Heitere und nachdenkliche Märchen prägten den Abend beim gemütlichen Treffen. Begleitet von Enkeln Janik und Fabian wurden Zuhörer in Welten von listigen Tieren, tragischen Prinzen und unschuldig Verfolgten entführt. Sibirische Mythen und Grimmsche Klassiker nebeneinander zeigten, wie zeitlos Erzähltraditionen wirken.

Just Chatting
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Just Chatting

00:03:14 Willkommen auf der Märcheninsel bei eurer Marmeladenoma Enkel Janik und Wal-Enkel Fabian. Märchenstunde. Der liebe Fabian macht noch die Kerze an für die Unglücklichen dieser Erde. Da verbrenne ich mir oft die Kleidung. Die Sprühe, diese Zinthölzer, weißt du das? Ja.

Beginn des Streams und Einführung der Zuschauer

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00:03:45 Hier kommen einige süße Früchtchen rein. Ich anfange. Willkommen, Willkommen. Mutito isst fünf Monate ein süßes Früchtchen, schreibt wunderschönen guten Abend. Ich hoffe, es geht allen gut. Das hoffe ich auch und ich wünsche dir auch einen ganz schönen Abend bei uns. Astrid90 isst sechs Monate ein süßes Früchtchen, schreibt moin zusammen. Guten Abend, guten Abend und einen schönen Abend für euch alle.

00:04:15 Und Louis Vivid ist 21 Monate ein süßes Früchtchen und schreibt vielen Dank für die schönen Samstagabende und viel Spaß allen. Wahnsinn, Wahnsinn und schön, dass du da bist. Und ein Wassermarsch von Dextra kam auch schon gleich rein. Wird ich auch befolgen, ich danke dir. Soja Can schreibt der Fabi mit den Schwefelhölzern. Schön, gell? Ja.

00:04:45 Aber er muss nicht hungern und nicht frieren. Fertig, Annika? Das war's, ja. Gut, dann fange ich an mit dem ersten Märchen. Und hast du ein Tiermärchen für mich, Fabi? Ja, der Hasen und der Igel. Hast du es auf dem iPad? Das ist in dem grünen Buch. In dem grünen Buch. Das sind heute Bremer Stadtmusikanten, die brauche ich vielleicht auch, gell? Ja. Also ein gewünschtes Märchen.

Erzählung des ersten Märchens: Der Hase und der Igel

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00:05:20 Der Hase und der Egel. Diese Geschichte klingt wohl recht lügenhaft, Junge, aber wahr ist sie doch. Denn mein Großvater, von dem ich sie habe, pflegte immer, wenn er sie so recht behaglich erzählte, dabei zu sagen, wahr muss sie doch sein, mein Sohn, sonst könnte man sie ja nicht erzählen. Die Geschichte hat sich aber so zugetragen. Es war an einem Sonntagmorgen zur Herbstzeit,

00:05:48 Just als der Buchweizen blühte, die Sonne war hell am Himmel aufgegangen, der Morgenwind ging warm über die Stoppeln, die Lärchen sangen in der Luft, die Bienen summten im Buchweizen und die Leute gingen in ihrem Sonntagsstart zur Kirche und alle Kreatur war vergnügt und der Egel auch.

00:06:10 der igel stand vor seiner tür hatte die arme übereinander geschlagen guckte dabei in den morgenwind hinaus und brummte ein kleines liedchen vor sich hin so gut und so schlecht wie nun eben am sonntagmorgen ein igel zu singen pflegt

00:06:27 Wie er nun so vor sich hinsang, fiel ihm auf einmal ein, er könnte auch wohl, während die Frau die Kinder wische und anzöge, ein bisschen ins Feld spazieren und nachsehen, wie seine Steckrüben stünden. Die Steckrüben waren aber dicht bei seinem Haus und er pflegte mit seiner Familie davon zu essen. Darum sah er sie als die Seinigen an. Gesagt, getan. Der Egel machte die Haustüchen hinter sich zu.

00:06:58 und schlug den weg nach dem felde ein er war noch nicht sehr weit vom hause fort und wurde just um den schlähenbusch der dort auf dem felde steht nach dem steckrübenacker erbiegen als ihm der hase begegnete der in ähnlichen geschäften ausgegangen war nämlich um seinen kohl zu besehen als der edel des hasen ansichtig wurde wurde ihm einen freundlichen guten morgen der hase aber

00:07:26 der auf seine Weise ein vornehmer Herr war und grausam hochfahren dabei, antwortete nichts auf des Edelsgruß, sondern, sagte zum Edel, wobei er eine gewaltig höhnische Miene aufsetzte, wie kommt es denn, dass du hier schon so früh am Morgen im Felde herumläufst? Ich gehe spazieren, sagte der Edel. Spazieren, lachte der Hase, mich durch, du könntest die Beine auch wohl zu besseren Dingen gebrauchen.

00:07:55 Diese Antwort verdross den Igel sehr, denn alles konnte er vertragen, aber auf seine Beine ließ er nichts kommen, eben weil sie von Natur schiefgewachsen waren. »Du pillest dir wohl ein«, sagte nun der Igel zum Hasen, »dass du mit deinen Beinen mehr ausrichten kannst?« »Das denke ich«, sagte der Hase.

00:08:19 Das kommt auf einen Versuch an, meinte der Egel. Ich wette, wenn wir einen Wettlauf machen, laufe ich an dir vorbei. Das ist ja zum Lachen. Du mit deinen schiefen Beinen, sagte der Hase. Aber meinetwegen mag es sein, wenn du gar so große Lust hast. Was gilt die Wette? Einen goldenen Lüster und eine Buddel Brandwein, sagte der Egel. Angenommen, sprach der Hase. Schlag ein, und dann kann es gleich losgehen.

00:08:50 Nein, so große Eile hat es nichts, Angel. Ich bin auch ganz nüchtern. Erst will ich nach Hause gehen und ein bisschen frühstücken. In einer halben Stunde bin ich wieder hier auf dem Platz.

Wettlauf und Sieg des Igels

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00:09:03 Damit ging der Igel, denn der Hase war es zufrieden. Unterwegs dachte der Igel bei sich. Der Hase verlässt sich auf seine langen Beine, aber ich will ihn schon kriegen. Er ist zwar ein vornehmer Herr, aber doch nur ein dummer Kerl. Und bezahlen soll er doch.

00:09:22 Als denn der Igel zu Hause ankam, sprach er zu seiner Frau, Frau, zieh dich schnell an, du musst mit mir aufs Feld hinaus. Was gibt es denn, fragte seine Frau, ich habe mit dem Hasen gewettet um einen goldenen Louis-Tor und eine Puddel Brandwein. Ich will mit ihm um die Wette laufen, und da sollst du mit dabei sein.

00:09:45 »Oh mein Gott, Mann«, fing nun des Idels Frau an zu jammern, »du bist wohl nicht gescheit. Hast du den ganzen Verstand verloren? Wie kannst du mit dem Hasen um die Wette laufen wollen?« »Halt's Maul, Weib«, sagte der Idel, »das ist meine Sache. Misch dich nicht in Männergeschäfte ein. Marsch, zieh dich an und komm mit.« Was sollte des Idels Frau machen? Sie musste wohl folgen, sie mochte nun wollen oder nicht.

00:10:14 Wie sie nun miteinander unterwegs waren, sprach der Igel zu seiner Frau. Nun pass auf, was ich dir zu sagen habe. Siehst du, auf dem langen Acker dort wollen wir unseren Wettlauf machen. Der Hase läuft nämlich in der einen Furche und ich in der anderen. Und von oben fangen wir an zu laufen.

00:10:35 Nun hast du weiter nichts zu tun, als dich hier unten in die Fräuche zu stellen. Und wenn der Hase auf der anderen Seite ankommt, so rufst du ihm entgegen, ich bin schon hier. Damit waren sie beim Acker angelangt. Der Igel wies seiner Frau den Platz an und ging nun den Acker hinauf. Als er oben ankam, war der Hase schon da. Kann ich's losgehen? fragte der Hase. Jawohl, sagte der Igel.

00:11:04 Dann also los, stellte sich jeder in seine Furche. Der Hase zählte. Eins, zwei, drei, und los ging es wie ein Sturmwind über den Acker hinunter. Der Igel aber lief nur ungefähr drei Schritte. Dann duckte er sich in die Furche und blieb ruhig sitzen.

00:11:23 Als der Hase in vollem Laufe unten am Acker ankam, rief ihm die Frau des Idels entgegen, ich bin schon hier. Der Hase stürzte und verwundete sich nicht wenig. Er meinte nicht anders, als es wäre der Idel selbst, der ihm zurief. Denn bekanntlich sieht dem Idel seine Frau just so aus wie ihr Mann. Der Hase aber sagte, das geht nicht mit rechten Dingen zu, er rief, nochmal gelaufen, wiederum.

00:11:52 Und fortlief er wieder wie ein Sturmwind, das ihm die Ohren um den Kopf flogen. Dem Egel seine Frau aber blieb ruhig auf ihrem Platze. Als nun der Hase oben ankam, rief ihm der Egel entgegen, ich bin schon hier. Der Hase aber, ganz außer sich verärger, schrie, noch einmal gelaufen, wiederum. Mir macht das nichts, sagte der Egel, meinetwegen so oft du Lust hast.

00:12:19 So lief der Hase noch 73 Mal, und der Igel hielt es immer mit ihm aus. Jedes Mal, wenn der Hase unten oder oben ankam, sagten der Igel oder seine Frau, hier. Beim 74. Male aber kam der Hase nicht mehr bis ans Ende. Mitten auf dem Acker stürzte er zur Erde, das Blut schoss ihm aus dem Halse, und er blieb tot auf dem Platze.

00:12:48 Der Edel aber nahm seinen gewonnenen Louis Dörr und die Budde Brandwein, rief seine Frau aus der Furche ab und beide gingen vergnügt miteinander nach Hause. Und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie heute noch. So begab es sich, dass auf der Buxtehude Heide der Edel den Hasen totlief. Und seit jener Zeit hat es sich kein Hase wieder einfallen lassen, mit dem Buxtehude Edel um die Wette zu laufen.

00:13:17 Die Lehre aber aus dieser Geschichte ist erstens, dass keiner, und wenn er sich auch noch so vornehm düngt, sich beikommen lassen soll, sich über den geringen Mann lustig zu machen. Und wenn es auch nur ein Igel wäre. Und zweitens, dass es geraten ist, wenn einer feiert, dass sich eine Frau aus seinem Stande nimmt und eine just so aussieht wie er selber.

Erzählung des zweiten Märchens: Der glückliche Prinz von Oscar Wilde

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00:13:43 Wer also ein Igel ist, der muss zusehen, dass seine Frau auch ein Igel ist. Und so weiter und so weiter. So, das war das erste Märchen. Dann kommt das zweite Märchen. Das habe ich gar nicht aufgeschrieben. Hast du die glückliche Prinzin? Der glückliche Prinz, ja. Von Oscar Wilde. Ja, das war er als Zweiten. Ich habe da ein bisschen durcheinander gemacht.

00:14:19 Hier kam noch eine Spende rein InGamplay, Spette 10 Euro, hat die Gebühren übernommen, schreibt Ich wünsche euch allen einen wundervollen guten Abend Habt eine schöne Zeit und ein Herz Wir bedanken uns von ganzem Herzen und freuen uns darüber und wünschen dir auch einen schönen Abend Und jetzt kommt der glückliche Prinz

00:14:44 Hoch über der Stadt, auf einer hohen Säule, stand die Statue des glücklichen Prinzen. Er war ganz und gar vergoldet mit dünnen Blättern feinsten Goldes und hatte als Augen zwei helle Saphire und ein großer, rosa Rubin leuchtete am Ende auf seinem Schwertgriff. Er wurde in der Tat sehr bewundert. Er ist so schön wie ein Wetterhahn, bemerkte einer der Stadträte, der sich wünschte, für seinen künstlerischen Geschmack bekannt zu sein.

00:15:14 Nur nicht ganz so nützlich, fügte er ihn zu. Fürchtete er doch, die Leute dächten, er wäre zu weltfremd in seiner Denkweise, was er zweifelsohne nicht war. Warum bist du nicht so wie der glückliche Prinz, fragte eine empfindsame Mutter ihren Sohn, der stets verträumt zum Monde sah. Der glückliche Prinz weint niemals vor Verlangen nach irgendetwas.

00:15:42 »Ich bin so froh, dass er einen gibt, der wirklich glücklich ist«, flüsterte ein nachdenklicher, von der Welt enttäuschter Mann, als er zu der wunderbaren Statue im Porschau te. Erklänge riefen die weißen Kinder, als sie in ihren weiten roten Umhängen und ihren zauberen weißen Kleidern aus der Kathedale kamen. »Wisst ihr das?« raunte der Mathematiklehrer. »Ihr habt doch noch nie einen Engel gesehen.«

00:16:13 »Ach, das haben wir in unseren Träumen«, sagten die Kinder. Er schaute ärgerlich und streng vor sich hin, denn er mochte es gar nicht, wenn Kinder träumten.

00:16:26 Eines Nachts Schwalbe. Ihre Freunde hatten sich bereits Wochen zuvor nach Ägypten aufgemacht, aber sie war zurückgeblieben, da sie sich in das schönste aller Schilfrohre verliebt hatte. Sie hat es ihm noch ganz jungen Frühling kennengelernt, als sie hinter einem großen gelben Fall daher den Fluss entlang flog. Dabei war sie von seiner schmalen Talche so gehört worden, dass sie im Pflug ihn hielt, um mit ihm zu sprechen.

00:16:55 Soll ich dich lieben? fragte die Schwalbe, die immer ohne Umschweife zur Hauptsache kam, und das Schilfrohr verneigte sich tief vor ihr. Und so umflog die Schwalbe das Schilfrohr wieder und wieder. Dabei streifte sie das Wasser mit ihren Flügeln, sodass sich kleine silberne Wellen darauf bildeten. Das war seine Werbung, und sie dauerte den ganzen Sommer lang an.

00:17:20 »Das ist eine ganz und gar lächerliche Liebschaft«, zwitscherten all die anderen Schwalben. »Das Schilfrohr ist völlig mittellos und hat viel zu viele andere Liebhaber.« Und in der Tat, das Flussufer war voll von Schilfrohr. Dann, als der Herbst kam, flogen die Schwalben davon. Nachdem alle die Freunde fortfahren, fühlte sich die kleine Schwalbe einsam. Und sie wurde auch ihrer Liebe überdrüssig.

00:17:47 Man kann sich gar nicht mit dem Schilfrohr unterhalten, sagte sie, und ich denke, es ist sehr kokett, denn es flirrtet alle Zeit mit dem Wind. Und wirklich, wann immer der Wind wehte, machte das Schilfrohr die anmutigsten Verneigungen. Ich gebe zu, dass es recht häuslich ist, sagte die Schwalbe, aber ich liebe das Reisen, und folglich sollte mein Gemahl das Reisen ebenso lieben.

00:18:17 »Willst du mit mir fortgehen?«, fragte sie schließlich das Schild vor, aber dieses schüttelte, dass sie allzu fest mit ihrem Zuhause verurzelt war, den Kopf. »Du hast mit mir gespielt,« rief die Schwalbe empört, »ich fliege nun zu den Pyramiden, lebe wohl.« Und sie flog davon. Sie flog den ganzen Tag über, und am Abend erreichte sie die Stadt.

00:18:39 »Was soll ich übernachten?« sagte sie. »Ich hoffe, dass die Stadt Vorbereitungen betroffen hat.« Da saß sie die Statue des Prinzen auf der hohen Säule. »Ich setze mich da oben hin«, rief sie. »Es ist eine schöne Lage mit viel frischer Luft.« So landete sie zwischen den Füßen des glücklich Prinzen. »Ich habe ein goldenes Schlafzimmer«, sagte sie leise vor sich hin, als sie sich umsah und bettete sich zum Schlafen.

00:19:09 Aber als sie so ihren Kopf unter den Vögel gesteckt hatte, fiel ein großer Tropfen Wasser auf sie herab. Was für ein merkwürdiges Ding, rief sie, es gibt nicht eine einzige Wolke am Himmel. Die Sterne sind ganz klar und hell, und doch ist mir als regnete es. Das Klima in Nordeuropa ist wirklich schrecklich. Das Schilf macht den Regen sehr, aber das war wohl nur der reine Edoismus.

00:19:39 Da fiel ein weiterer Wassertropfen hernieder. Welchen Nutzen hat eine Statue, wenn sie nicht einmal ...

00:19:47 den regen abhalten kann ich muss nach einem geeigneten chance sein ausschau halten und sie flog los aber noch ehe sie die flügel ausgebreitet hatte fiel ein dritter tropfen sie blickte nach oben und sah oh was sah sie da die augen des glücklichen prinzen waren mit tränen gefüllt und tränen liefen auch über seine goldenen wangen sein genicht war

00:20:14 Sein Gesicht war so schön in dem Mondlicht, dass die kleine Schwalbe mit Mitleid erfüllt war. Wer bist du? fragte sie. Ich bin der glückliche Prinz. Warum weinst du dann? fragte die Schwalbe. Du hast mich richtig durchnässt.

00:20:30 als ich noch lebte und ein menschenherz hatte sagte die statue wußte ich noch nicht was tränen bedeuten denn ich lebte im palast sans souci zu den zäunen keinen zutritt haben tagsüber spielte ich im garten mit meinen freunden und abends führte ich den tanz in dem großen saal an der garten wurde von einer sehr hohen mauer umschlossen aber ich stellte mir niemals die frage was hinter der mauer liegt alles um mich herum

00:20:59 war so wunderschön. Meine Höflinge nannten mich den glücklichen Prinzen. Und ich war in der Tat glücklich, wenn Vergnügen Glück bedeutet. So lebte ich und so starb ich. Und jetzt, da ich tot bin, haben sie mich hier aufgestellt. So hoch, dass ich all die Widerwärtigkeiten und das Elend meiner Stadt von hier aus sehen kann. Und obwohl mein Herz aufs Blei gefertigt ist, komme ich nicht umhin zu weinen.

00:21:30 Wie, er ist also gar nicht aus purem Gold, sagte die Schwalbe zu sich selbst, denn sie war zu höflich, um eine solch persönliche Bemerkung laut zu äußern.

00:21:41 Weit weg vor die Staduja mit Musikalitäten ihrer tiefen Stimme fährt, weit weg in einer engen Gasse, gibt es ein ärmliches Haus. Eines der kleinen Fenster ist geöffnet, und durch das geöffnete Fenster kann ich eine Frau sehen, die an einem Tisch sitzt. Ihr Gesicht ist schmal und verhärmt, sie hat abgearbeitete rote Hände, ganz zerstochen von der Nadel, denn sie ist eine Näherin.

00:22:08 Sie stickt gerade Passionsblumen auf ein zeigendes Gewand, das die reizendste der königlichen Ehrendamen beim nächsten Hofball tragen will. In einem Bett, das in der Ecke des Zimmers steht, liegt der kleine, kranke Junge. Er hat Fieber und verlangt nach Orangen. Aber seine Mutter kann ihm nichts anderes geben als Wasser aus dem Fluss und darum weint er.

00:22:34 Schwalbe, Schwalbe, kleine Schwalbe, willst du ja nicht den Rubin aus dem Knaufen meines Schwertes bringen? Meine Füße sind an dem Sockel befestigt und somit kann ich mich nicht bewegen. Man erwartet mich in Ägypten, sagte die Schwalbe. Meine Freunde fliegen schon den Nil auf und ab und sprechen mit den großen Lotusblüten. Bald werden sie sich im Grabmal des großen Königs zur Ruhe begeben. Er liegt dort in gelbes...

00:23:04 in einem Sarg, eingehüllt in gelbes Leinen und einbalsamiert mit wohlriechenden Düften. Um seinen Hals ist eine Kette aus blassgrünem Jadde, Stein geschlungen und seine Hälfte Blätter. »Schwalbe, Schwalbe, kleine Schwalbe«, sagte der Prinz, »willst du nicht doch noch eine Nacht bei mir bleiben und mein Bote sein? Der Junge ist so durstig und die Mutter ist ganz traurig. Ich glaube, ich mag...«

00:23:35 Keine Jungen, sagte der Schwalbe. Als ich mich einmal an einem Fluss auffiel, warfen die beiden Söhne des Müllers zwei unerzogene Jungen unentwegt Steine nach mir. Natürlich trafen sie mich nie, denn dafür fliegen wir Schwalben viel zu gut, viel zu hoch und außerdem enttahm ich einer Familie, die für ihre Wendigkeit bekannt ist. Und dennoch war es ein untrügliches Zeichen für Respektlosigkeit.

00:24:03 Aber der glückliche Prinz sah so traurig aus und er tat der kleinen Schwalbe so leid, dass sie sagte, »Es ist zwar sehr kalt hier, aber ich werde trotzdem eine weitere Nacht bei dir bleiben und dein Boot sein.« »Ich danke dir, liebe Schwalbe«, sagte der Prinz und soppte Schwalbe den großen Rubin aus dem Schmerzklauf des Prinzen und flog ihn sicher im Schnabel tragend über die Dächer der Stadt.

00:24:31 Sie flog an dem Turm der Kathedrale vorbei, an dem sich die Skulpturenweiser Marmorengel befanden.

00:24:38 Sie kam am Palast vorbei und vernahm Tanzmusik. Ein hüppes Mädchen trat mit ihrem Liebsten auf den Balkon hinaus. »Wie wunderschön sind doch die Sterne«, sagte er zu ihr, »und wie wunderbar ist die Macht der Liebe.« »Ich hoffe, dass mein Kleid rechtzeitig zum Hochball fertig werden wird«, sagte die Dame. »Meine Näherin, damit beschäftigt, ist mit Passionsblumen zu besticken. Aber die Näherinnen sind alle schrecklich faul.«

00:25:07 Sie überquerte den Fluss und sah die Laternen an den Masten der Schiffe hängen, dann die Ghettos, in denen alte Juden miteinander feilschten und Geld in kupfernden Schalen abwogen. Schließlich sah er es und sah hinein. Der Junge hustete und lag fiebrig auf seinem Bett. Die Mutter war vor lauter Müdigkeit eingeschlafen.

00:25:30 Die Schwalbe hüpfte hinein und legte den kostbaren Rubin neben den Fingerhut der Näherin. Dann flog sie vorsichtig über das Bett und kühlte dem Jungen die Stirn, indem sie leicht mit den Flügeln schlug. »Wie kühl es mir auf einmal wird«, sagte der Junge, »es geht mir wohl schon viel besser«, und er versank in einen leblichen Schlummer. Danach flog die Schwalbe wieder zurück zum glücklichen Prinzen und berichtete ihm, was sie getan hatte.

00:25:59 Es ist doch sonderbar, bemerke sie, obwohl es bitterkalt ist, fühle ich mich jetzt innerlich ganz warm.

00:26:07 Das kommt daher, dass du etwas Gutes getan hast, sagte der Prinz. Und die Schwalbe begann darüber nachzudenken und schlief endlich ein. Nachdenken machte sie nämlich immer sehr müde. Bei Tagesanbruch flog die Schwalbe flussabwärts und nahm ein Bad. Welch ein bemerkenswertes Phänomen, sagte der Ornithologie-Professor, als sie über die Brücke ging. Eine Schwalbe im Winter?

00:26:33 und er schrieb einen ausführlichen artikel darüber in der örtlichen zeitung jeder besog sich darauf obwohl er vor fremdwörtern die niemand verstehen konnte nur so stotzte heute nacht fliege ich nach ägypten sagte die schwalbe und diese aussicht versetzte sie in helle vorfreude

00:26:53 Sie flog all die öffentlichen Gebäude an und saß längere Zeit auf der Spitze eines Kirchturmes. Wo immer es sie hinführte, zwitscherten die Spatzen. Welch ein vornehmer Fremder! Was der Schwalbe natürlich sehr schmeichelte. Als der Mond aufging, flog die Schwalbe zurück zum glücklichen Prinzen. Hast du irgendwelche Aufträge für Ägypten, rief sie. Ich fliege jetzt los.

00:27:19 »Schwalbe, Schwalbe, kleine Schwalbe«, sagte der Prinz, »willst du nicht noch eine weitere Nacht bei mir bleiben?« »Ich werde in Ägypten erwartet«, sagte die Schwalbe. »Morgen werden all meine Freunde zum zweiten Wasserfall hinaufliegen. Die Flusspferde liegen dort zwischen den hohen Binsen und auf dem großen, granitfahrenden Thron sitzt der Gott Memnon.« Die ganze Nacht lang beobachte er die Sterne, und wenn der Morgenstern erscheint,

00:27:48 Dann stößt er einen Freudenschrei aus und danach ist er wieder ganz still. Mittags kommen die prächtigen Löwen an das Flussufer, um zu trinken. Sie haben Augen, die grünen Aquamarinen gleichen, und ihr Gebrüll ist lauter als das Brausen des Wasserfalls.

00:28:07 »Schwalbe, Schwalbe, kleine Schwalbe«, sagt der Prinz, »am anderen Ende der Stadt sehe ich einen jungen Mann in einer Dachkammer. Er sitzt dort über einen Schreibtisch gebeugt, der über und über mit Papieren bedeckt ist. Unter einem Glas neben ihm steht ein bunt verwelter Feilchen. Sein Haar ist braun und graus, sein Leben rot wie ein Granatapfel, und er hat große, verträumte Augen.«

00:28:33 Er versucht, ein neues Schauspiel für den Theaterdirektor zu vollenden, aber er friert zu sehr, um weiterschreiben zu können. Das Feuer im Ofen ist erloschen und er ist für Hunger ganz schwach. Gut, ich werde noch eine weitere Nacht weiter bleiben, sagt die Schwalbe, die wirklich ein gutes Herz hatte.

00:28:54 Soll ich auch ihm einen Rubin bringen? Oh weh, ich habe keinen Rubin mehr, sagte der Prinz. Meine Augen sind alles, was mir geblieben ist. Sie sind aus kostbaren Safiren gefertigt, die vor tausendem aus Indien hergebracht wurden. Brich einen von ihnen heraus und bring ihn dem jungen Mann. Er wird ihnen dem Juwelier verkaufen, dafür Essen und Brennholz erwerben und das Theaterstück beenden.

00:29:21 Lieber Prinz, sagte die Schwalbe, das kann ich nicht machen. Und sie begann zu weinen. Schwalbe, Schwalbe, kleine Schwalbe, tu, wie ich es dich geheißen habe, sagte der Prinz. Und so pickte die Schwalbe das Auge des Prinzen heraus und flog zu der Dachkammer des Studenten.

00:29:41 sie konnte leicht in die kammer gelangen weil ein loch im dach war dadurch schlüfte sie und gelangte in das zimmer der junge mann hatte seinen kopf in den händen vergraben so daß er das flügelschlagen des vogels nicht hörte und als er aufblickte fand er den wunderschönen safir auf den verwilgten veilchen liegen endlich beginnt man meine arbeit anzuerkennen rief er aus dies ist bestimmt von einem großen bewunderer nun kann ich mein stück beenden

00:30:10 Und er sah ganz glücklich aus. Am nächsten Tag flog die Schwalbe zum Hafen hinunter. Sie setzte sich auf den Mast eines großen Schiffes und beobachte die Seeleute, die mithilfe von Seilen riesige Kisten aus dem Frachtraum hievten. Hau-ruck, hau-ruck, riefen die Seemänner bei jeder Kiste, die sie hochzerrten.

00:30:34 »Ich fliege jetzt nach Ägypten«, sagte die Schwalbe, »aber niemand«, beachtete sie, und als der Mond aufging, flog sie zum glücklichen Prinzen zurück. »Ich bin gekommen, um dir Liebe wohl zu sagen«, flüsterte sie. »Schwalbe, Schwalbe, kleine Schwalbe«, sagte der Prinz, »willst du nicht noch eine weitere Nacht bei mir bleiben?« »Es ist Winter«, sagte die Schwalbe, »und der eisige Schnee wird bald hier sein.«

00:31:01 In Ägypten scheint die freundliche Sonne warm auf die Palmen und die Krokodile liegen faul im Schlamm und dösen vor sich hin.

00:31:10 Meine Gefährten bauen ein Nest im Tempel von Baalbek und die rosafarbenen und weißen Tauben beobachten sie dabei und gurren einander an. Lieber Prinz, ich muss dich verlassen, aber ich werde dich niemals vergessen und im nächsten Frühjahr werde ich dir zwei wunderschöne Juwelen als Ersatz für diejenigen mitbringen, die du verschenkt hast.

00:31:34 Der Rubin wird röder sein als eine rote Rose und der Saphir so blau wie das weite Meer. Auf dem Platz dort unten, sagt der glückliche Prinz, da steht ein kleines Mädchen, das stark kauft. Sie hat ihre Streichhülser in den Rindstein fallen lassen und sie sind dadurch völlig unbrauchbar geworden.

00:31:57 Ihr Vater wird sie schlagen, wenn sie Geld mit nach Hause bringt. Und sie weint und weint. Sie hat weder Schuhe noch Strümpfe an. Und sie hat nichts auf ihrem kleinen Kopf. Reise mir das andere Auge heraus. Gib es ihr. Und ihr Vater wird sie nicht schlagen. Gut, ich werde noch eine weitere Nacht bei dir bleiben, sagte die Schwalbe. Aber ich bringe es nicht fertig, dir das Auge herauszureißen.

00:32:24 Du wirst dann ja völlig schwalbe, schwalbe, kleine Schwalbe, sagte der Prinz, tu, wie ich dich geheißen habe. Also pickte sie auch das andere Auge des Prinzen heraus und flog damit nach unten. Sie schwirrt über den Kopf des Mädchen und ließ das Juwel in ihre Hand fallen. Welch ein schönes Stückchen Glas, rief das kleine Mädchen aus und lief lachend nach Hause.

Tragisches Ende der Schwalbe und der Statue

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00:32:51 Dann kehrte die Schwalbe zum Prinzen zurück. »Nun bist du blind«, sagte sie. »Ich werde deswegen für immer bei dir bleiben.« »Nein, kleine Schwalbe«, sagte der arme Prinz, »du musst nach Ägypten fliegen.« »Ich werde immer bei dir bleiben«, sagte die Schwalbe und schlief zu den Füßen des Prinzen ein.

00:33:10 Den ganzen nächsten Tag über saß sie auf des Prinzen Schulter und erzählte ihm, was sie in fremden Ländern gesehen hatte. Sie erzählte ihm von den roten Ibisvögeln, die in langen Reihen an den Ufern des Nils stehen und Goldfische mit ihren Schnöbeln fangen, von der Sphinx, die so alt wie die Welt selbst ist, in der Wüste lebt und alles weiß, von den Händlern, die langsam neben ihren Kamelen hergehen und in ihren Händen

00:33:38 Gebietsperlen aus Bernstein tragen, von dem König von den Mondbergen, der so schwarz ist wie Ebenholz und einen großen Kristall anbietet, von der großen grünen Schlange, die in einer Palme ruht und von 20 Priestern mit Honigkuchen gespeist wird, von den Pygmäen, die auf großen flachen Blättern über einen großen See segeln und sich im ewigen Krieg mit den Schmetterlingen befinden.

00:34:06 Liebe kleine Schwalbe, sagt der Prinz, du erzählst mir wundersame Dinge, aber wundersamer als irgendetwas anderes ist das Leiden der Menschen. Es gibt kein größeres Geheimnis als das Elend. Fliege über meine Stadt, kleine Schwalbe, und erzähle mir, was du dort siehst.

00:34:27 und sie sah die Reichen, die sich in ihren schönen Häusern gut gehen ließen, während die Bettler an den Toren saßen. Sie flogen die dunkelsten Gassen und sah die weißen Gesichter hungernder Kinder, die teilnahmslos auf die schwarzen Straßen starrten. Unter einem Brückenbogen lagen zwei Jungen eng umschlungen, um sich gegenseitig zu wärmen. »Wie hungrig wir sind«, sagten sie.

00:34:54 Ihr dürft hier nicht liegen, raunte ein Wachmann, und sie verschwanden im Regen. Daraufhin flog die Schwalbe zurück, erzählte dem Prinzen, was sie alles gesehen hatte. Ich bin über und über mit feinem Gold überzogen, sagte der Prinz. Nimm es Blatt für Blatt ab und gib es den Armen. Die Menschen meinen immer, dass Gold glücklich macht.

00:35:19 Die Schwabe pickte Blatt für Blatt des feinen Goldes ab, bis der glückliche Prinz ganz unscheinbar und grau aussah. Blatt für Blatt des feinen Goldes brachte sie den Armen, und die Gesichter der Kinder hellten sich auf, sie lachten und spielten in den Straßen. »Endlich haben wir Brot«, riefen sie.

00:35:41 Dann kam der Schnee, und nach dem Schnee kam der Frost. Die Straßen sahen aus, als wären sie aus Silber. So hell glitzerten sie. Lange Eiszapfen hingen, Kristalldolchen gleich von den Dachrinnen der Häuser. Die Menschen waren in Pelze gehüllt, und die kleinen Jungen trugen scharlachrote Mützen und liefen Schlittschuh. Der armen kleinen Schwalbe wurde es kälter und kälter, aber sie wollte den Menschen nicht verlassen.

00:36:09 Sie liebte ihn zu sehr. Sie pickte, wenn der Bäcker gerade nicht hinschaute, Brotkrümel vor diesem Laden auf und versuchte, sich dadurch warm zu halten, da sie mit ihren Flügeln heftig schlug. Aber schließlich spürte sie, dass sie sterben müsse. Sie hatte gerade noch die Kraft, um noch einmal auf die Schulter des Prinzen zu fliegen. »Leb wohl, kleiner Prinz«, flüsterte sie, »darf ich deine Hand küssen?«

00:36:37 Ich bin so froh, dass du nun endlich nach Ägypten fliegst, kleine Schwalbe, sagte der Prinz. Du bist schon viel zu lange hier geblieben, aber du musst mich auf die Lippen küssen, weil ich dich liebe. Ich würde nicht nach Ägypten fliegen, sagte die kleine Schwalbe. Ich fliege zum Haus des Todes. Der Tod ist der Bruder des Schlafers, ist es nicht so? Sie küsste den glücklichen Prinzen auf die Lippen und fiel tot zu seinen Füßen nieder.

00:37:08 In diesem Moment ertönte ein seltsames Krachen aus dem Inneren der Statue, gerade so, als wenn etwas zerbrochen wäre. Und tatsächlich war das bleierne Herz des Prinzen in zwei Teile zerbrochen. Es war wirklich ein furchtbar strenger Forst.

00:37:27 Früh am nächsten Morgen war der Bürgermeister unten auf dem Platz, in Begleitung der anderen Ratsherren, zu Fuß unterwegs. Als er die Säule erblickte, auf der die Stadtrichtung sagte er, »Do liebe Güte, wie schäbig der glückliche Prinz aussieht!« »Schäbig in der Tat«, rief in die Stadtrede, einig waren wie dem Bürgermeister, und sie stiegen hinauf, sie zu betrachten.

00:37:53 Der Rubin ist aus seinem Schwert gefallen, seine Augen sind verschwunden und er ist nicht mehr vergoldet. In der Tat, er ist nun kaum schöner als ein Bettler, sagte der Bürgermeister. Kaum schöner als ein Bettler, sagten die Stadträte. Und hier liegt sogar ein toter Vogel zu seinen Füßen, ergänzte der Bürgermeister. Wir müssen dringend ein Gesetz verabschieden, das besagt, dass es Vögel nicht gestattet ist, hier zu sterben.

00:38:21 Der Stadtschreiber machte sich eine Notiz hinsichtlich dieses Vorschlages. Also rissen sie die Statue des glücklichen Prinzen ab. Da er nicht mehr schön ist, ist er auch nicht länger von Nutzen, sagt der Kunstprofessor von der Universität. Dann schmolzen sie die Statue in einem Hochofen ein und der Bürgermeister hielt eine Versammlung der Gemeinderede ab, um darüber zu entscheiden, was mit dem Metall gemacht werden solle.

00:38:49 Wir brauchen natürlich eine neue Statue, sagte er, und die soll mich selbst erstellen. Mich selbst, sah jeder der Stadtrede, und sie gereden darüber in Streit. Als ich zuletzt von ihnen hörte, waren sie immer noch dabei, sich zu streiten.

00:39:06 Wie merkwürdig das doch ist, sagte der Aufseher der Arbeiter in der Schmelzhütte. Das zerbrochene kleine Herz will im Ofen einfach nicht schmelzen. Wir müssen es wegwerfen. Und so warfen sie es auf einen Abfallhaufen, auf dem auch schon die tote Schwalbe lag. Bringe mir die beiden kostbarsten Dinge aus dieser Stadt, sagte Gott zu seinen Engeln. Und ein Engel brachte ihm das kleine Herz und den toten Vogel.

00:39:35 Da hast du Gold richtig gewählt, sagte er. In meinem Paradiesgarten soll dieser kleine Vogel für alle Ewigkeit singen und in meiner Stadt aus Gold soll mich der glückliche Prinz für immer loben und beilen. Das war ein Märchen von Oscar Wilde. Und jetzt? Ich finde es ein schönes Märchen gewesen, oder? Ja. Sehr traurig, aber dann doch wieder ein gutes Ende.

00:40:10 Habe ich jetzt das? Zweite. Ist keine Frage, oder? Ja. Hier kam noch zweimal Wasser Marsch rein. Einmal von Regina Schlumpf und von A nach B. Zweimal gleich, dann bringe ich zwei Schlucke. Danke euch. Und ein paar süße Früchtchen kamen noch. Kebasset ist vier Monate ein süßes Früchtchen. Willkommen.

00:40:36 Willkommen. Super Rennschwein ist ein neues süßes Früchtchen. Willkommen und einen schönen Abend für dich. Und wenn du ein Autogramm möchtest, schick mir deine Anschrift und einen Rückportal. Dann bekommst du ein Autogramm, wenn du willst. Art Yara ist ein neues süßes Früchtchen. Dasselbe gilt für dich. Willkommen, willkommen.

00:41:00 valeria of course ist zehn monate ein süßes früchtchen wie schön wie schön ich danke dir einen schönen abend und melnik ist ein neues süßes früchtchen willkommen willkommen und wie gesagt wenn du ein autogramm willst schicke ich dir eins wenn du mir deine anschrift und eine bremmerke schickst

Aktueller Gesundheitszustand und persönliche Updates

00:41:24

00:41:24 Das war's. Gut. Und was kommt jetzt bei mir, Fabian? Bei der Ali K. fängt es an. Ach, Ali K. Willkommen, willkommen, Ali K. Guten Abend, ihr Lieben. Ich hoffe, es geht euch gut. Ich habe seit Dienstag Covid-19. Ganz so gut geht es mir nicht. Aber es geht schon die letzten Tage. Es geht schon die letzten Tage, war es schlimmer. Seit heute scheint es zum Glück ein bisschen aufwärts zu gehen.

00:41:54 Ich wollte euch das heute nur wissen lassen und hoffe, dass ihr alle soweit gesund seid und ich wünsche euch eine schöne Sendung. Ich hoffe, dass ich nächste Woche wieder mit dabei sein kann. Heute habe ich aber noch nicht genug Konzentration, um zuzuhören oder lange mitzuschreiben. Wir alle, alle wünschen dir ganz schnell gute Besserung. Gute Besserung.

00:42:22 Soja, ich bin heute zum Glück wieder dabei. Meine Mama hat auch Corona, aber sie erhält sich ganz gut mit Hühnersuppe, Ingwertee, Inhalation mit Salbei, Rosmarin und Thymian. Ganz klasse, was deine Mama da macht. Und wir wünschen ihr auch recht, recht gute Besserungen. Scharnicke schenkt Mausbär ein süßes Früchtchen. Wird sich freuen und wir danken dir.

00:42:48 Und Kay Bastard schreibt, ich muss weinen, das Märchen war traurig. Ja, es war traurig, es war traurig, ja. Aber so ist die Welt, Kinder, so ist sie. Gekius, guten Abend, meine liebe Oma, drei lila Herzen. Ich wünsche dir und allen anderen einen schönen Abend, ein lachender Smiley. Hier einige Bilder meines letzten Sonntags aus Lügen und nochmals ein Smiley.

00:43:22 Sehr schön. Ist ja alles noch ganz grün. Kann man sehen? Mhm. Dann ist wahrscheinlich noch etwas dabei von E.T.E.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.A.

00:44:04 Und ganz viel im Chat wünschen Alika auch gute Besserung. Ja, hoffentlich hat sie das noch gehört. So ein tapferer, wunderbarer Mensch, die Alika. Ist für mich ein großes Vorbild. Fertiger, gute Besserung euch allen. Haben alle gehört.

00:44:27 Tixnil, nein, Hölzl, Tixnil, guten Abend, was ist das Lieblingsmärchen von Marmaladenoma? Das ist das Mädchen mit den Schwefelhölzern.

00:44:41 Kim Kosius schreibt, heute war ich auf der Frankfurter Buchmesse und es war so herrlich. Die Menschen waren sehr, sehr diszipliniert, höflich und rücksichtsvoll. Die gesamte Planung war wunderbar geregelt. Ich habe erst Mittwoch kurzfristig davon erfahren, sodass ich spontan keine Freunde zusammentrommeln konnte. Meine liebste Mama ist auch mit mir, obwohl sie am Abend zwei Feiern zu bedienen hatte. Sie ist Gastronomin. Auf Mama ist immer Verlass.

00:45:10 Ja, jetzt haben die Mama so an sich. Ich hoffe, dass ihr Masken aufhaltet, wenn ihr so dicht im Gewimmel wart. Guten Abend für dich. Unser Jan schreibt, der glückliche Prinz ist so ein schönes Märchen, traurig und schön. Ja, ich finde es auch sehr, sehr schön.

00:45:31 Hede Rackede, liebe Marmeladenoma und Märcheninselbewohner. Am Mittwoch war ich auf der Insel Mainau. Es war einfach märchenhaft. Ich wünsche uns allen einen entspannten Märchenstream, liebe Grüße von A nach B und Hede Rackede und ein lachender Smiley. Auf der Insel Mainau wollte ich auch, als ich jung war, sehr gerne...

00:45:56 Aber ich hatte nie Zeit, Hede. Schön, dass ihr es gesehen habt. Und schön, dass ihr da... Ach, und sie schickt auch noch ein Foto. Sehr, sehr schön. Schaut mal. Gell? Ja. Wir danken dir. Ich bin zurzeit in Ungarn bei meinem besten Freund zu Besuch. Das ist sein Kater.

00:46:36 Sorgenhaftes Tier. Oh, Katzen, Katzen. Schau mal, gell? Vielen Dank, vielen Dank. Angel Sasser schreibt, Herr Löwchen, meiner krebskranken Mutter geht es etwas besser. Ich habe Hoffnung, dass wir Weihnachten zusammen verbringen können. Ach, da wünschen hoffen wir mit dir. Federträger, seht euch diese süßen Kleinen an.

00:47:15 Zuckerschock. Das ist eine fantastische Katze. Also Lachen und Traurigsein wechselt sich halt hier auch in der Sendung, Kinder. Es gibt nichts Süßeres wie keine Katzenkinder. Das müsst ihr euch anschauen. Wahnsinnig schön, gell? Vielen, vielen Dank. Wie gut, dass es euch gibt, die ihr die Tiere rettet.

00:47:55 Schleifenfee, liebe Grüße aus Rösselsheim und ganz ganz viele bunte Herzen und ein Bild von Rösselsheim. Das heißt mehrere auf einem Blatt, das ist sehr schön und willkommen, willkommen. Gell? Ja. Ich sage immer Gell, spadische Gell. Wie der Tiger schickt wieder schöne Blumen. Janik, wenn du was sagen willst, stopp mich, gell? Mhm.

00:48:29 Du weißt, ich habe Papi-Wasser getrunken. Sehr, sehr schön, Federtiger. Kim Kosius schreibt, ja, wir hatten Masken und haben sehr oft die Hände desinfiziert. Die Menschen haben guten Abstand gehalten, keiner ist aus, ist dem anderen so wirklich auf die Pelle gerückt. Ich fand es auf der Buchmesse angenehmer als in Bus oder Bahn. Wunderbar, das freut mich sehr, denn manchmal kann man es nicht fassen, wie sie im Sportstadion.

00:48:57 Kopf an Kopf ohne Maske sitzen. Manchmal ist das nicht zu verstehen. Henry, guten Abend, letztens war ich bei einem Bauern neben einem großen Maisler berühmt. Hatte er auch eine Kürbisausstellung mit Kürbis-Dinosauriern. Dazu gab es Cappuccino und schönes Wetter. Manches Klasse-Kinder. Da wäre ich auch gerne dabei gewesen.

00:49:28 Was Menschen alles machen können, gell? Erst freue ich mich ein bisschen dran, dann dürft ihr es auch sehen. Wahnsinn, gell? Vielen, vielen Dank, freuen sich alle drüber.

00:49:44 Es freut mich ganz, ganz arg, dass du zu uns gekommen bist und es dir alles so gut gefällt.

00:50:07 Und du kannst dir auch Märchen wünschen in der Fragerunde. Und dann lesen wir ganz speziell ein Märchen für dich vor, das nächste Mal. Schön, dass du uns gefunden hast. Schleifenweh, mir geht es seit Freitag besser, aber es ist noch etwas schwer. Dann ruhe ich mich aus. Ja, liebe Schleifenweh, mach langsam. Und schlaf viel. Das Beste zur Erholung. Schön, dass du trotzdem da bist.

00:50:42 Sascha, ich war wieder im Kino. Wahnsinn! Ist das auch Dinosaurier oder ist das Krokodil oder was ist das? Schaut mal. Jedenfalls ein Tier hinter Gittern, gell? Dann noch ein zweites. Erste Krokodil. Leile, Leile, Krokodil. Irre. Gell, echt toll.

00:51:37 Der Film hieß Leile, mein Freund, das Krokodil. Vielen, vielen Dank, Sascha. Hat uns zwei auch sehr gefreut. Bestimmt auch noch die anderen. Janik, mach einfach deinen... Ja, wenn ich was hab, dann... Gesa, Janikl, hallo liebe Oma, ich hoffe, es geht dir gut. Hier ist die letzte Fuchsinblüte aus dem Garten meiner Eltern. Und ein lilaherz. Sehr, sehr schön.

00:52:10 Der Herbst strengt sich immer noch mal so richtig an, auch mit seiner Farbenpracht. Wir danken dir. Und hier kommt noch ein neues süßes Früchchen rein, und zwar Chip User. Willkommen, willkommen und einen schönen Abend für dich. Chris Block, guten Abend liebe Marmeladenoma, ich wünsche dir einen schönen Abend mit allen. Ich kann heute leider nicht dabei sein, wir gehen essen. Bis zur nächsten Woche, ein rotes Herz.

00:52:49 Wir wünschen dir einen schönen Abend und freuen uns, wenn du nächste Woche wieder da bist. Dimitri hat Wassermarsch ausgeführt. Ich danke dir, Surya Can. Das habe ich während der Zugfahrt durch Österreich fotografiert. Ist doch ein bisschen klein. Ich weiß nicht, ob ihr es sehen könnt. Ich kann es sehr gut sehen und habe meine Freude daran. Schaut mal. Könnt ihr es sehen? Wir danken dir.

00:53:42 Der Patenonkel schenkt Vanilla-Milk-Meiden ein süßes Früchtchen. Wird sich freuen und wir danken dir. Kannst du ruhig weitermachen. Bärchen schreibt einen schönen guten Abend. Guten Abend auch für dich. Schön, dass du da bist. Wie gesagt, ihr könnt euch Märchen wünschen bei der Fragerunde.

00:54:05 Janicke schenkt Rovi Marilena ein süßes Früchtchen. Wird sich freuen und wir danken dir. Und Hector möchte wissen, welches Essen hast du als Kind am allerliebsten gegessen? Am allerliebsten. Gab es ja selten. Eine feine Kartoffelsuppe und Dampfnudeln.

00:54:29 Das war mein Lieblingsessen, aber nicht sehr lange. Im Krieg gab es dann sowas nicht mehr und wie die Stiefenblatt da war, auch nicht mehr. Ich habe es dann später, wie ich so jung geheiratet habe, selber für meine Kinder gekocht. Scharnicke schreibt gern, Oma. Gern. Und für was sagt er jetzt gern? Für das süße Früchtchen.

Kulinarische Vorlieben und Anekdoten aus der Kindheit

00:55:02

00:55:02 Sascha, im Film geht es um eine Familie, die auf dem Dachboden ein besonderes Krokodil findet. Es heißt Lyle wahrscheinlich mit Y und kann zwar nicht sprechen, aber singen und kommuniziert mit Gesang auch. Aber es hat großes Lampenfieber und muss Lyle dieses Lampenfieber überwinden. Gesungen wird er von Shawn Mendes. Sehr schön, Sascha. Vielen Dank dafür.

00:55:34 Multibrahium ist ein neues süßes Früchtchen. Willkommen, willkommen und einen schönen Abend für dich. TXNI fragt, und welches Essen magst du gar nicht? Welches Essen mag ich gar nicht? Nun ja, da gibt es wenig. Diese kleinen grünen Dinger da, wie heißen die? Erbsen oder? Nee, nee, so eine Frucht.

00:56:05 Ich kann es euch aber jetzt nicht sagen. Fleisch mag ich gar nicht, ich esse gar kein Fleisch, ich bin Vegetarier. Das ist vielleicht die beste Antwort. Sonst bin ich eigentlich sehr bescheiden im Essen.

00:56:18 Wolkenfuchs schreibt Hallo Marmeladen Oma, ich kenne euch von die Sendung mit der Maus, zu der ihr beiden mal Gast wart. Gestern seid ihr mir wieder eingefallen und habe nach euch gesucht und gefunden. Jetzt bin ich hier. Ach wie schön, das freut uns aber. Das war wirklich sehr, sehr schön damals. Leider hat Corona das alles kaputt gemacht, unsere vielen Reisen und Fernsehen und so weiter.

00:56:46 Nachtig Stream und Featiger schreiben Kapern. Danke dir, Kapern. Vielen, vielen Dank. Kapern kann ich heute noch nicht essen. Wollte mich meine Stiefenbräumer dazu zwingen. War schrecklich, schrecklich. Schleifenfee, liebe Marmeladenoma, hatte dir eine Geschichte geschickt mit der Karte zum Geburtstag. Liest du die noch vor oder hast du sie verlegt, dann mache ich sie bei den Kartoffelgeschichten rein. Da steht auch noch eine Geschichte, es war die dritte.

00:57:22 Ich habe eigentlich von den Kartoffelgeschichten immer nur eine von jedem Fan vorgelesen, aber verlegt habe ich nichts. Vielleicht habe ich es nur geschrieben, ich habe einen Riesenberg-Post. Diesmal müsste er lange, lange geduldet werden. Die Kartoffelgeschichte habe ich immer nur für eine von jedem Fan vorgelesen.

00:57:47 Das ist übrigens ein riesen Strauch geworden, so groß, mindestens, gell Jungs? Auf dem Balkon. Ob er Früchte hervorbringt, weiß ich nicht. Aber das Laub sieht auch sehr schön aus. Vielleicht machen wir noch mal ein Bild vom Herbstbalkon, Janni, gell? Können wir gern machen. Können wir machen, gell.

00:58:09 Und man muss ja warten, bis das Laub abstirbt und dann kann man die Kartoffeln erst ausgraben. So ist eine gibt. Chaos Legion 95 ist zwei Monate ein süßes Früchtchen und schreibt Juhu. Schön, schön, dass du bei uns bist und einen schönen Abend für dich.

00:58:35 Eine Bekannte hat letzte Woche einen großen Parasolpilz gefunden beim Pilzesammeln. Wahnsinn. Kann man den essen?

00:58:47 Das wäre ja ganze Mahlzeit. Schaut mal. Gell? Ui, ist riesig, ja. Kann man essen? Wahrscheinlich auch nicht, gell? Vielleicht. Ich habe keine Ahnung. Ach, ihr werdet wissen, wenn ihr Pilzesammler seid, wisst ihr. Danach wahrscheinlich schon. Seid nicht so makaber. Bin ich von dir nicht gewöhnt. Und noch einen Pilz. Kenn ich auch überhaupt nicht.

00:59:17 Grause Henne oder so was vielleicht, gell? Keine Ahnung. Vielen Dank für die Bilder, interessant.

00:59:29 Scharnickel schreibt, ich mag Kapern auch nicht, die schmecken nicht besonders und sehen aus wie Hasenkot. Ah nee, das sieht ja wieder ähnlich. Sie sehen eigentlich aus wie grüne Früchte, außer mit einem sonderbaren Geschmack. Hat mich meine Stiefenbruder mal von Mittag ein Uhr...

00:59:53 bis abends 17 Uhr, als mein Vater vom Büro kam, sitzen lassen, weil ich gesagt habe, ich kann das nicht essen. Das waren Salzkartoffeln und die Carbonsauce dazu noch. Und da hat es mich unwarmherzig sitzen lassen. Und wir mussten eigentlich nie Dinge essen, die wir nicht mögen, als meine Mutter noch lebte. Und als mein Vater abends heimkam, hat er...

01:00:19 mit ihr sehr, sehr geschimpft und hat gesagt, tu das nie wieder. Sie hat mich sowieso nie leiden können, dann war es natürlich noch schlimmer. Sie hat gar nicht zu uns gepasst. Ich habe nichts, kann ruhig weitermachen, Janike.

01:00:43 Chaos Liedschen schreibt, oh, hast du da Kätzchen von Regina Wachtmeister stehen? Ach was, wusste ich gar nicht, von wem die sind. Die habe ich mal von der lieben Mama von Fabian bekommen. Ich weiß nicht, ob sie gemeinsam gekauft oder ob sie ganz von der Mama... Von der Mama. Habe ich von ihr mal bekommen. Ach, sag mal bitte nochmal den Namen, von wem die sind. Regina Wachtmeister.

01:01:14 Regine Wachtmeister. Das ist sehr interessant jetzt für mich. Ich habe nämlich auch noch, glaube ich, Karten oder irgendwas in dieser Art. Ich finde es ja ganz bezaubernd. Guten Abend für dich. Ah ja, das sagt einer. Wer ist das jetzt? So jetzt schon. Der Pilz hat natürlich Grause Krucke. Das ist ein Speisepilz.

01:01:51 Und man kann beide essen, auch den Parasolpilz kann man zum Beispiel wie ein Schnitzel panieren. Hat hauptsächlich die ganze Familie eine Mahlzeit. Schön, schön. Mit unserem Vater haben wir auch immer Pilze gesammelt, er kannte alle.

01:02:09 Dimitri fragt, kennst du den alten Film vom Räuber Hotzenplotz, der glaube ich 1983 oder so gedreht wurde? Der Räuber Hotzenplotz kennen wir denn? Janik, das müsst ihr vielleicht wissen. Den Film glaube ich kenne ich nicht. Ne, ich glaube auch nicht. Aber den Räuber Hotzenplotz könnte man natürlich, gell? Manchmal vergesse ich auch was. Ich weiß nicht, ob ich ihn gesehen habe.

01:02:38 Wenn bei mir die Bilder nicht verschwinden, hat das was zu bedeuten? Wenn da nichts unten ist, dann kommt gerade nichts rein bei dir. Ja, müssen die nicht weggehen, die Pilze. Die Bilder. Nein. Müssen nicht von selber verschwinden. Wenn du ganz unten bist, dann gehen sie automatisch nach oben, ja?

01:03:01 Gut, dann musst du dich bemühen. WJ Wolfi schreibt, ich bin auch mit meinen Großeltern und Mutter Pilze sammeln gegangen. Ja, das ist eine schöne Sache. Man kommt an die frische Luft und lernt was dabei. Natur ist immer schön. Ich glaube, so langsam können wir... Du könntest mal noch drei machen, wenn du was hast. Ich habe im Moment nichts.

01:03:40 Also jetzt kommt was Schleifenweh. Heute um 21.04 Uhr. Das war auch sehr, sehr schön. Vielen Dank.

01:03:54 Jeder drei, du aufhören, Janik, was willst du? Jeder drei, ja. Also, Tab 1. Schreibt, hallo, ich bin im Bettchen krank eingekuschelt und genieße es immer sehr zuzuhören. Schade, dass du krank bist. Wir wünschen dir alle von Herzen gute Besserung, aber schön, dass du uns zuhörst.

01:04:21 Du kannst gerne deine drei machen, wie du hast. Liquid Berry ist ein neues süßes Früchtchen. Willkommen, willkommen und viel Freude bei uns. Und Sok Scheng Tai Uart, ein süßes Früchtchen. Wird sich freuen und wir danken dir. Du hast deine drei und da bei mir nichts kommt, werden wir die erste Fragerunde beenden. Danke, Verwehen.

01:04:58 Die Frage-Runde. Und dann kommt das dritte Märchen und das ist eine Sage. Hast du die mir rausgeholt, Fabi? Ja. Danke dir. Die große Linde in Görlitz. Ich setze mal meine Brille auf. Ich habe ja eine Lesebrille bekommen seit neuestem. Jetzt bin ich mal gespannt, ob ihr es genauso erschreckt wie ich in meinem Anblick. Wie sieht es aus? Schrecklich, gell?

Görlitzer Sage um einen unschuldig hingerichteten Knappen

01:05:43

01:05:43 Sie bringt nicht viel, aber doch etwas mehr als ohne Brille. Die große Linde in Görlitz. Zur Zeit des Faustrechts übten die Görlitzer eine strenge Gerichtsbarkeit, um sich der Wegelagerer und Strauchdiebe zu erwehren. Und manch wilder Ritter endete am nächsten Galgen.

01:06:04 So hatten die Görlitzer einst auch einen armen Knappen gefangen und vor den Richter gebracht. Solange sie ihn in Güte befragten, beteuerte er seine Unschuld. Unter der Folter der Daumen und Schrauben und anderen schrecklichen Dinge gab er aber seinem Schmerz alle Verbrechen zu, deren Mann ihn beschuldigte. So wurde er denn zum Tode durch den Strang verurteilt. Eines schönen Morgens führte man hinaus zum Galten.

01:06:34 Als er nun am Nikolai Friedhof vorbeikam, wo seine ehrbaren Eltern ruhten, war es ihm weh ums Herz, dass er eines so schändlichen Todes sterben sollte. Er gedachte daher, ein Zeichen zu hinterlassen, dass er seine Unschuld zeugen sollte, bat den Henker noch einmal, am Grab seiner Eltern beten zu dürfen.

01:06:57 Der erlaubte es ihm und ließ ihn von seinen Knechten zu dem Hügel geleiten, auf dem ein junges Lindenbäumchen spross. Nachdem der Knabe sein Gebet verrichtet hatte, riss er das Bäumchen aus der Erde und pflanzte es mit den Zweigen wieder ein, sodass die Wurzeln in die Luft starrten. Darauf sagte er, so gewiss wie dieses Bäumchen aus den Zweigen und aus den Wurzeln Zweigen treiben wird, so gewiss habt ihr mich...

01:07:25 unschuldig zum Tode verurteilt. Dann ging er seinen letzten Weg. Das Bäumchen aber wuchs und wurde zu einem mächtigen Baum, der bis in unsere Tage den Nikolai Friedhof in Görlitz schiert. Ach, schade für den jungen Menschen. Schlimm, schlimm. Das war jetzt...

01:07:51 Im Chat wurde nochmal geschrieben, schick, schick, steht dir gut? Nein, die Brille sieht sehr schick aus. Im Ernst? Ja, ganz viele finden die Brille schön. Freut mich sehr, ich danke dir, ich danke dir.

01:08:04 Ich hatte ja eigentlich früher immer eine Brille getragen. Aber ich hatte eine Zeit, da brauchte ich keine. Und jetzt sehe ich ja ganz, ganz wenig nur noch. Aber hat auch einer von euch in der Sendung gesagt, dass es so etwas gibt, eine Lesebrille für...

01:08:25 für Makularerkrankungen. Ich habe ja Makularerkrankungen. Und daraufhin habe ich auch dann den einzigen Obstiger in Karlsruhe gefunden, habe mich auch Fabians liebe Mutter hingefahren. Und das ist der Erfolg. Also etwas besser kann ich doch sehen. Es gibt viele tolle Dinge auch für mich in der Fragerunde. Was kommt denn jetzt, Fabi?

01:08:51 Ich habe jetzt die Sage. Jetzt kommen die Bremer Stadtmusikanten. Bist du sicher? Ja. Sind die im iPad? Die sind im grünen Buch. Ist das jetzt das Viertelbärchen? Ich habe da einen Fehler gemacht anscheinend. Jetzt kommt das Vierte. Jetzt kommt das Vierte, gut. Wenn ich dich nicht hätte als Aufpasser.

01:09:18 Eine Spende kam hier auch noch rein. Chaos Leachin 95, spendet 2 Euro, hat die Gebühren übernommen, schreibt Huhu, mit dieser Kleinigkeit, mit dieser klitzekleinen Kleinigkeit möchte ich nur ganz kurz Danke sagen und ein Herz. Wir danken dir von ganzem Herzen und wir haben es ja schon oft gesagt, wenn jeder von Zeit zu Zeit ein Euro schenken, uns schicken würde, dann hätten wir damit unsere Unkosten.

01:09:46 Ihr müsst keine großen, großen Spenden machen, wenn ihr nicht könnt. Aber jeder mal ein oder zwei Euro, das ist wunderbar. Wir haben uns sehr darüber gefreut, gell, Janik? Auf jeden Fall. Vielleicht wird es jetzt auch endlich mal Mode, dass ihr das annehmt, was wir da gesagt haben.

01:10:05 So, also jetzt habe ich die Brille wieder abgenommen, weil das Großgedruckte kann ich noch mit meinen Augen lesen. Von Katsaras kam auch noch ein Wassermarsch rein. Ich danke dir, ich danke dir.

Lektüre der Bremer Stadtmusikanten in traditioneller Märchenform

01:10:31

01:10:31 Die Bremer Stadtmusikanten. Es hatte ein Mann, einen Esel, der schon lange Jahre die Säcke unverdrossen zur Mühle getragen hatte, dessen Kräfte aber nun zu Ende gingen, sodass er zur Arbeit immer untauglicher wurde. Da dachte der Herr daran, ihn aus dem Futter zu schaffen. Aber der Esel merkte, dass kein guter Wind wehde, lief fort und machte sich auf den Weg nach Bremen. Dort, meinte er, könnte er Stadtmusikant werden.

01:11:01 Als er nun ein Weilchen gegangen war, fand er einen Jagdhund auf dem Wege liegen. Der jabte wie einer, der sich müde gelaufen hat. »Nun, was jabst du so?« »Pack an«, fragte der Esel. »Ach«, sagte der Hund, »weil ich alt bin und jeden Tag schwächer werde, auch auf der Jagd nicht mehr fort kann, hat mich mein Herr wollen totschlagen. Da habe ich Reis ausgenommen. Aber womit soll ich nun mal dienen?«

01:11:32 Weißt du was, sprach der Esel, ich gehe nach Bremen und werde dort Stadtmusikant. Geh mit und lass dich auch bei der Musik annehmen. Ich spiele die Laute und du schlägst die Pauken. Der Hund war zufrieden und sie gingen weiter. Es dauerte nicht lange, so saß da eine Katze an dem Weg und machte ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter.

01:11:58 Nun, was ist dir in die Quere gekommen, alter Bartputzer, sprach der Esel? Wer kann da lustig sein, wenn es einem an den Kragen geht, sagte die Katze. Weil ich nun zu Jahren komme, meine Zähne stumpf werden und ich lieber hinter dem Ofen sitze und spinne, als nach Mäusen herum zu jagen, hat mich meine Frau ersäufen wollen. Ich habe mich zwar noch fortgemacht, aber nun ist guter Rat teuer, wo soll ich hin?

01:12:27 Geh mit uns nach Bremen. Du verstehst dich doch auf die Nachtmusik, da kannst du ein Stadtmusikant werden. Die Katze hielt das sehr gut und ging mit. Darauf kamen die drei Landesflüchtigen an einem Hof vorbei, das saß auf dem Tor der Haushahn und schrie aus Leibeskräften. Du schreist einem durch Mark und Beinen, sprach der Esel. Was hast du vor?

01:12:53 Da hab ich gut Wetterprophe Zeit, sprach der Hahn, weil unser lieben Frauentag ist, wo sie dem Christkindlein die Hemdchen gewaschen hat und sie trocken will. Aber weil morgen zum Sonntag Gäste kommen, so hat die Hausfrau durch kein Erbarmen und hat der Küchin gesagt,

01:13:12 Sie wollen mich morgen in der Suppe essen. Und da soll ich mir heute Abend den Kopf abschneiden lassen. Nun schreie ich aus vollem Halse, solange ich noch kann. Ei was, du Rotschopf, sagt der Esel, zieh lieber mit uns fort. Wir gehen nach Bremen. Etwas Besseres als den Tod findest du überall. Du hast eine gute Stimme und wenn wir zusammen musizieren, so muss das eine Art haben.

01:13:41 Der Hahn ließ sich den Vorschlag gefallen und sie gingen alle vier zusammen fort.

01:13:47 Sie konnten aber die Stadt Bremen an einem Tag nicht erreichen und kamen abends in einem Wald, wo sie übernachten wollten. Der Esel und der Hund legten sich unter einen großen Baum, die Katze und der Hahn machten sich in die Äste. Der Hahn aber flog bis an die Spitze, wo es am sichersten für ihn war. Ehe er einschlug, schlief, sah er sie noch einmal um. Da deuchte ihm, er sehe in der Ferne ein Fünkchen brennen.

01:14:14 Er rief seinen Gesellen zu, es müsse nicht gar weit ein Haus sein, denn es scheine ein Licht.

01:14:23 sprach der Esel, so müssen wir uns aufmachen und noch hingehen, denn hier ist die Herberge schlecht. Der Hund meinte, ein paar Knochen und etwas Fleisch daran täten ihm auch gut. Also machten sie sich auf den Weg nach der Gegend, wo das Licht war und sahen es bald heller und heller schimmern und es war immer größer und größer, bis sie vor ein helles erleuchtetes Räuberhaus kamen.

01:14:50 Der Esel als der Größte näherte sich dem Fenster und schaute hinein. »Was siehst du, Grauschimmel?« fragte der Hahn. »Sie«, sagte der Esel, »einen gedeckten Tisch mit schönem Essen und Trinken. Und Räuber sitzen daran und lassen sich's wohl sein.«

01:15:06 Das wäre was für uns, sprach der Hahn. Ja, ja, ach wären wir da, sagte der Esel. Da schlagten die Tiere, wie sie es anfangen müssten, um die Räuber hinaus zu jagen. Und sie fanden endlich ein Mittel. Der Esel musste sich mit den Vorderfüßen auf das Fenster stellen, der Hund auf des Esels Rücken springen, die Katze auf den Hund klettern und endlich flog der Hahn hinauf und setzte sich der Katze auf den Kopf. Wie das geschehen war,

01:15:34 fing sie auf ein Zeichen insgesamt an, ihre Musik zu machen. Der Esel schrie, der Hund bellte, die Katze miaute und der Hahn krähte. Dann stürzten sie durch das Fenster in die Stube hinein, daß die Scheiben klärten. Die Räuber fuhren bei dem entsetzlichen Geschrei in die Höhe, meinten nicht anders, als ein Gespenst käme herein und flohen in größter Furcht in den Wald hinaus.

01:16:00 Nun setzten sie die vier Gesellen an den Tisch, nahmen mit dem Vorlieb, was übrig geblieben war und aßen, als wenn sie vier Wochen lang hungern sollten. Wie die vier Spielleute fertig waren, löschten sie das Licht aus und suchten sich eine Schlafstelle. Jeder nach seiner Natur und Bequemlichkeit.

01:16:21 Der Esel legte sie auf den Nest, der Hund hinter die Türe, die Katze auf den Herd in die warme Asche und der Hahn setzte sich auf den Hahnbalken und weil sie müde waren von ihrem langen Weg, schliefen sie auch bald ein.

01:16:35 Als Mitternacht vorbei war und die Räuber von weitem sahen, dass kein Licht mehr im Hause brannte, auch alles ruhig schien, sprach der Hauptmann, wir hätten uns doch nicht sollen ins Boxhorn jagen lassen, und hieß einen hingehen und das Haus untersuchen.

01:16:52 Der Abgeschickte fand alles still, ging in die Küche, ein Licht anzuzünden, und weil er die glühenden, feurigen Augen der Katze für lebendige Kohlen ansah, hielt ein Schwefelhölzchen daran, dass sie's Feuer fangen sollte. Aber die Katze verstand keinen Spaß, sprang ihm ins Gesicht, spie und kratzte.

01:17:13 Da erschrake gewaltig, lief und wolle zur Hintertür hinaus. Aber der Hund, der da lag, sprang auf und biss ihn ins Bein. Und als er über den Hof an der Miste vorbeirannte, gab ihm der Esel noch einen tüchtigen Schlag mit dem Hinterfuß. Der Hahn aber, der vom Lärmen aus dem Schlaf geweckt und munter geworden war, rief vom Balkon herunter. Kekreke!

01:17:37 da lief der räuber was er konnte zu seinem hauptmann zurück und sprach ach in dem haus ist eine gräuliche hexe die hat mich angehaucht und mit ihren langen fingern mir das gesicht zerkratzt und vor der tür steht ein mann mit einem messer der hat mich ins bein gestochen und auf dem hof liegt ein schwarzes ungetüm das hat mit einer holzkeule auf mich losgeschlagen

01:18:02 Und oben auf dem Dache, da sitzt der Richter, der rief, bringt mir den Schelm her. Da machte ich, dass ich fortkam. Von nun an getrauten sich die Räuber nicht weiter in das Haus. Den vier Bremer Musikanten gefiel es aber so wohl darin, dass sie nicht gestorben sind, dann musizieren sie noch heute. So. Tschüss, fertig gewesen, Fabian. Ja. Dann kommt schon eine Fragerunde, gell?

01:18:39 Hier kam auch ein paar Positiven rein. Staff231 spendet 1,01 Euro und schreibt für die schönen Geschichten. Es scheint so, dass es langsam Schule macht. Wäre sehr schön für uns. Wir haben nämlich viele, viele Ausgaben. Ihr wisst ja, dass ich Bücher verschicke und weiter und so weiter.

01:19:12 Wir teilen vieles. La Lione schenkt dir 5 Euro, hat die Gebühren übernommen und schreibt herzliche Grüße. Vielen, vielen Dank und schön, dass du da bist. Ach, da geht es weiter. So, ja, dann. Und hier noch ein Bild von meinem Maulwurfskuchen. Leider schon angeschnitten mit einem Maulwurf aus Marzipan. Ich weiß nicht, ob ich das so sehr appetitlich finde.

01:19:49 Was für eine Idee. Schaut euch das an. Witzig, ja. Witzig. Ihr habt immer Ideen, das ist Wahnsinn. Und seid sehr begabt fürs Basteln und Schreiben auch teilweise.

01:20:10 Ein Märchenwunsch kam ja noch rein. Chaos Legion schreibt, kennst du vielleicht isländische Märchen? Ich beschäftige mich gerade sehr damit, deshalb wäre ich sehr neugierig auf ein Märchen von dort. Oder lies doch bitte dein allerliebstes Lieblingsmärchen vor. Also isländische Märchen habe ich leider kein Buch davon, glaube ich. Fabian, haben wir nicht isländisch.

01:20:34 Aber vielleicht kannst du irgendwas suchen, Janik? Tiere haben wir. Ja, nein, mein Islindsch. Oder er will das Mädchen mit den Schwebelhölzern oder sie, gell? Du kannst schon mal schauen, ob es Islindsch gibt, gell? Ich habe es aufgeschrieben. Noch könnt ihr euch das Märchen wünschen in der zweiten Fragerunde. Feder Tiger, wir hatten vor ein paar Tagen Ofen, Kartoffeln mit Salat. Magst du sowas auch gern? Ja, ja, das ist genau mein Essen, Feder Tiger.

01:21:16 Genau, am besten ist Quark noch, gell? Was du noch dabei hast, denke ich, oder ist das der Salat? Kartoffeln brauche ich jeden Tag. Ich esse sehr schlicht, aber das hält mich auch gesund. Ach, da ist der Salat noch. Das andere war bestimmt Quark, nehme ich an. Hm, ein leckerer Salat. Ja, so was esse ich sehr, sehr gerne wieder. Vielen Dank.

01:21:51 Soll ich euch mal so einen gemischten Salat machen mit Radieschen und Grünen? Jungs? Ja gerne. Fabi? Ich auch. Gut, dann machen wir das nächste Mal einen gemischten Salat. Gäser, Schande gelbte, hier noch die Blüte von Kapuzinergräse. Das Blätter soll man sogar essen können zu Salat. Bild von meinen Eltern, die haben wirklich viel im Garten und ein lila Herz. Du kannst auch die Blüten essen.

01:22:19 Aber das bringe ich alles nicht übers Herz. Aber die Blätter mache ich auch in den Salat. Aber ich will sie auch zeigen. Sehr, sehr schönes Bild. Ich danke dir. Ich habe noch zwei Märchenwünsche für dich. A.I.U.A.R.T. schreibt, ich wünsche mir das Märchen Sternhaler. Von A nach B und Heterakide schreiben, sehr gute Idee. Habe es sich gleich eingebracht. Dann bringen wir es halt mal wieder.

01:22:55 Und Mutito wünscht sich der kleine Muck. Der kleine Muck. Die Sterntale. Da hängt auch ein Bild, aber das kann man nicht sehen jetzt, oder? Da irgendwo hängt. Ah ja, das ist im Schatten da. Da hat man jemand ein ganz schönes Bild gemalt. Sir Uwe schreibt, König Drosselbart wäre ein Wunsch. Müssen wir mal schauen, ob der nicht gerade erst war, gell? Müssen wir halt ein bisschen Geduld haben.

01:23:29 Und ein Wassermarsch von TXNi kam auch noch rein. Vielen Dank. Chill mit Dill schreibt, ich habe mir diese Woche einen Kürbis im Ofen gemacht, hatte dann jeden Tag was Leckeres für die Uni. Ein was hast du gemacht? Ein Kürbis im Ofen. Ein Kürbis im Ofen? Aha, das kenne ich jetzt auch nicht. Hört sich sehr interessant an. Hast du dann immer so kalt gegessen in der Uni dann? Wahrscheinlich, gell?

01:24:15 Federtiger, Kapuzinergräße kann man essen, Blätter und Blüten. Ja, ich habe es ja schon gesagt, weil ich es auch sehr oft esse. Schleifenvieh kannst du mit der Brille denn besser lesen? Also das iPad kann ich ohne Brille...

01:24:35 schon noch gut lesen, immer mit der großen Schrift, die lese ich auch noch ohne Brille. Aber wenn Kleingedrucktes kommt oder auch alte Schriften, die kann ich mit der Brille dann doch wieder lesen, zum Glück. Bin ich sehr froh darüber. Oder wenn ich schreibe und meine Augen werden müde, setze ich sie auch auf. Das verdanke ich auch einem Fan.

01:25:10 Ich wollte gar nicht das lesen, soll TX nie. Ich mach's halt einzeln. Bekannte von uns waren auch auf einem Kürbisfest. Also das ist Wahnsinn, ich hab noch nie erlebt so was, Kinder. Ich hab noch nie ein Kürbisfest erlebt. Das ist wahnsinnig schön. Bin total begeistert.

01:25:36 Schaut euch das an. Gell? Janik, schau mal. Ja. Wahnsinn, vielen, vielen Dank. In Ludwigsburg war sowas ähnliches auch. Habt ihr das auch schon gesehen? Ich war nicht dort, aber da waren andere. Hast du es mal gesehen, Janik? Kürbisfest? Nee. Also wenn sowas mal kommt, das muss ich unbedingt noch sehen in meinem Leben. Unbedingt.

01:26:01 Mausbär schreibt, die Samen der Kapuzinerkreise kann man auch essen, leichte Pfeffernote, aber echt lecker. Ja, die esse ich lieber nicht, die sehe ich lieber wieder aus. Piger, der Herbst, der Herbst ist da. Der Herbst hat wundervolle Farben. Wundervolle. Ja. Treibst du da so heimlich? Bin böse, gell?

01:26:35 Ach, du schaust da mit, im iPad. Ja, ich weiß ja, technisch bin ich blöd. Ruteca, Frage an die Marmeladenoma. Gibt es noch Märchen, die du hier noch nie vorgelesen hast? Ja, natürlich. Ich habe wahnsinnig alle vorgelesen. Ganz bestimmt nicht. Werd ich auch gar nicht mehr schaffen. Ringsumher.

01:27:05 Manche Märchen lese ich auch nicht vor, weil sie eben dann doch grausam sind. Sir, Uwe fragt, wo bekommt man so eine Brille? Beim Optiker. Man muss sie heute gar nicht mehr verschreiben. Die Optiker prüfen heute selber diese Kraft. Man braucht gar keinen Augenarzt mehr, aber man bekommt sie auch nicht mehr bezahlt von der Kasse. Man muss sie selber bezahlen.

01:27:46 XNI, besonders in der Herbstzeit, habe ich früher total gerne kreativ Sachen, wie zum Beispiel Kastanienmännchen gemacht oder Steine bemalt. Hast du das?

01:28:01 Früher auch mal gemacht. Ich habe mit meinen Kindern und Enkelkindern auch immer so Kastaniermännchen gemacht. In meiner Kindheit sowieso. Steine mitmalt haben wir eigentlich noch nie. Das Kastaniermännchen, das kenne ich. Und die Steine sind auch ganz, ganz, ganz lustig. Schaut. Sachen.

01:28:31 Hier werden auch Sachen verschenkt, und zwar ein süßes Früchtchen. Sock 3 schenkt Tifa Loops ein süßes Früchtchen. Wird sich freuen und wir danken dir. Allee von Enten ist zwölf Monate ein süßes Früchtchen. Schreibt Hallo und einen schönen Abend an alle und liebe Grüße. Vielen, vielen Dank und auch für dich einen schönen Abend. Und Sock 3 ist ein neues süßes Früchtchen. Willkommen, willkommen.

01:28:58 Schön, dass du zu uns gestoßen bist. Sag immer, fertig bist du? Ja, das war's. Gesa, Schanigl, ja Oma und Federtiger waren mir nicht mehr ganz sicher mit den Blüten von Kapuzinerkresse. Aber ihr beide beschädigt, dass man die Blüten essen kann. Liebe Oma, hast du es mal probiert? Und wenn ja, hat es dir geschmeckt? Ja, ich mache solche Sachen alle in meine Salate, gell?

01:29:28 Was kann man denn noch essen? Gänseblühen kann man auch essen, wenn man mag. Es gibt vieles, was manche Leute sagen, es wäre Unkraut und so. Es gibt kein Unkraut, es gibt nur Wildkräuter. Ich habe einen großen, großen Naturgarten gehabt, da war alles voll mit Kräutern. Und die haben sich dann auch immer wieder selber ausgesät, also die haben nicht mehr Arbeit gemacht.

01:30:01 Sojatan hatte dir neulich mal Bilder von einem Kübisfest mit Skulpturen geschickt. Meine Schwester war dort. Haben wir das nicht gesehen? Ja, nicht. Das kommt mir ganz unbekannt vor. Also kann ich mich nicht erinnern, dass wir das gesehen haben. Schaut mal. Sehr, sehr schön. Gell? Ja. Haben wir nicht gesehen, gell? Ich glaube nicht. Schön, dass wir es heute sehen und es gefällt uns sehr. Vielen Dank.

01:30:32 Hier kam noch eine Spende rein. Das kann ich mir vorstellen. Aber die Erinnerungen kann dir niemand nehmen. Wenn ich traurig bin, dann setze ich mich auch hin und denke an diesen oder jenen Menschen.

01:31:00 den ich verloren habe und bin irgendwie getröstet. Die Erinnerung kann denn niemand nehmen. Und Rovi Marilena schreibt, ich würde gerne mal das Märchen der selbstsüchtige Riese von Oscar Wilde hören. Haben wir erst neulich gelesen. Ich schreibe es auf, aber da musst du jetzt ein bisschen warten. Ist auch ein sehr schönes Märchen. Aber irgendwann kommt es wieder. Lies ich es wieder vor, gell? Ja, Oscar Wilde sind sehr schöne Märchen.

01:31:45 Chan-Nicke schreibt, ja, zu Kastanienmännchen haben wir auch viel gemacht, vor allem im Kindergarten. Ja, ja, wir zu Hause halt, gell. Soja Chan schickt auch ein Kürbishaus, Choban, oder was? Ist es ein Kürbishaus? Ich weiß es nicht, warte mal. Was schreibt er denn? Nee, schreibt gar nichts dazu. Nee, schreibt nichts dazu.

01:32:14 Entweder ist es ein Kürbishaus oder ist es ein riesenhafter Musik-Dings wie Box, schaut mal, was meint ihr? Hat Antenne, gell? Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn. Vielen Dank.

01:32:36 Man kann auch Gänseblümchen, Pfeilchen, Löwensorten essen. Auch einige Rosensorten kann man essen. Total spannend. Sieht dann toll aus auf Torten im Salat. Die muss man aber in speziellen Läden besorgen. Ja, also Blumen mag ich nicht so gern essen. Die kann ich essen, aber die Blüte esse ich eigentlich auch nicht. Die Blätter esse ich immer.

01:33:09 Feilchen habe ich lieber in der Vase dann. Bei mir kommt nichts, Janik. Du musst aushelfen. Keine Engländer da. Sascha, fringens mal eine kurze Sequenz aus einem Song. Diese Sequenz ist legal, da sie auch im Trailer drin ist, unter 15 Sekunden. Schau mal, gell? Klasse. Hat mich zwar sehr erschreckt, aber ich finde es klasse.

01:34:14 Wahnsinn, vielen Dank, vielen Dank Sascha. Schleifenfeder mit Gute, ein Smiley und ganz ganz viele Liederherzen und sehr sehr schöne Abendbilder. Schlaf gut, schlaf dich gesund. Vielen Dank. Anderkoffer5 schreibt so süß, wie sie mit der Technik umgeht. So schön blöd, gell?

01:34:55 Ich bin wirklich total, also ganz, ganz schrecklich. Ich habe auch ein bisschen Furcht vor Strom, Elektrizität. Ich habe nämlich mal einen ganz furchtbaren Stromschlag erlitten. Ich lag, ich glaube, fast drei Tage im Bett, kann mich gar nicht mehr berühren.

01:35:16 Dann nicht mal den Arzt, haben sie mal geholt damals. Irgendwie war das früher. Entweder ging es schief oder man hat es ausgeheilt. Ich habe auch ein bisschen Angst davor. Also Angst kann man es nicht nennen. Respekt. Respekt.

01:35:35 Ja, der Herbst ist wirklich wunderbar in der Farbenbrache. Vielen Dank.

01:36:06 Roteca würde sich der Struppelpeter wünschen. Das muss ich dich leider enttäuschen, da lese ich niemals vor. Das ist schwarze Pädagogik. Hatten mir mein Vater nie vorgelesen, habe ich meinen Kindern und Enkeln auch nie vorgelesen. Wünsch doch bitte was anderes.

01:36:28 Blumenmeer, die liebe Marmeladenummer besiegt mich heute. Nachricht zwischen dem Kürbisfotos versteckt. Ich falle wohl nicht auf. Achtet nur darauf, dass ihr keine Sequenzen reinsendet, die urheberrechtlich geschützt sind. Ein Lahn, das meint. Jetzt muss ich Blumenmeer suchen. Habe ich wirklich jemanden übersehen? Das tut mir aber leid, treuer Fan.

01:36:58 Blumenmeer. Guten Abend, ihr Lieben. Wie war eure Woche? Gibt es etwas Schönes zu berichten? Wiederholung da, ebenfalls übersehen. Ja, das habe ich übersehen, aber jetzt habe ich es gesehen, habe es vorgelesen. Es gibt eigentlich so richtig Schönes, nichts zu berichten. Das Leben ist überschattet vom Krieg. Wirklich.

01:37:35 Schön ist für mich allemal, dass ich so viele Anhänger erstens habe und Freunde und Freundinnen und Wahlenkel und Wahltöchter. Das habe ich aber immer. Das ist Bestand meines Lebens. Das ist natürlich sehr schön. Also entschuldige nochmals Blumen Merkel. Hier kam noch ein Märchenwunsch rein. Skybell wünscht sich Väterchen Frost. Wäre lieb oder anderes in der Richtung? Väterchen Frost.

01:38:19 Das habe ich ganz bestimmt. Ich habe es aufgeschrieben. Und ein Wassermarsch kam noch rein. Ich danke dir. Ich danke dir. Und der Sascha sagt, solange man die Sekundenregel einhält, ist das möglich, diese Musik da.

01:38:53 Das Kübisfest erinnert mich auch an eine Eisfiguren-Ausstellung oder eine Ausstellung von Sandskulpturen. So etwas finde ich immer noch total beeindruckend, vor allem, da es alles selbst gebaut wurde. Ich hoffe, ich verschicke nicht allzu viel. Wenn doch, dann tut es mir leid. Es ist nur schlimm, wenn jemand mehr als zwei oder drei...

01:39:22 ...dass der nur noch da ist dann. Sollen ja alle eine Chance haben. Schickst sehr schöne Sachen. Hier ist wieder ein ganz tolles Blatt. Sandskulpturen, ein Fee in der Nacht oder sowas. Eisfee wahrscheinlich. Wir danken dir. Und wenn jemand vier Bilder auf ein Blatt bringt, ist das natürlich ganz klasse. Spart auch Zeit für andere.

Einleitung der Märchenwunsch-Fragerunde und Lektüre sibirischer Mythen

01:39:40

01:40:06 So wie du das jetzt gerade eben gemacht hast, Blumenmeer. Ich erinnere mich mal in der Grimm-Welt gewesen zu sein. Dort waren die originalen Antiquitäten Grimm-Brüder und vielerlei. Uscha war sehr interessant. Hätte ich auch gern gesehen. Für den Tiger, ich hatte diese Woche keine Zeit, Blumen zu machen. Wir stecken in der Vorbereitung für das Weihnachtsgeschäft. Und dann war ja noch die Inventur. Nächste Woche gibt es wieder mehr Blümchen.

01:40:41 Mach dir keine Hetzjagd raus, Federträger. Schön, dass du so überhaupt da bist. Und außerdem passt du noch auf uns auf.

01:40:53 Ruth Heker schreibt, die zertanzten Schuhe wünsche ich mir dann. Die zertanzten Schuhe, ja, das kann ich vorlesen. Und hier kam dann auch ein Rate rein von Langort TV mit drei Zuschauern. Gerade einen Moment, Schasele. Ein Rate. Willkommen, willkommen. Freuen wir uns immer ganz arg drüber. Bedeutet eine Geschichte mehr. Oder auch wenn es drei sind, gell? Ab drei machen wir noch eine Geschichte dazu.

01:41:23 Oder, Janik? Mhm. Du sagst mir, wenn ich beenden muss, gell? Ja, wenn du möchtest, können wir das Zusatzmärchen vorlesen. Aber keine Engländer. Bis jetzt nicht, ne? Jetzt das Zusatzmärchen, also die Fragerunde beenden, oder wie? Mhm. Und was soll ich da vorlesen? Hast du eine Idee? Hat Fabian eine Idee? Vielleicht finde ich was. Brennt dich nicht.

01:42:09 Fabian sucht gerade eine Geschichte für die Raiders. Ihr könnt ganz, ganz schnell noch Wünsche durchsagen. Kommt nichts, Janik? Gerade nicht, ne.

01:42:41 Donna Diamonds schreibt Engländer hier. Welche Info braucht ihr? Ich bin eher ein Engländer. Anscheinend, ja. Nein, wir brauchen keine Infos, sondern es freut uns immer sehr, dass auch Engländer zuschauen. Und wenn du perfekt Deutsch sprichst, ist das natürlich noch toller. Schön, dass du da bist. Ich freue mich immer, wenn du aus anderen Ländern auch...

01:43:07 Wahrscheinlich lebst du hier in Deutschland, aber oft kommen auch Leute aus den USA oder sogar Japan. Südkorea hat schon jemand in der Fragerunde angerufen. Und die reden meistens auch Englisch dann. Es freut uns natürlich sehr, dass wir so bekannt sind. Ich kriege ja auch Post aus aller Welt.

01:43:32 Ein Märchenwunschkennen schreibt, ich wünsche mir das Märchen, wie Sonntag entstanden. Es ist ein sibirisches Märchen und im Internet zu finden. Kannst du es dann suchen, Jani, gell? Ich kenne es nämlich nicht. Was, du hast? Im Ernst? Das gibt es doch nicht.

01:43:56 Also, meine Liebe, dein Wunsch wird sofort erfüllt. Der Fabian hat da im iPad wirklich ein Märchen aus Sibirien.

01:44:13 gefunden und es wird auch in der Gebärdensprache erzählt. Also wird ein Wunsch sofort erfüllt. Lang, lang ist es her, da herrschte grausame Kälte auf unserer Erde. Eine dicke Schneedicke lag auf dem Land, alle Meere waren zugefroren. Es gab keine Sonne und die Welt war in Dunkelheit gehüllt. Damals schliefen alle Tiere gemeinsam in einem großen Jaranjans.

01:44:42 Ja, rangehörig, komisches Wort, aus Walhaut. Gleich am Eingang brannte ein Feuer in der Nähe der Fuchs schlief. Darum hat er noch heute ein braunes Fell. Endlich erwachte der Eisfuchs aus seinem Schlaf. Er rieb sich die Augen und rief, aufstehen, hört einmal mit. Mir hat geträumt, die Sonne sei zu uns gekommen. Sie will, dass es bei uns warm wird. Da warten augenblicklich alle Tiere auf. Und wann kommt die Sonne? fragte das Rehen.

01:45:11 Das weiß ich nicht, sagte der Fuchs. Mir schien der alte Eisbär, hält sie im Himmel versteckt, doch ich habe einen Plan. Wir müssen ein Loch in den Himmel machen und die Sonne befreien.

01:45:25 Die Tiere beriefen sich. Am Ende beschlossen sie, die Sonne auf die Erde zu holen. Aber sie konnten sich nicht einigen, wie das geschehen sollte. Da machte der Rabe Kurkühl einen klugen Vorschlag. Hört, Brüder und Schwestern, sagte er, ich, der Rabe Kurkühl, werde ein Loch in den Himmel pieken. Durch dieses Loch schlüpfen wir dann alle in den Himmel hinein.

01:45:50 Gesagt, getan. Die Tiere machten sich auf und stiegen auf den höchsten Berg, der fast bis zum Himmel reichte. Der Rabe Kurkühl flog von hier zum Himmel und begann dort emsig ein Loch in den Himmel zu picken. Der Himmel war aber gefroren und so hart, dass der Rabe mit aller Kraft picken musste und immer wieder witzte er den Schnabel. Endlich war er fertig. Es war ein großes Loch, das er gepickt hatte.

01:46:20 Der Wal kam hindurch, als gingen sie die Sonne suchen. Es war nicht schwer, sie zu finden, denn sie strahlte gerade herrlich warm. Schon von weitem sahen sie den Feuerball. In den Himmel gekommen, fragte die Sonne. Ich habe mit meinem Schnabel ein Loch in den Himmel gepickt, sagte der Rabe Kurkühl. Wir möchten, dass du auf unserer Erde Dunkelheit vertreibst.

01:46:48 Das wird nicht einfach sein, seufzte die Sonne. Ich werde von einem alten Eisbär bewacht. Er ist gerade auf der Jagd. Wenn er aber zurückkommt und euch hier bei mir sieht, ist er teufellos, das sage ich euch. Nur keine Angst, lachte der Rabe. Ehe der Eisbär kommt, sind wir schon lange auf und davon. Sollte er früher kommen, halte ich ihn auf. Und nun geht alle zu dem Himmelsloch, ich warte hier auf ihn.

01:47:17 Und die Tiere nahmen die Sonne in ihre Mitte und führten sie zu dem Loch. Es dauerte nicht lange und der Eisberg kam. Er schleppte eine Beute mit. Als er den Raben erblickte, fragte er, was willst du hier?

01:47:32 Ich bin hierher geflogen, um dich zu warnen. Die Tiere wollen die Sonne stehlen. Schnick, schnack, brummte der Eisbär und kratzte sich mit der Tatze. Wie wollen sie denn in den Himmel kommen? Der ist doch gefroren und hart. Außerdem wird sie die Sonne nicht finden. Nicht einmal ich kann im Augenblick sagen, wo sie steckt. Trotzdem ist es freundlich von dir, dass du mich gewarnt hast. Schau, was für eine gute Beute ich gemacht habe.

01:48:02 Schafbock, nicht wahr? Wenn du schon einmal hier bist, dann heil du mit. Ich lade dich zum Essen ein. Und die beiden machten sich heiß hungrig über den Schafbock her. Als sie sich satt gegissen hatten, tranken sie Tee. Als sie mit dem Tee fertig waren, wurde der Eisberg rüssig.

01:48:22 »Wer bist du eigentlich in den Himmel gekommen?«, fragte er. »Ganz einfach«, sagte der Rabe. »Kurkel, ich habe ein Loch in den Himmel gepickt.« »Ist das nicht gefährlich? Da könnten ja auch die Tiere in den Himmel hinein, um die Sonne zu stehlen.« »Schon möglich«, lachte der Rabe, »doch ich habe dich ja gewarnt.« Der dumme Eisbär erschrak und rief, »Schnell, führe mich zu dem Loch.«

01:48:49 Der Grabe Kurkühl führte den Eisbären zu dem Loch. Als sie ankamen, sahen sie gerade noch, wie die Sonne fröhlich auf die Erde sprang. Der Eisbär war überaus müden, als die Sonne verschwunden war. Kälte und Finsternis herrschten jetzt im Himmel. Der weiße Geselle wurde grießgrämig. Eines Tages beschloss er, zu der Sonne auf die Erde hinabzusteigen.

01:49:15 Ich bin gekommen, um dir die Sonne zu holen, sagte er zu den Tieren. Wir geben sie dir nicht, sagte der Fuchs. Er zitterte vor Schreck. Ohne Sonne herrschten wieder Finsternis und Kälte auf der Erde. Dafür ist es jetzt im Himmel dunkel und kalt, brummte der Eisbär.

01:49:35 Die Tiere beriefen sich, wurden sich aber nicht einig. Da meldete sich der Rabe Kurkil zu Wort. Wir alle, Brüder und Schwestern, brauchen die Sonne. Auch der Eisbär. Ich schlage vor, dass die Sonne den Sommer über bei uns bleibt. Die zweite Hälfte des Jahres soll sie im Himmel sein. Dann ist sowieso Winter.

01:49:58 Tiere halten den Winterschlaf. So taten sie auch. Seit dieser Zeit dauert im fernen Osten der Tag einen ganzen Sommer und die Nacht einen ganzen Winter lang. Der Eisbär überlegte nicht lange und zu anderen Tieren auf die Erde hinab. Im Winter, wenn die Sonne im Himmel war, hielt er seinen Winterschlaf. Da brauchte er die Sonne nicht. Im Sommer war die Sonne auf der Erde und da lief er immer hinterher.

01:50:28 Das war ein Märchen aus Sibirien. Ich hab aber schnell gefunden, Javi.

01:50:37 Was kommt jetzt noch? Hier zwischendurch kam noch ein anderer Rate rein. Sail All Dream ASMR hat dich mit 15 Zuschauern geradet. Freut uns ganz, ganz hart. Da sind wir immer ganz happy, gell, Jungs? Ja. Also muss es noch ein Märchen sein. Wie komme ich zu noch einem Märchen, Fabi? Hast du noch was drin? Da ist ganz viel drin. Ja, oh gut, dann schau mal, bitte.

01:51:03 Haben wir eigentlich jetzt die Zweifrage schon gehabt, Jai? Ja. Kein Zeichen gemacht, siehst du? Ganz viele schreiben, dass es ein sehr schönes Märchen war. Das Sibirische? Ich habe es gar nicht gekannt. Ich bin ja sehr dankbar, dass du es für uns gefunden hast. Asagi Can ist drei Monate ein süßes Früchtchen. Freut uns sehr. Vielen Dank.

01:51:28 Und Asagichan schenkt Buronia ein süßes Früchtchen. Wird sich freuen und wir danken dir. So, das nächste kommt gleich. Das Zusatzmärchen? Wir sind doch gar nicht so spät dran, Janik, weißt du? Gegen sonst? Ja, so wie immer eigentlich. Nee, ich sehe schon nicht mal 10. Und manchen sie überziehen, aber ja. Oder nicht?

01:52:04 Wir sind tatsächlich so dran wie immer. Ah ja, es kommt ja noch Gedichte und alles, gell. Findest du nix, Fabi? Es lädt gerade. Es lädt nicht. Soll man erst die Frage runter machen, Janik? Das müsste eigentlich gleich geladen sein. Oder soll man eins von den Wünschen suchen, Fabi? Ach, wollen wir denn vielen Menschen eine Freude machen? Ich ahne schon. Soll man nicht.

01:52:48 Wir machen zwei so Auswahl, ja? Also dann sage ich... Oder hast du was? Das hast du noch nicht kennen von Andersen. Also gut, dann lassen wir das sein, Janne, ja? Weil der liebe Fabian es gesucht und gefunden hat. Also, ein Märchen von Andersen. Die Wochentage. Die Wochentage wollen auch einmal sich freimachen, zusammenkommen und ein Festmahl abhalten.

01:53:20 Jeder Tag war übrigens so in Anspruch genommen, dass sie während des ganzen Jahres nicht freie Zeit hatten, um darüber zu verfügen. Sie mussten einen besonderen ganzen Tag haben. Aber den hatten sie doch auch jedes vierte Jahr, den Schalttag. Der wurde ihnen im Februar belegt, um Ordnung in die Zeitrechnung zu bringen.

01:53:41 Auf den Schalltag wollten sie also zusammenkommen zum Festmahl. Und da der Februar der Fastnachtsmonat ist, wollten sie karnevalsmäßig angekleidet kommen, nach einer Sehnen Empfindung und Bestimmung. Gut essen, gut trinken, reden halten und einander Annehmlichkeiten sagen und Unamlichkeiten in ungenierter Kameradschaft.

01:54:06 Die Helden der alten Zeit warfen einander bei den Mahlzeiten die abgenagten Fleischknochen an den Kopf, na ja. Die Wochentage wollten einander überhäufen mit Leckereien, von albernen Späßen und schelmischen Witzen, wie sie zu den unschuldigen Fastnachtsschätzen gehören mögen. Dann war es Schalttag und dann kamen sie zusammen. Der Sonntag, der Vormann der Wochentage, trat auf im schwarzen Seidenwandel.

01:54:34 Frohme Menschen würden glauben, dass er einen Talar trug, um in die Kirche zu gehen. Die Weltkinder sahen, dass er im Domino war.

01:54:44 um auf ein Vergnügen zu gehen, dass die flammende Nelke, die er im Knopfloch trug, des Theaters kleine rote Laterne war, die sagte, alles ist ausverkauft, seht nun zu, dass ihr euch amüsiert. Der Montag, ein junger Mensch, dem Sonntag nah verwandt und besonders dem Vergnügen hingegeben, folgte nach. Er verlasse die Werkstatt, sagte er, wenn die Wachtparade aufzieht.

01:55:10 Ich muss hinaus, um Offenbachs Musik zu hören. Sie geht mir nicht zu Kopf und nicht zu Herzen. Sie kitzelt mich in den Beinmuskeln. Ich muss tanzen, ein Gelage haben, ein blaues Auge kriegen, um darauf zu schlafen, und dann packe ich am nächsten die Arbeit an. Ich bin das Neue in der Woche.

01:55:31 Dienstag, das ist Türstag, der Tag der Kraft. Ja, das bin ich, sagte der Dienstag. Ich packe die Arbeit an, spanne Merkursflügel an des Kaufmannsschuhe, sehe in die Fabriken, ob die Räder geschmiert sind und sich drehen, sorge dafür, dass der Schneider auf der Bank und der Pflasterer auf dem Pflastersteinen hockt. Jeder achte auf sein Gewerbe. Ich halte mein Auge auf.

01:55:59 Deshalb trage ich Polizeiuniform und nenne mich Polizientag. Ist das ein schlechter Kadaver, so versuchen wir anderen einen besseren zu machen.

01:56:10 Da komme ich, sagte der Mittwoch. Ich stehe mitten in der Woche, darum nennen mich die Deutschen so. Ich stehe wie der Kommis hinter dem Ladentisch, als Blume zwischen den anderen geehrten Wochentagen. Marschieren wir alle auf, dann habe ich drei Tage vor, drei Tage hinter mir. Das ist wie eine Ehrenwache. Ich darf glauben, dass ich der ansehnlichste Tag bin.

01:56:35 Der Donnerstag schildete sich ein, gekleidet als Kupferschmied mit Hammer und Kupferkessel. Das war sein Adelsattribut. Ich bin von höchster Geburt, sagte er. Heidnisch, göttlich, in Nordens Landen werde ich nach Thor genannt, in denen des Südens nach Jupiter. Die beiden verstanden zu donnern und zu blitzen, das ist in der Familie geblieben. Und dann schlug er auf den Kupferkessel und bewies seine hohe Geburt.

01:57:05 Freitag war gekleidet wie ein dummes Mädchen und nannte sich Freya, auch zur Abwechslung Venus. Das kam auf den Sprachgebrauch im Lande an, wo sie auftrat. Sie sei übrigens von stillem, ernstem Charakter, sagte sie. Aber heute flott und frei, es war ja Schalttag. Und der gibt der Frau Freiheit, da darf sie nach altem Brauch selber freien und muss sich nicht freien lassen.

01:57:31 Sonnabend trat auf als alte Haushälterin mit Besen und Zauberkeitsattributen. Ihr Leibgericht war Bierbrot-Suppe. Doch verlangte sie nicht, dass sie bei dieser festlichen Gelegenheit für alle mit aufgetestet werden sollte, sondern nur, dass sie sie bekommen könne und sie bekam sie.

01:57:54 So, das war diese Geschichte. Die habe ich auch gar nicht gekannt. Und ein Wunsch wurde sofort erfüllt. Die Slafterkanone ist drei Monate ein süßes Früchtchen. Willkommen, willkommen und vielen Dank, Fabian. Danke dir. Was kommt jetzt noch? Ein Gedicht, gell? Ja. Die Spiel bei der Musiker hatten wir auch schon, oder? Ja, die haben wir vorgesprochen. Die hatten wir ja.

01:58:32 Und zwei Zusatzmärchen haben wir auch schon, oder? Das Zusatzmärchen hatten wir auch. Ja, sollen wir noch schnell ein paar Märchenwünsche einheimsen? Oder reicht das, Janik? Ich glaube, wir haben schon einige Märchenwünsche bekommen, oder? Ja gut, dann lassen wir das. Du bist der Dirigent, das weißt du, gell? So, dann kommt jetzt noch ein Gedicht. Wo habe ich das Gedicht? Das ist ja ein schönes Durcheinander bei mir. Da ist Oktober-Sonne.

01:59:21 es rauscht der starke herbst ins land mit strömendem ungemach die andern die wandern hoch über den waldesrand die vögel der sonne nach auch unser herz soll südwärts ziehen noch einmal in warmer pracht und das ist von schöneich

01:59:47 Karolat 1852, 1908. Habe ich sie ein bisschen nicht so gut gelesen, Jungs? Doch, doch. Dann kommt noch ein Spruch. Die Wälder sind so tief und schwarz und schön. Ich aber muss zu meinen Worten stehen und muss noch Meilen, ehe ich schlafe gehen.

02:00:12 Und ein kleines englisches Sprüchle. A winner is a dreamer who never gives up. Und das ist von Nelson Mandela. Sehr schön. Und bevor du aufhörst, kam ja noch ein Wassermarsch von Dextra rein. Vielen Dank, aber Janik, wir haben erst 10 Uhr. Wollen wir heute so geizig sein oder wollen wir noch was vorlesen?

02:00:41 Wir können gern noch was vorlesen, wenn du möchtest. Ja, also normalerweise machen wir mindestens 10 oder 15 oder so was, ja? Was sagst du? Wir können gern noch was vorlesen. Wir können eins von deinen Wünschen vorlesen. Oder hast du noch was Nettes auf dem iPad, Fabian? Wir können auch eins von deinen Wünschen vorlesen. Wie lauten die Wünsche? Soll ich zwei zur Auswahl setzen? Ja, Niki, du weißt, was ich meine, ja? Ja, dann ist es ja klar, was gewinnt.

02:01:17 Aber die sind eigentlich alle ein bisschen lang da. Bis auf das eine. Was sollen wir machen? Schau mal, was du drin hast im iPad, Fabian. Ich hab alles. Dann sag doch du uns was. Schlag zwei vor, dann können sie sich's wünschen, wie meinst du? Ich kann mich nicht trennen von euch, das ist der wahre Grund. Ich kann die ganze Nacht mit euch reden.

02:01:51 Vielleicht gibt es noch andere Wünsche. Bitte? Vielleicht gibt es noch mehr Wünsche. Ne, gibt nichts mehr. Sag doch du bitte zwei von dem iPad und dann könntest du dich das auswählen. Oder? Ich muss auch erstmal welche raussuchen. Moment. Hopp, hopp.

02:02:20 schreibt das mädchen mit den schwefelhölzern das ist kurz ja das ist sehr lang lang ist es jetzt nicht oder so mit es nehmen von a nach b schreibt sternthaler wäre doch eine gute option dann stellen die beiden zur wahl fertig ab ja ich bin mal sehr gespannt

02:02:53 Wenn du noch was findest, kannst du ruhig noch sagen, Frau Jan, je nachdem was gewählt wird, ist das ja auch sehr kurz. So, dann geht die Umfrage los. Und ihr könnt auch eure Herzchen verwenden, um etwas höher zu gewichten.

02:03:10 Da komme ich gar nicht raus mit deinen komischen Herzchen. Die kriegt man fürs Zuschauen. So, so. Dann können wir aber viele verteilen abends. Ja. Und was können die damit machen? Zum Beispiel bei den Abstimmungen können die mal ein Vote extra geben, zum Beispiel. Oder Wasser Marsch ausführen, Märchen wünschen. Alles klar. Das können aber doch eigentlich alle, oder?

02:03:37 Es gibt wahrscheinlich viele Herzchen. Das macht alles nicht an, das ist Technik. Momentan ist es 50-50. 50-50, also gut. Da rede ich dir nicht rein in die Technik, weil ich es gar nicht kann. Hier kam noch ein Spender rein.

02:04:00 Stene Pre spendet 2 Euro, hat die Gebühren übernommen und schreibt Danke für die tollen Märchen. Und wir danken dir und wir freuen uns sehr. Vielleicht fängt es jetzt mal an, Janik, der Vorschlag. Vielen, vielen Dank. Viertiger schreibt, ich habe 36.500 Herzchen.

02:04:23 Der Peter Tigger ist ja immer für Üppigkeit bekannt. Ich meine nicht körperlich, sondern in ihrer Art. Wenn es heißt, Blumenmädchen. Also 51% das Mädchen mit Schwefelhölzern, also 180 und Sterntaler 176, also es war sehr knapp.

02:04:45 Also Sternenthaler, da ist ein Mädchen. Also dann verspreche ich euch Sternenthaler Fans, dass nächsten Samstag als allererstes Sternenthaler kommen. Jetzt schreiben alle rein, wie viele Herzchen sie haben. Clueplate schreibt 29.800. Oh, Wahnsinn.

02:05:06 Tawaluga schreibt 51.000, Louis schreibt 50.000, Soja Can 29.000. Das ist eine sinnvolle Sache mit den Herzchen, Janik. Ja, fürs Zuschauen kriegt man die und kann dann sammeln, oder? Na dann. Gut. Also, wie gesagt, ich muss nochmal gleich aufschreiben. Das erste Märchen am nächsten Samstag ist Sternenthaler.

02:05:46 Ich habe euch da ein bisschen getröstet, euch Sterntaler Freunde. Dann lese ich jetzt vor, ach das ist schön groß, also auf dem iPad kann ich tausendmal besser lesen als mit dem Predickel. Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern.

Höhepunkt der Fragerunde: Votum für zukünftige Märchen und Lesung von Andersens "Sternentaler"

02:06:02

02:06:02 Von Hans Christian Andersen.

02:06:30 Aber Fabian, das ist ein ganz anderes Märchen als das, was man sonst verlesen.

02:06:59 Ja, das ist alles anders geschrieben. Andere Version, gell? Ja. Soll ich da weitermachen oder das andere hole, Janik, was mein ich?

02:07:09 Wie es dir gefällt, ich finde es jetzt in Ordnung, oder? Es weiterließen. Da ging nun das kleine Mädchen auf den kleinen nackten Füßen, die rot und blau vor Kälte waren, in einer alten Schürze trug sie eine Menge Schwefelhölzer und mit einem Bund in der Hand ging sie dahin. Keiner hatte ihr während des ganzen Tages etwas abgekauft, keiner ihr einen kleinen Schilling gegeben. Hungrig und verfroren ging sie dahin.

02:07:38 und sah so verschüchtert aus, das arme kleine Kind. Die Schneeflocken fielen in ihre langen, blonden Haare, die sich so schön um den Nacken lockten. Aber an die Pracht dachte sie feilig nicht. An allen Fenstern leuchteten Lichter, und dann roch es da in der Straße so herrlich nach Gänsebraten. Es war ja Neujahrsabend. Ja, daran dachte sie.

02:08:06 Hinten in einer Ecke zwischen zwei Häusern, das eine sprang ein wenig mehr in die Straße vor als das andere, setzte sie sich hin und kaute sich zusammen. Die kleinen Beine hatte sie hinaufgezogen unter sich, aber sie froh noch mehr und heimgehen durfte sie nicht. Sie hatte ja keine Schwefelhölzer verkauft, keinen einzigen Schilling bekommen. Ihr Vater würde sie schlagen.

02:08:32 Und kalt war es auch daheim. Sie hatten nur gerade das Dach über sich und da pfiff der Wind herein, ob so Stroh und Lumpen in die größten Spalten gestopft waren.

02:08:44 Ihre kleinen Hände waren beinahe ganz totverkältet. Ach, ein kleines Schwefelhölzchen könnte doch gut tun. Hätte sie nur gewagt, eines aus dem Bund zu sehen, es an der Wand anzustreichen und die Finger daran zu wärmen. Sie zog eines heraus. Ritsch, wie das sprühte, wie das Brat. Es war eine warme, kleine Flamme, wie eine kleine Kerze, als sie die Hand darum hielt.

02:09:14 Es war ein wunderbares Licht. Dem kleinen Mädchen schien es, als säße es vor einem großen Eisenofen mit blanken Messingkugeln und Messingtrommel. Das Feuer brannte so herrlich, wärmte so gut. Das kleine Mädchen streckte die Füße aus, um auch diese zu wärmen. Da erloschte die Flamme. Der Ofen verschwand, sie saß mit einem kleinen Stumpf eines abgebrannten Schwefelhüllchens in der Hand.

02:09:44 Sie steckte ein neues an. Es brannte, leuchtete und wie der Schein auf die Mauer fiel, wurde sie durchsichtig wie ein Schlag. Bis in die Stube hinein, wo der Tisch mit einem schimmernden weißen Tuch gedeckt war, mit seinem feinen Porzellan und herrlich dampfte die gebratene Gans, die mit Pflaumen und Äpfeln gefüllt war.

02:10:08 Und was noch prächtiger war, die Gans sprang von der Schüssel, wackelte über den Boden mit Gabel und Messer im Rücken, hin zu dem armen Mädchen. Da erlosch das Schwefelholz, und es war nur die dicke, kalte Mauer zu sehen.

02:10:25 Sie zündete ein neues an. Da sah sie unter dem herrlichsten Weihnachtsbaum, der war noch größer und noch mehr geputzt als der, den sie am letzten Weihnachtsabend durch die Glastüre bei dem reichen Kaufmann gesehen hatte. Tausend Lichter brannten an den grünen Zweigen und bunte Bilder wie die, die die Ladenfenster schmückten, sahen auf sie herab. Die Kleine streckte beide Hände hoch, da erlosch das Schwefelholz.

02:10:54 Die vielen Weihnachtslichter stiegen höher und höher. Sie sah, es waren nun die klaren Sterne. Einer von ihnen fiel und bildete einen langen Feuerstreifen am Himmel. Nun stirbt jemand, sagte die Kleine, denn die alte Großmutter, die einzige, die gut zu ihr gewesen war. Aber jetzt tot war, Sternfeld steigt eine Seele zu Gott empor.

02:11:22 Sie strich wieder ein Schwefelholz an der Mauer an. Es leuchtete im Umkreis, und in dem Glanze stand die alte Großmutter, so hell, so leuchtend, so mild, wie sie nie im Leben gesehen war. Großmutter, rief die Kleine, und nimm mich mit, ich weiß, du bist fort, wenn das Schwefelholz ausgeht, fort wie der warme Ofen, der herrliche Gänsebraten und der große, prachtvolle Weihnachtsbaum.

02:11:51 Und sie strichen eilig den ganzen Rest Schwefelhölzer an, die im Bund waren. Sie wollte die Großmutter recht festhalten. Und die Schwefelhölzer leuchteten mit einem solten Glanz, dass es heller war als am lichten Tag. Die Großmutter war früher niemals so schön gewesen, so groß. Sie hob das kleine Mädchen auf ihren Arm und sie flogen in Glanz und Freude so hoch, so hoch. Und da war keine Kälte, kein Hunger.

02:12:20 Keine Angst, sie waren bei Gott. In der Ecke am Hause saß in der kalten Morgenstunde des nächsten Tages das kleine Mädchen mit roten Wangen und mit einem Lächeln um den Mund tot. Erfroren am letzten Abend des alten Jahres.

02:12:38 Der Neujahrsmagen ging auf über der kleinen Leiche, die mit Schwefelhölzchen dasaß, von denen ein Bund fast abgewandt war. Sie hat sich wärmen wollen, sagte man. Niemand wusste, was sie Schönes gesehen, in welchem Glanz sie mit der alten Großmütter zur Neujahrsfreude eingegangen war.

02:12:59 So, das war jetzt irgendwie ein bisschen eine andere Version, aber ich glaube, ich lese in Zukunft auch wieder die andere vor. Dann kannst du das vielleicht löschen im iPad, Fabian. Geht das? Ja. Ich hoffe, es hat euch doch gefallen. Es war nur etwas verändert, aber ich lese lieber die alte Version wieder vor.

02:13:22 Jetzt hätten wir eigentlich alles, gell? Ja, ne? Oh, jetzt schaut er viertel nach elf, äh, nach zehn, wie üblich. So, dann bleibt mir nur, euch Gute Nacht zu sagen. Passt auf euch auf, dass wir uns wiedersehen am Samstag. Bleibt euch treu, helft einander. Ade, eure Marmeladenoma Enkel Janik und Walenkel Fabian.