It's science, twitch. Heute mit chemischer Unterstützung aus dem KTI des LKA.
Chemikerin stellt Arbeit des KTI vor
Es wurde die Arbeit des Kriminaltechnischen Instituts des LKA thematisiert. Dabei wurde eine Chemikerin vorgestellt, die im Bereich der Toxikologie arbeitet. Erklärt wurde der Analyseprozess von Asservaten und der damit verbundene hohe Verantwortungsbewusstsein.
Begrüßung und Einstieg in den Stream
00:03:13Der Stream beginnt mit der Begrüßung der Zuschauer und einem Check der technischen Gegebenheiten. Es erfolgt eine allgemeine Runde durch den Chat, um aktive Teilnehmer wie FCCZ, Fred, Ryan und andere zu begrüßen. Gleichzeitig wird auf ein Problem mit der Lautstärke eingegangen und eine Lösung eingeleitet, um die Hörbarkeit zu verbessern. Der Streamer teilt mit, dass er Nachtschicht hatte und sich danach ausgeruht hat, bevor er zum Stream kam.
Hinweise zur Cyberkriminalität und Anzeigenerstattung
00:04:36Ein Zuschauer meldet den Erhalt von Drohungen mit dem Veröffentlichen privater Fotos. Der Streamer gibt den wichtigen Rat, sich bei solchen Vorfällen an die Polizei, insbesondere über die Online-Wache, zu wenden oder direkt Anzeige zu erstatten. Es wird betont, dass es sich dabei um einen strafrechtlich relevanten Vorgang handelt und dass Opfer auf jeden Fall handeln sollten, um sich selbst zu schützen und andere potenzielle Opfer zu schützen.
Diskussion über Kleinanzeigenbetrug und Präventionstipps
00:07:20Ein weiterer Zuschauer berichtet von einem Betrug über Kleinanzeigen in Höhe von 225 Euro. Der Streamer nutzt diesen Anlass, um auf die Gefahren von Internetbetrug hinzuweisen und den Zuschauern eindringlich zu raten, solche Vorfälle immer zur Anzeige zu bringen. Es wird erklärt, dass eine hohe Anzahl an Anzeigen zu intensiveren Ermittlungen führt und potenzielle zukünftige Opfer schützt. Außerdem werden sichere Bezahlmethoden wie die Plattform-integrierte Bezahlung empfohlen.
Polizeiliche Maßnahmen im Umgang mit Rassismus
00:26:35Auf die Frage nach Rassismusbekämpfung in der Polizei geht der Streamer auf interne Initiativen wie „Polizeischutz für die Demokratie“ ein. Diese umfassen Fortbildungen und die Sensibilisierung für Alltagsrassismus und Stammtischparolen. Es wird betont, dass die Polizei politisch neutral ist und alle demokratischen Rechte schützt, aber gleichzeitig intern entschieden gegen Verstöße vorgeht und interne Ermittlungen sehr präzise sein können.
Vorstellung der neuen Community-Policerin Kim vom KTI/LKA
00:36:47Der Stream stellt Kim vor, die als neue Community-Policerin vom Kriminaltechnischen Institut (KTI) des Landeskriminalamts (LKA) vorgestellt wird. Sie ist Chemisch-Technische Assistentin und in der Toxikologie tätig. Ihr Fokus liegt auf der Aufklärung der Arbeit des KTI, insbesondere auf nicht-uniformierten Bereichen. Ihr Ziel ist es, durch ihren Instagram-Account Einblicke in spannende, wissenschaftliche Polizeiarbeit zu geben und die Akzeptanz der Polizei zu erhöhen.
Einblicke in die Arbeit des KTI: Chemie und forensische Wissenschaften
00:38:14Kim erklärt ihre Tätigkeit im KTI. Sie arbeitet nicht im Streifendienst, sondern im Labor und direkt an Tatorten, um Spuren zu sichern und zu analysieren. Speziell ihr Fachbereich ist die Toxikologie, also die Analyse von Betäubungsmitteln und Giften. Ihr Team fährt mit einem speziell umgebauten Laborwagen zu Einsätzen, um vor Ort chemische Analysen durchzuführen. Dies ermöglicht eine schnelle und effektive Tatortarbeit, die an Serien wie „CSI“ erinnert.
Ankündigung des IT-Recruiting Days und anderer Aktivitäten
00:43:10Neben dem Hauptthema werden weitere Ankündigungen gemacht. So findet am 17. Januar ein IT-Recruiting Day in Laatzen statt, an dem IT-Spezialisten direkt eingestellt werden können. Außerdem wird eine interaktive Runde des Spiels „GeoGuesser“ sowie ein eventuell gemeinsames Zocken von Among Us oder Marvel's Spider-Man nach dem Talk angekündigt, um die Community stärker einzubeziehen.
Zusammenfassung und Ausblick für zukünftige Streams
00:55:26Der Stream endet mit einer positiven Zusammenfassung. Es wird der erfolgreiche Start des neuen Instagram-Kanals des LKA mit Kim gefeiert und die Zuschauer ermutigt, diesem zu folgen. Der Fokus liegt darauf, zukünftig spannende Einblicke in die forensische Wissenschaft und die Polizeiarbeit zu bieten. Der Streamer betont, dass es wichtig ist, auch nicht-uniformierte Bereiche wie das KTI sichtbar zu machen, um ein umfassenderes Bild der Polizei zu vermitteln.
Werdegang und Aufgaben im KTI
00:58:44Die berufliche Laufbahn im Kriminaltechnischen Institut (KTI) des LKA beginnt nicht mit einem Studium, sondern mit einer zweijährigen schulischen Ausbildung zur chemisch-technischen Assistentin. Nach Abschluss dieser Ausbildung sucht man sich seinen spezifischen Fachbereich, wobei instrumentelle Analytik als Kerngebiet gilt. Diese Position bietet eine große Bandbreite an Möglichkeiten, von der Lebensmittel- zur Betäubungsmittelanalytik. Besonders im BTM-Bereich, der Toxikologie und der Bekämpfung von designer drugs bleibt die Arbeit dynamisch und fordert ständigen fachlichen Austausch deutschlandweit.
Analyse von BTM-Asservaten im Detail
01:03:22Die Arbeit mit Beweismitteln wie Betäubungsmitteln (BTM) erfordert höchste Präzision und Sicherheit. Zunächst muss jede Substanz, egal ob es sich um einen weißen Pulverblock handelt, identifiziert und ihr Wirkstoffgehalt bestimmt werden. Dafür wird die Masse homogenisiert und repräsentativ probiert. Die Analysen finden in speziellen Laborabzügen statt, um Kontaminationen des Personals zu verhindern. Mitarbeiter tragen immer Kittel, Handschuhe und Schutzbrillen. Eine zentrale Herausforderung ist das straffreie Handhaben von Asservaten, was durch strikte Qualitätsmanagementvorschriften und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein aller Teammitglieder gewährleistet wird.
Ablauf der Probenbearbeitung bis zum Gutachten
01:08:28Der Weg eines Beweismittels von der polizeilichen Fundstelle bis zum Gutachten ist ein mehrstufiger und streng geregelter Prozess. Nach der Sicherstellung werden die Proben im KTI fachgerecht aufbereitet, zerkleinert und homogenisiert. Aus dieser Masse wird eine repräsentative Teilprobe entnommen. Abhängig von der Art der Substanz – ob Marihuana, Kokain oder Gift – werden unterschiedliche spezialisierte Messgeräte und Teams eingesetzt, um den Wirkstoffgehalt und Begleitsubstanzen zu ermitteln. Die Ergebnisse werden in einem gerichtsfesten Gutachten zusammengefasst, das zusammen mit den restlichen Proben zur Dienststelle oder Staatsanwaltschaft zurückgesandt wird.
Herausforderungen bei der Drogenanalyse und Kontaminationsrisiken
01:30:50Die Analyse von Drogen birgt erhebliche Risiken und erfordert maximale Vorsicht. Der visuelle Eindruck einer Substanz, sei es eine Tablette oder ein Pulver, ist irreführend, da die Zusammenschaft variieren kann und hochgiftige Beimischungen möglich sind. Beim Umgang mit großen Mengen Staub oder staubenden Substanzen besteht das Risiko einer Kontamination. Dies wird durch spezielle Absauganlagen, zusätzliche Masken und anschließende Eigenurinkontrollen der Mitarbeiter ausgeschlossen. Eine Kontamination wäre ein schwerwiegender Vorfall, der zu einer direkten Gesundheitsgefährdung und einem Stopp des Dienstverkehrs führen würde, was unterstreicht, warum die Arbeit im Labor ein ständiges Training für maximale Achtsamkeit ist.
Ziele und Inhalte des neuen Instagram-Kanals
01:36:56Mit dem neuen Instagram-Account @polizeihannover kim hat das LKA Niedersachsen ein Vorhaben gestartet, um die Polizeiarbeit einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Der Fokus liegt auf der Aufarbeitung und dem Einsichten aus dem Polizeilabor, insbesondere dem KTI. Kim will komplexe chemische Verfahren wie Gas- und Flüssigkeitschromatographie verständlich und mit viel Leidenschaft erklären. Ziel ist es, die Rolle des KTI als Service-Dienstleister für die gesamte Polizei und die einzigartige Expertise der Mitarbeiter sichtbar zu machen. Dieses Vorhaben ist bundesweit ein Novum und positioniert Niedersachsen als Vorreiter in der digitalen Polizeiarbeit.
Auswirkungen der Cannabis-Teillegalisierung auf die Arbeit
01:39:09Die Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland hat die Arbeitsbelastung im BTM-Bereich des KTI nur teilweise reduziert. Während die Zahl der Kleinstmengen-Verfahren abgenommen hat, ist der Anteil an Großmengen an Cannabis unverändert hoch. Das KTI muss bei jeder Menge, ob es sich um wenige Gramm oder mehrere hundert Kilo handelt, den kompletten und aufwändigen Analyseprozess durchführen. Daher hat sich die Arbeitslast im Labor kaum verringert. Die Teillegalisierung hat jedoch in anderen, ermittelnden Bereichen der Polizei, die sich mit der Dokumentation von Kleinstmengen beschäftigten, eine spürbare Entlastung gebracht.
Zukünftiger Besuch im KTI und Ausblick
01:42:46Auf Anregung des Publikums wurde bereits eine geplante Besichtigung des KTI für einen zukünftigen Livestream in Aussicht gestellt. Es ist vorgesehen, dass die Streamer und das Publikum in voller Schutzkleidung, inklusive Kittel und Brille, das Labor und die Arbeitsplätze erleben können. Auch wenn der genaue Termin noch mit der vorgesetzten Führung besprochen werden muss, ist das Vorhaben grundsätzlich positiv beschieden. Ziel ist es, einen authentischen Einblick in die forensische Arbeit zu geben und die Funktionsweise der komplexen Messgeräte sowie die Herausforderungen des Alltags im KTI direkt vor Ort zu zeigen.
Uniforme und Dienstrechtliche Grenzen
01:51:51Es wird die Frage nach der Tragepflicht der Uniform thematisiert. Das Streamer-Team erklärt, dass die Uniform nur während der Dienstzeit getragen wird, um die Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Im Gegensatz dazu könnte es problematisch sein, die Uniform außerhalb des Dienstes zu tragen, beispielsweise auf einer Party, da dies unprofessionell wirken und strafrechtliche Konsequenzen haben könnte. Der Unterschied zwischen dienstlicher Nutzung und privater Nutzung wird als wesentlich angesehen.
Folgen der Cannabis-Teillegalisierung für die Polizei
01:54:30Ein Zuschauer fragt, ob die Arbeit der Polizei durch die Teillegalisierung von Cannabis abgenommen hat. Das Team erklärt, dass es zwar weniger Folgedelikte gebe, da der Besitz nicht mehr strafbar ist, aber die Strafbarkeit des Fahrens unter dem Einfluss von THC weiterhin bestehe. Dies führe zwar zu weniger Arbeit bei der Verfolgung von Besitzdelikten, nicht jedoch bei der Kontrolle im Straßenverkehr. Die Betonung liegt auf dem weiterhin bestehenden Kernbereich der polizeilichen Arbeit.
Politische Neutralität der Polizei
02:03:31Es werden Fragen zu politischen Themen wie dem Böllerverbot gestellt. Das Team betont, dass die Polizei aus Gründen der politischen Neutralität in solchen Fällen keine offizielle Stellungnahme beziehen kann. Es wird erklärt, dass Entscheidungen zu solchen politischen Themen nicht von der Polizei, sondern von der Politik getroffen werden. Das Team äußert jedoch persönliche Meinungen und appelliert an die Einhaltung der Gesetze, auch bei der Nutzung von zugelassenen Böllern.
Kontrolle und Rechenschaftspflicht innerhalb der Polizei
02:14:00Ein Zuschauer fragt, wer die Polizei kontrolliert, wenn sich Bürger falsch behandelt fühlen. Das Team erklärt, dass es interne Bereiche innerhalb der Polizei gibt, die abgekoppelt sind und speziell für die Ermittlung bei Fehlverhalten von Polizisten zuständig sind. Diese Bereiche nehmen Anzeigen auf und führen Vernehmungen durch. Es wird betont, wie wichtig diese institutionelle Kontrolle für die Vertrauensbildung ist.
Interaktives Spiel und Merch-Verlosung
02:15:46Für mehr Interaktion wird das Spiel „Marbles“ gespielt. Zuschauer können durch Eingaben wie „Ausrufezeichen Play“ teilnehmen und mit einer Kugel an einem Rennen teilnehmen. Während des Spiels werden mehrere Runden durchgeführt. Nach jedem Rennen wird der Gewinner bekannt gegeben und dazu aufgerufen, per E-Mail einen Preis zu beantragen. Die Preise umfassen Merchandise-Artikel wie Hüte, Socken und Beutel vom LKA.
Zusammenfassung und Ziel des Live-Streams
02:45:07Es wird die Frage gestellt, warum die Polizei überhaupt auf Twitch streamt. Die Antwort ist, dass das Ziel darin besteht, für die Bürger erreichbar zu sein, Fragen zu beantworten und Einblicke in die polizeiliche Arbeit zu geben. Es geht um Präsenz, Prävention und Aufklärung, um ein besseres Verständnis für die Polizei zu schaffen und Vertrauen aufzubauen. Der Stream dient auch als modernes Kommunikationsmittel, um sowohl direkt mit der Öffentlichkeit interagieren als auch Berufsbilder positiv darzustellen.