sich nicht abbringen. Mann, was ist das für ein Geschwätz, wenn der Butt mich zum Kaiser machen kann?

01:14:58 kann er mich auch zum Papst machen. Geh sofort zu ihm. Da gehorchte der Mann, obwohl ihm ganz bang zur Mode war und ihm die Knie und Waden schlotterten. Ein heftiger Wind strich über das ganze Land und die Wolken flogen. Es wurde ganz düster, als ob es schon Nacht werden wollte. Die Blätter weden von den Bäumen und das Wasser peitschte hoch und brauste, als ob es kochte. In der Mitte war ein Himmel, noch ein bisschen blau.

01:15:26 Doch an den Seiten zog es rot und wie ein schweres Gewitter. Ganz verzagt trat er an das Ufer und sagte, Manche, manche, Timpete, Butche, Butche in der See, meine frohe, die Ilsebille, will nicht so, als ich wohl will. Na, was will sie denn? fragte der Butt. Ach, sagte der Mann, meine Frau will, will Papst werden.

01:15:54 Geh nur hin, sagte der Butt, sie ist es schon. Da ging der Mann heim und als er ankam, saß seine Frau auf einem Thron, der war zwei Meilen hoch und auf ihrem Kopf trug sie drei goldene Kronen. Um sie herum war der ganze geistliche Staat versammelt und zu ihren beiden Seiten standen zwei Reihenkerzen. Die größte, so groß und dick wie der allerhöchste Turm, die kleinste wie ein billiges Küchenlicht.

01:16:21 Frau, sagte man und saß hier recht bewundert an. Nun bist du Papst. Ja, ich bin nun Papst, sagte sie. Ach Frau, wie gut ihr das steht, sagte man. Sei nun aber auch zufrieden, denn jetzt kannst du nichts mehr werden.

01:16:38 Das will ich mir bedenken, sagte sie. Damit legten sie sich beide schlafen. Doch die Frau war nicht zufrieden. Die Gier ließ ihr keine Ruhe. Sie dachte immer darüber nach, was sie noch werden könnte. Schließlich ging die Sonne wieder auf und als die Frau die Sonne am Himmel sah, dachte sie, kann ich nicht auch die Sonne aufgehen lassen? Sie stieß ihren Mann an, wägte ihn aus tiefem Schlaf und verlangte von ihm, Mann, steh auf!

Geschichte der Marmeladenoma

01:17:07

01:17:07 und geh zum Boot. Ich will so mächtig wie der liebe Gott werden." Der Mann war noch ganz verschlafen, doch er erschrak so, dass er aus dem Bette fiel.

01:17:18 Ach Frau, geh in dich und bleibe Papst. Nein, sagte die Frau, ich habe keine Ruhe, ich kann das nicht aushalten, die Sonne und den Mond aufgehen zu sehen, ohne es selbst zu machen. Ich muss werden wie der liebe Gott. Ach Frau, sagte der Mann, das kann der Butt nicht. Kaiser und Papst konnte er machen, aber das kann er nicht. Mann, sagte sie und sah ganz böse aus, ich will aber werden wie der liebe Gott.

01:17:47 Geh gleich hin zum Boot! Da fuhren angstenschreckend den Mann durch die Glieder, dass er am ganzen Körper zitterte. Draußen brauste ein Sturm, dass der Fischer kaum auf seinen Beinen stehen konnte. Bäume wurden entwürzelt und Felsbrocken stürzten mit mächtigen Donnern im Tal und in die See. Pechschwarz war der Himmel und hohe Bogen mit weißen Schaumkronen schlugen gegen das Land. Ganz verzagt, rief der Fischer.

01:18:15 Manche, manche, Timbete, Butche, Butche in der See, meine frohe Ilsebille, will nicht so, als ich wohl will. Na, was will sie denn? fragte der Butt. Ach, sagte der Mann, meine Frau will werden. Wie, wie der liebe Gott? Geh nur hin, sagte der Butt, sie sitzt schon wieder in der Fischerhütte.

01:18:41 Und da sitzt sie noch bis zum heutigen Tag. Das war sehr lehrreich. So, das war's für heute. Wir sagen euch Ade, eure Marmeladenoma und Janik.

01:18:59 Ja, das war sie, die liebe Marmeladenoma. Unvergessen. Für Scharnickel hat sie es vorgelesen. Scharnickel, ich weiß nicht, ob du das gesehen hast. Will nicht anschließend anschauen. Ja, jetzt kommt wieder eine Fragerunde. Und wir schauen mal, was für Fragen gestellt werden. Ah, da ist ja mein Tablet. Lima, in der Zwischenzeit haben wir es ein bisschen aufgeladen.

01:19:25 Slow mode is enabled. Ja, da schreibt gar niemand was momentan. Ich habe da nichts auf dem Tablet.

01:19:34 Also, ah doch, da kommt was, Entschuldigung. Nee, es hat doch gedauert. Heute war eine liebe Freundin zu Besuch. Wir wollten eigentlich den Herbst einläuten, Kürbissuppe kochen und einen Herbstfilm, in dem Fall Twilight von 2008, schauen und noch ein bisschen darüber lachen. Die Beziehungsdynamiken und was als romantisch angesehen wurde, ist aus heutiger Sicht sehr interessant und zum Schwunzeln. Wir waren damals Teenager, als der Film im Kino lief.

01:20:02 Den Herbst haben wir dann mit Kürbissuppe bei muckeligen 24 Grad eingeläutet. Ja, der Herbst war schon frischer tatsächlich, das stimmt in der Tat. Also ich muss auch sagen, ich freue mich, wenn es nicht ganz so frisch ist, weil ich immer sehr schnell friere. Das stimmt. Und ich bin da sehr glücklich drüber. Sehr.

01:20:20 Und der Film Twilight von 2008, hast du ihn angeguckt? Nein, ich kenne den Film leider nicht. Janik auch nicht, der war damals sieben. Und der Fabian war auch sieben. Aber ich habe ihn auch nicht geschaut. Und ich habe auch nicht geguckt, weil Janik noch klein war und wir dann keine Zeit hatten, weil wir ja dann Janik zum Judo fahren durften und lernen.

01:20:43 Französisch kam erst später, Janik, glaube ich. Dein Lieblingsfach. Nee, nee, in der Grundschule war schon Französisch. Ach stimmt, ja. Wir haben in der Grundschule hier in Baden als erste Fremdsprache Französisch. Und in Württemberg ist es Englisch. Wobei wir dann mehr Kuchen gegessen haben. Ihr habt mehr Kuchen gegessen. Jetzt kommt raus. Janik hat ja noch das Rezept, eine Kopie vom Rezept mitgebracht von diesem französischen Kuchen.

01:21:10 Wann backt man den, Janik? Ah, da wo das Pen-Stück drin ist. Ja, ja, ja. Verweiß mal den Puchen nochmal.

01:21:17 Zu irgendeinem besonderen Feiertag, oder? Und wer das Centstück findet, der kriegt dann so eine Krone oder so. Ich weiß gar nicht mehr, wisst ihr, wie so ein Kuchen heißt? Und das haben wir in der Kronenschule, haben sie ein Centstück versteckt, das ist doch gefährlich. Nein, das war ja nur ein Beispiel. Ach so. Da war kein Centstück drin. War tatsächlich drin. Was? Echt? Du, lieber. Da können Unglücke passieren.

01:21:44 Ja, oder ein 100 Euro Schein. Das schmeckt aber. Hier die Rakete. Was gibt's denn Neues? Irgendein Jam. Also, ich kenne Korkanlach. Ich helfe mal weiter. Ali von Enten schreibt, dachte immer, das ist in England so zu Weihnachten im Pudding.

01:22:12 Das habe ich auch so in Erinnerung an die von Enten. In der Tat. Irgendjemand hatte noch Wassermarsch eingelöst. Ja, genau. Regina Schlumpf hat noch Wassermarsch eingelöst. Wir trinken auf die Mächelinsel.

01:22:33 Aber ich muss sagen, mit dem Sennstück ist es natürlich etwas gefährlich. Aber ich mag eigentlich so Rituale, die man so hat, dass man dann ein Sennstück zum Beispiel im Kuchen versteckt und wer es findet, kriegt dann die Krone. Oder so wie es Ostereier suchen. Also ich finde einfach so Rituale immer ganz schön. Ein Blick auf die Uhr fällt mir auf, ist es schon 21.22 Uhr, aber ich habe ja noch einiges stehen, deswegen würde ich vorschlagen.

01:23:01 Die Fragerunde, die verschiebt mir jetzt nochmal auf die nächste Sache, denn jetzt dürft ihr was auswählen. Jetzt kommt wieder die Möglichkeit, ein Märchen auszuwählen. Ihr Stück habe ich mal aufgeschrieben und der Janik darf das gleich mal reintexten. Das erste Märchen, das ich vorschlage, heißt Das blaue Licht. Ein Märchen der Brüder Grimm.

01:23:25 Das zweite Märchen heißt, Jörg, wenn ich zu schnell bin, sag mir es bitte. Der Schmied im Mond, also ein eher unbekanntes Märchen, nicht von den Brüdern Grimm. Und dann gibt es noch Der Geist im Glas, wiederum ein Märchen der Brüder Grimm.

01:23:44 Und dann gibt es noch ein dömisches Märchen, das heißt Die Waldfrau. Jetzt bin ich mal gespannt, welches Märchen ihr auswählt. Von diesen vier Märchen kenne ich nur eines, nämlich das blaue Licht. Wer gewinnt? Ich bin gespannt. Die meisten haben momentan für das blaue Licht gewartet. Tatsächlich, okay. Ja, Baracka.

01:24:14 Janik, Fabian macht sie schon startklar. Nicht? Nein? Die Waldfrau hat 44 Prozent. Was, die Waldfrau? Darf ich dir mal den Handschmeichler geben? Es gibt keine Panik hier. Okay, interessant. Es bleibt spannend bis zur letzten Stunde.

01:24:34 die waldfrau hat die waldfrau gemacht noch nicht noch nicht mehr führten momentan die waldfrau danach kommt der schmied im mond jetzt

01:24:57 Genau, der Schmied im Mond hat gewonnen. Der Schmied im Mond, das ist ein Märchen aus dem Buch Mondmärchen. Warte mal, da haben wir jetzt auch was anderes markiert. Ja, da hat aber der Fabian jetzt irgendwie... Seite 133, kann das sein? Der Schmied im Mond versteckt sich noch. Ah ja. Da haben wir's. Very nice.

01:25:24 Jetzt halte ich das Buch mal hier in die Kamera. Falls es euch interessiert, könnt ihr mal schauen. Märchen vom Mond. So, da bin ich jetzt mal gespannt. Also ich muss dazu sagen, ich kenne das Märchen auch nicht. Der Schmied im Mond.

01:25:48 Viele glauben, wenn sie an einem stillen Abend in den Mond ziehen, erblicken sie dort den Mann im Mond. Er steht dort, gebückt, mit einem Reisigbündel auf dem Rücken, so genau kann man das nicht erkennen, und schaut ungewandt und still auf die Erde. Das ist aber nicht wahr. Der Mann im Mond ist ein Schmied, erzählt man sich im Ruppinschen. Dort nämlich wohnen viele schlaue Leute.

01:26:16 Und die müssen das denn wohl wissen. Es war einmal ein Schuhmacher, so wird erzählt, der bekam an einem Montag von seiner Frau Geld, um Leder einzukaufen. Wie er nun so loszog, kam er am Wirtshaus vorbei. Darin sah er seine Kollegen, und die ließen ihn nicht aus, er musste hineinkommen. Zu der Zeit arbeiteten die Schuster montags nicht, da traf man sie im Wirtshaus.

01:26:47 Unser Schuhmacher blieb jedenfalls sitzen und als er am Abend natürlich ohne Leder und ohne Geld, denn dass er, der im Wirtshaus verprasst, nach Hause kam, da war die Frau sehr böse und schimpfte tüchtig mit ihm. Den anderen Tag schickte es ihn wieder mit Geld aus, dass er Leder kaufe, denn die Schuhe, die in der Werkstatt herumlagen, mussten ja besohlt werden.

01:27:13 Auf seinem Wege kam er wieder an der Schälfte vorbei und dachte, vorbeigehen kann ich ja wohl am Wirtshaus, aber hineingehen werde ich diesmal nicht. Aber da saß der dicke Böttcher auf der Fensterbank und plierte auf die Straße.

01:27:33 Da saß der Wolf und gestern noch oder schon wieder und stichelte nun mit dem Schuster, bis der alle guten Vorsätze vergaß und doch hineinging. Es kam genau wie am Montag. Am Abend hat er wieder sein ganzes Geld vertrunken und musste sich zu Hause bitterböse Reden anhören. Und das konnte ja auch nicht anders sein.

01:28:00 Aber als am nächsten Tag die Frau ihm noch einmal Geld gab und es ihm wieder so ging, wie man so sagt, dauert seine Schuster-Tour wohl eben drei Tage, da wollte er nicht wieder nach Hause gehen, das traut er sich nicht. Von dem vielen Bier und Brandwein war ihm ganz elend und er war sich richtig selber leid. So ging er in den Wald und wollte sich erhängen.

01:28:29 Als er nun so an einem Baume stand und in seinem Schustermesser den Bast abschälte, um daraus einen Strick zu drehen, kam ein fein gekleideter Herr gegangen, der fragte ihn, was er da mache. Unlustig mit sich und der Welt und nun doch von einem Freunden angesprochen und in seinem Vorhaben gestürzt, sagte der Schuster unwirsch, »Ich will einen Strick drehen und mit ihm alle Teufel in der Hölle zusammenbinden.«

01:29:00 Da bekam der Fremde, denn er war der Oberste, der Teufel, einen Schreck und sagte, soll er nur bleiben lassen. Er wolle ihm auch so viel Geld geben, wie in einen Schaftstiefel hineinginge. Da war der Schuhmacher zufrieden, dachte, das will ich denn vorerst noch mal versuchen und er ging nach Hause.

01:29:23 Dort ließ er seine Frau erst gar nicht zu Wort kommen, machte für sie und sich eine Hacke und sagte, sie solle sich nicht wundern und nur ruhig sein. Sie würden bald so viel Geld bekommen, dass sie es mit der Hacke zusammenscharren müssten. Dann nahm er einen großen Stiefel, schnitt unten den Schuh ab und hängte den Stiefel in den Schornstein.

01:29:47 Und es dauerte gar nicht lange, da kam der Teufel und schüttete das Geld in den Stiefel. Und so viele Säcke, die er auch anschleppte, der Stiefel wurde nicht voll, denn alles fiel ja hindurch, durch den Schornstein und füllte bald die ganze Feuerstelle. Als der Oberteufel sah, dass seine Schatzkammer fast leer war, fuhr er aufs Dach und stöhnte in den Schornstein.

01:30:17 Da rief der Schuster durch die Esse. Kommt noch was? Nee, brauchte der Oberteufel. Nu kommt nix mehr, ist schon all den. Denn ist man gut, war alles, was der Schuster sagte. Dann sauste der Oberteufel in die Hölle und sagte zu dem Oberteufel, zu dem Unterteufel.

01:30:39 Dem Schuster können wir das Geld nicht lassen. Geh hinauf und sieh zu, dass du es ihm mit einer Wette abgewinnst. Das Geld soll dem gehören, der von dem anderen drei Pfeifen Tabak rauchen kann.

01:30:58 Als nun der Teufel zum Schuster kam und ihm das vorschlug, war der es zufrieden und sagte, der Teufel müsse aber zuerst von seinem Tabak rauchen. Und dabei nahm er seine Flinte, hielt sie an den Mund und drückte ab. Das war dem Teufel aber doch ein zu starker Tabak und er machte sich davon.

01:31:21 Als er unten ankam, fluchte der Oberteufel und sagte, er müsse noch einmal hinauf, er hätte sich was ganz Schlaues ausgedacht. Wer zuerst einen Hasen fangen würde, dem soll er das Geld gehören. Ist mir schon recht, sagte der Schuhmacher, als er das hörte, und steckte drei graue Kanickel in einen Sack.

01:31:46 Als er das erste nun laufen ließ, wollte der Teufel nach. Da holte der Schuster das zweite hervor. Während aber nun der Teufel vom ersten abließ und im zweiten nachsprang, holte der Schuster rasch das dritte hervor, hielt es an den Ohren in die Hülle und rief, »Ich hab schon einen Hasen!«

01:32:08 Da war der Teufel ganz niedergeschlagen, aber sein Herr schickte ihn noch einmal und sagte, unsere Schatzkammer ist doch leer, nimm die eisere Türe hinaus, die es doch zu nichts mehr nütze. Wer die am höchsten wirft, soll das Geld haben. Als der Teufel wieder zum Schuhmacher kam, war auch der damit zufrieden, verlangte aber, dass der Teufel es ihm vormache.

01:32:36 Der warf denn auch die schwere Tür so hoch, dass man sie fast nicht mehr sehen konnte. Und, als er herabgefallen war, hatte sie sich tief in die Erde gebohrt. »Na, denn hol es ihn mal erst wieder raus«, sagte der Schuster und sah ganz sinnig hinauf zum Mond. Der schien gerade so schön hell.

01:33:00 Der Teufel, der sich mit der Tür abmühte, wunderte sich und fragte, »Was siehst du denn so nach dem Mond?« »Och, weiter nichts«, sagte ganz friedlich der Schuster. »Der Schmied da oben im Mond, das ist mein Bruder. Und ich überlege gerade, ich werde ihm wohl die Tür hinaufwerfen. Der kann sie als altes Eisen gebrauchen.«

01:33:28 Da aber schrak der Teufel ganz mächtig und erkannte, dass er überwunden war, und der Schuhmacher behielt das Geld. Es sieht aber auch wirklich so aus, als ob da im Mond ein Schmied stehe, wenn es so recht hell scheint. Dann kann man ihn sehen mit Amboss und Hammer.

01:33:51 Dem Schuster war das eine gute Lehre gewesen, denn leicht hätte ihn der Teufel holen können. Er ging fortan nur noch samstags ins Wirtshaus und trank nur einen Schoppen und hatte auch meist seine Frau dabei, auch wenn ihn die anderen noch so hänselten, und mit der Zeit gewöhnten sie sich daran.

Fiktion und Geschichte

01:34:16

01:34:16 Das war ein Märchen aus der Mark Brandenburg, wie ich gerade lese. Schön. Interessant. Außergewöhnlich. Ungewöhnlich. Ich zeig's nochmal. Märchen vom Mond. Monsieur.

01:34:34 Doria. Und jetzt kommt noch mal eine kleine Runde. Mausbär hat Wassermarsch ausgeführt. Ich danke dir, Mausbär. Cheers, Madiel. So, da haben wir was. Einiges.

01:34:58 Die Direkte, fang du vielleicht mal an. Einfach Redensack von A nach B, kennst sogar die Seiten im Buch auswendig. Er reicht manchmal zur Übertreibung. Wieso ich? Soja-Chan, August war der Monat, in dem Grillkohle und Stollen im gleichen Regal liegen. Oh, das ist ja interessant. Ja, aber das trifft wirklich Soja-Chan. Hast du das aufgenommen? Was liegt im gleichen Regal?

01:35:27 Grillkohle und Stollen. Außergewöhnlich, gell? Das ist in der Tat so. Ich hatte gerade... verrutscht.

01:35:41 Desaster Kanone fragt, warum hat sie ein Kostüm an von A nach B? Die Hedera-Kete. Sie hat eigentlich gar kein Kostüm an. Das stört hier. Das ist eigentlich ihr großer Geschmack. Sie trägt sehr, sehr gerne gestreifte Hemden. Aber es passt auch zum Piraten-Outfit.

01:36:05 Nein, wir haben noch keinen Fasching. Aber das hier ist ein richtig guter Filzhut, ein Dreispitz. Und das ist eine Augenklappe. Also sie sieht aus wie eine Piratin, unsere liebe Hederakete. Das hat aber einen Hintergrund. Hederakete hatte eine Augen-OP. Und um ihr Auge zu schützen, hat sie jetzt momentan hier so eine Augenklappe. Und damit das etwas cooler aussieht, hat sie sich gedacht, na, dann gehe ich doch gleich als Piratin. Genau, dann ist es etwas fröhlicher und...

01:36:34 Ich habe sogar die Idee, wir könnten doch mal so einkaufen gehen, liebe Heterakete. Ich traue mich nicht. Das wäre aber ein Alleinstellungsmerkmal. Ihr könnt ja mal reinschreiben, was von A nach B mir bieten muss, damit ich mit ihm so einkaufen gehe. Ich mache das glatt. Also schreibt mal ein paar Vorschläge in den Chat. Wir gucken mal.

01:36:57 Ich sag mal so, in dem Film, also Twilight, geht es um Glitzervampire und Wehrwölfe. So wie eine fragwürdige Love Story. Es ist schon bizarr. Weiß nicht, ob ich ihn auf Ernst empfehlen würde. Wir haben sehr gelacht und uns amüsiert und uns an vielen Stellen gefragt, ist das gerade wirklich passiert? Ja, es muss ja auch nicht alles immer so tiefschürfend und tiefgründig sein.

01:37:24 Und es ist auch eine Erinnerung an eine Zeit, das war 2008, das ist schon ein paar Jahrhälften her. Und ich habe auch noch so Filme von früher, die ich absolut klasse finde, die ich auch immer mal wieder anschaue. Geht mir aber auch so, und man ist immer wieder erstaunt, dass man es toll fand, weil einfach die Effekte nochmal anders sind wie heutzutage, gell? Ja.

01:37:48 Ja, also ich kann dir ein paar Filme sagen, die ich heute noch klasse finde. Was ist denn ein Film von dir? Es kann auch jetzt ein bisschen zum Fremdschämen sein. Was ist denn ein Lieblingsfilm aus deiner Jugend, liebe Hede Rakete? Also ich mochte immer gern Alf. Das ist kein Film, aber die Serie mochte ich immer gern. Ich habe sogar die DVD-Sammlung und ich habe einen Plüsch. Alf, Grüße an Wolkenhund.

01:38:13 Was mochte ich denn noch? Ich mochte immer Cinderella gern mit Pierre Coussaint und Bonibianco. Das ist schon eher so zum Bremsschirm. Und ich mochte immer Bonibianco gern. Das war eine Sängerin aus dem Film. Und ich mochte La Boom auch gern. Die Fete, ich glaube, gibt es eins und zwei. Mochte ich gern.

01:38:32 Was sagst du mal? Ja, natürlich dann. Von Shakespeare, MacBeth, um da einen Kontrapunkt zu setzen. Und ich fand den Film Little Big Man mit Dustin Hoffman super. Und auch Die Reifeprüfung mit Dustin Hoffman. Das ist auch so ein Klassiker, den ich immer mal wieder angeguckt habe. Und ein Film aus meiner Kindheit, ein Zeichentrickfilm, Das Dschungelbuch.

01:38:59 Probier's mal mit Gemütlichkeit. Den habe ich als Sechsjähriger gesehen und habe damals meinen Eltern gesagt, Mensch, wenn ich groß bin, dann gehe ich in den Dschungel, wo der Mowgli gelebt hat. Meine Eltern haben gelacht, ja, ja, das mach mal. Und ich habe es dann tatsächlich gemacht. Ich war in dem Dschungel, wo der Mowgli gelebt hat. Und dieser Junge, den gab es ja wirklich. Und der sah natürlich ein bisschen anders aus in der Realität.

01:39:28 Der war auch nicht auf zwei Beinen unterwegs. Das war ein Wolfskind, ein Menschenkind, das von Wölfen aufgezogen wurde. Ist nicht erfunden. Ist tatsächlich so. Ich habe das erst Jahrzehnte später dann rausbekommen. Und in diesem Dschungel war ich unterwegs.

01:39:43 Also, wir hatten ja gesagt, dass in den Chat geschrieben wird, wenn ich mit dem Piratenhut und der Augenklappe einkaufen gehe, was du dann machen musst oder darfst oder anbietest oder was vorgeschlagen wird. Also einfach reden soll. Er muss den Römerhelm zum Einkaufen anziehen, wenn du als Pirat hingehen sollst. Finde ich einen guten Vorschlag.

01:40:09 Ich glaube, dann denken die Leute, wir sind völlig durchgedreht. Wir könnten ja da vielleicht sogar einen Vlog draus machen. Oh ja. Fabian, Janik, seid ihr dabei? Ein Flaschen kommt. Nee, nee, das machen wir jetzt demnächst. Und dann nehmen wir es auf. Janik, guck doch etwas blüber ran. Oh, das ist jemand, wie sich ein Pein liegt im Fremdschild. Das sind meine Eltern.

01:40:30 Meine Mutter hat immer einen Dreispitz auf und mein Vater immer einen Römerhelm. Oder ein Kettenhemd. Ich glaube, unser Ruf ist hier schon ruiniert. Aber dann brauchen wir auch noch... Ja, natürlich auch. Überlegt euch, was Janik... Die ist als Schnecke. Die braucht erst ein Schneckenkostüm. Also Vorschläge für die Verkleidung. Was? Als Kabybara.

01:40:57 Ah ja, genau, das ist ein sehr guter Vorschlag. Ich bin verkommen. Alternativ als Vorschlag. Aber noch eine Frage, die man da vorlesen kann. Wenn nicht, hätte ich auch was zum Vorlesen. Und zwar aus dem Buch. Ja. Aber ich sehe es schon dreiviertel zehn. Oder 21 Uhr. 41 sehe ich gerade.

01:41:27 Also einfach reden, schreibt das Wolfskind, ist gerade letztens leider gestorben. Er wurde 80 Jahre und heißt Markus, oh je, das kann ich gar nicht aussprechen, stand in der Presse. Den Namen kann ich jetzt leider nicht. Ja, es gibt ja viele Wolfskinder, aber der aus dem Dschungelbuch, der hat ein bisschen früher gelebt, der hat im 18. Jahrhundert gelebt. Also der nachweisliche Mowgli.

01:41:56 Und der Ratched Kipling, der hat ja dann daraus diese Geschichte gemacht. Und Walt Disney hat es dann ein bisschen verhübscht. Ich war auch schon im Geburtshaus oder stand vor dem Geburtshaus von Ratched Kipling in Mumbai.

01:42:14 Also fast entisch, oder? Ja. Ach, wie süß sind die beiden denn? Wie süß sind wir denn? Sehr süß. Ich mag gern Schokolade. Ja. Nee, ich glaube, das ist schon witzig. Wir haben mal überlegt mit dem Vlog. Ich glaube...

01:42:31 Ich glaube, der Janik macht da nicht mit. Das ist dem peinlich. Der sagt dann, das sind meine Eltern. Ja, er grinst schon so, der Janik. Er grinst, weil er schon so müde ist. Der Janik ist sowas von fertig. Wer es noch nicht weiß, Janik kam gerade zurück aus Berlin. Der hat eine wahnsinnig anstrengende Woche hinter sich. Zwar auch wundervoll. Was war das Beste eigentlich, Janik, in Berlin?

01:42:59 Ja schon, das Kanzleramt muss ich sagen. Kanzleramt. Auf der gleichen Etage wie der Herr Merz war aber, hat nicht gesehen. Man kommt da wohl nicht so einfach rein und da gab es auch Security, damit die da nicht irgendwas anlangen oder machen, stimmt's? Genau, das ist das Security. Die haben dann ganz streng geschaut. Die Handys mussten weg, Flüssigkeiten wurden weggesperrt und überall Security.

01:43:25 Aber interessant. Und Sniper waren auch noch da, glaube ich. Ja, gut. Das war ja gerade Staatsbesuch zu der Zeit. Und damit natürlich der Staatsbesuch gut gesichert ist, waren auch Sniper positioniert. Und die habt ihr gesehen? Genau, ja. Und ich hoffe mal, die haben uns nicht anvisiert. Und wo waren die Sniper denn? Die waren auf dem Kanzleramt, auf den Dächern positioniert. Ach, Wahnsinn.

01:43:54 Wahnsinn, wenn sie einmal nach Berlin fahren, sowas haben wir noch nie gesehen. Melli72 schreibt, gab es so viele Filme, heute kommt da nicht viel Gescheites nach. Ja, es gab tausend tolle Filme und wir waren schon lange nicht mehr im Kino. Doch, also einen Film fand ich klasse, das war der Film über Stan Laurel und Oliver Hardy.

01:44:21 Die waren so toll nachgeahmt, diese beiden Schauspieler, natürlich mit viel Schminke und dergleichen. Und die haben sich auch so benommen wie dick und doof in Anführungszeichen. Das fand ich sehr, sehr schön. Da war ich mit einem guten Freund dort in diesem Film. Das ist auch schon ein paar Jahre her. Das war vor vier Jahren oder so. Jetzt in jüngster Zeit, wann waren wir zuletzt im Kino? Ja, der Janik, der Fabian und ich, wir waren ja zusammen im Kino. Wir wurden eingeladen.

01:44:49 Zu einer Filmpremiere. Ich habe sogar was drüber gemacht, live. War ein toller Film, deutscher Film. Kommt bestimmt auch mal im Fernsehen.

01:44:59 Ja, jetzt lese ich noch was. Ich habe jetzt nur gewartet, bis du fertig bist. Alé von Enten schreibt, A nach B muss als Papagei verkleidet werden. Als Papagei? Warum als Papagei? Red ich so viel. Also Papagei habe ich nicht hier, aber einen Tukan kann ich anbieten. Wolkenholz lacht. Wer kennt das noch? Das stand im Studio von der Marmeladenoma. Passt eigentlich auch super zur Hederakete. Da hat es jetzt einen.

01:45:28 Wie sieht das aus? Wir könnten... Zu hoch, okay. Zu schwer. Nicht ins Auge hier reinrannen. Das ist wild. Schnell weg, der Tukat. So.

01:45:47 Soja-Chan schreibt, jetzt weiß ich endlich, wie man Richard Kipling ausspricht. Er heißt nicht Richard Kipling, er heißt Ratchet Kipling. Nicht Richard, Ratchet. Und verrückterweise, woher hat der Junge seinen Namen? Ratchet, das ist ein See in Schottland. Und da die Eltern sehr verliebt waren und an diesem See auch waren, den Ratchet, haben sich gedacht, Mensch, unser Kind wird eines Tages mal Ratchet heißen. Und das haben sie auch gemacht.

01:46:17 Hiderik, Rakete und ich waren ja am Bodensee. Wir haben uns aber damals entschlossen, den Janik nicht Bodensee zu nennen. Das wäre seltsam. Deswegen heißt er Janik.

01:46:29 Janik lächelt milde. Also ein paar Reden schreibt, wir sollen vorher die Ettlinger Zeitung informieren, bevor wir dann Römer und Pirat durch die Stadt gehen. Das sind die badischen neuesten Nachrichten.

01:46:49 Die wird immer in den Hof gelesen. Unglaublich viele Leute. Wie viele Leute? Regierungsbezirk Karlsruhe, über eine Million. Ach so, jetzt scheint Schreibtisch ja auch schlau. Du solltest Papagei gehen, weil Piraten haben Papagei. Dann muss ich aber auf deiner Schulter sitzen, meine Liebe. Oder so ein bei dir, ein Star. Das wird immer absurder. Ja, das funktioniert nicht. Das wird schwierig.

Kulturelle Hintergründe

01:47:21

01:47:21 Genau, und die Great Pumpkin schreibt, dass man hier noch was lernen kann. Wie heißt es nochmal? Ratchet Kipling. Genau, Ratchet. Aber ich kann ja sagen, das ist immer so bei uns, von A nach B. Man weiß immer viele Details und wir müssen immer raten. Es kommt aber immer drauf an. Also ich kenne mich ja nicht in allen Gebieten aus. Also wenn es um Naturwissenschaft geht, wird es schwierig bei mir. Also Physik, Chemie habe ich null Ahnung. Geschichte interessiert mich sehr.

01:47:49 Und jetzt lese ich euch etwas Geschichtliches vor, und zwar eine Geschichte aus dem Buch der lieben Marmeladenoma.

01:47:56 Das ist eine Geschichte, die tatsächlich passiert ist, wie alles, was in diesem Buch drin steht. Und ich habe mir die Seite aufgeschrieben, damit ist das Rätsel gelöst, warum ich die Seiten auswendig kenne. Die stehen da nämlich alle drin. Und das ist aus der Biografie der lieben Marmeladenoma. Mein Leben ist kein Märchen. Und zwar heißt das Heimkehr aus der Fremde.

01:48:24 Auf der Seite 71. Das haben wir gleich. Da ist es.

01:48:35 Also es ist ja so, die Marmeladenoma war als Kind in der Kinderlandverschickung im Zweiten Weltkrieg. Da waren die Kinder sicher vor feindlichen Fliegerangriffen. Und dieses Lager, das wurde irgendwann aufgelöst, nämlich als die damaligen Feinde einmarschiert sind. Und die Lagerleiterin haben die Kinder alle alleine gelassen. Die waren zwischen 6 und 14 Jahre alt und mussten dann gucken, wie sie nach Hause kommen. Das war ja...

01:49:02 Über 200 Kilometer entfernt. Und die Kinder waren sich selber überlassen. Meine Mutter hat sich dann nicht auf den Weg gemacht. Die ist dann zu einem Bauern gegangen, hoch oben im Schwarzwald. Und ihre große Schwester, die hat sich dann irgendwann aufgemacht. Das war damals sehr, sehr gefährlich und hat probiert, ihre kleine Schwester zu finden. Das war nicht so einfach. Sie wusste ja nicht, wo sie sich aufhält. Und zu dieser Zeit als junge Frau,

01:49:32 durch zwei Besatzungszonen zu reisen, das war sehr gefährlich, durch die amerikanische Besatzungszone in die französische. Und dann musste man noch Papiere haben, um wieder zurückzukommen. Tja, und die Rösle, ihre Schwester, hat sie gefunden. Und da lese ich jetzt mal weiter.

01:49:54 Rösel und ich wanderten den langen Weg von der Einöde im Hochschwarzwald, wo ich bei Kriegsende gelebt hatte, nach Schönau. Unterwegs dachte ich zurück an meinen Freund Hans und ich dachte an meinen Vater, der gewiss mit großer Sorge zu Hause auf uns wartete.

01:50:11 Zwar war ich nicht wie Hänsel aus dem Grimmschen Märchen von einer Hexe in einem Käfig gehalten worden, doch ich war froh, aus dem Gefängnis meiner Machtlosigkeit entkommen zu sein, dass mich Erwachsenen in der Fremde gesperrt hatten. Ich muss dazu sagen, die Bauern waren sehr hart und die Kinder dort mussten sehr hart arbeiten.

01:50:32 Rösle hatte alle Papiere für mich besorgt. Schließlich mussten wir später von der französischen in die amerikanische Besatzungszone wechseln, so der Karlsruhe mittlerweile gehörte. In Schönau war ein Auffanglager für Vertrieben aus dem Elsass, das nun wieder französisch war.

01:50:51 Eigentlich hatten wir keine Berechtigung, dort unterzukommen, aber die Leiterin hatte Mitleid mit uns und nahm uns auf. Überfüllte Seele, Stockbetten, geschäftiges Treiben, aber es wartete ein einfaches Essen auf uns. Nach einigen Tagen kam ein offener Lastwagen, der die Flüchtlinge nach Lörrach fahren sollte.

01:51:14 Darauf hier mitzufahren, hatten wir ebenfalls keinen Anspruch, wurden aber erneut aus Mitgefühl mitgenommen. Kopf an Kopf standen wir dort auf der Ladefläche und Rösel und ich ertrugen geduldig die ungemütliche Fahrt. Wir hatten ja ein Ziel, unsere Heimat, doch die war noch fern.

01:51:36 In Lörrach schließlich wartet ein Zug mit offenen Waggons auf uns. Wiederum Kopf an Kopf stehend legten wir die Strecke über Offenburg nach Karlsruhe in langsamem Tempo fort. Eine Möglichkeit zum Ausruhen, der Gang auf eine Toilette war ausgeschlossen. Nach mehreren Stunden kamen wir nahezu am Ende unserer Kräfte in Karlsruhe an.

01:52:02 Doch unsere Reise war noch immer nicht zu Ende. Wir mussten ja den Weg vom Bahnhof zu unserem Vorort noch zu Fuß zurücklegen. Meine Heimatstadt war eine Trümmerlandschaft. Die einst schöne und blühende Stadt war zerstört. Ganze Stadtteile waren ausradiert. Das Schloss, der Marktplatz mit seinen neoklassizistischen Gebäuden, das Rathaus und die Stadtkirche lagen in Schutt und Asche.

01:52:29 Die zum Teil noch erhaltenen Säulen erinnerten mich an das antike Forum Romanum in Rom. Meine Oberschule stand nicht mehr, sie war bis auf die Grundmauern abgebrannt. Schweigend durchquerten wir die Ruinen, nur vereinzelte Häuser und Straßenzüge waren wie durch ein Wunder vom Bombenhagel verschont geblieben.

01:52:51 Schließlich erreichten wir Grünwinkel. Zerstörungen auch hier, aber unser Reihenendhaus, es stand noch. Die letzten Meter rannten wir, ich klingelte Sturm. Vater öffnete die Tür, alt, krank, tief gebeugt. Doch das Leuchten in seinen Augen, als er mich erblickte, Umarmung, Weinen, unbeschreiblich.

01:53:20 Wir saßen in der Wohnküche, wie oft waren wir hier alle zusammen gewesen, hatten musiziert, gelacht, geredet, Vater hatte vorgelesen, Erinnerungen vorbei. Vor der Lebensfreude unserer einst glücklichen Familie war nicht viel übrig geblieben. Meine Brüder Alfred und Lothar tot, meine Schwester Friedel schwer krank, ebenso ihr Mann, der jüngst gebrochen aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt war.

01:53:49 Karl-Heinz war ebenfalls aus der Gefangenschaft entlassen worden, in die der Junge aufgrund unglücklicher Umstände geraten war. Erwin hatte sie von Lüneburg zu Fuß nach Hause durchschlagen müssen. Auch mein kleines Herr Männle hat als Achtjähriger vom aufgelösten Kinderlager den Weg auf abenteuerliche Reise zu Fuß zurückgefunden. Er war unterwegs von einem Hofhund gebissen worden.

01:54:18 Ein Hausbesitzer, bei dem der ausgehungte Junge um etwas Essen gebeten hatte, hatte seinen Schäferhund auf ihn gehetzt. Verletzt und fiebrig, umherirrend, lasen ihn schließlich französe Soldaten auf der Landstraße auf. Sie versorgten ihn in einem Feldlazarett und brachten ihn dann in einem Militärfahrzeug direkt nach Hause.

01:54:42 Lange saß ich auf Vaters Schoß, die Arme fest um ihn geschlungen. Meine Stiefmutter hockte teilnahmslos daneben. Schließlich fragte ich nach Tusnelda, meiner geliebten zahmen Gans. Schweigen. Die Tusnelda haben die Franzosen aufgegessen, sagte Herr Mendler schließlich, aber nicht die, die mich nach Hause gebracht haben.

01:55:07 Ein weiterer Verlust. Meine treue Tusnelda war von uns gegangen. Nie wieder würde ich mit ihr an den Alpufern spazieren gehen. Aber ich war wieder zu Hause.

01:55:21 Zu Hause bei meinem geliebten Vater im Kreis meiner Familie. Wie so viele Kinder in dem Märchen Hänsel und Kretel, das Mädchen aus die sieben Raben, die Töchter in Frau Holle, kehrte auch ich nach langer Reise um viel Erfahrung reicher wieder zurück in meine alte Welt, die nicht mehr die alte sein würde.

01:55:46 Das war ein Kapitel aus dem Buch der Marmeladenoma. Mein Märchen ist, mein Leben ist kein Märchen. Ja, wir haben es zusammen geschrieben. Die Erinnerung der Marmeladenoma. Ich. Es war...

01:56:02 Wir haben manchmal auch geweint, natürlich. Aber auch viel gelacht. Sie hat auch tolle Sachen und lustige Sachen. Und ein wahnsinniges Leben hinter sich, die Marmeladenoma. Sie wurde ja dank Janik vor rund zehn Jahren noch zum, wenn man so sagen darf, Internetstar, die älteste Streamerin der Welt. Janik hat es erfunden, wie sie immer gesagt hat. Und jetzt kommt noch eine kleine Fragerunde. Und so Mensch, es geht schon Richtung 22 Uhr zu. Und dann...

01:56:32 Ist da auch schon fast Schlusikowski. Hat noch jemand eine Frage oder will irgendwas sagen? Noch habt ihr die Möglichkeit. Die HED-Rakete schaut gerade.

01:56:53 Also Soja Chan schreibt, also Yannick, ihr hättet ihn auch Konstantin nennen können, denn im Englischen heißt der Bodensee Lake Constant. Ja, das ist eine Idee, aber es ist zu spät. Es ist zu spät. Le Lac de Constance, das war Französisch. Interessant, auf jeden Fall. Stimmt.

01:57:22 Ja. So jetzt schon schreibt, also anstelle von Papagei können wir auch Däffchen auf die Schulter setzen. Wie bei Pipi Langstrumpf. Aber vielleicht könnte er neben mir laufen. Ich glaube, auf der Schulter ist dann auch ein bisschen schwer. Ich könnte auch mit dir Schubkarre machen. Nein. Nicht? Okay. Ja, dann würde ich vorschlagen, so ganz allmählich. Aber da kamen wir noch nicht. Ja, dann ließ ruhig noch so. Da kam noch was auf. Ja. Ja, bei dir.

01:57:51 Nee. Dauert, glaube ich, immer noch. Okay. Also das letzte ist hier von Ünai. Das habe ich aber schon vorgelegt. Also Mausbär78 schreibt, ich könnte euch stundenlang zuhören. Das freut mich, Mausbär. Ich kann der HIDERAKETE auch immer stunden zuhören.

01:58:11 Ja, ist so. Ich kann von A nach B auch Stunden lang zuhören, weil er liest wirklich immer schön. Aber wir haben zur Zeit wenig Zeit zum Vorlesen. Deswegen hören wir viel Musik. Ja, genau. Musik ist auch noch schön. Ja, also.

01:58:32 Wenn keine Frage... Wann lesen die zwei Stimmen aus dem Hintergrund ein Märchen vor? Janik? Janik, wann liest du denn ein Märchen vor? Fabi? Heute nicht. Das ist sehr diplomatisch ausgedrückt. Könnt ihr denn eigentlich gut Französisch, wenn das bei euch die Erstsprache ist? Non, je ne parle pas français. Ich kann davon irgendwie nichts lernen. Sehr ridicule.

01:58:59 Janik hat Französisch sehr geliebt. War sein Lieblingsfach. Das habe ich mit Janik Französisch gelernt. Und dabei haben wir ja zum Teil französische Vorfahren in der Familie, biederlicherseits.

01:59:18 Unsere hier in Baden, das ist ja alles Multikulti. Hier gab es ja früher auch gar keine deutschen Städte. Also wenn, dann müsste das alles italienisch sein. Die ersten richtigen Städte wurden ja von den Römern hier gegründet. Auch die Stadt Ettlingen war einst römisch. Rottweil, das war römisch. Baden-Baden, das war römisch. Aber die sind irgendwann dann abgezogen. Um 300 war das, dass dann der Limes überrannt worden.

01:59:47 Und dann kamen die Alemannen. Die kamen erst anschließend. Aber die ersten Städte hier haben die Römer gegründet.

01:59:57 Und unsere Vorfahren, wie gesagt, kommen zum Teil aus Frankreich, aber ich kann nicht besonders gut Französisch sprechen. Mein Bruder Thomas allerdings, der wurde Französisch Lehrer. Und mütterlicherseits, also die Marmeladenoma, die hat, was sie lange nicht wusste, zum Teil Vorfahren aus der Schweiz. Also hier haben fast alle Leute Migrationshintergrund, wenn man so ein bisschen zurückblickt in Baden. Sie Käppi schreibt.

02:00:24 Unglaublich emotionales Buch kommt auf meine Leseliste. Gibt es das vielleicht auch als Hörbuch? Es gibt leider kein Hörbuch, aber man kann es überall bestellen in jeder Buchhandlung. Also entweder in der örtlichen Buchhandlung oder aber auch im Internet. Da gibt es ja viele Anbieter. Also ist es wirklich ein tolles Buch.

02:00:52 Es sind aber nicht mehr viele Exemplare, da muss man dazu sagen. Die Great Pumpkin schreibt, ich kann auch kaum noch was, war aber auch nur Zweitsprache, also Französisch. Oder sogar Drittsprache, nehme ich an. Die erste ist ja deutsch im Allgemeinen.

02:01:09 Und wir hatten damals noch Englisch als erste Sprache, spreche ich viel, viel besser als Französisch. Jetzt ist es anders, schon seit vielen Jahren wird hier in Baden aufgrund der Nähe zu Frankreich eben Französisch unterrichtet. So, jetzt schon schreibt, ich habe nächste Woche Kupferne Hochzeitstag. Kupferne.

02:01:31 Was ist das? Und wir gehen in ein Restaurant, das Kupferle heißt. Sehr passend. Das ist passend. Kupferle, wollen Sie sich noch ein bisschen zu drehen? Kupferne Hochzeit. Frau Werden, kannst du mal schauen, was Kupferne Hochzeit ist? Ich freue mich auf unsere goldene Hochzeit. Püff. Das war die Antwort. Das ist unglaublich. Sieben Jahre Ehe. Sieben Jahre. War das goldene Hochzeit? Goldene Hochzeit.

02:02:02 Also Alé von Enthard hat auch gefragt, wie viel der Hochzeitstag, das ist also der siebte Jahr. Oh, das wird schwierig. Wir haben uns verhältnismäßig spät kennen gelernt, die Hiderakete und ich.

02:02:17 Aber es sind auch schon einige Jahre zusammen. Wie lange jetzt? 24? 25? Vierteljahrhundert sind wir schon zusammen. Ja. Die Great Pumpkin. 25? Ja. Dann habt ihr ja schon die Silberne. Hey. Oh. Heterakete. Silberne Hochzeit. War es dieses Jahr? Ich weiß nicht. Oh. Da müssen wir mal schauen. Da müssen wir auch ins Restaurant gehen. Meine Namen. Die...

02:02:43 Great Pumpkin hat sogar Vorfahren aus Belgien. Aus Belgien. Und mit 33 ein Dritteljahr gibt es die Knoblauchhochzeit. Die Knoblauchhochzeit. Was alles gibt es, oder? Und mit 37,5 die Aluminiumhochzeit. Du, die? Mausbeer schreibt, ich hatte von der 5. bis zur 10. Klasse Russisch. Ja, in Ostdeutschland hat man das gehabt. Ja.

02:03:09 Mal eine Frage, kannst du noch Russisch ausführen oder nicht mehr? Ist auch eine schwierige Sprache, auch mit dem Kyrillisch. Kyrillisch, ja, das stelle ich mir schwierig vor. Regina hat schon fast einen weißen Masch ausgelöst. Wir hatten allerdings auch die Möglichkeit. Tschüss.

02:03:30 In Karlsruhe gibt es tatsächlich ein Gymnasium, das Kant-Gymnasium. Da kann man auch Russisch lernen. Ich habe das nur zufällig erfahren, weil da war ich damals hobbymäßig im Fechtverein. Da war eine Lehrerin, die hat mich gefragt, ob ich mal fechten will. Ja, schaue ich mir mal an. Und dann hatte ich auch wirklich so eine Fechtmaske und so einen Anzug und dann habe ich damals Florett gefochten. Hat mir Spaß gemacht. Das Florett habe ich heute noch.

02:03:59 Ich muss jetzt sagen, ich war jetzt nicht so super talentiert, aber es hat mir Spaß gemacht. Ich glaube, Spaß ist auch wichtiger als Talent. Es spielt auch keine Rolle, du musst immer auf dem Siegerträppchen stehen oder so. Hauptsache, es macht Spaß.

Zitate und Abschluss

02:04:15

02:04:15 So, jetzt geht es schon fast am Ende zu oder sehr straight. Und deswegen will ich euch jetzt noch einen Spruch vorlesen und ein Gedicht. Ich glaube, ich fange mal an mit dem Gedicht. Und zwar geht es um eine Großstadt, die da heißt Berlin. Denn der Janik kam ja heute aus Berlin zurück. Da dachte ich, da suche ich mal was über Berlin raus. Und zwar hat das Elisabeth Seidel geschrieben. Schaut gerne mal nach.

02:04:44 ob es weitere Titel gibt von Elisabeth Seidel, die euch interessieren. Und jetzt lese ich das vor, Berlin. Ich hoffe, ich kann es richtig vorlesen, ich habe es nämlich handschriftlich da übertragen. Du bist ein toller Gastgeber, umgibst mich mit Musik, im Tausch gegen mein Zeitgefühl. Du bist ein nicht endendes Gespräch mit Fremden und Bekannten.

02:05:13 Ein bunter Faden verwebt in Begegnungen bilden deinen Klangteppich. Du suggerierst mir Antworten auf nicht gestellte Fragen. Ich möchte dir nachjagen und weiß doch, es ist trügerisch, denn die Antworten, die liegen in mir, nicht in dir. Das war Berlin von Elisabeth Seidel.

02:05:42 Und jetzt zum alles und Schluss für heute. Ich habe aber noch ein paar Kommentare, die ich noch lesen muss oder will oder wie auch immer. Also erst einmal schreibt, Allee von Enten, dann kannst du ja mit Hederakete fechten wie ein Pirat. Ja, ich schon, aber die Hederakete nicht. Nee, ich schon. Nee, dann habe ich gar keine Augen mehr. Das machen wir nicht.

02:06:10 Makario 01 schreibt, Kurilisch ist nicht schwer zu lesen, eher die Grammatik ist schwer im Russischen. Da gibt es Zeiten, die gibt es im Deutschen gar nicht. Und Mausbär hat auf unsere Frage geantwortet. Nur ein paar Worte. In der DDR war es erste Fremdsprache. Englisch und Französisch gab es auch. War das schon toll? Wir hatten ja auch beide Verbande in der DDR.

02:06:38 Und wir haben die auch oft besucht. Ich war 1980 bei meiner Urgroßtante in Dresden. Das war sehr interessant, haben uns noch Meißen angeschaut. Und das war das einzige Mal, dass ich in der DDR war. Und wir mussten ja damals Geld umtauschen. Sie ist Zwangsumtausch. Und muss man D-Mark gegen D-Mark wechseln. Wir wussten gar nicht, was wir mit dem Geld dann anfangen können. Weil es gab so gut wie nichts zu kaufen.

02:07:08 Ich habe dann mir Holzlöffel gekauft für die Küche, mir meine Mutter, die liebe Marmeladenoma. Ich habe mir Postkarten gekauft und ich wollte Schallplatten kaufen, aber es gab da nicht so wirklich das, was ich mir so privat anhöre. Ich habe dann ein paar klassische Platten gekauft, aber so diese Popmusikbands, die ich teilweise auch ganz gut fand, wie Karat oder so, konnte man nicht kaufen. Konnte man nicht kaufen, gab es da nicht.

02:07:36 Aber ich habe heute noch ein paar Amiga-Schallplatten zu Hause, denn ich war schon immer ein großer Fan der Musik.

02:07:44 Ich war glaube vor den 80er Jahren in der DDR, weil meine Schwester noch nicht geboren war. Die wurde 1981 geboren. Also waren wir, ich schätze mal, 78 oder so im Osten. Wir hatten Verwandte in Plauen und in Erfurt. Und ich war so überrascht. Die hatten dann so ein Gartenhäuschen, da waren wir auch und haben bei denen auch übernachtet. Und die Toilette war immer auf halber Ebene. Und es waren...

02:08:10 So ein richtiges Blumsklo. Also es war schon spannend. Und wir hatten tatsächlich auch so eine Stasi-Akte dann, weil wir mehrfach dort waren. Das haben wir dann gesehen, als die Wende kam und man die Akten anschauen konnte. Ja, ich habe mich dann auch mit einem Brieffreund geschrieben, damals in der DDR, aus Zwickau. Ich hatte auch in Chemnitz eine Brieffreundin, tatsächlich. Ja? Nee, Zwickau. Bei mir war es Zwickau. Du in Chemnitz, in der Nähe.

02:08:38 Und die Briefe kamen immer geöffnet an. Die waren dann wieder im Tesa zugeklebt. Die wurden also alle gelesen. Wahnsinnig. Heute ist das viel einfacher. Wenn man sich auf den sozialen Medien bewegt, das wird ja alles irgendwie anderweitig abgespeichert. Es ist viel einfacher heute für die Mächtigen, uns auszuhorchen. Schade.

02:09:05 Eins habe ich noch von Regina Schlumpf. Gute Nacht, ihr Lieben, schreibt sie. Es war ein sehr schöner Abend heute. Schlaf gut und bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal. Wir sehen uns in zwei Wochen wieder live. Und nächste Woche. Da ist doch... Bin ich nicht dabei? Bist du nicht dabei? Ich habe am 28. Wir schauen mal noch. Also ich bin auf jeden Fall da.

02:09:30 Janik und Fabian wahrscheinlich auch, nehme ich an. Und nächste Woche kommt wieder ein Wiederholungsstream von der Marmeladenoma mit Live-Chat. Ganz klar. Und jetzt zum Schluss noch ein Spruch von einem ganz tollen, gelehrten Lyriker, Geschichtensammler, Sophie Rumi.

02:09:59 Bevor du sprichst, lasse deine Worte durch drei Tore schreiten. Beim ersten Torfrage, sind sie wahr? Am zweiten Torfrage, sind sie notwendig? Am dritten Torfrage, sind sie freundlich?

02:10:21 Das war ein weißer Spruch von Rumi. Mit diesen Worten beenden wir den heutigen Abend auf der Märcheninsel. Wir hoffen, es hat euch gefallen. Wir sehen uns wieder live in zwei Wochen. Bleibt gut miteinander.

02:10:47 Wie hat die Marmeladenoma immer gesagt? Seid gut zueinander, helft denen, die weniger haben als ihr.

02:10:55 Alles Liebe und Gute, sage ich von A nach B. Ich sage Gute Nacht, schlaft schön, träumt was Schönes und wir würden uns freuen, wenn ihr nächste Woche beim Wiederholungsstream dabei seid. Und was sagen die zwei Jungs? Eine Gute Nacht und einen schönen Sonntag. Fabi, löscht die Kerze. Und bis bald. Und ich sehe gerade noch, ich...

02:11:22 Ichi Taka isst 13 Monate ein süßes Früchen. Ah, super. Guck mal da. Vielen lieben Daumen. Schlaß gut. Good night. Bis bald. Bis bald. Bye bye. Ciao, ciao.