Ernte 2025 ! Weizen Hitech !Koro

Agrararbeit im Fokus: Ernte 2025 und Produktion von Saatgut

Es wurde die gesamte Dokumentation der Weizenernte des Jahres 2025 vorgenommen. Dabei wurden die Erträge auf verschiedenen Flächen ermittelt und Saatgut für das kommende Jahr vorbereitet. Es wurden die hohen Anforderungen an die Reinigung des Saatguts und die logistischen Herausforderungen bei der Lagerung und dem Transport erläutert.

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Einstieg und erste Ernteergebnisse

00:03:02

Nach dem Streamstart kommentiert der Streamer die ersten Zuschauerfragen und präsentiert ein erstes Ernteergebnis von 7,7 Tonnen Weizen pro Hektar. Die Scheiben der Maschine werden gereinigt und ein kurzer Blick auf das Korn wird ermöglicht. Es folgt eine kleine Befragung des Chats zum Wohlbefinden und eine Einschätzung der eigenen Konstitution mit einer stabilen 8, obwohl Rückenschmerzen stören. Der Feierabend ist für circa 13 Uhr geplant, was an diesem Freitag einer Dorfkirmes vorbeugt.

Planung für den Arbeitstag

00:06:36

Für die restliche Tagesplanung wird zunächst der Weizen weitergeerntet, mit einer möglichen Fahrt in den Lagerroggen bei späterer Hitze. Für den Abend ist wieder eine Rückkehr zum Weizen angedacht, um lange Dreschzeiten zu ermöglichen. Eine geplante Arbeit bei einem Nachbarn von 35 Hektar für den kommenden Dienstag angekündigt, weshalb möglicherweise kein Live-Streaming stattfindet. Die anfängliche Einschätzung der Ernte fällt durchweg positiv aus, mit dem besten Weizen des Jahres.

Technische Aspekte und Ernteausbeute

00:09:40

Bei der Ernte auf einer anderen Weizenfläche zeigt sich in der Fahrgasse ein sehr guter Ertrag von 7 Tonnen pro Hektar bei der älteren Sorte Saaten Union Nordkap. Der Drescher ist zu 70 Prozent gefüllt und verbraucht für 50 Hektar circa 660 Liter Kraftstoff. Es folgt ein kurzer Austausch mit einem Zuschauer, der eine Durchschnittsleistung von 14,2 Tonnen pro Hektar für seinen MAN-Drescher meldet, der als spritsparender im Vergleich zum Mercedes angesehen wird.

Technische Probleme am Mähdrescher

00:15:42

Ein Zuschauer meldet Probleme mit der Scheinwerferanlage seines Mähdreschers, bei der das Fernlicht nicht anbleibt. Der Streamer kann das Problem nach eigener Aussage nicht reproduzieren und vermutet einen Bedienfehler, da er nur die Fernlicht-Funktion als Lichthupe aktivieren kann. Der Zuschauer berichtet, dass sein Mähdrescher auch weiterhin läuft, wie es scheint. Es wird diskutiert, dass der MAN-Drescher trotz möglicher technischer Mängel sehr verlässlich ist und gestern 50 Hektar geschafft hat.

Ergebnisse der Saatgutgewinnung

00:20:35

Nach Abschluss der Drescharbeiten wird die gewonnene Ernte als Saatgut für das kommende Jahr vorbereitet. Der Ertrag auf dieser Fläche liegt bei etwa 8,3 Tonnen pro Hektar, wobei jedoch das gesamte Korn nur als Futterweizen klassifiziert ist, da die Fallzahl mit 63 Sekunden zu niedrig ist, um als backfähig zu gelten. Dies führt zu einem finanziellen Verlust von rund 40 Euro pro Tonne im Vergleich zu Nahrungsmittelweizen. Der technische Leiter eines Betriebes wird für seine Hilfe bedankt.

Allgemeine Probleme des Landwirts

00:31:44

Es werden allgemeine Themen der Landwirtschaft angesprochen. Der Boden aus Sand kann Wasser nur schlecht speichern, was Erträge stark begrenzt, selbst bei ausreichend Niederschlag. Wildschäden werden gemeldet, deren Bearbeitung sehr aufwändig ist und eine schnelle Meldung an das Ordnungsamt erfordert, was oft zu Spannungen mit Jägern führt. Der Streamer äußert sich unzufrieden mit der aktuellen Situation im Berufsstand, der oft ein großes Minusgeschäft darstellt.

Organisation der Logistik

01:10:59

Die Logistik der Ernte wird geplant. Ein Überladewagen wird mit 7 Tonnen Weizen beladen und muss leer gefahren werden. Der Verbrauch des Mähdreschers wird mit 69 Liter Kraftstoff pro Stunde und 1,89 Liter pro Tonne angegeben. Eine große Betriebshalle ist mit den anlaufenden Erntearbeiten vieler Betriebe bereits sehr voll. Die Saatgutgewinnung für das kommende Jahr ist in vollem Gange, wobei zunächst 40 Tonner als Vorrat aufgehoben werden.

Persönliche Themen und Planungen

01:40:31

Neben der Arbeit teilt der Streamer persönliche Themen mit. Er plant mit seiner Familie einen gemeinsamen Traum ans Meer für den Abend und erwähnt die Rennradsaison. Seine sportlichen Ambitionen und private Hobbies wie das Spielen von World of Warcraft werden thematisiert. Die Einrichtung neuer technischer Hilfsmittel, wie ein Handyhalter für zukünftige Livestreams vom Fahrrad, wird ebenfalls angekündigt. Die Schulleistung seiner Tochter wird positiv erwähnt.

Saatgut-Qualität und Reinigungsprozess

01:52:49

Im Fokus steht der Unterschied zwischen einer normalen Ernte und der Produktion von Saatgut. Beim Saatgut ist es entscheidend, dass kein Fremdgetreide wie Roggen oder Gerste enthalten ist, da sonst im nächsten Jahr das ganze Feld verunreinigt ist. Die spezielle Reinigung nach der Ernte, die bis zu 10.000 Euro kosten kann, entfernt jedes einzelne dieser unerwünschten Körner, um ein reines Saatgut zu erhalten, das den hohen Standards genügt.

Ertragsdaten und Auslastung des Mähdreschers

01:54:42

Der Streamer berichtet von den aktuellen Ertragsdaten, die stark schwanken. Während in manchen Bereichen 12 Tonnen pro Hektar erzielt werden, liegt der Durchschnitt bei etwa 9,3 Tonnen. Das vollständige Befüllen des Mähdreschers auf 22 Tonnen ist gesetzlich illegal, aber ein mögliches Szenario, das die Kapazität der Maschine zeigt. Die Arbeit erfordert präzises Manövrieren, um Beschädigungen zu vermeiden und eine Überladung zu verhindern.

Technologische Überwachung und digitale Datenerfassung

02:03:56

Der Mähdrescher ist mit modernster Technologie ausgestattet, um die Qualität der Ernte sicherzustellen. Eine Grain Quality Cam scannt das Getreide kontinuierlich nach Bruchkorn und Fremdbesatz, um reines Saatgut zu produzieren. Gleichzeitig werden Ertragsdaten in der Cloud gespeichert, was eine digitale Nachvollziehbarkeit der Ernte ermöglicht. Diese Daten können später am Rechner analysiert werden, um die landwirtschaftlichen Prozesse zu optimieren.

Strategien des Getreideverkaufs und Vertragsmanagement

02:34:41

Beim Verkauf der Ernte gibt es verschiedene Strategien. Ein 'offener Vertrag' bedeutet, dass der Landwirt eine feste Menge verkaufen kann, ohne sich an einen Preis zu binden, und hat eine gewisse Zeit zu entscheiden, wann er das Getreide zu welchem Preis abgibt. Dies ist flexibler als Festpreisverträge, birgt aber auch Risiken. Eine Punktlandung bei der gelieferten Menge ist unmöglich, daher müssen Verträge für jedes zusätzliches Kilogramm neu ausgehandelt werden, was oft spontane Anrufe beim Landhandel erfordert.

Bürokratie und Qualitätskontrolle in der Landwirtschaft

02:36:06

Die deutsche Landwirtschaft ist extrem hoch überwacht. Jede angelieferte Ladung wird im Labor beprobt, und Proben werden lange Zeit aufbewahrt, um bei Qualitäts- oder Vorfallsfällen nachverfolgt werden zu können. Zusätzlich müssen Landwirte im Rahmen des Agrarantrags alle auf der Fläche durchgeführten Maßnahmen dokumentieren. Diese Bürokratie ist aufwendig, aber notwendig, um die Standards der Lebensmittelproduktion sicherzustellen und die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten.

Risiken und Entscheidungen bei Vertragsabschlüssen

02:40:06

Der Abschluss von Verträgen für die Getreideabnahme ist ein ständiges Pokern mit unsicheren Faktoren wie zukünftigem Wetter und Marktpreisen. Landwirte nehmen ein hohes finanzielles Risiko auf sich, da sie für gelieferte Ware bezahlen müssen, auch wenn sie die Ernte nicht liefern können. Das erfordert genaue Planung und oft auch Kompromisse, wie die teilweise Umlagerung auf andere Getreidesorten. Die Entscheidung, wie viel im Voraus zu verkaufen ist, ist daher eine der wichtigsten und riskantesten im Jahresgeschäft.

Betriebsgröße, Flächennutzung und zukünftige Pläne

02:59:26

Der Betrieb bewirtschaftet eine Gesamtfläche von rund 800 Hektar und erzielt während der Erntezeit eine Arbeitsleistung von etwa 5 bis 7 Hektar pro Stunde. Die große Betriebsgröße erfordert effiziente Organisation und strategische Planung, besonders bei der Fruchtfolge. Langfristig denkt der Streamer darüber nach, den landwirtschaftlichen Betrieb abzustoßen und stattdessen ein Lohnunternehmen zu gründen, falls ein passender Käufer gefunden wird, um so zukünftige Risiken zu minimieren.

Funktionsweise und Sensortechnik des Mähdreschers

03:58:57

Der Mähdrescher arbeitet mit einem Schneidwerk von 12 Metern Breite, das das Getreide aufnimmt und über einen Schacht zur Dreschtrommel fördert. Die Sensoren an diesem Schacht überwachen kontinuierlich die Schichtdicke des einlaufenden Getreides. Dies ist ein entscheidender Sicherheitsschmechanismus, um eine Überlastung der Maschine zu verhindern, die zu teuren und zeitaufwendigen Reparaturen führen würde. Die Sensoren müssen regelmäßig kalibriert werden, um präzise zu arbeiten.

Fahrgefahren auf der Straße und in der Feldarbeit

04:30:00

Die Diskussion beginnt mit den Risiken des Überholens auf öffentlichen Straßen durch Landmaschinen, da hier jedes einen Baum touchieren kann. Der Ertragssprung von alten Mähdreschern auf neue Modelle wird angesprochen, ebenso die wildesten Erlebnisse, die mit dem Überholen auf schmalen Straßen verbunden sind. Gefahren werden auch bei der Feldarbeit deutlich, als auf dem Acker Baumeintritte drohen und der Fahrer improvisieren muss, um Kollisionen zu vermeiden.

Sicherheit und Einstellungen der Mähdrescher

04:36:27

Der Streamer kritisiert stark fahrlässiges Verhalten wie das Betreten des Mähdrescherdaches während der Arbeit, da dies verheerende Folgen für den Betrieb haben kann, wenn die Berufsgenossenschaft davon erfährt. Die Arbeit an einem schwer zu erntenden Feld beginnt, und der Fahrer testet verschiedene Einstellungen. Für besonders liegendes Getreide werden als ultimativer Gamechanger die Rapsmesser in Aussicht gestellt.

Ergebnisse der Ernte und Jobplanung

04:52:35

Ein Überblick über die bereits abgeschlossenen Erntearbeiten wird gegeben, mit 20 Hektar Weizen, die über 6 Tonnen pro Hektar brachten. Aktuell wird Roggen auf einer als sehr schlimm beschriebenen Lagerfläche gedroschen. Ein Notfall führt dazu, dass der Streamer kurz aussteigen muss, um Halmteiler zu korrigieren. Zusätzlich wird ein Jobplan für den nächsten Tag aufgestellt, bei dem auch ein Konzertbesuch erwähnt wird.

Technische Details und Probleme bei der Ernte

06:12:14

Die Ernte läuft auf dem Feld mit Erträgen um 7,5 bis 9 Tonnen pro Hektar, jedoch ist die Kornqualität durch viel Stroh und Verluste beeinträchtigt. Der Fahrer beobachtet das Einfüllverhalten und stellt fest, dass das Schneidwerk weiter ausgefahren werden müsste. Wegen eines einzigen Abtankrohrs wird die Ernte in Blöcken durchgeführt. Es gibt immer wieder technische Störungen und Verstopfungen, die das Arbeiten erschweren.

Geopolitische Einflüsse und Lagerstrategie

06:44:29

Überraschend zeigt das Getreide eine sehr niedrige Feuchte von 11,8%, was eine zügige Ernte ohne Verzögerung ermöglicht. Die Preise für Dünger sind infolge der Ukraine-Krise drastisch gestiegen, was die Betriebskosten belastet. Die Haltung des Getreides wird detailliert besprochen: Die Halle wird vor der Ernte gereinigt, um Schädlinge vorzubeugen, und Belüftungsprobleme werden durch regelmäßiges Öffnen der Tore gelöst.

Zusammenfassung und Ausblick

07:47:40

Der Streamer ist erschöpft, hat aber über 350 Hektar Roggen und Weizen noch zu ernten. Es gibt kurze Pläne für die Ernte an den nächsten Tagen. Während des Streamings werden persönliche Themen wie das Erntefieber, körperliche Beschwerden und geplante Arztbesuche angesprochen. Der Streamer äußert sich zu Gemeinschaftsthemen wie Fußball und plant einen Sido-Konzertbesuch in Rostock.

Roggen-Abbruch und Umstellung auf Weizen

08:44:54

Der Streamer stellt nach technischen Überlegungen die Drescharbeit von Roggen auf Weizen um, da der Roggen im Lager keinen Platz findet und der Weizen in der Halle weitergefahren werden kann. Wegen der knappen Lage zur Straßenkante wird besonders vorsichtig gefahren. Die Weizenfläche wird als eine der schlechtesten des Jahres eingestuft, was die Erträge voraussichtlich beeinträchtigt.

Feldbeurteilung und technische Einstellungen

08:55:43

Die Qualitätsunterschiede in der Getreideernte werden thematisiert, etwa zwischen US-amerikanischem und deutschem Weizen. Der Streamer passt manuell die Haspelhöhe an den Ertrag an, da eine automatische Steuerung in der Maschine fehlt. Die Fläche wird mit Tritikale angesät, was im Rahmen einer Fruchtfolge zur Inanspruchnahme von Fördermitteln geschieht.

Ernteeinschätzung und Wartungspflicht

09:02:08

Die Erträge auf dem Weizen schwanken stark von 2,6 Tonnen auf einer schlechten Fläche bis zu 8 Tonnen in einer besseren Wassersenke. Parallel dazu wird der hohe Aufwand an täglichen Wartungsarbeiten für den Mähdrescher und das Schneidwerk detailliert geschildert, der allein schon fast eine Stunde dauert.

Live-Technik und Software-Probleme

09:57:55

Der Streamer erläutert sein Setup zur Übertragung per YOLO-Box über Anydesk, das im Verbindungsfall automatisch auf den Hauptrechner umschaltet. Es kommt zu technischen Problemen mit dem Drescher-Display, was nach einem Software-Update der Fall sein könnte, da sich Einstellungen verstellt haben. Auch die Beleuchtung des Dreschers wird als problematisch beschrieben.

Diebstahlprävention und Betriebsrisiken

10:18:32

Aufgrund von jüngsten Einbrüchen und Diebstählen von landwirtschaftlichen Geräten, teils mit hohem Schaden, wird die Sicherheit im Betrieb zum zentralen Thema. Maschinen werden nachts weggeschlossen, da Diebstähle bis nach Polen reichen können. Persönliche Wertsachen wie ein Ehering und Pokémon-Karten werden als größter Besitzverlust angesehen.

Kritik an Zuschauerinteraktion und Streamende

12:00:27

Der Streamer kritisiert die häufige und aus seiner Sicht dämliche Frage, wie lange der Stream noch laufen wird. Er vergleicht dies mit unüblichen Fragen in anderen Berufsumgebungen und führt die monotone Antwort am Abend auf die Erschöpfung nach 12 Stunden Arbeit zurück. Der Stream endet mit technischen Verzögerungen und der Ankündigung des nächsten Arbeitstages.