Trumps eigene Leute erhöhen den Druck auf ihn zu Epstein + Russlands einziger Flugzeugträger wird aufgegeben + DE: Immer mit der Ruhe?

Netzprobleme, Spahn, Flugzeugträger, EU-Haushalt, Umzug und Uran-Deals

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Die Niederlande kämpfen mit Netzproblemen durch Elektrifizierung. Spahn zahlte zu wenig Parteisteuer. Russlands Flugzeugträger droht die Verschrottung. Der EU-Haushalt muss flexibler werden. Ein Umzug steht bevor. Uran-Geschäfte Russlands werfen Fragen nach Abhängigkeiten und Einfluss auf. Es geht um Atomkraft, Abhängigkeiten und geopolitische Risiken.

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Technische Probleme und Streambeginn

00:19:03

Der Streamer beginnt mit technischen Problemen, nachdem er seinen Computer durchgewischt hat. Das Mikrofon war nicht angeschlossen und der Schreibtisch ist instabil. Trotz dieser Herausforderungen startet der Stream und der Streamer versucht, die technische Situation zu meistern. Er erwähnt, dass der PC-Teile und die Halterung des Schreibtisches sich gelöst haben, was zu einer instabilen Arbeitsumgebung führt. Dennoch geht der Stream weiter und der Streamer betont, dass er diese Situationen meistern kann, ähnlich wie MacGyver.

Stromprobleme in den Niederlanden

00:21:43

Der Streamer berichtet über Stromprobleme in den Niederlanden, die zu Diskussionen über Stromrationierung führen. Er erklärt, dass das Hauptproblem der langsame Netzausbau ist, während die Nachfrage nach Elektrizität durch Photovoltaik, Datenzentren und Gaskraftwerke steigt. Die Niederländer planen massive Investitionen in Höhe von 200 Milliarden Euro bis 2040, um das Netz auszubauen. Kernkraft wird als Lösung kritisiert, da sie die Verteilernetze nicht entlasten würde. Stattdessen könnten Akkuspeicher dazu beitragen, die Last vom Netz zu nehmen.

Elektrifizierung in den Niederlanden

00:26:22

Der Streamer hebt die schnelle Elektrifizierung in den Niederlanden hervor und vergleicht die Entwicklungen im Energiemarkt von 2019 bis 2024. Im Jahr 2019 lag der Anteil der Windkraft bei 9,59% und der Solarenergie bei 4,5%, während 2024 Windkraft bereits 27,3% und Solar 18,1% ausmacht. Diese Geschwindigkeit bei der Energiewende führt zu Herausforderungen bei der Netzmodernisierung. Der Streamer kritisiert, dass Deutschland zwischen 2014 und 2022 eine Chance vertan hätte, viele Kilometer Kabelnetze zu verlegen, was die aktuelle Krise verschärft hat.

Jens Spahns Parteisteuer-Skandal

00:31:31

Der Streamer spricht über den Unionspolitiker Jens Spahn, der jahrelang zu wenig Parteisteuer entrichtet hat und nun nachzahlen muss. Er weist darauf hin, dass Spahn als Bankkaufmann eigentlich sorgfältiger hätte sein müssen. Obwohl die Summe von rund 5.000 Euro im Vergleich zu anderen Steuergeld-Themen gering erscheint, sieht der Streamer es als affig an, dass ein Fraktionsvorsitzender hier Fehler macht, besonders wenn man bedenkt, dass er fraktionsintern keine Mehrheiten mehr zusammenbringt.

Russlands Flugzeugträger Kusnezow

00:32:56

Der Streamer berichtet über die Meldung, dass Russlands einziger Flugzeugträger Kusnezow wahrscheinlich nicht mehr repariert werden wird. Das Schiff, das seit langem technische Probleme hat und oft im Trockendock brannte, wird möglicherweise verschrottet. Der Streamer erklärt, dass der Kusnezow eher ein Prestigeobjekt für die russische Marine war und wenig militärische Bedeutung hatte. Die russische Marine hat generell Schwierigkeiten, was durch die teilweise Zerstörung der Schwarzmeerflotte deutlich wird.

Influencer-Einkommensdebatte

00:37:35

Der Streamer diskutiert eine Debatte über Influencer-Einkünfte, nachdem ein Streamer behauptet hatte, dass niemand 300 Millionen Euro als Influencer verdienen könne. Er weist darauf hin, dass solche pauschalen Aussagen wenig sinnvoll sind, da es sich um 6000 Datensätze handeln könnte, die über mehrere Jahre und verschiedene Plattformen gesammelt wurden. Viele Influencer würden Geschenke von Firmen als geldwerte Vorteile nicht korrekt versteuern, was zu einem unvollständigen Bild über ihre tatsächlichen Einnahmen führt.

EU-Haushaltsreform

00:44:05

Die EU plant eine Reform des Haushalts, um mehr Flexibilität zu schaffen. 90% des Budgets sind derzeit in festen Programmen gebunden. Die Kommission möchte die Agrar- und Regionalfördermittel zusammenlegen, um flexibler auf Krisen reagieren zu können. Lobbyverbände und Landwirtschaftsminister wie Rainer Bosbach kritisieren diesen Plan, da sie die Trennung der Haushaltsposten fordern. Gleichzeitig sucht die EU nach neuen Einnahmequellen, wie Abgaben für Elektroschrott oder Sonderabgaben für große Unternehmen, da Beiträge der Mitgliedstaaten wahrscheinlich steigen werden.

Epstein-Fall und Trump

00:49:37

Der Streamer berichtet über den Epstein-Fall, der zunehmend auch Donald Trump betrifft. Der Vorsitzende der Republikaner im Repräsentantenhaus, Mike Johnson, fordert nun die Veröffentlichung der Akten und kritisiert die Aussagen von US-Justizministerin Pam Bondi. Der Druck auf Trump erhöht sich auch, da Anhänger enttäuscht sind, dass ein Versprechen zur Aufklärung des Skandals nicht eingehalten wurde. Trump selbst zeigt sich grundsätzlich bereit zur Transparenz, während Johnson, eigentlich ein enger Verbündeter, erstmals offen gegen den Präsidenten steht. Die Republikaner hatten zuvor dagegen gestimmt, die Akten zu veröffentlichen.

Debatte um Brennstabproduktion in Lingen

01:11:20

In Deutschland wird die Produktion von Brennstäben für russischsprachige Atomkraftwerke kontrovers diskutiert. Während einige argumentieren, dass die Brennstäbe nur 3-4% der Betriebskosten ausmachen und damit relativ günstig sind, warnen andere vor Sicherheitsrisiken wie Spionage und Sabotage. Das in Lingen ansässige Werk gehört dem französischen Unternehmen Framatome, das seit 2001 alleinige Eigentümerin ist. Das Joint Venture zwischen Framatom und Rosatom sollte eigentlich in Lingen gegründet werden, wurde dann aber wegen Sicherheitsbedenken nach Frankreich verlegt, wo die Bundesregierung keinen Einfluss hat.

Französische Atomstrategie und Abhängigkeit

01:18:38

Frankreich verfolgt eine Renaissance der Atomenergie mit dem Ziel, die Stromproduktion bis 2050 deutlich zu steigern. Präsident Macron kündigte den Neubau von sechs bis 14 Reaktoren an und will alte Meiler länger laufen lassen. Frankreich bezieht seit Jahrzehnten einen Teil seines Urans von Rosatom und unterhält weiterhin enge wirtschaftliche Beziehungen zu Russland im Nuklearbereich. In bestimmten Bereichen ist eine Kooperation mit Rosatom schwierig zu vermeiden, da Alternativen teuer und zeitaufwendig wären. Die französische Atomindustrie, darunter Staatsunternehmen wie EDF und Framatom, profitiert von dieser Zusammenarbeit.

Russische Brennstäbe und EU-Abhängigkeit

01:25:26

Ein strategisches Problem in der EU ist die Abhängigkeit von russischen Brennstäben, die sechseckig sind und sich nicht einfach durch westliche Erzeugnisse ersetzen lassen. EU-Länder wie Ungarn, Tschechien, die Slowakei, Bulgarien und Finnland sind besonders stark von russischen AKW abhängig, die dort fast die Hälfte des Strommixes liefern. Die Bundesregierung unternahm seit 2014 Bemühungen, diese Abhängigkeit zu reduzieren, indem sie Fördermittel für eigene Brennstoffherstellung bereitstellte. Frankreich plante mit Rosatom ein Joint Venture, um Know-how zu erwerben und langfristig eigene Brennstäbe zu entwickeln, was jedoch als Interessenskonflikt gewertet wird.

Rosatom als politisches Instrument Putins

01:32:32

Rosatom wurde 2007 durch ein Spezialgesetz von Präsident Putin gegründet und vereinigt die zivile und militärische Nuklearindustrie in einem Staatskonzern. Der Konzern wird als 'Staat im Staat' bezeichnet, der eigene Regeln hat und unbegrenzt Gelder aus dem Staatshaushalt erhält. Rosatom beschäftigt 400.000 Mitarbeiter worldwide, von denen 90.000 im militärischen Bereich tätig sind. Putin erkannte früh die geopolitische Bedeutung der Atomenergie, um Länder an Russland zu binden und den Einfluss zu vergrößern. Die Abhängigkeit von russischer Technologie macht es Ländern schwer, sich von Rosatom zu lösen, was zu einem strategischen Vorteil für Russland im Kalten Krieg danach führt.

Uranlieferungen und Kasachstan als Schlüsselregion

01:50:21

Russland fördert selbst nur wenig Uran und ist auf Importe angewiesen, insbesondere aus Kasachstan, das 43% des weltweit gehandelten Urans liefert. Kasachstan ist eine ehemalige Sowjetrepublik, die weiterhin eine enge militärische und politische Beziehung zu Russland pflegt. Präsident Macron möchte, dass Frankreich Anteile an kasachsischen Uranminen, insbesondere der großen Budenovskoje-Mine, erwirbt, um die Abhängigkeit von Russland zu reduzieren. Allerdings kontrolliert Rosatom bereits viele kasachische Uranminen über Uranium One und den Transport der Rohstoffe läuft teilweise über russische Häfen, was Russland erheblichen Einfluss sichert.

Europäische Abhängigkeit und geopolitische Strategien

02:03:56

Rund 45% des 2023 in die EU eingeführten Rohurans kamen aus Kasachstan und Russland. Experten warnen, dass selbst wenn Uran aus Kasachstan gekauft wird, oft russische Unternehmen an der Verarbeitung beteiligt sind, sodass indirekt weiterhin Geld an Rosatom fließt. Dies macht Europa abhängig von russischem Einfluss in der Nuklearindustrie. Russland verfolgt gezielt eine Strategie, den Westen von der Hauptressource Uran abzuschneiden, wie am Beispiel des Nigers gezeigt wird, wo nach einem Putsch die Uranlieferungen nach Europa eingefroren wurden. Die EU sucht nach Alternativen, um diese Abhängigkeiten zu reduzieren undRusslands geopoliticalen Einfluss zu schwächen.

Uranimporte in die EU und russische Abhängigkeit

02:08:35

Die Diskussion um Uranimporte von Rossatom in die EU zeigt die komplexe Abhängigkeit westlicher Atomindustrien von russischen Lieferungen. Trotz Sanktionen importiert Frankreich weiterhin Uran aus Russland, das über St. Petersburg angeliefert wird. Die französische Atomindustrie ist ein bedeutender Umschlagplatz für Uran, an dem Russland mitverdient. Die EU-Staaten beziehen 47 Prozent ihres Urans 2023 von Rossatom, wobei mehr als die Hälfte des gesamten Urans in französischen AKW verbraucht wird. Diese Abhängigkeit politisch zu lösen, ist schwierig, da einige EU-Länder keine realistische Alternative haben.

Uran als strategischer Rohstoff und russische Exportstrategie

02:12:06

Uran wird als begehrtener Rohstoff prognostiziert, mit einer geplanten Verdopplung des weltweiten Verbrauchs bis 2030. Rossatom und seine Tochterunternehmen bauen durch weltweiten Minenkauf Monopolpositionen auf und unterbinden so westliche Versorgungsalternativen. Die Lieferketten sind unübersichtlich, was Russland in eine starke Verhandlungsposition bringt. Putin könnte potenziell russische Uranlieferungen als Verzweiflungsakt einsetzen, falls die bisherigen Maßnahmen gegen den Westen nicht ausreichen. Die EU-Kommission erkennt dieses Problem an, sieht aber aufgrund der notwendigen Einstimmigkeit bei Sanktionen und der Abhängigkeit vieler Mitgliedsstaaten keine schnelle Lösung.

Ukrainische Atomindustrie und Abhängigkeit von Russland

02:15:14

Die Ukraine produziert 50 Prozent ihres Stroms aus AKW russischer Bauart. Diese langjährige Abhängigkeit von Russland und Rossatom bei Ersatzteilen und Brennstäben versuchte die Ukraine seit 2001 durch Kooperation mit dem US-Konzern Westinghouse zu reduzieren. Nach der russischen Invasion ist diese Zusammenarbeit für die ukrainische Energiesicherheit lebenswichtig. Die Umstellung sowjetischer AKW auf westliche Technologie ist komplex und langwierig, besonders bei den sechseckigen Brennstäben. Bislang kann nur Westinghouse alternative Brennstäbe für diese Reaktoren produzieren, was eine starke Monopolposition darstellt.

US-Uranabbau und Wiederaufnahme der Produktion

02:27:19

Die USA waren einst der größte Uranproduzent der Welt, stellten aber nach dem Preisverfall die Produktion fast vollständig ein. Seit 2024 steigen die Uranpreise wieder auf 100 Dollar pro Unze, was die Wiederbelebung der US-Minen rechtfertigt. Der Abbau von Uran in Colorado wird als weniger strahlungsintensiv dargestellt als angenommen. Die US-Regierung versucht mit dem BAN-Gesetz russische Uranimporte bis 2040 zu verbieten, doch bis 2028 sind Ausnahmegenehmigungen möglich. Ohne Langzeitverträge für US-uran lohnen sich hohe Investitionen nicht, weshalb die Minenarbeiter noch auf den Boom warten. Mangelnde Anreicherungskapazitäten im eigenen Land erschweren die Unabhängigkeit.

Geschichte der US-russischen Atomkooperation nach dem Kalten Krieg

02:35:22

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion initiierten die USA das Megatons-to-Megawatts-Projekt, bei dem sie hoch angereichertes Uran aus russischen Atomwaffen kauften. Innerhalb von 20 Jahren wurden 500 Tonnen Uran genug für 20.000 Atomwaffen verarbeitet, was 10 Prozent des US-Stroms lieferte. Dieser Deal ermöglichte der russischen Atomindustrie eine Neuorientierung während die USA Zugang zu günstigem Rohstoff erhielten. Langfristig trug diese Kooperation aber zur russischen Dominanz auf dem Urananreicherungsmarkt bei, da Russland unter Preis verkaufte und westliche Konkurrenten vom Markt verdrängte.

Westlicher Unabhängigkeitsversuch und alternative Abhängigkeiten

02:44:33

Die USA haben sich mit Japan, Frankreich, Großbritannien und Kanada zur Sapporo-5-Gruppe zusammengeschlossen, um sich atomar von Russland zu emanzipieren. Mit Investitionen von 4,2 Milliarden US-Dollar sollen Anreicherungskapazitäten ausgebaut werden. Diese Investitionen erscheinen jedoch angesichts der Marktanteile von Rossatom (46% weltweit) unzureichend. Der Ausstieg aus russischer Abhängigkeit könnte laut Experten China als nächstbeste Alternative begünstigen, was neue geopolitische Risiken birgt. Insbesondere bei Solaranlagen und Wechselrichtern besteht bereits hohe Abhängigkeit von China. Atomenergie bleibt Teil der Marktwirtschaft, doch für Russland ist Rossatom primäres geopolitisches Instrument zur Macht- und Einflussbehauptung.

Saporischja-AKW als Kriegsschauplatz und russische Rolle

02:49:55

Das ukrainische AKW Saporischja, eines der weltweit größten, wurde nach der Invasion besetzt und ist zu einem Kriegsschauplatz geworden. Russlands Verstöße gegen internationale Vereinbarungen und militärische Auseinandersetzungen in unmittelbarer Nähe des Kraftwerks werden als nuklearer Erpressungsakt Russlands bezeichnet. Die Besatzung führte zur Entführung und Folter ukrainischer Fachkräfte durch Rossatom. Einem ehemaligen Mitarbeiter zufolge waren die russischen Besatzer mit der Bedienung der modernen westlichen Technik überfordert und mussten das Kraftwerk letztendlich herunterfahren. Die Rossatom-Propaganda versuchte, ukrainisches Personal mit Vertragsangeboten unter Druck zu setzen.

Russlands globale Atomexpansion und technologische Vorteile

02:59:11

Während Westeuropa (Frankreich) und die USA die Kernkompetenz durch jahrelange Baupausen verloren haben, unterhielt Russland den kontinuierlichen AKW-Bau. Rossatom plant oder baut derzeit 39 Reaktoren in 16 Ländern wie Ungarn, der Türkei, Ägypten, Bangladesch, Indien und China. Diese ungebrochene Expertise gibt Russland einen entscheidenden Vorteil. Weltweit beteiligt sich Rossatom an 60 im Bau befindlichen Reaktoren in 16 Ländern, während westliche Länder nur wenige Projekte realisieren. Rossatom bietet umfassende Dienstleistungen entlang der gesamten Lieferkette an - vom Abbau des Urans bis zur Entsorgung abgebrannter Brennstäbe, ein Service für den andere keine Lösung anbieten können. Einzigartig ist auch das Angebot Russlands, abgebrannte Brennstäbe zurückzunehmen, was westliche Länder rechtlich nicht dürfen.

Diskussion über Kernkraftwerk-Limitierungen

03:06:30

Es wird diskutiert, wie sich Deutschland entwickelt hätte, wenn die Kernkraftwerke nicht abgeschaltet worden wären. Bei 17 AKW wären rund 150 Terawattstunden Strom erzeugt worden. Allerdings müssten auch die Brennstab-Fertigung und Anreicherungsprozesse weiterlaufen. Es wird bezweifelt, ob bei weniger AKW Personal und Know-how erhalten geblieben wären. Investitionen in Photovoltaik und Windkraft sind im Vergleich zur Kernkraft deutlich gestiegen.

Berichterstattung aus der Türkei

03:08:24

Ein Team besucht die Baustelle des russischen Atomkraftwerks Akuyu in der Türkei. Lokalreporterin Hedije Erulun warnt vor großen Sicherheitsrisiken. Die Türkei ist anfällig für Erdbeben, und der Standort liegt nicht über tektonischen Platten. Seit der Downing-Krise zwischen der Türkei und Russland häufen sich die Fragen zur Sicherheit. Rossatom plant vier Reaktoren, der erste soll 2025 ans Netz gehen.

Russlands Atomstrategie in der Türkei

03:10:28

Nach dem Bau von nur einem AKW würde man Personal und Know-how verlieren, da Deutschland auf erneuerbare Energien setzt. Der türkische Lokalpolitiker Alpay Antmen kritisiert, dass das Abkommen zwischen der Türkei und Russland nicht den nationalen Interessen der Türkei entspreche. Russland betrachte Akuyu als eigenen Territorium. Die Finanzierungskrise der Türkei führte dazu, dass nur Rossatom als Bieter übrig blieb, und so kam es zum 'Build, Own, Operate'-Vertrag.

Geopolitische Bedeutung des AKW Akuyu

03:14:17

Rossatom besitzt 51% des AKW Akuyu, die Türkei 49%. Aufgrund der Finanzkrise der Türkei übernahm Russland komplett die Finanzierung. Der Vertrag erlaubt Russland, einen Hafen zu bauen und eine militärische Logistikbasis einzurichten. Dies schafft eine geopolitische Abhängigkeit und Sicherheitsrisiken in der NATO-Region. Kritiker warnen, dass Russland die Anlage für Spionage oder als Militärbasis nutzen könnte.

Solarpotenzial der Türkei und Kritik

03:17:14

Die Türkei hat großes Solarpotenzial, das kaum ausgeschöpft wird. Laut Studien könnte das Land mit Solar deutlich mehr Strom erzeugen als Deutschland. Die Preise für Photovoltaik sind seit 2010 stark gefallen. Trotzdem kritisiert der Lokalpolitiker Alpay Antmen, dass der türkische Präsident und Russland kooperieren. Auch in der EU und NATO werden Fragen laut, was die wahren Absichten Russlands sind.

Rossatoms globale Strategie

03:22:35

Rossatom plant weltweit Atomkraftwerke zu bauen und bindet so Partner für Jahrzehnte an russische Technologie. Das Unternehmen verdoppelte seit Kriegsbeginn seine Auslandsgewinne. Länder wie Ungarn und Türkei schließen Verträge mit Rossatom ab. Der Westen hängt von russischer Atomtechnologie ab. Russland nutzt Atomenergie als geopolitisches Werkzeug, um Macht auszubauen und Abhängigkeiten zu schaffen.

Diskussion um 100% Autarkie im Energiesektor

03:32:08

100% Autarkie im Energiesektor ist extrem schwierig und teilerrechnisch nicht sinnvoll. Selbst mit Plus-Energiehäusern erreicht man nur 80-85% Unabhängigkeit. Der aktuelle deutsche Stromnetz ist zu stabil, um auf Inselbetrieute umzustellen. Akkuspeicher werden günstiger, doch für den Normalbürger ist die Umsetzung unwirtschaftlich. Die Diskussion um Atomkraft sollte die Alternativen wie Wind und Solar stärker berücksichtigen.

Positivität in schwierigen Zeiten

03:35:37

Die Satiresendung 'Die Anstalt' diskutiert, ob sie mehr positive Nachrichten zeigen soll. Während eine Redakteurin betont, dass die Welt aus vielen Einzelbeispielen bestehe, argumentiert der andere, dass ein ausschließlich negatives Weltbild zu Apathie und Gleichgültigkeit führt. Positive Beispiele wie indonesisches Schulessen oder Windkraftprojekte werden genannt. Gleichzeitig wird angesprochen, dass positive Themen oft als 'schönreden' abgetan werden.

Kritische Analyse des Kapitalismus

04:00:53

Diskussion über die Notwendigkeit, sowohl negative als auch positive Entwicklungen im Kapitalismus anzuerkennen. Die Ansicht, dass man sich nicht nur auf Probleme konzentrieren sollte, sondern auch Verbesserungen sehen muss, um nicht den Überblick zu verlieren und weiterhin optimistisch die Zukunft gestalten zu können. Der Streamer betont, dass trotz aller Probleme der Kapitalismus in manchen Bereichen Fortschritte gemacht hat.

Statistiken zur globalen Armut

04:02:56

Präsentation von statistischen Daten zur globalen Armut. Der Streamer zeigt auf, dass die extreme Armut seit 1990 von 44 Prozent auf 9,7 Prozent gesunken ist und 1,5 Milliarden Menschen aus der extremen Armot geholt wurden. Er erwähnt auch die Steigende Impfquote und den Rückgang von Seuchen sowie die sinkende Sterblichkeit von Kindern weltweit.

Gerechte Verteilung des Wohlstands

04:13:00

Kontroversen über die Besteuerung und Redistribution von Wohlstand. Der Streamer erörtert die Idee einer Vermögenssteuer und die Herausforderungen bei der Umsetzung. Er argumentiert, dass die reichsten 1-5 Prozent der Weltbevölkerung einen erheblichen Teil des globalen Einkommens besitzen und zur Lösung von Problemen wie der globalen Armut beitragen sollten. Er kritisiert jedoch auch die Komplexität und möglichen negativen Folgen solcher Maßnahmen.

Moralische Pflicht und Revolutionäre Ideen

04:25:29

Reflexion über die moralische Verpflichtung, gegen Armut zu handeln, und die Diskussion über revolutionäre Ansätze. Der Streamer vergleicht die aktuelle Situation mit dem ertrinkenden Kind-Paradoxon und diskutiert die Balance zwischen Symptombehandlung und Ursachenbekämpfung. Er erwähnt auch die politischen und praktischen Schwierigkeiten bei der Umsetzung radikaler Veränderungen.

Hausbesetzung und Wohnraumkrise in Berlin

04:45:15

Bericht über eine Gruppe von 21 Menschen, die ein Haus in Berlin-Lichtenberg besetzt haben, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Das Gebäude, das offiziell kein Wohnhaus sein soll, soll für den Bau einer Autobahn (A100) abgerissen werden. Bewohner argumentieren mit dem Bestandsschutz des Gebäudes, das die Weltkriege und die DDR überlebt hat, während die Verwaltung auf fehlende Baugenehmigungen verweist.

Stream-Ausblick und Abschluss

04:51:48

Zusammenfassung des heutigen Streams und Ausblick auf die nächsten Themen. Der Streamer kündigt an, sich morgen mit der Richter-Thematik zu befassen und plant einen Raid auf einen anderen Kanal. Er verabschiedet sich und bedankt sich bei den Zuschauern für ihre Teilnahme und Unterstützung.