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Planung der Geschäftsbasis für GmbH-Gründung
Für die Gründung einer GmbH wurde eine Kostenaufstellung für Stammkapital und monatliche Ausgaben erstellt. Des Weiteren wurde das Geschäftsmodell mit verschiedenen Einnahmequellen wie Dienstleistungen und einem digitalen Tool definiert. Der Fokus liegt auf dem Aufbau eines skalierbaren Ökosystems.
Einstieg in den Stream und allgemeine Smalltalk
00:00:02Verena begrüßt die Zuschauer und spielt Musik von Spotify, die dem Stream eine lockere Atmosphäre verleiht. Sie unterhält sich mit den Chattern über verschiedene Themen wie Homeoffice versus Arbeitslosigkeit und teilt persönliche Anekdoten über ihre täglichen Routinen und ihren Hund Peggy. Die Interaktion mit der Community ist dabei sehr lebhaft und sie gibt auch mal einen Einblick in ihren privaten Alltag, wie einen Friseurbesuch.
Technische Vorbereitungen für das Business-Thema
00:06:32Nach einer kurzen Unterbrechung, in der Verena den Chat auf Updates prüft und technische Kleinigkeiten klärt, wechselt sie das Thema. Sie kündigt an, nun ernsthaft mit Business-Sachen zu beginnen, insbesondere mit der Erstellung des Finanzplans für ihre bevorstehende Gründung. Dies leitet den Hauptteil des Streams ein, in dem sie ihre Selbstständigkeit im Marketingbereich und die Vision für ihre zukünftige GmbH erläutert.
Tiefergehende Überlegungen zum Community-Aufbau
00:17:55Verena vertieft sich in eine Diskussion über die Herausforderungen und Potenziale von Community-Building für Marken. Sie kritisiert die einseitige Kommunikation in Kanälen wie WhatsApp und erörtert alternative Plattformen wie Discord und Reddit. Anhand von Beispielen wie Holi und Fressnapf analysiert sie, wie Marken authentische Austauschräume für gemeinsame Interessen schaffen können, anstatt nur rein produktnahe Kommunikation zu betreiben.
Überlegungen zur Datenauswertung und Suche nach Lösungen
00:36:59Inspiriert von der Community-Diskussion, denkt Verena darüber nach, die Interaktion in den Discord-Servern ihrer Partnermarken besser zu analysieren. Sie sucht aktiv nach jemandem, der ihr einen sogenannten 'Crawler' entwickeln kann – ein Skript, das Daten aus diesen Servern ausliest und in eine CSV-Datei exportiert. Sie hofft, so quantitative Daten über die Community-Aktivität zu erhalten, um ihre strategischen Überlegungen zu untermauern.
Fokus auf den Finanzplan für die GmbH-Gründung
01:00:45Nachdem sie die technischen und strategischen Überlegungen abgeschlossen hat, lenkt Verena den Fokus endgültig auf das Hauptziel des Streams. Sie stellt klar, dass sie seit August als Marketingmanagerin tätig ist und ein Ökosystem aus Marken, Agenturen und Influencern aufgebaut hat. Der nun folgende Finanzplan ist ein entscheidendes Instrument, um potenzielle Investoren von der Skalierbarkeit und Rentabilität ihrer geplanten GmbH zu überzeugen und das Kapital für die ersten Betriebsjahre sichern zu können.
Kostenstruktur und Anfangsinvestitionen
01:05:08Der Stream beginnt mit der detaillierten Planung der Kostenstruktur für die neue Firma. Es geht um die Kalkulation von Mitarbeitergehältern, laufenden Einnahmen und den anfänglichen Kapitalbedarf. Wichtig ist hierbei die Erwähnung der notwendigen 25.000 Euro Stammkapital für eine GmbH, die als wesentlicher Startpunkt im Finanzplan vermerkt werden muss. Zusätzlich fallen weitere Gründungskosten an, wie Anmeldegebühren für Gewerbe und Marke, sowie eventuelle Patente oder Notarkosten, die ebenfalls im Finanzplan berücksichtigt werden müssen.
Aufbau der Einnahmenquellen
01:06:34Die Einnahmenquellen der neuen Unternehmung werden definiert und von der bestehenden Streamertätigkeit abgegrenzt. Die Kerngeschäftsfelder sind die Vermittlung von Streamern, die Konzeption und Umsetzung von Livestreaming-Events für Marken sowie die Beratung von Agenturen. Eine zukünftige Einnahmequelle soll ein eigenes, digitalises Tool sein, das als Marktplatz für Influencer-Werbung fungiert und sowohl durch monatliche Abonnements als auch durch Provisionen der abgewickelten Umsätze generiert.
Finden und Anpassen einer Finanzplan-Vorlage
01:08:50Der Streamer sucht nach einer geeigneten Vorlage für den Finanzplan und kritisiert zunächst die meisten gefundenen Online-Tools als zu komplex oder unbrauchbar. Nach der Ablehnung mehrerer Vorlagen wird ein von einem Chatter namens Snow speziell für diesen Zweck entwickeltes Tool vorgestellt, das als Basis genutzt werden soll. Die Fortschritte und Herausforderungen beim Erstellen des Finanzplans werden live gezeigt und mit der Community besprochen, die aktiv mit Inputs unterstützt.
Detailplanung der Kosten und Ausgaben
01:15:33Die Diskussion vertieft sich in die konkreten Kostenpositionen. Monatliche Ausgaben wie Gehälter, Versicherungen, Software-Tools wie Canva und Notion sowie Marketingausgaben werden erfasst. Auch einmalige Kosten wie Notar und Stammkapital werden thematisiert. Es wird betont, dass die Gründungskosten und die ersten Gehälter zunächst durch eingezahltes Kapital gedeckt werden müssen, da die Einnahmen erst später eintreffen. Die Notwendigkeit der Transparenzregistergebühr und des Handelsregister-Eintrags wird ebenfalls erwähnt.
Monetarisierung des digitalen Tools
01:28:13Ein zentrales Thema ist die detaillierte Planung der Einnahmen aus dem zukünftigen Software-Tool. Hierfür müssen Annahmen über die monatlichen Abo-Gebühren und die durchschnittlichen Ausgaben der Kunden auf der Plattform getroffen werden. Der Durchschnittswert für die monatlichen Ausgaben eines Kunden wird grob auf 2.000 Euro geschätzt, woraus sich bei fünf Kunden ein Marketing-Spend von 10.000 Euro ergibt. Darauf basierend wird die Provision von 20% kalkuliert, was 2.000 Euro Einnahme pro Kunde und Monat entspricht.
Zeitliche Gliederung des Finanzplans
01:40:00Es wird intensiv diskutiert, ob der Finanzplan auf Monats- oder Jahresbasis erstellt werden soll. Der Entschluss wird gefasst, die Ausgaben auf Monatsbasis zu planen, um den Cashflow genau im Blick zu haben und die finanzielle Tragfähigkeit in der Anfangsphase sicherzustellen. Die Umsätze können hingegen sowohl auf Monats- als auch auf Quartalsbasis dargestellt werden, wobei die Jahresprognose im Vordergrund steht. Diese Vorgehensweise soll eine realistische und nachvollziehbare Planung ermöglichen.
Anpassung des Stammkapitals
02:36:01Aufgrund der erkannten hohen Anfangsinvestitionen, insbesondere für die Gehälter der ersten Monate, wird das Stammkapital angehoben. Statt des gesetzlichen Minimums von 25.000 Euro wird eine höhere Summe in Betracht gezogen. Die Notwendigkeit, von Anfang an ausreichend Kapital auf dem Geschäftskonto zu haben, um die ersten Gehälter und Kosten zu decken, bevor die ersten Einnahmen erzielt werden, wird als entscheidend für das Überleben der Firma in der Startphase betont.
Umgang mit der Softwareentwicklung und deren Kosten
02:39:14Die Situation bezüglich der Kosten für das digitale Software-Tool wird geklärt. Der MVP wurde von einem Chatter kostenlos entwickelt und gehört formell der neuen Firma. Der Entwickler möchte nicht direkt bezahlt werden, stattdessen soll er als Freelanger für die zukünftige Wartung und Weiterentwicklung der Software tätig sein. Der Wert der Software wird jedoch als Vermögenswert der GmbH angesetzt und muss eventuell bilanziell oder steuerlich bewertet werden, wofür noch eine Regelung mit dem Entwickler getroffen werden muss.
Kundenzahlen im Finanzplan
03:02:27Die Streamerin erarbeitet die geplanten Kundenzahlen für den Finanzplan, wobei sie in Quartalen rechnet. Sie diskutiert, ob die angenommenen 30 Kunden pro Quartal realistisch sind, insbesondere mit dem geplanten Start im Juli. Der Stream schlägt vor, mit 45 Kunden pro Quartal zu rechnen, was zu 60 Kunden im ersten Quartal führen würde. Dies wird als ambitioniert, aber machbar betrachtet, da es sechs Monate Zeit gibt, 15 Kunden zu gewinnen, und weitere drei Monate, um auf 60 zu steigen.
Funktionsweise der Plattform
03:08:26Die Funktionsweise des geplanten Tools wird detailliert erklärt: Es ist ein Marktplatz, der Marken, Agenturen und Streamer zusammenbringt, um Twitch-Placements abzuwickeln. Streamer und Agenturen zahlen ein Abo von 100 Euro pro Monat, um Zugang und Kontaktmöglichkeiten zu erhalten. Die Einnahmequelle der Streamerin besteht neben diesen Abos aus einer Provision von 20 Prozent bei erfolgreich abgewickelten Deals. Ein monatliches kündbares Abo und eine zweiwöchige Testphase sind geplant.
Lead-Generierung und Provisionsmodell
03:10:39Die Streamerin beschreibt ihre Lead-Generierung als sehr effizient und qualifiziert, da sie als Influencerin täglich Anfragen von Marken erhalte, die sie an ihre Plattform weiterleiten könne. Dies führt zur Diskussion über das Geschäftsmodell. Während ein monatlicher Fixbetrag von 100 Euro als Einstiegshürde diskutiert wird, schlägt das Publikum stattdessen eine höhere Provision vor, um die Einstiegshürde zu senken und den Value des Tools bei erfolgreichen Kampagnen besser abzubilden. Der Preis wird im Verlauf auf 100 Euro festgelegt.
Zusätzliche Einnahmequellen Beratung
03:51:24Neben dem SaaS-Tool sind Beratung und als Speaker auftreten wichtige zusätzliche Einnahmequellen, die als nicht skalierbar aber essentiell für den Marktzugang und als Funnel für die Plattform gesehen werden. Aktuell werden beratungsintensive Tätigkeiten mit wenigen Stunden im Monat und 150 Euro pro Stunde geplant. Als Speaker kann die Streamerin laut ihren Angaben 1200 Euro pro Stunde verdienen. Diese Tätigkeiten dienen auch der Qualifikation und Later-Conversion auf die Plattform.
Definition des Geschäftsmodells
04:22:08Das Kerngeschäft ist nicht das SaaS-Tool, sondern die Schaffung eines agenturähnlichen Ökosystems. Dieses Ökosystem vereint Marken, Marketingagenturen, Influencer-Management und Streamer, um gemeinsam Twitch-Placements abzuwickeln. SaaS und Beratung sind dabei keine getrennten Produkte, sondern integrierte Teile des Ökosystems, die sich gegenseitig ergänzen und unterstützen. Das SaaS-Tool dient dabei als skalierbare Möglichkeit, einen Teil der Kunden zu bedienen, ist aber nicht das primäre Ziel der Gründung.
Skalierung und Personalplanung
04:24:49Die Skalability hängt direkt von der Einstellung von Personal ab. Bislang kann der Bereich der Agenturleistungen nur sehr begrenzt ausgebaut werden, da die gesamte Arbeit von Verena persönlich geleistet wird. Um mehr Events und Beratungen durchzuführen, ist die Einstellung mindestens einer Praktikantin ab dem ersten Quartal geplant. Diese soll sich primär um die Organisation von Streaming-Events kümmern, um so Kapazität für weitere Tätigkeiten zu schaffen. Die Einstellung ist Voraussetzung für signifikantes Umsatzwachstum in diesem Bereich.
Umsatzprognose und Kennzahlen
04:25:38Die geplanten Umsatzzahlen für die Event-Planung werden als unrealistisch niedrig empfunden. Basierend auf bereits eingegangenen Angeboten, die zwischen 8.000 und 30.000 Euro pro Event liegen, wird eine deutliche Anpassung nach oben angestrebt. Die OMR-Messe wird als äußerst erfolgreich und wichtigstes Networking-Event des Jahres bezeichnet, das auch informelle Abende als entscheidend für neue Kontakte hervorhebt. Die geplanten Zahlen pro Quartal werden als zu pessimistisch betrachtet und werden überarbeitet, um das tatsächliche Potenzial des wachsenden Twitch-Marketing-Marktes widerzuspiegeln.
Bedarf an finanzieller Unterstützung
05:10:22Der Hauptgrund für die Erstellung des detaillierten Finanzplans ist der akute Bedarf an externer Finanzierung. Verena kann die benötigten zusätzlichen Mitarbeiter, wie eine Event-Praktikantin, nicht aus eigenen Mittahlen bezahlen. Das Ziel ist, mit einem fertigen Businessplan und einer klaren Kalkulation Investoren oder Banken zu finden, um die Expansion zu ermöglichen. Der Fokus liegt darauf, die Tabelle als Argumentationsgrundlage zu nutzen, um das notwendige Kapital zu sichern und die nächsten Wachstumsschritte realisieren zu können.
Herausforderungen der Bürokratie
05:24:23Die Selbstständigkeit in Deutschland wird als extrem aufwendig und nervenaufreibend beschrieben. Ständige unvorhergesehene Aufgaben, wie die Bearbeitung von Schreiben des Finanzamts oder der IHK, nehmen大量 Zeit in Anspruch, die eigentlich für das Kerngeschäft fehlt. Die hohen und oft unklaren Beiträge, wie die IHK-Gebühren, werden als frustrierend empfunden, da ihr perceived Mehrwert für Gründer gering ist. Dieser bürokratische Aufwand stellt eine enorme Belastung dar und erschwert den Aufbau des eigenen Unternehmens erheblich.
Partnerschaft mit Raybot Energy
05:37:20Verena stellt eine neue Partnerschaft mit Raybot Energy vor. Diese sponsort die Coworking-Streams, was es ermöglicht, auch bei niedrigeren Einnahmen aus Subs oder Werbung weiterzuarbeiten. Raybot Energy bietet einen dynamischen Ökostromtarif, dessen Preise sich nach der Erzeugung von erneuerbarer Energie richten. Dies ermöglicht den Kunden, durch antizyklischen Verbrauch, insbesondere mit einem Elektroauto, Geld zu sparen. Die Partnerschaft wird als positiv bewertet, da es ein Produkt ist, dem Verena aus Überzeugung wirbt und einen echten Mehrwert für die Community verspricht.