Es wurde mit der Gerstenernte für das Jahr 2025 begonnen. Bei der ersten Drescherprobe zeigte sich eine Feuchte von 13,2 Prozent. Die Prognose für den Ertrag liegt bei etwa 5 Tonnen pro Hektar, jedoch sind die Werte im Feld stark schwankend, von Ecken mit 7 bis 8 Tonnen bis zu solchen mit nur 3 oder 4 Tonnen. Als Tagesziel sind 16 Hektar anvisiert.

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Beginn der Gerstenernte und erste Ertragsprognosen

00:03:59

Der Streamer startet mit der Ernte der Gerste. Bei der Drescherprobe zeigt sich eine Feuchte von 13,2 Prozent. Der prognostizierte Ertrag liegt bei etwa 5 Tonnen pro Hektar, wobei es starke Schwankungen im Feld gibt, von Ecken mit 7 bis 8 Tonnen bis zu solchen mit nur 3 oder 4 Tonnen. Der aktuelle Durchschnitt wird mit 4,7 bis 4,9 Tonnen beziffert. Als Tagesziel sind 16 Hektar Gerste geplant.

Fortschritt, technische Probleme und Chatinteraktion

00:21:48

Bis zur Mitte des Streams sind bereits 7,24 Hektar Gerste geerntet worden. Der Ertrag bleibt mit 5 Tonnen unter den Erwartungen, was auf langsam aufkommendes Unkraut wie Mohn und Kornblume zurückzuführen ist. Zeitweise treten technische Schwierigkeiten auf, wie ein verzögertes iPad und eine problematische Kameraeinstellung, die zu einem störenden Rahmen im Bild führt. Zwischenzeitig unterhält sich der Streamer ausgiebig mit dem Chat über persönliche Themen wie Gewicht, Ernährung und Hobbys.

Ertragsdiskussion und Feldbedingungen

00:39:03

Im Chat wird der Durchschnittsertrag für Gerste in Brandenburg mit 8,4 Tonnen genannt, was den aktuellen, als niedrig empfundenen Ertrag von 5 Tonnen in Frage stellt. Der Streamer führt dies auf unregelmäßige Regenverteilung und spezifische Gegebenheiten im eigenen Feld zurück. Fährt man durch eine Senke, sinkt der Ertrag auf unter 6 Tonnen, während auf höher gelegenen Bereichen Werte von 7,8 Tonnen erreicht werden. Die Mäharbeiten werden aufgrund der schwankenden Bedingungen sichtbar langsamer.

Vorstellung der Mähdrescher-Technik und Steuerung

01:00:44

Der Streamer präsentiert im Detail den Arbeitsplatz im Mähdrescher. Dieser ist mit Klimaanlage, Monitoren und diversen Sensoren ausgestattet, die Verluste und Motorauslastung in Echtzeit anzeigen. Er demonstriert die automatische Lenkhilfe, die es ermöglicht, das Lenkrad loszulassen, und erklärt die Anpassung des Schneidwerks. Der B fasst 13.000 Liter und das Abtankrohr wird für den Zuschauer gezeigt. Das Tempo ist auf maximal 40 km/h beschränkt, da es sich um einen Hecklenker handelt.

Gesellschaftliche Debatte und der Wert von Social Media

01:05:53

Der Streamer geht auf eine Diskussion im Chat ein, die den Wert von Social Media-Arbeit gegenüber körperlicher Landarbeit infrage stellt. Er vertritt vehement die Meinung, dass die durch Social Media geschaffenen Arbeitsplätze und die generierten Steuereinnahmen für die Gesellschaft einen enormen Mehrwert darstellen. Mit Verweis auf hohe monatliche Gewerbesteuern und Investitionskosten für Technik, betont er die Daseinsberechtigung und die Anstrengungen, die hinter solchen Projekten stecken.

Persönliche Reflexionen und Corona-Erfahrungen

01:08:00

Der Streamer reflektiert über seine Lebenssituation und ist grundsätzlich zufrieden. Er erzählt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf seine Familie, insbesondere auf seinen damals jungen Sohn, der Schwierigkeiten mit sozialen Bindungen hatte. Auch erinnert er sich an die besondere Zeit während der Pandemie, in der sein Livestream vielen Menschen in der Großstadt eine willkommene Abwechslung und ein Stück Natur bot.

Arbeitseinsatz, Familienthematik und Livestream-Ziele

01:14:44

Ein familiärer Zwischenfall unterbricht kurz den Arbeitsfluss, als seine Frau Nadine anruft, weil ihre Tochter zum Spielplatz muss. Im weiteren Verlauf spricht der Streamer über seine Karrierestationen als Kind auf dem Feld bei seinem Vater und seinen Mitarbeitern. Er erwähnt, dass er wegen der Rapsaussaat auf der Gamescom unsicher ist, da diese in die Rapsaussaatzeit fallen würde, aber zeigt grundsätzliches Interesse.

Farming Simulator und Meinung zur Spieleindustrie

01:39:16

Die Lust auf den Farming Simulator ist derzeit gering, was er mit einem Tiefpunkt in der Spiellust begründet. Er kritisiert den Entwickler Giants dafür, dass der Precision-Farming-DLC unfertig war und wünscht sich mehr Konkurrenz im Markt, da ein Monopol der Branche nicht guttäte. Gleichzeitig lobt er jedoch die Hardware von Herstellern wie Jandier und X9, die er fahren durfte.

Ernteprogress und Feldzustand am Tag 2

01:44:32

Ein Teufel steckt im Detail der geplanten Agrar-Messen. Die Fahrt in die Schweiz oder Österreich lohnt sich nicht, die Unkosten für Unterkünfte sind immens, eine Nacht kostete zuletzt 300 Euro. Der Fokus liegt auf der heimischen Ernte. Nachdem 16 Hektar Gerste gedroschen wurden, beginnt die Bearbeitung des nächsten Feldes mit 26,21 Hektar. Der Streamer fährt außenrum, wobei er mit dem Risiko von herumliegenden Müllglasflaschen an Feldrändern rechnet und daher beim Schneiden etwas höher ansetzt. Auf dem Feld sind Sturmschäden von einem kürzlichen Unwetter in Berlin zu befürchten.

Ernteerträge und technische Besonderheiten

02:03:46

Ein Kontrakt ist bereits mit über 200 Tonnen Gerste voll gestapelt. Das aktuelle Feld zeigt starke Ertragsunterschiede, von 8,4 Tonnen auf sandigen, bewässerten Stellen bis hin zu nur 3,6 Tonnen auf kürzeren Flächen. Das Schneidwerk misst 12 Meter, während für Dünge- und Sprüharbeiten eine 36-Meter-Ausrüstung genutzt wird. Diese Strategie minimiert Bodenverdichtungen, da jede dritte Spur auf bereits verdichtetem Grund gefahren wird. Die gespeicherten Linien für die Fahrspuren konnten nach einem Einbruch, bei dem Monitore im Wert von 33.000 Euro gestohlen wurden, dank einer Sicherung auf einem USB-Stick wiederhergestellt werden.

Effiziente Ernte und finanzielle Perspektiven

02:09:33

Die Fahrt im Vorgewende wird zweimal per Hand durchgeführt, da dem Kontur-Einzeichnen-Modus nicht vertraut wird. Der Fokus liegt auf Effizienz und der Vermeidung von Schäden durch Müll im Feld. Die Kosten der Ernte sind ein ständiges Thema. Ein Mähdrescher kostet samt Zubehör rund eine Million Euro, seine Miete wäre nicht tragbar. Der Dieselverbrauch liegt bei etwa 1000 Litern an schweren Erntetagen. Der Verkaufserlös für Gerste liegt bei 140 Euro die Tonne, was für die hohe Arbeitsintensität dieser Frucht als unzureichend empfunden wird.

Zukunftsperspektiven und private Themen

02:44:16

Die Landwirtschaft wird als zukunftssicher, aber auch als extrem kapitalintensiv beschrieben. Die hohen Kosten für Maschinen und Pacht, insbesondere mit bis zu 400 Euro pro Quadratmeter für Grundstücke, führen zu Überlebensängsten. Der Streamer gibt offen zu, dass er bereit wäre, bis zu 10% seiner Ackerfläche für Energieprojekte wie Photovoltaik oder Windräume zu opfern, um finanziell stabiler zu sein. Nach der Ernte stehen private Pläne an, wie eine Fahrradtour zur Ostsee mit einem Freund. Persönliche Themen wie die Folgen eines Sonnenbrands in Kroatien und alltägliche Dinge wie bevorzugte Eistee-Sorten (Grüntee-Apfel) werden angesprochen.

Arbeitsplan und logistische Herausforderungen

03:32:18

Für den nächsten Tag ist ein Hitzeextrem mit Temperaturen von 37 Grad angekündigt. Dies wirft die Frage auf, ob der langjährige Mitarbeiter Jörg (Ü60) an diesem Tag wegen des Wetters nicht arbeitet und stattdessen der Streamer selbst den Abfahrer übernimmt, während Jens den Mähdrescher bedient. Die Logistik bei der Getreidelieferung ist ebenfalls eine Herausforderung. Die Annahmestellen sind kaum frequentiert, andere Landwirte lagern ihr Getreide, während der Streamer direkt liefert. Ein Großteil des Rapses wird über einen anderen Landhandel per LKW veräußert.

Wildtiere im Getreidefeld

03:54:06

Der Kontakt mit Wildtieren während der Ernte ist ein häufiges Thema. Rehe, Hasen und Füchse werden regelmäßig gesehen, jedoch flüchten die Tiere vor dem lauten Mähdrescher. Der Streamer fragt den Chat, ob jemals ein Tier mit dem Mähdrescher erfasst wurde. Ein Teil des Feldes ist als Landschaftselement 'Jägerfuhl' ausgewiesen, das als Rückzugsraum für Wildtiere dient. Dies unterstreicht den bewussten Umgang des Betriebs mit der Natur und den Bemühungen, natürliche Lebensräume zu erhalten.

Tierbeobachtung und Risiken der Ernte

03:54:40

Während der Gersteernte auf dem Grünland ist Achtsamkeit gegenüber Wildtieren geboten. Besonders Rehkitze sind anfangs schwer zu entdecken und könnten vom Mähdrescher erfasst werden, da ihr Fluchtinstinkt noch nicht ausgeprägt ist. Während gesunde Tiere, einschließlich Hasen und Rehe, beim Anfahren des Mähdreschers sofort flüchten, wird ein bereits überfahrenes Tier nicht bemerkt. Größere Tiere wie Wildschweine würden auffällige Blockaden verursachen. Der Streamer betont, auch einen Menschen ohne Kleidung würde vom Mähdrescher unversehrt durchgewürgt werden, der Rest des Schadens würde dann durch die Maschine verursacht werden.

Maschinenwartung und technische Optimierung

04:02:59

Der Fokus liegt auf der Pflege und Wartung der landwirtschaftlichen Geräte. Die Lackierung des Traktors steht bevor, da dieser den letzten Zügen seiner Lebensdauer entgegengeht und mehrere Schweißnähte repariert werden müssen. Bei der Mähdrescher-Steuerung kam es zu Verwirrung, als der Streamer annahm, ein Follow-Age sei eingetroffen, was sich jedoch als privat übermittelter Bot-Nachricht herausstellte. Während der Fahrt wurde eine vergessene Spur bemerkt, die sofort neu angeschnitten wurde, um eine lückenlose Ernte zu gewährleisten und Ertragsverluste zu vermeiden.

Ertragsdiskussion und Dorfgemeinschaft

04:07:10

Der Streamer teilt seine Erträge für die Gerste offen und transparent, die momentan bei 4,7 bis 6,2 Tonnen pro Hektar liegen. Dabei diskutiert er die Annahme, Landwirte würden sich über ihre Erträge belügen. Persönlich ist er offen, auch wenn die Ernte schlecht läuft. Gleichzeitig beleuchtet er die Beziehungen unter Landwirten, die oft über WhatsApp-Kurznachrichten gepflegt werden, und stellt fest, dass es trotz geleglicher Missverständnisse eine gute Dorfgemeinschaft gibt. Auch die Kommunikation mit dem Pflanzenschutzberater wird positiv erwähnt.

Leistungsfähigkeit und Arbeitstempo des Mähdreschers

04:18:04

Die aktuelle Arbeitsleistung des Mähdreschers ist beeindruckend und abhängig von den Bodenverhältnissen. Auf dem aktuellen Feld schafft der Mähdrescher eine Geschwindigkeit von 6 km/h bei einem Ertrag von 6 Tonnen, was einer Durchsatzleistung von 56 Tonnen pro Stunde entspricht. In besserem Gelände können sogar 8 km/h erreicht werden. Der Streamer plant, später auf dem Feld auf Lohnbasis für andere Landwirte zu ernten und betont die Notwendigkeit, die Maschine sauber zu halten, um Verluste zu minimieren.

Zusammenhalt der Landwirtschafts-Streamer

04:24:09

Der Streamer blickt auf die eigene Geschichte im Bereich Landwirtschafts-Streaming zurück. Seit 2019 streamt er und erwähnt einen der ersten Wegbereiter, Fabi, der dieses Thema ebenfalls bedient. Die Coronapandemie hat zu einem Zuwachs an Zuschauern geführt, die durch die Streams einen Zugang zur Natur und Landwirtschaft fanden. Trotzdem gibt es unter den Landwirten im Dorf, die streamen, eine enge Verbindung und gegenseitige Unterstützung, auch wenn nicht alle die Streams verstehen oder verfolgen.

Wetter und Ausblick auf die Ernte

05:10:38

Die extreme Hitze von 37 Grad im Freien stellt eine physische Herausforderung dar, im klimatisierten Mähdrescher ist die Arbeit jedoch angenehm. Der Streamer hofft auf baldigen Regen, da anhaltende Hitze und Trockenheit den Ertrag schädigen und Waldbrandgefahr erhöhen. Die aktuelle Gerste-Ernte soll möglichst zügig beendet werden, um sich auf die noch nicht ganz reifen Kulturen wie Weizen und Roggen vorzubereiten. Ziel ist es, die Ernte innerhalb von 20 Tagen ohne Unterbrechung durch das Wetter abzuschließen.

Technische Anpassungen zur Qualitätskontrolle

05:16:46

Aufgrund von ungewöhnlich hohen Verlusten im Korntank entscheidet der Streamer, den Mähdrescher komplett neu einzustellen. Er lässt den Bunker einmal ab, öffnet die Siebe und startet einen neuen Versuch, um die Ernteverluste zu minimieren. Diese Präzisionsarbeit ist notwendig, um eine gleichbleibend hohe Qualität des Getreides sicherzustellen und Materialverluste zu vermeiden. Die Einstellungen werden schrittweise optimiert, bis die Verlustquote im akzeptablen Bereich liegt.

Stream-Ende und Tagesabschluss

06:48:30

Nach Erreichen des Tagesziels wird der Stream beendet. Der Streamer kündigt an, dass der Rest der Gerste am nächsten Tag abgefahren werden soll. Das genaue Vorgehen des nächsten Streams, ob mit dem Mähdrescher oder dem Abfahrer, steht noch nicht fest. Das Stream-Ende wird mit einer Runde Fahrradtour abgeschlossen, wobei die Temperaturen auf 32 Grad gesunken sind. Der Streamer dankt den Zuschauern für ihre Aufmerksamkeit und verabschiedet sich bis zum nächsten Mal.