IRL - Unterwegs mit dem Marienkäfer. Wir nehmen euch mit in die Innenstadt Hannovers.
Polizei und Marienkäfer: Hilfe für Obdachlose in Hannover
In Hannover findet eine besondere Zusammenarbeit statt. Beamte des Polizeipräsidiums und der Marienkäfer e.V. haben sich zusammengetan, um Obdachlose zu unterstützen. Der umgebaute Bus ist mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und warmer Kleidung ausgestattet und fährt durch die Stadt, um den Menschen direkt zu helfen. Bei einem Besuch im Asphalt-Magazin wird gezeigt, wie Straßenzeitungen Perspektiven für Verkäufer schaffen. Der Fokus liegt auf Respekt und Menschlichkeit im Umgang mit Bedürftigen.
Streamstart und technische Vorbereitung
00:00:00Der Stream beginnt mit einer Vorstellung der Technik, die im Bus verbaut ist. Es werden mehrere Kameras gezeigt, darunter die Türkamera und Clips-Kamera. Im Notfall kann der Stream pausiert werden, um sensible Situationen nicht zu zeigen. Der Stream läuft mit einer 1-Gbit-Leitung, die durch vier Starlink-Verbindungen und fünf Telefonnetze gesichert wird. Dies ermöglicht eine stabile Übertragung auch bei mobilen Einsätzen.
Kooperation zwischen Marienkäfer und Polizei Hannover
00:03:06Ein besonderer Stream, der erstmals gemeinsam mit Marienkäfer stattfindet. Die Kooperation entstand nach mehrfachen Anfragen von Zuschauern, die die Arbeit von Marienkäfer schätzen. Marienkäfer setzt sich seit vier Jahren für Hilfsbedürftige ein, drei Jahre davon auf Twitch. Der Stream gibt Einblicke in die Arbeit vor Ort und plant einen Besuch im Asphalt-Magazin in Hannover, das ebenfalls lokale Hilfsbedürftige unterstützt.
Geschichte des Marienkäfer-Busses
00:07:26Die Entstehung des Marienkäfer-Projekts wird erzählt - angefangen mit einem gebraucht gekauften MAN-Bus, der zu einem Obdachlosenbus umgebaut wurde. Später wurde ein blauer Mercedes-Bus angeschafft, der Namensgeber für 'Marienkäfer' wurde. Der Bus dient nicht nur zur Versorgung von Obdachlosen, sondern auch als mobile Einheit für Katastropheneinsätze. Die Auswahl des Namens erklärt sich durch den Marienplatz in München und die Symbolik des Glücksbringers.
Polizei Hannover stellt sich vor
00:18:20Das Team von Polizei Hannover stellt sich und ihre Arbeit vor. Sie streamen als 'Digitale Wache', um junge Menschen zu erreichen und polizeiliche Themen zugänglich zu machen. Abwechslungsreiche Streams reichen von Autobahnkontrollen bis zu sensiblen Themen wie sexuelle Gewalt. Sie betonen ihre Rolle als Schnittstelle zwischen Bürgern und Polizei und beantworten Fragen aus dem Chat.
Technische Highlights im Bus
00:26:15Der Bus ist mit beeindruckender Technik ausgestattet: Unter anderem eine Drohne mit Suchfunktionen, ein großer Leuchtmast für Einsatzgebiete und Notfallstromversorgung. Speziell für Katastropheneinsätze ist der Bus mit Küchenausstattung, Wasserfilter und sogar einem Internetzugang für Einsatzkräfte ausgestattet. Diese Ausstattung ermöglicht Unterstützung von Feuerwehr und Polizei bei Suchaktionen und anderen Einsätzen.
Logistik und Organisation
00:42:05Die Organisation hinter Marienkäfer ist professionell - zwar ehrenamtlich, aber mit System. Ein Lager mit QR-Codes ist an die Webseite angebunden, um den Bestand im Blick zu behalten. Spenden werden gezielt genutzt und umgepackt, um die Haltbarkeit zu verlängern. Der Fokus liegt auf Versorgung von Menschen in Not, wobei nur wirklich Bedürftige unterstützt werden. Die Community ist entscheidend für den Erfolg des Projekts.
Hilfsgüter und Versorgungsmaterial
00:49:19Der Bus ist mit vielfältigem Versorgungsmaterial ausgestattet: Kleidung in allen Größen, Hygieneartikel, Schlafsäcke, Verbandsmaterial und sogar Notfallrationen. Besonders erwähnenswert sind große Spenden wie Meindl-Schuhe im Wert von fast 60.000 Euro. Die Ausrüstung ist geordnet und auf verschiedene Notlagen ausgelegt - von nassen Kleidung bis hin zu Medikamenten. Dies zeigt die professionelle Vorbereitung auf verschiedene Einsatzszenarien.
Gemeinschaftsprojekt und Wirkung
00:50:26Marienkäfer zeigt, was durch Twitch und Community engagement möglich ist. Viele helfen ehrenamtlich, sei es durch Spenden, Programmierung oder Logistik. Das Projekt demonstriert, wie Menschen zusammenwirken können, um Hilfsbedürftige zu unterstützen. Es geht nicht um Content um des Contents willen, sondern um konkrete Hilfe. Der Bus steht als Symbol für das, was eine Gemeinschaft bewirken kann.
Gemeinschaftsgefühl und Aufbruchstimmung
00:51:23Das Stream-Team betont das besondere Gemeinschaftsgefühl, das bei der Arbeit mit dem Marienkäfer-Projekt entsteht. Sie erwähnen, wie berührend es war, mit Posten des Marienkäfers-Logos auf öffentlichen Plätzen zu stehen und die Unterstützung der Community zu erleben, die oft zu emotionalen Momenten führt. Besonders hervorgehoben wird, dass die Community nicht nur finanziell beiträgt, sondern auch das Projekt mitgetragen und vorangetrieben hat. Die Betreiber zeigen sich stolz darauf, Teil dieses Projekts zu sein, und sehen es als krasse Dimension von Twitch, wenn man soziale Hilfe auf diese Weise organisieren kann.
Polizeiarbeit im Projektkontext
00:52:08Die Streamer erläutern, dass sie als Polizeibeamte im Dienst unterwegs sind und daher ihre persönliche Ausrüstung, einschließlich Waffe, bei sich tragen. Sie betonen jedoch, dass das Polizeithema heute in den Hintergrund treten soll - es geht primär um die Unterstützung der Bedürftigen. In ziviler Kleidung möchten sie möglichst nahbar und unbedrohlich wirken, um auf Augenhöhe mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Die Beamte stellen klar, dass sie keine polizeilichen Aufgaben wahrnehmen wollen, sondern ihre Ressourcen dafür nutzen, Hilfe zu leisten und den Bedürftigen eine Stimme zu geben.
Praktische Organisation und Vorbereitung
00:56:07Das Team beschreibt die praktische Organisation des Bus-Einsatzes detailliert. Es wird erklärt, dass der Bus als mobilee Versorgungsstation fungiert, von der aus Essen, Trinken und Hygieneartikel verteilt werden. Die Menschen müssen wegen Hygienegründen außerhalb des Busses bleiben und können an der Tür ihre Bedürfnisse äußern. Die Crew ist in verschiedene Rollen eingeteilt, um die Ausgabe effizient zu organisieren. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass technische Einrichtungen wie fest verankerte Kochtöpfe und Halterungen für Gläser den sicheren Betrieb während der Fahrt gewährleisten.
Persönliche Motivation und Geschichte des Projekts
00:58:33Markus, der Betreiber des Marienkäfers, erzählt die persönliche Geschichte, wie das Projekt entstand. Ausgelöst durch den Wunsch seiner Frau, mit ihrem Einkommen einen positiven Fußabstatt zu hinterlassen, begann das Projekt mit einfachen Suppenanboten. Ein prägendes Erlebnis war die Reaktion eines Obdachlosen, der sich für eine Suppe dankend auf die Knie war und Markus segnete. Dieser Moment veränderte seine Einstellung grundlegend und führte zur Entwicklung des vollwertigen Versorgungsprojekts, das heute von der ganzen Familie getragen wird. Markus arbeitet weiterhin in seinem normalen Beruf, während seine Frau nach Jobverlust eigene Suppen vertreibt, um das Projekt weiter zu unterstützen.
Ziele und Aufgaben des Vereins
01:14:35Das Stream-Team stellt die Ziele und Aufgaben des Marienkäfer e.V. detailliert vor. Der umgebaute Liniebus versorgt Obdachlose und Bedürftige in München regelmäßig mit Essen, Trinken, Kaffee, Hygieneartikeln und warmer Kleidung. Der Bus wird auch im Katastrophenfall eingesetzt, wie beim Hochwasser in Ingolstadt oder bei Großbränden. Die betonen, dass alle Spenden und Abos direkt das Projekt unterstützen, während Vereinsausgaben wie Miete oder Technik durch Subs und Bits finanziert werden. Die Beamte erklären auch, dass sie als Polizeipräsidium das Projekt unterstützen, aber selbst keine Spendengelder annehmen dürfen.
Besuch im Hannover Einsatzgebiet
01:28:59Das Team ist mit dem Bus im hannoverschen Einsatzgebiet angekommen und hat sich zunächst am Hauptbahnhof an der Oettinger Wiese aufgestellt. Dort holen sie frische Brötchen und bereiten sich auf die Versorgung der Bedürftigen vor. Die Hansestadt Hannover ist für viele ein Arbeitsgebiet der Beamten, die nun erstmals mit dem Marienkäfer-Project in der Stadt unterwegs sind. Sie holen frische Brötchen und wollen die Menschen im gesamten Stadtteil erreichen. Gleichzeitig wird erwähnt, dass die Eigentümerin des Asphalt Magazins und die Polizeipräsidentin später noch vorbeikommen werden.
Interaktion mit den Hilfsbedürftigen
01:32:56Das Team berichtet von der direkten Interaktion mit den Hilfsbedürftigen in Hannover. Sie betonen, dass die meisten Menschen sehr dankbar und aufgeschlossen auf ihre Hilfe reagieren. Viele kennen den Marienkäfer bereits und schätzen das Angebot. Das Team spricht die Menschen aktiv an und erklärt, was sie alles dabei haben - von Suppe über Brötchen bis hin zu Hygieneartikeln. Sie vermeiden bewegt, die Situation der Menschen zu dramatisieren oder auszunutzen. Stattdessen wollen sie auf Augenhöhe helfen und ihnen eine helfende Hand geben, ohne ihre Würde zu verletzen oder sie bloßzustellen.
Polizeiliche Haltung und gesellschaftliches Engagement
01:39:39Die beteiligten Polizisten erklären ihre Haltung gegenüber Obdachlosen und Bedürftigen. Sie berichten, dass es keine polizeiliche Aufgabe sei, Menschen nur wegen ihres Zustandes von der Straße zu wegschicken. Stattdessen sprechen sie Menschen aktiv an und fragen, ob sie Hilfe benötigen. Dies kann von einem warmen Essen bis hin zu Hygieneartikeln gehen. Sie betonen, dass jeder kleine Beitrag helfen kann und es wichtig ist, auf sensible Weise mit den Bedürftigen umzugehen. Gleichzeitig rufen sie Zuschauer auf, sich lokal zu engagieren und unterstützen Organisationen wie das Café Mensch oder den Wärmebus in Hannover.
Vorbereitung und Organisation
01:50:24Die Vorbereitung für den Einsatz mit Marienkäfer in Hannover verlief anders als geplant. Die Teams mussten improvisieren, als festgestellt wurde, dass nicht alle Getränke vorhanden waren und ein Topf fehlte. Trotzdem stehen 60 Liter Chili con Karne für etwa 120 Portionen zur Verfügung. Die Stimmung ist gelöst, und alle sind aufgeregt, das Projekt umzusetzen, auch wenn es ungewöhnlich ist, in Zivilkleidung unterwegs zu sein.
Erste Begegnungen und Eindrücke
02:01:07Bei den ersten Begegnungen mit hilfsbedürftigen Menschen zeigt sich die Dankbarkeit der Betroffenen. Ein Teilnehmer, der unter dem Spitznamen 'Bademeister' bekannt ist, teilt seine Lebensgeschichte mit. Er berichtet von Alkoholismus und früheren Drogenproblemen, betont aber, dass er heute ein geregeltes Leben führen möchte. Die Polizei wird freundlich und respektvoll behandelt, was die positive Atmosphäre unterstreicht.
Lebensgeschichten und Herausforderungen
02:12:16Die Geschichten der Menschen auf der Straße berühren zutiefst. Ein 47-jähriger Mann erzählt von seiner langen Obdachlosigkeit, die vor drei Jahren begann, und wie er früher als Drogenhändler tätig war. Er betont die Bedeutung von Zusammenhalt in der Obdachlosenszene und kritisiert die abwertende Behandlung durch manche Passanten. Gleichzeitig zeigt er sich dankbar für die Hilfe.
Traumatische Erfahrungen und Bewältigung
02:28:20Petra Christine teilt eine komplexe Lebensgeschichte voller Schicksalsschläge. Sie wurde in der DDR geboren und nach ihrer Rückkehr nach Deutschland 1991 obdachlos. Ihre gesundheitlichen Probleme und familiären Verwerfungen führten zu einem Leben auf der Straße. Trotzdem bewahrt sie ihre Würde und sucht den Kontakt zu den Menschen, um zu helfen und gehört zu werden.
Zusammenarbeit mit Asphalt-Magazin
02:47:28Die Polizei探访s auch das Asphalt-Magazin, eine Einrichtung, die hilfsbedürftige Menschen unterstützt, indem sie ihnen ermöglicht, Magazine zu verkaufen. So haben sie nicht nur die Möglichkeit, etwas Geld zu verdienen, sondern auch einen Halt im Alltag zu finden. Diese Zusammenarbeit zeigt, wie verschiedene Organisationen zusammenwirken können, um Menschen in Not zu helfen.
Polizeiliche Perspektiven
02:53:30Aus Sicht der Polizei wird die Arbeit mit Obdachlosen und hilfsbedürftigen Menschen normalerweise nicht als Teil ihrer täglichen Aufgaben gesehen. Dennoch wird heute ein besonderer Fokus auf die Kooperation mit Marienkäfer gelegt. Die Polizisten betonen, dass sie alle Menschen gleich behandeln und keine negativen Stereotypen pflegen. Ihr Einsatz zeigt, wie wichtig es ist, differenziert auf Menschen in Not zuzugehen.
Persönliche Geschichten der Betroffenen
02:57:54Sascha, der nicht mit seinem Gesicht gezeigt werden möchte, erzählt von seinem Lebensweg. Bereits mit 21 kam er mit Drogen in Kontakt, was zu einer langen Haftstrafe führte. Nach dem Tod seiner Oma wurde er obdachlos. Er betont, wie wichtig es ist, Zugang zu Hilfsangeboten zu haben, auch wenn der Weg aus der Sucht schwierig ist.
Gespräch mit ehemaligem Obdachlosen
02:59:47Der Streamer führt ein Gespräch mit einem ehemaligen Obdachlosen, der über seinen Lebensweg nach dem Verlust seiner Oma berichtet. Er erzählt von seiner langen Zeit der Drogenabhängigkeit, fehlenden Unterstützungsstrukturen in der Vergangenheit und wie er schließlich aus dieser Situation herauskam. Der 48-jährige betont, wie schwer es ist, Hilfe anzunehmen und wie wichtig Respekt und menschlicher Umgang sind, besonders wenn man sich in einer schwierigen Situation befindet.
Wirkung von Respekt und Menschlichkeit
03:03:07Der Streamer reflektiert über die Wichtigkeit von Respekt und Menschlichkeit im Umgang mit obdachlosen Menschen. Viele Betroffene fühlen sich unsichtbar und ungeachtet in der Gesellschaft. Es wird betont, dass schon kleine Gesten wie ein grüßen oder anbieten eines Getränks eine große Wirkung haben und den Betroffenen das Gefühl geben, gesehen und wertgeschätzt zu werden. Dies ist besonders wichtig, da Obdachlichkeit jeder treffen kann und oft auf unvorhergesehene Lebensumstände zurückzuführen ist.
Zusammenarbeit von Polizei und Marienkäferbus
03:13:41Der Streamer stellt das Projekt Marienkäferbus vor, das in Zusammenarbeit mit der Polizei Hannover durch die Innenstadt fährt, um obdachlose Menschen mit Essen, Getränken und Kleidung zu versorgen. Das Ziel ist, den Menschen auf der Straße ein Gesicht zu geben und die Sensibilität der Bevölkerung für ihr Schicksal zu erhöhen. Die Polizei betont, dass es hier nicht nur um Hilfe, sondern auch um das Schaffen von Vertrauen und Sicherheit geht, da obdachlose Menschen oft Opfer von Straftaten werden.
Polizeipräsidentin zu Besuch
03:21:18Polizeipräsidentin Gwendoline von der Osten besucht das Team und äußert sich zur Bedeutung solcher sozialen Projekte. Sie betont, dass Sicherheit und soziale Arbeit Hand in Hand gehen müssen und dass ihre Behörde sich weiterentwickelt hat, um nahbarer und verständnisvoller mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen umzugehen. Die Zusammenarbeit mit sozialen Projekten wie dem Marienkäferbus oder dem Asphaltmagazin wird als wichtiger Bestandteil moderner Polizeiarbeit gesehen, die nicht nur Straftaten verfolgt, sondern auch Vertrauensarbeit leistet.
Besuch beim Asphaltmagazin
03:27:35Das Team besucht das Asphaltmagazin, eine weitere Initiative, die sich um obdachlose Menschen kümmert. Hier werden Straßenzeitungen verkauft, den Verkäufern Perspektiven geboten und ein Netzwerk geschaffen. Geschäftsführerin Katharina stellt das Projekt vor und erzählt vom Lebensschicksal eines der Verkäufer, der nun als Stadtführer arbeitet. Das Magazin bietet nicht nur eine Einkommensmöglichkeit, sondern auch einen Sozialraum und die Möglichkeit, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern.
Persönliche Einblicke und Wünsche
03:35:06Während des Besuchs beim Asphaltmagazin teilen obdachlose Menschen ihre persönlichen Geschichten und Wünsche. Ein besonders erwähnter Aspekt ist, dass es in Hannover weniger Anlaufstellen und Unterstützungsangebote gibt als in anderen Städten wie Hamburg. Die Betroffenen wünschen sich vor allem Respekt, Menschlichkeit und bessere medizinische sowie soziale Unterstützung. Viele berichten von Schicksalsschlägen, die sie in diese Situation gebracht haben, und betonen, dass kein Mensch freiwillig auf der Straße leben möchte.
Abschluss des Live-Streams
03:40:29Zum Abschluss des Streams bedankt sich das Team bei allen Zuschauern für ihre Aufmerksamkeit und Respekt gegenüber den obdachlosen Menschen. Es werden Rückmeldungen aus dem Chat gelesen, in denen viele die positiven Eindrücke teilen und die Wertschätzung für das Projekt ausdrücken. Das Team unterstreicht noch einmal die Bedeutung von Menschlichkeit und kleinen Gesten im Alltag, die schon viel bewirken können. Zum Schluss wird ein Gruppenfoto von allen Beteiligten gemacht, bevor der Stream endet.
Begegnung mit Straßenzeitung 'Asphalt'
03:58:40Die Reporter treffen Katharina von der Straßenzeitung 'Asphalt', die von ihrer Arbeit als Lobbyistin gegen Armut berichtet. Asphalt ist eine soziale Straßenzeitung mit etwa 250 Verkäuferinnen und Verkäufer in ganz Niedersachsen, darunter 90 allein in Hannover. Es wird betont, dass es sich nicht um ein Obdachlosenmagazin handelt, sondern um eine Zeitung, die eng mit Verkäuferinnen und Verkäuferinnen zusammenarbeitet und Artikel aus anderen Straßenzeitungen wie 'Hinz und Kunst' aus Hamburg oder 'Biss' aus München veröffentlicht.
Uwe: Ein Asphalt-Verkäufer mit bewegter Vergangenheit
04:01:26Uwe stellt sich vor und erzählt von seiner beeindruckenden Geschichte: Er ist seit 21 Jahren bei Asphalt und seit 13 Jahren trockener Alkoholiker. Seine Sucht begann in der Jugend mit 14 Jahren, entwickelte sich über Jahre hinweg und führte dazu, dass er seine Familie verlor. Uwe berichtet von seinem kalten Entzug zu Hause und davon, wie er durch Gespräche mit einem Kollegen bei Asphalt unterstütz wurde. Seine Geschichte zeigt den langen und schwierigen Weg aus der Sucht, aber auch die Bedeutung von Unterstützung und Eigenverantwortung.
Gesundheitsfolgen von Alkohol und Warnung an Jugendliche
04:08:45Uwe warnt die Zuschauer vor den Gefahren von Alkohol, insbesondere für Jugendliche. Er列举了 die schweren gesundheitlichen Folgen wie Leberzirrhose, Speiseröhrenkrebs, Krampfadern in der Speiseröhre, Herzfettung und Schlaganfall. Obwohl er selbst 71 Jahre alt ist und fit wirkt, betont er, dass älterwerden kein Spaß ist und viele seiner Kollegen frühzeitig verstorben sind. Seine Hauptbotschaft an Jugendliche ist, vorsichtig mit Alkohol umzugehen, denn man könne nie sicher sein, ob man einen Suchtprobleme entwickeln wird.
Stadtführungen von Asphalt: Einblicke in soziale Lebenswelten
04:12:15Asphalt bietet verschiedene Stadtführungen in Hannover an, um die Lebensrealitäten von Menschen in sozial schwierigen Situationen zu zeigen. Uwe führt Stadtrundgänge durch, die aus seiner Perspektive Wohnungslosigkeit thematisieren. Es gibt auch Führungen mit der Polizei, die sowohl die Perspektive von Menschen auf der Straße als auch die der Polizei zeigen. Weitere Führungen werden von Guido, einem ehemaligen Hooligan und Drogenabhängigen, und Thomas, der viel von seinem Leben und dem Hilfesystem in Hannover erzählt, durchgeführt. Die Kosten betragen 5 Euro für Studierende, FSJler oder Schüler, ansonsten 5,10 Euro. Es gibt auch kindgerechte Führungen unter dem Projekt 'Rucksack'.
Die Geschichte des Bunkers: Von Obdachlosenunterkunft zu Übungshaus
04:19:38Die Gruppe besucht einen ehemaligen Bunker, der früher als Schlafstelle für 130 obdachlose Menschen diente. Enthüllungsjournalist Günter Wallraff hatte in den 90er Jahren hier übernachtet und eine Nacht voller Gewalt und Chaos erlebt. Nach Veröffentlichung seiner Reportage 'Wallraff unter Null' wurde der Bunker geschlossen. Heute dient er als Übungshaus für das Musikzentrum Hannover. Interessant ist auch, dass im Dach des Bunkers Fledermäuse gepflegt werden. Eine Tierärztin kümmert sich um die Tiere, von denen es nur noch wenige hundert in der Region gibt.
Jugendhilfe in der Innenstadt: Bett bei Neib
04:34:04In der Nähe des Bunkers befindet sich 'Bett bei Neib', eine Einrichtung der Jugendhilfe, die zwö12 Betten für obdachlose Jugendliche hat. Abends beobachten die Mitarbeiter den Eingang des Bahnhofs, um Jugendliche anzusprechen und ihnen eine sichere Schlafstelle anzubieten. Die Jugendlichen werden drei lang in Ruhe gelassen, bevor Gespräche geführt werden und Eltern informiert werden. Die Geschichte von zwei 16-jährigen Mädchen, die am Bunker den versuchten Missbrauch erlebten, zeigt die Risiken, denen Jugendliche ohne festen Wohnsitz ausgesetzt sind. Asphalt arbeitet solche Themen auf, um zwischen den Einrichtungen zu vermitteln und Missstände aufzuklären.
Der 'Wärmewagen' von Asphalt: Hilfe für Menschen auf der Straße
04:44:20Markus erzählt von dem 'Wärmewagen' von Asphalt, der seit einigen Jahren unterwegs ist. In diesem speziell ausgestatteten Sprinterbus können die Mitarbeiter warme Mahlzeiten zubereiten und verteilen. Busse, wie der frühere Vito, hatten Nachteile: die Suppen wurden schnell kalt und es gab wenig Platz. Mit dem Sprinter können die Mitarbeiter hitzebeständige Behälter verwenden, die bei 80 Grad Celsius heiß aus dem Bus kommen. Dies ist besonders im Winter wichtig, um Menschen auf der Straße mit warmer Nahrung zu versorgen. Der Wagen ist auch mobiles Spendenziel, um zu zeigen, wohin Spendergeld fließt. Asphalt engagiert sich auch als Anlaufstelle, um Menschen mit Suchtproblemen wohnungslos zu unterstützen und vermittelt in betreutes Wohnen.
Abschied und Respekt für ehrenamtliches Engagement
04:47:00Die Polizeipräsidin verabschiedet sich von den Reportern und lobt das ehrenamtliche Engagement, wie es das Asphalt-Team zeigt. Sie betont die Bedeutung von Solidarität und Zusammenhalt, besonders zu Pfingsten. Asphalt-Mitarbeiterin Katharina schließt den Stream ab, indem sie die Zuschauer ermutigt, Menschen auf der Straße nicht nur als obdachlose Personen, sondern als Menschen mit Geschichten wahrzunehmen. Sie ruft dazu auf, lokale Einrichtungen zu unterstützen, sei es durch Zeit, Geld oder Aufmerksamkeit. Der Stream endet mit einem Abschiedsgesang und der Ankündigung, dass die Marienkäfer-Community weiter bis Rotterdam streamen wird, während die Polizei den Stream beendet.