Vor dem Derby gegen den VfL Bochum hat Niko Kovac die Marschroute für sein Team vorgegeben. Ein körperbetontes und emotionales Spiel erwartet den BVB-Trainer. Seine Mannschaft soll mit Disziplin, aber mit heißem Herzen agieren, um im Abstiegskampf der Gastgeber als Sieger vom Platz zu gehen und das Selbstvertrauen zu stärken.

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Einleitung und Personalplanung

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Die Pressekonferenz zur Partie gegen den VfL Bochum beginnt mit einer Begrüßung von Cheftrainer Niko Kovac und der Journalisten. Die ersten Fragen konzentrieren sich auf die personelle Situation. Julian Brandt ist gesperrt. Ramy Bensebaini ist verletzt und noch nicht spielbereit, was auch auf Harry Kane zutrifft, der nach seinem Kurzeinsatz in Lissabon weiterhin mit einem Knieproblem zu kämpfen hat. Alle anderen Spieler sind gesund und fit. Der Kader für das Auswärtsspiel umfasst 18 Feldspieler und zwei Torhüter.

Schweres Derby und Kampfgeist

00:14:05

Das Spiel gegen den VfL Bochum wird als ein kampfgeprägtes Derby im Ruhrgebiet bezeichnet, für den Gastgeber im Abstiegskampf besonders wichtig. Kovac erwartet ein sehr emotionales und unerbittliches Spiel, in dem seine Mannschaft bereit sein muss, die Zweikämpfe anzunehmen und zu bestehen. Der Fokus liegt klar darauf, als Sieger vom Platz zu gehen, um das Selbstvertrauen durch einen Auswärtssieg zu stärken.

Positionelle Flexibilität im Abwehrzentrum

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Zur personellen Besetzung der Innenverteidigung gibt es weitere Einblicke. Waldemar Anton saß gegen Stuttgart auf der Bank, weil Emre Can als Linksfuß im Duo mit dem Rechtsfuß Schlotterbeck einen klaren Vorteil bietet. Kovac betont, dass die Entscheidung nicht gegen Anton fiel, sondern für die aktuelle Konstellation. Die Viererreihe wird als flexibel angesehen, die je nach Gegner und Situation auch eine Dreierkette spielen kann. Die mobilen Spieler ermöglichen es, die Systeme dynamisch zu wechseln.

Disziplin als Schlüssel zum Erfolg

00:18:15

Ein großes Anliegen für Kovac ist die Disziplin, um die negative Statistik der roten Karten zu beenden. Er fordert von seinen Spielern, mit einem kühlen Kopf, aber einem heißen Herzen Fußball zu machen. Impulsive Fouls und rote Karten würden die Siegchancen massiv reduzieren, insbesondere in einem hitzigen Derbyumfeld. Es gelte, sich nicht provozieren zu lassen und stattdessen vernünftig im Kopf zu bleiben, um das Spiel zu kontrollieren.

Strategie im Aufbauspiel unter Gregor Kobel

00:19:24

Die Rolle von Torhüter Gregor Kobel im Spielaufbau wird thematisiert. Kovac klärt, dass nicht nur spielerische Lösungen erwartet werden. Der BVB muss bereit sein, in engen Situationen auch mal den Ball weit nach vorne oder auf die Tribüne zu schlagen. Es geht nicht um Perfektion im Kurzpassspiel um jeden Preis, sondern darum, die Ruhe zu bewahren, den Gegner nicht aufzuwerten und die zweite Bälle zu gewinnen, um Druck aufzubauen.

Futuristische Perspektive und junge Talente

00:22:16

Junge Spieler wie Julien Duranville und Jan Koutou stehen im Fokus der weiteren Fragen. Duranville erhält gezielt Minuten, um seine Qualitäten wie Schnelligkeit und Dribbelkraft zu fördern, auch wenn seine Verletzungshistorie einen vorsamen Umgang erfordert. Koutou, der eher als Wingback agiert, ist eine Alternative auf der rechten Seite, Kovac benötigt jedoch noch etwas Zeit, um sein gesamtes Potenzial einzuschätzen. Letztlich zählt ausschließlich die Qualität des Spielers, nicht sein Alter.

Eindruck vom Team und Zukunftsaussichten

00:24:55

Kovac gibt nach knapp zwei Wochen Amtszeit eine positive Einschätzung seiner Mannschaft ab. Er lobt deren Willen und Bereitschaft, Veränderungen anzunehmen. Die körperliche Verfassung wurde im Spiel gegen Lissabon unter Beweis gestellt, als die Mannschaft in der zweiten Halbzeit noch zulegte. Der Trainer ist zuversichtlich, dass die Mannschaft mit Weiterentwicklung und Einsatz die gesteckten Z erreichen kann, solange Gas gegeben wird.