Musiker testet GuitarHero ! BandHero ! Let's Sing // BLVTH bei WHPH X Levels & Soundtracks
Musiker testet Games im ARD-Format
Es wurde ein Musikformat gestaltet, in dem ein Musiker aus Berlin verschiedene Musikspiele aus der Perspektiv eines Profis ausprobiert. Bei 'WHPH X Levels & Soundtracks' wurde mit 'Band Hero' und 'Guitar Hero' getestet. Dabei stand die kreative Reflexion im Fokus. Es wurden gesellschaftliche Vorurteile wie der Zusammenhang von Drogen und Kreativität thematisiert und am Ende ein Song live produziert.
Einführung und erste Einblicke
00:09:50Der Stream auf dem ARD Twitch-Channel startet mit einem neuen Format namens 'Work hard, play hard', bei dem Profis verschiedene Simulatoren testen. Die Gäste sind Mara, eine Schreinerin, und Nina, die zusammen mit der Host Friedel im Bakery-Simulator eine Challenge absolvieren. Währenddessen unterhalten sie sich über die Unterschiede ihrer Berufe und Vorurteile, wie die Annahme, dass Bäcker eine Beziehung ruinieren oder Dachdecker Alkoholiker seien. Dies leitet das Thema des Tages ein, das Musik und Gaming vereint.
Vorstellung der Gäste und Studioumgebung
00:11:26Die Sendung beginnt mit einer Begrüßung und Vorstellung der Gäste. Blut, ein Musiker und Musikproduzent aus Berlin, und Leviton Soundtracks, der Host des Formats, begrüßen das Publikum. Im Studio ist eine professionelle Musikumgebung eingerichtet, die echte Schlagzeuge, Gitarren und eine Workstation umfasst. Geplant ist, die Musikspiele 'Band Hero', 'Guitar Hero' und 'Let's Sing' zu spielen, um die Realität und den Spaß dieser Spiele aus der Perspektive eines echten Musikers zu testen.
Bluts Musikkarriere und künstlerische Identität
00:13:18Bluts Karriere und künstlerisches Werden werden beleuchtet. Sein Künstlername 'BLVTH' entstand nach dem Film 'Blood Diamond', und er beschreibt seine Musik als Genre-Bending-Mix aus Pop, Rap, Hardcore-Punk und French House. Neben seiner Musik beschäftigt er sich auch mit Malerei und Kochen, was ihm hilft, kreativ zu bleiben und den Fokus zu wechseln. Er gibt Einblicke in seine Prozesse, betont, dass er sich keinem Genre festlegen möchte und sich selbst eher als Neo-Avantgardisten oder Neo-Expressionisten sieht. Sein neuestes Album ist wild und vielfältig.
Live-Auftritte und zukünftige Projekte
00:26:39Blut spricht über seine intensiven Live-Auftritte, die für ihre wilde Energie und ein friedliches, aber enthusiastisches Publikum bekannt sind. Sein nächstes Konzert findet als Free-Show am 22.03. im Weltecho in Chemnitz statt. Anschließend spricht er über die Schwierigkeiten im Musikgeschäft, das Fehlen einer Mitte zwischen Erfolg und Misserfolg und die Wichtigkeit, bescheiden zu bleiben. Für dieses Jahr kündigt er ein 'Big Major Moment' an, das 'heftig' und 'verrückt' werden soll und bei dem neue, aufwühlende Musik präsentiert wird.
Kollaborationen und kreative Prozesse
00:38:01Blut erzählt von seiner Zusammenarbeit mit Künstlern wie Felix Kummer von Kraftklub, bei der er im Wohnzimmer Songs produziert hat. Auch seine Touren mit Leoniden und seine Produktionsarbeit für Casper und Materia werden erwähnt. Alle genannten Künstler beschreibt er als authentisch und bodenständig. Er kritisiert das Vorurteil, dass viele Songs unter Drogeneinfluss entstehen, und betont, dass gutes Songwriting klarer Verstand bedarf. Der kreative Prozess sei oft anstrengend, voller Frustrationen und nicht die glamouröse Welt, die viele annehmen.
Der Start der Gaming-Challenge
00:46:03Die Vorbereitungen für die erste Runde im Spiel 'Band Hero' beginnen. Die Hosts und Blut geben einen kurzen historischen Abriss der Rock-Band-Spiele-Reihe und stellen fest, dass das alte Equipment kaum noch zu bekommen ist. Blut, der eigentlich kein Gamer ist, zeigt dennoch Bock auf die Herausforderung. Er erklärt, dass das Spielen dieser Musikspiele für ihn als Musiker inspirierend sein kann, da es einen komplett anderen kreativen Zustand fördert, in dem er gar keine Musik machen muss. Dies unterstreicht seine Philosophie, kreativ durch Vielfalt und Hobbys zu bleiben.
Die erste Vorurteilsfrage
00:49:53Das interaktive Element der Vorurteilsfragen, welche die Zuschauer mit Kanalpunkten freischalten können, kommt zum Einsatz. Die erste Frage an Blut lautet, ob es überhaupt gute Songs gibt, die nicht unter Drogeneinfluss entstanden sind. Blut weist diese Annahme strikt zurück und betont, dass Kreativität und Sucht inkompatibel seien. Er bekennt sich als 'cleaner Boss' und nennt Kaffee und Butter seine einzigen Süchte. Er appellt an das Publikum, nicht den Glauben zu verbreiten, dass Drogen für gute Musik notwendig seien.
Vorurteile über Musiker und Hobbys
00:50:22Auf die Frage, ob Musiker auch drogensüchtig sein können, antwortet Blut, dass dies zwar vorkommt, aber kein adäquater Weg zur Kreativität sei. Er plädiert für einen klaren Kopf beim Songwriting. Daraufhin kommt die Diskussion auf Hobbys und Ausgleich. Blut berichtet, dass er ständig neue Hobbys ausprobieren würde, wenn er die Zeit hätte, wie Keramik oder einfach nur 'Sitzen und nichts tun'. Er betont die Wichtigkeit innerer Ruhe und des Ausprobierens, um als Musiker nicht in einer starren Blase gefangen zu bleiben.
Erste Band-Hero-Versuche
00:53:09Der Stream beginnt mit einem spontanen und chaotischen Versuch, das Spiel Band Hero zu starten. Die Teilnehmer haben anfangen Schwierigkeiten, die Instrumente zu verbinden und die richtige Konfiguration zu finden. Bevor es überhaupt losgehen kann, bricht der erste Songversuch bereits ab, was zu großer Unruhe und einer Diskussion über die Schwierigkeit des Spiels führt. Der Chat wird dabei genutzt, um auf die technischen Probleme hinzuweisen und für den nächsten Versuch zu stimmen.
Songauswahl und technische Hürden
00:55:37Nach den anfänglichen Problemen wird mit "Bring Me to Life" von Evanescence ein Song ausgewählt, der als ikonisch und besonders bekannt gilt. Die Wahl der Schwierigkeitsstufe und der Charaktere sowie die Verbindung der Controller verlaufen jedoch weiterhin holprig. Mehrere Versuche, das Spiel zu starten, scheitern an technischen Pannen, was zu witzigen Kommentaren im Chat und der Erkenntnis führt, dass die alten Instrumente nicht mehr optimal funktionieren.
Dauernde Performance und Chat-Interaktion
00:57:34Das Spiel läuft nun an und die Streamer beginnen, den Song zu spielen. Obwohl die Performance anfangs holprig ist und von Fehlern geprägt, wird der Unterhaltungswert des Streams durch die ständige Interaktion mit dem Chat aufrechterhalten. Der Streamer nutzt die Zeit, um den Spielernamen zu diskutieren und auf Kommentare aus dem Chat einzugehen, was zu einer lockeren, humorvollen Atmosphäre führt. Die Problematik, dass alte Instrumente mit neuen Spielen nicht immer kompatibel sind, bleibt ein zentrales Thema.
Musikerperspektive auf das Spiel
01:04:46Nach einem gescheiterten Song reflektieren die Teilnehmer über die Erfahrung aus Sicht von professionellen Musikern. Einer der Streamer stellt fest, dass es ihm schwerfällt, die Mechaniken des Spiels abstrakt zu verstehen, da er es mit seinem instrumentalen Hintergrund verbindet. Der Fokus verschiebt sich auf die Diskussion, dass das Spielen von Band Hero für einen Musiker anders ist als für einen normalen Spieler, da er auf Rhythmus und Takt statt auf Farbfelder achten muss.
Musik-Genre und Band-Hero-Frust
01:06:01Das Gespräch vertieft sich in die musikalischen Einflüsse und die Geschichte des gespielten Evanescence-Songs. Die Teilnehmer diskutieren, ob der Song dem Metal-Genre zuzuordnen ist oder eher als Emo-Musik gilt. Es werden Erinnerungen an die New-Metal-Ära mit Bands wie Linkin Park und Slipknot geweckt. Gleichzeitig wird der Frust über das Spiel wieder deutlich, da die teilnehmenden Musiker Schwierigkeiten haben, sich auf die spielerischen Aspekte statt auf die musikalischen Details zu konzentrieren.
Reflexion über moderne Musikproduktion
01:09:07Nach den Band-Hero-Versuchen springt der Stream zu einem tiefsinnigen Thema: die Entwicklung der modernen Musikproduktion. Es wird diskutiert, dass heutige Songs kürzer sind und oft auf TikTok-optimierten Hooks basieren, da die Aufmerksamkeitsspanne der Zuhörer gesunken ist. Die Streamer äußern ihre Sorge, dass dieser Trend der künstlerischen Freiheit abträglich ist, auch erkennen sie an, dass der Druck, sich diesen kommerziellen Vorgaben anzupassen, für viele Musiker real ist.
Kreativität ohne Drogen
01:32:09Ein Vorurteil aus dem Chat wird aufgegriffen und zur Diskussion über Kreativität und Drogenkonsum. Der Streamer erklärt, dass er seit einiger Zeit komplett clean lebt, weder Alkohol noch andere Drogen konsumiert, und dies positiv für seine kreative Arbeit und sein mentales Wohlbefinden sei. Er betont, dass gute Ideen aus seinem eigenen Inneren kommen müssen und nicht durch Substanzen gefördert werden. Stattdessen beschreibt er seinen kreativen Prozess als spontanen Flow, der beginnt, sobald er anfängt zu schreiben oder zu komponieren.
KI und die Zukunft der Musikproduktion
01:35:33Eine weitere Vorurteilsfrage führt zu einer intensiven Debatte über den Einfluss von Künstlicher Intelligenz (KI) auf die Musikindustrie. Während einige argumentieren, dass KI als Werkzeug zur Erleichterung der Produktion hilfreich sein kann, bleibt die Mehrheit skeptisch. Die Sorge ist, dass KI-Musik menschliche Fehler und Einzigartigkeit nicht ersetzen kann und letztendlich den künstlerischen Ausdruck und den Personenkult um Musiker untergräbt, was für die Branche verheerend sein könnte.
Tutorial und erste Erfahrungen mit den Instrumenten
01:45:29Die Streamer beginnen mit den Tutorials für die Instrumente von Band Hero und Guitar Hero. Ein physiotherapeutischer Simulator, der speziell auf die Dehnung und Kräftigung des Rückens abzielt, wird vorgestellt und ausprobiert. Es wird betont, wie anstrengend und wichtig solche Übungen sind, um Verletzungen vorzubeugen. Die Streamer tauchen in die Steuerung der virtuellen Instrumente ein und lernen die grundlegenden Handgriffe für die Tasten und Mechaniken des Spiels.
Erste Spielsession und Songauswahl
01:49:17Nachdem sie das Tutorial absolviert haben, starten die Streamer mit dem Song '1975' von 'The 1975'. Es kommt anfangs zu technischen Schwierigkeiten und Verwirrung bei der Positionierung der Spieler vor der Kamera. Dennoch gelingt es ihnen, den Song zu spielen und die ersten Töne zu treffen. Während des Spiels wird der Vergleich zu einer echten Band und die Freude an der Simulation deutlich, auch wenn die Schwierigkeitsstufe anfangs als herausfordernd empfunden wird.
Live-Produktion eines Songs
01:58:35Die Streamer wechseln das Thema von Videospielen zur Musikproduktion. Der Gast BLVTH, auch bekannt als Blut, ist Schlagzeuger und Musiker und produziert live auf einem Laptop einen Song. Er nutzt eine Digital Audio Workstation (DAW) namens Ableton Live, um einen Bass-Loop zu erstellen. Schritt für Schritt wird ein Beat aufgebaut, mit Kicks, Snares und Effekten wie einem Riser. Der Prozess wird als Hexerei beschrieben, die viel Geduld und technisches Know-how erfordert.
Vokaleinspielung und Kollaboration
02:17:48Ein spontaner Vorschlag aus dem Chat führt zur Idee, einen Songtext zum Thema 'Joghurt' zu erstellen. Der Text wird schnell zusammengestellt und der Gast BLVTH singt die Vocals live dazu. Es kommt zu technischen Problemen mit der Audioqualität, was eine erneute Aufnahme notwendig macht. Mit Autotune, Effekten und viel Enthusiasmus entsteht in Echtzeit ein fertiger Song mit dem Titel 'Joghurt in my Bowl'.
Ausblick und Ankündigungen
02:43:50Zum Abschluss des Streams werden zukünftige Formate des ARD Twitch-Kanals angekündigt. Am nächsten Abend wird eine neue Folge von 'Gangster, Junkie und Herrin' ausgestrahlt. Für den kommenden Samstag wird eine große Pre-Show zum ESC-Vorentscheid-Finale angekündigt, bei der die Streamer Gäste wie Stefan Raab, Conchita Wurst und die Band Feuerschwanz interviewen werden. Der Stream endet mit dem Hinweis auf einen bevorstehenden Raid zu einem anderen Kanal.