Regenbogenflaggen und Ordnungsrufe: Wie Julia Klöckner den Bundestag leitet !rabot

Machtkampf im Bundestag: Klöckners umstrittene Präsidentschaft

Transkription

Die Amtsführung von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner steht in der Kritik. Im Gegensatz zu ihren Vorgängerinnen wird ihr Stil als autoritär und polarisierend wahrgenommen. Besonders umstritten sind ihre Rüge an Abgeordneten und ihr Verbot, die Regenbogenflagge am Bundestag hissen zu lassen. Kritiker sehen darin einen Bruch mit demokratischer Kultur und werfen ihr vor, ihre Machtposition zugunsten der eigenen Parteinteressen auszunutzen.

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Einführung und Themenplanung

00:00:28

Der Stream beginnt mit technischen Herausforderungen, da der Kopfhörer schmerzt. Die Streamerin berichtet von einem guten Tag und ihrer Freude an Vintage-Teilen. Der Plan für den Stream befasst sich hauptsächlich mit Julia Klöckner, der Bundestagspräsidentin, und deren Verhalten im Amt. Neben dem Hauptthema werden ein Reaction-Video von Maurice Höfgen zur Jens-Spahn-Affäre sowie ein Urteil zum Afghanistan-Programm als mögliche Themen erwähnt. Die Streamerin möchte das Wohlgefühl der Zuschauer prüfen und klärt, dass Inhalte nicht immer sofort gezeigt werden können.

Urteil zum Afghanistan-Programm

00:13:44

Ein zentrales Thema ist das Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin, das Deutschland verpflichtet, bei früher gegebenen Aufnahmezusagen für Afghanen Visa zu erteilen. Das Gericht entschied, dass die Zusagen nicht einfach widerrufen werden können. Das Urteil betrifft etwa 5.000 Menschen, die in Pakistan auf ihre Ausreise warten, während die pakistanische Regierung eine Frist bis zum 30. Juni gesetzt hat. Die Bundesregierung muss nun handeln, was bei der kurzen Frist als Herausforderung gilt. Hilfsorganisationen wie Pro Asyl kritisieren, dass die Betroffenen in prekären Bedingungen leben und eine lebensbedrohliche Abschiebung fürchten.

Analyse von Julia Klöckners Amtsführung

00:23:40

Der Stream widmet sich anschließend der Neutralität von Julia Klöckner als Bundestagspräsidentin. Es wird ein Vergleich mit ihrer Vorgängerin Claudia Roth gezogen, die als charismatischer und lockerer wahrgenommen wurde. Klöckner hingegen unterbricht Debatten häufig und wird als streng und machtorientiert beschrieben. Ihre Nähe zur CDU und zu Friedrich Merz wird thematisiert. Ihr Selbstmarketing über Social Media und der Schattenkrieg mit Verbänden in ihrer Zeit als Landwirtschaftsministerin werden als Beispiele für ihre strategische Ausrichtung angeführt.

Konkrete Kritik und Neutralitätsfrage

00:32:20

Die Kritik an Klöckner konzentriert sich auf ihre als autoritär empfundene Sitzungsleitung. Unter anderem wird die Kontroverse um die verbotene Regenbogenflagge vor dem Bundestag und die Teilnahme von Beschäftigten am CSD erwähnt. Sie ermahnt Abgeordnete, sich nicht der Lüge zu bezichtigen, was jedoch als unangemessen empfunden wird, da sie nur eine Seite rügt. Es wird diskutiert, ob ihre Neutralität ein reiner Vorwand sei, um inhaltlich nicht Position beziehen zu müssen, und ob sie die Würde des Amtes wahrt oder ihre Machtposition missbraucht.

CSD-Einladung und gesellschaftliche Position

00:54:34

Ein kontrovers diskutiertes Thema ist, ob Julia Klöckner zu einem CSD eingeladen werden sollte. Während einige argumentieren, dass Gespräche auch mit politischen Gegnern notwendig sind, wird dies für den CSD als unangemessen abgelehnt. Der CSD sei ein Protest von queeren Menschen und kein allgemeines Fest oder Diskussionsforum. Ihre klare anti-queere Positionierung und das Verbot der Regenbogenflagge würden einer Teilnahme widersprechen und den Charakter der Demonstration untergraben. Die Einladung von Klöckner würde als befremdlich für die Community empfunden.

Alternative zum CSD-Politisierung

00:56:52

Als Alternative zur Einladung von Politikern in den CSD wird vorgeschlagen, dass diese als private Teilnehmender am Protest mitlaufen können. Die Bühne solle jedoch repräsentativ für die Community sein. Ein politischer Protest wie der CSD müsse von den Betroffenen selbst gestaltet werden und könne nicht dazu dienen, politische Gegner auf einer Bühne zu platzieren. Die Diskussion verdeutlicht, dass der CSD nicht als Ort für Dialog mit unangemessenem Gedankengut gesehen werden sollte, sondern als Raum für queere Identität und Protest.

Beendigung des Streams

01:01:46

Der Stream endet mit einem Abschiedsgruß und einem Dank an die Zuschauer. Die Streamerin kündigt zukünftige Inhalte an, darunter einen Community-Tag am 3. August. Der Fokus lag auf der kritischen Auseinandersetzung mit Julia Klöckner und ihrer Rolle im politischen Geschehen. Es wurde betont, dass ihre Handlungen und Entscheidungen weitreichende Auswirkungen auf die Gesellschaft und den polit Diskurs haben.

Lügenvorwurf im Parlament und Klöckners Neutralitätspostulat

01:00:01

Im Bundestag kam es zu einem Konflikt, als Abgeordnete sich gegenseitig der Lüge bezichtigten. Julia Klöckner intervenierte mit der Begründung, im Parlament solle man verschiedene Meinungen vertreten und sich nicht der Lüge bezichtigen. Dies wurde als ungewöhnliches und umstrittenes Verständnis von Parlamentskultur kritisiert, das als Versuch gewertet wird, Regierungskritik zu unterbinden. Die Diskussion drehte sich um die Frage, ob es in der Demokratie notwendig ist, Lügen als solche zu benennen.

Rüge der Palestine-T-Shirt-Aktion und Klöckners strenge Regelsetzung

01:00:49

Ein konkreter Anlass für die Debatte war die Aktion der Linken-Politikerin Kökzirk, die ein T-Shirt mit dem Aufdruck 'Palestine' trug, was sie selbst als nicht-provozierend und rein geografisch verstand. Klöckner reagierte mit einer Rüge und einer starren Regelung, wonach im Plenarsaal keine Slogans auf Kleidung oder Transparenten erlaubt sind. Begründet wurde dies mit der Frage, wo dies enden würde, und dem Hinweis, dass 'Palestine' in diesem Kontext ein klares politisches Statement sei, während sie bei Regenbogenflaggen auf Kleidung nicht einschreitet, da diese einfarbig seien.

Das Thema der Regenbogenflagge und Klöckners kontroverser Beschluss

01:03:12

Ein weiteres zentrales Thema war Julia Klöckners Entscheidung, die Regenbogenflagge am Bundestag nicht mehr hissen zu lassen, was sie mit den Worten 'Die am meisten unterdrückte Gruppe der Welt, das sind die Christen' begründete. Ihr Verbündeter Friedrich Merz sprach von einem 'Zirkuszelt'. Die Entscheidung war extrem kontrovers, insbesondere im Kontext zunehmender Angriffe auf CSD-Veranstaltungen. Während Klöckner eine 'Neutralität' des Bundestags einfordert, wird ihr Vorgehen als politisches Statement und Ausdruck eines 'Kulturkampfs' innerhalb der Union interpretiert, das für viele queere Menschen ein starkes negatives Signal setzt.

Klöckners umstrittene Polarisierung und ihr Wahlkampf-ähnlicher Stil

01:09:41

Kritiker werfen Klöckner vor, dass ihr Amtsführungsstil stark polarisierend ist und eher wie ein Wahlkampf als eine neutrale Leitung wirkt. Sie rügt sowohl links als auch rechts, schmeist aber oft beide Seiten in einen Topf, was als 'Hufeisenwurf' bezeichnet wird, der unangemessen ist. Diese fehlende Neutralität, so die Kritik, diene primarily der Stärkung der eigenen Partei. Auch ihr Auftreten außerhalb des Parlaments, etwa auf Instagram, wird als parteiisch und konfrontativ wahrgenommen, was den Respekt vor dem Amt in Frage stellt.

Prognose: Klöckner wird ihr Amt radikal zur Ausschöpfung ihrer Macht nutzen

01:13:05

Der Streamer spekuliert, dass Julia Klöckner ihr Amt als Bundestagspräsidentin sehr viel strategischer und rücksichtsloser nutzen wird, als ihre Vorgängerinnen. Es wird angenommen, dass sie gezielt Machtbefugnisse ausschöpfen und erweitern wird, um ihre politische Agenda durchzusetzen. Ihr Nichthissen der Regenbogenflagge wird als erster Vorgeschmack auf diesen Kurs gewertet. Die Prognose lautet, dass sie noch weitere Überraschungen in ihrem Amt plant und den Würde-Anspruch des Amtes zugunsten eines machtpolitischen Kurses opfern wird.

Analyse der Maskenaffäre und Spahns Kommunikationstaktik

01:24:19

Der Stream analysiert das Interview von Jens Spahn zur Maskenaffäre und sieht darin eine durchdachte Kommunikationsstrategie. Spahn vermeidet eine direkte Verantwortungsübernahme, stattdessen lenkt er die Kritik auf andere, spricht von 'Geraune' und 'Verschwörungstheorien' und vergleicht die Kritik am Vorgehen mit der AfD. Bild-Zeitung wird vorgeworfen, mit zweierlei Maß zu arbeiten, da sie Spahn weniger hart befragt hätte als einen Politiker der Grünen. Dies wird als Beispiel für die generelle medienpolitische Haltung von Springerpresse interpretiert.

Spahns Strategie der Verantwortungsablehnung und parteiinterne Konsequenzen

01:29:09

Jens Spahn versucht, die Hauptverantwortung für die Maskenaffäre abzuwehren. Er behauptet, dass andere Ministerien und sogar die Ampel-Regierung an den Fehlern beteiligt waren und stellt rhetorisch die Frage, ob auch andere Politiker in seiner Lage anders gehät hätten. Die Kernaussage seiner Verteidigung ist, dass es nicht um ihn, sondern um die allgemeinen Herausforderungen der Pandemie ging. Es wird erwartet, dass er diese Strategie erfolgreich verfolgt, da keine schweren parteiinternen Konsequenzen für ihn befürchtet werden, was als neuer Standard in der CDU-Politik gilt.

Spahns 'Alles war transparent'-Narrativ und die ungelösten Detailfragen

01:47:41

Spahn wiederholt in Interviews den Standpunkt, dass die Maskenaffäre bereits durch Berichte des Bundesrechnungshofs vollständig und transparent aufgeklärt sei. Diese Aussage wird im Stream als bewusste Irreführung entlarvt. Tatsächlich bleiben im ungeschwärzten Sudhoff-Bericht offene und unklare Fragen, wie zum Beispiel die nachträgliche Aufschlüsselung von Lieferfristen für die Firma Emix oder die fehlenden Regressforderungen gegen Logistikfirmen. Die Bild-Zeitung wird dafür kritisiert, diese entscheidenden Detailfragen zu ignorieren und stattdessen Spahns Verteidigungslinie zu übernehmen.

Kritik an der Emix-Maskenbeschaffung und Provisionen

01:53:21

Der Streamer analysiert die umstrittene Beschaffung von FFP2-Masken von der Schweizer Firma Emix. Er kritisiert, dass der Bund die Masken trotz eines Berichts des TÜV Nord, der die Hälfte der Masken als mangelhaft einstufte, vollständig bezahlt habe. Besonders problematisch findet er die Rolle von Andrea Tanzler, die laut Suddorfbericht Provisionen in Höhe von 48 Millionen Euro kassiert haben soll, indem sie Emix an den Minister vermittelte. Dies wirft die Frage auf, ob diese Provisionen die Vergabeentscheidung von Jens Spahn beeinflusst haben.

Vorwürfe der Korruption und Lobbyismus

01:55:14

Die Analyse geht über den Einzelfall hinaus und kritisiert ein grundsätzliches Problem des deutschen Systems. Der Streamer bezeichnet Deutschland als ein "Korruptionsland" und ein "Paradies für Steuerhinterziehungen und für Korruption". Er argumentiert, dass das System zwar Lobbyismus nenne, aber im Kern nichts anderes als Korruption sei. Er beklagt, dass es nur wenige Hebel gebe, um Politiker für derartige Interessenkonflikte zur Rechenschaft zu ziehen, was das Vertrauen in die Demokratie untergrabe.

Spahns Verteidigungsstrategie und Ablenkungsmanöver

01:59:12

Die Untersuchung von Jens Spahns Verteidigungsstrategie offenbart ein systematisches Vorgehen. Der Streamer zitiert Spahns Versuch, die Verantwortung für die Maskenaffäre auf den Grünen-Politiker Janosch Dahmen abzuwälzen, indem er vorgab, ihn nicht erreichen zu können. Gleichzeitig versucht Spahn, seine Entscheidungen als Reaktion auf eine chaotische und unübersichtliche Krise darzustellen, um Verständnis zu wecken. Diese Taktik, auch als "Scholz-Taktik" bezeichnet, wird als bewusste Ablenkung und Diskreditierung der Opposition kritisiert.

Diskreditierung der Kritiker und Verzögerungstaktik

02:13:31

Eine zentrale Strategie von Spahn sei es, Kritiker als Verschwörungstheoretiker oder Verleumder zu diffamieren. Der Streamer führt als Beispiel an, wie Spahn Margareta Sudhoff, die Autorin des kritischen Berichts, als parteipolitisch gefärbt darstellt und die von ihr gestellten Fragen als AfD-Methoden abstempelt. Des Weiteren versucht Spahn, die Veröffentlichung des vollständigen Berichts zu verzögern und den ungeschwärzten Teil erst nach der Bundestagswahl herauszugeben, um politische Vorteile zu erlangen. Dies wird als widerliche und perfide Taktik eingestuft.

Spahns Begründungen gegen einen Untersuchungsausschuss

02:28:33

Der Streamer prognostiziert, dass Spahn für die Ablehnung eines Untersuchungsausschusses standardisierte Argumente verwenden wird. Dazu gehören die Behauptung, alle Fakten seien bereits öffentlich, die Verjährung der Vorwürfe und die Begründung, eine solche Untersuchung sei eine Verschwendung von Ressourcen und habe größere politische Prioritäten. Diese Argumente sieht der Streamer als Vorwand, um einer umfassenden und transparenten Aufklärung aus dem Weg zu gehen.

Konsequenzen für die Politik und Plädoyer für Aufklärung

02:37:45

Der Streamer schlussfolgert, dass der Spahn-Skandal die Politiklandschaft nicht grundlegend verändern wird, da die Strategien aus anderen Skandalen bekannt sind. Er kritisiert, dass Spahns Auftreten als "kackendreist lügen" und sein Standing ihn durch solche Skandale tragen, während Politiker mit moralischem Gewissen darunter leiden. Es wird betont, dass viele Fragen offen bleiben, wie die Zahlung von 18 Millionen Euro an Nils Korte oder die Kommunikationswege mit Logistikfirmen. Der Streamer plädiert eindringlich für einen U-Ausschuss, um diese offenen Punkte aufzuklären, und wirft der Medienkritik an anderen Politikern wie Habeck vor, ein ungleiche Maß anzulegen.

Thema Zwangssterilisation von Frauen mit Behinderung

02:46:00

Die Streamerin befasst sich mit dem sensiblen Thema der Zwangssterilisation von Frauen mit Behinderung, basierend auf einer Arte-Dokumentation. Sie stellt fest, dass diese Praxis in zwölf EU-Ländern, darunter Portugal, Tschechien und Ungarn, nach wie vor legal ist und besonders bei Minderjährigen vorkommt. Die Moderatorin erklärt, dass die Sterilisation oft ohne Wissen oder Einwilligung der betroffenen Frauen erfolgt und dass es hier um einen klaren Menschenrechtsverstoß geht.

Die Aktivistin Sarah Rocha aus Portugal

02:47:24

Im Mittelpunkt der Dokumentation steht die portugiesische Aktivistin Sarah Rocha, die als autistische Frau im dritten Monat schwanger ist. Zusammen mit ihrer besten Freundin Raquel Tavares-Lebre gründete sie den Verein Stimme der Autisten, um gegen die Praxis der Zwangssterilisation zu kämpfen. Rocha fordert ein gesetzliches Verbot der Praxis, nachdem sie selbst Opfer der Stigmatisierung war und in ihrer Heimat mit dem Risiko einer Zwangssterilisierung konfrontiert war.

Fallbeispiele und ihre Folgen

02:50:56

Die Dokumentation erzählt die Geschichten von mehreren Frauen, die sterilisiert wurden, darunter die Belgierin Natascha, deren Eltern die Entscheidung ohne ihr Wissen getroffen haben. Sie wurde im Krankenhaus unter einem Vorwand in Narkose versetzt und erst nach der Operation über den Eingriff informiert. Die unumkehrbare Operation führt bei den Betroffenen zu tiefeem Trauma und Traurigkeit, weil ihnen das Recht auf Selbstbestimmung und den Wunsch nach einem eigenen Kind genommen wurde.

Gesellschaftlicher Hintergrund und Forderungen

03:04:47

Die Streamerin erläutert, dass die Praxis oft aus einer gesellschaftlichen Überforderung resultiert. Familien mit behinderten Kindern erhalten oft keine ausreichende Unterstützung, was dazu führen kann, dass Sterilisation als eine bequeme Lösung angesehen wird. Das eigentliche Problem liegt in einer mangelnden Inklusion und unzureichenden Hilfsangeboten. Sarah Rocha nutzt ihre Arbeit, um europaweit ein Netzwerk von Betroffenen zu schaffen und politischen Druck aufzubauen, um das Schweigen zu brechen und ein Verbot durchzusetzen.

Vorbild: Begleitete Elternschaft in Berlin

03:12:49

Es wird ein positives Gegenbeispiel aus Berlin gezeigt: eine betreute Wohngemeinschaft, in der Mütter mit Behinderung Unterstützung bei der Kindererziehung erhalten. Die 34-jährige Sunny lebt hier mit ihrem dreijährigen Sohn Matteo und wird von einem Team aus Fachkräften begleitet. Dieses Konzept der 'begleiteten Elternschaft' zeigt, dass mit der richtigen Unterstützung auch Mütter mit Behinderung in der Lage sind, ihre Kinder liebevoll zu erziehen, und wird als vorbildlich für eine inklusive Gesellschaft angesehen.

Politischer Einsatz und aktueller Stand

03:37:35

Sarah Rocha nutzt ihre wachsende Bekanntheit, um politisch Einfluss zu nehmen. Sie tritt bei einer öffentlichen Anhörung im portugiesischen Parlament auf und setzt sich gemeinsam mit einer Abgeordneten für einen Gesetzentwurf ein, der die Zwangssterilisation verbieten soll. Dies wird als historischer Moment gewertet, da das Thema erstmals offiziell diskutiert wird. Obwohl die Abstimmung kurzfristig verschoben wird, bleibt Rocha entschlossen, weiterzukämpfen, bis die Menschenrechtsverletzung in ganz Europa verboten ist.

Überleitung zum Live-Bundestag

03:41:58

Nach der ausführlichen Diskussion wechselt der Stream zum Live-Bundestag. Das Thema der Sendung lautet 'Sichere Herkunftsstaaten und Rechtsschutz bei Abschiebehaft und Ausreise gewahrsam'. Die Streamerin kündigt an, für längere Zeit im Bundestag zu bleiben und kommentiert live die Debatten. Sie kritisiert dabei insbesondere die pro-europäische, aber gleichzeitig rechte Politik von Manfred Weber, die ihrer Meinung nach demokratische und soziale Standards untergräbt.

Kritik an der Vorgehensweise von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen

03:43:49

Die Streamerin wendet sich der Rolle von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu. Während sie ihre Führung bei globalen Herausforderungen wie dem Zollstreit mit den USA anerkennt, übt sie scharfe Kritik an ihrem Führungsstil. Sie moniert, dass von der Leyen oft einsam agiere, wenig mit der politischen Mitte ausdiskutiere und Entscheidungen auf Basis ihrer eigenen Mehrheit treffe, was zu einer Polarisierung in der EU beiträgt.

Technische Probleme und parlamentarische Abläufe

03:46:27

Nach einem technischen Ausfall, der im Bundestag zu einem kompletten Stromausfall führte, wurden einige Routinetätigkeiten wie Überweisungen in Ausschüsse und einfache Abstimmungen nachgeholt. Die Debatte konzentrierte sich dann auf den Gesetzesentwurf von Alexander Dobrindt zur Einführung einer zweiten Liste sicherer Herkunftsländer und zur Abschaffung des verpflichtenden Rechtsbeistands in der Abschiebehaft. Der Entwurf, der als „Ideologierückabwicklungsgesetz“ bezeichnet wird, soll staatliche Handlungsfähigkeit gegenüber politischer Ideologie stellen und Blockaden im Bundesrat umgehen. Die Begründung der Regierung ist, illegale Migration wirksam zu begrenzen, was stark umstritten ist.

Kritik am Gesetzesentwurf und an AfD-Positionen

03:48:30

Kritiker entlarven die Argumentation der Regierung bezüglich Pull-Faktoren als widerlegt durch Studien. Sie werfen den Politikern vor, für Lügen und Unwahrheiten im Bundestag zur Verantwortung gezogen zu werden. Die AfD fordert im Zusammenhang mit dem Gesetz effektive Grenzkontrollen, physische Barrieren, sofortige Zurückweisungen und eine Stärkung nationaler Interessen. Diese Positionen werden von anderen Parlamentariern scharf angegriffen, die darin eine unrealistische und menschenverachtende Politik sehen, die zu Mauern und Waffengewalt an Grenzen führen könnte und Deutschland schaden würde.

Wirtschaftliche Abhängigkeit von Migration

03:57:22

Es wird die wirtschaftliche Notwendigkeit von Migration für Deutschland betont. Das Land sei ein Einwandererland, das dringend Fachkräfte benötige. Ohne migrantische Arbeitskräfte würden zentrale Systeme wie Lieferketten, Post, Gesundheit und Handwerk zusammenbrechen. Die massive Abhängigkeit vom Niedlohnbereich, der von Migranten getragen wird, wird als Beweis für die Realitätsentfremdung der AfD-Forderungen nach dichten Grenzen angesehen. Grenzen zu machen, wird als tödlich für Deutschland angesehen.

Parlamentarische Kontroverse um Rechte und Demokratie

03:59:21

Die Debatte eskaliert zu einem fundamentalen Streit um den Rechtsstaat. Oppositionspolitiker, insbesondere von Grünen und Linken, bezeichnen die geplante Abschaffung des Pflichtanwalts in Abschiebehaft als menschenunwürdig, einen Skandal und eine Katastrophe für die Demokratie. Sie argumentieren, dies sei eine gezielte Schwächung des effektiven Rechtsschutzes und ein Versuch, gerichtliche Kontrolle zu umgehen. Die Regierungsparteien hingegen verteidigen das Gesetz als notwendig für schnellere Verfahren und zur Stärkung der staatlichen Handlungsfähigkeit.

Ehrliche Einblicke in die Abschiebepraxis der CDU

04:17:37

Während der Debatte liefert die CDU-CSU einen ungewöhnlich ehrlichen Einblick in ihre Motivation. Ein Redner der Fraktion gibt zu, dass die Abschaffung des Pflichtanwalts darin begründet ist, dass Betroffene es kaum ohne anwaltliche Unterstützung schaffen würden, ihre Rechte geltend zu machen. Die CDU sieht dies als Weg, um das Verfahren zu verkürzen, selbst wenn es bedeutet, den Menschen den Zugang zu Gerichten zu verwehren. Diese Offenheit wird von anderen als „ehrlicher“ und Skandal bezeichnet, da es ein direktes Umgehen von Gerichtsverfahren darstellt.

Themenwechsel und persönlliche Anmerkungen

04:27:18

Nach der heftigen Debatte über Migrationsgesetze folgt ein abrupter Wechsel zu einem anderen Thema: dem „Bauturbo“ zur Wohnungsbau-Förderung. Der Streamer bewertet diesen schnellen Themenwechsel als „crazy“ und kontrastiert ihn mit der Tiefe der vorherigen Debatte. Anschließend berichtet er von persönlichen Erlebnissen mit einem überforderten Telekom-Kundenservice, der ihn nach zwei Wochen und unzähligen Kontakten zum Wechsel zu einem anderen Anbieter bewogen hat. Er kündigt seinen Urlaub an und gibt einen 10-15% Rabattcode für den Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller Naturtreu weiter.