Designerin testet Schneider-Simulator // Abarna von @kitschy.couture zu Gast bei „Work hard – play hard“
Designerin Abarna im Schneider-Spiel-Test
Es wurde dem Zuschauer ermöglicht, den Schneider-Simulator kennenzulernen. Es wurden Einblicke in den Berufsalltag und die Arbeit mit Künstlern geboten. Es wurden Parallelen zwischen Simulation und Realität aufgezeigt.
Vorstellung und Streamsuite
00:00:00Der Stream startet mit verschiedenen kurzen Anekdoten und humorvollen Momenten. Der Gastgeber erklärt das Format von Work hard - play hard und stellt die Designerin Abarna vor, die aus Pforzheim kommt und Modedesign studiert hat. Sie hat ihr eigenes Label Kitschy Couture gegründet, das sich mit ihrer kulturellen Identität auseinandersetzt. Ihre Eltern stammen aus Sri Lanka und sie hat einen tamilischen Migrationshintergrund. Die Designerin beschreibt, wie sie zwischen den Kulturen aufgewachsen ist und was das für ihre Arbeit bedeutet.
Modebranche und Designer-Alltag
00:09:43Abarna erzählt von ihrer Arbeit im Studio in Pforzheim, wo sie mit ihrem Team Kollektionen entwirft und näht. Sie erklärt, dass sie ihre Mode online verkaufen, weil sie ein kleines Team haben und genug Zeit für Kundenbedürfnisse benötigen. Sie haben sich bewusst gegen einen Laden vor Ort entschieden, um ihre Mode international zugänglich zu machen. Abarna zeigt auch einige Outfits aus ihren Kollektionen, darunter ein Hochzeitskleid und Outfits aus der Sommerkollektion.
Kollaborationen mit Promis
00:26:48Die Designerin berichtet von ihrer Arbeit mit Promis, wie sie für SZA ein Kleid entworfen und hergestellt haben. Das Outfit bestand aus mehreren Lagen einer zarten Seide, die durchsichtig war. Sie haben das Kleid in einer 24-Stunden-Nachtschicht genäht und es nach Los Angeles geschickt. Sie erzählt auch, dass sie oft für ihre Arbeit nicht bezahlt werden, aber Materialkosten erstattet bekommen. Auch Künstlerinnen wie Katja haben Outfits von ihnen gemietet oder angezogen.
Test des Schneider-Spiels
00:35:23Im Stream wird nun ein Schneider-Simulator getestet. Der Gastgeber und die Designerin beginnen, den kleinen Laden im Spiel zu erkunden. Sie erklären die verschiedenen Funktionen, wie das Schneidern von Kleidung und das Bestellen von Materialien. Sie haben erste Aufträge angenommen und müssen nun den Stoff nachbestellen, da der Vorrat zu niedrig ist. Die Designerin gibt Einblicke in verschiedene Stoffarten wie Jersey und Piqué und erklärt die Unterschiede.
Einkauf und Bestellwesen im Spiel
00:46:57Die beiden spielen die Bestellung im Spiel durch und müssen verschiedene Stoffe und Farben auswählen. Sie diskutieren über Farben und Trends in der Modeindustrie. Die Designerin sagt, dass aktuell eine Tendenz zum Maximalismus besteht, aber es auch sehr vom persönlichen Geschmack abhängt. Sie ordnen die新材料 im Regal und fahren dann mit dem Lieferdienst zum Laden, um die Ware abzuholen und auszupacken.
Stoffkunde im Spiel
00:52:26Nachdem die Ware eingetroffen ist, sortieren die Beiden die Stoffe ein und lernen die Unterschiede zwischen verschiedenen Materialien. Sie erfahren, dass Polyester nicht direkt schlecht ist, aber natürliche Fasern wie Baumwolle oder Seide atmungsaktiver sind. Die Designerin erklärt, dass es auch Mischstoffe gibt, die beides kombinieren. Sie zeigen auch, wie man im Spiel auf Probleme reagiert und die Spielerfigur verschiedene Funktionen bedient.
Reinigungssimulation und Alltagsroutine
00:55:49Im Stream wird ein Reinigungs-Simulator getestet, bei dem die Teilnehmerin Werkzeuge wie einen Besen verwendet, um Flecken auf dem Boden zu beseitigen. Dabei stellt sie fest, wie ähnlich dies zu den alltäglichen Aufgaben in ihrem eigenen Schneiderladen ist. Sie erzählt, wie oft und wann sie normalerweise die Fenster in ihrem Laden reinigt und dass dies oft von der aktuellen Arbeitslast abhängt, was zu einer leichten Verzögerung führen kann.
Selbstständigkeit und Berufsalltag
00:58:34Die Teilnehmerin gibt Einblicke in den Berufsalltag einer Schneiderin und Unternehmerin. Sie erklärt, dass man etwa drei bis fünf Jahre braucht, um sich in einem Betrieb zurechtzufinden und alle Facetten des Business-Bereichs zu verstehen. Dies umfasst nicht nur kreative Aspekte, sondern auch administrative Aufgaben wie Steuerangelegenheiten. Ihre Metapher von den ersten Jahren als 'Achterbahnfahrt' verdeutlicht die anfänglichen Herausforderungen und Schwankungen im Berufsleben.
Modenschau-Erlebnisse und Fashion Week
01:13:47Sie berichtet von ihren Erfahrungen bei der Berlin Fashion Week, wo ihr Team drein Kollektionen präsentiert hat. Die erste Modenschau war besonders aufregend, aber auch herausfordernd, da das Team alle Aspekte wie Tontechnik, Lichtmanagement und Pressearbeit selbstständig bewältigen musste. Der Höhepunkt war ihr allererster Auftritt auf der Fashion Week für das Ausstellungskonzept 'Berliner Salon', wo sie ihre Entwürfe präsentieren konnte, die von ihrem Migrationshintergrund inspiriert waren.
Kollaborationen mit Prominenten
01:52:27Die Teilnehmerin erzählt von Zusammenarbeit mit Prominenten wie Nina Chuba, für die sie Tour-Outfits entwarf. Aufgrund der räumlichen Distanz zwischen Nina in Deutschland, ihr in Pforzheim und der Stylistin in Paris, mussten alle Designprozesse digital stattfinden. Trotz dieser Herausforderungen gestaltete sich die Zusammenarbeit äußerst positiv, was sich auch in der positiven Rückmeldung und der erneuten Zusammenarbeit für eine nächste Tour widerspiegelt.
Social Media im Modegeschäft
01:54:47Im Gespräch über Marketing und Kundenakquise erklärt die Teilnehmerin, wie ihr Label heutzutage über Instagram erfolgreich viele Menschen erreichen kann, ohne teure Werbekampagnen oder Modenschauen. Obwohl Instagram zeitaufwendig ist, bietet es junge Labels eine kosteneffektive Möglichkeit, präsent zu sein. TikTok probieren sie zwar aus, aber finden es schwierig, da ihre Ressourcen dafür begrenzt sind, weshalb sie spezielle Unterstützung durch Social-Media-Experten im Team benötigen.
Zusammenarbeit mit Künstlern
01:58:07Die Designerin erwähnt eine langfristige Zusammenarbeit mit Künstlern wie Nina Chuba, für die sie Tour-Outfits gestaltet hat. Sie erzählt, wie sie bei der Gestaltung berücksichtigt, dass die Outfits den Anforderungen einer Bühnenshow entsprechen müssen – sie müssen sitzen, nicht zu lang oder kurz sein und ermöglichen Bewegung beim Tanzen.
Stoffwahl und Vermeidung von Schweißsichtbarkeit
01:58:36Die Designerin erklärt, wie sie unsichtbaren Schweiß in Outfits vermeidet. Dazu gehören verschiedene Methoden wie die Verwendung von Spitze, natürlichen Fasern wie Seide, die atmungsaktiv ist, oder die Auswahl von Stoffen in dunklen Farben wie Schwarz, bei denen Schweiß weniger auffällt.
Persönliche Vorlieben beim Design
02:00:36Die Designerin teilt ihre persönlichen Vorlieben bei der Arbeit mit Stoffen. Sie bevorzugt zarte, fließende Stoffe wie Seide oder Schorgette, die sich angenehm anfühlen und gut aussehen. Sie seltener macht sie sehr schwere Baumwollstoffe, die viel Haut bedecken.
Gameplay des Schneider-Simulators
02:03:07Der Stream wechselt zum Gameplay des Schneider-Simulators. Abarna muss in einem bestimmten Zeitraum eine bestimmte Geldsumme verdienen, indem sie Kleidungsstücke bestellt und anfertigt. Der Moderator gibt ihr das Ziel vor, 400 Dollar zu verdienen, während sie gleichzeitig mit dem Abarbeiten von Aufträgen und dem Management des Betriebs beschäftigt ist.
Diskussion über Nachtkundenanrufe
02:04:53Es entsteht eine Diskussion im Chat darüber, ob man Kunden mitten in der Nacht anrufen sollte, um Bestellungen abzuholen. Die Mehrheit ist der Meinung, dass sie lieber schlafen würden, es sei denn, es handelt sich um etwas Wichtiges wie einen Lottogewinn oder einen wichtigen Flug.
Quizfrage zur Textilpflege
02:09:58Es folgt ein Quiz über die fünf Kategorien der Textilpflegesymbole, das die Streamerin und Abarna gemeinsam beantworten müssen. Nach einigem Hin und Her finden sie heraus, dass die Kategorien Waschen, Bleichen, Trocknen, Bügeln und chemische Reinigung sind.
Begrüßung und Stream-Setting
02:20:02Der Moderator begrüßt die Zuschauer und stellt Abarna, eine Designerin, die Kleidungsstücke für verschiedene Künstler wie Nina Chuba, Ikimel und SZA entworfen hat, vor. Heute testen sie den Schneider-Simulator, um zu sehen, wie realistisch dieser ist und wie es wirklich ist, als Designerin zu arbeiten.
Vorstellung von Designstücken
02:53:43Nach dem Spielwechsel zeigt Abarna einige ihrer Designstücke. Sie erklärt die Inspiration und Herkunft der Stoffe, darunter ein recycelter Sari-Stoff und ein Hochzeitskleid. Sie demonstriert, wie sie traditionelle Elemente mit modernem Design kombiniert und betont die Bedeutung von Nachhaltigkeit und fairen Produktionsbedingungen in ihrer Arbeit.
Materialwahl und Scrunchie-Konzept
03:02:50Die Designerin arbeitet mit durchsichtigem Stoff, der durchdrapierte Effekte ermöglicht und asymmetrische Designs hervorhebt. Für das Scrunchie-Projekt wird glänzender Stoff verwendet, der trotz des kitschigen Aussehens elegant wirkt. Der Name 'Kitschy Couture' leitet sich von der positiven kulturellen Bedeutung von Kitsch ab, als höchste Handwerkskunst verehrt wird. Der Prozess beginnt mit der Auswahl und dem Zuschneiden des Stoffes, wobei der Fadenlauf parallel zur Webkante verlaufen muss, damit das am Ende richtig fällt.
Schneidetechnik und Stoffbearbeitung
03:03:38Beim Zuschneiden wird grundsätzlich darauf geachtet, dass der Stoff nicht verschwendet wird und die Schablonen möglichst platzsparend angeordnet werden. Der Stoff wird mit Nadeln oder Gewichten auf der Unterlage fixiert, um ein Verrutschen zu verhindern. Es wird spezielle Stoffschere verwendet und darauf hingewiesen, dass der Stoff beim Schneiden nicht angehoben werden sollte. Die Designerin erklärt, dass Fingerverletzungen durch Nadeln bei der Arbeit mit Stoffen und Nähmaschinen nicht ungewöhnlich sind, jedoch nach gewisser Zeit weniger schmerzen.
Nähprozess und Nahtechnik
03:05:46Das Näh beginnt mit dem Zusammennähen der Stoffenden zu einem Tunnel. Dabei wird darauf geachtet, dass der Stoff sich nicht verzieht, besonders da er dehnbar ist. Es wird eher zu wenige als zu viele Nadeln verwendet, um Löcher im Stoff zu vermeiden. Die Designerin demonstriert, wie die Nahtzugabe (0,5 cm) eingehalten wird, indem das Füßchen der Nähmaschine als Messhilfe dient. Die Nähte werden am Anfang und Ende verriegelt, damit sie sich nicht auftrennen. Das fertige Haarband wird schließlich durchgestülpt und die offene Kante wird mit der Nähmaschine oder per Hand vernäht.
Schneider-Beruf und Modeindustrie
03:08:06Es wird diskutiert, wie man in den Schneiderberuf einsteigen kann – durch klassische Ausbildung, Praktika oder ein Modestudium. Unterschiedliche Berufsfelder wie Schneiderei, Design für Modelabels oder technische Zeichnungen werden erwähnt. Die Designerin erzählt, dass sie fast vier Jahre gebraucht hat, von ihrem Design-Leben leben zu können. Es wird auch auf die Herausforderungen kleiner Labels hingewiesen, die gute Qualität zu fairen Preisen anbieten zu wollen. Fast Fashion wird kritisiert, da sie oft schlechte Qualität habe und Wegwerfmode fördere, was umweltschädlich sei.
Fertigstellung und Einzelheiten des Scrunchie
03:37:39Nach dem Nähen des Tunnels wird das Haarband durchgestülpt, wobei darauf geachtet wird, dass es sich nicht verdreht. Für das Zusammenführen der Enden wird eine Sicherheitsnadel verwendet, um einen Gummi durchzufädeln. Der Designerin wird empfohlen, nach dem Vernähen der letzten Naht die Fäden abzuschneiden und die Nähte nach innen zu legen. Das fertige Scrunchie wird mit einer Rose versehen, die als Brosche an einem Kleid von SZA verwendet wurde, das ebenfalls von der Designerin entworfen wurde. Das Stück wird verlost.
Erlebnisse mit dem Schneider-Simulator
04:02:00Die Gastspielerin testet den Schneider-Simulator und empfindet ihn als sehr realistisch und stressig, vergleichbar mit der echten Schneiderarbeit. Sie schreibt eine offizielle Bewertung für Steam, in der sie den Simulator als 'tolle, aber stressige' Erfahrung beschreibt. Die Simulator-Kunden werden als geizig empfunden, was sich ähnlich wie in der Realität anfühlt. Die Designerin äußert, dass sie sich durch das Streamer-Erlebnis wie eine echte Designerin gefühlt hat, obwohl sie nicht als Gaming-Maus ausgebildet wurde.
Ausblick und Programmankündigungen
04:05:43Der Stream kündigt kommende Inhalte an: Nächste Woche wird eine Weinkönigin im Weingut-Simulator zu Gast sein. Zudem startet bereits am nächsten Abend die nächste Staffel 'Comedy Clash', ein Stand-Up-Comedy-Turnier, das live auf dem ARD-Kanal gestreamt wird. Die Moderation übernimmt Rees, und der Chat darf bei der Abstimmung mitwirken. Am Ende des Streams wird ein Raid zur Streamerin Julia Mumpitz durchgeführt, die ebenfalls bastelt und näht. Highlights sind auf YouTube zu finden, und der Stream bleibt 60 Tage lang bei Twitch verfügbar.