Das Fantasy-Tatort Pen & Paper ! Mord im Feenreich” mit Mháire Stritter, Baso, Steffen Grziwa und Eli Wasserscheid
Mysteriöse Morde in magischer Bibliothek! Feen-Ermittler suchen Schuldigen
Feen, die aus Büchern entstehen, werden ermordet – die Tat ist rätselhaft, doch die Ermittlungen führen in eine Welt voller magischer Geheimnisse. Mit logischem Scharfsinn und kreativen Ansätzen suchen Mháire Stritter, Baso, Steffen Grziwa und Eli Wasserscheid nach Antworten. Wer hat die Fee getötet und warum? Ein Fall, der weit mehr als eine simple Morduntersuchung ist.
Einführung in das Fantasy-Pen-&-Paper-Projekt
00:15:02Der Stream startet mit einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit zwischen dem Bayerischen Rundfunk und den Münchner Bibliotheken. Das Projekt kombiniert den klassischen Tatort-Krimi mit dem Fantasy-Genre in einer magischen Bibliothek, in der Feen aus Büchern entstehen. Die Spieler:innen Mháire Stritter, Baso, Steffen Grziwa und Eli Wasserscheid schlüpfen dabei in die Rollen von Feen-Ermittler:innen. Die Strecke ist Teil einer fünfteiligen Reihe, die erstmals live vor Publikum produziert wird. Die Federführung für die Fantasy-Welt liegt bei Drehbuchautor Robert Löhr und der Münchner Stadtbibliothek, die regelmäßig Pen-&-Paper-Events anbietet und eine lebendige Rollenspiel-Community pflegt.
Regeln und Mechanik des Rollenspiels
00:20:11Meiri Stritter, professionelle Spielleiterin und bekannte Pen-&-Paper-Größe, erklärt den Ablauf des live gespielten Fantasy-Tatorts. Die Spieler:innen haben jeweils eine Fee als Charakter, die sie durch die Handlung führen. Sie bewegen sich in einer magischen Parallelwelt, die von einem riesigen, mehrstöckigen Bibliotheksgebäude ausstrahlt. Feen können durch ihre Bücher Gegenstände beschwören oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Wird eine Fee getötet, vergeht sie zu Staub – es sei denn, ihr magisches Buch existiert noch. Das Spiel basiert auf einem Losverfahren, bei dem die Ermittler:innen zufällig ausgewählt wurden. Ihre Aufgabe: einen Mord aufklären, bevor ein größeres Chaos die magische Bibliothek zerstört.
Erste Ermittlungen und Hinweise am Tatort
00:26:10Die Gruppe begibt sich zum Ort des Verbrechens, einer Bucknuck (magischer Wohnraum), in der die Leiche einer Fee gefunden wurde. Die Leiche ist ungewöhnlich intakt, da Feen normalerweise zu Staub zerfallen, wenn sie getötet werden. Anhand der Flügel der Toten und eines zerrissenen Zettels mit rätselhaften Notizen („der Mörder ist unter uns“, „dreitägige Fahrt durch Europa“, „Dolch“) beginnen die Ermittlungen. Die Gruppe findet ein Tagebuch mit Eintragungen über einen geplanten Besuch, der auf ein literarisches Motiv hindeutet. Timmy, eine niedliche, aber verwirrende Figur mit einem Drachenei, unterstützt die Gruppe als Spürhund und führt sie zu entscheidenden Hinweisen.
Befragungen der Nachbarn geben weitere Rätsel auf
00:32:43Bei den Nachbar:innen der verstorbenen Fee tappt die Gruppe zunächst im Dunkeln. Der linke Nachbar, eine Art modern gekleideter „Holmes“, behauptet, sich nicht an Besuch erinnern zu können, erwähnt aber leise Geräusche und eine rätselhafte Person. Die rechte Nachbarin ist eine laute, mit Piercings und Taser bewaffnete Figur, die ihre unabgesprochene Musik rechtfertigt. Sie verrät wenig, wirkt aber abweisend. Die Ermittler:innen finden Hinweise auf eine mögliche Tasse Tee und eine philosophische Diskussion, die auf Agatha Christie-Charaktere hindeuten könnte. Steffen Grziwa übernimmt als „Römischer Tatort-Ermittler“ die Befragung mit dem Ziel, das Buch der Fee zu identifizieren.
Der Hund aus dem Kinderbuch als weiterer Ermittlungsschlüssel
00:39:47Mit Hilfe von Timmy wird ein Hund aus einem Kinderbuch beschworen, der durch Riechen am Zettel die Spur der Verstorbenen aufnimmt. Der Hund führt die Gruppe zu einem Café, in dem die Fee regelmäßig Tee trank. Der Barista, selbst ein Charakter aus einem Barista-Ratgeber-Fee, erklärt, dass vor allem Feen aus Agatha Christie’s Romanen Stammgäste sind. Eine Sonderrolle nimmt „Erkül Nil“ ein, ein kleiner belgischer Feen-Gast, dessen Bücher wie „Mord im Orient Express“ von einem Dolch und einem Zug handeln. Die Ermittler:innen finden heraus, dass die Fee möglicherweise eine Krimi-Leserin war – doch warum wurde sie selbst zum Opfer?
Vom Kaffeetrinker zum Schmuggler: Das konkrete Buch wird identifiziert
00:59:30Die Gruppe kehrt zum Tatort zurück und findet im Regal ein Buch mit dem Titel „Reise nach Lissabon“. Der Hund schnüffelt am Buchumschlag, was auf eine Verbindung zu den Zettel-Hinweisen hindeutet. Der Inhalt deutet auf historische Fakten über eine Zugfahrt vor einem Mord hin – kombiniert mit dem Dolch aus den Notizen. Safira entdeckt zudem ein Zitat aus Agatha Christie’s „Drei Tage Fahrt durch Europa“, das auf eine literarische Inspiration des Mordes verweist. Das Buch könnte die Fee sein, aber ein Wasserschaden wäre eine mögliche Ursache – oder jemand hat an den Seiten manipuliert, um die Fee zu töten.
Die magische Reparatur der Fee: Rettung oder Falle?
01:02:35Die Ermittler:innen verstehen, dass das Buch der Fee entscheidend ist: Wenn es repariert wird, kann die Fee wieder auferstehen. Sie konfrontieren den „Holmes“-Nachbarn erneut, der nun zugibt, eine modern wirkende Person mit „modernem Material“ gesehen zu haben. Ohne die Fee namentlich zu kennen, findet die Gruppe heraus, dass die Mordwaffe – ein Dolch – der Feder einer Agatha Christie-Fee ähnlich sehen könnte, die aus einem Krimi stammt. Der Fall scheint sich auf eine literarische Vorlage zuzubewegen: War es ein Mord nach dem Vorbild der klassischen Krimis – oder eine Abrechnung mit einer Figur, die sich in die Realität der Bibliothek einmischen wollte?
Mordfall: Ausgelöschte Erinnerung und physische Spuren
01:06:48Die Ermordete Fee aus dem Buch *Mord im Orient Express* kann sich nicht erinnern, weil sie tot ist – ein zentraler Widerspruch im Fall. Ihre Auflösung in Feenstaub und die entdeckten Einstichlöcher an ihrem Körper deuten auf einen gezielten, gewaltsamen Angriff hin. Zudem fehlen der Toten mehrere Finger, was auf mögliche Motive wie Bestrafung oder Sabotage hindeutet. Die Untersuchung des Tatorts offenbart zudem umgestürzte Gegenstände wie den Kerzenständer – Spuren eines Kampfes oder einer Flucht. Eine Teekanne ist gesprungen, was auf einen möglichen Hebelangriff oder Widerstand schließen lässt.
Philosophische Diskussionen über Lücken und Erinnerungen
01:10:19Die Diskussion um 'Lücken' nimmt Fahrt auf: Einerseits beziehen sich die Feen auf leere Regalplätze im realen Sinn (ausgeliehene Bücher), andererseits auf philosophische Konzepte wie vergessene Identitäten oder zerstörte Wesen. Einreter betont, dass in der magischen Bibliothek Lücken selten vorkommen, da Bücher dort nicht einfach 'verschwinden', sondern nur temporär anders sortiert werden. Dennoch wird die Frage virulent, ob das Buch *Mord im Orient Express* tatsächlich verschwunden ist – oder ob die Fee nur aus metafiktionaler Logik 'tot' ist, weil ihr Buch keine neue Fee erschaffen kann.
Recherche im Krimi-Regal: Fehlende Agatha-Chisties und Motive
01:16:24Die Ermittler erkunden die Krimi-Abteilung der Bibliothek und stoßen auf zwei leere Plätze – einer davon entspricht dem Format von *Mord im Orient Express*. Weitere Recherchen ergeben, dass *Verabredung mit dem Tod* ebenfalls fehlt, was auf einen gezielten Feldzug gegen Agatha-Christie-Titel hindeutet. Die Gruppe vermutet, dass Feen aus diesen Büchern ihre Motivation für die Morde ziehen, möglicherweise verbunden mit inneren Konflikten oder externen Druck durch 'Immobilienfragen': Booknooks werden ausgebaut, was Platz für neue Genres schafft. Ein Zufall scheint unwahrscheinlich – besonders, da der *Fingersammler* gerade ein neues, schallisoliertes Aufnahme-Studio errichten lässt.
Hinweise auf den Fingersammler und die 'Mächtigen'
01:19:59Der Verdacht richtet sich auf den *Fingersammler*, einen Thriller-Autor, dessen Booknook-Aufträge auf B27-C3 und angrenzende Bereiche ausgeweitet wurden. Sein Motiv könnte das Schaffen neuen Raums sein – ermordet er gezielt Agatha-Christie-Feen, um ihre Bücher verschwinden zu lassen und vorherige Booknooks zu fusionieren? Parallel wird die Nachricht 'Böses durch den Tod gefällt Mächtige unter uns' aus dem sterbenden Buch *Orient Express* analysiert: Die 'Vier Mächtigen' (Ratgeber-Feen mit unsympathischen Namen) organisieren Zeremonien – könnten sie die wahren Drahtzieher sein? Die Spur führt auch zu lokalen Konflikten um Immobilien und Genre-Anpassungen.
Eine neue Fee manifestiert sich: Autismus-Aufklärungscomic
01:33:42Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie erscheint eine völlig unbekannte Fee: ein gender-neutraler, quirliger Comic über Autismus mit rotem Haar und bunten Flügeln. Er ist frisch aus der Kinderabteilung und fühlt sich anfangs überfordert, findet aber schnell Anschluss. Die Szene verdeutlicht die dynamische Weiterentwicklung der magischen Bibliothek: Neue Genres entstehen, sogar Comic-Adaptionen werden hier manifest. Gleichzeitig wird die Absurdität des Falls betont – wie passt dieser neue Protagonist ins Gesamtbild? Trotz der heiteren Note bleibt die Grundstimmung angespannt: Die Ermittler haben noch immer keine Antworten, aber die Buchreparatur-Werkstatt liefert entscheidende Hinweise.
Buchklinik: Ein zerrissenes Buch als Schlüssel zur Wahrheit
01:44:51In der Buchklinik wird der zerfledderte *Mord im Orient Express* untersucht, dessen Seiten durch Schädlingsbefall und mutwillige Zerstörung unleserlich sind. Analysen fördern herausgehobene Satzteile zutage wie 'Böses durch den Tod' und 'Mächtige unter uns'. Der Klinikleiter Simo vermutet einen gezielten Anschlag in der vergangenen Nacht – jemand hat eine Leiche über das Buch gekippt, um es zu 'vergessen'. Die Frage nach Sicherheitsmechanismen (ein fragiles Schloss) zeigt, wie leicht die magischen Werke angreifbar sind.dessen blasse Spuren könnten der Schlüssel zur Identität des Täters sein.
Zusammenfassung und neue Fährten nach der Pause
01:51:31Nach einer Unterbrechung fasst die Gruppe die Erkenntnisse zusammen: Der Mord an der *Orient-Express*-Fee (Name: Maud) ist eng mit dem Verlust ihres Buches verknüpft. Die Nachricht aus dem sterbenden Werk deutet auf eine Verschwörung der 'Vier Mächtigen' hin, während Immobilienambitionen des *Fingersammlers* für Druck sorgen. Neu im Spiel ist die intertextuelle Verbindung zu Agatha Christies *Verabredung mit dem Tod* – beide Bücher sind verschwunden, was auf einen systematischen Feldzug hindeutet. Die Ermittler planen als nächsten Schritt, die Ratgeber-Feen zu konfrontieren und die Booknook-Adresse des *Fingersammlers* aufzusuchen. Die dünne Luft zwischen Chaos und Humor bleibt bestehen, doch die Spuren werden konkreter.
Zweiter Akt: Die decipherte Botschaft und neue Fragen
02:15:16Nach der Pause wird die Nachricht 'Böses durch den Tod gefällt Mächtige unter uns' als verschlüsselter Hinweis decodiert: Die 'Vier Mächtigen' sind die Ratgeber (z.B. Richie aus *Reichtum*), die über neue Feen-Zeremonien wachen. Ihr Name oder ihre Absichten bleiben unklar – doch ihre Macht über Raum und die Bibliothek macht sie zu idealen Drahtziehern. Parallel wird spekuliert, ob der *Fingersammler* mit seinem Schallstudio und den Booknook-Tausenden nur ein Ablenkungsmanöver betreibt. Die Gruppe steht vor der Wahl: Konfrontation mit den Ratgebern oder Vertiefung der Immobilien-Spuren. Safire, aus der Jugendbuchabteilung, bringt neue kreative Ideen ein, etwa die Analyse der Papierflügeln-Beweise.
Die Rolle der mächtigen Ratgeber in der magischen Bibliothek
02:18:00Die Diskussion dreht sich um die mächtigen Ratgeber wie Wunsch, Konsum, Will und Richie, die als zentrale Figuren in der magischen Bibliothek fungieren. Sie sind zwar keine offiziellen Entitäten, agieren jedoch als wichtige Ratgeber für die Feen und haben sich zu einem unverzichtbaren Teil der Abteilung entwickelt. Früher lag der Fokus auf Lebensratgebern wie Yoga oder spirituellen Themen, doch heute dominieren wirtschaftlich geprägte Inhalte das Genre. Viele klassische Ratgeber, etwa zu Yoga oder kommunistischen Themen, sind entweder nicht mehr in der Abteilung vorhanden oder wurden in andere Bereiche der Bibliothek verschoben, was Unklarheit über ihre genaue Funktion und ihr Schicksal schafft.
Das Verschwinden von Büchern und ungewöhnliche Bewohner der Bibliothek
02:20:34Die erste Begegnung thematisiert den Fall, der zur Zusammenarbeit mit den Mächtigen führt: Ein mysteriöses Verschwinden von Büchern verunsichert die magicalen Bibliotheksbewohner. Die Teammitglieder sind verwirrt über die plötzlich durchgeführten Veränderungen in der Bibliothek, die nicht jeder nachvollziehen kann. Ein zentraler Fokus liegt auf dem Fingersammler, dessen Name bereits auf dunkle Praktiken hindeutet. Es stellt sich die Frage, warum Fingersammler Finger sammelt und welche Verbindung er zu den verschwundenen Büchern hat. Die Interaktionen mit dem Fingersammler sind von Skepsis und kindlichen Spielen geprägt, etwa dem Abschneiden von Reginald, einem klassischen Buch.
Finny wird unter Druck gesetzt – Tatverdacht und Verstrickungen
02:28:46Der Fingersammler, alias Finny, wird zunehmend gegen Verdacht geprüft, da er als möglicher Mörder identifiziert wird. Die Vermutung liegt nahe, dass er der unbekannte Mastermind hinter den Buchdiebstählen und Gewaltakten ist, getrieben von einem verzweifelten Verlangen nach Anerkennung. Der Anbau des Fingersammlers in seiner Wohnung, der unübersehbar ist, nährt die Theorie, dass er durch Zerstörung von anderen Büchern mehr Platz für sein eigenes Werk erkämpft. Die Gruppe erfährt durch Zeugenaussagen von Finny, dass er den verschwundenen Büchern möglicherweise zum Opfer fiel oder selbst dafür verantwortlich ist, etwa indem er Finger von Opfern sammelt.
Das Treffen mit dem Klassiker – Ein Wegweiser für mehr Empathie
02:46:16Durch Empathie-Würfel gelingt es dem Team, eine temporäre Verbindung zu einem klassischen Buch herzustellen, das in Form einer Tarotkarte namens Temperance erscheint. Der Klassiker stellt sich als gelassener, aber systemkritischer Begleiter heraus, der die Bibliotheks-Kultur reflektiert und sich zur Rebellion gegen die Dominanz der Lebensratgeber bekennt. Er bietet Unterstützung im Kampf gegen die bestehenden Machtstrukturen an, die durch die Mächtigen repräsentiert werden. Der Klassiker betont die Bedeutung innerer Ruhe und Reflexion, statt blindem Konsum oder wirtschaftlicher Gier, die sie als Ursache für den aktuellen Konflikt identifizieren.
Aufbruch in die reale Welt – Der Plan der Rebellion
02:52:00Die Gruppe beschließt, die reelle Welt zu bereisen, um konkrete Veränderungen in der Büchergestaltung herbeizuführen und die Macht der Lebensratgeber zurückzudrängen. Sie befragen Experten der digitalen Welt, darunter den Cyberpunk-Klassiker Neuromancer und Snowcrash, um Insiderwissen über Manipulationen zu erlangen. Ihr Ziel ist es, die Wertigkeit von Ratgebern wie Wunsch, Konsum, Will und Richie in den Köpfen der Menschen zu senken, indem sie diese Bücher aus der digitalen Bibliothek löschen. Die Rebellen sehen sich als Hüter einer neuen kulturellen Ordnung, die auf Klassikern und gesellschaftskritischer Literatur basiert.
Erste Schritte im Cyberspace – Begegnung mit Snowcrash
02:59:26Die Gruppe betritt die digitale Welt durch einen magischen Spiegel und erkundet den Cyberspace, wo Bücher als greifbare Objekte existieren. Hier trifft das Team auf Snowcrash, der sich als Unterstützung bei der geplanten Bücherlöschung anbietet, allerdings aus eigenem Selbstzweck. Finny, der eigentliche Gegenspieler, wird als Drahtzieher der digitalen Manipulationen enthüllt, der gezielt Klassiker und andere Bücher tilgen lässt, um Platz und Einfluss zu erlangen. Die Mission wird komplizierter, da Snowcrash und Finny eng vernetzt sind und ihre Zusammenarbeit einen gefährlichen Twist in die Ermittlungen bringt.
Konflikt im Cyberspace – Kampf um die digitale Bibliothek
03:02:43Im Cyberspace kommt es zum offenem Konflikt: Die Gruppe stellt Snowcrash zur Rede, der zunächst mitspielt, aber später enthüllt, dass er selbst Regulierungen der Buchbestände durchführt. Um die Verwirrung komplett zu machen, attackiert Snowcrash das Team im digitalen Raum, während parallel der mysteriöse Fingerverlust rätselhaft bleibt. Die Rebellen erfahren, dass Finny hinter den Chaos-Aktionen steht, die auf die Schwächung der Bibliothekskultur abzielen. Der Plan, fünf konkrete Bücher zu löschen, ist zwar eingeleitet, doch nun wird klar, dass dies nur ein kleiner Teil eines größeren Feldzugs ist, der ansteht.
Chaos als Ziel – Die geplante Bücher-Desasterwelle
03:07:16Die Gruppe wird sich bewusst, dass ihre Aktionen längst über die ursprüngliche Suche nach Finny hinausgehen. Snowcrash enthüllt, dass Finny bereits gezielt klassische Werke und Ratgeber aus den Beständen der realen Welt löschen lässt, um Chaos zu stiften und die Klassiker zu schwächen. Die Rebellen stehen vor der Entscheidung, den Fingerabschneider zu verhaften oder von weiteren digitalen Manipulationen abzusehen, bevor es zu fatalen Folgen kommt. Die Gefahr jedoch ist, dass ihre Rebellion selbst zu einem Chaos mit unkontrollierbaren Auswirkungen wächst.
Identifikation des Gärtners als zentralen Akteur
03:09:45Im weiteren Verlauf der Ermittlungen kristallisiert sich heraus, dass Fingy nicht allein agierte, sondern mit Unterstützung des Gärtners aus der Gartenabteilung zusammenarbeitete. Dieser steht mit mächtigen Kräften in Verbindung und nutzt möglicherweise Bücher für propagandistische Zwecke eines Chemiekonzerns. Die Gruppe diskutiert über die Methoden des Gärtners, die auf Manipulation und Machtausübung abzielen, während sie versucht, klare Fakten zu sammeln. Die bedrohte Liste mit Beweisen wird als zentrale Referenz genutzt, um die Zusammenarbeit zwischen Fingy und dem Gärtner zu bestätigen.
Zuspitzung der Konfrontation mit Asterix und seinen Verbündeten
03:24:26Die Eskalation erreicht ihren Höhepunkt, als der römische Held Asterix gemeinsam mit markanten Figuren wie Markus Aurelius, Atlas und einem mathematisch agierenden Antagonisten die Bühne betritt. Asterix, bekleidet mit kariertem Hemd und Geodreieck, konfrontiert die Gruppe mit einer überdimensionalen, geworfenen Weltkugel, während Atlas durch absurde Manöver wie das Werfen der Erdkugel erreicht. Die Mathe-Fee nutzt geometrische Formeln wie die Pico-Formel als Waffe, was zu chaotischen Würfelrunden führt. Saphira, der Drachenfreund, erwacht und entfaltet zerstörerische Feuerkraft, um die Bedrohung abzuwenden.
Konflikt um Demokratie und Machtstrukturen
03:39:38Nach dem Sieg über Fingy und seinem Netzwerk entbrennt eine hitzige Debatte über die zukünftige Ausgestaltung der Machtverhältnisse in der Bibliothek. Die Lebensratgeber beanspruchen weiterhin ihre dominante Rolle ohne Systemänderung, während andere Feen wie die Kinderbuchvertreter oder klassische Werke wie Platos Schriften eine demokratischere Neuordnung fordern. Markus Aurelius und die Gruppe präsentieren ihre Visionen für eine gerechtere Gesellschaft – etwa durch rotierende Bücherränge oder bessere Arbeitsbedingungen in Kinderabteilungen. Die Diskussion eskaliert bis hin zu physischen Auseinandersetzungen, etwa dem finalen Messerstecher des Fingersammlers.
Finale: Klärung des Falls und Ausklang der Ermittlungen
03:48:18Mit dem entscheidenden Schlag gegen den Fingersammler, der rücklings im eigenen Blut liegt, findet der Fall seinen Abschluss. Saphiras Drachen und die kollektive Kühnheit des Teams bringen die verdorbenen Gebilde von Alkoholismus-Propaganda und politischer Manipulation zu Fall, auch wenn der Drache selbst als unberechenbar enttäuscht. Die Szene mündet in eine friedvolle Einkehr mit Heldenliedern, Buch-Klassikern wie Shakespeare (in tragischer Tristesse) und einem Buffet aus kulinarischen Büchern. Die Gruppe reflektiert über das rettende Eintreten für Gerechtigkeit und Fernziel: ein Systemwechsel inklusive besserer Wohnungen, psychologischer Unterstützung und zufälliger Bücher-Anordnung. Der Abend endet mit einem Plädoyer für Bibliotheken als lebendige Orte jenseits von Alphabetisierung. Ein Teamwork wie es im Buche (dieses Genres) steht.