Die Lebensader des Wattenmeeres wird durch die Flut geprägt. Die bei Ebbe sichtbaren Mikroorganismen bilden die Grundlage für eine einzigartige Nahrungskette. Vögel wie der Sandregenpfeifer und die Strandkrabben sind wichtige Bewohner.

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Wattenmeer: Ökosystem bei Ebbe und Flut

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Die Lebensader des Wattenmeeres wird durch die Flut entscheidend geprägt. Mikroorganismen werden mit dem Wasser an Land gespült und bei Ebbe sichtbar. Durch die Einwirkung des Sonnenlichts beginnt Photosynthese, die die Grundlage für eine kleine, aber einzigartige Nahrungskette bildet. Algen fressen diese Mikroorganismen, die ihrerseits von am Meeresboden lebenden Tieren wie Würmern, Krebsen und Muscheln verspeist werden.

Bewohner des Wattenmeeres

00:00:41

Die Küste wird regelmäßig von Vögeln wie dem Sandregenpfeifer und dem Säbelschnäicher besucht, die nach Futter suchen. Ersterer frisst mehrere Schalentiere täglich, auch um seinen stetig wachsenden Schnabel zu stutzen. Am Meeresboden ist die gemeine Strandkrabe die Müllabfuhr des Meeres, die alles frisst, was ihr in die Quere kommt. Weitere Delikatessen und wichtige Lebewesen sind die Krabben, die im Spätfrühjahr bis Herbst anzutreffen sind, und die Miesmuscheln, als verlässliche Indikatoren für die Wasserqualität.

Räuber und Jagdstrategien im Wattenmeer

00:02:30

Der Seestern ist ein spezialisierter Räufer mit einer starken Vorliebe für Miesmuscheln. Er ergreift die Muschel mit seinen Fangarmen und presst sie 48 Stunden lang ununterbrochen, bis die Schale zerbricht. Sein Maul befindet sich in der Mitte seines Körpers. Andere interessante Bewohner sind die Seenelken, die sich als Pflanzen tarnen und Quallen fressen, sowie Einsiedlerkrebse, die als Panzer leere Muscheln benutzen und gegenseitig stehlen können.

Brutplatz Vogelinsel Grint

00:05:13

Die Vogelinsel Grint im westlichen Wattenmeer ist ein unbewohntes Refugium, das vom holländischen Naturschutzverein Naturmonumenten überwacht wird. Da hier keine Menschen stören, brüten viele seltene Vogelarten in großen Scharen. Dazu gehören die Küstenseeschwalbe mit ihrem roten Schnabel und die Brandseeschwalben, die nur in großen Gruppen brüten und eine starke Bindung innerhalb der Kolonie pflegen.

Safari in Savuti: Jagd im offenen Land

00:09:53

Der Schauplatz verlagert sich ins Savuti in Botswana, ein trockenes Marschland, das von dorniger Steppe umgeben ist und als Oase Beutetiere anlockt. Die Savuti-Löwen, angeführt von der Löwin Saba, sind die dominanten Jäger. Ihre Hauptbeute ist der afriagnische Büffel, während die Leopardin Nikita als schlaue Einzeljägerin versucht, in ihrem Territorium zu überleben. Die Umwelt ist geprägt von wenig Deckung und natürlichen Arenen wie dem Wald und dem Schwemmgebiet.

Jagdstrategien der Savuti-Löwen und Leoparden

00:15:22

Die Löwen des Marschlandrudels sind clevere Jäger, die die schlechte Nachtsicht ihrer Beute ausnutzen. Für die Jagd auf eine Gnuherde entwickeln Saba und eine zweite Löwin eine zweigleisige Attacke, um die Tiere in eine Falle zu treiben. Währenddessen ist die Leopardin Nikita gezwungen, in unwirtlichen Gegenden Jagd auf kleine Beute wie Eulen oder Perlhühner zu machen, da sie von anderen Jägern verdrängt wurde.

Konflikt um Nahrung und Territorium

00:22:07

Ein erfolgreicher Jagderfolg der Löwen führt zu sofortigem Konflikt, da Hyänen versuchen, die Beute zu stehlen. Saba verteidigt mit Mut ihre Familie und das Futter, wird aber selbst schwer verletzt. Gleichzeitig dringen zwei männliche Streuner in das Territorium des Marschlandrudels ein, um selbst zu jagen und später sogar die Rudelführer herauszufordern. Dies führt zu Machtdemonstrationen und territorialen Kämpfen.

Abendjagd und das Wiedersehen des Rudels

00:42:15

Mit Einbruch der Dunkelheit beginnen die Jäger ihre Arbeit. Die Leopardin Nikita jagt nachts einen Buschhasen, um ihren Hunger zu stillen. Die beiden jungen Löwen-Streuner haben einen Büffel erlegt, werden aber von 22 Hyänen umzingelt. Nur durch die Rückkehr der männlichen Rudelführer, die ihr Territorium verteidigen, können sie gerettet werden. Das bittersüße Wiedersehen des Rudels leitet eine neue, gemeinsame Jagd ein.