PODCAST!vly

Klima-Datenlage: Fakten und Folgen

Transkription

Es wurde über die aktuelle wissenschaftliche Datengrundlage für die Klimaforschung gesprochen. Es wurde die Erwärmung seit der Industrialisierung als belegt dargestellt. Es wurden konkrete Probleme wie extreme Hitze in Städten und die Belastung der Infrastrukturen erörtert. Es wurde eine politische Deregulierung als Hauptursache identifiziert.

Just Chatting
00:00:00

Just Chatting

Einführung und technische Pannen

00:23:10

Der Stream wird als Zusammenkunft von Ministerien zur Bekämpfung von Propaganda und Förderung sozialistischer Ideale eingeleitet. Nach kurzer Zeit treten jedoch mehrere technische und private Störungen auf. Der Streamer ist zunächst verärgert über einen vergessenen Kaffee und erwähnt eine Verzögerung wegen eines angeblichen Telefonanrufs, der sich als dessen eigenes Kaffeezubereiten herausstellt. Diese Unannehmlichkeiten unterbrechen den Fluss der Diskussion und erfordern kurze Pausen, bevor das eigentliche Thema fortgesetzt werden kann.

Eskalation zwischen Lagern und Vortragsthema

00:35:07

Der Streamer stellt eine sich zuspitzende Konfrontation zwischen dem liberalen und dem kommunistischen Lager fest, die er auf seine kritischen Aussagen zum Kapitalismus im Kontext des Klimaschutzes zurückführt. Um Missverständnisse und Empörungen zu vermeiden, kündigt er einen inhaltlich dichten und trockenen Vortrag an. Als Grundlage dient ihm ein Vortrag von Dr. Marc Benecke über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel. Der Fokus liegt darauf, einen gemeinsamen Realitätscheck zu schaffen, bevor auf spezifische Kritikpunkte eingegangen wird, die in einem anderen Video namens Drakon geäußert wurden.

Wissenschaftliche Grundlagen: Das Problem des Klimawandels

00:44:05

Die wissenschaftliche Grundlage der Diskussion bildet ein Vortrag von Dr. Marc Benecke aus Tübingen. Dieser präsentiert nüchterne Daten, die zeigen, dass das Jahr 2025 das drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. Die Daten, basierend auf Messungen des europäischen Copernicus-Programms, belegen eine klare, deutliche und alarmierende Erwärmung seit der Industrialisierung. Es wird betont, dass diese Darstellung nicht dazu dient, Panik zu verbreiten, sondern alle auf den gleichen, dringenden Wissensstand bringen soll, um die Konsequenzen zu verstehen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Klimatische und ökonomische Folgen für die Infrastruktur

00:57:51

Die steigenden Temperaturen führen zu konkreten und messbaren Problemen für die Lebensqualität und die Infrastruktur. In vielen Städten werden extreme Hitzeinseln festgestellt, bei denen die Bodentemperaturen auf bis zu 70 Grad Celsius steigen. Dies macht das Gehen unmöglich und gefährlich. Gleichzeitig werden kritische Infrastrukturen wie Brücken und der öffentliche Nahverkehr durch Hitze beschädigt oder unbenutzbar. Diese Entwicklungen führen zu massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten für Gemeinden, deren Einnahmen sinken während die Kosten für Schäden und Katastrophen drastisch steigen, was zu einer finanziellen Zwickmuhre führt.

Politische Reaktionen und Versicherungskrise

01:12:00

Die politische Reaktion auf die Krise in den USA wird als konsequente Deregulierung beschrieben. Sowohl unter Biden als auch unter Trump wurden Klimaschutzziele zugunsten wirtschaftlicher Interessen, insbesondere fossiler Energien, zurückgestellt. Die politischen Entscheidungsträger, die vom 1,5-Grad-Ziel sprechen, werden als unseriöse Lügner bezeichnet, da dieses Ziel bereits längst überschritten ist. Die immensen Schäden durch Klimakatastrophen, die sich in ihrer Häufung und Kosten immer weiter steigern, belasten das Versicherungswesen massiv. Rückversicherer sehen sich mit Kosten konfrontiert, die im kapitalistischen System nicht mehr zu decken sind und drohen, die Schäden künftig nicht mehr zu übernehmen.

Wissenschaftliche Datenlage und Klimamessungen

01:20:41

Es wird die aktuelle wissenschaftliche Datengrundlage für die Klimaforschung beleuchtet. Der Streamer betont die Bedeutung europäischer Organisationen wie ACWF und Copernicus, deren Daten immer wichtiger werden, da in den USA vermehrt Forschungsgruppen geschlossen und Server abgeschaltet werden. Es werden die globalen Temperaturmessungen ab 1940 dargestellt und eine kritische Diskussion des Zeitraums von 1991 bis 2020 als Referenzwert geführt. Dieser Zeitraum wird als zu großzügig kritisiert, da er direkt in die Phase der Klimaerwärmung fällt und damit eine unrealistisch moderate Basis darstellt.

Klimaschutz im Vergleich: Kapitalismus vs. Kommunismus

01:22:08

Es erfolgt eine grundlegende Gegenüberstellung des Klimaschutzes im Kapitalismus und im Kommunismus. Im Kapitalismus wird Klimaschutz als ein Mittel angesehen, das nur akzeptiert wird, wenn es profitabel, standortverträglich oder von Aktionären unterstützt wird. Im Gegensatz dazu könnte im Kommunismus der Klimaschutz als übergeordneter Zweck festgelegt werden. Dadurch wären absolute Emissionsbudgets und harte Ausstiegspfade ohne Rücksichtnahme auf Profit möglich. Investitionen könnten unabhängig von Eigentümern und Renditezielen direkt in den Klimaschutz gelenkt werden.

Reformismus und die Notwendigkeit des Systemwechsels

01:23:57

Die Unzulänglichkeit des reformistischen Ansatzes innerhalb des Kapitalismus wird diskutiert. Die beiden wahrscheinlichsten Wege im System – Kopf-in-den-Sand-Streichen oder das Suchen des geringsten Übels – führen beide laut seriösen Messungen in eine absolute Katastrophe. Es wird ein dritter Weg postuliert: der Sozialismus. Die kritische Haltung gegenüber der bürgerlichen Demokratie begründet sich damit, dass grundlegende systemische Veränderungen wie eine sozialistische Gesellschaftsordnung nicht als Wahloption zur Verfügung stehen. Wer sich für das systemisch Beste agitiert, werde zwangsläufig in die Katastrophe führen.

Vetorechte der fossilen Industrie und Wachstumszwang

01:26:37

Es werden die strukturellen Hürden im Kapitalismus analysiert. Die gesamte fossile Industrie besitze ein faktisches Vetorecht, das einen geordneten Ausstieg verhindert. Dies wird auf den Wachstumszwang von Nationalstaaten zurückgeführt, die auf Steuereinnahmen und standortabhängige Energiepreise angewiesen sind. Solange der Ausstieg an Profit gebunden ist, klammert er sich an Entschädigungen und Rendite. Eine Lösung liege nur in der Vergesellschaftung und zentralen Planung, bei der Klimaschutz als Zweck und nicht als Mittel gilt und keine Rücksichtnahme auf Aktionärsinteressen mehr erforderlich ist.

Individualisierung vs. gesellschaftliche Infrastrukturplanung

01:28:32

Der Streamer kritisiert die individualistische Herangehensweise der kapitalistischen Klimapolitik, die Konsumappelle und Verhaltensänderungen von Individuen einfordert. Diese Methode sei ineffizient und lenke vom eigentlichen Problem ab. Im Sozialismus könne die Infrastruktur gesellschaftlich geplant werden. Dies ermögliche den massiven Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, eine dezentrale Wärmeversorgung mit Wärmepumpen, die Sanierung von Gebäuden und die Umgestaltung von Industrieprozessen und Städten – allesamt Maßnahmen, die nicht an Rentabilität gebunden, sondern an der gesellschaftlichen Notwendigkeit ausgerichtet sind.

Der Wachstumszwang und sein unumstößlicher Charakter

01:30:17

Das Kernproblem des Kapitalismus wird als unumstößlicher Wachstumszwang identifiziert, auch in Zeiten von Degrowth. Selbst wenn die Industrialisierung wie während der Corona-Pandemie kurzfristig heruntergefahren und CO2-Emissionen reduziert wurden, folgte zwangsläufig ein starker Rebound, der die Emissionen auf ein Rekordhoch trieb. Eine kommunistische Gesellschaft würde anders wirtschaften: Technischer Fortschritt würde nicht dazu genutzt, mehr in derselben Zeit zu produzieren, sondern die Arbeitszeit zu verkürzen und für Bedürfnisbefriedigung zu nutzen. Das Ziel wäre Langlebigkeit, Reparatur und Planung statt ständiger Expansion.

Globale Emissionsverursacher und der Kapitalismus

01:55:00

Aktuelle Daten zu den globalen CO2-Emissionen werden vorgestellt, wobei China als der größte Verursacher identifiziert wird, gefolgt von den USA. Der Streamer betont, dass China trotz angeblicher sozialistischer Züge Teil des internationalen kapitalistischen Freihandels ist und seine Wirtschaft primär auf Profitmaximierung ausgerichtet ist. Die Diskussion um Pro-Kopf-Emissionen wird als irrelevant für das globale Problem zurückgewiesen. Der entscheidende Punkt sei die Gesamtemissionsmenge. Der Kapitalismus mit seinem zentralen Merkmal der nationalstaatlichen Konkurrenz wird als die eigentliche Ursache der Klimakrise dargestellt.

Erhöhte Klimasensibilität des Planeten

02:03:41

Es wird die veränderte Fähigkeit des Planeten erläutert, CO2-Emissionen zu absorbieren. Messungen und Satellitenbeobachtungen zeigen, dass natürliche Senken wie Ozeane und Wälder an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen und zunehmend zerstört werden. Dies bedeutet, dass die verursachten Emissionen nicht mehr im selben Maße abgefangen werden können wie vor Jahrzehnten. Folglich werden die Konsequenzen der aktuellen Rekordemissionen um ein Vielfaches gravierender sein. Die planetaren Grenzen sind bereits massiv überschritten und die Situation verschärft sich durch die systematische Zerstörung der Forschungsdatenbasis.

Systemische Versagen des Kapitalismus im Klimaschutz

02:08:26

Der Stream behandelt die fundamentale systemische Notwendigkeit, die verhindert, dass selbst kurzfristige Einsparungen bei CO2-Emissionen ausreichen. Es wird argumentiert, dass die kapitalistische Wirtschaft auf Profitmaximierung ausgelegt ist, nicht auf Klimaschutz. Nationalstaaten sind intrinsisch mit den Unternehmen verbunden und fördern deren Erfolg, was die notwendigen, tiefgreifenden Veränderungen blockiert. Selbst positives Handeln wie die Umstellung auf E-Autos oder veganen Ernährung reicht nicht aus, solange das System des Wachstums und des Freihandels bestehen bleibt.

Resignation und der Ruf nach Systemveränderung

02:10:22

Der Sprecher kritisiert die verbreitete Resignation und den falschen Vorwurf, Kommunisten würden nur meckern, aber keine Lösungen anbieten. Die eigentliche Ursache für das Scheitern von Reformen liege in der systemischen Logik des Kapitalismus, nicht im Fehlen von Willen. Die Lösung sei keine Partei, sondern die Ermächtigung der Unterdrückten und eine gemeinsame Agitation. Kommunismus wird als eine Bewegung dargestellt, die keine Dienstleistung ist, sondern eine Notwendigkeit, die von allen getragen werden muss, um die Ohnmacht zu überwinden.

Das dramatische Artensterben als reale Krise

02:18:55

Als konkretes Beispiel für das Versagen des Systems wird das Artensterben erörtert. Die Krefelder-Studie, die einen Rückgang von 75% der fliegenden Insektenbiomasse in Deutschland über 27 Jahre nachweist, dient als zentraler Beleg. Persönliche Erinnerungen und Vergleiche mit der Vergangenheit illustrieren den rapiden Verlust von Biodiversität, von Amphibien über Regenwürmer bis hin zu Spatzen in Städten. Diese wissenschaftlich belegten Messungen werden als unbestreitbare Fakten präsentiert, die ein reality check gegenüber menschlicher Abwesenheit erfordern.

Wissenschaftliche Evidenz und Kapitalistische Widersprüche

02:30:32

Die Studie der Kollegen aus Krefeld und das Manuskript über afrikanische Diptera werden als Beispiele für fundierte Forschung genannt, deren Ergebnisse jedoch ignoriert werden. Es wird die These vertreten, dass Naturschutz im Kapitalismus nur dann umgesetzt wird, wenn es standortverträglich und profitabel ist. Der zentrale Widerspruch bestehe darin, dass Klimaschutz und Naturschutz im kapitalistischen System nicht als Hauptzweck, sondern nur als Mittel dienen, was ihre Umsetzung unmöglich mache, sobald Profitinteressen gefährdet sind.

Das Verschwinden der Spatzen und die Ignoranz der Öffentlichkeit

02:46:58

Ein drastisches Beispiel für das Artensterben ist das Verschwinden der Spatzen aus den Städten, das durch eine deutsche Bürgerzählung mit einem Rückgang von 46% im Vergleich zum Vorjahr belegt wird. Trotz dieser wissenschaftlichen Daten wird das Phänomen von vielen Leugnern ignoriert. Dieses Beispiel wird genutzt, um zu zeigen, dass selbst sichtbare und beobachtbare Umweltzerstörung von der Öffentlichkeit und Politikern nicht anerkannt wird, solange es nicht den kurzfristigen ökonomischen Interessen entgegensteht.

Biomasse-Verschiebung und die Rolle der Fleischindustrie

02:51:16

Eine Studie über die globale Biomasse zeigt einen katastrophalen Rückgang der Wildtierbiomasse um 90% seit 1850. Gleichzeitig haben Nutztiere eine Dominanz erreicht, die auf der Profitlogik des Kapitalismus basiert. Der Sprecher argumentiert, dass die Produktion tierischer Lebensmittel nicht aus Notwendigkeit, sondern aufgrund des Profitdrangs erfolgt. Pflanzliche Ernährung ist zwar effizienter und günstiger, wird jedoch vom Markt nicht durchgesetzt, da die Tierindustrie ein enormes Vermögen anhäuft und die Logik des Anhäufens von Kapital überlebenswichtig ist.

Die zentrale Rolle der Tierausbeutung im System

02:53:26

Die Ausbeutung von Tieren wird als zentraler Treiber für das Versagen der globalen Ökosysteme identifiziert. Über 60% der domestizierten Säugetierbiomasse stammen von Tieren, die ihr gesamtes Leben lang gefoltert werden, um tierische Lebensmittel zu produzieren. Diese Praxis steht im direkten Widerspruch zu jedem vernünftigen Umwelt-, Tier- oder Klimaschutz. Der Profit, den diese Industrie abwirft, wird als Hauptgrund für ihr Fortbestehen genannt, solange es sich aus kapitalistischer Perspektive rechnet.

Einloggen am Planeten Erde: die messbare Überschreitungsgrenze

02:55:24

Die vorgestellten Daten über den Biomasseverlust und das Artensterben werden als Beweis dafür angeführt, dass die Menschheit die planetaren Grenzen massiv überschritten hat. Die Erde ist nicht für diesen Zustand gemacht, was zu einem kollabierenden Nahrungsnetz und einer direkten Bedrohung für das menschliche Überleben führt. Die Existenz von nur noch 4% Wildtieren im Vergleich zu einem menschengemachten Ökosystem, das auf Ausbeutung und Zerstörung basiert, wird als unhaltbarer und unausweichlicher Zustand beschrieben, der ein Umdenken erfordert.

Umweltzerstörung und Kapitalismus

02:58:32

Der Stream befasst sich intensiv mit den systembedingten Ursachen für die Umweltzerstörung im Kapitalismus. Es wird erläutert, dass Wälder nicht renaturiert werden, weil damit kein Geld zu verdienen ist, und Regenwälder abgeholzt werden, um kurzfristigen Profit zu maximieren. Dieser systemische Zwang, aus allem Geld zu machen, wird als Hauptproblem dargestellt, nicht als Entscheidung einzelner 'böser' Akteure. Die Logik des Kapitalismus, die auf Profitmaximierung ausgerichtet ist, führt zwangsläufig zur Zerstörung natürlicher Ressourcen.

Massenhafter Lebensmittelverschwendung

03:00:33

Ein zentrales Thema des Streams ist die enorme Verschwendung von Lebensmitteln. Globale 25% und in westlichen Nationen sogar 40% aller Produkte werden weggeworfen. Die Produktion erfolgt nicht für den Bedarf, sondern für den Verkauf als Ware. Dies führt dazu, dass 65% der Lebensmittel in westlichen Haushalten weggeworfen werden, weitere 20% in Supermärkten, oft aufgrund äußerer Merkmale wie abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum. Diese Praktik wird als direkte Folge des kapitalistischen Systems kritisiert.

Existenzielle Bedrohungen und Doomsday Clock

03:04:31

Es werden existentielle Risiken für die Menschheit erörtert. Die Doomsday Clock der Bulletin of Atomic Sciences steht aktuell bei 90 Sekunden vor Mitternacht, was die historische Nähe zu einer globalen Katastrophe anzeigt. Die Gefahr besteht nicht nur in nuklearen Waffen, sondern auch im Klimawandel, dem Missbrauch biologischer Wissenschaft und der künstlichen Intelligenz. Die Eskalation wird durch die systemische Notwendigkeit der künstlichen Verfügbarkeit im Kapitalismus verschärft.

Klimawandel und extreme Wetterereignisse

03:12:19

Der Stream zeigt anhand von Beispielen, wie der Klimawandel zu extremen und bisher unvorstellbaren Wetterereignissen führt. Beispiele sind der Austrocknung großer Flüsse wie des Yangtze in China und Überschwemmungen in bislang trockenen Regionen wie dem Oman. Diese Ereignisse, die als 'Kipppunkte' bezeichnet werden, führen zum Verlust von Süßwasser, zu Bruch von Infrastruktur und zur Aufgabe ganzer Städte. Die unvorhersehbaren, extremen Schwankungen werden als nicht mehr anpassbar dargestellt.

Soziale und infrastrukturelle Folgen

03:32:19

Die Folgen der Klimakrise werden an sozialen und infrastrukturellen Zusammenbrüchen festgemacht. Es werden Beispiele wie gigantische Erdrutsche im Sudan und der Einsturz der Onki-Brücke in Deutschland gezeigt, die trotz solidem Bau nicht gegen die extremen Naturgewalten bestehen konnten. Die Konsequenzen reichen von der Evakuierung ganzer Dörfer bis hin zum Tod von Menschen, die nicht vor den Wassermassen sicher sind, selbst in wohlhabenden Regionen.

Kritik am Liberalismus und Wachstumszwang

03:35:44

Der Stream kritisiert liberalen Gedanken, die den Kapitalismus aus der Verantwortung nehmen. Statt persönlicher Schuld werden die systemischen Zwänge des Kapitalismus hervorgehoben: Gewinne müssen reinvestiert werden, um die Erwartungen von Investoren zu erfüllen. Dieser ununterbrochene Wachstumszwang führt zur Überproduktion und zum Verschwendung von Ressourcen. Die Vorstellung, sich an die Bedingungen anzupassen, wird angesichts des Kollapses von Infrastruktur und Ressourcen als unrealistisch zurückgewiesen.

Persönliche Betroffenheit und Resignation

03:38:43

Die Konsequenzen der Krise führen bei den Betroffenen zu Resignation und dem Wunsch, sich von der Situation abzuwenden. Es wird von Menschen berichtet, die nach Naturkatastrophen wie der Flut im Ahrtal ihr Haus nicht wieder aufbauen, sondern umziehen. Dieses individuelle Ausweichen aus den Katastrophenregionen wird als Ausdruck der Ohnmacht gegenüber den gewaltigen, unkontrollierbaren Veränderungen dargestellt, die die bisherige Lebensweise infrage stellen.

Polarisierung und Auswirkungen globaler Krisen

03:44:19

Der Stream erörtert, wie moderne Medien von Polarisierung leben. Themen wie Klimawandel und School-Shootings werden nur dann groß aufgegriffen, wenn sie massenwirksam polarisieren. Parallel dazu wird auf die rapide Zunahme von extremen Wetterereignissen hingewiesen, die seit 2024 Flächen in der EU von gigantischem Ausmaß abfackeln. Diese Entwicklung führt zu einer ständigen Berichterstattungsflut und einer gezielten Desensibilisierung der Öffentlichkeit gegenüber Katastrophen.

Klimakrise: Fakten und alarmierende Entwicklung

03:46:21

Es werden aktuelle Daten zur Waldbrandfläche in Europa präsentiert, die seit Anfang 2025 auf eine Million Hektar angewachsen ist. Dies entspricht der Fläche von Kroatien und stellt einen dramatischen Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren dar. Die Referenzierung offizieller Quellen der Europäischen Kommission unterstreicht die Dringlichkeit der Lage. Dies führt zu einem Kreislauf aus Fluten, Bränden, Biodiversitätsverlust und Artenschwund.

Klimaschutz als Notwendigkeit im Systemwandel

03:50:35

Die Argumentation stellt Klimaschutz als existenzielle Notwendigkeit dar, die nicht als 'nice to have' betrachtet werden darf. Es wird die These aufgestellt, dass der Kapitalismus, der auf Profitmaximierung basiert, eine effektive Klimaschutzpolitik unmöglich macht. Individuelle Konsumentscheidungen allein können die Krise nicht aufhalten, da das System auf Profitmaximierung ausgerichtet ist und fundamentale Veränderungen blockiert.

Das Scheitern individueller Lösungen und der globale Plan B

03:51:28

Die Konsequenzen der Klimazerstörung werden als globale Migrationsbewegung beschrieben, die das System mit der Forderung nach militärischer Sicherung der Grenzen und Errichtung von Lagern beantwortet. Gleichzeitig wird die Ineffizienz tierischer Ernährung dargelegt, die den Nahrungsbedarf vieler Menschen auf wenige privilegierte konzentriert. Die Prämisse lautet, ohne Systemwechsel in Richtung Sozialismus sind sowohl der Schutz des Klimas als auch eine gerechte Lebensmittelversorgung unmöglich.

Evidenz für das Scheitern des 1,5-Grad-Ziels

03:56:23

Auf Basis öffentlicher Daten von Copernicus und der NASA wird belegt, dass das 1,5-Grad-Ziel bereits überschritten ist und nicht mehr erreichbar ist. Die Messdaten zeigen eine durchgehend steigende globale Temperatur, deren Anstieg beschleunigt. Die bisherigen politischen Maßnahmen führen zu einer Erwärmung von 2,8 Grad, was katastrophale Folgen für das gesamte Ökosystem hat und den Beweis für das Versagen des aktuellen Systems darstellt.

Kollaps des Klimasystems und beschleunigte Zeitperspektive

04:04:17

Es wird der Zusammenbruch großer Teile der AMOC-Meeresströmung bekanntgegeben, was zu extremen Wetterphänomenen wie Hitzeglocken und Kälteeinbrüchen führt. Wissenschaftliche Modelle, die vorerst auf das Jahr 2100 ausgerichtet waren, müssen nun neu bewertet werden. Die neue Erkenntnis besagt, dass die Folgen des Klimawandels spätestens 2050 unkontrollierbar sein werden, was den Planungszeitraum radikal verkürzt und die Dringlichkeit unterstreicht.

Der notwendige Übergang zum Sozialismus und systemische Kritik

04:16:46

Der Vortrag schlussfolgert, dass eine Lösung der globalen Probleme nur durch einen Systemwechsel zum Sozialismus möglich ist. Nur eine zentralisierte Planung der Lebensmittelversorgung könne den fortlaufenden Anstieg der Schlachtzahlen stoppen, der sich aktuell auf 2400 Hühner pro Sekunde beläuft. Veganismus wird dabei als Einstieg in eine systemische Kritik des Kapitalismus und seine Profitlogik gesehen und als effizienteste Form der Ernährung in allen Bereichen bestätigt.

Technologischer Fortschritt und der Kapitalismus

04:20:58

Es wird die These aufgestellt, dass die Behauptung, der Kapitalismus sei der Motor technologischen Fortschritts, eine Verkennung der Realität sei. Viele technologische Errungenschaften, wie Wegwerfprodukte und Sollbruchstellen bei Konsumgütern, seien in Widerspruch zu einer nachhaltigen und bedürfnisorientierten Gesellschaft. Technischer Fortschritt diene im Kapitalismus eher der Steigerung des Konsums und nicht der Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse.