Eine deutsche Plattform wurde analysiert, die Fans den Kauf von Handynummern von Content Creators anbietet. Dabei wurde das Geschäftsmodell, die Verbindung zu einer bekannten Persönlichkeit und die Vorwürfe irreführender Werbung beleuchtet. Kritikpunkt ist auch die Weitergabe von Nutzerdaten.

Just Chatting
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Internet-Probleme und 24h Stream Ankündigung

00:00:32

Der Stream beginnt mit wiederholten technischen Internetproblemen, die zu Disconnects und Lags führen. Streamerin reginahixt berichtet von anhaltenden Ausfällen, die bereits im vorherigen Stream aufgetreten sind und ihre Geduldfaden stark beanspruchen. Sie plant für den anstehenden 24-Stunden-Stream, bei einem Internet-Ausfall die fehlende Stream-Zeit im Anschluss nachzuholen, um die versprochene Dauer einzuhalten, sieht jedoch das Risiko, viele Zuschauer durch die instabile Verbindung zu verlieren.

Analyse der Plattform FanBlast

00:10:24

Der Stream widmet sich eingehend der Analyse der deutschen Plattform FanBlast, die es Fans ermöglicht, gegen Bezahlung die Handynummern von Content Creators zu erwerben, um über WhatsApp zu kommunizieren. Die Streamerin beleuchtet das Geschäftsmodell, bei dem Fans laut Werbung direkten Kontakt zu ihren Stars erhalten und diese dadurch zu 'lebenden Geldautomaten' werden können. Sie zitiert Beispiele für Creators wie Alexis SHV, die für Chats 49,99$ verlangen, und zeigt das Marketing der Plattform auf, das exklusive Erlebnisse wie Coachella oder Burning Man verspricht.

Verbindung von Knossi und FanBlast

00:20:35

Es wird die enge Verbindung zwischen dem bekannten Streamer Knossi und der Firma hinter FanBlast, der Digital Blast GmbH, untersucht. Knossi tritt als 'Founder' der Firma bei Events auf, hält 25% der Anteile und ist prominent als Werbefigur in Kurzvideos des Unternehmens zu sehen. Streamerin reginahixt thematisiert, dass die Plattform von interaktiven Abstimmungen für Events wie dem Mittelaltercamp in Richtung eines bezahlten Kontaktmodells umstrukturiert wurde, um neue Einnahmequellen zu schaffen, und fragt, wie groß Knossis Einfluss auf diese Geschäftspraktiken ist.

Gerichtsverfahren und Vorwürfe gegen FanBlast

00:30:19

Ein zentraler Punkt des Streams ist der Vorwurf von irreführenden Geschäftspraktiken, die im Eilverfahren vor dem Landgericht Hamburg zur Klage der Konkurrenzplattform Bestfans führten. Das Gericht untersagte FanBlast, Nutzer über die tatsächliche Kommunikation zu täuschen. Konkret wird kritisiert, dass statt der Creator selbst Angestellte oder Agenturen für den Chat mit den Fans bezahlt werden, um deren Schreibstil zu imitieren. Des Weiteren werden Verstöße gegen das Jugendmedienschutzgesetz und die DSGVO sowie die Weitergabe sensibler Nutzerdaten ohne Einwilligkeit vorgeworfen.

Stellungnahmen und ungeklärte Fragen

00:41:53

Nach der juristischen Einordnung werden die Stellungnahmen der Firma und der Beteiligten eingeholt. Patrick Stasek, Geschäftsführer von FanBlast, betont die alleinige Kontrolle der Creator über ihre Inhalte. Knossi wird um eine Stellungnahme gebeten, dessen Antwort jedoch vage und ausweichend ist. Als Fan drängt Streamerin reginahixt auf Klarheit zu Knossis Rolle und seinem Wissen über die Geschäftspraktiken seiner eigenen Firma, da er als Miteigentümer in der Verantwortung stehe. Sie kritisiert die Antworten als enttäuschend und nichtssagend, was viele ungeklärte Fragen offen lässt.

Verteidigung des kritischen Videos

00:49:15

Der Streamer verteidigt ein Video, das als Clickbait abgetan wurde, und betont, dass Clickbait zum Job eines jeden YouTubers gehöre. Er sieht darin einen Mehrwert, da eine Recherche betrieben wurde, um Hintergründe aufzuklären. Die Kritik am Video bezeichnet er als Humbug, da jeder Creator solche Techniken einsetze und das Video einen wertvollen Beitrag geleistet habe.

Mitarbeit an der Firma und Verantwortung

00:50:11

Es wird klargestellt, dass die Firma nicht komplett Knossi gehört, sondern ihm nachweislich 25 Prozent der Anteile zustehen. Die Kritik richtet sich nicht gegen seine alleinige Kontrolle, sondern gegen seine Verantwortung, wenn er seine Community dazu anhält, Geld für etwas auszugeben, das parasoziale Beziehungen fördert, was nachweislich nicht der Fall sei. Das Video hat aus Sicht des Streamers eine wichtige Daseinsberechtigung.

Rechtmäßigkeit der Firmenanteile

00:55:40

Der Streamer wiederholt, dass nie behauptet wurde, Knossi habe die alleinige Entscheidungsgewalt über die Firma inne. Der Kritikpunkt ist, dass Knossi als Gesicht der Firma und Werbepartner in der Verantwortung steht, auch wenn er nicht die Philosophie der Firma kontrolliert. Es geht darum, dass er seine Zuschauer beeinflusst und sie dadurch potenziell schädigt, weshalb er zu 1000 Prozent in der Verantwortung steht.

Verständnis für Influencer und Kritikpunkt

00:59:14

Der Streamer zeigt Verständnis für Influencer, die in einem Geschäftsmodell schnell wichtige Aspekte übersehen, da sie primär Entertainer und keine Geschäftsmenschen sind. Ihr Job ist es zu unterhalten, nicht, Verträge und Geschäftsmodelle im Detail zu prüfen. Dennoch sind solche Fehler problematisch, da es zur Verantwortung gehört, mit wem man zusammenarbeitet und welche Inhalte man bewirbt.

Technische Schwierigkeiten

01:01:47

Während des Streams treten wiederholt technische Probleme auf. Das Internet ist instabil, der Streamer geht offline und taucht nach einigen Minuten wieder auf. Die verlorene Online-Zeit soll dem Stream am Ende hinzugefügt werden, um die 24-Stunden-Dauer zu gewährleisten. Die Unterbrechung erfolgt mitten im Gespräch und ist kurzfristig.