Die Weizenernte 2025 hat begonnen und bringt erste Ergebnisse hervor. Zunächst werden vielversprechende Erträge von bis zu 9 Tonnen pro Hektar verzeichnet. Gleichzeitig werden jedoch auch Bereiche mit nur 6 Tonnten festgestellt, die voraussichtlich als Futterweizen genutzt werden müssen. Die hohe Feuchtigkeit und die Zahl angekeimter Körner beeinträchtigen die Qualität und führen zu einer Bewertung als Futterweizen.

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Weizenernte beginnt mit ersten Erträgen

00:02:55

Die Ernte des Weizens hat begonnen und zeigt zunächst vielversprechende Ergebnisse. In der ersten Bahn wird ein Ertrag von etwa 9 Tonnen pro Hektar erzielt, allerdings gibt es auch Bereiche mit nur 6 Tonnen, die voraussichtlich nur als Futterweizen genutzt werden können. Die Feuchtigkeit liegt bei 16 Prozent und muss bei der Abgabe genau beobachtet werden. Ein wesentlicher negativer Faktor ist bereits jetzt erkennbar: eine hohe Zahl von angekeimten Körnern, was durch die kühlen und feuchten Bedingungen verursacht wird.

Technische Herausforderungen bei der Ernte

00:05:48

Während der Arbeit stößt der Landwirt auf mehrere technische und logistische Probleme. Es werden Fehlstücke auf dem Feld entdeckt, die durch eine Vermessungsfirma vergessen wurden. Ein gravierendes Problem ist der Ausfall des Überladewagens, dessen Antriebswelle und Schnecke beschädigt sind. Dies führt zu längeren Standzeiten des Dreschers und einer insgesamt ineffizienteren Ernte, da das Korn direkt transportiert werden muss. Die Reparatur ist in Arbeit, doch die Kapazität ist derzeit stark eingeschränkt.

Qualitätsprüfung des Weizens: Enttäuschung durch Fallzahl

00:56:13

Die erste Probenahme des Weizens ergibt zunächst sehr gute Werte: Es handelt sich um A-Weizen mit einem Proteingehalt von 12,6 Prozent und einem Hektolitergewicht von 72,6. Die Feuchtigkeit liegt bei 15,2 Prozent. Die hohe Zahl angekeimter Körner und der durch anhaltenden Regen verursachte Qualitätsverlust führen jedoch zu einer katastrophalen Verschlechterung der Fallzahl auf 63. Dies ist weit unter dem Wert für Brotweizen, obwohl alle anderen Parameter stimmten. Die Folge ist, dass die gesamte Ernte als Futterweizen bewertet wird, was einen erheblichen finanziellen Verlust von etwa 30-40 Euro pro Tonne bedeutet.

Finanzielle Auswirkungen und emotionale Reaktion auf Qualitätsverlust

01:00:49

Der Verlust der Backqualität aufgrund der niedrigen Fallzahl führt zu einer spürbaren finanziellen Einbuße. Der Landwirt, der bereits einen Teil seiner Ernte zu einem günstigeren Preis verkauft hat, rechnet nun mit einem geringeren Erlös. Er zeigt sich frustriert und enttäuscht, da die Qualität durch die Witterung bedingt ist und er darauf keinen Einfluss nehmen kann. Dies wirft ein Schlaglicht auf die hohe emotionale Belastung in der Landwirtschaft, die durch unkontrollierbare Faktoren wie Wetter und sinkende Rohstoffpreise entsteht.

Raps-Ernte: Planungswechsel und Wetterrisiken

01:08:36

Nach der Ernte des Weizens ist der Plan, auf die Rapsfläche zu wechseln. Der Landwirt ist jedoch sehr besorgt, da die Fläche nach Raps bekanntermaßen sehr anspruchsvoll in der Bearbeitung ist. Währenddessen macht sich das Wetter erneut bemerkbar. Eine neue Wolke nähert sich, was zu großer Nervosität führt, da jeder weitere Regen die bereits geschwächte Qualität des Getreides weiter verschlechtern könnte und weitere Trocknungskosten verursachen würde. Auch die Ernte des Rapses wird durch den Regen zusätzlich erschwert.

Weiterer Fortschritt und persönliche Einblicke

01:42:49

Trotz der technischen und witterungsbedingten Herausforderungen wird die Ernte kontinuierlich fortgesetzt. Es sind bereits 10 Hektar Weizen gedroschen worden. Zwischen den Arbeitsphasen nutzt der Streamer die Zeit für persönliche Gespräche und Anekdoten. Er erwähnt seine Familie, Pokémon als gemeinsames Hobby mit seinen Kindern und gesundheitliche Themen wie den gesundheitlichen Zustand seines Vaters und eigene Bemühungen um einen HNO-Termin. Auch die Lokalitäten seiner Zuschauer, die aus ganz Deutschland stammen, werden thematisiert und zeigen die große Reichweite des Streams.

Zusammenfassung der Erntesituation und Ausblick

01:56:17

Bis zum Zeitpunkt des Streamings sind bereits 24 Hektar Ernte – 12 Hektar Raps und 12 Hektar Weizen – eingefahren worden. Der Landwitter fasst die Situation als "sehr bescheiden" zusammen, da der anhaltende Regen sowohl die Ernte als auch die Qualität massiv beeinträchtigt hat. Er ist emotional aufgewühlt, zeigt aber gleichzeitig Entschlossenheit, die Arbeiten fortzusetzen. Für den Rest des Tages plant er, den Roggen nebenan einzudreschen, sofern das Wetter es zulässt. Die Laune bleibt dabei gemischt aus Frustration über die Umstände und einem ständigen Weitermachen aus Notwendigkeit.

Ernteerfahrungen und Sortenwahl

02:21:05

Bei der Roggen-Ernte gab es bereits Ärger durch Verunreinigungen mit Gerste. Bei der Gerste wird die Sorte Higgins nach drei Jahren zugunsten von Winnie ersetzt, da diese bessere Erträge liefert. Für den Raps im nächsten Jahr sind die Sorten Avenger, Archivar und Ambassador geplant. Die KWS Rotor-Sorte für Roggen wird als BAT-Exclusive-Marke erwähnt, die Sortenwahl für LG steht noch offen. Die Gerstenernte lag im Schnitt bei knapp 5 Tonnen, was als enttäuschend eingestuft wurde.

Komplexität der Landwirtschaft

02:24:06

Die Landwirtschaft erfordert ein tiefes Verständnis für vielfältige Faktoren wie unterschiedliche Ölgehalte, Entwicklungsphasen von Pflanzen, Druschzeitpunkte und Maschinenkenntnisse. Große Betriebe planen den Anbau verschiedener Sorten, um die Ernte zu strecken und Kapazitäten auszulasten. Betont wird, dass Bauern keinesfalls dumm sind, sondern komplexes Wissen benötigen, um die verschiedenen Maschinen, Einstellungen, Sorten und Bodenarten managen zu können. Personalmangel führt dazu, dass Hochleistungsmaschinen oft idiotensicher bedienbar sein müssen.

Qualitätsstufen im Weizenhandel

02:27:29

Weizen wird in unterschiedliche Qualitätsstufen unterteilt: Elite-Weizen (E), A-Weizen, B-Weizen und C-Weizen als Futterweizen. Elite- und A-Weizen dienen oft zum Aufmischen, um einen guten Backweizen zu erhalten, während B-Weizen der Standard für Brot ist. Der Erzeugerpreis ist oft unzureichend, weshalb Landwirte auf Agrarsubventionen angewiesen sind, die meist im Dezember ausbezahlt werden. Die Absatzwege sind komplex, so ging der gute Weizen des Streamers direkt nach Rostock in den Hafen.

Druschvorgang und technische Unterstützung

02:30:48

Der Druschvorgang bei Roggen stand bevor, wurde jedoch durch aufziehendes Unwetter gestoppt, was einen Storno zur Folge hatte. Der Drescher, ausgestattet mit einer Grain Quality Cam, regulierte die Einstellungen eigenständig und erzielte eine sehr saubere Ernte mit einem Fremdbesatz von unter einem Prozent. Dies unterstreicht die Effizienz moderner Technik. Personalmangel zwingt dazu, auch unerfahrenen Personal hochmoderne, leicht bedienbare Maschinen zu überlassen.

Wetterbedingte Ernteabbruch und Abschluss

02:56:47

Wegen einsetzendem Regen musste der Drusch vorzeitig abgebrochen werden. Es wurden noch Versuche unternommen, einen Streifen nachzuernten, dies wurde jedoch durch den Starkregen verhindert. Der Streamer schätzt, dass die verspätete Ernte die Qualität des Weizens negativ beeinflussen wird, da die Feuchtigkeit auf über 17 Prozent ansteigt und keine besseren Werte erwartet werden. Die Feierabendrufe kündigten das Ende der Feldarbeit für diesen Tag an, mit der Hoffnung auf besseres Wetter für den nächsten Tag.