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Analyse tödlicher Polizeigewalt in Deutschland

Transkription

Es wurde eine unabhängige Dokumentation über tödliche Polizeigewalt in Deutschland vorgestellt. Der Film analysiert mehrere Fälle, um strukturelle Gemeinsamkeiten aufzudecken. Es wurden die Perspektiven von Hinterbliebenen und anonymisierten Polizisten einbezogen. Der erste Fall, der Tod von Lorenz A. in Oldenburg, wurde im Detail besprochen.

Just Chatting
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Just Chatting

Technische Probleme am Streambeginn

00:02:51

Zu Beginn des Streams treten erhebliche technische Schwierigkeiten auf, die sich hauptsächlich auf die Audio- und Bildqualität beziehen. Der Streamer kämpft mit starken Verzögerungen im eigenen Audiomonitoring, was auf einen Konflikt zwischen seinem Headset-Mikrofon und dem externen Mikrofon zurückzuführen ist. Gleichzeitig wird er auf die schlechte Qualität der Laptop-eigenen Webcam aufmerksam, die für das Stream-Bild verantwortlich ist. Der Streamer äußert seine Enttäuschung über die mangelnde Bildqualität, die es ihm nicht ermöglicht, professionell zu wirken.

Laptop-Kühlmittelprobleme und Garantie

00:07:41

Ein zentrales Thema des Streams ist der anhaltende Kampf des Streamers mit seinem MSI-Laptop, der seit seiner Anschaffung massiv überhitzt und bei Lastzuständen wie dem Streamen abstürzt. Er beschreibt, selbst einfache Spiele seien nicht mehr spielbar, und bereits die Lüftergeräusche seien im Stream hörbar. Obwohl der Laptop neu ist und auf Raten bezahlt wurde, zeigt er sich unzufrieden mit der Leistung. Da er noch Garantie hat, plant er, sich an den MSI-Support zu wenden, möchte das Gerät aber nicht selbst öffnen, um die Garantie nicht zu verlieren, da er aktuell keinen Ersatz-PC zur Verfügung hat.

Übergangswohnsituation und Umzugsberatung

00:16:15

Der Streamer gibt einen Einblick in seine aktuelle Wohnsituation, die er als provisorische Übergangslösung für die Zeit bis Frühling 2026 beschreibt. Er schildert die Herausforderungen, mit zwei Katzen, einem Hund und einem Pferd umgezogen zu sein, und erwähnt, dass seine gesamte Einrichtung aufgeteilt bei Freunden untergebracht ist. Ein spezielles Problem ist die Stromversorgung; der Anschluss eines Heizlüfters und eines Warmwasserboilers führt häufig zum Auslösen der Sicherung. Er erzählt auch von Schimmelproblemen in der vorherigen Wohnung und ist froh, in seiner jetzigen Bleibe bleiben zu können, auch wenn sie nicht perfekt ist.

Reflexionen über Internet-Balance und Medienkritik

00:30:40

Der Streamer widmet sich den Nachteilen eines zu starken Internetauftritts und betont die Notwendigkeit einer ausgewogenen Balance zwischen Online- und Offline-Leben. Aus eigener Erfahrung als langjährige Influencerin gibt sie zu, dass ein konstantes Erreichbarsein eine negative Auswirkung auf das Leben haben kann. Auf einen Artikel im "Axel Springer Verlag" angesprochen, zeigt sie sich desinteressiert und distanziert sich von dem Medium, da es sich um ein rechtes Schmierblatt handle. Sie betont, dass sie ihr Leben so gut im Griff habe, dass sich solche Äußerungen nicht negativ auf sie auswirken können, und fühlt sich durch ihre Entscheidung, weniger zu streamen, freier und glücklicher.

Vorstellung des Films über Polizeigewalt

01:06:38

Nach technischen Vorbereitungen stellt der Streamer den Film "Die Bullerei" von Hubertus Koch vor. Es handelt sich um eine Crowdfunding-Dokumentation über tödliche Polizeigewalt in Deutschland. Der Film analysiert mehrere Fälle wie Lorenz A. und Uri Jalloh, um strukturelle Gemeinsamkeiten aufzudecken. Der Streamer hebt hervor, dass der Film inhaltlich unabhängig ist und die Perspektiven von Hinterbliebenen sowie von anonymisierten Polizistinnen aus ganz Deutschland einbezieht, die einen Einblick in den Polizeiapparat gewähren. Er kündigt an, den Film gemeinsam mit der Community zu schauen.

Einleitung in den ersten Fall der Dokumentation

01:10:30

Der Streamer beginnt mit der Vorstellung des ersten Falls im Film, der sich mit dem Tod von Lorenz A. in Oldenburg befasst. Er schildert die Umstände: In der Nacht zu Ostersonntag wurde Lorenz A. von hinten mit vier Schüssen erschossen, einer davon in den Kopf. Sechs Tage später kam es zu Protesten in Oldenburg. Der Streamer kündigt an, diesen Fall im Detail zu besprechen und bittet die Zuschauer, mit ihm über die vorgestellten Fälle zu diskutieren und bei falschen oder ungenauen Informationen korrigierend einzugreifen.

Trauer und der Tod von Lorenz

01:10:30

Der Stream widmet sich der tiefen Trauer der Freunde von Lorenz, der von der Polizei erschossen wurde. Seine engsten Weggefährten schildern den schmerzhaften Verlust, wie es ihr Leben auf den Kopf gestellt hat und warum es wichtig ist, Lorenz als Mensch und nicht als Statistik zu sehen. Sie berichten von ihrem Umgang mit dem Trauma und der gemeinsamen Trauer, die als ein notwendiger Halt beschrieben wird. Die Trauer ist nicht nur um den verlorenen Freund, sondern auch um die Umstände seines Todes, die Ungerechtigkeit und das Fehlen von Aufklärung.

Politische Verantwortung und Systemkritik

01:14:50

Die Moderation stellt die direkte Verbindung zu politischen Äußerungen her, wie den Reden des Bundeskanzlers, die Jugendliche problematisieren und stigmatisieren. Dies wird als Mitschuld daran betrachtet, dass Polizei und Gesellschaft von Gewalt gegen marginalisierte Jugendliche absehen. Kritisiert wird, dass Todesfälle wie der von Lorenz zu keinen landesweiten Streiks oder breiten gesellschaftlichen Bewegungen führen, sondern von den gleichen demonstriert werden, die ohnehin schon überhört werden.

Mehrfach-Traumatisierung der Hinterbliebenen

01:17:01

Neben dem initialen Trauma durch den Tod eines Freundes werden Hinterbliebene durch den Umgang der Medien, der Behörden und der Gesellschaft erneut traumatisiert. Diese zweite Traumatisierung erfolgt durch Gaslighting, Opfer-Täter-Umkehr und Diffamierung der Familien. Beispiele aus anderen Fällen wie Hanau verdeutlichen diese systematische Entmenschlichung, der keinen Raum für echte Trauer lässt und Überleben zur Priorität macht.

Das System Polizei als Schutz von Kapital

01:20:20

Es wird die fundamentale Kritisk an dem System Polizei geäußert, das nicht dazu da sei, Zivilisten zu schützen, sondern primär Kapital und Staatsinteresse zu verteidigen. Dieses System schützt sich vor Konsequenzen, wenn es zu staatlicher Gewalt kommt. Der Staat priorisiert seine eigene Absicherung gegenüber dem Wohlergehen seiner Bürger, was die ohnmächtige Position der Hinterbliebenen und der Opferschaft nur verstärkt und strukturell verankert.

Ermittlungen und systematische Missstände

01:23:38

Der Fokus liegt auf der Aufdeckung systematischer Missstände in polizeilichen Ermittlungen. In den Fällen Lorenz und Hosei Kalaf werden Ermittlungen verschleppt, wichtige Gutachten ausstehend gelassen und Todesursachen nicht ausreichend geklärt. Die Polizei ermittelt gegen sich selbst, was zu einer fehlenden Objektivität führt. Eine kritische Analyse der Rolle der Staatsanwaltschaft zeigt ein Muster, das die Schutzfunktion des Systems über der Wahrheitsfindung stellt.

Influencer-Kultur und gezielte Jugendansprache

01:25:02

Ein Exkurs beleuchtet die Influencer-Kultur und analysiert, warum viele Influencer gezielt eine junge Zielgruppe von 11 bis 14 Jahren anprechen. Dies ist nicht nur profitabler, da diese Gruppe leichter begeistert werden kann und mehr Zeit hat, sondern auch, weil sie weniger in der Lage sind, Influencer für problematischen Inhalt zur Rechenschaft zu ziehen. Diese Praxis wird als ethisch bedenklich angesehen, da sie eine ausbeuterische Geschäftsmodelle gegenüber Minderjährigen fördert.

Kritik an Bundeswehr und Polizei

01:38:38

Der Stream kritisiert sowohl die Rekrutierungspraktiken der Bundeswehr, die insbesondere in ärmeren Gesellschaftsschichten Freiwilligkeit erzeugen, als auch die grundlegende Problematik, dass beide Institutionen – Polizei und Militär – hierarchisch und gewaltorientiert aufgebaut sind. Es wird argumentiert, dass Linke, die in diese Systeme eintreten, deren Kernprobleme nicht lösen können. Stattdessen werden rechte und gewaltbereite Personen angezogen, was eine Gefahr für die Gesellschaft darstellt.

Racial Profiling und alltägliche Polizeigewalt

01:44:33

Es werden konkrete Fälle von rassistischer Polizeigewalt wie der Tod von Hosei Kalaf geschildert. Hier wird gezeigt, wie Kleinigkeiten wie der Besitz von Gras als Vorwand genutzt werden, um migrantische Jugendliche zu schikanieren und zu terrorisieren. Dies wird als bewusste Strategie zur Kriminalisierung und Ausgrenzung von Minderheiten beschrieben, die im System Polizei verankert ist und durch gezielte Kontrollpraktiken und rechtliche Konstruktionen wie 'Sicherheitszonen' aufrechterhalten wird.

Kritik an Polizeiberichterstattung und Willkür

02:05:20

Der Stream beginnt mit einer tiefgreifenden Kritik an der Art und Weise, wie Polizei- und Einsatzberichte verfasst werden. Diese würden nicht gelogen, aber bewusst vorteilhaft formuliert, indem relevante Teile der Wahrheit weggelassen werden. Es wird betont, dass solche Berichte oft von mehreren Personen kontrolliert werden, die sich abstimmen, um eine für die Ermittlungen günstigere 'Story' zu kreieren. Diese Praxis eröffnet große Spielräume für Willkür, Machtmissbrauch und eine Darstellung, die den Tatsachen entsprechen mag, aber unvollständig ist. Medien, die diese Berichte kritiklos übernehmen, werden für ihre mangelnde Recherche kritisiert.

Erfahrungen mit rassistischer Polizeigewalt in Oldenburg

02:08:00

Der Streamer berichtet von persönlichen und fremden Erlebnissen mit Polizeigewalt in Oldenburg, die sich rassistisch motiviert zeigen. Es wird eine Anekdote aus der Schulzeit geschildert, in der der Streamer und zwei Freunde, als Schwarze, fälschlicherweise der Müllverschmutzung beschuldigt und von der Polizei konfrontiert wurden. Die Begründung war eine Täterbeschreibung, die auf sie passte. Diese Vorfälle sind laut Streamer keine Einzelfälle, sondern wiederkehrende Erfahrungen, insbesondere für Menschen mit Migrationshintergrund, die bereits seit der Schulzeit andauern. Dies unterstreicht ein tief verwurzeltes Problem der Polizeiarbeit in der Stadt.

Kampf um konsumfreie Räume und soziale Ausgrenzung

02:10:46

Ein zentraler Punkt der Kritik richtet sich gegen die systematische Beseitigung konsumfreier öffentlicher Räume in deutschen Städten. Als Beispiel dient ein ehemaliges freies Seeufer, das in ein kommerzielles Schwimmbad umgewandelt wurde. Diese Entwicklung wird als Absicht gebrandmarkt, da Freizeit zunehmend kommerzialisiert wird und Jugendliche, die sich keine hohen Kosten leisten können, aus den öffentlichen Räumen vertrieben werden. Dies führt laut Streamer zu einem 'self-fulfilling Problem', indem man die Jugendlichen aus allen Orten verjagt und sich anschließend über deren Präsenz in verbliebenen Orten wie Bahnhöfen beschwert, um Repressionsmaßnahmen zu legitimieren.

Tödliche Polizeigewalt im Kontext psychischer Notlagen

02:24:53

Der Stream thematisiert den Fall von Aman Alisada, einem jungen Afghanen, der in seiner Asylunterkunft während eines psychotischen Schubs von der Polizei erschossen wurde. Es wird detailliert beschrieben, wie die Polizei auf einen psychologischen Notfall reagierte: ohne auf Fachpersonal zu warten, wurde die Tür eingetreten, Alisada nicht als krank erkannt und aus Notwehr erschossen. Der Fall steht exemplarisch für viele andere Vorfälle, bei denen laut Angaben bis zur Hälfte aller tödlichen Polizeischüsse auf Menschen in psychischen Krisen abgefeuert werden. Es wird die Forderung nach verpflichtender Bodycam-Nutzung und besserer Ausbildung für Polizei in solchen Situationen gestellt.

Systemversagen bei der Polizei und im Rettungsdienst

02:26:33

Die Kritik erweitert sich auf das gesamte System, das im Umgang mit psychischen Notlagen versagt. Die Polizei wird als falscher Ansprechpartner identifiziert, da sie primär für Gewalt statt Deeskalation ausgebildet ist. Dies wird durch die Erkenntnis untermauert, dass Rettungsdienste sich oft weigern, in Asylheimen oder bei People of Color für psychologische Notfälle zu intervenieren, was auf systemischen Rassismus hindeutet. Die Polizei ist so oft die erste Anlaufstelle, obwohl sie für diese Aufgabe ungeeignet ist. Dies führt zu einer gefährlichen Eskalationsdynamik, die für Betroffende tödlich enden kann.

Mangelnde Ausbildung und Schutz durch das System

02:44:09

Es wird der zentrale Kritikpunkt thematisiert, dass Polizisten für den Umgang mit psychisch kranken Menschen nicht oder nur unzureichend ausgebildet sind. Viele Beamte würden sich in solchen Situationen überfordert, gestresst und ängstlich fühlen. Die wahre Geficht wird jedoch nicht in der individuellen Angst gesehen, sondern in einem System, das Polizisten vor den Konsequenzen ihrer Handlungen schützt, sofern diese als Notwehr deklariert werden. Aufgrund von Vorschriften wie dem 'Recht zur Waffe' und mangelnder Verpflichtung, auf Fachexperten zu warten, eskaliert die Polizei systematisch, anstatt zu deeskalieren.

Debatte im Chat und Verteidigung der inhaltlichen Fokussierung

02:47:39

Der Streamer reagiert auf Fragen und Kritik aus dem Chat, insbesondere die Behauptung, Polizisten seien für ihre Handlungen verantwortlich. Er stellt klar, dass das Problem nicht der einzelne Beamte ist, sondern das System, das ihn schützt und die Eskalation ermöglicht. Gleichzeitig verteidigt er seine Entscheidung, den Begriff 'Bullen' zu verwenden. Dies sei eine bewusste Benennung durch Betroffene und nicht eine vorsätzliche Herabwürdigung. Sprachliche Debatten über die Bezeichnung hält er für völlig unangemessen und taktlos im Kontext von Todesfällen und systematischer Gewalt, da sie vom Kernproblem ablenken.

Obrigkeitshörigkeit und die Notwendigkeit alternativer Systeme

02:57:04

Abschließend wird das Phänomen der tiefen deutschen Obrigkeitshörigkeit und des Fetischs für Hierarchien, Autoritäten und Militarisierung kritisiert. Viele Bürger seien der Ansicht, dass die Polizei unverzichtbar ist, ohne alternative Modelle zu hinterfragen oder die systemische Natur der Polizeigewalt zu erkennen. Für privilegierte Menschen sei die Polizei eine Schutzfunktion, für marginalisierte Gruppen eine tödliche Gefahr. Der Streamer argumentiert, dass jeder Todesfall durch die Polizei die Existenz der gesamten Institution delegitimiert und die Diskussion über alternative, deeskalierende und soziale Systeme zwingend erforderlich ist. Polizeiarbeit und Schusswaffengebrauch seien keine Lösung für psychische Notlagen.

Machtmissbrauch und Parallelen zur Realität

03:01:24

Der Streamer nutzt eine spielerische Aktion, um über Machtmissbrauch zu diskutieren, indem er den Chat moderiert und dabei eine Parallele zur deutschen Politik und Wehrpflicht zieht. Er betont, dass Machtmissbrauch, wie er ihn hier simuliert, im Ernstfall durch Institutionen wie die Polizei mit ernsthaften Konsequenzen für Betroffene einhergeht und ruft zur Reflexion über das Verteidigen solcher Machtstrukturen auf. Die ironische Demonstration dient als Einstieg in eine tiefere gesellschaftskritische Auseinandersetzung.

Mängel in der Polizeiausbildung

03:04:37

Der Streamer beleuchtet kritische Mängel in der deutschen Polizeiausbildung, insbesondere im Umgang mit psychisch erkrankten Personen. Recherchen und Aussagen von Auszubildenden zeigen, dass das Training auf simulationsbasierten, eher unrealistischen Szenarien mit einer extrem geringen Anzahl von Lehrstunden basiert. Stattdessen wird gefordert, dass angehende Polizistinnen und Polizisten durch praktische Praktika in Psychiatrien einen realistischeren und emphatischeren Umgang lernen sollten.

Der Fall Lamin Touré und Rassismus in der Polizei

03:07:36

Ein zentraler Fall ist der Tod des Gambiers Lamin Touré in Nienburg, der von der Polizei erschossen wurde. Die Umstände deuten auf eine Eskalation aufgrund mangelnder Deeskalationskompetenz und des fehlenden Einsatzes von psychologischen Fachkräften hin. Erschwerend kommt hinzu, dass ein eingesetzter Diensthundeführer mit mutmaßlich rechtsextremen Ansichten in Erscheinung trat. Dies führt zu der These, dass Polizeidienst junge Beamte nicht nur ausbildet, sondern sie rassistischer machen kann, da sie sich an Älteren orientieren und rassistische Sprache internalisieren.

Ungleicher Umgang und Systemfrage

03:19:27

Durch den Vergleich von zwei Einsatzszenarien wird eine doppelte Standards in der Polizeiarbeit verdeutlicht: Während bei einem gewalttätigen Obdachlosen und einem Axtangreifer unblutige Methoden wie der Einsatz von Spezialkräften oder Kettenhemden genutzt werden, enden ähnliche Lagen mit psychisch kranken Schwarzen tödlich. Der Streamer sieht dies nicht nur als Einzelfälle, sondern als Ausdruck eines rassistischen Systems, in dem bestimmte Menschen bedrohlicher wahrgenommen werden und die Polizei ihr Bild von einer Nazi-Propaganda-Sprache nicht loswird.

Forderungen für Reformen und Fazit

03:32:14

Aufbauend auf den aufgedeckten strukturellen Problemen wie fehlende unabhängige Ermittlungen, inadäquate Ausbildung und Rassismus, schlägt der Streamer konkrete Reformen vor. Dazu gehören unabhängige Beschwerdestellen, verpflichtende Bodycams, eine zeitgemätere Ausbildung und harte Konsequenzen für rassistisches Verhalten. Abschließend stellt er die These auf, dass diese Veränderungen von oben politisch gewollt sein müssen, und kritisiert die Passivität und Systemtreue der etablierten Politik, die sich selbst als 'Freund und Helfer' bezeichnet.

Kritik an der Darstellung von Wut und Reformismus

03:42:47

Der Streamer kritisiert die Dokumentation 'Lorenz', die seiner Meinung nach die Wut der Betroffenen hintenanstellt und sich in einer reformistischen Haltung verliert. Indem ein weißer Mann die Wut in den Vordergrund stelle, werde die Gefahr für marginalisierte Communities erhöht und Lösungsansätze wie die Abschaffung der Polizei (Abolish the Police) ignoriert. Er argumentiert, dass die vorgeschlagenen Reformen angesichts der Hierarchie und des tief verwurzelten Rassismus unzureichend sind und eine fundamentalere Systemänderung notwendig wäre.

Tone Policing und Priorisierung von Menschenrechten

03:53:33

Eine separate, aber zentrale Aussage des Streamers ist seine Kritik an Tone Policing in linken Räumen. Er betont, dass in Diskussionen über Polizeigewalt die Sprache von Betroffenen nicht nach Maßstäben der 'wohlgebildeten, weißen Mehrheitsgesellschaft' korrigiert werden darf. Dies sei eine Form der Gewalt, die marginalisierte Menschen ausschließt. Zudem positioniert er sich klar, indem er Menschenrepte vor Tierrechte stellt und es für absurd hält, in einem Dokumentationskontext über tödliche Polizeigewalt über Tiernamen zu diskutieren.

Abschluss und Ausblick

04:03:20

Der Stream endet mit persönlichen Dankesworten an die Community und einer humorvollen, provokanten Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus. Der Streamer kündigt einen gemütlichen Zocki-Stream für zwei Tage später an und hofft, dass sein Laptop dabei nicht überhitzen wird. Abschließend wirbt er für seine Aktivitäten auf der Plattform Blue Sky und verabschiedet sich bis zum nächsten Stream, wobei er die ironische Aussage 'Ich bin weiß und habe nichts gemacht' wiederholt, um die unausgesprochene Privilegienfrage aufzugreifen.