Es wurde eine dynamische Partie in Europa Universalis V gespielt. Nachdem anfängliche Pläne für eine wirtschaftliche Expansion durch feindliche Beziehungen und militärische Schwäche behindert wurden, musste eine neue Strategie entwickelt werden. Durch eine proaktive Kriegsführung und die geschickte Schaffung von Vasallenstaaten konnte eine schwierige Lage erfolgreich gemeistert werden und die eigene Macht im Adriatischen Raum nachhaltig ausgebaut werden.

Europa Universalis V
00:00:00

Europa Universalis V

Streambeginn und persönliche Einordnung

00:13:40

Der Stream startet mit persönlichen Worten. Der Streamer begrüßt sein Publikum und entschuldigt sich für die unregelmäßigen Streaming-Termine in letzter Zeit. Er erläutert die Ursache: den Kampf, qualitativ hochwertige YouTube-Kolumnen intensiv zu produzieren und gleichzeitig vier Tage pro Woche zu streamen. Diese Doppelbelastung erfordert einen hohen Aufwand, wie anhand eines überarbeiteten Anno-Videos demonstriert, das durch eine Neufassung von 40 auf 25 Minuten gekürzt wurde.

Entscheidung für Venedig und Spiel-Einordnung

00:17:47

Nach einer Frage des Chats wird die Wahl von Venedig für das kommende Europa Universalis 5-Spiel motiviert. Der Streamer schließt die Hanse aus, um nicht direkt Spiffs Content zu kopieren und weil die Hanse als spezialisiertes Spiel ohne Territorien für einen Erstkontakt ungeeignet sei. Venedig, mit seinem Fokus auf Handel und Intrigen, biete eine ähnliche Spielweise, die einem Finanzorientierten Gameplay entgegenkomme, ohne von den starken Staaten wie England abzuhängen, die oft als uninteressant für Exploits gelten.

Black Friday Werbung mit Partner MSI

00:58:00

Der Stream geht auf die Partnerschaft mit MSI ein und bewirbt im Zuge des Black Friday die entsprechenden Laptop-Angebote. Er betont, dass dies eine kooperative Partnerschaft ist, die ihm ermöglicht, guten Content zu erstellen. Der Streamer geht auf diverse Kundenrezensionen ein, auch auf negative, und erklärt, dass er die Produkte vor der Werbung prüft. Ein Amazon-Konto ist für den Support über die Links nicht erforderlich, was als vorteilhaft beschrieben wird.

Ankündigung League of Legends Event und Gaming News

01:07:55

Es wird angekündigt, dass der Streamer am nächsten Tag beim League of Legends Event von MSI in München sein wird. Aus diesem Grund entfällt die Gaming News am darauf folgenden Montag. Stattdessen wird eine Nachholung der Gaming News am Montagabend um 17 Uhr live von dem Event gestreamt. Dabei sollen Keys für nominierte Spiele des Jahres sowie eine MSI-Drachenstatue verlost werden.

Start des Venedig-Gameplays in EU5

01:22:29

Nach dem Tutorial mit Steinwallen beginnt das eigentliche Gameplay mit Venedig in Europa Universalis 5. Die aktuelle Situation wird geschildert: ein verlorener Krieg gegen Verona hat die Truppenstärke von 4000 auf 2300 reduziert, was eine direkte militärische Expansion unmöglich macht. Der Fokus verlagert sich daher auf den Handel. Das Ziel ist es, in fremde Märkte wie Genua und Konstantinopel vorzudringen, was jedoch durch feindselige Beziehungen und fehlende Handelsvorteile erschwert wird.

Strategie für den Handel mit Venedig

01:32:05

Zur Verbesserung der Handelsposition wird die Strategie detailliert erläutert. Die geplanten Märkte sind Genua und Konstantinopel, die beide reich und am Meer liegen, um eine Marinepräsenz zur Gewinnung von Handelsvorteil zu nutzen. Der Markt von Dubrovnik wird zudem als Vasall als Stützpunkt genutzt. Byzanz hat jedoch einen starken Modifikator (-75 Plünderung der Hauptstadt), der den Bau von Gebäuden verhindert. Der Plan besteht also darin, zuerst die Beziehungen zu verbessern, die Handelskapazität auszubauen und Flotten zur Patrouille entsenden.

Marine-Präsenz und Flottenstrategie

01:38:05

Der Streamer analysiert die Mechanik der Marinepräsenz im Spiel und stellt fest, dass die aktuelle Flotte zu klein ist, um die Kontrolle in den benötigten Regionen effektiv zu erhöhen. Die Flotte patrouilliert zunächst im gesamten Adriatischen Meer, was jedoch keine zusätzlichen Boni bringt. Nach dem Ticken eines Monats wird klar, dass eine Flote nur eine Überregion gleichzeitig patrouillieren kann und erst bei maximaler Kontrolle zur nächsten übergeht. Um die Expansion in Dubrovnik zu beschleunigen, wird entschieden, die Flotte auf das Nordadriatische Meer zu konzentrieren und den Bau neuer Schiffe, insbesondere der effizienteren Galären, in Venedig zu beginnen.

Religiöse und wirtschaftliche Prioritäten

01:45:35

Es entspinnt sich eine Diskussion über eine Heiratsangelegenheit zwischen Patriziern verschiedener Glaubensrichtungen. Obwohl der Klerusstand eine Intervention fordert, wird entschieden, sich nicht einzumischen. Die Begründung ist wirtschaftlich: Die Patrizier, die deutlich höhere Steuern zahlen als der Klerus, sind für die Republik wichtiger. Zudem lehnt der Streamer die religiöse Dogmatik ab, da sie dem venezianischen Prinzip des profitorientierten Handel widerspricht und langfristig wirtschaftlichen Schaden anrichten könnte.

Stadtentwicklung und kulturelle Integration

01:52:21

Die wirtschaftliche Entwicklung wird fortgesetzt. In Venedig wird der Bau eines Skriptoriums und einer Tischlerzunft beschlossen, um die Wirtschaft zu diversifizieren und von weniger profitablen Produktionsgebäuden wegzukommen. In der Provinz Triest, einem ehemaligen Vasallen, gibt es Probleme mit der kulturellen Integration. Die slowenische Bevölkerung ist unzufrieden, da sie diskriminiert wird. Statt die Kultur zu tolerieren, was Prestige kostet, wird ein Minister im Kabinett damit beauftragt, die Bevölkerung kulturell anzugleichen, was als nachhaltigere Lösung gilt.

Kriegsgefahr und diplomatische Nöte

02:57:57

Serbien erklärt dem venezianischen Klientelstaat Ragusa den Krieg, was zu einem Bündnisfall für die Republik Venedig wird. Die militärische Lage ist kritisch, da Venedigs eigenen Armeestärke viel schwächer ist als die des Gegners. Der Versuch, durch Söldner und Bündnisse mit stärkeren Mächten wie Mailand die Situation zu retten, gestaltet sich schwierig und teuer. Die Verteidigung der Provinz steht infrage, und es wird untersucht, ob überhaupt Verbündete rechtzeitig eingreifen können.

Militärische Herausforderungen und Verbündetenprobleme

03:16:45

Die Stream-Analyse konzentriert sich auf komplexe militärische Logistikprobleme im Spiel. Der Streamer bemängelt, dass sein Verbündeter Mailand Truppen in Verona stationiert hat, diese sich aber nicht weiterbewegen und verhungern. Die KI-Verhalten wird als unberechenbar kritisiert, da Mailand keinen militärischen Zugang besitzt und stattdessen feststeht. Die eigene Armee hat Schwierigkeiten, die serbische Festung von Dubrovnik zu erreichen, da der Weg über Ungarn führt, was Diplomatie und Ressourcen erfordert. Der Mangel an freien Diplomaten und die Notwendigkeit, Zugänge zu erkaufen, führen zu taktischen Pattsituationen.

Strategischer Wandel: Wirtschaft zu Kriegsführung

03:54:17

Nach einer Phase des Abwartens ändert der Streamer die Taktik und wechselt von reinen Wirtschaftsinteressen zu proaktiver Kriegsführung. Um den Kriegsstatus zu erhöhen und die serbische Armee abzulenken, beginnt er damit, serbische Hinterlanddörfer zu besetzen und zu plündern. Diese Strategie ist zunächst zögerlich, da die eigene Truppenstärke gering ist, erweist sich aber als effektiv. Durch die Besetzung mehrerer Dörfer steigt der Kriegsbeitrag Venedigs auf 50 % und erschwert der serbischen Armee die Belagerung von Dubrovnik signifikant.

Friedensverhandlungen und territoriale Neugliederung

04:09:24

Mit einem Kriegsbeitrag von 40 % und einer voranschreitenden Belagerung nutzt der Streamer die gunstige Gelegenheit für Friedensverhandlungen. Er analysiert die Kriegsziele und Friedensoptionen sorgfältig. Anstatt das eroberte Territorium direkt zu verwalten, was ineffizient wäre, beschließt er, das Land in zwei neue Vasallenstaaten aufzuteilen: die Republiken Zlatibor und Seta. Dieses Vorgehen zielt darauf ab, stabile Buffer-Staaten zu schaffen und die Kontrolle über die Region zu sichern, ohne sich direkt mit der Verwaltung und potenziellen Rebellionen konfrontieren zu müssen.

Bewertung des Spiels und strategische Ausblick

04:58:18

Der Streamer reflektiert über die gespielte Partie und die Erfahrungen mit dem neuen Spiel EU5. Er äußert große Freude an der Komplexität der Systeme, insbesondere an den realistischen Logistikherausforderungen im Krieg, kritisiert aber gleichzeitig zahlreiche und häufige KI-Aussetzer. Die KI verhält sich in Schlachten und Kriegsführung oft irrational, was die Spielerfahrung trübt. Trotz dieser Macken sieht er großes Potenzial. Für Venedig schließt er den erfolgreichen Serbienfeldzug positiv ab. Das strategische Ziel ist nun, die neue Machtposition im Adriatischen Raum auszubauen, Vasallen zu stärken und auf die anstehende Pandemie, die schwarze Tod, vorzubereiten.

Abschluss und Ankündigungen

05:07:25

Zum Streamende bedankt sich der Streamer bei seinem Publikum und gibt eine Ankündigung für die nächste Woche bekannt. Am Montag um 17 Uhr wird er aus dem MSI-Shop am Viktualienmarkt in München einen Livestream mit den Gaming-News der Woche gestalten. Anschließend endet der Stream mit einem Raid auf den Kanal 'Asta'. Der Streamer bewertet den Abend als erfolgreich und resümiert, dass Venedig trotz aller taktischen Herausforderungen profitiert hat.