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Scholz und Biden im Weißen Haus: Ukraine-Krieg und Panzerlieferungen im Fokus
Bei den Gesprächen im Weißen Haus diskutierten Olaf Scholz und Joe Biden die dringenden außenpolitischen Themen. Die militärische Unterstützung der Ukraine gegen die russischen Angriffe bildete den Kern. Konkret wurden die Lieferung deutscher Kampfpanzer an die Ukraine und weitere Hilfen besprochen. Weitere Verhandlungspunkte waren Sanktionen gegen Iran, die Nordstream-2-Frage mit Gasprom-Schulden und die Energieversorgung. Parallel verläuft in der SPD die interne Debatte über Boris Rheins mögliche Kandidatur als hessischer Ministerpräsident.
Ankündigung: Bertelsmann-Studie und CDU-Gast
00:03:39Am nächsten Tag plant der Streamer einen Special-Stream mit der Bertelsmann-Stiftung und CDU-Politiker Nathanael Leminski. Thema ist eine Studie zur Politik in Gaming-Communities, die besonders relevant ist, da der Streamer sich selbst als Teil der Gaming-Szene sieht. Maxim moderiert gemeinsam mit dem Streamer, die Veranstaltung hat einen Gästewechsel: Zuerst stellt die Bertelsmann-Stiftung die Studie vor, dann reagiert die CDU darauf. Die Studie untersucht, wie politisch Gaming-Communities sind, und wird als sehr spannend beschrieben, da sie auch Handy-Spiele und spezifische Spiele wie Anno und Aloft einbezieht.
Terminplanung und Sabaton-Aktionen
00:09:52Der Streamer kündigt an, am Freitag keinen Stream durchzuführen, da ein Termin-Clash besteht. Stattdessen startet ab dem 23. des Monats eine mehrtägige Sabaton-Aktion von Donnerstag bis Dienstag der nächsten Woche. Diese Aktion dient der Vorbereitung auf eine bevorstehende Reise und um Finanzen auszugleichen. Geplant sind intensivere Streams mit Fokus auf Dokumentationen und möglicherweise längere Sendungen wie Tilo Jung. Für die Vorbereitungen will der Streamer bereits am Montag und Dienstag vorcoochen und Mahlzeiten einfrieren.
Charity-Reise und Finanzplanung
00:11:31Am 29. des Monats reist der Streamer als Patin des Vereins Straßenkinder e.V. zu den Videodays. Für das nächste Jahr werden Charity-Aktionen überdacht, möglicherweise mit einem Wechsel von SOS Humanity zu einer anderen Organisation. Um die Reise zu finanzieren, findet nächste Woche eine Sabaton-Aktion statt, da die Reise selbst mit Charity-Zielen verbunden ist. Der Streamer betont, dass er gerne mehr Zeit für Charity aufwenden würde, aber durch finanzielle Verpflichtungen gezwungen ist, Einnahmen zu generieren. Die Reise im November führt nach Afrika, einen Kontinent, den der Streamer noch nie besucht hat.
Afrika-Reise und NGO-Zusammenarbeit
00:14:35Die Reise im November geht nach Afrika, organisiert über eine Stiftung mit persönlicher Verbindung. Es wird betont, dass trotz Kooperation mit SOS Humanity keine Zusammenarbeit mit Sea-Watch stattfindet, um Konkurrenz zwischen NGOs zu vermeiden. Die genaue Destination und Details werden am Sonntag im YouTube-Tagebuch enthüllt. Der Streamer beschreibt die Reise als großartiges Charity-Projekt, das für alle Beteiligten positiv sein wird, und hegt große Vorfreude auf das Erlebnis.
Talk-Gäste und Show-Diskussion
00:25:25Für Maybrit Illner sind Carsten Linnemann (CDU), Franziska Brandner (Grüne), Jens Südekum (Ökonom) sowie Journalisten der Rheinischen Post und der Zeit bestätigt. Parallel wird über Miosga diskutiert, wo ein Einzelinterview mit Lars Klingbeil geplant ist. Es wird die Meinung geäußert, dass Illner aufgrund der Gäste und des Themas 'Herbst der Reformchen' spannender wirkt, während Miosga mit identischen Positionen von Merz und Klingbeil enttäuschen könnte. Die Gäste für Illner werden als bekannt und relevant eingeschätzt.
Kritik an den Grünen
00:43:28Als Mitglied der Grünen übt der Streamer scharfe Kritik an der aktuellen Parteipolitik. Gerügt werden der Schub nach rechts, das mangelnde Gegenhalten in der Opposition und die Abgrenzung zur Linken. Besonders kritisch wird der Realo-Kurs unter Felix Banaszak gesehen, der als möglicher Kandidat aufgebaut wird. Es wird die Hoffnung geäußert, dass die Partei zu ihren ursprünglichen Werten zurückfindet. Zur Grünen Jugend wird positiv angemerkt, dass Henriette Held neue Vorsitzende ist, und Interesse an einer Einladung dieser neuen Spitze bekundet.
Koalitionsdeal zu Bürgergeld
00:46:35Die Koalition hat sich auf eine Verschärfung der Sanktionen bei Arbeitsverweigerung geeinigt, wobei Leistungen bis an die verfassungsrechtliche Grenze gekürzt werden können. Bürgergeld soll durch eine neue Grundsicherung ersetzt werden. Obwohl die Regierung eine geschlossene Position präsentiert, bleibt unklar, ob dies ausreicht, da strukturelle Probleme im Sozialsystem ungelöst bleiben. Experten merken an, dass echte Strukturreformen nötig wären, statt nur kosmetischer Änderungen an den über 500 verschiedenen Sozialleistungen.
Kritik an Symbolpolitik und sozialer Ungerechtigkeit
00:52:17In der Debatte um politische Entscheidungen wird scharfe Kritik an Symbolpolitik geübt, die reale Auswirkungen auf prekär lebende Menschen hat. Gleichzeitig erhalten Politiker Gehaltserhöhungen, was als absurd empfunden wird. Die Diskussion wird als Theater verglichen, bei dem Betroffene nie repräsentiert sind. Es wird moniert, dass die Arbeiterklasse trotz Sozialstaatsabbau nicht auf die Straße geht, während in anderen Ländern wie Frankreich oder Italien Proteste üblich sind. Dieser Zustand wird als deprimierend und gefährlich für die Demokratie beschrieben.
Nächtliche Verhandlungen und Rechtfertigung menschenfeindlicher Politik
00:57:45Nach langen nächtlichen Verhandlungen zwischen SPD und Union wird eine Einigung erzielt, die als Rechtfertigung für menschenfeindliche Politik dient. Die Politiker feiern sich dafür, Probleme anzugehen, obwohl ihre Lösungen die Lebensbedingungen verschlechtern. Kritik wird an der Ampel geübt, die sich durch Selfies inszenierte, während die Große Koalition sich bewusst davon abgrenzt. Die Symbolpolitik wird als Trick verwendet, um Handlungsmacht zu demonstrieren, obwohl sie keine echten Verbesserungen bringt.
Bürgergelddebatte und Medienfokus auf Skandale
00:59:29Die Bürgergelddebatte dominiert die öffentliche Diskussion, angeblich weil alle Gesellschaftsgruppen sie thematisieren. Tatsächlich lenken Medien und Politik jedoch von echten Problemen ab: Skandalen korrupter Politiker wie Jens Spahn, der ungestraft bleibt, und Milliardenverlusten durch Korruption. Statt über Verantwortung zu sprechen, wird die Bevölkerung mit wiederkehrenden Bürgergeld-Diskussionen konfrontet. Parallel wird kritisiert, dass die Erbschaftssteuer als ungerecht empfunden wird, aber heruntergespielt wird.
Sanktionen und Verfassungsrecht
01:02:43Neue Sanktionsregeln für Bürgergeldempfänger werden diskutiert: Bei drei versäumten Terminen ohne Rückmeldung soll der Leistungsbezug vollständig gestoppt werden. Juristische Bedenken wegen Verfassungsmäßigkeit werden als notwendig bezeichnet, um Reformen gegen Klagen abzusichern. Kritisiert wird, dass Entscheidungsträger keine Erfahrung mit prekären Lebensbedingungen haben. Es wird gefordert, dass Politiker ein Jahr im Bürgergeld arbeiten sollten, um die Realität zu verstehen.
Reformversprechen und politische Kritik
01:05:07Die Regierung wird für mangelnde Substanz kritisiert: Statt großer Reformen in Rente, Gesundheit und Pflege gibt es nur Symbolpolitik. Die Koalition aus SPD und Union wird als Stillstand beschrieben, der der AfD nützt. Kritik wird an der mangelnden Lösungskraft geübt – trotz nächtlicher Sitzungen entstehen keine echten Verbesserungen. Die Grünen wird vorgeworfen, sich in Details zu verlieren, statt substantielle Alternativen anzubieten. Die politische Arbeit wird als Theater bezeichnet, das von echten Problemen ablenkt.
Rechtsextreme Entwicklungen und Parallelen zu Trump
01:10:01Es wird vor faschistischen Tendenzen gewarnt: Gesetzeslücken ermöglichen Inhaftierung Minderjähriger an Grenzen. Parallelen zu Trumps Project 2025 und US-Politik werden gezogen, mit Warnungen vor einer AfD-Union-Koalition. Rechtsextreme Ideologie zielt auf Marginalisierung ab: Queere Menschen, Minderheiten und politisch Andersdenkende sind gefährdet. Zeitzeugen warnen vor Entwicklungen, die an die NS-Zeit erinnern. Ein Zuschauer wird direkt angesprochen: Rechte Politik gefährdet auch Unterstützer, sobald sie nicht dem perfekten Bild entsprechen.
Wirtschaftspolitik und Rentendebatte
01:19:32Wirtschaftsexperten betonen, dass Wirtschaftswachstum für Stimmungsumschwung entscheidend sei. Die Bürgergeldreform wird als symbolisch bewertet – nur 0,6% der Empfänger erhalten Sanktionen. Die SPD stilisiert sich als Partei der Arbeit, nicht der Transferempfänger. Für größere Herausforderungen wie Demografie und Rente wird ein großes Reformpaket gefordert. Die 'Aktivrente' der Union wird scharf kritisiert: Mit nur 15.000-20.000 Nutzern sei sie unwirksam und kostet Steuergelder. Andere Modelle (z.B. Beitragsbefreiung bei längerer Arbeit) werden als effizienter vorgeschlagen.
Gesellschaftlicher Wert des Sozialstaats
01:39:04Die Diskussion hat sich stark nach rechts verschoben: Selbst Journalisten argumentieren wie Politiker und hinterfragen nicht mehr, dass Sozialstaat Auffangnetze für Kranke, Unfallopfer und Pflegepersonen bedeutet. Kritisch wird angemerkt, dass kein Betroffener an Diskussionen teilnimmt. Die Forderung nach 'Leistung gegen Hilfe' wird als Abkehr von demokratischen Werten beschrieben. Es wird betont, dass eine Gesellschaft, die Menschen in Not nicht auffängt, ihre Identität verliert. Die Entmündigung Empfangsberechtigter durch übermäßige Nachweispflichten wird abgelehnt.
Menschliche Dramatik des Bürgergeld-Systems
01:42:47Ausführliche Kritik am Sanktionsmechanismus des Bürgergelds. Der Diskurs verdeutlicht existenzielle Risiken: Bereits bei drei versäumten Terminen droht komplette Leistungskürzung. Dies führt zu unmenschlichen Situationen, da Termine oft unverschuldet verpasst werden – etwa durch Postverzögerungen, Krankenhausaufenthalte oder ÖPNV-Ausfälle. Die Konsequenzen sind existenzbedrohend: 30% Kürzung beim ersten Verstoß, danach Verlust der Grundsicherung und schließlich Obdachlosigkeit. Kritisiert wird insbesondere, dass Entscheidungsträger keine Lebensrealitätskenntnis haben.
Ungerechtigkeitsdebatte bei Steuern und Vermögen
01:45:19Pointierte Analyse der steuerlichen Ungerechtigkeit in Deutschland. Superreiche zahlen laut Argumentation prozentual weniger Steuern als Arbeitnehmer, da viele ihr Vermögen geerbt haben (70% der Superreichen) und Kapitalerträge niedriger besteuert werden als Arbeitseinkommen. Die Spitzensteuerquote habe eine Obergrenze, während Milliardäre effektiv weniger belastet seien. Kritisch wird angemerkt, dass Politik primär für wohlhabende Schichten gemacht werde, was zu sozialer Polarisierung führe.
Gesundheitspolitische Rückentwicklung
01:46:30Diskussion über wiederkehrende Forderungen nach Zuzahlungsmodellen wie der Praxisgebühr. Besonders kritisch wird gesehen, dass chronisch Kranke bei wiederholten Arztbesuchen finanziell besonders belastet würden. Die Einführung einer Kontaktgebühr von 15 Euro je Arztkonsultation wird als Rückschritt diskutiert, der Gesundheitsbarrieren verstärke. Es wird argumentiert, dass solche Maßnahmen nicht zu Entlastung führen, sondern soziale Ungleichheit in der Gesundheitsversorgung vertiefen.
Politische Reformopportunitäten und Personendebatten
01:48:29Bewertung aktueller Reformmöglichkeiten im Sozialsystem unter Bezug historischer Agenda-Prozesse (Agenda 2010, Rente 67). Es wird die These vertreten, dass nun ein vergleichbares Zeitfenster für tiefgreifende Reformen bestehe, personell unterstützt durch Figuren wie Müntefering oder Klingbeil. Gleichzeitig wird die aktuelle SPD-Führung als zu schwach für entschiedenes Handeln kritisiert. Als Alternative wird spanische Sozialpolitik als Vorbild diskutiert, während die CDU unter Merz' Führung inhaltlich unklar bleibe.
Katastrophenszenarien bei Sanktionsstufen
01:51:28Detailanalyse der Eskalationsstufen bei Terminversäumnissen: Erstes Versehen führt zu sofortiger Neuvergabe, beim zweiten Mal drohen 30% Regelsatzkürzung. Ab dem dritten Verstoß entfallen Grundsicherung und Mietübernahme, was praktisch Obdachlosigkeit bedeutet. Viele Betroffene landen auf der Straße, wo sozialer Abstieg und Perspektivlosigkeit dominieren. Besonders dramatisch: Adresslosigkeit erschwert jede weitere Behördenkommunikation und soziale Wiedereingliederung massiv.
Systemkritik und AfD-Gefahr
01:57:50Warnung vor den gesellschaftlichen Folgen der Sanktionspolitik. Die Maßnahmen würden nicht zur Leistungssteigerung führen, sondern soziale Ächtung und Obdachlosigkeit fördern. Die Union nutze das Thema bewusst zur Stimmungsmache für rechtsnationale Positionen. Kritisiert wird zudem, dass Milliardeneinsparungsversprechen (zunächst 30 Mrd., später nur noch symbolische Beträge) sich als realitätsfern erwiesen. Die Politik verliere dadurch an Glaubwürdigkeit und stärke indirekt die AfD.
Reformzweifel und Symbolpolitik
02:01:45Inhaltliche Lücke zwischen politischen Ankündigungen und umsetzbaren Einsparungen. Kritisch wird vermerkt, dass aus angekündigten 30 Milliarden Einsparung schließlich nur noch 1-5 Milliarden realistisch seien. Die eigentlichen Probleme wie Transferentzugsraten, Zuverdienstregelungen oder Bürokratieabbau blieben ungelöst. Statt echter Reformen dominiere Symbolpolitik, die vor allem sozial Schwache treffe. Die vorgeschlagenen Maßnahmen würden die Ursachen der Arbeitslosigkeit nicht bekämpfen.
Wirtschaftliche Handlungsnot und Bürokratie
02:30:24Kritik an der Wirtschaftspolitik unter Rezessionsbedingungen. Deutschland befinde sich in der schwersten Krise seit 1945 mit sinkender Investitionsbereitschaft in Schlüsselindustrien (Maschinenbau, Chemie, Auto). Als zentrales Problem wird Misstrauen gegenüber Unternehmen genannt, das zu überbürkter Bürokratie führe. Als Lösungsansatz wird Digitalisierung von Verwaltungsprozessen vorgeschlagen, etwa bei Baugenehmigungen. Gefordert wird eine Politik der Vertrauensbildung und Wachstumsförderung.
Digitalisierung von Baugenehmigungen als Modellprojekt
02:31:56In einem Wahlkreis werden Baugenehmigungen digital bearbeitet mit Eingangsbestätigung und automatischer Genehmigung nach drei Monaten bei Stillstand. Dieses Modell soll bei Erfolg auf ganz Deutschland ausgeweitet werden. Es wird jedoch gewarnt, dass dieses Verfahren anfällig für Missbrauch sein könnte, etwa durch gezielte Antragsüberflutung, und an Maskenskandale erinnert. Diskutiert wird auch das grundsätzliche Misstrauen gegenüber Bürgergeldempfängern trotz der angekündigten Digitalisierungsoffensive.
Arbeitsmarkt-Dilemma: Millionen offene Stellen bei hohen Arbeitslosenzahlen
02:32:23Trotz einer Million offener Stellen und drei Millionen Arbeitslosen bleibt die Arbeitslosigkeit hoch. Ökonomen führen dies auf ein 'Mismatch' zurück: Die Anforderungen der offenen Stellen entsprechen nicht den Qualifikationen langzeitarbeitsloser Menschen. Es wird betont, dass Lösungen durch Wachstum und nicht durch Bürgergeldverschärfungen erreicht werden können. Zudem wird die Notwendigkeit von Strukturreformen und europäischer Eigeninitiative für Wirtschaftswachstum diskutiert.
Wirtschaftskrise: Exportmodell am Ende und Druck durch chinesische Konkurrenz
02:35:34Das deutsche Geschäftsmodell mit hohem Industriefokus und extremer Exportorientierung gilt als beendet. Gründe sind Handelskonflikte mit den USA (Trump-Zölle), Probleme im chinesischen Markt und Billig-Importe chinesischer Industrieprodukte. Die Wettbewerbsbedingungen für die deutsche Industrie sind schlechter als seit Jahrzehnten. Als Gegenmaßnahmen werden das EU-Sondervermögen für Investitionen und eine Kaufprämie für E-Autos genannt, wobei Kritik an der Umsetzung geübt wird.
Konflikt um EU-Verbrennerverbot: Keine Einigkeit in der Ampel-Koalition
02:36:29Beim Autogipfel wurde deutlich, dass die Koalition uneins beim EU-Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035 ist. SPD und Grüne lehnen eine Aufweichung ab, während FDP und Union (Merz, Söder) eine Flexibilisierung fordern. Kritik am Kanzler, der beim Gipfel nicht transparent kommunizierte. Ökonomen warnen vor einer Aufweichung des Ziels, da der Markt bereits auf E-Mobilität umgestellt habe und Investitionen gefährdet seien. Alternative Flexibilitäten wie Range-Extender werden diskutiert.
Grüne und FDP: Gegenpositionen zur Verbrenner-Diskussion
02:41:08Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Dröge bekräftigt das Ziel von 100% E-Autos bis 2035 und kritisiert Forderungen nach Lockerungen als 'fatal'. Sie fordert stattdessen Senkung der Stromsteuer und Ausbau der Ladeinfrastruktur. Die FDP wird für ihre Technologieoffenheit kritisiert, die als Rettung des Verbrenners missverstanden werden könnte. Hintergrund ist der innereuropäische Konflikt, bei dem Union und FDP Druck auf die EU ausüben wollen.
Kritik an Regierungshandeln und demokratischem Vertrauensverlust
02:42:38Es wird scharfe Kritik an der Ampel-Regierung geübt: Diese handle nicht im Interesse der Bürger, sondern unter dem Einfluss von Lobbyisten (z.B. Gaslobby). Die Demokratie erleide Schaden durch sinkendes Vertrauen. Besonders kritisiert wird das Nichtumsetzen von Wahlversprechen wie der Stromsteuersenkung für Mittelstand und Haushalte. Es wird appelliert, Regierungsarbeit künftig zuerst umzusetzen statt weitere Reformen anzukündigen.
Klimaproteste: Diskussion um Strafverfolgung der 'Last Generation'
03:01:31Klimaaktivisten werden systematisch mit §129 StGB (Bildung krimineller Vereinigung) verfolgt – ein Gesetz, das eigentlich für organisierte Kriminalität gedacht ist. Bei Hausdurchsuchungen werden auch Familienmitglieder betroffen. Kritik an der öffentlichen Debatte: Sie fokussiere sich auf beschädigte Kunstwerke (hinter Glas) oder Straßenblockaden, nicht aber auf die Klimakrise. Aktivisten wie Christian Bleuel (Ölfluss-Stop) und Mirjam Kartoffelbrei-Aktion) werden als Beispiele genannt.
Verteidigung zivilen Ungehorsams und Kritik an Doppelmoral
03:16:44Es wird argumentiert, dass Protestformen wie Straßenblockaden oder Kunstaktionen legitim sind, wenn sie Aufmerksamkeit für die Klimakrise schaffen. Kritik an jenen, die solche Aktionen verurteilen, selbst aber nie demonstriert haben. Die öffentliche Reaktion auf Klimaproteste wird als Doppelmoral bezeichnet: Während Bauernproteste mit gefährlichen Aktionen (Gülle auf Autobahnen) akzeptiert wurden, folgen Klimaaktivisten massive Strafverfolgung. Der Fokus auf 'beschädigte Kunst' (hinter Glas) statt auf die Klimakrise wird scharf kritisiert.
Klimaaktivistinnen vor Gericht: Ersatzfreiheitsstrafen und Haftdrohungen
03:24:15Die Klimaaktivistin Mirjam Herrmann weigert sich, eine Geldstrafe von 750 Euro zu zahlen, und wählt stattdessen die Ersatzfreiheitsstrafe. Als angebliche Redesführerin drohen ihr sechs Monate bis fünf Jahre Haft. Christian Bleuel, der bereits für Aktivismus im Gefängnis saß, unterstützt sie. Beide beteiligen sich an Protesttrainings der letzten Generation in Dresden, wo auf Strafverfolgung und Straßenblockaden vorbereitet wird. Die Erfahrungen mit Polizei und Justiz werden an neue Aktivistinnen weitergegeben.
Massive Überwachung: Ermittlungen und Abhöraktionen gegen Aktivisten
03:25:52Die Generalstaatsanwaltschaft München führte umfassende Ermittlungen durch, inklusive Telefonüberwachungen von Aktivisten wie Bleuel und dem Pressetelefon der letzten Generation. Trotz Schutz der Pressefreiheit wurden Gespräche mit Journalisten abgehört. Später traf Bleuel auf einem Protestmarsch in Dresden wieder, wobei er von der vollständigen Überwachung wusste. Die Ermittlungen wurden von den Staatsanwaltschaften Flensburg, Neuruppin und München geführt, mit CDU-CSU-Innenministern in den Ländern.
Schweizer Überwachungsskandal: Fischen-Affäre und systematische Spionage
03:27:17Ein bislang unbekannter Skandal aus den 1990er Jahren wird aufgedeckt: In der Schweiz existierte ein zwei Kilometer langes Aktenregister über Andersdenkende, Politiker, Künstler und Aktivisten. Dieses Stasi-ähnliche System sammelte über 90 Jahre Daten, oft zu Nichtigkeiten, und wurde nur durch Zufall aufgedeckt. Betroffene verloren Jobs oder wurden mit falschen Personen vertauscht. Niemand wurde je verurteilt, obwohl das Register jeden überwachte und Bürger zu Denunzianten machte.
Juristische Aufarbeitung: Paragraf 129 und staatliche Ermittlungsmethoden
03:34:58Experten diskutieren die Anwendung von Paragraf 129 (kriminelle Vereinigung) auf die letzte Generation. Strafrechtler Martin Heger erklärt, dass bereits geplante Straftaten mit Mindeststrafe von zwei Jahren zu scharfen Eingriffen wie Telefonüberwachung berechtigen. Die CDU-CSU forderte Prüfung, ob die Bewegung als kriminelle Vereinigung einzustufen ist, während die damalige Bundesinnenministerin auf Rechtsstaatlichkeit pochte. Palantir-Software wird bei Polizei NRW eingesetzt.
Finanzielle Repression: Beschlagnahmungen bei Fridays for Future
03:40:26Die Bayerische Staatsanwaltschaft beschlagnahmte 600.000 Euro von Fridays for Future über eine Treuhandstiftung, da diese mit der letzten Generation geteilt wurde. Erst nach einem halben Jahr erfolgte teilweise Rückzahlung, wodurch Protestaktionen finanziell beeinträchtigt wurden. Jurist Philipp Schönberger kritisierte rechtswidrige Vorverurteilungen durch Behörden, die zum Schilling-Effekt führten: NGOs und Vereine distanzierten sich aus Angst vor Gemeinnützigkeitsverlust.
Strategiewandel: Aufspaltung der letzten Generation und neue Protestformen
03:42:52Nach staatlichen Repressionen spaltete sich die letzte Generation auf. Mit über 2.000 Straftaten laut BKA beendete sie ihre Wachstumsstrategie. Aktivisten wie Henning Jeschke gründen Bewegungen mit neuen Ansätzen: Statt Straßenblockaden fokussieren sie sich auf Bürogebäude von Politik und Wirtschaft. Ein Protest im Bundestag fordert Bürgerräte und Revolution. Jeschke klebte sich am Wirtschaftsrat der CDU fest und inszenierte dies medial als 'Merz-Mafia'-Kritik.
Frankreichs Rückzug aus Afrika: Kolonialgeschichte und neue Einflüsse
03:58:00Eine Arte-Doku analysiert Frankreichs schwindenden Einfluss in Afrika. Historisch basierte der französische Reichtum auf Kolonialausbeutung, insbesondere in West- und Zentralafrika. Nach Unabhängigkeit behielt Frankreich durch Militärbasen, Währungskontrolle (CFA-Franc) und politische Einflussnahme Kontrolle. Aktuell ziehen sich französische Truppen aus Mali, Niger und Burkina Faso zurück – teilweise durch russische Wagner-Milizen und chinesische Wirtschaftsinvestitionen verdrängt.
Ankündigung: Special-Stream mit Bertelsmann Stiftung über Demokratie
04:15:18Für den nächsten Tag (Donnerstag) ist ein Special-Stream mit der Bertelsmann Stiftung zum Thema 'Spielräume für Demokratie' geplant. Diskutiert wird mit Nathanael Leminski (CDU NRW) über die Studie, Demokratie und Gaming. Gemeinsam mit Maxim wird der Stream interaktiv gestaltet, mit Partizipationsmöglichkeiten für Zuschauer. Voraussichtlicher Start: halb neun Uhr, Talk um zwölf Uhr. Zudem wird Charity-Streaming für einen anderen Kontinent vorbereitet.