Just Chatting
00:00:00

Just Chatting

00:01:31 Ich will dem Harald noch nichts sagen, aber wir empfangen hier gerade richtige Signale aus dem All. Wirklich, Nachrichten aus dem All. Kein Schmarrn. Und dafür braucht man gar nicht so viel. Und die Ergebnisse schauen wir uns gleich im Stream an. Also unbedingt dranbleiben. Nee, warte mal.

00:04:58 Ihr dürft dem Harald noch nichts sagen, aber wir empfangen hier gerade richtige Signale aus dem All. Wirklich, Nachrichten aus dem All. Kein Schmarrn. Und dafür braucht man gar nicht so viel. Und die Ergebnisse schauen wir uns gleich im Stream an. Also unbedingt dranbleiben. Nee, warte mal.

00:09:11 Ihr dürft dem Harald noch nichts sagen, aber wir empfangen hier gerade richtige Signale aus dem All. Wirklich, Nachrichten aus dem All. Kein Schmarrn. Und dafür braucht man gar nicht so viel. Und die Ergebnisse schauen wir uns gleich im Stream an. Also unbedingt dranbleiben. Nee, warte mal.

Streamstart und Vorstellung

00:10:51

00:10:51 Hallo und herzlich willkommen! Ihr seid wieder live dabei. Twitch-Stream Nummer 2. Der Harald ist da. Ich bin da. Es kann nichts passieren, oder? Die Außerirdischen sind wahrscheinlich auch irgendwo. Die sind hier schon überall gelandet. Man merkt es schon. Sie sind da. Das ist der Wahnsinn. Das ist einfach das geilste Thema, was überhaupt die Astronomie anzubieten hat, ist die Suche nach den Außerirdischen. Finde ich auch. Deswegen haben wir uns gedacht, Twitch-Stream zu dem Thema.

00:11:20 Das muss her, oder? Ja, also ich verdanke diesen, den Außerirdischen verdanke ich so unglaublich viel. Also selbst, selbst wenn es sie gar nicht gibt. Ich habe meine erste Fernsehsendung gemacht, 1994 glaube ich, mit, da war Ranga Yogeshwar neben mir, wir standen in irgendeiner ARD Diskussionssendung.

00:11:37 Weil, glaube ich, am Abend zuvor, oder was, gab es eine UFO-Sendung in der ART, in der Prime Time. Und Anke hatte so einen Hals. Und dann sind wir also dann dahin und haben also mit den Machern dieser Sendung, da ging es um die Frage, ob es Außerirdische gibt. Dann habe ich mich bei meiner Habilitation, es gibt ja neben Promotionen, gibt es ja noch den nächsten Schritt, die Lizenz zum Lesen, zum Vorlesen. Und da gibt es so ein Verfahren, man muss eine öffentliche Vorlesung halten. Und ich habe dann ein...

00:12:04 Thema vorgeschlagen, hätte nie gedacht, dass wir das wählen. Und das war, sind wir alleine im Universum. Aber das ist doch das Thema, oder? Ja, aber das war 1994, da war das noch eher, ja, ja, kann man machen. Aber das Irre war, dass ich über dieses Thema der Außerirdischen letztlich auch an das Thema Klima gekommen bin, weil Bewohnbarkeit eines Planeten spielt natürlich eine wichtige Rolle und das ist das Klima. Es ist alles, hängt mit allem zusammen. Und noch dazu, und ich glaube, dass...

00:12:30 Also das kann ich gar nicht hoch genug hängen, die Perspektive eines Außerirdischen einzunehmen. Ja, der auf die Erde schaut. Genau, die uns betreffend, die ist unschlagbar. Boah, Leute, hier. Hier wird der Nakel. Die Außerirdischen kommen immer mehr. Es werden immer mehr. Ihr seid auch schon alle da. Herzlich willkommen. Schön, dass ihr hier seid. Wir sehen euch schon im Chat. Sagt mal hallo. Auch an den YouTube-Stream. Hallo und herzlich willkommen. Zu euch wird das Ganze natürlich auch live durchgeschliffen. Allerdings, wenn ihr live...

00:12:58 Fragen stellen wollt und mit uns im Alien-Mysterium unterwegs sein wollt, dann müsst ihr, geht ihr am besten zu Twitch, denn dort könnt ihr live Fragen stellen. Ah, ich sehe euch schon. Hallo, grüß euch. Ihr seid alle da. Die Geisterwelt ist da, Zuko ist da, hier Norman Fox ist da. Wir sind schon ganz schön viele. Wahnsinn. Grüß euch, schön, dass ihr da seid. Wir haben viel vor heute. Wir haben heute einiges auf der Agenda.

00:13:25 Es geht um Aliens, es geht um Intelligenz, es geht darum, sind wir intelligent? Wo sind die anderen? Wie finden wir die? Es geht vielleicht auch ein bisschen um UFOs. Und ich habe, glaube ich, die letzten Tage wirklich hart daran gearbeitet, eine kleine Überraschung noch für dich. Wir machen nämlich ein kleines Live-Experiment. Ich weiß ja, dass du eher so zu den Theoretikern gehörst. Ja. Und bei den Astronomen ist das ja immer so, die Theoretiker.

00:13:50 Die sitzen im warmen Stübchen tagsüber. Deswegen sind sie ja diejenigen. Genau, die sitzen nicht auf irgendeinem Berg mitten in der Nacht und richten irgendwas aus. Ich muss das jetzt an der Stelle auch mal sagen, das ist nämlich wirklich eine harte Nummer. Jana ist ja eine Beobachterin, das heißt, da ist nachts nicht nur dunkel, es ist kalt und dann funktioniert auch mal was nicht. Nichts funktioniert. Und dann muss man das dann machen und ich erinnere mich immer nur an Aufenthalte auf irgendeinem Berg oder nachts, wo es...

00:14:16 Natürlich kalt, warum? Weil dann ist der Himmel schön, ja, ist klar. Und man kommt dann morgens nach Hause und ist fix und fertig. Das kann ich nicht, das mache ich nicht zu meiner Professionelle. Also schön im warmen sitzen, bisschen Theorie machen, genau. So ist es. Und ich habe gestern Nacht wieder das Beobachterleben so richtig gelebt. Ehrlich? Ja, und da werden wir nachher mal drauf schauen. Ich werde es dir zeigen. Aber wir fangen an mit einer...

00:14:42 Grundsatzfrage. Und die richte ich auch gleich an dich, aber eben auch an den Chat. Wir wollen die Grundsatzfrage am Anfang stellen und dann einmal am Ende vom Streamen. Glaubt ihr, ist eine einfache Ja-oder-Nein-Frage, gar keine hier irgendwelche Relativierungen, glaubt ihr an außerirdisches Leben? Glaubt ihr an Aliens? Eins im Chat ist Ja, zwei im Chat heißt Nein.

Grundsatzfrage: Glauben an Außerirdisches Leben

00:15:03

00:15:04 Während wir mal schauen, was sich da so ergibt, jetzt schreibt schon jemand Nein. Kann ich nochmal ganz intellektuell nachhaken, welche Art von Leben überhaupt leben, also von Anfang an? Das ist eine Ja oder Nein-Frage, Harald. Also kannst du die beantworten, Ja oder Nein? Ja. Ja, bin ich schon auch dabei. Also klar. Also ich sehe auch, der Chat ist bei, ich glaube, die Eins. Murdoch hat eben interessant geantwortet, Eins, Zwei. Eins ist beides, Zwölf.

00:15:32 Was ist das dann? Jein oder? Vielleicht. Der ist agnostisch. Aber das ist aber deutlich, ich glaube, eins ist hier deutlich die... Deutlich in der Überzahl, sieht auch so aus. Ja, vielleicht überzeugen wir die Leute ja vom Gegenteil. Das typische Argument ist doch, ich glaube, was immer so vorgeht, mein Gott, es gibt so viele Sterne. Ja, es muss sein. Also wir werden uns gleich noch darüber unterhalten, das Leben ja nicht immer so sein muss, wie man sich das vorstellt. Aber wenn man mal...

00:15:58 Wir fangen mal gleich mit dem Sci-Fi Traum per se an. First Contact. Wir kriegen eine Nachricht von jemandem, der sagt, hey, ich bin hier. Boah, stell dir das nur für einen Moment vor. Heute-Journal, Tagesschau, irgendwas. All diese ganzen Standard-Medien, also auch die Nicht-Standard-Medien. Alle. Und alle. Und auf einmal Schlagzeile. Bombe. Also nicht Bombe, sondern wir. Aliens. Wir haben einen klaren Hinweis, Kontakt. Das heißt, es muss vorher schon völlig klar sein, das ist eine Nachricht oder das ist ein Kontakt mit den Aliens. Ja.

00:16:27 Lass es mal für einen winzigen Moment an dich herankommen, was das bedeutet. Was das bedeutet. Das glaube ich nämlich auch, dass das weltbewegende Konsequenzen hätte. Das wäre, glaube ich, das wäre das Jahrtausendereignis. Das wäre der Hammer. Das wäre der absolute Hammer. Also, dass wir andere Menschen auf unserem Planeten getroffen haben, das ist ja schon ein paar Jahrhunderte her, wir haben uns gegenseitig kennengelernt. Ist nicht immer gut verlaufen. Ist nicht immer gut verlaufen. Muss man nachher vielleicht auch nochmal drüber reden, wie gut es ist, entdeckt zu werden, ob das wirklich immer gut ist. Also, aufpassen.

Erste Kontaktmöglichkeiten und mathematische Sprache

00:16:56

00:16:56 Aber die Vorstellung, es gäbe Wesen von einem anderen Sternsystem, die in irgendeinem, und zunächst einmal vielleicht ja nur elektromagnetisch mit uns ist, die einfach nur sagen, wir sind hier. Also wir hätten ganz klar nachgewiesen, dieses elektromagnetische Signal kann nicht natürlich auf natürliche Weise entstehen.

00:17:18 Ich glaube, es verändert sich alles. Der Blick auf unseren Planeten, wer wir sind, wenn du rausfindest, du bist nicht alleine in diesem Universum. Das ist, glaube ich, ja, also ich bin auch der Meinung, wenn es so ein Ereignis gibt, wo ich sage, da wäre ich gern dabei, ich glaube, das wäre es. Jetzt aber natürlich die große Frage, wie macht man das? Also, wie kann ich...

00:17:40 Nachweisen, ich bin intelligent. Ich glaube, der Chat hat definitiv entschieden, sie glauben an Aliens. Und jetzt habe ich schon die nächste Aufgabe für den Chat, nämlich, lieber Chat, zeigt uns, dass ihr intelligent seid. Nämlich, weil die Aufgabe ist ja, wenn ich jemanden, wenn ich rausposaunen will, ich bin hier und ich bin intelligent und ich möchte gerne andere Leute kennenlernen. Oh, da haben wir die Ergebnisse. Also wir sind bei...

00:18:04 Über, über, bordend, ja. Also die zwei, ja. Du hast ja nicht gesagt, die zwei, die nein sagen. Die zwei, die da drängst du, das ist ja nicht viel. Ne, genau, also eure Aufgabe ist es, schreibt uns eine Chatnachricht, möglichst kurz natürlich, die nicht auf einer gemeinsamen Sprache, einem gemeinsamen Symbol, Schrift, Code basiert, die uns zeigt, ihr seid intelligent. Nullen und Einsen könnt ihr zum Beispiel verwenden oder irgendwie anders kreativ werden, denn das ist ja das eigentliche Problem. Wie?

00:18:33 Da gibt es ja die tollsten Ideen, auch schon ganz früh auf der Erde, wo man dachte, naja, vielleicht gibt es so Mondbewohner. Ich glaube, da wird so eine Idee... Der Gauss hatte die wunderbare Idee, in die Felder Sibiriens den Satz von Pythagoras hineinzumähen. Also einfach Dreieck. Genau, also Katheten, die beiden Kathetenquadrate ist gleich über den Nusenquadrat und damit festzustellen, Leute, wir können Flächengeometrie. Und wir wissen, dass das so ist und das ist ja schon mal ein Hinweis darauf.

00:19:02 Das ist natürlich, was dahinter steckt, ist ja die Vermutung, dass die mathematischen Operationen überall im Universum die gleichen sind. Und das Interessante ist aber, Mathematik hat ja zunächst einmal mit Natur gar nichts zu tun, das ist eine Strukturwissenschaft, die sich mit Denkstrukturen beschäftigt.

Mathematische Grundlagen und Fibonacci

00:19:19

00:19:19 Und die Idee ist, dass die Mathematik so eine universelle Denkstruktur ist, weil wenn du was zählst, dann musst du diese Regeln haben, also die Axiom des Euclid zum Beispiel, und dann kommt eben immer das, das ist logisch sogar wahr. Also nicht nur richtig, sondern sogar wahr.

00:19:35 Und damit hätte man natürlich so etwas wie eine erste Möglichkeit, den anderen mitzuteilen. Ich betreibe Physik, Mathematik. Zum Beispiel. Ich finde es unglaublich, dass im Jahr 1900 Max Planck in einer seiner wichtigsten Arbeiten zur Wärmestrahlung, nämlich wo er das Planck'sche Wirkungsquantum einführt, am Ende im Anhang reinschreibt, ja, und dann gäbe es die Möglichkeit, mit Hilfe der von mir eingeführten Konstanten und der Lichtgeschwindigkeit und der Gravitationskonstanten,

00:20:02 ein allgemeines Einheitensystem einzuführen, das vielleicht mal in der Kommunikation mit nicht-irdischen Kulturen interessant wäre. Max Planck, ich anhange seiner Arbeit. Das ist unglaublich. Und dann kommt er auf die Plancklänge, Planckzeit und so weiter, weil das besteht nur aus diesen Naturkonstanzen. Und natürlich ist seine Idee, die Außerirdischen, wenn sie intelligent sind, betreiben sie Physik. Klammer auf, alle intelligenten Lebewesen betreiben Physik. Klammer zu.

00:20:29 Auf diese Weise hätte man einen gemeinsamen, wenigstens so drei Buchstaben gewählt.

00:20:35 erst später sogar, das hat eine ganze Weile gedauert, nur mit Hilfe der allgemeinen Relativitätstheorie und der Quantentheorie, nämlich dem Heisenbergschen Unbestimmtheitsrelation, findet man dann die tatsächliche Bedeutung von dem, was Planck da... Am Anfang war das nur so Kabbalah mit diesen Naturkonstanten. Also das ist die eine Möglichkeit, dass du sagst, du nimmst Physik oder Mathematik als universelle Sprache. Wir haben hier, glaube ich, vorhin hatte ich es irgendwo gesehen, jemand hatte mit Einsen und Nullen Fibonacci in Binaire, die Fibonacci-Folge.

00:21:05 Ich hätte sagen, Mathematik ist irgendwie so ein Hintergrundcode. Ja, auf jeden Fall. Mein großer, also meine, ich weiß nicht, ob es hier jemand schon geschrieben hat. Ja, da sehe ich glaube ich was. Das Schnubbelpott hat glaube ich, ist es das, was ich glaube? Eins, zwei, drei, vier, ne das ist Fibonacci, oder? Genau, das ist Fibonacci.

Voyager-Sonden und kosmische Botschaften

00:21:29

00:21:29 Ne, ich suche noch was anderes. Es gibt nämlich eine Zahlenfolge in der Mathematik, die ist besonders. Und das musst du wissen, wenn du Mathematik betreibst. Es gibt einen sehr guten Film, der genau so die Aliens... Genau, da sehe ich es. Im Film Contact war ein sehr guter Vorschlag. Primzahlen 1 und 100. Genau. Im Contact senden sie nämlich so ein W-Signal und sie zeigen dabei die Primzahlen. Und das ist eine...

00:21:57 Eine richtig gute Idee, weil das ist nicht kompliziert. Man geht davon aus, dass eine intelligente Spezies weiß, dass Primzahlen irgendwas Besonderes sind. Und das finde ich eine richtig, richtig gute Idee. Ich meine, wir haben es ja auch mal probiert, hier Voyager-Sonden, die haben ja auch was mitgekriegt. Da dürfen wir gar nicht so viel drüber erzählen. Da machen wir eine Sendung nächstes Jahr, kommt ja Jubiläum. Aber da haben die ja mit den Naturkonstanten gearbeitet, ne? Auf der Voyager-Sonde. Versuchen die das so.

00:22:24 Also erstmal zu gucken, wo ist unser Platz in der Milchstraße im Vergleich zu verschiedenen Pulsaren, die da sind. Und es werden eine ganze Reihe von Informationen darüber gegeben, dass wir wissen, wie es mit verschiedenen Frequenzen ist, dass wir wissen, wie es mit elektromagnetischen Wechselwirkungen ist und so weiter. Und dann haben die halt ja bei Voyager vor allen Dingen auch diese...

00:22:48 Diese Platte mit der Betriebsanleitung. Ich kann sie nicht lesen. Da muss man ganz schön fit sein. Die Leute sind immer noch am, ich habe hier auch wilde Zahlenfolgen. Ich muss sagen, ich kann nicht alles dekodieren. Also eure Aufgabe ist es noch, wer sie noch beteiligen will, zeigt uns, dass ihr intelligent seid. Und zwar indem ihr eine Nachricht verfasst im Chat, die möglichst einfach ist.

00:23:18 die ohne gemeinsame Sprache zeigt, dass man intelligent ist. Aber du siehst, es ist schon immer die Tendenz, irgendwas Mathematisches zu benutzen. Hier im Buch zu Kontakt spielt auch Pi eine größere Rolle, schreibt BlueScape. Pi ist auch eine gute Idee. Klar, natürlich. All diese Zahlen, die sich automatisch ergeben, wenn du auf einem Planeten anfängst, Kreise oder Kugeln zu bauen, dann taucht Pi auf. Die Euler-Zahl, also das exponentielle Tast. Die Frage, wie stellst du Pi dar? Genau. Also wenn du keine Zahlen verwenden darfst, keine arabischen Zahlen, wie wir sie...

Schelling-Punkte und Kommunikation

00:23:47

00:23:47 Was haben wir denn? Also der Umfang sind zwei Pi mal r. Das ist so, dass du so einen Kreis zeigst. Genau, klar. Also ich glaube, Formen, Morphologisches, das ist am ehesten noch auch gut transportierbar. Weil du brauchst dann keine besonderen Zeichen, sondern du zeigst einfach, dass dir klar ist, es gibt die Kugel oder du nimmst einen Kreis, dann baust du ein Quadrat drumherum.

00:24:13 geht das überhaupt, also kann man das machen. Dann vielleicht die platonischen Körper, da gibt es ja alle möglichen, alle mit gleichen Seitenlängen und so weiter. Es gibt schon, glaube ich, in der Geometrie gibt es eine Reihe von Sachen. Also da war der Gauss eigentlich gar nicht so weit weg. Vielleicht reicht es nicht, das in die Felder in Sibirien reinzumähen, aber so ein bisschen das zu zeigen, wir wissen, dass A² plus B² C² ergibt. Genau. Das ist, oh hier hat noch jemand was. Meine Güte. Ah, hello world, Zustände an und so. Okay, also wir haben viele.

00:24:41 Nullen und Einsen. Ich glaube auch, dass es gut an und aus ist. Ja, da hat er einen Punkt. Lex mit Tat. Formen sind nicht transportierbar mit Elektromachneben. Aber vielleicht könnte man das irgendwie als Bilder schicken.

00:24:54 Also als Bilddateien schicken, aber das wird ganz schön schwierig. Das ist tricky. Es gibt eine schöne, in der Spieltheorie kommt das glaube ich vor, das sind, wenn ich mich jetzt nicht vertue, die Schelling-Punkte. Dass wenn du sagst, du machst mit jemandem aus, wir treffen uns in New York, du machst aber keinen Zeitpunkt und keinen Ort aus. Ach. Wo triffst du dich dann? Also beide wissen nicht wann und wo, aber beide wissen, wir sollen uns irgendwie treffen. Und dann liegt zum Beispiel nahe, dass man sagt, man nimmt irgendwie 12 Uhr mittags als Treffzeitpunkt, weil das ist...

00:25:22 Ja, so ein spezieller Punkt und wo vielleicht Empire State Building oder irgendwas Prägnantes. Also du versuchst dich irgendwo zu treffen, was bedeutet, was für beide was bedeutet. Zwei Punkte mit Bedeutung, die dir bedeuten. Genau. Und da finde ich eben sehr schön, das ist, kommen wir jetzt auf das mein Lieblings-Vielleicht-Aliens-Signal. Ich finde unsere beste Chance, aliens jemals gehört zu haben. Das ist, da kann man auch so eine schöne Szene bauen, das ist 1977.

00:25:50 Ohio, irgendwo am Arsch der Welt. Ah, da willst du hin. Und dann, es ist ein Teleskop, funktioniert automatisch. Keiner da in der Nacht, 15. August war es, glaube ich. 15. August, ja, 15. August 1977. Keiner da, Ruhe, nur ein Zeilendrucker schreibt irgendwas auf.

Das unerklärliche Signal von 1977

00:26:13

00:26:13 Und dann, ein paar Tage später, kommt ein freiwilliger Astronomischer Helfer auch noch, weil sie es nicht leisten konnten, ihre Wissenschaftler weiter anzustellen. Und dann hört immer noch das ... Und der schaut sich diese Ausdrucke an. Und wir haben das mal hier tatsächlich da. So sah das aus damals.

00:26:33 So sieht ein Ausdruck aus, damit ihr das sehen könnt. Wissenschaft ist ein langer, ruhiger Fluss. Lauter Zahlen. Was man hier sieht, ist eigentlich nur eine Signalstärke. Also alles, wo 1 steht, heißt, wir haben...

00:26:50 Einmal Signal, also Signal und Rauschen sind gleich stark. Bei zwei ist das Signal stärker, eins stärker, also doppelt so stark. Und dann gibt es irgendwann Buchstaben. Jetzt kann man sich ja mal fragen, wie müsste denn ein Signal aussehen, was so richtig stark ist, wo du denkst, lass mich in Ruhe, das ist aber nicht normal, sonst, das ist ja... Genau.

00:27:12 Was ist das denn? Genau, die haben das so gemacht, also einmal Signal-to-Noise, Signal zu rauschen, Vor-Hintergrund-Rauschen ist eins, zweimal ist zwei und so weiter, dann kommt es irgendwann zu neun und dann gehen die mit Buchstaben weiter. A ist zehn und so weiter. Und dann hat Jerry Eman, jetzt zeige ich das wieder dem Louis, weil das ist jetzt wirklich, das muss man in Nahaufnahme machen, hat Folgendes entdeckt. Ich weiß nicht, ob man das gut sehen kann hier. Ja, hier sieht man es.

00:27:41 Das hier. 6EQL. Was ist das? Das ist ein Signal, das 30 Mal in seinem Peak, in seinem Maximum stärker war. Da ist das Hintergrund rauschen. Extrem schmalbandig. Also wirklich nur auf einem einzigen Kanal. Normalerweise, also wenn eine natürliche Quelle ist, ist das breitbandig. Genau, das sehen wir nachher.

00:28:09 Sehr ungewöhnlich, sehr schmalbandig und jetzt kommt es natürlich, das ist das, was ich mit Schellingpunkten vor allem meinte. Auf welcher Frequenz kommt das Ganze daher? Bei 1,44 Gigahertz 21 Zentimeter. Dann musst du den Leuten einmal erzählen, was das für eine Frequenz ist. Naja, also, das ist eigentlich, ich weiß gar nicht, wie ich das sagen soll. Es gibt einfach magische, es gibt so magische Dinge in der Physik.

Wasserstofflinie und universelle Kommunikation

00:28:32

00:28:32 Eins davon hat damit zu tun, dass das erste und häufigste Element im Universum, der Wasserstoff nämlich, der besteht ja nur aus einem Proton im Kern und dieses Proton wird irgendwie umrundet von einem Elektron, das um diesen Kern irgendwie rumsaust.

00:28:47 Beide Teilchen haben verschiedene Eigenschaften. Das Proton ist positiv geladen, das Elektron ist negativ geladen. Das Elektron ist knapp 2000 Mal leichter als das Proton, ist also eigentlich gar nichts. In der Mitte des Atoms sitzt also im Kern der Proton das Proton. Und beide haben die Eigenschaft einer Eigendrehung. Das nennt man Spin in der Quantenmechanik. Und da gibt es also Spin Down und Spin Up. Und der besondere Zustand ist nun...

00:29:14 Der niedrigste Energiezustand, den das System haben kann, das Elektron ist auf der innersten Bahn und das ganze System hat einen antiparallellen Spin. Dann ist alles gut. Da wird sich nichts mehr tun. Es gibt aber nun auch viele, viele Wasserstoffatome, da ist der Spin parallel.

00:29:34 Und das bedeutet, wenn jetzt was passiert, das ist ein quanten-elektrodynamischer Übergang und der Elektronenspin floppt um, dann wird dabei ein bisschen Energie fallen. Ein kleines, also eigentlich so gut wie gar nichts. Fast nichts, aber eben nicht ganz nichts. Das sind ein hunderttausendstel Elektronenvolt und das übersetzt sich in Frequenz bei 1,44 Gigahertz. Das ist eine wahnsinnswichtige Frequenz, ist also ziemlich schmal.

00:30:03 ist das häufigste Element im Universum. So, und jetzt kommt der Punkt. Wenn du jetzt als Außerirdischer irgendjemand in diesem Universum eine Nachricht schicken möchtest, du jetzt, an dem einen Ende der Milchstraße willst du der anderen Ende der Milchstraße mitteilen, die Pizza schmeckt nicht, irgendwas. Was nimmst du dann? Dann nimmst du natürlich Strahlung, die durch das gesamte interstellare Medium laufen kann, ohne nennenswert absorbiert zu werden.

00:30:30 Das weißt du als jemand, der Astronomie betreibt natürlich. Du weißt auch, dass Wasserstoff das häufigste Element ist. Das heißt, dieser eher seltene Übergang von Parallelem zu Antiparallelem Spin, dieser eher seltene, ganz seltene Übergang, der ist natürlich dadurch, dass es so viel Wasserstoff gibt, ist der dann doch da. Es könnte ein Signal geben, du nimmst also genau diese Frequenz und jetzt wird es noch schlimmer.

00:30:53 Du musst ja davon ausgehen als Außerirdischer, dass die anderen Außerirdischen mindestens so schlau sind wie du. Mindestens. Das heißt, die werden auch, wenn sie horchen, wo sind die Außerirdischen, wo werden sie horchen, natürlich bei dieser besonderen Frequenz, weil die geht durchs ganze Universum durch und die ist mit dem Element verbunden, das am häufigsten ist.

00:31:12 Das ist der Schelling-Punkt. Das wäre dann die Schelling-Punkt. Ich finde es ja schön, die Physik ist ja in der Schelling-Straße in München. Stimmt, Schelling-Punkt. Das finde ich ja sehr bemerkenswert. Ich hoffe, das heißt wirklich nicht Schelling-Point. Ich glaube, es ist Schelling-Point. Ich fände das mal ganz wichtig. Die Physik-Fakultät ist in der Schelling-Straße 4 von der NMU. Da kann man mal vorbeiziehen. Also, wenn ihr Physik studieren wollt, das ist der Schelling-Punkt von München. Das ist die andere. Das ist der Schelling-Point schlechthin. Und naja, das ist natürlich klar, die Wasserstoff-Linie ist eigentlich schön schmal.

Radioastronomie und das Experiment

00:31:42

00:31:42 Die Quelle ist, du könntest zum Beispiel in diese schmale Linie auch Geschwindigkeitsinformationen darüber reintun, weil schmale Linien, wenn die ins Rote oder ins Blaue verschoben sind, dann bedeutet das, die Quelle geht von dir weg oder kommt auf dich zu. Du könntest jetzt irgendwie so eine nette Hin- und Her-Variante da machen. Du könntest sogar noch was anderes machen. Du könntest nämlich nicht bei 21 Zentimeter Wellenlänge, sondern bei einer etwas kürzeren Wellenlänge, könntest du noch das OH-Molekül schwingen lassen.

00:32:09 Und den HOH ist H2O. Und das als Limps. Und das wäre sozusagen im elektromagnetischen Meer, wäre das die, also in der elektromagnetischen Wüste des Universums, ist das die Insel.

00:32:25 wo sich alle intelligenten Zivilisationen an der Milchstraße treffen, nämlich zwischen 21 cm und 19 cm, also ungefähr um 1 Gigahertz herum. Da horchen alle. So ist es. Und das ist eben genau der Punkt. Dieses Signal, dieses unglaubliche 30 Mal über dem Rauschen kam auf welcher Frequenz daher? Auf 1420,4 Megahertz.

00:32:51 Das ist die Wasserstofflinie. Es war nicht eine Wasserstoffwolke, das wissen wir heute. Wasserstoffwolken emittieren das sehr breit. Das ist sehr, sehr schmal gewesen. Wir haben bis heute keine richtige Erklärung, was es war. Das Problem ist so ein bisschen, das muss man leider ganz fairerweise sagen, dieses Signal wurde damals für 72 Sekunden gemessen.

00:33:12 Was muss man sich mal überlegen für 72? 72 und das passt sehr gut, weil es genau die Zeit ist, die die Erde braucht. Also es kam definitiv auch vom All. Man konnte nachweisen, dass es nicht von der Erde kam. Es ist genau die Zeit, die Erde, sozusagen dieser Teleskop, Kuck, einen bestimmten Teil am Himmel überstreicht und dann ist man weggedreht davon. Aber das ist das Problem, wir haben es danach.

00:33:33 nie wieder empfangen. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Das ist das Problem. Ich frage mich immer, gibt es vielleicht eine Spezies, die sich denkt, naja, wenn ich da alle 100 Erdjahre mal sende, das ist ja häufig, vielleicht reicht denen das. Es ist, ich glaube, es ist für mich, wir sprechen nachher wahrscheinlich noch andere Phänomene und so weiter, aber für mich ist das das Beste, wo ich bis heute sage, naja, wahrscheinlich nix, wahrscheinlich keine Aliens, aber ich würde es jetzt nicht...

00:34:02 Ganz ausschließend. Das ist schon ganz besonders. Also man muss sich natürlich im Klaren darüber sein, es können so Sachen passieren, wo du verrückt wirst, wenn du es jetzt wüsstest von außen. Und du hättest gesehen, da ist eine Zivilisation, die einer anderen Zivilisation jetzt seit 200.000 Jahren ständig dieses Signal schickt. Aber wir sind erst seit relativ kurzer Zeit überhaupt in der Lage, dieses Signal wahrzunehmen.

00:34:29 Die anderen haben alle ihre Ressourcen reingesteckt. Es gab schon im Parlament Diskussionen auf dem Planeten, wie lange soll man das noch machen, das kostet einen Haufen Geld, wir können das Geld für was anderes gebaut. Lass mich doch in Ruhe, das ist doch sinnlos, immer wieder gab es Aufrufe und jetzt, aber doch jetzt, die müssen doch was hören. Und dann kommt die Opposition eines Tages durch und sagt so, und das erste was wir machen, wenn wir gewählt werden, ist, wir machen diese ultra teure Anlage, machen wir zu, ein für alle Mal, es reicht uns jetzt.

00:34:58 So, und dann machen die zu. Und währenddessen entwickelt gerade jemand auf unserem Planeten den allerersten elektromagnetischen Empfänger. Und er dreht auf und horcht. Und er horcht gerade noch, wo er denkt, oh, da ist aber ein Signal. Ach, dann ist schon wieder weg. Das kann ja nichts tun. Nee, war nichts gewesen. Oh, Depression. Das ist auch, was ist, wenn das die ganze Zeit und schon, und dann haben die sich gedacht, reingekommen jetzt. Jetzt reicht's. Und dann haben die das Ding ausgemacht.

00:35:26 Jana, ich glaube, man muss auch nochmal sagen, das hat ja was damit zu tun, dass die Abstände zwischen den Systemen so riesig sind. Ja.

00:35:34 Dann hast du auch Zeiten, die damit zu tun haben. Und dass das aber auch alles so irre ist da draußen. Ich sage immer gerne, stell dir vor, du bist ein Elektron am Rande eines Galaxienhaufens. Da musst du 25 Millionen Jahre warten, bis du mal ein anderes Elektron triffst. Aber du kannst nicht mit dem Elektron kommunizieren, weil gleichnamige Ladungen stoßen sich ab. Also was ist denn das für ein Universum? Das ist ja...

00:35:58 Es ist in einem Ausmaß leer, dass eben fast jede Zivilisation fast daran verzweifeln könnte, dass man mit den anderen irgendwie nicht kommunizieren kann. Ich glaube, das ist das Hauptproblem. Das schreibt hier auch jemand, vielleicht haben wir schon vor 5000 Jahren Signale bekommen. Vielleicht schaut sich jemand die Erde an in irgendeinem Zustand. Aber ich meine, Licht braucht ja eine Zeit. Das heißt, wenn jemand 500 Lichtjahre von uns wechselt und die aus irgendwelchen magischen Gründen unseren Planeten anschauen könnten, sehen die uns vor 500 Jahren. Dann sehen die uns im Mittelalter, weil das Licht, was wir aussenden, braucht...

Exoplaneten und die Suche nach Leben

00:36:28

00:36:28 Eine Zeit. Genau, also das ist die große Krux, diese Distanzen. Ich glaube, das darf man immer nicht unterschätzen, wenn man fragt, wo sind denn alle anderen? Es ist einfach ein verdammt großes Universum. Aber lass mich mal sagen, also 500 Jahre, was hätten Sie denn dann von uns gesehen? Sie hätten nur den Planeten gesehen von uns Menschen, hätten Sie noch gar nichts mitgekriegt. Wir haben noch keine elektromagnetische Strahlung abgegeben. Wir hätten nur gemerkt. Und das ist ja die Hoffnung.

00:36:55 dass sie unseren Planeten identifizieren als einen, der bestimmte Biosignaturen hat, die darauf hindeuten, dass da was lebt. Und wenn die schon so weit wären, dass sie sagen könnten, meine Güte, sind wir denn allein im Universum? Dass sie dann natürlich genauso wie wir beide jetzt oder wie viele Leute das auf der Welt tun, sagen, okay, wenn die anderen genauso sind wie wir, dann werden sie natürlich auch jetzt mal genauer gucken und werden sich irgendwie überlegen, wie können wir denn da was tun? Du schließt halt immer von dir, musst du auch die anderen schließen.

00:37:24 Ich habe gerade ein paar Fragen noch im Chat bekommen, wo es heißt, wie kann man denn heute Fragen stellen? So, ihr müsst einfach nur hier reinschreiben. Wir haben am Ende auch nochmal ein Q&A, wo wir uns entspannt auf die Couch setzen. Also wenn wir jetzt nicht alles mitbekommen, was ihr schreibt, hebt es euch noch auf für den Schluss. Ich hatte vorhin noch was Schönes gelesen, wir bauen ein großes Kohlenstoffatommodell auf dem Mond auf. Und dann sehen die Aliens das und denken sich, guck mal, Kohlenstoffleute. Bist du kein Fan davon?

00:37:52 Also ich bin sicher, es muss elektromagnetisch sich vollziehen. Man muss das irgendwie durchs All schicken. Das muss man irgendwie dahin schicken. Und auch die Tatsache, dass wir es könnten, also wenn wir es täten, dann ist das ja für die anderen schon ein Hinweis, oh.

00:38:05 Die kennen die elektromagnetische Wechselwirkung und können diese Schwingungen des Vakuums tatsächlich erzeugen. Und zwar so, dass wir es empfangen können. Das heißt, die kennen ja auch dann diese 1 durch R Quadrat Geschichten. Meine Güte, was müssen die für eine Leistung losgeschickt haben, damit bei uns noch was ankommt. Also wenn du so einen Punkt hast, legst du eine Kugel drumherum, dann weißt du ja, dass eben deine Helligkeit, das geht ja alles mit schön mit dem Quadrat darunter, das ist ja ganz wunderbar. Das heißt, viele Prinzipien, mit denen wir arbeiten, werden von den Außerirdischen genauso benutzt werden. Hoffentlich.

00:38:35 Sobald sie eine bestimmte Intelligenz erreicht haben, das lässt sich gar nicht vermeiden. Ich muss dir jetzt was zeigen. Wir haben nämlich ein bisschen was vorbereitet, Harald. Aber bevor wir das tun, wir sind auch auf YouTube, weil die Frage auch kam. Ihr könnt uns auch auf YouTube sehen, natürlich. Also auch herzlich willkommen an alle, die von YouTube aus zuschauen. Wer Fragen stellen will, am besten auf Twitch. Aber, Harald, und jetzt...

00:38:59 Jetzt zeige ich dir, was wir gestern mal vorbereitet haben. Wir haben ja jetzt gerade über diese 1420 Megahertz und dass das der Wasserstoff ist und so weiter. Das kann man ja alles mal so erzählen. Aber ist das wirklich so? Und da setzen wir mal kurz unsere Kopfhörer auf. Wir haben einen kleinen, kleinen Clip. So.

00:39:20 Schauen wir mal, dass das jetzt hier alles gut funktioniert. Ach. Herzlich willkommen bei... Hörst du was? Hast du mich gehört? Ja, hab ich. Okay, dann... Ein allererster Terra-X-Radioteleskop. Mit diesem Ding hier kann man tatsächlich Radiosignale aus dem All empfangen. Und nicht irgendein Radiosignal, sondern 1420 Megahertz. Das ist in der Astronomie das Nonplusultra. Wichtiger wird es eigentlich nicht mehr. Warum? Weil das...

00:39:46 die Linie ist, die Welle ist, die neutraler Wasserstoff aussendet. Heißt es immer. Aber ist das auch wirklich so? Kann man das irgendwie nachweisen? Ja, kann man nachweisen. Dafür muss man sich eigentlich nur ein Radioskop bauen. Dann hat man hier so ein schönes Modell. Das besteht im Prinzip aus einer Schüssel.

00:40:07 Das ist sozusagen unser Auffangbecken für die Radiostrahlung. Die kommt hier überall runter, vor allem bei 1420 MHz. Schärrt die sich nicht sonderlich um Wolken oder Tageslicht. Ziemlich wurscht. Das heißt, wir haben eine Schüssel. So eine Schüssel reicht. Dann brauchen wir einen Feed.

00:40:22 Das ist das Ding hier. Da ist hauptsächlich ein Verstärker drin, denn die 1420 Megahertz, die von den Wasserstoffwolken in der Milchstraße kommen, um die es geht, die sind nicht sonderlich stark. Also sie gehen im Rauschen unter. Das heißt, wir brauchen einen Verstärker und wir brauchen einen Filter. Wir wollen eigentlich alles andere, was nicht auf der Frequenz oder in der Nähe ist, wegbekommen. Und dann muss man eigentlich nur noch richtig peilen, ganz grob ungefähr reicht. Und damit bist du eigentlich schon fertig. Damit kannst du schon die...

00:40:48 Wasserstoffwolken aus der Milchstraße empfangen. Alles, was du noch brauchst, ist ein Kabel mit so einem schönen Ding hier dran. Das ist ein Wandler, kommt eigentlich aus dem Fernsehen. Früher hat man damit Fernsehen auf dem Laptop schauen können, aber eignet sich auch hervorragend, um das analoge Signal hier aus der Antenne digital zu machen. Und dann muss man sich eigentlich nur noch angucken, was man gemessen hat. Ne, warte mal. Keine Ahnung, ob das funktioniert.

Exoplanetenentdeckung und Technik

00:41:14

00:41:14 Also, wir haben ein kleines Teleskop aufgebaut. Ja, pass auf. Jetzt pass auf. Wir haben das, das steht noch draußen auf dem Balkon. Und jetzt muss ich einmal ganz kurz Kabel anschließen geben. Aber... Das muss nämlich alles vorbereitet werden. So einfach, also mit der Radioastronomie, das ist ja eine... Das ist jetzt nicht... Das sind alles, um das mal ganz klar zu sagen, wir reden von Frequenzen, die nicht im Sichtbaren sind. Das ist alles Radioastronomie.

00:41:42 Die Radioastronomie ist ja eigentlich erst in den 30er Jahren richtig zu Porte gekommen. Im Gegensatz zur optischen Astronomie hat man dann in den 30er Jahren angefangen, diese merkwürdigen Signale da zu finden. Muss ich nochmal aufziehen? Nö, nö, nö. Hören musst du erstmal nichts mehr.

00:41:58 Da wurden die tollsten Dinge gemacht, unter anderem gab es einen Pionier der Radioastronomie, der hat sich in seinen Garten so ein riesen Holz gestellt und obendrauf so eine 15 Meter Parabolantenne gestellt. Und die Nachbarn, das war im 1938 oder 1939 in Amerika, die Nachbarn waren sehr beunruhigt, weil das war die Zeit, als es auch dieser Krieg der Welten, von wem war das? A.G. Wells? Also irgendjemand hat diesen Roman geschrieben.

00:42:27 Also, das ist von A.G. Wells, glaube ich. Der Außenwelt hat es, wenn, dann hat er es gemacht oder so. Also, auf jeden Fall, es war sowieso Unruhe da mit den Außerirdischen. Man hatte Angst, dass die kommen. Entschuldigung. Und dann baute dieser Typ auch noch in seinen Garten diesen Parabolspiegel. Der knackte auch noch morgens, wenn das Ding warme. Ganz verdächtig. Dann ging der Regen durch und alle dachten, der hat irgendwie Kontakt zu Außerirdischen.

00:42:56 Rote Reber, der konnte auch nur am Wochenende überhaupt messen, weil in der Woche über haben die Zündungen der Autos das Radiosignal total verdeckte. Und das war so ganz merkwürdig, man dachte, was ist denn das für eine? Was machen wir hier? Ja, und wenn wir uns das hier angucken, schau mal, das ist jetzt unser Live-Feed vom Radioteleskop, was draußen steht. Genau, du siehst sie schon. Wir sehen hier ganz viele Störfrequenzen.

00:43:21 Diese Spikes hier, das sind auch nicht die Aliens, ich habe nachgeprüft. Das bleibt da, auch wenn man nicht an den Himmel guckt, das kommt irgendwo von der Erde. Aber hier, das ist hier so ein Averaging Window, das heißt, dass es immer versucht ist, weil im normalen Rauschen siehst du es nicht, du musst es immer mitteln zusammen. Aber hier siehst du, genau wie wir gesagt haben, 1420 Megahertz.

00:43:47 Das ist die Milchstraße. Die Geschichte ist ja die, dass man auf diese Frequenz im Zweiten Weltkrieg gekommen ist. Das ist eine Entdeckung von holländischen Radioastronomen. Die hatten die Idee, Jan Ort hatte die Idee und ein Physiker hat zu ihm gesagt, Jan, das ist viel zu selten. Dann hat Jan gesagt, ja Moment mal, wir haben doch so viel Wasserstoff. Und dann haben die in Holland, haben die das damals ausgerechnet und zusammen mit den Amerikanern dann nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das zum ersten Mal nachgewiesen. Damit hat man die Rotationskurve der Milchstraßen gemessen. Das ist eine der Wichtigsten.

00:44:16 Frequenzen, die es überhaupt gibt. Das finde ich nämlich so interessant, weil wir sehen hier das Ding ist auf 1420,3 sogar heute. Das heißt, das ist ein leichter Doppler-Shift, also die Frequenz ist leicht verschoben von dem, was sie eigentlich sein sollte, was heute bedeutet, dass sich diese Wolken bewegen. Soweit ich weiß, wenn sie weg verschoben ist, also vor 1,4 liegt.

00:44:38 bewegen die sich gerade weg von uns, die Wolken. Also wir wissen durch allein diesen kleinen Buckel hier, den man hier sehen kann, dass die Wasserstoffwolken... Dass sie sich von uns wegbewegen. Genau. Und wenn du ganz genau weißt, welche Wolke du beobachtest, kannst du sogar noch die Eigendrehung von denen sehen. Du kannst die Geschwindigkeit, die Geschwindigkeitsbreite, gibt was darüber an, entweder welche Turbulenz da drin ist, welche Temperatur das Gas hat und so weiter. Das darf natürlich nicht zu heiß sein. Das muss ja neutraler Wasserstoff sein. Darf also nicht ionisiert sein. Darf nicht ionisiert sein. Also das ist schon...

00:45:07 Und das ist natürlich toll, wenn man solche Informationen hat. Und daran sieht man auch die Verbindung von der Welt des Allerkleinsten mit der Welt des Allergrößten. Also das ist einfach toll. Und das ist das, wo ich sage, deswegen ist diese 1420 Megahertz, das ist nicht irgendwie ausgedacht, sondern man kann die einfach mit so einer Schüssel direkt sehen. Ich habe gestern Nacht eine kleine Messung gemacht, weil jetzt momentan steht die Milchstraße nicht so hoch, nicht so günstig. Wir können uns mal die Messung von gestern Nacht angucken.

Atmosphärenanalyse und Biosignaturen

00:45:35

00:45:35 Das ist eigentlich nur eine Reihe an Screenshots. Großartig, wenn man hier mit einem Profi zusammensitzt. Ja, es hat Spaß gemacht. Richtig geil. Ich habe es hier ein bisschen zu veranschaulichen, dass man hier sieht, wo die Milchstraße gerade stand. Ich hatte die gestern Nacht einfach geradeaus hoch in den Himmel gerichtet und das war jetzt hier 1938. Hier sieht man wieder unseren kleinen Bump und das hier sind wieder irgendwelche Störfrequenzen und man sieht hier,

00:46:02 Mit der Zeit, die Milchstraße geht höher und der Buckel hier wird natürlich auch immer besser. Also je weiter es sich da dem Zenit annähert, sieht man dann, wenn ich hier einmal durchgebringe... Genau. Und das war cool, das hat mir richtig Spaß gemacht, das wirklich einmal zu sehen, wie das...

00:46:24 definitiv aus dem All kommt, das was hier gemessen wird. Und genau wie vorhergesagt von der Wissenschaft. Also das ist das Schöne, dass man so ein Experiment einfach aufbauen kann und dann findet man genau das, was vorher gesagt wird. Aber damit merkst du natürlich auch, wie die eigentliche Denkmaschinerie ist, die jetzt naturwissenschaftlich hinter der Frage, sind wir alleine im Universum steckt. Wir nehmen das, was wir sicher wissen und suchen das dann mit den Instrumenten, die wir gut kennen, nach Signalen, von denen wir sicher wissen, die muss es geben.

00:46:53 Das heißt, wir machen eigentlich so eine Übersetzung, die Naturgesetze, die wir von der Erde kennen, kennen, überall im Universum. Mit anderen Worten, wie ich immer gerne sage, der Ausirde ist auch nur ein Mensch. Also jetzt mal so gesehen, er ist das Resultat der Entwicklung auf seinen Planeten und dann wird er das elektromagnetische Spektrum kennen, er wird die Wechselwirkung kennen, vorausgesetzt er betreibt Physik, er wird die Mathematik kennen, er wird das Periodensystem der Elemente kennen und all diese ganzen Entdeckungen, die wir gemacht haben, die machen alle Lebewesen, wenn sie Naturwissenschaften betreiben. Ja, genau.

00:47:21 Und damit kann man dann arbeiten. Und zwar, dass man dann sogar sagt, wenn wir der kosmische Normalfall sind, wir sind also Otto-Normalverbraucher in der Milchstraße, dann können wir sogar sagen, wie sieht denn ein Außerirdischer aus? Na ja, so wie du. So wie du und ich. Ja, klar.

00:47:36 Das ist halt die Frage, wie sehen die aus? Also ich denk mir halt immer, übrigens muss nur eine Sache, hier fragt nämlich gerade jemand, warum ich als seriöser Wissenschaftler nicht Linux verwende. Natürlich verwende ich auch Linux, aber ich muss ja Sachen herzeigen können, deswegen. Aber trotzdem, ihr habt vielleicht gerade das Rauschen gehört, das ist eine olle Kamelle, deswegen habe ich es auch gerade wieder ausgemacht, dass wir nicht die ganze Zeit so angerauscht werden. Ja, genau, also die...

00:48:03 Die Wasserstofflinie als Zeichen für, hey, ich bin hier, ich zeige euch, dass ich Physik betreibe, das ist keine schlechte Idee. Aber wir sind ja da jetzt die ganze Zeit bei sehr intelligenten Aliens. Und das muss ja nicht unbedingt sein. Also man darf sich das ja vielleicht nicht immer so als, das ist eine Zivilisation, die unbedingt mit uns kommunizieren will. Es geht ja erstmal darum, Leben überhaupt zu finden. Genau, genau. Und das ist natürlich...

00:48:30 Dann aber auch teilweise enorm enttäuschend für diejenigen, die sich zwar für das Thema interessieren, aber natürlich immer erwarten, dass wir so E.T. and Friends oder Meister Yoda vielleicht sogar finden, sondern dass wir jetzt erstmal auf der Suche sind nach was ganz anderem, nämlich nehmen wir an, wir hätten die Erde vor zwei Milliarden Jahren beobachtet. Was hätten wir denn dann für Signaturen gehabt, wo man sagen würde, oh, auf dem Planeten, da könnte Leben sein. Und dann merkst du natürlich, du musst dann...

00:48:58 so was wie eine Einkaufsliste machen. Was ist denn notwendig? Und so bin ich ja auch mit dem Thema überhaupt in Kontakt gekommen. Was ist denn notwendig? Das Erste, was natürlich völlig klar ist, der Planet darf nicht zu kalt, aber auch nicht zu heiß sein. Also mit anderen Worten, dafür brauchen wir jetzt keine Physikerin und keinen Physiker, nicht zu nah am Stern dran und nicht zu weit weg. Erstens.

Habitationsbedingungen eines Planeten

00:49:22

00:49:22 Habitat. Ich hab ne ganze Einkaufsliste. Wir haben unsere Tafel ja wieder da. Ach ja, stimmt. Wir machen ja Twitch. Wir müssen ja nicht sitzen da. Das ist ja gar nicht notwendig. Ja, klar. Das ist ja irre. Also die Einkaufsliste besteht natürlich erstmal so in den grundlegenden Bedingungen. Das Schlimmste, was uns hätte passieren können auf der Erde, ist, dass irgendein Stern in der Nachbarschaft explodiert.

00:49:46 Und alles kaputt macht? Ja. Also, das wäre schon mal Kacke gewesen. Warte mal, Harald, ich mach hier ganz kurz das Kabel raus, dass hier nicht gleich alle drüber stolpern. Das wäre, glaube ich, der totale Super-GAU. Dass der Thorsten hier stirbt. Der Thorsten hat nämlich die Kamera hier und dann so. So, jetzt hat's. Also, das Erste, was wir brauchen, ist, wir leben erstens in einer galaktisch, äh, galaktische Ruhe. Wir brauchen galaktische Ruhe, das heißt bitte keine Supernova-Explosionen.

00:50:13 Keine gefährlichen Dinge, die in irgendeiner Form uns Probleme machen. Galaktische Ruhe heißt wirklich weit weg von Sternentstehungsgebieten, weil da, wo Sterne entstehen, entstehen auch große Sterne. Große Sterne sind diejenigen, die nach ein paar Millionen Jahren explodieren. Das willst du alles nicht. Also galaktische Ruhe. Das heißt zum Beispiel ganz klar, es wird irgendwo nicht in den Spiralarm, sondern eher dazwischen sein. Dann brauchst du, um Planeten zu machen, was braucht man da?

00:50:41 Also wir brauchen schwere Elemente. Das heißt, das, was wir eben noch verhindern wollten, nämlich Supernova-Explosionen, sind aber eigentlich notwendig, damit schwere Elemente, heißt zum Beispiel Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Eisen und so weiter und so weiter, all die ganzen Dinge, die deutlich schwerer sind als Wasserstoff und Helium. Haben wir ein Problem hier mit der... Es ist ein bisschen dunkel hier, glaube ich. Wir sind gerade dabei.

00:51:10 So, also. Und das Lustige ist, das bedeutet, vermeide die Supernova. Schwere Elemente heißt, aber wir brauchen die Supernova, bitteschön. Weil die sorgt dafür, dass wir schwere Elemente haben für Felsenplaneten. Wenn wir über Leben reden, dann brauchen wir Felsenplaneten. Auf Gasplaneten wird es nicht funktionieren, denn wir müssen Oberflächen haben, wir brauchen Wasser und so weiter, da komme ich noch dazu. Aber Felsenplaneten gibt es nur.

00:51:38 Eisen, Silizium, Aluminium, Magnesium und so weiter. Alles, was in der Oberfläche steckt, was Felsen produzieren kann. Aha, gut. Das heißt also, am Anfang des Supernova wäre schon mal ganz schön, aber später dann nicht mehr. Ist schon ein Ding. So, dann haben wir also drittens, wir brauchen Planeten, Felsenplaneten. So, das muss irgendwie her.

00:52:03 Und dieser Planet, der hat jetzt eine ganze Reihe von Eigenschaften, die sind einfach notwendig, damit sich Leben entwickeln kann. Fangen wir mal an. Die Masse muss richtig sein, also nicht zu groß, da ist die Schwerkraft zu groß, aber auch nicht zu klein, da kann er keine Atmosphäre halten. Die Rotation muss richtig sein, er muss sich drehen, schon allein deshalb, weil er sich ja um einen Stern herum bewegt. Ah, das habe ich noch ganz vergessen, die Sterne machen wir gleich. Die Sterne kommt noch hier hin.

00:52:33 Also er bewegt sich um den Stern herum. Wenn er jetzt zum Beispiel so wie der Mond synchronisiert rotieren würde, also nur die eine Seite dem Stern zuzeichnet, die andere nicht, dann ist die eine Seite heiß, die andere kalt, geht nicht. Das heißt also, Masse, Rotation, dann braucht er eine Dynamik. Innen drin, wie bei uns, die Tektonik zum Beispiel, das ist ganz wichtig, das sind die Kreisläufe, die dafür sorgen, dass bei uns alles umgeschaufelt wird. Dann braucht er Wasser.

Treibhauseffekt und Klima

00:53:01

00:53:01 Wir brauchen eine stabile Rotationsachse, die darf nicht kippen.

00:53:07 Und so weiter und so weiter. Das heißt, auf einmal hat man das Gefühl, da sind eine ganze Menge von Dingen, die notwendig sind, damit es überhaupt zu irgendetwas kommt. Und der Ausgangspunkt ist natürlich, was für einen Stern darf man denn haben? Wenn wir der kosmische Durchschnitt sind, dann muss man ja sagen, wir brauchen mindestens einen Stern, der 4,5 Milliarden Jahre lebt, denn wir sind ja erst nach 4,5 Milliarden Jahren auf dem Planeten aufgetaucht.

00:53:32 4,5 Milliarden Jahre lebt aber ein Stern nur dann, wenn er nicht viel schwerer ist als die Sonne. Wäre er viel schwerer, dann hat er so schnell seine Kernfusionsprozesse abgelaufen, dass er viel zu viel stirbt. Große Sterne sind also nicht das Richtige. Das Fatale ist, bei den kleinen Sternen ist die Schwerkraft leider Gottes so schlecht, oder so schwach, nicht schlecht, dass der Felsenplanet nicht im richtigen Abstand ist. Also sozusagen die nullte Variante, was ich am Anfang gesagt habe, als wir noch da saßen,

00:54:01 war ja die habitable Zone. Der Planet muss in der bewohnbaren Zone sein, also nicht zu warm und nicht zu kalt. Das Blöde ist nun, wenn du einen Stern hast, der eine zu kleine Masse hat, also das M muss richtig sein, das muss eine Masse sein, die kleiner ist als, aber auch größer ist als, wenn die Masse zu klein ist, dann muss der Planet so nah an ihn ran,

00:54:27 dass die habitable Zone da ist, wo jeder Körper in seiner eigenen Drehung, äh, oi, oi, oi, oi, wo jeder Dreher in seiner eigenen, wo jeder Dreher, wo jeder Planet in seiner eigenen Drehung gestoppt wird. Das wäre dann auch nicht gut, weil dann ja eben genau die Rotation nicht stimmen würde. Außerdem sind die Sterne mit der niedrigen Masse, die ist die Temperatur niedrig. Das heißt, die sind eher rot, ne, vielleicht sogar infrarot.

00:54:55 Also das ist, und die hier sind eher heiß, das heißt, das ist Ultraviolettstrahlung oder sowas. Das wäre fatal, also wenn die zu heiß werden, das würde die Moleküle kaputt machen, denn die Naturgesetze, die wir von der Erde kennen, gelten immer im Universum, so ein Infrarot. Kannst du von Infrarotstrahlung leben? Also du kannst dich ja gerne mal in eine Mikrowelle legen.

00:55:16 Du wirst nicht satt davon. Du nimmst zwar Energie auf, ist aber nicht das Richtige. Das heißt, wir brauchen einen Stern, so wie die Sonne, ein sogenannter G-Stern, kann man auch sagen, guter Stern, der eine Temperatur hat von 5000 bis 6000 Grad und angenehm im Sichtbaren ist. Das ist der Stern, der dafür sorgt, dass auf einem Planeten die sichtbare Strahlung so in Wärme verwandelt wird, dass daraus, wenn, Achtung, der...

00:55:43 Treibhauseffekt in der Atmosphäre, es gestattet, dass er tatsächlich sich entwickeln kann. So, und jetzt...

00:55:53 Den brauchen wir auch noch den Treibhauseffekt. Jetzt wird es ganz irre. Wahrscheinlich habt ihr gar nicht damit gerechnet, dass jetzt so viel Klima kommt, aber jetzt kommt der Hammer. Das muss ich einfach nur erzählen. Sollen wir uns da an den Tisch setzen, da bist du vielleicht beleuchtet. Achso, genau. Ich gehe jetzt da rüber. Nicht im Dunkeln erzählen, meine ich. Das Irre ist nämlich...

00:56:15 So ein Stern hat ja auch einen, wie soll man sagen, einen Entwicklungszustand. Der entwickelt sich von der Gaswolke aus und kollabiert unter ihrer eigenen Schwerkraftwirkung und so weiter. Also von einem Teilchen pro Kubikzentimeter im Interstellaren Medium auf 10,24 Teilchen innerhalb von einem Stern. Das heißt, das Ding schrumpft so um acht Größenordnungen zusammen.

00:56:38 Deswegen bilden sich auch Scheiben, in den Scheiben bilden sich die Planeten und so weiter. Aber das Wichtige ist jetzt, dieser Stern, wenn er mit seiner Fusion beginnt, hat er eine geringere Leuchtkraft als später. Die Sonne hat, also die Dinos kannten eine weniger stark leuchtende Sonne als wir. Also das hat sich mit der Zeit erst ergeben. Ganz schlimm war es ganz am Anfang, da war die Leuchtkraft nur 75 Prozent. Das ist natürlich klar, die habitable Zone.

Evolutionsbiologie und Exoplaneten

00:57:05

00:57:05 war natürlich dann am Anfang auch näher an der Sonne als später. Ja, stimmt. Das bedeutet, und das war mein erster Kontakt mit dem Thema Klimamodell, die Ur-Erde, ganz am Anfang, die müsste eigentlich vergletschert sein. Weil die Sonne war leuchtschwächer, die Erde war nicht in der habitablen Zone der Sonne. Bah!

00:57:28 Dann stellt sich raus, die ersten Modelle von Michael Hart, 1981 war das irgendwie, dann sagte die, ja, hm.

00:57:37 Weiße Kugel wäre fatal, weil die weiße Kugel reflektiert ja das gesamte Sonnenlicht. Nix wird warm. Das Ding bleibt für immer vergletschert. Das ist schon das Ende der Bewohnbarkeit. Das hieß ja schon ganz früh, war klar, die Erde muss ganz früh einen Treibhauseffekt in der Atmosphäre gehabt haben, der viel, viel stärker war als den Treibhauseffekt, den wir jetzt haben. Der das verhindert hat, dieses Totalvergletscher. So, und jetzt können wir heute mal fragen, Temperatur der Erde ohne Atmosphäre, minus 18 Grad Celsius.

00:58:06 Temperatur der Erde mit der heutigen Atmosphäre plus 15 Grad, wir wissen alle, Tendenz steigen, spielt aber jetzt mal keine Rolle, Unterschied 33 Grad, verursacht nur von den Spurengasen Wasser, Methan, Kohlendioxid und ein bisschen die Stickstoffoxid und so weiter. Das heißt, diese atmosphärische Zusammensetzung ist unser Leben, ist exilixiert. Absolut, ohne diese Atmosphäre wird es uns gar nicht geben.

00:58:28 Dann würde die Erde nämlich vergletschert sein, auch heute noch. Aber früher hatte man nur Kohlendioxid, Methan und Wasserdampf. Das heißt, eine Atmosphäre, die praktisch nur aus Treibhausgasen bestand.

00:58:40 Und das war der Treibhauseffekt, der die Erde auch noch bei dieser niedrigen Sonnenleuchtkraft in der habitablen Zone hielt, sozusagen. Also die Temperaturen am Anfang so gestaltet waren, dass die Erde eben erstmal nicht vergletschert ist. Später in der Erdgeschichte gab es dann noch so Snowball-Earth-Phasen, aber da war die atmosphärische Zusammensetzung schon wieder eine ganz andere. Aber man muss sich da mal überlegen. Über das ganze Thema außerirdische Lebewesen kommst du auf einmal auf die Eigenschaften deines eigenen Planeten.

00:59:10 Also das wird auf einmal aus dem höchst interessant, wird ein höchst relevantes Thema. Weil du auf einmal feststellst, Mann, was muss denn dein eigener Planet alles erfüllen, damit du dich hier fragen kannst, sind wir allein im Universum? Ja, ich finde das auch spannend. Ich komme ja ursprünglich so ein bisschen aus der Exoplanetenforschung. Also das habe ich gemacht, als ich an der Uni war. Und wir sind jetzt gerade dabei zu verstehen, wie wir...

00:59:36 exoplanetare Atmosphären untersuchen können. Und wir verstehen, dass das der Make-or-Break-Point ist. Kannst du Leben irgendwo unterhalten oder nicht? Du hast so viele Planeten, die sind ähnlich groß, ähnlich massereich wie die Erde, aber haben Atmosphären. Und das ist das Interessante von der Frage, wo sind denn alle? Wir haben ja bisher nichts gefunden, was auch nur andere...

00:59:58 näher an der Erde gleicht. Also Sauerstoff, davon reden wir ja gar nicht. Aber diese Stickstoffmischung, dass du nicht in einen Planeten hast, wo du in Helium und Wasserstoff hockst und sonst nichts passiert, das finde ich total spannend. Wir haben hier glaube ich auch ein paar Fragen gerade dazu. Wie sah die Erde während den Eiszeiten dann wirklich aus?

01:00:18 Der großen Eis. Es gab ja diese Snowball-Earths vor 800, 900 Millionen. Das war wirklich der Zusammenbruch vom Teil vom Treibhauseffekt. Das heißt, auf einmal war nicht mehr genügend Kohlendioxid in der Atmosphäre. Es kam zu einer dramatischen Veränderung an der Oberfläche. Und nur, weil die Geologie wieder es aufgetaut hat, also vulkanische Ausbrüche gewaltiger Natur, also viel, viel mehr als alles, was wir heute kennen, hat dazu geführt, dass wieder CO2 in der Atmosphäre war und es dann wieder losging.

01:00:43 Ohne diese Art von Ereignisse wäre das in unserer Erdgeschichte, wäre die Sache gelaufen gewesen. Das heißt, die Erde hatte damals natürlich eine völlig andere Kontinentverteilung und so weiter. Das kann man auch gar nicht mehr so ganz genau nachvollziehen. So richtig...

01:01:00 Was wir sagen können, wir wissen, was in der Erdgeschichte genau passiert ist, sind die letzten 550 Millionen Jahre. Das ist angesichts einer Lebensdauer der Erde oder einem Alter der Erde von 4,567 Milliarden Jahren. Sind das mal 10 Prozent. 90 Prozent der Erdgeschichte war alles anders auf dem Planeten, als wir es kennen. Erst seit 550 Millionen Jahren ist Leben da, das kreucht und fleucht.

01:01:23 Vor 420 Millionen Jahren ging das Leben aus dem Wasser an die Oberfläche und so weiter. Es gibt die Pflanzen, es gibt die Bäume und so weiter und so weiter. Alle die tierischen Tiere, die es da alles so gibt und so weiter. Das, was wir als Leben erkennen würden. Genau, wo wir sagen würden, ah, das ist ein Lebewesen. Weil hier fragt nämlich auch immer, finde ich nämlich auch spannend, aber könnten sich nicht Lebewesen auch anders entwickeln, als wir es denken? Vielleicht geschehen andere physikalische Prozesse, die wir gar nicht kennen. Das ist immer so dieser Punkt, wo ich sage, man redet sich ja auch von Wasser, als du brauchst flüssiges Wasser.

01:01:52 zwischen minus 18 und plus, wie viel ist es die Durchschnittstemperatur? Heute, 15 Grad. Liegt Leben und Tod, weil das eine lässt keinen flüssigen Wasser. Ich weiß nicht, wie würdest du das beantworten? Kann man sich vorstellen, dass du sagst, naja, vielleicht gibt es Lebewesen, die kein flüssiges Wasser brauchen, die ganz anders aufgebaut sind? Der Kohlenstoffchauvinismus, den wir betreiben.

Kohlenstoff vs. Silizium und Lebensbedingungen

01:02:15

01:02:15 Erstmal, Kohlenstoff ist auf unserem Planeten auch eher ein seltenes Element, es ist gar nicht so oft da, obwohl es zu den häufigsten noch gehört, jenseits von Helium. Wenn das Leben auf unserem Planeten die Chance gehabt hätte, mit Silizium zu arbeiten, hätte es getan, weil Silizium ist viel häufiger. Das heißt, du glaubst an Silizium-Aliens? Nee, aber ich würde sagen, also erst mal sehen wir... Ach so, du meinst, weil es häufiger ist. Ja, ja, verstehe. Also, ich wäre ein Ideal gewesen. Was sehen wir denn im interstellaren Raum?

01:02:40 Wir sehen Kohlenwasserstoffverbindungen. Das heißt offenbar, alles was wir uns vorstellen können als einfache Kohlenwasserstoffverbindung, draußen im All bildet sich das. Überraschung, sogar die einfachste Aminosäure hat man schon in einer Wolke in der Nähe des Galaktischen Zentrums gefunden. Und je näher wir dann an die Sternentstehungsgebiete kommen, also bei uns zum Beispiel sind es die Kometen, die tragen alle möglichen Aminosäuren, viel mehr als wir zum Leben brauchen. Wir haben jetzt auch auf Schuri gefunden. Genau, genau. Das heißt wir haben eine ganze Menge.

01:03:09 an Hinweisen, dass diese Kohlenstoffchemie offenbar die ist, die vom Universum bevorzugt wird. Silane, also so Siliziumketten oder irgendwelche anderen, das gibt es nur bei niedrigen Temperaturen. Und da kommt dann natürlich bei mir sofort wieder der Thermodynamiker durch. Der kommt oft durch, Herr Reitz. Der ist oft da. Niedrige Temperaturen bedeutet, die chemischen Reaktionen sind sehr langsam. Kann ja sein, dass es Lebewesen gibt, die sich so langsam bewegen wie die Anden.

01:03:37 Aber willst du mit denen telefonieren? Mit denen haben wir nichts zu tun. Die Lithosphärenplatten auf der Erde bewegen sich mit der Geschwindigkeit, mit der unsere Fingernägel wachsen. Kannst du vergessen. Ich finde das immer so ein Whatabout. Und was wäre mit der Möglichkeit, gucken wir doch erstmal, wo wir ganz sichere Chancen haben, wenn es ein Zeichen gäbe, das auch zu identifizieren. Und das ist Kohlenwasserstoff. Und gerade beim Wasser, Wasser, Leute.

01:04:06 Wasser ist der geilste Stoff des Universums. Ich meine, wenn ihr das... Ja, ehrlich, hier, Prost. Das ist die Verbindung von zwei Gasen, die eine Flüssigkeit darstellen. Ein bisschen wild.

01:04:18 Das ist ein bisschen strange. Wenn du das einem erzählst, das kann doch gar nicht gehen. Wasser hat eine Anomalie, die ist richtig dramatisch. Bei minus 70 Grad sollte Wasser eigentlich sieden, wenn es normal wäre. Das heißt, der Unterschied von 170 Grad liegt nur an der Struktur dieser Wassermoleküle, die sich so zusammenfinden, dass wir hier so etwas haben wie flüssiges Eis. Das ist der Grund, weshalb wir eine Flüssigkeit haben. Wenn das Ding ein bisschen zu warm wird, dann sehen wir ja sofort, wie es in Dampf und wenn es zu kalt wird.

01:04:47 Dann ist es Eis. Wir haben die Dichteanomalie bei 4 Grad Celsius. Da ist Wasser besonders dicht. Und ansonsten friert das dann von oben nach unten und nicht von unten nach oben. Das garantiert alle Lebewesen, die in ihm leben, dass selbst wenn es oben friert, dass sie unten noch leben können. Das ist ein magischer Stoff, der hat Eigenschaften, dass er genau in der Mitte sitzt zwischen sauer und basisch. Er kann das eine und das andere. Er kann mit allen Elementen irgendwas machen.

01:05:15 Entweder zusammenbauen oder auflösen. Ja, transportieren auch. Also Wahnsinn, ja? Also, wenn mir einer das Wassermatik macht und hier, ihr habt ja gesehen jetzt dieses Jahr. 2026 ist das Jahr, wo wir zum ersten Mal in den Bereich gerieten, dass der Rhein zur Fußgängerzone wird. So weit ist es gekommen in Deutschland. Das packen wir nicht so gut. Also, passen wir bloß auf. Wasser ist ein ganz besonderer Saft, um es mit Mephisto zu sagen. Das.

Wasser als Schlüssel zur Lebensentwicklung

01:05:42

01:05:42 Also ich denke auch, diese Ideen davon, dass man sagt, vielleicht brauchen wir kein Wasser, das ist, ich meine, natürlich möglich ist alles. Wir haben nur diese eine Sample-Size, wir haben nur die Erde, wir können uns nur Leben hier anschauen, aber hier basiert Leben normal auf Wasser. Lass mich noch eines sagen. Ich liebe ja all diese Kommentare, die hier kommen, es ist ja alles super. Aber vergesst nicht, dass wir in den Wissenschaften so eine gewisse Denkstränge haben.

01:06:06 um die wir auch nicht herumkommen, auch nicht beim Twitch. Wir können nicht irgendwas erzählen, sondern wir müssen schon immer noch mal dranbleiben. Diese Fragen sind ja alle wunderschön. Aber denkt auch dran, was das für eine Asymmetrie ist. Also wie wahnsinnig es eigentlich ist, dass jemand...

01:06:24 tausend Fragen stellen kann und man kann einfach nicht... Kannst aber nichts sagen dazu. Kann man sagen, ja, kann man dazu sagen. Ich fand hier noch eine schöne Frage. Kann man sagen, es sind Außerirdische, wenn sie mit dem Menschen verwandt sind? Also es gibt ja so eine schöne Idee, wir wissen ja nicht ganz genau, wie Leben auf der Erde ursprünglich angefangen hat. Also wie kommt man von einem Zustand von Nichtleben zu Leben? Und...

01:06:50 Ich glaube, das ist eine Theorie, die Star Trek weiter trägt. Deswegen erklärt Star Trek, dass all seine Aliens so ähnlich ausschauen, so menschlich ausschauen, weil alles Leben durch diesen einen Keim, durch die Panspermie gesät wurde. Was hältst du davon? So ein Keim, der einfach auf verschiedenen Planeten ausgesät wird, da das Leben kickstartet? Also nach allem, was wir wissen, ist unser Leben auf der Erde eben extrem irdisch.

01:07:17 Das heißt, wir haben eine Zusammensetzung bei den Spurenelementen, die dem des Meeres entspricht von vor vielen Milliarden Jahren. Eigentlich haben sich die Meere in ihren Spurenelementen kaum verändert. Das heißt, es gibt ganz deutliche Anzeichen, dass alles sehr irdisch ist. Wir gehören zu einem bestimmten Temperaturbereich, auch die Größe, die wir darstellen, ein bestimmter Gravitationsbereich. Und vor allen Dingen, so wie Felsenplaneten entstehen durch den Zusammenstoß von Brocken,

01:07:45 und dabei entstehen sehr hohe Temperaturen, kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen, dass diese hohen Temperaturen von irgendwelchen Molekülen wirklich überstanden werden können. Das kann natürlich sein, dass es so kleine Ortschaften gibt, Orte gibt, an denen das vielleicht möglich ist, aber in Wirklichkeit ist das eigentlich völlig unmöglich. Das heißt, das Leben kann noch nicht da gewesen sein, als die Erde noch...

Ursprung des Lebens auf der Erde

01:08:04

01:08:04 Flüssig, Lavakugeln. Das Leben auf der Erde ist eine irdische Erfindung. Wir können vor allen Dingen die Geschichte des Lebens auf der Erde ja nach, praktisch rekonstruieren bis zu Luca. Last Universal Common Ancestor. Also die Gemeinsamkeit aller Lebewesen auf der Erde, dass es genau einmal entstanden ist, das ist eher ein Zeichen.

01:08:27 dass es einen Vorgang gegeben hat, der so viel schneller war als alle anderen Varianten, dass der Eide gewonnen hat. Und in dem Moment, wo es passiert ist, die Entwicklungslinien für alle anderen Lebensformen waren zu Ende. Wir haben auch gar keinen Hinweis. Alle Lebewesen auf dem Planeten haben ein gemeinsames Erbgut, das sich mehr oder weniger stark voneinander unterscheidet. Aber ich war neulich beim Fritz-Lippmann-Institut in Jena und da hat mir der Kollege Christoph Englert einen Fisch gezeigt. Und dieser Fisch hat 85 Prozent der Gene mit mir gemeinsam.

01:08:57 Ja gut. Schaut aber nicht ganz so aus wie du. Nee. Aber Christoph hat mir das genau erklärt. Ja, ist nicht wahr. Aber dann siehst du halt. Gut, diese Evolution, dass die natürlich hier stattgefunden hat, weil du sagst, dieser Luca, dieser allererste, der Kickstart fürs Leben, dass der irgendwie von außen kam.

01:09:18 wird da auch erkenntnistheoretisch ja nichts lösen. Dann würde ich es halt woanders hinschieben. Irgendwo muss das Leben entstanden sein. Dann mache ich es doch lieber auf einem Planeten, wo ich es auch untersuchen kann. Ich meine, was man in den letzten Jahren schon gefunden hat, ist, dass eben, wie du vorhin sagtest, die Aminosäuren teilweise zum Beispiel auf Kometen gefunden wurden, dass diese Bausteine für Leben, dass die von außen kamen, genau wie das Wasser, und sich dann auf der Erde in irgendeiner Form zusammengesetzt haben. Aber dass wir, wie hat jemand geschrieben, Haus gemacht sind, das würde ich schon auch unterschreiben. Also wir sind...

01:09:48 Wir sind keine Aliens, die irgendwo von außen kommen. Und was ist mit meinen Fischen? Ist genauso. Deine Fische sind ganz genauso. Man kann sicher nachgucken, wir sind alle miteinander verwandt. Du kannst praktisch durch diese molekularen Uhren sehen, wann sich die gemeinsamen Vorfahren voneinander getrennt haben.

01:10:07 Und das finde ich schon enorm. Also wir haben mit den Schimpansen zum Beispiel eine Unterschiede. Die Schimpansen unterscheiden sich von uns im Erbgut um 1,3 Prozent. Das ist das Minimal. Also merkst du, die sind eigentlich wie wir. Holy moly, da muss man schon aufpassen. Aber man merkt einfach, also das sind ja alles, was ich jetzt hier so lese und was ich auch von dir höre, das sind alles diese Standardargumente, die immer gebracht werden, wenn es um dieses Thema geht. Das heißt, wir denken...

01:10:34 Dann offenbar auch tatsächlich immer nur dran, entweder wir sind was Besonderes, eigentlich müssten wir noch außerirdisch sein und so weiter und gibt es nicht noch was anderes und so weiter. Aber es könnte ja auch einfach sein, dass wir Teil einer ganz großen Geschichte sind und auf unserem Planeten hat es geklappt und zwar teilweise bombastisch geklappt. Andererseits aber muss man auch sagen,

Intelligenz und Zivilisation

01:10:58

01:10:58 Meistens gab es auf unserem Planeten immer nur Einzeller. Also die Geschichte des Lebens. Ganz schön langweilig. Und wenn du jetzt überlegst, du willst einen anderen Planeten finden, auf dem es Leben gibt,

01:11:08 Ein Zeller zu finden ist dann noch viel, viel wahrscheinlicher, als dass du irgendeine intelligente Zivilisation entdeckst. Das fürchte ich auch so ein bisschen. Wir haben ja auch, da habe ich eine Frage von YouTube durchgeschliffen bekommen. Wir sehen euch nämlich auch auf YouTube, also beziehungsweise ihr seht uns auf YouTube. Und wir kriegen manchmal die Fragen durch. Hier fragt zum Beispiel jemand, wie weit kann man heute maximal ins All schauen, um überhaupt noch Biosignaturen, also das wären jetzt Hinweise auf Leben, egal ob es intelligent ist oder nicht, noch feststellen zu können.

01:11:37 Also ich würde sagen, naja, das Problem ist, wenn du nach Biosignaturen suchst, suchst du nach Atmosphären. Die Biosignaturen wie molekularer Sauerstoff zum Beispiel. Sauerstoff verbindet sich sehr schnell mit anderen Elementen, reißt auseinander als Molekül. Das heißt, wenn du viel molekularen Sauerstoff in der Atmosphäre findest, weiß es irgendwas, musst du es die ganze Zeit nachliefern. Bei uns ist es die Photosynthese. Ja, und die Frage, wie weit wir heute schauen können, es kommt sehr darauf an, wie stark der Stern strahlt.

01:12:07 Wie hell ist der? Das Sternenlicht muss ja durch die Atmosphäre durchgehen und dann uns erreichen. Also da sind wir maximal, würde ich jetzt mal sagen, wie mal daumen, ein paar hundert Lichtjahren. Viel mehr ist da nicht drin. Nehmen wir 10.000 Lichtjahren, bist du immer noch auf der... Also innerhalb unserer Galaxie auf jeden Fall. Und das auch immer wieder schön zu sehen, wie clever ihr in der beobachtenden Astronomie seid. Ihr nehmt den Stern einmal auf.

01:12:32 Mit Planet davor, einmal ohne Planet davor, dann zieht er das eine Bild vom anderen ab. Ein Wahnsinnsaufwand übrigens. Das muss ich an der Stelle wirklich mal... Das ist einer dieser Momente, wo man das so erzählt, naja, dann ziehst du da den Stern ab. Der Stern ist 99,999% dieses Lichts normalerweise. Den sauber abzuziehen und dann nur noch diesen Mini, da muss ich sagen, da habe ich...

01:12:54 Das habe ich mal aktiv gemacht. Das ist eine Heidenarbeit. Also meine Frau Cecilia hat ein schönes Bild mal in einem Vortrag gebracht, nämlich da ist ein Auto in Frankfurt und da ist ein Glühwürmchen auf einer Lampe. Und du sollst jetzt in München entscheiden, auf welcher Lampe dieses Glühwürmchen glüht. Ungefähr so, das ist das, was wir da machen. Wahnsinn, dass wir das können. Das ist der Wahnsinn. Überhaupt schon die Entdeckung von Planeten in den 90er Jahren. Weil das bedeutet nämlich eine spektrale Auflösung zu haben.

01:13:23 von Bewegungen von wenigen Meter pro Sekunde. Fußgängergeschwindigkeit. Und das auf Entfernungen von Lichtjahren. Und bitte nicht vergessen, ein Lichtjahr sind 9,5 Billionen Kilometer. Also europäische Billionen, nicht die Amerikaner. Die Ami-Billionen. Das sind ja nur Milliarden. Das sind unvorstellbare... Also im November ist Voyager ein Lichttag von uns entfernt. Ein Lichttag nach 50 Jahren. Stimmt.

01:13:52 Das ist ein Jubiläum, ne? Man, ein Lichtpark. 1,24 Lichtstunden, ja. Wahnsinn. Hier fragt jemand gerade, wie verifiziert man, dass solche Messungen korrekt sind, durch sehr viele weitere Messungen. Du musst das ganz oft hintereinander machen und dann veröffentlichst du irgendein Paper und dann schaut irgendjemand anders drauf und sagt, das haben wir aber nicht gemessen, bei uns schaut das ganz anders aus. Und dann musst du sagen, ja, blöd. Und nur wenn es mehrfach verifiziert wurde von unterschiedlichen Leuten, am besten mit unterschiedlichen Instrumenten.

01:14:21 Ich glaube, das wird auch völlig unterschätzt. Muss an dieser Stelle, muss ich mal was sagen. Sag mal was. Ich muss auch mal was. Was ich meine ist, es wird so oft so lapidar einfach so weggeschossen. Ach, diese Wissenschaft, die haben doch gar keine Ahnung. Wenn ihr euch mal anschauen würdet, was für ein Aufwand wir in den astronomischen Beobachtungen treiben.

01:14:45 Welche unglaublichen Anlagen wir bauen, wie lange es dauert, bis das Ding kalibriert ist, bis die Empfänger alle da sind und so weiter und so weiter. Jede Nacht, jeden Tag, überall auf der Welt, an Hunderten von Stellen werden die besten astronomischen Beobachtungen gemacht, die wir überhaupt je gemacht haben.

01:15:04 Überall gibt es Kolleginnen und Kollegen, die alle möglichen Messungen vornehmen, nicht nur am Universum, sondern zum Beispiel auch, die wollen rausfinden, wie der Permafrost in den Alpen ist. Dafür hängen die an der Wand und sind in Zuständen, wo ich denn um Gottes Willen, hoffentlich geht alles gut, hämmern ihre Sensoren da rein am Gran Sasso. Die Leute, die diese Messungen machen. Ihr müsst euch mal überlegen, mit welcher ungeheuren Leidenschaft, Präzision,

01:15:32 Sorgfalt, Detailreichtum, wir Naturwissenschaften betreiben. Das ist längst davon entfernt, dass irgendjemand mal irgendwas daheim so busy macht und dann ist es gut.

01:15:43 Das ist überhaupt nicht mehr möglich. Oder dass sich jemand mal irgendwas denkt und das so in die Welt hinaus... Das ist ein Aufwand, der ist dramatisch. Und genau deshalb, wegen diesem Aufwand und wegen der bereits von mir benannten Denkstränge, sind die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse so sicher, dass wir daraus sogar Technologien machen können. Technologie als etwas, wo wir etwas exakt immer wieder wiederholen lassen. Ein Vorgang, den wir so denkend durchdrungen haben, dass wir ihn technologisch nutzen können. Und das ist hier...

01:16:11 In jeder Hinsicht immer wieder der Fall. Wir können hier auf den Entdeckungen der gesamten Physik der letzten 400 Jahre fußen, nämlich das elektromagnetische Spektrum, die Bewegung der Planeten, das ist der Kepler und so weiter, alles das zusammenzunehmen und dann ganz genau sagen zu können, dieser Planet bewegt sich mit dieser Geschwindigkeit um diesen Stern und deswegen können wir auch erwarten, dass er am nächsten Donnerstag wieder davor sein wird.

01:16:34 Dann können wir messen, vorausgesetzt der Himmel macht mit, und siehe da, genau das passiert. Also man muss sich das mal überlegen, wie toll die Menschheit insgesamt eigentlich, was diese naturzehnschaftlichen Erkenntnisse, das musste ich einfach mal sagen. Schau, die haben alle Rede geschrieben, das heißt, sie sind d'accord. Ja, das gehört mir. Ja, das muss man einfach mal sagen. Ich bin mir sicher, auf YouTube habt ihr es auch mit gehört. Wir streamen.

01:16:59 beides, Twitch und YouTube, macht euch keine Sorgen. Ich krieg auch die YouTube-Fragen ab und zu mal durchgeschliffen, wenn ihr aber direkt...

Künstliche Intelligenz als 'Außerirdischer'

01:17:06

01:17:06 zu uns durchdringen wollt, dann müsst ihr natürlich auf Twitch. Hier gibt es auch diese eine Geschichte, das dürfen wir nicht vergessen. Marc Harry hat noch beantwortet, ist KI ein Alien, please? Ist KI ein Alien? Auf diesen Punkt kommen wir noch. Da haben wir noch mal. Da haben wir auf jeden Fall. Jetzt setzen wir uns mal ganz gemütlich nachher da hinten. Ja, und dann bauen wir noch mal einen raus. Ich finde das so schön, dass du gerade gesagt hast, dass wir Menschen das können. Da darf man auch mal ein bisschen, das klingt so doof, aber ein bisschen stolz sein. Wir klitzekleinen Bewohner dieses klitzekleinen Staubkorns.

01:17:35 Irgendwo im Nirgendwo. Es ist wirklich ganz egal, wo wir sind. Das ist der Hinterhof der Galaxie im Hinterhof, im Supercluster. Keine Sau interessiert's im Universum, dass wir hier sind. Und wir sitzen hier mit unseren grad mal 100 Jahren Lebensspanne höchstens und sagen, aber ich weiß, dass da drüben ein Stern ist und da ist so und so, da ist ein Planet und der hat die und die Atmosphäre. So unglaublich.

01:17:55 Das ist unglaublich. Einfach irre. Ich meine, wir haben anderthalb Kilogramm Kognitionsapparat, hoffen wir, dass es durch ein KI auch noch weiterhin benutzt wird. Und nicht weniger wird. Und so weiter. Und dass wir Lösungen geschafft haben, dass wir diesen Irrtums-, diesen Erkenntnisprozess, das ist ja eines, wir irren uns empor. Wir gehen von einem Irrtum zum nächsten und die Irrtümer werden immer genauer, werden immer präziser. Und die werden so präzise, dass wir sogar Theorien als Instrumente verwenden können. Allgemeine Relativitätstheorie.

01:18:23 Ist für uns ein Instrument, um Gravitationslinsen zu messen. Wir können sogar mit Gravitationslinsen extrasolare Planeten entdecken. Wahnsinn! Also die ganze Geschichte, was ich so unglaublich stark finde, ist diese Verbindung all dieser Naturwissenschaften untereinander. Und zwar ist der Kitt, der sie alle miteinander verbindet, diese elementare Kenntnis, Aufbau der Materie, Wechselwirkung mit elektromagnetischer Strahlung, welche Eigenschaften haben bestimmte Moleküle.

01:18:52 dass das alles so gut ineinander passt, dass wir uns überlegen können, wir möchten ein bestimmtes Material haben mit bestimmten Eigenschaften und dann bauen wir das zusammen. Wir machen es einfach. Obwohl noch nie jemand ein Atom oder ein Molekül gesehen hat. Nee, hat kein Mensch jemals gesehen. Aber wir können damit arbeiten. Wir können die da zusammen kippen, wie wir das möchten. Also das ist wirklich das, was uns so ausmacht, was uns als Spezies so großartig macht. Der Satz, wir irren uns, ist übrigens von Gerhard Vollmer, für die, die ein großartiger...

01:19:22 Und da gibt es noch einen, nämlich Bernhard Karnitscheider, der hat gesagt in seiner Naturalismusvorlesung immer wieder,

01:19:28 Es geht in der Welt mit rechten Dingen zu. Es ist nicht plötzlich 1 plus 1,7. Nein, nein. Und damit ist auch klar, dass so etwas wie das extraterrestrische Leben, also das Leben auf anderen Planeten, ist etwas, was irgendwie mit dem zusammenhängt, was wir darstellen. Wir sind ein Teil, fast hätte ich gesagt, von jener Kraft. Also wir sind ein Teil von diesem Ding, was anfangs alles war. Und hier kommen ja auch immer wieder so Bemerkungen zu den Higgs-Bosonen zum Beispiel. Auch da muss man sagen, Leute,

01:19:57 Überlegt euch doch mal, 1964 entwickelt einer so eine Theorie, da könnte es so ein Feld geben, das das gesamte Universum durchsetzt und wir suchen 50 Jahre danach. Und dann finden wir es.

01:20:10 Ja, und genau so wie er gedacht hat. Also da läuft es mit kalten Rücken runter. Aber deswegen brauchen wir natürlich die Theoretiker. Deswegen gibt es da diese schöne Symbiose zwischen uns. Diese Faulen, die sich im barmen Büro natürlich schön warm halten, während wir da draußen. Ich war auf dem Wendelstein im Winter mal zum Beobachten und wir haben alle zwei, also alle halbe bis Stunde Schnee geschippt, damit die Klimaanlage fürs Teleskop nicht eingeschneit wird. Und da habe ich irgendwann gesagt,

01:20:39 Vielleicht mache ich doch Theorie. Also hier draußen rumzustellen. Ich meine, Jana, wenn es dann gelingt, dann habt ihr doch ein Gemeinschaftserlebnis bei den großen Observatoren. Das ist doch einfach irre. Wenn du da was siehst, diese Nächte irre. Überhaupt dieses Gemeinsame, dass man da eben nicht nur alleine da vor sich hinhockt, sondern das Gemeinschaftsgefühl, das ist schon toll. Der 15. Kaffee zusammen, genau. Jetzt muss ich mal ganz kurz fragen, ist die Tafel wieder beleuchtet oder ja?

01:21:08 Okay, weil du darfst gerne sitzen bleiben, wenn du möchtest. Wir haben nämlich noch wieder was vorbereitet. Und zwar, wir haben jetzt über Aliens gesprochen und dass die so unterschiedlich sein können. Und das haben wir uns ja als Menschheit nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch im Entertainment Gedanken gemacht, wie Aliens so ausschauen könnten. Also Hollywood vor allem hat sich da Gedanken gemacht. Und wir wollen mal so ein kleines Ranking erstellen. Weißt du, was eine Tierlist ist, Harald?

Alien-Ranking: Kultur und Fantasie

01:21:37

01:21:37 Eine Tränenliste? Nein, es ist tatsächlich geschrieben wie Tier. Es gibt S, A, B, C und so weiter Tier. S steht für sowas wie Supreme. Das ist für uns jetzt mal so best of all time. Und das andere sind Schulnoten. Also von A bis Super bis F schlecht. Und wir machen unser ganz eigenes Ranking. Ich habe uns ein paar Aliens aus Film und Popkultur mal rausgesucht. Ich bin mal gespannt. Und wir sind natürlich niemandem Rechenschaft schuldig, wenn wir so Themen sein, wie wir wollen. Aber wichtig ist, es kann nur einen geben.

01:22:06 Nur ein Alien darf auf den obersten Rang. Okay? Also... Was soll ich sagen? Das ist dein Supreme Alien. Ja, das weiß ich nicht. Das werden wir jetzt rausfinden zusammen. Wollen wir mal gucken. Wir fangen mal einfach an. Ich habe hier das Alien, der Xenomorph.

01:22:22 Aus Alien. Ich entnehme Haralds Geräuschen, dass er kein großer Alien-Fan ist. Nee, das ist mir zu brutal. Ist der dir zu? Bist du kein Horrorfilm? Ach, solche Lebewesen, was soll denn das für einen Sinn machen? Er ist halt so parasitisch. Was sagt der Chat? Sind die Alien-Fan? So mal gucken. Ork vom Ork versus Alf-Leute. Ist doch süß. Das kann nur ein Hutköter sein. Ha ha ha. Exoskelett zu schwer. Ganz klar. Ich tue auf S aus S.

01:22:51 Auf jeden Fall S. Oh, der Chat ist ein Fan. Ach du lieber Gott hier, A, F. Schon das S gefunden. Giga. Nee, also auf S hier würde ich es auch nicht setzen. Ist eine nette Idee. Ist natürlich sehr, sehr gruselig, finde ich. Ja, wohnt in Frankfurt, den kenne ich. Den Kollegen hier. Hast du den mal gehofft? Ja, wohnt in Frankfurt, den kenne ich hier.

01:23:10 Der steht am Bahnhof. Komm Harald, wir setzen den mal irgendwo hier in die Mitte, oder? Der ist halt ikonisch, aber vielleicht nicht ganz deins, verstehe ich. So, dann haben wir als zweite Stelle, bisschen moderner, das sind die mit den sieben Füßen, das sind die Heptapods aus Arrival. Hast du den Film gesehen? Ja genau, das ist das Ei da, was dann da so steht. Genau, genau, genau. Was sagst du zu dem?

01:23:38 Halte ich für unwahrscheinlich, weil Lebewesen, die Raumschiffe bauen, müssen Lötkolben betreiben können. Die müssen auch mal Reparaturen durchführen. Also nicht, dass Sie die halten können, hier mit Ihrem kleinen Fühlchen? Ich glaube eher daran, dass Lebewesen, die Raumschiffe bauen, die werden so aussehen wie, aber vielleicht bin ich da, also eher so, ja, ja. Ich muss sagen, ich fand Arrival cool, weil es diese Sprachgeschichte so mit reingebracht hat. Und dass die versuchen, uns zu kommunizieren, so ein bisschen überschrift.

01:24:06 Und dann auch so die Frage, verstehen die den Unterschied zwischen Waffe und Werkzeug? Ich fand die cool. Was sagt der Chat? Meine Extremitäten, Harald, wo ist die Fantasie? Die haben organische Materialien, die können durchs All schweben. Blödsinn, das Alien alles ohne Daumen fliegt raus. Oh, Daumen haben die nicht, das stimmt. Arrival-Alien auf A, ich glaube es gibt nur aquatische Wesen im All.

01:24:26 Lötkolben, Johnny Kuhlmann, wo kommt wohl der Mensch hin? Die Lötkolben? Hier, da ist mein Mann hier, Blocked by Client. Wo kommt der Mensch hin? Den müssen wir auch noch reinsortieren. Hände mit sieben Fingern reicht für einen Lötkolben. Naja, aber hier, hab mal Hände. Und vor allen Dingen, du brauchst nicht nur Finger, du brauchst einen Daumen.

01:24:43 Das ist der Daumen. Daumen ist wichtig. Der Daumen ist extrem wichtig. Ich glaube, die haben keinen Daumen. Ich würde sagen, ohne Daumen kannst du vergessen. Ich setze mal auf B, wenn du noch nichts dagegen hast, weil die Geschichte ganz gut ist. Ich bin da ganz entspannt. Du bist da eh locker. Oh, jetzt haben wir einen, den kennst du, glaube ich. Oh ja. Mr. Spock. Ja, da ist ja lange Zeit das fehlerhaft diskutiert worden, dieser Gruß. Das ist ja nur ein Ausdruck dafür, bitte keine Superkleber.

01:25:12 Achso, ja, Vorsicht. Warnung. Das geht so nicht. Wo muss ich hinzeigen? Da gibt es so viele Kameras. Da bist du. Das soll angeblich das Zeichen sein, dass jemand Klavier spielen kann. Ich kann das, ich kann aber nur eingeschränkt Klavier spielen. Also Spock ist natürlich ein sehr menschliches Alien. Natürlich, natürlich. Ja, ja. Das ist ja super. Also wenn die so wären.

01:25:37 Wäre gut, ne? So ein Vulkan hier. Obwohl man hat immer das Gefühl, das sind so leichte Autisten mit so ein bisschen... Also ein bisschen so... Anders sind sie schon, ja. Aber ist okay. Ist das unser S-Tier? Oder ist das... Ich würde mich auf jeden Fall weiter nach oben als der Rival. Okay, dann ist Spock solide A. Also es kann sein, dass Spock heute noch nach zu S rückt. Dass er wandert. Wir setzen ihn mal sicherheitshalber auf A. Er ist schon weit oben. Da muss jetzt noch ein richtiger Brecher kommen. Ja, ja.

01:26:04 Also du Spock-Fan verstehe. Jetzt haben wir was ganz aktuelles, zumindest was das Kino angeht. Oh, was ist das? Ich habe mir nämlich, da ist natürlich in diesem Film ein anderer berühmter Alien, Rocky. Ja, ja. Aber ich dachte mir, die Astrophagen, finde ich eigentlich interessanter an der Stelle. Ja, ja, das ist auch was. Das ist aus Der Astronaut oder Hail Mary Project. Vielleicht müssen wir ein bisschen was erzählen zu den Aliens, das habe ich jetzt gar nicht so richtig gemacht. Also wer den Film nicht kennt, das ist so eine Art Algen, kosmischer Algenschimmelbewuchs.

01:26:30 Die sind unterwegs, interstellar, und setzen sich auf Sterne, fressen deren Energie weg, machen das mit sehr hoher Effizienz. Sind gar nicht bösartig, sind ja nur so kleine Bakterien. Aber es ist natürlich dramatisch für die Sterne, die dann langsam ausgehen. Was hältst du von den Astrophagen, Harry?

01:26:50 Naja, das ist dann ja so ein Befall mit Parasiten von einem Stern. Also bei der Qualität derjenigen Aliens, die wir bis jetzt haben, sind die Astrophagen eigentlich eher so, Gott, die sind halt da wie ein Baumpilz. Ja, genau. Aber ich finde es mal eine nette Idee, dass du nicht irgendwas hast, was dich auffressen will oder was mit die Allianzen schließt, sondern was halt einfach lebt. Ja, genau, es lebt. Das ist halt so C oder D. C oder D? Ja.

01:27:15 Das machen wir mal bei C. Also ich finde die Astrophagen, das ist schon eine sehr schöne Idee. Der Hinweis auf etwas, ist aber eben Kleenzeller. Aber wer weiß, vielleicht sind die so. Ich fand den Film auch gut. Ich weiß, du hast das Buch gelesen. Ja, sehr schön. Aber du siehst halt eher bei den dreien auf der anderen Seite, die sind schon sehr individuell. Das heißt, du hast Persönlichkeiten, ob du sie magst oder nicht. Und das ist bei den Astrophagen zum Beispiel, das ist eher so ein Wusel. Das ist schon was anderes.

01:27:43 Dann kommen wir zu, ich würde fast sagen, einem Klassiker.

01:27:47 Die netten Herrschaften hier. Ach, das sind die von Mars Attacks. Das ist, glaube ich, nicht ganz ernst gemeint gewesen damals. Nee, glaube ich auch nicht. Ist auch ein bisschen eine satirische. Aber sind das die, die bei Country-Musik, wenn man abspielt, dass denen der Kopf explodiert? Kann sein, ja. Der Chat wird es wahrscheinlich wissen. Ja, aber... Das ist, also exponiertes Gehirn finde ich eine schlechte Idee. Ganz ohne Schädelklappe. Und...

01:28:15 Die Augen so weit raus und ich weiß nicht. Bist kein Fan der Mars-Interexion. Auf dem Mars ist ja auch nichts. Die müssen schon sehr von unten kommen. Die kommen wirklich vom Mars. Das sind Marsbewohner. Das ist auch der Mars nicht so richtig lebensfreundlich. Auch in der Vergangenheit, dass die mal eine Zivilisation vorgebracht haben. Ne, ne, ne. Also alle Rechnungen, die gemacht werden auf das Terraforming deuten darauf hin, das funktioniert alles nicht.

01:28:38 Du musst wirklich noch ganz andere Planeten ausbeuten, damit du diesen Planeten irgendwas machen kannst. Elon, das wird nix. Das wird nix. Der Chat schreibt auch nur noch Ack, Ack, Ack. Wir setzen die Mass-Attacks mal auf F. Also die finde ich auch ganz unschöne Alien-Form. Okay, das haben wir noch. Die, muss ich sagen, ist so ein bisschen, die schaut jetzt nicht so nach Aliens aus. Eins davon ist kein Alien. Das ist die Szene aus dem Film Contact.

01:29:05 wo Ellie die Aliens trifft, aber die Aliens zeigen sich ihr als Erinnerung. Also sie zeigen sich in Form ihres Vaters. Kontakt war für mich der Einstieg in...

01:29:18 Warum ich nach Exoplaneten suche. Unglaublich toller Film. Wahnsinn, Wahnsinn. Ist gemacht von Carl Sagan. Der Mann, der da einiges zu verantworten hat. Oder der hat die Idee dafür, glaube ich, gegeben. Er hat den Roman geschrieben. Und der soll ja Jill Tata sein. Das ist also schon eine ganz berühmte...

01:29:37 die sich ja der Suche nach außerirdischen Intelligenzen verschrieben hat. Es gibt ja ein CETI-Institut in Kalifornien. Ja, Search for Extraterrestrial Intelligence. Also das ist schon eine Nummer. Also in Kontakt ist es für die Leute, die es nicht kennen, die Aliens haben diese Primzahlen geschickt, davon haben wir vorhin schon gesprochen. Und dann schicken die Baupläne, wie man eine Maschine baut, sodass man zu ihnen reisen kann. Und Elli macht das. Und...

01:30:03 erlebt dann so eine bizarre Szene, wo ihr jemand erscheint, der sagt, willkommen in unserer Gemeinschaft, wir zeigen dich uns nicht, dir und wir zeigen uns so nicht, wie wir eigentlich ausschauen, sondern haben ein bisschen was gekonstruiert, damit du uns besser verträgst. Und da kommt der schöne Satz her.

01:30:24 Wenn es nur wir wären, wäre es eine schlimme Platzverschwendung. Das ist nur meine Meinung. Wenn der Chat und du da sind, würde ich die fast nach oben setzen. Baut bitte eure eigene Invasionsmaschine. Nein, darum geht es hier gar nicht. Kontakt auf S, Leute. Wer ist dabei? Skinny Bob auf S, nach Hause tellenieren. Gebt mir ein S, wenn ihr dabei seid. Auf S, auf S, Stehlamp.

01:30:50 Alien, Convenient, Alien wird gezeigt, denn das ist eine absolute S. Absolutes S. Nein, Rocky muss auch S, Spiritualität. B, S für Jana. Du musst noch. Das ist es, da bin ich dabei. Ja, genau. Jawohl. Jana, Triple A, Triple A ist hier. Ich nehme Kontakt auf das. Das sehe ich nicht. Harald der Goat, was heißt denn das? Harald die Ziege? Greatest of all time. Lestes.

01:31:17 Ich hab's jetzt mal hier hochgesetzt. Rocky! Schreibt da jeder. Rocky ist nicht dabei. Ja, Kontakt, so schlimm, der Film. Rocky! Schon wieder. Foto-Beutling möchte unbedingt Rocky. Doch ein Mensch, Rocky. Also Rocky, Rocky, das... Ja, den Rocky, den hab ich nicht mitgenommen, weil ich dachte, zwei Filme zählen. Ja, und was haben wir da? Alf, den Rest kannst du vergessen, ist auch schlimm. Kontakt, genau, Alf.

01:31:41 Was haben wir? Son Goku? Kann nur einen geben, E.T. Ja, Moment, wir sind ja auch noch nicht fertig. Der Mausbiber aus Perirodan, der kann also auch stark. Guck mal, ich habe einen für dich, den musst du jetzt bitte kennen. Ich weiß nicht, ob das der Chat kennt. Das ist ein altes Ding, alte Kamelle.

01:32:00 Erkennst du die? Was ist denn das? Das ist ganz schön... Das war schwarz-weiß. Lief im deutschen Fernsehen, ich glaube in den 50ern und 60ern. Oh so, ich bin erst Anfang 1960 auf die Welt gekommen. Raumpatrouille... Orion? Orion, das sind die Frogs. Ah, das sind die Frogs? Ja. Oh ja, Dietmar Schönheer. Oh Gott, das will ja. Das habe ich...

01:32:26 Du, da kann ich mich gar nicht dran erinnern, dass die Frogs... Aber das ist doch 60er Jahre. 60er Jahre, ja, klar. Die Frogs fand ich cool, weil das sehr früh eine lustige Idee von einem Alien ist, was sich überhaupt nicht drum schert, ob du es verstehst oder nicht. Die Frogs kommunizieren nie mit der Raumpatrouille. Die greifen immer an, die Frogs greifen immer an, sind immer gefährlich. Genau, die reden nie. Die sind immer nur so schwummrig zu erkennen. Hat was. Hat was, ne? So früh so eine Idee.

01:32:54 Wie überhaupt diese Serie natürlich bei allen möglichen, sagen wir mal ganz praktischen Dingen, die sie da gemacht haben. Da wurde ja aus deutschen Badezimmern alle möglichen Armaturen genommen. Das Bügeleisen, ne? Alles möglich. Die waren im Raumschiff drin. Die Klamotten, die die hatten, das war auch schon alles, das war alles sehr minimalistisch. Aber es war cool. Die war schon sehr cool. Es gibt, glaube ich, sieben Folgen davon. Und das war schon arg großartig. Und alle haben ganz kurze Haarschnitte und so weiter. Die Damen haben auch so ein bisschen Star Trek-mäßig schon die Kleidung an. Ja, ja, ja.

01:33:23 Aber die Frogs sind cool, weil die sind so diese übertechnologisierte Alien-Rasse, die sich nicht drum interessiert, ob wir sie kennen oder verstehen. Aber wir können sie schlagen. Die sind in unserer Reichweite. Während hier ja etliche dabei sind, die werden gar nicht in unserer Reichweite. Mit denen wir wenig anfangen können. Was sagst du, wo platzieren wir die Frogs? B. B? B, B, B. B, B, B. Da kommen die Frogs. Also ich hab noch nicht so richtig miese...

Alien-Kommunikation und Biologie

01:33:52

01:33:52 Was haben wir denn noch? Ich habe noch einen, ich weiß nicht, ob du den kennst. Den finde ich ganz spannend. Das ist aus Solaris, der intelligente Ozean. Oh, oh.

01:34:05 Ist aber auch schwierig. Kennst du die Geschichte? Stanislav Lem. Genau, Stanislav Lem. Muss man vielleicht kurz erklären, da kommen Astronauten auf eine Welt, die von einem riesigen Ozean bedeckt ist und dieser Ozean ist offensichtlich in irgendeiner Form intelligent und schickt so Konstrukte aus den Erinnerungen und Gedanken der Astronauten. Man weiß nicht, ist der böse oder will der irgendwas? Das ist halt eine coole Darstellung, finde ich, von einer Intelligenz, die wir nicht begreifen.

01:34:32 Weil das alles begreift man ja irgendwie. Die wollen irgendwas einnehmen oder das sind halt irgendwelche Bakterien oder Spock ist sowieso, mit dem kannst du dich ja unterhalten. Aber was der Ozean aus Solaris eigentlich will, und das finde ich schon auch ein...

01:34:47 validen Gedanken. Ja, aber daran siehst du schon, dass man durchaus auch mal über KI, also Algorithmen, als etwas Außerirdisches nachdenken könnte, weil man hat es hier mit einer Science-Form zu tun, die zwar irgendwie da ist, aber sie erzeugt zum Beispiel Inhalte deines Gedächtnisses oder des Gedächtnisses der Astronauten und macht daraus was.

01:35:07 Also das ist ja fast so was wie Avatare oder Hologramme, die dann entstehen, weil auf einmal in deinem Gedächtnis inhalten irgendwelche Figuren und dass offenbar der Ozean in dein Gedächtnis reinkommt. Ja genau, der sieht komplett alles. Und das ist ja ein ziemlich heftiger Verstoß gegenüber vielem, was wir so wissen. Wir wissen, es gibt eine Innenperspektive von uns, die unser Selbstbewusstsein ausmacht und es gibt eine Außenperspektive, die von außen gemessen werden kann.

01:35:32 Vitalparameter, mentale Aktivität und so weiter. Aber was es bedeutet, Jana zu sein, kriegst du nur über die Innenperspektive. Das weißt nur du. Offentlich. Nein, nein. Aber das ist etwas ganz, also für mich ganz Schwieriges zu glauben, dass irgendetwas in unser Gehirn rein... Dass man das irgendwie anzapfen kann. Ja, glaube ich nicht. Also ich finde es eine frische Idee. Ja. Realistisch weiß ich jetzt auch nicht.

01:35:57 Ich würde es auch ein bisschen in der Mitte platzieren. Ich weiß noch, was meinst du? CD? Ja, C. Mit Aliens, Lem und so weiter. Lem ist auch immer. Und dann? Und dann, der Letzte, den ich hier noch vorbereitet habe, der muss natürlich da. Ja klar. Er möchte gerne nach Hause telefonieren.

01:36:16 Ich meine mich zu erinnern, dass E.T. für dich auch ein Film war, der dich begeistert hat. Natürlich. Ich hatte ihn ja auch dabei, wir haben ja große Fragen gedreht, da hatte ich ihn ja vorne mit dem Fahrrad dabei und wir sind dann losgefahren. Ich wusste schon, ihr habt die Telefonnummer noch von E.T. Weißt du noch, wie man nach Hause telefoniert. Wir telefonieren lediglich miteinander. E.T. Crash landet auf der Erde, wenn ich mich richtig erinnere. Deswegen hat er zurückgelassen.

01:36:43 Und er möchte eigentlich nur nach Hause und wir Menschen machen natürlich irgendwelche grauenvollen Experimente an ihm. Genau. Ja und? Die Frage, kann man sowas überhaupt ranken? Ist das vielleicht mehr Kult als alles andere? Natürlich. Ich weiß nicht, was der Chat ist. Ich glaube der Chat ist E.T. Fan ehrlich gesagt. Wo ist Alf? Der hat Millionen vertelefoniert. Mich würde interessieren, wie Herr Lesch E.T. einordnen würde. Das ist ein netter Film.

01:37:09 Alf ist für mich, ich habe Alf nie gesehen. Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, ob du Alf nehmen kannst. Rocky würde Weizenbier trinken. Wo ist Alf? Harry, bitte mehr singen. Das lockt auch Aliens an. Oder vertreibt sie. Bitte ausprobieren.

01:37:23 Also, Sie schreien alle alt. Ihr merkt doch, wie erkältet ich bin. Harald kann jetzt nicht 14 Weizen trinken, das geht nicht. Das geht ja momentan gar nicht. Harald, bitte mehr singen. Also, wir setzen noch E.T. irgendwo hin, Harald. Wo kommt er hin? Also, ich denke, er muss irgendwo neben Spock. Er muss eigentlich zu Spock. Ja, ich meine, je menschlicher diese E.T.s werden, die Externe ist ja umso besser.

01:37:47 Wir können mit den anderen auch irgendwie gar nichts anfangen. Nicht so viel anfangen, ja. Jetzt sitzt er mit so einem Monster da oder mit dem Ozean, mit dem kannst du nicht kommunizieren. Die machen auch, glaube ich, die Geschichte endet ohne irgendeinen Resolve, das ist einfach nur schrecklich. Die Frogs, die haben kein Interesse an Kommunikation. Gut, und die Hepta-Pots haben das Problem mit dem Lötkolben. Jetzt ist natürlich die Frage, jetzt haben sie natürlich alle geschrien, Alf fehlt. Ich kann den schlecht einordnen, weil ich den wirklich ganz schlecht kenne.

01:38:15 Fehlt dir ein wichtiges Alien auf dieser Liste, wo du sagst, das muss da eigentlich dazu? Also ich habe jetzt schon eine ganze Weile überlegt, wo mein S wäre. Also was wäre so mein S? Dein S-Tier-Alien? Also ich glaube, mein S wäre...

Mensch als 'bestes Alien'

01:38:32

01:38:32 Ja, ein Mensch. Das ist für mich... Das beste Alien. Also für die Außerirdischen sind wir ja Außerirdische. Und ich kann einfach verdammt wenig mit so allgemeinen Konzepten anfangen, sondern es ist immer etwas, also so eine Erfolgsgeschichte, eine planetaren Evolutionsgeschichte, das ist für mich eigentlich die Variante, die mich am stärksten...

01:38:59 Und Geschichten, die was von Menschen erzählen oder von Menschen ähnlichen Aliens, das wären die Geschichten, wo ich sagen würde, das kann passieren. Weil zu uns zum Beispiel käme auch keine Truppe, die jetzt zum Beispiel Ammoniak atmet. Ja, oder ein Ozean ist. Da kommt nicht viel über raus. Also wenn jemand, dass die überhaupt sagen würden, da ist Leben, dann muss die ja so einen Stoff wie Sauerstoff, der ja auch im Pärionssystem der Elemente ganz...

01:39:28 wichtige Eigenschaften hat, nämlich der beste Elektronenakzeptor, der unter vernünftigen Bedingungen verwendet werden kann. Deswegen ist die Atmung so wahnsinnig effizient, deswegen sind wir so leistungsfähig, weil wir eben nicht irgendwie davon leben, was wir alles nur essen, sondern vor allen Dingen von der Atmung. Also das heißt... Ich weiß gar nicht, wer von denen wirklich Sauerstoff atmet. Spock atmet sicher Sauerstoff? Ja, ganz sicher sogar. Die Tee auch, weil der hat keine Maske auf. Die Frogs, glaube ich, atmen das nicht. Ich glaube, die Sinomorphs haben so eine ganz wilde Biologie. Gut, die Mars... Die auch.

01:39:57 Die haben ja ihr Ding auf, die ablen keinen Sauerstoff. Aber was wollen die auch bei uns? Was wollen die bei uns? Uns aussaugen. Jetzt kannst du dich natürlich fragen, überhaupt, mal angenommen, wir würden die Außerirdischen tatsächlich, wir würden mit denen in Kontakt treten, dann sind das Wesen, die hierher gekommen sind und technologisch uns haushoch überlegen sein müssen? Ja.

01:40:19 Willst du mit Lebewesen in Kontakt treten, die dir haushoch überlegen sind? Auf der Erde hat das nicht so gut funktioniert. Das ist natürlich schwer, den Vergleich zu ziehen, aber technologisch jemand, der allein schon Waffen besitzt, denen du nichts entgegenzusetzen hast. Da kommt ja auch diese dunkle Waldhypothese her. Dieses, willst du überhaupt gehört werden? Ist es nicht sinnvoller, nicht zu ...

01:40:45 Nichts zu sagen, nicht aufzufallen, weil sonst kommen die Frogs vorbei oder sonst irgendwer. Besser ist, den Ball flach zu halten, sich gar nicht bemerkbar zu machen, denn wenn es interstellar reisende Zivilisationen gibt,

01:40:58 Dann kennen die alle die Geheimnisse des Universums, die wir auch schon kennen, mindestens. Dann kennen sie die allgemeine Relativitätstheorie, kennen die Relativitätstheorie und wissen, wenn sie mit Anhäherndlichtgeschwindigkeit fliegen, sie können nie wieder nach Hause. Es sind immer Leute, die nur nach vorne denken. Die brauchen Ressourcen. Also das heißt, keine Ahnung was für welche, aber sie brauchen Ressourcen.

01:41:18 Die kriegen Sie immer nur auf Felsenplaneten, nicht in Gasplaneten, weil da ist der Druck so stark, dass alles kaputt geht. Da wäre unser Planet momentan eher so eine kleine Imbistelle. Ja, da war natürlich viel zu bieten. Also vielleicht, ich muss jetzt mal gucken bei unserem Chat, nicht, dass noch was ganz Wichtiges vergessen wurde. Weißt du, die andere Variante wäre ja, die anderen sind so schlau geworden durch ihre ganze Forschung.

01:41:44 Dass sie dem Rest des Universums mitteilen wollen, was nun eigentlich gefallen ist.

01:41:50 Ah, ja Perry, mein Liebling. Gibt's noch nicht einen Alien? Gucki der Mausbiber? Gucki der Mausbiber, ja. Was ist das? Gucki der Mausbiber, den schreibe ich jetzt. Gucki der Mausbiber, das sag ich dir. Gucki der Mausbiber. Erzähl mir von Gucki der Mausbiber. Ach Gott, das ist schon so lange her. Das war, glaube ich, jemand, der telepathisch tätig war. Kann mir mal jemand helfen, was konnte Gucki der Mausbiber? Da gab es doch Echotolotos. Also komm, Leute, Adlan, ja, das war doch der eine.

01:42:18 Mein Gott, Atlan, das war doch die Atlanter. Das war doch der, der gehörte doch zu denen, die Periode auf den Mond als Erster getroffen hat. Gucki, der Mausbücher. Genau. Wo kommt Gucki hin, Harald?

01:42:31 Ja, natürlich mindestens auf A. Mit zu Spock und E.T. Ja, ja, genau. Werte Menschen auf A gesetzt, nur weil die so viel Mist mit den Planeten anstellen. Ist das wirklich ein Mausbiber? Ja, das ist irgendein Außerirdische. Das habe ich total vergessen. Ich habe schon so lange mit dem Harry Rodan zu tun gehabt. Was ist mit Schweinen im Weltall? Auch gut. Borg!

01:42:52 Und KI, jetzt kommen wir doch endlich hin. Ich finde die Gestank, das sind Maschinen, die losgeschickt wurden. Genau, genau, genau. Oh, Andromeda Strain. Hast du den gesehen? Das ist ein wilder Film, ist auch uralt. Und das ist wie so eine Krankheit, die sie dann finden. Also so wie KI. Also es gibt viele Aliens natürlich. Wir können natürlich nicht alle ranken. Ich bin ganz zufrieden mit unserem Board. Ich finde es eigentlich fast symbolisch, der Mensch.

01:43:21 Eigentlich an beiden Situationen. Auch Elli trifft ja eigentlich einen sehr menschlichen Charakter. Der Mensch auf S. Ich meine, es ist einfach eine Situation, die wäre ja total irre. Wir haben es ja vorhin schon gesagt. Die wäre total irre. Man hat es mit Wesen zu tun, die irgendwie ganz anders sind.

01:43:42 Das wäre schon mal, sagen wir mal, auf der rein materiellen Ebene wäre das schon mal gut, wenn die hier nicht herkämen, dann würden die, wenn die so schnupfen hätten wie ich, einmal niesen und die Sache wäre gelaufen gewesen. Das wäre es also nicht gewesen. Das kann also nicht sein. Und dann haben sie natürlich auch möglicherweise eine Logik, die eine ganz andere ist als die wir, die wir haben. Und dann sind wir bei dem Thema, wir haben mit KI, haben wir unsere eigenen Außerirdischen geschaffen. Die sind uns haushoch überlegen, wir verstehen nicht, was es ist. Und aktuell.

01:44:10 Entdeckt die KI uns ja. Also mit all dem, was wir ins Netz so schicken, kann die KI ja alles entdecken. Und die haben ja inzwischen auch schon so Kommunikation untereinander zugenommen. Jetzt sind sogar die KI-Züchter, muss man ja schon sagen, ganz aufgeregt. Oh Gott, oh Gott, oh Gott. Also ich glaube, diese Maschinengeschichte, das ist etwas, womit wir uns beschäftigen müssen, dass nämlich Maschinenevolution nicht nur auf einem Planeten stattfindet, also von biologischer Evolution hin zu Maschinen, sondern...

01:44:37 auch im Universum, dass wenn es mehr Planeten von der Sorte gibt wie unseren, dann können die natürlich auch ganz verschiedene technologische Entwicklungsstufen erreicht haben, wo die schon längst mit KI unterwegs sind. Wo dieser Maschinenschritt schon längst gegangen wurde. Genau, und wenn das so wäre, und wenn wir jetzt mal anschauen, was aktuell schon bekannt ist, es gibt einen Begriff, der heißt Collective Cognitive Surrender. Kollektive Cognitive Surrender.

01:45:01 Kapitulation. Das heißt, wenn du dich mit KIs, wenn du alle deine Probleme von der KI lösen lässt, dann geht dein Gehirn, dann denkst du nicht mehr, if you don't use it, you lose it, dann war es das eben. Und wenn das auf anderen Planeten genauso passiert ist, dann könnte das auch ein Grund sein, weshalb sie uns nie besucht haben, weil die KI sagt, brauchen wir nicht. Das ist vielleicht nochmal eine gute Frage für den Chat. Ich glaube, wir können nochmal so eine kleine Umfrage starten.

01:45:25 Das ist nämlich tatsächlich eine Frage, finde ich, dieses Wertes zu stellen. Soll man sich überhaupt aktiv melden? Also wenn ihr der Meinung seid, wir sollten uns aktiv bei Aliens melden, wir haben ja schon mit Voyager was rausgeschickt, wir sollten zeigen, dass wir hier sind, schreibt mal eine Eins. Und wenn ihr sagt, nein, lieber Ball flach halten, lieber nix sagen, lieber nur horchen vielleicht, gebt das mal eine Zwei. Denn das ist tatsächlich eine Diskussion, die geführt wird. Also sollten wir uns melden? Genau, wir wissen nicht.

01:45:53 Ja, okay. Das ist eine gute Frage. 2, 2, 2. Jetzt ist die falsche Chat-Challenge hier drin, das macht aber nichts. Was heißt hier 2? 2 ist, dass wir uns nicht melden sollen, glaube ich. Okay. Also das ist, ja genau, das ist uns sehr, ich würde fast sagen 50-50, wir werden es gleich sehen. Topf schlagen Minen, fällt besser nicht. Ja genau, 1 ist ja, 2 ist nein, schauen wir mal, was die Leute sagen.

01:46:20 Ich weiß es nicht. Ich bin eigentlich der Meinung, wir können gar nicht verhindern, dass man uns hört. Wir schicken ja passiv schon Radiostrahlen raus. Ich weiß nicht, bist du Team? Nur horchen, nix sagen, nix anfassen?

01:46:39 Ich will es mal so sagen. Wenn ich mir anschaue, welche Optionen wir auf der Welt hätten, friedlich miteinander zu leben. Und ich glaube, dass 99 Prozent der Menschheit tatsächlich nichts anderes im Kopf haben, als eigentlich in aller Ruhe friedlich zu leben, sich mit ihren Familien einfach gesund und friedlich zu leben. In welchem Zustand aber tatsächlich einige Leute...

01:47:01 unsere Menschheit bringen können, durch ihren Wahnsinn, durch ihren Narzissmus, ihren Egoismus, ihre katastrophale Bösartigkeit usw., dann scheint es ja so zu sein, als wenn ein paar ausreichen würden, um das Schicksal einer Zivilisation ganz dramatisch zu beeinflussen. Also nach dem Motto... Nein, gewinnt auch gerade hier. Weil nach dem Motto...

01:47:23 Ein Tropfen Tinte kann 100.000 Liter Wasser verseuchen. Und deswegen, es ist so wahrscheinlich, dass du auf etwas triffst, bei Außerirdischen, was entweder von denen aus das Üble ist, also wirklich eine Katastrophe, oder aber was für uns auf jeden Fall eine Katastrophe wäre, weil wir entweder nicht so weit sind, wir mit den...

01:47:46 mit den Batterien, Batterien sei schon, Bakterien nichts anfangen können und so weiter. Es gibt aber noch eine Variante, das muss man einfach mal sagen, die stammt so aus der Anfang der SETI-Zeit, Search for Extraterrestrial Intelligence. Das ist die Idee vom Galaktischen Club. Das ist die Idee, eine Zivilisation muss durch verschiedene Flaschenhälse durchkommen und wenn sie diese Aufgaben alle gelöst hat, dann geht eines Tages die Tür auf.

01:48:11 Der Galaktische Club begrüßt uns und endlich sehen wir, wie es wirklich ist. Ich werde nie vergessen, ich habe in einem der ganz Großen dieser Zunft, Sebastian von Hörner, vor vielen, vielen, vielen Jahren ein Interview geführt. Und da hat er mir genau das erklärt. Wissen Sie, Herr Lesch, wir müssen vielleicht noch 5000 Jahre suchen.

01:48:28 damit die anderen merken, wir sind wirklich daran interessiert, sie zu finden. Und dann sagen sie jetzt doch. Und dann, so, jetzt haben wir euch. Also so wie es jetzt ist, glaube ich, aktuell sind wir weit weg vom galaktischen Club. Aber vielleicht wird das mal wieder was. Also vielleicht in den 90er Jahren, wo alle der Meinung waren, wir sind nur von Freunden umzingelt.

Fermi-Paradoxon und Lösungen

01:48:47

01:48:47 Da war mal so ein Moment vielleicht, wo man sagen würde, ah, aber dann wieder. Also ich glaube, nein hat gerade auch gewonnen. Die Leute sind schon eher vorsichtig, wegen wem wir sagen, dass wir hier sind.

01:48:59 Wir haben, um vielleicht zu unserem nächsten kleinen Punkt zu kommen, den wir noch vorbereitet haben, wir haben natürlich Nachrichten aus dem Universum erhalten. Nicht aus dem richtigen Universum, sondern aus dem Twitch-Universum von unseren Kollegen. Weil wir sind ja jetzt auch Twitcher, Harald, du und ich. Und da hat sich zum Beispiel der Reese gemeldet. Die wollten nämlich ein paar Sachen von dir wissen, natürlich auch in Bezug zu Aliens. Da dürfen wir aber nochmal Kopfhörer fragen.

01:49:27 Und schauen wir mal, was für Fragen sich im Twitch-Universum so auftun.

01:49:34 Da ist der gute Mann. Hallo. Hallo Herr Lesch, ich bin großer Fan von Ihnen und auch großer Fan von Star Trek. Deswegen geht meine Frage in diese Richtung. In Star Trek gibt es ja die oberste Direktive, also dass man als Föderationsmitglied Zivilisationen, die sich gerade entwickeln etc. in Ruhe lassen soll und sich da nicht einmischen darf.

01:49:57 Aber sie betonen ja auch immer wieder, dass jetzt in unserer Menschheitsgeschichte die Entdeckten oft eher den Kürzeren gezogen haben. Und deswegen würde ich von Ihnen gerne wissen, glauben Sie, dass der technische Fortschritt eine Zivilisation irgendwie weiser macht oder die Weisheit bringt in diesem Aspekt? Oder ist das in Star Trek einfach ein reines Wunschdenken? Was sagst du?

01:50:23 Also ich habe den Eindruck, dass Technologiefortschritte nicht unbedingt sich in Weisheiten niederschlagen. Sondern solange sie ökonomisch vor allen Dingen eine Rolle spielen, also wirtschaftlich zur Rendite, haben sie immer ganz stark damit zu tun, wie man diese Rendite unmittelbar verwenden kann. Und dann ist meistens auch Ressourcenverbrauch. Also ich glaube nicht, dass Technologie uns weiser macht in der Art und Weise, wie wir handeln.

01:50:52 über moralische Diskussion, über Diskussion, wie wir leben wollen, glaube ich, viel eher dazu kommen, an die Werte, die uns ausmachen. Also nicht die Messwerte entscheiden darüber, wie wir leben, sondern die Werte, nach denen wir... Und das sind keine Messwerte. Also ich würde, ich fürchte, dass Technologie uns im Zweifel einfach zu viele Optionen gibt und es wäre schön, wir könnten uns bei allen technologischen Fortschritten auf so eine Art von, ja...

01:51:18 So wie es die Vereinten Nationen zum Beispiel getan haben, die Karte der Menschenrechte, aber auch diese Sustainability Goals, dass wir alle auf diesem Planeten leben, dass wir alle, schau auf diesen Planeten und erkenne, das ist die einzige Welt, die du hast. Das wäre weise. Und wenn, also insofern glaube ich leider nicht an die...

01:51:38 An die heilende Wirkung der Technik. Teilweise. Ich meine, wenn du sagst, schau auf den Planeten und erkenn, was du hast, das geht ja auch nur mit Technologie. Ich kann diesen Overview-Effekt ja nur erreichen, wenn ich eine Rakete baue, in den Orbit fliege und dann auf die Erde gucke. Da hast du recht. Das bedeutet aber, Technik ist in der dienenden Funktion, damit wir mit unserem Bewusstsein in der Lage sind, zu erkennen.

01:52:04 was dieses Foto bedeutet. Ansonsten wäre es nur ein Foto. Aber es bedeutet für uns ja was. Und diese Fotos, die Artemis produziert hat, sind ja atemberaubend. Wahnsinn, ne? Wundervoll. Ich glaube, der Mensch, der aus dem Fenster, also die Erde fotografiert von der Artemis, toll, richtig? Der Mensch, der aus dem Fenster guckt, auf die Erde, das ist das Foto, finde ich. Wo man wirklich merkt, so, oh, das bedeutet was. Aber auch so Pale Blue Dot, ne? Also ich glaube, ich würde dir da zustimmen. Ich finde das richtig, was du sagst. Und das sind die Werte.

01:52:33 Und das sind keine Messwerte, nach denen du lebst. Aber Technologie ermöglicht dir gewisse Dinge, auf deinem Planeten zu schauen. Aber das reicht halt noch nicht aus, offensichtlich. Also das wird auf jeden Fall für die Entwicklung von Gesellschaften ist es, glaube ich, wichtiger, sich nicht nur eben der rein ökonomisch-technischen Entwicklung hinzugeben, sondern sich zu überlegen, wer wollen wir sein? Zum Beispiel hier in Europa, wer wollen wir sein? Nach welchen...

01:52:59 Nach welchen gemeinsamen Werten wollen wir hier leben? Wie gehen wir miteinander um? Sicherlich nicht so, wie auf anderen Kontinenten umgegangen wird miteinander, das darf man auf keinen Fall, sondern wir sind der Kontinent, auf dem Menschenwürde, Solidarität, Gemeinwohl orientiert und so weiter eine wichtige Rolle spielt. Der Papst hat es jetzt gerade in Metz eigentlich gesagt, Europa hat die unglaubliche Chance, dafür zu sorgen, dass die Welt nicht barbarischer wird. Wir haben noch eine zweite Frage, müssen die Kopfhörer hier immer...

01:53:27 Ein Auf und Ab der Kopfhörer. Also das ist vom lieben Sepp von SpeedSmith. So, schauen wir mal, ob es bei dem auch so ethisch wird.

01:53:40 Erstmal ein großes Dankeschön an Sie, Herr Lesch, für die grandiosen Inhalte, die Sie erstellen und wie nahbar und zugänglich Sie komplexe Themen machen für einen. Ich bin selber großer Fan und habe schon viel von Ihnen gelernt, deshalb erstmal Dankeschön. Und meine Frage geht in die Richtung, woraus könnten Aliens noch bestehen, wenn nicht aus Kohlenstoff? Weil ich habe mir irgendwo aufgegriffen, dass es gar nicht notwendig wäre, beziehungsweise auch gar nicht Wasser als Versorgung.

01:54:07 notwendig macht. Also was für Freiheiten bietet das der Vorstellung, wie Aliens aussehen könnten, wie sie aufwachsen, wo sie leben können? Das heißt, sie würden ja ganz anders aussehen wie unsere klassischen Bilder von Aliens. Was gibt's da für Möglichkeiten? Was könnte man sich da Craziness vorstellen? Tja.

01:54:27 Darüber haben wir schon gesprochen, ne? Alles crazy. Er kann sich alles vorstellen, was irgendwie... Was er möchte. Es muss nur so sein, dass in einem Lebewesen ja so ganz grundlegende Bedingungen herrschen müssen. Nämlich, dass die Prozesse, die das Lebewesen abbauen, balanciert werden durch die Prozesse, die das Lebewesen aufbauen. Man muss also dafür sorgen, dass das Lebewesen niederentropische Nahrung aufnimmt.

01:54:49 hochentropische Abfälle abgibt, also diesen Entropie-Export, das ist etwas, was ein Lebewesen charakterisiert, ganz egal, aus was es zusammengesetzt ist. Ansonsten nämlich, wenn es diese Entropie, die in ihm entsteht, behalten würde, würde es einfach zerfallen.

01:55:03 Das heißt, wir sind ja insofern thermodynamisch was Besonderes, als wir offene Systeme sind. Wir nehmen Materie und Energie auf und geben Entropie ab in Form von Strahlung, von hochentropischen Abfällen und so weiter. Und damit können wir diese Ordnung, die in uns stattfinden müssen, damit wir leben können, über die Zellen, die Organisation von Zellen, überhaupt aufrechterhalten. Leben ist ja auf jeden Fall ganz allgemein eine besondere Organisationsform von Materie. Und Organisation bedeutet Arbeit.

Galaktischer Club und Schutz

01:55:30

01:55:30 Für Arbeit musst du Energie aufwenden. Also, das heißt, diese ganz elementaren Dinge, ganz unabhängig davon, wie die aussehen, die müssen auf jeden Fall erfüllt sein. Also Nahrungsaufnahme, Abgabe von Abfällen, eine Oberfläche zu haben, die sich nicht mit der Umwelt verschmilzt, weil du brauchst genügend Informationen, um diese Ordnung-zu-Ordnung-Prozesse immer wieder zu wiederholen. Du brauchst sowas wie Zellen, Arbeitsteilung, Organe und so weiter. Also alles das, was wir darstellen, ist ja kein Zufall, sondern ist das Resultat von sehr...

01:56:00 lange evolution und es ist immer nur erfolg also wir sind eine aneinanderragung von erfolg und deswegen kann ich ihm nur sagen alles andere können sich überlegen was sie wollen aber dass wir zwei augen haben die empfindlich sind für das licht des sterns den wir umkreisen kein zufall es hat vor 800 900 millionen jahren bei den kordatierchen angefangen dass nämlich die signal auf einmal von bestimmten zellteilen verarbeitet worden sind dass wir sensoren haben für die schwingung des luftmeeres auf dessen boden wir leben ist auch kein zufall

01:56:29 Das hier ist zum Beispiel... Der Daumen, von dem wir vorhin gesprochen haben. Das ist eine unvorstellbare Maschinerie. Und dass man dann merkt, zum Beispiel, dass die Hand, nämlich das Begreifen in unserem Hirn so abgebildet ist, in unseren vorderen Stirnlappen praktisch eine Projektion, dass das Begreifen ein tatsächlicher...

01:56:49 Projektion im Gehirn hat. Das ist schon mal eine sehr starke Brücke. Und egal, wie diese Lebewesen aussehen, die müssen, damit sie funktionieren können, erfolgreich, müssen sie ganz ähnliche Strategien entwickelt haben. Das heißt, wir hatten ja vorhin schon gesagt, kann man sich schon vorstellen, aber Wasser und Kohlenstoff ist schon eine gute Kombination. Das muss man erst mal toppen können. Wir haben noch eine dritte Frage, Harald, und zwar von Maxim. Da wird es ein bisschen spacey. Schauen wir mal.

01:57:18 Was da kommt, Achtung. So, da ist der liebe Maxim. Hallo lieber Harald. Ich bin natürlich der absolute Super-Ufologe und habe mich damals auch sehr, sehr viel damit beschäftigt. Ich fand es total cool, natürlich die X-Akten und so weiter geguckt. Das heißt, alles, was mit Elend zu tun hat, ist absolut schwerstmehrfach fantastisch. Aber...

01:57:40 Was sagst du zu diesem Fermi-Paradoxon? Das bedeutet, wir haben ja noch nichts gesehen. Es ist auch sehr unwahrscheinlich, dass wir was sehen werden. Dazu würde ich gerne die eine oder andere Info haben. Das bedeutet, in meiner Lebzeit werden wir alle zu unserer Lebzeit jedenfalls irgendwelche Infos zu der Galaxis, zu den Galaxien da draußen bekommen, ob es jemanden so klugen gibt wie mich oder so wie die Menschen wenigstens. Tschüss.

01:58:08 Maxim, du bist der Größte. Das ist ganz klar. Also ich vermute, so etwas wie dich, das gibt es nur einmal. Wahrscheinlich. Das wird schwierig. Also wenn du dich nicht vermehrst, dann wird es schwierig werden. Da musst du schon noch was tun. Also Spaß beiseite, das berühmte Fermi-Paradoxon, was ja Fermi wahrscheinlich nie gesagt hat. Das ist ja alles nur eine Erfindung von ein paar Leuten. Ja, ist das eine Erfindung? Ja, in Wirklichkeit, glaube ich, ist das ein Kantinengespräch gewesen von anderen.

01:58:35 Und Fermi war daran nie beteiligt, aber da müsste man meinen Freund Harald Zaun befragen. Aber nehmen wir es mal, weil es einfach gut ist. Fermi hätte ja folgendermaßen argumentiert, es gibt so viele Sterne, da gibt es auch viele Zivilisationen und dann haben die sich auch natürlich entwickelt.

01:58:52 Und dann hätten die schon längst hier sein müssen. Das war die Idee. Wo sind denn alle? In den 60er Jahren gab es dann so Virusberechnungen. Und in den 70er Jahren, wie lang sich so eine intelligente Zivilisation, denn wie lang die brauchen, sich auszubreiten und so weiter. Und je nach Berechnungen der sogenannten Drake-Formel, wie viele Zivilisationen es denn nun mal gibt, müssten hier eigentlich ständig sich die Außerirdischen sozusagen die Klinke in die Hand geben. Die müssten hier schon anstehen und wir haben schon so eine kleine Warteschlange im Orbit. Lösung für das Fermiparalism. Erstens, wir sind allein im Universum.

01:59:21 Zweitens, wir sind die ersten in der Milchstraße, die anderen kommen noch. Es gibt einfach noch nicht genügend schwere Elemente in der Milchstraße, braucht man eben nicht nur 9 Milliarden Jahre, sondern vielleicht 20 oder 30 Milliarden Jahre. Darüber haben wir nämlich auch gar nicht gesprochen. Einer muss ja der erste sein. Sonne, zweite, dritte Generation Stern. Wir sind jetzt nicht ganz spät im Universum aufgetaucht. Erste Generation Sterne, keine schweren Elemente, wie du sagst, keine Planeten.

01:59:50 Ja, vielleicht sind wir die übertechnologisierten Aliens, die eines schönen Tages, die anderen. Die Rare Earth Hypothese. Dann gibt es natürlich die wunderschöne Interpretation des galaktischen Zoos, dass es also so große Intelligenzen in der Milchstraße gibt und die sorgen dafür, dass eben so Planeten wie unsere, wo das Leben gerade erst sprießt, so die ersten Anzeichen von Leben da sind und die ersten Fortschritte. Ah, jetzt haben sie Physik entwickelt, guck mal da, jetzt fangen sie an mit der globalen Erwärmung.

02:00:19 Wenn sie das schaffen, dann könnte es ja. Das sind die mit dem Club. Genau, das sind die. Und atomare Holocaust haben sie auch verhindert. Ja, so die ersten Tests haben sie bestanden. Aber die wissen noch gar nicht, was es für einen galaktischen Zehnkampf gibt, den man da noch bestehen muss. Und deswegen sind die UFO-Sichtungen, sind alles nur so, das sind die Wärter, die gucken, dass wir in Ruhe gelassen werden von irgendwelchen Übelkämen. Ach so, wir werden geschützt sozusagen. Also das sind so die, sagen wir mal, die ganz klassischen Dinger.

02:00:45 Die andere, die einfache Variante wäre einfach, es gibt eine ganze Menge von Planeten, aber es gibt kaum Planeten mit hochentwickeltem Leben.

02:00:54 Also es gibt lauter Planeten, bewohnt von Bakterien. Massenhaft auf unserem Planeten Erde, unter den paradiesischen Bedingungen hier hat es trotzdem so lange gedauert, bis jetzt mal es dann dazu gekommen ist. Und hat auch ein Reset gebraucht. Die Dinosaurier haben das hervorragend gemacht. Da hat niemand angefangen Astronomie zu betreiben. Die haben den ganzen Planeten beherrscht und dann mussten die aber erstmal ganz weg, damit wir anfangen konnten.

02:01:19 Wir als Säugetiere verdanken unser Dasein und Hiersein und Sosein nur diesem Einschlag. Aber schon der Beginn der Erdgeschichte mit dem Einschlag eines Körpers, der doppelt so schwer war wie der Mars und dann zum Mond geführt hat, hat den Planeten Erde so nachhaltig verändert. Da gibt es große Gasverluste. Es gab die Änderung der Rotationsachse. Es gab die Änderung der Rotation dadurch, dass der Mond und die Erde sich gegenseitig anzieht.

02:01:42 Wenn dieser Einschlag nicht gewesen wäre, wäre die Erde wahrscheinlich so was wie eine Venus geworden. Mit sehr, sehr viel Goldioxid in der Atmosphäre, einem galoppierten Treibhauseffekt, die Sache wäre gelaufen gewesen. Und wenn man sich dann überlegt, wie groß die Abstände sind zwischen kosmischen Objekten, die Erde hätte längst weg sein können und dann kommt der Einschläger. Oder der Einschläger kommt und die Erde ist noch nicht da. Das heißt, das Ganze ist eine unglaubliche Goldilocksituation. Das muss alles ganz genau stimmen und dann merkt man erst,

02:02:12 Das heißt, dass höhere Lebewesen so spezielle Bedingungen an einen Planeten stellen, dass es sein könnte, dass wir einfach zu einer Sorte von Planeten gehören, bei denen nicht nur die ganzen Bedingungen erfüllt sind, sondern das könnte man noch viele andere dazu schreiben. Und das ist eben extrem selten.

02:02:29 Deswegen auch die Verantwortung für Lebewesen, die festgestellt haben, was alles nötig ist für ihren materiellen Aufbau, was alles nötig ist, damit sie sein können. Und das haben sie festgestellt, weil sie Wissenschaft betreiben, sodass die Erkenntnis nicht nur eine Erkenntnis ist, die man in sich behält, sondern dass die zur Konsequenz hat, die Verantwortung zu haben, wir machen diese Fehler, die wir in der Vergangenheit gemacht haben, die machen wir nicht mehr, damit die anderen...

02:02:53 die nach uns kommen, die noch gar nicht da sind, auf diesem Planeten leben können und vielleicht eines Tages einen gewaltigen Phasensprung, von dem etliche Science-Fiction-Autoren auch irgendwie träumen, durchlaufen und auf einmal vielleicht tatsächlich der galaktische Club aufgeht. Aber da musst du auch lang genug da sein.

02:03:08 So lange gibt es ja uns Menschen noch gar nicht. Und eine galaktische Rotation dauert 250 oder 220 Millionen Jahre. Und wir sind ja kaum auf der Welt. Also bitteschön. Das ist aber auch ein Punkt, finde ich, von wegen Fermi-Paradoxon, wenn man jetzt davon ausgeht, naja, die müssten ja bei uns Schlange stehen, wir sind doch jetzt schon länger hier. Wir waren vorhin bei der Lichtgeschwindigkeit und beim Radio. Wie lange betreiben wir denn schon Radioastronomie? Wie lange senden wir denn schon Radiowellen aus? Grob 100 Jahre. Das heißt 100 Lichtjahre.

02:03:37 ist das maximal von uns weg. Da muss man aber schon einen sehr guten Detektor haben, um das noch zu messen. Und das ist ja in der Galaxie 100 Lichtjahre gar nichts. Also das ist für mich die Lösung des Fermi-Paradoxons. Mein Gott, wenn es zehn Zivilisationen in der Milchstraße gibt und die sind halbwegs gleichmäßig verteilt.

02:03:55 Wer sagt denn, dass unsere Signale, unsere Suche irgendwie bei denen schon angekommen wäre? Also man darf diese Größenordnung am Ende nicht vergessen. Lille Plomstie, was ein Phasensprung ist, ist wirklich eine radikale Veränderung von einem Zustand in den anderen. So wie von Eis zu Wasser oder von Wasser zu Dampf. Also wirklich ein Sprung von was ganz in was ganz neu. Ein Paradigmenwechsel. Eine völlig andere Geschichte. Wenn wir so drüber sprechen, wo sind denn die Aliens und man stellt sich das ja so vor, dass die irgendwie bei uns an der...

02:04:24 Tür anklopfen. Und ich glaube, das ist der eine Punkt, den haben wir jetzt vorhin nur so ein bisschen gestriffen. Ufos, Harald. Du hast ja gesagt, diese Ufo-Geschichte war ursprünglich auch mal dein Start in diese Fernsehphysiker-Karriere. Du hast ja mal eine Sendung gemacht zu Ufos. Eine etliche Ufo-Sendung, ja genau. Ich habe immer wieder mal was über Ufos gesagt.

UFOs und wissenschaftliche Aufklärung

02:04:45

02:04:45 Das große Problem ist, dass mit der UFO-Hypothese als einer Hypothese, das seien die Raumstiffe von Außerirdischen, das ist eine Maximalhypothese. Also ganz kurzer Ausflug in die Erkenntnistheorie. Als kritische Rationalisten können wir immer sagen, kühn in der Hypothese, scharf in der Überprüfung. Das heißt also, wenn jemand so eine kühne Hypothese anstellt, dann muss es aber auch wirklich ganz genau nachgewiesen werden, dass es stimmt. Und da gibt es leider Gottes noch nie, das ist noch nie passiert.

02:05:13 Die, ist das sehr genau, außergewöhnliche Behauptungen erfordern außergewöhnliche Beweise. Ganz genau, ganz genau, ja. Ich würde gerne, es gab nämlich vor kurzem eine Terra X High Flash zu den UFOs.

02:05:25 Die könnt ihr natürlich im ganzen ZDF-Streaming sehen. Da könnt ihr natürlich alle möglichen Sendungen sehen, aber unter anderem auch diese schöne Sendung. Die schauen wir uns hier natürlich nicht im ganzen an. So viel Kapazität haben wir, glaube ich, auch alle gar nicht mehr. Aber es gibt einen schönen Ausschnitt, der euch einerseits erzählt, wo ihr euch hinwenden könnt, wenn ihr wirklich mal ein bisschen gesehen habt. Und da gibt es am Schluss ein ganz tolles Beispiel für so ein Unexplained, was ist das? Unknown, Unexplained? Unexplained. Flying Object. Genau.

02:05:54 Die Kopfhörer müssen wieder dran. Das sind die U-Ups. Aber jetzt muss ich gucken, dass ich das Richtige aufmache. Das sind ja auch tolle Leute. Die sind toll, die sind ganz spannend. Da kann man ganz viel lernen von den Leuten, die versuchen, UFOs mit ernsthaft wissenschaftlicher Akkuratesse, wie ist das das Nomen dazu,

02:06:23 zu überprüfen. Genau. Genau, und da gibt es eben hier die Stelle. Lützelbach in Hessen. Hier sitzt CENAP, das zentrale Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene.

02:06:40 Deutschlands Anlaufstelle Nummer 1 für Unerklärliches im Himmel wird von Hans-Jürgen Köhler betrieben. Bürgerinnen und Bürger, die etwas vermeintlich Außerirdisches entdeckt haben, können ihre Sichtung hier rund um die Uhr melden.

02:06:58 Und dann geht Köhler auf Spurensuche. Ehrenamtlich, versteht sich. Er untersucht die eingehenden Berichte, Fotos und Videos auf ihren Echtheitsgehalt. Dabei nutzt er Daten der deutschen Flugüberwachung, von Sternwarten und der ESA. Eine Detektivarbeit, die sich lohnt, denn für die allermeisten Phänomene lassen sich Belege für eine plausible Erklärung finden.

02:07:26 Außerirdische hat er noch nie entdeckt. Für UFO-Gläubige gilt Köhler deshalb als Widersacher. Er selbst bezeichnet sich aber nicht als Skeptiker. Köhler möchte keine Träume zerstören, es geht ihm nur um die Aufklärung.

02:07:46 Aber das ist genau der Punkt. Du musst es halt ernsthaft machen. Du musst schon auch in der Lage sein zu sagen, ich habe nichts gefunden. Also für die Wissenschaftskommunikation wäre das eine ganz wichtige Institution, wenn wir so etwas hätten, wo es nicht ehrenamtlich gemacht wird, sondern wo Forschungseinrichtungen sagen würden, dafür geben wir Geld. Und zwar nur, um immer wieder zu informieren, um den Auftrag ernst zu nehmen, wir werden von Steuermitteln finanziert.

02:08:11 Und es gibt so viel Interesse daran an dem Thema, dann nehme ich doch dieses Thema als Vehikel und kann zugleich auch über die eigene Forschung erzählen. Ja, genau. Also so muss man das machen, so muss man das angehen. Die Notwendigkeit hierfür stellen Köhler und sein Mitstreiter Werner Walter bereits in den 1970er Jahren fest.

02:08:33 Bei einem Kantinenessen berichtet Walter seinem Freund von einer UFO-Sichtung. Ein rotes, dreieckiges, leuchtendes Objekt am Nachthimmel. Von Neugier gepackt beginnen die beiden nachzuforschen. Seine jüdische Erklärung des Rätsels Lösung offenbart sich auf einem Militärgelände.

02:08:56 Hier wurden Laserstrahler getestet. Der abendliche Nebel reflektierte das Licht so, dass es Walter als Objekt wahrgenommen hat. Nach dieser Entdeckung sind beide im UFO-Fieber.

02:09:10 1973 richten sie in der Mannheimer Sternwarte ein Anrufservice für mögliche UFO-Sichtungen ein. Trotz anfänglicher Skepsis sind sich die zwei sicher, die Menschen wollen verstehen, was sie am Himmel erblickt haben. Sie sollten Recht behalten. Nur 15 Minuten nach der Einrichtung der Hotline klingelte das erste Mal das Telefon.

02:09:36 Seitdem gab es mehr als 13.000 Meldungen.

02:09:53 Einer der kniffligsten Fälle, ein Video von einer Wildtierkamera. So, das finde ich richtig gut. Das ist so ein richtig schönes UFO-Video. Genau, wir schauen uns das mal an. Lieber Chat, bitte schickt eure besten Lösungen, um was es sich handeln könnte. Ich muss mir schon mal aufklären, es ist kein UFO oder kein Alien zumindest.

02:10:18 Wir sehen gleich, wie das Ding ausschaut und ihr erzählt mir bitte, was ihr glaubt, was es ist. Ich finde es eine geniale Auflösung auch am Ende. Zu sehen ist ein kleiner Lichtball, der auf die Kamera zufliegt.

02:10:38 Zuerst prüft Köhler die Echtheit des Videos und tatsächlich, hier wurde nichts manipuliert.

02:10:52 Bei eingehender Betrachtung zeigt sich, dass es sich um ein Objekt in der Nähe handeln muss. Der Lichtball scheint vor dem Haus zu schweben. Das Rätselhafte, im Fenster ist keine Reflexion des Objekts zu erkennen, physikalisch unmöglich. Der Lichtstrahl einer Taschenlampe scheidet aus, denn dann müsste sich die Form des Lichtballs an der Hauswand ändern, sie bleibt aber konstant. Was ist das? Köhlers Eck.

02:11:20 So, ich hab's zum ersten Mal gesehen und ich war wirklich erst mal so, was ist das? Das schaut so... Genau, crazy, so richtig... So, ein guter Soundeffekt da rein, die Eule.

02:11:34 Hier, Kugelblitz, Glühwürmchen. Ein Vusion. Aber da sehe ich es schon mehrfach. Die richtige Antwort kommt nämlich schon im Chat. Es geht Richtung Insekt. Man muss nur in die richtige Richtung denken. Das Objekt ist besonders nah. So nah, dass es die Kamera nicht richtig darstellen kann. Der kleine Lichtball flog nicht auf die Kamera zu, er kam von oben.

02:12:03 Direkt vor dem Objektiv hatte sich eine Spinne abgeseilt. Die neben der Kamera stehende Gartenlampe verleiht ihr den mysteriösen Leuchteffekt. So ist das halt meistens bei den UFOs. Also es gibt wenig, was in der Hinsicht wirklich auf Außerirdische hindeutet. Ich meine, man hat ja diese ganzen, die USA haben das ja inzwischen veröffentlicht, da ihre Berichte und so weiter.

02:12:32 Nur weil man sagt, es ist nicht erklärt, heißt es nicht, ist es nicht erklärbar oder es ist definitiv Aliens, die hier angeweist kommen. Jetzt sind wir natürlich in einer ganz anderen Phase. Mit all den Drohnen, die rumfliegen, ist jetzt eigentlich alles vorbei. Also ein ordentliches Raumschiff hat gar keine Chancen mehr, als ordentlich als Raumschiff wahrgenommen zu werden. Dass man überhaupt noch denkt, das ist ein Raumschiff. So eine Drecksdrohne. Und ich warte nur drauf, dass dann auch mal eine Drecksdrohne, sozusagen ein UFO, abgeschossen wird.

02:12:59 Oh, das war ja gar keine Dreckung. Das war ein Raumschiff. Dann haben wir E.T. bei uns sitzen, der nach Hause telefoniert. Und das ist eben das Fatale. Wenn sowas passiert, da kommt mal ein Raumschiff her nach so viel langer Zeit und wir... So eine Drohne. Die hat überhaupt keine Fluggenehmigung mehr. Erst schießen, dann fragen. Auf jeden Fall weg. Ja, ich meine...

02:13:16 Da ist nichts mehr zu holen. Was gerade in der Astronomie oder bei den Beobachtern natürlich auch ein großes Ding war, wo auch viele Leute jetzt von wegen UFOs ist Starlink, die Satelliten, die da in Ketten nach oben kommen, ist auch Teil der Doku, wenn ihr die Doku ganz sehen wollt, ab ins Streaming auf jeden Fall.

02:13:32 Aber das ist auch so ein Phänomen. Wir haben immer mehr Satelliten im Orbit, die teilweise in Formation fliegen. Das sind alles Dinge, die für uns erstmal ungewohnt ausschauen, aber die halt am Ende doch eine Erklärung finden. Aber wie gesagt, ich glaube, es wäre einfach gut zu wissen, es gibt eine öffentlich-rechtliche Institution, die sich mit solchen Phänomenen beschäftigt, weil der Himmel über uns...

02:13:54 immer bevölkerter wird, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, mit allem möglichen technischen Gerät. Und es wäre einfach wichtig, auch für das Herstellen, also Klärung von Sachverhalten, aber auch um die Leute zu beruhigen, wir wissen, was über uns passiert, wir kennen unseren Luftraum. Ich fand es ja schon interessant, als ich vor etlicher Zeit mal bei der ESA gewesen bin, dass die mir gesagt haben, wir wissen eigentlich, wir kennen die ganze Weltraumtechnik, die da oben rumfliegt, wir wissen nicht genau, was jedes Gerät tatsächlich alles kann, aber wir wissen,

02:14:23 das ist, das geht auf jeden Fall. Und ich glaube, das wäre einfach gut, da viel transparenter damit umzugehen und dass die Leute auch merken müssen, aha, das gibt's auch. Also gerade was alles notwendig ist, um diese ...

02:14:38 technologisch so weit entwickelte Zivilisation, wie wir sie darstellen, zu betreiben. Das ist, glaube ich, viel wichtiger, das immer wieder in die öffentliche Diskussion zu bringen, auch zu motivieren. Leute, das ist eine Infrastruktur, um die wir uns kümmern müssen. Woher kommt unser Strom, woher kommt unser Gas, woher kommt unser Wasser und vieles andere mehr? Wo kommt das alles her? Und dann vielleicht auch eines Tages mal wieder sich zu überlegen.

02:14:59 Gemeinwohl orientiert, solidarisch, auf einmal vielleicht Berufe zu wählen, die wichtig sind, weil wir auf sie nicht verzichten können. Ich denke auch, was du meinst, die Leute immer wieder aufzuklären, was da alles wirklich unterwegs ist, dann kommt das ja gar nicht so weit, dass jeder sagt, das sind Aliens. Also ich meine, Roswell am Ende des Tages war natürlich irgendwie, glaube ich, eine militärische... Ja, das stammt ja alles aus dem Beginn des Kalten Krieges. Alles, was sie damals ausprobiert haben in dieser Area 51, da mussten sie natürlich irgendwelche...

02:15:28 Cover-up-Geschichten entwickeln. Gut, klar, da müssen Sie ja anfangen zu lügen. Aber dass man so ein bisschen ein Bewusstsein dafür schafft, so ja, selbstverständlich haben wir jetzt Zeugs in der Atmosphäre oder Wetterbalance oder was halt so diese typischen Erklärungen sind für die Berufung. Ehrlich, wir haben am längsten bestimmt auch hier. Also ganz klar sagen, was ist, das ist ganz wichtig.

02:15:47 Dann würde man viele von den Verschwörungstheorien heute nicht vor uns haben und wegen der ganzen Mistern, sondern stattdessen einfach nur Leute, das ist das, was ist und so was. Ja, und dann hast du auch die besseren Chancen, die Dinge wirklich zu finden, die dann wirklich interessant sind. Ich würde sagen, wir sind, wir haben eigentlich jedes Thema jetzt einmal behandelt. Lass uns noch auf die Couch zum Ausklingen, Harald. Wir machen es uns bequem.

Zusammenfassung und Ausblick

02:16:14

02:16:14 Willst du noch was trinken? Ich habe ja noch hier. Du hast ja noch deinen Tee. Ich habe ja noch meinen Tee und meine Stimme hat ja bis jetzt auch ganz gut durchgehalten. Hat durchgehalten, finde ich auch. Das wäre hier vielleicht schon alles um. Macht nichts kaputt. Ein Weißbier brauchst du, glaube ich, nicht heute, oder? Heute bin ich Weißbierfrei. Heute bleibst du Weißbierfrei? Leute, es tut mir leid. Man kann nicht immer Weißbier vor der Kamera trinken. Nein, das geht auch nicht jedes Mal. Ah, meine Güte. So.

02:16:41 Du darfst hier auf der Seite... Das nehme ich. Meine Güte, wir haben wieviel Uhr? 24 nach 8 Uhr. In zwei Stunden haben wir jetzt durchgehalten. Bin schon eine ganze Weile dabei. Also, wenn wir uns das hier mal so durchlesen. Dann? Dann kommen hier natürlich noch jede Menge Fragen rein zu Aliens querbeet. Der Alien hier darf ja auch sitzen.

02:17:10 Es gibt auf der Erde allerdings Lebewesen, die extreme Hitze und Strahlung usw. überstehen. Wäre auf der Basis Leben auch auf einem nicht ganz so freundlichen Planeten möglich? Ja, glaube ich auch. Also das sind aber alles Einzelle, also die sogenannten Archea, also diese Extremophilen, die irgendwie 110 Grad aushalten und Salpetersäuren. Das geht also bakterielles Leben unter...

02:17:34 Das ist unter sehr viel allgemeineren Möglichkeiten. Da gibt es auch welche, die Kometen reiten. Die brauchen eigentlich gar nichts. Die Kollegin Gerda Honeck hat vor vielen Jahren mal diese Bärtierchen ins All geschickt. Die sind dann wieder runtergekommen. Die haben dann weitergelebt. Man kann sich das alles gut vorstellen, aber das ist eben nicht die Variante, die wir hier an unserer Tafel hatten, diese weiterentwickelten Aliens. Schon ein Dackel.

02:18:02 ist eine so hochentwickelte Lebensform, der braucht schon ganz bestimmte Bedingungen. Der braucht Wasser und Luft und der braucht Gravitation, die richtige. Und das richtige Futter, genau, und so weiter. Und nicht nur Herrchen und Frauchen, sondern auch die entsprechenden Bedingungen. Das ist alles schon entwickeltes Leben. Da sieht man dann auch dran, dass die Bedingungen dafür immer spezieller und spezieller werden.

02:18:22 Und das muss schon gut klappen, sonst ist es zu heiß oder zu kalt oder zu wenig Wasser. Das ist die Goldilocks-Zone, die Leben, zumindest unser Leben, definitiv braucht. Hier fragt noch jemand sehr schön, könnt ihr noch was zu den Biomarkern oder Biosignaturen auf Exoplaneten sagen und nach welchen wir aktuell genau suchen?

02:18:40 Naja, die schönste Sache wäre doch, was würdest du sagen, Sauerstoff? Sauerstoff wäre toll. Aber Sauerstoff in einer bestimmten Form, nämlich Ozon, würde bedeuten, du hast einen ständigen Lieferanten für Sauerstoff. Also O3, drei Moleküle. Das wäre schon mal ganz gut. Das wäre cool. Vielleicht, wenn man ganz genau hinguckt, könnte man auch Klyrophyll entdecken. Was Pflanzengrün macht. Also ich denke, wenn wir einen Planeten entdecken würden,

02:19:07 von dem wir wissen, der hat ungefähr die Masse der Erde, der ist ungefähr in der habitablen Zone des Sterns und dessen Atmosphäre zeigt irgendwie Sauerstoff. Dann würden wir schon mal genauer hingucken, denn Sauerstoff wird normalerweise sofort verarbeitet, wenn du da keinen Produzenten hast. Und ganz so viele Sauerstoffproduzenten gibt es denn doch nicht. Und einen kennen wir, nämlich die Nutzung des Sonnenlichts, Zerlegung von Wasser und den Aufbau von Zuckermolekülen, was dabei herauskommt, ist...

02:19:35 Sauerstoff. Ja, ich meine, es gibt ja jetzt das Paper, was vor so ein paar Monaten durch die Presse ging mit dem Dimethylsulfid. Es gibt natürlich noch andere Biosignaturen, nicht nur den Sauerstoff. Das sind Stoffe, die generell Lebewesen herstellen. Da gibt es natürlich einige. Die Frage ist natürlich immer, kannst du die wirklich zweifelsfrei nachweisen? So geht es nochmal los. Da sind wir momentan eigentlich noch dran. Und am Ende des Tages weiß man aber eben auch nicht,

02:20:03 Da arbeiten wir tatsächlich noch im Schnitt, aber das kommt ein Video von uns zu dem...

02:20:08 dunklen Sauerstoff, dass wir dran sind, rauszufinden, vielleicht gibt es auch eine andere Möglichkeit, Sauerstoff zu erstellen, als nur Leben. Das ist halt die Frage. Das wäre dann natürlich fatal. Also wenn sich das sehr effizient herausstellen würde, müsste man dann auch sagen, alleine der Sauerstoff wird nicht reichen. Aber das ist ja der typische Wissenschaftsprozess. Du beginnst mit einer These. Dann wird die erste Prognose, stellt sich ein. Dann stellst du fest, kritisches Hinterfragen. Ja, so eindeutig ist dann doch nicht. Kritisches Hinterfragen. Das heißt, jede Antwort

02:20:38 liefert dir die Öffnung zu mindestens zwei neuen Fragen. Das ist Forschung. Das ist Wissenschaft. Das wird auch nicht aufhören. Du musst es einfach mal sagen an der Stelle. Forschung ist immer, da bleibt ein Fragezeichen übrig. Die Populisten, die sagen dir Ausrufezeichen. Das ist so. Die Forschung wird immer sagen, hm.

02:20:53 Das wissen wir nicht. Das muss man auch gucken. Genau, Manganknollen am Meeresboden, sagt hier jemand. Genau, das ist diese Dark Oxygen-Geschichte. Ihr fragt jemand, wäre Schwefel auch ein Biomarker? Könnte sein, ja. Also wir hatten am Anfang auf unserem Planeten Photosynthese, wo Schwefel rauskommt. Aber hat sich nicht durchgesetzt, wesentlich ineffizienter. Also wenn dann Lebewesen da sind, die das Licht der Sonne verwenden, dann ist Schwefel sozusagen das erste in einer anderen Umgebung, in einer ganz anderen Atmosphäre, war am Anfang die Photosynthese anoxygenisch, also ohne.

02:21:22 Sauerstoff, aber dann kam die Sauerstoff und dann kannst du sehen in der Biosphäre, wie die Vielfalt anmöglichen. Das explodiert ist. Das ist das, was man einen Phasensprung nennt. Das ist der Phasensprung. Was haltet ihr vom Leben in den vermutenden Ozeanen der Jupitermonde?

02:21:42 Also vom Europa? Europa, ich glaube, so ein bisschen Richtung Ganymed eventuell, aber ich glaube, Europa ist der heiße Konditor. Kann ich nur sagen, wenn wir eines Tages in der Lage wären, tatsächlich eine Sonde da hinzuschicken, die sich durch diese Kilometer dicken Eiskerne da bohrt und dann da unten feststellt, da lebt was, Bombe, wäre toll. Also ich meine, man muss da natürlich ein bisschen dazu sagen, das wäre Leben, was kein Sonnenlicht wirklich nutzt, sondern nur die Gezeitenkräfte des Jupiters, der den Mond flüssig hält.

02:22:12 Gibt es halt auf der Erde auch. Ich meine, wir sehen, dass die schwarzen Raucher am Meeresboden, da lebt was und das sieht auch die Sonne, das kann schon passieren. Und das ist ja auch im Grunde genommen nur, wie soll man sagen, nur Wissenschaft dann. Das ist nicht das, was Gesellschaft interessiert. Gesellschaft interessiert Lebewesen, die uns in irgendeiner Form was zu sagen haben. Alleine die Kenntnis, die Naturgesetze, die wir von der Erde kennen, die gelten nicht nur in der Astronomie und Physik, sondern die gelten auch in der Chemie, in der Biologie. Das ist natürlich eine schöne Angelegenheit.

02:22:41 Erkenntnis, aber die hat nicht so diesen Move und so nicht nur diesen Impuls, wie das wäre, wenn man wirklich außerirdisches Leben irgendwo entdecken würde. Auch eine schöne Frage, was sollte man tun oder welche Anlage müsste man bauen, um jetzt möglichst effizient nach Außerirdischen zu suchen? Also wenn wir alle Kosten und Mühen auf uns nehmen, wie machen wir das am besten?

02:23:04 Das ist eine gute Frage. Also das ILT, das Extremely Large Telescope der ESO, der europäischen Südsternwarte, wird in den nächsten Jahren die Astronomie, was die Suche nach extrasolaren Planeten betrifft, sicherlich revolutionieren. Und da braucht man wahrscheinlich ein Teleskop, was noch größer wird. Oder vielleicht braucht man ein Interferometer, also eine Zusammenschaltung von solchen großen Teleskopen, um in der Lage zu sein, wirklich ein Planeten um einen anderen Stern zu vermitteln.

02:23:28 nicht nur direkt zu beobachten, sondern auch direkt zu analysieren. Das ist eine große Aufgabe. Spektroskopisch kann man, glaube ich, viel herausfinden. Zusammensetzungen, Geschwindigkeiten, welche Art von Stoffen sind da. Ich glaube, wenn wir einen Planeten fänden, der in der habitablen Zone um einen Stern herum ist und der gewisse Anzeichen von Wasser und Sauerstoff zeigt.

02:23:50 dann würden wir mit allem draufhalten, was wir haben. Das war so ein bisschen wie die nach Exoplaneten gesucht haben von 1995 und das war mal so, ja, macht ihr mal da eure komischen, also das findet ja wirklich keinem, wie soll man einen Planeten um einstellen? Und dann die beiden, Didier und Major, die haben dann die, den...

02:24:11 51 Pegasi B gefunden, 1905 und dann plötzlich stürzte man sich auf die Exoplanetenforschung. Also Kelosso und Maiotti haben einfach unglaublich tolle Arbeit gemacht, haben die Tür aufgemacht und heute haben wir 7800 oder 7800. Ja, fast 7000er. Das läuft ja die ganze Zeit durch. Also du sagst sozusagen, die beste Methode nach Außerirdischen zu suchen ist, nicht darauf zu warten, dass sie uns kontaktieren, sondern die Exoplaneten.

02:24:34 unter die Lupe zu nehmen und zu gucken, finden wir ihre Spuren irgendwo. Ein erstes Date kann auch auf Distanz. Man muss nicht immer gleich face to face begegnen. Das ist vielleicht auch für alle Beteiligten gesünder. Das stimmt. Oh ja, wir hatten vorhin das Thema, braucht eine zweite Erde, also ein bewohnbarer Planet, auch einen Mond?

02:24:58 Zwingend, um die Achse zu stabilisieren. Wir sehen ja, dass die Achse unseres Planeten auf jeden Fall nicht stabil wäre ohne den Mond.

02:25:07 Wir wissen aber auch nicht genau, wie dieser Einschlag dann die Erdachse destabilisiert hat. Ach so, du meinst, er hat das Problem gelöst, was es erst geschaffen hat. Genau, genau, das wissen wir nicht genau. Also der Mars zum Beispiel hat mit seinen Phobos und Deimos sicherlich eine Rotationsachse, die schlappert. Man muss sich das immer wieder klar machen, dass also diese Kreisel, die da so leicht nicken, wenn die zu sehr kippen, dann kippen die halt. Und was das bedeuten würde für das Klima, darüber brauchen wir gar nicht zu sprechen. Bei uns ist es eben so, dass die beiden...

02:25:37 sich gegenseitig stabilisieren.

02:25:39 Auch die Erdrotationsgeschwindigkeit selber ist natürlich eben kleiner geworden. Das hat dazu geführt, dass auch die Wetter- und Klimabedingungen sich verändert haben. Wir haben nicht so eine starke Corioliskraft, wie die Erde es hätte, wenn sie keinen Mond hätte, würde sie sich mit 9 bis 10 Stunden wie eigene Achse drehen. Also das heißt, da ist schon richtig viel passiert. Dieser Einschlag des Mondes hat die Erde erst zu dem Planeten gemacht, der sich dann eben später zu dem entwickelt hat, was es ist. Also ich würde sagen, die Entstehung des Mondes war für...

02:26:08 die Erde die Konditiosine-Quannon zu einem lebendigen Planeten zu werden. Was mir auch gut gefällt, wenn man da schon viele Themen im Prinzip abdeckt, weil man die Frage beantwortet, kann man ausrechnen, wie viel Energie man braucht, um einen anderen bewohnten Planeten mit fast Lichtgeschwindigkeit zu erreichen und welche Technologie fehlt uns dafür noch?

02:26:30 Man kann das ausrechnen? Die Antwort ist ja, kann man. Ja, kann man ausrechnen. Das ist wahnsinnig viel und wir haben nicht mal im Ansatz irgendwas dazu. Das führt für mich immer so in diese Richtung, können wir nicht auswandern? Also wenn das hier nichts wird mit der Erde, Klimawandel und so, ab geht's zu irgendeinem anderen Planeten. Ich empfehle allen, die uns jetzt noch zugucken, das ist ja schon eine ganze Weile jetzt unterwegs. Schaut euch an, es gibt bestimmt im Netz irgendwo diese wunderbare Sentenz.

02:26:54 von Carl Zecken, wie er zum ersten Mal auf die kleine blaue Perle hinweist, zum Pale Blue Dot. Schaut auf diesen Ort. Das ist unser Zuhause. Das ist alles, was wir haben. Wir kriegen nichts anderes. Und er hat es unglaublich stark beschrieben.

02:27:08 wer auf diesem Planeten alles lebt und wie irrsinnig, wie blöd wir eigentlich sind, dass wir uns nicht alle viel mehr an die Hand nehmen, uns viel besser miteinander leben, viel großzügiger, viel freundlicher gegenüber uns und der Natur sind. Also das ist ein Bild, was eigentlich appelliert, genauso wie der Sonnengesang von Franz von Assisi oder...

02:27:27 verschiedene andere große Heilige auf der Welt, die einfach sagen, Mensch, guck doch mal hin, was für ein Geschenk dir das Universum gemacht hat und schütze diesen Planeten vor allem. Es ist auf jeden Fall billiger, den Planeten zu beschützen und für uns wohnbar zu halten, als irgendwo hin auszuwandern. Ja, vor allen Dingen, man darf nicht vergessen, dass wir eben mit Entwicklung von Technologie auch zusätzliche Wärmequellen auf die Erde bringen. Und du kannst fragen, wenn wir weiter so wie jetzt arbeiten, mit 4 Prozent,

02:27:57 immer mehr und mehr Energieverbrauch pro Jahr. Wann wird die Technosphäre insgesamt so viel Wärme abgeben, dass sie selber klimarelevant wird? Das ist egal, wie viel Treibhausgas in der. Und das ist gar nicht so lange. Das sind noch 150 Jahre bei 4%. Und dann haben wir eine Technosphäre, die alleine nur durch die Kühltürme, die bei den großen Kraftwerken da sind, die Auspuffrohre, so viel heizt. Ohne, dass CO2 in die Luft geblasen wird. Und dann kannst du sogar noch fragen, wenn du mit 4% weitergehst und fragst, wann hätte denn die Erde die Leuchtkraft der Sonne erreicht?

02:28:26 im Infraroten bei 4% Steigerung, das ist das, was wir momentan sagen, in 800 Jahren. Das heißt, diese ganzen Transhumanisten, die schwafeln von der Ewigkeit und so weiter, mehr als 800 Jahre, dann ist Feierabend, Leute. Wir wollen nicht leuchten wie die Sonne, das wäre gut. Irgendwann müssen wir runterkommen von diesem Irrsinn, dass wir immer mehr und mehr Energie verbrauchen, immer mehr und mehr Wärme abgeben, das kann so nicht bleiben. Das geht nicht für immer. Ich glaube, wir sind...

02:28:51 Einen guten Punkt. Bist du noch fit? Hast du noch ein paar Fragen in dir? Also ich will eine Frage noch beantworten, dann glaube ich, muss ich mit meiner Ruhe ohne Kamera die Nase putzen. Sehr gut. Ich habe die beste Frage, die finde ich nämlich auch ganz wichtig. Rote Zwerge sind ja nun mal 75 Prozent ungefähr aller Sterne im Universum.

02:29:09 Die haben das Problem, dass ihre habitablen Zonen sehr nah dran sind. So ist es. Und da fragt jetzt jemand, glaubt ihr an Leben auf Planeten um rote Zwerge? Darf ich offen sprechen? Spricht mal, wir sind unter uns, Harald, und Twitch und YouTube. Also ich fürchte eher nicht. Rote Zwerge haben schon eine Aktivität, die häufig zu dramatischen Ausbrüchen führt, sodass die Oberfläche von dem Planet mehr oder weniger komplett sterilisiert wird.

02:29:35 durch die Röntgen- und Gammastrahlung, die der Stern produziert. Und dann bleibt da einfach nichts mehr übrig. Wenn ich mir überlege, welche Möglichkeiten allein in unserem Sonnensystem, mit einer so angenehmen Sonne wie unserer,

02:29:46 Also schauen wir uns Venus und Mars an als die beiden Kontrahenten, hätte ich fast auch der Partner von der Erde, der eine ist zu leicht, aber die Venus, da fragt man sich, Mensch, wieso hat es da nicht geklappt? Dann siehst du, dass wir auf einer sehr, sehr scharfen Rasierklinge reiten, damit es auf einem Planeten zu dem Phänomen Leben kommt, das eben ein ganz besonderes ist. Das Universum ist riesengroß, es ist so gewaltig, aber diese besondere Organisationsform, dass das Universum sich in uns nach sich selber fragen kann.

02:30:13 Und nicht nur danach, ob es allein ist, sondern was ist es denn? Das finde ich eigentlich schon ganz gewaltig, denn diese große kosmische Geschichte, die können wir erzählen von Anfang an und dass wir das erzählen können und damit das Universum mindestens einen Platz hat, wo es sich selber erzählen kann, wie es ist, das finde ich schon sehr beeindruckend und müsste eigentlich auch alle beruhigen, die sagen, naja, selbst wenn wir allein im Universum sind, dann ist es eben was ganz Besonderes hier zu sein.

Abschluss: Menschsein im Kosmos

02:30:42

02:30:42 Auf jeden Fall. Ich glaube, das ist ein schönes Abschlusswort. Wir können nochmal, ich weiß nicht, ob das die Regie jetzt so schnell hinkriegt, wir wollten ja nochmal die Grundsatzfrage am Schluss stellen. Glaubt ihr immer noch oder jetzt doch an Aliens? Mit der 1, die ja, mit der 2, die nein. Das nein. Ich würde an der Stelle auch gerne nochmal wiederholen, was in Kosmos oder in Kontext gesagt wird. Wenn es nur wir wären.

02:31:09 Was für eine schreckliche Platzverschwendung. Ja, aber du weißt natürlich, dass der Einwand dann ist, damit wir da sein können, müssen genügend schwere Elemente entstehen. Genügend schwere Elemente macht das Universum erst nach sehr langer Zeit. Da das Universum expandiert, wird jedes intelligente Lebewesen die Frage natürlich stellen in einem Universum, was sehr Großes.

02:31:29 Und sehr groß und sehr leer ist. Also das ist eigentlich ein Nachweis dafür, dass wir ein Teil der Geschichte des Universums sind, ist die Lehre des Universums und verweist zugleich auf die Besonderheit des Platzes.

02:31:43 Also Astronomie als eine Wissenschaft, die das große Ganze im Auge hat, aber dann eben im Blick zurück auf das eigene Zuhause, auch diese ganz spezielle Perspektive zu haben, die nur sie bietet. Das ist etwas, was mich an dieser Wissenschaft auch so begeistert. Was einen immer wieder antreibt, das weiterzumachen. Unvorstellbar, ja.

02:32:03 Also ich sehe so ein bisschen, wenn ich das mir angucke, ich glaube, wir haben lauter Leute, die sagen ja, sie glauben dran. Die Frage natürlich, was wir jetzt im Detail besprochen haben, wir sind halt sehr weit von uns weg. Ich stelle mir manchmal vor, wenn ich nachts... Ich bin der Satz, wir sind halt sehr weit von uns weg. Von denen weg, meine ich natürlich, siehst du, ich bin auch schon du. Ja, du bist gut, ja. Aber manche sind auch sehr weit von sich weg. Von sich selbst weg. Das ist auch so, ne? Ich stelle mir manchmal vor, wenn ich mir dann manchmal denke, das wird dann natürlich sehr romantisch, aber wenn du nachts an den Himmel guckst und die ganzen Sterne siehst.

02:32:31 Die Vorstellung allein, sich zu behalten, dass es irgendwo einen dieser Sterne gibt, wo jemand zurückschaut. Ob ich das jetzt irgendwann mal weiß oder nicht. Aber vielleicht ist da jemand, der guckt von seinem Stern zurück und sieht die Sonne in seinem Nachthimmel. Das kann ich nicht aufgeben, diese Idee. Die finde ich so schön. Er hat in einem Streiflicht vor vielen Jahren mal genau diese Situation der Happy Hour Stimmung auf einem Planeten beschrieben, der eben um einen roten Zwerg herum...

02:32:58 ihr immer die gleiche Seite zieht und dass du immer auf dieser Seite Happy Hour Stimmung hast. Die Vorstellung, da sitzen zwei, haben irgendwas, ein Getränk in der Hand, ein Feierabendbierchen und sagen, ach ist es nicht schön. Da kann man nur sagen, zusammen, das ist das Glück. Alles an, das ist kalter Kaffee. Alles klar. So, jetzt muss ich nur gucken, da, hier bin ich.

02:33:18 Wir haben uns fast drei Stunden über die Aliens unterhalten. Ich hoffe, für euch hat es auch irgendwie einen Mehrwert gehabt. Ihr habt eure Fragen loswerden können. Es waren sehr viele. Wir entschuldigen uns natürlich, wenn wir nicht alle beantworten können. Aber es gibt ja immer ein nächstes Mal, wo die nächsten Fragen wieder beantwortet werden können. So, jetzt ist dann bald Feierabend.

02:33:39 Danke euch fürs Zuschauen. Ich danke dir, denn du hast die Aufgabe übernommen, diesen Knopf im Ohr zu haben mit all den Anweisungen. Also sie verdient den allergrößten Respekt. Das ist super, super. Ich konnte hier einfach nur so vor mich hinreden, aber Jana hat einfach einen wahnsinns Job gemacht. Hat auch sehr viel Spaß gemacht. Danke dir vielmals. Es war wieder ein Fest. Ihr könnt natürlich alle Sendungen zu UFOs, zu Aliens, es gibt alles Mögliche in der Mediathek, im Streaming, im ZDF.

02:34:08 Da könnt ihr das alles nachschauen. Und dann dürfen wir nicht vergessen, all die Leute, die jetzt hier im Studio die letzten zweieinhalb Stunden gewesen sind. Ja. Also danke euch für eure Geduld, die zwischendurch gedacht haben, Leute, es reicht aber doch jetzt mal. Jetzt haben wir hier kein Licht bei der Tafel. Danke, danke, danke, danke, danke, Leute. Die beste Crew der Welt, hat sehr viel Spaß gemacht. Im schönsten Studio der Welt. Schönst eingerichteten Studio. Ach, das ist ja... Den wollen wir noch loben.

02:34:35 Alle hinter der Kamera, alle, die dafür gesorgt haben, dass es funktioniert. Ich danke, danke. Danke euch. Bis bald. Ciao, ciao.