Ministerin meets Gaming wir haben heute Daniela Behrens zu Gast.
Ministerin zu Gast bei Polizei im Gaming-Format
Die niedersächsische Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung nahm an einem digitalen Gespräch mit der Polizei Hannover teil. Dabei standen Themen wie die digitale Präsenz der Polizei und deren Präventionsarbeit im Fokus. Behrens betonte die Bedeutung der digitalen Souveränität für die Behörden und zeigte sich beeindruckt von der Möglichkeit, direkt mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen. Die Kooperation zwischen Politik und Polizei wurde als vielversprechend für zukünftige Projekte angesehen.
Einleitung und Ankündigung der Ministerin
00:03:56Einen wunderschönen, meine Lieben. Wir haben heute exklusiven Besuch: Unsere Ministerin Daniela Behrens ist zu Gast. Sie kommt zur zweiten Stunde mit Officer Janni direkt in den Talk rein. Es ist eine seltene Gelegenheit, mit einer ranghohen Politikerin ins Gespräch zu kommen. Der Streamer erwähnt, dass die Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung in Niedersachsen zuständig ist und dass dies ein gemeinsamer Stream ist, bei dem Zuschauer Fragen stellen können.
Allgemeine Begrüßungen und Themen des Streams
00:06:18Der Streamer begrüßt die Zuschauer und fragt, wie es ihnen geht und was sie in der Woche gemacht haben. Er erwähnt, dass es ihr zweiter Stream nach der Urlaubszeit ist und sie sich an die steigenden Temperaturen anpassen. Der Streamer zeigt sich begeistert von der Möglichkeit, mit der Ministerin zu sprechen und hofft, dass die Zusch gute Fragen haben. Es werden auch Allergien und Frühblüher erwähnt, die einige Zuschauer belasten.
Thema vermisste Personen und Einstellungskriterien
00:10:50Der Streamer erinnert an den gestrigen Stream mit Fritz Scheel über das Thema vermisste Personen. Es wurde besprochen, wann aus polizeilicher Sicht jemand als vermisst gilt und wann es sich lohnt, eine Anzeige zu erstatten. Auch die Einstellungskriterien für die Polizei wurden diskutiert: Es gibt keine Mindestgröße, aber bei manchen Aktionen kann eine sehr kleine oder große Körpergröße hinderlich sein. Der Streamer erzählt von einem Kollegen, der 2,15 Meter groß war und spezielle Uniformen benötigte.
Berufliche Perspektiven und digitale Präsenz der Polizei
00:18:35Der Streamer spricht über seine Berufung zur Polizei als sicherer Hafen im Beamtentum. Er erwähnt, dass er den Job bis zur Pension machen möchte. Auch Führungsaufgaben interessant für ihn. Es wurde auch die Frage gestellt, warum Polizisten in Uniform im Stream auftreten dürfen. Die Erklärung: Die Polizei Hannover ist die einzige Polizeidirektion, die sich auf Twitch als solche präsentiert. Ziel ist, für Menschen im digitalen Raum ansprechbar zu sein und eine sichtbare Komponente zu sein.
Vorstellung der Ministerin und bevorstehende Aktivitäten
00:31:46Der Streamer betont noch einmal, dass Innenministerin Daniela Behrens als Gast kommt. Sie ist für Inneres, Sport und Digitalisierung in Niedersachsen zuständig. Es wird angekündigt, dass die Ministerin Fragen beantworten und Paddel-Paddel-Paddel spielen wird. Der Streamer freut sich, dass Zuschufer die Chance haben, direkt mit einer Ministerin zu sprechen. Er fragt, welche Fragen die Zuschauer an die Ministerin hätten.
Spiele und Radverkehr
00:46:14Die Streamer diskutieren mögliche Spiele für zukünftige Streams. Resident Evil und GTA Online werden als ungeeignet eingestuft, da dies für die Polizei nicht vertretbar sei. Ebenso wird über Radverkehr gesprochen - wenn ein spezieller Fahrradweg vorhanden ist, sollte dieser auch genutzt werden, auch wenn die Definition von 'Wurzelschäden' auf Fahrradwegen dehnbar sein kann. Die Diskussion zeigt, dass einfache Regeln im Alltag oft schwierig anzuwenden sind.
Cannabis-Gesetz und Polizeiarbeit
00:47:03Es wird eine wichtige Frage zum Cannabis-Gesetz gestellt: Hat die Polizei dadurch weniger Arbeit oder mehr? Die Antwort lautet, dass es eine Erleichterung sei. Kleinste Verstöße von 0,5 bis 5 Gramm Cannabis entfallen, was den Behörden viel bürokratischen Aufwand spart. Keine Strafverfahren, keine Beschlagnahmen und kein Papierkram - die Polizei kann sich auf andere Straftaten konzentrieren und hat dadurch mehr Kapazität für wichtigere Aufgaben.
Streaming-Raum und Gäste
00:49:03Die Streamer befinden sich in einem speziellen Streaming-Raum der Polizeidirektion Hannover am Waterloo, der seit Anfang des Jahres existiert. Sie diskutieren über mögliche zukünftige Gäste wie den Schauspieler Henning Baum ('Der letzte Bulle') und Game-Streamer wie No Way JP. Besonders interessant wäre ein Talk mit Klaas Hefer-Umlauf, dem Moderator von 'Duell um die Welt', aufgrund seiner spannenden Lebenserfahrung und seines abstrusen Humors. Auch Timon Krause, ein Zauberkünstler und Mentalist, wäre ein interessanter Gast, da er wertvolle Lifehacks gegen Stress und Lampenfieber gibt.
Polizeifahrzeuge und Technologie
00:59:29Es wird gefragt, welches Lieblingsstreifenwagen die Polizisten haben. Die Antwort ist, dass es keinen Lieblingswagen gibt, da alle unterschiedlichen Anforderungen genügen müssen. Bei der Autobahnpolizei sind BMW 530er im Einsatz, da sie schnell und komfortabel sind. In der Stadt eher Passats, die flexibler sind. Die Polizei nutzt bereits Tablets und Smartphones mit speziellen Apps, wie einer für Unfallaufnahme. Zukünftig soll KI für Ermittlungen genutzt werden, was rechtliche Rahmenbedingungen erfordert. Die Chat-User schlagen auch FIFA-Turniere vor, was die Streamer positiv aufnehmen.
Begrüßung der Ministerin
01:02:42Die Innenministerin Daniela Behrens wird im Stream begrüßt. Sie zeigt sich begeistert von dem Format, obwohl sie wenig Erfahrung mit Computerspielen hat. Sie betont, dass die Polizei in der digitalen Welt präsent sein muss, da dies ein Ort ist, an dem Menschen sind. Der Stream zeige auf sehr charmante und einfache Weise, wie Polizei mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen kann. Viele Bundesländer interessierten sich für das Konzept und möchten es ebenfalls umsetzen.
Digitalisierungsstrategie
01:10:47Die Ministerin erklärt die Digitalisierungsstrategie der Polizei. Sie betont, dass rechtliche Rahmenbedingungen für den Einsatz von KI notwendig sind, da nicht alles technisch Machbare auch rechtlich zulässig ist. Die Polizei arbeite an digitaler Souveränität, um weniger von US-amerikanischen Konzernen abhängig zu sein. Ein Projekt P20 soll Fachanwendungen bundesweit synchronisieren. Die Ministerin sieht den Wert des Twitch-Streams darin, direkten Kontakt zur Community zu haben und deren Bedürfnisse zu verstehen, um Polizeiarbeit näherzubringen.
Fußball und Sicherheit
01:15:50Es wird über Fankultur im Stadion gesprochen. Die Ministerin betont, dass Choreos und Stimmung im Stadion positiv zu sehen sind, Gewalt jedoch nicht toleriert wird. Sie kritisiert insbesondere Pyro-Einsätze, die Menschen gefährden, wie kürzlich in Bremen, wo eine Journalistin verletzt wurde. Frauenbelästigung im Stadion wird ebenfalls angesprochen und streng abgelehnt. Die Ministerin vertritt den Standpunkt, dass Sicherheit im Stadion für alle gewährleistet sein muss und Vereine Anlaufstellen für Betroffene einrichten sollten.
Berufsweg und Taser-Einsatz
01:19:28Die Ministerin erzählt von ihrem Werdegang: Sie studierte Politikwissenschaften und Journalismus, arbeitete als Journalistin und kam über den Landtag ins Ministerium. Aktuell ist sie für Polizei, Verfassungsschutz, Katastrophenschutz, Migration und kommunale Belange zuständig. Zum Thema Taser für den Streifendienst stellt sie klar, dass dieser bisher nur beim SEK eingesetzt wird. Die Einführung für alle Streifenbeamten wird derzeit geprüft, da Erfahrungen aus anderen Bundesländern analysiert werden müssen. Die Anforderungen an die Polizei seien vielfältig und erfordere sorgfältige Abwägung.
Persönliche Fragen und Gewaltprävention
01:26:47Der Stream konzentriert sich auf persönliche Fragen der Zuschauer zu ernsten Themen wie häuslicher Gewalt. Ministerin Behrens berichtet über Mails von Betroffenen, die sich durch den Stream getraut haben, Beratungsstellen aufzusuchen. Sie betont, dass auch psychische Gewalt eine Form häuslicher Gewalt darstellt und Hilfe gesucht werden sollte. Die Polizei lernt auch durch diese Fragen dazu und betont, dass es in Ordnung ist, mal nicht alles zu wissen, sondern sich die Antworten zu recherchieren.
Infos zu Compliance und Vorbeugung
01:28:00Der Stream thematisiert, dass Politiker nicht alles wissen können, aber bereit sind, sich zu informieren. Wichtig ist nicht nur, Fragen zu beantworten, sondern auch proaktiv Themen zu steuern und Prävention zu betreiben. Dies umfasst Themen wie Einbruchschutz, Sicherheit am Kraftfahrzeug, Fahrradsicherheit und viele weitere Präventionsbereiche der Polizei. Die Inhalte sollen nicht nur gehört, sondern auch an Freunde und Familie weitergegeben werden, um insbesondere bei Themen wie Enkeltrickbetrug und Schockanrufe mehr Aufmerksamkeit zu schaffen.
Thema Schockanruf und Generationen im Gaming
01:29:44Es wird das Thema Schockanruf angesprochen, bei dem ältere Menschen um viel Geld betrogen werden. Der Stream zeigt, dass Inhalte, die am Tag vorher gehört wurden, auch in anderen Chats weitergegeben werden, was die Wirkung der Präventionsarbeit zeigt. Ministerin Behrens äußert den Wunsch, bei Werder Bremen im Trainerteam hospitieren zu können. Sie spricht auch über Gewalt an Männern, die immer noch ein Tabuthema ist, da Männer es oft schwerer haben, über Gewalterfahrungen zu sprechen und weniger Beratungsstellen zur Verfügung stehen.
Gaming als Präventionsinstrument
01:32:22Der Stream nutzt technische Möglichkeiten wie Commands, um bei bestimmten Stichworten wie häusliche Gewalt automatisch Hilfsangebote im Chat anzuzeigen. Ministerin Behrens, die nicht als Gamerin bezeichnet werden möchte, spielt das Spiel Paddle, Paddle, Paddle und steht der Herausforderung positiv gegenüber. Das Thema Gaming wird ausführlich diskutiert und es zeigt sich, dass die Generationen in der Gaming-Community sehr vielfältig sind, von jungen bis zu über 65-jährigen Gamern. Ministerin Behrens betont, dass Games wie Ego-Shooter in Maßen gespielt werden können und dass Gaming nicht zwangsläufig negativ sein muss.
Gespräch über Arbeitszeiten und Gaming-Nutzen
01:49:13Ministerin Behrens spricht über ihre Arbeitszeiten, die oft von früh morgens bis spät abends reichen, da ihr Beruf und Leben eins sind. Sie betont, dass dies eine Berufung und kein Druck ist. Auch Gaming kann positive Aspekte haben, wie zum Beispiel die Hand-Augen-Koordination, die bei Demenzbehandlung eingesetzt wird. Wichtig ist ein gesundes Gleichgewicht und nicht das Verlieren sich in der Spielewelt. Es werden auch Beispiele genannt, wie Gaming in der Bildung und Prävention eingesetzt wird, wie in Frankreich mit einem Präventions-Karten in Fortnite.
Eindrücke vom Stream-Format
01:53:37Das Format des Streams wird als spannend und authentisch beschrieben. Ministerin Behrens betont, dass es ohne Kontrolle stattfindet und dadurch nahbar wirkt. Auch wenn sie nicht zur Gamerin wird, gefällt ihr der offene und unkontrollierte Charakter des Formats. Der Stream zeigt auch, wie sehr das Format von der Community getragen wird und wie lebhaft und vielfältig der Austausch zwischen den unterschiedlichen Generationen ist. Auch politische Themen werden dabei angesprochen und direkt mit den Zuschauern diskutiert.
Live-Gaming und Fußball-Deals
01:57:32Nach dem gemeinsamen Gaming-Abschnitt wird das nochmal als besonders erfreulich und erfolgreich angesehen. Ministerin Behrens zeigt sich beeindruckt von der Technik und dem Format. Im Chat wird ein Deal ausgehandelt, bei dem für den Aufstieg von Hannover 96 und das Halten der Klasse bei Amine jeweils ein Freibier ausgeschüttet wird. Die Fußball-Tabelle wird besprochen und die spannende Situation in der 2. Bundesliga beleuchtet. Die Atmosphäre ist locker und humorvoll.
Polizei-Alltag und Beziehungen
02:09:30Im weiteren Verlauf des Streams wird ein persönliches Thema angesprochen: Beziehungen innerhalb der Polizei. Da Kollegen viel Zeit miteinander verbringen, können auch Emotionen entstehen. Es wird betont, dass innerhalb der Polizei viele Paare entstehen, aber auch enge Freundschaften. Der gemeinsame Streifendienst schafft besondere Verbindungen, unabhängig vom Geschlecht. Der Stream endet mit einem offenen Austausch über Polizeifragen und der Möglichkeit, weiter zu zocken.
Berufliche Identifikation und Partnerschaft im Polizeidienst
02:11:28Die Ministerin erläutert, dass sich Polizistinnen und Polizisten stark mit ihrem Beruf identifizieren und dieser einen großen Teil ihres Lebens einnimmt. Es ist üblich, auch privat über dienstliche Themen zu sprechen, da man viel Zeit mit Kollegen verbringt. Sie betont, dass es keine höhere Betrugsgefahr in Partnerschaften innerhalb der Polizei gibt, sondern dass es vielmehr auf die Persönlichkeit ankomme, nicht auf den Beruf.
Karrierewege im Polizeidienst in Niedersachsen
02:13:26Es wird erklärt, dass in Niedersachsen kein mittlerer Dienst mehr existsiert, sondern nur der gehobene Dienst. Als Kommissar oder sogar als Kriminalhauptkommissar können weiterhin Streifendienste gefahren werden. Hannah erwähnt ihren Zukunftstag in Salzgitter-Lebenstedt, bei dem sie verschiedene Einheiten kennenlernt. Ministerin Daniela Behrens erzählt von ihrem Praktikum in der Polizeidirektion Braunschweig und ähnlichen Erlebnissen.
Bekämpfung extremistischer Chatgruppen in der Polizei
02:15:50Es wird angesprochen, wie extremistische Chatgruppen innerhalb der Polizei thematisiert werden. Die Ministerin erklärt, dass es zwar schwarze Schafe in jeder Berufsgruppe gebe, die Polizei aktiv gegen rechtsextreme Tendenzen vorgehe. Bei bekanntwerden solcher Fälle würden Ermittlungen eingeleitet und die betreffenden Kollegen aus dem Dienst enthoben. Es wird betont, dass eine pauschale Verurteilung der gesamten Polizei nicht gerechtfertigt sei.
Persönliche Entwicklung während des Polizeistudiums
02:22:01Es wird beschrieben, wie sich die Polizistinnen und Polizisten während des dreijährigen Studiums persönlich entwickeln und an verschiedene Situationen herangeführt werden. Viele würden anfangs ängstlich sein, entwickelten aber im Laufe der Zeit Selbstbewusstsein und Mut. Es wird erklärt, dass man durch das Studium auch im Umgang mit Präsentationen und Gruppen selbstsicherer werde.
Besonderheiten der Twitch-Streams der Polizei Hannover
02:30:18Es werden die Inhalte der Streams erläutert, bei denen Gäste eingeladen, mit Zuschachern gequatscht und auch gespielt wird. Die Streams dienen der Öffentlichkeitsarbeit und ermöglichen es, viele Fragen gleichzeitig zu beantworten. Es wird erklärt, dass die sieben Twitch-Officer ihre Arbeitszeit einbringen und teilweise im Hauptamt bei der Polizei arbeiten. Streams können auch zufällig gestartet werden, wenn bereits viele Themen behandelt wurden.
Identitätsfeststellung und Zwangsanwendung durch die Polizei
02:38:39Es wird erklärt, wie die Identitätsfeststellung bei Personenkontrollen funktioniert und wann Zwang angewendet werden darf. Wenn sich Personen wehren oder Widerstand leisten, kann es zu Zwangsanwendungen kommen, die von leichtem Ziehen bis zu Festsetzung auf dem Boden reichen. Es wird empfohlen, sich respektvoll zu verhalten und den Polizistinnen und Polizisten gegenüber mit "Sie" zu sprechen, um Konflikte zu vermeiden.
Zivilpolizisten und legitimation als Polizeibeamte
02:46:39Es wird erläutert, wie sich zivil gekleidete Polizistinnen und Polizisten ausweisen müssen und dass auch uniformierte Kräfte auf Verlangen ihren Dienstausweis zeigen müssen. Die Uniform allein legitimiert jedoch bereits als Polizeibeamte. Es wird betont, dass es nicht üblich ist, dass jeder Polizist ständig seinen Dienstausweis zeigt, da die Uniform und der Dienstwagen bereits als Erkennungszeichen dienen.
Ende des Streams und Raid auf Rocket Beans TV
02:54:20Der Stream geht allmählich zu Ende, wobei noch der Schüler Loki für seine Präsentation über Drogensucht ein Outro vorträgt. Die Ministerin und die Polizistinnen und Polizisten wünschen ihm viel Erfolg. Zum Auskündigen wird beschlossen, einen Raid auf den Kanal "Rocket Beans TV" zu machen, um "Tatütata, eure Twitch-Polizei ist da" zu posten. Der Stream endet mit allgemeinen Grüßen und Wünschen für eine schöne Woche.