tagesschau together I was machen Sachen?
Tagesschau kooperiert mit Gaming: Neue Formate in der Berichterstattung
In einer Kooperation zwischen der Tagesschau und Gaming-Entwicklern entsteht ein neues Format. Es kombiniert journalistische Inhalte mit Spielmechaniken, um Nachrichten auf neue Weise aufzubereiten. Die interaktiven Elemente zielen darauf ab, insbesondere jüngere Zuschauer anzusprechen und komplexe Themen zugänglicher zu gestalten. Dabei bleibt der informativ-stilistische Kern der Tagesschau erhalten.
Begrüßung und Themenüberblick
00:09:58Die Moderatoren Felix und Hanin begrüßen die Zuschauer zum Stream 'Tagesschau together'. Sie kündigen an, dass heute neben der Tagesschau um 20 Uhr zwei Hauptthemen besprochen werden: der ARD Deutschlandtrend zum Sicherheitsgefühl in Deutschland und der aktuelle Mietenreport. Zudem wird ein Gewinnspiel mit Susanne-Daubner-Tassen angekündigt, bei dem Zuschauer per Fax (über Channel Points) teilnehmen können. Der Stream wird parallel auf Twitch, TikTok, YouTube, Instagram und in der ARD-Mediathek ausgestrahlt, und Mails an tageschau.de sind möglich.
Gewinnspiel-Details und Avatar-Interaktion
00:18:24Das Gewinnspiel wird detailliert erklärt: Zuschauer sollen per Fax (für 300 Channel Points) den Namen eines Gaming-Charakters erraten, der anhand von drei Hinweisen im Stream beschrieben wird. Die richtigen Antworten kommen in einen Lostopf und werden am Ende des Streams verlost. Zusätzlich können Zuschauer durch Aktivierung eines 'Jetzt aktivieren'-Buttons eigene Avatare erstellen und im Stream erscheinen, was interaktive Fragen und Grüße im Chat auslöst. Die Avatare sind auf Desktop (roter Button) und mobilen Geräten (über ARD-Logo) verfügbar.
Tagesschau-Zusammenfassung
00:30:13Die Tagesschau um 20 Uhr wird live übertragen und thematisiert die Wohnungskrise in Deutschland: Hohe Mieten belasten nicht mehr nur einkommensschwache Haushalte, sondern auch die Mittelschicht. Jeder sechste Mieter fürchtet, seine Wohnung zu verlieren. Weitere Themen sind die Übernahme der Gasspeicherumlage durch den Bund, die fehlgeschlagene Wahl der Linkspartei ins Parlamentarische Kontrollgremium, der 'Stahlgipfel' zum Schutz der deutschen Stahlindustrie, die neue digitale Fahrzeug-Zulassungsbescheinigung, der NSU-Prozess gegen eine Helferin, die Weltklimakonferenz in Brasilien, CO2-Speicherung unter der Erde sowie eine Auktion von Goldmünzen, die im Garten vergraben waren.
Sicherheitsgefühl-Debatte mit Ellen Eni
00:46:40Im Anschluss an die Tagesschau diskutieren Felix und Hanin mit ARD-Korrespondentin Ellen Eni über den Deutschlandtrend zum Sicherheitsgefühl. Die repräsentative Umfrage zeigt: 50 % fühlen sich im öffentlichen Raum sicher, 48 % unsicher – ein starker Wandel seit 2017. Frauen (53 %) fühlen sich häufiger unsicher als Männer (44 %), besonders bei Angst vor sexueller Belästigung (38 % vs. 8 %). Ältere Menschen ab 65 Jahren fühlen sich am sichersten, während in Kleinstädten unter 20.000 Einwohnern die Unsicherheit am höchsten ist. Als Gründe genannt werden Diebstähle (52 %), Beleidigungen (48 %) und Terrorangst (32 %).
Analyse der 'Stadtbild'-Rede von Friedrich Merz
01:01:09Die Moderatoren sprechen mit Korrespondentin Kirstin Schwitzer über die Kontroverse um Merz' Aussage zum 'Stadtbild'. Merz deutete Probleme durch 'gewaltbereite Migranten' an, ohne Details zu nennen, was zu Protesten (z. B. 'Wir sind das Stadtbild') und Kritik von Politikern wie Franziska Brötgen (Grüne) führte. Frauen und Prominente forderten in offenen Briefen eine stärkere Fokussierung auf Frauenrechte. Obwohl Merz später betonte, er wolle keine integrierten Migranten abschieben, blieb die Diskussion polarisiert. Unterstützer sahen Handlungsbedarf, während Gegner Diskriminierung befürchteten.
Migration und Arbeitsmarkt
01:07:07Menschen mit Migrationshintergrund sind laut Diskussion unverzichtbarer Bestandteil des deutschen Arbeitsmarktes und arbeiten in essenziellen Bereichen wie Pflege und Bildung. Probleme entstehen jedoch durch Personen ohne dauerhaften Aufenthaltsstatus, die nicht arbeiten und sich nicht an Regeln halten. Dies führt zu Unsicherheiten im öffentlichen Raum, die Vertrauen in den Rechtsstaat untergraben und europaweit gelöst werden müssen. Die Ursachen dieser Herausforderungen erfordern gemeinsame Lösungen auf europäischer Ebene, um das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen.
Sicherheitsgefühl in öffentlichen Räumen
01:08:10Die Debatte über das Sicherheitsgefühl in Bahnhöfen, U-Bahnen und Parkanlagen zeigt, dass viele Menschen Angst im öffentlichen Raum haben. Bestimmte Stadtteile bereiten der Polizei große Probleme, und diese Unsicherheit wird durch das Stadtbild geprägt. Es wird betont, dass Lösungen nur gemeinsam in Europa gefunden werden können, um das Vertrauen in den Rechtsstaat wiederherzustellen. Die Diskussion polarisiert, da unterschiedliche Wahrnehmungen existieren, aber repräsentative Umfragen wie der ARD-Deutschland-Trend eine besorgniserregende Entwicklung bestätigen.
Politische Reaktionen auf Stadtbilddiskussion
01:09:05Nach Äußerungen von Friedrich Merz zum Stadtbild gab es heftige Gegenreaktionen von Grünen und Teilen der SPD, aber auch Unterstützung aus der Union, etwa von Jens Spahn. Angela Merkel mahnte eine maßvolle Wortwahl in der Flüchtlingspolitik an. Cem Özdemir versuchte, eine sachlichere Debatte anzustoßen, etwa mit Vorschlägen zu Steueranreizen für Händler, um Innenstädte zu beleben. Kritik wurde laut, dass Merz keine konkreten Lösungen anbietet und die Diskussion polarisiert bleibt, während politische Maßnahmen wie Investitionen in Infrastruktur Zeit brauchen.
Bürgermeinungen zur Sicherheit
01:10:55In einer Straßenumfrage des NDR äußern sich Menschen unterschiedlich zum Sicherheitsgefühl: Einige fühlen sich nicht bedroht, andere berichten von unangenehmen Situationen wie Nachrufen oder langsamen Autobesuchen. Kritik am Stadtbild äußern vor allem Besucher größerer Städte wie Oldenburg, während Bewohner ländlicher Gebiete wie Hude oder Ganderkesi weniger Probleme sehen. Viele betonen, dass integrierte Migranten zum Stadtbild gehören, aber Unsicherheit besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei Dunkelheit empfunden wird – oft abhängig von individuellen Erfahrungen.
Vorstellung des Mietenreports
01:35:15Der Deutsche Mieterbund hat erstmals einen Mietenreport vorgestellt, der ein Stimmungsbild zur Wohnsituation in Deutschland liefert. 52% der Deutschen wohnen zur Miete, und ein Drittel der Mieter befürchtet, die Miete künftig nicht mehr zahlen zu können. Jeder Sechste fürchtet, die Wohnung zu verlieren. Der Report zeigt, dass Mieter einen immer größeren Teil ihres Einkommens für die Miete aufwenden müssen, was besonders einkommensschwache Gruppen wie Familien, Alleinerziehende und Senioren trifft. Die Ergebnisse basieren auf Umfragen und statistischen Daten.
Projekt 'besser wohnen'
01:37:02Das ARD-Projekt 'besser wohnen' sammelt Erfahrungen von Mietern, etwa zu langen Wohnungssuchen oder Problemen mit Eigenbedarfskündigungen. Junge Familien berichten von chaotischen Wohnverhältnissen, da keine größeren Wohnungen verfügbar sind. Vermieter geben teilweise vor, Hunde zu akzeptieren, aber keine Babys. Der Deutsche Mieterbund unterstützt das Projekt, das Geschichten sammelt und im März 2026 auswerten will. Ziel ist es, konkrete Probleme zu identifizieren und politische Lösungsansätze zu entwickeln.
Lösungsansätze für Wohnraumprobleme
01:37:54Für steigende Mieten gibt es vielfältige Ursachen wie Wohnungsleerstand, hohe Baukosten und Flächenknappheit in Städten. Politische Maßnahmen wie der Bauturbo sollen entgegenwirken, aber die Umsetzung bleibt komplex. Besonders betroffen sind Ballungsgebiete wie Berlin, Hamburg oder Köln, wo ein Stadt-Land-Gefälle besteht. Der Mietenreport identifiziert einen 'Lock-In-Effekt': Mieter ziehen nicht um, obwohl sie größere Wohnungen benötigen, weil keine bezahlbaren Alternativen existieren. Schlupflöcher bei Mietrecht, etwa durch möblierte Vermietung oder Modernisierungen, verschärfen die Lage.
Gewinnspiel und Gaming-Quiz
01:57:08Im Gewinnspiel müssen Zuschauer einen Gaming-Charakter erraten, um eine Susanne-Daubner-Tasse zu gewinnen. Über mehrere Hinweise wird das Charakter beschrieben: markante Augenbrauen, Birnenform, kein Unterbiss, keine Arme, Füße aus Kastanien. Nach Hinweisen zum 'Pilzmännchen' wird 'Gumba' als Lösung bekannt gegeben. Gewinnerin Katrin Lilly erhält die Tasse. Der Stream endet mit einem Raid zum gemeinnützigen Marienkäfer e.V. in München, der bedürftige Menschen mit Essen und Kleidung versorgt. Zudem wird auf den nächsten Stream 'Puls React' hingewiesen.