Keramikerin Lea testet Töpfer-Games ! @studiostarke_ceramics zu Gast bei „Work hard – play hard“

Handwerkerin Lea testet Töpfer-Spiele

Transkription

Es wurde getestet, ob sich der Beruf des Töpferns in digitalen Spielen realistisch abbilden lässt. Eine professionelle Keramikerin aus Düsseldorf widmete sich dabei verschiedenen Spielen. Im Fokus standen nicht nur der Spaß am virtuellen Handwerk, sondern auch ein Vergleich mit der anspruchsvollen Realität der Keramikherstellung. Dabei wurden auch die Herausforderungen und die Kreativität des Berufs beleuchtet.

Master of Pottery
00:00:00

Master of Pottery

Willkommen und Einführung des Formats

00:00:02

Der Stream begrüßt die Zuschauer zu einer neuen Folge von „Work Hard – Play Hard“, in der Keramikerin Lea zu Gast ist. Das Thema des Abends ist das Handwerk der Keramik, wobei Lea seit fast fünf Jahren als selbstständige Keramikkünstlerin in Düsseldorf tätig ist. Sie betreibt dort eine Manufaktur, in der sie, verkauft und hauptsächlich online versendet. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch farbenfrohe Formen aus, die als bunt, rund und bubbly beschrieben werden und im Gegensatz zur reinen Weißheit von Porzellan stehen.

Leas beruflicher Werdegang und Arbeitsweise

00:20:05

Lea stellt sich und ihre Werkstatt vor. Ihre Manufaktur ist sowohl Produktions- als auch Verkaufsort für ihre farbenfrohen Keramikstücke. Sie arbeitet hauptsächlich mit weißem Ton, um die bunten Glasuren zur Geltung zu bringen. Die Werkstatt ist so angelegt, dass Kunden durch ein Schaufenfer direkt beim Töpferzusehen können, was einen gewissen Show-Effekt hat und die Herkunft der Produkte transparent macht. Neben dem Töpfern betreibt Lea auch einen englischsprachigen Vlog, um ihren Arbeitsalltag zu teilen.

Erste Vorurteilsfrage und Reaktion

00:29:46

Die Zuschauer haben per Kanalpunkten eine Vorurteilsfrage freigeschaltet, die lautet: „Wer töpfert, macht auch Yoga. Geht auch campen und hiken und vielleicht auch Marathon laufen?“ Lea bejaht, dass viele Keramikerinnen Yoga ausgleichssportlich betreiben, da das Töpfern sehr rückenbelastend ist und Yoga für die Balance hilft. Campen mag sie jedoch nicht. Sie erklärt, dass sowohl Yoga als auch Töpfern ein gemeinsames Gefühl von Achtsamkeit und im Moment sein vermitteln können, weshalb viele Yoga-Anhänger auch für Keramik begeistert sind.

Historie der Keramik und Einstieg ins Spiel

00:33:31

Der Stream widmet sich der Geschichte des Töpferhandwerks. Keramik gilt als eines der ältesten Handwerke der Menschheit mit Fundstücken, die über 14.000 Jahre alt sind. Für die Herstellung wurden ursprünglich nur Hände, Ton aus der Natur und Feuer benötigt. Moderne Keramiker brennen ihre Stücke in Öfen auf Temperaturen von 1.200 bis 1.300 Grad Celsius, was die extrem Haltbarkeit der Produkte erklärt. Anschließend wird das erste Spiel, „Master of Pottery“, gestartet, in dem Lea und der Host versuchen, Töpferwaren virtuell herzustellen.

Stressfaktoren im Töpferhandwerk

00:41:59

Eine weitere Vorurteilsfrage, die von den Zuschauern eingebracht wurde, lautet: „Als Keramikerin bist du total ausgeglichen und hast nie Stress, oder?“ Lea widerspricht dem vehement. Sie erzählt von einem aktuellen Vorfall, bei dem zwei Wochen intensive Arbeit an 35 Bechern durch eine unerwartete Veränderung der Glasur im Ofen ruiniert wurden. Dies führte zu finanziellen Verlusten und Zeitdruck und verdeutlicht, dass das Handwerk voller Risiken und potenziellen Stressmomente ist, auch wenn es oft als entspannend wahrgenommen wird.

Test von Töpfer-Spielen und praktische Herausforderungen

00:44:38

Im Spiel „Master of Pottery“ versuchen die Gäste, Vasen herzustellen. Lea stellt schnell fest, dass der Simulator viele Aspekte des echten Töpferhandwerks vereinfacht. Der erste Versuch, den Hals einer Vase zu verengen, gelingt im Spiel problemlos, was im echten Leben aufgrund der Zentrifugalkraft, die den Ton zu spreizen versucht, eine hohe Herausforderung ist und viel Fingerspitzengefühl erfordert. Trotzdem bewertet sie den ersten Schritt als unterhaltsamen, wenn auch nicht perfekten Einstieg in die digitale Töpferkunst.

Der Faktor Glück beim Töpfern

00:45:18

Die im Spiel hergestellte Vase wird im virtuellen Brennofen gebrannt. Der Prozess ist schnell und einfach. Dies steht im krassen Kontrast zur Realität, in der sich bei einem Brennvorgang viel schiefgehen kann, wie es Lea bei einem aktuellen Vorfall erlebt hat. Bei ihrer Bestellung von 35 Bechern hat sich die Glasur unerwartet verändert, was zu einem finanziellen Verlust von 2000 Euro und dem Verlust von zwei Wochen Arbeit führte. Dies zeigt, dass neben dem Handwerk auch ein großes Maß an Glück erforderlich ist, um ein perfektes Keramikstück zu erschaffen.

Technische Herausforderungen und Materialkunde

00:46:35

Zu Beginn des Stream-Abschnitts werden die technischen Schwierigkeiten beim Töpfern auf der Drehscheibe erörtert. Insbesondere große, breite oder sehr hohe Formen als auch Gefäße, die im Bauch rund sind und oben wieder schmaler werden, gelten als besonders anspruchsvoll. Der Grund liegt in der Schwierigkeit, den Ton oben wieder zu formen, ohne dass er porös oder brüchig wird. Diese Porösität kann auf die Verwendung von Schamotte zurückzuführen sein, bei dem dem Ton Granulat oder Steinchen beigemischt werden. Dies soll die Herstellung großer Gefäße erleichtern und dient vor allem als optischer Hingucker, ohne auf eine mindere Qualität hinzudeuten. Die Entscheidung für einen bestimmten Schamottanteil ist eine bewusste gestalterische Wahl.

Brennverfahren und Nachhaltigkeit in der Keramik

00:50:49

Ein zentraler Punkt ist die Diskussion verschiedener Brennverfahren. Es wird das traditionelle japanische Raku-Verfahren vorgestellt, bei dem die gebrannten, noch heißen Keramikstücke in Naturmaterialien wie Späne gelegt werden, um einzigartige Farbverläufe zu erzeugen. Diese Brennart erfolgt bei Temperaturen um 950 Grad Celsius und die Gefäße sind theoretisch nicht lebensmittelecht, da die Poren nicht vollständig geschlossen sind. Durch den Gebrauch sollen sich diese jedoch versiegeln. Es wird auch die Möglichkeit erwähnt, einfache Raku-Brennöfen selbst zu bauen, während für elektronische Öfe auf professionelle Hersteller verwiesen wird. Abschließend wird die hohe Nachhaltigkeit des Töpferhandwerts betont, da Tonreste bis zum Brennvorgang vollständig recycelbar sind. Lediglich die Plastiksäcke der Tonlieferung stellen ein Problem dar.

Interaktives Stream-Format und Zuschauerbeteiligung

01:00:01

Der Stream wird als interaktives Format „Work hard – play hard“ vorgestellt. Zuschauer haben die Möglichkeit, mit Kanalpunkten verschiedene Aktionen auszulösen, wie zum Beispiel das Freischalten von Vorurteilsfragen oder das Triggern eines Snackautomaten. Das endgültige Ziel ist der Aufbau eines virtuellen Töpferstudios im Spiel The Sims. Eine erste Quizfrage, die den Kanalpunkt-Pool des Chat erreicht, wird angekündigt. Dies fördert die direkte Interaktion zwischen der Keramikerin und dem Publikum und lässt die Zuschauer aktiv am Streamerlebnis teilhaben.

Kreativität, Preisfindung und professioneller Alltag

01:09:39

Ein Fokus liegt auf der kreativen Freiheit im Handwerk. Im Gegensatz zu anderen Handwerksberufen gibt es in der Keramik keine festen Normen, was die Form und das Design von Stücken wie Schalen oder Tellern angeht, solange keine spezifischen Kundenanforderungen vorliegen. Die Streamerin bevorzugt es, jedes ihrer Lieblingsstücke, die „Happy Good Morning Becher“, einzigartig zu gestalten, um sich selbst und später die Besitzer zu überraschen. Die Preisfindung für Keramik wird als komplexes Thema diskutiert. Brennkosten für einen Ofen können schnell 20-40 Euro betragen und die Stromrechnung im Studio ist immens. Dennoch werden von den Chat-Teilnehmern eher symbolische Preise für die im Spiel hergestellten Vasen genannt, was den abstrakten Wert von Handwerkskunst aufzeigt.

Wissensvermittlung und Fankultur

01:15:44

Die Kommunikation mit dem Chat dient nicht nur der Unterhaltung, sondern auch der direkten Wissensvermittlung. Auf Nachfragen hin erklärt die Keramikerin grundlegende Begriffe und Techniken, wie die Funktion eines Trichterrands an Gefäßen oder die Herstellung von eckigen Formen, die nicht auf der Töpferscheibe, sondern durch Handbuilding möglich ist. Gleichzeitig zeigt die Interaktion eine starke Fankultur. Zuschauer teilen Insiderwitze wie die Anspielung auf den Film „Ghost“ und spenden humorvolle Namen für Objekte. Auch die Antwort auf die Frage, ob sie durch Dirty Dancing zur Keramik kam, zeigt die enge Verbindung zwischen Streamerin und Community, die sich auf gemeinsame Referenzen stützt.

Grundlegendes zu Keramikmaterialien

01:30:21

Die Streamerin erläutert den Unterschied zwischen Ton und Porzellan. Ton ist ein natürliches Rohstoff, der auch industriell hergestellt werden kann, und dient der Herstellung von Keramik. Porzellan hingegen ist ein künstlich hergestelltes Material, das in der Natur nicht vorkommt. Es ist dünner, oft durchscheinend, zäher in der Verarbeitung und im Vergleich zu Ton teurer. Porzellan neigt zudem eher zu Rissen und Verformungen während des Brennprozesses.

Experimente mit Farben und Formen

01:32:17

Nach der theoretischen Einführung wendet sich die Streamerin praktischen Experimenten zu. Sie testet neue, eingekaufte Farben und versucht, eine Vase herzustellen. Ihr erstes Experiment ist eine komplett grüne Vase. Der Chat interaktiv bei der Namensgebung mit Vorschlägen wie 'Frühlingswiese' oder 'Osterei'. Zuvor hatte sie versehentlich vergessen, eine Glasur aufzutragen, was notwendig wäre, um das Endproduct glänzend zu machen. Sie stellt zudem fest, dass Porzellan teurer ist, weil es künstlich hergestellt und schwieriger zu verarbeiten ist.

Preisgestaltung und Wertschätzung handgefertigter Keramik

01:37:12

Es wird die Frage nach einem fairen Preis für handgefertigte Keramik diskutiert. Die Streamerin erklärt, dass ihre Becher zwischen 30 und 40 Euro kosten. Sie argumentiert, dass dieser Preis gerechtfertigt ist, wenn man die Arbeitszeit, Materialkosten, Brennkosten und Wartezeiten bedenkt. Viele Kunden schätzen das Handwerk erst nach einem Töpferkurs richtig ein und verstehen dann die Preisstruktur. Handgemachte Keramik sei ein Luxusartikel und ein Sammelstück, mehr als nur ein Gebrauchsgegenstand.

Arbeitsprozess und Materialkosten bei Keramik

01:40:33

Die Streamenzieht die Arbeits- und Materialkosten für eine einzelne Schale durch. Eine Schale benötigt etwa 25 Minuten reine Arbeitszeit. Dazu kommen die Materialkosten, wobei der Ton mit etwa 10 Euro für einen 10-Kilo-Sack relativ günstig ist. teurer ist die Arbeitszeit. Auch die Brennzeit von über zehn Stunden und die Kosten für den Strom sind wesentliche Faktoren, die in den Endpreis einfließen. Sie betont, dass die handwerkliche Qualität durch eine langlebige, spülmaschinengeeignete Glasur gesichert wird, im Gegensatz zu Billigprodukten.

Die Entstehung der 'Watermelon'-Glasur

01:51:08

Die Streamerin stellt ihre berühmte 'Watermelon'-Glasur vor, die aus einem Versehen entstand. Sie hatte irrtümlich zwei Becher in unterschiedliche Glasuren getaucht, da diese vor dem Brennen gleich aussehen. Das Ergebnis war ein zufälliger Farbverlauf von orange, pink und grün, der wie eine Wassermelone aussieht. Dieser Zufall wurde so erfolgreich, dass es ihr erstes verkauftes Stück war. Sie betont, dass Töpfern und Glasuren ein großes Mysterium seien, da Farben sich oft anders entwickeln als erwartet.

Der praktische Töpferkurs an der Scheibe

02:03:18

Nach dem digitalen Spiel wechselt der Stream ins Studio und beginnt mit einem praktischen Töpferkurs. Sie erklärt die grundlegende Ausrüstung, wie die spezielle 'Walking Apron' und die Töpferscheibe. Der erste Schritt ist das Kneten des Tons, um Luftblasen zu entfernen. Anschließend wird der Ton auf der Scheibe zentriert. Dabei ist Wasser als Trennmittel zwischen Ton und Hand entscheidend, damit der Ton nicht an den Fingern kleben bleibt. Sie demonstriert den korrekten Sitz an der Scheibe und die Notwendigkeit einer runden, stabilen Haltung, um Rückenproblemen vorzubeugen.

Vorbereitung und Zentrieren des Tons

02:12:38

Lea beginnt damit, die Hände mit Wasser zu befeuchten, um zu verhindern, dass der Ton kleben bleibt. Anschließend versucht sie, den Ton auf der Drehscheibe zu zentrieren, indem sie mit beiden Händen gleichmäßig Druck von der Seite aufbaut. Dieser als besonders schwierig geltende Schritt ist essentiell, um eine symmetrische Form zu erzeugen. Nachdem der Ton mittig positioniert ist, erstellt sie mit beiden Händen ein Loch in der Mitte, um die Grundform für das spätere Gefäß zu schaffen.

Formgebung der Schüssel durch Wanddünnschleifen

02:15:48

Nachdem das Loch geschaffen wurde, muss es vergrößert und der Ton nach oben gezogen werden. Lea erklärt, dass dieser Teil viel Fingerspitzengefühl erfordert. Mit einer Hand auf der Innenseite und der anderen auf der Außenseite des 'Donuts' baut sie gleichmäßig Druck auf, sodass der Ton nach oben wandert und die Wand dabei gleichmäßig dünner wird. Dieser Prozess wird mehrmals wiederholt, bis die gewünschte Wandstärke erreicht ist und eine glatte, gleichmäßige Form entsteht.

Korrekturen und Beseitigung von Formfehlern

02:31:22

Während der Formgebung entstehen unweigerlich Fehler wie ein 'Pilz', bei dem die Schüssel unten schmaler ist als oben. Lea gibt Anweisungen, um diese Fehlstellen zu korrigieren, indem sie die linke Hand anders positioniert und den Ton in die gewünschte Trapezform drückt. Auch die Geschwindigkeit der Drehscheibe wird angepasst, um die Arbeit zu erleichtern. Es wird betont, dass gleichmäßiger Druck und präzise Handhabung entscheidend sind, um eine stabile und ästhetische Form zu gewährleisten.

Trennung und Abschluss des fertigen Werks

02:49:06

Nachdem die gewünschte Form erreicht ist, wird das Gefäß von der Drehscheibe getrennt. Hierfür wird eine spezielle Schnur verwendet, die unter das Werkstück geschoben und durch Zug getrennt wird. Nachdem der untere Boden mit einem Zusatzstück aus Ton verstärkt und geglättet wurde, präsentiert Lea das fertige, aber noch ungebrannte Stück. Sie zeigt es der Kamera und vergleicht es mit professioneller 'Stangenware', um die Einzigartigkeit des handgefertigten Artikels hervorzuheben.

The Sims 4
02:52:38

The Sims 4

Auswahl der Töpferform

02:52:42

Die Streamerin beginnt den Stream mit der Vorstellung von drei verschiedenen Töpferformen: eine klassische Tasse ohne Henkel, eine gerade Form sowie eine geöffnete Variante mit Henkel. Um eine Entscheidung zu treffen, wird im Chat eine Umfrage gestartet. Nachdem die Abstimmung ausgewertet wurde, entscheidet sie sich für die Form '6-7', da diese am häufigsten gewählt wurde und gleichzeitig ihre persönliche Lieblingsform ist, welche sie als besonders ansprechend beschreibt.

Malvorgang am Töpferteller

02:55:15

Die Streamerin erklärt im Detail den Malprozess. Zuerst wird der Pinsel verwendet, um eine Grundierung aufzutragen, welche die weiße Keramikfarbe abdecken soll. Da sie das 'Work hard – play hard'-Logo auf die Tasse malen möchte, wählt sie eine rosa Grundfarbe, die über eine weiße Schicht gemalt wird. Danach beginnt sie, das Logo in weiß zu zeichnen, wobei sie den Fokus darauf legt, dass die speziellen Keramikfarben in der Flasche anders aussehen können als nach dem Brennprozess. Zum Abschluss demonstriert sie, wie die Farbe mit dem Pinsel verrieben wird, um eine gleichmäßige Fläche zu erzielen.

Start des Spiels 'Die Sims 4'

02:58:43

Nach dem gemeinsamen Malen wechselt der Stream in das Spiel 'Die Sims 4' mit der Töpfer-Erweiterung. Die Streamerin und ihr Partner beginnen in einem Haus, das sie sich teilen. Sie erkunden die Räume und stellen fest, dass sie jeweils ein eigenes Zimmer haben. Ihr persönlicher Raum ist kreativ gestaltet und enthält Keramik-Equipment, Werkbänke und meditative Elemente, was ihre Charaktereigenschaft als künstlich darstellt. Ihr Partner wählt das Feuerwehrmann-Kostüm, um eine Töpferschürze zu tragen, was der Streamerin amüsant findet.

Unternehmensgründung im Spiel

03:04:19

Beim Einrichten des Töpferstudios starten die beiden offiziell ihr eigenes kleines Unternehmen. Die Streamerin betont, dass dieser Prozess in der Realität mehr kostet, im Spiel aber mit wenigen Klicks und ohne nennenswerte Kosten erledigt ist. Sie entscheiden sich für den Namen 'Tonart', der im Chatvorschlag positiv aufgenommen wird. Um das Unternehmen zu starten, kaufen sie eine Töpferscheibe und einen Brennofen. Der erste Schritt ist also die Anschaffung der wichtigsten Werkzeuge, um mit der Produktion von Keramikware beginnen zu können.

Realismus und Töpferprozess

03:12:18

Die Streamerin kommentiert den Realismus des Spiels, besonders im Töpferprozess. Sie erwähnt, dass im echten Leben das Töpfern nicht aus Luft und Liebe geschieht, sondern teure Materialien erfordert, was im Spiel simuliert wird. Sie stellt fest, dass die Arme der Spielfigur unrealistisch lang sind und für die Töpfertechnique unpassend. Während sie eine Vase am Töpferteller formt, erklärt sie, dass es in der Realität Rückenschmerzen verursachen kann und dass man für das Glasieren einer Maske benötigt, da die Glasur gesundheitsschädlich ist.

Vorurteile und Handhabung der Keramik

03:15:20

Die Streamerin beantwortet eine vom Chat gestellte Vorurteilsfrage: 'Als Keramikerin hast du nie saubere Fingernägel, oder?'. Sie bestätigt, dass kurze, gepflegte Fingernägel wegen der stark beanspruchten Hände und der austrocknenden Wirkung von Ton praktisch sind und langes Fingernägellack schnell splittert. Sie teilt außerdem einen Geheimtipp mit: spezielle Handcremes mit einer Schutzschicht verhindern, dass die Haut zu sehr austrocknet. Dies zeigt die praktischen Aspekte ihres Berufes, die über das bloße Töpfer hinausgehen.

Interaktion mit dem Chat und Formatvorstellung

03:25:35

Während des Streams wird ein Raid von einem anderen Kanal begrüßt. Anschließend stellt die Streamerin das Format 'Work hard – play hard' näher vor und erwähnt die verschiedenen Elemente, wie eine Hüpfburg und einen Zauberer. Sie betont den Bildungsauftrag des ARD-Kanals und weist darauf hin, dass keine Phallus-Symbole getöpfert werden. Auch wird ein Vergleich mit der Filmszene aus 'Ghost' angestellt, die das Töpfern romantisiert, aber aus ihrer Sicht unrealistisch darstellt. Der Stream ist also eine Mischung aus Gaming, kreativem Handwerk und Bildung.

Einrichtung des virtuellen Keramikladens

03:36:12

Die Streamerin richtet gemeinsam mit der Gastgeberin einen virtuellen Laden für handgefertigte Keramik ein. Sie platzieren Verkaufssockel und eine Kunstausstellungswand, um die selbstgetöpferten Vasen und Tassen präsentieren zu können. Ein Whiteboard wird angekauft, um später Kurse für Kunden anbieten zu können. Der Fokus liegt darauf, die Grundlagen für das Geschäft aufzubauen und den Verkauf der Produkte zu ermöglichen, wobei die technische Einrichtung zunächst etwas unübersichtlich ist.

Verkauf der ersten Keramikstücke

03:47:06

Nach Einrichtung des Ladens werden die ersten Keramikstücke erfolgreich an virtuelle Kunden verkauft. Die Protagonistinnen verzeichnen Einnahmen in Höhe von 250 Simoleons und feiern diesen ersten kommerziellen Erfolg. Dies motiviert sie, das Business weiter auszubauen und zu verstehen, wie der virtuelle Handel mit handgefertigten Waren funktioniert. Die Kundeninteraktion wird als aufregend und motivierend empfunden.

Erfahrungen der professionellen Keramikerin

03:49:37

Die Gastgeberin teilt ihre tiefgehenden Erfahrungen aus dem echten Leben als selbstständige Keramikerin. Sie erklärt die großen Herausforderungen, wie das unsichere Einkommen, die lange Produktionszeit und die Notwendigkeit, auch Kurse anzubieten, um über die Runden zu kommen. Sie betont, dass für den Beruf erhebliches Startkapital, Risikobereitschaft und eine soziale Ader erforderlich sind, um erfolgreich zu sein und das Handwerk mit Menschen teilen zu können.

Therapeutischer Wert des Töpferns

04:02:18

Das Gespräch verlagert sich auf den psychologischen und therapeutischen Nutzen des Töpferns. Viele Menschen, darunter auch die Gastgeberin selbst, finden im Töpfern einen Weg aus Burnout-Phasen und psychischen Belastungen. Der Prozess des Erscheinens eines konkreten Ergebnisses aus eigener Hand gibt Stolz, Selbstwertgefühl und neuen Mut. Es wird als Ausgleich zur digitalen Welt hervorgehoben, der ein greifbares Ergebnis schafft und sozialen Kontakt ermöglicht.

Expertenwissen über Keramik

04:04:04

Die Gastgeberin teilt fundiertes Fachwissen über die Keramikherstellung. Sie beschreibt den Prozess des Glasierens als eine chemische und experimentelle Wissenschaft, bei der unvorhersehbare Ergebnisse entstehen. Man müsse sich wie Wissenschaftler verhalten, verschiedene Reaktionen testen und dokumentieren. Dieses Wissen ermögliche es, einzigartige Kunstwerke zu schaffen, die nicht im Massenmarkt erhältlich sind und echtes Handwerk repräsentieren.

Werdegang der Interviewerin

04:07:36

Die Interviewerin erzählt von ihrem ungewöhnlichen Werdegang. Sie studierte Politik- und Theaterwissenschaft und absolvierte ein journalistisches Volontariat bei der ARD. Ihre Leidenschaft für Gaming führte dazu, dass sie zusammen mit einem Kollegen das Format „WorldCardPlay“ ins Leben rief, nachdem sie lange darum kämpfen musste, das Format innerhalb der ARD durchzusetzen. Dies verdeutlicht ihre vielseitigen Fähigkeiten und ihre Leidenschaft für das Thema.

Bewertung der Töpfer-Games

04:12:50

Zum Ende des Streams bewerten die beiden Gastgeberin und die Streamerin die beiden getesteten Töpfer-Games offiziell für den ARD-Kanal. Das Spiel Master of Pottery wird als sehr entspannt, aber nicht besonders abwechslungsreich für zwischendurch bewertet. Das Sims 4-Add-on „Töpfern“ hingegen wird als großartig gelobt, da es einen kreativen Handwerksberuf gut repräsentiert und eines der Lieblingsspiele beider Frauen ist.

Abschied und Ausblick

04:16:51

Der Stream neigt sich dem Ende zu. Die Interviewerin bedankt sich bei der Keramikerin für das aufschlussreiche Gespräch und kündigt die nächste Folge von „Work hard – play hard“ in zwei Wochen an. Als Gast wird der Bodybuilder und ausgebildete Konditor Florian Schaffer erwartet. Gleichzeitig wirbt sie für die bereits an diesem Mittwoch startende Folge „MixTalk“ zum Thema Videospielverfilmungen. Abschließend wird ein Gewinnspiel für die im Stream erstellten Keramikstücke angekündigt.