Müde und Kalt / !kofi

Tierhaltung im Fokus: Verantwortung und Fallbeispiele

Just Chatting

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Just Chatting

Streamstart und persönlicher Zustand

00:08:31

Der Stream beginnt mit technischen Problemen, die den Streamer zu F5-Drücken zwingen, da der Chat nicht lädt. Er begrüßt das Publikum und beschreibt sich als hundemüde und erschöpft, weshalb er eine kurze Streamzeit plant. Sein Hund hat im Gegensatz dazu viel Energie und macht Probleme, indem er an Kabeln zieht und versucht, das Mikrofon zu benagen. Eine geplante Gaming-Session wird aufgrund der Müdigkeit abgesagt und stattdessen eine gemütliche Stunde vor dem geplanten Zubettgehen angekündigt.

Arbeitsalltag und Herausforderungen im Winter

00:12:47

Der Streamer schildert seinen fordernden Arbeitsalltag auf dem Pferdehof, der ihn sehr anstrengt und zu Muskelkater führt. Die aktuelle Winterzeit stellt besondere Herausforderungen dar: Durch extrem kalte Temperaturen und gefrorene Rohren ist häufiges Enteisen der Wassertränken notwendig. Zudem haben einige Pferde mit Hautproblemen wie Mauke zu kämpfen, was zusätzliche Arbeit bei der Desinfektion und Pflege erfordert. Er erklärt, dass Winter in der Pferdehaltung generell als unangenehmer und arbeitsintensiver gilt als der Sommer, da Tiere anfälliger für Erkrankungen sind und die Haltung auf matschigen Weiden schwierig ist.

Haltungskonzepte und Kosten der Pferdehaltung

00:28:28

Es wird diskutiert, ob es besser ist, erkrankte Pferde zur schnelleren Genesung in eine Box zu stellen oder sie artgerechter im Freien zu lassen, was die Behandlung aber verlängert. Der Streamer berichtet von den Kosten der Pferdehaltung, die je nach Region und Serviceumfang stark variieren können und monatlich zwischen 150 und über 1000 Euro liegen. Er kritisiert hohe Preise in Ballungsräumen und betont, dass ein Pferd eine extrem teure und langfristige Lebensentscheidung ist, die oft einem halben Vollzeitjob an Zeit und Ressourcen entspricht.

Tierverantwortung und gewissenhaftes Abgeben

00:53:57

Das Gespräch verlagert sich auf das allgemeine Thema der Tierverantwortung. Der Streamer betont, dass der Besitz eines Tieres, insbesondere eines Pferdes, eine lebenslange Verpflichtung ist. Aus seiner Sicht ist es besser und verantwortungsvoller, ein Tier gewissenhaft abzugeben, wenn man ihm aus Zeit- oder Kostengründen nicht mehr gerecht werden kann, als es unter mangelhaften Bedingungen weiter zu behalten. Das Vermeiden von Schuldgefühlen und das Fokus auf das Wohlergehen des Tieres stehen dabei im Vordergrund.

Überlegungen zur Tierhaltung und emotionaler Umgang

00:57:59

Der Streamer reflektiert über die emotional anspruchsvolle Entscheidung, Haustiere, insbesondere Nagetiere und Kleintiere, zu halten. Die ständige Sorge um das verwaiste Tier bei einem Tod ist ein zentraler Grund, warum er sich nie intensiv mit dieser Form der Tierhaltung angefreundet hat. Dies wird an seinem persönlichen Beispiel mit Ratten verdeutlicht. Nachdem fünf von sieben Ratten verstorben sind, gab er seine letzten beiden Tiere ab, um zu verhindern, dass eins allein zurückbleibt. Er findet diese Entscheidung zwar schwer, bewundert aber den Willen, das Wohlergehen der Tiere über den eigenen Egoismus zu stellen.

Ein erschütterndes Fallbeispiel von Pferdemisshandlung

00:59:41

Anschließend erzählt der Streamer von einem konkreten, erschütternden Fall bei einer Pferdebesichtigung. Ein siebenjähriges Paint Horse war so stark übergewichtig, dass es sich wie eine Kuh bewegte und bei der geringsten Anstrengung außer Atem kam. Die Besitzerin, die das Pferd als Fohlen gekauft und selbst eingeritten hatte, hatte es über Jahre vernachlässigt, was zu einem gefährlichen und menschenverachtenden Verhalten des Tieres führte. Das Pferd zeigte keinerlei Respekt vor Menschen und war nicht handhabbar. Für den Streamer ist dieses Beispiel ein Musterbeispiel für die Folgen von falscher Haltung und fehlendem Fachwissen.

Analyse der schiefgelaufenen Ausbildung und Konsequenzen

01:04:12

Der Streamer analysiert, warum das Pferd ein solches Verhalten zeigt. Es hat nie gelernt, auf Menschen Rücksicht zu nehmen, und nutzt sein Gewicht und Aggression, um anstrengende Situationen zu vermeiden. Als er selbst das Pferd probereitet, verweigert es jegliche Mitarbeit. Die auf dem Pferd sitzende Besitzerin reagiert schockiert, als es mehrmals versucht, sich mit voller Kraft auf die Hinterbeine zu stellen. Der Streamer betont, dass dieses Verhalten nicht böse gemeint, sondern ein Resultat der jahrelangen Vernachlässigung ist. Das Pferd muss erst einmal abgenommen und physiotherapeutisch behandelt werden, bevor es überhaupt geritten werden kann.

Parallelen zwischen Tierhaltung und menschlicher Gesundheit

01:09:14

Anhand dieses Falls zieht der Streamer eine tiefgründige Parallele zwischen der Situation des übergewichtigen, untrainierten Pferdes und der eigenen Gesundheit. Ein Pferd, das jahrelang nicht bewegt wurde, leidet unter denselben Problemen wie ein Mensch, der seinen Rücken durch langes Sitzen ruiniert hat. Beides erfordert gezielte Physiotherapie und gymnastische Übungen, um die Schäden zu korrigieren. Aus eigener Erfahrung weiß er, dass ein einmal versteifter Rücken nicht von allein gesund wird und dass dies für Tiere nicht anders ist. Die Vorstellung, man könne solche Tiere einfach sich selbst überlassen und der Schaden würde sich von allein regenerieren, sei unrealistisch und grausam.

Die Rolle des Kapitalismus in der Pferdewelt

01:28:31

In einer umfassenden Analyse kritisiert der Streamer den Kapitalismus als das größte Problem in der Pferdewelt. Die Industrie, die Pferde als Sportgeräte für Prestige, Profit und Selbstprofilierung nutzt, sei die Hauptursache für Tierleid. Vorbilder in der Profiszene, die Medaillen und Erfolge jagen, seien oft schlechte Vorbilder, da sie das Wohlergehen des Tieres hintanstellen. Während es diese problematische Form der Reiterei gibt, betont er aber, dass dies eine Minderheit darstellt. Die Entwicklung der Hobbyreiterei gehe zunehmend weg von diesem Leistungsdruck hin zu einem bewussteren und tiergerechteren Umgang.

Philosophische Reflexion über Mensch-Tier-Beziehungen

01:38:55

Der Streamer verteidigt grundsätzlich die Haltung von Haustieren und die Arbeit mit ihnen. Er sieht in der jahrtausendealten Symbiose zwischen Mensch und Pferd etwas Positives. Die Domestizierung bedeute nicht zwangsläufig Ausbeutung, sondern ermögliche auch eine enge Beziehung. Im Gegensatz zu radikalen Tierschützern, die jegliche Haustierhaltung verbieten wollen, plädiert er für eine Verantwortung. Er hält es für falsch, Tierrassen, die auf den Menschen angewiesen sind und von ihm profitieren, aussterben zu lassen. Sein Ziel ist eine Symbiose, in der die Beziehung von Tier und Mensch auf einem Gleichgewicht basiert und nicht auf der Ausbeutung.

Symbiose mit Tieren und Haltungskritik

01:43:03

Der Streamer beschreibt eine enge Symbiose mit seinen Tieren, insbesondere seinem Hund, der ihm im Kampf gegen Depressionen hilft. Er kritisiert die verbreitete Boxenhaltung für Pferde als tierschutzrelevantes Problem, die er mit Kettenhunden vergleicht. Er plädiert stattdessen für eine artgerechte Haltung in Herdenverbänden, wo Pferde die meiste Zeit frei sein können. Die Analogie zu Hunden zieht er weiter, indem er die Haltungsbedingungen auf dem Land in Frage stellt, wo Tiere oft nur als reine Hofwächter dienen, und bevorzugt aktive Stadthunde, die täglich Auslauf, Gesellschaft und Beschäftigung bekommen.

Die schwierige Rehabilitation eines reaktiven Hundes

01:52:27

Aus eigener Erfahrung erzählt der Streamer von der intensiven Rehabilitation seines ehemaligen Schäferhundes Kiba. Dieser war sein erstes Lebensjahr lang eingesperrt und sozial isoliert. Das Training erforderte vier Jahre konsequenter Arbeit, um seine Reaktivität und Trennungsangst zu bewältigen. Er schildert stundenlange Trainingseinheiten im Park, um die Toleranz des Hundes gegenüber Reizen zu erhöhen, und die stigmatisierenden Reaktionen von Passanten. Die intensive Betrauung, das Dekorationen der Wohnung und die Leinenprobleme waren Symptome seiner traumatisierten Vergangenheit.

Wissensgewinn durch praktische Arbeit

02:00:53

Der Streamer reflektiert über seinen beruflichen Werdegang und stellt fest, dass er sich in den letzten fünf Jahren, insbesondere durch seine Arbeit auf einem Pferdehof, mehr Wissen über Pferde angeeignet hat als in 14 Jahren der Haltung von Hunden. Durch tägliche Praxis in der Jungpferdeausbildung, Bodenarbeit und im Reiten, konnte er sein Können wesentlich schneller erweitern als durch sporadischen Hundetraining. Er empfohlt daher Interessierten, Praktika auf Pferdehöfen, um praktische Erfahrung zu sammeln.

Der Fall Charlie Beam: ein kritischer Tierschutzfall

02:03:32

Der Streamer geht auf den Fall Charlie Beam, eine Katze aus österreichischem Tierschutz, ein. Die Besitzer berichten, dass ihnen der Verein gesundheitliche Vorerkrankungen des Katers verschwiegen haben. Als die Katze nach der Adoption eine Blasenkrankheit entwickelte, verweigerte das Tierheim die Rückerstattung der Behandlungskosten und den Zugriff auf die Akten unter Berufung auf Datenschutz. Der Streit eskalierte, als die Katze zu Weihnachten einen Notfall erlitt und im Tierheim behandelt wurde. Das Tierheim verweigert seitdem die Rückgabe des Katers mit widersprüchlichen Begründungen, was den Streamer an der Transparenz und Integrität des Vereins zweifeln lässt.

Vertrauensbruch und mangelnde Kommunikation

02:21:42

Der Streamer schildert die widersprüchlichen Aussagen und das erpresserische Vorgehen des Tierheims im Fall Charlie Beam. Nachdem die Besitzer die Katze zur Behandlung gebracht hatten, wurde ihnen ihre Rückgabe verweigert. Das Tierheim änderte seine说法 ständig – mal war der Kater gesund, mal krank, mal durften die Besitzer ihn sehen, mal nicht. Die Begründung für die Nicht-Rückgabe basierte auf einer kurzen Beobachtung durch eine Tierärztin, die niemals zu Hause war. Als die Besitzer konkrete Lösungen anboten, wurden die Forderungen neu justiziert, was sich wie eine gezielte Nötigung anfühlte.

Tierheimstreit: Vorläufige Verfügung und Eskalation

02:27:29

Eine Adoptionsfamilie hat erfolgreich vor Gericht eine einstweilige Verfügung gegen ein Tierheim erwirkt, die es verbietet, den adoptierten Kater weiter zu vermitteln. Das Tierheim reagierte darauf mit einer Gegenklage auf Herausgabe des Tieres. Der Fall eskaliert, da das Tierheim bereit ist, Spendengelder für den Tierschutz zu nutzen, um den Rechtsstreit zu führen. Die Familie hatte den Kater erst seit Oktober adoptiert und ihn intensiv betreut.

Absurde Vorwürfe und mangelnde Kooperationsbereitschaft

02:28:22

Die Vorwürfe des Tierheims gegenüber der Besitzerin sind nach Ansicht des Streamers absurd. Konkret wurde ihr vorgeworfen, die Katze zu stressen, indem sie sie innerhalb der ersten drei Monate mit Klickertraining, dem Gewöhnen an eine Transportbox und Autofahrern beschäftigte. Dies soll Blasenprobleme verursacht haben, die aber bereits vor der Adoption existierten. Die Familie bot daraufhin alternative Lösungen wie gesicherten Freigang an, was das Tierheim pauschal ablehnte, ohne konkrete Gründe zu liefern.

Visuelle Evidenz und Hilflosigkeit der Familie

02:33:06

Der Streamer zeigte Videos der Katze in ihrem Zuhause, um zu belegen, dass sie sich dort entspannt und wohlgefühlt habe. Die Katze zeigte Verhalten wie Kuscheln, Spielen und Begrüßungen ihrer Besitzer, was im starken Gegensatz zu der Behauptung des Tierheims stand, sie sei extrem gestresst. Seit der zwangsweisen Abgabe der Katze am 24. Dezember zur Behandlung hat die Familie keinen Kontakt mehr zu ihr und erhält keine Informationen über ihren Zustand. Sie kämpft nun juristisch um die Rückgabe des Tieres.

Aufruf zur Unterstützung und Kritik am System

02:37:28

Der Streamer ruft seine Zuschauer auf, eine Petition für die Rückgabe der Katze zu unterzeichnen und dem betroffenen Tierschutzverein (Tierschutz Austria) öffentlich Druck zu machen. Er vermutet, dass die wahre Ursache für die Verweigerung des Tierheims ein Fehlverhalten bei der Tierbehandlung ist, das vertuscht werden soll. Aus eigener Erfahrung schildert er einen ähnlichen Fall, bei dem ein Tierschutzverein nach der Adoption aufgetretene gesundheitliche Probleme des Hundes ignorierte und stattdessen die neue Besitzerin in die Schub lud. Kritisiert wird, dass Fehler im Tierschutz nicht als solche eingestanzen werden.

Persönliche Erfahrungen mit Arbeitshunden

03:02:40

Anschließend wechselt der Streamer das Thema und teilt persönliche Erfahrungen mit seinem Australian Shepherd Luki. Er betont, dass es sich bei dieser Hunderasse um einen Arbeits- und Hütehund handelt, der mehr Auslastung und Kopfarbeit benötigt als ein durchschnittlicher Familienhunde. Er schildert Lobenswertes, wie Lukis Selbstbewusstsein bei der Interaktion mit der Pferdeherde auf dem Hof. Dies untermauert seine Aussage, dass bestimmte Hunderassen besondere Anforderungen an den Halter stellen und gründliche Überlegungen erfordern.

Neugier über Esel und Mulis

03:10:22

Ein unplausibler Zwischenfall bei den Pferden führt den Streamer zu einer kleinen Exkursion über Esel. Er erklärt, dass Esel im Gegensatz zu Fluchttieren wie Pferden aggressive Verteidigungsverhalten zeigen und daher oft zum Schutz von Herden vor Raubtieren wie Wölfen gehalten werden. Weiterhin erzählt er von Mulis, der Mischung aus Pferd und Esel. Diese sind zwar steril, aber aufgrund ihres starken Sexualtriebs oft dominant und gefährlich, wenn sie nicht kastriert werden, was ein weit verbreitetes Missverständnis über ihre Haltung klärt.