Im Rahmen eines Praktikums wurde der Kriminaldauerdienst bei der Spurensuche begleitet. Zwei Tatorte wurden nacheinander aufgesucht: ein aufgehebeltes Büro mit Diebesgut sowie eine Wohnung mit einem plötzlichen Todesfall. An beiden Orten wurden Spuren gesichert, Befunde aufgenommen und eine Leichenschau durchgeführt. Die Zusammenarbeit mit der Polizei ermöglichte Einblicke in die systematische Beweissicherung. Eine abschließende Obduktion wurde zur Klärung der Todesursache angekündigt.

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Einführung in den Kriminaldauerdienst

00:08:20

Die Streamer begrüßen die Zuschauer und erklären, dass sie heute bei der Polizeidirektion Hannover ein Praktikum beim Kriminaldauerdienst (KDD) absolvieren. Sie stellen sich als fiktive Kommissare vor und kündigen an, dass sie sich mit Spurensicherung, Tatortanalyse und Einsatzvorbereitung beschäftigen wollen. Der KDD ist laut Erklärung die aufnehmende Dienststelle für den Zentralen Kriminaldienst (ZKD) und zuständig für komplexe Fälle wie Mord, Raub, Einbruch oder Brand.

Zusammenarbeit mit der Polizei

00:09:40

Die Streamer erwähnen, dass sie mit der Polizei zusammenarbeiten und dass hinter dem Stream ein echtes Team des KDD steht. Sie nennen Namen wie Janik, Annalena und Alena als echte Kriminalbeamte, die sie begleiten. Der KDD untersucht laut Erklärung nicht nur Mordfälle, sondern auch Todesfälle, bei denen die Todesursache nicht klar ist, um Fremdverschulden ausschließen zu können.

Einsatzvorbereitung und Koffer-Equipment

00:11:55

Bevor die Streamer losfahren, erhalten sie Einweisung in ihre Einsatzkoffer. Jeder hat einen Spurenkoffer und einen Fotokoffer. Der Koffer enthält Materialien wie Rußpulver, DNA-Tüten, Einmalpinzetten, Akkutransmasse, Schutzanzüge, Handschuhe, Mundschutz, Taschenlampen und eine Kamera. Alena erklärt, dass der Koffer individuell zusammengestellt werden kann.

Überblick über Einsatzabläufe

00:16:10

Die Streamer erhalten Informationen über ihre erste Aufgabe: einen Einbruch in ein Twitch-Büro in Hannover zu untersuchen. Die Tür wurde aufgehebelt, Bargeld wurde entwendet. Es gab keine Personenverletzungen. Die Streamer notieren die Ankunft am Tatort und bereiten sich darauf vor, Spuren zu sichern, Fotos zu machen und die Szene objektiv zu dokumentieren.

Erster Tatort: Einbruch in Twitch-Büro

00:23:40

Am Tatort finden die Streamer einen Schraubendreher vor der Tür, der als Tatwerkzeug dienen könnte. Sie sichern diesen mit Rußpulver und Film. Zudem entdecken sie Zigarettenstummel, einen Fußabdruck und einen leeren Kühlschrank. Der Geschädigte, Herr McLovin, wird befragt und gibt an, dass er am späteren Nachmittag auf die offene Tür aufmerksam wurde.

Objektiver Befund des ersten Tatorts

00:28:00

Die Streamer erstellen einen detaillierten objektiven Befund des Tatorts. Sie beschreiben die Eingangstür, die Wände, Möbel, den Schraubendreher, den Kühlschrank und weitere Gegenstände. Der Fokus liegt auf der Dokumentation aller sichtbaren Spuren, ohne Interpretationen vorzunehmen. Sie fotografieren und diktieren gleichzeitig.

Zweiter Tatort: Verdächtiger Todesfall

00:40:00

Nach Abschluss des ersten Tatorts erhalten die Streamer ihren zweiten Einsatz: Ein Verdächtiger Todesfall in einer Wohnung. Der Lebensgefährte des Verstorbenen hat die Leiche entdeckt. Die Streamer notieren die Ankunft und beginnen mit der systematischen Beschreibung des Tatorts, wobei sie auf äußerliche Spuren achten.

Besprechung mit dem Lebensgefährten

00:47:00

Die Streamer führen eine Befragung des Lebensgefährten des Verstorbenen. Er gibt an, dass er seinen Partner am Vorabend lebend verlassen hat. Der Todesfall wirkt auf den ersten Blick wie ein Unfall, da der Verstorbene vor dem Fenster zusammengebrochen ist. Es gibt keine Anzeichen von Gewalt.

Objektiver Befund des zweiten Tatorts

01:07:30

Die Streamer erstellen einen detaillierten objektiven Befund der Wohnung. Sie beschreiben die Möbel, Gegenstände, Vitamine, eine leere Flasche und den Teppich, auf dem der Verstorbene lag. Der Fokus liegt auf der dokumentarischen Erfassung aller sichtbaren Elemente, ohne Schlüsse zu ziehen.

Leichenschau durchgeführt

01:25:50

Die Streamer führen eine Leichenschau durch und beschreiben den Verstorbenen systematisch. Sie notieren die Lage, Kleidung und äußeren Merkmale des Leichnams. Es gibt keine offensichtlichen Gewaltspuren, aber eine Platzwunde am Kopf. Die Streamer betonen die Wichtigkeit, alle Details objektiv zu dokumentieren.

Analyse der Verletzungen

01:40:00

Die Streamer analysieren die Platzwunde am Kopf des Verstorbenen. Sie diskutieren, ob es sich um einen Unfall handeln könnte oder ob Fremdverschulden vorliegt. Sie erwähnen die sogenannte 'Hutkrempenregel' – eine Anleitung, um Wunden an der Stirn auf Hinweise von Kopfstoß oder Schlag zu untersuchen.

Erweiterte Leichenschau und Bewegungsablauf

01:45:00

Die Streamer drehen den Leichnam sorgfältig, um auch Rückseite und Beine zu untersuchen. Sie prüfen auf Totenflecken, die sie noch wegdrückbar sind – ein Zeichen dafür, dass der Todesfall kürzlich eingetreten ist. Sie beschreiben die Haltung des Leichnams und suchen nach weiteren Spuren oder Verletzungen.

Ermittlungen zur Todesursache

01:50:00

Die Streamer diskutieren, ob die Todesursache klar ist. Sie erwähnen, dass ein Arzt die Todesbescheinigung ausgestellt hat, aber die Todesursache nicht eindeutig bestimmen konnte. Sie erkunden verschiedene Szenarien: Unfall, Fremdverschulden oder natürliches Leid. Die Krankenakte des Verstorbenen wird gefunden und angeschaut.

Krankenakte als Hinweis

01:55:00

Die Streamer finden eine Krankenakte, die auf den Verstorbenen ausgestellt ist. Darin sind Vorerkrankungen wie arterielle Hypertonie, Herzrhythmusstörungen und leichte linksventrikuläre Hypertrophie dokumentiert. Die Streamer diskutieren, ob diese Vorerkrankungen zum Todesfall beigetragen haben könnten.

Detaillierte Leichenschau

02:00:00

Die Streamer führen eine umfassende Leichenschau durch. Sie prüfen Kopf, Augen, Nase, Mund, Hals, Brust, Bauch, Beine, Arme und Hände. Sie dokumentieren alle Verletzungen und Auffälligkeiten objektiv. Die linke Gesichtshälfte weist blutsuspekte Anhaftungen auf, was auf eine mögliche Gewalteinwirkung hindeutet.

Drehung und weitere Untersuchung

02:06:40

Die Streamer drehen den Leichnam vorsichtig in eine rückenlose Position, um auch die Rückseite zu untersuchen. Sie prüfen auf weitere Verletzungen, Totenflecken und Spuren. Die Gesichtsseite zeigt eine Platzwunde am linken Schläfenbereich. Der Kopf fühlt sich weitgehend unauffällig an, außer an der Verletzungsstelle.

Diskussion über Todesursache

02:15:00

Die Streamer diskutieren, ob die Todesursache klar ist. Sie betonen, dass sie nur äußerliche Spuren sichern können und die endgültige Todesursache durch eine Obduktion bestimmt werden muss. Sie erwähnen, dass selbst scheinbar Unfallfälle können Fremdverschulden verbergen, wenn zum Beispiel inneren Krankheiten kombiniert mit einer äußeren Verletzung zur Folge haben.

Interaktive Spurensicherung

02:21:40

Die Streamer zeigen, wie man Spuren mit verschiedenen Materialien sichern kann. Sie verwenden Rußpulver, Akkutransmasse und DNA-Tüten. Zuschauer helfen durch Chat, indem sie Tipps geben. Die Streamer erklären, dass es wichtig ist, jede Spur eindeutig zu kennzeichnen und den Ursprung zu dokumentieren.

Objektiv-Befund und Interpretation

02:28:20

Die Streamer erklären den Unterschied zwischen objektivem und subjektivem Befund. Der objektive Befund umfasst nur das, was sichtbar ist, ohne Interpretationen. Der subjektive Befund beinhaltet alle Aussagen, Beobachtungen und Eindrücke, die während der Ermittlung gesammelt werden.

Einsatznachbesprechung

02:35:00

Nach Abschluss beider Tatorte führen die Streamer eine Nachbesprechung durch. Sie reflektieren über die gefundenen Spuren, die durchgeführten Befragungen und die erzielten Ergebnisse. Sie diskutieren, ob der Todesfall ein Unfall oder ein Verbrechen war, und betonen die Wichtigkeit von Teamarbeit und Struktur bei der Spurensicherung.

Zusammenfassung und Ausblick

02:43:20

Die Streamer fasst die wichtigsten Erkenntnisse der beiden Einsätze zusammen. Sie betonen die Komplexität der Arbeit im KDD, die Notwendigkeit, alle Spuren objektiv zu dokumentieren, und die Bedeutung von Teamarbeit. Sie danken der Polizei für die Zusammenarbeit und kündigen an, dass sie in Zukunft weitere Streams mit anderen Behörden planen.

Todesfall-Analyse und Obduktion

02:51:40

Die Streamer erläutern, dass die endgültige Todesursache durch eine Obduktion bestimmt wird. Sie erklären, dass selbst scheinbar klare Unfälle weitere Untersuchungen erfordern können. Die Leiche wird vom Leichenhalletransportteam abgeholt und weitergegeben für weitere forensische Untersuchungen.

Kooperation mit anderen Behörden

02:58:20

Die Streamer erwähnen die Zusammenarbeit mit anderen Behörden wie dem Landeskriminalamt (LKA) und dem Bundeskriminalamt (BKA). Sie erklären, dass bestimmte Spuren oder Fälle an spezialisierte Einheiten weitergeleitet werden. Zudem kündigen sie an, dass sie in Zukunft weitere Streams mit Feuerwehr, THW und Bundespolizei planen.