Q&A und Custom Games! Officers on Duty - heute mit instacop Artjom.
Polizei beantwortet Fragen und testet Spiele.
Es wurden Fragen zur Polizeiarbeit und dem Gaming beantwortet. Zudem wurde ein Wettbewerb für neue Overlays gestartet, um das Kanal-Design zu verbessern. Es wurden Pläne für Kooperationen mit anderen Streamern erwähnt.
Stream-Start und Vorstellung des Gastes
00:02:07Der Stream mit der Polizei Hannover beginnt mit der Begrüßung des Publikums. Als Gast ist der Instacop Artjom anwesend, der sich als Polizeikommissar im Sachgebiet Einsatz vorstellt. Atjom, 28 Jahre alt, gibt einen Einblick in seine bisherigen Stationen, darunter der Einsatz- und Streifendienst sowie ein kurzer Einsatz im Kriminalermittlungsdienst. Er äußert sich zu seiner anfänglichen Nervosität, da er das Publikum nicht sieht, und betont, dass der Chat bisher sehr freundlich sei.
Polizeiränge und Instagram-Aktivitäten
00:06:08Es wird über die Ränge und Beförderungsstufen in der Niedersächsischen Polizei gesprochen. Diese gliedern sich in den gehobenen und den höheren Dienst, wobei die Ränge durch die Anzahl und Farbe der Sterne erkennbar sind. Artjom, Polizeikommissar mit einem Stern, erklärt die Hierarchie bis zum Polizeipräsidenten. Zudem wird erwähnt, dass Artjom seit Februar 2025 Instacop ist und eine eigene Instagram-Seite betreibt, um den Polizeialtag transparenter darzustellen. Am Vortag war er mit der Polizei Hannover bei der Ferienanfangsaktion am Hauptbahnhof, um Themen wie Verkehrssicherheit zu bewerben.
Sachgebiet Einsatz und Publikumsfragen
00:15:04Artjom erläutert seine aktuelle Tätigkeit im Sachgebiet Einsatz, das die Planungs- und Koordinierungsstelle für Einsatzlagen ist. Dazu gehören die Organisation von Versammlungen, Veranstaltungen oder Fußball-Einsätzen. Der Arbeitsablauf ist dabei stark digitalisiert. Das Team beantwortet zahlreiche Fragen des Publikums, darunter zur Illegalität von Weglaufen vor der Polizei, zur Annahme von Geschenken, zum Handynutzung am Steuer und zu den rechtlichen Konsequenzen bei Anzeigen. Wichtig ist dabei, dass als Polizei nicht auf Beleidigungen wie 'Bulle' oder 'Scheißbulle' reagiert wird, da dies eine Einzelfallentscheidung ist.
Schusswaffengebrauch und Paperkram
00:21:21Zum Thema Schusswaffengebrauch klärt Artjom auf, dass Waffen im Dienst grundsätzlich durchgeladen sind, um im Ernstfall keine Zeit zu verlieren. Die Verwendung der Waffe ist jedoch das allerletzte Mittel und wird streng nach den Prinzipien der Verhältnismäßigkeit geprüft. Im Gegensatz dazu gibt es im Streifendienst keine Taser. Als Beamter im Sachgebiet Einsatz ist der administrative Aufwand geringer, da hier digital und nicht mit Papierakten gearbeitet wird. Im Gegensatz dazu ist der Schreibaufwand im ermittelnden Dienst sehr hoch, da detaillierte Akten geführt werden müssen.
Zusammenarbeit mit der Community und Design-Wettbewerb
00:36:35Die Polizei Hannover betont, dass sie keine Einnahmen durch den Stream generiert und der Kanal komplett entmonetarisiert ist. Ziel ist es, eine nahbare Anlaufstelle für Fragen rund um Polizeiarbeit und Internetkriminalität zu sein. Als Dank für das positive Feedback starten die Moderator einen Design-Wettbewerb. Zuschauer werden aufgefordert, Overlays und Grafiken für den Stream zu erstellen, um das Kanal-Design aufzuwerten und es polizeispezifischer zu gestalten.
Verrücktester Einsatz und Kooperationsideen
00:39:52Die Polizisten erzählen von einem ihrer ungewöhnlichsten Einsätze: der Rückholung von 40 bis 50 entlaufenen Pferden aus einer Weide. Eine andere ungewöhnliche Situation war die Hilfe für eine verwirrte ältere Dame, die ständig die falsche Nummer wählte, wobei der Rat gegeben wird, den Telefonanbieter zu kontaktieren. Zukünftig möchte die Polizei Hannover stärker auf die Jugendlichen zugehen. Die Idee ist, Online-Gaming-Projekte in die Offline-Welt zu transferieren, beispielsweise durch FIFA-Turniere in Sporthallen, um nahbaren Kontakt zu schaffen und auf Augenhöhe zu kommunizieren.
Strafanzeigen und Community-Engagement
00:45:03Die Polizei erklärt, wie sie mit Meldungen aus dem Chat umgeht. Nicht jede Meldung führt direkt zu einer Anzeige, oft werden Ermittlungshinweise an zuständige Behörden weitergeleitet. In besonders schweren Fällen, wie rechtsextremen Äußerungen im Chat, wird jedoch selbst aktiv eine Strafanzeige erstattet. Der Stream dient auch als Plattform, um sensible Themen wie Cyber-Grooming anzusprechen und eine klare Grenze zu ziehen. Das Ziel ist es, mit der Community zu interagieren, um sowohl Hilfesuchende zu unterstützen als auch strafrechtliche relevante Themen aufzuarbeiten.
Abschluss und Ausblick
00:50:35Zum Abschluss des Streams beantwortet das Team noch letzte Fragen aus dem Chat. So wird zum Beispiel auf den Unterschied zwischen legalem Tuning und illegalem Posing bei Fahrzeugen eingegangen. Für die Zukunft wird ein Co-Stream mit den Streamern Zabex und Schradin angekündigt, bei dem diese Zugangstechniken und körperliche Belastungen unter Polizeiausrüstung testen sollen. Der Stream endet mit einem Dank an das Publikum und die Kollegen, die den Stream überhaupt erst ermöglichen, und mit der Erinnerung, Ideen für den Design-Wettbewerb einzureichen.
Strafanzeigen und KI-Bilder von Minderjährigen
00:52:19Im Stream wurde geklärt, dass für eine Verkehrsunfallflucht auch ein Schaden am Fahrzeug vorliegen muss. Im Fall von online gefundenen KI-Bildern von Minderjährigen, insbesondere mit sexuellem Kontext, wurde empfohlen, diese bei der örtlichen Polizeidienststelle anzuzeigen. Es wurde betont, dass das bloße Fotografieren solcher Bilder bereits strafbar sein kann und es wichtig ist, alle relevanten Informationen wie Ort und Grund des Fundes zu dokumentieren.
Hund im Auto und politische Neutralität
00:56:00Bei einem im Auto eingeschlossenen Hund bei hohen Temperaturen wurde die Polizei als zuständige Stelle gerufen. Polizisten haben das Recht, unter politischen Themen zu diskutieren, müssen dies jedoch im Dienst unterlassen und sich strikt an das Neutralitätsgebot halten. Sie distanzieren sich grundsätzlich von jeglichem Extremismus und ermitteln intern, falls Verstöße gegen die politische Neutralität innerhalb der Polizei festgestellt werden.
Öffentlichkeitsarbeit und Steuermittel
01:00:05Die Polizei verteidigt ihre Präsenz auf Twitch als wichtige Form der Öffentlichkeitsarbeit. Es wurde darauf hingewiesen, dass im Internet täglich Millionen von Straftaten passieren und die Polizei hier durch Präventionsarbeit und den Dialog mit der Bevölkerung aktiv wird. Kritik an der Nutzung von Steuermitteln wurde mit dem Verweis auf den Nutzen solcher Projekte abgewiesen und der Fokus auf Transparenz und Dialog gelegt.
Zusammenarbeit mit der Community und Geoguessr
01:17:41Um die Community besser kennenzulernen, führte der Stream eine Umfrage zum Alter und zum Gaming-Verhalten durch. Es zeigte sich, dass das Publikum im Durchschnitt etwa 30-35 Jahre alt ist und heterogen zusammengesetzt ist. Als interaktives Element wurde das Spiel GeoGuessr gespielt, wobei die Zuschauer aktiv teilnehmen konnten und der Gewinner ein Sommerset der Polizei Hannover gewann.
Gefährliche Einsätze und Instacop
01:37:42Polizist Artyom schilderte gefährliche Einsätze, darunter eine Verfolgungsfahrt und einen Vorfall, bei dem eine Person eine Schreckschusswaffe zog. Gleichzeitig wurde das Projekt Instacop vorgestellt, bei dem Artyom auf seinem Instagram-Account Einblicke in den polizeilichen Alltag gibt, um Transparenz zu schaffen und Fragen der Bevölkerung zu klären. Es wurde auch die Ausbildung und das Gehalt bei der Polizei erklärt.
Sicherheitsempfinden und Polizeiannrufe
01:50:02Das Sicherheitsempfinden ist individuell und subjektiv. Was sich für jemanden als unproblematisch darstellt, kann für eine andere Person bedrohlich wirken. Es wird betont, dass man Anrufe bei der Polizei nutzen sollte, wenn man sich unsicher fühlt, solange dies nicht missbräuchlich geschieht. Der Anruf bei einer lokalen Dienstelle, um eine kurze Information zu geben, wird als legitim und hilfreich für die Polizeiarbeit angesehen. Es wird klargestellt, dass Dashcams im Auto erlaubt sind, aber nicht dauerhaft aufgenommen werden dürfen. Sie dürfen nur bei möglichen Verstößen oder Unfällen aktiviert werden.
Fußballpolizei und Gruppendynamik
01:52:28Die Frage wird gestellt, warum es im Fußballkontext häufiger zu Konflikten mit der Polizei kommt als im privaten Alltag. Als Erklärung dienen die im Fußball entstandenen Gruppendynamiken. Diese können dazu führen, dass Personen ihr eigenes Verhalten ändern und Grenzen überschreiten, die sie im privaten Umfeld nicht überwinden würden, was zu aggressiverem Verhalten gegenüber der Polizei führt. Nicht jeder Fan ist gewaltbereit, aber die Anonymität in der Gruppe kann zur Eskalation führen. Die Polizei bemüht sich, jedes Spiel neutral zu betrachten und dynamisch zu agieren.
Zusammenarbeit mit Streamern und IRL-Inhalte
01:55:44Das Angebot des Kanals wird als vielfältig beschrieben, neben Gaming-Talkrunden gibt es auch Einladungen von Expertinnen für Aufklärungsarbeit. Es wird über IRL-Streams berichtet, die bereits stattgefunden haben, wie ein Besuch in der Leitstelle oder auf der PS-Days. Zukünftige Kooperationen werden angekündigt, darunter ein IRL-Stream mit Zavex und Schradin, der Zugriffstechniken zeigen wird. Es gibt Pläne, zur Gamescom zu fahren und weitere Card-Events durchzuführen. Die Zusammenarbeit mit anderen Streamern dient dem Ziel, nahbar zu werden und das Image der Polizei positiv zu prägen.
Politische Neutralität und Ziele des Streams
02:00:24Die Polizei distanziert sich grundsätzlich von jeglichem Extremismus, unabhängig von der politischen Ausrichtung. In ihrer Funktion als Uniformträger äußern die Streamer keine persönlichen politischen Meinungen, da sie in diesem Format als Vertreter der Institution auftreten. Das primäre Ziel der_streams ist es, eine Anlaufstelle für die Community zu sein und Präsenz im Internet zu zeigen. Dadurch soll ein previously 'rechtsfreier Raum' sensibilisiert und präventiv auf Verhaltensweisen hingewirkt werden. Der Erfolg wird darin gesehen, wenn sich Menschen durch die Anwesenheit der Polizei im Internet vorsichtiger im Chat verhalten.
Polizeiarbeit online und Kinder-/Jugendschutz
02:06:52Die Polizei nutzt Twitch, um offline und online präsent zu sein und Menschen direkt ansprechen zu können, insbesondere in Zielgruppen, die sonst keinen Kontakt zur Polizei hätten. Die große Reichweite von Twitch wird als Chance gesehen, auf Probleme hinzuweisen, die sich im Internet ereignen. Dies schließt auch den Schutz von Kindern und Jugendlichen ein, die möglicherweise durch das Internet in Gefahr geraten oder in den Suizid getrieben werden können. Die Polizei betont, dass sie nicht das Internet kontrollieren kann, aber durch Präsenz und Aufklärung helfen will. Ein Verdacht auf Kindeswohlgefährdung ist immer ein Fall für die Polizei und muss gemeldet werden.
Community-Gestaltung und zukünftige Pläne
02:20:45Die Streamer rufen die Community auf, aktiv an der Gestaltung des Streams teilzunehmen. Es werden Entwürfe für ein neues Design oder personalisierte Elemente für die Kamera-Oberfläche gesucht. Die Ideen können per E-Mail eingereicht werden, und es gibt die Möglichkeit, dass dies als kleiner Content-Wettbewerb umgesetzt wird. Zukünftige Streams werden angekündigt, unter anderem ein Co-Stream mit Marlin. Es wird darüber diskutiert, bekannte Persönlichkeiten wie 'Semil Gerkan' von 'Alarm für 0511' einzuladen. Die Interaktion mit der Community auf Events und in anderen Streams wird als wichtiger Teil der Strategie gesehen.
Zusammenarbeit im Dienst und Wrap-up
02:29:07Es wird erklärt, wie die Polizei bei Einsätzen mit Kollegen zusammenarbeitet, bei denen man privat bekannt ist. Um unprofessionelles Verhalten zu vermeiden, wird in solchen Fällen ein Kollege hinzugezogen oder die Situation wird an einen anderen Beamten übergeben. Die Frage, ob man Polizisten im Dienst per Du ansprechen darf, wird bejaht. Duzen ist grundsätzlich kein Problem, solange es mit Respekt geschieht. Die Streamer verabschieden sich, verlosen Thermobecher an die Chat-Gewinner und planen einen Raid auf den Kanal 'Minus11', um die Kooperation zu würdigen. Der Stream endet mit einem Dank an die Community.