Ein erster, umfassender Eindruck des neuen Borderlands 4 liegt vor. Fokus liegt auf der Analyse des Gameplays, der Open-World-Struktur, der Questgestaltung und der Performance. Besonders das neuartige Minion-System wird positiv hervorgehoben. Es wurde jedoch auch eine kritische Betrachtung des Loot-Systems, der technischen Optimierung und des künstlerischen Stils vorgenommen.

Star Birds
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Vorstellung des Spiels und erster Eindruck

00:24:09

Der Stream beginnt mit der Vorstellung von Borderlands 4. Der Moderator, Maurice Weber, betont, dass die Entwicklerfirma Gearbox in der Vergangenheit durchwachsene Leistungen gezeigt hat, er jedoch jeden Teil der Borderlands-Reihe bisher mochte. Er gibt an, einen positiven ersten Eindruck vom Anspiel-Event gehabt zu haben, ist aber unsicher, wie das finale Spiel ausfallen wird. Ein zentrales Thema des Streams wird die Performance des Spiels sein, weshalb er zunächst auf maximale Grafik-Einstellungen ohne Performance-Unterstützung wie DLSS oder FrameGen startet, um eine Basis zu schaffen. Als erster positiver Punkt im Optionsmenü wird erwähnt, dass die Bewegungsunschärfe standardmäßig auf Null steht, was der Streamer sehr begrüßt.

Borderlands 4
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Borderlands 4

Charakterwahl und Gameplay-Start

00:29:30

Nach einer kurzen Einführung in die Story wählt Maurice Weber den Charakter Vex, eine Sirene. Er begründet diese Wahl damit, dass ihre Fähigkeiten, Schergen zu beschwören und den Elementarschaden ihrer aktuellen Waffe zu übernehmen, sehr cool und flexibel erscheinen. Die Geschichte startet in einem Gefängnis namens Kairos, wobei der Beginn laut Streamer düsterer und weniger humorvoll als in vorherigen Teilen wirkt. Nach einer Flucht gelangt der Spieler in die Open World. Der erste Kampf wird als gelungen empfunden, das Gegnerverhalten als vielfältig und dynamisch, was zu ansprechenden Kämpfen führt.

Kritik am Loot-System und der Benutzeroberfläche

00:56:02

Eine zentrale Kritik im Stream richtet sich gegen das Loot-System und die Benutzeroberfläche. Maurice Weber bemängelt massiv, dass es im Vergleichsmenü für Items nicht möglich ist, alle Eigenschaften von Waffen auf einen Blick zu sehen. Es werden nur die Basis-Stats angezeigt, während wichtige sekundäre Boni wie kritischer Schaden nicht direkt ersichtlich sind. Dies zwingt den Spieler, jedes gefundene Item im Detailmenü zu öffnen, was als extrem umständlich und nervig beschrieben wird. Dies wird als schwerwiegender Mangel für einen Loot-Shooter betrachtet.

Erste Eindrücke von Performance und Neuerungen

01:21:32

Die Performance von Borderlands 4 auf einer sehr leistungsstarken Hardware (5090, 1440p, Max-Settings) wird als ein unbefriedigend empfunden. Laut Streamer werden in der Open World nur ca. 60 FPS erreicht, was für seine Konfiguration zu wenig sei. Dies lasse vermuten, dass Spieler mit schwächerer Rechnerprobleme haben könnten. Positiv wird die Einführung des Greifhakens als neue Bewegungsmöglichkeit erwähnt, die Spaß macht, aber auch kritisiert, dass dieser nur an festgelegten Punkten einsetzbar ist. Auch die Vielfalt im Gegnervolgelobe lobt der Streamer.

Test von Performance-Features und finales Fazit

01:55:51

Um die Performance-Probleme zu beheben, testet der Streamer verschiedene Einstellungen. Das Aktivieren von DLSS auf 'Qualität' bringt die FPS auf ca. 80-90, was als spielbar, aber nicht ideal angesehen wird. Die Ultra-Leistung mit Frame Gen auf 4x erhöht die FPS auf 300, führt aber sichtbare Artefakte wie wackelige Umrisse durch das Upscaling mit sich. Der Streamer kommt zu dem Schluss, dass man viel leistungsstarke Hardware benötigt, um das Spiel in hohen Einstellungen flüssig zu spielen. Trotz der Kritik am Interface und der Performance sieht das Spiel selbst, speziell der Loot und das Minion-System, vielversprechend aus.

Gameplay-Erlebnis und erste Eindrücke

01:59:30

Der Streamer befindet sich mitten im Spiel und führt typische Borderlands-Aktionen aus, wie das Erfüllen von Quests für Claptrap und das Erkunden der Welt. Er stellt fest, dass das Spiel ihm trotz anfänglicher Skepsis zunehmend Spaß bereitet und die charakteristische Mischung aus coolen Skills, Waffen und einer ansprechenden Welt ihn wieder einfängt. Er lobt insbesondere das Konzept der beschworenen Kreaturen, die als angenehme Unterstützung agieren und das Gameplay erleichtern.

Performance-Analyse und Hardware-Optimierung

02:30:16

Der Streamer adressiert die drastisch variierenden Nutzerfeedbacks zur Performance. Auf seinem High-End-System mit einer GeForce 5090 und einem Ryzen 7950 X3D erreicht er in 1440p ohne DLSS nur knapp über 60 FPS und sieht darin ein klares Optimierungsproblem. Er rät dazu, DLSS oder Frame Generation zu nutzen, um eine flüssigere Darstellung zu erzielen, und betont, dass viele Spieler mit schwächerer Hardware wahrscheinlich enttäuscht sein werden.

Waffensystem, Charakterentwicklung und Open-World-Design

02:36:27

Er geht detailliert auf das Waffensystem ein und testet verschiedene Typen, wobei er Elementarwaffen bevorzugt, die seine Fähigkeiten der beschworenen Phantome verstärken. Der Aufbau der Skill-Trees erscheint ihm im Vergleich zu früheren Teilen der Serie noch ausbaubar. Die Open World bewertet er zwiegespalten: Einerseits locken sie mit zufälligen Events, andererseits stören sie den Fluss der Hauptmission und derivative Aktivitäten wie das Finden von Objekten dominieren das Erlebnis.

Humor, Weltgestaltung und Questdesign

03:28:41

Er vergleicht den Humor des positiv mit klassischen Vorbildern wie Douglas Adams und Terry Pratchett. Während einige Elemente wie Claptrap als altbekannt empfunden werden, gelingt es dem Spiel, durch unerwartete, abgedrehte Charaktere und eine düstere, düstere Stimmung Abwechslung zu bieten. Besonders hebt er eine intensive und stimmungsvoll gestaltete Nebenquest hervor, die zeigt, dass das Spiel auch narrative Tiefe bieten kann und nicht nur aus Standard-Aufträgen besteht.

Monetarisierung und Kritik am Consumerismus

03:51:27

In einem sarkastischen Monolog greift er die Steam-Bewertungen (zu jenem Zeitpunkt 42% positiv) und die moderne Konsumkultur auf. Er parodiert kapitalistische Denkmuster und kritisiert die Inflation bei gleichzeitigem Qualitätsverlust bei Konsumgütern. Diesen Frust projiziert er metaphorisch auf das Spiel, wo riesige Truhen nur nutzlosen Schrott enthalten, was er als "Mogelpackung des Jahres" bezeichnet und den modernen Umgang mit Kunden in Frage stellt.

Movement und Mechaniken

04:01:08

Zu den wichtigsten Neuerungen des zukünftigen Spiels zählt das Movement, insbesondere das Gleiten. Der Streamer testet die neue Bewegungsfreiheit in der Spielwelt, die ihm Spaß macht, jedoch nicht wie einen revolutionären Schritt im Vergleich zu anderen Spielen wie Warframe vorkommt. Weitere neue Mechaniken sind der Greifhaken, der an vorgegebenen Orten zum Einsatz kommt und es ermöglicht, sich hochzuschwingen oder Objekte zu greifen und auf Gegner zu werfen. Diese neuen Features werden als gelungen, aber auch als eingeschränkt empfunden.

Eindruck von Open World und Questdesign

04:06:55

Der Streamer äußert sich kritisch zur Open-World-Struktur, die er als klassisches Borderlands mit neuen Elementen beschreibt, die jedoch nicht wie eine große Revolution wirkt. Das Spiel wird als Ablenkungsfeld mit Markierungen für Aktivitäten empfunden, was ihn von der Hauptaufgabe ablenkt. Während einige Nebenquests wie die Mörder-Aufgabe als stimmungsvoll und gut in Szene gesetzt gelten, wirkt das Questdesign insgesamt zufällig und weniger fokussiert als in früheren Teilen der Serie. Die Welt wird als Metzelspielplatz beschrieben, der weniger lebendig und mehr eine Sammlung von Kämpfen und Aufgaben ist.

Gameplay, Waffen und Kampfgefühl

04:33:18

Das Kampfgefühl im Spiel wird als durchwachsen beschrieben. Die Kämpfe machen Spaß, das grundlegende Rezept von Borderlands ist erhalten, doch die Waffen vermitteln nicht den erwarteten wuchtigen Impact. Das Gefühl ist als ein bisschen 'floaty' kritisiert worden und es wird sich nicht wie ein massiver Fortschritt gegenüber Borderlands 3 anfühlen. Das Loot-System und die Vielfalt der Waffen werden teilweise gelobt, aber auch als weniger motivierend empfunden, da viele Varianten ähnlich wirken. Der Humor und die Erzählung des Spiels kommen beim Streamer nicht so gut an, da der Ton als versuchter, düsterer Stil aufgefasst wird, der den Charme der Vorgänger nicht trifft.

Allgemeine Eindrücke und technische Aspekte

04:47:01

Der Streamer stellt ein ambivalentes Gesamtbild des Spiels fest. Einerseits macht ihm das Prinzip von Borderlands weiterhin Spaß, andererseits fehlt ihm das emotionale Mitreißen und die Seele, um vollends zu überzeugen. Die Grafik wird als nicht schlecht, aber auch nicht herausragend bewertet, wobei die Welt an manchen Stellen detaillierter aussieht als aus der Ferne. Die technische Performance wird als seltsam angesehen, da das Spiel auf High-End-Hardware anspruchsvoll erscheint, ohne dabei grafisch beeindruckend zu sein. Ein Fazit ist noch schwer zu ziehen, aber das Spiel hat den Streamer noch nicht vollständig abgeholt.