Bundesnetzagentur rechnet mit höheren Gaspreisen + Pistorius will neue Waffensysteme mit der Ukraine bauen + Trump meckert wegen Iran

Energiepreise und -politik im Fokus

Transkription

Es wurden erwartet, dass die Gaspreise moderat steigen werden, jedoch nicht so stark wie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Die Wasserstoffoffensive wird aufgrund ausbleibender Nachfrage und geringer Umsetzung als gescheitert angesehen. Direktauszahlungen an Bürger als Energiepreisentlastung konnten nicht umgesetzt werden, da die technische Umsetzung fehlt und zudem Unklarheiten über die Bereitschaft zur Anmeldung bestehen.

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Technische Probleme und VTuber-Interview

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Der Stream beginnt mit technischen Problemen beim Mikrofon, die auf Interview-Format von gestern zurückzuführen sind. Der Streamer berichtet über ein zweistündiges Interview mit Niamhia über VTuber, das er unterhaltsam fand. Er erklärt, dass er keine VTuber-Avatare nutzt, da diese nur in spezifischen Kontexten Sinn ergeben. Der Streamer liest verschiedene Sub-Mitteilungen vor und geht dann auf eine Energie diskussion über erneuerbare Energien ein, wobei er Aussagen einer Frau Hermann als unlogisch und Bullshit bezeichnet.

Wasserstoffoffensive als Reinfall

00:30:59

Der Streamer kritisiert die Wasserstoffoffensive als Reinfall und teilt mit, dass die Nachfrage nach Wasserstofftankstellen ausbleibt. Grüne Abgeordnete werfen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger Steuerverschwendung vor, da nur ein Bruchteil der zugesagten Gelder für Wasserstoffprojekte verwendet wurde. Fünf Projekte wurden gar nicht umgesetzt und 9 Millionen Euro zurücküberwiesen. Der Streamer bezeichnet Wasserstoff für PKW und Heizungen als sinnlos, sieht aber mögliche Verwendung für Flugzeuge.

Direktauszahlungsmechanismus gescheitert

00:34:42

Der Streamer berichtet über gescheiterte Pläne für Direktauszahlungen an Bürger als Energiepreisentlastung. Der Mechanismus wurde vor vier Jahren entwickelt ist aber technisch noch nicht umsetzbar, da hunderte Beamte fehlen. Finanzminister Lindner wird für Inkompetenz kritisiert, da er den Auszahlungsmechanismus in zweieinhalb Jahren nicht umgesetzt hat. Der Streamer spricht von 'reiner Arbeitsverweigerung' und verweist auf das fehlende Interesse an den digitalen Anmeldungen für den Auszahlungsmechanismus.

Pistorius plant neue Waffensysteme mit Ukraine

00:42:18

Der Streamer wechselt zum Thema Ukraine, wobei Bundesverteidigungsminister Pistorius dort war. Pistorius hält es für nötig, Fähigkeitslücken im Bereich weitreichender Waffen zu schließen, um wichtige Ziele im Hinterland eines gegnerischen Landes zu zerstören. Die Erfahrungen der Ukraine auf dem Schlachtfeld sollen helfen diese Lücken zu schließen. Die Bundesregierung strebt weitere deutsche-ukrainische Gemeinschaftsunternehmen an. Der Streamer kommentiert die Militärparade in Moskau als 'absurd' und 'comedy-show'.

Trump kritisiert Irans Friedensvorschlag

00:47:06

Donald Trump bezeichnet Irans Friedensvorschlag als 'völlig inakzeptabel'. Die USA wollen ihr Militärbudget von 600 auf 1.500 Milliarden Dollar erhöhen. Irans Antwort auf den US-Vorschlag enthält 14 Punkte und konzentriert sich auf Beendigung der Kampfhandlungen und Sicherheit der Schifffahrt. US-Senator Mark Kelly warnt vor stark reduzierten Munitions- und Raketenvorräten des US-Militärs. Trump wird kritisiert, ohne Plan oder Zeitplan in einen Krieg gezogen zu haben. Der Krieg wurde von 'Epic Fury' in 'Operation Projekt Freedom' umbenannt.

Bundesnetzagentur erwartet höhere Gaspreise

00:55:34

Die Bundesnetzagentur rechnet mit moderaten Preissteigerungen beim Gas aufgrund des Iran-Krieges, jedoch nicht in dem Ausmaß wie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Bei Strom sinken die Preise, was auf einen höheren Anteil erneuerbarer Energien zurückzuführen ist. Der Streamer kritisiert die Bundesnetzagentur, da es schwierig sei, Personen rauszuwerfen. Er kommentiert Putins Vorschlag, Gerhard Schröder als Vermittler zu benennen, als 'typisch putinschen Schachzug' und bezeichnet die Aussage vom baldigen Kriegsende als irreführend.

Krieg in Ukraine: Russische Zensur und Propaganda

01:03:38

Der Streamer berichtet über die zunehmende Zensur in Russland, die auch die besetzten Gebiete in der Ukraine betrifft. Der Kontakt zu Angehörigen wird schwieriger, da Plattformen wie Telegram blockiert sind. Radiosender in Kiew bieten spezielle Programme für besetzte Gebiete an, um dort neutrale Nachrichten zu verbreiten. Der Streamer kritisiert die russische Propaganda als allumfassend und schwierig zu durchbrechen. Er bewertet Putins Aussagen über ein baldiges Kriegsende als unwahrscheinlich und bezeichnet sie als 'Durchhalteparolen'.

Putins Vorschlag mit Schröder als Vermittler

01:10:04

Bei einer Pressekonferenz nach der Siegesparade in Moskau schlug Kreml-Chef Wladimir Putin Altkanzler Gerhard Schröder als potenziellen Vermittler im Krieg zwischen Russland und der Ukraine vor. Putin persönlich bevorzugte Schröder, betonte aber, dass die Europäier einen Verhandlungsführer wählen sollten, dem sie vertrauen. Putin behauptete, Russland habe Verhandlungen nie abgelehnt, während Ukraine dies getan habe. Der Vorschlag wird als taktischer Schachzug Putins interpretiert, der einem realistischen Vermittlungsversuch 2022/2023 widerspricht, der damals scheiterte.

Europäische Vermittlungsrolle und Putins Strategie

01:11:46

Putins Vorschlag mit Schröder als Vermittler wird als Teil seiner Strategie gesehen, die Ukraine unter Druck zu setzen und gleichzeitig Donald Trump zu provozieren. Putin scheint die Ukraine militärisch als begrenzt zu betrachten, was jedoch umstritten ist. Die Russische Wirtschaft erleidet Probleme in verschiedenen Sektoren, insbesondere im Bergbau, und es gibt Sorgen um das Bankensystem. Putin will Schröder als europäischen Verhandlungsführer einsetzen, um Europa ins Spiel zu bringen und gleichzeitig Trump Druck auszuüben.

Deutsche Reaktionen auf Schröder als Vermittler

01:15:31

In Deutschland gibt es geteilte Reaktionen auf Putins Vorschlag. Teile der SPD, wie Stegner, unterstützen die Idee, während Bundesregierung und andere SPD-Mitglieder sie ablehnen. Die Bundesregierung bezeichnete das Angebot als Teil von Russlands Hybridstrategie. Es wird auch eine mögliche Rolle für Bundespräsident Steinmeier diskutiert, der jedoch wegen seiner früheren Haltung zur Ukraine umstritten ist. Viele Experten bezweifeln, dass Schröder ein geeigneter Vermittler ist, da er durch seine Beziehung zu Putin und frühere Positionen in russischen Energieunternehmen belastet ist.

Analyse des Schröder-Vorschlags durch Experten

01:24:16

Der Publizist Albrecht von Lucke bezeichnet Schröder als Putins Handlungsreisenden und sieht den Vorschlag als durchschaubaren Schachzug. Putin will möglicherweise die eigene Bevölkerung mit scheinbarer Verhandlungsbereitschaft beruhigen, da Unzufriedenheit in Russland steigt. Die Militärparade am 9. Mai war im Vergleich zu früheren Jahren abgespeckt, was als Hinweis auf Ressourcenprobleme oder Nervosität im Kreml gedeutet wird. Experten sind sich einig, dass Putin auf keinen Fall von seinen Maximalforderungen abweichen würde, wie den Rückzug der Ukraine aus Gebieten, die noch gar nicht russisch besetzt sind.

Europäische Rolle im Ukraine-Konflikt

01:37:18

Es wird diskutiert, ob Europa durch die Entsendung eines Vermittlers wie Schröder mehr Einfluss auf den Konflikt bekommen könnte. Experten bezweifeln jedoch, dass dies signifikante Verbesserungen bringen würde, da Russland bisher keine der angebotenen Verhandlungen ernst genommen hat. Europa sollte nach Ansicht von Fachleuten die Initiative ergreifen, um die Ukraine zu unterstützen und die Strategie von den USA zu übernehmen. Gleichzeitig wird betont, dass die Ukraine selbst über Verhandlungen entscheiden sollte, da sie am stärksten betroffen ist.

Mögliche europäische Vermittlungs-Konstellationen

01:46:17

Es werden verschiedene europäische Konstellationen für eine Vermittlungsrolle diskutiert, wie ein Duo aus Schröder und Steinmeier, das an die frühere deutsch-russische Allianz erinnert. Auch ein europäischer Verhandlungsführer wie Macron, Schröder oder Merz wird ins Gespräch gebracht. Experten sind jedoch skeptisch, ob Schröder als Vermittler akzeptiert würde, besonders von den baltischen und nordischen Staaten, die seine frühere Haltung kritisieren. Es wird betont, dass Deutschland nicht allein über eine mögliche Vermittlungsrolle entscheiden würde.

Persönliche Beziehung zwischen Schröder und Putin

01:50:31

Die Beziehung zwischen Schröder und Putin wird als ungewöhnlich eng beschrieben, mit gemeinsamen Feiern und runden Geburtstagen. Schröder hat dank dieser Kontakte lukrative Posten in russischen Energieunternehmen erhalten, was nach dem Ausbruch des Kriegs zu massiver öffentlicher Kritik führte. Schröder hat sich jedoch nie entscheidend von Putin distanziert, was seine Eignung als neutraler Vermittler in Frage stellt. Experten betrachten ihn als jemanden, der davon profitiert hat und weiterhin Putins Interessen vertritt.

Gerhard Schröder als Vermittler

01:55:15

Es gibt nach Ansicht von Experten 0% Wahrscheinlichkeit, dass Gerhard Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg seriös arbeiten könnte. Schröder ist 82 Jahre alt und hatte letztes Jahr eine Behandlung wegen Burnout. Seine Glaubwürdigkeit ist aufgrund seiner Aktivitäten für Gazprom und dem Versuch, Geld zu 'scheffeln', stark angezweifelt. Zudem ist es fraglich, ob er körperlich und geistig noch in der Lage ist, eine so anspruchsvolle Aufgabe zu übernehmen.

Kurze Woche undziale Kommentare

01:56:36

Der Streamer meint, dies sei eine kurze Woche. Er bedankt sich bei Albrecht von Lucke für das Interview und schließt das Thema Schröder ab. Er geht davon aus, dass es die nächsten zwei bis vier Wochen keine nennenswerten Veränderungen im Ukraine-Krieg geben wird, da sowohl der Vorschlag mit Schröder als auch Putins Haltung nicht sehr plausibel sind. Der Streamer erwähnt auch, dass er keine Lust auf den Lindemann hat.

Russische Militäraktivitäten und Medienquellen

01:58:12

Der Streamer berichtet über Russlands Bemühungen, Soldaten aus Afrika zu rekrutieren, um Personalmangel auszugleichen. Er erwähnt auch Schwierigkeiten der russischen Soldaten im Feldzug. Er nutzt die Nachrichtenquelle NTE (New York Times) und gibt zu, keinen Account dort zu haben. Er spielt auch mit dem Gedanken von VTubing, lehnt es aber ab. Das Thema geht über die allgemeine Lage und menschliche Tragödien im Ukraine-Krieg.

Interview zur Bundespräsidentenwahl 2027

01:59:41

Der Streamer spricht über ein gestern Abend geführtes Interview, das ihm sehr angenehm war. Er erwähnt auch einen virtuellen Avatar, den er nutzen könnte. Dann geht er auf die Bundespräsidentenwahl im Jahr 2027 ein. Er erklärt, dass der Bundespräsident symbolische Aufgaben hat, wenig Macht besitzt und vor allem repräsentativ wirkt. Das Amt ist prestigeträchtig mit einem Jahresgehalt von knapp 280.000 Euro plus etwa 80.000 Euro für Aufwände.

Wahlverfahren der Bundesversammlung

02:02:50

Der Bundespräsident wird vom Volk nicht direkt gewählt, sondern durch die Bundesversammlung, die sich aus Bundestagsabgeordneten und delegierten Vertretern der Bundesländer zusammensetzt. Diese Versammlung kommt alle fünf Jahre zusammen. Der Präsident wird für maximal zehn Jahre gewählt. Der Ort ist normalerweise der Reichstagsgebäude in Berlin, außer es gibt besondere Gründe. Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung, ohne vorherige Reden oder Debatten.

Rücktritte und historische Abstimmungen

02:08:57

In der Geschichte der Bundesrepublik haben bisher nur zwei Bundespräsidenten zurückgetreten: Horst Köhler 2010 aufgrund von Kritik an Aussagen zu Auslandseinsätzen und Christian Wulff 2012 wegen Vorteilsnahme. Es gab auch historisch knappe Abstimmungen, wie 1969, als Gustav Heinemann nur mit sechs Stimmen Vorsprung gewann. Kandidaten müssen deutsche Staatsbürger sein, das Wahlrecht zum Bundestag haben und mindestens 40 Jahre alt sein.

Mögliche weibliche Bundespräsidentin

02:20:15

Nach zwölf männlichen Bundespräsidenten ist es sehr wahrscheinlich, dass 2027 eine Frau gewählt wird. Union, SPD, Grünen und die FDP setzen sich für eine weibliche Kandidatin ein. Die besten Chancen werden derzeit Ilse Aigner von der CSU zugeschrieben, die Unterstützung aus ihrer eigenen Partei und auch von Teilen der SPD bekommt. Aber auch parteilose Kandidaten wie Janina Kugel, die erste schwarze Bundespräsidentin, werden diskutiert. Noch ist alles völlig offen.

Friedrich Merzs Kanzlerschaft

02:27:01

Der Streamer wendet sich Friedrich Merz als Bundeskanzler zu. Merz ist unbeliebt, der Lieblingsgegner des Koalitionspartners und eine Enttäuschung für Unternehmer. Die Union plant möglicherweise, die SPD aus der Koalität zu werfen und eine Minderheitsregierung zu bilden, was jedoch riskant wäre, da sie sich von der AfD abhängig machen würde. Die Koalition kämpft mit schlechter Regierungsarbeit und Reformstau. Die geplante 1000-Euro-Entlastungsprämie wurde von unionsgeführten Ländern blockiert.

Steuersystem und -reform

02:40:32

Das politische Steuersystem in Deutschland zeigt klare Stufen: Ab rund 70.000 Euro greift der Spitzensteuersatz von 42%, ab etwa 278.000 Euro der erhöhte Spitzensteuersatz von 45%. Die Hauptdebatte betrifft, wie die Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen finanziert werden sollen. Die SPD befürwortet eine Umverteilung durch höhere Steuern für Topverdiener, während die Union auf Haushaltskonsolidierung besteht. Es zeigt sich ein grundlegender Dissens zwischen den Koalitionspartnern, wer die Lasten tragen soll.

Koalitionsstreit und Verteilungskämpfe

02:41:00

Die SPD verteidigt ihren Ansatz einer gerechteren Steuerpolitik mit der Forderung, dass Gutverdienende einen größeren Beitrag leisten sollen. Im Gegensatz dazu argumentiert die Union, dass eine Belastung des Mittelstands kontraproduktiv wäre. Die Kontroverse verdeutlicht die grundsätzlichen Unterschiede in der Steuerphilosophie beider Parteien. Während die SPD eine stärkere Besteuerung von Spitzenverdienern und eine höhere Erbschaftssteuer vorschlät, lehnt die Union dies ab, ohne konkrete Alternative anzubieten.

Vermögenssteuer und Ungleichheit

02:42:11

Die Diskussion um die Besteuerung von Vermögen wird durch die extreme Ungleichverteilung der Vermögen in Deutschland beeinflusst - das Land liegt an zweiter Stelle der OECD-Staaten in dieser Hinsicht. Die SPD plädiert für stärkere Besteuerung großer Vermögen und eine reformierte Erbschaftssteuer. Kritiker bemängeln jedoch, dass solche Vorschläge politisch schwer umsetzbar sind und beziehen sich auf frühere Koalitionsvereinbarungen, in denen solche Punkte bereits ausgeschlossen wurden. Die Unionsparteien reagieren ablehnend auf solche Pläne.

Haushaltspolitik und Sparmaßnahmen

02:43:06

Die Bundesregierung steht vor erheblichen haushaltspolitischen Herausforderungen, die eine grundlegende Steuerreform erfordern. Die SPD argumentiert, dass Sparmaßnahmen allein im Sozialbereich nicht ausreichen und stattdessen die oberen Einkommensschichten stärker herangezogen werden müssen. Kritiker werfen der Regierung vor, bisher versäumt zu haben, in den Bereichen Subventionsabbau und Haushaltskonsolidierung wirksame Maßnahmen umzusetzen. Die Schuldenbremse wird als weiteres Hindernis für Investitionen in Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Energiegewandel diskutiert.

Digitalisierungsinitiativen und bürokratische Herausforderungen

02:58:24

Das Ministerium für Digitales unter Carsten Wildberger steht vor gewaltigen Herausforderungen. Trotz ambitionierter Pläne und ehrgeiziger Ziele wie der Einführung einer digitalen Brieftasche und der Modernisierung der Verwaltung, zeigt sich eine geringe Umsetzgeschwindigkeit. Bislang sind nur wenige der 221 digitalpolitischen Vorhaben abgeschlossen. Die数字化转型 in Deutschland ist nicht nur eine technische, sondern auch eine kulturelle und strukturelle Herausforderung, die mehr politische Entschlossenheit erfordert. Oppositionspolitiker fordern mehr Einsatz und stärkeres Eingreifen des Kanzlers.

Datenschutz und digitale Infrastruktur

03:05:02

Carsten Wildberger steht in der Kritik, bei kontroversen digitalen Themen wie der Chatkontrolle und Besteuerung Tech-Konzerne nicht deutlich Position zu beziehen. Während er sich gegen die Chatkontrolle ausgesprochen hat, da diese Privatsphäre gefährdet, will er sich auf gestaltende Aufgaben konzentrieren. Die Regierung diskutiert über notwendige Investitionen in die digitale Infrastruktur, wobei große Summen für die Digitalisierung alter Bestandsdokumente und Modernisierung der Verwaltung benötigt werden. Die Umsetzung stockt jedoch durch bürokratische Hürden und divergierende politische Vorstellungen.

Ukraine-Krieg: Kohleförderung als Lebensader

03:13:24

Im vierten Kriegsjahr hat die Ukraine einen der härtesten Winter ihrer Geschichte zu bewältigen. Die Kohleförderung hat dabei eine entscheidende Bedeutung, da sie grundlegend für die Energieversorgung des Landes ist. Viele Männer an der Front werden nun verstärkt durch Frauen in den Bergwerken ersetzt. Dies veranschaulicht die bemerkenswerte Rolle der Frauen im Krieg, die nicht nur an der Front, sondern auch in der Zivilgesellschaft unverzichtbar sind. Die Mines arbeiten rund um die Uhr, um den Bevölkerungsbedarf zu decken, trotz ständiger Gefahren durch russische Angriffe und Explosionsrisiken.

Ukrainische Bergleute im Kriegseinsatz

03:19:52

Viktoria repräsentiert die rund 70 Frauen, die in einer ukrainischen Mine unter Tage die Arbeit der mobilisierten Männer übernommen haben. Diese atemberaubende Entwicklung zeigt die enorme Belastung und den persönlichen Einsatz der Zivilbevölkerung. Die Arbeit unter extremen Bedingungen ist gefährlich, mit ständigen Risiken wie Stromausfällen, Methanlecks und Angriffen. Trotzdem bleibt die Bevölkerung standhaft und setzt sich für das Überleben des Landes ein, wobei die Bergwerke als symbolische und praktische Lebensader dienen.

Kohleförderung trotz Kriegsgefahr

03:30:05

In einem Bergwerk der Ukraine wird trotz anhaltender Kriegshandlungen weiter Kohle gefördert. Ein 73-jähriger Bergarbeiter beschreibt, dass der Arbeit ständig durch Luftalarme unterbrochen wird und sie in den ersten Wochen des Krieges ständig im Luftschutzkeller waren. Die Entscheidung wurde getroffen, wenn möglich weiterzuarbeiten und Kohle zu fördern, da das bloße Sitzen im Keller keine Lösung ist. Die Arbeitnehmer haben sich mittlerweile an die gefährliche Situation gewöhnt und sind teilweise abgestumpft gegenüber den ständigen Alarmen und Angriffen.

Tarnnetze für das Militär

03:32:29

Marina, eine von wenigen Frauen in ihrem 16-köpfigen Reparaturteam, fertigt in ihrer Mittagspause Tarnnetze für das ukrainische Militär an. Zusammen mit Oksana hilft sie dabei, Netze herzustellen, die Soldaten vor Angriffen verbergen können. Marina betont, sie wünsche sehr, dass mehr Soldaten am Leben bleiben und würde sich freuen, wenn ihr Netz auch nur einem einzigen Soldaten das Leben retten könnte. Die Bergarbeiter halten trotz der Gefahr weiter an ihrer Arbeit fest, weil sie das Gefühl haben, etwas Sinnvolles zu tun.

Drohnenangriffe auf Bergarbeiter

03:34:55

Viktoria, eine Bergarbeiterin, erlebt nach ihrer Schicht einen Drohnenangriff auf den Bus, der ihre Kollegen zur Nachtschicht bringen sollte. Die App zeigt vier kleine Drohnen in der Nähe, und die Bergworkers müssen im Luftschutzbunker warten, bis die Gefahr vorüber ist. Später wird bekannt, dass neun Beschäftigte des Bergwerks getötet und drei weitere wahrscheinlich Helfer sind, die nach dem ersten Angriff zur Stelle waren. Die Ukrainer haben in den letzten Jahren massiv Frühwarnsysteme eingeführt, um besser auf Angriffe reagieren zu können.

Angst und Alltag in Kriegszeiten

03:36:20

Die ukrainischen Zivilisten leben ständigen Angst vor Angriffen, haben sich aber auch eine Art Normalität geschaffen. Viktoria berichtet, dass sie trotz der ständigen Drohungen zur Arbeit geht, weil sie sich gegenseitig Mut machen wollen. Sie betonen, wie wichtig es ist, kleine Freuden im Alltag zu finden und sich selbst etwas zu gönnen. Auch Maria kocht in ihrer Freizeit mit ihrer Schwester Mahlzeiten für Soldaten und versorgt sie mit notwendigen Gütern wie Benzin und Medikamenten.

Rückkehr in den Alltag

03:52:38

Nach dem Drohnenangriff versucht Viktoria, wieder in ihren Alltag zurückzufinden. Sie muss ihren Sohn aus der Schule abholen und meldet sich über die App über die Lage auf. Die Gegend ist weiterhin gefährlich, mit Drohnen in der Nähe, aber die Menschen versuchen, nicht in Panik zu verfallen. Die Schule verkürzt den Unterricht wegen drohender Raketenangriffe, und Viktoria hofft, dass ihr Sohn sich an die veränderten Umstände gewöhnt. Die Bergarbeiterin hat weiterhin keine Gewissheit, wann der Krieg enden wird.

Neue Kriegstechnologie in der Ukraine

04:09:45

Die Ukraine entwickelt rasant neue Kriegstechnologien und ist dabei weltweit führend, besonders im Bereich der Drohnen. Bodenroboter werden erfolgreich eingesetzt, um russische Positionen einzunehmen und menschliche Verluste zu minimieren. Verteidigungsminister Pistorius besucht die Ukraine, um sich über die deutsch-ukrainische Kooperation im militärischen Bereich zu informieren. Ukrainische Experten trainieren auch europäische Militärs im Umgang mit dieser neuen Technik.

Pistorius in der Ukraine

04:13:46

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius besucht die Ukraine und trifft in Kiew mit Vertretern der ukrainischen Regierung zusammen. Es geht um eine militärische Zusammenarbeit im Bereich der Rüstungsindustrie, insbesondere im Bereich der Drohnentechnologie. Die Ukraine hat sich zu einem führenden Land im Bereich der Drohnenentwicklung entwickelt, während Russland hier aufholt. Pistorius sieht in der Ukraine einen strategischen Partner und möchte die Zusammenarbeit vertiefen.

Putins Aussagen zur Kriegsbeendigung

04:20:42

Russlands Präsident Putin verkündet, der Krieg nehe sich dem Ende zu, und schlägt die Einsetzung von Altkanzler Schröder als Vermittler vor. Diese Aussage wird in der Ukraine mit Skepsis aufgenommen. Zelensky verweist auf Putins bisheriges Verhalten und dessen Abhängigkeit von Putin. Experten sehen in Putins Aussage eher eine Durchhalteparole und einen Schachzug, um Europa zu verunsichern. Der Krieg in der Ukraine dauert bereits vier Jahre und endet noch nicht in Sicht.