Nachdem der Mord an der Telegrafenmeisterin Bente Hansen auf der Insel Hafstedt geschehen war, wurde der Fall von einem Inspektor untersucht. Im Verlauf der Ermittlungen wurde eine wirtschaftliche Verschwörung aufgedeckt, die zur Tat führte. Im Moor kam es schließlich zur Konfrontation, bei der die Täter gestanden und festgenommen wurden.

Inspector Schmidt: The Ebbing
00:00:00

Inspector Schmidt: The Ebbing

Einführung und Vorstellung des Streams

00:19:38

Der Stream wurde gestartet und der Streamer Steinbein begrüßt seine Zuschauer. Es handelt sich um den finalen Abend des Projekts 'Inspector Schmidt - The Ebbing', dessen Ziel die Aufklärung des Mordes an Bente Hansen ist. Der Streamer erklärt, dass dies der finale Tag sei und er die Geschichte bis zum Ende durchziehen wird, da am nächsten Tag Karfreitag ist. Er stellt die Moderatoren des Abends vor und kündigt an, sich auf das Spiel zu konzentrieren und keine Off-Topic-Kommentare mehr zu beantworten, um zügig zum Schluss zu kommen.

Rückblick auf bisherige Ermittlungen

00:40:46

Für Zuschauer, die nicht alle Folgen gesehen haben, gibt es eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse. Schauplatz ist die Nordseeinsel Hafstedt. Der Protagonist, ein bayerischer Student, ermittelt in den Mord an Bente Hansen, dem Telegrafenmeister. Neben dem Hauptfall wurden bereits mehrere Nebenfälle gelöst, darunter das Schicksal des Leuchtturmwärters, ein Streit zwischen zwei Schwestern und das tragische Ende eines jungen Mannes. Zentral für die Ermittlungen ist das unheimliche Moor, das den Ort durchzieht und in dem eine mysteriöse Gestalt umhergeistert.

Die Suche nach dem Weg durch das Moor

00:44:17

Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Spur des Toten, Bente Hansen, der häufig durch das Moor musste. Durch gefundene Dokumente gibt es eine Anleitung, einen bestimmten Pfad durch das Moor zu nehmen. Der Weg ist durch Symbole markiert: Kreis, Strich, Quadrat, Dreieck, zwei Punkte und X. Diese Symbole werden durch eine Legende erklärt und entsprechen landwirtschaftlichen Objekten wie gestapeltes Holz, Zeltplatz, Ruine, Baumstumpf, Steinstapel und rote Blumen. Während die Suche nach diesen Markierungen stattfindet, taucht das Monster im Moor auf und die Flucht beginnt.

Enthüllung der Täteridentität

01:01:34

Im Versteck im Moor werden entscheidende Beweise gefunden. Zuerst wird ein Kostüm mit einem schwarzen Lederhut und einem langen Mantel entdeckt, das dem Monster ähnelt. Direkt daneben findet sich ein Brief an 'Hauke', in dem eine Person mit dem Anfangsbuchstaben 'S' ihm Ratschläge gibt und Reparaturen am Kostüm in Aussicht stellt. Die Ermittler stellen die Verbindung her: Hauke ist das Monster. Dies wird durch einen weiteren Brief bestätigt, in dem 'S' Hauke für seine Rolle bei der Einschüchterung des Telegrafenmasters lobt. Die Ermittler konfrontieren Hauke, der gesteht, in Notwehr gehandelt zu haben und Bente zu töten.

Die Aufdeckung der wirtschaftlichen Verschwörung

01:28:16

Nach der Konfrontation mit Hauke wird der zweite Hauptverdächtige, Arvid Harms, befragt. Er gibt an, sein altes Boot im Moor zu renovieren und bietet Einsicht in seine Finanzbücher an. Durch die Durchsuchung seines Büros werden brisante Briefe entdeckt. Offenbar hat Harms zusammen mit Stine (der Person mit dem Initial 'S') ein kriminelles Unternehmen im Gang: Sie sabotieren die Telegrafenkabel der Konkurrenz, um mit ihrem eigenen Kabelunternehmen den Markt zu übernehmen und sich wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen. Die Briefe belegen die Verstrickung und die ruchlose Motivation hinter den Geschehnissen im Moor.

Die Lösung des Falls im Telegrafenamt

01:42:59

Im Telegrafenamt wird der letzte Teil des Rätsels gelöst. Eine Vorrichtung mit einem Morsecode-Knopfsystem muss korrekt bedient werden, um einen Schrank zu öffnen. Darin finden sich Bücher, die Bentes Tagebücher von 1853 bis 1869 enthalten. Das oberste Buch ist sauber, da ein entscheidendes Buch mit dem Eintrag des Tatjahres fehlt. Es wird die Mordwaffe, ein blutiger Schürhaken, gefunden. Die Tat ereignete sich direkt am Schreibtisch, als Hauke Bente Hansen attackierte. Alle Indizien fügen sich zusammen und der Mordfall Bente Hansen ist endgültig aufgeklärt.

Ermittlungen und Durchsuchung

01:49:10

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Tatwaffe, wobei festgestellt wird, dass die Schere, die an der Leiche gefunden wurde, nur dann die Mordwaffe sein kann, wenn sie mit dem Ohr von Hauke in Verbindung gebracht wird. Die Durchsuchung von Stines Wohnung ergibt diverse Hinweise. Ein Tagebuch von Bente Hansen wird gefunden, in dem sie seltsame Telegrafen-Signale und Lichter im Meer dokumentiert, die sie nicht erklären kann. Die Ermittler stoßen zudem auf eine Nachricht, in der Stine und ihr Verlobter Arvid Harms vor einem Inspektor warnen und ein Treffen im Hafen mit einem Passwort verabreden.

Tagebuch von Bente Hansen

01:52:46

Das gefundene Tagebuch von Bente Hansen enthüllt ein unheimliches Geheimnis. Sie beschreibt, wie seltsame Telegrafensignale die Gemeinde beunruhigten und Gerüchte über ein Monster im Moores umgingen. Sie selbst geht dem Gerächt nach und stellt fest, dass das Monster ein Mensch in schwarzer Kleidung ist. Die Vorkommnisse machen der gesamten Angst, bis sie eines Nachts den Schäfersohn Jannis tot im Moor findet, der von Jasper und seinen Leuten ermordet wurde. Sie schweigen aus Angst, wird jedoch weiterhin vom Monster verfolgt.

Enthüllungen aus dem Briefverkehr

01:59:26

Analyse von Briefen deckt die Motivation und die Verbindungen der Verdächtigen auf. In einem Brief an Stine gesteht Hauke, Bente geschubst zu haben, als sie sich den Kopf angeschlagen hatte. Einen Brief einer Stoffhaltung an Stine bestätigt eine fehlende Lieferung von schwarzem Stoff, was den Verdacht auf eine Puppe als Moormonster nährt. Ein weiterer, dringender Brief weist Stine an, unterzutauchen, da der Inspektor zu viel weiß. Ein Liebesbrief von Arvid Harms an Stine enthüllt ihre geheime Verlobung und ihren Wunsch, diese erst nach einem gemeinsamen Erfolg öffentlich zu machen.

Entdeckung des Mordwerkzeugs

02:02:50

Bei einer erneuten Durchsuchung der Wohnung von Stine wird ein verschlossenes Kästchen gefunden. Bei der Öffnung stellt sich heraus, dass die Stoffschere, die bisher als potenzielle Tatwaffe galt, fehlt. Diese Entdeckung verschiebt den Fokus der Ermittlungen massiv, da nun Stine direkt mit dem Mord in Verbindung gebracht werden muss. Die Ermittler finden auch Blutspuren an den Schuhen von Stine, die als entscheidender Beweis gewertet werden.

Hafensuche und Finale

02:17:49

Die Ermittler konzentrieren sich auf die Suche nach dem geheimen Hafenbereich, der mit dem Passwort 'Spökenkram' zugänglich ist. Nach langer Suche finden sie ein Tor, das blockiert ist. Erst bei späterem Versuch am Abend öffnet sich das Tor mit dem korrekten Passwort. Sie dringen in einen verborgenen Hafenbereich ein und stoßen auf Arvid Harms, Hauke Weber und die bewusstlose Stine, die gerade entführt werden soll. Die Situation eskaliert, als Kirsten, Schwester von Stine, mit einer Waffe erscheint und Arvid bedroht.

Die Konfrontation und die Wahrheit

02:45:48

In der dramatischen Konfrontation im Hafen klärt sich die wahre Geschichte auf. Hauke gesteht, Bente in Notwehr getötet zu haben, nachdem sie ihn mit einem Schürhaken attackiert hatte. Er tat dies im Auftrag von Arvid und Stine, um zu verhindern, dass Bente deren illegalen Plan aufdeckt. Arvid und Stine planten, das Tiefseekabel zu sabotieren, um die Aktien einer Kabelgesellschaft in die Höhe zu treiben und ihre Schulden zu begleichen. Bente hatte diese Aktivitäten entdeckt und musste daher beseitigt werden.

Die Festnahme und das Ende

03:05:36

Nachdem die wahren Motive und Tathandlungen der Täter ans Licht gekommen sind, werden Arvid Harms und Hauke Weber festgenommen. Stine wird ebenfalls zur Verantwortung gezogen. Inspektor Schmidt gibt das Endergebnis an die Obrigkeit weiter. Trotz des Erfolges bleiben Fragen offen, und einige Charaktere, wie der Bürgermeister und Bent, werden aus der Geschichte entlassen, was bei manchen Zuschauern Unverständnis hervorruft. Die Insel beginnt sich langsam zu normalisieren, als die Vertreter der Obrigkeit die Kontrolle übernehmen.

Nachwirkungen und Inspektoren-Titel

03:14:12

Nach der Festnahme der Täter treten die Nachwirkungen des Falls zutage. Der Bürgermeister Joost Schäppler übernimmt die öffentliche Anerkennung und macht Inspektor Schmidt für die Lösung des Falls verantwortlich. Als Belohnung wird ihm der Titel 'Inspektor Schmidt' verliehen. Obwohl der Fall abgeschlossen ist, bleiben bittere Beileidsbekundungen und eine düstere Stimmung zurück. Der Inspektor selbst sehnt sich nach einem verdienten Urlaub, doch die Nachricht über die misslungene Festnahme einiger Täter wirft einen Schatten über das positive Ende.

Nachspiel und Credits

03:21:38

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Mordfalls läuft der Stream mit den Credits des Spiels weiter. Der Streamer äußert sich positiv und respektvoll gegenüber den Entwicklern von 'Inspector Schmidt – The Ebbing', hebt den gelungenen Abschluss hervor und erwähnt, dass er nach den Credits noch einige abschließende Gedanken zum Spiel und der Reihe fassen möchte.

Gesamtfazit und Lieblingsmerkmale

03:25:34

In der abschließenden Bewertung nennt der Streamer 'Schmidt in Bayern' als seinen Favoriten gegenüber dem aktuellen Teil. Er betont, dass die Stärken der Reihe – der ungewöhnliche historische Ansatz, das Rollenspiel- und insbesondere das Ermittlungssystem – auch in 'The Ebbing' weiterhin vorhanden sind. Besonders gelungen findet er die Erzeugung der provinziellen und nordischen Atmosphäre durch die Kulisse und das Setting.

Kritik am Storytelling und Dialogen

03:28:35

Die Kritik des Streamers konzentriert sich vor allem auf das Storytelling und die Dialoge. Im Vergleich zum ersten Teil fehle hier der anarchistische Witz und die Situationskomik. Zudem wirken die Dialoge häufig nicht wie gesprochene Sprache, sondern wie schriftlich formulierte Texte, was besonders bei Figuren mit niedrigem Bildungshintergrund unpassend sei. Die Handlung wirkt dadurch und durch die Integration mehrerer kleiner Fälle zu konstruiert und zu 'gamey'.

Synchronisation und Spielmechanik

03:34:51

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Vertonung. Während einige Charaktere gut vertont sind, klaffen viele Amateur-Sprechern eine professionelle Regie, was dazu führt, dass manche Dialoge abgelesen und unpassend wirken. Auch die Spielmechanik wird kritisch gesehen: Die Auflösung des Hauptfalls wird als zu linear empfunden, und Rätsel fühlen sich wie künstlich eingefügte 'Escape-Room'-Elemente an, die die Immersion stören.

Erwartungen an die Fortsetzung

03:37:28

Der Streamer erklärt, dass seine kritische Haltung aus seiner hohen Wertschätzung für die Reihe resultiert, die ihm eine Steigerung nach dem charmanten Erstling 'Schmidt in Bayern' versprochen habe. Er sieht Potenzial in dem kulturellen Clash des bayerischen Inspektors in der norddeutschen Provinz, das in diesem Teil jedoch zu kurz komme. Trotz allem bereut er das Spielen nicht und hofft auf Fortsetzungen in anderen Regionen, wie dem Ruhrpott oder dem Schwarzwald.

Ausblick auf zukünftige Stream-Projekte

04:01:36

Nach diesem Stream kündigt der Streamer die nächsten Projekte an. Am 1. Mai startet 'Darkest Files', gefolgt von 'Yes, Your Grace'. Er betont, dass er trotz der drei Story-Games in Folge eine gute Abwechslung durch Mischung mit anderen Genres, wie 'Jagged Alliance 3' an Freitagen, sieht und seinen Zuschauern unterschiedliche Erlebnisse bieten möchte.

Technische Herausforderungen bei Videoreisen

04:18:51

Im Anschluss an das Spiel wird über die technische und logistische Komplexität der 'Historisch unterwegs'-Videoreisen gesprochen. Der Streamer beschreibt den enormen Aufwand von Equipment-Logistik über die Recherche bis zur finalen Produktion. Er erklärt, warum er auf professionelle Unterstützung verzichtet, da dieser Prozess für ihn eine zentrale befriedigende Komponente des Hobbys ist.

Drehgenehmigungen und Filmen im Ausland

04:25:16

Ein Diskussionsteil dreht sich um die Schwierigkeiten, Drehgenehmigungen für öffentliche Orte, insbesondere außerhalb von touristischen Hauptattraktionen, zu erhalten. Der Streamer plädiert für mehr Flexibilität und argumentiert, dass sein aufreibender, unperfekter Amateuransatz und der geringe kommerzielle Fokus seine Workflows ermöglichen und dem Geist der Regelungen nicht widersprechen.