Nach einem 1440-Kilometer-Rennen in Marokko wurde über die extremen Bedingungen und die persönliche Zufriedenheit trotz großer körperlicher Anstrengung gesprochen. Es wurde die Frage gestellt, ob weitere Rennen dieser Art folgen, wobei die Zukunftsprioritäten auf Asphalt- und Gravel-Rennen liegen.

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Einführung in das Q&A zum Atlas Mountain Race

00:03:02

Der Stream beginnt mit der Vorstellung einer geplanten Q&A-Runde zum Atlas Mountain Race. Der Streamer kündigt an, dass er während des Streams auf Fragen der Community antworten und dabei Bilder vom Rennen zeigen wird. Er stellt das Rennen kurz vor: ein 1440 Kilometer langes Mountainbike-Ultra-Rennen in Marokko mit etwa 25.000 Höhenmetern, bei dem er nach 7 Tagen, 13 Stunden und 22 Minuten den 88. Platz von 270 Startern belegte. Eine 52%-ige Abbruchrate unterstreicht die extreme Schwierigkeit des Rennens.

Bewertung der Renn-Erfahrung und Technik

00:09:11

Der Streamer gibt eine direkte und ehrliche Einschätzung des Rennens. Obwohl die Landschaft und die Kultur ihn begeisterten, hat er persönlich wenig Spaß am Rennen, da es permanent sehr zäh, langsam und fordernd war. Das von ihm geliebte Geschwindigkeitsgefühl des Radfahrens kam kaum auf. Er berichtet über technische Aspekte wie die Nutzung eines Nabendynamos zur Stromversorgung und eines Spot-Trackers für das Live-Tracking und Notfälle. Bei der Ausrüstung gab es Probleme mit den Pedalen, die zu Stürzen führten, und der Schaltung, die stockte.

Zukünftige Rennen und kritische Selbstreflexion

00:19:22

Auf die Frage nach zukünftigen Events und den Lernern des Atlas Mountain Race erklärt der Streamer, dass er zwar von der Erfahrung profitiert hat, das Rennen aber für ihn ein "X" bedeutet. Die extreme körperliche Zerstörung und der Mangel an Freude haben ihn zu dieser Entscheidung geführt. Stattdessen will er sich zunächst wieder auf Asphaltrennen und Gravel-Rennen wie das Bright Midnight in Norwegen konzentrieren, wo er mehr Spaß am Fahren erwartet. Er äußert kritisch, dass das Leiden beim Atlas Mountain Race für ihn in die Kategorie 'Folter' fiel und kein positiver Schmerz war.

Routenführung, Kosten und Mentale Herausforderungen

00:24:35

Es wird die strikte Pflicht, der Route exakt zu folgen, betont, wobei jegliche Abkürzungen zu Disqualifikation führen. Die Kommunikation von Routenänderungen erfolgte per App oder E-Mail. Die Kosten für ein solches Rennen sind sehr unterschiedlich und hängen stark von den Übernachtungsmöglichkeiten und Flugpreisen ab. Mentale Herausforderungen waren Teil des Rennens, wobei der Streamer angab, sich manchmal technische Defekte gewünscht zu haben, um aussteigen zu können, was aber nicht geschah. Er sieht das Atlas Mountain Race als das körperlich und mental anstrengendste Ereignis seines Lebens an.

Trinksystem, Tracking und Wettkampfverlauf

00:31:27

Die Funktionalität seines Trinksystems, den Salomon Active Skin 12, beschreibt er als sehr gut und pragmatisch, wobei er oft nur 1,5 Liter der 3-Liter-Blase befüllte und Ergänzungsflaschen nutzte. Während des Rennens beobachtete er das Tracking anderer Fahrer, wie z.B. von Basti, regelmäßig, um die eigene Position und Plätze zu verfolgen. Er gibt Einblicke in seinen Tagesablauf mit Bewegungszeiten von 14 bis 21 Stunden und hebt die extreme Belastung hervor, insbesondere bei seinem längsten Tag mit 240 Kilometern und 4600 Höhenmetern.

Unterschiede zur deutschen MTB-Szene und körperlicher Verfall

00:39:25

Der Streamer betont, dass die Offroad-Passagen im Atlas Mountain Race in keiner Weise mit deutschen Wäldertrails vergleichbar sind. Die Pisten seien massiv, fordernd und fototechnisch nur unzureichend wiedergegeben. Der körperliche Verfall durch das Rennen war so extrem, dass im direkten Vergleich zu anderen Rennen wie dem North Cape 4000 eine völlig andere Belastungsebene erreicht wurde. Körperliche Beschwerden wie Sitzprobleme, Entzündungen und Taubheitsgefühle waren an der Tagesordnung.

Ausblick und persönliche Renn-Einstellung

00:46:04

Abschließend fasst der Streamer seine persönliche Einstellung zu Rennen zusammen. Für ihn steht immer der maximale persönliche Einsatz im Vordergrund, wobei die Platzierung eine Konsequenz und kein primäres Ziel ist. Diese hängt stark vom Starterfeld ab, das beim Atlas Mountain Race aus Weltklasse-Fahrern bestand. Nach dem Rennen plant er eine Reha, um die körperlichen Folgen zu behandeln. Der Silk Road Mountain Race schließt er zu 100% aus, da die Erfahrung des Atlas Mountain Race seine Zukunftsprioritäten klar vorgegeben hat: Asphalt und Gravel.

Wegnahme des Rades und Resupply-Situation

00:55:46

Zur Frage der Wegnahme des Rades während Stops meint der Streamer, dies sei im Rennen nicht notwendig. An Checkpoints und in Geschäften würden dozens of Bikes einfach stehen bleiben, ohne dass jemals etwas gestohlen wurde. Die Resupply-Situation war extrem uneinheitlich. Während manche Checkpoints gut versorgt waren, gab es auch Streckenabschnitte von über 100 Kilometern ohne Versorgung, selbst nachts. Die Nahrung war oft simpel, bestehend aus Brot, Thunfisch und seltenen Snacks, was zu einem besonderen Highlight, einer süßen Wurst, führte.

Rennvorbereitung und emotionale Reflexion

01:04:02

Fritz stellt klar, dass seine mitgeführten Rennutensilien wie der Carb-Mix nicht als Backup, sondern als direkt zu verzehrende Vorräte dienten. Er äußert trotz des brutalen und schmerzhaften Charakters des Atlas Mountain Race eine zu 100%ige Zufriedenheit und betont, dass die Erfahrungen die Anstrengungen bei weitem aufwiegen. Er beschreibt eindrücklich die chaotischen Schlafsituationen in marokkanischen Cafés und Baustellen, die er als "rough" und "geil" bezeichnet, und hebt das Gefühl des Luxus ab, selbst in beengten und unkomfortablen Situationen ein kleines Stück Erholung gefunden zu haben.

Leistungsvergleich und Rennplanung mit Andre

01:06:47

Auf die Aussage von Andre, leistungsmäßig überlegen zu sein, reagiert Fritz reflektiert. Er vermeidet eine direkte Einordnung, da er Andre nicht gut genug einschätzen kann und andere Fahrer wie Max, Josch und Basti für sich als besser ansieht. Er betont, dass ein Ultra-Rennen weit mehr als nur körperliche Leistungsfähigkeit ist. Er kündigt an, dieses Jahr gemeinsam mit Andre das Badlands-Rennen zu beobachten, bei dem er dessen Performance sehr gespannt sein wird, und gibt an, selbst nicht an diesem Rennen teilzunehmen.

Ausblick auf andere Rennfahrer und Technikprobleme

01:08:24

Fritz äußert seine Freude auf das bevorstehende North-Cape-4000-Rennen von Daniel "TheGreatHunt", hält es aber aufgrund der ungleichen Routen und Wetterbedingungen nur bedingt für vergleichbar. Im Gegensatz zu seiner früheren Zeit hat er nicht den Eindruck, dass Daniel noch Tipps von ihm benötigt. Bei der Frage nach Pedalproblemen beschreibt Fritz ein technisches Defizit bei seinen neuen Titan-Pedalen, das ihn zwang, mit brachialer Gewalt ausklicken zu müssen. Er vermutet, dass Schmutz und Staub die Mechanik blockiert haben.

Auswertung von Ausrüstung und Zukunftsplänen

01:10:40

Fritz zeigt sich mit seinen Mescal XC-Trail-Reifen absolut zufrieden und gibt ihnen die Höchstnote, da sie Grip und Robustheit perfekt für seine Bedürfnisse erfüllten. Er sieht jedoch noch keine Verwendung für diese Reifen im Gravelsektor. Für die nahe Zukunft plant er zunächst weniger Rennen, sondern stattdessen ein Trainingslager und den Kauf eines neuen Rennrads. Die Entscheidung für zukünftige Events trifft er nach Bauchgefühl, inspiriert von Faktoren wie Landschaft, Höhenmetern und dem Gesamteindruck, wobei er Formate mit fester Streckenwahl oft bevorzugt.

Vorstellung von Johannes' eigenem YouTube-Kanal

01:21:40

Nach einer kurzen Pause schauen sich Fritz und das Zuschauerpublikum das allererste Video von Johannes auf dessen neuem YouTube-Kanal an. Johannes reflektiert seine 15-jährige YouTube-Karriere, die von Anfängen als Schüler über Militär, eine Ausbildung im Bereich Film und YouTube und Stationen bei Urlaubsguru bis hin zur Zusammenarbeit mit Maddin und der Gründung von Seven vs. Wild reicht. Er erklärt, dass der neue Kanal der Versuch ist, seine persönliche Freiheit auszuleben und ohne festes Konzept das zu machen, worauf er Lust hat, von Vlogs bis großen Serienproduktionen.

Zusammenfassung von Johannes' Werdegang und Zukunft

01:36:40

Johannes geht auf die Herausforderungen der YouTube-Werbung ein, die ihn und Max frustrierte, und wie sie letztendlich durch Maddins Unterstützung den Weg für Seven vs. Wild ebneten. Er erzählt von Verkauf des Formats, gesundheitlichen Problemen, die zu einem Lebensstil mit zu wenig Schlaf, Stress und Bewegung führten, und seiner nunmehrigen Rolle als Teil des Managements. Trotz des Erfolgs fehlt ihm der persönliche Ausdruck und deshalb kehrt er nun mit dem eigenen Kanal zu seinen Wurzeln zurück, um authentischen Content zu schaffen und seinen Blick auf die Dinge zu teilen.

Fortsetzung der Chase-Reihe und organisatorische Sorgen

01:50:04

Der Stream wechselt zur Analyse der neuesten Folgen der "Chase"-Serie. Fritz ist auf dem Laufenden, da er selbst am Atlas Mountain Race teilgenommen hat. In Folge 9 stehen die Teilnehmer vor körperlichen und mentalen Hürden. Besorgnis erregend ist das Verschwinden von Andre, der seit dem Vormittag nicht mehr erreichbar ist, obwohl sein WhatsApp-Online-Status anzeigt, dass sein Handy aktiv ist. Die Spielleitung und Fritz selbst machen sich ernsthafte Sorgen und erwägen sogar einen Polizeieinsatz, da Andre ohne jegliches Lebenszeichen ist und Alex als Organisator in eine schwierige Lage versetzt wird.

Diskussion über Sicherheit und Rennlogistik bei Chase

01:55:09

Das unerklärliche Verschwinden von Andre führt zu einer grundsätzlichen Diskussion über die Sicherheit bei Extrenrennen. Fritz äußert den dringenden Wunsch nach einem Live-Tracker-System, bei dem jeder Teilnehmer und die Organisation jederzeit den Standort und den Zustand der Fahrer einsehen können. So könnten sowohl akute Notfälle als auch der emotionale und körperliche Zustand besser eingeschätzt werden, was die Verletzungsgefahr in solchen Events mindern würde. Es wird deutlich, dass die aktuelle Situation für alle Beteiligten eine enorme psychische Belastung darstellt.

Nachtfahrten, Körperliche Probleme und Routenwahl

02:11:26

Während der Stream-Nacht beschreibt die extreme Belastung des Rennens. Teilnehmer müssen zwischen Kilometerschub, wenig Schlaf und körperlichen Problemen abwägen, etwa ein schmerzhaftes Knie. Die Routenwahl wird als unübersichtlich und anstrengend beschrieben, oft muss durch Städte und Baustellen statt auf Radwegen gefahren werden. Alex erhält Kritik für seine Nachtfahrten und Schlafgewohnheiten, die als ineffektiv und gefährlich gelten, besonders da er viel Zeit verliert und die Reifenwahl schlecht sein soll.

Radikaler Planwechsel und Mentale Erschöpfung

02:15:13

Aufgrund von Kilometerproblemen und dem Bedürfnis, nicht aus der Zone zu fliegen, wird ein drastischer Planwechsel beschlossen: Statt 220 Kilometer müssen nun 70 Kilometer bewältigt werden. Dies führt zu einer extremen mentalen und physischen Erschöpfung. Ein Teilnehmer leidet unter Kopfschmerzen, der Rest der Teilnehmer wird als Zombie-ähnlich beschrieben, die kaum noch auf den Beinen stehen. Die Diskussion um die 12-Stunden-Fahrzeit findet statt, wobei der hohe Aufwand für Pausen, Essen und Vorbereitung oft unterschätzt wird.

Soziale Begegnungen und Spendenbilanz

02:38:00

Es kommt zu spontanen Begegnungen mit Einheimischen, bei denen die Teilnehmer freundlich aufgenommen und mit Kaffee und Essen versorgt werden. Der Streamer reflektiert die Spendenaktion, die bisher über 119.000 Dollar eingebracht hat, und gibt an, die Spendeneinnahmen hätten als zusätzliche Motivation gedient. Er betont, als Organisator immer erreichbar gewesen zu sein, könne aber nur helfen, wenn sich die Teilnehmer auch melden.

Konflikte mit der Navigation und das Ende für einen Teilnehmer

03:11:08

Ein Teilnehmer kämpft mit einem ernsten Problem: Die geplante Route erweist sich als ungenau, die tatsächlich zurückzulegenden Kilometer von 70 plötzlich auf 140 ansteigen. Diese, mit der verbleibenden Zeit nicht zu bewältigende Distanz, führt zu einem psychischen Zusammenbruch und schließlich zum Ausstieg aus dem Rennen. Ein anderer Teilnehmer muss sein Rennen aufgrund von starken Knieschmerzen und plötzlichem Nasenbluten abbrechen. Die Statistiken zeigen, dass Teilnehmer, die mehr Kilometer zurücklegen, bessere Chancen haben, in der Zone zu bleiben.