AUSWAHLVERFAHREN DER POLIZEI - WERDE ICH DEN TEST BESTEHEN? !SK Samsung Prepmymeal Clipcontest

Auswahlverfahren bei der Polizei: Testlauf im Detail

Transkription

Es wurde der gesamte Ablauf des Auswahlverfahrens für die Polizei Niedersachsen gezeigt. Der Prozess umfasste den computergestützten Eignungstest, einen sportlichen Lauftest sowie ein persönliches Präsentationsgespräch. Die Anforderungen in allen drei Bereichen wurden als gleichgewichtig und nicht kompensierbar beschrieben.

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Start des Streams und Vorstellung des Auswahverfahrens

00:13:33

Der Stream wird eröffnet und begrüßt die Zuschauer zum Thema Auswahverfahren der Polizei Niedersachsen. Ein Teilnehmer ist sichtbar aufgeregt, was durch ein Pulsmesser mit 120 bpm belegt wird. Der Streamer kündigt an, den gesamten Prozess – Computertest, Sporttest und ein Interview – chronologisch mitzuschneiden und lädt die Zuschauer ein, diesem Prozess zu folgen. Zunächst wird der Computerraum der Polizeiakademie gezeigt, in dem der Test stattfinden wird.

Ablauf des Auswahverfahrens im Detail

00:20:47

Es wird der gesamte Ablauf des Auswahlverfahrens erläutert. Dieser beginnt mit einer Online-Bewerbung auf der Polizeihomepage, woraufhin ein Auswahldatum vergeben wird. Der Tag selbst startet mit einem 3000-Meter-Lauf, gefolgt von einem Hindernisparcours in der Halle. Danach folgt eine Pause und der computergestützte Eignungstest. Am Nachmittag findet ein strukturiertes Präsentationsgespräch statt, bei dem eine kleine Aufgabe vorgestellt und dann präsentiert werden muss. Bei Bestehen folgt eine medizinische Untersuchung. Der computergestützte Test und das Interview wurden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt.

Einführung in das VR-Taktiktrainingssystem

00:25:36

Die Kamera begleitet das Team in einen sogenannten ReactXR-Raum, der provisorisch für ein neues VR-Trainingssystem eingerichtet ist. Johannes erläutert die Funktionsweise: Mit VR-Brillen und am Körper angebrachten HTC-Trackern kann der gesamte Körper erfasst werden. Dies ermöglicht das Training realitätsnaher Szenarien wie Hausdurchsuchungen und Taktikübungen. Besonderes Augenmerk wird auf die Haptik gelegt, da die Waffen ein Gas-Blowback-System haben und Westen für taktisches Feedback vibrieren. Der Zweck dieses Systems ist die Ergänzung des realen Trainings, insbesondere für zu risikoreiche Szenarien wie Beschuss oder lebensbedrohliche Lagen, ohne echtes Gefahrenpotenzial.

Erlebnis des VR-Trainings und Demonstration der Funktionen

00:42:53

Die Streamer und ein Teilnehmer begeben sich in die virtuelle Welt und demonstrieren live die Möglichkeiten des Systems. Sie interagieren mit der Umgebung, öffnen Türen, treten an diese und bewegen sich durch verschiedene Räume. Die Genauigkeit der Hand- und Fingertracking wird hervorgehoben. Es werden verschiedene Einsatzmittel wie eine virtuelle Taschenlampe und Pfefferspray gezeigt, die sich realistisch anfühlen. Johannes erläutert, dass durch die Weste Vibrationen ausgegeben werden, wenn man in eine virtuelle Wand läuft, um zu verhindern, dass die Teilnehmer im echten Raum stürzen. Die Teilnehmer interagieren auch mit einem virtuellen Mädchen und einem Filmenden, um die Flexibilität der Simulation zu verdeutlichen.

Rückkehr zum Computertest und Bedeutung der körperlichen Eignung

00:51:55

Nach Abschluss des VR-Erlebnisses geht das Team zurück zum Computertest. Die Aufregung der Teilnehmer ist deutlich spürbar. Die Moderatoren betonen, dass der Sporttest, der Computertest und das Präsentationsgespräch gleichgewichtig sind und alle Bestanden werden müssen, um im Verfahren weiterzukommen. Eine Kompensation von Schwächen in einem Bereich durch Stärken in einem anderen ist nicht möglich. Es wird erwähnt, dass es keine Mindestgröße mehr für Polizisten gibt und die Anforderungen im Sporttrainingsplan auf der Homepage einsehbar sind. Der Computertest wird als anspruchsvoll beschrieben, da er eine hohe Konzentration erfordert, die sich vom Zuschauen am Sofa unterscheidet.

Beobachtung der Computertest-Teilnehmer und Stimmung in der Prüfung

00:58:11

Das Team tritt in den Raum, in dem die Teilnehmer den Computertest absolvieren. Die Atmosphäre ist angespannt, die Konzentration der Kandidaten ist hoch. Es wird beschrieben, dass die Aufgaben vom Sofa aus oft einfach aussehen, aber in der Praxis anspruchsvoll sind, da es um schnelle Mustererkennung und Merkfähigkeit geht. Die Ergebnisse werden sofort nach dem Test bewertet, aber die Teilnehmer erfahren erst später, ob sie bestanden haben. Ein Teilnehmer verlässt kurz den Raum und kommt zurück, was für Aufregung sorgt. Die gesamte Prozedur ist Teil eines strengen, ausschließenden Auswahlprozesses.

Vorstellung und Vorstellung des Auswahlverfahrens

01:03:03

Die Beamten der Landespolizei Niedersachsen stellen sich als echte Polizisten vor und erklären, den Ausfalltest für die Polizei in Hannover zu machen, um der Öffentlichkeit einen Einblick in ihre Behörde zu geben und digitaler Präsenz für Prävention und Beratung zu schaffen. Sie erwähnen, dass der Test aus Teilen wie dem Computertest, dem Sporttest und einem Präsentationsgespräch besteht und dass man bei einer Nichtbestehung eines Teils direkt aus dem Verfahren ausscheidet.

Durchführung und Herausforderungen des Computertests

01:05:47

Die Teilnehmer versuchen, den ersten Teil des Computertests zu bestehen, bei dem sie sich Merkmuster wie Dreiecke und Punkte merken müssen und darauf basierend Entscheidungen treffen müssen. Es wird deutlich, dass der Test hohe Konzentration erfordert und einige Teilnehmer überfordert sind und sich verwirren. Die Prüfung wird als sehr anstrengend beschrieben, da die Reihenfolge der Aufgaben und Regeln komplex und schwer zu behalten sind.

Medizinische Voraussetzungen und Übergang zum Sporttest

01:12:03

Ein Teilnehmer, der farbenblind ist, darauf angesprochen wird und als "durchgefallen" gilt, erfahren die Zuschauer, dass eine Rot-Grün-Schwäche tatsächlich zu einem Ausschluss aus dem Verfahren führen kann, da die Augen ein wichtiges Kriterium bei der medizinischen Untersuchung sind. Nach dem ersten Computertest-Block wechseln die Teilnehmer nun zur Sporthalle, um sich für den Lauftest umzuziehen.

Ablauf des Lauftests und persönliche Erfahrungen

01:40:17

Vor dem Lauftest erhalten die Teilnehmer Nummernleibchen und werden über den Ablauf informiert: Sie müssen 7,5 Runden auf einer Laufbahn absolvieren, was 3.000 Metern entspricht. Die Männer haben 17 Minuten, die Frauen 20 Minuten Zeit. Ein Polizeioffizier erzählt von Erfahrungen aus dem Einsatz, wie die Verfolgung von Tatverdächtigen, und betont die Wichtigkeit der deeskalierenden Kommunikation. Die Teilnehmer starten und es wird beobachtet, wer welches Tempo geht und wer sich gut hält.

Zusätzliche Informationen zur Karriere und zum Bewerbungsprozess

01:51:33

Während des Laufes werden weitere Fragen aus dem Chat beantwortet. Es gibt keine Mindestkörpergröße für die Polizei in Niedersachsen. Für den Dienst beim SEK gibt es einen separaten, sechstmonatigen Lehrgang mit zusätzlichen sportlichen und taktischen Anforderungen. Für die Bewerbung wird der Link w.polizei-studium.de genannt, wo alle Voraussetzungen und Informationen zu finden sind.

Beobachtungen und Motivation während des Laufs

01:54:04

Während des Laufs wird die Laufgruppe beobachtet. Die Teilnehmer in der Spitzengruppe, angeführt von einem Polizeioffizier, haben gute Chancen, die Zeit zu schaffen. Teilnehmer, die zurückgefallen sind, werden von den Kommentatoren und dem Chat angefeuert. Betont wird die große Leistung aller Teilnehmer, da viele von ihnen keinen regelmäßigen Sport treiben und sich dennoch dem Test stellen.

Ende des Lauftests und Abschluss des Events

01:55:49

Der Lauftest geht langsam zu Ende. Es wird noch einmal der Link zur Bewerbungsseite wiederholt und die Aufmerksamkeit auf die starken Teilnehmer gelenkt. Teilnehmer, die Verletzungsprobleme haben, werden ermutigt, den Test trotzdem bestmöglich zu bestehen. Der gesamte Auswahltest dient dazu, den Zuschauern einen authentischen Einblick in die Anforderungen und den Prozess bei der Polizei zu geben.

Sporttest für die Polizei: Anforderungen und Vorbereitung

01:57:00

Für den Einstellungstest der Polizei müssen alle Kandidaten vier standardisierte Disziplinen bestehen. Zur Erhaltung der Fitness ist eine jährliche Auffrischungspflicht vorgesehen, bei der die gleichen Leistungen erbracht werden müssen. Die Anforderungen sind dabei stramm, insbesondere beim Radfahren. Je älter man wird, erhält man etwas mehr Zeit. Der Streamer selbst hatte die Erkenntnis, dass es sinnvoll ist, bei den eigenen Stärken zu bleiben.

Umgang mit rechten Gruppen in der Polizei und Werte

01:59:47

Der Streamer beantwortete eine Frage zu rechten Gruppen innerhalb der Polizei. Er erklärte, dass es in Niedersachsen Initiativen gibt, die sich mit dem Thema befassen und Aufklärungsarbeit leisten. Sollte ein Kollege entsprechende Ansichten vertreten, wird ein Gespräch gesucht. Vorgesetzte werden einbezogen und das Thema aktiv kommuniziert. Eine klare Kante gegen jede Form von Hass und Feindlichkeit wird gezeigt, da solche Vorfälle das Ansehen der gesamten Polizei schädigen.

Ablauf des Eignungstests und Bewerbungszahlen

02:01:54

Der Eignungstest der Polizei Hannover findet viermal pro Woche statt und erstreckt sich über circa zehn Monate im Jahr. Pro Prüfungstag gibt es zwei Prüfgruppen mit jeweils 25 bis 30 Teilnehmern. Die Polizei ist auf verschiedene Szenarien, einschließlich potenzieller Terroranschläge, vorbereitet, kann aber keine detaillierten Informationen darüber preisgeben. Im vergangenen Jahr gab etwa 3.000 direkte Bewerbungen und 900 weitere für eine vorherige Qualifikation, wovon 590 eingestellt wurden.

Live-Demonstration des Sporttests und persönliche Zeiten

02:03:03

Der Streamer filmte Teilnehmer während des 3000-Meter-Laufs. Teilnehmer erreichten verschiedene Zeiten, die von 15:40 Minuten bis 20:00 Minuten reichten. Alle gezeigten Teilnehmer bestanden die Disziplin. Es wurden persönliche Bestzeiten, wie z.B. ein Halbmarathon in 1:31, geteilt. Der Streamer erwähnte, dass Polizeiintern diverse Sportarten betrieben werden, vom Kraftsport über Klettern bis hin zu Ballsportarten, und sogar internationale Wettkämpfe stattfinden.

Konsequenzen bei Nichtbestehen des Fitness-Tests

02:07:00

Falls ein Polizeibeamter den jährlichen Fitness-Test nicht besteht, hat er die Möglichkeit, ihn zu wiederholen. Es besteht eine Pflicht zur Gesunderhaltung. Als Anreiz erhalten Beamte, die den Test bestehen, drei bezahlte Freistellungstage. Für Anwärter ist das Bestehen des Tests entscheidend, da man sonst nicht in den Beamtenstatus auf Lebenszeit berufen werden kann und aus dem Dienst ausscheiden könnte.

Nachbereitung von belastenden Einsätzen und psychische Gesundheit

02:10:19

Belastende Einsätze werden nachbesprochen, um diese zu verarbeiten. Dies kann in der Dienstabteilung, über die Regionale Beratungsstelle (RBS) oder die Polizeiseelsorge geschehen. Offene Kommunikation und das Einbeziehen verschiedener Perspektiven sind dabei entscheidend. Der Streamer appellierte an Zuschauer und Kollegen, bei belastenden Erlebnissen über das Erlebte zu sprechen und sich professionelle Hilfe zu holen, um langfristig leistungsfähig zu bleiben.

Computertest und Anforderungen an Bewerber

02:23:37

Nach dem Sporttest erfolgte der Computertest, der ca. drei Stunden dauert und in zwei Blöcken mit kurzen Pausen unterteilt ist. Er beinhaltet Aufgaben zur Kognition, Analysefähigkeit, Schlussfolgerndes Denken und Allgemeinknowledge. Zeitdruck ist ein Teil des Tests, um Stress zu simulieren. Die Polizei Hannover bietet Bewerbern auf ihrer Homepage bereits Übungsaufgaben an, um sie optimal auf den Computertest vorzubereiten.

Häufigste Gründe für ein Scheitern am Auswahlverfahren

02:51:53

Die meisten Bewerber scheitern am Auswahlverfahren an der körperlichen Überprüfung, obwohl die Anforderungen und Trainingspläne öffentlich bekannt sind. Auch der Computertest führt zu einer hohen Ausscheidungsquote. Dagegen fällt bei den Präsentationsgesprächen eine geringere Anzahl durch, da hier die Erfolgsquote bereits höher ist. Die Polizei stellt umfangreiche Materialien und Vorbereitungshilfen auf ihrer Homepage bereit, um Bewerbern bestmögliche Chancen zu geben.

Durchführung eines Mustererkennungstests

02:55:19

Der Stream zeigt die Durchführung eines Tests, bei dem Kandidaten ein bestimmtes Muster erkennen und vervollständigen müssen. Dabei gibt es acht Elemente, von denen eines korrekt ist. Der Streamer moderiert den Prozess, während die Teilnehmer verschiedene Lösungsansätze diskutieren und der Chat ebenfalls versucht, die richtige Antwort zu finden. Eine Teilnehmerin hat Schwierigkeiten, da sie sich über die anzuwendenden Regeln unsicher ist und verschiedene Muster in Betracht zieht, aber der Streamer gibt keinen Tipp und verweist auf die Möglichkeit, solche Aufgaben später gemeinsam zu üben.

Ablauf des Auswahlverfahrens und Vorbereitungsmöglichkeiten

02:58:48

Es wird der Ablauf des polizeilichen Auswahlverfahrens erläutert. Der Sporttest findet in der Regel vor dem schriftlichen Test statt, was aus organisatorischen Gründen so erfolgt. Bewerbende erhalten einen speziellen Trainingslink, um sich gezielt auf den computergestützten Test vorzubereiten, obwohl dieser Link während des Streams nicht weitergegeben werden kann. Der Prozess dauert mehrere Tage und beinhaltet auch Präsentationsgespräche. Die Altersgrenze liegt bei 32 bis 35 Jahren, mit Ausnahmen für Berufssoldaten. Eine Frage zur Durchfallquote im Studium wird beantwortet, wobei dieser im einstelligen Prozentbereich liegt.

Live-Übertragung auf TikTok und Beantwortung von Fragen

03:05:15

Der Stream wird auf TikTok fortgesetzt, um Fragen aus diesem Kanal zu beantworten. Die Moderatoren führen die Zuschauer durch die Gelände der Polizeiakademie. Es werden verschiedene Themen angesprochen, wie beispielsweise die Notwendigkeit von Englischkenntnissen im Polizeidienst, die Studienfächer, die Definition von Straftaten im Studium und der Beamtenstatus, der ab dem ersten Tag besteht. Auch der Unterschied zwischen einer Ausbildung und einem Studium im mittleren bzw. gehobenen Dienst wird klar dargestellt und die Besoldung erwähnt.

Thema Cannabis und Sicherheitsüberprüfungen

03:15:56

Ein sehr präsentes Thema im Stream ist der Konsum von Cannabis durch Polizisten. Dies wird strikt abgelehnt, da es nicht den Werten der Polizei widerspricht und mit dem Tragen einer Dienstwaffe unvereinbar ist. Die Legalisierung hat zwar weniger Bürokratie bei bestimmten Delikten zur Folge, aber die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit bleibt. Ebenfalls wird der beamtenrechtliche Hintergrundcheck als Sicherheitsüberprüfung erwähnt, um sicherzustellen, dass nur Personen mit einer demokratischen Gesinnung als Polizisten tätig werden.

Regelungen zu Tätowierungen und Hierarchie in der Polizei

03:26:09

Die Regeln für Tätowierungen bei der Polizei in Niedersachsen werden erläutert. Grundsätzlich sind sichtbare Tätowierungen unproblematisch, solange diese keine verfassungswidrigen Symbole oder Werte widerspiegeln. Entscheidungen darüber werden einzeln geprüft. Des Weiteren wird die Hierarchie in der Polizei erklärt. Die Kommunikation ist auf Augenhöhe und ein Aufstieg in höhere Dienste ist durch ein Masterstudium und Führungsqualifikationen möglich, wie beispielsweise für den Hörer-Dienst, der Managementaufgaben übernimmt.

Fortsetzung des körperlichen Leistungstests und Teilnehmerreaktionen

03:32:39

Der zweite Teil der Überprüfung der körperlichen Leistungsfähigkeit (ÜKL) beginnt. Teilnehmer äußern sich über den Verlauf der Aufgaben, die als Minispiele oder kommentierte Tests beschrieben werden, die Spaß machen, aber auch schnelllebig sind. Die Aufgaben erfordern logisches Denken und Konzentration. Nach Abschluss der Tests äußern die Teilnehmer ihre Erleichterung und Optimismus. Eine Frage zur Typ-1-Diabetes und den jährlichen Sportleistungsnachweisen für Polizisten wird beantwortet, wobei die Pflicht zur Gesunderhaltung auch private Sportaktivitäten umfasst.

Beamtenstatus bei Erkrankung

03:42:03

Für bereits beamtete Polizisten ist der Umgang mit Erkrankungen wie Diabetes geregelt. Bei Dienstunfähigkeit werden sie nicht entlassen, sondern auf passende Posten umgesetzt. Sollte beispielsweise der Streifendienst nicht mehr möglich sein, gibt es anderweitige Tätigkeiten. Beamte auf Lebenszeit erhalten dabei auf jeden Fall Unterstützung durch den Dienst. Die Bewerbung mit einer solchen Erkrankung ist grundsätzlich möglich und wird einzelfallabhängig vom medizinischen Dienst geprüft.

Vorstellung des Parcours

03:43:18

Die Veranstaltung findet in einer modernen Funktionshalle statt, die auch als Eventhalle genutzt werden kann. Der Parcours besteht aus mehreren Stationen, die zyklisch durchlaufen werden. Die Teilnehmer müssen an jeder Station eine einstellige Zahl an einer bestimmten Farbe, beispielsweise Rot, finden und sich als Merkaufgabe merken. Anschließend wird der vierstellige Code abgefragt. Jede Station hat spezifische Anforderungen, von Überwindung von Hindernissen bis zum Tragen von Hanteln, und die Zeit wird kontinuierlich gemessen.

Personenrettung als anspruchsvollste Übung

03:52:19

Die Personenrettung wird als die schwierigste Station des Parcours beschrieben. Hier muss eine 70-Kilo-Puppe aufgehoben und mit einem speziellen Rettungsgriff transportiert werden. Entscheidend ist, dass die Daumen bei diesem Griff immer nach vorne zeigen, um Verletzungen an sich selbst oder der Person zu vermeiden. Daumen nach vorne ist also eine wichtige Sicherheitsmaßnahme. Der Griff muss zügig und korrekt ausgeführt werden, da diese Station als sehr zeitaufwändig gilt und für viele Bewerber zur Stolperfeder werden kann.

Waffenhandhabung und Teamdurchlauf

03:56:10

Nachdem der Parcours absolviert und der Code eingegeben wurde, folgt die Übung zur Waffenhandhabung. Dabei handelt es sich um eine Rotwaffe, die baugleich zur echten Dienstwaffe SFP9 ist. Die Teilnehmer werden angewiesen, den Finger erst außerhalb des Abzugs zu positionieren. Nach dem Zielen wird der Finger wieder längs des Schaftes geführt. Der Parcours wird nicht einzeln, sondern in Teams zu zweit absolviert, wobei sich die Teilnehmer gegenseitig unterstützen und prüfen.

Bewerbung und Auswahlverfahren

04:17:28

Es wird klargestellt, dass sich Interessierte bereits jetzt für das Jahr 2027 bei der Polizei Niedersachsen bewerben können. Das Bewerbungsfenster für das Jahr 2026 schließt voraussichtlich Mitte Februar. Für die Einstellung gibt es ein Ranking-System, bei dem die Besten der Auswahlverfahren priorisiert werden. Eine direkte Zusage im Auswahlgespräch ist nicht mehr üblich. Auch für Ex-Soldaten der Bundeswehr gibt es eine gute Chance, eine Altersgrenze wird jedoch mit 32 Jahren angegeben, wobei es bis 35 Ausnahmen geben kann.

Uniform und Anforderungen

04:27:41

Polizeianwärter erhalten ihre Uniform bereits zu Studienbeginn, die sie über das LZN-Konto selbst bestellen und waschen können. Ein gepflegtes äußeres Erscheinungsbild ist dabei wichtig. Frühere Mindestgrößen-Anforderungen wurden abgeschaffen, sodass sich jeder bewerben kann. Die Frage nach deutschen Staatsbürgerschaft wird verneint; sie ist keine zwingende Voraussetzung. Auch Personen mit Vorstrafe können sich bewerben, wobei die Art und der Zeitpunkt der Straftat eine Rolle spielen.

Ablauf des Studiums

04:36:44

Das Polizeistudium beginnt direkt mit inhaltlich gefüllten Unterrichtsstunden, ohne lange Vorlaufzeiten. Ein zentraler Tipp für Studienanfänger ist, aktiv mitzuschreiben und den Stoff mithilfe der Hand-Kopf-Methode zu verinnerlichen. Die Uniform wird im Studium täglich getragen. Für Angestellte mit anderen Berufen, wie Elektriker, gibt es ein gesondertes, vereinfachtes Auswahlverfahren ohne den sportlichen Teil und den Computertest.

Beförderungssystem im Dienst

04:42:10

Innerhalb der Polizei erfolgt die Beförderung alle drei Jahre basierend auf einer Beurteilung. Polizeibeamte werden in Vergleichsgruppen eingestuft und nach einem Ranking befördert. Dieses Ranking bestimmt, wer für die freigegebenen Beförderungsplätze in Frage kommt. Wer in einem Zyklus nicht befördert wird, hat im nächsten Zyklus bei einer besseren Beurteilung erneut die Chance. Dienstjahre können dabei eine zusätzliche Rolle spielen.

Beförderung und medizinische Voraussetzungen

04:43:15

Es wird die Möglichkeit erörtert, sich auf Posten mit höheren Dienstgraden zu bewerben. So kann beispielsweise eine Bewerbung als A12 auf einen mit A13 hinterlegten Posten erfolgen, was zu einer automatischen Beförderung führt. Kritisch ist die Klärung von Vorerkrankungen vorab. Bei Bedarf kann der medizinische Dienst in Göttingen kontaktiert werden, um dies prüfen zu lassen und so frustrierende Ausschlüsse im Verfahren zu vermeiden. Für Angestellte entfällt der Computertest.

Auswertung und Integration in das Auswahlverfahren

04:44:42

Die Bewertung des Computertests erfolgt nach differenzierten Skalen. Ein einzelner Testbereich kann nicht durch andere ausgeglichen werden, da in allen Bereiche eine Mindestleistung erforderlich ist. Ein Auswertetool kombiniert die Ergebnisse des Computertests mit denen des Präsentationsgesprächs. Es ist somit möglich, bei einem durchgefallenen Präsentationsgespräch das gesamte Verfahren zu scheitern, auch wenn der Computertest bestanden wurde.

Fortlaufende sportliche Anforderungen

04:52:03

Nach Abschluss der Ausbildung oder des Studiums müssen Polizisten jährlich einen Sporttest absolvieren. Dies kann durch Laufen, Schwimmen, Radfahren oder Nordic Walking erfolgen. Die Anforderungen werden je nach Alter und Geschlecht angepasst. Sollte dieser Test für drei Jahre nicht bestanden werden, droht die Entfernung aus dem Dienst und die Verweigerung derBeamten auf Lebenszeit.

Karrierewege im Dienst und der Umgang

04:53:24

Die Polizei bietet vielfältige Karrierewege. Innerhalb der Behörde werden Stellenausschreibungen intern bekannt gegeben, auf die sich Beamte bewerben können. Auch die Position des Dozenten an der Polizeiakademie wird ausgeschrieben. Der formelle Umgang im Dienst ist an die Hierarchie geknüpft, wobei eine generelle Duz-Regel herrscht. Die genaue Form des Umgangs ergibt sich oft aus der Praxis und dem persönlichen Eindruck.

Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit und Teamzusammenhalt

04:55:50

Die Tätigkeit im Social-Media-Team der Polizei läuft neben dem regulären Dienst, bei vielen als Nebentätigkeit. Es wird betont, dass ein reibungsloser Betrieb ohne die Angestellten und Beschäftigten nicht möglich ist. Die Zusammenarbeit erfolgt auf Augenhöhe und ist von großer Wertschätzung geprägt. Für die Öffentlichkeitsarbeit werden oft hochspezialisierte Kräfte wie Designer und Marketingexp benötigt, deren Expertise unerlässlich ist.

Computerbasiertes Training zur Vorbereitung

05:07:17

Nach einer erfolgreichen Bewerbung erhalten die Bewerber Zugriff auf ein kostenloses, computerbasiertes Training. Dieses sechs-wöchige Vorbereitungstool soll Chancengleichheit schaffen und jedem die Möglichkeit geben, sich optimal vorzubereiten. Die Entwicklung erfolgte in Kooperation mit dem DLR, das die Ausschreibung gewonnen hat. Das Training umfasst sechs Basismodule wie Arbeitsgedächtnis, Schlussfolgerndes Denken und Wahrnehmung, die wie in einem Spiel durch Levelaufstieg trainiert werden können.

Einblicke in die Testdurchführung

05:15:04

Es werden konkrete Beispiele aus den verschiedenen Testmodulen gezeigt. Bei der Wahrnehmungsprüfung müssen sich die Teilnehmer schnell Merkmale von Instrumenten merken. Bei der Aufmerksamkeitsprüfung werden Eigenschaften von Dreiecken wie Farbe, Form und Punktanzahl verglichen und Regeln angewendet. Diese Aufgaben sind ein Bestandteil des computergestützten Tests und sollen geübt werden, um im echten Verfahren bestehen zu können.

Der Persönlichkeitstest und das finale Gespräch

05:25:44

Die abschließende Phase ist ein persönliches Gespräch, in dem die Bewerber befragt werden. Hierbei geht es um Charaktereigenschaften, Einstellungen und Motivation. Die Wahrhaftigkeit der Antworten ist entscheidend, da diese mit den Ergebnissen des Computertests und Interviews abgeglichen werden. Die Körpersprache wird ebenfalls genau beobachtet, um die Eignung für den Polizeidienst zu bewerten. Dieses Gespräch stellt die finale Hürde im Auswahlverfahren dar.

Eindrücke vom Auswahlverfahren

05:33:14

Der Streamer berichtet von seinen persönlichen Eindrücken des Auswahlverfahrens bei der Polizei. Er beschreibt seine Vorgehensweise bei einem Merktest, bei dem er sich Begriffe durch eine fantasievolle Geschichte einprägte, die er als sehr effektiv empfand. Bei zeitlich begrenzten Aufgaben wie einem Logiktest schnitt er jedoch schlecht ab, da er unter dem Druck der anderen Teilnehmer und der Prüferin ins Stocken geriet. Dies war für ihn eine wichtige Erfahrung über die Herausforderungen des Verfahrens.

Einblicke in nicht-öffentliche Teile

05:34:40

Eine wertvolle Erkenntnis aus dem Stream ist, dass Teile des Auswahlverfahrens nicht öffentlich zugänglich sind. Der Streamer konnte Einblicke in Fragen und Aufgaben erhalten, die normalerweise nicht gezeigt werden. Dazu gehörten Fragen wie die nach der Europawahl oder situationsbezogene Tests, die ein realistischer Eindruck der Anforderungen vermittelten. Diese versteckten Elemente des Auswahlprozesses wurden als aufschlussreich empfunden.

Ergebnisse und weitere Verfahrensschritte

05:35:25

Nach den Aufgaben wurden die ersten Ergebnisse verkündet. Vier Teilnehmer schafften es in die nächste Runde, die die Interviews. Aufgrund der besonderen Dynamik wurden die erfolgreichen Kandidaten in Teams eingeteilt, die gemeinsam ins Interview gehen durften. Die nicht direkt qualifizierten Teilnehmer hatten die Möglichkeit, als Bewerter teilzunehmen. Der Streamer erhielt auch die Information, dass die schriftlichen Ergebnisse erst nach dem Abschluss aller Tests vorliegen.

Die eigentlichen Interviews beginnen

05:54:07

Die Vorbereitung auf die Interviews lief unter Zeitdruck. Die Teams hatten nur zehn Minuten, sich auf ihre Präsentation zu einem fiktiven Polizeieinsatz vorzubereiten. Die Prüfer, darunter erfahrene Polizeibeamte und eine Schauspielerin, leiteten die Interviews ein und betonten den ablaufgetreuen, skriptgestützten Charakter des Gesprächs. Die Kandidaten wurden gebeten, sich zu stellen und ihre Präsentation zu halten, gefolgt von situativen Fragen zum Berufsbild.

Situative Fragen und Wertehaltung

06:13:22

Die zentrale Phase der Interviews bestand aus situativen Fragen, bei denen sich die Kandidaten in Polizeibeamte versetzen mussten. Beispielsweise wurde eine Konfrontation zwischen einem empörten Bürger und einem Obdachlosen im Park vorgegeben. Die Kandidaten mussten ihr Verhalten detailliert beschreiben, beginnend mit der Deeskalation bis zur Lösung. Es wurden auch Fragen zur Haltung zu körperlichem Einsatz und Schusswaffe gestellt sowie Nachfragen zur eigenen Belastbarkeit.

Auswertung der Interviews

06:31:08

Nach Abschluss der Interviews begann die ausführliche Bewertung durch die Prüferkommission. Jeder Bewerber wurde anhand verschiedener Kriterien bewertet, wie Sprachlicher Ausdruck, Auftreten, Stressresistenz, Reflexionsfähigkeit und Berufskonzept. Die Prüfer tauschten sich über die Leistungen aus und gaben Noten, die sie dann in Gesamtnoten umrechneten. Dieser interne Bewertungsprozess wurde als transparent und streng beschrieben.

Verkündigung der endgültigen Ergebnisse

06:36:12

Die finalen Ergebnisse wurden allen Teilnehmern mitgeteilt. Es wurde bekannt gegeben, wer die Prüfung bestanden hat. Die erfolgreichen Kandidaten erhielten zur Belohnung und Erinnerung eine silberne Flasche mit einem QR-Code, der auf den weiteren Ablauf im Bewerbungsprozess verweist. Dies wurde als positiver Abschluss und motivierender Ansporn für die zukünftige Karriere bei der Polizei gewertet.

Abschluss und Dank an die Community

06:38:13

Der Stream endete mit einem Dank an alle Teilnehmer, das Polizeiteam und die Community. Der Streamer hob hervor, wie wertvoll der Einblick in das Auswahlverfahren für die Zuschauer war und lobte die positive und engagierte Stimmung im Chat. Er betonte, dass der Stream nicht nur den Teilnehmern, sondern auch der Polizeiakademie als Werbung für den Beruf gedient habe und sich auf eine zukünftige Zusammenarbeit freuen.