Bei der Vorbereitung auf die Leipziger Buchmesse wurden Termine für Lesungen und eine geplante Preisverleihung bekannt gegeben. Gleichzeitig hat die Autorin neue Schreibziele für sich gesetzt. Für künftige Projekte sind zusätzliche Finanzen notwendig, die durch andere Tätigkeiten erwirtschaftet werden.

Just Chatting
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Just Chatting

Eröffnung und persönliche Themen

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Der Stream beginnt mit Begrüßungen an die Zuschauer und einem Überblick über den Tag. Die Streamerin erwähnt, dass sie nach einer Krankheit wieder fit ist und sich über die Teilnahme von Feuerschwanz am ESC-Vorentscheid freut, wobei sie deutlich ihre Unterstützung für die Band zum Ausdruck bringt. Sie berichtet über die Umbenennung der Show-Einheiten der Band von 'Miezen' zu 'Schildmeiden', was ein neues Kapitel in deren Geschichte darstellt.

Coworking-Format und technische Neuerungen

00:24:24

Der Stream wechselt in das bekannte Coworking-Format, in dem die Streamerin ihre Arbeitsgewohnheiten und anstehenden Aufgaben teilt. Sie kündigt für diesen Tag einen Just-Chatting-Abend an, anstatt eines Reaction-Abends. Als Dank für ihre Tätigkeit präsentiert sie neue technische Ausstattung, darunter einen neuen PC, eine Tastatur und ein Mikrofon, die ihr von NZXT zur Verfügung gestellt wurden, um die Qualität ihrer Streams zu verbessern.

Ankündigung und Vorbereitung auf Events

00:36:34

Während der Arbeitsphasen spricht die Streamerin über ihre anstehenden beruflichen und persönlichen Termine. Sie erwähnt ihre Teilnahme an der Leipziger Buchmesse im März, wo sie unter anderem bei der Verleihung des Seraph-Preises und der 'Langen Nacht der Fantastik' lesen wird. Sie erklärt, dass sie ihre Lesungstermine zentral in ihrem Discord-Server sammeln wird, um ihre Community darüber zu informieren.

Reflexion über kreativen Erfolg und Werte

01:51:43

In einem Gespräch mit einem Zuschänger reflektiert die Streamerin die Definition von Erfolg im Schreiben. Sie betont, dass Erfolg nicht finanziell gemessen werden sollte, sondern in der Freude am Schreibenprozess selbst. Sie ermutigt alle, die das Schreiben anstreben, unabhängig von kommerziellem Erfolg, und teilt ihre eigenen Erfahrungen, darunter die Veröffentlichung ihres ersten Romans im Jahr 2010.

Klarheit zu politischen Aussagen

01:56:32

Aufgrund eines Anlasses in der Kommentarspalte zieht die Streamerin eine klare politische Grenze. Sie äußert unmissverständlich ihre ablehnende Haltung gegenüber der AfD und Nazis und verteidigt ihre Aussage auf Instagram, für die sie Entfolger hinnehmen musste. Sie ruft dazu auf, zwischen legitimer Kritik und menschenverachtenden Ideologien zu unterscheiden und steht zu ihrer Haltung.

Schreibziele und Pomodoro-Strategie

02:28:59

Der Stream beginnt mit der Reflexion über die bisher erreichten Schreibziele. Es wurden etwa 400 Wörter geschrieben, was für den Tag als ausreichend betrachtet wird, da auch unproduktive Tage Teil des Prozesses sind. Da die Zählung bei 1400 Wörtern fehlen, wird das Ziel gesetzt, die restlichen 600 Wörter zu schaffen. Für die verbleibende Stream-Zeit werden mehrere Pomodoro-Sitzungen angesetzt, wobei eine 30-minütige 'Maxidoro'-Sitzung für das finale冲刺 geplant ist. Der Streamer appelliert an die Zuschauer, sich ebenfalls zu fokussieren, Ablenkungen wie Handys und andere Social-Media-Plattformen beiseite zu legen und sich auf den Stream und die Schreibtätigkeit zu konzentrieren.

Weiterführung und Überwindung des Schreibflows

03:04:57

Nach Erreichen des Tages-Ziels von 1000 Wörtern befindet sich der Streamer in einem produktiven Schreibflow und beschließt, den Stream um weitere sieben Minuten zu verlängern. Die Stimmung ist motiviert und selbstbewusst, mit dem Ziel, den Flow bis zum Ende durchzuhalten. Gleichzeitig wird diskutiert, dass das Coworking-Format für kreatives Schreiben nicht immer ideal ist, da der starre Pomodoro-Rhythmus aus dem gehobenen Schreibflow reißen kann und für manche Schreibstile unpassend ist. Die eigenen Schreibprozesse werden als sehr intuitiv und unterbewusst beschrieben, was durch das Gefühl bestätigt wird, im Schreibzustand 'innerlich blind' zu sein.

Ungewöhnlicher Schreibprozess und Buchentwicklung

03:18:23

Der Streamer gibt Einblicke in seinen unkonventionellen Schreibprozess, der stark von bewussten Strukturen und Plänen abweicht. Das Plotten wird als nicht funktional empfunden, da es zu generischen Geschichten führt. Stattdessen schreibt der Streamer intuitiv in 'Chaos pur', wobei sich viele Handlungselemente erst im letzten Überarbeitungsvorgang entwickeln. Charaktere und wichtige Details wie 'Noas Handschuhe' in 'Talos' wurden nicht im Voraus geplant. Das Wissen über die eigenen Geschichten existiert hauptsächlich im Unterbewusstsein und manifestiert sich oft im Traum. Das Verlagsumfeld hat diesen Arbeitsweise akzeptiert, was bei den Pitches zu wilden Ideen führte, die sich in der finalen Version der Bücher wiederum stark unterscheiden.

Grenzen des Streamings und soziale Ängste

03:51:02

Es werden die persönlichen Grenzen und sozialen Ängste im Umgang mit dem Publikum thematisiert. Während das Streaming im eigenen geschützten Raum kein Problem ist, bereiten öffentliche Auftritte wie IRL-Streams oder Auftritte in der eigenen Heimatstadt große Unbehagen. Die ständige Anwesenheit und der Kontakt mit unbekannten Personen im öffentlichen Raum werden als überfordernd empfunden, da man sich nicht verstecken oder eine Pause machen kann. Im Gegensatz dazu steht das Verhalten bei offiziellen Events wie Buchlesungen oder Partys, wo die sozialen Rollen klar sind und man sich wohlfühlen kann. Die Persönlichkeit des Streamers ist somit stark vom Kontext abhängig.

Erlebnisse mit 'Stream Live Simulator 2'

04:00:28

Der Streamer kommentiert Gameplay-Ausschnitte aus 'Stream Live Simulator 2', einem Spiel, das das Leben eines Streamers simuliert. Kritikpunkt ist, dass das Spiel zu sehr auf Kapitalismus und Grind ausgelegt sei und keine Entwicklung von Fähigkeiten wie Moderation oder Just-Chatting ermögliche. Es wird als reiner Geld-Simulator empfunden, der die Komplexität des Streamings nicht abbildet. Gleichzeitig werden humorvolle und unangenehme Gameplay-Momente geteilt, wie unangenehmes Flüstern im Spiel oder die Tatsache, dass man virtuelle Leichen platzieren kann, was eine makabre Stimmung erzeugt.

Abschluss und Dank an die Community

04:10:35

Zum Ende des Streams werden die wiederholten Spenden und Abonnements der Community erwähnt und ausführlich gedankt. Der Streamer zeigt sich sichtlich gerührt und überwältigt von der großen Unterstützung und der langen Treue vieler Zuschauer. Dies äußert sich in einer Reihe von Danksagungen für differente Beträge und Mitgliedschaftsdauern, die im Chat sichtbar werden. Die Stimmung ist emotional und dankbar, was den Abschluss eines anhaltenden und intensiven Arbeits- und Gemeinschaftstages bildet.

Unangenehme Wortwahl und Ablenkung

04:12:36

Die Streamerin äußert ihre Abneigung gegen derbe Bezeichnungen für weibliche Körperteile wie 'Milchtüten' oder 'Euter', was bei ihr körperliche Abneigung hervorruft. Sie beschwert sich über das unerwünschte Anzeigen von Clips, insbesondere von einem Streamer namens Kronk, wodurch der ursprüngliche Plan für den Abend, ein entspanntes Gespräch mit dem Chat, gestört wird.

Mobbing, Buchprojekte und Branchenkritik

04:14:18

Die Streamerin berichtet von wiederholtem Mobbing durch Kronk und gibt an, absichtlich falsche Informationen über ihn zu verbreiten, um ihn aufzuregen. Gleichzeitig kritisiert sie die Idee, ein Linux-Buch zu schreiben, da die Inhalte in der Buchbranche schnell veraltet seien. Sie offenbart, dass ihre Einnahmen aus dem Streamen und Patreon notwendig sind, um ihre Schreibprojekte, wie teure Illustrationen und Release-Partys, zu finanzieren, obwohl sie auf der Bestsellerliste stand.

Die aktuelle Lage der Buchbranche

04:18:52

Nach einer kurzen Unterbrechung geht die Streamerin auf die schwierige Lage der Buchbranche ein. Sie erläutert, dass Autorinnen traditionell nur etwa einen Euro pro verkauftem Buch erhalten, da der Rest an Druckereien, Buchhandlungen und Verläufe geht. Dies führt dazu, dass für Verlage Marketing kaum profitabel ist, wodurch sich das Mittel der Autorenschaft verkleinert und nur Top-Titel wie Fourth Wing oder Sebastian Fitzek große Umsätze generieren.

E-Books, Hype-Bücher und Selbstpublikation

04:22:35

Die Streamerin diskutiert den Einfluss von E-Books auf den Markt, die ihrer Meinung nach zwar den Markt für Heftromane, aber nicht die gesamte Buchbranche ruiniert haben. Sie ist prinzipiell Fan von Hype-Büchern, da sie zur Leseförderung beitragen, auch wenn sie nicht alle mögen. Sie bewertet Selfpublishing als realistischere Option für Autoren, wobei man entweder alles selbst organisieren oder weniger Profitanteile akzeptieren muss.

Buchpreisbindung und Vermarktung

04:31:41

Die Streamerin erklärt das Prinzip der Buchpreisbindung in Deutschland, die sicherstellt, dass ein Buch mit einer bestimmten ISBN überall gleich viel kostet. Dies führt zu hochwertigeren Ausgaben im Vergleich zum Ausland. Allerdings limitiert diese Regelung den marketingseitigen Spielraum, wie zum Beispiel das Beilegen von hochwertigen Extras wie Karten, da deren Wert eine 10-%-Grenze nicht überschreiten darf.

Leidenschaft und Finanzierung des Schreibens

04:38:37

Die Streamerin betont, dass ihre Leidenschaft das Schreiben an sich ist und sie primär fürs Gelesenwerden schreibt, nicht für das Geld. Sie finanziere ihre Buchprojekte jedoch komplett aus den Einnahmen aus Streaming, Patreon und den geringen Buchgewinnen. Eine emotionale Belohnung für sie ist es, auf Messen zu erleben, dass ihre Bücher Menschen berühren, was online schwer messbar sei.

Reaktionen auf Buchkritik und persönliche Analogien

04:52:38

Die Streamerin zeigt sich verärgert, wenn ihr Schreiben als 'langweilig' abgetan wird, und zieht eine Analogie zum Fußball: Auch wenn viele Fußball spielen, sei es respektlos, die Leidenschaft eines Spielers zu verachten. Sie betont, dass Kreativität und Schreiben eine ernstzunehmende Leidenschaft sind und kritisiert die moderne Tendenz, Hobbys zu entwerten, wenn sie nicht Mainstream sind.

Buchverfilmungen und persönliche Leseeindrücke

05:05:26

Die Streamerin gibt eine differenzierte Meinung zu Verfilmungen von Büchern ab. Sie lobt die Panem-Filme als gute Filme, kritisiert sie aber als misslungene Buchadaptionen, da die filmspezifische Perspektive die Ich-Erzählung und die emotionale Tiefe des Originals nicht wiedergeben kann. Sie hat persönliche Schreibkrisen erlebt, nachdem sie besonders gute Bücher las, und hat große Respekt vor Autoren mit komplexen Werken wie Patrick Rothfuss, obwohl sie sie selbst noch nicht gelesen hat.